[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkmalen der einleitenden
Teile der unabhängigen Ansprüche wie in
DE102005021137A offenbart.
[0002] Sensoren, die in verschmutzter Atmosphäre eingesetzt werden, verschmutzen, insbesondere
auch an ihrer Messstelle, nach und nach, sodass die von ihnen gelieferten Messergebnisse
verfälscht sind.
[0003] Es ist schon vorgeschlagen worden, Sensoren dadurch zu reinigen, dass sie auf eine
erhöhte Temperatur erhitzt werden. Dies ist eine aufwändige und mit erhöhtem Energieverbrauch
verbundene Verfahrensweise, die zusätzlich die Gefahr in sich birgt, dass der Sensor,
insbesondere dessen Messstelle, beschädigt wird.
[0004] EP 0 843 166 A1 zeigt eine Vorrichtung zur Temperaturmessung von Hochtemperaturschmelzen. Dabei soll
die Temperaturmessung mit Hilfe eines außerhalb des Schmelzgefäßes angeordneten, gekühlten
Temperaturmesskopfes erfolgen, der berührungslos arbeitet und beispielsweise ein Pyrometer
oder ein Infrarotsensor ist. Fig. 2 von
EP 0 843 166 A1 zeigt, dass der Temperaturmesskopf außerhalb des Schmelzkessels angeordnet ist und
gesondert gekühlt wird. Damit der am vorderen Ende eines konzentrischen Rohrsystems
befindliche Messfleck, dessen Temperatur im Messkopf gemessen werden soll, frei bleibt,
wird in der
EP 0 843 166 A1 vorgeschlagen, dass durch das Rohrsystem ein Inertgas geleitet wird. Bei
EP 0 843 166 A1 ist vorgesehen, dass die Ströme an Medium, die durch das Rohrsystem geleitet werden,
ständig strömen, damit der Messfleck frei bleibt. Die Fluidströme dienen bei
EP 0 843 166 A1 nicht dazu, einen Sensor zu reinigen, sondern dazu das "Blickfeld" des Temperaturmesskopfes,
der außerhalb der Schmelze, deren Temperatur zu messen ist, angeordnet ist, frei zu
halten.
[0005] Die
DE 102 51 077 A beschreibt eine Messsonde, deren Sondenkabelzuführung oder deren Sondenkabelkanal
einen Spülluftanschluss aufweist.
[0006] Die gattungsbildende
DE 10 2005 021 137 A beschreibt einen kapazitiven Sensor, der zur Messung der Füllstandshöhe eines pulverförmigen
Stoffes dienen soll, wobei der Stoff in einem Behälter durch einen Fluidstrom fluidisiert
gehalten ist.
[0007] Aus
DE 35 38 313 A1 ist es bekannt, Ölleck-Sensoren, die in Gewässern, z.B. Ölspeichertanks umgebenden
Gräben, angeordnet sind, periodisch zu reinigen. Vorgesehen ist eine unter Wasser
neben einem solchen Sensor angeordnete Düse. In periodischen Abständen wird unter
Druck stehende Flüssigkeit und/oder Gas durch die Düse ausgestoßen, um den Sensor
zu reinigen.
[0008] Aus
EP 0 843 166 A1 ist eine berührungslose Temperaturmessung bekannt, bei der der eigentliche Temperatursensor
im Abstand zur Schmelze angeordnet ist und sich somit nicht im Schmelzenkontakt befindet.
Damit der Messkanal zuverlässig von eindringender Schmelze freigehalten wird, wird
er vorzugsweise durch ein zum Schmelzgefäß gerichtetes Fluid durchströmt. Dies bringt
auch den Vorteil, dass der Messfleck stets freigeblasen wird und die Schmelze in diesem
Bereich umgerührt wird, so dass der Messfleck tatsächlich jeweils die aktuelle Schmelzentemperatur
besitzt.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der
eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, welche die geschilderten Nachteile
nicht aufweisen.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einem Verfahren, das die Merkmale des
auf das Verfahren gerichteten Anspruches 1 aufweist, und mit einer Vorrichtung, welche
die Merkmale des auf die Vorrichtung gerichteten Anspruchs 3 aufweist.
[0011] Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und
der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und bei bestimmungsgemäßer Verwendung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird mit Hilfe des unter erhöhtem Druck zugeführten flüssigen oder gasförmigen
Fluids erreicht, dass Verschmutzungen, die sich am als Thermoelement ausgebildeten
Sensor im Bereich seiner Messstelle abgelagert haben, durch Wegblasen oder Wegspülen
abgereinigt werden.
[0013] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind
Thermoelemente vorgesehen, wie sie beispielsweise zum Messen der Temperatur in Brennkammern
eingesetzt werden.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung erlauben es,
Thermoelemente während des Betriebes, also während das Thermoelement in heißer, verschmutzter
Atmosphäre Messergebnisse liefert, zu reinigen.
[0015] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Sensor in einem Rohr aufgenommen, das
an seinem der Messstelle des Sensors gegenüberliegenden Ende mit einem Anschluss für
das Zuführen von flüssigem oder gasförmigem Fluid ausgestattet ist.
[0016] Das Fluid kann sein: Eine Flüssigkeit, wie Wasser, oder ein Gas, wie Druckluft oder
Wasserdampf.
[0017] Das Reinigen des Sensors, insbesondere seiner Messstelle, mit dem durch das Rohr,
in dem der Sensor aufgenommen ist, zugeführten flüssigen oder gasförmigen Fluids,
erfolgt händisch oder aber automatisch nach einem bestimmten Programm zu vorwählbaren
Zeiten oder in vorwählbaren Zeitabständen.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren erlaubt ebenso wie die erfindungsgemäße Vorrichtung
das automatische Reinigen von Thermoelementen als Sensoren, die in (sehr) heißer,
mit Staub versetzter Atmosphäre eingesetzt werden.
[0019] Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung des in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels.
[0020] Ein als Thermoelement ausgebildeter Sensor 1 (Messfühler) ist in dem Innenraum einer
Brennkammer 2 so angeordnet, dass seine Messstelle 3 in der Brennkammer 2 angeordnet
ist. Außerhalb der Brennkammer 2 ist der Kopf 4 des Sensors 1 angeordnet, wobei die
Messergebnisse über nicht gezeigte Leitungen einer weiteren Verwertung, z.B. einem
Anzeigegerät, zugeführt werden.
[0021] In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Sensor 1 in einem Rohr 5 ("Außenrohr")
aufgenommen, das an dem im Bereich der Messstelle des Sensors 1 liegenden Ende 6 offen
ist. Das außerhalb der Brennkammer 2 liegende Ende 7 des Rohres 5 ist durch eine Dichtvorrichtung
8 gegenüber dem Sensor 1 abgedichtet.
[0022] Das Rohr 5 (Außenrohr) hat einen Innendurchmesser, der größer ist als der Außendurchmesser
des Sensors 1, sodass zwischen dem Rohr 5 und dem Sensor 1 durchgehend, also von der
Dichtvorrichtung 8 bis zum Ende 6 des Rohres 5, Spiel vorliegt oder der Sensor 1 ist
im Inneren mit einem Leerrohr versehen. Über dieses Leerrohr wird die Flüssigkeit
oder das gasförmige Fluid zugeführt.
[0023] An dem Rohr 5 ist ein Anschluss 9 für das Zuführen des Reinigungsfluids (flüssiges
oder gasförmiges Fluid) vorgesehen. Diesem Anschluss 9 wird aus einer nicht gezeigten
Quelle über eine Leitung 10 gasförmiges Fluid zugeführt. Das Fluid kann sein: Eine
Flüssigkeit, wie Wasser, oder ein Gas, das zum Reinigen der Messstelle des Sensors
geeignet ist, wie Druckluft oder Wasserdampf.
[0024] Zum Regeln der Zufuhr von Fluid ist der Leitung 10, die zum Anschluss 9 führt, ein
Absperr- oder Regelorgan 11 (z.B. ein Ventil) zugeordnet.
[0025] Zusammenfassend kann ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wie folgt beschrieben
werden.
[0026] Zum Reinigen der Messstelle 3 von Sensoren 1, die in heißer, mit Staub versetzter
Atmosphäre eingesetzt werden, um Messergebnisse zu liefern, ist der Sensor 1 in einem
Rohr 5 aufgenommen. Dem Rohr 5 ist ein Anschluss 9 für das Zuführen von flüssigem
oder gasförmigem Fluid zugeordnet. Durch Beaufschlagen des Rohres 5 mit unter Druck
stehendem, flüssigen oder gasförmigen Fluid, wie Wasser, Druckluft oder Wasserdampf,
wird die Messstelle 3 des Sensors 1, die beispielsweise in einer Brennerkammer 2 angeordnet
ist, gereinigt.
1. Verfahren zum Reinigen von Messstellen (3) von Sensoren (1), bei dem der Messstelle
(3) des Sensors (1) in Richtung der Längserstreckung des Sensors (1) und in vorwählbaren
Zeitabständen oder zu vorwählbaren Zeitpunkten ein flüssiges oder gasförmiges Fluid
unter Druck zugeführt und an der Messstelle (3) entlang geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass der als Thermoelement ausgebildete Sensor (1) derart in heißer, mit Staub versetzter
Atmosphäre in einer Brennkammer (2) eingesetzt und angeordnet wird, dass die Messstelle
(3) des Sensors (1) in der heißen, mit Staub versetzten Atmosphäre in der Brennkammer
(2) und der Kopf (4) des Sensors (1) außerhalb der heißen, mit Staub versetzten Atmosphäre
in der Brennkammer (2) angeordnet werden, und dass Verschmutzungen, die sich am Sensor
(1) im Bereich seiner Messstelle (3) abgelagert haben, durch Wegblasen oder Wegspülen
abgereinigt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als flüssiges Fluid Wasser und als gasförmiges Fluid Luft oder Wasserdampf verwendet
wird.
3. Vorrichtung zum Ausführen des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, mit einem Sensor
(1), dadurch gekennzeichnet, dass der als Thermoelement ausgebildete Sensor (1) derart in der heißen, mit Staub versetzten
Atmosphäre in einer Brennkammer (2) angeordnet ist, dass die Messstelle (3) des Sensors
(1) in der heißen, mit Staub versetzten Atmosphäre in der Brennkammer (2) und der
Kopf (4) des Sensors (1) außerhalb der heißen, mit Staub versetzten Atmosphäre in
der Brennkammer (2) angeordnet sind, dass der Sensor (1) in einem Rohr (5) aufgenommen
ist, dass das Rohr (5) ein offenes Ende (6) aufweist, das im Bereich der Messstelle
(3) des Sensors (1) liegt, dass dem Rohr (5) ein Anschluss (9) für das Zuführen von
flüssigem oder gasförmigem Fluid zugeordnet ist, dass die Messstelle (3) des Sensors
(1) über das offene Ende (6) des Rohres (5) vorsteht, und dass das Rohr (5) gegenüber
der Außenfläche des Sensors (1) an seinem außerhalb der verschmutzten Atmosphäre in
der Brennkammer (2) liegenden Ende (7) durch eine Dichtungsvorrichtung (8) abgedichtet
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss (9) für das Zuführen von flüssigem oder gasförmigem Fluid, bezogen
auf das äußere Ende (7) des Rohres (5), zur Messstelle (3) des Sensors (1) hin versetzt
angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Leitung (10) zum Zuführen von flüssigem oder gasförmigem Fluid, die zum
Anschluss (9) führt, ein Regel- oder Absperrorgan (11), z.B. ein Ventil, vorgesehen
ist.
1. Method for cleaning measuring points (3) of sensors (1), in which a liquid or gaseous
fluid is supplied under pressure to the measuring point (3) of the sensor (1) in the
direction of the longitudinal extent of the sensor (1) and at preselectable time intervals
or at preselectable points in time and is passed along the measuring point (3), characterized in that the sensor (1), which is designed as a thermocouple, is inserted and arranged in
a hot, dust-loaded atmosphere in a combustion chamber (2) in such a way that the measuring
point (3) of the sensor (1) is arranged in the hot, dust-loaded atmosphere in the
combustion chamber (2) and the head (4) of the sensor (1) is arranged outside the
hot, dust-laden atmosphere in the combustion chamber (2), and in that contaminants which have deposited on the sensor (1) in the region of its measuring
point (3) are cleaned off by blowing away or flushing away.
2. Method according to claim 1, characterized in that water is used as liquid fluid and air or water vapor is used as gaseous fluid.
3. Device for carrying out the method according to claim 1 or 2, having a sensor (1),
characterized in that the sensor (1), which is designed as a thermocouple, is arranged in the hot, dust-loaded
atmosphere in a combustion chamber (2) in such a way that the measuring point (3)
of the sensor (1) is arranged in the hot, dust-loaded atmosphere in the combustion
chamber (2) and the head (4) of the sensor (1) is arranged outside the hot, dust-loaded
atmosphere in the combustion chamber (2), in that the sensor (1) is accommodated in a tube (5), in that the tube (5) has an open end (6) which is located in the region of the measuring
point (3) of the sensor (1), in that a connection (9) for the supply of liquid or gaseous fluid is assigned to the tube
(5), in that the measuring point (3) of the sensor (1) projects beyond the open end (6) of the
tube (5), and in that the tube (5) is sealed off from the outer surface of the sensor (1) at its end (7)
lying outside the polluted atmosphere in the combustion chamber (2) by a sealing device
(8) .
4. Device according to claim 3, characterized in that the connection (9) for the supply of liquid or gaseous fluid is arranged offset with
respect to the outer end (7) of the tube (5) towards the measuring point (3) of the
sensor (1).
5. Device according to claim 3 or 4, characterized in that a regulating or shut-off element (11), e.g. a valve, is provided in a line (10) for
supplying liquid or gaseous fluid, which leads to the connection (9).
1. Procédé pour nettoyer des points de mesure (3) de capteurs (1), dans lequel un fluide
liquide ou gazeux est amené sous pression au point de mesure (3) du capteur (1) dans
le sens de l'extension longitudinale du capteur (1) et à des intervalles de temps
pouvant être présélectionnés ou à des moments pouvant être présélectionnés, et guidé
le long du point de mesure (3), caractérisé en ce que le capteur (1) réalisé sous forme de thermocouple est inséré et placée dans une atmosphère
chaude et poussiéreuse dans une chambre de combustion (2) de telle manière que le
point de mesure (3) du capteur (1) est placé dans l'atmosphère chaude et poussiéreuse
de la chambre de combustion (2) et la tête (4) du capteur (1) est placée à l'extérieur
de l'atmosphère chaude et poussiéreuse de la chambre de combustion (2), et en ce que les pollutions qui se sont déposées sur le capteur (1) dans la zone de son point
de mesure (3) sont nettoyées par soufflage ou par rinçage.
2. procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que de l'eau est utilisée comme fluide liquide et de l'air ou de la vapeur d'eau est
utilisée comme fluide gazeux.
3. Dispositif pour l'exécution du procédé selon la revendication 1 ou 2, avec un capteur
(1), caractérisé en ce que le capteur (1) réalisé sous forme de thermocouple est placée dans l'atmosphère chaude
et poussiéreuse dans une chambre de combustion (2) de telle manière que le point de
mesure (3) du capteur (1) est placée dans l'atmosphère chaude et poussiéreuse de la
chambre de combustion (2) et la tête (4) du capteur (1) est placée à l'extérieur de
l'atmosphère chaude et poussiéreuse de la chambre de combustion (2), en ce que le capteur (1) est logé dans un tube (5), en ce que le tube (5) présente une extrémité ouverte (6) qui se trouve dans la zone du point
de mesure (3) du capteur (1), en ce qu'un raccord (9) pour l'amenée de fluide liquide ou gazeux est associé au tube (5),
en ce que le point de mesure (3) du capteur (1) fait saillie au-delà de l'extrémité ouverte
(6) du tube (5), et en ce que le tube (5) est rendu étanche par rapport à la surface extérieure du capteur (1)
à son extrémité (7) située en dehors de l'atmosphère polluée dans la chambre de combustion
(2) par un dispositif d'étanchéité (8) .
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le raccord (9) pour l'amenée de fluide liquide ou gazeux est décalé par rapport à
l'extrémité extérieure (7) du tube (5) vers le point de mesure (3) du capteur (1).
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce qu'un organe de régulation ou d'arrêt (11), par exemple une vanne, est prévu dans une
conduite (10) d'amenée de fluide liquide ou gazeux menant au raccord (9).