[0001] Die Erfindung betrifft eine Schneckenpressvorrichtung mit einer ersten Schneckenpresse,
die ein erstes Schneckengehäuse, eine im ersten Schneckengehäuse drehbar gelagerte
erste Pressschnecke, einen ersten Einlass und einen ersten Auslass aufweist, mindestens
einer zweiten Schneckenpresse, die ein zweites Schneckengehäuse, eine im zweiten Schneckengehäuse
drehbar gelagerte zweite Pressschnecke, einen mit dem ersten Auslass gekoppelten zweiten
Einlass und einen zweiten Auslass aufweist, und einer Antriebseinrichtung zum Antrieb
der ersten und zweiten Pressschnecken.
[0002] Eine Schneckenpressvorrichtung dieser Art dient dazu, über den Einlass eingegebenes
pressfähiges und poröses Material, auch als Pressgut bezeichnet, stark zu komprimieren
mit der Folge, dass im Material vorhandene Flüssigkeit, auch als Filtrat bezeichnet,
herausgepresst wird. Um die Flüssigkeit aus dem Material auszutreiben, bedarf es eines
stetig wachsenden Pressdruckes auf das betroffene Material. In einer kontinuierlich
arbeitenden Schneckenpresse findet dieser Vorgang mithilfe der Pressschnecke aufgrund
deren Schneckengangsteigung statt. Da die Pressschnecke gewöhnlich von einem Siebkörper,
der auch als sog. Seiherkorb bezeichnet wird, umschlossen ist, kann die ausgepresste
Flüssigkeit nur in einer Richtung zum Seiherkorb hin, also von innen nach außen, fließen.
Gewöhnlich haben die Pressschnecken am Einlass eine relativ hohe Schneckengangsteigung,
um das zu pressende Material aufzunehmen. Zum Auslass hin nimmt die Schneckengangsteigung
in der Regel ab. Dadurch nimmt das Volumen in der Schneckenganglücke bzw. in den sich
zwischen den spiralförmigen Schneckenstegen bzw. Wendeln ebenfalls spiralförmig erstreckenden
Fördergängen ab und der Kompressionsdruck zu. Der Material- bzw. Volumenstrom wird
durch die Drehzahl und die Schneckengangsteigung der Pressschnecke bestimmt und ist
des Weiteren von unterschiedlichen Einflüssen abhängig. Die Arbeitsweise der Schneckenpresse
hat den Vorteil, dass das Material bzw. Pressgut nicht überhitzt wird, sodass thermisch
bedingte Beeinträchtigungen des Materials bzw. Pressgutes nicht auftreten können.
Die Verwendung zweier hintereinander geschalteter Pressschecken gemäß der eingangs
genannten Art als zweistufige Lösung bietet eine bessere Automatisierungsmöglichkeit,
führt zu einer wirksameren Entfettung des Produktes und hat eine höhere Durchsatzleistung
unter gleichzeitiger Energieeinsparung und Verschleißminderung.
[0003] Eine Schneckenpressvorrichtung der eingangs genannten Art wird allgemein in der Technik
eingesetzt. Ein bevorzugter Verwendungszweck ist die Erzeugung von Fleischmehl, wobei
es darauf ankommt, nicht nur einen hohen Zerkleinerungsgrad, sondern auch einen hohen
Trocknungsgrad zu erzielen. Eine weitere Verwendung ist die Verarbeitung von ölhaltiger
pflanzlicher Biomasse, wobei in diesem Fall das gewünschte Ausgangsprodukt zumindest
primär von dem aus der Biomasse herausgepressten Öl gebildet wird.
[0004] Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus der
DE 196 01 128 A1 bekannt, welche eine Schneckenpresse zum Gewinnen von Pflanzenöl aus ölhaltigem Gut
beschreibt, die zur Erhöhung der Auspressleistung mindestens zwei betreffend die Form
der Schneckenwindung identisch geformte Teilförderschnecken aufweist, die unter Zwischenschaltung
einer Zwischendrosselstelle auf einer Achse hintereinandergeschaltet sind. Somit sitzen
die beiden Teilförderschnecken gemeinsam auf einer Antriebswelle, die von einer Antriebseinrichtung
in Rotation versetzt wird.
[0005] Die
DE 298 20 464 U1 offenbart eine Schneckenpressvorrichtung für trockenes oder flüssigkeitshaltiges
Pressgut mit einer einzigen Pressschnecke, die in einem einen Einlass und einen Auslass
aufweisenden Schneckengehäuse drehbar gelagert ist. Ferner sind Druckmittel zum Erzeugen
eines Gegendrucks auf das Pressgut vorgesehen, die ein Verschlussglied gegen den Auslass
derart federelastisch vorspannen, dass dieses abhängig von der Druckdifferenz zwischen
dem Pressgutdruck und dem Gegendruck einen bestimmten Austrittsquerschnitt des Auslasses
freigibt. Dabei sind die Druckmittel derart ausgebildet, dass der Gegendruck auf das
Pressgut einstellbar ist.
[0006] Die
DE 20 2007 008 072 U1 offenbart eine aus einzelnen Schneckenelementen hergestellte Pressschnecke einer
Schneckenpresse mit einem Schneckengehäuse, einem Einlass und einem Auslass, wobei
die Schneckenelemente hohl ausgebildet und miteinander fest verbunden sind und von
einer innen angeordneten Antriebswelle angetrieben werden. Des Weiteren ist ein Kompensatorelement
am auslassseitigen Ende der Pressschnecke hinter dem letzten Schneckenelement und
vor Befestigungsteilen der Schneckenelemente auf der Schneckenwelle angeordnet und
dabei federnd nachgiebig ausgebildet.
[0007] Die
DE 299 01 683 U1 beschreibt eine Schneckenpresse für Bioabfälle mit einer motorisch angetriebenen
Pressschnecke, die über einen ersten Teil ihrer Länge von einem Rohr und über einen
zweiten Teil ihrer Länge von einem Sieb umschlossen ist, mit einem Flüssigkeitsauslass
und mit einem Feststoffauslass, wobei in die im Kernbereich offene Pressschnecke ein
in Rotationsrichtung feststehendes Rohr eingeschoben ist.
[0008] US 2015/076084 A1 offenbart eine Schneckenpressvorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0009] Solange das Material über ausreichende Porosität bzw. Kapillarität verfügt, kann
Flüssigkeit ausgepresst werden. Wenn aber der Materialstrom durch ungünstige Umstände
entweder eine Geschwindigkeitsüberhöhung (Überströmung) oder eine Geschwindigkeitsabnahme
(Unterströmung) erfährt, wird die Flüssigkeitsabgabe gestört. Im ersten Fall der Überströmung
findet eine so starke Verdichtung der Oberfläche des Materials statt, dass der Flüssigkeitsaustritt
stark behindert oder sogar gestoppt wird; dabei kann durch auftretende Reibung und
daraus resultierende Hitze eine Schädigung der Qualität des Pressgutes oder gar dessen
Entzündung sowie dadurch auch ein erhöhter Verschleiß von Komponenten der Schneckenpressvorrichtung
verursacht werden. Im zweiten Fall der Unterströmung versiegt der Flüssigkeitsablauf
ebenfalls, weil nunmehr nicht genügend Kompressionsdruck vorhanden ist, um die Flüssigkeit
auszupressen.
[0010] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Effizienz einer Schneckenpressvorrichtung
der eingangs genannten Art zu steigern.
[0011] Diese und ggf. noch weitere Aufgaben werden gelöst mit einer Schneckenpressvorrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
[0012] Demnach lassen sich die ersten und zweiten Pressschnecken wahlweise mit unterschiedlichen
Drehzahlen antreiben, und zwar mit einem erfindungsgemäßen besonderen Steuerungskonzept,
wozu eine entsprechend geeignete Drehzahlsteuerungseinrichtung vorzusehen ist. Das
erfindungsgemäße besondere Steuerungskonzept besteht darin, für den ersten Fall, wenn
der Druck im Material bzw. Pressgut innerhalb des ersten Schneckengehäuses im Wesentlichen
benachbart zum ersten Auslass einen vorbestimmten ersten Schwellwert überschreitet,
die zweite Pressschnecke auf eine Drehzahl einzustellen, die über einem ersten Drehzahlwert
liegt, und für den zweiten Fall, wenn der Druck im Material bzw. Pressgut innerhalb
des ersten Pressschneckengehäuses im Wesentlichen benachbart zum ersten Auslass einen
vorbestimmten zweiten Schwellwert unterschreitet, die zweite Pressschnecke auf eine
Drehzahl einzustellen, die unterhalb eines zweiten Drehzahlwertes liegt. Dabei macht
sich die Erfindung die Erkenntnis zunutze, dass mit zunehmender Drehzahl der Pressschnecke
eine geringere Kompression des Materials bzw. Pressgutes und somit auch ein geringerer
Zerteilungsgrad und mit abnehmender Drehzahl der Pressschnecke eine höhere Kompression
des Materials bzw. des Pressgutes und somit auch ein höherer Zerteilungsgrad erzielt
wird. Somit wird im ersten Fall vermieden, dass das Material bzw. Pressgut bereits
weit vor dem den Auslass der gesamten Schneckenpressvorrichtung bildenden zweiten
Auslass einer für die dortigen Verhältnisse zu hohen Kompression mit der Folge einer
erhöhten Reibung und somit Erhitzung und der daraus resultierenden Gefahr einer Schädigung
der Qualität des Pressgutes sowie eines erhöhten Verschleißes von Komponenten der
Vorrichtung und einer Verstopfung der gesamten Vorrichtung ausgesetzt wird, und bleibt
im zweiten Fall gewährleistet, dass das Material bzw. Pressgut nicht zu viskos bleibt,
sondern im Laufe seines Weges durch die Schneckenpressvorrichtung einer gewünschten
ausreichenden Kompression unterworfen wird. Das erfindungsgemäße Steuerungskonzept
sorgt demnach dafür, dass am zweiten Auslass, der ja auch den Auslass der gesamten
Schneckenpressvorrichtung bildet, das Material bzw. Pressgut stets mit einer gewünschten,
möglichst hohen Kompression mit der Folge austritt, dass möglichst viel Flüssigkeit
aus dem Material bzw. Pressgut herausgepresst werden konnte. Demnach führt die erfindungsgemäße
Lösung zu einer deutlichen Effizienzsteigerung der Schneckenpressvorrichtung ohne
die Gefahr einer Erhöhung des Verschleißes.
[0013] Bevorzugte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0014] So soll zweckmäßigerweise der erste Schwellwert gleich dem zweiten Schwellwert sein.
Ebenfalls soll zweckmäßigerweise der erste Drehzahlwert gleich dem zweiten Drehzahlwert
sein, wobei bevorzugt der erste Drehzahlwert und der zweite Drehzahlwert gleich dem
Wert der Drehzahl der ersten Pressschnecke ist.
[0015] Somit besteht bei dieser Ausführungsform das erfindungsgemäße Steuerungskonzept darin,
die Drehzahl der zweiten Pressschnecke für den ersten Fall, dass der Druck im Material
innerhalb des ersten Pressschneckengehäuses im Wesentlichen benachbart zum ersten
Auslass einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet, auf einen Wert größer als die
Drehzahl der ersten Pressschnecke anzuheben, sodass die zweite Pressschnecke schneller
als die erste Pressschnecke läuft, und für den zweiten Fall, dass der Druck im Material
innerhalb des ersten Pressschneckengehäuses im Wesentlichen benachbart zum ersten
Auslass den vorbestimmten Schwellwert unterschreitet, auf einen Wert unterhalb der
Drehzahl der ersten Pressschnecke abzusenken, sodass dann die zweite Pressschnecke
langsamer als die erste Pressschnecke läuft.
[0016] Die erfindungsgemässe Schneckenpressvorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die
Drehzahlsteuerungseinrichtung einen Sensor aufweist, der eine physikalische Größe
misst, die von der Antriebseinrichtung für den Antrieb der ersten Pressschnecke benötigt
wird, wobei die Drehzahlsteuerungseinrichtung die vom Sensor gemessene physikalische
Größe als Messgröße für den Druck des Materials innerhalb des ersten Pressschneckengehäuses
benachbart zum ersten Auslass verwendet und die zweite Pressschnecke auf eine Drehzahl
einstellt, die für den Fall, dass die vom Sensor gemessene physikalische Größe einen
vorbestimmten ersten Schwellwert überschreitet, über der Drehzahl der ersten Pressschnecke
liegt, und für den Fall, dass die vom Sensor gemessene physikalische Größe einen vorbestimmten
zweiten Schwellwert unterschreitet, unterhalb der Drehzahl der ersten Pressschnecke
liegt, wobei es sich bevorzugt bei der physikalischen Größe um eine Leistung oder
einen elektrischen Strom handelt.
[0017] Vorzugsweise wird die eine Pressschnecke von einer Hohlwelle angetrieben, durch die
sich eine die andere Pressschnecke antreibende Welle erstreckt. Eine solche Maßnahme
erlaubt eine einseitige Anordnung der Antriebseinrichtung, welche ja zum rotatorischen
Antrieb der Wellen vorgesehen ist, sodass diese Ausführung räumliche Vorteile bietet.
Bei einer Weiterbildung dieser Ausführung sind die beiden Pressschnecken und die beiden
Wellen koaxial zueinander angeordnet und sitzt die eine Pressschnecke konzentrisch
auf der Hohlwelle und die andere Pressschnecke konzentrisch auf einem freiliegenden
Abschnitt der von der Hohlwelle abschnittsweise umgebenen Welle. Bei einer weiteren
vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführung wird die erste Pressschnecke von der
Hohlwelle und die zweite Pressschnecke von der abschnittsweise von der Hohlwelle umgebenen
Welle angetrieben. Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung ist die Antriebseinrichtung
an derjenigen Stelle der Vorrichtung, an der sich gemeinsam die Welle und die die
Welle umgebende Hohlwelle jeweils mit einem Endabschnitt befindet, und/oder benachbart
zum ersten Einlass angeordnet.
[0018] Bevorzugt weist die Antriebseinrichtung zwei Antriebsmotoren auf, von denen der eine
Antriebsmotor ausgebildet ist, die eine Pressschnecke anzutreiben, und der andere
Antriebsmotor ausgebildet ist, die andere Pressschnecke anzutreiben. Bei der zuvor
angesprochenen Ausführung mit Hohlwelle und innenliegender Welle ist vorzugsweise
der eine Antriebsmotor ausgebildet, die innenliegende Welle im Wesentlichen direkt
anzutreiben, und der andere Antriebsmotor ausgebildet, die Hohlwelle im Wesentlichen
anzutreiben.
[0019] Alternativ ist es aber auch beispielsweise denkbar, dass die Antriebseinrichtung
einen Antriebsmotor und ein Getriebe, insbesondere ein Planetengetriebe, dessen Übersetzungsverhältnis
veränderbar ist, aufweist, wobei der Antriebsmotor ausgebildet ist, die eine Pressschnecke
im Wesentlichen direkt anzutreiben, und das Getriebe mit dem Antriebsmotor gekoppelt
und ausgebildet ist, die andere Pressschnecke im Wesentlichen direkt anzutreiben,
und die Drehzahlsteuerungseinrichtung zur Steuerung des Getriebes durch Änderung von
dessen Übersetzungsverhältnis ausgebildet ist.
[0020] Ebenfalls ist es von Vorteil, einen Antriebsmotor der Antriebseinrichtung so auszubilden,
dass von ihr die innen liegende Welle im Wesentlichen direkt angetrieben wird, und
das Getriebe so auszubilden, dass von ihr die Hohlwelle im Wesenlichen direkt angetrieben
wird.
[0021] Zweckmäßigerweise sollten das erste Pressschneckengehäuse und das zweite Pressschneckengehäuse
ein gemeinsames Gehäuse bilden.
[0022] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist zwischen dem ersten Auslass und
dem zweiten Einlass ein Expander bzw. Extruder angeordnet, der ein Gehäuse, eine im
Gehäuse drehbar gelagerte Extruderschnecke, einen mit dem ersten Auslass gekoppelten
Einlass und einen mit dem zweiten Einlass gekoppelten Auslass aufweist. Ein solcher
Extruder bewirkt eine leichte Entspannung des am ersten Auslass komprimierten Materials
bzw. Pressgutes. Zweckmäßigerweise sind die beiden Pressschnecken und die Extruderschnecke
koaxial zueinander angeordnet. Vorzugsweise verbindet das Gehäuse des Extruders das
erste Pressschneckengehäuse mit dem zweiten Pressschneckengehäuse. Bevorzugt ist die
Extruderschnecke mit der ersten Pressschnecke drehfest gekoppelt. Des Weiteren ist
vorzugsweise die Schneckengangsteigung der Extruderschnecke über ihre Länge konstant.
Schließlich kann bevorzugt die Schneckengangsteigung der Extruderschnecke kleiner
als die Schneckengangsteigung der Pressschnecken sein, was für den gewünschten Entspannungseffekt
von Vorteil ist.
[0023] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführung bildet für mindestens eine der Schneckenpressen
das zugehörige Pressschneckengehäuse einen im Wesentlichen über die gesamte Länge
der Pressschnecke zylindrischen Hohlraum und weist die Pressschnecke einen stetig
monoton bzw. kontinuierlich zunehmenden Kerndurchmesser und eine stetig monoton bzw.
kontinuierlich abnehmende Schneckengangsteigung auf. Somit ist es bei dieser Ausführung
wesentlich, dass in Arbeitsrichtung der Kerndurchmesser ohne jede Unterbrechung zunimmt
und in entsprechender Weise ohne jede Diskontinuierlichkeit die Steigung der Pressschnecke
abnimmt. Diese Lösung erlaubt das Auspressen eines noch höheren Anteils an Flüssigkeit
aus festen Materialbestandteilen unter gleichzeitiger Herabsetzung der für den Extraktionsvorgang
erforderlichen Energie für die Antriebseinrichtung, wodurch sich die Leistung der
jeweiligen Schneckenpresse noch weiter erhöhen lässt.
[0024] Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- im Wesentlichen im Längsschnitt eine Schneckenpressvorrichtung gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- eine ausschnittsweise vergrößerteEinzelheit, die in Fig. 1 durch einen mit "A" gekennzeichneten
Kreis markiert ist, im Längsschnitt (Figur 2a) und in perspektivischer Seitenansicht
(Figur 2b); und
- Fig. 3
- eine Anordnung aus zwei Pressschnecken mit dazwischenliegender Extruderschnecke in
perspektivischer seitlicher Ansicht (a) sowie im Längsschnitt (b).
[0025] Die in Fig. 1 insgesamt dargestellte Schneckenpressvorrichtung umfasst ein Gehäuse
2, innerhalb dessen eine erste Schneckenpresse 4 und eine stromabwärts von der ersten
Schneckenpresse 4 vorgesehene zweite Schneckenpresse 6 angeordnet sind. Durch die
Verwendung zweier hintereinandergeschalteter Schneckenpressen 4, 6 handelt es sich
bei der Schneckenpressvorrichtung gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel um eine
zweistufige Schneckenpressvorrichtung. Eine solche zweistufige Lösung bietet eine
gute Automatisierungsmöglichkeit und führt zu einer wirksameren Entfettung des zu
pressenden Produktes und zu einer besseren Nutzung der Durchsatzleistung unter gleichzeitiger
Energieeinsparung und Verschleißminderung.
[0026] Die erste Schneckenpresse 4 weist ein erstes Pressschneckengehäuse 8, eine im ersten
Pressschneckengehäuse 8 drehbar gelagerte erste Pressschnecke 10 mit spiralförmigen
Wendeln bzw. Schneckenstegen 10a und sich dazwischen ebenfalls spiralförmig erstreckenden
Fördergängen, einen im dargestellten Ausführungsbeispiel als Einlassschacht ausgebildeten
ersten Einlass 12 und einen ersten Auslass 14 auf. Das erste Pressschneckengehäuse
8 ist mit Öffnungen 8a versehen und ist gewöhnlich als Seiherkorb ausgestaltet bzw.
wird als ein solcher bezeichnet.
[0027] Die zweite Schneckenpresse 6 weist ein zweites Pressschneckengehäuse 16, eine im
zweiten Pressschneckengehäuse 16 drehbar gelagerte zweite Pressschnecke 18 mit spiralförmigen
Wendeln bzw. Schneckenstegen 18a und sich dazwischen ebenfalls spiralförmig erstreckenden
Fördergängen, einen zweiten Einlass 20 und einen zweiten Auslass 22 auf. Wie das erste
Pressschneckengehäuse 8 ist auch das zweite Pressschneckengehäuse 16 perforiert bzw.
mit Öffnungen 16a versehen und ist gewöhnlich ebenfalls als Seiherkorb ausgestaltet
bzw. wird als ein solcher bezeichnet. Gewöhnlich sind die als Seiherkorb ausgebildeten
Pressschneckengehäuse 8, 16 aus zwei Halbschalen oder mehreren schalenförmigen Abschnitten
zusammengesetzt; dies ist vorteilhaft, um zum einen einen einfachen Zugang zu der
Pressschnecke beispielsweise für Wartungszwecke zu erlauben und andererseits eine
einfache Möglichkeit zur Anpassung der Durchlässigkeit des ja als Seiherkorb ausgebildeten
Pressschneckengehäuses durch Auswechslung des Pressschneckengehäuses gegen ein Pressschneckengehäuse
mit einem anderen Perforationsgrad bzw. einer anderen Anzahl von Öffnungen und/oder
Öffnungen mit einem anderen Durchmesser zu schaffen.
[0028] Wie die Figuren 1 und 2 ferner erkennen lassen, ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
ein auch als Extruder zu bezeichnender Expander 24 zwischen den beiden Schneckenpressen
4, 6 vorgesehen, der ein Expandergehäuse 26, eine im Gehäuse drehbar gelagerte Expanderschnecke
28 mit spiralförmigen Wendeln bzw. Schneckenstegen 28a und sich dazwischen ebenfalls
spiralförmig erstreckenden Fördergängen 28b, einen mit dem ersten Auslass 14 gekoppelten
Einlass 30 und einen mit dem zweiten Einlass 20 gekoppelten Auslass 32 aufweist. Im
Gegensatz zu den beiden Pressschneckengehäusen 8, 16 weist die Wandung des Expandergehäuses
26 keine Perforation oder Öffnungen auf, sondern ist geschlossen. Wie insbesondere
Fig. 2 erkennen lässt, sind durch die Wandung des Expandergehäuses 26 Stifte 26a,
die im abgebildeten Ausführungsbeispiel als Gewindebolzen ausgebildet sind, durch
die Wandung des Expandergehäuses 26 eingesetzt und ragen weit in die von den spiralförmigen
Schneckenstegen 28a begrenzten und sich ebenfalls spiralförmig erstreckenden Fördergänge
28b. Deshalb wird der im dargestellten Ausführungsbeispiel verwendete Extruder bzw.
Expander auch als Stift-Extruder bzw. Expander bezeichnet. Damit die spiralförmigen
Schneckenstege 28a mit den Stiften 26a nicht kollidieren, sind an den entsprechenden
Stellen die Schneckenstege 28a mit Unterbrechungen versehen, die ein Durchtreten der
Stifte 26a ermöglichen und in Figur 2b zwar nicht gekennzeichnet, jedoch deutlich
erkennbar sind. Durch die Ausgestaltung des Stift-Extruders 24 mit den Stiften 26a,
die in Stiftebenen angeordnet sind, wie die Figuren 2a und b erkennen lassen, und
durch die Unterbrechungen in den Schneckenstegen 28a hindurchtreten, ergibt sich eine
besonders gute Förderwirkung. Dabei wird durch die an jeder Unterbrechung in den Schneckenstegen
28a stattfindende Aufteilung des Extrudatstromes in einen Teil, der durch die Unterbrechungen
in den Schneckenstegen 28a in im Wesentlichen axialer Richtung tritt, und einen Teil,
der in die in Strömungsrichtung folgenden spiralförmigen Fördergänge 28b eintritt,
eine besonders gute Durchmischungswirkung erzielt.
[0029] Wie Fig. 2 ferner in Verbindung mit Fig. 1 erkennen lässt, bilden das erste Pressschneckengehäuse
8 und das zweite Pressschneckengehäuse 16 und das dazwischenliegende Expandergehäuse
26 ein gemeinsames Gehäuse und umschließen somit einen gemeinsamen durchgehenden Raum,
in dem die beiden Pressschnecken 10, 18 und die dazwischenliegende Expanderschnecke
28 angeordnet sind. Die beiden Pressschneckengehäuse 8, 16 und das Expandergehäuse
26 haben jeweils eine Zylinderform, wobei im dargestellten Ausführungsbeispiel die
beiden Pressschneckengehäuse 8, 16 über einen im Wesentlichen gleichen Außendurchmesser
und einen ebenfalls im Wesentlichen gleichen Innendurchmesser verfügen, während der
Außendurchmesser des Expandergehäuses 26 kleiner, jedoch dessen Innendurchmesser etwa
dem Innendurchmesser der Pressschneckengehäuse 8, 16 entspricht. Demgegenüber ist
der lichte Durchmesser der Expanderschnecke 28, also der Durchmesser derenzylindrischen
Grundkörpers ohne Berücksichtigung der radialen Ausdehnung der Schneckenstege 28a,
am Einlass 30 des Expandergehäuses 26 kleiner als der lichte Durchmesser der ersten
Pressschnecke 10 am ersten Auslass 14 und größer als der lichte Durchmesser der zweiten
Pressschnecke 18 am zweiten Einlass 20, wobei der lichte Durchmesser der Expanderschnecke
28 über seine gesamte Länge konstant bleibt.
[0030] Wie insbesondere Fig. 3 in Verbindung mit Fig. 1 erkennen lässt, sitzt die zweite
Pressschnecke 18 auf einem freiliegenden Abschnitt einer inneren Welle 34, die im
Übrigen von einer äußeren Hohlwelle 36 umgeben ist, auf der die erste Pressschnecke
10 und die Expanderschnecke 26 sitzen. Die innere Welle 34 und die äußere Hohlwelle
36 sind koaxial zueinander um eine gemeinsame Rotationsachse R drehbar gelagert, aber
natürlich unabhängig voneinander antreibbar. Da die erste Pressschnecke 10 und die
Expanderschnecke 26 auf der Hohlwelle 36 montiert und somit mit dieser drehfest verbunden
sind, werden sie gemeinsam mit gleicher Drehzahl von dieser in Rotation versetzt.
Demgegenüber sorgt die innere Welle 34 dafür, dass unabhängig von der äußeren Hohlwelle
36 und somit der ersten Pressschnecke 10 und der Expanderschnecke 26 die zweite Pressschnecke
18 in Rotation versetzt wird, da diese auf der inneren Welle 34 montiert und mit dieser
drehfest verbunden ist.
[0031] Um die beiden Wellen 34, 36 in Rotation zu versetzen, sind zwei Antriebsmotoren 38,
40 vorgesehen. Im beschriebenen Ausführungsbeispiel werden als Antriebsmotoren, ein
Elektromotoren verwendet. Wie Fig. 1 erkennen lässt, bilden im dargestellten Ausführungsbeispiel
die beiden Antriebsmotoren 38, 40 eine gemeinsame bauliche Einheit, die am stromaufwärts
gelegenen Ende des Gehäuses 2 benachbart zum ersten Einlass 12 angeordnet ist. Wie
Fig. 1 in Verbindung mit Fig. 3 ferner erkennen lässt, wird die äußere Hohlwelle 36
vom ersten Antriebsmotor 38 und die innere Welle 34 vom zweiten Antriebsmotor 40 angetrieben.
Alternativ ist es aber auch denkbar, anstelle des zweiten Antriebsmotors ein mit dem
ersten Antriebsmotor 38 gekoppeltes Getriebe zu verwenden, das bevorzugt als Planetengetriebe
ausgebildet ist. Die beiden Wellen 34, 36 sind um eine in Figur 3a angedeutete Rotationsachse
R in Lagern drehbar gelagert, die in den Zeichnungen im Einzelnen nicht gekennzeichnet
sind; dabei können grundsätzlich auch die Antriebsmotoren 38, 40 als eines dieser
Lager dienen.
[0032] Wie Fig. 1 des Weiteren erkennen lässt, ist die aus den beiden Schneckenpressen 4,
6 und dem Expander 24 bestehende Baugruppe innerhalb des Gehäuses 2 auf Stützen 42
angeordnet, welche wiederum auf einem horizontalen Tragelement 44 sitzen. Unterhalb
der genannten Baugruppe ist innerhalb des Gehäuses 2 ein Kompartment 46 gebildet,
in dem oberhalb des Bodens 2a des Gehäuses 2 eine Filtratentleerungsschnecke 48 drehbar
gelagert ist, wobei die Steigung ihrer spiralförmigen Wendeln bzw. Schneckenstege
zur Mitte hin gegenläufig ist, wo das Gehäuse 2 mit einem Filtratauslass 50 versehen
ist. Wie Fig. 1 ferner erkennen lässt, ist in dem stromabwärts gelegenen Ende des
Gehäuses 2 ein zweites Kompartment 52 ausgebildet, in dessen unterem Abschnitt ein
Schaufelrad 54 drehbar gelagert ist, das auch als sog. Schilferbrecher bezeichnet
wird.
[0033] Die beschriebene Schneckenpressvorrichtung dient dazu, pressfähiges und poröses Material,
auch als Pressgut bezeichnet, welches über den ersten Einlass 12 eingegeben wird,
stark zu komprimieren mit der Folge, dass im Material vorhandene Flüssigkeit, auch
als Filtrat bezeichnet, herausgepresst und das Material in einem trockenen, komprimierten
Zustand aus dem zweiten Auslass 22 ausgegeben wird. Somit bildet der erste Einlass
12 der ersten Schneckenpresse 4 auch den Einlass für die gesamte Schneckenpressvorrichtung
und der zweite Auslass 22 der zweiten Schneckenpresse 6 den Auslass für die gesamte
Schneckenpressvorrichtung zur Abgabe des dann komprimierten Materials bzw. Pressgutes.
Um die Flüssigkeit aus dem Material auszutreiben, bedarf es eines stetig wachsenden
Pressdruckes auf das betroffene Material. Hierzu sind im dargestellten Ausführungsbeispiel
die beiden hintereinandergeschalteten Schneckenpressen 4, 6 vorgesehen, in denen dieser
Vorgang mithilfe der kontinuierlich arbeitenden Pressschnecken 10, 18 aufgrund deren
Schneckengangsteigung stattfindet. Da die Pressschnecken 10, 18 von dem jeweiligen
Pressschneckengehäuse 8, 16 umschlossen ist, das mit Öffnungen oder Perforationen
versehen bzw. als Seiher- oder Siebkörper ausgebildet ist, kann die ausgepresste Flüssigkeit
nur in eine Richtung zu den Pressschneckengehäusen 8, 16 hin, also von innen nach
außen, fließen. Wie die Figuren 1 und 3 erkennen lassen, haben die erste Pressschnecke
8 am ersten Einlass 12 der ersten Schneckenpresse 4 und die zweite Pressschnecke 18
am zweiten Einlass 20 der zweiten Schneckenpresse 6 und somit an ihrem stromaufwärts
gelegenen Anfang jeweils eine relativ hohe Schneckengangsteigung. Demgegenüber nimmt
zum ersten Auslass 14 der ersten Schneckenpresse 4 die Schneckengangsteigung der ersten
Pressschnecke 10 und zum zweiten Auslass 22 der zweiten Schneckenpresse 6 die Schneckengangsteigung
der zweiten Pressschnecke 18 ab. Dadurch nimmt das Volumen in der Schneckenganglücke
ab und der Kompressionsdruck zu.
[0034] Während die erste Schneckenpresse 4 den primären Pressvorgang übernimmt, findet mit
der nachgeschalteten zweiten Schneckenpresse 6 eine Nachbearbeitung statt. Der zwischen
die beiden Schneckenpressen 4, 6 geschaltete Expander 24 bewirkt eine Entspannung
des am ersten Auslass 14 austretenden Materials, wodurch das Pressgut aufgebrochen
wird und somit porös bleibt. Demnach wirkt der Expander 24 als eine Art Puffer. Hierzu
vergrößert sich der von der Innenwandung des ersten Pressschneckengehäuses 8 begrenzte
Hohlraum beim Übergang vom ersten Auslass 14 zum Einlass 30 des Expanders 24, was
bereits zu einer ersten Entspannung des Pressgutes bei Eintritt in den Expander 24
führt. Wie insbesondere Fig. 3 erkennen lässt, ist hierzu die Schneckengangsteigung
der mit der ersten Pressschnecke 10 drehfest gekoppelten Expanderschnecke 28 über
ihre Länge konstant und dabei geringer als die Schneckengangsteigung der beiden Pressschnecken
10, 18.
[0035] Wie Fig. 3 des weiteren erkennen lässt, sind im dargestellten Ausführungsbeispiel
die beiden Pressschnecken 10, 18 hinsichtlich ihrer Abmessungen und ihrer Schneckengangsteigung
im Wesentlichen übereinstimmend gestaltet. Ferner lässt sich Fig. 3 entnehmen, dass
im dargestellten Ausführungsbeispiel beide Pressschnecken 10, 18 einen stetig monoton
bzw. kontinuierlich zunehmenden Kerndurchmesser ihres zylindrischen Grundkörpers und
eine stetig monoton bzw. kontinuierlich abnehmende Schneckengangsteigung aufweisen,
während gemäß Figur 1 die beiden Pressschneckengehäuse 8, 16 einen sich über die gesamte
Länge der zugehörigen Pressschnecke 10 bzw. 18 erstreckenden zylindrischen Hohlraum
definieren. Somit nimmt im dargestellten Ausführungsbeispiel in Arbeitsrichtung, die
sich in den Figuren von links nach rechts definiert, der Kerndurchmesser des zylindrischen
Grundkörpers der Pressschnecken 10, 18 ohne jede Unterbrechung zu und nimmt in entsprechender
Weise ohne jede Diskontinuierlichkeit die Steigung der Pressschnecken 10, 16 ab, wodurch
die in axialer Richtung definierte Breite der sich zwischen den spiralförmigen Schneckenstegen
10a bzw. 18a ebenfalls spiralförmig erstreckenden Fördergänge entsprechend abnimmt.
[0036] Die aus dem Material ausgetriebene und durch die Öffnungen 8a, 16a der Pressschneckengehäuse
8, 16 austretende Flüssigkeit gelangt durch das erste Kompartment 46 aufgrund Schwerkrafteinfluss
nach unten und sammelt sich auf bzw. über dem Boden 2a, wo sie dann durch die Wirkung
der Filtratentleerungsschnecke 48 zum Filtratauslass 50 getrieben wird. Das final
komprimierte Material tritt dagegen aus dem zweiten Auslass 22 der zweiten Schneckenpresse
6 aus und gelangt dabei in das zweite Kompartment 52, wo es aufgrund von Schwerkrafteinfluss
nach unten fällt und mithilfe des Schaufelrades 54 durch einen in den Zeichnungen
nicht dargestellten Auslass gefördert wird, der auch als sog. Schilferaustritt bezeichnet
wird.
[0037] Der Material- bzw. Volumenstrom wird durch die Drehzahl und die Schneckengangsteigung
der Pressschnecken 10, 18 bestimmt und ist auch noch von weiteren unterschiedlichen
Einflüssen abhängig. Solange das Material über ausreichende Porosität bzw. Kapillarität
verfügt, kann Flüssigkeit ausgepresst werden. Wenn aber der Materialstrom durch ungünstige
Umstände entweder eine Geschwindigkeitsüberhöhung (Überströmung) oder eine Geschwindigkeitsabnahme
(Unterströmung) erfährt, wird die Flüssigkeitsabgabe gestört. Im ersten Fall der Überströmung
findet eine so starke Verdichtung der Oberfläche des Materials statt, dass der Flüssigkeitsaustritt
stark behindert oder sogar gestoppt wird; dabei kann durch auftretende Reibung und
daraus resultierende Hitze eine Schädigung der Qualität des Pressgutes oder gar dessen
Entzündung sowie dadurch ein erhöhter Verschleiß von Komponenten der Schneckenpressvorrichtung
verursacht werden. Im zweiten Fall der Unterströmung versiegt der Flüssigkeitsablauf
ebenfalls, weil nunmehr nicht genügend Kompressionsdruck vorhanden ist, um die Flüssigkeit
auszupressen.
[0038] Um diese nachteiligen Effekte zu vermeiden, lassen sich durch die Antriebsmotoren
38, 40 die beiden Pressschnecken 10, 18 wahlweise mit unterschiedlichen Drehzahlen
antreiben und ist des Weiteren eine Drehzahlsteuerungseinrichtung 60 vorgesehen, an
die die Antriebsmotoren 38, 40 angeschlossen sind. Sofern an anstelle des zweiten
Antriebsmotors 40 ein Getriebe verwendet wird, ist dieses so auszubilden, dass sich
dessen Übersetzungsverhältnis verändern lässt, und zwar durch die Drehzahlsteuerungseinrichtung
60. Des Weiteren ist die Drehzahlsteuerungseinrichtung 60 so ausgebildet, dass sie
über einen Sensor 62 die vom ersten Antriebsmotor 38 für den Antrieb der ersten Pressschnecke
10 benötigte Leistungsaufnahme oder einen entsprechend benötigten elektrischen Strom
misst. Die so gewonnene Messgröße wird dann von der Drehzahlsteuerungseinrichtung
60 zur Ermittlung des Druckes des Materials innerhalb des ersten Pressschneckengehäuses
8 benachbart zum ersten Auslass 14 entsprechend ausgewertet. Das Steuerungskonzept
der Drehzahlsteuerungseinrichtung 60 besteht nun darin, die Antriebsmotoren 38, 40
oder zumindest den zweiten Antriebsmotor 40 so anzusteuern, dass die Drehzahl der
zweiten Pressschnecke 18 für den ersten Fall, wenn der Druck im Material innerhalb
des ersten Pressschneckengehäuses 8 benachbart zum ersten Auslass 14 einen vorbestimmten
Schwellwert überschreitet, auf einen Wert größer als die Drehzahl der ersten Pressschnecke
10 angehoben wird, sodass die zweite Pressschnecke 18 schneller als die erste Pressschnecke
10 läuft, und für den zweiten Fall, wenn der Druck im Material innerhalb des ersten
Pressschneckengehäuses 8 im Wesentlichen benachbart zum ersten Auslass 14 den vorbestimmten
Schwellwert unterschreitet, auf einen Wert unterhalb der Drehzahl der ersten Pressschnecke
10 abgesenkt wird, sodass dann die zweite Pressschnecke 18 langsamer als die erste
Pressschnecke 10 läuft.
1. Schneckenpressvorrichtung mit
einer ersten Schneckenpresse (4), die ein erstes Pressschneckengehäuse (8), eine im
ersten Pressschneckengehäuse (8) drehbar gelagerte erste Pressschnecke (10), einen
ersten Einlass (12) und einen ersten Auslass (14) aufweist,
mindestens einer zweiten Schneckenpresse (6), die ein zweites Pressschneckengehäuse
(16), eine im zweiten Pressschneckengehäuse (16) drehbar gelagerte zweite Pressschnecke
(18), einen mit dem ersten Auslass (12) gekoppelten zweiten Einlass (20) und einen
zweiten Auslass (22) aufweist,
und einer Antriebseinrichtung (38, 40) zum rotatorischen Antrieb der ersten und zweiten
Pressschnecken (10, 18), die ausgebildet ist, die ersten und zweiten Pressschnecken
(10, 18) wahlweise mit unterschiedlichen Drehzahlen anzutreiben, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneckenpressvorrichtung eine Drehzahlsteuerungseinrichtung (60) aufweist, die
einen Sensor (62) aufweist,
der eine physikalische Größe misst, die von der Antriebseinrichtung (38, 40) für den
Antrieb der ersten Pressschnecke (10) benötigt wird, wobei es sich bei der physikalischen
Größe um eine Leistung oder einen elektrischen Strom handelt, und
die Drehzahlsteuerungseinrichtung (60) die vom Sensor (62) gemessene physikalische
Größe als Messgröße für den Druck des Materials innerhalb des ersten Pressschneckengehäuses
(8) benachbart zum ersten Auslass (14) verwendet und die zweite Pressschnecke (18)
auf eine Drehzahl einstellt, die für den Fall, dass die vom Sensor (62) gemessene
physikalische Größe einen vorbestimmten Schwellwert überschreitet, über der Drehzahl
der ersten Pressschnecke (10) liegt, und für den Fall, dass die vom Sensor (62) gemessene
physikalische Größe den vorbestimmten Schwellwert unterschreitet, unterhalb der Drehzahl
der ersten Pressschnecke (10) liegt, so dass dann die zweite Pressschnecke (18) langsamer
als die erste Pressschnecke (10) läuft.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die eine Pressschnecke (10) von einer Hohlwelle
(36) angetrieben wird, durch die sich eine die andere Pressschnecke (18) antreibende
Welle (34) erstreckt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei welcher die beiden Pressschnecken (10, 18) und die
beiden Wellen (34, 36) koaxial zueinander angeordnet sind und die eine Pressschnecke
(10) konzentrisch auf der Hohlwelle (36) und die andere Pressschnecke (18) konzentrisch
auf einem freiliegenden Abschnitt der von der Hohlwelle (36) abschnittsweise umgebenden
Welle (34) sitzt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei welcher die erste Pressschnecke (10) von der
Hohlwelle (36) und die zweite Pressschnecke (18) von der abschnittsweise von der Hohlwelle
(36) umgebenen Welle (34) angetrieben wird.
5. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 4, bei welcher die Antriebseinrichtung
(38, 40) an derjenigen Stelle der Vorrichtung angeordnet ist, an der sich gemeinsam
die Welle (34) und die die Welle (34) umgebende Hohlwelle (36) jeweils mit einem Endabschnitt
befinden, und/oder benachbart zum ersten Einlass angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher die Antriebseinrichtung
zwei Antriebsmotoren (38), (40) aufweist, von denen der eine Antriebsmotor (38) ausgebildet
ist, die eine Pressschnecke (10) anzutreiben, und der andere Antriebsmotor (40) ausgebildet
ist, die andere Pressschnecke (18) anzutreiben.
7. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5 sowie nach Anspruch 6, bei
welcher der eine Antriebsmotor (38) ausgebildet ist, die innenliegende Welle (34)
im Wesentlichen direkt anzutreiben, und der andere Antriebsmotor (40) ausgebildet
ist, die Hohlwelle (36) im Wesentlichen direkt anzutreiben.
8. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher die Antriebseinrichtung
einen Antriebsmotor und ein Getriebe, insbesondere ein Planetengetriebe, dessen Übersetzungsverhältnis
veränderbar ist, aufweist, wobei der Antriebsmotor ausgebildet ist, die eine Pressschnecke
(10) im Wesentlichen direkt anzutreiben, und das Getriebe mit dem Antriebsmotor gekoppelt
und ausgebildet ist, die andere Pressschnecke (18) im Wesentlichen direkt anzutreiben,
und die Drehzahlsteuerungseinrichtung zur Steuerung des Getriebes durch Änderung von
dessen Übersetzungsverhältnis ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8 sowie nach mindestens einem der Ansprüche 2 bis 5, bei
welcher der Antriebsmotor ausgebildet ist, die innen liegende Welle (34) im Wesentlichen
direkt anzutreiben, und das Getriebe ausgebildet ist, die Hohlwelle im Wesentlichen
direkt anzutreiben.
10. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher das erste
Pressschneckengehäuse (10) und das zweite Pressschneckengehäuse (18) ein gemeinsames
Gehäuse bilden.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher zwischen
dem ersten Auslass (14) und dem zweiten Einlass (20) ein Extruder (24) angeordnet
ist, der ein Extrudergehäuse (26), eine im Extrudergehäuse (26) drehbar gelagerte
Extruderschnecke (28), einen mit dem ersten Auslass (14) gekoppelten Einlass (30)
und einen mit dem zweiten Einlass (20) gekoppelten Auslass (32) aufweist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei welcher die beiden Pressschnecken (10, 18) und die
Extruderschnecke (28) koaxial zueinander angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, bei welcher das Extrudergehäuse (26) das erste
Pressschneckengehäuse (8) mit dem zweiten Pressschneckengehäuse (16) verbindet.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 13, bei welcher die Extruderschnecke
(28) mit der ersten Pressschnecke (10) drehfest gekoppelt ist.
15. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 14, bei welcher die Schneckengangsteigung
der Extruderschnecke (28) über ihre Länge konstant und/oder kleiner als die Schneckengangsteigung
der Pressschnecken (10, 18) ist.
16. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangegangenen Ansprüche, bei welcher bei mindestens
einer der Schneckenpressen (4, 6) das Pressschneckengehäuse (8, 16) einen im Wesentlichen
über die gesamte Länge der Pressschnecke (10, 18) zylindrischen Hohlraum bildet und
die Pressschnecke (10, 18) einen stetig monoton bzw. kontinuierlich zunehmenden Kerndurchmesser
und eine stetig monoton bzw. kontinuierlich abnehmende Schneckengangsteigung aufweist.
1. Screw press device having
a first screw press (4), which has a first press screw housing (8), a first press
screw (10) that is rotatably mounted in the first press screw housing (8), a first
inlet (12) and a first outlet (14), at least one second screw press (6), which has
a second press screw housing (16), a second press screw (18) that is rotatably mounted
in the second press screw housing (16), a second inlet (20) that is coupled to the
first outlet (12) and a second outlet (22),
and a drive device (38, 40) for the rotational drive of the first and second press
screws (10, 18), which is designed to drive the first and second press screws (10,
18), optionally at different rotational speeds, characterised in that the screw press device has a rotational speed control device (60),
which has a sensor (62),
which measures a physical quantity that is required by the drive device (38, 40) for
driving the first press screw (10),
wherein the physical quantity is a power or an electrical current, and
the rotational speed control device (60) uses the physical quantity measured by the
sensor (62) as a measure of the pressure of the material inside the first press screw
housing (8) adjacent to the first outlet (14) and sets the second press screw (18)
to a rotational speed at which, in the case that the physical quantity measured by
the sensor (62) exceeds a predetermined threshold value above the rotational speed
of the first press screw (10), and in the case that the physical quantity measured
by the sensor (62) falls below the predetermined threshold value below the rotational
speed of the first press screw (10), the second press screw (18) then runs slower
than the first press screw (10).
2. Device according to claim 1, wherein the one press screw (10) is driven by a hollow
shaft (36), through which a shaft (34) driving the other press screw (18) extends.
3. Device according to claim 2, wherein the two press screws (10, 18) and the two shafts
(34, 36) are arranged coaxially with each other and one press screw (10) sits concentrically
on the hollow shaft (36) and the other press screw (18) sits concentrically on an
exposed section of the shaft (34) partially surrounded by the hollow shaft (36).
4. Device according to claim 2 or 3, wherein the first press screw (10) is driven by
the hollow shaft (36) and the second press screw (18) is driven by the shaft (34)
that is partially surrounded by the hollow shaft (36).
5. Device according to at least one of claims 2 to 4, wherein the drive device (38, 40)
is arranged at that position of the device at which the end sections of both the shaft
(34) and the hollow shaft (36) surrounding the shaft (34) are respectively located,
and/or is arranged adjacent to the first inlet.
6. Device according to at least one of the preceding claims, wherein the drive device
has two drive motors (38), (40), of which one drive motor (38) is designed to drive
one press screw (10), and the other drive motor (40) is designed to drive the other
press screw (18).
7. Device according to at least one of claims 2 to 5 as well as according to claim 6,
wherein one drive motor (38) is designed to drive the internal shaft (34) essentially
directly, and the other drive motor (40) is designed to drive the hollow shaft (36)
essentially directly.
8. Device according to at least one of claims 1 to 5, wherein the drive device has a
drive motor and a gear, in particular a planetary gear, the transmission ratio of
which is adjustable, wherein the drive motor is designed to drive one press screw
(10) essentially directly, and the gear is coupled with the drive motor and is designed
to drive the other press screw (18) essentially directly, and the rotational speed
control device is designed to control the gear by changing its transmission ratio,
9. Device according to claim 8 as well as at least one of claims 2 to 5, wherein the
drive motor is designed to drive the internal shaft (34) essentially directly, and
the gear is designed to drive the hollow shaft essentially directly.
10. Device according to at least one of the preceding claims, wherein the first press
screw housing (10) and the second press screw housing (18) form a common housing.
11. Device according to at least one of the preceding claims, wherein an extruder (24)
is arranged between the first outlet (14) and the second inlet (20), which extruder
(24) has an extruder housing (26), an extruder screw (28) rotatably mounted in the
extruder housing (26), an inlet (30) coupled to the first outlet (14), and an outlet
(32) coupled to the second inlet (20).
12. Device according to claim 11, wherein the two press screws (10, 18) and the extruder
screw (28) are arranged coaxially to each other.
13. Device according to claim 11 or 12, wherein the extruder housing (26) connects the
first press screw housing (8) with the second press screw housing (16).
14. Device according to at least one of claims 11 to 13, wherein the extruder screw (28)
is coupled non-rotatably with the first press screw (10).
15. Device according to at least one of claims 11 to 14, wherein the screw pitch of the
extruder screw (28) is constant across its length and/or is smaller than the screw
pitch of the press screws (10, 18).
16. Device according to at least one of the preceding claims, wherein the press screw
housing (8, 16) forms a hollow space that is essentially cylindrical across the whole
length of the press screw (10, 18) for at least one of the screw presses (4, 6) and
the press screw (10, 18) has a consistently monotonically or continuously increasing
core diameter and a consistently monotonically or continuously decreasing screw pitch.
1. Dispositif de presses à vis avec
une première presse à vis (4), qui présente un premier carter de vis de presse (8),
une première vis de presse (10) montée de manière à pouvoir tourner dans le premier
carter de vis de presse (8), une première entrée (12) et une première sortie (14),
au moins une deuxième presse à vis (6), qui présente un deuxième carter de vis de
presse (16), une deuxième vis de presse (18) montée de manière à pouvoir tourner dans
le deuxième carter de vis de presse (16), une deuxième entrée (20) couplée à la première
sortie (12) et une deuxième sortie (22),
et un système d'entraînement (38, 40) pour entraîner en rotation la première et la
deuxième vis de presse (10, 18), qui est réalisé pour entraîner la première et la
deuxième vis de presse (10, 18) au choix à différentes vitesses de rotation, caractérisé en ce que le dispositif de presses à vis présente un système de commande de vitesse de rotation
(60),
qui présente un capteur (62), qui mesure une grandeur physique, qui est requise par
le système d'entraînement (38, 40) pour l'entraînement de la première vis de presse
(10), dans lequel la grandeur physique est une puissance ou un courant électrique,
et
le système de commande de vitesse de rotation (60) utilise la grandeur physique mesurée
par le capteur (62) en tant que grandeur de mesure pour la pression du matériau à
l'intérieur du premier carter de vis de presse (8) de manière adjacente à la première
sortie (14) et règle la deuxième vis de presse (18) sur une vitesse de rotation, qui,
si la grandeur physique mesurée par le capteur (62) dépasse une valeur de seuil prédéfinie,
est supérieure à la vitesse de rotation de la première vis de presse (10), et, si
la grandeur physique mesurée par le capteur (62) ne dépasse pas la valeur de seuil
prédéfinie, est inférieure à la vitesse de rotation de première vis de presse (10)
de telle sorte qu'alors la deuxième vis de presse (18) est plus lente que la première
vis de presse (10) .
2. Dispositif selon la revendication 1, où une vis de presse (10) est entraînée par un
arbre creux (36), à travers lequel s'étend un arbre (34) entraînant l'autre vis de
presse (18).
3. Dispositif selon la revendication 2, où les deux vis de presse (10, 18) et les deux
arbres (34, 36) sont disposés de manière coaxiale les uns par rapport aux autres et
une vis de presse (10) siège de manière concentrique sur l'arbre creux (36) et l'autre
vis de presse (18) siège de manière concentrique sur une section dégagée de l'arbre
(34) entouré par endroits par l'arbre creux (36).
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, où la première vis de presse (10) est entraînée
par l'arbre creux (36) et la deuxième vis de presse (18) est entraînée par l'arbre
(34) entourée par endroits par l'arbre creux (36).
5. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 2 à 4, où le système
d'entraînement (38, 40) est disposé sur l'emplacement du dispositif, sur lequel précisément
l'arbre (34) et l'arbre creux (36) entourant l'arbre (34) se trouvent conjointement
respectivement par une section d'extrémité, et/ou est disposé de manière adjacente
par rapport à la première entrée.
6. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, où le système
d'entraînement présente deux moteurs d'entraînement (38, 40), dont l'un moteur d'entraînement
(38) est réalisé pour entraîner une vis de presse (10) et l'autre moteur d'entraînement
(40) est réalisé pour entraîner l'autre vis de presse (18) .
7. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 2 à 5 ainsi que selon
la revendication 6, où un moteur d'entraînement (38) est réalisé pour entraîner sensiblement
directement l'arbre (34) situé à l'intérieur et l'autre moteur d'entraînement (40)
est réalisé pour entraîner sensiblement directement l'arbre creux (36).
8. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 1 à 5, où le système
d'entraînement présente un moteur d'entraînement et un engrenage, en particulier un
engrenage planétaire, dont le rapport de multiplication peut être modifié, dans lequel
le moteur d'entraînement est réalisé pour entraîner sensiblement directement une vis
de presse (10), et l'engrenage est couplé au moteur d'entraînement et est réalisé
pour entraîner sensiblement directement l'autre vis de presse (18), et le système
de commande de vitesse de rotation est réalisé pour commander l'engrenage en modifiant
son rapport de multiplication.
9. Dispositif selon la revendication 8 et selon au moins l'une quelconque des revendications
2 à 5, où le moteur d'entraînement est réalisé pour entraîner sensiblement directement
l'arbre (34) situé à l'intérieur et l'engrenage est réalisé pour entraîner sensiblement
directement l'arbre creux.
10. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, où le premier
carter de vis de presse (10) et le deuxième carter de vis de presse (18) forment un
carter commun.
11. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes, où est
disposée entre la première sortie (14) et la deuxième entrée (20) une extrudeuse (24),
qui présente un carter d'extrudeuse (26), une vis d'extrudeuse (28) montée de manière
à pouvoir tourner dans le carter d'extrudeuse (26), une entrée (30) couplée à la première
sortie (14) et une sortie (32) couplée à la deuxième entrée (20).
12. Dispositif selon la revendication 11, où les deux vis de presse (10, 18) et la vis
d'extrudeuse (28) sont disposées de manière coaxiale les unes par rapport aux autres.
13. Dispositif selon la revendication 11 ou 12, où le carter d'extrudeuse (26) relie le
premier carter de vis de presse (8) au deuxième carter de vis de presse (16) .
14. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 11 à 13, où la vis d'extrudeuse
(28) est couplée de manière solidaire en rotation à la première vis de presse (10).
15. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications 11 à 14, où l'augmentation
de pas de vis de la vis d'extrudeuse (28) est constante sur sa longueur et/ou est
inférieure à l'augmentation de pas de vis des vis de presse (10, 18).
16. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes où, pour
au moins une des presses à vis (4, 6), le carter de vis de presse (8, 16) forme un
espace creux sensiblement cylindrique sur la totalité de la longueur de la vis de
presse (10, 18) et la vis de presse (10, 18) présente un diamètre central monotone
en permanence ou augmentant en continu et une augmentation de pas de vis monotone
en permanence ou diminuant en continu.