(19)
(11) EP 3 460 141 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.06.2023  Patentblatt  2023/23

(21) Anmeldenummer: 18195667.3

(22) Anmeldetag:  20.09.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04F 11/18(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
E04F 11/1812; E04F 11/1853; E04F 11/1817; E04F 11/1851; E04F 2011/1823

(54)

SYSTEM ZUR AUSRICHTUNG VON GELÄNDERPLATTEN

SYSTEM FOR ALIGNING OF RAILING PLATES

SYSTÈME D'ALIGNEMENT DE PLAQUES DE MAIN-COURANTE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 20.09.2017 DE 202017105703 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.03.2019  Patentblatt  2019/13

(73) Patentinhaber: Q-Railing Europe GmbH & Co. KG
46446 Emmerich am Rhein (DE)

(72) Erfinder:
  • Die Erfinder haben auf ihr Recht verzichtet, als solche bekannt gemacht zu werden.

(74) Vertreter: btb IP Bungartz Baltzer Partnerschaft mbB Patentanwälte 
Im Mediapark 6A
50670 Köln
50670 Köln (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-2018/047179
DE-U1-202013 104 330
DE-A1-102016 007 268
DE-U1-202015 106 963
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein System zur Ausrichtung der Vertikalneigung von Geländerplatten in einer Geländerplattenaufnahme mit einem in die Geländerplattenaufnahme einzusetzenden Stützteil und einem relativ zum Stützteil in Geländerverlaufsrichtung längsverschieblichen Schiebeteil, wobei das System wenigstens eine die Vertikalneigung der endfixierten Geländerplatte vorgebende innere Anlageseite und wenigstens eine die Abstützung gegen die Geländerplattenaufnahme gewährleistende äußere Anlageseite bildet und sich mittels der aus der Längsverschiebung des Schiebeteils resultierenden unterschiedlichen Positionierung des Schiebeteils relativ zum Stützteil eine unterschiedliche Vertikalneigung inneren Anlageseite einstellen lässt.

    [0002] In jüngerer Zeit werden vermehrt Geländer verbaut, bei denen Ganzglasgeländerplatten zum Einsatz kommen, die weitgehend freistehend und nur mit ihrem unteren Rand in Geländerplattenaufnahme eingesetzt sind. Die schweren Glasplatten selbst müssen über Klemmsysteme fest in der Geländerplattenaufnahme fixiert werden und ausreichend Kräfte aufnehmen können, um als zuverlässige Absturzsicherung dienen zu können. Dabei können die Kräfte, die über die Glasplatte und die Fixiervorrichtung auf die Geländerplattenaufnahme wirken, wenn sich zum Beispiel eine oder mehrere Personen gegen das Geländer lehnen, aufgrund der Hebelverhältnisse erheblich sein.

    [0003] Als Geländerplattenaufnahmen kommen insbesondere an einem Baukörper zu verankernde und typischerweise u-förmige Halteprofile, am Baukörper bevorzugt bodenseitig zu verankernde, voneinander beabstandete Einzelbodenklemmen oder unmittelbar in einem Bauwerkkörper eingebrachte nutartige Plattenaufnahmen in Betracht. Bei einer klemmenden Fixierung wird die Geländerplatte nicht von einem Befestigungsmittel durchdrungen, sondern durch die mittels des Klemmsystems auf die Geländerplattenoberfläche ausgeübte Klemmkraft in der Plattenaufnahme kraftschlüssig verspannt. Von derartigen grundsätzlich bekannten Geländerplattenaufnahmen und Klemmvorrichtungen geht auch die Erfindung aus.

    [0004] Derartige Ganzglasgeländer werden als Designobjekte angesehen und es werden hohe Anforderungen an die optische Gefälligkeit und den Qualitätseindruck eines solchen Geländers gestellt. Ein Aspekt, der in diesem Zusammenhang von hoher Bedeutung ist, ist, dass die bei einem solchen Geländer zahlreich in Reihe zueinander angeordneten einzelnen Geländerplatten präzise zueinander ausgerichtet werden müssen, damit ein sich über eine längere Strecke erstreckendes Geländer mit seinen zahlreichen Einzelplatten in Geländerverlaufsrichtung insgesamt ein stimmiges Gesamtbild abgibt. Zwar lassen sich die Halteprofile und die Geländerplatten mit geringen Toleranzen herstellen, jedoch verlaufen insbesondere die Bauwerksteile, an denen die Halteprofile montiert werden, oftmals nicht ausreichend gerichtet, so dass die Möglichkeit des Einstellens der Vertikalneigung einzelner Geländerplatten erforderlich ist, damit die Geländerplatten in Geländerverlaufsrichtung exakt zueinander fluchtend ausgerichtet werden können. Hinzu kommt, dass bei der Verwendung von thermisch vorbehandeltem Glas dieses in sich leicht gekrümmt sein kann, was auch bei optimal tolerierten Bauteilen und optimal ausgerichteten Bauwerksteilen zu einer optisch unzureichenden Ausrichtung benachbarter Geländerplatten zueinander führen kann. Hierbei ist zu bedenken, dass schon eine geringe Vertikalneigungsabweichung am im Halteprofil eingesetzten unteren Rand der Geländerplatte gegenüber der benachbarten Geländerplatte sich am oberen Rand der Geländerplatte wegen der geometrischen Verhältnisse potenziert und daher optisch deutlich wahrnehmbar sein kann. Auch das Aufsetzen von durchgängigen Handläufen, insbesondere von Nutenrohren, kann bei nicht hinreichend präzise zueinander ausgerichteten Geländerplatten deutlich erschwert sein.

    [0005] Eine Möglichkeit der Vertikalneigungseinstellung offenbart das deutsche Gebrauchsmuster DE 20 2013 104 330 U1. Bei diesem System wird die Geländerplatte innerhalb eines als Geländerplattenaufnahme dienenden Bodenprofils zwischen einem Klemmkeil und einem Plattenträger verspannt. Zur Einstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte wird die Vertikalneigung des Plattenträgers durch Längsverschieben eines Schiebeelements justiert. Nachteilig an diesem Einstellsystem ist allerdings, dass durch das Verschieben des Schiebelements eine Einstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte erfolgt, ohne dass sich das System an die hierbei zwangläufig auftretende gleichzeitige Änderung der Spaltgeometrie beidseitig der Geländerplatte anzupassen vermag. Jede Änderung der Neigung der zur Geländerplatte gewandten Seite des Plattenträgers ändert zwangsläufig auch die Neigung der zur Bodenprofilinnenwandung weisenden Seite. Auch auf der Klemmkeilseite ändert sich die Spaltgeometrie infolge einer Änderung der Geländerplattenneigung, ohne dass der eingesetzte Klemmkeil diese Änderung ausgleichen würde. Daher stützen Plattenträger und Klemmkeil die Geländerplatte infolge der fehlenden Anpassungsfähigkeit an eine sich mit der Geländerplattenneigung ändernde Spaltgeometrie nicht unabhängig von der Geländerplattenneigung gleichmäßig und optimal flächig ab. Die ungleichmäßige Verteilung der Klemmkraft an der einzelnen Krafteinleitungsstelle sowie über mehrere sich entlang der Geländerplattenaufnahme erstreckenden Klemmungen kann zu einer Verwindung der Glasplatte und daraus resultierenden zu Spannungsspitzen im Glas führen.

    [0006] Ein dem Grundprinzip mit einem Schiebelement und einem Stützelement ähnliches System offenbaren die Druckschriften WO 2018/047179 A1 und DE 10 2016 007 268 A1. Auch hier ist aber die Anpassungsfähigkeit des Gesamtsystems an eine Änderung der Spaltgeometrie begrenzt.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein System zur Halterung von Geländerplatten, insbesondere von Ganzglasgeländerplatten, und dessen Komponenten zur Verfügung zu stellen, das die vorstehend beschriebenen Nachteile des bekannten Systems weitgehend minimiert und eine optimierte Aufnahme und Abstützung der Geländerplatte im Gesamtsystem bereitstellt. Das System soll einfach herzustellen sein, mit wenigen Bauteilen auskommen, eine robust belastbare Halterung der Geländerplatten in der Geländerplattenaufnahme ermöglichen, vor Ort einfach zu montieren sein und eine einfache und bevorzugt reversible Einstellbarkeit der Vertikalneigung der Geländerplatten ermöglichen. Außerdem wird ein System angestrebt, bei dem sich die Geländerplatten zu Reparatur- oder Austauschzwecken leicht aus der Geländerplattenaufnahme entnehmen lassen.

    [0008] Die Erfindung löst die Aufgabe durch ein System, bei dem Schiebeteil und Stützteil derart zusammenwirken, dass sich bei einer Längsverschiebung des Schiebeteils eine Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlageseite losgelöst von der Vertikalneigung der äußeren Anlageseite vollzieht. Insbesondere soll aus dem Längsverschieben des Schiebteils eine Neigungsverstellung der die Vertikalneigung der Geländerplatte vorgebenden inneren Anlageseite erfolgen, während die Vertikalneigung einer gegen die Geländerplattenaufnahme anliegenden äußeren Anlageseite unverändert bleibt.

    [0009] Der Erfindung liegt somit die Erkenntnis zugrunde, durch Verschieben des Schiebeteils nicht lediglich die Neigungsverstellung eines vom Schiebeteil separaten Plattenträgers vorzunehmen, der sich außenseitig gleichzeitig gegen eine Bodenprofilinnenwand abstützt, sondern die Neigungsverstellung der die Geländerplattenneigung vorgebenden inneren Anlageseite von der gegen die Innenwandung der Geländerplattenaufnahme anliegenden äußeren Anlageseite des Systems zu entkoppeln. Somit kann die Neigungsverstellung der Geländerplatte erfolgen, während sich die die Klemmkraft abstützenden Anlageseiten des Systems gleichzeitig an die Änderung der Spaltgeometrie anzupassen vermögen und eine optimale Anlage an die angrenzenden Flächen beibehalten wird. Obwohl das System aus Stütz- und Schiebeteil auch dann funktionieren kann, wenn das Gewicht der Geländerplatte auf Trägerteilen lastet, die von Stütz- und Schiebeteil separate Bauteile sind, ist bevorzugt vorgesehen, dass das Stützteil als ein die Gewichtslast der Geländerplatte aufnehmender Plattenträger ausgebildet ist. Bei eingesetzter Geländerplatte ist das Stützteil somit unverschieblich innerhalb der Geländerplattenaufnahme fixiert, während sich das Schiebeteil auch bei eingesetzter Geländerplatte verschieben lässt, weil die Gewichtskraft der Geländerplatte auf dem Plattenträger und nicht auf dem Schiebeteil ruht.

    [0010] Unabhängig davon, ob von Stütz- und Schiebeteil separate Bauteile als Trägerteile zum Einsatz kommen oder ob die Gewichtskraft der Geländerplatte auf dem Stützteil ruht, ermöglicht dass Neigungsverstellsystem auch bei in die Geländerplattenaufnahme eingesetzter und auf den Trägerteilen oder dem Stützteil ruhender Geländerplatte eine weitgehend kraftfreie Verschiebung des Schiebeteils und insbesondere eine die Geländerplattenneigung verändernde Einstellung bei spannungsfrei in der Geländerplatte positionierter Geländerplatte.

    [0011] Es kann vorgesehen sein, dass das Schiebeteil und das Stützteil so angeordnet sind, dass bei eingesetzter Geländerplatte das Stützteil wenigstens auf einer Seite der Geländerplatte zwischen Geländerplatte und Schiebeteil angeordnet ist. Die innere Anlageseite, die die Geländerplattenneigung vorgibt, ist dann die zur Geländerplatte weisende Innenseite des Stützteils und die äußere Anlageseite ist dann die zur seitlichen Innenwandung der Geländerplattenaufnahme weisende Außenseite des Schiebeteils. Bevorzugt ist aber eine Ausgestaltung, bei der das Schiebeteil bei eingesetzter Geländerplatte auf wenigstens einer Seite der Geländerplatte zwischen Geländerplatte und Stützteil geführt ist. Die innere Anlageseite, die die Geländerplattenneigung vorgibt, ist dann die zur Geländerplatte weisende Innenseite des Schiebeteils und die äußere Anlageseite ist dann die zur seitlichen Innenwandung der Geländerplattenaufnahme weisende Außenseite des Stützteils. Ebenso wie Ausgestaltungen denkbar sind, bei denen auf beiden Seiten der Geländerplatte das Stützteil die innere Anlageseite bildet oder bei der auf beiden Seiten der Geländerplatte das Schiebeteil die innere Anlageseite bildet, sind auch Ausgestaltungen denkbar, bei der auf einer Seite der Geländerplatte das Schiebeteil die innere Anlageseite bildet und bei der auf der anderen Seite der Geländerplatte ein Stützteil, insbesondere auch eine als Stützteil fungierende Klemmvorrichtung, die innere Anlageseite bildet.

    [0012] Bei bestimmungsgemäß eingesetzter Geländerplatte stehen bevorzugt auf wenigstens einer Geländerplattenseite die innere Anlageseite unmittelbar mit der Geländerplattenoberfläche und die äußere Anlageseite unmittelbar mit der dem System zugewandten Innenfläche der Geländerplattenaufnahme in Kontakt. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass sich zwischen der inneren Anlageseite und/oder der äußeren Anlageseite und der Geländerplattenoberfläche und/oder der Innenfläche der Geländerplattenaufnahme weitere Bauteile oder Systemkomponenten befinden, etwa Weichkunststoff- oder Gummieinlagen zur Schonung der Geländerplattenoberfläche und/oder Klemmvorrichtungen zur Aufbringung der die Geländerplatte letztlich in der Geländerplattenaufnahme festlegenden Klemmkraft. Dass sich die innere Anlageseite gegen die Geländerplatte abstützt und die äußere Anlageseite gegen die Geländerplattenaufnahme abstützt, bedeutet also nicht zwingend, dass die die innere Anlageseite unmittelbar mit der Geländerplatte und die äu-βere Anlageseite unmittelbar mit einer Innenfläche der Geländerplattenaufnahme in Kontakt steht.

    [0013] Grundsätzlich würde es zur Ausbildung eines sich an die infolge einer Verstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte einstellenden Änderung der Spaltgeometrie anpassenden Einstellsystems zwar ausreichen, diese Anpassung nur auf einer Seite der Geländerplatte zu vollziehen. In einem solchen Fall bietet es sich an, das Schiebeteil und das Stützteil jeweils lediglich plattenförmig oder zumindest abschnittsweise L-förmig, insbesondere mit einem horizontal ausgerichteten Bodenschenkel und einem einseitig der Geländerplatte anzuordnenden Vertikalschenkel, auszubilden. Auf der bei eingesetzter Geländerplatte dem Einstellsystem abgewandten Seite kann eine Klemmvorrichtung eingesetzt werden, die sich über einen der Klemmvorrichtung eigenen Mechanismus bevorzugt ebenfalls an eine Änderung der Spaltgeometrie anzupassen vermag. Gleichwohl wird es aber als vorteilhaft angesehen, wenn Schiebeteil und Stützteil derart ausgebildet sind, dass sich das System beidseitig der Geländerplatte an die sich infolge einer Verstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte einstellende Änderung der Spaltgeometrie zwischen Geländerplatte und Geländerplattenaufnahme anzupassen vermag.

    [0014] Sowohl Schiebeteil als auch Stützteil können zu diesem Zweck zumindest abschnittsweise im Querschnitt U-förmig ausgebildet sein. Aus der bevorzugten U-förmigen Ausgestaltung ergibt sich beidseitig einer eingesetzten Geländerplatte eine synchrone Anpassung des Einstellsystems an eine sich infolge der Änderung der Geländerplattenneigung ebenfalls ändernde Spaltgeometrie.

    [0015] Das Schiebeteil ist bevorzugt innenseitig des Stützteils geführt und bewegt sich demnach bei einer Längsverschiebung und bei eingesetzter Geländerplatte zwischen einer der Geländerplatte zugewandten Innenseite des Stützteils und der Geländerplattenoberfläche. Eine Ausführung, bei der das Schiebeteil außenseitig des Stützteils geführt ist und sich bei einer Längsverschiebung zwischen Innenwandung der Geländerplattenaufnahme und einer dieser Innenwandung zugewandten Außenseite des Stützteils bewegt, ist ebenfalls denkbar. Darüber hinaus ist auch eine Ausgestaltung denkbar, bei der das Schiebeteil auf einer Seite der Geländerplatte innenseitig eines ersten Stützteils geführt ist und bei der auf der anderen Seite der Geländerplatte das Schiebeteil außenseitig des ersten Stützteils oder eines weiteren, zweiten Stützteils geführt ist.

    [0016] Damit sich bei einer Längsverschiebung des Schiebeteils eine Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlageseite losgelöst von der Vertikalneigung der äußeren Anlageseite vollziehen kann, kann insbesondere vorgesehen sein, dass einander zugewandte Führungsseiten von Stützteil und Schiebeteil zumindest über einen Teilbereich der von den Führungsseiten aufgespannten Flächen Führungsflächen ausbilden (bevorzugt ist die gesamte von den Führungsseiten aufgespannte Fläche als Führungsfläche ausgebildet), die korrespondierend zueinander in Geländerverlaufsrichtung in sich verwunden sind. Die einander zugewandten Führungsflächen folgen dabei bevorzugt dem Verlauf einer Teiloberfläche eines gedachten schraubförmigen oder spiralförmigen in sich verdrehten Körpers. Der Verwindung der Führungsflächen folgende Linien können einen Teilabschnitt einer gedachten (einfachen oder mehrfachen) Helix beschreiben. Bei einem Längsverschieben des Schiebeelements in Geländerverlaufsrichtung verdreht sich somit entweder das innerhalb des Stützteils geführte Schiebeteil um eine zur Geländerverlaufsrichtung parallele Achse, so dass dessen nach innen weisende Seite, die in diesem Fall die innere Anlageseite bildet, ihre Vertikalneigung ändert, während die äußere Anlageseite von der Außenseite des Stützteils gebildet ist. Oder das außerhalb des Stützteils geführte Schiebeteil verdreht bei seiner Längsverschiebung das innerhalb des Schiebeteils befindliche Stützteil, so dass die Innenseite des Stützteils die innere Anlageseite bildet, während die äußere Anlageseite von der an der Innenwandung der Geländerplattenaufnahme entlanggleitenden Außenseite des Schiebeteils gebildet ist. In beiden Fällen verharrt das Stützteil bevorzugt stationär, da es bevorzugt als ein die Gewichtskraft der Platten aufnehmendes Trägerteil fungiert. Und in beiden Fällen ändert sich die die Vertikalneigung der Geländerplatte bestimmende innere Anlageseite, ohne dass sich die Vertikalneigung der äußeren Anlageseite ebenfalls ändern würde.

    [0017] Die in sich verwundenen Führungsseiten bzw. die an diesen ausgebildeten Führungsflächen von Schiebeteil und Stützteil sind bevorzugt derart aufeinander abgestimmt, dass sich zwischen zwei Verschiebeendpositionen des Schiebeteils eine Winkelverstellung von etwa ±1° ergibt. Ausgehend von einer mittigen Neutralposition, in der die Neigung der inneren Anlageseite bevorzugt eine Geländerplattenneigung von 0° vorgibt (senkrecht zum Boden ausgerichtete Geländerplatte), kann das Schiebeteil bevorzugt in zwei Richtungen zu jeweils einer Verschiebeendposition längsverschoben werden, wobei die eine Endposition eine Neigungsverstellung der Geländerplatte von circa -1° und die andere Endposition eine Neigungsverstellung von circa +1° gegenüber der Neutralposition ermöglicht.

    [0018] Je nachdem, ob das Schiebeteil innerhalb oder außerhalb des Stützteils geführt ist, ist dieses länger oder kürzer als das Schiebeteil. Bevorzugt ist das Schiebeteil und das Stützteil aber derart aufeinander abgestimmt, dass das Schiebeteil zumindest auf einer Seite der Geländerplatte innerhalb des Stützteils geführt ist und bei Erreichen von die Verschiebeendpositionen, die von am Stützteil oder am Schiebeteil gebildeten Endanschlägen vorgebenden sind, das Stützteil in Längsrichtung nicht überragt.

    [0019] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das Stützteil und/oder das Schiebeteil zweiteilig ausgebildet und umfasst bevorzugt zwei insbesondere achssymmetrischen Gleichteile, die zusammengesetzt ein zumindest abschnittsweise U-förmiges Stützteil oder Schiebeteil ergeben.

    [0020] Am Stützteil sind bevorzugt die Gewichtskraft der Geländerplatte aufnehmende horizontale Tragschenkel mit einer Traghöhe H vorgesehen. Die Tragschenkel bilden bevorzugt die Bodenschenkel des zumindest abschnittsweise U-förmigen oder L-förmigen Stützteils. Die Traghöhe ist derart bemessen und auf die Höhe h eines Bodenschenkels des zumindest abschnittsweise U-förmigen oder L-förmigen Schiebeteils abgestimmt, dass das Schiebeteil bei in die Geländerplattenaufnahme eingesetzter Geländerplatte keine Gewichtskraft der Geländerplatte abstützt und daher weitgehend lastfrei längsverschieblich bleibt. Bevorzugt sind derartige Tragschenkel zu beiden Seiten randseitig am U-förmigen Stützteil vorgesehen, also entweder jeweils zu einer Seite eines bevorzugt achsymmetrischen Gleichteils, das zusammen mit einem zweiten Gleichteil zur Bildung des wenigstens abschnittsweisen U-förmigen Stützteils zusammengefügt wird, oder zu beiden Seiten eines einteiligen Stützteils. Korrespondierend zu dem wenigstens einen Tragschenkel am Stützteil weist das Schiebeteil bevorzugt wenigstens eine unterseitige Ausnehmung auf, die den wenigstens einen Tragschenkel am Stützteil in zumindest einer Verschiebeposition aufnimmt. Bevorzugt wirken Stützteil und Schiebeteil derart zusammen, dass die Tragschenkel am Stützteil bei sich in die Verschiebeendpositionen bewegendem Schiebeteil in die Ausnehmung am Schiebeteil einfahren können.

    [0021] Insbesondere bei einer Ausgestaltung, bei der das Schiebeteil mehrteilig, bevorzugt zweiteilig ausgebildet ist, kann vorgesehen sein, dass das Schiebeteil nicht von zwei Gleichteilen gebildet ist, sondern von zwei unterschiedlich ausgebildeten, zumindest in Längsrichtung des Geländers formschlüssig ineinandergreifenden Teilen. Hierbei kann ein erstes Teil des mehrteiligen Schiebeteils L-förmig und ein zweites Teil plattenförmig ausgebildet sein. Dabei kann das plattenförmig ausgebildete zweite Teil des Schiebeteils an seiner bei bestimmungsgemäßer Positionierung in der Geländerplattenaufnahme nach unten weisenden Kante mit der freien Kante des Horizontalschenkels des L-förmigen ersten Teils des Schiebeteils, welches bevorzugt die Geländerplatte unterseitig untergreift, zumindest in Längsrichtung des Geländers gesehen formschlüssig in Eingriff stehen. Durch das formschlüssige Ineinandergreifen der beiden Teile des Schiebeteils ist gewährleistet, dass das eine Teil das jeweils andere Teil beim Verschieben mitschleppt. Bevorzugt ist der ein Werkzeugansatz zum Ansetzen eines Werkzeugs am plattenförmigen zweiten Teil des Schiebeteils vorgesehen, so dass über dieses das erste Teil auf der anderen Geländerplattenseite mitgeschleppt wird.

    [0022] Am Schiebeteil kann ein auch bei bestimmungsgemäß in die Geländerplattenaufnahme eingesetzter Geländerplatte zugänglicher Werkzeugansatz für ein Verschiebewerkzeug ausgebildet sein. Dieser Werkzeugansatz ist bevorzugt derart ausgebildet, dass dieser mit dem gleichen Werkzeug zusammenzuwirken vermag, das auch als Verdrehwerkzeug für eine Klemmvorrichtung zum Einsatz kommt. Bevorzugt wird ein und dasselbe Werkzeug sowohl als Verschiebe- als auch als Verdrehwerkzeug eingesetzt. Das System weist demnach wenigstens ein Schiebteil mit einem Werkzeugansatz und eine Klemmvorrichtung mit einem Werkzeugansatz auf, wobei die Werkzeugansätze am Schiebeteil und an der Klemmvorrichtung derart ausgebildet sind, dass ein dem System zugeordnetes Werkzeug mit dem identischen Werkzeugteil sowohl als Verschiebewerkzeug mit dem am Schiebeteil vorgesehene Werkzeugansatz als auch als Verdrehwerkzeug mit dem an der Klemmvorrichtung vorgesehenen Werkzeugansatz bei bestimmungsgemäß eingesetzter Geländerplatte in Eingriff zu bringen ist.

    [0023] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung des Neigungsverstellsystems sieht eine die Klemmkraft zur Fixierung der Geländerplatte aufbringende Klemmvorrichtung vor, die derart dem Stützteil oder dem Schiebeteil zugeordnet ist, dass eine Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlageseite zu einer hierzu korrespondierenden Änderung der bei der Klemmung der Geländerplatte wirksamen Ausrichtung der Klemmflächen der Klemmvorrichtung führt. Über das Stützteil, das bevorzugt als bei eingesetzter Geländerplatte unverschiebliches Trägerteil ausgebildet ist, lässt sich die Klemmvorrichtung auch ortsfest zur Geländerplattenaufnahme positionieren, ohne dass es bei einem Verschieben des Schiebeteils zu einem Verschieben der Klemmvorrichtung kommt. Es ist aber auch denkbar, dass die Klemmvorrichtung dem Schiebeteil zugeordnet ist, insbesondere in einer im Schiebeteil angeordneten, bevorzugt oberseitig offenen Aufnahme aufgenommen ist, und die Klemmvorrichtung sich bei einer Bewegung des Schiebeteils mit diesem mitbewegt.

    [0024] Der vorstehend beschriebene Gedanke eines Systems zur Halterung von Geländerplatten, bei dem eine Neigungsverstellung einer die Geländerplattenneigung vorgebenden, sich auf einer Seite der Geländerplatte befindlichen inneren Anlageseite eines Systembauteils, insbesondere eines Stützteils oder eines Schiebeteils, dazu führt, dass eine auf der anderen Seite der Geländerplatte vorzusehende Klemmfläche einer Klemmvorrichtung oder eine die Vertikalneigung der Klemmfläche vorgebende Stützfläche der Neigungsverstellung der inneren Anlageseite folgt, wird losgelöst von der vorstehend beschriebenen Möglichkeit zur Umsetzung dieser Grundidee mit einem relativ zu einem Stützteil längsverschieblichen Schiebeteil und der sich daraus ergebenden Entkopplung von innerer und äußerer Anlageseite als eigenständige, gesondert beanspruchbare Erfindung angesehen. Ein System zur Halterung von Geländerplatten, bei dem die Klemmflächenvertikalneigung einer auf der Klemmseite der Geländerplatte anzubringenden Klemmvorrichtung sich bei einer Vertikalneigungsverstellung einer auf der anderen Seite der Geländerplatte befindlichen inneren Anlageseite des Systems anpasst, lässt sich auch ohne ein längsverschiebliches Schiebeteil erzielen, wenn man ein erstes Systembauteil, dass die innere Anlageseite ausbildet, und ein zweites Systembauteil, das die Stützfläche ausbildet, an deren Vertikalneigung sich die Klemmflächenvertikalneigung orientiert, derart miteinander verkoppelt oder sogar einteilig ausbildet, dass die Vertikalneigungsverstellung der inneren Anlageseite auch eine entsprechende Vertikalneigungsverstellung der Stützfläche mit sich bringt, an der sich die Klemmvorrichtung abstützt.

    [0025] Ist die Klemmvorrichtung dem Stützteil zugeordnet, wird diese bevorzugt bei einem Längsverschieben des Schiebeteils in Längsrichtung ortsfest zum Stützteil gehalten. Hierzu kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Klemmvorrichtung in Eingriff mit dem Stützteil steht, so dass die Klemmvorrichtung beim einem Verschieben des Schiebeteils in Längsrichtung des Geländers gesehen ortsfest zum Stützteil und somit ortsfest in der Geländerplattenaufnahme gehalten ist. Gleichzeitig ermöglicht der Eingriff, sofern dieser derart ausgeführt ist, dass er ein Verschwenken der wirksamen Klemmflächen der Klemmvorrichtung zusammen mit der Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlagenseite zulässt, oder die Zuordnung der Klemmvorrichtung zum Schiebeteil, dass sich korrespondierend zur Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlageseite auch die Vertikalneigung der wirksamen Klemmflächen der Klemmvorrichtung ändert. Hierzu kann insbesondere vorgesehen sein, dass die innere Anlageseite vom Schiebeteil gebildet ist und das die innere Anlageseite bildende Teil des Schiebeteils auf der der Geländerplatte abgewandten Seite der Klemmvorrichtung hinter der Klemmvorrichtung hergeführt ist. Die Klemmvorrichtung wird so derart hintergriffen, dass sich bei einer Längsverschiebung des Schiebeteils die Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlageseite zumindest mittelbar auf die Klemmvorrichtung überträgt.

    [0026] Es kann aber auch vorgesehen sein, dass an der der Geländerplatte abgewandten Seite der Klemmvorrichtung eine Führungsfläche ausgebildet ist, auf die eine der Geländerplatte zugewandte Führungsfläche am Schiebeteil bei einem Verschieben des Schiebeteils vorbeistreicht. In diesem Fall befinden sich auf der Klemmseite der Geländerplatte (auf der Seite, auf der die Klemmvorrichtung angeordnet ist) die zur Änderung der Vertikalneigung beitragenden Führungsflächen auf der zur Geländerplattenseite weisenden Seite des Schiebeteils und auf der der Geländerplatte abgewandten Seite der Klemmvorrichtung. Auf der Klemmseite der Geländerplatte bildet somit die Klemmvorrichtung selbst ein Stützteil aus oder, in anderen Worten, die Klemmvorrichtung ist auf der Klemmseite Bestandteil des eines Stützteils. Diese Ausgestaltung, in der die Klemmvorrichtung selbst als Stützteil fungiert, bietet sich insbesondere dann an, wenn auf der Seite der Geländerplatte, die nicht die Klemmseite ist, ein erstes Stützteil angeordnet ist, dass die äußere Anlageseite bildet, und auf der Klemmseite der Geländerplatte lediglich ein Halteteil vorgesehen ist, das dazu eingerichtet ist, die Klemmvorrichtung in Längsrichtung des Geländers ortsfest zu halten, wenn das Schiebeteil zur Einstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte verschoben wird, ohne dass das Halteteil dabei gleichzeitig eine innere oder äußere Anlageseite bildet. Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass das auf der einen Seite der Geländerplatte vorgesehene erste Stützteil unter der Geländerplatte hergeführt ist und auf der anderen Seite der Geländerplatte, insbesondere auf der Klemmseite, das Halteteil bildet. Das auf der einen Seite der Geländerplatte vorgesehene Stützteil und das auf der anderen Seite der Geländerplatten vorgesehene Halteteil können also von einem einzigen, die Geländerplatten untergreifenden und bevorzugt zumindest abschnittsweise U-förmigen Bauteil gebildet sein.

    [0027] Die Klemmvorrichtung kann von einem einfachen Klemmkeil gebildet sein, der in einen Klemmspalt einzutreiben ist, der zwischen Geländerplatte und der die Klemmkraft abstützenden Innenfläche der Geländerplattenaufnahme gebildet ist. Das den Klemmspalt auf der der Geländerplatte abgewandten Seite des Klemmkeils begrenzende Bauteil kann insbesondere eine zur Geländerplatte weisende Innenseite des Schiebeteils sein, deren Vertikalneigung sich bei dessen Verschiebung korrespondierend zur Neigungsverstellung der inneren Anlageseite mitverstellt.

    [0028] Bevorzugt ist die Klemmvorrichtung aber von einem Drehkeilsystem mit einem ersten Klemmteil und mit einem zweiten Klemmteil gebildet, die derart zusammenwirken, dass eine Verlagerung des einen Klemmteils relativ zum anderen Klemmteil aus einer Montageausrichtung in eine Klemmausrichtung zur Erzeugung der Klemmkraft eine Vergrößerung der effektiven Klemmweite der Klemmvorrichtung bewirkt, das eine Klemmteil und das andere Klemmteil bei Anordnung der Klemmvorrichtung innerhalb des Klemmspalts zur Erzeugung der Klemmkraft relativ zueinander zu verdrehen sind.

    [0029] Eine derartige Klemmvorrichtung ist in der deutschen Gebrauchsmusteranmeldung DE 20 2017 105 698 ausführlich beschrieben, deren Offenbarung hinsichtlich der Ausbildung der Klemmvorrichtung und eines zur Betätigung der Klemmausrichtung verwendbaren Verdrehwerkzeugs, das mit Blick auf die hier beschriebene Erfindung auch als Verschiebewerkzeug verwendet werden kann, zum Gegenstand dieser Anmeldung gemacht wird.

    [0030] Grundsätzlich sei angemerkt, dass auf der Seite der Geländerplatte, auf der die Klemmvorrichtung angeordnet wird (Klemmseite), die Reihenfolge der Anordnung der zwischen Geländerplattenoberfläche und Innenfläche der Geländerplattenaufnahme frei wählbar ist. So kann sich die Klemmvorrichtung mit der der Geländerplatte abgewandten Seite auch an der Innenfläche der Geländerplattenaufnahme und mit der der Geländerplatte zugewandten Seite an dem Schiebeteil oder dem Stützteil abstützen. Wie zuvor beschreiben ist auch eine Ausgestaltung denkbar, bei der die Klemmvorrichtung an der der Geländerplatte abgewandten Seite eine Führungsfläche ausgebildet, die mittelbar oder unmittelbar mit der der Geländerplatte zugewandten Führungsseite des Schiebeteils in Kontakt steht und mit dieser eine die Vertikalneigungsverstellung bestimmende Führungsflächenpaarung bildet. Bevorzugt ist werden insbesondere dann, wenn als Klemmvorrichtung ein einzutreibender Klemmkeil zum Einsatz kommt, die zur beidseitigen Begrenzung des Klemmspalts herangezogenen Bauteile derart gewählt, dass die Klemmspaltgeometrie sich infolge der Längsverschiebung des Schiebeteils nicht ändert.

    [0031] Die die Anlageseiten und Führungsseiten von Stützteil und/oder Schiebeteil bildenden Vertikalschenkel weisen bevorzugt eine gitterartige Struktur auf.

    [0032] In den Figuren zeigt
    Fig. 1
    ein Ganzglasgeländersystem mit einem Neigungsverstellsystem,
    Fig. 2a-b
    ein Stützteil des Neigungsverstellsystems in zwei verschiedenen Ansichten,
    Fig. 3
    das Stützteilsystem aus Figuren 2a/b in einer weiteren Ansicht, die die Verwendung von zwei Gleichteilen verdeutlicht,
    Fig. 4a-b
    ein Schiebeteil des Neigungsverstellsystems in zwei verschiedenen Ansichten,
    Fig. 5
    das Neigungsverstellsystem mit in dem Stützteil geführten Schiebeteil, einer Klemmvorrichtung und einem an einem am Schiebeteil vorgesehenen Werkzeugansatz angesetzten Verschiebewerkzeug,
    Fig. 6a-d
    eine zur Verwendung beim Neigungsverstellsystem vorgesehene Klemmvorrichtung in verschiedenen Ansichten,
    Fig. 7a-c
    eine Gegenüberstellung der Wirkung des Neigungsverstellsystems auf die Vertikalneigung der Geländerplatte bei in verschiedenen Verschiebepositionen befindlichem Schiebeteil in jeweils verschiedenen Ansichten,
    Fig. 8a-c
    eine Gegenüberstellung der Wirkung des Neigungsverstellsystems auf die Vertikalneigung der Geländerplatte bei in verschiedenen Verschiebepositionen befindlichem Schiebeteil bei einer alternativen Ausführungsform des Neigungsverstellsystems in jeweils verschiedenen Ansichten,
    Fig. 9a-b
    das bei der Ausführungsform nach Figuren 8a-c eingesetzte Schiebeteil in verschiedenen Ansichten,
    Fig. 10a-b
    das bei der Ausführungsform nach Figuren 8a-c eingesetzte Stützteil in verschiedenen Ansichten,
    Fig. 11a-b
    eine weitere Ausführungsform eines Neigungsverstellsystems in zwei verschiedenen perspektivischen Ansichten, und
    Fig. 12a-c
    eine Gegenüberstellung der Wirkung des Neigungsverstellsystems auf die Vertikalneigung der Geländerplatte bei in verschiedenen Verschiebepositionen befindlichem Schiebeteil bei einer der weiteren Ausführungsform des Neigungsverstellsystems gemäß Figuren 11a und 11b in jeweils verschiedenen Ansichten.


    [0033] Figur 1 zeigt ein Ganzglasgeländersystem mit einem Neigungsverstellsystem zur Einstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte 1 in einer Explosionsdarstellung. Eine Geländerplatte 1 wird in eine von einem stranggepressten Bodenprofil gebildete Geländerplattenaufnahme 2 eingesetzt, wobei die Geländerplatte unterseitig von einem Schiebeteil 3 und einem Stützteil 4 untergriffen wird. Zur Verklemmung der Geländerplatte 1 in der Geländerplattenaufnahme 2 ist eine Klemmvorrichtung 5 vorgesehen. Ein bei dem gezeigten Neigungsverstellsystem zu verschiedenen Zwecken einsetzbares Werkzeug 6 - sowohl der Einsatz als Verschiebewerkzeug zum Verschieben des Schiebeteils 4 als auch der Einsatz als Verdrehwerkzeug zum Verdrehen eines Klemmteils der Klemmvorrichtung 5 ist mit demselben Werkzeug jeweils bei bestimmungsgemäß in die Geländerplattenaufnahme eingesetzter Geländerplatte möglich - ist gestrichelt in zwei verschiedenen Einsatzpositionen dargestellt.

    [0034] Figur 2a zeigt das Stützteil 4 in einer perspektivischen Einzelansicht und Figur 2b zeigt das Stützteil in einer auf die Stirnseite gerichteten Vorderansicht. Das Stützteil 4 weist eine im Querschnitt wenigstens abschnittsweise U-förmige Struktur und hat zwei gegenüberliegende Vertikalschenkel 74 mit einer gitterartigen Struktur und bildet außerdem an seinen beiden äußeren Enden jeweils einen horizontalen Bodenschenkel 84 aus, der mit seiner Traghöhe H (Figur 3) als Tragschenkel zur Aufnahme der Gewichtslast der Geländerplatte innerhalb der Geländerplattenaufnahme dient. Figur 3 verdeutlicht den Aufbau des Stützteils 4 aus zwei achssymmetrischen Gleichteilen, die über zueinander korrespondierende Eingriffsmittel miteinander in Eingriff gebracht werden können.

    [0035] Figur 4a zeigt das Schiebeteil 3 in einer perspektivischen Einzelansicht und Figur 4b zeigt das Schiebeteil in einer auf die Stirnseite gerichteten Vorderansicht. Das Schiebeteil 3 weist ebenfalls eine im Querschnitt wenigstens abschnittsweise U-förmige Struktur mit zwei Vertikalschenkeln 73 und einem horizontalen Bodenschenkel 83 auf. Endseitig der U-förmigen Struktur des Schiebeteils 3 ist der Bodenschenkel 83 von Ausnehmungen 9 durchbrochen, in die beim Verschieben des Schiebeteils 3 in Richtung zweier Verschiebeendpositionen (Figuren 7b und 7c) die Tragschenkel des Stützteils einfahren können. Der so entstehende Kontakt zwischen Schiebeteil und Stützteil bildet beidseitig einer neutralen Mittenposition (Figur 7a) Endanschläge, die den Verschiebeweg des Schiebeteils gegenüber dem Stützteil begrenzen.

    [0036] Figur 5 zeigt schließlich das Neigungsverstellsystem einschließlich des in den am Schiebeteil 3 vorgesehenen Werkzeugansatz 103 eingesetzten Verschiebewerkzeugs 6 und der schon aus Figur 1 ersichtlichen Klemmvorrichtung 5, wie es in die Geländerplattenaufnahme vor dem bestimmungsgemäßen Einsetzen der Geländerplatte eingelegt werden kann.

    [0037] Zum Verständnis der Funktion des Neigungsverstellsystems ist zunächst von Bedeutung, dass die Vertikalschenkel 73 des Schiebeteils außenseitig und die Vertikalschenkel 74 des Stützteils 4 innenseitig zueinander korrespondierende Führungsflächen 113 und 114 ausbilden bzw. aufspannen. Diese Führungsflächen sind korrespondierend zueinander in sich mit sehr hoher Steigung schrauben- bzw. spiralförmig gewunden, so dass sich die Vertikalneigung der Innenseiten des Vertikalschenkels 73 des Schiebeteils 3 dann, wenn es in Geländerverlaufsrichtung bzw. in Längsrichtung L (Figur 5) innerhalb des Stützteils 4 bewegt wird, verändert. Die Innenseite des Vertikalschenkels 73, gegen die die Geländerplatte 1 bei deren bestimmungsgemäßer Fixierung in der Geländerplattenaufnahme 2 gedrückt wird (Figuren 7a-c und Figuren 8a-c), bildet demnach die die Neigung der Geländerplatte 1 vorgebende innere Anlageseite 12 des Neigungsverstellsystems. Gleichzeitig bleibt die Neigung der Vertikalschenkel 74 des Stützteils 4 und damit auch deren Außenseiten bei einem Verschieben des Schiebeteils innerhalb des Stützteils in ihrer Vertikalneigung unverändert. Die Außenseite des Vertikalschenkels 74 des Stützteils, die bei bestimmungsgemäßer Verwendung des Neigungsverstellsystems gegen die Innenfläche der Geländerplattenaufnahme angestellt ist, bildet somit eine ihre Vertikalneigung auch bei Verschieben des Schiebeteils beibehaltende äußere Anlageseite 13 des Neigungsverstellsystems. Durch dieses Zusammenwirken von Schiebeteil und Stützteil bzw. deren miteinander zusammenwirkenden Führungsflächen 113 und 114 wirkt sich eine Vertikalneigungsverstellung der zur Geländerplatte weisenden und deren Vertikalneigung vorgebenden inneren Anlageseite nicht auf die Vertikalneigung der sich gegen die Geländerplattenaufnahme abstützenden äußere Anlageseite aus. Die beiden Anlagenseiten sind voneinander entkoppelt und daher in der Lage, sich unabhängig von der eingestellten Vertikalneigung der Geländerplatte vollflächig an das jeweils angrenzende Bauteil anzulegen.

    [0038] Aus Figuren 2b und 4b ist ersichtlich, dass die Innenseiten der Vertikalschenkel 74 des Stützteils 4 (Figur 2b) bzw. die Außenseiten der Vertikalschenkel 73 des Schiebeteils 3 (Figur 4b) nicht gerichtet verlaufen. Der in Figur 2b gezeigte rechte Vertikalschenkel ist an dem stirnseitigen Ende, das Figur 2b zeigt, oben (am offenen Ende des "U") dünner als unten, der linke Vertikalschenkel ist oben dicker als unten. Aufgrund der schraubenartigen Windung der von der Innenseite der Vertikalschenkel 74 gebildeten Führungsflächen sind kehrt sich dieser Unterschied zwischen oberen und unterem Ende am anderen stirnseitigen Ende desselben Stützteils für den jeweils gleichen Vertikalschenkel um. Gleiches gilt im übertragenden Sinn für das in Figur 4b gezeigte Schiebeteil, bei dem sich die schraubenartige Windung der Führungsflächen auf den Außenseiten der Vertikalschenkel 73 vollzieht.

    [0039] Eine hierzu im wesentlichen gleichartige Ausgestaltung ist auch den in Figur 9a und 9b dargestellten Schiebeteil 3 mit seinen Vertikalschenkeln 73, äußeren Führungsflächen 113 und der inneren Anlageseite 12 sowie dem in Figur 10a und 10b dargestellten Stützteil 4 mit seinen Vertikalschenkeln 74, inneren Führungsflächen 114 und der äußeren Anlageseite zu entnehmen.

    [0040] Die aus dieser konstruktiven Ausgestaltung nutzbar zu machende Funktion wird aus der in Figuren 7a-c und Figuren 8a-c gezeigten Gegenüberstellung verschiedener Ausführungsformen des Systems besonders anschaulich deutlich.

    [0041] In Figur 7a und Figur 8a befindet sich das Neigungsverstellsystem jeweils in einer Neutral- oder Mittenposition, bei der die Vertikalneigung der Geländerplatte 0° zur Vertikalen bzw. 90° zur Horizontalen ist. Das Schiebeteil 3 ist relativ zum Stützteil 4 mittig angeordnet. Wird das Schiebeteil relativ zum Stützteil nach rechts verschoben (Figur 7b bzw. 8b), neigt sich die innere Anlageseite 12 des Schiebeteils 3 (die in den in Figuren 7a-c bzw. 8a-c in den linken Darstellungen jeweils von links an der Geländerplatte anliegende innere Seite des Schiebeteils) zunehmend nach links (gegen den Uhrzeigersinn). Die gleiche innere Anlageseite 12 neigt sich, wenn das Schiebeteil aus der neutralen Mittenposition nach links verschoben wird (Figur 7c bzw. 8c), zunehmend nach rechts (im Uhrzeigersinn). Die von der Klemmvorrichtung 5 in allen Fällen aufgebrachte und die Geländerplatte 1 in der Aufnahme fixierende Klemmkraft stützt sich dabei über die unabhängig von der Vertikalneigung der inneren Anlageseite 12 ihre Vertikalneigung beibehaltende äußere Anlageseite 13 ab.

    [0042] Figuren 6a-6d zeigen die bei einer bevorzugten Ausführungsform zum Einsatz kommende Klemmvorrichtung 5. In Zusammenschau mit Figur 5 ist ersichtlich, dass an der Klemmvorrichtung 5 ein dem Eingriff in das Stützteil 4 dienender Eingriffsfortsatz 14 angeordnet ist, mittels dem die Klemmvorrichtung 5 zumindest in vertikaler Richtung an einem Vertikalschenkel 74 des Stützteils 4 angeordnet bzw. hierin eingehängt werden kann. Der Vertikalschenkel 74 weist hierzu eine auf den Eingriffsfortsatz 14 abgestimmte Aufnahme in Form einer Ausnehmung auf. Figur 5 zeigt ferner, wie im Übrigen auch Figuren 7a-c, dass ein Vertikalschenkel 73 des Schiebeteils 3 hinter der am Stützteil 4 angeordnete Klemmvorrichtung 5 hergeführt ist. Dies bewirkt, dass sich die Neigungsverstellung dieses an der Klemmvorrichtung beim Längsverschieben des Schiebteils rückseitig vorbeigleitenden Vertikalschenkels über die Rückseite der Klemmvorrichtung, die bei bestimmungsgemäß fixierter Geländerplatte fest gegen die Innenseite des Vertikalschenkels anliegt, auf die vorderseitige Klemmfläche der Klemmvorrichtung überträgt. Das Neigungsverstellsystem ist also in der Lage, sich der mit der Änderung der Vertikalneigung der Geländerplatte einhergehenden Änderung der Klemmspaltgeometrie auf Seiten der Klemmvorrichtung anzupassen.

    [0043] Diese Anpassung an die sich in Abhängigkeit der Geländerplattenneigung ändernde Spaltgeometrie beidseitig der Geländerplatte lässt sich auch durch die in den Figuren 8a-c gezeigte alternative Ausführungsform mit einem in den Figuren 9a-b gezeigten Schiebeteil 3 realisieren. Hierbei ist ein einfacher, grundsätzlich bekannter Einschlagklemmkeil nicht dem Stützteil 4, sondern dem Schiebeteil 3 zugeordnet und bewegt sich bei einer Längsverschiebung des Schiebeteils mit diesem mit. Die als einfacher Einschlagklemmkeil ausgebildete Klemmvorrichtung ist in einer im Schiebeteil vorgesehenen Klemmkeilaufnahme 15 aufgenommen. Es ist offensichtlich, dass sich auch bei einer derartigen Anordnung die Neigungsverstellung des Vertikalschenkels 73, dem der Klemmkeil zugeordnet ist, auf den Klemmkeil überträgt und die Klemmspaltgeometrie des zwischen der Geländerplatte und dem Schiebeteil gebildeten Klemmspalts auch bei einer Verstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte unverändert bleibt.

    [0044] Figuren 6a-d verdeutlichen ferner die Funktionsweise der in Figuren 1 und 5 gezeigten Klemmvorrichtung 5. Ein der Geländerplatte zugewandtes bevorzugt scheibenförmiges erstes Klemmteil 16 wirkt mit auf seiner rückseitigen Fläche (der Fläche, die der Geländerplatte abgewandt ist) ausgebildeten Keilflächen 18 mit korrespondierenden Keilflächen, die auf der der Geländerplatte zugewandten Fläche des zweiten Klemmteils 17 ausgebildet sind, derart zusammen, dass ein Verdrehen des ersten Klemmteils relativ zum zweiten Klemmteil eine Vergrößerung der Klemmbreite der Klemmvorrichtung und damit das Aufbringen einer Klemmkraft bewirkt.

    [0045] Figur 6a zeigt, dass dasselbe Werkzeug, dass in Figur 5 als Verschiebewerkzeug für das Schiebeteil dient und an dem am Schiebteil vorgesehenen Werkzeugansatz 103 angesetzt werden kann, auch an dem an der Klemmvorrichtung 5 vorgesehenen Werkzeugansatz 105 angesetzt werden kann. Sowohl der am Schiebeteil vorgesehene Werkzeugansatz 103 als auch der an der Klemmvorrichtung 5 vorgesehene Werkzeugansatz 105 sind mit dem Werkzeug auch dann erreichbar, wenn Schiebeteil 3 und Klemmvorrichtung 5 bei ebenfalls in die Geländerplattenaufnahme eingesetzter Geländerplatte bestimmungsgemäß in der Geländerplattenaufnahme angeordnet sind.

    [0046] Es sei angemerkt, dass auch eine umgekehrte Anordnung als die in den Figuren gezeigte denkbar ist, bei der das Schiebeteil außenseitig vom Stützteil geführt ist, die zur Geländerplatte hin weisende Fläche des Stützteils die innere Anlageseite und die zur Geländerplattenaufnahme hin weisende äußere Fläche des Schiebeteils die äußere Anlageseite bildet.

    [0047] Eine derartige Ausgestaltung für zumindest eines Seite der Geländerplatte ist in den Figuren 11a bis 12c gezeigt, wobei hier die Besonderheit hinzukommt, dass auf der Seite der Geländerplatte, die nicht die Klemmseite ist, ein die Gewichtskraft der Geländerplatte aufnehmender Plattenträger als erstes Stützteil 4' vorgesehen ist, das mit seiner der Innenseite der Geländerplattenaufnahme zugewandten äußeren Seite 13 die äußere Anlageseite bildet, während ein erstes Teil 3` eines mehrteiligen Schiebeteils die innere Anlageseite 12 bildet. Auf dieser Seite der Geländerplatte wird die die Vertikalneigungsverstellung bestimmende Führungsflächenpaarung 114/113 also vom ersten Teil 3` des mehrteiligen Schiebeteils und von dem als Plattenträger fungierenden ersten Stützteil 4' gebildet. Auf der Klemmseite der Geländerplatte bildet hingegen ein zweites Teil 3" des Schiebeteils die äußere Anlageseite 13, während eine Klemmvorrichtung 5 gleichzeitig als zweites Stützteil 4" fungiert bzw. während an einem zweiten Stützteil 4" eine Klemmvorrichtung 5 ausgebildet ist und die innere Anlageseite 12 bildet. Das erste Stützteil 4' fungiert dabei auf der Klemmseite lediglich als ein Halteteil, das das die Klemmvorrichtung 5 ausbildende zweite Stützteil 4" in Längsrichtung der Geländerplatte gegen ein Verschieben sichert und innerhalb des Klemmspalts auf einer definierten Höhe hält. Auf der Klemmseite der Geländerplatte ist die die Vertikalneigungsverstellung bestimmende Führungsflächenpaarung 113/114 somit vom zweiten Teil 3" des mehrteiligen Schiebeteils und einer gleichzeitig als zweites Stützteil 4" fungierenden Klemmvorrichtung 5 gebildet.

    [0048] Insbesondere aus Figur 11a und Figur 11b ist ersichtlich, dass zu der Seite der Geländerplatte, die nicht die Klemmseite ist, die Führungsflächenpaarung 113/114 zwischen dem ersten Stützteil 4' und dem ersten Teil 3` des mehrteiligen Schiebeteils die Neigungsverstellung vorgibt, die sich aus einem Verschieben des Schiebeteils 373" gegenüber dem ersten Stützteil 4' ergibt. Die einander zugewandten und die Führungsflächen ausbildenden Führungsseiten 113 am ersten Teil 3` des mehrteiligen Schiebeteils und 112 am ersten Stützteil 4` gleiten bei einem Verschieben des Schiebeteils 3'/3" unter Änderung der Vertikalneigung aneinander ab. Das erste Teil 3` des Schiebeteils bildet die innere Anlageseite 12 und das erste Stützteil 4` die äußere Anlageseite 13. An der Führungsseite des ersten Stützteils 4' und an der Führungsseite des ersten Teils 3' des Schiebeteils sowie außerdem an einem horizontal ausgerichteten Schenkel des ersten, abschnittsweise L-förmigen Stützteils 4' und an einem horizontal ausgerichteten Schenkel des ersten, abschnittsweise L-förmigen Teils 3' des Schiebeteils sind zueinander korrespondierende Führungsglieder (Führungsnut 19 und Führungsfortsatz 20) ausgebildet, die sicherstellen, dass das Verschieben des Schiebeteils 373" gegenüber dem die Gewichtskraft der Geländerplatte aufnehmenden ersten Stützteil 4' geführt verläuft und die Teile nicht gegeneinander verkanten.

    [0049] Wie bei den zuvor beschriebenen Ausführungsformen sind am Stützteil (hier am ersten Stützteil) die Gewichtskraft der Geländerplatte aufnehmende Bodenschenkel 84 vorgesehen.

    [0050] Figur 11a und Figur 11b zeigen ferner, dass auf der Klemmseite der Geländerplatte, also auf der Seite, auf der die zu Fixierung der Geländerplatte zu betätigende Klemmvorrichtung 5 vorgesehen ist, ein zweites Teil 3" des mehrteiligen Schiebeteils vorgesehen ist. Anders als auf der anderen Seite der Geländerplatte bildet dieses zweite Teil 3" des Schiebeteils auf der Klemmseite die äußere Anlageseite 13. Die die Vertikalneigungsverstellung beim Verschieben des Schiebeteils 373" bestimmende Führungsflächenpaarung 113/114 ist von der zur Geländerplatte weisenden Seite des zweiten Teils 3" des Schiebeteils und der von der Geländerplatte wegweisenden Seite der Klemmvorrichtung 5 gebildet. Die Klemmvorrichtung 5 bildet damit auf der Klemmseite selbst ein zweites Stützteil 4" aus bzw. ist Bestandteil desselben. Das erste Stützteil 4` auf der anderen Seite der Geländerplatte, über das dort die Führungsfläche 114 bereitgestellt ist, fungiert auf der Klemmseite lediglich als ein Halteteil für die als zweites Stützteil 4" fungierende Klemmvorrichtung 5, in dem diese mit an ihr ausgebildeten, nach unten offenen Halteaufnahmen 21 auf zwei nach oben ragende Haltevorsprünge 22 aufgesetzt wird.

    [0051] Aus Figuren 11a-b ist außerdem ersichtlich, dass an der Klemmvorrichtung 5 bzw. dem von dieser gebildeten zweiten Stützteil 4" und am ersten Stützteil 4` korrespondierende Rastglieder 23'/23" vorgesehen sind, die in vertikaler Richtung wirken und sicherstellen, dass die bei der Installation des Geländers in die Geländerplattenaufnahme einzusetzende Klemmvorrichtung 5 im Klemmspalt gehalten bleibt und insbesondere bei Betätigung der Klemmvorrichtung 5 mit einem Werkzeug nicht versehentlich nach oben verrutscht. Bei der in den Figuren gezeigten Ausführungsform sind hierzu am auf der Klemmseite als Halteteil fungierenden ersten Stützteil 4` federnd rückspringende Rastfinger 23' vorgesehen, die sich über an der Klemmvorrichtung 5 bzw. am zweiten Stützteil 4" vorgesehene Rastkanten 23" legen, wenn die Klemmvorrichtung auf das Halteteil aufgesetzt wird.

    [0052] Figuren 12a-c verdeutlichen - analog zu den Darstellungen in Figuren 7a-c und Figuren 8a-c - die Funktionsweise des Neigungsverstellsystems anhand verschiedener Positionierungen des mehrteiligen Schiebeteils 373" relativ zum ersten Stützteil 4` bzw. relativ zur das zweite Stützteil 4" bildenden Klemmvorrichtung 5.

    [0053] In Figur 12a befindet sich das Schiebeteil 3`/3" in einer neutralen Mittenposition. Die Geländerplatte 1 ist gegenüber der Geländerplattenaufnahme 2 nicht geneigt. Wird das Schiebeteil nach rechts in die in Figur 12b gezeigte Position verschoben, neigt sich die Geländerplatte 1, wie aus der linken Darstellung in Figur 12b ersichtlich, gegen den Uhrzeigersinn nach links. Wird das Schiebeteil hingegen nach links in die in Figur 12c gezeigte Position verschoben, neigt sich die Geländerplatte 1, wie aus der linken Darstellung in Figur 12c ersichtlich, im Uhrzeigersinn nach rechts.

    [0054] In den rechten Darstellungen der Figuren 12a-c ist jeweils lediglich das erste Teil 3` des mehrteiligen Schiebteils erkennbar, die in den Darstellungen durch die Geländerplatte verdeckte Klemmvorrichtung 5, die gleichzeitig das zweite Stützteil 4" ist, ist hingegen nur in den linken Darstellungen der Figuren 12a-c erkennbar. Aus der Gesamtschau der Figuren 11a-b und Figuren 121a-c ergibt sich, dass bei einem Verschieben des Schiebeteils die der Geländerplatte zugewandte und zur Fixierung der Geländerplatte gegen selbige drängende Klemmfläche sich zusammen mit der Klemmvorrichtung neigt, so dass diese Klemmfläche bei Betätigung der Klemmvorrichtung immer vollflächig und gleichmäßig belastet gegen die Geländerplatte 1 in Anlage kommt.

    [0055] Es sei angemerkt, dass, wie auch die Ausgestaltung nach Figuren 11a-12c zeigt, es nicht zwingend erforderlich ist, dass Stützteil und Schiebeteil U-förmig ausgebildet sind.

    [0056] Eine Anpassung des Neigungsverstellsystems an eine aus einer Neigungsverstellung der Geländerplatte resultierende Änderung der Spaltgeometrie muss überdies nicht beidseitig der Geländerplatte erfolgen. Es kann ausreichen, dies einseitig der Geländerplatte vorzusehen. Auf der Seite der Geländerplatte, in der eine Klemmvorrichtung zum Einsatz kommt (Klemmseite), wird dann bevorzugt eine die Änderung der Spaltgeometrie ausgleichende Klemmvorrichtung eingesetzt.

    [0057] Weiter sei angemerkt, dass die innere Anlageseite nicht zwingend unmittelbar mit der Geländerplatte und die äußere Anlageseite nicht zwingend unmittelbar mit einer inneren seitlichen Stützfläche der Geländerplattenaufnahme in Kontakt stehen müssen. Zwischen innerer Anlageseite und Geländerplatte und/oder zwischen äußerer Anlageseite und der inneren seitlichen Stützfläche der Geländerplattenaufnahme können auch weiter Systemkomponenten angeordnet sein, etwa Schoneinlagen aus Weichkunststoff oder Gummi oder ähnliche Zwischenteile, die den Spalt zwischen innerer Anlageseite und Geländerplattenoberfläche oder zwischen äußerer Anlageseite und innerer seitlicher Stützfläche der Geländerplattenaufnahme überbrücken.

    [0058] Die vorstehende Beschreibung verschiedener Ausführungsformen zeigt ferner, dass dann, wenn beidseitig der Geländerplatte eine die Vertikalneigungsverstellung bestimmende Führungsflächenpaarung vorgesehen ist, diese Führungsflächenpaarung auf der Klemmseite der Geländerplatte von anderen Bauteilen bereitgestellt werden kann als auf der anderen Seite der Geländerplatte.

    Bezugszeichenliste



    [0059] 
    1
    Geländerplatte
    2
    Geländerplattenaufnahme
    3
    Schiebeteil
    4
    Stützteil
    5
    Klemmvorrichtung
    6
    Werkzeug
    74/73
    Vertikalschenkel des Stützteils/des Schiebeteils
    84/83
    Bodenschenkel des Stützteils/des Schiebeteils
    9
    Ausnehmungen
    103/105
    Werkzeugansatz am Schiebeteil/an der Klemmvorrichtung
    113/114
    Führungsflächen am Schiebteil/am Stützteil
    12
    innere Anlageseite
    13
    äußere Anlageseite
    14
    Eingriffsfortsatz
    15
    Klemmkeilaufnahme
    16
    erstes Klemmteil
    17
    zweites Klemmteil
    18
    Keilflächen
    19
    Führungsnut
    20
    Führungsfortsatz
    21
    Halteaufnahmen
    22
    Haltevorsprünge
    23'/23"
    Rastmittel (Rastfinger/Rastkante)
    H
    Traghöhe des Tragschenkels des Stützteils
    h
    Höhe des Bodenschenkels des Schiebeteils



    Ansprüche

    1. System zur Ausrichtung der Vertikalneigung von Geländerplatten (1) in einer Geländerplattenaufnahme (2) mit einem in die Geländerplattenaufnahme (2) einzusetzenden Stützteil (4) und einem relativ zum Stützteil (4) in Geländerverlaufsrichtung (L) längsverschieblichen Schiebeteil (3), wobei das System wenigstens eine die Vertikalneigung der Geländerplatte (1) vorgebende innere Anlageseite (12) und wenigstens eine die Abstützung in der Geländerplattenaufnahme (2) gewährleistende äußere Anlageseite (13) bildet, wobei die äußere Anlageseite (13) durch die Außenseite des Stützteils (4) oder die Außenseite des Schiebeteils (3) gebildet ist und sich mittels der aus der Längsverschiebung des Schiebeteils (3) resultierenden unterschiedlichen Positionierung des Schiebeteils (3) relativ zum Stützteil (4) eine unterschiedliche Vertikalneigung der inneren Anlageseite (12) einstellen lässt, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeteil (3) und das Stützteil (4) derart zusammenwirken, dass sich bei einer Längsverschiebung des Schiebeteils (3) eine Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlageseite (12) losgelöst von der Vertikalneigung der äußeren Anlageseite (13) vollzieht.
     
    2. System nach Anspruch 1, wobei

    - bei bestimmungsgemäß eingesetzter Geländerplatte (1) das Stützteil (4) wenigstens auf einer Seite der Geländerplatte (1) zwischen Geländerplatte (1) und Schiebeteil (3) angeordnet ist und die innere Anlageseite (12) die zur Geländerplatte (1) weisende Innenseite des Stützteils (4) und die äußere Anlageseite (13) die zur seitlichen Innenwandung der Geländerplattenaufnahme weisende Außenseite des Schiebeteils ist
    und/oder wobei

    - bei bestimmungsgemäß eingesetzter Geländerplatte (1) das Schiebeteil (3) wenigstens auf einer Seite der Geländerplatte (1) zwischen Geländerplatte (1) und Stützteil (4) angeordnet ist und die innere Anlageseite (12) die zur Geländerplatte (1) weisende Innenseite des Schiebeteils (3) und die äußere Anlageseite (13) die zur seitlichen Innenwandung der Geländerplattenaufnahme (2) weisende Außenseite des Stützteils (4) ist.


     
    3. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

    - Schiebeteil (3) und Stützteil (4) derart ausgebildet sind, dass sich das System beidseitig der Geländerplatte (1) an die sich infolge einer Verstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte (1) einstellende Änderung der Spaltgeometrie zwischen Geländerplatte (1) und Geländerplattenaufnahme (2) anzupassen vermag,
    oder wobei

    - Schiebeteil (3) und Stützteil (4) derart ausgebildet sind, dass sich das System lediglich einseitig der Geländerplatte (1) an die sich infolge einer Verstellung der Vertikalneigung der Geländerplatte (1) einstellende Änderung der Spaltgeometrie zwischen Geländerplatte (1) und Geländerplattenaufnahme (2) anzupassen vermag.


     
    4. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei

    - das Schiebeteil (3) innenseitig des Stützteils (4) geführt ist und sich bei einer Längsverschiebung und bei eingesetzter Geländerplatte (1) zwischen einer der Geländerplatte (1) zugewandten Innenseite des Stützteils (4) und der Geländerplattenoberfläche bewegt
    und/oder wobei

    - das Schiebeteil (3) außenseitig des Stützteils (4) geführt ist und sich bei einer Längsverschiebung zwischen Innenwandung der Geländerplattenaufnahme (2) und einer dieser Innenwandung zugewandten Außenseite des Stützteils (4) bewegt.


     
    5. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Stützteil (4) und/oder das Schiebeteil (3) einander zugewandte Führungsseiten aufweisen, die zumindest über einen Teilbereich zueinander korrespondierende Führungsflächen (113, 114) derart ausbilden, dass bei einer Längsverschiebung des Schiebeteils (3) das Stützteil (4) relativ zum Schiebeteil (3) oder das Schiebeteil (3) relativ zum Stützteil (4) verdreht wird.
     
    6. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Stützteil (4) und/oder das Schiebeteil (3) mehrteilig, insbesondere zweiteilig, ausgebildet ist und zwei Teile umfasst, die bestimmungsgemäß zusammengesetzt ein zumindest abschnittsweise U-förmiges Stützteil (4) oder Schiebeteil (3) bilden.
     
    7. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am Stützteil (4) wenigstens ein die Gewichtskraft der Geländerplatte aufnehmender Tragschenkel (84) mit einer Traghöhe H vorgesehen ist, wobei die Traghöhe H derart bemessen und auf die Höhe h eines Bodenschenkels des zumindest abschnittsweise U-förmigen oder L-förmigen Schiebeteils (3) abgestimmt ist, dass das Schiebeteil (3) bei in die Geländerplattenaufnahme eingesetzter Geländerplatte längsverschieblich bleibt.
     
    8. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine die Klemmkraft zur Fixierung der Geländerplatte (1) aufbringende Klemmvorrichtung (5) mit einer der Geländerplatte (1) zugewandten Klemmfläche vorgesehen ist, wobei

    - die Klemmvorrichtung (5) derart dem Stützteil (4) oder dem Schiebeteil (3) zugeordnet ist, dass eine Änderung der Vertikalneigung der inneren Anlageseite (12) von dem Stützteil (4) oder von dem Schiebeteil (3) zu einer hierzu korrespondierenden Änderung der bei der Klemmung der Geländerplatte wirksamen Ausrichtung der Klemmfläche führt,
    oder wobei

    - die Klemmvorrichtung (5) selbst das Stützteil (4) oder das Schiebeteil (3) bildet bzw. integraler Bestandteil des Stützteils (4) oder des Schiebeteils (3) ist und die Klemmfläche unmittelbar die innere Anlageseite (12) bildet.


     
    9. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine die Klemmkraft zur Fixierung der Geländerplatte (1) aufbringende Klemmvorrichtung (5) vorgesehen ist, wobei

    - die Klemmvorrichtung (5) dem Stützteil (4) zugeordnet ist und bei einem Längsverschieben des Schiebeteils (3) in Längsrichtung (L) ortsfest zum Stützteil (4) gehalten wird
    oder wobei

    - die Klemmvorrichtung (5) auf der Klemmseite der Geländerplatte (1) selbst ein Stützteil (4) bildet bzw. integraler Bestandteil des Stützteils (4) ist und von einem Halteteil in Längsrichtung (L) ortsfest in der Geländerplattenaufnahme (2) gehalten ist.


     
    10. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei wenigstens auf einer Klemmseite der Geländerplatte (1)

    - die innere Anlageseite (12) vom Schiebeteil (3) gebildet ist und dass ein die Vertikalneigungsänderung der inneren Anlageseite (12) abbildende Teil des Schiebeteils (3), insbesondere ein Vertikalschenkel (3) eines U-förmigen Schiebeteils, auf der der Geländerplatte abgewandten Seite der Klemmvorrichtung (5) hinter der Klemmvorrichtung (5) hergeführt ist,
    oder

    - die äußere Anlageseite (13) vom Schiebeteil (3) und die innere Anlageseite (12) von einer als Stützteil (3) fungierenden Klemmvorrichtung (5) gebildet ist, wobei das Schiebeteil (3) eine zur Geländerplatte (1) weisende Führungsfläche (113) und die als Stützteil (3) fungierende Klemmvorrichtung (5) auf der der Geländerplatte (1) abgewandten Seite eine Führungsfläche (114) aufweist, und das Schiebeteil (3) auf der der Geländerplatte (1) abgewandten Seite der Klemmvorrichtung (5) hinter der Klemmvorrichtung (5) hergeführt ist.


     
    11. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Schiebeteil (3) auf einer Seite der Geländerplatte (1) die innere Anlageseite (12) bildet und auf der der Geländerplatte abgewandten Seite eine Führungsseite mit einer Führungsfläche (113) aufweist, und dass das Schiebeteil (3) auf der anderen Seite der Geländerplatte (1) die äußere Anlageseite (13) bildet und eine der Geländerplatte zugewandten Seite eine Führungsseite mit einer Führungsfläche (114) aufweist.
     
    12. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei bestimmungsgemäß in die Geländerplattenaufnahme (2) eingesetzter Geländerplatte auf einer Seite der Geländerplatte (1) ein erstes Stützteil (4) vorgesehen ist, das auf der anderen Seite der Geländerplatte (1) als Halteteil für eine Klemmvorrichtung (5) dient, die auf der anderen Seite der Geländerplatte (1) als zweites Stützteil fungiert.
     
    13. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, wobei eine die Klemmkraft zur Fixierung der Geländerplatte (1) aufbringende Klemmvorrichtung vorgesehen ist, die dem Schiebeteil (3) zugeordnet ist, und die Klemmvorrichtung (5) sich bei einer Bewegung des Schiebeteils (3) mit diesem mitbewegt.
     
    14. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das System wenigstens ein Schiebteil (3) mit einem Werkzeugansatz (103) und eine Klemmvorrichtung (5) mit einem Werkzeugansatz (105) aufweist, wobei die Werkzeugansätze (103, 105) am Schiebeteil (3) und an der Klemmvorrichtung (5) derart ausgebildet sind, dass ein dem System zugeordnetes Werkzeug (6) mit einem identischen Werkzeugteil sowohl als Verschiebewerkzeug mit dem am Schiebeteil (3) vorgesehenen Werkzeugansatz (103) als auch als Verdrehwerkzeug mit dem an der Klemmvorrichtung (5) vorgesehenen Werkzeugansatz (105) bei eingesetzter Geländerplatte (1) bestimmungsgemäß in Eingriff zu bringen ist.
     


    Claims

    1. System for orienting the vertical inclination of railing panels (1) in a railing panel holder (2) with a support part (4) to be inserted into the railing panel holder (2) and a sliding part (3) longitudinally displaceable relative to the support part (4) in the direction (L) in which the railing runs, the system forming at least one inner contact side (12), which predetermines the vertical inclination of the railing panel (1), and at least one outer contact side (13), which ensures the support in the railing panel holder (2), wherein the outer contact side (13) is formed by the outer side of the support part (4) or the outer side of the sliding part (3) and a different vertical inclination of the inner contact side (12) can be set by means of the different positioning of the sliding part (3) relative to the support part (4) resulting from the longitudinal displacement of the sliding part (3), characterized in that the sliding part (3) and the support part (4) cooperate in such a way that, in the event of a longitudinal displacement of the sliding part (3), a change in the vertical inclination of the inner contact side (12) takes place independently of the vertical inclination of the outer contact side (13).
     
    2. System according to claim 1, wherein

    - when the railing panel (1) is used as intended, the support part (4) is arranged at least on one side of the railing panel (1) between the railing panel (1) and the sliding part (3), and the inner contact side (12) is the inner side of the support part (4) facing the railing panel (1) and the outer contact side (13) is the outer side of the sliding part (3) facing the lateral inner wall of the railing panel holder
    and/or

    - wherein, when the railing panel (1) is inserted as intended, the sliding part (3) is arranged at least on one side of the railing panel (1) between the railing panel (1) and the support part (4), and the inner contact side (12) is the inner side of the sliding part (3) facing the railing panel (1) and the outer contact side (13) is the outer side of the support part (4) facing the lateral inner wall of the railing panel holder (2).


     
    3. System according to any one of the preceding claims, wherein

    - sliding part (3) and support part (4) are designed in such a way that the system is able to adapt on both sides of the railing panel (1) to the change in the gap geometry between the railing panel (1) and the railing panel holder (2) which occurs as a result of an adjustment of the vertical inclination of the railing panel (1), or

    wherein the sliding part (3) and the support part (4) are designed in such a way that the system is capable of adapting only on one side of the railing panel (1) to the change in the gap geometry between the railing panel (1) and the railing panel holder (2) which occurs as a result of an adjustment of the vertical inclination of the railing panel (1).
     
    4. System according to any one of the preceding claims, wherein

    - the sliding part (3) is guided on the inside of the support part (4) and moves between an inner side of the support part (4) facing the railing panel (1) and the railing panel surface during a longitudinal displacement and with the railing panel (1) inserted
    and/or

    - wherein the sliding part (3) is guided on the outside of the support part (4) and moves between the inner wall of the railing panel holder (2) and an outer side of the support part (4) facing this inner wall during a longitudinal displacement.


     
    5. System according to any one of the preceding claims, wherein the support part (4) and/or the sliding part (3) have guide sides facing one another, which form guide surfaces (113, 114) corresponding to one another at least over a partial region in such a way that, in the event of a longitudinal displacement of the sliding part (3), the support part (4) is rotated relative to the sliding part (3) or the sliding part (3) is rotated relative to the support part (4).
     
    6. System according to one of the preceding claims, wherein the support part (4) and/or the sliding part (3) is formed in several parts, in particular in two parts, and comprises two parts which, assembled as intended, form an at least partially U-shaped support part (4) or sliding part (3).
     
    7. System according to one of the preceding claims, wherein at least one support leg (84) absorbing the weight of the railing panel is provided on the support part (4) and has a support height H, wherein the support height H is dimensioned and matched to the height h of a bottom leg of the at least partially U-shaped or L-shaped sliding part (3) in such a way that the sliding part (3) remains longitudinally displaceable when the railing panel is inserted into the railing panel holder.
     
    8. System according to any one of the preceding claims, wherein a clamping device (5) applying the clamping force for fixing the railing panel (1) is provided with a clamping surface facing the railing panel (1), wherein

    - the clamping device (5) is associated with the support part (4) or the sliding part (3) in such a way that a change in the vertical inclination of the inner contact side (12) of the support part (4) or of the sliding part (3) leads to a corresponding change in the orientation of the clamping surface effective during the clamping of the railing panel,
    or wherein

    - the clamping device (5) itself forms the support part (4) or the sliding part (3) or is an integral part of the support part (4) or the sliding part (3) and the clamping surface directly forms the inner contact side (12).


     
    9. System according to any one of the preceding claims, wherein a clamping device (5) applying the clamping force for fixing the railing panel (1) is provided,

    - wherein the clamping device (5) is associated with the support part (4) and is held stationary relative to the support part (4) during a longitudinal displacement of the sliding part (3) in the longitudinal direction (L), or

    - wherein the clamping device (5) on the clamping side of the railing panel (1) itself forms a support part (4) or is an integral part of the support part (4) and is held by a holding part in the longitudinal direction (L) in a stationary manner in the railing panel holder (2).


     
    10. System according to any one of the preceding claims, wherein at least on a clamping side of the railing panel (1).

    - the inner contact side (12) is formed by the sliding part (3), and in that a part of the sliding part (3), in particular a vertical leg (3) of a U-shaped sliding part, which maps the change in vertical inclination of the inner contact side (12), is guided behind the clamping device (5) on the side of the clamping device (5) facing away from the railing panel, or

    - the outer contact side (13) is formed by the sliding part (3) and the inner contact side (12) is formed by a clamping device (5) acting as a support part (3), wherein the sliding part (3) has a guide surface (113) facing the railing panel (1) and the clamping device (5) acting as a support part (3) has a guide surface (114) on the side facing away from the railing panel (1), and the sliding part (3) is guided behind the clamping device (5) on the side of the clamping device (5) facing away from the railing panel (1).


     
    11. System according to any one of the preceding claims, wherein the sliding part (3) forms the inner contact side (12) on one side of the railing panel (1) and has a guide side with a guide surface (113) on the side facing away from the railing panel, and in that the sliding part (3) forms the outer contact side (13) on the other side of the railing panel (1) and has a guide side with a guide surface (114) on a side facing towards the railing panel.
     
    12. System according to one of the preceding claims, wherein, when the railing panel is inserted into the railing panel holder (2) as intended, a first support part (4) is provided on one side of the railing panel (1), which support part serves as a holding part for a clamping device (5) on the other side of the railing panel (1), which acts as a second support part on the other side of the railing panel (1).
     
    13. System according to any one of the preceding claims 1 to 9, wherein a clamping device applying the clamping force for fixing the railing panel (1) is provided, which is associated with the sliding part (3), and the clamping device (5) moves with the sliding part (3) when the latter moves.
     
    14. System according to any one of the preceding claims, wherein the system has at least one sliding part (3) with a tool attachment (103) and a clamping device (5) with a tool attachment (105), wherein the tool attachments (103, 105) on the sliding part (3) and on the clamping device (5) are designed in such a way, that a tool (6) assigned to the system with an identical tool part can be brought into engagement as a displacement tool with the tool attachment (103) provided on the sliding part (3) and as a twisting tool with the tool attachment (105) provided on the clamping device (5) when the railing panel (1) is inserted.
     


    Revendications

    1. Système pour l'orientation de l'inclinaison verticale de panneaux de garde-corps (1) dans un logement de panneaux de garde-corps (2) avec une pièce d'appui (4) à insérer dans le logement de panneaux de garde-corps (2) et une pièce coulissante (3) déplaçable longitudinalement par rapport à la pièce d'appui (4) dans le sens de l'avancement du garde-corps (L), le système formant au moins un côté d'appui intérieur (12) définissant l'inclinaison verticale du panneau de garde-corps (1) et au moins un côté d'appui extérieur (13) garantissant l'appui dans le logement de panneaux de garde-corps (2), le côté d'appui extérieur (13) étant formé par le côté extérieur de la pièce d'appui (4) ou le côté extérieur de la pièce coulissante (3) et une inclinaison verticale différente du côté d'appui intérieur (12) pouvant être réglée au moyen du positionnement différent de la pièce coulissante (3) par rapport à la pièce d'appui (4) résultant du déplacement longitudinal de la pièce coulissante (3), caractérisé en ce que la pièce coulissante (3) et la pièce d'appui (4) coopèrent de telle sorte que, lors d'un déplacement longitudinal de la pièce coulissante (3), une modification de l'inclinaison verticale du côté d'appui intérieur (12) s'effectue indépendamment de l'inclinaison verticale du côté d'appui extérieur (13).
     
    2. Système selon la revendication 1, dans lequel

    - lorsque le panneau de garde-corps (1) est utilisé conformément à sa destination, la pièce d'appui (4) est disposée au moins sur un côté du panneau de garde-corps (1) entre le panneau de garde-corps (1) et la pièce coulissante (3) et le côté d'appui intérieur (12) est le côté intérieur de la pièce d'appui (4) tourné vers le panneau de garde-corps (1) et le côté d'appui extérieur (13) est le côté extérieur de la pièce coulissante tourné vers la paroi intérieure latérale du logement de panneaux de garde-corps
    et/ou

    - dans lequel, lorsque le panneau de garde-corps (1) est utilisé conformément à sa destination, la pièce coulissante (3) est disposée au moins sur un côté du panneau de garde-corps (1) entre le panneau de garde-corps (1) et la pièce d'appui (4) et le côté d'appui intérieur (12) est le côté intérieur de la pièce coulissante (3) orienté vers le panneau de garde-corps (1) et le côté d'appui extérieur (13) est le côté extérieur de la pièce d'appui (4) orienté vers la paroi intérieure latérale du logement de panneaux de garde-corps (2).


     
    3. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel

    - la pièce coulissante (3) et la pièce d'appui (4) sont conçues de manière à ce que le système puisse s'adapter, des deux côtés du panneau de garde-corps (1), à la modification de la géométrie de la fente entre le panneau de garde-corps (1) et le logement de panneaux de garde-corps (2) qui se produit à la suite d'un réglage de l'inclinaison verticale du panneau de garde-corps (1), ou bien

    la pièce coulissante (3) et la pièce d'appui (4) étant conçues de manière à ce que le système puisse s'adapter uniquement d'un côté du panneau de garde-corps (1) à la modification de la géométrie de la fente entre le panneau de garde-corps (1) et le logement de panneaux de garde-corps (2) qui s'établit suite à un réglage de l'inclinaison verticale du panneau de garde-corps (1).
     
    4. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel

    - la pièce coulissante (3) est guidée à l'intérieur de la pièce d'appui (4) et se déplace, lors d'un déplacement longitudinal et lorsque le panneau de garde-corps (1) est en place, entre une face intérieure de la pièce d'appui (4) tournée vers le panneau de garde-corps (1) et la surface supérieure du panneau de garde-corps et/ou

    - la partie coulissante (3) est guidée sur le côté extérieur de la partie d'appui (4) et se déplace, lors d'un déplacement longitudinal, entre la paroi intérieure du logement du panneau de garde-corps (2) et une face extérieure de la partie d'appui (4) tournée vers cette paroi intérieure.


     
    5. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la pièce d'appui (4) et/ou la pièce coulissante (3) présentent des côtés de guidage tournés l'un vers l'autre qui forment, au moins sur une zone partielle, des surfaces de guidage (113, 114) qui se correspondent de telle sorte que, lors d'un déplacement longitudinal de la pièce coulissante (3), la pièce d'appui (4) est tournée par rapport à la pièce coulissante (3) ou la pièce coulissante (3) est tournée par rapport à la pièce d'appui (4).
     
    6. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la pièce d'appui (4) et/ou la pièce coulissante (3) est réalisée en plusieurs pièces, en particulier en deux pièces, et comprend deux pièces qui, assemblées conformément à leur destination, forment une pièce d'appui (4) ou une pièce coulissante (3) au moins partiellement en forme de U.
     
    7. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il est prévu sur la pièce d'appui (4) au moins une branche de support (84) absorbant le poids du panneau de garde-corps et ayant une hauteur de support H, la hauteur de support H étant dimensionnée et adaptée à la hauteur h d'une branche de fond de la pièce coulissante (3) au moins partiellement en forme de U ou de L, de telle sorte que la pièce coulissante (3) reste déplaçable longitudinalement lorsque le panneau de garde-corps est inséré dans le logement de panneaux de garde-corps.
     
    8. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il est prévu un dispositif de serrage (5) appliquant la force de serrage pour la fixation du panneau de garde-corps (1) avec une surface de serrage tournée vers le panneau de garde-corps (1), dans lequel

    - le dispositif de serrage (5) est associé à la pièce d'appui (4) ou à la pièce coulissante (3) de telle sorte qu'une modification de l'inclinaison verticale du côté d'appui intérieur (12) de la pièce d'appui (4) ou de la pièce coulissante (3) entraîne une modification correspondante de l'orientation de la surface de serrage efficace lors du serrage du panneau de garde-corps,
    ou dans lequel

    - le dispositif de serrage (5) forme lui-même la pièce d'appui (4) ou la pièce coulissante (3) ou fait partie intégrante de la pièce d'appui (4) ou de la pièce coulissante (3) et la surface de serrage forme directement le côté d'appui intérieur (12).


     
    9. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel il est prévu un dispositif de serrage (5) appliquant la force de serrage pour fixer le panneau de garde-corps (1),

    - le dispositif de serrage (5) étant associé à la pièce d'appui (4) et étant maintenu fixe par rapport à la pièce d'appui (4) lors d'un déplacement longitudinal de la pièce coulissante (3) dans la direction longitudinale (L), ou

    - le dispositif de serrage (5) formant lui-même une pièce d'appui (4) sur le côté de serrage du panneau de garde-corps (1) ou faisant pièce intégrante de la pièce d'appui (4) et étant maintenu par une pièce de retenue dans la direction longitudinale (L) de manière fixe dans le logement de panneaux de garde-corps (2).


     
    10. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel au moins sur un côté de serrage du panneau de garde-corps (1)

    - le côté d'appui intérieur (12) est formé par la pièce coulissante (3) et en ce qu'une partie de la pièce coulissante (3) reproduisant le changement d'inclinaison verticale du côté d'appui intérieur (12), en particulier une branche verticale (3) d'une pièce coulissante en forme de U, est guidée derrière le dispositif de serrage (5) sur le côté du dispositif de serrage (5) opposé au panneau de garde-corps, ou bien

    - le côté d'appui extérieur (13) est formé par la pièce coulissante (3) et le côté d'appui intérieur (12) par un dispositif de serrage (5) faisant office de pièce d'appui (3), la pièce coulissante (3) présentant une surface de guidage (113) orientée vers le panneau de garde-corps (1) et le dispositif de serrage (5) faisant office de pièce d'appui (3) présentant une surface de guidage (114) sur le côté opposé au panneau de garde-corps (1), et la pièce coulissante (3) étant guidée derrière le dispositif de serrage (5) sur le côté du dispositif de serrage (5) opposé au panneau de garde-corps (1).


     
    11. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la pièce coulissante (3) forme, d'un côté du panneau de garde-corps (1), le côté d'appui intérieur (12) et présente, sur le côté opposé au panneau de garde-corps, un côté de guidage avec une surface de guidage (113), et en ce que la pièce coulissante (3) forme, de l'autre côté du panneau de garde-corps (1), le côté d'appui extérieur (13) et présente, sur un côté tourné vers le panneau de garde-corps, un côté de guidage avec une surface de guidage (114).
     
    12. Système selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, lorsque le panneau de garde-corps est inséré dans le logement de panneaux de garde-corps (2) conformément à sa destination, il est prévu d'un côté du panneau de garde-corps (1) une première pièce d'appui (4) qui, de l'autre côté du panneau de garde-corps (1), sert de pièce de maintien pour un dispositif de serrage (5) qui, de l'autre côté du panneau de garde-corps (1), fait office de deuxième pièce d'appui.
     
    13. Système selon l'une des revendications précédentes 1 à 9, dans lequel il est prévu un dispositif de serrage appliquant la force de serrage pour fixer le panneau de garde-corps (1), qui est associé à la pièce coulissante (3), et le dispositif de serrage (5) se déplace avec la pièce coulissante (3) lors d'un mouvement de celle-ci.
     
    14. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le système comprend au moins une pièce coulissante (3) avec un appendice d'outil (103) et un dispositif de serrage (5) avec un appendice d'outil (105), les appendices d'outil (103, 105) étant réalisés sur la pièce coulissante (3) et sur le dispositif de serrage (5) de telle sorte, qu'un outil (6) associé au système peut être mis en prise avec une partie d'outil identique aussi bien comme outil de déplacement avec l'appendice d'outil (103) prévu sur la pièce coulissante (3) que comme outil de torsion avec l'appendice d'outil (105) prévu sur le dispositif de serrage (5) lorsque le panneau de garde-corps (1) est mis en place, conformément aux dispositions.
     




    Zeichnung





























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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