[0001] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung beziehen sich auf eine Bedienvorrichtung
für eine Baumaschine sowie auf ein entsprechendes Verfahren sowie auf eine Baumaschine,
wie z. B. eine Arbeitsbühne mit einer entsprechenden Bedienvorrichtung. Im Allgemeinen
liegt die Erfindung bzw. bevorzugte Ausführungsbeispiele derselben auf dem Gebiet
von Hubarbeitsbühnen, z. B. hydraulischen Hubarbeitsbühnen, die über einen teleskopierbaren
Kranmechanismus an einem LKW oder einem selbstfahrenden Chassis befestigt sind. Insbesondere
beziehen sich Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung auf das Gebiet von Joysticks
(Handsteuergeber) in Bedieneinheiten zur Steuerung von Hubarbeitsbühnen.
[0002] Joysticks oder allgemein Handsteuergeber dienen dazu, um eine Baumaschine, wie z.
B. eine Hubarbeitsbühne oder insbesondere dessen Ausleger zu steuern. Bei Hubarbeitsbühnen
sind diese Handsteuergeber beispielsweise auf der Plattform angeordnet, so dass der
Bediener die Hubarbeitsbühne, auf welcher er steht, steuern kann. Eine Gefahr besteht
darin, dass der Bediener in der Steuerung bzw. in der Bewegung der Hubarbeitsbühne
von selbiger eingeklemmt wird und so die Steuerung gegebenenfalls nicht mehr korrekt
betätigen kann. Bereits in dem Stand der Technik ist hier das Problem adressiert.
[0003] Bekannt ist aus dem Stand der Technik das in den
europäischen Patenten 2 462 048 und
2 462 049 beschriebene Steuersystem einer Bedienkabine mit erhöhter Sicherheit. Darin ist im
Wesentlichen ein Schutz- bzw. Lastschalter beschrieben, der an einem beweglichen Bedienpult
angeordnet ist. Gerät der Maschinenbediener in eine wie eingangs beschriebene Situation,
so wird der Lastschalter durch die Bewegung des Bedienpultes ausgelöst. Weiterhin
beschreibt die
EP 2 794 460 A1 eine hydraulische Arbeitsbühne mit einem Leitstand, wobei die Arbeitsbühne ein Steuerpult
mit zwei Halbpulten aufweist, die jeweils mindestens einen Hebel oder einen Knopf
zur manuellen Steuerung der Arbeitsbühne aufweisen. Dabei sind die Halbpulte seitlich
einer Bedienperson angeordnet, sodass vor der Bedienperson kein Steuerhebel oder -knopf
liegt.
[0004] Die
JP-U-04-65299 zeigt einen Arbeitskorb einer Arbeitsbühne mit einem Bedienpult, wobei zwischen Arbeitskorb
und Bedienpult ein Sensor vorgesehen ist. Die
JP-H-05-92298 zeigt ein in den Arbeitskorb integrierten Kraftsensor. Die
JP-A-2002-11450 offenbart eine Art Einklemmschutz, aber ohne Kraftsensor.
[0005] Die
DE 20 2010 004 128 U1 beschreibt einen Handsteuergeber mit einer getrennten Betätigung und Auswertung,
der sich im Wesentlichen aus einem mechanischen Teil und einem elektrischen Teil zusammensetzt.
Zwischen dem mechanischen Teil und dem elektrischen Teil ist als Trennschicht und
als Befestigungsschicht für die mechanischen Teile eine magnetisch durchlässige Platte
vorgesehen, beispielsweise eine Leiterplatte. Der elektrische bzw. elektronische Teil
des Handsteuergebers wird durch einen oder mehrere auf der Unterseite der Platte angeordnete
Sensoren, beispielsweise Magnetfeldsensoren, gebildet. Den mechanischen Teil bildet
ein auf der Oberseite der Trägerplatte lösbar angeordneter Hebelmechanismus mit einem
daran angeordneten Magneten, welcher als Einheit im Reparaturfall ausgewechselt werden
kann.
[0006] Ferner offenbart die
EP 3 086 094 A1 einen Handsteuergeber für eine Steuer- und Bedieneinheit einer Hubarbeitsbühne, Arbeitsmaschine
oder Baumaschine. Der Handsteuergeber umfasst zumindest eine Betätigungseinheit, die
ein Betätigungselement umfasst, das zumindest ein magnetisches Positionselement aufweist,
und eine Auswerteeinheit, die zumindest eine Magnetfeld-Sensoreinheit umfasst. Die
Auswerteeinheit ist ausgebildet, um basierend auf einem Sensorsignal von der Magnetfeld-Sensoreinheit
eine Position und/oder Bewegung des Betätigungselements in einer Bewegungsebene zu
detektieren. Das Betätigungselement ist in Bezug zu der Sensoreinheit entlang einer
weiteren Bewegungsrichtung senkrecht zu der Bewegungsebene bewegbar, und die Auswerteeinheit
ist ausgebildet, um eine Bewegung des Betätigungselements entlang der weiteren Bewegungsrichtung
basierend auf einem Sensorsignal von der Magnetfeld-Sensoreinheit zu detektieren.
[0007] Weiterhin beschreibt die
DE 10 2014 105 177 A1 ein Bedienelement mit einem elastisch verformbaren Betätigungsteil und einer Kraftsensorenmatrix.
Ein Bedienelement weist ein bei Betätigung unter Krafteinwirkung zur Rückstellung
in eine unbetätigte Stellung wenigstens bereichsweise elastisch verformbares Betätigungsteil
und eine Matrix von Kraftsensoren zur Messung einer Krafteinwirkungsmatrix auf, die
der Krafteinwirkung auf das Betätigungsteil zugeordnet ist; und eine Auswerteinheit
zum Vergleich der gemessenen Krafteinwirkungsmatrix mit einer vorgegebenen Krafteinwirkungsmatrix,
um bei einer Mindestübereinstimmung der gemessenen Krafteinwirkungsmatrix mit der
vorgegebenen Krafteinwirkungsmatrix dem Bedienelement eine elektrische Schaltfunktion
zuzuordnen.
[0008] Keine der aus dem Stand der Technik bekannten Druckschriften beschäftigt sich jedoch
mit einer Schutzfunktion bei Überlast des Joysticks, ausgelöst durch ein Einquetschen/Einklemmen
einer Person beim Ausfahren eines Teleskoparms einer Hubarbeitsbühne. In der Praxis
kommen solche Unfälle häufiger vor und es hat sich gezeigt, dass Personen im Korb
in einer solchen Paniksituation hektisch versuchen, die Joystickhebel hin und her
zu bewegen, sofern dies noch möglich ist. Hier setzt die vorliegende Erfindung an.
Deshalb besteht der Bedarf nach einem verbesserten Ansatz.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Konzept für eine Bedieneinheit
zu schaffen, das einen verbesserten Kompromiss aus Bedienbarkeit, Sicherheit und sichere
Montage bietet.
[0010] Die Aufgabe wird durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst.
[0011] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung schaffen eine Bedienvorrichtung für
eine Baumaschine mit einer Bodenplatte, einem Handsteuergeber, einem Bewegungssensor
(z.B. Hallsensor) sowie zumindest einem Kraftsensor. Der Handsteuergeber oder auch
Joystick genannt ist gewinkelt zu der Bodenplatte angeordnet und zumindest eindimensional
oder auch zweidimensional gegenüber der Bodenplatte bewegbar. Die Position und/oder
Bewegung des Joysticks / Handsteuergebers kann mit dem Bewegungssensor bestimmt werden,
der in Abhängigkeit von der bestimmten Position und/oder der bestimmten Bewegung ein
sog. Bewegungssignal ausgibt. Der zumindest eine Kraftsensor ist ausgebildet, um eine
auf das Handsteuerelement einwirkende Kraft oder eine von dem Handsteuergeber auf
die Bodenplatte übertragene Kraft zu bestimmen und in Abhängigkeit von der bestimmten
Kraft ein Kraftsignal auszugeben.
[0012] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung liegen der Erkenntnis zugrunde, dass
es bei oben beschriebenen Kollisionsszenarien (entsprechend welchen beim Ausfahren
des Teleskoparms der Hubarbeitsbühne der Bediener zwischen dem Korb bzw. insbesondere
Joystick und einem Gebäudeteil eingeklemmt oder eingequetscht werden kann) häufig
dazu kommt, dass der Joystick aufgrund des Einklemmens nicht mehr bedient oder rechtzeitig
in Nullstellung gebracht werden kann, um eine Bewegung des Teleskoparms der Maschine
zu stoppen. Hierbei ist der Körper des Bedieners häufig im Bereich des Bedienelements
eingeklemmt, so dass der Körper des Bedieners gegen den Joystick drückt, wodurch die
Bewegung des Teleskoparms der Maschine fortgesetzt werden würde und der Bediener immer
weiter eingequetscht und eingeklemmt werden würde. Um hier Abhilfe zu schaffen, werden
nicht externe Sicherheitsmechanismen (Notausknopf) implementiert, sondern gemäß Ausführungsbeispielen
der vorliegenden Erfindung die Bedienvorrichtung (Handsteuergeber / Joystick) mit
einer zusätzlichen Schutzfunktion ausgestattet, durch die eine Überlast des Joysticks
selber erkannt werden kann. Hierbei ist insbesondere die Überlast relevant, wenn der
Handsteuergeber über dem maximalen Bewegungsbereich hinaus betätigt wird, da solche
Überlasten bei oben erläuterten Kollisionsszenarien häufig auftreten. Um diese Erkennung
zu realisieren, ist der Handsteuergeber um mindestens einen Kraftsensor, z. B. in
Form eines Dehnungsmessstreifens (DMS) erweitert. Diese zusätzliche Schutzfunktion
bzw. das zusätzliche Schutzelement, das in das Joystickmodul der Bedieneinheit integriert
bzw. darin angeordnet ist, kann von außen keine Beschädigung oder Ähnliches, beispielsweise
auch Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit oder Staub, erfahren. Auch wird der Anbringungsort
der Bedieneinheit nicht eingeschränkt.
[0013] Gemäß Ausführungsbeispielen kann zur Realisierung der Schutzfunktion auf der Leiterplatte
des Joystickmoduls zusätzlich mindestens ein Dehnungsmessstreifen (DMS-Sensoren) als
Kraftsensor(en) im Bereich der Bewegungssensorik (Hall-Sensorik) aufgebracht sein,
die z.B. eine Verformung der Leiterplatte bei Krafteinwirkung auf den Joystick messen
bzw. detektieren. Eine optionale Auswerteeinheit wertet die Signale der Hall-Sensorik
sowie der DMS-Sensoren aus und kann anhand der Signale der DMS-Sensoren eine Überlast
des Joysticks und somit eine etwaige Gefahrensituation des Bedieners erkennen. Die
hier angedachten Kraftsensoren / Dehnungsmesstreifen sind kostengünstige Elemente
und können, z. B. durch einfaches Aufkleben auf einer Joystick-Komponente, wie z.
B. einer Leiterplatte, integriert bzw. darauf angeordnet werden und so mit der Auswerteeinheit
verbunden werden.
[0014] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen umfasst die Bedieneinheit eine Auswerteeinheit,
die vor allem das Kraftsignal des zumindest einen Kraftsensors empfängt, um eine Überlast
zu erkennen. Diese Auswertefunktionalität kann dabei in die bereits vorhandene Auswerteelektronik
des Joysticks integriert sein.
[0015] Entsprechend Ausführungsbeispielen ist die Auswerteelektronik beispielsweise dazu
ausgebildet, um bei der bestimmten Überlast eine Bewegung der Baumaschine bzw. eine
Bewegungsgeschwindigkeit von Komponenten der Baumaschine, wie beispielsweise ein Ausfahren
des Teleskoparms, zu stoppen. Insofern wird bei einer Überlast des Joysticks, das
heißt, wenn dieser über den maximalen Bewegungsbereich hinaus betätigt wird, beispielsweise
eine Bewegung des Teleskoparms der Maschine gestoppt und entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen
eine Gegenbewegung ausgelöst, durch die der Bediener sich später aus der eingeklemmten
Situation befreien kann. Hierbei ist eine Gegenbewegung eine Bewegung in bevorzugter
Weise entgegengesetzter Bewegungsrichtung, im allgemeinen Fall aber unterschiedlichen
Bewegungsrichtungen gegenüber der aktuellen Bewegung.
[0016] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen kann bei einer geringen Überlast erst
einmal eine Bewegungsgeschwindigkeit der Baumaschine bzw. eine Bewegungsgeschwindigkeit
von Komponenten der Baumaschine, wie beispielsweise ein Ausfahren des Teleskoparms,
reduziert werden. Insofern kann je nach Einwirken der Kraft auf den Joystick verschiedene
Funktionen realisiert werden. Beispielsweise kann eine Bewegungsgeschwindigkeit des
Teleskoparms der Maschine ab einer ersten Schwelle halbiert und bei Überschreiten
einer zweiten Schwelle dann auf null gesetzt werden, d. h. ein Stoppen der Maschine
bzw. des Teleskoparms, um dann in einem weiteren Schritt ebenfalls eine Gegenbewegung
auszulösen. Diese Schwellen sind entsprechend Ausführungsbeispielen einstellbar.
[0017] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen wäre es denkbar, dass bei einer bestimmten
Überlast ein Alarmsignal ausgegeben wird. Hinterher ergibt sich dann beispielsweise
folgendes Szenario. Wenn der Joystick ausgelenkt wird, wird zunächst eine Warnung
(beispielsweise auf dem Display der Bediener) ausgegeben. Wenn die einwirkende Kraft
auf den Joystick zunimmt, kann eine wie zuvor genannte Gegenbewegung eingeleitet werden,
da dann davon ausgegangen werden kann, dass der Maschinenbediener den Joystick nicht
mehr bedienen kann (beispielsweise, weil der Bediener eingeklemmt ist). Die "Schwelle"
für ein Warnsignal bei Überlast ist ebenfalls einstellbar, beispielsweise per Eingabeelement
der Bedieneinheit. Auch wäre es hierbei denkbar, dass die zeitliche Komponente, also
eine bestimmte Zeitdauer des Nichtreagierens auf das Alarmsignal mit bei der Auswertung
berücksichtigt wird.
[0018] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen kann auch ein Alarmsignal ausgegeben
werden, wenn sich der Joystick beispielsweise in einem gesperrten/verriegelten Zustand
befindet und dennoch in eine der genannten Richtungen versucht wird, zu bewegen. Diese
Kraft kann unter Zuhilfenahme des mindestens einen Kraftsensors durch die Auswerteelektronik
erkannt werden, so dass dem Bediener dann eine entsprechende Meldung, den Joystick
zu entsperren/zu entriegeln, auf dem Display angezeigt wird bzw. allgemein ausgegeben
werden kann.
[0019] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen ist die Auswerteelektronik ausgebildet,
um das Kraftsignal bzw. die Kraftsignale (bei mehreren Kraftsensoren) zu speichern
und/oder einen Höchstwert für das Kraftsignal bzw. die Kraftsignale zu speichern.
Dies hat den Sinn, dass eine sogenannte "Overload-Control" erzielt wird. Der Joystick
ist beispielsweise für eine Kraft von maximal 300 N (30 kg) ausgelegt. Höhere Kräfte
können zu einer permanenten Beschädigung des Joysticks bzw. der Joystickmechanik führen.
Die Auswerteeinheit im Joystick-Modul misst ständig die auf den Joystick einwirkenden
Lasten und speichert die höchsten Werte ab. Der Hersteller der Maschine kann diese
Werte im Service- bzw. Reparaturfall abfragen und die Joystick-Mechanik gegebenenfalls
präventiv ersetzen. Hierbei wäre es in bevorzugter Weise möglich, dass Mechanik und
Elektronik des Joysticks getrennt sind, so dass ein separater Austausch möglich ist.
Bezüglich dieser Trennung von Mechanik und Elektronik ist auch allgemein angemerkt,
dass entsprechend bevorzugten Ausführungsbeispielen die Auswerteelektronik beispielsweise
auf einer Leiterplatte integriert bzw. auf einer Leiterplatte angeordnet ist.
[0020] Auf derselben Leiterplatte bzw. allgemein auf einer Komponente der Bodenplatte kann
der Bewegungssensor und/oder auch der Kraftsensor realisiert sein. Durch das Austauschen
dieser Leiterplatte oder allgemein durch das Austauschen des Joystick-Moduls können
bestehende Maschinen mit der neuen Funktionalität nachgerüstet werden.
[0021] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen kann die Auswerteelektronik ausgebildet
sein, um in Nullstellung des Joysticks die Kraft-/DMS-Sensoren durch die Hall-Sensorik
zu kalibrieren, da die Dehnungsmesssensoren in der Regel eine temperatur- und alterungsbedingte
Drift aufweisen und davon auszugehen ist, dass in der Nullstellung des Joysticks keine
Kraft auf die Kraftsensoren wirken sollte. Diese Kraft-/DMS-Sensoren können durch
die Auswerteeinheit derart überwacht werden, dass ein Defekt der Schutzfunktion bzw.
der Schutzelemente angezeigt wird. Hierbei kann dann ein entsprechendes Warnsignal
an den Maschinenbediener ausgegeben werden.
[0022] An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass durch die zusätzlichen Kraftsensoren eine
Art Notbetrieb realisiert sein kann, auch wenn der Bewegungssensor (z. B. Hall-Sensorik)
defekt ist, da mittels der Kraftsensoren (DMS-Sensoren) auch eine Bedienkraft als
Bediensignal ausgewertet werden kann. Die Auswerteelektronik könnte dann das Kraftsignal
des Kraftsensors als Bewegungssignal interpretieren. Somit ist der Joystick bis zum
Austausch des defekten Moduls bei der nächsten Wartung bzw. Reparatur weiter bedienbar.
[0023] In diesem Zusammenhang wäre es jedoch auch denkbar, dass die Auswerteelektronik dazu
ausgebildet sein kann, eine Position des Joysticks / Handsteuergebers mit dem Bewegungssensor
zu bestimmen und eine Bewegung des Joysticks / Handsteuergebers mit dem Kraftsensor
zu bestimmen, obwohl der Bewegungssensor keinen Defekt aufweist. Ferner könnte das
vom Kraftsensor ausgegebene Bewegungssignal mit dem Bewegungssignal des Bewegungssensors
durch die Auswerteelektronik kontinuierlich verglichen werden und somit auf Plausibilität
überprüft werden.
[0024] Wie oben bereits erläutert, so ist in bevorzugter Weise die Auswerteelektronik sowie
die Sensorik (Bewegungssensor und ein oder mehrere Kraftsensoren (DMS-Sensoren)) auf
einer Leiterplatte ausgeführt. Üblicherweise werden die DMS-Sensorelemente auf der
Leiterplatte aufgeklebt. Es kann aber auch entsprechend einem anderen Layout ein Leiterplattenlayout
vorgesehen sein, bei welchem die DMS-Sensoren direkt in die Leiterplatte integriert
sind.
[0025] Bei den auf der Leiterplatte bzw. allgemein der Bodenplatte oder einer Komponente
der Bodenplatte integrierten Kraftsensoren wird beispielsweise eine Verformung der
Bodenplatte bzw. der Leiterplatte bzw. der Komponente ermittelt und ausgehend von
der ermittelten Verformung ein Kraftsignal ausgegeben. Bezüglich des Layouts sei auch
angemerkt, dass entsprechend Ausführungsbeispielen im Lotfußpunkt des Joysticks bzw.
im Bereich des Lotfußpunkts der Bewegungssensor angeordnet ist, während um diesen
Lotfußpunkt herum die ein oder mehreren Kraftsensoren vorgesehen sein können.
[0026] Ein weiteres Ausführungsbeispiel bezieht sich auf eine Baumaschine, wie z. B. eine
Hubarbeitsbühne mit einem entsprechenden Dehnelement.
[0027] Ein weiteres Ausführungsbeispiel bezieht sich auf ein Verfahren zur Bedienung mit
oben erläuterter Hardware-Komponenten, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
- Bestimmen einer Position und/oder ein Bewegen des Joysticks gegenüber der Bodenplatte
und Ausgeben eines von der bestimmten Position und/oder der bestimmten Bewegung abhängigen
Bewegungssignals;
- Bestimmen einer auf dem Joystick vorherrschenden Kraft, um ein Überlastsignal zu detektieren,
und Ausgeben eines von der bestimmten Kraft abhängigen Kraftsignals; und
- Beeinflussung der Bewegung der Baumaschine oder von Komponenten der Baumaschine, wie
beispielsweise eines Teleskoparms, in Abhängigkeit des Bewegungssignals und in Abhängigkeit
des Kraftsignals.
[0028] Weiterbildungen sind unten entsprechend definiert. Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Bedienvorrichtung gemäß einem Basisausführungsbeispiel;
- Fig. 2a-c
- eine schematische Darstellung einer Hubarbeitsbühne bei der Bewegung, zur Illustration,
wie es zu den mittels Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung gelösten Sicherheitsproblemen
kommen kann;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung einer weiteren Bedienvorrichtung gemäß einem erweiterten
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung einer Bedienvorrichtung zusammen mit einem Bediener
zur Illustration der möglicherweise entstehenden Gefahrensituation, ausgehend von
der Bedienvorrichtung aus Fig. 3;
- Fig. 5a-5b
- schematische Darstellungen einer Bedienvorrichtung, insbesondere eines Handsteuergebers
gemäß erweiterten Ausführungsbeispielen;
- Fig. 6a-6b
- schematische Darstellungen des Handsteuergebers aus den Fig. 5a bis 5b, wobei hier
die Ermittlung der bei der Überlast entstehenden Kraft illustriert ist; und
- Fig. 7a-7b
- schematische Darstellungen zur Illustration der Verformung von Komponenten der Bedienvorrichtung
gemäß Ausführungsbeispielen.
[0029] Bevor nachfolgend Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen im Detail erläutert werden, sei darauf hingewiesen, dass gleichwirkende
Elemente und Strukturen mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, so dass die Beschreibung
derer aufeinander anwendbar bzw. austauschbar ist.
[0030] Fig. 1 zeigt eine Bedieneinheit 150 mit einem Handsteuergeber 300, der auch als Joystick
bezeichnet werden kann. Dieser Handsteuergeber 300 ist gegenüber einer Bodenplatte
bzw. Leiterplatte 430 gewinkelt angeordnet und bewegbar ausgelegt. Beispielsweise
ist der Handsteuergeber 300 senkrecht gegenüber der Bodenplatte 430 und zumindest
einachsig (z.B. vorne-hinten, vgl. Pfeil X) oder zweiachsig (plus links-rechts, vgl.
Pfeil Y) oder sogar dreiachsig (plus drücken-ziehen, vgl. Pfeil Z) bewegbar.
[0031] Die Bewegung wird mittels eines zum Umfang der Bedienvorrichtung 150 gehörenden Bewegungssensor
400, wie z. B. einem Hall-Sensor, in X-, Y- und/oder Z-Richtung überwacht. Dieser
Bewegungssensor 400 ermittelt ein,- zwei- oder dreiachsig die Bewegung des Joysticks
300 gegenüber der Bodenplatte 430 bzw. der Leiterplatte 430 und gibt ausgehend hiervon
ein sogenanntes Bewegungssignal 401 aus. Dieses Bewegungssignal wird von der optionalen
Auswerteeinheit 500 empfangen und ausgewertet.
[0032] Zusätzlich weist die Bedienvorrichtung 150 noch einen Kraftsensor 410, wie z. B.
einen Dehnungsmesssensor auf. Dieser kann z. B. an dem Joystick 300 angeordnet sein.
Alternativ wäre auch eine Anordnung des Kraftsensors in der Bodenplatte bzw. Leiterplatte
430 denkbar, wie hier durch die Komponente, markiert mit dem Bezugszeichen 410', illustriert
ist. Der Kraftsensor 410 (410') gibt ein Kraftsignal 411 aus, das beispielsweise auch
von der Auswerteeinrichtung 500 empfangen wird.
[0033] Das Kraftsignal 411 ist beispielsweise abhängig von der Verformung des Joysticks
300 oder abhängig von der Verformung der Bodenplatte bzw. Leiterplatte 430. Wenn das
Kraftsignal 411 einen vorbestimmten Wert, wie z. B. 300 Newton entsprechend überschreitet,
kann die Auswerteeinrichtung 500 eine sogenannte Überlast detektieren. Diese 300 Newton
sind nur exemplarisch und können auch je nach Anwendungsfall variieren, z. B. im Bereich
zwischen 10 Newton und 1000 Newton.
[0034] Sobald eine Überlast erkannt wird, kann entsprechend Ausführungsbeispielen in die
Steuerung der Hubarbeitsbühne eingegriffen werden. Wenn man beispielsweise davon ausgeht,
dass der Joystick 300 in Richtung A nach vorne bewegt wird, so dass die Hubarbeitsbühne
hierbei beispielsweise ausgefahren wird, so kann bei Vorliegen einer Überlast resultierend
aus einer Bewegung in Richtung A das entsprechende Steuersignal von der Auswerteeinheit
500 nicht mehr weitergegeben werden, sondern die Bewegung des Auslegers gestoppt werden.
Alternativ wäre es auch denkbar, dass die Bewegung umgekehrt wird, als ob der Joystick
300 in entgegengesetzter Richtung bewegt wird, um im oben skizzierten Schadenfall
den Bediener wieder von der Einklemmsituation zu befreien. Nachfolgend wird die Struktur
der Bedienvorrichtung im Detail und insbesondere exemplarische Einbausituationen desselben
in eine Hubarbeitsbühne erläutert.
[0035] Fig. 2a zeigt eine Hubarbeitsbühne 10, welche im Wesentlichen aus einem Chassis 11
und einem daran angeordneten Kranmechanismus 12 besteht. Der Kranmechanismus 12 ist
dabei gegenüber dem Chassis 11 drehbar angeordnet sowie durch den Hubzylinder 16 in
seinem Anstellwinkel veränderbar. Der Kranmechanismus 12 umfasst einen ein- und ausfahrbaren
Teleskopausleger 13, an dessen Ende ein Korb 14 angeordnet ist. In dem Korb 14 kann
eine Person 1 wie dargestellt, oder aber auch Arbeitsmaterialien transportiert werden.
[0036] Um den Kranmechanismus 12, den Teleskopausleger 13 und/oder Korb 14 der Arbeitsbühne
10 zu steuern, d. h. den Korb 14 beispielsweise an eine erforderliche Arbeitsposition
zu bewegen, ist in dem Korb 14 eine Bedieneinheit 15 angeordnet. Diese Bedieneinheit
15 umfasst im Wesentlichen Bedienhebel / Handsteuergeber (bzw. sogenannte Joysticks
30) und optional auch Tastaturelementen 21, wie in Fig. 3 näher gezeigt. Eine Arbeitsposition
könnte beispielsweise ein an einer Gebäudewand 5 angebauter Vorbau 6 sein, wie zum
Beispiel in Fig. 2a dargestellt ein Balkon. Es ist üblich, dass eine Bedieneinheit
15 in dem Korb 14 in Richtung der Hubarbeitsbühne 10 angeordnet ist und somit der
Bediener 1 in dem Korb 14 in Blickrichtung der Maschine 10 schaut. Folglich bewegt
sich der Bediener 1 beim Ausfahren des Teleskopauslegers 13 mit dem Rücken zur entsprechenden
Arbeitsposition. Die Anordnung der Bedieneinheit 15 im Korb 14 ermöglicht es, dass
der Bediener 1 an der Arbeitsposition einfacher und besser arbeiten kann, da ihm dann
keine für die Arbeit hinderlichen Teile, wie beispielsweise die Bedieneinheit 15,
im Weg sind.
[0037] Nachteilig an der Anordnung der Bedieneinheit 15 im Korb 14 ist, dass beim Anfahren
der Arbeitsposition ein Hindernis, wie beispielsweise ein Gebäudevorbau 6, vom Bediener
1 leicht übersehen werden kann und es gegebenenfalls zu einer Kollision des Bedieners
1 mit dem Gebäudevorbau 6 kommen kann. Da der Teleskopausleger 13 bei einer Kollision
des Bedieners 1 mit dem Gebäudevorbau 6 weiter in einer Bewegungsrichtung B ausfährt,
wird der Bediener 1 mit seinem Oberkörper 2 unmittelbar auf die Bedieneinheit 15 gedrückt.
Der Bediener 1 ist dann nicht mehr in der Lage, den Bedienhebel bzw. Joystick 30 in
eine Nullstellung zu bringen und somit ein weiteres Ausfahren des Teleskopauslegers
13 zu stoppen. Eine solche Kollisionssituation ist in den Fig. 2b und 2c dargestellt.
Derartige Unfälle führen demnach zu einem Einklemmen des Bedieners 1 zwischen dem
Gebäudevorbau 6 und der Bedieneinheit 15.
[0038] Fig. 3 zeigt beispielhaft eine Bedieneinheit 15 zur Steuerung der Baumaschine bzw.
des in Fig. 2a-2c dargestellten Systems 10 umfassend Kranmechanismus 12 und/oder Teleskopausleger
13 und/oder Korb 14 der Arbeitsbühne 10 (bzw. einer Komponente des Systems). Mithilfe
der Joysticks 30 können die einzelnen Bewegungen des Korbs 14 verändert werden, beispielsweise
den Teleskopausleger 13 ein- und ausfahren oder aber den Anstellwinkel des Kranmechanismus
12 durch den Hubzylinder 16 verändern. Diese Joysticks 30 sind jeweils auf einem Modul
20a und 20b angeordnet, welche beispielsweise bei einem Defekt einfach ausgewechselt
werden kann, ohne dass die ganze Bedieneinheit 15 ausgetauscht werden muss. In der
Bedieneinheit 15 sind für weitere Funktionalitäten ein Tastaturmodul 21 sowie ein
Display 22 zum Anzeigen von maschinenrelevanten Daten und Parametern angeordnet.
[0039] Fig. 4 zeigt, wie der Bediener 1 bei einer Kollision mit einem Gebäudevorbau 6 (siehe
Fig. 2c) mit seinem Oberkörper 2 unmittelbar auf den Knauf 31 des Bedienhebels bzw.
Joysticks 30 der Bedieneinheit 15 gedrückt wird und eine Kraft F, FOL auf den Knauf
31 ausübt. Der Bediener 1 wäre in dieser Situation nicht mehr in der Lage, den Bedienhebel
bzw. Joystick 30 in eine Nullstellung zu bringen und somit ein weiteres Ausfahren
des Teleskopauslegers 13 zu stoppen.
[0040] Die Fig. 5a und 5b zeigen ein Joystickmodul 20a/b in seitlicher Ansicht. Die mechanischen
Komponenten des Joysticks 30 sind dabei auf einer Leiterplatte 43 angeordnet, vorzugsweise
daran angeschraubt. Der Joystickhebel 30 besteht im Wesentlichen aus einem Knauf 31,
welcher dem Bediener 1 zum Betätigen des Joysticks 30 in verschiedene Richtungen dient.
Direkt unterhalb des Knaufs 31 befindet sich eine Verriegelung 33, die vor jedem Betätigen
des Joysticks nach oben gezogen werden muss. Dies verhindert eine unbewusste bzw.
ungewollte Betätigung des Joysticks 30 und somit eine unbewusste bzw. ungewollte Bewegung
des Kranmechanismus 12, des Teleskopauslegers 13 und/oder des Korbs 14 der Arbeitsbühne
10. Dies kann passieren, wenn der Bediener 1 sich beispielsweise im Korb 14 umdrehen
muss und mit dem Ellbogen versehentlich gegen den Joystickhebel 30 kommt. Zum Schutz
der im Inneren des Joysticks 30 liegenden Mechanik ist ein sogenannter Faltenbalg
32 im unteren Teil angeordnet, der aus einem beweglichen Material besteht. Bei einer
seitlichen Bewegung des Joysticks 30, wie in Fig. 5b gezeigt, wird der Faltenbalg
32 auf der einen Seite zusammengestaucht und auf der anderen Seite auseinandergezogen.
Die erforderliche Elektronik zum Erkennen und Auswerten der Joystickbewegungen befindet
sich idealerweise unterhalb der Leiterplatte 43 und besteht im Wesentlichen aus einem
Hall-Sensor 40. Joystickbewegungen werden durch ein an der Mechanik angebrachten Magneten
erkannt, hier nicht dargestellt.
[0041] Das Joystickmodul 20a/b ist in den äußeren Randbereichen der Leiterplatte 43 an Halterungen
35a/b mittels Befestigungsmitteln 36 vorzugsweise lösbar befestigt. Bei einer auf
den Knauf 31 des Bedienhebels bzw. Joysticks 30 der Bedieneinheit 15 einwirkenden
Kraft F wird somit auch eine Kraft auf die Leiterplatte 43 ausgeübt, die zu mechanischen
Verspannungen bzw. mechanischen Verformungen der Leiterplatte 43 führt. Derartige
mechanische Verspannungen können mit der vorliegenden Erfindung mittels mindestens
einem an der Leiterplatte 43 angeordneten DMS-Sensor 41 und/oder 42 gemessen werden.
[0042] Auch kann eine Überbelastung, d. h. eine über die maximal zulässige Belastungsgrenze
hinausgehende Krafteinwirkung auf den Joystickhebel 30, wie schematisch in den Fig.
6a und 6b dargestellt, mit dem mindestens einen an der Leiterplatte 43 angeordneten
DMS-Sensor 41 und/oder 42 erfasst werden. Die Überbelastung des Joystickhebels 30
ist schematisch durch die gestrichelte Linie 44 angedeutet, die aufzeigt, dass Joystick
30 im Vergleich zu der Darstellung in Fig. 5b mit einer stärkeren Kraft FOL betätigt
wurde. Bei einer derartigen Überbelastung des Joysticks gibt es stärkere mechanische
Verspannungen und auch deutliche Deformationen der Leiterplatte 43. In denen mit den
Bezugszeichen 45a und 45b bezeichneten Bereichen senkt sich die Leiterplatte 43 bei
einer Überbelastung ab bzw. hebt sich an. Dies soll auch durch die beiden Pfeile FD
und FU deutlich gemacht werden, die eine Bewegungsrichtung der Leiterplattenbereiche
45a und 45b nach oben und unten zeigen. Derartige mechanische Überbeanspruchungen
können ebenfalls mit der vorliegenden Erfindung mittels der an der Leiterplatte 43
angeordneten DMS-Sensoren 41 und/oder 42 gemessen werden. Wird eine solche Überbeanspruchung
bzw. Überbelastung durch eine Auswerteeinheit erfasst (siehe Fig. 1), so kann beispielsweise
eine wie oben beschriebene Kollisionssituation vorliegen, d. h. der Bediener könnte
zwischen dem Gebäudevorbau 6 und der Bedieneinheit 15 eingeklemmt sein, wobei der
Oberkörper 2 des Bedieners 1 dann mit einer über die maximal zulässige Belastungsgrenze
hinausgehenden Kraft FOL auf den Joystickhebel 30 drückt.
[0043] Bei obigen Ausführungsbeispielen wurde insbesondere davon ausgegangen, dass die Kraftsensoren/Dehnungsmesssensoren
im Bereich der Bodenplatte oder in einer Leiterplatte, die auf der Bodenplatte angeordnet
ist, vorgesehen sind. Die Fig. 7a bis 7b illustrieren, durch Schraffierung gekennzeichnet,
die Spannungszustände in der Bodenplatte/Leiterplatte 43, wenn der Joystick 30 aus
der mit gestrichelter Linie gezeichneten Ruhelage ausgelenkt wird. Die Ruhelage ist
mit gestrichelten Linien gekennzeichnet, wobei die Auslenkung bzw. die zu der Auslenkung
führende Kraft mit F gekennzeichnet ist.
[0044] Auch wenn bei dem obigen Ausführungsbeispiel insbesondere davon ausgegangen wurde,
dass es sich hierbei um einen zweidimensionalen Joystick handelt, der z. B. senkrecht
aus der Bodenplatte/Leiterplatte hinausragen kann, sei an dieser Stelle angemerkt,
dass es sich auch um ein anderes bewegbares Element, das z. B. mit einem anderen Winkel
vorgewinkelt ist, handeln kann.
[0045] Darüber hinaus sei auch darauf hingewiesen, dass die Bedienvorrichtung nicht nur
für die bei obigen Ausführungsbeispielen erläuterten Arbeitsbühnen, sondern auch für
andere Baumaschinen geeignet ist.
[0046] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen ist der Bewegungssensor beispielsweise
durch ein induktives Element oder ein kapazitives Element realisierbar. Auch der Kraftsensor
muss nicht zwingend als Dehnungsmessstreifen realisiert sein, sondern kann auch anders
ausgeführt sein.
[0047] Weitere Ausführungsbeispiele beziehen sich auf ein Verfahren zur Bedienung der Hubarbeitsbühne.
Das Verfahren umfasst die Schritte des Überwachens der Bewegung/Position des Joysticks
und Ausgeben eines entsprechenden Bewegungssignals, des Überwachens einer auf den
Joystick einwirkenden Kraft und Ausgeben eines entsprechenden Kraftsignals, sowie
des Steuerns der Baumaschine in Abhängigkeit von den zwei überwachten Größen.
[0048] Obwohl manche Aspekte im Zusammenhang mit einer Vorrichtung beschrieben wurden, versteht
es sich, dass diese Aspekte auch eine Beschreibung des entsprechenden Verfahrens darstellen,
sodass ein Block oder ein Bauelement einer Vorrichtung auch als ein entsprechender
Verfahrensschritt oder als ein Merkmal eines Verfahrensschrittes zu verstehen ist.
Analog dazu stellen Aspekte, die im Zusammenhang mit einem oder als ein Verfahrensschritt
beschrieben wurden, auch eine Beschreibung eines entsprechenden Blocks oder Details
oder Merkmals einer entsprechenden Vorrichtung dar. Einige oder alle der Verfahrensschritte
können durch einen Hardware-Apparat (oder unter Verwendung eines Hardware-Apparats),
wie zum Beispiel einen Mikroprozessor, einen programmierbaren Computer oder eine elektronische
Schaltung ausgeführt werden. Bei einigen Ausführungsbeispielen können einige oder
mehrere der wichtigsten Verfahrensschritte durch einen solchen Apparat ausgeführt
werden.
[0049] Je nach bestimmten Implementierungsanforderungen können Ausführungsbeispiele der
Erfindung in Hardware oder in Software implementiert sein. Die Implementierung kann
unter Verwendung eines digitalen Speichermediums, beispielsweise einer Floppy-Disk,
einer DVD, einer Blu-ray Disc, einer CD, eines ROM, eines PROM, eines EPROM, eines
EEPROM oder eines FLASH-Speichers, einer Festplatte oder eines anderen magnetischen
oder optischen Speichers durchgeführt werden, auf dem elektronisch lesbare Steuersignale
gespeichert sind, die mit einem programmierbaren Computersystem derart zusammenwirken
können oder zusammenwirken, dass das jeweilige Verfahren durchgeführt wird. Deshalb
kann das digitale Speichermedium computerlesbar sein.
[0050] Manche Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung umfassen also einen Datenträger,
der elektronisch lesbare Steuersignale aufweist, die in der Lage sind, mit einem programmierbaren
Computersystem derart zusammenzuwirken, dass eines der hierin beschriebenen Verfahren
durchgeführt wird.
[0051] Allgemein können Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung als Computerprogrammprodukt
mit einem Programmcode implementiert sein, wobei der Programmcode dahingehend wirksam
ist, eines der Verfahren durchzuführen, wenn das Computerprogrammprodukt auf einem
Computer abläuft.
[0052] Der Programmcode kann beispielsweise auch auf einem maschinenlesbaren Träger gespeichert
sein.
[0053] Andere Ausführungsbeispiele umfassen das Computerprogramm zum Durchführen eines der
hierin beschriebenen Verfahren, wobei das Computerprogramm auf einem maschinenlesbaren
Träger gespeichert ist.
[0054] Mit anderen Worten ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens somit
ein Computerprogramm, das einen Programmcode zum Durchführen eines der hierin beschriebenen
Verfahren aufweist, wenn das Computerprogramm auf einem Computer abläuft.
[0055] Ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verfahren ist somit ein Datenträger
(oder ein digitales Speichermedium oder ein computerlesbares Medium), auf dem das
Computerprogramm zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren aufgezeichnet
ist. Der Datenträger, das digitale Speichermedium oder das computerlesbare Medium
sind typischerweise gegenständlich und/oder nicht-vergänglich bzw. nichtvorübergehend.
[0056] Ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ist somit ein Datenstrom
oder eine Sequenz von Signalen, der bzw. die das Computerprogramm zum Durchführen
eines der hierin beschriebenen Verfahren darstellt bzw. darstellen. Der Datenstrom
oder die Sequenz von Signalen kann bzw. können beispielsweise dahingehend konfiguriert
sein, über eine Datenkommunikationsverbindung, beispielsweise über das Internet, transferiert
zu werden.
[0057] Ein weiteres Ausführungsbeispiel umfasst eine Verarbeitungseinrichtung, beispielsweise
einen Computer oder ein programmierbares Logikbauelement, die dahingehend konfiguriert
oder angepasst ist, eines der hierin beschriebenen Verfahren durchzuführen.
[0058] Ein weiteres Ausführungsbeispiel umfasst einen Computer, auf dem das Computerprogramm
zum Durchführen eines der hierin beschriebenen Verfahren installiert ist.
[0059] Ein weiteres Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung umfasst eine Vorrichtung oder
ein System, die bzw. das ausgelegt ist, um ein Computerprogramm zur Durchführung zumindest
eines der hierin beschriebenen Verfahren zu einem Empfänger zu übertragen. Die Übertragung
kann beispielsweise elektronisch oder optisch erfolgen. Der Empfänger kann beispielsweise
ein Computer, ein Mobilgerät, ein Speichergerät oder eine ähnliche Vorrichtung sein.
Die Vorrichtung oder das System kann beispielsweise einen Datei-Server zur Übertragung
des Computerprogramms zu dem Empfänger umfassen.
[0060] Bei manchen Ausführungsbeispielen kann ein programmierbares Logikbauelement (beispielsweise
ein feldprogrammierbares Gatterarray, ein FPGA) dazu verwendet werden, manche oder
alle Funktionalitäten der hierin beschriebenen Verfahren durchzuführen. Bei manchen
Ausführungsbeispielen kann ein feldprogrammierbares Gatterarray mit einem Mikroprozessor
zusammenwirken, um eines der hierin beschriebenen Verfahren durchzuführen. Allgemein
werden die Verfahren bei einigen Ausführungsbeispielen seitens einer beliebigen Hardwarevorrichtung
durchgeführt. Diese kann eine universell einsetzbare Hardware wie ein Computerprozessor
(CPU) sein oder für das Verfahren spezifische Hardware, wie beispielsweise ein ASIC.
[0061] Die hierin beschriebenen Vorrichtungen können beispielsweise unter Verwendung eines
Hardware-Apparats, oder unter Verwendung eines Computers, oder unter Verwendung einer
Kombination eines Hardware-Apparats und eines Computers implementiert werden.
[0062] Die hierin beschriebenen Vorrichtungen, oder jedwede Komponenten der hierin beschriebenen
Vorrichtungen können zumindest teilweise in Hardware und/oder in Software (Computerprogramm)
implementiert sein.
[0063] Die hierin beschriebenen Verfahren können beispielsweise unter Verwendung eines Hardware-Apparats,
oder unter Verwendung eines Computers, oder unter Verwendung einer Kombination eines
Hardware-Apparats und eines Computers implementiert werden.
[0064] Die hierin beschriebenen Verfahren, oder jedwede Komponenten der hierin beschriebenen
Verfahren können zumindest teilweise durch Hardware und/oder durch Software ausgeführt
werden.
[0065] Die oben beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen lediglich eine Veranschaulichung
der Prinzipien der vorliegenden Erfindung dar. Es versteht sich, dass Modifikationen
und Variationen der hierin beschriebenen Anordnungen und Einzelheiten anderen Fachleuten
einleuchten werden. Deshalb ist beabsichtigt, dass die Erfindung lediglich durch den
Schutzumfang der nachstehenden Patentansprüche und nicht durch die spezifischen Einzelheiten,
die anhand der Beschreibung und der Erläuterung der Ausführungsbeispiele hierin präsentiert
wurden, beschränkt sei.
Bezugszeichenliste
[0066]
- 1
- Person / Bediener
- 2
- Oberkörper von Person / Bediener
- 5
- Gebäudewand
- 6
- Gebäudeanbau/-vorbau (beispielsweise Balkon)
- 10
- Hubarbeitsbühne
- 11
- Fahrzeugchassis
- 12
- Kranmechanismus
- 13
- Teleskopausleger
- 14
- Korb
- 15
- Bedieneinheit
- 16
- Hubzylinder
- 20a/b
- Joystickmodul
- 21
- Tastaturmodul
- 22
- Display
- 30
- Joystick
- 31
- Joystickknauf
- 32
- Faltenbalg
- 33
- Verriegelung
- 35a/b
- Halterung
- 36
- Befestigungsmittel
- 40
- Hall-Sensor
- 41
- DMS-Sensor
- 42
- DMS-Sensor
- 43
- Leiterplatte
- 44
- Grenzlinie zur Überlast
- 45a/b
- Leiterplattenbereiche
- B
- Bewegungsrichtung Teleskopausleger
- FD, FU
- Kräfte Leiterplatte
- F, FOL
- Kräfte auf Joystickknauf
- X,Y,Z
- Bewegungsrichtungen Joystick / Handsteuergeber
- 150
- Bedieneinheit / Bedienvorrichtung
- 300
- Handsteuergeber / Joystick
- 301
- Lotfußpunkt
- 401
- Kraftsignal
- 411
- Bewegungssignal
- 410,410`
- Kraftsensor
- 430
- Bodenplatte / Leiterplatte
- 500
- Auswerteeinheit
1. Hubarbeitsbühne mit einem Kranmechanismus (12) und einem Korb (14), wobei in dem Korb
(14) eine Bedienvorrichtung (15) mit einer Schutzfunktion bei Überlast eines Handsteuergebers
(30, 300), ausgelöst durch ein Einquetschen/Einklemmen einer Person im Korb (14),
angeordnet ist, wobei die Bedienvorrichtung (150, 15) folgende Merkmale aufweist:
eine Bodenplatte (430, 43);
den Handsteuergeber (30, 300), der gewinkelt zu der Bodenplatte (430, 43) angeordnet
ist und zumindest eindimensional gegenüber der Bodenplatte (430, 43) bewegbar ist;
und
einen Bewegungssensor (40, 400), der ausgebildet ist, eine Position und/oder eine
Bewegung des Handsteuergebers (30, 300) gegenüber der Bodenplatte (430, 43) zu bestimmen
und in Abhängigkeit von der bestimmten Position und/oder der bestimmten Bewegung ein
Bewegungssignal auszugeben; und dadurch gekennzeichnet dass die Hubarbeitsbühne weiter einen Kraftsensor (410, 410', 41, 42), aufweist, der in
der Bodenplatte (430, 43) oder in einer mit der Bodenplatte (430, 43) verbundenen
Komponente (43) angeordnet ist und der ausgebildet ist, um eine auf den Handsteuergeber
(30, 300) einwirkende und von dem Handsteuergeber (30, 300) auf die Bodenplatte (430,
43) übertragene Kraft zu bestimmen und in Abhängigkeit von der bestimmten Kraft ein
Kraftsignal (401) auszugeben.
2. Hubarbeitsbühne gemäß Anspruch 1, die ferner eine Auswerteelektronik (500) aufweist,
bei der die Auswerteelektronik (500) ausgebildet ist, um das Kraftsignal (401) zu
empfangen und bei Überschreitung eines vorbestimmten Schwellwerts eine Überlast zu
bestimmen.
3. Hubarbeitsbühne gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Kraftsensor (410,
410', 41, 42) mittels Dehnungsmessstreifen realisiert ist.
4. Hubarbeitsbühne gemäß Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der Kraftsensor (410, 410', 41,
42) oder der als Dehnungsmessstreifen ausgebildete Kraftsensor (410, 410', 41, 42)
ausgebildet ist, um eine Verformung der Bodenplatte (430, 43) oder der mit der Bodenplatte
(430, 43) verbundenen Komponente (43) zu bestimmen und in Abhängigkeit von der Verformung
ein Kraftsignal (401) auszugeben.
5. Hubarbeitsbühne gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Bedienvorrichtung
neben dem Kraftsensor (410, 410', 41, 42) einen weiteren Kraftsensor (410, 410', 41,
42) umfasst und der Kraftsensor (410, 410', 41, 42) sowie der weitere Kraftsensor
(410, 410', 41, 42) in der Bodenplatte (430, 43) oder in einer mit der Bodenplatte
(430, 43) verbundenen Komponente (43) derart integriert sind, dass diese um einen
Lotfußpunkt (301) von dem Handsteuergeber (30, 300) auf die Bodenplatte (430, 43)
oder die mit der Bodenplatte (430, 43) verbundene Komponente (43) herum angeordnet
sind.
6. Hubarbeitsbühne gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Bewegungssensor (40,
400) in der Bodenplatte (430, 43) oder in eine mit der Bodenplatte (430, 43) verbundene
Komponente (43) integriert ist; und/oder wobei der Bewegungssensor (40, 400) in einem
Lotfußpunkt (301) des Handsteuergebers (30, 300) auf die Bodenplatte (430, 43) oder
die mit der Bodenplatte (430, 43) verbundenen Komponente (43) angeordnet ist.
7. Hubarbeitsbühne gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Bewegungssensor (40,
400) ein Hall-Sensor (40) ist.
8. Hubarbeitsbühne gemäß den Ansprüchen 3, 4, 5, 6 oder 7, wobei die mit der Bodenplatte
(430, 43) verbundene Komponente (43) eine Leiterplatte umfasst, in welche der Kraftsensor
(410, 410', 41, 42) und/oder der Bewegungssensor (40, 400) integriert sind.
9. Hubarbeitsbühne gemäß Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 8 in Kombination mit
Anspruch 2, wobei die Auswerteelektronik (500) ausgebildet ist, um bei der bestimmten
Überlast eine Bewegung der Baumaschine (10) zu stoppen und/oder bei einer geringen
Überlast eine Bewegungsgeschwindigkeit der Baumaschine (10) zu reduzieren.
10. Hubarbeitsbühne gemäß Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 9 in Kombination mit
Anspruch 2, wobei die Auswerteelektronik (500) ausgebildet ist, um bei Überlast eine
Gegenbewegung auszulösen, wobei die Gegenbewegung eine Bewegung unterschiedlich von
einer aktuellen Bewegung der Baumaschine (10) ist.
11. Hubarbeitsbühne gemäß Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 10 in Kombination
mit Anspruch 2, wobei die Auswerteelektronik (500) ausgebildet ist, um bei Vorliegen
einer Überlast und bei Vorliegen eines gesperrten Handsteuergebers (30, 300) einen
Hinweis zum Entsperren des Handsteuergebers (30, 300) auszugeben und/oder um bei Vorliegen
einer Überlast einen Hinweis bezüglich der Überlast auszugeben.
12. Hubarbeitsbühne gemäß Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 11 in Kombination
mit Anspruch 2, wobei die Auswerteelektronik (500) ausgebildet ist, um das Kraftsignal
(401) zu speichern und/oder einen Höchstwert für das Kraftsignal (401) zu speichern.
13. Hubarbeitsbühne gemäß Anspruch 2 oder einem der Ansprüche 3 bis 12 in Kombination
mit Anspruch 2, wobei die Auswerteelektronik (500) ausgebildet ist, um eine Drift
des Kraftsensors (410, 410', 41, 42) und/oder eine Drift des Bewegungssensors (40,
400) zu detektieren.
14. Verfahren zur Bedienung einer Hubarbeitsbühne mit einem Kranmechanismus (12) und einem
Korb (14), wobei in dem Korb (14) eine Bedienvorrichtung (15) mit einer Schutzfunktion
bei Überlast eines Handsteuergebers (30, 300), ausgelöst durch ein Einquetschen/Einklemmen
einer Person im Korb, angeordnet ist, wobei die Bedienvorrichtung (150, 15) folgende
Merkmale aufweist: eine Bodenplatte (430, 43); den Handsteuergeber (30, 300), der
gewinkelt zu der Bodenplatte (430, 43) angeordnet ist und zumindest eindimensional
gegenüber der Bodenplatte (430, 43) bewegbar ist; einen Bewegungssensor (40, 400);
und einen Kraftsensor (410, 410', 41, 42), der in der Bodenplatte (430, 43) oder in
einer mit der Bodenplatte (430, 43) verbundenen Komponente (43) angeordnet ist, wobei
das Verfahren folgende Schritte aufweist:
Bestimmen einer Position und/oder einer Bewegung des Handsteuergebers (30, 300) gegenüber
der Bodenplatte (430, 43) und Ausgeben eines von der bestimmten Position und/oder
der bestimmten Bewegung abhängigen Bewegungssignals (411);
Bestimmen einer auf dem Handsteuergeber (30, 300) vorherrschenden Kraft mittels des
Kraftsensors (410, 410', 41, 42), um eine Überlast zu detektieren, und Ausgeben eines
von der bestimmten Kraft abhängigen Kraftsignals (401); und
Beeinflussen der Bewegung der Baumaschine (10) oder von Komponenten (12, 13, 16) der
Baumaschine (10) in Abhängigkeit des Bewegungssignals (411) und in Abhängigkeit des
Kraftsignals (401).
1. Elevating work platform including a crane mechanism (12) and a cage (14), wherein
an operating device (15) including a protective function in case of an overload of
a hand control device (30, 300), caused by squeezing/jamming of a person in the cage
(14), is disposed in the cage (14), the operating device (150, 15) comprising:
a bottom plate (430, 43);
the hand control device (30, 300) disposed in an angular relation to the bottom plate
(430, 43) and moveable at least one-dimensionally with respect to the bottom plate
(430, 43); and
a movement sensor (40, 400) configured to determine a position and/or a movement of
the hand control device (30, 300) with respect to the bottom plate (430, 43) and to
output a movement signal depending on the determined position and/or the determined
movement; and characterized in that the elevating work platform further comprises a force sensor (410, 410',41, 42) disposed
in the bottom plate (430, 43) or in a component (43) connected to the bottom plate
(430, 43) and configured to determine a force acting on the hand control device (30,
300) and transmitted by the hand control device (30, 300) to the bottom plate (430,
43) and to output a force signal (401) depending on the determined force.
2. Elevating work platform according to claim 1, further comprising evaluation electronics
(500), wherein the evaluation electronics (500) are configured to receive the force
signal (401) and to determine an overload when a predetermined threshold value is
exceeded.
3. Elevating work platform according to any one of the preceding claims, wherein the
force sensor (410, 410', 41, 42), is realized by means of strain gauge.
4. Elevating work platform according to claim 1, 2, or 3, wherein the force sensor (410,
410' 41, 42) or the force sensor (410, 410', 41, 42) configured as strain gauge is
configured to determine a deformation of the bottom plate (430, 43) or the component
(43) connected to the bottom plate, (430, 43) and to output a force signal (401) depending
on the deformation.
5. Elevating work platform according to any one of the preceding claims, wherein, in
addition to the force sensor (410, 410', 41, 42), the operating device includes an
additional force sensor (410, 410', 41, 42) and the force sensor (410, 410', 41, 42)
as well as the additional force sensor (410, 410', 41, 42) are integrated in the bottom
plate (430, 43) or in a component (43) connected to the bottom plate (430, 43) such
that they are disposed around a foot of a dropped perpendicular (301) of the hand
control device (30, 300) on the bottom plate (430, 43) or the component (43) connected
to the bottom plate (430, 43).
6. Elevating work platform according to any one of the preceding claims, wherein the
movement sensor (40, 400) is integrated in the bottom plate, (430, 43) or in a component
(43) connected to the bottom plate (430, 43); and/or
wherein the movement sensor (40, 400) is disposed in a foot of a dropped perpendicular
(301) of the hand control device (30, 300) on the bottom plate (430, 43) or the component
(43) connected to the bottom plate (430, 43).
7. Elevating work platform according to any one of the preceding claims, wherein the
movement sensor (40, 400) is a Hall sensor (40).
8. Elevating work platform according to claims 3, 4, 5, 6, or 7, wherein the component
(43) connected to the bottom plate (430, 43) includes a circuit board in which the
force sensor (410, 410', 41, 42) and/or the movement sensor (40, 400) are integrated.
9. Elevating work platform according to claim 2 or any one of claims 3 to 8 in combination
with claim 2, wherein the evaluation electronics (500) are configured, in case of
the determined overload, to stop movement of the construction machine (10) and/or,
in case of a small overload, to reduce movement speed of the construction machine
(10).
10. Elevating work platform according to claim 2 or any one of claims 3 to 9 in combination
with claim 2, wherein the evaluation electronics (500) are configured, in case of
an overload, to trigger a counter movement, the counter movement being a movement
that is different from a current movement of the construction machine (10).
11. Elevating work platform according to claim 2 or any one of claims 3 to 10 in combination
with claim 2, wherein the evaluation electronics (500) are configured, in case of
an overload and in case of a locked hand control device (30, 300), to output a prompt
for unlocking the hand control device (30, 300) and/or, in case of an overload, to
output a prompt with respect to the overload.
12. Elevating work platform according to claim 2 or any one of claims 3 to 11 in combination
with claim 2, wherein the evaluation electronics (500) are configured to store the
force signal (401) and/or store a maximum value for the force signal (401).
13. Elevating work platform according to claim 2 or any one of claims 3 to 12 in combination
with claim 2, wherein the evaluation electronics (500) are configured to detect a
drift of the force sensor (410, 410', 41, 42) and/or a drift of the movement sensor
(40, 400).
14. Method for operating a elevating work platform including a crane mechanism (12) and
a cage (14), wherein an operating device (15) including a protective function in case
of an overload of a hand control device (30, 300), caused by squeezing/jamming of
a person in the cage, is disposed in the cage (14), wherein the operating device (150,
15) comprises: a bottom plate (430, 43); the hand control device (30, 300) disposed
in an angular relation to the bottom plate (430, 43) and moveable at least one-dimensionally
with respect to the bottom plate (430, 43); a movement sensor (40, 400); and a force
sensor (410, 410', 41, 42) disposed in the bottom plate (430, 43) or in a component
(43) connected to the bottom plate (430, 43), the method comprising:
determining a position and/or a movement of the hand control device (30, 300) with
respect to the bottom plate (430, 43) and outputting a movement signal (411) depending
on the determined position and/or the determined movement;
determining, by means of the force sensor (410, 410', 41, 42), a force prevalent on
the hand control device (30, 300) in order to detect an overload, and outputting a
force signal (401) depending on the determined force; and
influencing the movement of the construction machine (10) or of components (12, 13,
16) of the construction machine (10) depending on the movement signal (411) and depending
on the force signal (401).
1. Nacelle élévatrice avec un mécanisme de grue (12) et un panier (14), dans laquelle
est disposé, dans le panier (14), un dispositif de manoeuvre (15) avec une fonction
de protection en cas de surcharge d'un transmetteur de commande manuelle (30, 300)
déclenchée par un pincement/coincement d'une personne dans le panier (14), dans laquelle
le dispositif de manoeuvre (150, 15) présente les caractéristiques suivantes:
une plaque de fond (430, 43);
le transmetteur de commande manuelle (30, 300) qui est disposé selon un angle par
rapport à la plaque de fond (430, 43) et qui est mobile au moins de manière unidimensionnelle
par rapport à la plaque de fond (430, 43); et
un capteur de déplacement (40, 400) qui est conçu pour déterminer une position et/ou
un déplacement du transmetteur de commande manuelle (30, 300) par rapport à la plaque
de fond (430, 43) et pour émettre, en fonction de la position déterminée et/ou du
déplacement déterminé, un signal de déplacement; et
caractérisée par le fait que la nacelle élévatrice présente par ailleurs un capteur de force (410, 410', 41, 42)
qui est disposé dans la plaque de fond (430, 43) ou dans un composant (43) associé
à la plaque de fond (430, 43) et qui est conçu pour déterminer une force agissant
sur le transmetteur de commande manuelle (30, 300) et transmise par le transmetteur
de commande manuelle (30, 300) à la plaque de fond (430, 43) et pour émettre un signal
de force (401) en fonction de la force déterminée.
2. Nacelle élévatrice selon la revendication 1, qui présente par ailleurs une électronique
d'évaluation (500), dans laquelle l'électronique d'évaluation (500) est conçue pour
recevoir le signal de force (401) et pour déterminer une surcharge au cas où est excédée
une valeur de seuil prédéterminée.
3. Nacelle élévatrice selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le capteur
de force (410, 410', 41, 42) est réalisé au moyen de jauges de contrainte.
4. Nacelle élévatrice selon la revendication 1, 2 ou 3, dans laquelle le capteur de force
(410, 410', 41, 42) ou le capteur de force (410, 410', 41, 42) conçu comme jauge de
contrainte est conçu pour déterminer une déformation de la plaque de fond (430, 43)
ou du composant (43) associé à la plaque de fond (430, 43) et pour émettre un signal
de force (401) en fonction de la déformation.
5. Nacelle élévatrice selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
de manoeuvre comporte, outre le capteur de force (410, 410', 41, 42), un autre capteur
de force (410, 410', 41, 42), et le capteur de force (410, 410', 41, 42) ainsi que
l'autre capteur de force (410, 410', 41, 42) sont intégrés dans la plaque de fond
(430, 43) ou dans un composant (43) associé à la plaque de fond (430, 43) de sorte
qu'ils soient disposés autour d'un pied de perpendiculaire (301) du transmetteur de
commande manuelle (30, 300) sur la plaque de fond (430, 43) ou le composant (43) associé
à la plaque de fond (430, 43).
6. Nacelle élévatrice selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le capteur
de déplacement (40, 400) est intégré dans la plaque de fond (430, 43) ou dans un composant
(43) associé à la plaque de fond (430, 43); et/ou
dans laquelle le capteur de déplacement (40, 400) est disposé dans un pied de perpendiculaire
(301) du transmetteur de commande manuelle (30, 300) sur la plaque de fond (430, 43)
ou le composant (43) associé à la plaque de fond (430, 43).
7. Nacelle élévatrice selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le capteur
de déplacement (40, 400) est un capteur de Hall (40).
8. Nacelle élévatrice selon les revendications 3, 4, 5, 6 ou 7, dans laquelle le composant
(43) associé à la plaque de fond (430, 43) comporte une carte de circuit imprimé dans
laquelle sont intégrés le capteur de force (410, 410', 41, 42) et/ou le capteur de
déplacement (40, 400).
9. Nacelle élévatrice selon la revendication 2 ou l'une des revendications 3 à 8 en combinaison
avec la revendication 2, dans laquelle l'électronique d'évaluation (500) est conçue
pour arrêter, à la surcharge déterminée, un déplacement de la machine de chantier
(10) et/ou pour réduire, à une faible surcharge, une vitesse de déplacement de la
machine de chantier (10).
10. Nacelle élévatrice selon la revendication 2 ou l'une des revendications 3 à 9 en combinaison
avec la revendication 2, dans laquelle l'électronique d'évaluation (500) est conçue
pour déclencher, en cas de surcharge, un contre-déplacement, le contre-déplacement
étant un déplacement qui est différent d'un déplacement actuel de la machine de chantier
(10).
11. Nacelle élévatrice selon la revendication 2 ou l'une des revendications 3 à 10 en
combinaison avec la revendication 2, dans laquelle l'électronique d'évaluation (500)
est conçue pour émettre, en cas de présence d'une surcharge et en cas de présence
d'un transmetteur de commande manuelle bloqué (30, 300), une indication pour débloquer
le transmetteur de commande manuelle (30, 300) et/ou pour émettre, en cas de présence
d'une surcharge, une indication relative à la surcharge.
12. Nacelle élévatrice selon la revendication 2 ou l'une des revendications 3 à 11 en
combinaison avec la revendication 2, dans laquelle l'électronique d'évaluation (500)
est conçue pour mémoriser le signal de force (401) et/ou pour mémoriser une valeur
maximale pour le signal de force (401).
13. Nacelle élévatrice selon la revendication 2 ou l'une des revendications 3 à 12 en
combinaison avec la revendication 2, dans laquelle l'électronique d'évaluation (500)
est conçue pour détecter une dérive du capteur de force (410, 410', 41, 42) et/ou
une dérive du capteur de déplacement (40, 400).
14. Procédé permettant de faire fonctionner une nacelle élévatrice avec un mécanisme de
grue (12) et un panier (14), dans lequel est disposé, dans le panier (14), un dispositif
de manoeuvre (15) avec une fonction de protection en cas de surcharge d'un transmetteur
de commande manuelle (30, 300) déclenchée par un pincement/coincement d'une personne
dans le panier (14), dans lequel le dispositif de manoeuvre (150, 15) présente les
caractéristiques suivantes: une plaque de fond (430, 43); le transmetteur de commande
manuelle (30, 300) qui est disposé selon un angle par rapport à la plaque de fond
(430, 43) et qui est mobile au moins de manière unidimensionnelle par rapport à la
plaque de fond (430, 43); un capteur de déplacement (40, 400); et un capteur de force
(410, 410', 41, 42) qui est disposé dans la plaque de fond (430, 43) ou dans un composant
(43) associé à la plaque de fond (430, 43), dans lequel le procédé présente les étapes
suivantes consistant à:
déterminer une position et/ou un déplacement du transmetteur de commande manuelle
(30, 300) par rapport à la plaque de fond (430, 43) et émettre un signal de déplacement
(411) qui est fonction de la position déterminée et/ou du déplacement déterminé;
déterminer une force prédominante sur le transmetteur de commande manuelle (30, 300)
au moyen du capteur de force (410, 410', 41, 42) pour détecter une surcharge, et émettre
un signal de force (401) qui est fonction de la force déterminée; et
exercer une influence sur le déplacement de la machine de chantier (10) ou de composants
(12, 13, 16) de la machine de chantier (10) en fonction du signal de déplacement (411)
et en fonction du signal de force (401).