TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Münzlift zum Transportieren von Münzen und/oder
münzähnlichen Gegenständen und im Besonderen einen modular aufgebauten Münzlift zum
Transportieren von Münzen und/oder münzähnlichen Gegenständen in einer steil aufsteigenden
Richtung.
STAND DER TECHNIK
[0002] Münzlifte finden üblicherweise Verwendung in geldbetätigten Geräten wie zum Beispiel
Warenverkaufsautomaten, Fahrkartenautomaten, Unterhaltungsspielgeräten, etc. Die Bedienung
dieser geldbetätigten Geräte beinhaltet die Eingabe von Geld, und zwar noch oft in
Form von Münzen in einen Münzeinwurfschlitz. Diese in das Gerät eingeworfenen Münzen
werden dann mittels eines einzahlungsseitigen Münzkanals in eine Kassen-und/oder Münzauszahleinheit
- einen so genannten Hopper - weitergeleitet, in welchem die Münzen sortiert vorliegen.
Soll eine Münze aus dem Gerät wieder ausgezahlt werden, wird sie in der Regel aus
dem Hopper mittels eines Münzlifts in einen auszahlungsseitigen Münzkanal übergeführt
und schließlich in eine Münzauszahlschale geleitet. Hierbei dient der Münzlift unter
anderem dazu, einen Höhenunterschied zwischen einem Münzsammelbehälter des Hoppers
und der Münzauszahlschale zu überwinden.
[0003] Die Münzlifte des Stands der Technik besitzen meist eine endlose Förderschleife,
die die Münzen durch entweder Ausnutzung der zwischen den Münzen und einer Oberfläche
der Förderschleife auftretenden Haftreibung oder auf der Oberfläche der Förderschleife
annähernd quer zur Transportrichtung angebrachten Lippen mitnimmt und in eine aufwärts
weisende Richtung transportiert. Oft reicht jedoch die Haftreibung nicht aus, um die
Münzen zuverlässig in einer vertikal aufsteigenden Richtung transportieren zu können.
Dies ist insbesondere problematisch bei gebrauchten Münzen, die aufgrund von Verschmutzungen
noch geringere Haftreibungswerte aufweisen können als neue Münzen. Auch bei der Nutzung
von auf der Oberfläche der Förderschleife annähernd quer zur Transportrichtung angebrachten
Lippen kann es bei einem senkrechten Transport der Münzen dazu kommen, dass Münzen
von den Lippen abrutschen und nach unten fallen. Um das Problem einer zu geringen
Haftreibung oder eines Abrutschens der Münzen zu umgehen, wird dann meist entweder
die ganze Förderschleife oder zumindest der Teil für den aufwärtsgerichteten Transport
der Münzen in einer zur vertikalen Richtung geneigten Ausrichtung angeordnet. Dies
hat aber den Nachteil, dass die Förderschleife zur Überwindung eines vorgegebenen
Höhenunterschieds ein größeres Bauvolumen einnimmt als bei einer senkrechten Anordnung.
Der in den geldbetätigten Geräten zur Verfügung stehende Raum ist jedoch für gewöhnlich
sehr beschränkt, so dass eine möglichst kompakte Bauweise des Münzlifts wünschenswert
ist.
[0004] Des Weiteren sind Münzlifte des Stands der Technik nicht einfach an unterschiedliche
Bauhöhen anpassbar. Diese besitzen nämlich oftmals als Förderschleife einen Transportriemen,
der zur Anpassung des Höhenunterschieds, den die Münzen überwinden müssen, vollständig
ausgetauscht werden muss, und/oder der Antriebsmechanismus für die Förderschleife
sowie das Gehäuse sind nur aufwendig an unterschiedliche Bauhöhen anpassbar. Die
US 5232398 offenbart einen Münzlift nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Münzlift der eingangs
genannten Art anzugeben, durch welchen die Nachteile des Stands der Technik vermieden
und letzterer in vorteilhafter Weise weitergebildet wird. Insbesondere soll ein Münzlift
bereitgestellt werden, der platzsparend aufgebaut ist und dabei auch gebrauchte und
eventuell verschmutze Münzen zuverlässig transportieren kann. Zudem soll der Münzlift
wartungsarm und in seiner Bauhöhe leicht anpassbar sein.
[0006] Hierbei werden im Rahmen dieser Erfindung unter dem Begriff "Münze" nicht nur Geldmünzen,
sondern beispielsweise auch Jetons, Token, Medaillen oder sonstige münzähnliche Gegenstände
verstanden.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch einen Münzlift der eingangs genannten Art
mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe erfolgt durch einen Münzlift der eingangs
angeführten Art, der eine endlose Förderschleife für einen Transport von Münzen und/oder
münzähnlichen Gegenständen von einer ersten Position zu einer gegenüber der ersten
Position höher liegenden zweiten Position aufweist, wobei die Förderschleife in einem
ersten Abschnitt in aufsteigender Richtung und in einem zweiten Abschnitt in absteigender
Richtung verläuft. In der zweiten Position besitzen die Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenstände eine größere potenzielle Energie als in der ersten Position und ein Transport
der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände in aufsteigender Richtung bewirkt eine
Erhöhung der potenziellen Energie der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände, während
in diesem Sinn die absteigende Richtung der aufsteigenden Richtung entgegengesetzt
ist, das heißt zu einer Reduzierung der potenziellen Energie führen würde.
[0009] In den beanspruchten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Münzlifts verlaufen
der erste Abschnitt und der zweite Abschnitt der Förderschleife geradlinig und parallel
zueinander, wodurch der erste und der zweite Abschnitt der Förderschleife eng nebeneinander
angeordnet werden können, und die Förderschleife verläuft in dem ersten Abschnitt
in vertikal aufsteigender Richtung und in dem zweiten Abschnitt in vertikal absteigender
Richtung, was eine besonders platzsparende Bauweise eines erfindungsgemäßen Münzlifts
erlaubt.
[0010] Die Förderschleife verläuft in einem dritten Abschnitt von der absteigenden Richtung
des zweiten Abschnitts in die aufsteigende Richtung des ersten Abschnitts und in einem
vierten Abschnitt von der aufsteigenden Richtung des ersten Abschnitts in die absteigende
Richtung des zweiten Abschnitts. Das heißt, dass außerhalb des ersten und zweiten
Abschnitts, in denen die Förderschleife geradlinig und in einer senkrecht aufsteigenden
bzw. senkrecht absteigenden Richtung verläuft, die Förderschleife im dritten und vierten
Abschnitt überwiegend gekrümmte Bereiche aufweist. So kann die Förderschleife beispielsweise
im gesamten dritten und vierten Abschnitt jeweils in der Form eines Halbkreisbogens
verlaufen. Wie nachstehend anhand der Beschreibung der Ausführungsbeispiele dargestellt
ist, nehmen der dritte und vierte Abschnitt der Förderschleife vorzugsweise einen
über den eines Halbkreises hinausgehenden Kreisbogenbereich ein, so dass der erste
und zweite Abschnitt der Förderschleife näher nebeneinander angeordnet werden können,
was das von einem erfindungsgemäßen Münzlift eingenommene Volumen reduziert.
[0011] Weiterhin weist ein erfindungsgemäßer Münzlift einen Antrieb zum wahlweisen Antreiben
der Förderschleife in einer Umlaufbewegung auf. Vorteilhafterweise ist der Antrieb
derart angeordnet, dass die Förderschleife in dem dritten Abschnitt oder dem vierten
Abschnitt, jedoch nicht im ersten und zweiten Abschnitt, von dem Antrieb angetrieben
wird. Dadurch verlaufen der erste und zweite Abschnitt der Förderschleife außerhalb
des Antriebs und sind somit leicht zugänglich für eine Anpassung der Bauhöhe eines
erfindungsgemäßen Münzlifts.
[0012] Ferner weist ein erfindungsgemäßer Münzlift ein Andruckelement zum Andrücken der
von der Förderschleife transportierten Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände auf
die Förderschleife auf. Dabei wird bevorzugt, dass das Andruckelement in Richtung
der Umlaufbewegung der Förderschleife an seinem Einbauort im Wesentlichen verharrt
und die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände von der Förderschleife an dem Andruckelement
vorbeigeführt werden. Alternativ kann sich jedoch das Andruckelement in einem Abschnitt
der Förderschleife auch mit dieser mitbewegen, so dass zwischen der Förderschleife
und dem Andruckelement keine Relativbewegung in Richtung der Umlaufbewegung der Förderschleife
besteht. Hierfür kann das Andruckelement beispielsweise aus einer Vielzahl von gelenkig
miteinander verbundenen Segmenten gebildet werden, die vergleichbar mit einer Kette
auf einer Bahn umlaufen, die zumindest in besagtem Abschnitt im Wesentlichen entlang
der Förderschleife verläuft.
[0013] Die erfindungsgemäße Verwendung eines Andruckelements hat gegenüber dem aus dem Stand
der Technik bekannten Verlauf der Förderschleife in einem einfachen Schacht den Vorteil,
dass dadurch auch sehr unterschiedlich dicke Münzen und/oder münzähnliche Gegenstände
zuverlässig mit der Förderschleife transportiert werden können. Ein Schacht müsste
nämlich derart dimensioniert werden, dass durch diesen noch die dickste Münze und/oder
der dickste münzähnliche Gegenstand auf der Förderschleife transportiert werden kann.
Bei sehr unterschiedlich dicken Münzen und/oder münzähnlichen Gegenständen kann dies
jedoch dazu führen, dass die dünnsten Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände derart
viel Platz in dem Schacht haben, dass sie sich in dem Schacht verkeilen können. Weiterhin
muss bei einer Verwendung von Lippen auf der Oberfläche der Förderschleife als Aufstandskanten
für die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände bei deren Transport auf der Förderschleife
die zur Oberfläche der Förderschleife senkrechte Höhe der Lippen geringer sein als
die gemeinsame Dicke von zwei aufeinanderliegenden dünnsten Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenständen, da ansonsten die obere Münze oder der obere münzähnliche Gegenstand
nicht von der darunter liegenden Münze oder dem darunter liegenden münzähnlichen Gegenstand
abrutschen kann und es nicht zu einer Vereinzelung der Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenstände kommt. Wenn dann aber auch sehr dicke Münzen und/oder münzähnliche Gegenstände
vorkommen können, die wesentlich dicker sind als die zur Oberfläche der Förderschleife
senkrechte Höhe der Lippen, und der Schacht dementsprechend breit dimensioniert werden
muss, können die dünnen Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände von den Lippen abrutschen
und zwischen den Lippen und der Schachtinnenwand nach unten fallen und/oder sich im
Schacht verklemmen.
[0014] Erfindungsgemäß erstreckt sich das Andruckelement im Wesentlichen entlang des ersten
Abschnitts der Förderschleife, da dort aufgrund des bevorzugt vertikal aufsteigenden
Verlaufs der Förderschleife ein Abrutschen der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände
am ehesten auftreten kann. Das Andruckelement kann sich auch in an den ersten Abschnitt
angrenzende Abschnitte der Förderschleife erstrecken. Dies ist insbesondere sinnvoll,
wenn die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände bereits bei noch geneigtem, das
heißt bei noch nicht senkrechtem Verlauf der Förderschleife eine Tendenz zum Abrutschen
zeigen. Ein Erstrecken des Andruckelements in an den ersten Abschnitt angrenzende
Abschnitte der Förderschleife ist auch sinnvoll, um ein Einführen der Münzen und/oder
münzähnlichen Gegenstände zwischen dem Andruckelement und der Förderschleife zu erleichtern.
Hierfür weist das Andruckelement zweckmäßigerweise gebogene und/oder abgerundete Enden
auf oder im vorstehend beschriebenen alternativen Fall einen entsprechenden Bahnverlauf
der kettengliedartigen Segmente.
[0015] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn das Andruckelement entlang der Förderschleife,
das heißt in Richtung des Verlaufs der Förderschleife und somit in Längsrichtung des
Andruckelements unterschiedliche Abstände zur Förderschleife in einer zur Förderschleife,
das heißt zur Oberfläche der Förderschleife senkrechten Richtung einnehmen kann, da
dann auf der Förderschleife aufeinanderfolgende Münzen und/oder münzähnliche Gegenstände,
die sich wesentlich in ihrer Dicke unterscheiden, zuverlässig auf die Förderschleife
gedrückt werden können. Anderenfalls kann es vorkommen, dass das Andruckelement durch
eine dicke Münze oder einen dicken münzähnlichen Gegenstand derart weit von der Förderschleife
weggehalten wird, dass eine unmittelbar darauffolgende oder vorhergehende dünnere
Münze oder ein unmittelbar darauffolgender oder vorhergehender dünnerer münzähnlicher
Gegenstand nur noch unzureichend oder gar nicht mehr von dem Andruckelement auf die
Förderschleife gedrückt wird und es zu einem Abrutschen der dünneren Münze bzw. des
dünneren münzähnlichen Gegenstands kommt. Diese in Längsrichtung des Andruckelements
vorteilhafte Variabilität des Abstands zwischen dem Andruckelement und der Förderschleife
kann erzielt werden, indem beispielsweise das Andruckelement aus einem elastischen
Kunststoff geformt ist und/oder das Andruckelement in seiner Längsrichtung eine Vielzahl
von nebeneinander angeordneten Segmenten aufweist, die in einer zur Oberfläche der
Förderschleife senkrechten Richtung im Wesentlichen unabhängig voneinander bewegbar
sind. Das heißt, dass die Segmente unterschiedliche Abstände senkrecht zur Oberfläche
der Förderschleife einnehmen können. Eine weitere Möglichkeit zur Erzielung einer
entlang der Förderschleife vorhandenen Variabilität des Abstands zwischen dem Andruckelement
und der Förderschleife, insbesondere des vom Andruckelement zur Oberfläche der Förderschleife
senkrechten Abstands, besteht darin, ein in seiner Längsrichtung eingeschränkt biegbares
aber ansonsten starr ausgebildetes Andruckelement an einer oder mehreren Lagerstellen,
die in Längsrichtung des Andruckelements voneinander entfernt angeordnet sind, bewegbar
zu lagern, zum Beispiel unter Verwendung von Federelementen. Durch die daraus resultierende
Kombination aus leichtem Verbiegen des Andruckelements und unterschiedlichen Auslenkungen
an den einzelnen Lagerstellen ist das Andruckelement bezüglich seines senkrechten
Abstands zur Oberfläche der Förderschleife ebenfalls variabel positionierbar entlang
seiner Längsachse. Zur Erzielung dieser entlang der Förderschleife vorteilhaften Variabilität
des Abstands zwischen dem Andruckelement und der Förderschleife kann es auch hinreichend
sein, das Andruckelement im Wesentlichen starr auszubilden und das Andruckelement
an einer oder mehreren Lagerstellen gegen die Wirkung eines oder mehrerer Federelemente
bewegbar, insbesondere in einer Richtung senkrecht zur Oberfläche der Förderschleife,
zu lagern.
[0016] Bei einer Verwendung von Lippen auf der Oberfläche der Förderschleife als Aufstandskanten
für die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände bei deren Transport auf der Förderschleife
ist es vorteilhaft, wenn sich entlang der Förderschleife eine Nut oder dergleichen
durch die Lippen erstreckt, so dass ein Kamm oder Steg des Andruckelements durch die
Nut und somit durch die Lippen verlaufen kann, wodurch das Andruckelement auch Münzen
und/oder münzähnliche Gegenstände sicher auf die Förderschleife drücken kann, deren
Dicke kleiner ist als die zur Oberfläche der Förderschleife senkrechte Höhe der Lippen.
Anderenfalls kann nämlich die Lippe das Andruckelement von einer schmaleren Münze
oder einem schmaleren münzähnlichen Gegenstand entfernt halten, so dass das Andruckelement
die Münze oder den münzähnlichen Gegenstand nicht flach auf die Oberfläche der Förderschleife
drücken kann und sich die Münze oder der münzähnliche Gegenstand beispielsweise zwischen
der Förderschleife und dem Andruckelement verklemmen kann.
[0017] Bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Münzlifts weisen ferner eine
Vorrichtung zum Ableiten einer elektrostatischen Ladung der Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenstände auf. Denn durch die auftretende Reibung zwischen zum einen den von der
Förderschleife transportierten Münzen und/oder münzähnlichen Gegenständen und zum
anderen dem Andruckelement und/oder den Gehäuseteilen kann es zu einer elektrostatischen
Aufladung der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände kommen, was zu einer Störung
oder sogar zu einer Beschädigung von Bauteilen im Münzlift selbst, aber auch im geldbetätigten
Gerät, in das der Münzlift eingebaut ist, führen kann. Vorteilhafte Ausführungsformen
solch einer Vorrichtung zum Ableiten einer elektrostatischen Ladung weisen eine oder
mehrere geerdete Metallplatten auf, über die die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände
an einer oder mehreren Positionen entlang ihres Wegs durch den Münzlift geführt werden.
[0018] Weitere bevorzugte Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Münzlifts weisen ferner
ein Gehäuse auf, das ein austauschbares erstes Gehäuseteil umfasst, in dem der erste
Abschnitt und der zweite Abschnitt der Förderschleife im Wesentlichen nebeneinander
verlaufen.
[0019] Vorzugsweise weist das Gehäuse ferner ein zweites Gehäuseteil und ein drittes Gehäuseteil
auf, wobei der dritte Abschnitt der Förderschleife in dem zweiten Gehäuseteil verläuft
und der vierte Abschnitt der Förderschleife in dem dritten Gehäuseteil.
[0020] Vorteilhafterweise verbindet das erste Gehäuseteil das zweite Gehäuseteil trennbar
oder nicht trennbar mit dem dritten Gehäuseteil, so dass durch Verwendung unterschiedlich
langer erster Gehäuseteile die Bauhöhe eines erfindungsgemäßen Münzlifts variiert
werden kann.
[0021] In den beanspruchten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Münzlifts wird die
Förderschleife aus einer Vielzahl von gelenkig, trennbar miteinander verbundenen Segmenten
gebildet. Dadurch lässt sich die Förderschleife durch Einfügen oder Herausnehmen von
einem oder mehreren Segmenten in ihrer Länge an unterschiedliche Bauhöhen eines erfindungsgemäßen
Münzlifts anpassen, ohne dass die gesamte Förderschleife ausgetauscht werden muss.
[0022] Aufgrund des modularen Aufbaus eines erfindungsgemäßen Münzlifts, nämlich der gemeinsamen
Anordnung eines ersten Abschnitts einer Förderschleife für einen aufsteigenden, vorzugsweise
vertikal aufsteigenden Transport von Münzen und/oder münzähnlichen Gegenständen und
eines zweiten Abschnitts für die Rückführung der Förderschleife in einer vorzugsweise
vertikal absteigenden Richtung in einem zwischen zwei weiteren Gehäuseteilen austauschbar
angeordneten ersten Gehäuseteil, besitzt ein erfindungsgemäßer Münzlift eine kompakte
Bauweise und ist leicht in seiner Bauhöhe und somit in dem Höhenunterschied, den die
Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände überwinden können, anpassbar. Diese Anpassbarkeit
der Bauhöhe wird noch gesteigert, wenn in bevorzugten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Münzlifts die Förderschleife aus einer Vielzahl von gelenkig, trennbar miteinander
verbundenen Segmenten gebildet wird. Dabei gewährleistet ein erfindungsgemäßer Münzlift
auch bei einem vertikal aufsteigenden Verlauf der Förderschleife im ersten Abschnitt
einen zuverlässigen Transport der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände, indem
ein Abrutschen der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände von der Förderschleife
verhindert wird durch die erfindungsgemäße Anordnung eines Andruckelements zum Andrücken
der von der Förderschleife transportierten Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände
auf die Förderschleife. Selbst wenn ein erfindungsgemäßer Münzlift derart in ein geldbetätigtes
Gerät eingebaut wird, dass der erste Abschnitt der Förderschleife gegenüber der senkrechten
Richtung geneigt ist, so dass die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände ohne das
erfindungsgemäße Andruckelement von der Förderschleife fallen würden, kann der erfindungsgemäße
Münzlift noch zuverlässig betrieben werden. Zudem spart ein erfindungsgemäßer Münzlift
auch bei einem schrägen Einbau in ein geldbetätigtes Gerät noch Platz in dem geldbetätigten
Gerät ein durch seine erfindungsgemäße Anordnung des zweiten Abschnitts der Förderschleife
unmittelbar neben dem ersten Abschnitt der Förderschleife in einem gemeinsamen ersten
Gehäuseteil, das den ersten und zweiten Abschnitt der Förderschleife eng umschließt.
[0023] Der Fachmann versteht, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung ist lediglich durch die Ansprüche
definiert.
AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele und zugehöriger
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Figur 1:
- ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Münzlifts in perspektivischer Darstellung,
- Figur 2:
- eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1,
- Figur 3a:
- eine Frontansicht des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1,
- Figur 3b:
- eine Seitenansicht der Schnittebene A-A durch das Ausführungsbeispiel gemäß Figur
3a,
- Figur 4a:
- eine Frontansicht von einem weiteren Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Münzlifts,
- Figur 4b:
- eine Seitenansicht der Schnittebene A-A durch das Ausführungsbeispiel gemäß Figur
4a,
- Figur 5:
- eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 1 bei dem eine
Hälfte ohne Gehäuse dargestellt ist, und
- Figur 6:
- einen vergrößerten Teilausschnitt von einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Münzlifts in perspektivischer Darstellung.
[0025] Dabei bezeichnen in den Figuren identische Bezugszeichen gleiche oder gleichwirkende
Elemente bzw. Teile eines erfindungsgemäßen Münzlifts.
[0026] Die Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Münzlifts. Eine Seitenansicht des Ausführungsbeispiels gemäß
Figur 1 ist in der Figur 2 dargestellt sowie eine Frontansicht in der Figur 3a. Die
Figur 3b zeigt eine Seitenansicht der Schnittebene A-A, deren Lage in der Frontansicht
gemäß Figur 3a wiedergegeben ist.
[0027] Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Münzlifts zeigen
die Figuren 4a und 4b, wobei der mittlere Teil vom Gehäuse 2 des Münzlifts 1 nicht
dargestellt ist. Analog zu den Figuren 3a und 3b ist in der Figur 4b eine Seitenansicht
der Schnittebene A-A wiedergegeben, deren Lage die Frontansicht gemäß Figur 4a zeigt.
Bis auf einen Austrittskanal 25 entspricht das Ausführungsbeispiel der Figuren 4a
und 4b demjenigen der Figuren 1, 2, 3a und 3b.
[0028] Wie insbesondere den Figuren 3b und 4b zu entnehmen ist, besteht die Förderschleife
3 aus einer Vielzahl von Segmenten 30, die um quer zum Verlauf der Förderschleife
3 ausgerichtete, das heißt senkrecht auf der Zeichnungsebene der Figuren 3b und 4b
stehende Achsen gelenkig miteinander verbunden sind und eine endlose Schleife bilden.
Vorteilhafterweise sind die Segmente 30 voneinander trennbar, vorzugsweise an den
sie gelenkig miteinander verbindenden Achsen. Dies erlaubt, durch Herausnehmen oder
Einfügen von einem oder mehreren Segmenten 30 die Länge der Förderschleife 3 anzupassen,
zum Beispiel für unterschiedliche Bauhöhen des Münzlifts 1.
[0029] Die Förderschleife 3 verläuft bei einem Transport von Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenständen in einem ersten Abschnitt 31 in vertikal aufsteigender Richtung, kehrt
in einem vierten Abschnitt 34 ihre Richtung um in eine vertikal absteigende Richtung
in einem zweiten Abschnitt 32, um dann in einem dritten Abschnitt 33 wieder in die
vertikal aufsteigende Richtung des ersten Abschnitts 31 zurückzukommen. Der Verlauf
der Förderschleife 3 in dem dritten Abschnitt 33 und dem vierten Abschnitt 34 ist
vorzugsweise derart gewählt, dass der erste Abschnitt 31 und der zweite Abschnitt
32 der Förderschleife 3 so eng wie möglich nebeneinander verlaufen, um das von dem
Münzlift 1 eingenommene Volumen möglichst klein zu halten. Dafür weisen sowohl der
dritte Abschnitt 33 als auch der vierte Abschnitt 34 an ihrem an den zweiten Abschnitt
32 angrenzenden Ende jeweils einen annähernd s-förmigen Verlauf auf. Die Förderschleife
3 umfasst eine innenliegende Seite, das heißt eine Oberfläche, auf der die Münzen
und/oder münzähnlichen Gegenstände transportiert werden, und eine außenliegende Seite,
die dem Gehäuse 2 zugewandt ist. Die Segmente 30 besitzen auf jeder ihrer beiden Längsseiten
einen seitlich hervorstehenden Führungszapfen 301. Mittels dieser Führungszapfen 301
werden die Segmente 30 und somit die gesamte Förderschleife 3 in jeweils einer Nut
der zwei gegenüberliegenden Seitenwände des Gehäuses 2 geführt.
[0030] Das Gehäuse 2 des Münzlifts 1 weist ein zweites Gehäuseteil 22, das den dritten Abschnitt
33 der Förderschleife 3 umschließt, ein drittes Gehäuseteil 23, das den vierten Abschnitt
34 der Förderschleife 3 umschließt, sowie ein erstes Gehäuseteil 21, das in den Figuren
4a und 4b nicht dargestellt ist, auf. Das erste Gehäuseteil 21 verbindet das zweite
Gehäuseteil 22 trennbar oder nicht trennbar mit dem dritten Gehäuseteil 23. Bei einer
trennbaren Verbindung besitzt der Münzlift 1 eine modulare Bauweise, die ein nachträgliches
Anpassen der Bauhöhe des Münzlifts 1 ermöglicht mittels eines Austauschens des alten
ersten Gehäuseteils 21 durch ein entsprechend langes neues erstes Gehäuseteil 21 sowie
einer Längenanpassung der Förderschleife 3. Das erste Gehäuseteil 21 ist vorzugsweise
derart gestaltet, dass es den ersten Abschnitt 31 und den zweiten Abschnitt 32 der
Förderschleife 3 möglichst eng umschließt, so dass das von dem Münzlift 1 eingenommene
Volumen so klein wie möglich ist.
[0031] Ein Antrieb 4 für das wahlweise Antreiben der Förderschleife 3 ist in oder an dem
dritten Gehäuseteil 23 angeordnet. Vorzugsweise weist der Antrieb 4 einen Elektromotor
und ein Getriebe 41 auf. Bei entsprechender Regelbarkeit des Elektromotors kann ein
Getriebe entfallen. Das Antreiben der Förderschleife 3 erfolgt vorteilhafterweise
durch ein vom Elektromotor direkt oder indirekt angetriebenes Zahnrad, dessen Zähne
in korrespondierende Zähne 303 der Förderschleife 3 greifen. Dabei sind die Zähne
303 der Förderschleife 3 vorteilhafterweise auf der außenliegenden, das heißt auf
der dem Gehäuse 2 zugewandten Seite der Förderschleife 3 angeordnet und nicht auf
der innenliegenden Seite, die für den Transport der Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenstände vorgesehen ist. Wenn alternativ die Förderschleife durch einen Transportriemen
gebildet wird, erfolgt das Antreiben des Transportriemens durch eine Riemenscheibe.
Da der Antrieb 4 vollständig in oder an dem dritten Gehäuseteil 23 angeordnet ist
und sich somit maximal auf den vierten Abschnitt 34 der Förderschleife 3 beschränkt,
verlaufen der erste Abschnitt 31 und der zweite Abschnitt 32 der Förderschleife 3
außerhalb des Antriebs 4 und sind somit leicht zugänglich für eine Anpassung der Bauhöhe
des Münzlifts 1, was die modulare Bauweise des Münzlifts 1 zudem befördert.
[0032] Bei ihrer Umlaufbewegung transportiert die Förderschleife 3 Münzen und/oder münzähnliche
Gegenstände von einer ersten Position 71 zu einer gegenüber der ersten Position 71
höher liegenden zweiten Position 72. Die erste Position 71 wird gebildet von einer
Auffangschale, in die die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände aufgrund der auf
sie wirkenden Schwerkraft fallen und/oder rutschen nachdem die Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenstände durch einen der Eintrittsschlitze 24 in den Münzlift 1 eingeführt wurden.
Dabei formt die Förderschleife 3 den Boden der Auffangschale 71. Die zweite Position
72 bildet ein Ort der Förderschleife 3, der sich neben einer Zugangsöffnung von einem
Austrittskanal 25, durch den die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände den Münzlift
1 wieder verlassen, befindet. Meist werden die Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände
von einem oder mehreren Hoppers, die seitlich neben dem Münzlift 1 angeordnet sind,
angeliefert. Neben den unten im zweiten Gehäuseteil 22 angeordneten Eintrittsschlitzen
24 für diese Anlieferung der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände durch einen
Hopper kann der Münzlift 1 auch weiter oben im Bereich des ersten Gehäuseteils 21
und/oder des dritten Gehäuseteils 23 angebrachte Eintrittsschlitze aufweisen. Diese
können beispielsweise für den Eintritt von Falsifikaten, die von einer Geldprüfeinrichtung
als solche erkannt wurden, genutzt werden. Die Falsifikate fallen und/oder rutschen
dann das Gehäuse 2 hinunter bis sie ebenfalls in der Auffangschale 71 zum Liegen kommen.
Sofern sich Münzen und/oder münzähnliche Gegenstände in der Auffangschale 71 befinden
und die Förderschleife 3 ihre Umlaufbewegung durchführt, nimmt jedes der Segmente
30 beim Durchlaufen der Auffangschale 71 jeweils nur eine einzige Münze oder einen
einzigen münzähnlichen Gegenstand mit. Dafür weist jedes Segment 30 auf seiner Oberfläche
eine annähernd quer zur Transportrichtung angeordnete Lippe 302 auf. Die Höhe der
Lippe 302 senkrecht zur Oberfläche des Segments 30 ist derart dimensioniert, dass
sie geringer ist als die gemeinsame Dicke von zwei aufeinanderliegenden dünnsten Münzen
und/oder münzähnlichen Gegenständen, so dass eine obere Münze oder ein oberer münzähnlicher
Gegenstand von einer unteren Münze oder einem unteren münzähnlichen Gegenstand abrutscht
und es somit zu einer Vereinzelung der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände kommt,
sobald das Segment 30 in eine aufsteigende Richtung bewegt wird und die Lippe 302
als Aufstandskante für die (untere) Münze oder den (unteren) münzähnlichen Gegenstand
dient. Dazu weist der dritte Abschnitt 33 der Förderschleife 3 nach der Auffangschale
71, das heißt in den Figuren 3b und 4b rechts von der Auffangschale 71 einen Bereich
auf, in dem sich die Förderschleife 3 schräg nach oben bewegt, vorzugsweise in einem
Winkel von etwa 65° gegenüber der Horizontalen. Wenn alternativ die Förderschleife
von einem Transportriemen gebildet wird, nimmt die Förderschleife die Münzen und/oder
münzähnlichen Gegenstände durch Ausnutzung der zwischen der Oberfläche der Förderschleife
und den Münzen und/oder münzähnlichen Gegenständen auftretenden Haftreibung mit. Die
Vereinzelung der Münzen und/oder münzähnlichen Gegenstände erfolgt dann ebenfalls
in dem sich der Auffangschale anschließenden schräg ansteigenden Bereich der Förderschleife,
da die Haftreibung zwischen zwei aufeinander liegenden Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenständen geringer ist als die Haftreibung zwischen dem Transportriemen und einer
Münze oder einem münzähnlichen Gegenstand.
[0033] Dem Bereich der Förderschleife 3 für die Vereinzelung der Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenstände schließt sich ein Bereich der Förderschleife 3 an, in dem ein Andruckelement
5 zum Andrücken der von der Förderschleife 3 transportierten Münzen und/oder münzähnlichen
Gegenstände auf die Förderschleife 3 parallel neben der Förderschleife 3 angeordnet
ist. Das Andruckelement 5 weist ein Leistenelement 50 auf, das sich in Umlaufrichtung
der Förderschleife 3 gesehen von einem Teilabschnitt am Ende des dritten Abschnitts
33 über den gesamten ersten Abschnitt 31 bis hin zu einem Teilabschnitt am Anfang
des vierten Abschnitts 34 erstreckt. Vorzugsweise ist das Leistenelement 50 in seiner
Längsrichtung leicht, das heißt eingeschränkt biegbar und ansonsten im Wesentlichen
starr ausgebildet, beispielsweise als ein Formteil aus einem Kunststoff. Das in den
Figuren 3b und 4b dargestellte Leistenelement 50 ist an vier Stellen, die in Längsrichtung
des Leistenelements 50 voneinander entfernt angeordnet sind, im Gehäuse 2 des Münzlifts
1 beweglich gelagert. Von diesen vier Lagerstellen des Leistenelements 50 sind in
den Figuren 3b und 4b nur zwei sichtbar, nämlich diejenigen im Bereich des ersten
Abschnitts 31 der Förderschleife 3. Während sich in den Bereichen der beiden Enden
des Leistenelements 50 je eine weitere Lagerstelle, die in den Figuren 3b und 4b nicht
sichtbar ist, befindet. Jede dieser Lagerstellen weist ein Federelement 52 auf, anhand
derer die Lagerstellen des ersten Abschnitts 31 in den Figuren 3b und 4b erkennbar
sind. Die Federelemente 52 bestehen vorzugsweise aus je zwei elastischen Kunststoffteilen
521 und 522, die jeweils gegenüberliegend an den beiden Längsseiten des Leistenelements
50 angeordnet sind und sich in Aufnahmen im Gehäuse 2 abstützen, so dass das Leistenelement
50 auf die Oberfläche der Förderschleife 3 drückt. Die Aufnahmen für die Federelemente
52 sind wie der gesamte erste Gehäuseteil 21 in der Figur 4b nicht dargestellt. Vorteilhafterweise
sind die elastischen Kunststoffteile 521 und 522 bei einem aus Kunststoff hergestellten
Leistenelement 50 an das Leistenelement 50 angegossen. Alternativ können aber auch
andere aus dem Stand der Technik bekannte Federelemente wie beispielsweise Schraubenfedern
aus Metall verwendet werden. Ferner kann auch die Anzahl und/oder Position der Lagerstellen
variieren, um durch eine Kombination von leichtem Verbiegen des Leistenelements 50
in seiner Längsrichtung und unterschiedlichen Auslenkungen an den einzelnen Lagerstellen
das Andruckelement 5 bezüglich seines senkrechten Abstands zur Oberfläche der Förderschleife
3 bestmöglich variabel positionierbar entlang seiner Längsachse zu gestalten. Das
Leistenelement 50 ist vorzugsweise dreiteilig ausgeführt mit einem mittleren Teil
501 und zwei Endteilen 502 und 503, wobei der mittlere Teil 501 in seiner Länge und
Anordnung mit dem ersten Abschnitt 31 der Förderschleife 3 korrespondiert, so dass
auch das Andruckelement 5 an eine geänderte Bauhöhe des Münzlifts 1 angepasst werden
kann durch einen Austausch des mittleren Teils 501. Das mittlere Bauteil 501 und die
beiden Endteile 502 und 503 können beispielsweise durch je eine lösbare Schnappverbindung
und/oder Steckverbindung zusammengefügt sein. Um ein Einführen der Münzen und/oder
münzähnlichen Gegenstände zwischen dem Andruckelement 5 und der Förderschleife 3 zu
erleichtern, weist das Andruckelement 5 bzw. das Endteil 502 ein gebogenes und/oder
abgerundetes Ende 51 auf.
[0034] Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Darstellung des Ausführungsbeispiels gemäß
Figur 1, wobei in der Figur 5 die linke Hälfte vom Gehäuse 2 des Münzlifts 1 nicht
dargestellt ist. Dadurch ist in der Figur 5 insbesondere das Getriebe 41 des Antriebs
4 sowie die Verbindung 212 des ersten Gehäuseteils 21 mit dem zweiten Gehäuseteil
22 und die Verbindung 213 des ersten Gehäuseteils 21 mit dem dritten Gehäuseteil 23
sichtbar. Die Verbindungen 212 und 213 weisen vorzugsweise Schnappverbindungen und/oder
Steckverbindungen auf.
[0035] Die Figur 6 zeigt einen Teilausschnitt des Münzlifts 1 gemäß Figur 1 im Bereich des
ersten Abschnitts 31 und des zweiten Abschnitts 32 der Förderschleife 3 in einer vergrößerten
perspektivischen Ansicht. Der Figur 6 ist insbesondere zu entnehmen, wie die Münzen
6 und/oder münzähnlichen Gegenstände 6 auf den Lippen 302 stehen und von dem Andruckelement
5 an das jeweilige Segment 30 der Förderschleife 3 gedrückt werden. Weiterhin ist
in der Figur 6 gut sichtbar, wie die beiden Federelemente 52 am mittleren Teil 501
des Leistenelements 50 aufgebaut sind, nämlich aus je zwei elastischen Kunststoffteilen
521 und 522, die jeweils an den beiden gegenüberliegenden Längsseiten des Leistenelements
50 angeordnet sind. Somit weist jede der Lagerstellen des Leistenelements 50 und folglich
des Andruckelements 5 jeweils ein aus zwei elastischen Kunststoffteilen 521 und 522
bestehendes Federelement 52 auf, wobei jedes der elastischen Kunststoffteile 521 und
522 in je einer Aufnahme im Gehäuse 2 angeordnet ist und sich in der Aufnahme abstützt,
so dass die Federelemente 52 das Andruckelement 5 gegen die Oberfläche der Förderschleife
3 drücken.
1. Ein Münzlift zum Transportieren von Münzen und/oder münzähnlichen Gegenständen, der
Münzlift (1) aufweisend:
eine endlose Förderschleife (3) für einen Transport von Münzen (6) und/oder münzähnlichen
Gegenständen (6) von einer ersten Position (71) zu einer gegenüber der ersten Position
(71) höher liegenden zweiten Position (72), wobei die Förderschleife (3) in einem
ersten Abschnitt (31) in vertikal aufsteigender Richtung und in einem zweiten Abschnitt
(32) in vertikal absteigender Richtung verläuft,
einen Antrieb (4) zum wahlweisen Antreiben der Förderschleife (3) in einer Umlaufbewegung
und
ein Andruckelement (5) zum Andrücken der von der Förderschleife (3) transportierten
Münzen (6) und/oder münzähnlichen Gegenstände (6) auf die Förderschleife (3), wobei
sich das Andruckelement (5) im Wesentlichen entlang des ersten Abschnitts (31) der
Förderschleife (3) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschleife (3) aus einer Vielzahl von gelenkig, trennbar miteinander verbundenen
Segmenten (30) gebildet wird, wobei ein jedes Segment (30) auf einer Oberfläche eine
annähernd quer zur Umlaufbewegung angeordnete Lippe (302) aufweist, wobei die Höhe
der Lippe senkrecht zur Oberfläche des Segments derart dimensioniert ist, dass sie
geringer ist als die gemeinsame Dicke von zwei aufeinanderliegenden dünnsten Münzen
und/oder münzähnlichen Gegenständen und dass die Münzen (6) und/oder münzähnlichen
Gegenstände (6) auf den Lippen (302) stehen und von dem Andruckelement (5) an ein
jeweiliges Segment (30) gedrückt werden.
2. Der Münzlift nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Andruckelement (5) entlang der Förderschleife (3) unterschiedliche Abstände zur
Förderschleife (3) in einer zur Förderschleife (3) senkrechten Richtung einnehmen
kann.
3. Der Münzlift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Münzlift (1) ferner eine Vorrichtung zum Ableiten einer elektrostatischen Ladung
der Münzen (6) und/oder münzähnlichen Gegenstände (6) aufweist.
4. Der Münzlift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Münzlift (1) ferner ein Gehäuse (2) aufweist, das ein austauschbares erstes Gehäuseteil
(21) umfasst, in dem der erste Abschnitt (31) und der zweite Abschnitt (32) der Förderschleife
(3) im Wesentlichen nebeneinander verlaufen.
5. Der Münzlift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschleife (3) in einem dritten Abschnitt (33) von der absteigenden Richtung
des zweiten Abschnitts (32) in die aufsteigende Richtung des ersten Abschnitts (31)
und in einem vierten Abschnitt (34) von der aufsteigenden Richtung des ersten Abschnitts
(31) in die absteigende Richtung des zweiten Abschnitts (32) verläuft.
6. Der Münzlift nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) ferner ein zweites Gehäuseteil (22) und ein drittes Gehäuseteil (23)
aufweist, wobei der dritte Abschnitt (33) der Förderschleife (3) in dem zweiten Gehäuseteil
(22) und der vierte Abschnitt (34) der Förderschleife (3) in dem dritten Gehäuseteil
(23) verläuft.
7. Der Münzlift nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Gehäuseteil (21) das zweite Gehäuseteil (22) mit dem dritten Gehäuseteil
(23) trennbar verbindet.
8. Der Münzlift nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Förderschleife (3) in dem dritten Abschnitt (33) oder dem vierten Abschnitt (34)
von dem Antrieb (4) angetrieben wird.
9. Der Münzlift nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich durch die Lippen (302) eine Nut entlang der Förderschleife (3) erstreckt, und
dass ein Kamm oder Steg des Andruckelements (5) in die Nut einführbar ist.
1. A coin lift for transporting coins and/or items similar to coins, the coin lift (1)
comprising:
an endless conveyor loop (3) for transporting coins (6) and/or items (6) similar to
coins from a first position (71) to a second position (72) situated higher with respect
to the first position (71), wherein the conveyor loop (3) runs in a first section
(31) in a vertical ascending direction and in a second section (32) in a vertical
descending direction, a drive (4) for selectively driving the conveyor loop (3) in
a rotating movement and
a pressure element (5) for pressing the coins (6) and/or items (6) similar to coins
transported by the conveyor loop (3) onto the conveyor loop (3), wherein the pressure
element (5) extends substantially along the first section (31) of the conveyor loop
(3), characterised in that the conveyor loop (3) is formed from a plurality of articulated segments (30) separably
connected together, wherein each segment (30) comprises a lip (302) on a surface,
the lip being arranged approximately transversely to the rotating movement, wherein
the height of the lip perpendicular to the surface of the segment is dimensioned such
that it is less than the joint thickness of two superimposed thinnest coins and/or
items similar to coins and such that the coins (6) and/or items (6) similar to coins
are situated on the lips (302) and are pressed by the pressure element (5) onto a
respective segment (30).
2. The coin lift according to the preceding claim, characterised in that the pressure element (5) can adopt different distances to the conveyor loop (3) along
the conveyor loop (3) in a direction perpendicular to the conveyor loop (3).
3. The coin lift according to either of the preceding claims, characterised in that the coin lift (1) furthermore features a device for dissipating static electricity from
the coins (6) and/or items (6) similar to coins.
4. The coin lift according to one of the preceding claims, characterised in that the coin lift (1) furthermore features a casing (2), which comprises an interchangeable
first casing part (21), in which the first section (31) and the second section (32)
of the conveyor loop (3) run substantially adjacent to each other.
5. The coin lift according to one of the preceding claims, characterised in that the conveyor loop (3) runs in a third section (33) from the descending direction
of the second section (32) into the ascending direction of the first section (31)
and in a fourth section (34) from the ascending direction of the first section (31)
into the descending direction of the second section (32).
6. The coin lift according to claims 4 and 5, characterised in that the casing (2) furthermore features a second casing part (22) and a third casing
part (23), wherein the third section (33) of the conveyor loop (3) runs in the second
casing part (22) and the fourth section (34) of the conveyor loop (3) runs in the
third casing part (23).
7. The coin lift according to the preceding claim, characterised in that the first casing part (21) separably connects the second casing part (22) to the
third casing part (23).
8. The coin lift according to one of claims 5 to 7, characterised in that the conveyor loop (3) in the third section (33) or the fourth section (34) is driven
by the drive (4).
9. The coin lift according to one of the preceding claims, characterised in that a groove through the lips (302) extends along the conveyor loop (3) and that a ridge
or web of the pressure element (5) can be inserted in the groove.
1. Élévateur de pièces de monnaie destiné au transport de pièces de monnaie et/ou d'objets
similaires à des pièces de monnaie, élévateur de pièces de monnaie (1) présentant
:
une boucle de transport sans fin (3) destinée à transporter des pièces de monnaie
(6) et/ou des objets similaires à des pièces de monnaie (6) d'une première position
(71) à une deuxième position (72) située en face et plus haut que la première position
(71), la boucle de transport (3) s'étendant dans une première section (31) dans une
direction verticale ascendante et dans une deuxième section (32) dans une direction
verticale descendante,
un entraînement (4) pour entraîner sélectivement la boucle de transport (3) dans un
mouvement de circulation et
un élément de pression (5) destiné à presser les pièces de monnaie (6) et/ou les objets
similaires à des pièces de monnaie (6) transportés par la boucle de transport (3)
sur la boucle de transport (3), l'élément de pression (5) s'étendant essentiellement
le long de la première section (31) de la boucle de transport (3), caractérisé en ce que la boucle de transport (3) est formée d'une pluralité de segments (30) reliés entre
eux de manière articulée et séparable, chaque segment (30) présentant sur une surface
une lèvre (302) disposée approximativement transversalement au mouvement de circulation,
la hauteur de la lèvre perpendiculairement à la surface du segment étant dimensionnée
de telle sorte qu'elle est inférieure à l'épaisseur commune de deux pièces de monnaie
et/ou de deux objets similaires à des pièces de monnaie les plus minces superposés
et que les pièces de monnaie (6) et/ou objets similaires à des pièces de monnaie (6)
sont disposés sur les lèvres (302) et sont pressés par l'élément de pression (5) contre
un segment respectif (30).
2. Élévateur de pièces de monnaie selon la revendication précédente, caractérisé en ce que l'élément de pression (5) peut prendre, le long de la boucle de transport (3), différentes
distances par rapport à la boucle de transport (3) dans une direction perpendiculaire
à la boucle de transport (3).
3. Élévateur de pièces de monnaie selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élévateur de pièces de monnaie (1) présente en outre un dispositif destiné à dissiper
une charge électrostatique des pièces de monnaie (6) et/ou des objets similaires à
des pièces de monnaie (6).
4. Élévateur de pièces de monnaie selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'élévateur de pièces de monnaie (1) présente en outre un boîtier (2) qui comprend
une première partie de boîtier interchangeable (21) dans laquelle la première section
(31) et la deuxième section (32) de la boucle de transport (3) s'étendent essentiellement
côte à côte.
5. Élévateur de pièces de monnaie selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que la boucle de transport (3) s'étend dans une troisième section (33) de la direction
descendante de la deuxième section (32) à la direction ascendante de la première section
(31) et dans une quatrième section (34) de la direction ascendante de la première
section (31) à la direction descendante de la deuxième section (32).
6. Élévateur de pièces de monnaie selon les revendications 4 et 5, caractérisé en ce que le boîtier (2) présente en outre une deuxième partie de boîtier (22) et une troisième
partie de boîtier (23), la troisième section (33) de la boucle de transport (3) s'étendant
dans la deuxième partie de boîtier (22) et la quatrième section (34) de la boucle
de transport (3) s'étendant dans la troisième partie de boîtier (23).
7. Élévateur de pièces de monnaie selon la revendication précédente, caractérisé en ce que la première partie de boîtier (21) relie de manière séparable la deuxième partie
de boîtier (22) à la troisième partie de boîtier (23).
8. Élévateur de pièces de monnaie selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la boucle de transport (3) est entraînée par l'entraînement (4) dans la troisième
section (33) ou la quatrième section (34).
9. Élévateur de pièces de monnaie selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une rainure s'étend à travers les lèvres (302) le long de la boucle de transport (3),
et en ce qu'un peigne ou une barrette de l'élément de pression (5) peut être inséré dans la rainure.