[0001] Die Erfindung betrifft eine Induktionsgargerätevorrichtung nach dem Anspruch 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist bereits eine Gargerätevorrichtung mit einem Heizelement
bekannt, welche in einem Heizbetriebszustand ein Objekt erhitzt. Das Heizelement ist
als ein Induktionsheizelement ausgebildet und Teil eines als Kochfeld ausgebildeten
Gargeräts, welches die Gargerätevorrichtung aufweist. Eine Sensoreinheit detektiert
außerhalb des Heizbetriebszustands drei elektrische Kenngrößen, und zwar einen in
dem Heizbetriebszustand durch das Heizelement fließenden elektrischen Strom, eine
in dem Heizbetriebszustand an dem Heizelement anliegende elektrische Spannung und
eine in dem Heizbetriebszustand dem System zugeführte elektrische Leistung. Die Sensoreinheit
übermittelt außerhalb des Heizbetriebszustands die detektierten elektrischen Kenngrößen
an eine Steuereinheit, welche daraufhin eine Temperatur des von dem Heizelement erhitzten
Objekts ermittelt. Zudem ist aus der Druckschrift
DE 198 18 831 A1 eine Induktionsgargerätevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt.
Die Dokumenten
DE 198 52 617 A1 und
JP 2006 228541 A offenbaren weitere Induktionsgargerätevorrichtungen nach dem Stand der Technik.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße Vorrichtung
mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer Temperaturbestimmung bereitzustellen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst, während
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnommen werden können.
[0004] Es wird eine Induktionsgargerätevorrichtung, vorzugsweise eine Induktionsbackofenvorrichtung,
mit zumindest einem Heizelement, welches in wenigstens einem Heizbetriebszustand zu
einer Erhitzung zumindest eines Objekts vorgesehen ist, und mit einer Steuereinheit
vorgeschlagen, welche dazu vorgesehen ist, in dem Heizbetriebszustand aus einer Impedanz
eines das Heizelement und das Objekt umfassenden Systems eine Temperatur des von dem
Heizelement erhitzten Objekts zu ermitteln. Unter einer "Gargerätevorrichtung", und
zwar unter einer "Induktionsgargerätevorrichtung", vorteilhaft unter einer "Backofenvorrichtung"
und vorzugsweise unter einer "Induktionsbackofenvorrichtung", soll insbesondere zumindest
ein Teil, insbesondere eine Unterbaugruppe, eines Gargeräts, und zwar eines Induktionsgargeräts,
vorteilhaft eines Backofens und vorzugsweise eines Induktionsbackofens, verstanden
werden. Beispielsweise könnte ein die Gargerätevorrichtung aufweisendes Gargerät als
ein Grillgerät und/oder als ein Dampfgargerät und/oder als ein Mikrowellengerät und/oder
als ein Kochfeld und/oder als ein Backofen ausgebildet sein.
[0005] Unter einem "Heizelement" soll in diesem Zusammenhang ein Element verstanden werden,
welches dazu vorgesehen ist, elektrische Energie in Wärme umzuwandeln und insbesondere
zumindest einem zu erhitzenden Objekt zuzuführen. Erfindungsgemäß ist das Heizelement
als Induktionsheizelement ausgebildet und dabei vorzugsweise dazu vorgesehen, ein
elektromagnetisches Wechselfeld insbesondere mit einer Frequenz zwischen 17 kHz und
150 kHz zu erzeugen, das insbesondere dazu vorgesehen ist, in einem insbesondere metallischen,
vorzugsweise ferromagnetischen zu erhitzenden Objekt durch Wirbelstrominduktion und/oder
Ummagnetisierungseffekte in Wärme umgewandelt zu werden.
[0006] Das zu erhitzende Objekt könnte beispielsweise ein Gargeschirr sein, welches insbesondere
zu einem Aufstellen auf einer Kochfeldplatte eines Kochfelds vorgesehen sein könnte.
Alternativ oder zusätzlich könnte das zu erhitzende Objekt beispielsweise ein Gargeschirr
sein, welches zu einem Einbringen in einen Garraum eines Gargeräts, wie beispielsweise
eines Backofens, vorgesehen sein könnte. Das zu erhitzende Objekt besteht insbesondere
wenigstens teilweise und vorteilhaft wenigstens zu einem Großteil aus einem insbesondere
ferromagnetischen Metall. Unter wenigstens "zu einem Großteil" soll insbesondere zu
einem Anteil von mindestens 70 %, insbesondere zu mindestens 80 %, vorteilhaft zu
mindestens 90 % und vorzugsweise zu mindestens 95 % verstanden werden.
[0007] Insbesondere weist die Gargerätevorrichtung zumindest eine Versorgungseinheit auf.
Die Versorgungseinheit ist insbesondere zu einem Anschluss an zumindest einen Netzstrom
und/oder an zumindest ein Haushaltsnetz, insbesondere an zumindest eine Phase des
Netzstroms und/oder des Haushaltsnetzes, vorgesehen. Insbesondere stellt die Versorgungseinheit
in dem Heizbetriebszustand zumindest einen hochfrequenten Wechselstrom für das insbesondere
als Induktionsheizelement ausgebildete Heizelement bereit. Die Versorgungseinheit
weist insbesondere zumindest einen Wechselrichter auf, welcher in dem Heizbetriebszustand
insbesondere den hochfrequenten Wechselstrom für das insbesondere als Induktionsheizelement
ausgebildete Heizelement erzeugt.
[0008] Unter einem "Heizbetriebszustand" soll insbesondere ein Zustand verstanden werden,
in welchem die Steuereinheit das Heizelement betreibt und dieses dadurch insbesondere
das zu erhitzende Objekt erhitzt. Insbesondere steuert die Steuereinheit in dem Heizbetriebszustand
die Versorgungseinheit an und führt mittels der Versorgungseinheit dem als Induktionsheizelement
ausgebildeten Heizelement elektrische Energie in Form zumindest eines hochfrequenten
Wechselstroms, zu.
[0009] Unter einer "Steuereinheit" soll insbesondere eine elektronische Einheit verstanden
wer-den, die vorzugsweise in einer Steuer- und/oder Regeleinheit eines Gargeräts,
insbesondere eines Induktionsgargeräts, vorteilhaft eines Backofens und vorzugsweise
eines Induktionsbackofens, wenigstens teilweise integriert ist und die vorzugsweise
dazu vorgesehen ist, zumindest die Versorgungseinheit und/oder das Heizelement zu
steuern und/oder zu regeln. Vorzugsweise umfasst die Steuereinheit eine Recheneinheit
und insbesondere zusätzlich zur Recheneinheit eine Speichereinheit mit einem darin
gespeicherten Steuer- und/oder Regelprogramm, das dazu vorgesehen ist, von der Recheneinheit
ausgeführt zu werden.
[0010] Die Steuereinheit ist dazu vorgesehen, die Temperatur des von dem Heizelement erhitzten
Objekts während der Erhitzung des Objekts und insbesondere unter Vermeidung eines
Abschaltens der Versorgungseinheit und/oder einer Unterbrechung der Erhitzung des
Objekts zu ermitteln.
[0011] Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell programmiert, ausgelegt und/oder ausgestattet
verstanden werden. Darunter, dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen
ist, soll insbesondere verstanden werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion
in zumindest einem Anwendungs- und/oder Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können insbesondere vorteilhafte Eigenschaften
hinsichtlich einer Temperaturbestimmung erreicht werden. Ferner kann insbesondere
ein hoher Bedienkomfort erreicht werden. Insbesondere kann die Temperatur des Objekts
genau ermittelt werden, wodurch insbesondere eine einfache Steuerung und/oder ein
geringer Programmierungsaufwand der Steuereinheit und/oder eine hohe Leistungsfähigkeit
erzielt werden können/kann. Auf eine Detektion der Temperatur des Objekts mittels
zumindest eines Temperatursensors, wie beispielsweise mittels zumindest eines Infrarot-Sensors
und/oder mittels zumindest eines Widerstandssensors, kann insbesondere verzichtet
werden. Durch eine indirekte Ermittlung der Temperatur des Objekts kann insbesondere
auf zumindest einen Temperatursensor verzichtet werden, wodurch insbesondere geringe
Kosten und/oder eine geringe Lagerhaltung ermöglicht werden können/kann. Insbesondere
kann unabhängig von einem Wert der Temperatur des Objekts eine hohe Genauigkeit erreicht
werden, da eine Beschränkung der Genauigkeit beispielsweise durch einen eingeschränkten
Messbereich zumindest einer Sensoreinheit und/oder zumindest eines Temperatursensors
vermieden werden kann.
[0013] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, bei der Ermittlung
der Temperatur eine Frequenz, mit welcher die Steuereinheit in dem Heizbetriebszustand
das Heizelement betreibt, zu berücksichtigen. Unter der Wendung, dass die Steuereinheit
in dem Heizbetriebszustand das Heizelement "betreibt", soll insbesondere verstanden
werden, dass die Steuereinheit in dem Heizbetriebszustand die Versorgungseinheit ansteuert
und mittels der Versorgungseinheit dem Heizelement elektrische Energie, insbesondere
in Form zumindest eines hochfrequenten Wechselstroms, zuführt. Insbesondere ist die
Frequenz wenigstens im Wesentlichen und vorteilhaft genau identisch mit einer Frequenz
des hochfrequenten Wechselstroms, welchen die Versorgungseinheit in dem Heizbetriebszustand
insbesondere bereitstellt. Dadurch können insbesondere Fehler aufgrund von unberücksichtigten
Schwankungen in der Frequenz vermieden und/oder eine besonders genaue Ermittlung der
Temperatur ermöglicht werden.
[0014] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Gargerätevorrichtung zumindest eine Sensoreinheit
aufweist, welche dazu vorgesehen ist, in dem Heizbetriebszustand zumindest eine elektrische
Kenngröße zu detektieren und zumindest einen, die detektierte Kenngröße kennzeichnenden
Sensorparameter an die Steuereinheit zu der Ermittlung der Temperatur zu übertragen.
Unter einer "Sensoreinheit" soll insbesondere zumindest eine Einheit verstanden werden,
welche zumindest einen Detektor zu einer Detektion wenigstens der elektrischen Kenngröße
aufweist und welche dazu vorgesehen ist, zumindest einen, die detektierte Kenngröße
kennzeichnenden Sensorparameter auszugeben. Insbesondere weist die Sensoreinheit zumindest
ein Sendemodul auf, welches dazu vorgesehen ist, den Sensorparameter in dem Heizbetriebszustand
an die Steuereinheit, insbesondere an zumindest ein Empfangsmodul der Steuereinheit,
zu übertragen. Die Steuereinheit weist insbesondere zumindest ein Empfangsmodul auf,
welches dazu vorgesehen ist, den Sensorparameter in dem Heizbetriebszustand von der
Sensoreinheit, insbesondere von dem Sendemodul der Sensoreinheit, zu empfangen. Die
Steuereinheit ist insbesondere dazu vorgesehen, aus dem von der Sensoreinheit empfangenen
Sensorparameter die Impedanz des das Heizelement und das Objekt umfassenden Systems
und aus dieser Impedanz insbesondere die Temperatur des von dem Heizelement erhitzten
Objekts zu ermitteln. Dadurch kann insbesondere auf zusätzliche Sensoreinheiten und/oder
Temperatursensoren verzichtet werden, wodurch insbesondere geringe Kosten und/oder
eine geringe Komplexität erzielt werden können/kann.
[0015] Beispielsweise könnte die Sensoreinheit dazu vorgesehen sein, in dem Heizbetriebszustand
die Frequenz, mit welcher die Steuereinheit in dem Heizbetriebszustand das Heizelement
betreibt, zu detektieren. Die elektrische Kenngröße könnte insbesondere die Frequenz
sein, mit welcher die Steuereinheit in dem Heizbetriebszustand das Heizelement betreibt.
Vorteilhaft gibt die Steuereinheit in dem Heizbetriebszustand die Frequenz vor und
verwendet zu der Ermittlung der Temperatur des Objekts insbesondere die von der Steuereinheit
in dem Heizbetriebszustand vorgegebene Frequenz. Vorzugsweise ist die Sensoreinheit
dazu vorgesehen in dem Heizbetriebszustand den in dem Heizbetriebszustand durch das
Heizelement fließender elektrischer Strom und/oder die in dem Heizbetriebszustand
an dem Heizelement anliegende elektrische Spannung und/oder die in dem Heizbetriebszustand
dem System zugeführte elektrische Leistung zu detektieren und insbesondere in Form
zumindest eines Sensorparameters an die Steuereinheit zu übertragen. Insbesondere
ist die elektrische Kenngröße ein in dem Heizbetriebszustand durch das Heizelement
fließender elektrischer Strom und/oder eine in dem Heizbetriebszustand an dem Heizelement
anliegende elektrische Spannung und/oder eine in dem Heizbetriebszustand dem System
zugeführte elektrische Leistung. Die Sensoreinheit könnte beispielsweise zumindest
ein Amperemeter und/oder zumindest ein Voltmeter und/oder zumindest ein Leistungsmessgerät
und/oder zumindest einen Analog-Digital-Wandler aufweisen. Dadurch kann die elektrische
Kenngrö-ße insbesondere in einfacher Weise detektiert werden, wodurch insbesondere
eine geringe Komplexität ermöglicht werden kann.
[0016] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, bei der Ermittlung
der Temperatur zumindest eine Induktivität des insbesondere als Induktionsheizelement
ausgebildeten Heizelements in dem Heizbetriebszustand zu berücksichtigen. Beispielsweise
könnte die Sensoreinheit dazu vorgesehen sein, in dem Heizbetriebszustand zumindest
eine weitere elektrische Kenngröße zu detektieren und zumindest einen, die detektierte
weitere Kenngröße kennzeichnenden weiteren Sensorparameter an die Steuereinheit zu
der Ermittlung der Temperatur zu übertragen. Insbesondere könnte die weitere elektrische
Kenngröße die Induktivität des insbesondere als Induktionsheizelement ausgebildeten
Heizelements sein. Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit dazu vorgesehen
sein, in dem Heizbetriebszustand die Induktivität des insbesondere als Induktionsheizelement
ausgebildeten Heizelements aus dem Sensorparameter zu ermitteln. Dadurch kann insbesondere
ein von einer Netzspannung, an welche die Versorgungseinheit insbesondere angeschlossen
ist, unabhängiger Wert zu der Ermittlung der Temperatur herangezogen werden, wodurch
die Temperatur insbesondere exakt ermittelt werden kann.
[0017] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit dazu vorgesehen ist, bei
der Ermittlung der Temperatur zumindest einen effektiven insbesondere ohmschen Widerstand
des Systems in dem Heizbetriebszustand zu berücksichtigen. Beispielsweise könnte die
weitere elektrische Kenngröße der effektive insbesondere ohmsche Widerstand des Systems
sein. Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit dazu vorgesehen sein, in
dem Heizbetriebszustand den effektiven insbesondere ohmschen Widerstand des Systems
aus dem Sensorparameter zu ermitteln. Dadurch kann insbesondere eine hohe Genauigkeit
bei der Ermittlung der Temperatur ermöglicht werden.
[0018] Die Steuereinheit ist dazu vorgesehen, bei der Ermittlung der Temperatur zumindest
ein Verhältnis zwischen einem effektiven insbesondere ohmschen Widerstand des Systems
in dem Heizbetriebszustand und der Impedanz des Systems in dem Heizbetriebszustand
zu berücksichtigen. Beispielsweise könnte die weitere elektrische Kenngröße das Verhältnis
zwischen einem effektiven insbesondere ohmschen Widerstand des Systems in dem Heizbetriebszustand
und der Impedanz des Systems sein. Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit
dazu vorgesehen sein, in dem Heizbetriebszustand das Verhältnis zwischen einem effektiven
insbesondere ohmschen Widerstand des Systems in dem Heizbetriebszustand und der Impedanz
des Systems aus dem Sensorparameter zu ermitteln. Dadurch kann insbesondere eine geringe
Fehlerquote bei der Ermittlung der Temperatur erzielt werden. Die Steuereinheit weist
zumindest eine Speichereinheit auf und ist dazu vorgesehen, die Temperatur durch Vergleich
der Impedanz des Systems mit zumindest einer in der Speichereinheit hinterlegten Abhängigkeit
einer Impedanz von einer Temperatur zu ermitteln. Beispielsweise könnte die hinterlegte
Abhängigkeit in Form zumindest einer Tabelle in der Speichereinheit hinterlegt und
die Steuerreinheit insbesondere dazu vorgesehen sein, die Temperatur durch Zuordnung
der Impedanz zu zumindest einer in der Tabelle hinterlegten Temperatur, welche zumindest
einem entsprechenden und/oder nächstgelegenen Impedanzwert zugeordnet sein könnte,
zu ermitteln. Alternativ oder zusätzlich könnte die Abhängigkeit in Form zumindest
einer insbesondere mathematischen Funktion in der Speichereinheit hinterlegt und die
Steuereinheit insbesondere dazu vorgesehen sein, die Temperatur durch Berechnung der
Temperatur mittels der Funktion bei der gegebenen Impedanz zu ermitteln. Insbesondere
könnten in der Speichereinheit zumindest zwei, insbesondere zumindest vier, vorteilhaft
zumindest acht, besonders vorteilhaft zumindest zwölf und vorzugsweise eine Vielzahl
an Abhängigkeiten hinterlegt sein. Jede in der Speichereinheit hinterlegte Anhängigkeit
könnte insbesondere für zumindest eine gegebene Frequenz vorgesehen und/oder zumindest
einer gegebenen Frequenz zugeordnet sein, mit welcher die Steuereinheit in dem Heizbetriebszustand
das Heizelement insbesondere betreiben könnte. Dadurch kann bei der Ermittlung der
Temperatur insbesondere ein hohes Maß an Genauigkeit erzielt werden.
[0019] Beispielsweise könnte die Gargerätevorrichtung das Objekt aufweisen, welches als
ein Gargeschirr ausgebildet sein und insbesondere zu einem Aufstellen auf einer Kochfeldplatte
eines Kochfelds vorgesehen sein könnte. Vorzugsweise weist die Gargerätevorrichtung
das Objekt auf, welches als eine Muffelwandung ausgebildet ist. Die Muffelwandung
könnte beispielsweise als eine Muffelrückwand und/oder als eine Muffelseitenwand und/oder
als eine Muffeldeckenwand und/oder als eine Muffelbodenwand ausgebildet sein. Insbesondere
weist die Gargerätevorrichtung zumindest eine Muffel auf, welche die Muffelwandung
insbesondere wenigstens im Wesentlichen ausbildet. Die Gargerätevorrichtung weist
insbesondere zumindest eine Gerätetür auf, welche den Garraum in dem Heizbetriebszustand
wenigstens teilweise begrenzt. Die Muffel weist insbesondere zumindest eine Muffelrückwand
und/oder zumindest eine Muffelseitenwand, vorteilhaft zumindest zwei Muffelseitenwände,
und/oder zumindest eine Muffeldeckenwand und/oder zumindest eine Muffelbodenwand auf.
Die Muffel begrenzt den Garraum insbesondere wenigstens teilweise und vorteilhaft
in dem Heizbetriebszustand gemeinsam mit der Gerätetür wenigstens im Wesentlichen.
Der Garraum ist insbesondere zu einer Einbringung von Gargut, wie beispielsweise Lebensmitteln,
zu einer Erhitzung und/oder zu einer Erwärmung und/oder zu einem Warmhalten des Garguts
vorgesehen. Dadurch kann das System aus Heizelement und von dem Heizelement erhitztem
Objekt insbesondere genau definiert sein, wodurch insbesondere eine hohe Genauigkeit
und/oder eine geringe Fehlerquote bei der Ermittlung der Temperatur ermöglicht werden
können/kann. Insbesondere kann die Temperatur bei gegebener Impedanz für jede Frequenz,
mit welcher die Steuereinheit insbesondere das Heizelement betreibt, exakt und/oder
mit minimaler Fehlerquote ermittelt werden.
[0020] Eine besonders genaue Temperaturermittlung kann insbesondere erreicht werden durch
ein Induktionsgargerät, vorzugsweise durch einen Induktionsbackofen, mit zumindest
einer erfindungsgemäßen Induktionsgargerätevorrichtung, vorzugsweise mit zumindest
einer erfindungsgemäßen Induktionsbackofenvorrichtung.
[0021] Die Temperaturermittlung kann insbesondere weiter verbessert werden durch ein Verfahren
zum Betrieb einer erfindungsgemäßen Induktionsgargerätevorrichtung, vorteilhaft einer
erfindungsgemäßen Induktionsbackofenvorrichtung, mit zumindest einem Heizelement,
welches in wenigstens einem Heizbetriebszustand zu einer Erhitzung zumindest eines
Objekts vorgesehen ist, wobei in dem Heizbetriebszustand aus einer Impedanz eines
das Heizelement und das Objekt umfassenden Systems eine Temperatur des von dem Heizelement
erhitzten Objekts ermittelt wird.
[0022] Die Induktionsgargerätevorrichtung soll hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung
und Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere kann die Gargerätevorrichtung zu
einer Erfüllung einer hierin beschriebenen Funktionsweise eine von einer hierin genannten
Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen und Einheiten abweichende Anzahl aufweisen.
[0023] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Gargerät mit einer Gargerätevorrichtung in einem Heizbetriebszustand in einer
schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- ein vergrößerter Ausschnitt des Gargeräts mit der Gargerätevorrichtung in dem Heizbetriebszustand
in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3
- eine Schaltskizze der Gargerätevorrichtung in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 4
- ein Diagramm, in welchem eine in dem Heizbetriebszustand an dem Heizelement anliegende
elektrische Spannung über einer Zeit und ein in dem Heizbetriebszustand durch das
Heizelement fließender elektrischer Strom über der Zeit dargestellt sind, in einer
schematischen Darstellung,
- Fig. 5
- ein Diagramm, in welchem für zwei verschiedene Frequenzen jeweils eine Abhängigkeit
einer Impedanz von einer Temperatur dargestellt ist, in einer schematischen Darstellung
und
- Fig. 6
- ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Betrieb der Gargerätevorrichtung in einer
schematischen Darstellung.
[0025] Fig. 1 zeigt ein Gargerät 24 mit einer Gargerätevorrichtung 10, welche als Induktionsgargerätevorrichtung
ausgebildet ist. Beispielsweise könnte das Gargerät 24 als ein Grillgerät und/oder
als ein Dampfgargerät und/oder als ein Mikrowellengerät und/oder als ein Kochfeld
ausgebildet sein, wobei nur Induktionsgargeräte beansprucht werden.
[0026] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist das Gargerät 24 als ein Backofen, insbesondere
als ein Induktionsbackofen, ausgebildet. Die Gargerätevorrichtung 10 ist als eine
Backofenvorrichtung, insbesondere als eine Induktionsbackofenvorrichtung, ausgebildet.
[0027] Die Gargerätevorrichtung 10 weist eine Muffel 26 auf. Die Muffel 26 begrenzt einen
Garraum 28 teilweise. Die Muffel 26 begrenzt den Garraum 28 gemeinsam mit einer Gargerätetür
30 im Wesentlichen. Die Gargerätevorrichtung 10 weist die Gargerätetür 30 auf.
[0028] Die Muffel 26 weist eine Muffelbodenwand 32, eine Muffeldeckenwand 34, zwei Muffelseitenwände
36, 38 und eine Muffelrückwand 40 auf. Die Muffelbodenwand 32, die Muffeldeckenwand
34, die Muffelseitenwände 36, 38 und die Muffelrückwand 40 definieren gemeinsam mit
der Gargerätetür 30 den Garraum 28 im Wesentlichen.
[0029] Die Gargerätevorrichtung 10 weist eine Bedienerschnittstelle 42 zu einer Eingabe
und/oder Auswahl von Betriebsparametern auf (vgl. Fig. 1), beispielsweise einer Heizleistung
und/oder einer Heizleistungsdichte und/oder einer Heizzone. Die Bedienerschnittstelle
42 ist zu einer Ausgabe eines Werts eines Betriebsparameters an einen Bediener vorgesehen.
[0030] Die Gargerätevorrichtung 10 weist eine Steuereinheit 16 auf. Die Steuereinheit 16
ist dazu vorgesehen, in Abhängigkeit von mittels der Bedienerschnittstelle 42 eingegebenen
Betriebsparametern Aktionen auszuführen und/oder Einstellungen zu verändern. Die Steuereinheit
16 regelt in einem Heizbetriebszustand eine Energiezufuhr zu zumindest einem Heizelement
12 (vgl. Fig. 2 und 3).
[0031] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel weist die Gargerätevorrichtung 10 zwei Heizelemente
12 auf. Alternativ könnte die Gargerätevorrichtung 10 insbesondere eine andere Anzahl
an Heizelementen 12 aufweisen. Beispielsweise könnte die Gargerätevorrichtung 10 genau
ein einziges Heizelement 12 aufweisen. Alternativ könnte die Gargerätevorrichtung
10 beispielsweise zumindest drei, insbesondere zumindest vier, vorteilhaft zumindest
fünf und vorzugsweise mehrere Heizelemente 12 aufweisen.
[0032] In einem Betriebszustand sind die Heizelemente 12 außerhalb des Garraums 28 angeordnet.
Ein unteres Heizelement 12 der Heizelemente 12 ist in einer Einbaulage unterhalb der
Muffelbodenwand 32 angeordnet. Das untere Heizelement 12 ist in einem Nahbereich der
Muffelbodenwand 32 angeordnet.
[0033] Ein oberes Heizelement 12 der Heizelemente 12 ist in einer Einbaulage oberhalb der
Muffeldeckenwand 34 angeordnet. Das obere Heizelement 12 ist in einem Nahbereich der
Muffeldeckenwand 34 angeordnet. Im Folgenden wird lediglich eines der Heizelemente
12 beschrieben.
[0034] Das Heizelement 12 ist als ein Induktionsheizelement ausgebildet. In dem Heizbetriebszustand
ist das Heizelement 12 zu einer Erhitzung eines Objekts 14 vorgesehen. Das Heizelement
12 erhitzt in dem Heizbetriebszustand das Objekt 14 induktiv.
[0035] Die Gargerätevorrichtung 10 weist das Objekt 14 auf (vgl. Fig. 1 bis 3). Das Objekt
14 ist als eine Muffelwandung ausgebildet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist
das Objekt 14 als die Muffelbodenwand 32 ausgebildet. Das Objekt ist als die Muffeldeckenwand
34 ausgebildet.
[0036] Die Gargerätevorrichtung 10 weist eine Versorgungseinheit 44 auf (vgl. Fig. 3). Die
Versorgungseinheit 44 ist zu einem Anschluss an ein Haushaltsnetz 46 vorgesehen. In
dem Heizbetriebszustand stellt die Versorgungseinheit 44 einen hochfrequenten Wechselstrom
mit einer Frequenz f zur Versorgung des Heizelements 12 bereit.
[0037] Die Steuereinheit 16 steuert in dem Heizbetriebszustand die Versorgungseinheit 44
zu einer Versorgung des Heizelements 12 an. In dem Heizbetriebszustand betreibt die
Steuereinheit 16 das Heizelement 12 mittels der Versorgungseinheit 44 mit der Frequenz
f.
[0038] In dem Heizbetriebszustand ermittelt die Steuereinheit 16 aus einer Impedanz Z
0 eines das Heizelement 12 und das Objekt 14 umfassenden Systems 18 eine Temperatur
T des von dem Heizelement 12 erhitzten Objekts 14. Bei der Ermittlung der Temperatur
T des Objekts 14 berücksichtigt die Steuereinheit 16 die Frequenz f, mit welcher die
Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand das Heizelement 12 betreibt.
[0039] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ermittelt die Steuereinheit 16 die Impedanz Z
0 des Systems 18 aus Sensorparametern. In dem Heizbetriebszustand empfängt die Steuereinheit
16 die Sensorparameter von einer Sensoreinheit 20 (vgl. Fig. 1).
[0040] Die Gargerätevorrichtung 10 weist die Sensoreinheit 20 auf (vgl. Fig. 1). In dem
Heizbetriebszustand detektiert die Sensoreinheit 20 elektrische Kenngrößen. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel detektiert die Sensoreinheit 20 drei elektrische Kenngrößen. Im
Anschluss an die Detektion der elektrischen Kenngrößen überträgt die Sensoreinheit
20 jeweils einen, die entsprechende detektierte Kenngröße kennzeichnenden Sensorparameter
an die Steuereinheit 16 zu der Ermittlung der Temperatur T.
[0041] In dem Heizbetriebszustand detektiert die Sensoreinheit 20 einen in dem Heizbetriebszustand
durch das Heizelement 12 fließenden elektrischen Strom I
0 (vgl. Fig. 3 und 4). Die elektrische Kenngröße ist ein in dem Heizbetriebszustand
durch das Heizelement 12 fließender elektrischer Strom I
0.
[0042] In dem Heizbetriebszustand detektiert die Sensoreinheit 20 eine in dem Heizbetriebszustand
an dem Heizelement 12 anliegende elektrische Spannung V
0 (vgl. Fig. 3 und 4). Die elektrische Kenngröße ist eine in dem Heizbetriebszustand
an dem Heizelement 12 anliegende elektrische Spannung V
0.
[0043] In dem Heizbetriebszustand detektiert die Sensoreinheit 20 eine in dem Heizbetriebszustand
dem System 18 zugeführte elektrische Leistung Po (vgl. Fig. 3 und 4). Die elektrische
Kenngröße ist eine in dem Heizbetriebszustand dem System 18 zugeführte elektrische
Leistung Po. Im Folgenden wird lediglich eine der elektrischen Kenngrößen beschrieben.
[0044] In einem Verfahren zum Betrieb der Gargerätevorrichtung 10 ermittelt die Steuereinheit
16 aus der elektrischen Kenngröße die Impedanz Z
0 des Systems 18. In dem Verfahren wird durch die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand
aus einer Impedanz Z
0 des das Heizelement 12 und das Objekt 14 umfassenden Systems 18 die Temperatur T
des von dem Heizelement 12 erhitzten Objekts 14 ermittelt.
[0045] Bei der Ermittlung der Impedanz Z
0 verwendet die Steuereinheit 16 eine von der elektrischen Kenngröße anhängige Formel.
Aus der ermittelten Impedanz Z
0 des Systems 18 ermittelt die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand die Temperatur
T des Objekts 14.
[0046] Bei der Ermittlung der Temperatur T berücksichtigt die Steuereinheit 16 eine Induktivität
L
eq des Heizelements 12 in dem Heizbetriebszustand (vgl. Fig. 3). Die Steuereinheit 16
ermittelt aus der elektrischen Kenngröße die Induktivität L
eq des Heizelements 12 in dem Heizbetriebszustand. Bei der Ermittlung der Induktivität
L
eq des Heizelements 12 verwendet die Steuereinheit 16 eine von der elektrischen Kenngröße
anhängige Formel.
[0047] Bei der Ermittlung der Temperatur T berücksichtigt die Steuereinheit 16 einen effektiven
Widerstand R
eq des Systems 18 in dem Heizbetriebszustand (vgl. Fig. 3). Die Steuereinheit 16 ermittelt
aus der elektrischen Kenngröße den effektiven Widerstand R
eq des Systems 18 in dem Heizbetriebszustand. Bei der Ermittlung des effektiven Widerstands
R
eq des Systems 18 verwendet die Steuereinheit 16 eine von der elektrischen Kenngröße
anhängige Formel.
[0048] Die Steuereinheit 16 verwendet in dem Heizbetriebszustand bei der Ermittlung der
Impedanz Z
0 des Systems 18 und bei der Ermittlung der Induktivität L
eq des Heizelements 12 und bei der Ermittlung des effektiven Widerstands R
eq des Systems 18 nachfolgend angegebene Formeln:

[0049] Hierbei ist C eine Kapazität 48 des Systems 18 (vgl. Fig. 3). Die Größe ω ist proportional
zu der Frequenz f, mit welcher die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand das
Heizelement 12 betreibt. Die Größe ω berechnet sich zu ω = 2πf.
[0050] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ermittelt die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand
die Impedanz Z
0 des Systems 18 und die Induktivität L
eq des Heizelements 12 und den effektiven Widerstand R
eq des Systems 18. Alternativ oder zusätzlich könnte die Sensoreinheit 20 in dem Heizbetriebszustand
beispielsweise zumindest eine weitere elektrische Kenngröße detektieren und eine entsprechende
Anzahl an weiteren, die weitere detektierte Kenngröße kennzeichnenden Sensorparametern
an die Steuereinheit 16 übertragen. Die weitere elektrische Kenngröße könnte beispielsweise
die Impedanz Z
0 des Systems 18 und/oder die Induktivität L
eq des Heizelements 12 und/oder der effektive Widerstand R
eq des Systems 18 sein.
[0051] Bei der Ermittlung der Temperatur T berücksichtigt die Steuereinheit 16 ein Verhältnis
zwischen dem effektiven Widerstand R
eq des Systems 18 in dem Heizbetriebszustand und der Impedanz Z
0 des Systems 18 in dem Heizbetriebszustand. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ermittelt
die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand das Verhältnis zwischen dem effektiven
Widerstand R
eq des Systems 18 in dem Heizbetriebszustand und der Impedanz Z
0 des Systems 18 aus den oben genannten Formeln. Alternativ oder zusätzlich könnte
die weitere elektrische Kenngröße beispielsweise das Verhältnis zwischen dem effektiven
Widerstand R
eq des Systems 18 in dem Heizbetriebszustand und der Impedanz Z
0 des Systems 18 sein.
[0052] Die Steuereinheit 16 weist eine Speichereinheit 22 (vgl. Fig. 1) auf. Die Steuereinheit
16 ermittelt die Temperatur T durch Vergleich der Impedanz Z
0 des Systems 18 mit einer in der Speichereinheit 22 hinterlegten Abhängigkeit einer
Impedanz Z
0 von einer Temperatur (vgl. Fig. 5). Fig. 5 zeigt die Abhängigkeit einer Impedanz
Z
0 von einer Temperatur bei zwei verschiedenen Frequenzen f
1, f
2. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel beträgt die Frequenz f
1 im Wesentlichen 110 kHz. Die Frequenz f
2 beträgt im Wesentlichen 130 kHz.
[0053] Die Temperatur T des Objekts 14 ist abhängig von der Impedanz Z
0 des Systems 18. Die Temperatur T des Objekts 14 ist abhängig von der Frequenz f,
mit welcher die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand das Heizelement 12 betreibt.
Die Temperatur T des Objekts 14 ist abhängig von der Induktivität L
eq des Heizelements 12. Die Temperatur T des Objekts 14 ist abhängig von dem effektiven
Widerstand R
eq des Systems 18. Die Temperatur T des Objekts 14 ist abhängig von dem Verhältnis zwischen
dem effektiven Widerstand R
eq des Systems 18 in dem Heizbetriebszustand und der Impedanz Z
0 des Systems 18.
[0054] Die Steuereinheit 16 passt in Abhängigkeit der ermittelten Temperatur T des Objekts
14 die Frequenz f an, mit welcher die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand
das Heizelement 12 betreibt. Durch die Anpassung der Frequenz f, mit welcher die Steuereinheit
16 in dem Heizbetriebszustand das Heizelement 12 betreibt, regelt die Steuereinheit
16 in dem Heizbetriebszustand eine in dem Garraum 28 herrschende Garraumtemperatur.
[0055] In dem Heizbetriebszustand könnte die Steuereinheit 16 die elektrische Kenngröße
beispielsweise zu einer Steuerung und/oder Regelung einer von dem Heizelement 12 bereitgestellten
Heizleistungsdichte und/oder einer dem Heizelement 12 in dem Heizbetriebszustand zugeführten
Leistung verwenden. Alternativ oder zusätzlich könnte die Steuereinheit 16 die elektrische
Kenngröße beispielsweise zu einem Schutz elektrischer und/oder elektronischer Einheiten
verwenden.
[0056] In dem Verfahren gibt ein Bediener eine objektive Temperatur T
obj mittels der Bedienerschnittstelle 42 ein (vgl. Fig. 6). Alternativ könnte die Steuereinheit
16 beispielsweise eine objektive Temperatur T
obj verwenden, welche beispielsweise durch ein insbesondere automatisches Garprogramm
und/oder durch eine Garstrategie und/oder durch eine insbesondere ausgewählte Funktion
definiert und/oder vorgegeben sein könnte.
[0057] In dem Heizbetriebszustand vergleicht die Steuereinheit 16 in einem Temperaturkontrollschritt
50 die objektive Temperatur T
obj und die Temperatur T des Objekts 14 miteinander. In Abhängigkeit des Vergleichs der
objektiven Temperatur T
obj und der Temperatur T des Objekts 14 ermittelt die Steuereinheit 16 in dem Temperaturkontrollschritt
50 eine objektive Leistung P
obj.
[0058] Die Steuereinheit 16 ermittelt in dem Heizbetriebszustand in einem Leistungskontrollschritt
52 aus der objektiven Leistung P
obj zumindest einen Modulationsparameter. Der Modulationsparameter könnte beispielsweise
die Frequenz f sein, mit welcher die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand das
Heizelement 12 betreibt. Alternativ oder zusätzlich könnte der Modulationsparameter
beispielsweise ein Tastgrad D sein, mit welcher die Steuereinheit 16 in dem Heizbetriebszustand
das Heizelement 12 betreibt.
[0059] In dem Heizbetriebszustand betreibt die Steuereinheit 16 das Heizelement 12 mit dem
Modulationsparameter. Die Steuereinheit 16 überträgt in dem Heizbetriebszustand den
Modulationsparameter an die Versorgungseinheit 44. Die Versorgungseinheit 44 stellt
in dem Heizbetriebszustand mittels des Modulationsparameters die objektive Leistung
P
obj bereit.
[0060] Die Sensoreinheit 20 detektiert in dem Heizbetriebszustand zumindest ein Ausgangssignal
der Versorgungseinheit 44. Das Ausgangssignal und die elektrische Kenngröße sind insbesondere
wenigstens im Wesentlichen und vorteilhaft vollständig identisch. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist das Ausgangssignal ein in dem Heizbetriebszustand durch das
Heizelement 12 fließender elektrischer Strom I
0. Das Ausgangssignal ist eine in dem Heizbetriebszustand an dem Heizelement 12 anliegende
elektrische Spannung V
0. Das Ausgangssignal ist eine in dem Heizbetriebszustand dem System 18 zugeführte
elektrische Leistung P
0.
[0061] In dem Heizbetriebszustand überträgt die Sensoreinheit 20 die elektrische Kenngröße
an die Steuereinheit 16. Die Steuereinheit 16 berücksichtigt die elektrische Kenngröße
in dem Leistungskontrollschritt 52. Die Steuereinheit 16 ermittelt in dem Heizbetriebszustand
in einem Temperaturermittlungsschritt 54 die Temperatur T des Objekts 14.
Bezugszeichen
[0062]
- 10
- Gargerätevorrichtung
- 12
- Heizelement
- 14
- Objekt
- 16
- Steuereinheit
- 18
- System
- 20
- Sensoreinheit
- 22
- Speichereinheit
- 24
- Gargerät
- 26
- Muffel
- 28
- Garraum
- 30
- Gargerätetür
- 32
- Muffelbodenwand
- 34
- Muffeldeckenwand
- 36
- Muffelseitenwand
- 38
- Muffelseitenwand
- 40
- Muffelrückwand
- 42
- Bedienerschnittstelle
- 44
- Versorgungseinheit
- 46
- Haushaltsnetz
- 48
- Kapazität
- 50
- Temperaturkontrollschritt
- 52
- Leistungskontrollschritt
- 54
- Temperaturermittlungsschritt
- T
- Temperatur
- f
- Frequenz
- I0
- Strom
- V0
- Spannung
- P0
- Leistung
- Z0
- Impedanz
- Leq
- Induktivität
- Req
- Effektiver Widerstand
1. Induktionsgargerätevorrichtung mit zumindest einem Heizelement (12), welches in wenigstens
einem Heizbetriebszustand zu einer Erhitzung zumindest eines Objekts (14) vorgesehen
ist, und mit einer Steuereinheit (16), welche dazu vorgesehen ist, in dem Heizbetriebszustand
aus einer Impedanz (Z0) eines das Heizelement (12) und das Objekt (14) umfassenden Systems (18) eine Temperatur
(T) des von dem Heizelement (12) erhitzten Objekts (14) zu ermitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) zumindest eine Speichereinheit (22) aufweist und dazu vorgesehen
ist, die Temperatur (T) durch Vergleich der Impedanz (Z0) des Systems (18) mit zumindest einer in der Speichereinheit (22) hinterlegten Abhängigkeit
einer Impedanz von einer Temperatur zu ermitteln, wobei die Steuereinheit (16) dazu
vorgesehen ist, bei der Ermittlung der Temperatur (T) zumindest ein Verhältnis zwischen
einem effektiven Widerstand (Req) des Systems (18) in dem Heizbetriebszustand und der Impedanz (Z0) des Systems (18) in dem Heizbetriebszustand zu berücksichtigen.
2. Induktionsgargerätevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, bei der Ermittlung der Temperatur (T)
eine Frequenz (f), mit welcher die Steuereinheit (16) in dem Heizbetriebszustand das
Heizelement (12) betreibt, zu berücksichtigen.
3. Induktionsgargerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch zumindest eine Sensoreinheit (20), welche dazu vorgesehen ist, in dem Heizbetriebszustand
zumindest eine elektrische Kenngröße zu detektieren und zumindest einen, die detektierte
Kenngröße kennzeichnenden Sensorparameter an die Steuereinheit (16) zu der Ermittlung
der Temperatur zu übertragen.
4. Induktionsgargerätevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (20) dazu vorgesehen ist, in dem Heizbetriebszustand den in dem
Heizbetriebszustand durch das Heizelement (12) fließenden elektrischen Strom (I0) zu detektieren.
5. Induktionsgargerätevorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (20) dazu vorgesehen ist, in dem Heizbetriebszustand die in dem
Heizbetriebszustand an dem Heizelement (12) anliegende elektrische Spannung (V0) zu detektieren.
6. Induktionsgargerätevorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (20) dazu vorgesehen ist, in dem Heizbetriebszustand die in dem
Heizbetriebszustand dem System (18) zugeführte elektrische Leistung (P0) zu detektieren.
7. Induktionsgargerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (16) dazu vorgesehen ist, bei der Ermittlung der Temperatur (T)
zumindest eine Induktivität (Leq) des Heizelements (12) in dem Heizbetriebszustand zu berücksichtigen.
8. Induktionsgargerätevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch das Objekt (14), welches als eine Muffelwandung ausgebildet ist.
9. Induktionsgargerät mit zumindest einer Induktionsgargerätevorrichtung (10) nach einem
der vorhergehenden Ansprüche.
1. Induction cooking appliance apparatus with at least one heating element (12), which
in at least one heating operating state is provided to heat at least one object (14),
and with a control unit (16), which is provided in the heating operating state to
ascertain, from an impedance (Z0) of a system (18) comprising the heating element (12) and the object (14), a temperature
(T) of the object (14) heated by the heating element (12), characterised in that the control unit (16) has at least one storage unit (22) and is provided to ascertain
the temperature (T) by comparing the impedance (Z0) of the system (18) with at least one dependency of an impedance upon a temperature,
which is stored in the storage unit (22), wherein the control unit (16) is provided,
when ascertaining the temperature (T), to take into consideration at least one ratio
between an effective resistance (Req) of the system (18) in the heating operating state and the impedance (Z0) of the system (18) in the heating operating state.
2. Induction cooking appliance apparatus according to claim 1, characterised in that the control unit (16) is provided, when ascertaining the temperature (T), to take
into consideration a frequency (f) at which the control unit (16) operates the heating
element (12) in the heating operating state.
3. Induction cooking appliance apparatus according to one of the preceding claims, characterised by at least one sensor unit (20), which is provided, in the heating operating state,
to detect at least one electrical characteristic variable and to transfer at least
one sensor parameter that characterises the detected characteristic variable to the
control unit (16) to ascertain the temperature.
4. Induction cooking appliance apparatus according to claim 3, characterised in that the sensor unit (20) is provided, in the heating operating state, to detect the electrical
current (I0) flowing through the heating element (12) in the heating operating state.
5. Induction cooking appliance apparatus according to claim 3 or 4, characterised in that the sensor unit (20) is provided, in the heating operating state, to detect the electrical
voltage (V0) applied at the heating element (12) in the heating operating state.
6. Induction cooking appliance apparatus according to one of claims 3 to 5, characterised in that the sensor unit (20) is provided, in the heating operating state, to detect the electrical
power (P0) supplied to the system (18) in the heating operating state.
7. Induction cooking appliance apparatus according to one of the preceding claims, characterised in that the control unit (16) is provided, when ascertaining the temperature (T), to take
into consideration at least one inductance (Leq) of the heating element (12) in the heating operating state.
8. Induction cooking appliance apparatus according to one of the preceding claims, characterised by the object (14), which is embodied as a muffle wall.
9. Induction cooking appliance with at least one induction cooking appliance apparatus
(10) according to one of the preceding claims.
1. Dispositif pour appareil de cuisson par induction comprenant au moins un élément chauffant
(12), lequel sert, dans au moins un état de fonctionnement du chauffage, au chauffage
d'au moins un objet (14), et comprenant une unité de commande (16) servant à déterminer,
à l'état de fonctionnement du chauffage, sur base de l'impédance (Z0) d'un système (18) englobant l'élément chauffant (12) et l'objet (14), la température
(T) de l'objet (14) chauffé par l'élément chauffant (12), caractérisé en ce que l'unité de commande (16) comprend au moins une unité de mémorisation (22) servant
à déterminer la température (T) par comparaison de l'impédance (Z0) du système (18) avec au moins une dépendance, enregistrée dans l'unité de mémorisation
(22), d'une impédance d'une température, l'unité de commande (16) servant à tenir
compte lors de la détermination de la température (T), d'au moins un rapport entre
une résistance effective (Req) du système (18) à l'état de fonctionnement du chauffage, et l'impédance (Z0) du système (18) à l'état de fonctionnement du chauffage.
2. Dispositif pour appareil de cuisson par induction selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de commande (16) sert à tenir compte, lors de la détermination de la température
(T), d'une fréquence (f), avec laquelle l'unité de commande (16) fait fonctionner
l'élément chauffant (12) en état de fonctionnement du chauffage.
3. Dispositif pour appareil de cuisson par induction selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par au moins une unité de détection (20), qui sert à détecter, à l'état de fonctionnement
du chauffage, au moins une caractéristique électrique et à transférer au moins un
paramètre de détection caractérisant la caractéristique détectée, à l'unité de commande
(16) dans le but de déterminer la température.
4. Dispositif pour appareil de cuisson par induction selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'unité de détection (20) sert à détecter, à l'état de fonctionnement du chauffage,
le courant électrique (I0) circulant, à l'état de fonctionnement du chauffage, dans l'élément chauffant (12).
5. Dispositif pour appareil de cuisson par induction selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que l'unité de détection (20) sert à détecter, en l'état de fonctionnement du chauffage,
la tension (V0) électrique présente, en l'état de fonctionnement du chauffage, sur l'élément chauffant
(12).
6. Dispositif d'appareil de cuisson par induction selon l'une des revendications 3 à
5, caractérisé en ce que l'unité de détection (20) sert à détecter, en l'état de fonctionnement du chauffage,
la puissance (P0) électrique amenée, en l'état de fonctionnement du chauffage, au système (18).
7. Dispositif pour appareil de cuisson par induction selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'unité de commande (16) sert à tenir compte, lors de la détermination de la température
(T), d'au moins une inductance (Leq) de l'élément chauffant (12), en l'état de fonctionnement du chauffage.
8. Dispositif d'appareil de cuisson par induction selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par l'objet (14), lequel est réalisé en tant que parois de moufle.
9. Appareil de cuisson par induction comprenant au moins un dispositif pour appareil
de cuisson par induction (10) selon l'une des revendications précédentes.