[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erkennung des Montageorts eines
Außentemperaturfühlers einer Heizungsanlage.
[0002] Bei einer witterungsgeführten Heizungsregelung sollte der Außentemperaturfühler an
der Nordwand des Hauses montiert sein, um den Einfluss von Sonnenstrahlung auszuschließen.
Jedoch wird der Außentemperaturfühler häufig an jener Wand montiert, welcher dem Heizungsmontageort
am nächsten ist. Hieraus ergibt sich das Problem, dass beispielsweise bei einem an
der Südwand montierten Außentemperaturfühler Sonnenstrahlung einen Messwert geniert,
welcher deutlich über der Temperatur der Außenluft liegt. Eine Anpassung der Heizkurve
wäre die Folge, wobei es in derartigen Fällen zu dem Ergebnis führen kann, dass zu
wenige Heizleistung generiert wird, um das Gebäude bedarfsgerecht zu beheizen.
[0003] Aus
DE 102005032621 A1 ist eine Heizungsregelung mit einem Datenempfänger, welcher Wettervorhersagedaten
empfängt, und einem Außentemperaturfühler bekannt. Es wird eine Differenz aus Wettervorhersagedaten
und gemessenen Werten erstellt und hieraus charakteristische Abweichungen gebildet.
Diese Abweichung kann benutzt werden, um Wettervorhersagedaten an die individuelle
Örtlichkeit anzupassen und somit bedarfsgerecht zu heizen.
[0004] Aus der Patentanmeldung
DE 10 2008 034923 A1 ist ein Verfahren zum Steuern der klimatischen Bedingungen eines Gebäudes mit Außentemperatursensoren
und Datenempfänger für Wettervorhersagedaten bekannt. Es wird offenbart, die Plausibilität
der Messwerte der Außentemperatursensoren zu prüfen. Dazu lehrt die
DE 10 2008 034923 A1, in einer Plausibilitätsstufe das Über- oder Unterschreiten eines Grenzwertes oder
eines Gernzgradienten zu überwachen, um so nicht plausible Messwerte zu erkennen.
Dieses Dokument offenbart daher den Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist eine Verfeinerung der Führungsgröße einer Heizungsregelung
mit Außentemperaturfühler und Wettervorhersagedaten an individuelle Heizungsanlagen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Merkmalen des abhängigen und der
abhängigen Ansprüche.
[0006] Die Erfindung wird anhand der Figur näher erläutert. Hierbei zeigt Figur 1 typische
Temperaturverläufe über einen Tag.
[0007] Die Figur zeigt zwei Temperaturverläufe über einen Tag; die durchgehende Linie soll
die Wetterdaten aus dem Internet darstellen, welche beispielsweise von einer Wetterstation
stammen und der Region, in welcher die Heizungsanlage betrieben wird, zugeordnet sind.
Derartige Wetterstationen werden beispielsweise vom Deutschen Wetterdienst und dem
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit betrieben; sie liefern
aktuell erfasste Wetterdaten sowie häufig eine Prognose für die nahe Zukunft. Die
Messfühler derartiger Wetterstationen sind derart positioniert, dass die Messwerte
möglichst wenig von Störeffekten beeinflusst werden. Die gestrichelte Linie stellt
die Linie eines Außentemperaturfühlers einer individuellen Heizungsanlage dar. Das
Ausführungsbeispiel zeigt, dass insbesondere nachts die mittels des Außentemperaturfühlers
gemessene Temperatur niedriger als die Temperatur der dazugehörenden Wetterstation,
in deren Region die individuelle Heizungsanlage betrieben wird. Zwischen 7 Uhr und
16:30 Uhr hingegen ist die Temperatur des Außentemperaturfühlers höher. Dies ist wahrscheinlich
darauf zurückzuführen, dass der Außentemperaturfühler in der Zeit zwischen 7 Uhr und
16:30 Uhr Sonne ausgesetzt ist und sich somit mutmaßlich an der Südost-Seite befindet.
Vergleicht man mehrere Tage, so wäre zu erwarten, dass der Verlauf tagsüber sehr von
der Intensität der Sonne abhängig ist. Möglicherweise ist an bewölkten Tagen die mittels
des Außentemperaturfühlers gemessene Temperatur auch tagsüber nicht die Temperatur
der Wetterstation. Ferner ist zu erwarten, dass im Winter die Sonnenphase kürzer ist.
[0008] Dies hat zur Folge, dass eine intelligente Heizungsregelung in diesem Fall davon
ausging, dass die nächtliche Abweichung auf geographischen Gründen basiert und würde
demnach davon ausgehen, dass ein Offset zwischen der Wetterstation und dem Außentemperaturfühler
vorliegt. Dieses Offset könnte auch dann von der aktuellen Temperatur der Wetterstation
tagsüber abgezogen werden, um zur mutmaßlich korrekten Außentemperatur am Haus ohne
Sonneneinwirkung zu gelangen.
[0009] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Erkennung der Position eines Außentemperaturfühlers
einer Heizungsanlage mit einer Regelung und Kompensation einer Fehlpositionierung
sieht zunächst vor, dass eine Regelung einer Heizungsanlage sowohl mit einem Außentemperaturfühler,
als auch einem Wettererfassungsdienst verbunden ist. Die Verbindung mit dem Wettererfassungsdienst
kann über Funk oder Internet erfolgen und sowohl die aktuell erfassten Wetterdaten,
als auch eine Wetterprognose umfassen.
[0010] Die Regelung erfasst den Verlauf der Temperatur T
A, des Außentemperaturfühlers und des Wettererfassungsdienst T
W. Es wird eine Temperaturdifferenz ΔT zwischen der Temperatur T
A des Außentemperaturfühlers und des Wettererfassungsdienst T
W gebildet. Ist die Temperaturdifferenz nachts ΔT
N signifikant kleiner als die Temperaturdifferenz tagsüber ΔT
T, so ist dies ein Indiz dafür, dass tagsüber der Fühler tagsüber der Sonnenstrahlung
direkt oder indirekt ausgesetzt ist. Ist wie in der Figur dargestellt, nachts die
Temperatur T
A,N des Außentemperaturfühlers kleiner als die Temperatur des Wettererfassungsdiensts
T
w,N gebildet, so ist die Temperaturdifferenz nachts ΔT
N = T
A,N - T
W,N negativ. Es kommt somit auf den Absolutwert der Temperaturdifferenz ΔT an. In der
Figur ist tagsüber die Temperatur T
A,T des Außentemperaturfühlers größer als die Temperatur des Wettererfassungsdiensts
T
w,T, die Temperaturdifferenz tagsüber ΔT
T demnach positiv. Die Temperaturdifferenz ΔT
T - ΔT
N wird nun mit einem Grenzwert ΔT
G verglichen. Ist die Temperaturdifferenz ΔT
T - ΔT
N nun kleiner als dieser Grenzwert ΔT
G, hier z.B. ΔT
T = -2 K sowie ΔT
N = 4 K, woraus sich ΔT
T - ΔT
N =-2 K - 4 K = -6 K < 2 K = ΔT
G, so ist dies ein Indiz dafür, dass der Außentemperaturfühler tagsüber der Sonne ausgesetzt
ist oder zumindest an einem Ort installiert ist, welcher durch Sonne erhitzt wird.
Die Regelung gibt dann einen Warnhinweis aus.
[0011] Das Verfahren kann optional zu repräsentativen Zeiten für die Tag- und Nachtphasen
(z.B. 2:00 und 13:00) durchgeführt werden. Optional kann das Verfahren zu repräsentativen
Zeiträumen (z.B. zwischen 0:00 und 3:00 sowie 11:00 bis 14:00) durchgeführt werden.
Es können mehrere Zeiten und / oder Zeiträume berücksichtigt werden.
[0012] Bei der Temperaturregelung wird ein nächtlicher Offset zwischen der Temperatur T
A,N des Außentemperaturfühlers und der Temperatur des Wettererfassungsdiensts T
w,N gebildet und bei der Steuerung der Heizung zur Korrektur der Stellgröße in Form der
Wettererfassungsdiensttemperatur T
w benutzt.
[0013] Zur Heizungssteuerung kann sowohl die gemessene Isttemperatur des Wettererfassungsdiensts,
als auch die Wetterprognose herangezogen werden.
[0014] Erfolgt die Anwendung des Verfahrens über einen längeren Zeitraum, so ist zu berücksichtigen,
dass die Phasen für tagsüber beziehungsweise nachts sich über den Jahresverlauf verändern,
wobei im Juni die Tage am längsten und im Dezember am kürzesten sind.
[0015] Ändert sich die Temperaturdifferenz ΔT
T tagsüber, so ist dies auch ein Indiz dafür, dass der Außentemperaturfühler temporär
der Sonne ausgesetzt ist und bei Bewölkung die Differenz einer anderen entspricht
als bei Sonnenschein. Auch hier wird eine Warnmeldung am Display der Regelung der
Heizung ausgegeben und gegebenenfalls ein Fachhandwerker über die Datenverbindung
informiert.
1. Verfahren zur Erkennung der Position eines Außentemperaturfühlers einer Heizungsanlage
mit einer Regelung und Kompensation einer Fehlpositionierung, wobei mit der Regelung
der Heizungsanlage auch ein Wettererfassungsdienst verbunden ist, wobei die Regelung
den Temperaturverlauf des Außentemperaturfühlers und des Wettererfassungsdienst aufzeichnet
und vergleicht, hieraus Korrekturdaten ableitet und die Heizung in Abhängigkeit der
Daten des Wettererfassungsdiensts, welche mit den Korrekturdaten angepasst werden,
steuert, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn die Temperaturdifferenz zwischen dem Außentemperaturfühler und dem Wettererfassungsdienst
tagsüber um mindestens einen vorgegebenen Grenzwert größer als die Temperaturdifferenz
zwischen dem Außentemperaturfühler und dem Wettererfassungsdienst nachts ist, eine
Positionierungswarnmeldung ausgegeben wird.
2. Verfahren zur Erkennung der Position eines Außentemperaturfühlers einer Heizungsanlage
mit einer Regelung und Kompensation einer Fehlpositionierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang eine durchschnittliche Temperaturdifferenz
zwischen den Temperaturen des Außentemperaturfühlers und des Wettererfassungsdienstes
ermittelt wird und diese Temperaturdifferenz als Offset zur Steuerung der Regelung
der Heizung mittels der Daten des Wettererfassungsdienstes dienen.
3. Verfahren zur Erkennung der Position eines Außentemperaturfühlers einer Heizungsanlage
mit einer Regelung und Kompensation einer Fehlpositionierung nach Anspruch 1 oder
2, dadurch gekennzeichnet, dass wenn sich die Temperaturdifferenz zwischen dem Außentemperaturfühler und dem Wettererfassungsdienst
tagsüber signifikant verändert, eine Positionswarnmeldung ausgegeben wird.
4. Verfahren zur Erkennung der Position eines Außentemperaturfühlers einer Heizungsanlage
mit einer Regelung und Kompensation einer Fehlpositionierung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Information zur richtigen oder falschen Positionierung über eine Datenverbindung
an einen Fachhandwerker ausgegeben wird.
1. Method for detecting the position of an external temperature sensor of a heating system
with a controller and compensation for incorrect positioning, wherein a weather detection
service is also connected to the controller of the heating system, wherein the controller
records and compares the temperature profile of the external temperature sensor and
of the weather detection service, derives correction data therefrom and controls the
heating depending on the data of the weather detection service which are adapted using
the correction data, characterised in that, if the temperature difference between the external temperature sensor and the weather
detection service during the day is greater than the temperature difference between
the external temperature sensor and the weather detection service at night by at least
a predefined limit value, a positioning warning message is output.
2. Method for detecting the position of an external temperature sensor of a heating system
with a controller and compensation for incorrect positioning according to claim 1,
characterised in that in the time between sunset and sunrise an average temperature difference between
the temperatures of the external temperature sensor and the weather detection service
is ascertained and this temperature difference is used as an offset for controlling
the controller of the heating system by means of the data of the weather detection
service.
3. Method for detecting the position of an external temperature sensor of a heating system
with a controller and compensation for incorrect positioning according to claim 1
or 2, characterised in that if the temperature difference between the external temperature sensor and the weather
detection service changes significantly during the day, a position warning message
is output.
4. Method for detecting the position of an external temperature sensor of a heating system
with a controller and compensation for incorrect positioning according to any of claims
1 to 3, characterised in that information on the correct or incorrect positioning is output to a specialist technician
via a data link.
1. Procédé de détection de la position d'une sonde de température externe d'une installation
de chauffage avec une régulation et une compensation d'un mauvais positionnement,
dans lequel la régulation de l'installation de chauffage est également reliée à un
service de collecte météorologique, dans lequel la régulation enregistre et compare
le profil de température de la sonde de température externe et du service de collecte
météorologique, en déduit des données de correction, et commande le chauffage en fonction
des données du service de collecte météorologique, qui sont ajustées aux données de
correction, caractérisé en ce que lorsque la différence de température entre la sonde de température externe et le
service de collecte météorologique pendant la journée est supérieure à la différence
de température entre la sonde de température externe et le service de collecte météorologique
pendant la nuit d'au moins une valeur limite prédéterminée, un message d'avertissement
de positionnement est émis.
2. Procédé de détection de la position d'une sonde de température externe d'une installation
de chauffage avec une régulation et une compensation d'un mauvais positionnement selon
la revendication 1, caractérisé en ce qu'entre le coucher et le lever du soleil, une différence de température moyenne entre
les températures de la sonde de température externe et du service de collecte météorologique
est déterminée et cette différence de température sert de décalage pour commander
la régulation du chauffage au moyen des données du service de collecte météorologique.
3. Procédé de détection de la position d'une sonde de température externe d'une installation
de chauffage avec une régulation et une compensation d'un mauvais positionnement selon
la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que si la différence de température entre la sonde de température externe et le service
de collecte météorologique change de manière significative pendant la journée, un
message d'avertissement de positionnement est émis.
4. Procédé de détection de la position d'une sonde de température externe d'une installation
de chauffage avec une régulation et une compensation d'un mauvais positionnement selon
l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce qu'une information de positionnement correct ou incorrect est émise vers un installateur
via une connexion de données.