[0001] Die vorliegende Anmeldung betrifft die Verwendung einer Sprühdose mit zwei separaten
Vorlagebeuteln zum Versprühen von zwei getrennt vorgelegten Lösungen, die beim Versprühen
vermischt werden und dabei ein Reinigungsmittel auf Basis von aktivem Sauerstoff bilden.
[0002] Aktivreiniger mit bleichender und/oder desinfizierender Wirkung enthalten oftmals
Natriumhypochlorit (Chlorbleiche). Die Anwesenheit von Chlor in solchen Reinigungsmitteln
ist aber im Hinblick auf Gesundheitsvorschriften und Umweltbedenken zunehmend unerwünscht.
[0003] JP 2009-023684 A beschreibt eine Sprühdose zum Aufbringen eines Silberspiegels.
JP 2009-40464 A beschreibt ebenfalls eine Sprühdüse zum Aufbringen eines Silberspiegels.
US 3,966,090 sowie
FR 2,035,195 beschreiben eine Verpackungseinheit zur Abgabe einer antiseptischen Zusammensetzung.
Dabei werden zwei separate Vorlagelösungen beim Versprühen vermischt. Die erste Vorlagelösung
enthält ein Alkalimetalliodid, die zweite Vorlagelösung Wasserstoffperoxid, um beim
Versprühen freies Iod zu bilden.
US 9,074,163 B2 beschreibt ein System, bei dem in einer ersten Kammer eine Hypohalogensäure, wie
etwa Hypochlorsäure oder Salze davon und in einer zweiten Kammer ein Reduktionsmittel
enthalten sind.
US 2011/0215113 A1 beschreibt eine Sprühvorrichtung zur Abgabe eines Gemisches von zwei Zusammensetzungen,
wobei die Sprühvorrichtung eine erste und eine zweite Kammer und einen einzelnen Sprühkopf
aufweist. Als Aktivator wird Natriumkarbonat eingesetzt.
GB 1 263 739 betrifft einen Rasierschaum. Dieser Rasierschaum wird gebildet durch zwei separat
vorliegende Zusammensetzungen, wobei im ersten Vorlagebeutel eine "Surfactant-Forming
Acid" und im zweiten Vorlagebeutel eine "Surfactant-Forming Base" vorgelegt wird.
[0004] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es deshalb, ein Reinigungsmittel mit
bleichender und/oder desinfizierender Wirkung bereitzustellen, bei dem auf die Verwendung
von Hypochlorit bzw. anderer bedenklicher Bleichmittel verzichtet werden kann. Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, ein solches Reinigungsmittel in
einer für den Anwender einfach zu handhabenden Form bereitzustellen.
[0005] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäß gelöst durch die Verwendung einer Sprühvorrichtung
zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten umfassend
- (i) einen Sprühvorrichtungsbehälter,
- (ii) mindestens zwei Sprühventile,
- (iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters, wobei ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten Sprühventil
in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil in
Verbindung steht sowie
- (iv) einen Sprühkopf,
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln vorgelegt werden
und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen vermischt werden, zum Versprühen
eines Aktivreinigers, wobei in dem zweiten Vorlagebeutel (20) eine Sprühlösung umfassend
Wasserstoffperoxid enthalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel
eine Sprühlösung enthalten ist umfassend wenigstens einen Katalysator zur Freisetzung
von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid, ausgewählt aus Silbernitrat oder aus Silbernitrat
und zudem Kaliumiodid.
[0006] Erfindungsgemäß kann durch die Verwendung einer Sprühvorrichtung, in der mindestens
zwei Sprühlösungen zunächst voneinander getrennt vorliegen und bei der die beiden
Sprühlösungen erst zur Anwendung vermischt werden, in situ aktiver Sauerstoff erzeugt
und somit Reinigungsmittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung bereitgestellt
werden. Auf die Verwendung von Hypochlorit oder anderer bedenklicher Bleichmittel
kann erfindungsgemäß somit verzichtet werden.
[0007] Die in situ-Erzeugung von aktivem Sauerstoff gelingt durch die Verwendung einer Sprühvorrichtung,
in der wenigstens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel enthalten sind, in denen
jeweils eine erste sowie eine zweite Sprühlösung enthalten sind. Die aktive Komponente,
nämlich aktiver Sauerstoff, liegt in der stabilen Lagerform in den Sprühlösungen noch
nicht vor, sondern wird erst beim Aufsprühen durch Vermischen der wenigstens zwei
getrennt voneinander in der Sprühvorrichtung vorhandenen Sprühlösungen gebildet.
[0008] Erfindungsgemäß wurde festgestellt, dass durch den Einsatz von Silbernitrat oder
von Silbernitrat und Kaliumiodid in der Sprühlösung im ersten Vorlagebeutel als Katalysator
zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid eine effektive Bildung von aktivem
Sauerstoff beim Versprühen und Vermischen der ersten und zweiten Sprühlösung bewirkt
wird. Die Bildung von aktivem Sauerstoff erfolgt dabei erfindungsgemäß in kurzer Zeit
und bei Umgebungstemperatur. Zudem kann erfindungsgemäß die Bildung von aktivem Sauerstoff
bereits bei einem nur leicht alkalischen pH-Wert erfolgen.
[0009] Der erfindungsgemäß durch Zusammenmischen mehrerer Sprühflüssigkeiten gebildete Aktivreiniger
stellt insbesondere eine Sauerstoffbleiche dar und keine Chlorbleiche.
[0010] Erfindungsgemäß ist in einem ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A enthalten, die
wenigstens einen Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid
umfasst, ausgewählt aus Silbernitrat oder aus Silbernitrat und Kaliumiodid. Neben
den zwingend vorhandenen Katalysatoren Silbernitrat oder Silbernitrat und Kaliumiodid,
welche eine schnelle Sauerstofffreisetzung bei Umgebungstemperaturen bewirken, kann
die Sprühlösung A optional weitere Katalysatoren zur Freisetzung von Sauerstoff aus
Wasserstoffperoxid enthalten. Eine Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid
bewirken z.B. Schwermetallionen, Jodid, Hydroxid, Eisen(III)salze, Manganoxid sowie
Kupfersulfat. Geeignete Katalysatoren sind insbesondere Natriumhydroxid, Kaliumiodid,
Natriumcarbonat oder/und Silbernitrat.
[0011] Der Anteil an Katalysatoren in der Sprühlösung A beträgt in Summe vorzugsweise 1-20
Gew.%, insbesondere 10-15 Gew.%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Sprühlösung A.
Bevorzugt beträgt der Anteil an Katalysatoren in der Sprühlösung A in Summe von 2-15
Gew.%, mehr bevorzugt von 3-12 Gew.% und am meisten bevorzugt von 5-10 Gew.%, bezogen
auf das Gesamtgewicht der Sprühlösung A. Es können ein oder mehrere Katalysatoren
enthalten sein. Kaliumiodid ist vorzugsweise mit einem Anteil von 0,5 bis 6 Gew.%,
vorzugsweise von 1 bis 6 Gew.%, insbesondere von 2 bis 4 Gew.% enthalten. Weiterhin
bevorzugt ist Kaliumiodid mit einem Anteil von 0,5 bis 2,0 Gew.%, noch mehr bevorzugt
von 1,0 bis 2,0 Gew.% enthalten. Silbernitrat ist vorzugsweise in einer Menge von
0 bis 50 ppm, mehr bevorzugt von 0 bis 30 ppm, vorzugsweise 1 bis 20 ppm und besonders
bevorzugt von 5 bis 20 ppm enthalten.
[0012] Natriumcarbonat ist vorzugsweise mit einem Anteil von 5 bis 10 Gew.%, vorzugsweise
6 bis 8 Gew.% enthalten. Weiterhin bevorzugt ist Natriumcarbonat mit einem Anteil
von 2,0 bis 5,0 Gew.%, vorzugsweise von 3,0 bis 4,0 Gew..% enthalten. Natriumhydroxid
dient als Katalysator und gleichzeitig zur pH-Wert-Einstellung und ist entsprechend
bevorzugt mit einem Anteil von 0,5 bis 2 Gew.%, insbesondere 0,75 bis 1,5 Gew.% enthalten.
[0013] Die ppm- sowie Gew.%-Angaben für die Katalysatoren beziehen sich jeweils auf das
Gesamtgewicht der Lösung A.
[0014] Beim gleichzeitigen Versprühen der mindestens zwei Sprühlösungen zerfällt erfindungsgemäß
das in der zweiten Sprühlösung B enthaltene Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff. Durch
die in der ersten Sprühlösung A enthaltenen Katalysatoren wird ein schnelles, aktives
Zerfallen von Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff bei Raumtemperatur (20°C) erreicht.
Durch diesen Zerfall von Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff wirkt der Reiniger als starkes
Oxidationsmittel mit bleichender und desinfizierender Wirkung.
[0015] Besonders bevorzugt umfasst die Sprühlösung A eine Katalysatorkombination aus Kaliumiodid,
Natriumcarbonat, Natriumhydroxid und Silbernitrat, insbesondere eine Katalysatorkombination
umfassend 2-4 Gew.% Kaliumiodid, 6-8 Gew.% Natriumcarbonat, 0,5 bis 1,5 Gew.% Natriumhydroxid
und 1-30 ppm Silbernitrat.
[0016] Weiterhin bevorzugt umfasst die Sprühlösung A eine Katalysatorkombination aus Kaliumiodid,
Natriumcarbonat, Natriumhydroxid und Silbernitrat, insbesondere eine Katalysatorkombination
umfassend 0,5-2 Gew.% Kaliumiodid, 3-6 Gew.% Natriumcarbonat, 0,5 bis 1,5 Gew.% Natriumhydroxid
und 1-30 ppm Silbernitrat.
[0017] Hierin beschrieben wird auch eine nicht erfindungsgemäße Ausführungsform in der die
Sprühlösung A eine Katalysatorkombination umfasst aus Kaliumiodid und Natriumcarbonat,
insbesondere eine Katalysatorkombination umfassend 1,0 bis 2,0 Gew.% Kaliumiodid und
2,0 bis 5,0 Gew.% Natriumcarbonat.
[0018] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst die Sprühlösung A
eine Katalysatorkombination aus Silbernitrat und Natriumcarbonat, insbesondere eine
Katalysatorkombination umfassend 10 bis 50 ppm Silbernitrat und 2,0 bis 5,0 Gew.%
Natriumcarbonat.
[0019] Weiterhin weist die im ersten Vorlagebeutel enthaltene Sprühlösung A vorzugsweise
einen basischen pH-Wert, insbesondere einen pH von ≥ 8,0 auf. Die Sprühlösung A kann
einen pH ≥ 10,0, beispielsweise einen pH ≥ 12,0 oder einen pH ≥ 13,0 aufweisen. Bevorzugt
weist die im ersten Vorlagebeutel enthaltene Sprühlösung A einen pH-Wert von 8,0 bis
11,0, bevorzugt von 9,0 bis 11,0 und noch mehr bevorzugt von 10,0 bis 11,0 auf. Die
erfindungsgemäß eingesetzten Katalysatoren Kaliumiodid sowie Silbernitrat und insbesondere
Kaliumiodid ermöglichen die Freisetzung von aktivem Sauerstoff bereits bei relativ
niedrigen pH-Werten.
[0020] Beim Vermischen der Sprühlösung A aus dem ersten Vorlagebeutel und der Sprühlösung
B aus dem zweiten Vorlagebeutel wird dadurch im Gesamtgemisch ein basischer pH-Wert
eingestellt, wodurch ein schneller Zerfall von Wasserstoffperoxid zu Sauerstoff bei
Raumtemperatur weiter gefördert wird. Insbesondere erfolgt ein Zerfall von Wasserstoffperoxid
zu Sauerstoff bei Vermischen der Sprühlösung A und Sprühlösung B erfindungsgemäß in
weniger als 10 Sekunden, mehr bevorzugt in weniger als 5 Sekunden, noch mehr bevorzugt
in weniger als 1 Sekunde bei Raumtemperatur.
[0021] Zur Einstellung eines alkalischen pH-Werts enthält die Sprühlösung A vorzugsweise
Natriumcarbonat, Monoethanolamin, Triethanolamin oder/und Alkalihydroxide, insbesondere
Natriumhydroxid.
[0022] Die Sprühlösung A im ersten Vorlagebeutel kann weitere optionale Bestandteile enthalten.
Vorzugsweise sind Tenside, insbesondere nicht ionische Tenside, anionische Tenside
oder amphotere Tenside enthalten. Bevorzugt sind nicht ionische Alkylpolyglykoside
(Zuckertenside).
[0023] Der Anteil an Tensiden und insbesondere an nicht ionischen Alkylpolyglykosiden in
der Sprühlösung A beträgt vorzugsweise 1-8 Gew.%, insbesondere 2-6 Gew.%.
[0024] Weiterhin wurde festgestellt, dass die Viskosität der einzelnen Lösungen Einfluss
auf den Sprühfluss der jeweiligen Lösungen hat. Deshalb enthält die Sprühlösung A
vorzugsweise ein Verdickungsmittel, besonders bevorzugt Xanthan Gum zur Einstellung
der Viskosität. Besonders bevorzugt beträgt der Anteil an Verdickungsmittel und insbesondere
an Xanthan Gum in der Sprühlösung A 0,010-0,10 Gew.%.
[0025] Weiterhin können in der Sprühlösung A Komplexbildner, vorzugsweise Citrate, EDTA-Na,
Nitriloessigsäure oder Natriummetasilikat enthalten sein. Der Anteil an Komplexbildnern
in der Sprühlösung A beträgt vorzugsweise von 0,10 bis 2,0 Gew.%, mehr bevorzugt von
0,50 bis 1,50 Gew%.
[0026] Der Rest der Sprühlösung A besteht vorzugsweise aus Wasser, insbesondere aus entmineralisiertem
Wasser als Lösungsmittel.
[0027] Erfindungsgemäß wird in einem zweiten Vorlagebeutel eine Sprühlösung B vorgelegt.
Diese Sprühlösung B ist eine Zusammensetzung umfassend Wasserstoffperoxid. Der Gehalt
an Wasserstoffperoxid in der Sprühlösung B beträgt vorzugsweise von 5-35 Gew.%, mehr
bevorzugt von 7-15 Gew.%. Weiter bevorzugt beträgt der Gehalt an Wasserstoffperoxid
in der Sprühlösung B 2 bis 12 Gew.%, bevorzugt 3 bis 10 Gew.%, insbesondere 4 bis
8 Gew.%.
[0028] Der pH-Wert der wasserstoffperoxidhaltigen Sprühlösung B ist vorzugsweise im Sauren,
damit das Wasserstoffperoxid bei der Lagerung stabil bleibt. Vorzugsweise weist die
Sprühlösung B einen pH-Wert von ≤ 5,0, mehr bevorzugt ≤ 4,0 und am meisten bevorzugt
≤ 3,0 auf. Besonders bevorzugt weist die Sprühlösung B einen pH-Wert von 2,0 bis 5,0,
insbesondere von 3,0 bis 4,0 auf.
[0029] Optional können der Sprühlösung B Peroxidstabilisatoren zugegeben werden, insbesondere
Natriumstannat, Natriumdiphosphat, Phosphorsäure oder/und Harnsäure. Der Anteil an
Peroxidstabilisatoren beträgt vorzugsweise 0,1 bis 1 Gew.%.
[0030] Weiterhin enthält die Sprühlösung B vorzugsweise ein Verdickungsmittel zur Einstellung
der Viskosität, insbesondere Xanthan Gum und/oder Polyacrylsäure (Carbomere). Zur
Ausbildung eines Sprühnebels werden insbesondere Polyacrylsäurepolymere, wie beispielsweise
Carbopol ETD eingesetzt. Besonders bevorzugt ist Carbopol ETD 2020. Der Anteil an
Verdickungsmittel und insbesondere an Polyacrylsäurepolymeren beträgt vorzugsweise
von 0,10 bis 0,5 Gew.%.
[0031] Beim erfindungsgemäßen Versprühen der Sprühlösung A und Sprühlösung B werden die
separat vorgelegten Lösungen vermischt, wodurch das in Sprühlösung B enthaltene Wasserstoffperoxid
durch Inkontaktkommen mit den Katalysatoren der Sprühlösung A sowie durch die Verschiebung
des pH-Werts ins Basische bei Raumtemperatur gemäß folgender Gleichung:
2H
2O
2→2H
2O+O
2
zerfällt. Dadurch wird in situ beim Versprühen ein Aktivreiniger auf Sauerstoffbasis
gebildet.
[0032] In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist der Sprühkopf so ausgestaltet,
dass der durch Zusammenmischen der in den Vorlagebeuteln enthaltenen Lösungen gebildete
Aktivreiniger versprüht wird. In einer weiteren, ebenfalls bevorzugten Ausführungsform
wird der Aktivreiniger zusätzlich verschäumt, so dass er bereits als Schaum auf die
zu behandelnde Oberfläche auftritt. Ein Verschäumen kann beispielsweise durch Anbringen
eines Netzes zum Verschäumen im Sprühkopf erzielt werden.
[0033] Bei dem erfindungsgemäß durch Vermischen von mindestens zwei Sprühlösungen beim Versprühen
gebildeten Aktivreiniger handelt es sich vorzugsweise um einen Aktivreiniger mit bleichender
und desinfizierender Wirkung. Besonders bevorzugt handelt es sich um einen Fleckentferner,
um einen Polsterreiniger, um einen Sanitärreiniger, um einen Backofenreiniger, um
einen Grillrostreiniger, um einen Fliesenfugenreiniger, um einen Silikonfugenreiniger,
um einen Edelstahlreiniger oder um einen Chromreiniger.
[0034] Für die spezifische Ausgestaltung der Reiniger können in der ersten und/oder zweiten
Sprühlösung weitere spezifische Inhaltsstoffe enthalten sein. Es ist aber auch möglich,
in einem oder weiteren zusätzlichen Vorlagebeuteln, die wiederum jeweils mit einem
eigenen Sprühventil in Verbindung stehen, weitere Sprühlösungen mit spezifischen Inhaltsstoffen
vorzusehen.
[0036] Die erfindungsgemäß verwendete Sprühvorrichtung umfasst einen Sprühvorrichtungsbehälter.
Hierzu kann eine übliche Sprühdose verwendet werden. Das Füllvolumen beträgt vorzugsweise
von 100 ml bis 2000 ml, vorzugsweise von 200 ml bis 1000 ml.
[0037] Zum getrennten Lagern und gleichzeitigen Versprühen von mehreren Sprühflüssigkeiten
weist die erfindungsgemäß eingesetzte Sprühvorrichtung mindestens zwei Sprühventile
und mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters auf. Dabei steht ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten
Sprühventil in Verbindung und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil.
Auf diese Weise ist es möglich, die Sprühlösungen bei der Lagerung und Aufbewahrung
getrennt voneinander verpackt innerhalb des Sprühvorrichtungsbehälters in den einzelnen
Vorlagebeuteln verpackt zu lagern. Die Sprühlösungen werden dann aus den getrennten
Vorlagebeuteln über das jeweilige Sprühventil abgegeben und erst beim Versprühen vermischt.
[0038] Die erfindungsgemäß eingesetzte Sprühvorrichtung umfasst weiterhin einen Sprühkopf.
Vorzugsweise werden durch den einen Sprühkopf die mindestens zwei Sprühventile gleichzeitig
bedient, so dass eine Abgabe der mehreren Flüssigkeiten durch einfaches Drücken auf
den Sprühkopf bewirkt wird.
[0039] Eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß einsetzbaren Sprühvorrichtung
ist in Fig. 1 gezeigt.
[0040] Wie hierin beschrieben, werden in dem ersten Vorlagebeutel und in einem zweiten Vorlagebeutel
insbesondere verschiedene spezifische Sprühlösungen A und B vorgelegt. Erfindungsgemäß
bevorzugt werden die Materialien der Vorlagebeutel, der Sprühventile und des Sprühkopfes
entsprechend den Zusammensetzungen der Sprühlösungen A und B ausgewählt. Insbesondere
muss ein Kontakt der mehreren Sprühlösungen vor dem Versprühen sowie ein Eindringen
von Luft in die Sprühlösungen während der Lagerungen verhindert werden.
[0041] Der erste Vorlagebeutel, welcher insbesondere eine Sprühlösung A aufnehmen soll,
kann aus einem einzigen Material oder aus einem laminierten Material gebildet werden.
Vorzugsweise wird der erste Vorlagebeutel aus einem thermoplastischen Polymer gebildet,
insbesondere einem Polyethylen oder Polypropylen.
[0042] Besonders bevorzugt wird der erste Vorlagebeutel zur Aufnahme der Sprühlösung A aus
einem laminierten Material gebildet, welches wenigstens eine Schicht aufweist, welche
den Durchtritt von Sauerstoff verhindert und eine weitere, innere Schicht, welche
einen Kontakt mit der Sprühlösung A mit der sauerstoffdichten Schicht verhindert.
[0043] In einer Ausgestaltung ist der erste Vorlagebeutel aus einem laminierten Material
gebildet, umfassend eine Metallfolie sowie eine innere Schicht aus einem thermoplastischen
Polymer. Als Metallfolie kann beispielsweise eine Aluminiumfolie oder eine Eisenfolie
verwendet werden, wobei eine Aluminiumfolie bevorzugt ist. Die Dicke der Metallfolie
und insbesondere der Aluminiumfolie beträgt 5-20 µm. Die innere Schicht aus thermoplastischem
Polymer besteht vorzugweise aus einem Polyolefin und insbesondere aus Polyethylen
oder Polypropylen. Ein Vorlagebeutel aus diesem Material hat sich insbesondere als
beständig gegenüber Zusammensetzungen mit hohen pH-Werten von über pH 13 gezeigt.
[0044] Das laminierte Material für den ersten Vorlagebeutel kann weiterhin vorzugsweise
eine Außenschicht aufweisen, insbesondere eine Polyethylenterephthalatschicht oder
eine Nylonschicht.
[0045] Die einzelnen Schichten des Laminatmaterials für den ersten Vorlagebeutel werden
vorzugsweise mit einem Adhäsiv miteinander verbunden, wobei sich Polyether-urethanharz-Adhäsive
als besonders geeignet erwiesen haben.
[0046] Besonders geeignet als Material für den ersten Vorlagebeutel hat sich ein Laminatmaterial
umfassend als äußere Schicht Polyethylenterephthalat, als sauerstoffblockierende Schicht
eine Aluminiumfolie und als innere Schicht ein Polyolefin, insbesondere Polypropylen
oder Polyethylen erwiesen. Die Dicke der äußeren Polyethylenterephthalatschicht beträgt
dabei vorzugsweise 5-20 µm, die Dicke der Aluminiumfolie 5-20 µm und die Dicke der
Polyolefin-Innenschicht 10-100 µm.
[0047] Die Schichten werden vorzugsweise mittels eines Adhäsivs miteinander verbunden, wobei
Polyether-urethanharz-Adhäsive besonders bevorzugt sind.
[0048] Der zweite Vorlagebeutel, welcher insbesondere eine Sprühlösung B aufnehmen soll,
kann aus einem einzigen Material oder aus einem laminierten Material gebildet werden.
Vorzugsweise wird der zweite Vorlagebeutel aus einem thermoplastischen Polymer gebildet,
insbesondere einem Polyethylen oder Polypropylen.
[0049] Besonders bevorzugt wird der zweite Vorlagebeutel zur Aufnahme der Sprühlösung B
aus einem laminierten Material gebildet, welches wenigstens eine Schicht aufweist,
welche den Durchtritt von Sauerstoff verhindert und eine weitere, innere Schicht,
welche einen Kontakt mit der Sprühlösung B mit der sauerstoffdichten Schicht verhindert.
[0050] In einer Ausgestaltung ist der zweite Vorlagebeutel aus einem laminierten Material
gebildet, umfassend eine Metallfolie sowie eine innere Schicht aus einem thermoplastischen
Polymer. Als Metallfolie kann beispielsweise eine Aluminiumfolie oder eine Eisenfolie
verwendet werden, wobei eine Aluminiumfolie bevorzugt ist. Die Dicke der Metallfolie
und insbesondere der Aluminiumfolie beträgt 5-20 µm. Die innere Schicht aus thermoplastischem
Polymer besteht vorzugweise aus einem Polyolefin und insbesondere aus Polyethylen
oder Polypropylen. Ein Vorlagebeutel aus diesem Material hat sich insbesondere als
beständig gegenüber Zusammensetzungen mit geringen pH-Werten von unter pH 3 gezeigt.
[0051] Das laminierte Material für den zweiten Vorlagebeutel kann weiterhin vorzugsweise
eine Außenschicht aufweisen, insbesondere eine Polyethylenterephthalatschicht oder
eine Nylonschicht.
[0052] Die einzelnen Schichten des Laminatmaterials für den zweiten Vorlagebeutel werden
vorzugsweise mit einem Adhäsiv miteinander verbunden, wobei sich Polyether-urethanharz-Adhäsive
als besonders geeignet erwiesen haben.
[0053] Besonders geeignet als Material für den zweiten Vorlagebeutel hat sich ein Laminatmaterial
umfassend als äußere Schicht Polyethylenterephthalat, als sauerstoffblockierende Schicht
eine Aluminiumfolie, als Zwischenschicht Polyethylenterephthalat und als innere Schicht
ein Polyolefin, insbesondere Polypropylen oder Polyethylen erwiesen. Die Dicke der
äußeren Polyethylenterephthalatschicht beträgt dabei vorzugsweise 5-20 µm, die Dicke
der Aluminiumfolie 5-20 µm, die Dicke der Polyethylenterephthalat-Zwischenschicht
5-20 µm und die Dicke der Polyolefin-Innenschicht 10-100 µm.
[0054] Die Schichten werden wiederum vorzugsweise mittels eines Adhäsivs miteinander verbunden,
wobei wiederum Polyether-urethanharz-Adhäsive besonders bevorzugt sind.
[0055] Mit den bevorzugten Beutelmaterialien ist insbesondere eine sichere Lagerung der
Sprühlösungen auch bei erhöhten Temperaturen von 40-60°C möglich.
[0056] Erfindungsgemäß wird der zu versprühende Aktivreiniger in situ durch gleichzeitige
Abgabe von mindestens zwei verschiedenen Sprühlösungen gebildet. Vorzugsweise sind
die mindestens zwei Sprühventile dabei so eingestellt, dass der Sprühfluss der in
den mindestens zwei voneinander getrennten Vorlagebeuteln enthaltenen Sprühlösungen,
bezogen auf das Volumen, 2:1 bis 1:2, vorzugsweise 1,5:1 bis 1:1,5 und besonders bevorzugt
1,1:1 bis 1:1,1 beträgt. Der Sprühfluss kann beispielsweise durch die Viskosität der
Sprühlösungen eingestellt werden. Eine weitere Möglichkeit, den Sprühfluss einzustellen,
ist die Verwendung von vordefinierten Querschnitten der Sprühventile. Oftmals ist
es bevorzugt, einen möglichst gleich großen Sprühfluss der einzelnen Sprühlösungen
einzustellen. Bei dieser Ausgestaltung können gleich große Vorlagebeutel verwendet
werden und es wird auf einfache Weise eine vollständige Entleerung aller Vorlagebeutel
erzielt. In manchen Ausgestaltungen kann es aber bevorzugt sein, unterschiedlich große
Anteile der einzelnen Sprühlösungen miteinander zu vermischen. Hierzu ist es erfindungsgemäß
möglich, praktisch beliebige Sprühflüsse einzustellen. Beispielsweise kann es zur
Erzielung eines basischen pH-Wertes der Gesamtzusammensetzung günstig sein, einen
höheren Sprühfluss einer alkalischen Komponente einzustellen. Auf diese Weise wird
ein gesamtalkalischer pH-Wert erzielt, ohne dass die alkalische Komponente selbst
einen zu hohen und somit schwierig zu handhabenden pH-Wert aufweisen muss.
[0057] Die vorliegende Erfindung umfasst weiterhin eine Sprühvorrichtung zur Abgabe mehrerer
Flüssigkeiten umfassend
- (i) einen Sprühvorrichtungsbehälter,
- (ii) mindestens zwei Sprühventile,
- (iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel, angebracht innerhalb des
Sprühvorrichtungsbehälters, wobei ein erster Vorlagebeutel mit einem ersten Sprühventil
in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel mit einem zweiten Sprühventil in
Verbindung steht sowie
- (iv) einen Sprühkopf,
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln vorgelegt werden
und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen im Sprühkopf vermischt
werden, wobei in dem zweiten Vorlagebeutel eine Zusammensetzung umfassend Wasserstoffperoxid
enthalten ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel wenigstens ein Katalysator
zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid enthalten ist, ausgewählt aus
Silbernitrat oder aus Silbernitrat und zudem Kaliumiodid enthalten ist.
[0058] Die jeweiligen in den Vorlagebeuteln der erfindungsgemäßen Sprühvorrichtung enthaltenen
Sprühlösungen sind insbesondere wie hierin zuvor ausgeführt ausgestaltet.
[0059] Die Erfindung wird durch die beigefügte Figur sowie die folgenden Beispiele weiter
erläutert.
[0060] Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß einsetzbaren Sprühvorrichtung
(10) umfassend einen Sprühvorrichtungsbehälter (12), mindestens zwei Sprühventile
(14, 16), mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel (18, 20), sowie einen
Sprühkopf (22).
Beispiele
Beispiel 1
[0061] In einer Sprühdose mit zwei separaten Vorlagebeuteln mit einem Volumen von jeweils
100 ml pro Beutel werden im ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A und im zweiten
Beutel eine Sprühlösung B, wie im Folgenden spezifiziert, vorgelegt.
[0062] Beim Versprühen werden die Sprühlösungen vermischt und es wird ein Reinigungsmittel
auf Basis von aktivem Sauerstoff gebildet.
[0063] Sprühlösung A umfassend:
| Na-Metasilikat |
Komplexbildner |
0,50 Gew.% |
| Tri-Natriumcitrat |
Komplexbildner |
0,50 Gew.% |
| Xanthan Gum |
Verdickungsmittel |
0,050 Gew.% |
| AgNO3-Lösung (1%-ig) |
Katalysator |
0,300 Gew.% |
| Kaliumiodid |
Katalysator |
2,000 Gew.% |
| Natriumcarbonat |
Katalysator |
7,000 Gew.% |
| NaOH (50%-ig) |
pH-Einstellung |
2,000 Gew.% |
| Glucopon GD70 |
Tensid |
5,000 Gew.% |
| Monoethanolamin |
pH-Einstellung |
10,000 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
72,65 Gew.% |
[0064] Diese Sprühlösung A weist einen pH-Wert von pH 13 auf.
[0065] In dem zweiten Vorlagebeutel wird eine Sprühlösung B vorgelegt, umfassend:
| Carbopol ETD |
Verdickungsmittel |
0,150 Gew.% |
| Wasserstoffperoxid (35%-ige Lösung) |
Aktivsubstanz |
25,000 Gew.% |
| Phosphorsäure (85%-ig) |
Peroxid-stabilisator |
0,500 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
74,350 Gew.% |
[0066] Die Wasserstoffperoxid enthaltende Sprühlösung B weist einen pH-Wert von pH 3 auf.
Beispiel 2
[0067] Die wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellte Sprühdose wurde Stabilitätstests unterzogen.
Dazu wurde die Sprühdose bei 40°C für 3 Monate gelagert. Es zeigte sich, dass sowohl
die Sprühlösungen als auch die Innenbeutel stabil sind und keine Veränderungen beobachtet
wurden.
Beispiel 3
[0068] Eine gemäß Beispiel 1 hergestellte Sprühdose zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten wurde
in verschiedenen Anwendungen getestet. Dabei zeigte sich, dass der in situ beim Versprühen
gebildete Aktivreiniger eine hervorragende Reinigungswirkung entwickelte und somit
insbesondere als Fleckenlöser für Textilien und als Polsterreiniger eingesetzt werden
konnte.
[0069] Weiterhin zeigten sich hervorragende Ergebnisse beim Einsatz als Edelstahl- bzw.
Chromreiniger sowie bei der Verwendung als Fliesenfugen- und Silikonfugenreiniger.
Beispiel 4 (nicht erfindungsgemäß)
[0070] In einer Sprühdose mit zwei separaten Vorlagebeuteln mit einem Volumen von jeweils
100 ml pro Beutel werden im ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A und im zweiten
Beutel eine Sprühlösung B, wie im Folgenden spezifiziert, vorgelegt.
[0071] Beim Versprühen werden die Sprühlösungen vermischt und es wird ein Reinigungsmittel
auf Basis von aktivem Sauerstoff gebildet.
Sprühlösung A umfassend (mit Kaliumiodid und Natriumcarbonat):
[0072]
| Monoethanolamin |
Lösungsmittel |
4,00 Gew.% |
| Natriumcarbonat |
Katalysator |
3,50 Gew.% |
| Glucopon GD70 |
Tensid |
3,00 Gew.% |
| Kaliumiodid |
Katalysator |
1,50 Gew.% |
| Tri-Natriumcitrat |
Komplexbildner |
0,80 Gew.% |
| Citronensäure |
pH-Einstellung |
0,80 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
86,40 Gew.% |
[0073] Diese Sprühlösung A weist einen pH-Wert von pH 10-11 auf.
Sprühlösung B umfassend:
[0074]
| Wasserstoffperoxid |
Aktivsubstanz |
25,00 Gew.% |
| 35%ige Lösung |
|
|
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
74,50 Gew.% |
| Phosphorsäure |
Peroxidstabilisator |
0,50 Gew.% |
[0075] Der pH-Wert der Sprühlösung B wird durch Zugabe von NaOH auf einen Wert von 3,5 -
4 eingestellt.
Beispiel 5
[0076] In einer Sprühdose mit zwei separaten Vorlagebeuteln mit einem Volumen von jeweils
100 ml pro Beutel werden im ersten Vorlagebeutel eine Sprühlösung A und im zweiten
Beutel eine Sprühlösung B, wie im Folgenden spezifiziert, vorgelegt.
[0077] Beim Versprühen werden die Sprühlösungen vermischt und es wird ein Reinigungsmittel
auf Basis von aktivem Sauerstoff gebildet.
Sprühlösung A umfassend (mit Silbernitrat und Natriumcarbonat):
[0078]
| Monoethanolamin |
Lösungsmittel |
4,00 Gew.% |
| Natriumcarbonat |
Katalysator |
3,50 Gew.% |
| Glucopon GD70 |
Tensid |
3,00 Gew.% |
| Tri-Natriumcitrat |
Komplexbildner |
0,80 Gew.% |
| Citronensäure |
pH-Einstellung |
0,80 Gew.% |
| AgNO3-Lösung (1%-ig) |
Katalysator |
0,30 Gew.% |
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
87,60 Gew.% |
[0079] Diese Sprühlösung A weist einen pH-Wert von pH 10-11 auf.
Sprühlösung B umfassend:
[0080]
| Wasserstoffperoxid |
Aktivsubstanz |
25,00 Gew.% |
| 35%ige Lösung |
|
|
| Wasser, entmineralisiert |
Lösungsmittel |
74,50 Gew.% |
| Phosphorsäure |
Peroxidstabilisator |
0,50 Gew.% |
[0081] Der pH-Wert der Sprühlösung B wird durch Zugabe von NaOH auf einen Wert von 3,5 -
4 eingestellt.
1. Verwendung einer Sprühvorrichtung (10) zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten umfassend
(i) einen Sprühvorrichtungsbehälter (12),
(ii) mindestens zwei Sprühventile (14,16),
(iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel (18,20), angebracht innerhalb
des Sprühvorrichtungsbehälters (12), wobei ein erster Vorlagebeutel (18) mit einem
ersten Sprühventil (14) in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel (20) mit
einem zweiten Sprühventil (16) in Verbindung steht sowie
(iv) einen Sprühkopf (22),
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln (18,20) vorgelegt
werden und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen vermischt werden,
zum Versprühen eines Aktivreinigers,
wobei in dem zweiten Vorlagebeutel (20) eine Sprühlösung umfassend Wasserstoffperoxid
enthalten ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel (18) eine Sprühlösung enthalten ist umfassend wenigstens
einen Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid ausgewählt
aus Silbernitrat oder aus Silbernitrat und zudem Kaliumiodid.
2. Verwendung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel (18) weiterhin Natriumhydroxid und/oder Natriumcarbonat
enthalten ist.
3. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-2,
dadurch gekennzeichnet, dass der pH-Wert der Sprühlösung im ersten Vorlagebeutel (18) mindestens 11,0 beträgt
oder dass der pH-Wert der Sprühlösung im ersten Vorlagebeutel (18) 9,0 bis 11,0 beträgt.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem ersten Vorlagebeutel (18) eine Sprühlösung umfassend einen Katalysator zur
Freisetzung von Sauerstoff aus Wasserstoffperoxid, ausgewählt aus Silbernitrat oder
Silbernitrat und zudem Kaliumiodid, wenigstens ein Tensid, wenigstens ein Komplexbildner
sowie wenigstens eine alkalische Komponente enthalten ist.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-4,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem zweiten Vorlagebeutel (20) eine Sprühlösung umfassend Wasserstoffperoxid sowie
wenigstens ein Peroxidstabilisator enthalten ist.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-5,
dadurch gekennzeichnet, dass die in dem zweiten Vorlagebeutel (20) enthaltene Sprühlösung einen pH-Wert von 2,0
bis 5,0 aufweist.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Aktivreiniger versprüht und/oder verschäumt wird.
8. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-7,
dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Aktivreiniger um einen Intensivreiniger mit bleichender und desinfizierender
Wirkung, um einen Fleckentferner, um einen Polsterreiniger, um einen Sanitärreiniger,
um einen Backofenreiniger, um einen Grillrostreiniger, um einen Fliesenfugenreiniger,
um einen Silikonfugenreiniger, um einen Edelstahlreiniger oder um einen Chromreiniger
handelt.
9. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorlagebeutel (18,20) zumindest teilweise aus Aluminium bestehen.
10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-9,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Sprühventile (14,16) so eingestellt sind, dass der Sprühfluss
der in den mindestens zwei voneinander getrennten Vorlagebeuteln (18,20) enthaltenen
Sprühlösungen bezogen auf das Volumen 2:1 bis 1:2, vorzugsweise 1,5:1 bis 1:1,5 und
besonders bevorzugt 1,1:1 bis 1:1,1 beträgt.
11. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet, dass bei Vermischen der ersten Sprühlösung aus dem ersten Vorlagebeutel (18) und der zweiten
Sprühlösung aus dem zweiten Vorlagebeutel (20) während des Versprühens bei Raumtemperatur
mittels der in der ersten Sprühlösung enthaltenen Katalysatoren Sauerstoff freigesetzt
wird.
12. Verwendung nach einem der Ansprüche 1-10,
dadurch gekennzeichnet, dass die separat in den Vorlagebeuteln (18,20) vorgelegten Sprühlösungen beim Versprühen
im Sprühkopf (22) vermischt werden.
13. Sprühvorrichtung (10) zur Abgabe mehrerer Flüssigkeiten umfassend
(i) einen Sprühvorrichtungsbehälter (12),
(ii) mindestens zwei Sprühventile (14,16),
(iii) mindestens zwei voneinander getrennte Vorlagebeutel (18,20), angebracht innerhalb
des Sprühvorrichtungsbehälters (12), wobei ein erster Vorlagebeutel (18) mit einem
ersten Sprühventil (14) in Verbindung steht und ein zweiter Vorlagebeutel (20) mit
einem zweiten Sprühventil (16) in Verbindung steht sowie
(iv) einen Sprühkopf (22),
zum gleichzeitigen Versprühen von mindestens zwei Sprühlösungen, wobei die Sprühlösungen
jeweils separiert voneinander in den mindestens zwei Vorlagebeuteln (18,20) vorgelegt
werden und wobei die separat vorgelegten Lösungen beim Versprühen im Sprühkopf (22)
vermischt werden,
wobei in dem zweiten Vorlagebeutel (20) eine Zusammensetzung umfassend Wasserstoffperoxid
enthalten ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
in dem ersten Vorlagebeutel (18) wenigstens ein Katalysator zur Freisetzung von Sauerstoff
aus Wasserstoffperoxid enthalten ist, ausgewählt aus Silbernitrat oder aus Silbernitrat
und zudem Kaliumiodid.
1. Use of a spray device (10) for dispensing a plurality of liquids, the device comprising
(i) a spray device container (12),
(ii) at least two spray valves (14, 16),
(iii) at least two separate storage bags (18, 20) mounted within the spray device
container (12), a first storage bag (18) communicating with a first spray valve (14)
and a second storage bag (20) communicating with a second spray valve (16), and
(iv) a spray head (22),
for the simultaneous spraying of at least two spray solutions, the spray solutions
being stored separately from one another in the at least two storage bags (18, 20)
and the separately stored solutions being mixed during spraying,
for spraying an active cleaning agent,
a spray solution comprising hydrogen peroxide being contained in the second storage
bag (20),
characterised in that a spray solution comprising at least one catalyst for releasing oxygen from hydrogen
peroxide, selected from silver nitrate or from silver nitrate and also potassium iodide,
is contained in the first storage bag (18).
2. Use according to claim 1,
characterised in that sodium hydroxide and/or sodium carbonate is also contained in the first storage bag
(18).
3. Use according to either claim 1 or claim 2,
characterised in that the pH of the spray solution in the first storage bag (18) is at least 11.0 or in that the pH of the spray solution in the first storage bag (18) is 9.0 to 11.0.
4. Use according to any of claims 1 to 3,
characterised in that a spray solution comprising a catalyst for releasing oxygen from hydrogen peroxide,
selected from silver nitrate or silver nitrate and also potassium iodide, at least
one surfactant, at least one complexing agent and at least one alkaline component
is contained in the first storage bag (18).
5. Use according to any of claims 1 to 4,
characterised in that a spray solution comprising hydrogen peroxide and at least one peroxide stabiliser
is contained the second storage bag (20).
6. Use according to any of claims 1 to 5,
characterised in that the spray solution contained in the second storage bag (20) has a pH of 2.0 to 5.0.
7. Use according to any of claims 1 to 6,
characterised in that the active cleaning agent is sprayed and/or foamed.
8. Use according to any of claims 1 to 7,
characterised in that the active cleaning agent is an intensive cleaning agent with a bleaching and disinfecting
effect, a stain remover, an upholstery cleaning agent, a sanitary cleaning agent,
an oven cleaning agent, a grill grate cleaning agent, a tile joint cleaning agent,
a silicone joint cleaning agent, a stainless steel cleaning agent or a chrome cleaning
agent.
9. Use according to any of claims 1 to 8,
characterised in that the storage bags (18, 20) at least partially consist of aluminium.
10. Use according to any of claims 1 to 9,
characterised in that the at least two spray valves (14, 16) are set in such a way that the spray flow
of the spray solutions contained in the at least two separate storage bags (18, 20)
is, based on the volume, 2:1 to 1:2, preferably 1.5:1 to 1:1.5 and particularly preferably
1.1:1 to 1:1.1.
11. Use according to any of claims 1 to 10,
characterised in that when the first spray solution from the first storage bag (18) and the second spray
solution from the second storage bag (20) are mixed during spraying at room temperature,
oxygen is released by means of the catalysts contained in the first spray solution.
12. Use according to any of claims 1 to 10,
characterised in that the spray solutions stored separately in the storage bags (18, 20) are mixed in the
spray head (22) during spraying.
13. Spray device (10) for dispensing a plurality of liquids, the device comprising
(i) a spray device container (12),
(ii) at least two spray valves (14, 16),
(iii) at least two separate storage bags (18, 20) mounted within the spray device
container (12), a first storage bag (18) communicating with a first spray valve (14)
and a second storage bag (20) communicating with a second spray valve (16), and
(iv) a spray head (22),
for the simultaneous spraying of at least two spray solutions, the spray solutions
being stored separately from one another in the at least two storage bags (18, 20)
and the separately stored solutions being mixed in the spray head (22) during spraying,
a composition comprising hydrogen peroxide being contained in the second storage bag
(20),
characterised in that
at least one catalyst for releasing oxygen from hydrogen peroxide, selected from silver
nitrate or from silver nitrate and also potassium iodide, is contained in the first
storage bag (18).
1. Utilisation d'un dispositif de pulvérisation (10) pour la distribution de plusieurs
liquides comprenant
(i) un récipient de dispositif de pulvérisation (12),
(ii) au moins deux vannes de pulvérisation (14, 16),
(iii) au moins deux sacs de présentation séparés (18, 20) montés à l'intérieur du
récipient de dispositif de pulvérisation (12), dans lequel un premier sac de présentation
(18) communique avec une première vanne de pulvérisation (14) et un deuxième sac de
présentation (20) communique avec une deuxième vanne de pulvérisation (16), et
(iv) une tête de pulvérisation (22),
pour la pulvérisation simultanée d'au moins deux solutions de pulvérisation, dans
lequel les solutions de pulvérisation sont respectivement présentées séparément les
unes des autres dans lesdites au moins deux sacs de présentation (18, 20) et dans
lequel les solutions présentées séparément sont mélangées lors de la pulvérisation,
pour la pulvérisation d'un nettoyant actif,
dans lequel une solution de pulvérisation comprenant du peroxyde d'hydrogène est contenue
dans le deuxième sac de présentation (20),
caractérisé en ce que le premier sac de présentation (18) contient une solution de pulvérisation comprenant
au moins un catalyseur pour libérer l'oxygène du peroxyde d'hydrogène choisi parmi
le nitrate d'argent ou le nitrate d'argent et également l'iodure de potassium.
2. Utilisation selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le premier sac de présentation (18) contient en outre de l'hydroxyde de sodium et/ou
du carbonate de sodium.
3. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 2,
caractérisé en ce que le pH de la solution de pulvérisation dans le premier sac de présentation (18) est
d'au moins 11,0 ou en ce que le pH de la solution de pulvérisation dans le premier sac de présentation (18) est
de 9,0 à 11,0.
4. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce qu'une solution de pulvérisation comprenant un catalyseur de libération d'oxygène à partir
de peroxyde d'hydrogène choisi parmi le nitrate d'argent ou le nitrate d'argent et
comprenant en outre de l'iodure de potassium, au moins un agent tensioactif, au moins
un agent complexant et au moins un composant alcalin est contenue dans le premier
sac de présentation (18).
5. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que le deuxième sac de présentation (20) contient une solution de pulvérisation comprenant
du peroxyde d'hydrogène ainsi qu'au moins un stabilisateur de peroxyde.
6. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que la solution de pulvérisation contenue dans le deuxième sac de présentation (20) présente
un pH compris entre 2,0 et 5,0.
7. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que le nettoyant actif est pulvérisé et/ou moussé.
8. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce que le nettoyant actif est un nettoyant intensif à action blanchissante et désinfectante,
un détachant, un nettoyant pour tissus d'ameublement, un nettoyant pour sanitaires,
un nettoyant pour fours, un nettoyant pour grilles de barbecue, un nettoyant pour
joints de carrelage, un nettoyant pour joints de silicone, un nettoyant pour acier
inoxydable ou un nettoyant pour chrome.
9. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce que les sacs de présentation (18, 20) sont au moins partiellement en aluminium.
10. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que lesdites au moins deux vannes de pulvérisation (14, 16) sont réglées de telle sorte
que le débit de pulvérisation des solutions de pulvérisation contenues dans lesdites
au moins deux sacs de présentation (18, 20) séparées l'une de l'autre, rapporté au
volume, est de 2:1 à 1:2, de préférence de 1,5:1 à 1:1,5 et de manière particulièrement
préférée de 1,1:1 à 1:1,1.
11. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que, lorsque la première solution de pulvérisation provenant du premier sac de présentation
(18) et la deuxième solution de pulvérisation provenant du deuxième sac de présentation
(20) sont mélangées pendant la pulvérisation à température ambiante, de l'oxygène
est libéré au moyen des catalyseurs contenus dans la première solution de pulvérisation.
12. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisée en ce que les solutions de pulvérisation présentées séparément dans les sacs de présentation
(18, 20) sont mélangées lors de la pulvérisation dans la tête de pulvérisation (22).
13. Dispositif de pulvérisation (10) pour la distribution de plusieurs liquides, comprenant
(i) un récipient de dispositif de pulvérisation (12),
(ii) au moins deux vannes de pulvérisation (14, 16),
(iii) au moins deux sacs de présentation séparés (18, 20) montés à l'intérieur du
récipient de dispositif de pulvérisation (12), dans lequel un premier sac de présentation
(18) communique avec une première vanne de pulvérisation (14) et un deuxième sac de
présentation (20) communique avec une deuxième vanne de pulvérisation (16), et
(iv) une tête de pulvérisation (22)
pour la pulvérisation simultanée d'au moins deux solutions de pulvérisation, dans
lequel les solutions de pulvérisation sont respectivement présentées séparément les
unes des autres dans lesdites au moins deux sacs de présentation (18, 20) et les solutions
présentées séparément sont mélangées lors de la pulvérisation dans la tête de pulvérisation
(22),
dans lequel une composition comprenant du peroxyde d'hydrogène est contenue dans le
deuxième sac de présentation (20),
caractérisé en ce que le premier sac de présentation (18) contient au moins un catalyseur pour libérer
de l'oxygène du peroxyde d'hydrogène, choisi parmi le nitrate d'argent ou parmi le
nitrate d'argent et également l'iodure de potassium.