Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Behälter zur Aufnahme und Aufbewahrung einer Mehrzahl
unterschiedlicher fluider und/oder granularer Medien mit mehreren Kammern, die im
Folgenden auch Teilbehälter genannt werden.
Stand der Technik
[0002] Es ist allgemein bekannt, dass Flaschen oder Dosen besonders geeignet sind, darin
Flüssigkeiten zu lagern bzw. zu transportieren. Derartige Flüssigkeiten können sehr
vielfältig sein, wie beispielsweise Getränke, Shampoos, Haarfestiger, Reinigungsmittel
oder dergleichen.
[0003] Auch derartige Behälter mit mehreren Kammern oder Teilbehältern sind bereits bekannt.
So beschreibt die deutsche Gebrauchsmusterschrift G 85 26 243 U1 eine Flasche, die
aus zwei Halbflaschen besteht, welche jeweils einen Flaschenauslass aufweisen und
die mit jeweils einer ebenen in Flaschenlängsrichtung verlaufenden Flaschenwand bündig
aufeinandergesetzt sind. Dadurch soll die Aufgabe gelöst werden, eine Flasche der
genannten Art zu gestalten, die zwar ein großes Volumen hat, jedoch bequem in Kühlschränken
oder sonst wo unterzubringen ist und deren Inhalt nach mehrmaligem Öffnen nicht fad
schmeckt.
[0004] Auch die
deutsche Offenlegungsschrift DE 44 39 869 A1 betrifft eine mehrteilige Flasche. Dabei soll die Aufgabe gelöst werden, eine Aufbewahrungsmöglichkeit
für verschiedene Stoffe vorzusehen, die handlich und gut zu transportieren ist und
zudem einfach hergestellt werden kann. Die dortige Erfindung geht aus von einer Flasche
zur Aufnahme von Flüssigkeiten und schlägt vor, dass mehrere identische Einzelflaschen
mit gleichförmigem Querschnitt mit Hilfe von Verbindungsmitteln zu einer Einheit zusammenfügbar
sind. Diese Verbindungsmittel sind derart gestaltet, dass die Einzelflaschen einzeln
von der Einheit abgekoppelt und wieder darangesetzt werden können, wodurch sie auch
einzeln verwendbar sind.
[0005] Auch die
deutsche Offenlegungsschrift DE 100 54 587 A1 stellt eine Vorrichtung vor, die zur Aufnahme von Flüssigkeiten dient und mindestens
zwei voneinander getrennte und gegeneinander verschließbare Innenräume aufweist. Dabei
erstrecken sich die Innenräume in Richtung einer Innenraumlängsachse mindestens entlang
eines wesentlichen Teils ihrer Ausdehnung nebeneinander. Durch die dortige Anordnung
der Innenräume nebeneinander verlaufen die einander zugewandten Begrenzungsflächen
der Innenräume unmittelbar nebeneinander und führen zu einer gegenseitigen Abstützung
der Teilbehälter.
[0006] Die
deutsche Offenlegungsschrift DE 42 19 598 A1 stellt eine Zweikammerflasche mit Kunststoffverschluss vor. Diese besteht aus zwei
einzelnen Kammern, die je eine ebene Wand haben, die aneinander liegen und mit Verbindungsmitteln
formschlüssig miteinander verbindbar sind. Die definitive Befestigung der beiden Kammern
aneinander erfolgt über einen besonderen gemeinsamen Kunststoffverschluss, durch den
die beiden Kammern verschließbar sind. In dieser Offenlegungsschrift wird auch ein
besonderer zugehöriger Verschluss näher beschrieben. Dieser weist ein Filmscharnier
auf, das als Schnappscharnier ausgebildet sein kann und in der
europäischen Patentschrift EP 0 147 423 B1 näher beschrieben ist. Außerdem kann der in
DE 42 19 598 A1 vorgestellte Kunststoffverschluss mit einem Garantieband gesichert sein. Dabei handelt
es sich um ein Band, welches über mehrere Stege, die als Sollbruchstellen dienen,
an einem Unterteil angespritzt ist. Das Garantieband dient als Unversehrtheitsgarantie
und ist insbesondere von Bedeutung, wenn eine Flasche für Lebensmittelzwecke Verwendung
findet.
[0007] Eine andere Möglichkeit, eine Zweikammernflasche aufzubauen, ist in
DE 196 44 007 A1 beschrieben. Dabei wird eine Trink- bzw. Babyflasche mithilfe einer Scheidewand in
zwei Kammern unterteilt, so dass zwei unterschiedliche Flüssigkeiten in die Kammern
eingefüllt werden können. Die Scheidewand stellt dabei eine Wandung dar, die beiden
Kammern zuzuordnen ist. Die beiden Kammern besitzen demnach nur teilweise eine eigene
Wandung.
[0008] In den zuvor genannten Dokumenten berühren sich die Kammern entlang einer Achse oder
Fläche, die parallel zur Längsachse des Behälters verläuft. In
WO 2011/116442 A1 ist ein Zweikammernbehälter offenbart, bei dem der Kontakt zwischen den beiden Kammern
bzw. Teilbehälter entlang einer zur Längsachse des Behälters schiefen Ebene verläuft.
[0009] Eine weitere Form der Kontaktfläche ist in
WO 2012/117121 A1 beschrieben. Die Vorrichtung stellt ebenfalls einen Zweikammernbehälter dar, wobei
sich die Kammern jedoch entlang einer wellenförmigen Kontaktfläche berühren.
[0010] Ähnliches gilt für das Behältersystem, das in der
US 2008/202966 A1 und gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben wird. Die Behälter des Systems
weisen einen Querschnitt mit Ausstülpungen und Aussparungen auf. Die Ausstülpungen
und Aussparungen sind derart geformt, dass die Behälter ineinandergesteckt und auf
diese Weise direkt miteinander verbunden werden können, wodurch ein Mehrkammerbehälter
entsteht. Zudem können die Behälter auch mithilfe von stegförmigen Verbindungsmitteln
miteinander verbunden werden.
[0011] Neben Wellenformen kann die Kontaktfläche auch entlang einer Spiral oder Schraubenlinie
verlaufen. Eine mehrteilige Flasche mit einer solchen Kontaktfläche ist z.B. in
US 6,325,229 B1 offengelegt worden.
[0012] Die Form der Kontaktfläche kann neben ästhetischen Merkmalen auch technische Aufgaben
erfüllen. Das Ineinandergreifen der Teilbehälter, die in
WO 2011/157851 A1 beschrieben sind, gewährleistet z.B. die mechanische Stabilität der Verbindung. Auf
diese Weise können mehrere Teilbehälter zusammengefügt und in einer stabilen Anordnung
transportiert werden.
[0013] Die aus dem Stand der Technik bekannten Mehrkammerbehälter weisen alle mehrere Kammern
auf, die entweder großflächig direkt zueinander benachbart und auch miteinander verbunden
sind und/oder über fragile stegförmige Verbindungsmittel verbunden sind. Das erfordert
einen aufwendigen Herstellungsprozess, wobei die einzelnen Kammern teilweise nachträglich
noch zusammengefügt werden müssen. Außerdem sind die einzelnen Kammern bei vielen
der bekannten Behälter zueinander in engem thermischem Kontakt.
Aufgabe
[0014] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Behälter mit mehreren
Teilbehältern - auch als Kammern bezeichnet - vorzustellen, der für
- Lebensmittel, wie insbesondere Getränke,
- Kosmetika, wie insbesondere Shampoos und Haarfestiger,
- Pharmazeutika,
- chemische Substanzen
und/oder
- sonstige Stoffe, die flüssig, pulverförmig oder dergleichen sind,
geeignet ist sowie kompakt und stabil ist und einfach hergestellt werden kann. Außerdem
sollen die einzelnen Teilbehälter des erfindungsgemäßen Behälters weitestgehend voneinander
thermisch isoliert sein.
Lösung
[0015] Diese Aufgabe wird durch die Gegenstände des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Gegenstände der unabhängigen Ansprüche sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet. Der Wortlaut sämtlicher Ansprüche wird hiermit durch Bezugnahme zum
Inhalt dieser Beschreibung gemacht.
[0016] Die Verwendung der Einzahl soll die Mehrzahl nicht ausschließen, was auch im umgekehrten
Sinn zu gelten hat, soweit nichts Gegenteiliges offenbart ist.
[0017] Der erfindungsgemäße Behälter kann aus verschiedenen Werkstoffen bzw. Materialien
bestehen, wie beispielsweise aus Kunststoff und/oder aus Metall. Das heißt auch, dass
Verbindungen aus unterschiedlichen Materialien möglich sind, wie beispielsweise eine
aus Kunststoff und einem Stahlwerkstoff. Die Auswahl hängt ab von der gewünschten
Anwendung und insbesondere von der gewünschten mechanischen Beanspruchung. Wenn er
aus Kunststoff besteht, hat die Erfindung außerdem den Vorteil, dass er in einem Stück
hergestellt werden kann, wie beispielsweise durch Spritzguss, Extrusion und/oder Spritzblasverfahren.
Der Platz, der zwischen den einzelnen Teilbehältern vorhanden ist, kann dabei für
die Anordnung des Spritzguss-Werkzeugs verwendet werden. Abhängig von dem verwendeten
Material können zur Herstellung auch andere Verfahren, wie beispielsweise Gussverfahren
und/oder der Einsatz eines 3-D Druckers benutzt werden.
[0018] Der erfindungsgemäße Behälter dient zur Aufnahme und Aufbewahrung einer Mehrzahl
unterschiedlicher fluider und/oder granularer Medien. Zu diesem Zweck weist er mindestens
zwei Teilbehälter mit jeweils eigenen Wandungen auf. Dabei kann ein erster Teilbehälter
ein erstes Medium und ein zweiter Teilbehälter ein zweites Medium aufnehmen. Der Behälter
ist dabei derart ausgestaltet, dass das erste Medium im ersten Teilbehälter getrennt
vom zweiten Medium im zweiten Teilbehälter aufbewahrt werden kann. Die Teilbehälter
sind durch ein Verbindungsmittel miteinander verbunden, wobei das Verbindungsmittel
an den Wandungen der Teilbehälter fixiert ist und die Wandungen der einzelnen Teilbehälter
derart voneinander trennt, dass der Abstand der Außenflächen der Wandungen einen Wert
von 0,2 mm nicht unterschreitet. Das Verbindungsmittel ist dabei als ein Zentralelement
ausgebildet, das vom Boden des Rumpfes bis zu dessen Hals verläuft und die Form eines
zylindrischen Rohres hat, das im Inneren einen Hohlraum aufweist und dessen Außenwandung
mit den einzelnen Teilbehältern verbunden ist.
[0019] Der erfindungsgemäße Behälter hat einen Rumpf, der mindestens zwei Teilbehälter aufweist.
Der Rumpf hat einen unteren Bereich, der auch als Boden bezeichnet wird, und einen
oberen Bereich, in dem sich Öffnungen der Teilbehälter befinden. Dieser obere Bereich
kann auch die Form eines Flaschenhalses aufweisen. Der dazwischen liegende Bereich
wird auch als Mittelbereich bezeichnet. Der Rumpf weist eine Achse auf, die zentral
innerhalb des Rumpfes von seinem oberen Bereich zu seinem unteren Bereich verläuft,
und hier als Längsachse bezeichnet wird.
[0020] Die Teilbehälter haben jeweils eine eigene Wandung und bevorzugterweise jeweils eine
eigene Öffnung und sind derart geformt und angeordnet, dass sie entlang eines vorgegebenen
Verlaufs mithilfe des Zentralelements, das sich zumindest abschnittsweise entlang
der Längsachse (L) und/oder entlang mindestens einer der weiteren Achsen erstreckt,
miteinander verbunden sind. Dieser vorgegebene Verlauf entspricht
- der Längsachse des Rumpfes,
- mindestens einer weiteren Achse, die im Wesentlichen parallel zu dieser Längsachse
verläuft, und/oder
- einer Spirale, die um die Längsachse und/oder um eine der weiteren Achsen verläuft.
[0021] Diese Verbindung kann über die gesamte Länge des Rumpfes bzw. der Länge benachbarter
Teilbehälter, die auch spiralförmig gestaltet sein können, vorhanden sein oder nur
punktuell sein, also an einzelnen Stellen entlang des vorgegebenen Verlaufs. Außerhalb
dieser Verbindungen haben die Wandungen der einzelnen Teilbehälter einen vorgegebenen
Abstand voneinander, so dass sie weitestgehend durch Luftspalte voneinander getrennt
sind.
[0022] Dabei sind einerseits die genannten Vorteile der Luftspalte zu berücksichtigen, wie
thermische Isolierung und die Möglichkeit, Fertigungsmittel dort einzuführen. Andererseits
wird durch eine direkte Verbindung benachbarter Teilbehälter eine höhere Stabilität
erreicht. Unter diesen Aspekten und unter Berücksichtigung des verwendeten Materials,
hat sich bewährt, dass zumindest einer der Luftspalte über die gesamte Höhe des Rumpfes
bzw. entlang benachbarter Teilbehälter eine Gesamtlänge aufweist, deren Wert mindestens
50% - und bevorzugterweise mindestens 80 % oder 90 % - der Rumpfhöhe entspricht. Gesamtlänge
bedeutet hier die Summe der Teillängen des Luftspalts über die entsprechenden Abschnitte
entlang des Rumpfes. Dabei können alle Luftspalte die gleiche Gesamtlänge aufweisen.
Es ist aber auch möglich, dass zumindest einer von ihnen eine andere Gesamtlänge als
die übrigen Luftspalte hat.
[0023] Die Teilbehälter können gleich groß sein. Es ist jedoch auch möglich, dass zumindest
einer von ihnen eine andere Größe - und damit ein anderes Fassungsvermögen - aufweist
wie die übrigen Teilbehälter. Auch die Luftspalte können unterschiedlich groß sein,
beispielsweise um verschiedene thermische Isolationen zwischen benachbarten Teilbehältern
zu ermöglichen.
[0024] Zumindest einer der Teilbehälter kann mehr als eine Kammer aufweisen, die auch als
Unter-Teilbehälter bezeichnet werden kann. Jeder dieser Unter-Teilbehälter hat bevorzugterweise
eine eigene Öffnung. Bevorzugterweise ist zwischen Unter-Teilbehältern desselben Teilbehälters
kein Luftspalt vorhanden. Stoffe, die sich in solchen Unter-Teilbehältern befinden
sind somit einerseits voneinander getrennt und auch separat entnehmbar; sie sind jedoch
thermisch weniger voneinander isoliert als Stoffe, die sich in verschiedenen Teilbehältern
befinden. Die Verwendung solcher Unter-Teilbehälter ermöglicht eine kompakte Bauweise.
[0025] Es ist möglich, dass zumindest einzelne der Teilbehälter derart geformt sind, dass
das Zentralelement mittels einer formschlüssigen Verbindung nachträglich daran befestigt
wird. Besonders bewährt hat sich dafür eine Verbindung mit einer Nut, in die eine
entsprechende Auswölbung eingeführt wird. Das hat insbesondere den Vorteil, dass Teilbehälter
nachträglich miteinander verbunden oder auch einzeln verwendet werden können. Daher
wird diese Lösung auch als modulares oder Hybrid-Konzept bezeichnet.
[0026] Es ist weiterhin möglich, das Zentralelement, das beispielsweise aus Kunststoff und/oder
Metall bestehen kann, separat zu fertigen und dieses anschließend in den Herstellungsprozess
für die Teilbehälter einzubringen. Sobald das Material der Teilbehälter, wie beispielsweise
Kunststoff und/oder Metall, erstarrt, verbinden sich die Teilbehälter mit dem eingebrachten
Zentralelement. Bevorzugterweise bestehen das eingebrachte Zentralelement und die
zugehörigen Teilbehälter aus demselben Werkstoff bzw. Material. Für eine stabile Verbindung
zwischen dem Zentralelement und den zugehörigen Teilbehältern können zusätzlich oder
stattdessen auch andere Verfahren eingesetzt werden, wie Schweißen, Kleben und/oder
andere geeignete Verfahren.
[0027] Das Zentralelement kann mindestens einen Arm aufweisen, der in den Raum zwischen
zwei benachbarten Teilbehältern hineinragt.
[0028] Üblicherweise haben mehrere oder alle der Teilbehälter eine eigene Öffnung. Diese
Öffnungen können grundsätzlich einzeln verschlossen werden, beispielsweise mittels
aufgeklebter Folien oder geeigneter Verschlussstopfen. Üblicherweise wird ein derartiger
Verschluss vor dem ersten Gebrauch eines befüllten Behälters auch vorhanden sein.
Um jedoch den erfindungsgemäßen Behälter nach dem ersten Gebrauch auf einfache Weise
öffnen und verschließen zu können, ist ein zugehöriger Verschluss vorgesehen, der
auf dem oberen Bereich des Rumpfes montiert werden kann, beispielsweise mittels
- eines Gewindes mit zugehörigem Gegengewinde
- eines Klemmmechanismus
und/oder dergleichen.
[0029] Dieser Verschluss weist bevorzugterweise eine Vielzahl von Klappen auf, die Öffnungen
der einzelnen Teilbehälter zugeordnet sind. Das heißt, durch Öffnen einer solchen
Klappe, wird die Öffnung des zugehörigen Teilbehälters freigegeben, so dass diesem
ein Stoff (wie Flüssigkeit) entnommen oder dort eingefüllt werden kann. Zur einfachen
Handhabung sind die Klappen gelenkig gelagert. Dies kann auf verschiedene Weise realisiert
werden, wie mittels Filmscharnier, Klappscharnier, oder durch ein geeignetes drehbares
Lager.
[0030] Ein drehbares Lager ist üblicherweise derart gestaltet, dass ein erstes Lagerteil
an der Klappe und ein zweites Lagerteil an dem Verschluss und/oder an dem Rumpf des
Behälters befestigt sind. Das erste Lagerteil besteht beispielsweise aus zwei Armen,
an denen je ein Stift angeordnet ist. Das zweite Lagerteil ist das passende Gegenstück,
das dem ersten Lagerteil eine drehbare Lagerung ermöglicht, wie beispielsweise passende
Öffnungen für die genannten Stifte. Für eine platzsparende Realisierung eines solchen
Klappenlagers wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass sich eines dieser Lagerteile
im Inneren des Verschlusses und/oder des Behälters befindet. Dazu ist auch das erste
Lagerteil entsprechend anzupassen, beispielsweise durch passende Formung der Arme,
die die Stifte halten. Durch diese Ausführung wird an der Oberseite des Behälters
bzw. Verschlusses eine nahezu plane Oberfläche ermöglicht.
[0031] In einer weiteren Ausgestaltung ist auch vorgesehen, dass ein unberechtigtes Öffnen
der Klappen verhindert oder zumindest kenntlich gemacht wird. Dafür sind Sollbruchstellen
zwischen den Klappen und dem Rest des Verschlusses vorgesehen, die bei einem ersten
Öffnen der Klappen brechen. Derartige Sollbruchstellen können beispielsweise mittels
eines Garantiebandes ermöglicht werden, wie aus
DE 42 19 598 A1 bekannt. Es ist auch möglich, geeignete Rastelemente mit Sollbruchstellen zu verwenden,
die beim Verschließen der Klappen einrasten und anschließend nur über die Sollbruchstellen
wieder zu öffnen sind.
[0032] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden
anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen mit zugehörigen Abbildungen erläutert.
Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
- Fig. 2
- eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A (Fig. 1)
- Fig. 3
- eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie B-B (Fig. 1)
- Fig. 4
- eine Ausführungsform des Zentralelements
- Fig. 5
- eine weitere Querschnittsdarstellung für das Zentralelement entlang der Linie A-A
(Fig. 1)
- Fig. 6
- eine Querschnittsdarstellung für zwei Teilbehälter
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf den Verschluss
- Fig. 8
- eine Querschnittsdarstellung für einen Doppelpack
- Fig. 9
- einen Behälter mit Deckel, der sich in einer Vertiefung befindet.
[0033] Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht auf eine bevorzugte Ausführung des erfindungsgemäßen
Behälters. Dieser umfasst
- einen Rumpf 10 mit einer Höhe H, der hier drei Teilbehälter 12 aufweist (s.a. Fig.
2), wovon in Fig. 1 nur zwei erkennbar sind, sowie
- einen Verschluss 20 der im montierten Zustand im oberen Bereich des Rumpfes 10 auf
dessen Hals 11 angeordnet ist und die drei Teilbehälter 12 verschließt.
[0034] Die in Fig. 1 gezeigten Teilbehälter 12 sind mit einem Zentralelement 16 verbunden,
das sich im Wesentlichen entlang der Längsachse L des Rumpfes 10 erstreckt und auf
das weiter unten noch näher eingegangen wird.
[0035] Fig. 2 zeigt eine Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A (Fig. 1), die sich
im Mittelbereich des Rumpfes 10 befindet - also zwischen dem Bereich des Halses 11
und dem Behälterboden. Daraus ist insbesondere erkennbar, dass bei dem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Rumpf 10 eine kreisförmige Grundfläche hat und die Teilbehälter
12 mit dem Zentralelement 16 verbunden sind und sich von diesem nach außen erstrecken.
Dabei stellen die Querschnitte der Teilbehälter 12 jeweils einen Kreissektor mit einem
Sektorenwinkel α dar, wobei diese hier für alle Teilbehälter gleich groß sind. Zwischen
benachbarten Teilbehältern 12 befindet sich jeweils ein Luftspalt 18. Die hier dargestellten
Luftspalte 18 sind gleich groß und ihr Querschnitt stellt ebenfalls einen Kreissektor
dar, die jeweils einen Sektorenwinkel β aufweisen. Aufgrund der Kreisgeometrie und
der jeweils gleichen Winkel folgt:

[0036] In diesem Ausführungsbeispiel ist jeder der Winkel α = 100 Grad und jeder der Winkel
β = 20 Grad. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die vorliegende Erfindung keinesfalls
auf diese Winkelwerte beschränkt ist. Das heißt auch, dass die einzelnen Teilbehälter
12 eine ungleiche Größe haben können und somit die Winkel α bei den einzelnen Teilbehältern
12 unterschiedlich groß sein können.
[0037] Fig. 3 zeigt eine Querschnittsdarstellung für den Hals 11 entlang der Linie B-B (Fig.
1). Dabei ist ersichtlich, dass jeder der Teilbehälter 12 auch im Hals 11 einen Querschnitt
aufweist, der die Form eines Kreissektors hat und den Sektorenwinkel α aufweist. Da
der Durchmesser des Halses 11 geringer ist als im unteren Teil des Rumpfes 10, sind
die jeweiligen Abschnitte der Teilbehälter hier mit 12a bezeichnet. Auch die Luftspalte
sind bei diesem Ausführungsbeispiel innerhalb des Halses 11 vorhanden und sind hier
aufgrund ihrer geringeren Ausdehnung mit 18a bezeichnet. Bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
gem. Fig. 1 und 2 verlaufen die Luftspalte 18, 18a mit gleichem Sektorenwinkel β durchgängig
von dem Boden des Rumpfes 10 bis zu dem oberen Ende des Halses 11, so dass die Teilbehälter
12, 12a lediglich über das Zentralelement 16 miteinander verbunden sind. Damit kann
eine hohe thermische Isolierung zwischen den einzelnen Teilbehältern 12 ermöglicht
werden. Das hat insbesondere den Vorteil, dass in den einzelnen Teilbehältern 12 Flüssigkeiten
unterschiedlicher Temperaturen eingefüllt werden können und die entsprechenden Temperaturunterschiede
über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten werden können. Es ist außerdem möglich,
die Luftspalte 18, 18a während des Herstellungsprozesses für die Platzierung von Werkzeugen,
wie beispielsweise von Spritzguss-Werkzeugen, zu verwenden. Aus den genannten Gründen
hat es sich bewährt, für den Winkel β folgenden Wertebereich vorzusehen:
β = 5 - 50 Grad, wobei der Bereich zwischen 15 und 25 Grad besonders bevorzugt ist.
[0038] Dabei ist zu beachten, dass bei gleich-großen Teilbehältern 12 aufgrund der Kreisgeometrie
gilt: α + β = 120 Grad; wie bereits oben genannt.
[0039] Es versteht sich, dass die einzelnen Teilbehälter 12 nicht gleich groß sein müssen.
So ist es beispielsweise möglich, dass einer davon größer oder auch kleiner ist als
die beiden anderen. Es ist weiterhin möglich, dass alle drei unterschiedlich groß
sind. Das gilt entsprechend auch für die zugehörigen Winkel α. Außerdem können auch
die Luftspalte 18, 18a und somit die Winkel β unterschiedlich groß sein. Es ist natürlich
außerdem möglich, dass mehr oder weniger als drei der Teilbehälter 12 vorgesehen sind.
In solchen Fällen ergeben sich selbstverständlich andere Relationen für die genannten
Winkel, die dem Fachmann allgemein bekannt sind und auf die hier nicht näher eingegangen
werden muss.
[0040] Fig. 4 zeigt in Querschnittsdarstellung das Zentralelement 16. Da dieses durchgängig
in dem bevorzugten Ausführungsbeispiel vom Boden des Rumpfes 10 bis zu dessen Hals
11 verläuft, entspricht diese Darstellung einer Vergrößerung der zugehörigen Darstellungen
aus den Fig. 2 und 3. Dabei ist insbesondere zu erkennen, dass hier das Zentralelement
16 die Form eines zylindrischen Rohres hat, das im Inneren einen Hohlraum aufweist
und dessen Außenwandung mit den einzelnen Teilbehältern 12 verbunden ist.
[0041] In Fig. 5 zeigt eine alternative Querschnittsdarstellung entlang der Linie A-A (Fig.
1). Wesentlich ist hier die weitere Alternative für das Zentralelement, das hier als
16' bezeichnet ist. Dabei ist erkennbar, dass das Zentralelement 16' hier weitere
Arme 17 aufweist, die in die Luftspalte 18 hineinragen und somit eine mechanisch stabilere
Verbindung zwischen dem Zentralelement 16' und den einzelnen Teilbehältern 12 ermöglicht.
[0042] Fig. 6 zeigt in Querschnittsdarstellung eine weitere Alternative für die Gestaltung
des Rumpfes 10, wobei sich diese Darstellung insbesondere auf dessen Mittelbereich
bezieht. Der wesentliche Unterschied gegenüber den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
besteht darin, dass hier nur zwei der Teilbehälter vorhanden sind (hier mit 112 bezeichnet),
die derart gestaltet sind, dass sie mittels eines Zentralelements 116 miteinander
verbunden sind und die zugehörigen Luftspalte 118 jeweils einen Querschnitt mit zwei
parallelen Längsseiten aufweisen. Das heißt also, dass der Querschnitt des Luftspalts
hier keinen Kreissektor darstellt. Eine solche Zweikammer-Ausführung ist einerseits
einfacher herzustellen als ein Behälter mit drei oder mehr Kammern. Außerdem ist eine
solche Ausführung besonders für Getränkedosen geeignet, die üblicherweise aus Metall,
wie Blech, Aluminium oder dergleichen gefertigt werden, wobei oft Tiefziehen oder
Stanzen ohne einen Schweißprozess verwendet wird. Nur der Vollständigkeit halber sei
erwähnt, dass ein Behälter mit zwei Teilbehältern 12 bzw. 112 auch derart gestaltet
sein kann, dass einer oder auch beide der Luftspalte 18 bzw. 118 den Querschnitt eines
Kreissektors hat. Dadurch wird ein markantes ästhetisches Design ermöglicht.
[0043] Bei den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen des erfindungsgemäßen Behälters
bzw. des Rumpfes 10 ist jeweils ein Zentralelement 16 bzw. 116 vorgesehen, das im
Rahmen des Fertigungsprozesses fest mit den zugehörigen Teilbehältern verbunden wird.
Der erfindungsgemäße Behälter ist jedoch keinesfalls darauf beschränkt. Denn es sind
noch weitere Ausführungen möglich, wobei mehrere der Teilbehälter 12, 112 erst durch
nachträgliches Zusammenfügen einen gemeinsamen Rumpf 10 realisieren können. Darauf
wird im Folgenden näher eingegangen.
[0044] Der in Fig. 1 gezeigte Verschluss 20 besteht im Wesentlichen aus einem Deckel 22,
von dessen Außenseite eine Wandung 24 kragenförmig nach unten ragt. Der Verschluss
20 weist in seinem Inneren Mittel auf, durch die er an dem Rumpf 10, insbesondere
an dessen Hals 11, befestigt werden kann. Derartige Mittel sind beispielsweise
- Noppen 30, die bei Aufstecken des Verschlusses 20 in den Luftspalten 18 verklemmen
(s. Fig. 7),
- ein Gewinde mit zugehörigem Gegengewinde am Hals 11 (in den Fig. nicht dargestellt),
- und/oder dergleichen.
[0045] Fig. 7 stellt die Oberseite des Verschlusses 20 und somit des Deckels 22 für einen
Behälter gemäß der Fig. 1 - 3 als symbolische Draufsicht dar. Der Deckel 22 besteht
im Wesentlichen aus einer kreisrunden Scheibe, mit folgenden Elementen:
- Einem Zentralteil 26, das in das Innere des Verschlusses 20 ragt und dort im montierten
Zustand in die Öffnung des Zentralelements 16 eingeführt ist, um den Verschluss 20
auf dem Hals 11 zu zentrieren.
- Drei Stege 28, die in das Innere des Verschlusses 20 und dort im montierten Zustand
über die Luftspalte 18 ragen.
- Drei Noppen 30, die ebenfalls in das Innere des Verschlusses 20 und dort im montierten
Zustand in die Luftspalte 18 ragen, um den Verschluss 20 zu fixieren.
- Drei Klappen 32, die derart gestaltet und angeordnet sind, dass sie im montierten
Zustand des Verschlusses 20 jeweils oberhalb eines der Teilbehälter 12 angeordnet
sind. Die Klappen 32 sind mit ihrer Innenseite 34, also der in Richtung Zentralteil
26 zeigenden Seite, gelenkig mit dem Deckel 22 verbunden, so dass sie entsprechend
nach oben geschwenkt werden können. Ein geeignetes und bevorzugtes Gelenk dafür ist
beispielsweise ein Filmscharnier bzw. ein Schnappscharnier, wie in DE 42 19 598 A1 beschrieben. Weiterhin ist es auch möglich, Klappenlager zu verwenden, bei dem Stifte
in zugehörigen Öffnungen drehbar gelagert sind. Dabei ist es besonders vorteilhaft,
wenn diese Lager sich innerhalb des Verschlusses 20 befinden. Dadurch wird ermöglicht,
dass der Deckel 22 eine nahezu plane Oberfläche ohne störende mechanische Teile aufweist.
- Drei Garantiebänder 36, die an den Außenseiten der Klappen 32 angeordnet sind und
beispielsweise in DE 42 19 598 A1 näher beschrieben sind.
[0046] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind nur beispielhaft. Es sind vielfältige
Variationen und Abwandlungen der beschriebenen Ausführungen möglich, wie beispielsweise:
- Die Anzahl der Teilbehälter (12; 112) kann auch erhöht werden, wenn mehrere Rümpfe
10 miteinander verbunden werden. Ein entsprechendes Beispiel dafür ist in Fig. 8 in
Form eines "Doppelpacks" gezeigt. Die beiden dort dargestellten Rümpfe 10, 10' weisen
je zwei Teilbehälter 112 auf und sind über ein Verbindungselement 300 miteinander
verbunden.
- Die Teilbehälter 12 können derart gestaltet sein, dass der Rumpf 10 auch im oberen
Bereich einen Durchmesser aufweist, der gleich oder ähnlich ist, wie in seiner Mitte
und/oder in seinem unteren Bereich. Damit entfällt also der Hals 11. Der zugehörige
Verschluss 20 muss dann entsprechend gestaltet werden.
- Jeder der Teilbehälter 12 kann einen eigenen Verschluss für seine Öffnung aufweisen.
- Der erfindungsgemäße Behälter kann als Getränkedose mit mehreren Teilbehältern gestaltet
sein.
- Die Größe des erfindungsgemäßen Behälters kann sehr unterschiedlich sein und auch
große Behälter für industrielle Zwecke umfassen. Da diese sperrig und im befüllten
Zustand auch schwer sein können, ist bei einer Weiterbildung vorgesehen, den Boden
des Behälters mit Transportschlitzen zu versehen, so dass Zinken eines Gabelstaplers
oder dergleichen dort für den Transport eingeführt werden können.
- Der Verschluss 20 erlaubt ebenfalls vielfältige Variationen und Abwandlungen. Dabei
ist es beispielsweise möglich, dass zusätzlich oder statt der Garantiebänder 36 an
den Außenseiten der Klappen 32 Rastelemente vorgesehen sind mit zugehörigem Gegenstück
an dem Deckel 20 und/oder an der Wandung 24. Wichtig dabei ist, dass
- die Verbindung zwischen Rastelement und Gegenstück nahezu unlösbar ist und dass
- das Rastelement und/oder das Gegenstück eine Sollbruchstelle aufweist, die beschädigt
wird, wenn ein Nutzer die zugehörige Klappe 32 öffnet.
Bevorzugte Rastelemente arbeiten nach dem Prinzip der Schnappverbindung, wie beispielsweise
ein Schnapphaken, der unlösbar mit einem passenden Gegenstück verbunden ist.
- Der Hals 211 kann derart gestaltet sein, dass er oberhalb der Teilbehälter 12 eine
Vertiefung bildet (s. Fig. 9). In diese ist ein Verschluss eingesetzt (hier mit 220
bezeichnet), der mittels geeigneter Mittel dort gehalten wird, wie durch ein Gewinde,
eine Rastverbindung mit Nuten oder dergleichen.
- Zumindest einzelne der Teilbehälter 12 können derart gestaltet sein, dass sie mehr
als eine Kammer aufweisen, die auch als Unter-Teilbehälter bezeichnet werden können.
Jeder dieser Unter-Teilbehälter weist eine eigene Öffnung auf, die bei entsprechender
Gestaltung des zugehörigen Verschlusses separat zugänglich gemacht werden können.
- Zumindest einzelne der Teilbehälter 12, 112 können zumindest abschnittsweise, eine
Spiralform aufweisen, also schnecken- bzw. spiralförmig verlaufen. Das heißt, dass
diese sich um die Längsachse L und/oder um eine weitere Achse, die im Wesentlichen
parallel zu der Längsachse L verläuft, winden. Dabei kann eine solche Spiralform über
die gesamte Höhe H des Rumpfes 10, also von den Öffnungen bis zum Boden, unterhalb
des Halses 11 und/oder an anderen Abschnitten des Rumpfes 10 vorgesehen sein.
Glossar
Behälter
[0047] Ein Behälter ist ein Gegenstand, der mindestens einen Hohlraum aufweist. Er dient
insbesondere dem Zweck, seinen Inhalt von seiner Umwelt zu trennen.
Fluides Medium
[0048] Ein fluides Medium ist ein Gas oder eine Flüssigkeit.
Granulares Medium
[0049] Ein granulares Medium besteht aus vielen kleinen, festen Partikeln wie Körnern oder
Kugeln. Beispiele für granulare Medien sind körnige Materialien wie Sand, pulverförmige
Materialien wie Puder oder in großen Mengen auch loses Material wie beispielsweise
Schutt, Kies oder Geröll.
Bezugszeichen
[0050]
- 10
- Rumpf
- 11,211
- Hals
- 12, 112
- Teilbehälter
- 12a
- Teilbehälter im Bereich von 11
- 16, 116
- Zentralelemente
- 17
- Arme von 16`
- 18, 118
- Luftspalte
- 20, 220
- Verschluss
- 22
- Deckel
- 24
- Wandung
- 26
- Zentralteil
- 28
- Stege
- 30
- Noppen
- 32
- Klappen
- 34
- Innenseiten von 32
- 36
- Garantiebänder
- 300
- Verbindungselement
- H
- Höhe des Rumpfes
- L
- Längsachse
- α, β
- Winkel
zitierte Literatur
zitierte Patentliteratur
zitierte Gebrauchsmusterliteratur
1. Behälter zur Aufnahme und Aufbewahrung einer Mehrzahl unterschiedlicher fluider und/oder
granularer Medien;
1.1 wobei der Behälter einen Rumpf (10) mit mindestens zwei Teilbehältern (12; 112)
mit jeweils eigenen Wandungen aufweist;
1.2 wobei ein erster Teilbehälter ein erstes Medium und ein zweiter Teilbehälter ein
zweites Medium aufnehmen kann und
1.3 der Behälter derart ausgestaltet ist, dass das erste Medium im ersten Teilbehälter
getrennt vom zweiten Medium im zweiten Teilbehälter aufbewahrt werden kann;
1.4 wobei die Teilbehälter (12; 112) durch ein Verbindungsmittel (16; 16'; 116) miteinander
verbunden sind;
1.4.1 wobei das Verbindungsmittel (16; 16'; 116) an den Wandungen der Teilbehälter
(12; 112) fixiert ist;
1.4.2 wobei das Verbindungsmittel (16; 16'; 116) die Wandungen der einzelnen Teilbehälter
(12; 112) voneinander trennt;
1.4.3 wobei der Abstand der Außenflächen der Wandungen einen Wert von 0,2 mm nicht
unterschreitet;
dadurch gekennzeichnet,
1.4.4 dass das Verbindungsmittel (16; 16'; 116) ein Zentralelement (16; 16'; 116)
ist, das vom Boden des Rumpfes (10) bis zu dessen Hals (11) verläuft und die Form
eines zylindrischen Rohres hat, das im Inneren einen Hohlraum aufweist und dessen
Außenwandung mit den einzelnen Teilbehältern (12; 112) verbunden ist.
2. Behälter nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der Teilbehälter (12; 112) zumindest abschnittsweise eine Spiralform
aufweist.
3. Behälter nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der Teilbehälter (12; 112) eine andere Größe aufweist als die übrigen
Teilbehälter (12; 112).
4. Behälter nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der Teilbehälter (12; 112) mindestens zwei Kammern aufweist.
5. Behälter nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest einer der Teilbehälter (12; 112) mit mindestens zwei Kammern Öffnungen
für jede der Kammern aufweist.
6. Behälter nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung zwischen dem Zentralelement (16; 16'; 116) und mindestens einem der
Teilbehälter (12, 112) realisiert wird durch eine Nut an einem der beiden Teile und
eine Auswölbung an dem anderen der beiden Teile, wobei die Auswölbung derart gestaltet
ist, dass sie in die Nut eingeführt werden kann und mit dieser eine formschlüssige
Verbindung ergibt.
7. Behälter nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zentralelement (16') mindestens einen Arm (17) aufweist, der in den Raum zwischen
zwei benachbarten Teilbehältern (12; 112) hineinragt.
8. Behälter nach einem der vorigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass
8.1 ein Verschluss (20) vorgesehen ist, der im oberen Bereich des Rumpfes (10) montiert
ist, und dass
8.2 mehrere oder alle der Teilbehälter (12; 112) eine eigene Öffnung aufweisen, die
bei montiertem und geschlossenem Verschluss (20) gegenüber den Öffnungen der anderen
Teilbehälter (12; 112) und/oder gegenüber der Außenwelt verschlossen sind.
9. Behälter nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Verschluss (20) mindestens eine Klappe (32) aufweist, die bei montiertem Verschluss
(20) einer der Öffnungen der Teilbehälter (12; 112) zugeordnet ist und diese gegenüber
der Außenwelt freigibt, wenn die Klappe (32) geöffnet ist.
10. Behälter nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Klappe (32) gelenkig gelagert ist.
11. Behälter nach dem vorigen Anspruch,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Klappenlager zur gelenkigen Lagerung der mindestens einen Klappe (32) vorgesehen
ist, wobei das Klappenlager ein erstes Lagerteil aufweist, das in einem zweiten Lagerteil
drehbar gelagert ist, wobei das zweite Lagerteil sich im Inneren des Verschlusses
(20) und/oder des Rumpfes (10) befindet.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die mindestens eine Klappe (32) durch Sollbruchstellen (36) gegen unbefugtes Öffnen
gesichert ist.
1. Container for receiving and storing a plurality of different fluid and/or granular
media;
1.1 wherein the container has a body (10) with at least two partial containers (12;
112) each with its own walls;
1.2 wherein a first partial container can receive a first medium and a second partial
container can receive a second medium; and
1.3 the container is configured in such a way that the first medium in the first partial
container can be stored separately from the second medium in the second partial container;
1.4 wherein the partial containers (12; 112) are connected to each other by a connecting
means (16; 16'; 116);
1.4.1 wherein the connecting means (16; 16'; 116) is fixed to the walls of the partial
containers (12; 112);
1.4.2 wherein the connecting means (16; 16'; 116) separates the walls of the individual
partial containers (12; 112) from one another;
1.4.3 wherein the distance between the outer surfaces of the walls does not fall below
a value of 0.2 mm;
characterised in
1.4.4 that the connecting means (16; 16'; 116) is a central element (16; 16'; 116)
which extends from the bottom of the body (10) to the neck (11) thereof and is in
the form of a cylindrical tube which has a cavity in the interior and the outer wall
of which is connected to the individual partial containers (12; 112).
2. Container according to the preceding claim,
characterised in
that at least one of the partial containers (12; 112) has a spiral shape at least in sections.
3. Container according to any one of the preceding claims,
characterised in
that at least one of the partial containers (12; 112) has a different size than the other
partial containers (12; 112).
4. Container according to any one of the preceding claims,
characterised in
that at least one of the partial containers (12; 112) has at least two chambers.
5. Container according to the preceding claim,
characterised in
that at least one of the partial containers (12; 112) with at least two chambers has openings
for each of the chambers.
6. Container according to any one of the preceding claims,
characterised in
that the connection between the central element (16; 16'; 116) and at least one of the
partial containers (12, 112) is realised by a groove on one of the two parts and a
protrusion on the other of the two parts, the protrusion being designed in such a
way that it can be inserted into the groove to produce a form-fitting connection.
7. Container according to any one of the preceding claims,
characterised in
that the central element (16') has at least one arm (17) which extends into the space
between two adjacent partial containers (12; 112).
8. Container according to any one of the preceding claims,
characterised in
that
8.1 a closure (20) is provided which is mounted in the upper region of the body (10),
and in that
8.2 several or all of the partial containers (12; 112) have their own opening which,
when the closure (20) is mounted and closed, are closed off from the openings of the
other partial containers (12; 112) and/or from the outside world.
9. Container according to the previous claim,
characterised in
that the closure (20) has at least one flap (32) which, when the closure (20) is fitted,
is assigned to one of the openings of the partial containers (12; 112) and releases
the latter to the outside world when the flap (32) is opened.
10. Container according to the previous claim,
characterised in
that the at least one flap (32) is mounted in an articulated manner.
11. Container according to the previous claim,
characterised in
that a flap bearing is provided for the articulated mounting of the at least one flap
(32), the flap bearing having a first bearing part which is rotatably mounted in a
second bearing part, the second bearing part being located in the interior of the
closure (20) and/or of the body (10).
12. Container according to any one of claims 9 to 11,
characterised in
that the at least one flap (32) is secured against unauthorised opening by predetermined
breaking points (36).
1. Récipient destiné à recevoir et à conserver une pluralité de milieux fluides et/ou
granulaires différents;
1.1 le récipient présentant un corps (10) avec au moins deux récipients partiels (12;
112) ayant chacun ses propres parois;
1.2 un premier récipient partiel pouvant contenir un premier milieu et un deuxième
récipient partiel pouvant contenir un deuxième milieu, et
1.3 le récipient est conçu de telle sorte que le premier milieu dans le premier récipient
partiel peut être conservé séparément du deuxième milieu dans le deuxième récipient
partiel;
1.4 les récipients partiels (12; 112) étant reliés entre eux par un moyen de liaison
(16; 16'; 116);
1.4.1 le moyen de liaison (16; 16'; 116) étant fixé sur les parois des récipients
partiels (12; 112);
1.4.2 le moyen de liaison (16; 16'; 116) séparant les parois des différents récipients
partiels (12; 112) les unes des autres;
1.4.3 la distance entre les surfaces extérieures des parois n'étant pas inférieure
à une valeur de 0,2 mm;
caractérisé en ce que
1.4.4 le moyen de liaison (16; 16'; 116) est un élément central (16; 16'; 116) qui
s'étend du fond du corps (10) jusqu'à son col (11) et qui a la forme d'un tube cylindrique
présentant une cavité à l'intérieur et dont la paroi extérieure est reliée aux différents
récipients partiels (12; 112).
2. Récipient selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que,
au moins un des récipients partiels (12; 112) présente au moins par sections une forme
de spirale.
3. Récipient selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
au moins l'un des récipients partiels (12; 112) présente une autre taille que les
autres récipients partiels (12; 112).
4. Récipient selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
au moins l'un des récipients partiels (12; 112) présente au moins deux compartiments.
5. Récipient selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
au moins l'un des récipients partiels (12; 112) comportant au moins deux compartiments
présente des ouvertures pour chacun des compartiments.
6. Récipient selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la liaison entre l'élément central (16; 16'; 116) et au moins l'un des récipients
partiels (12, 112) est réalisée par une rainure sur l'une des deux parties et un renflement
sur l'autre des deux parties, le renflement étant conçu de telle sorte qu'il peut
être introduit dans la rainure et qu'il forme avec celle-ci une liaison par complémentarité
de forme.
7. Récipient selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément central (16') comporte au moins un bras (17) qui pénètre dans l'espace entre
deux récipients partiels (12; 112) voisins.
8. Récipient selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
8.1 il est prévu une fermeture (20) qui est montée dans la zone supérieure du corps
(10), et que
8.2 plusieurs ou tous les récipients partiels (12; 112) présentent une ouverture propre
qui, lorsque la fermeture (20) est montée et fermée, est fermée par rapport aux ouvertures
des autres récipients partiels (12; 112) et/ou par rapport au monde extérieur.
9. Récipient selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
la fermeture (20) comporte au moins un clapet (32) qui, lorsque la fermeture (20)
est montée, est associé à l'une des ouvertures des récipients partiels (12; 112) et
libère ces récipients partiels vers le monde extérieur lorsque le clapet (32) est
ouvert.
10. Récipient selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
ledit au moins un clapet (32) est monté de façon articulée.
11. Récipient selon la revendication précédente,
caractérisé en ce que
il est prévu un palier de clapet pour le montage articulé dudit au moins un clapet
(32), ledit palier de clapet comprenant une première partie de palier montée à rotation
dans une deuxième partie de palier, ladite deuxième partie de palier étant située
à l'intérieur de la fermeture (20) et/ou du corps (10).
12. Récipient selon l'une des revendications 9 à 11,
caractérisé en ce que
l'au moins un clapet (32) est protégé contre une ouverture non autorisée par des points
de rupture (36).