[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen eines Bohrlochs sowie ein Verfahren
zum Reinigen eines Bohrlochs mittels der Vorrichtung und eine Anordnung mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung und einem Bohrloch in einem Gegenstand.
[0002] Das Dokument
DE 20 2010 010 848 U1 zeigt einen Bohrautomat mit einer Bohrmehlentfernungseinheit, wobei auftretendes
Bohrmehl mittels der Bohrmehlentfernungseinheit abgesaugt oder bei weniger tiefen
Bohrlöchern ausgeblasen oder ausgespült wird.
[0003] Die deutsche Offenlegungsschrift
DE 10 2016 225 015 A1 betrifft ein Verfahren zum Abtransport von Bohrstaub. Eine Handwerkzeugmaschine mit
einem Bohrwerkzeug weist ein Gebläse auf, mit dem Luft ausgeblasen und Luft angesaugt
werden kann. Das Bohrwerkzeug weist eine Längsausnehmung auf, über die, auch während
der Drehung des Bohrwerkzeugs, Luft in ein mit dem Bohrwerkzeug gebildetes Bohrloch
eingeblasen wird. Bohrstaub wird dadurch aus dem Bohrloch herausgeblasen. An dem Ende
des Bohrlochs, das von der Oberfläche des Werkstücks umgeben ist, wird das Bohrwerkzeug
von einer Manschette umgeben, aus der der Bohrstaub abgesaugt wird. Es kann ein Staubauffangbehälter
vorgesehen sein.
[0004] Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 296 13 396 U1 ist ein Bohrlochreinigungsgerät bekannt. Das Bohrlochreinigungsgerät wird entweder
an einen Staubsauger angeschlossen oder mit einer Handpumpe verbunden. Mit der Handpumpe
wird ein Luftstoß erzeugt, der über eine Ausblasleitung in das Bohrloch eingeleitet
wird. Die ausgeblasene Luft wirbelt den Staub auf und strömt zusammen mit der um 180°
umgelenkten Luft in den Filterbeutel. Alternativ kann das Ausblasgerät an einen Staubsauger
angeschlossen werden. Die Ausblasleitung ist dann zur Umgebung hin offen. Durch die
Saugwirkung des Staubsaugers wird Luft über die Ausblasleitung in das Bohrloch gesaugt,
die den Bohrstaub dann mitnimmt und in den Staubsauger eingesaugt wird.
[0005] Aus der deutschen Patentschrift
DE 653 526 ist es bekannt, Bohrstaub an der Entstehungsstelle durch einen Druckmittelstrom aufzuwirbeln
und abzuführen, wobei der Druckmittelstrom im Kreislauf verwendet wird. Innerhalb
des Kreislaufs kann der Druckmittelstrom ganz oder teilweise vom Staub befreit werden.
[0006] Aus der europäischen Offenlegungsschrift
EP 3 457 113 A1 ist eine Vorrichtung mit einer Saugdüse und einem an die Saugdüse angeschlossenen
Saugschlauch bekannt. Die Saugdüse kann mittels eines Roboters bewegt werden. Innerhalb
der Saugdüse ist eine Rohrleitung angeordnet, aus der Druckluft ausgeblasen werden
kann. Die Rohrleitung kann in ein Bohrloch eingeführt werden.
[0007] Aus der französischen Offenlegungsschrift
FR 2 772 654 A1 ist eine Einrichtung zum Reinigen von Bohrlöchern bekannt. Die Vorrichtung weist
eine drehbewegliche Bürste auf, mit der die Wandung eines Bohrlochs abgebürstet werden
kann. Durch eine Welle der drehbeweglichen Bürste tritt Druckluft aus. Eine Manschette
umgibt das Bohrloch und die Welle der Bürste an der Oberfläche. Aus der Manschette
wird der aus dem Bohrloch austretende Staub abgesaugt.
[0008] Aus der europäischen Offenlegungsschrift
EP 0 029 980 A2 ist eine Vorrichtung zum Reinigen von Bohrungen bekannt. Die Vorrichtung weist eine
Saugleitung auf, die mit einer flexiblen Manschette auf eine die Bohrung umgebende
Oberfläche aufgesetzt wird. Eine Druckluftleitung erstreckt sich ein Stück weit in
die Bohrung hinein, bläst Druckluft aus und wirbelt dadurch Bohrstaub in der Bohrung
auf, der dann über die Saugleitung abgesaugt wird.
[0009] Aus der US-Offenlegungsschrift
US 2017/0106413 A1 ist eine Vorrichtung mit einer Ausblasleitung bekannt, die in ein Bohrloch eingeführt
wird. Dadurch wird Bohrstaub in der Bohrung aufgewirbelt. Die Luft wird um 180° umgelenkt
und strömt in eine, das Bohrloch an der Oberfläche des Werkstücks umgebende Manschette
und gelangt ausgehend von der Manschette in einen Staubauffangbehälter.
[0010] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 103 18 238 A1 ist eine Vorrichtung zum Reinigen von Innenflächen von Gewindebohrungen bekannt.
Die Vorrichtung weist einen Blaseinsatz auf, der in die Gewindebohrung eingeführt
wird. Der Blaseinsatz weist einen Längsschlitz auf, aus dem Luft oder ein Reinigungsmedium
mit Drall in tangentialer Richtung auf die Gewindegänge der Gewindebohrung auftrifft.
An der Oberfläche des Werkstücks ist die Gewindebohrung mit einer Manschette umgeben,
über die aus dem Bohrloch austretende Druckluft oder Reinigungsmedium abgeführt wird.
[0011] Aus der europäischen Offenlegungsschrift
EP 1 752 727 A1 ist eine Reinigungsvorrichtung für Ofenwagen bekannt. Die Vorrichtung weist eine
Ausblasdüse und eine Ansaugdüse auf, wobei mittels der Ansaugdüse von der Ausblasdüse
stammende Luft und aufgewirbelter Staub aufgenommen wird.
[0012] Aus der chinesischen Offenlegungsschrift
CN 106824917 A1 ist eine Reinigungsvorrichtung für Computerzubehör bekannt. Die Vorrichtung weist
eine Ausblasdüse und eine der Ausblasdüse benachbarte Ansaugdüse auf.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0013] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung, ein Verfahren und eine
Anordnung zu schaffen, mittels derer eine Bohrlochreinigung verbessert wird.
[0014] Zur Lösung der Aufgabe ist erfindungsgemäß eine Vorrichtung zum Reinigen von Bohrlöchern
gemäß Anspruch 1 sowie ein Verfahren zum Reinigen eines Bohrlochs mittels der Vorrichtung
gemäß Anspruch 11 und eine Anordnung mit einem Bohrloch in einem Gegenstand und der
Vorrichtung gemäß Anspruch 15 vorgesehen. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen 2 bis 10 sowie 12 bis 14 angegeben.
[0015] Gemäß der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Reinigen eines Bohrlochs mit einem Ansaugkanal,
mit einem Filterelement, mit einer Pumpe und mit einem Auslasskanal vorgesehen, wobei
die Pumpe eine Ansaugseite und eine Auslassseite aufweist, wobei der Ansaugkanal mit
dem Filterelement für eine Strömungsverbindung verbunden ist, wobei das Filterelement
mit der Ansaugseite der Pumpe für eine Strömungsverbindung verbunden ist, wobei die
Auslassseite der Pumpe mit dem Auslasskanal für eine Strömungsverbindung verbunden
ist, wobei der Ansaugkanal zumindest eine Saugdüse zum Ansaugen von Bohrstaub aus
dem Bohrloch aufweist und wobei der Auslasskanal zumindest eine Blasdüse zum Aufwirbeln
von Bohrstaub in dem Bohrloch aufweist.
[0016] Bei modernen Dübelsystemen kann die Anbringung der Dübelsysteme zulassungsrelevant
sein. Zulassungsrelevant bedeutet in diesem Kontext, dass das Dübelsystem - bestehend
aus Dübel, Schraube/ Mutter / Untergrund (genormter Beton, Ziegel und dergleichen)
- und auch das Herstellen und die Reinigung eines Bohrlochs exakt dokumentiert sind.
Das Setzen des Dübels einschließlich des Herstellens des Bohrlochs und des Reinigens
des Bohrlochs muss in der in der Vorschrift beschriebenen Reihenfolge und in dem beschriebenen
Umfang durchgeführt werden. Erst dann ist die geforderte Sicherheit für Mensch und
Umwelt durch korrekt befestigte Bauteile, beispielsweise freitragende Balkone aus
Metallkonstruktionen, gegeben. Für die Bohrlochreinigung kann ein Gas, beispielsweise
Luft, unter Druck in das Bohrloch eingetrieben werden.
[0017] Mit der Erfindung wird das Austreten des Staubes aus dem Bohrloch sowohl in die Umgebung
als auch auf den Bediener beim Vorgang der herkömmlichen Bohrlochreinigung vermieden.
Darüber hinaus kann eine Bohrlochreinigung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wesentlich
effektiver durchgeführt werden, bei einer handbetätigten Pumpe beispielsweise durch
wesentlich weniger Pumpbewegungen als bei konventionellen Vorrichtungen und bei elektrisch
betriebenen Pumpen wesentlich schneller als bei bekannten Vorrichtungen.
[0018] Eine Verschmutzung der Baustelle, eine Belastung der Umwelt durch Staub sowie auch
eine Belastung eines Bedieners durch aus dem Bohrloch austretenden Staub kann durch
die Erfindung damit vollständig oder zumindest nahezu vollständig vermieden werden.
Vor allem die Erleichterung für den Bediener stellt sicher, dass dieser die Bohrlochreinigung
tatsächlich vornimmt und nicht lediglich halbherzig oder gar nicht ausführt. Das Risiko
für den Bediener bei Leistungsansprüchen in Haftung genommen zu werden, wird dadurch
vollständig vermieden.
[0019] Indem mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowohl Luft in das Bohrloch mittels der
Blasdüse eingeblasen wird, um dadurch den Bohrstaub in dem Bohrloch aufzuwirbeln,
und gleichzeitig Luft aus dem Bohrloch angesaugt und über einen Filter wieder zu der
Pumpe geführt wird, wird ein geschlossener Kreislauf oder nahezu geschlossener Kreislauf
für die Luft bereitgestellt. Dadurch kann vermieden werden, dass Bohrstaub in die
Umgebung austritt. Die Reinigung des Bohrlochs kann wesentlich gründlicher erfolgen
als dies bei konventionellen Vorrichtungen der Fall ist. Bei konventionellen Vorrichtungen
wird das Bohrloch entweder ausschließlich ausgeblasen, beispielsweise durch Einblasen
von Druckluft oder das Bohrloch wird ausschließlich ausgesaugt, beispielsweise durch
Ansetzen eines Staubsaugers. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kombiniert das Einblasen
von Luft in das Bohrloch und das Absaugen von Luft aus dem Bohrloch. Dadurch kann
die Reinigung besonders gründlich und gleichzeitig effizient erfolgen.
[0020] Die Vorrichtung ist in einer bevorzugten Ausgestaltung aus leichtem Material hergestellt,
wie beispielsweise Kunststoff, so dass das Gewicht der Vorrichtung gering ist und
eine Handhabung erleichtert wird. Bevorzugt ist die Vorrichtung so dimensioniert,
dass sie sich für einen Handbetrieb eignet.
[0021] Die Pumpe kann eine manuelle, elektrische, hydraulische oder pneumatische Pumpe sein,
wobei die Pumpe kontinuierlich oder diskontinuierlich betreibbar ist. Sofern es sich
um eine Ausgestaltung der Vorrichtung handelt, bei welcher die Pumpe Strom benötigt,
kann eine Batterie oder ein Akkumulator vorgesehen sein oder es kann ein Netzbetrieb
über ein Stromkabel vorgesehen sein. Beispielsweise handelt es sich bei der Pumpe
um eine Doppelhubpumpe, bei der also in einem Hub gleichzeitig Luft angesaugt und
ausgeblasen wird, oder um eine elektrische Pumpe.
[0022] Unter Bohrlöchern sind vorliegend Löcher zu verstehen, die mit Dübeln, speziell Kunststoffdübeln
und chemischen Dübeln, beispielsweise zwei-Komponenten-Mörtel, zu versehen sind. Solche
Löcher werden beispielsweise in Beton oder Ziegel gebohrt. Die Bohrlöcher sind in
der Regel als Sacklöcher ausgebildet, in denen sich beim Bohren Bohrstaub sammelt.
Der Bohrstaub kann mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung zumindest soweit aus
den Bohrlöchern entfernt werden, dass Bauteile korrekt und mit einer entsprechenden
Sicherheit befestigt werden können. Speziell können mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
Zulassungsvorschriften beim Setzen von Dübeln zuverlässig erfüllt werden.
[0023] In Ausgestaltungen basiert das Filterelement auf einem Siebeffekt, einem Massenträgheitseffekt,
einem Abfangeffekt oder einem Diffusionseffekt, so dass einem durch die Vorrichtung
zirkulierenden Luftstrom der Bohrstaub entzogen werden kann.
[0024] Besonders vorteilhaft können Bohrstaub oder sonstige vorzugsweise lose Materialien
mit geringer Partikelgröße, insbesondere Partikelgröße kleiner 50 µm, aus Bohrlöchern
mittels der Vorrichtung entfernt werden, ohne dass der Bohrstaub oder die sonstigen,
beispielsweise losen Materialien in eine Umgebung außerhalb der Bohrlöcher abgegeben
werden.
[0025] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Blasdüse zum Einschieben
in das Bohrloch ausgebildet ist. Der Außendurchmesser der Blasdüse kann hierbei auf
den Innendurchmesser des Bohrlochs abgestimmt sein.
[0026] In bevorzugten Ausgestaltungen ist die Blasdüse zumindest im Bereich eines Strömungsausgangs
in ihrem Durchmesser kleiner ausgestaltet als die jeweiligen zu reinigenden Bohrlöcher,
so dass die Blasdüse für eine Vielzahl an größer dimensionierten Bohrlöchern benutzbar
ist.
[0027] Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann mehrere Blasdüsen und mehrere Saugdüsen aufweisen,
um beispielsweise mehrere Bohrlöcher gleichzeitig zu Reinigen.
[0028] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Saugdüse zum Aufsetzen auf
eine Oberfläche eines Gegenstands, in dem sich das Bohrloch befindet, ausgebildet
ist.
[0029] In bevorzugten Ausgestaltungen ist die Saugdüse zumindest im Bereich eines Strömungseingangs
in ihrem Durchmesser größer ausgestaltet als die jeweiligen zu reinigenden Bohrlöcher,
so dass die Saugdüse für eine Vielzahl an kleiner dimensionierten Bohrlöchern benutzbar
ist. Die Saugdüse kann mit einer umlaufenden elastischen Dichtung versehen sein, damit
sie dichtend auf die Oberfläche des Gegenstands aufgesetzt werden kann.
[0030] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Blasdüse gegenüber der Saugdüse
zumindest während eines Betriebs der Vorrichtung entlang einer Aus- und Einströmrichtung
der Vorrichtung versetzt angeordnet ist.
[0031] In bevorzugten Ausgestaltungen ragt die Blasdüse während eines Reinigungsvorgangs
eines Bohrloches mittels Vorrichtung in das Bohrloch hinein, während die Saugdüse
entlang der Aus- und Einströmrichtung der Vorrichtung versetzt zu der Blasdüse auf
der Oberfläche um das Bohrloch herum aufsteht.
[0032] In weiteren Ausgestaltungen ragt die Saugdüse in das zu reinigende Bohrloch hinein,
während die Blasdüse auf der Oberfläche um das Bohrloch herum aufsteht. In noch weiteren
Ausgestaltungen steht die Blasdüse oder die Saugdüse auf der Oberfläche um das Bohrloch
herum auf, während die Saugdüse oder die Blasdüse nicht in das Bohrloch hineinragt.
[0033] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Blasdüse in radialer Richtung
zu der Ausströmrichtung und/oder der Einströmrichtung der Vorrichtung vollständig
von der Saugdüse umgeben ist.
[0034] In bevorzugten Ausgestaltungen ist die Blasdüse über einen Querschnitt der Saugdüse
betrachtet mittig angeordnet und ragt entlang der Ausströmrichtung und/oder Einströmrichtung
der Vorrichtung aus der Saugdüse heraus. Durch die mittige Anordnung kann einem Bediener
die Handhabung hinsichtlich einer Treffsicherheit der Blasdüse in das jeweilige Bohrloch
erleichtert werden.
[0035] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Saugdüse an einem freien
Ende flexibel ausgebildet ist, um sich an eine Oberfläche eines Gegenstands anzupassen,
die ein Bohrloch umgibt.
[0036] Besonders bevorzugt passt sich die Saugdüse beim Aufsetzen auf die Oberfläche eben
dieser an, auch wenn die Vorrichtung schräg auf die Oberfläche aufgedrückt wird. Auch
bei schrägem Aufsetzen ist die Saugdüse dadurch gegenüber der Oberfläche abgedichtet
und es wird verhindert, dass Bohrstaub austritt.
[0037] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Saugdüse an dem freien Ende
eine Dichtung zur Anlage an die Oberfläche aufweist.
[0038] Mittels der Dichtung, die um die Saugdüse umlaufen kann, ist eine nahezu vollständige
Abdichtung des Bohrlochs gegenüber der Umgebung möglich, so dass während der Anwendung
der Vorrichtung nahezu kein bis kein Bohrstaub in einen die Vorrichtung umgebenden
Raum austritt. Auch kann der von der Pumpe genutzte Unterdruck vollständig zum Absaugen
von Bohrstaub genutzt werden.
[0039] Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die Blasdüse an einem freien Ende flexibel
ausgebildet ist.
[0040] Besonders bevorzugt passt sich die Blasdüse beim Einschieben in das Bohrloch einem
Verlauf des Bohrlochs an, wenn die Vorrichtung beispielsweise schräg zur Längserstreckung
des Bohrlochs angesetzt und die Blasdüse in das Bohrloch eingeschoben wird.
[0041] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Blasdüse an dem freien Ende
abgeschrägt ausgebildet ist, um beim Aufstehen am Boden eines Bohrlochs ein Auslassen
eines Gases nicht zu behindern.
[0042] In alternativen Ausgestaltungen kann die Blasdüse an dem freien Ende nicht abgeschrägt
sein und weist beispielsweise stattdessen Schlitze auf, aus denen ein Gas, insbesondere
der Luftstrom, während der Anwendung der Vorrichtung austritt und den Bohrstaub aufwirbelt.
In weiteren Ausgestaltungen ist die Blasdüse an dem freien Ende perforiert ausgebildet,
so dass die Blasdüse während der Anwendung der Vorrichtung auf einem Boden des Bohrlochs
aufstehen kann und das Gas, insbesondere der Luftstrom, während der Anwendung der
Vorrichtung aus den Löchern austritt und den Bohrstaub aufwirbelt.
[0043] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Saugdüse relativ zu der Blasdüse
in axialer Richtung verschiebbar gelagert ist und/oder verformbar ist, so dass die
Blasdüse angepasst an eine Tiefe des Bohrlochs positioniert werden kann.
[0044] In einer Ausgestaltung ist die Blasdüse starr an der Vorrichtung befestigt, wohingegen
die Saugdüse entlang der Aus- und Einströmrichtung der Vorrichtung, also in axialer
Richtung, relativ zu der Blasdüse verschiebbar gelagert ist. Die Saugdüse kann bevorzugt
mittels einer Feder vorgespannt sein. In einer weiteren Ausgestaltung kann die Saugdüse
beispielsweise zumindest abschnittsweise ziehharmonikaförmig ausgebildet sein, so
dass sie sich beim Einschieben der Blasdüse in das Bohrloch in axialer Richtung der
Vorrichtung zumindest abschnittsweise zusammenfaltet.
[0045] In einer weiteren Ausgestaltung kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die Saugdüse
starr ausgebildet ist, wohingegen die Blasdüse in axialer Richtung relativ zu der
Saugdüse verschiebbar gelagert ist.
[0046] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Filterelement ein Filtergehäuse,
einen Filtereinsatz und eine Serviceklappe in dem Filtergehäuse zum Entfernen von
Rückständen aus dem Filtereinsatz aufweist.
[0047] In bevorzugten Ausgestaltungen ist über die Serviceklappe sowohl grober Bohrstaub
aus dem Filterelement entfernbar, der sich vor dem Filtereinsatz ablagert, als auch
der Filtereinsatz austauschbar, der feinen Bohrstaub aufnimmt und aus dem Luftstrom
abscheidet.
[0048] Gemäß der Erfindung ist ein Verfahren zum Reinigen eines Bohrlochs mittels einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen, aufweisend folgende Schritte:
- Ansetzen der Vorrichtung im Bereich des Bohrlochs,
- Aufwirbeln von sich in dem Bohrloch befindenden Bohrstaub mittels der Vorrichtung,
- Absaugen des aufgewirbelten Bohrstaubs aus dem Bohrloch mittels der Vorrichtung.
[0049] Besonders vorteilhaft ist die Anwendung der Vorrichtung als zumindest nahezu geschlossenes
System ausgeführt, so dass das Aufwirbeln und Absaugen des Bohrstaubs als alternierende
oder zeitgleiche Schritte ausgeführt sind und nahezu kein bis kein Bohrstaub aus dem
Bohrloch in die um die Vorrichtung herum angeordnete Umgebung abgegeben wird. Mit
anderen Worten kann es sich um einen geschlossenen Luftkreislauf handeln.
[0050] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass beim Ansetzen der Vorrichtung
die Blasdüse in das Bohrloch hineingeschoben wird und die Saugdüse an eine Oberfläche
um das Bohrloch herum angedrückt wird.
[0051] Besonders vorteilhaft ist durch Andrücken der Saugdüse an die Oberfläche um das Bohrloch
herum gewährleistet, dass nahezu kein bis kein Bohrstaub aus dem Bohrloch in die Umgebung
abgegeben wird. Somit ist verhindert, dass ein Bediener dem Bohrstaub aus dem Bohrloch
während der Anwendung der Vorrichtung ausgesetzt ist.
[0052] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Aufwirbeln des Bohrstaubs
aus dem Bohrloch mittels der Vorrichtung folgende Schritte aufweist:
- Erzeugung eines Überdrucks in Form eines Luftstroms mittels der Pumpe,
- Auslassen des Luftstroms in das Bohrloch über den Auslasskanal und die sich an den
Auslasskanal anschließende Blasdüse,
- Aufwirbeln des Bohrstaubs durch den eingeleiteten Luftstrom und Erzeugen eines Gemisches
aus Bohrstaub und Luft.
[0053] In Ausgestaltungen findet ein Betrieb der Pumpe zum Erzeugen des Luftstroms händisch
oder elektrisch statt. In einer bevorzugten Ausgestaltung saugt die Pumpe bereits
mittels des Filterelements gefilterte Luft an und verdichtet diese, damit sie darauffolgend
über den Auslasskanal und die den Auslasskanal abschließende Blasdüse der Vorrichtung
in das Bohrloch geleitet werden kann. Der verdichtete Luftstrom wird mittels der Vorrichtung
in das Bohrloch eingeblasen, sorgt für einen Überdruck relativ zum Umgebungsdruck
in dem Bohrloch und wirbelt den sich in dem Bohrloch befindenden Bohrstaub auf.
[0054] In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Absaugen des Bohrstaubs aus
dem Bohrloch mittels der Vorrichtung folgende Schritte aufweist:
- Erzeugen eines Unterdrucks mittels der Pumpe,
- Ansaugen des Gemisches aus Bohrstaub und Luft durch die Saugdüse und den sich an die
Saugdüse anschließenden Ansaugkanal,
- Führen des Gemisches aus Bohrstaub und Luft zu dem Filterelement,
- Filtern des Gemisches aus Bohrstaub und Luft, so dass der Bohrstaub in dem Filterelement
verbleibt,
- Ansaugen der gefilterten Luft stromaufwärts des Filterelements mittels der Pumpe.
[0055] In einer bevorzugten Ausgestaltung saugt die Pumpe bereits mittels des Filterelements
gefilterte Luft an und erzeugt somit einen Unterdruck stromaufwärts der Pumpe. Es
entsteht somit auch ein Unterdruck an der am Ende des Ansaugkanals angeordneten Saugdüse.
Der durch den eingeleiteten, verdichteten Luftstrom aufgewirbelte Bohrstaub wird durch
die Saugdüse angesaugt und mittels des Filterelements aus dem Luftstrom gefiltert,
wobei der gefilterte Luftstrom durch die Pumpe angesaugt wird.
[0056] Bevorzugt saugt die Pumpe nahezu keine bis keine Umgebungsluft an, die sich außerhalb
der Vorrichtung und des Bohrlochs befindet, sondern ausschließlich den in das Bohrloch
eingeleiteten verdichteten Luftstrom samt Bohrstaub. Diesem Luftstrom samt Bohrstaub
entzieht die Vorrichtung mittels des Filterelements den Bohrstaub und leitet ihn über
die Pumpe wieder in das Bohrloch ein, um somit ein zumindest annähernd geschlossenen
Kreislauf zu realisieren.
[0057] Gemäß der Erfindung ist eine Anordnung mit einem Bohrloch in einem Gegenstand und
einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen des Bohrlochs vorgesehen, wobei die
Blasdüse in dem Bohrloch angeordnet ist und die Saugdüse an eine Oberfläche des Gegenstands
um das Bohrloch herum angedrückt ist.
[0058] In Ausgestaltungen ist der Gegenstand, in dem das Bohrloch angeordnet ist, eine Gebäudewand,
an der Bauteile mittels Dübel und Schrauben befestigt werden. Besonders in Betracht
kommen Gegenstände aus Materialien, bei denen beim Bohren sehr feine Späne oder Staub
entstehen, beispielsweise Beton, Ziegel, Holz oder Stein.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0059] Weitere Vorteile und Aspekte der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und aus
der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
das nachfolgend anhand der Figuren erläutert ist. Dabei zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen eines
Bohrlochs in einer Schnittansicht und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Anordnung mit einem Bohrloch in einem Element
und der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Reinigen des Bohrlochs.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0060] Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1
zum Reinigen eines Bohrlochs 50, siehe Fig. 2, in einer Schnittansicht. Die Vorrichtung
1 weist einen Ansaugkanal 10 mit einer Saugdüse 100 auf. Die Saugdüse 100 ist mit
dem Ansaugkanal 10 verbunden, so dass zwischen der Saugdüse 100 und dem Ansaugkanal
10 eine Strömungsverbindung besteht, und weist an einem freien Ende eine Dichtung
102 auf.
[0061] Der Ansaugkanal 10 führt zu einem Filterelement 12 und steht infolgedessen in Strömungsverbindung
mit dem Filterelement 12. Das Filterelement 12 ist über einen weiteren Abschnitt des
Ansaugkanals 10, alternativ auch unmittelbar, mit einer Pumpe 14 für eine Strömungsverbindung
verbunden, wobei die Pumpe 14 ansaugseitig mit dem Filterelement 12 verbunden ist,
so dass die Pumpe 14 gefilterte Luft ansaugt.
[0062] Die Vorrichtung 1 weist einen Auslasskanal 16 mit einer Blasdüse 160 auf, wobei der
Auslasskanal 16 von der Pumpe 14 bis zur Blasdüse 160 führt. Die Pumpe 14 ist auslassseitig
mit dem Auslasskanal 16 verbunden. Die Blasdüse 160 ist mit dem Auslasskanal 16 verbunden,
steht somit in Strömungsverbindung mit dem Auslasskanal 16, und ist an einem freien
Ende abgeschrägt ausgebildet. Die Blasdüse 160 des Auslasskanals 16 ist in radialer
Richtung zu einer Ausströmungsrichtung SA und einer Einströmrichtung SE von der Saugdüse
100 umgeben, wobei die Blasdüse 160 in radialer Richtung mittig zu der Saugdüse 100
angeordnet ist. Ein freies Ende der Blasdüse 160 ist, solange die Vorrichtung 1 nicht
verwendet wird, bündig mit einem durch die Dichtung 102 gebildeten freien Ende der
Saugdüse 100. Alternativ kann die Blasdüse 160 gegenüber der Saugdüse 100 auch in
axialer Richtung vorstehen, um das Einführen der Blasdüse 160 in ein Bohrloch zu erleichtern.
[0063] Die Saugdüse 100 ist relativ zu der Blasdüse 160 in Ausströmrichtung SA und in der
Einströmrichtung SE verschiebbar gelagert. Mittels einer Feder 104 ist die Saugdüse
100 insofern vorgespannt, dass die Dichtung 102, solange die Vorrichtung 1 nicht verwendet
wird, entlang der Aus- und Einströmrichtung SE, SA auf gleicher Höhe mit dem freien
Ende der Blasdüse 160 gehalten wird, aber in dem in Fig. 1 dargestellten Zustand gehalten
wird. Für eine Verwendung der Vorrichtung 1 lässt sich die Saugdüse 100 relativ zur
Blasdüse 160 unter Kompression der Feder 104 in Einströmrichtung SE der Vorrichtung
1 schieben, so dass die Blasdüse 160 dann relativ zur Saugdüse 100 vorsteht. Es wird
darauf hingewiesen, dass die Darstellung der Fig. 1 schematisch ist und lediglich
der Erläuterung des Funktionsprinzips und der einzelnen Komponenten der Vorrichtung
1 dient.
[0064] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Anordnung mit einem Bohrloch 50
in einem Gegenstand 5, beispielsweise eine Gebäudewand, und mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 1 zum Reinigen des Bohrlochs 50 von Bohrstaub. Die Vorrichtung 1 der Fig.
1 ist im Betrieb in Verlängerung einer Haupterstreckungsrichtung des Bohrlochs 50
positioniert, so dass die Ausströmrichtung SA und die Einströmrichtung SE der Vorrichtung
1 mit der Haupterstreckungsrichtung des Bohrlochs 50 fluchten.
[0065] Die Blasdüse 160 ist in das Bohrloch 50 so weit eingeschoben, dass die Blasdüse 160
mit dem abgeschrägten Ende auf einem Boden des Bohrlochs 50 aufsteht. Ein Durchmesser
der Blasdüse 160 ist kleiner als ein Durchmesser des Bohrlochs 50, so dass zu entfernender
Bohrstaub um die Blasdüse 160 herum aus dem Bohrloch 50 befördert werden kann. Die
Blasdüse 160 ist abgeschrägt, so dass Luft austreten kann, obwohl das Ende auf dem
Boden des Bohrlochs 50 aufsteht.
[0066] Die Saugdüse 100 ist relativ zu der Blasdüse 160 in Einströmrichtung SE der Vorrichtung
1 unter Kompression der Feder 104 zurückgeschoben und steht auf einer Oberfläche 52
des Elements 5 auf. Die Dichtung 102 wird mittels der Feder 104 auf die Oberfläche
52 gedrückt und sorgt für eine Abdichtung gegenüber einer um die Vorrichtung 1 und
das Element 5 angeordneten Umgebung.
[0067] Um das Bohrloch 50 zu reinigen, wird die Vorrichtung 1 im Bereich des Bohrlochs 50
auf den Gegenstand 5, beispielsweise auf eine Gebäudewand, aufgesetzt. Die Vorrichtung
1 wird dann entlang der Ausströmrichtung SA der Vorrichtung 1 bewegt und die Blasdüse
160 wird dadurch in das Bohrloch 50 hineingeschoben. Dabei wird die Feder 104 komprimiert
und die Saugdüse 100 relativ zu der Blasdüse 160 entlang der Einströmrichtung SE verschoben.
Die Dichtung 102 der Saugdüse 100 wird auf die Oberfläche 52 des Elements 5 gedrückt.
[0068] Sobald die Blasdüse 160 in dem Bohrloch 50 positioniert ist oder wenn sich die Blasdüse
160, siehe Fig. 1, zumindest in Verlängerung des Bohrlochs 50 befindet und sobald
die Dichtung 102 auf der Oberfläche 52 aufsitzt, kann die Vorrichtung 1 in Betrieb
genommen werden. Die Pumpe 14 erzeugt im Betrieb auslassseitig einen Überdruck und
erzeugt einen Luftstrom, der über den Auslasskanal 16 und über die Blasdüse 160 in
das Bohrloch 50 eingeleitet wird. Durch Einleiten des Luftstroms und Erzeugen eines
Überdrucks in dem Bohrloch wird der zu entfernende Bohrstaub aufgewirbelt. Die Pumpe
erzeugt außerdem zeitgleich ansaugseitig einen Unterdruck. Durch die Saugdüse 100,
den Ansaugkanal 10 und das Filterelement 12 hindurch wird der aufgewirbelte Bohrstaub
samt Luftstrom angesaugt.
[0069] Dabei ist eine Schnittstelle zwischen der Oberfläche 52 des Elements 5 und der Vorrichtung
1 dadurch abgedichtet, dass die Dichtung 102 mittels der vorgespannten Feder 104 um
das Bohrloch 50 herum auf die Oberfläche 52 aufgedrückt wird. Als Widerlager zur Aufnahme
von wirkenden Kräften der Feder 104 dient in diesem Fall der Gegenstand 5 sowie ein
Anwender, der die Vorrichtung 1 mit der Blasdüse 160 in das Bohrloch 50 drückt.
[0070] Der durch den Luftstrom aufgewirbelte Bohrstaub strömt zu der Pumpe 14 durch das
Filterelement 12 hindurch, so dass der Bohrstaub zumindest nahezu vollständig in einem
Filtereinsatz des Filterelements 12 verbleibt, der vom Anwender nach Gebrauch der
Vorrichtung 1 gereinigt werden kann. Zu der Pumpe 14 dringt der gefilterte Luftstrom
durch, wird verdichtet und wieder in das Bohrloch 50 eingeblasen. Eine Reinigung des
Bohrlochs 50 geschieht somit über einen geschlossenen Kreislauf, der durch die Vorrichtung
1 und das Element 5, insbesondere durch das Bohrloch 50 und die Oberfläche 52, gebildet
ist. Ein durch die Vorrichtung 1 erzeugter Luftstrom wird mittels der Vorrichtung
1 sowohl in das Bohrloch 50 eingeblasen als auch aus diesem nach Aufwirbeln des Bohrstaubs
wieder abgesaugt.
1. Vorrichtung (1) zum Reinigen eines Bohrlochs (50) mit:
- einem Ansaugkanal (10),
- einem Filterelement (12),
- einer Pumpe (14) und
- einem Auslasskanal (16),
wobei:
- die Pumpe (14) eine Ansaugseite und eine Auslassseite aufweist,
- der Ansaugkanal (10) mit dem Filterelement (12) für eine Strömungsverbindung verbunden
ist,
- das Filterelement (12) mit der Ansaugseite der Pumpe (14) für eine Strömungsverbindung
verbunden ist,
- die Auslassseite der Pumpe (14) mit dem Auslasskanal (16) für eine Strömungsverbindung
verbunden ist,
- der Ansaugkanal (10) zumindest eine Saugdüse (100) zum Ansaugen von Bohrstaub aus
dem Bohrloch (50) aufweist und
- der Auslasskanal (16) zumindest eine Blasdüse (160) zum Aufwirbeln von Bohrstaub
in dem Bohrloch (50) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Blasdüse (160) an einem freien Ende flexibel ausgebildet ist.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüse (160) an dem freien Ende abgeschrägt ausgebildet ist, um beim Aufstehen
am Boden eines Bohrlochs (50) ein Auslassen eines Gases nicht zu behindern.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blasdüse (160) zum Einschieben in das Bohrloch (50) ausgebildet ist, wobei insbesondere
der Durchmesser der Blasdüse (160) auf den Durchmesser des Bohrlochs (50) abgestimmt
ist.
4. Vorrichtung (1) nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Saugdüse (100) zum Aufsetzen auf eine Oberfläche (52) eines Gegenstands (5), in
dem sich das Bohrloch (50) befindet, ausgebildet ist, insbesondere durch Vorsehen
einer um die Saugdüse (100) umlaufenden elastischen Dichtung.
5. Vorrichtung (1) nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blasdüse (160) gegenüber der Saugdüse (100) zumindest während eines Betriebs der
Vorrichtung (1) entlang einer Ausströmrichtung (SA) und/oder einer Einströmrichtung
(SE) der Vorrichtung (1) versetzt angeordnet ist.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Blasdüse (160) radial zu der Ausströmrichtung und/oder der Einströmrichtung (SE)
der Vorrichtung (1) vollständig von der Saugdüse (100) umgeben ist.
7. Vorrichtung (1) nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Saugdüse (100) an einem freien Ende flexibel ausgebildet ist, um sich an eine
Oberfläche (52) anzupassen, die ein Bohrloch (50) umgibt.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Saugdüse (100) an dem freien Ende eine Dichtung (102) zur Anlage an die Oberfläche
(52) aufweist.
9. Vorrichtung (1) nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
die Saugdüse (100) relativ zu der Blasdüse (160) in axialer Richtung verschiebbar
gelagert ist und/oder verformbar ist, so dass die Blasdüse (160) angepasst an eine
Tiefe des Bohrlochs (50) positioniert werden kann.
10. Vorrichtung (1) nach mindestens einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
das Filterelement (12) ein Filtergehäuse, einen Filtereinsatz und eine Serviceklappe
in dem Filtergehäuse zum Entfernen von Rückständen aus dem Filtereinsatz aufweist.
11. Verfahren zum Reinigen eines Bohrlochs (50) mittels einer Vorrichtung (1) gemäß mindestens
einem der Ansprüche 1 bis 10, aufweisend folgende Schritte:
- Ansetzen der Vorrichtung (1) im Bereich des Bohrlochs (50),
- Aufwirbeln von sich in dem Bohrloch (50) befindenden Bohrstaub mittels der Vorrichtung
(1),
- Absaugen des aufgewirbelten Bohrstaubs aus dem Bohrloch (50) mittels der Vorrichtung
(1).
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei
beim Ansetzen der Vorrichtung (1) die Blasdüse (160) in das Bohrloch (50) hineingeschoben
wird und die Saugdüse (100) an eine Oberfläche (52) um das Bohrloch (50) herum angedrückt
wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei
das Aufwirbeln des Bohrstaubs aus dem Bohrloch (50) mittels der Vorrichtung (1) folgende
Schritte aufweist:
- Erzeugung eines Überdrucks in Form eines Luftstroms mittels der Pumpe (14),
- Auslassen des Luftstroms in das Bohrloch (50) über den Auslasskanal (16) und die
sich an den Auslasskanal (16) anschließende Blasdüse (160),
- Aufwirbeln des Bohrstaubs durch den eingeleiteten Luftstrom und erzeugen eines Gemisches
aus Bohrstaub und Luft.
14. Verfahren nach Anspruch 11, 12 oder 13, wobei
das Absaugen des Bohrstaubs aus dem Bohrloch (50) mittels der Vorrichtung (1) folgende
Schritte aufweist:
- Erzeugen eines Unterdrucks mittels der Pumpe (14),
- Ansaugen des Gemisches aus Bohrstaub und Luft durch die Saugdüse (100) und den sich
an die Saugdüse (100) anschließenden Ansaugkanal (10),
- Führen des Gemisches aus Bohrstaub und Luft zu dem Filterelement (12),
- Filtern des Gemisches aus Bohrstaub und Luft, so dass der Bohrstaub in dem Filterelement
(12) verbleibt,
- Ansaugen der gefilterten Luft stromaufwärts des Filterelements (12) mittels der
Pumpe (14).
15. Anordnung mit einem Bohrloch (50) in einem Gegenstand (5) und einer Vorrichtung (1)
gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 zum Reinigen des Bohrlochs (50), dadurch gekennzeichnet, dass
die Blasdüse (160) in oder vor dem Bohrloch (50) angeordnet ist und die Saugdüse (100)
an eine Oberfläche (52) des Gegenstands (5) um das Bohrloch (50) herum angedrückt
ist.
1. Apparatus (1) for cleaning a borehole (50), having:
- an intake channel (10),
- a filter element (12),
- a pump (14), and
- an outlet channel (16),
wherein:
- the pump (14) has an intake side and an outlet side,
- the intake channel (10) is connected to the filter element (12) for a flow connection,
- the filter element (12) is connected to the intake side of the pump (14) for a flow
connection,
- the outlet side of the pump (14) is connected to the outlet channel (16) for a flow
connection,
- the intake channel (10) has at least one suction nozzle (100) for sucking in drilling
dust from the borehole (50), and
- the outlet channel (16) has at least one blowing nozzle (160) for swirling up drilling
dust in the borehole (50),
characterized in that
- the blowing nozzle (160) is of flexible form at a free end.
2. Apparatus (1) according to Claim 1, characterized in that
the blowing nozzle (160) is of bevelled form at the free end in order not to hinder
discharge of a gas if standing on the base of a borehole (50).
3. Apparatus (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that
the blowing nozzle (160) is configured for being pushed into the borehole (50), wherein
in particular the diameter of the blowing nozzle (160) is matched to the diameter
of the borehole (50).
4. Apparatus (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that
the suction nozzle (100) is configured for placement on a surface (52) of an object
(5) in which the borehole (50) is situated, in particular by way of provision of an
elastic seal which runs in an encircling manner around the suction nozzle (100).
5. Apparatus (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that,
at least during an operation of the apparatus (1), the blowing nozzle (160) is arranged
so as to be offset along an outflow direction (SA) and/or an inflow direction (SE)
of the apparatus (1) in relation to the suction nozzle (100).
6. Apparatus (1) according to Claim 5, characterized in that,
radially in relation to the outflow direction and/or the inflow direction (SE) of
the apparatus (1), the blowing nozzle (160) is completely surrounded by the suction
nozzle (100).
7. Apparatus (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that
the suction nozzle (100) is of flexible form at a free end in order to adapt itself
to a surface (52) which surrounds a borehole (50).
8. Apparatus (1) according to Claim 7, characterized in that,
at the free end, the suction nozzle (100) has a seal (102) for abutment against the
surface (52).
9. Apparatus (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that
the suction nozzle (100) is mounted so as to be displaceable in an axial direction
relative to the blowing nozzle (160), and/or is deformable, such that the blowing
nozzle (160) can be positioned adapted to a depth of the borehole (50).
10. Apparatus (1) according to one of the preceding claims, characterized in that
the filter element (12) has a filter housing, a filter insert and a service flap in
the filter housing for removal of residues from the filter insert.
11. Method for cleaning a borehole (50) by means of an apparatus (1) according to at least
one of Claims 1 to 10, comprising the following steps:
- placing the apparatus (1) in the region of the borehole (50),
- swirling up drilling dust situated in the borehole (50) by means of the apparatus
(1),
- extracting the swirled-up drilling dust by suction from the borehole (50) by means
of the apparatus (1).
12. Method according to Claim 11, wherein,
during placement of the apparatus (1), the blowing nozzle (160) is pushed into the
borehole (50) and the suction nozzle (100) is pressed against a surface (52) around
the borehole (50).
13. Method according to Claim 11 or 12, wherein
the swirling-up of the drilling dust from the borehole (50) by means of the apparatus
(1) comprises the following steps:
- generating a positive pressure in the form of an air stream by means of the pump
(14),
- discharging the air stream into the borehole (50) via the outlet channel (16) and
the blowing nozzle (160) adjoining the outlet channel (16),
- swirling up the drilling dust by way of the air stream introduced and producing
a mixture of drilling dust and air.
14. Method according to Claim 11, 12 or 13, wherein the extracting of the drilling dust
by suction from the borehole (50) by means of the apparatus (1) comprises the following
steps:
- generating a negative pressure by means of the pump (14),
- sucking the mixture of drilling dust and air in through the suction nozzle (100)
and the intake channel (10) adjoining the suction nozzle (100),
- guiding the mixture of drilling dust and air to the filter element (12),
- filtering the mixture of drilling dust and air, so that the drilling dust remains
in the filter element (12),
- sucking in the filtered air upstream of the filter element (12) by means of the
pump (14).
15. Arrangement comprising a borehole (50) in an object (5) and an apparatus (1) according
to at least one of Claims 1 to 10 for cleaning the borehole (50), characterized in that
the blowing nozzle (160) is arranged in or in front of the borehole (50), and the
suction nozzle (100) is pressed against a surface (52) of the object (5) around the
borehole (50).
1. Dispositif (1) de nettoyage d'un trou de perçage (50), ledit dispositif comprenant
:
- un conduit d'aspiration (10),
- un élément filtrant (12),
- une pompe (14) et
- un conduit de sortie (16),
- la pompe (14) comportant un côté aspiration et un côté sortie,
- le conduit d'aspiration (10) étant relié à l'élément filtrant (12) pour réaliser
une liaison d'écoulement,
- l'élément filtrant (12) étant relié au côté aspiration de la pompe (14) pour réaliser
une liaison d'écoulement,
- le côté sortie de la pompe (14) étant relié au conduit de sortie (16) pour réaliser
une liaison d'écoulement,
- le conduit d'aspiration (10) comportant au moins une buse d'aspiration (100) destinée
à aspirer la poussière de perçage du trou de perçage (50) et
- le conduit de sortie (16) comportant au moins une buse de soufflage (160) destinée
à faire tourbillonner les poussières de perçage dans le trou de perçage (50), caractérisé en ce que
- la buse de soufflage (160) est flexible à une extrémité libre.
2. Dispositif (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que
la buse de soufflage (160) est biseautée à l'extrémité libre afin de ne pas empêcher
la sortie d'un gaz en position debout au fond d'un trou de perçage (50).
3. Dispositif (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la buse de soufflage (160) est destinée à être enfoncée dans le trou de perçage (50),
le diamètre de la buse de soufflage (160) étant notamment adapté au diamètre du trou
de perçage (50).
4. Dispositif (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la buse d'aspiration (100) est destinée à être placée sur une surface (52) d'un objet
(5) dans lequel se trouve le trou de perçage (50), notamment par le biais d'une garniture
d'étanchéité élastique entourant la buse d'aspiration (100).
5. Dispositif (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la buse de soufflage (160) est disposée de manière décalée par rapport à la buse d'aspiration
(100) au moins pendant le fonctionnement du dispositif (1) suivant une direction de
sortie (SA) et/ou une direction d'entrée (SE) du dispositif (1).
6. Dispositif (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que
la buse de soufflage (160) est complètement entourée par la buse d'aspiration (100)
radialement à la direction de sortie et/ou à la direction d'entrée (SE) du dispositif
(1) .
7. Dispositif (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la buse d'aspiration (100) est flexible à une extrémité libre afin de s'adapter à
une surface (52) qui entoure un trou de perçage (50).
8. Dispositif (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que
la buse d'aspiration (100) comporte à l'extrémité libre une garniture d'étanchéité
(102) destinée à venir en appui sur la surface (52).
9. Dispositif (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la buse d'aspiration (100) est montée de manière coulissante et/ou est déformable
dans la direction axiale par rapport à la buse de soufflage (160) de sorte que la
buse de soufflage (160) puisse être positionnée de manière adaptée à une profondeur
du trou de perçage (50) .
10. Dispositif (1) selon l'une au moins des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément filtrant (12) comporte un boîtier de filtre, un insert de filtre et un
volet de service dans le boîtier de filtre pour éliminer les résidus sortant de l'insert
de filtre.
11. Procédé de nettoyage d'un trou de perçage (50) au moyen d'un dispositif (1) selon
l'une au moins des revendications 1 à 10, ledit procédé comportant les étapes suivantes
:
- fixer le dispositif (1) dans la zone du trou de perçage (50),
- faire tourbillonner les poussières de perçage, se trouvant dans le trou de perçage
(50), au moyen du dispositif (1),
- aspirer au moyen du dispositif (1) les poussières de perçage qui tourbillonnent
afin de les faire sortir du trou de perçage (50).
12. Procédé selon la revendication 11,
lors de la fixation du dispositif (1), la buse de soufflage (160) étant poussée dans
le trou de perçage (50) et la buse d'aspiration (100) étant pressée contre une surface
(52) située autour du trou de perçage (50).
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12,
le tourbillonnement des poussières de perçage au moyen du dispositif (1) pour les
faire sortir du trou de perçage (50) comportant les étapes suivantes :
- générer une surpression sous la forme d'un flux d'air au moyen de la pompe (14),
- faire sortir le flux d'air jusque dans le trou de perçage (50) par le biais du conduit
de sortie et de la buse de soufflage (160) raccordée au conduit de sortie (16),
- faire tourbillonner les poussières de perçage par le biais du flux d'air introduit
et générer un mélange de poussières de perçage et d'air.
14. Procédé selon la revendication 11, 12 ou 13, l'aspiration des poussières de perçage
au moyen du dispositif (1) pour les faire sortir du trou de perçage (50) comportant
les étapes suivantes :
- générer une pression négative au moyen de la pompe (14),
- aspirer le mélange de poussières de perçage et d'air par le biais de la buse d'aspiration
(100) et du conduit d'aspiration (10) raccordé à la buse d'aspiration (100),
- amener le mélange de poussières de perçage et d'air à l'élément filtrant (12),
- filtrer le mélange de poussières de perçage et d'air afin que les poussières de
perçage restent dans l'élément filtrant (12),
- aspirer l'air filtré en amont de l'élément filtrant (12) au moyen de la pompe (14).
15. Ensemble comprenant un trou de perçage (50) ménagé dans un objet (5) et un dispositif
(1) selon l'une au moins des revendications 1 à 10 destiné à nettoyer le trou de perçage
(50),
caractérisé en ce que
la buse de soufflage (160) est disposée dans ou devant le trou de perçage (50) et
la buse d'aspiration (100) est pressée contre une surface (52) de l'objet (5) autour
du trou de perçage (50).