[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuerventilanordnung zur indirekten pneumatischen Steuerung
sowie ein Verfahren zum Steuern eines Arbeitsfluiddrucks mittels eines Steuerfluids
in einer Steuerventilanordnung zur indirekten pneumatischen Steuerung.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Steuerventilanordnungen zur pneumatischen Steuerung
in vielfältiger Ausgestaltung aus dem Stand der Technik bekannt und werden dabei insbesondere
zur Steuerung pneumatischer Aktuatoren verwendet. Ein spezielles Gebiet hierbei betrifft
die pneumatische Steuerung pneumatisch betriebener Motoren von Hebezeugen.
[0003] Dabei ist zunächst bekannt, den Motor, insbesondere einen Lamellenmotor, eines Hebezeugs
direkt zu steuern, wobei der Druck des Arbeitsfluids, zumeist Druckluft, vor der Zuleitung
zum pneumatisch betriebenen Motor direkt geregelt wird. Dazu wird typischerweise die
zum Antrieb vorgesehene Druckluft von einem zentralen Anschluss über einen Schlauch
zu einer Handsteuereinheit geleitet und von dort zur Position des Motors des Hebezeugs,
der zumeist im Bereich einer Hallendecke positioniert ist. Dies macht einen langen
Druckluftschlauch wenigstens von der Handsteuerung zum an der Hallendecke angeordneten
Hebezeug notwendig. Diese Schläuche, die durchgehend den vollen Arbeitsdruck des Arbeitsfluids
aushalten müssen, sind jedoch relativ dick und schwer, wodurch diese schlecht handhabbar
sind und die Bedienung erschweren. Weiterhin führt ein entsprechend langer Schlauch
zwischen Handsteuerung und Hebezeug zu mit der Schlauchlänge zunehmend größeren Leistungsverlusten
sowie zu einer Steuerverzögerung, wodurch eine präzise und feinfühlige Steuerung einer
Last am Hebezeug nicht mehr möglich ist.
[0004] Zudem sind aus dem Stand der Technik indirekte Steuerungen bekannt, bei denen das
Arbeitsfluid direkt an eine Steuerventilanordnung am Motor angeschlossen wird, wobei
die Steuerung mittels eines Steuerfluids, zumeist auch Druckluft mit einem geringeren
Druck als der Druck des Arbeitsfluids, erfolgt. Dabei ist es üblich, dass mittels
des an einer Handsteuerung anliegenden Steuerfluids lediglich ein Einschalten und
Ausschalten des Arbeitsfluids mittels der Steuerventilanordnung am pneumatischen Motor
erfolgt, während der Arbeitsdruck und somit die Geschwindigkeit des Hebezeugs fest
vorgegeben und mittels einer Stellschraube an der Steuerventilanordnung einstellbar
sind. Daraus ergibt sich jedoch der Nachteil, dass eine Veränderung der Geschwindigkeit
des Hebezeugs nicht ohne weiteres möglich ist und somit nur entweder ein langsames
Anfahren sowie feinfühliges Heben oder alternativ ein zügiges Heben von Lasten möglich
ist. Insbesondere beim Transport schwerer Lasten über große Höhen ist aber sowohl
eine große Hebegeschwindigkeit, als auch eine feinfühlige Steuerung zum Abheben und
Absetzen der Last notwendig.
[0005] Aus der Druckschrift
WO 2006 / 111 031 A1 ist bereits ein Steuerventil für einen Hydromotor bekannt, wobei das Steuerventil
als Wegeventil gestaltet ist, bei dem ein Steuerschieber in einer Längsbohrung eines
Ventilkörpers verschiebbar angeordnet ist, um den Fluss von Hydrauliköl zwischen zwei
Arbeitsanschlussbohrungen, einer Pumpenanschlussbohrung und einer Tankanschlussbohrung
zu steuern. Dabei ist innerhalb des Steuerschiebers ein mittels einer Vorspannfeder
vorgespanntes Rückschlagventil angeordnet, das einerseits über eine erste Querbohrung
mit einer Hilfssteuernut verbunden ist und andererseits über eine zweite Querbohrung
mit der B-Tank-Nut verbunden ist.
[0006] Es kann daher als Aufgabe der Erfindung angesehen werden, eine Steuerventilanordnung
sowie ein Verfahren zum Steuern eines Arbeitsfluiddrucks mittels eines Steuerfluids
bereitzustellen, die eine präzise, feinfühlige und geschwindigkeitsvariable Steuerung
ohne große Leistungsverluste und Steuerverzögerungen ermöglichen.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Steuerventilanordnung gemäß Anspruch
1 sowie ein Verfahren gemäß Anspruch 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0008] Die erfindungsgemäße Steuerventilanordnung zur indirekten pneumatischen Steuerung,
insbesondere eines pneumatisch betriebenen Lamellenmotors eines Hebezeugs, umfasst
zwei pneumatische, funktional hintereinander angeordnete Ventileinheiten, einen Arbeitsfluideinlass
und einen Steuerfluideinlass sowie einen den Arbeitsfluideinlass durch beide Ventileinheiten
hindurch mit einem Auslass verbindenden Arbeitsfluidkanal, wobei der Auslass insbesondere
zum Zuleiten des Arbeitsfluids zu einem Lamellenmotor eines Hebezeugs vorgesehen ist.
An jeder der beiden Ventileinheiten ist jeweils ein innerhalb eines Ventilzylinders
angeordneter, zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung verschiebbarer
Ventilkolben vorgesehen, wobei auf jeden der beiden Ventilkolben ein auf die geschlossene
Stellung der Ventileinheit hin vorspannendes Federelement wirkt. Beide Ventileinheiten
weisen weiterhin jeweils eine mit dem Steuerfluideinlass verbundene Steuerdruckkammer
zum Beaufschlagen des jeweiligen Ventilkolbens mit einem der Vorspannung des Federelements
entgegenwirkenden Steuerdruck auf, um den Ventilkolben entgegen der Kraft des Federelements
in eine zumindest abschnittsweise geöffnete Stellung zu bewegen.
[0009] Dabei ist die erste Ventileinheit derart gebildet, dass beim Anlegen eines beliebigen
Steuerdrucks größer als 0 bar in der Steuerdruckkammer der Ventilkolben von der geschlossenen
in eine vollständig geöffnete Stellung verschoben wird. In der zweiten Ventileinheit,
in einem Sperr- und Regelbereich des Arbeitsfluidkanals, sind zwei sich gegenüberliegende,
zueinander verwinkelte Ventilflächen auf der Oberfläche des Ventilzylinders und des
Ventilkolbens sich entlang der Verschieberichtung erstreckend derart zueinander angeordnet,
dass die Ventilflächen beim Verschieben des Ventilkolbens aufgrund des angelegten
Steuerdrucks in Abhängigkeit der dem Steuerdruck zugeordneten Verschiebeposition des
Ventilkolbens im Ventilzylinder eine unterschiedlich weit geöffnete Ventilöffnung
bilden und entsprechend der Ventilöffnung der Arbeitsdruck in Abhängigkeit des Steuerdrucks
feinstufig einstellbar ist.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Steuern eines Arbeitsfluiddrucks mittels
eines Steuerfluids, insbesondere in einer erfindungsgemäßen Steuerventilanordnung
zur indirekten pneumatischen Steuerung, bevorzugt für einen pneumatisch betriebenen
Lamellenmotor eines Hebezeugs, wenigstens jedoch mittels einer Steuerventilanordnung
mit zwei pneumatischen, hintereinander angeordneten Ventileinheiten mit jeweils einem
innerhalb eines Ventilzylinders angeordneten Ventilkolben, wird zunächst ein Arbeitsdruck
mittels eines Arbeitsfluids auf einen Arbeitsfluideinlass der Steuerventilanordnung
angelegt und ein Steuerdruck in einem Steuerfluid, insbesondere mittels eines feinfühligen
Ventils einer Handsteuerung, eingestellt sowie ein Steuerfluideinlass der Steuerventilanordnung
mit dem Steuerdruck belastet. Das unter dem Steuerdruck stehende Steuerfluid wird
in jeweils eine Steuerdruckkammer einer ersten und einer zweiten pneumatischen Ventileinheit
eingeleitet, wobei das Steuerfluid einen durch ein Federelement auf eine geschlossene
Stellung vorgespannten, innerhalb eines Ventilzylinders angeordneten Ventilkolben
auf eine geöffnete Stellung hin verschieben kann.
[0011] Dabei wird durch das Anlegen eines beliebigen Steuerdrucks in der ersten Steuerdrucckammer
der erste Ventilkolben von der geschlossenen in die geöffnete Stellung verschoben,
wodurch das Arbeitsfluid durch einen mit dem Arbeitsfluideinlass verbundenen Arbeitsfluidkanal
durch die erste, geöffnete Ventileinheit zur zweiten Ventileinheit strömen kann. Dabei
führt das Anlegen des Steuerdrucks in der zweiten Steuerdrucckammer zu einem Verschieben
des zweiten Ventilkolbens entgegen der Kraft des Federelements in eine dem Steuerdruck
zugeordneten Position des Ventilkolbens im Ventilzylinder zwischen der geschlossenen
und der geöffneten Stellung, wodurch das Arbeitsfluid durch den Arbeitsfluidkanal
in der zweiten Ventileinheit zwischen zwei sich gegenüberliegenden, zueinander verwinkelten
und sich auf der Oberfläche des Ventilzylinders und des Ventilkolbens entlang der
Verschieberichtung erstreckenden Ventilflächen hindurchströmt, wobei eine zwischen
den Ventilflächen gebildete Ventilöffnung im Arbeitsfluidkanal in Abhängigkeit des
Steuerdrucks entsprechend feinstufig einstellbar ist.
[0012] Die erfindungsgemäße Steuerventilanordnung sowie das erfindungsgemäße Verfahren ermöglichen
in besonders einfacher Weise eine präzise, feinfühlig und stufenlose Steuerung, wobei
der Druck des Arbeitsfluids am Auslass beispielsweise über einen weiten Bereich proportional
zum Druck des Steuerfluids gesteuert werden kann. Zudem wird in einfacher Weise eine
Variation des Drucks des Arbeitsfluids im Betrieb durch eine Druckeinstellung des
Steuerfluids ermöglicht, wodurch beispielsweise die Geschwindigkeit eines mittels
des Arbeitsfluids betriebenen Motors eines Hebezeugs stufenlos und feinfühlig variierbar
ist. Weiterhin wird durch die indirekte Ansteuerung mittels eines Steuerfluids ein
von der Hebezeughöhe bzw. von dem Abstand zur Handsteuerung abhängiger Leistungsverlust
vermieden. Schließlich kommt es auch zu keinen Steuerverzögerungen aufgrund einer
direkten Steuerung des Arbeitsfluiddrucks mit einem nachfolgenden großen Arbeitsfluidvolumen
in einem langen Schlauch oder dergleichen.
[0013] Bei der Steuerventilanordnung handelt es sich grundsätzlich um eine Baueinheit, innerhalb
der der Druck eines durchgeleiteten und ggf. gesperrten Arbeitsfluids mittels des
Drucks eines Steuerfluids gesteuert werden kann. Somit handelt es sich erfindungsgemäß
um eine Vorrichtung zur indirekten Steuerung. Dabei kann die Steuerventilanordnung
eine eigenständige Vorrichtung und dabei insbesondere in einer Zuleitung für ein Arbeitsfluid
zu einem Aktuator, insbesondere einem pneumatischen Motor, angeordnet sein. Alternativ
kann die Steuerventilanordnung aber auch Teil einer weiteren Vorrichtung und dabei
insbesondere in einem Hebezeug integriert sein. Bevorzugt ist die Steuerventilanordnung
eine ausschließlich pneumatisch betriebene Vorrichtung, d.h., zum Betrieb ist kein
weiteres Betriebsmedium und/oder keine Elektrizität notwendig.
[0014] Jede der pneumatischen Ventileinheiten umfasst jeweils wenigstens ein, bevorzugt
genau ein Ventil, das mittels eines Fluid-, insbesondere eines Gasdrucks umgeschaltet
bzw. gesteuert werden kann. Besonders bevorzugt ist jede Ventileinheit durch ein Ventil
gebildet, das ausschließlich pneumatisch betrieben wird, wobei dies bevorzugt keine
Federelemente im Inneren der Ventileinheit ausschließt, sondern sich besonders bevorzugt
lediglich auf den Betrieb von außen bezieht. Die erste und zweite Ventileinheit sind,
bevorzugt unmittelbar aneinander angrenzend, in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet,
wobei besonders bevorzugt die beiden Ventilzylinder parallel zueinander und/oder nebeneinander
angeordnet sind und ganz besonders bevorzugt bezüglich Länge und/oder Durchmesser
identisch zueinander gebildet sind. Dabei sind die Ventileinheiten funktional hintereinander
angeordnet, d.h., dass das der Steuerventilanordnung zugeleitete Arbeitsfluid erst
zur ersten Ventileinheit und anschließend, bevorzugt mit der ersten Ventileinheit
in einer geöffneten Stellung, in die zweite Ventileinheit gelangt.
[0015] Bei den Druckfluiden, dem Arbeitsfluid und/oder dem Steuerfluid, kann es sich grundsätzlich
um eine beliebige Flüssigkeit oder ein beliebiges Gas handeln. Zwar ist ein Betrieb
mit einem hydraulischen Arbeits- und/oder Steuerfluid denkbar, jedoch wird ein rein
pneumatischer Betrieb bevorzugt. Besonders bevorzugt sind die Druckfluide jeweils
Druckluft. Grundsätzlich kann dabei der Druck des Arbeits- und/oder Steuerfluids beliebig
gewählt sein. Bevorzugt beträgt der Druck des bereitgestellten Arbeits- bzw. Betriebsfluids
zwischen 0 bar und 10 bar, besonders bevorzugt maximal 6 bar und ganz besonders bevorzugt
genau 6 bar, sodass am Arbeitsfluideinlass der Steuerventilanordnung ein konstanter
Druck von etwa 6 bar anliegt. Der maximale Steuerdruck, d.h., der Druck des Steuerfluids,
beträgt bevorzugt ebenfalls 6 bar, wobei der Steuerdruck besonders bevorzugt zwischen
1 bar und 6 bar mittels eines Steuerventils, insbesondere in einer Handsteuerung,
variierbar ist. Entsprechend liegt bevorzugt auch am Steuerfluideinlass der Steuerventilanordnung
ein Druck von maximal 6 bar und bevorzugt zwischen 1 bar und 6 bar an.
[0016] Der Arbeitsfluidkanal hat grundsätzlich die Aufgabe, den Arbeitsfluideinlass mit
dem Auslass für das Arbeitsfluid innerhalb der Steuerventilanordnung zu verbinden
und dabei das Steuerfluid durch beide Ventileinheiten derart zu leiten, dass die Durchflussmenge
bzw. der Volumenstrom des Arbeitsfluids mittels beider Ventileinheiten veränderbar
ist. Dazu verläuft der Arbeitsfluidkanal bevorzugt durch jeweils einen Sperr- und
Regelbereich der beiden Ventileinheiten und dabei insbesondere durch die jeweilige
Ventilöffnung, die durch die beiden Ventilflächen des Ventilzylinders und des Ventilkolbens
gebildet wird. Bevorzugt verbindet der Arbeitsfluidkanal die erste und zweite Ventileinheit
derart miteinander, dass das Arbeitsfluid unmittelbar von der ersten in die zweite
Ventileinheit strömen kann. Besonders bevorzugt sind im Arbeitsfluidkanal zwischen
der ersten und der zweiten Ventileinheit keine weiteren Bauteile, insbesondere keine
Ventile und/oder Verzweigungen angeordnet.
[0017] Das Federelement kann grundsätzlich ein beliebiges Bauteil oder eine beliebige Baugruppe
sein, die geeignet ist, den Ventilkolben innerhalb des Ventilzylinders auf eine geschlossene
Stellung der Ventileinheit hin vorzuspannen. Bevorzugt ist das Federelement dabei
eine Druckfeder, besonders bevorzugt eine Spiralfeder, und/oder einstückig gebildet.
Weiterhin bevorzugt ist eine Seite des Federelements gegen eine Stirn- bzw. Endseite
des Ventilzylinders und/oder die andere Seite des Federelements an einem Ende bzw.
einer Stirnseite des Ventilkolbens abgestützt. Ganz besonders bevorzugt ist ein Ende
des Federelements zumindest abschnittsweise in einer Bohrung des Ventilkolbens angeordnet.
Ebenfalls bevorzugt ist die Bohrung am Ende bzw. an der Stirnseite des Ventilkolbens
derart angeordnet und/oder weist insbesondere eine so gewählte Tiefe auf, dass das
Federelement vollständig in die Bohrung eingedrückt werden und dann die Stirnseite
des Ventilkolbens mit einer Stirnseite des Ventilzylinders in Anlage kommen kann,
wodurch in besonders einfacher Weise die maximale Verschiebbarkeit des Ventilkolbens
in Bezug zum Ventilzylinder in diese Richtung festgelegt wird.
[0018] Bevorzugt wird die Stärke des ersten Federelements derart gewählt, dass der Ventilkolben
den Arbeitsfluidkanal ohne anliegenden Druck des Steuerfluids zuverlässig schließt
und besonders bevorzugt zugleich derart, dass beim Erreichen eines vorbestimmten Mindestdrucks
des Steuerfluids, bevorzugt von 1,2 bar bis 1,3 bar, der Ventilkolben entgegen der
Kraft des Federelements soweit in Richtung der geöffneten Stellung im Ventilzylinder
gedrückt wird, dass ein vollständiges Öffnen mittels des ansteigenden Drucks des Arbeitsfluids
in der ersten Ventileinheit ermöglicht wird. Grundsätzlich kann der Mindestdruck zum
Öffnen des Ventilkolbens jedoch auch beliebig anders gewählt werden. Bevorzugt wird
die Stärke des zweiten Federelements derart gewählt, dass eine Verschiebung des Ventilkolbens
in gewünschtem Maße bei einem vorgegebenen Steuerdruck erfolgt, insbesondere eine
vollständige Verschiebung genau innerhalb der möglichen Druckgrenzen des Steuerdrucks,
beispielsweise zwischen 1 bar und 6 bar. Damit eine Steuerung des Drucks des Arbeitsfluids
mittels der Steuerventilanordnung möglich ist, muss wenigstens die zweite Steuerdruckkammer
vollständig von dem Arbeitsfluidkanal getrennt sein. Bevorzugt ist auch die erste
Steuerdruckkammer vollständig vom Arbeitsfluidkanal getrennt.
[0019] Bevorzugt reicht ein beliebig starker Steuerdruck bzw. ein beliebiger Steuerdruck
oberhalb eines Mindestdrucks in der ersten Steuerdruckkammer aus, um die erste Ventileinheit
vollständig zu öffnen. Die erste Ventileinheit wird somit als Sperrventil der zweiten
Ventileinheit vorgeschaltet betrieben und sorgt u.a. in vorteilhafter Weise dafür,
dass kein dauerhafter Druck an der zweiten Ventileinheit anliegt, wenn kein Steuerdruck
auf die Steuerventilanordnung wirkt. Zudem bildet die erste Ventileinheit ein Sicherheitsventil,
um eine doppelte Sicherheit neben der zweiten Ventileinheit gegen eine unerwünschte
Freigabe von Arbeitsdruck am Auslass zu bieten. Bevorzugt kann die erste Ventileinheit
dazu nur zwischen einem geschlossenen und einem offenen Zustand geschaltet werden,
d.h., es handelt sich um ein Zweizustandsventil.
[0020] Auch die zweite Ventileinheit ist bevorzugt derart gebildet, dass diese das Arbeitsfluid
vollständig sperren kann. Um das Arbeitsfluid in gewünschtem Umfang durchlassen zu
können, weist die zweite Ventileinheit eine durch Verschieben des Ventilkolbens in
dem Ventilzylinder einstellbare Ventilöffnung auf. Dabei wird die Ventilöffnung an
einer Seite durch eine Ventilfläche des Ventilkolbens und an einer gegenüberliegenden
Seite durch eine Ventilfläche des Ventilzylinders gebildet. Um mit einer Verschiebung
des Ventilkolbens eine Veränderung der Größe der Ventilöffnung ermöglichen zu können,
sind die beiden Ventilflächen verwinkelt zueinander angeordnet, sodass sich der Abstand
beider Ventilflächen bei einem Verschieben des Kolbens vergrößert bzw. verkleinert.
Um eine feinfühlige Verstellung zu ermöglichen, erstreckt sich jeder der Ventilflächen
auf einer Oberfläche des Ventilkolbens bzw. des Ventilzylinders zumindest abschnittsweise
entlang der Verschieberichtung. Bei einer geeigneten Auswahl der Federstärke der Ventileinheit
ist es so möglich, für jeden möglichen Steuerdruck eine spezifische Position des Ventilkobens
im Ventilzylinder zwischen der geschlossenen und der geöffneten Stellung vorzusehen,
sodass entsprechend der Ventilöffnung der Arbeitsdruck in Abhängigkeit des Steuerdrucks
entsprechend feinstufig einstellbar ist.
[0021] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Steuerventilanordnung
weist wenigstens eine der beiden Ventilflächen der zweiten Ventileinheit, insbesondere
die Ventilfläche des Ventilkolbens wenigstens zwei, bevorzugt genau zwei aufeinander
folgende Abschnitte auf, wobei besonders bevorzugt der Winkel zwischen der Ventilfläche
des Ventilkolbens und der gegenüberliegenden Ventilfläche des Ventilzylinders im ersten,
der geschlossenen Stellung folgenden Abschnitt kleiner ist als der Winkel der Ventilfläche
des Ventilkolbens und der gegenüberliegenden Ventilfläche des Ventilzylinders im zweiten,
an die geöffnete Stellung angrenzenden Abschnitt, wodurch ein besonders feinfühliges
Anfahren sowie langsames Heben und Senken bei einem Hebezeugs möglich ist. Bevorzugt
weist eine der beiden Ventilflächen dabei einen sich ändernden Winkel zwischen dem
ersten und dem zweiten Abschnitt auf und besonders bevorzugt ist die andere Ventilfläche
dabei ohne Winkeländerung gebildet. Weiterhin bevorzugt sind die beiden Abschnitte
einer Ventilfläche deutlich voneinander abgegrenzt, d.h., der Winkel zwischen den
Abschnitten ändert sich nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft bzw. an einer Position.
Ebenfalls bevorzugt ist der Winkel der Ventilflächen im zweiten Abschnitt wenigstens
doppelt so groß, besonders bevorzugt wenigstens fünfmal so groß und ganz besonders
bevorzugt wenigstens zehnmal so groß wie der Winkel der Ventilflächen im ersten Abschnitt.
Entsprechend ist im zweiten Abschnitt der Ventilflächen bevorzugt der Durchmesser
des Ventilkolbens bzw. der Abstand der beiden sich gegenüberliegenden Ventilflächen
wenigstens doppelt, besonders bevorzugt wenigstens fünfmal und ganz besonders bevorzugt
wenigstens zehnmal so groß wie im ersten Abschnitt. Besonders bevorzugt sind beide
Abschnitte derart gebildet, dass diese eine Steuerung der Durchflussmenge des Arbeitsfluids
zwischen einem voll gesperrten Zustand und einem voll geöffneten Zustand ermöglichen,
wobei zunächst ein langsames und feinfühliges Anfahren und mit höherem Steuerdruck
ein zügiges Heben einer Last mittels eines Hebezeugs möglich ist. Ganz besonders bevorzugt
sind die beiden Abschnitte zusätzlich zum geschlossenen und zum geöffneten Zustand
ansteuerbar.
[0022] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Steuerventilanordnung
sind die beiden Ventilflächen im ersten und/oder zweiten Abschnitt, wenigstens in
Bezug zueinander, bevorzugt jeweils linear verlaufend gebildet, wobei der Winkel zwischen
den beiden Ventilflächen des ersten Abschnitts bevorzugt zwischen 0,1° und 15°, besonders
bevorzugt zwischen 1° und 10° und ganz besonders bevorzugt zwischen 2° und 7° und
der Winkel des zweiten Abschnitts zwischen 5° und 85°, besonders bevorzugt zwischen
10° und 75° und ganz besonders bevorzugt zwischen 20° und 65°beträgt. Insbesondere
bevorzugt beträgt der Winkel im ersten Abschnitt 2° und/oder der Winkel im zweiten
Abschnitt 45°. Weiterhin bevorzugt erstrecken sich beide Ventilflächen im ersten und/oder
zweiten Abschnitt mit gleichbleibendem Winkel zueinander entlang der Oberfläche des
Ventilzylinders bzw. des Ventilkolbens, sodass sich der Abstand beider Ventilflächen
zueinander kontinuierlich, insbesondere von der geschlossenen Position zur geöffneten
Position hin, vergrößert.
[0023] Eine Ausführung der Steuerventilanordnung sieht vor, dass wenigstens eine der beiden
Ventilflächen im ersten und/oder zweiten Abschnitt nichtlinear verlaufend gebildet
ist, wobei der Winkel zwischen den beiden gegenüberliegenden Ventilflächen des Ventilkolbens
und des Ventilzylinders sich bevorzugt zwischen der geschlossenen und der geöffneten
Position vergrößert und dabei der Winkel des ersten Abschnitts weiterhin bevorzugt
zwischen 0,1° und 15°, besonders bevorzugt zwischen 1° und 10° und ganz besonders
bevorzugt zwischen 2° und 7° und der Winkel des zweiten Abschnitts zwischen 5° und
85°, besonders bevorzugt zwischen 10° und 75° und ganz besonders bevorzugt zwischen
20° und 65°beträgt. Ganz besonders bevorzugt ist eine der Ventilflächen des Ventilkolbens
oder des Ventilzylinders in einem oder beiden Abschnitten nichtlinear verlaufend gebildet,
während die gegenüberliegende Ventilfläche des Ventilzylinders oder des Ventilkolbens
linear verläuft.
[0024] Generell wird ein Verlauf der Ventilflächen in Bezug zueinander mit einer zur geöffneten
Position des Ventilkolbens hin sich vergrößernden Ventilöffnung bevorzugt. Ebenfalls
wird generell bevorzugt, dass in wenigstens einem Abschnitt und besonders bevorzugt
in beiden Abschnitten die Ventilfläche des Ventilkolbens oder des Ventilzylinders
parallel zur Verstellrichtung des Ventilkolbens im Ventilzylinder angeordnet ist,
während die andere, gegenüberliegende Ventilfläche in einem Winkel dazu mit einem
linearen oder nichtlinearen Verlauf angeordnet ist. Besonders bevorzugt wird eine
Ausführung mit einem Verlauf der Ventilfläche mit einem ersten linearen Abschnitt
mit kleinem Winkel und einem zweiten linearen Abschnitt mit einem größeren Winkel.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausführung der erfindungsgemäßen Steuerventilanordnung erstreckt
sich der erste Abschnitt und/oder der zweite Abschnitt der Ventilflächen über wenigstens
15 %, bevorzugt wenigstens 25 %, besonders bevorzugt wenigstens 30 % und ganz besonders
bevorzugt über wenigstens 40 % des maximalen Verstellweges des Ventilkolbens in Bezug
zum Ventilzylinder, wodurch eine besonders feinfühlige Steuerung erreicht werden kann.
Ebenfalls bevorzugt erstreckt sich der erste Abschnitt über maximal 80 %, bevorzugt
60 %, besonders bevorzugt 50 % und ganz besonders bevorzugt 40 % des maximalen Verstellweges.
Weiterhin bevorzugt erstrecken sich beide Abschnitte zusammen über wenigstens 50 %,
besonders bevorzugt wenigstens 75 % und ganz besonders bevorzugt wenigstens 80 % der
maximalen Verstelllänge des Ventilkolbens.
[0026] Weiterhin ist eine Ausführung der Steuerventilanordnung bevorzugt bei der wenigstens
der zweite Ventilkolben, bevorzugt auch der erste Ventilkolben, rotationssymmetrisch
um eine Achse entlang der Verstellrichtung gebildet ist und der korrespondierende
Ventilzylinder einen runden Querschnitt aufweist, sodass die Ventilöffnung die Form
eines Ringspalts hat. Entsprechend weist wenigstens eine Ventilfläche bevorzugt eine
konische Form auf, während die zweite Ventilfläche ebenfalls bevorzugt zylindrisch
oder auch konisch gebildet ist.
[0027] Ebenfalls bevorzugt ist eine Ausführung der Steuerventilanordnung bei der die erste
und/oder zweite Steuerdruckkammer im Bereich des dem Federelement gegenüberliegenden
Endes des jeweiligen Ventilkolbens angeordnet ist und/oder der Arbeitsfluidkanal in
der ersten und/oder in der zweiten Ventileinheit zwischen dem Bereich des Federelements
und dem Bereich der Steuerdruckkammer angeordnet ist. Besonders bevorzugt umgibt der
Arbeitsfluidkanal den jeweiligen Ventilkolben innerhalb des Ventilzylinders abschnittsweise
allseitig. Weiterhin bevorzugt ist der Arbeitsfluidkanal abschnittsweise durch den
Ventilzylinder gebildet.
[0028] Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Steuerventilanordnung
ist eine Handsteuereinheit vor dem Steuerfluideinlass angeordnet, die einen Handregler
aufweist, mittels dem der Steuerdruck des Steuerfluids stufenlos regulierbar ist,
wobei der Handregler besonders bevorzugt ein handbetätigbares Gasventil umfasst, mittels
dem der Steuerdruck stufenlos und feinfühlig einstellbar ist.
[0029] Schließlich weist die Steuerventilanordnung bevorzugt genau einen einzigen Steuerfluideinlass
auf, der im Inneren der Steuerventilanordnung mit den beiden Steuerdrucckammern verbunden
ist, sodass der Steuerdruck stets in beiden Steuerdruckkammern gleich ist. Insbesondere
bevorzugt weist die Steuerventilanordnung auch nur genau einen Arbeitsfluideinlass
und/oder einen Arbeitsfluidauslass auf.
[0030] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Steuerventilanordnung wird nachstehend
mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht einer Steuerventilanordnung mit zwei geschlossenen Ventileinheiten,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Schnittansicht eines Sperrbereichs der zweiten Ventileinheit der
in Fig. 1 dargestellten Steuerventilanordnung,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht der in Fig. 1 dargestellten Steuerventilanordnung mit einer geöffneten
ersten Ventileinheit und einer geschlossenen zweiten Ventileinheit, und
- Fig. 4
- eine Schnittansicht der in Fig. 1 dargestellten Steuerventilanordnung mit einer voll
geöffneten ersten Ventileinheit und einer teilweise geöffneten zweiten Ventileinheit,
- Fig. 5
- eine Schnittansicht der in Fig. 1 dargestellten Steuerventilanordnung mit zwei geöffneten
Ventileinheiten.
[0031] Bei einer in Figur 1 dargestellten Steuerventilanordnung 1 zur indirekten pneumatischen
Steuerung des Arbeitsdrucks für einen pneumatischen Lamellenmotor eines Hebezeugs
sind eine erste und eine zweite Ventileinheit 2, 3 parallel zueinander in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordnet.
[0032] Jede der beiden Ventileinheiten 2, 3 ist als federvorgespanntes, pneumatisch betriebenes
Ventil gebildet. Entsprechend ist in jeder der Ventileinheiten 2, 3 ein verschieblicher
Ventilkolben 9, 10 in einem Ventilzylinder 7, 8 derart angeordnet, dass ein durch
die Ventileinheit 2, 3 geleitetes Druckfluid, insbesondere Druckluft, mittels eines
Oberflächenabschnitts des Ventilzylinders 7,8 und des Ventilkolbens 9, 10 gesperrt
bzw. geregelt werden kann.
[0033] Der Ventilkolben 9, 10 ist an einer Seite mit einer Spiralfeder 11, 12 auf eine geschlossene
Stellung hin vorgespannt, wobei ein Ende der Spiralfeder 11, 12 gegen eine runde Stirnfläche
des Ventilzylinders 7, 8 abgestützt ist, während das andere Ende innerhalb einer Bohrung
im Ventilkolben 9, 10 festgelegt ist. Am anderen Ende E des Ventilkolbens 9,10 ist
im Ventilzylinder 7, 8 eine Steuerdruckkammer 13, 14 gebildet. Die Steuerdruckkammern
13, 14 beider Ventileinheiten 2, 3 sind gemeinsam mit einem Einlass für einen Steuerdruckluftstrom
verbunden, sodass in der Steuerdruckkammer 13, 14 ein Druck aufgebaut werden kann,
der der Federspannung der Spiralfeder 11, 12 entgegenwirkt und durch eine Beaufschlagung
der Stirnfläche des Ventilkolbens 9, 10 mit dem Steuerdruck ein Verschieben des Ventilkolbens
9, 10 ermöglicht.
[0034] Die Steuerventileinheit 1 weist einen Arbeitsdrucklufteinlass 4 sowie einen entsprechenden
Auslass 5 auf, der einen druckgesteuerten Druckluftstrom für den Lamellenmotor des
Hebezeugs bereitstellt. Der Auslass 5 ist über einen Arbeitsdruckluftkanal 6 mit dem
Arbeitsdrucklufteinlass 4 verbunden, wobei der Arbeitsdruckluftkanal 6 hintereinander
durch beide Ventileinheiten 2, 3 führt und dabei jeweils mittels der Ventileinheiten
2, 3 in einem Sperr- und Regelbereich 15 sperr- und regelbar ist.
[0035] An dem zweiten Ventilkolben 10 sowie dem zugehörigen Ventilzylinder 8 ist jeweils
eine Ventilfläche 16, 17 angeordnet, die im geschlossenen Zustand der Ventileinheit
2, 3 aneinander anliegen. Beide Ventilflächen 16, 17 sind derart verwinkelt zueinander
angeordnet, dass bei einem Verschieben des Ventilkolbens 10 im Ventilzylinder 8 mit
zunehmender Verschiebung sich eine vergrößernde Ventilöffnung in Form eines Ringspalts
bildet.
[0036] In Fig. 1 ist eine Steuerventilanordnung 1 mit beiden Ventileinheiten 2, 3 in der
geschlossenen Position dargestellt, sodass die erste Ventileinheit 2 den Arbeitsdruckluftstrom
bereits kurz hinter dem Arbeitsdrucklufteinlass 4 absperrt und an der zweiten Ventileinheit
3 kein Druck im Bereich des Arbeitsdruckluftkanals 6 anliegt. In diesem Zustand der
Steuerventilanordnung 1 liegt ebenfalls kein Steuerdruck an bzw. der Steuerdruck der
Steuerdruckluft in den Steuerdruckkammern 13, 14 liegt unterhalb eines festgelegten
Schwellenwerts von etwa 1,2 bar zum Öffnen der Ventileinheiten 2, 3.
[0037] In Fig. 3 ist eine Steuerventilanordnung 1 in einem Zustand dargestellt, der nur
kurzfristig bzw. exakt beim Erreichen eines Schwellenwerts des Steuerdrucks zum Öffnen
der Ventileinheiten 2, 3 auftritt. Die erste Ventileinheit 2 ist voll geöffnet, während
die zweite Ventileinheit 3 noch geschlossen ist. Der in der ersten Steuerluftdruckkammer
13 anliegende Steuerdruck wirkt der ersten Spiralfeder 11 soweit entgegen, dass die
Ventilöffnung der ersten Ventileinheit 2 gerade geöffnet wird, indem die beiden Ventilflächen
16, 17 der ersten Ventileinheit 2 außer Kontakt geraten.
[0038] Mit steigendem Steuerdruck wird nun auch der zweite Ventilkolben 10 der zweiten Ventileinheit
3 gegen die Federkraft der Spiralfeder 12 auf die geöffnete Stellung hin verschoben,
wobei die Federkraft derart gewählt ist, dass in einem vordefinierten Druckbereich,
bevorzugt zwischen 1 bar und 6 bar, der Ventilkolben 10 über den maximalen Verstellweg
W verschoben wird.
[0039] Um zunächst eine feinfühlige Steuerung und mit steigendem Steuerdruck dann eine zügige
und kraftvolle Freigabe des Arbeitsluftdrucks zu ermöglichen, sind die Ventilflächen
16, 17 der zweiten Ventileinheit 3 mit einem sich innerhalb der Steuerfläche 17 des
Ventilkolbens 10 verändernden Winkel a, b gebildet (siehe Fig. 2). Dabei ist die Ventilfläche
16 des Ventilzylinders 8 als linear verlaufende Zylinderfläche als Teil der Wandung
des Ventilzylinders 8 gebildet. Die Ventilfläche 17 des Ventilkolbens 10 weist zwei
zueinander verwinkelte Abschnitte A, B auf, die jeweils auch in einem Winkel a, b
zur gegenüberliegenden Ventilfläche 16 angeordnet sind. Beide Abschnitte A, B weisen
einen linearen Verlauf auf. Der Winkel a des ersten Abschnitts der Ventilfläche 17
zur gegenüberliegenden Ventilfläche 16 beträgt 5°, während der entsprechende Winkel
b des zweiten Abschnitts B 45° beträgt. Die beiden Abschnitte A, B erstrecken sich
über 85 % des maximalen Verstellweges W des Ventilkolbens 10 im Ventilzylinder 8.
[0040] In Fig. 4 ist eine Steuerventilanordnung 1 mit der ersten Ventileinheit 2 in der
vollständig geöffneten Position und der zweiten Ventileinheit 3 in einer teilweise
geöffneten Position dargestellt, wobei die Arbeitsdruckluft durch einen durch die
Steuerflächen 16, 17 der zweiten Ventileinheit 3 gebildeten Ringspalt geleitet wird
und ein reduzierter Volumenstrom durch diesen Ringspalt durch den Arbeitsdruckluftkanal
6 von dem Arbeitsdrucklufteinlass 4 zum Auslass 5 der Steuerventilanordnung strömen
kann.
[0041] In Fig. 5 ist schließlich eine Steuerventilanordnung 1 mit beiden Ventileinheiten
2, 3 in der vollständig geöffneten Position dargestellt, wobei die Arbeitsdruckluft
durch die Steuerflächen 16, 17 der beiden Ventileinheiten 2, 3 ungehindert durch den
Arbeitsdruckluftkanal 6 von dem Arbeitsdrucklufteinlass 4 zum Auslass 5 der Steuerventilanordnung
strömen kann.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Steuerventilanordnung
- 2
- erste Ventileinheit
- 3
- zweite Ventileinheit
- 4
- Arbeitsfluideinlass
- 5
- Auslass
- 6
- Arbeitsfluidkanal
- 7
- erster Ventilzylinder
- 8
- zweiter Ventilzylinder
- 9
- erster Ventilkolben
- 10
- zweiter Ventilkolben
- 11
- erstes Federelement
- 12
- zweites Federelement
- 13
- erste Steuerdruckkammer
- 14
- zweite Steuerdruckkammer
- 15
- Sperr- und Regelbereich
- 16
- erste Ventilfläche
- 17
- zweite Ventilfläche
- A
- erster Abschnitt
- B
- zweiter Abschnitt
- E
- Ende des Ventilkolbens
- F
- Bereich des Federelements
- S
- Bereich der Steuerdruckkammer
- V
- Verstellrichtung
- W
- maximaler Verstellweg
- a
- Winkel des ersten Abschnitts
- b
- Winkel des zweiten Abschnitts
1. Steuerventilanordnung (1) zur indirekten pneumatischen Steuerung, insbesondere eines
pneumatisch betriebenen Lamellenmotors eines Hebezeugs, mit
- zwei pneumatischen, hintereinander angeordneten Ventileinheiten (2, 3),
- einem Arbeitsfluideinlass (4) und einem Steuerfluideinlass,
- einem den Arbeitsfluideinlass (4) durch beide Ventileinheiten (2, 3) hindurch mit
einem Auslass (5) verbindenden Arbeitsfluidkanal (6),
- jeweils einem innerhalb eines Ventilzylinders (7, 8) der ersten und zweiten Ventileinheit
(2, 3) angeordneten, zwischen einer geöffneten und einer geschlossenen Stellung verschiebbaren
Ventilkolben (9, 10),
- jeweils einem den ersten und den zweiten Ventilkolben (9, 10) auf die geschlossene
Stellung hin vorspannenden Federelement (11, 12),
- jeweils einer mit dem Steuerfluideinlass verbundenen Steuerdruckkammer (13, 14)
zum Beaufschlagen des jeweiligen Ventilkolbens (9, 10) mit einem der Vorspannung des
Federelements (11, 12) entgegenwirkenden Steuerdruck, wobei
- die erste Ventileinheit (2) derart gebildet ist, dass beim Anlegen eines Steuerdrucks
in der ersten Steuerdruckkammer (13) der erste Ventilkolben (9) von der geschlossenen
in die geöffnete Stellung verschoben wird, und wobei
- in der zweiten Ventileinheit (3) in einem Sperr- und Regelbereich (15) des Arbeitsfluidkanals
(6) zwei sich gegenüberliegende, zueinander verwinkelte Ventilflächen (16, 17) am
Ventilzylinder (8) und am Ventilkolben (10) derart sich entlang der Verschieberichtung
(V) erstreckend angeordnet sind, dass die Ventilflächen (16, 17) beim Verschieben
des Ventilkolbens (10) im Ventilzylinder (8) aufgrund eines sich ändernden Steuerdrucks
eine unterschiedlich weit geöffnete Ventilöffnung bilden und entsprechend der Ventilöffnungsweite
der Arbeitsdruck in Abhängigkeit des Steuerdrucks feinstufig einstellbar ist.
2. Steuerventilanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Ventilfläche (17) des Ventilkolbens (10) der zweiten Ventileinheit
(3) zwei aufeinander folgende Abschnitte (A, B) aufweist, wobei der Winkel (a) zwischen
der Ventilfläche (17) des Ventilkolbens (10) und der gegenüberliegenden Ventilfläche
(16) des Ventilzylinders (8) im ersten, der geschlossenen Stellung folgenden Abschnitt
(A) kleiner ist als der Winkel (b) der Ventilfläche (17) des Ventilkolbens (10) und
der gegenüberliegenden Ventilfläche (16) des Ventilzylinders (8) im zweiten, an die
geöffnete Stellung angrenzenden Abschnitt (B).
3. Steuerventilanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilfläche (17) des Ventilkolbens (10) der zweiten Ventileinheit (3) im ersten
und/oder zweiten Abschnitt (A, B) linear verlaufend gebildet sind, wobei der Winkel
(a, b) zwischen den beiden Ventilflächen (16, 17) zwischen 0,1° und 10° beträgt.
4. Steuerventilanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilfläche (17) des Ventilkolbens (10) der zweiten Ventileinheit (3) im ersten
und/oder zweiten Abschnitt (A, B) nichtlinear verlaufend gebildet ist, wobei der Winkel
(a, b) zwischen den beiden Ventilflächen (16, 17) sich zwischen der geschlossenen
und der geöffneten Position vergrößert und dabei zwischen 0,1° und 45° beträgt.
5. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich der erste Abschnitt (A) und/oder der zweite Abschnitt (B) der Ventilfläche (17)
des Ventilkolbens (10) der zweiten Ventileinheit (3) jeweils über wenigstens 25 %
des maximalen Verstellweges (W) des Ventilkolbens (10) in Bezug zum Ventilzylinder
(8) erstreckt.
6. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens der zweite Ventilkolben (10) rotationssymmetrisch gebildet ist und der
korrespondierende Ventilzylinder (8, 7) einen runden Querschnitt aufweist, sodass
die Ventilöffnung die Form eines Ringspalts hat.
7. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Steuerdruckkammer (13, 14) im Bereich des dem Federelement
(11, 12) gegenüberliegenden Endes (E) des jeweiligen Ventilkolbens (9, 10) angeordnet
ist und/oder der Arbeitsfluidkanal (6) in der ersten und/oder in der zweiten Ventileinheit
(2, 3) zwischen dem Bereich (F) des Federelements (11, 12) und dem Bereich (S) der
Steuerdruckkammer (13, 14) angeordnet ist.
8. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Handsteuereinheit vor dem Steuerfluideinlass angeordnet ist, die einen Handregler
aufweist, mittels dem der Steuerdruck des Steuerfluids stufenlos regulierbar ist.
9. Steuerventilanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen einzigen Steuerfluideinlass, der im Inneren der Steuerventilanordnung (1) mit
beiden Steuerdruckkammern verbunden ist.
10. Verfahren zum Steuern eines Arbeitsfluiddrucks mittels eines Steuerfluids in einer
Steuerventilanordnung (1) zur indirekten pneumatischen Steuerung, wobei die Steuerventilanordnung
(1) zwei pneumatische, hintereinander angeordnete Ventileinheiten (2, 3) mit jeweils
einem innerhalb eines Ventilzylinders (7, 8) angeordneten Ventilkolben (9, 10) aufweist,
mit den Schritten:
- Anlegen eines Arbeitsdrucks mittels eines Arbeitsfluids an einem Arbeitsfluideinlass
(4) der Steuerventilanordnung (1),
- Steuerung eines Steuerdrucks in einem Steuerfluid, insbesondere mittels eines feinfühligen
Ventils einer Handsteuerung, und Belasten eines Steuerfluideinlasses der Steuerventilanordnung
(1) mit dem Steuerdruck,
- Einleiten von dem Steuerfluid in jeweils eine Steuerdruckkammer (13, 14) der ersten
und zweiten pneumatischen Ventileinheit (2, 3), wobei das Steuerfluid einen durch
ein Federelement (11, 12) auf eine geschlossene Stellung vorgespannten, innerhalb
des Ventilzylinders (7, 8) angeordneten Ventilkolben (9, 10) auf eine geöffnete Stellung
hin verschieben kann, wobei
- das Anlegen des Steuerdrucks in der ersten Steuerdruckkammer (13) den ersten Ventilkolben
(9) von der geschlossenen in die geöffnete Stellung verschiebt, wodurch das Arbeitsfluid
durch einen mit dem Arbeitsfluideinlass (4) verbundenen Arbeitsfluidkanal (6) durch
die erste, geöffnete Ventileinheit (2) zur zweiten Ventileinheit (3) strömen kann,
wobei
- das Anlegen des Steuerdrucks in der zweiten Steuerdruckkammer (14) zu einem Verschieben
des zweiten Ventilkolbens (10) entgegen der Kraft des Federelements (12) in eine dem
Steuerdruck zugeordneten Position des Ventilkolbens (10) im Ventilzylinder (8) zwischen
der geschlossenen und der geöffneten Stellung führt, wodurch das Arbeitsfluid durch
den Arbeitsfluidkanal (6) in der zweiten Ventileinheit (3) zwischen zwei sich gegenüberliegenden,
zueinander verwinkelten und sich auf der Oberfläche des Ventilzylinders (8) und des
Ventilkolbens (10) entlang der Verschieberichtung (V) erstreckenden Ventilflächen
(16, 17) hindurchströmt, wobei eine zwischen den Ventilflächen (16, 17) gebildete
Ventilöffnung im Arbeitsfluidkanal (6) in Abhängigkeit des Steuerdrucks entsprechend
feinstufig einstellbar ist und den am Auslass (5) anliegenden Druck des Arbeitsfluids
regelt.
1. A control valve assembly (1) for an indirect pneumatic control, in particular of a
pneumatically operated vane motor of a hoist, comprising
- two pneumatic sequentially arranged valve units (2, 3),
- one working fluid inlet (4) and one control fluid inlet,
- a working fluid channel (6) connecting the working fluid inlet (4) through the two
valve units (2, 3), to an outlet (5),
- in each case, a valve piston (9, 10) arranged within a valve cylinder (7, 8) of
the first and second valve unit (2, 3) and movable between an open and a closed position,
- in each case, a spring element (11, 12) which biases the first and the second valve
piston (9, 10) toward the closed position,
- in each case, a control pressure chamber (13, 14) connected to the control fluid
inlet for applying a control pressure counteracting the bias of the spring element
(11, 12) to the respective valve piston (9, 10), wherein
- the first valve unit (2) is formed such that when a control pressure is applied
in the first control pressure chamber (13), the first valve piston (9) is moved from
the closed to the open position, and wherein
- two opposite valve surfaces (16, 17) which are angled relative to each other are
arranged on the valve cylinder (8) and the valve piston (10) so as to extend along
the direction of movement (V) in the second valve unit (3) in a blocking and control
region (15) of the working fluid channel (6) such that the valve surfaces (16, 17)
form a valve opening opened at varying widths when the valve piston (10) is moved
in the valve cylinder (8) because of a changing control pressure, and the working
pressure can be finely adjusted corresponding to the valve opening width depending
on the control pressure.
2. The control valve assembly according to claim 1, characterized in that at least the valve surface (17) of the valve piston (10) of the second valve unit
(3) has two sequential sections (A, B), wherein the angle (a) between the valve surface
(17) of the valve piston (10) and the opposite valve surface (16) of the valve piston
(8) in the first section (A) following the closed position is smaller than the angle
(b) of the valve surface (16) of the valve piston (10) and the opposite valve surface
(16) of the valve piston (8) in the second region (B) adjacent to the open position.
3. The control valve assembly according to claim 2, characterized in that the valve surface (17) of the valve piston (10) of the second valve unit (3) in the
first and/or second section (A, B) are formed to run linearly, wherein the angle (a,
b) between the two valve surfaces (16, 17) is between 0.1° and 10°.
4. The control valve assembly according to claim 2, characterized in that the valve surface (17) of the valve piston (10) of the second valve unit (3) is formed
to run nonlinearly in the first and/or second section (A, B), wherein the angle (a,
b) between the two valve surfaces (16, 17) increases between the closed and the open
position and is between 0.1° and 45°.
5. The control valve assembly according to one of the preceding claims 2-4, characterized in that the first section (A) and/or the second section (B) of the valve surface (17) of
the valve piston (10) of the second valve unit (3) extends in each case over at least
25% of the maximum adjustment path (W) of the valve piston (10) relative to the valve
cylinder (8).
6. The control valve assembly according to one of the preceding claims, characterized in that at least the second valve piston (10) is formed rotationally symmetrical, and the
corresponding valve cylinder (8, 7) has a round cross-section so that the valve opening
has the shape of an annular gap.
7. The control valve assembly according to one of the preceding claims, characterized in that the first and/or second control pressure chamber (13, 14) is arranged in the region
of the end (E) of the respective valve piston (9, 10) opposite the spring element
(11, 12), and/or the working fluid channel (6) in the first and/or the second valve
unit (2, 3) is arranged between the region (F) of the spring element (11, 12) and
the region (S) of the control pressure chamber (13, 14).
8. The control valve assembly according to one of the preceding claims, characterized in that a manual control unit is arranged before the control fluid inlet that has manual
regulator by means of which the control pressure of the control fluid can be smoothly
regulated.
9. The control valve assembly according to one of the preceding claims, characterized by a single control fluid inlet that is connected to both control pressure chambers
in the interior of the control valve assembly (1).
10. A method for controlling a working fluid pressure by means of a control fluid in a
control valve assembly (1) for an indirect pneumatic control, wherein the control
valve assembly (1) comprises two pneumatic valve units (2,3) arranged in sequence
in each case having a valve piston (9, 10) arranged within a valve cylinder (7,8),
comprising the steps:
- apply a working pressure by means of a working fluid to a working fluid inlet (4)
of the control valve assembly (1),
- control a control pressure in a control fluid, in particular by means of a sensitive
valve of a manual control, and subject the control fluid inlet of the control valve
assembly (1) to the control pressure,
- feed the control fluid in each case into a control fluid chamber (13, 14) of the
first and second pneumatic valve unit (2, 3), wherein the control fluid can move a
valve piston (9, 10) biased by a spring element (11, 12) toward a closed position
and arranged within the valve cylinder (7, 8) to an open position, wherein
- applying the control pressure in the first control pressure chamber (13) moves the
first valve piston (9) from the closed into the open position, whereby the working
fluid can flow through the first, open valve unit (2) to the second valve unit (3)
through a working fluid channel (6) connected to the working fluid inlet (4), wherein
- applying the control pressure in the second control pressure chamber (14) causes
a movement of the second valve piston (10) against the force of the spring element
(12) into a position of the valve piston (10) in the valve cylinder (8) associated
with the control pressure between the closed and the open position, whereby the working
fluid flows through the working fluid channel (6) into the second valve unit (3) between
two opposing valve surfaces (16, 17) at an angle from each other and extending along
the direction of movement (V) on the surface of the valve cylinder (8) and the valve
piston (10), wherein a valve opening in the working fluid channel (6) formed between
the valve surfaces (16, 17) can be correspondingly finely adjusted depending on the
control pressure, and regulates the pressure of the working fluid applied to the outlet
(5).
1. Ensemble de soupapes de commande (1) permettant une commande pneumatique indirecte,
en particulier d'un moteur à palettes à commande pneumatique d'un engin de levage,
comprenant
deux unités de soupape (2, 3) pneumatiques disposées l'une à la suite de l'autre,
une entrée de fluide de travail (4) et une entrée de fluide de commande,
un canal de fluide de travail (6) reliant l'entrée de fluide de travail (4) à une
sortie (5) à travers les deux unités de soupape (2, 3),
respectivement un piston de soupape (9, 10) disposé à l'intérieur d'un cylindre de
soupape (7, 8) de la première et de la deuxième unité de soupape (2, 3), lequel peut
être déplacé entre une position ouverte et une position fermée,
respectivement un élément de ressort (11, 12) chargé de précontraindre le premier
et le deuxième piston de soupape (9, 10) vers la position fermée,
respectivement une chambre de pression de commande (13, 14) reliée à l'entrée de fluide
de commande, destinée à solliciter le piston de soupape (9, 10) respectif avec une
pression de commande agissant contre la précontrainte de l'élément de ressort (11,
12), dans lequel
la première unité de soupape (2) est conçue de telle façon que lors de l'application
d'une pression de commande dans la première chambre de pression de commande (13),
le premier piston de soupape (9) est déplacé de la position fermée vers la position
ouverte, et dans lequel
dans la deuxième unité de soupape (3), dans une région de verrouillage et de réglage
(15) du canal de fluide de travail (6), deux surfaces de soupape (16, 17) opposées
formant un angle l'une par rapport à l'autre sont disposées sur le cylindre de soupape
(8) et sur le piston de soupape (10) de manière à s'étendre le long de la direction
de déplacement (V), de telle façon que les surfaces de soupape (16, 17) forment, ,
une ouverture de soupape ouverte à des degrés différents en raison d'une pression
de commande changeante lors du déplacement du piston de soupape (10) dans le cylindre
de soupape (8) et que la pression de travail peut être réglée de manière fine selon
la largeur d'ouverture de soupape en fonction de la pression de commande.
2. Ensemble de soupapes de commande selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins la surface de soupape (17) du piston de soupape (10) de la deuxième unité
de soupape (3) présente deux sections consécutives (A, B), dans lequel l'angle (a)
entre la surface de soupape (17) du piston de soupape (10) et la surface de soupape
(16) opposée du cylindre de soupape (8) dans la première section (A) consécutive à
la position fermée est plus petit que l'angle (b) de la surface de soupape (17) du
piston de soupape (10) et la surface de soupape (16) opposée du cylindre de soupape
(8) dans la deuxième section (B) adjacente à la position ouverte.
3. Ensemble de soupapes de commande selon la revendication 2, caractérisé en ce que la surface de soupape (17) du piston de soupape (10) de la deuxième unité de soupape
(3) est conçue de manière à s'étendre linéairement dans la première et/ou la deuxième
section (A, B), dans lequel l'angle (a, b) entre les deux surfaces de soupape (16,
17) mesure entre 0,1° et 10°
4. Ensemble de soupapes de commande selon la revendication 2, caractérisé en ce que la surface de soupape (17) du piston de soupape (10) de la deuxième unité de soupape
(3) est conçue de manière à s'étendre non linéairement dans la première et/ou la deuxième
section (A, B), dans lequel l'angle (a, b) entre les deux surfaces de soupape (16,
17) s'agrandit entre la position fermée et la position ouverte et mesure ainsi entre
0,1° et 45°.
5. Ensemble de soupapes de commande selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la première section (A) et/ou la deuxième section (B) de la surface de soupape (17)
du piston de soupape (10) de la deuxième unité de soupape (3) s'étend(end) respectivement
sur au moins 25% du trajet de déplacement maximal (W) du piston de soupape (10) par
rapport au cylindre de soupape (8).
6. Ensemble de soupapes de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins le deuxième piston de soupape (10) est conçu de façon symétrique en rotation
et le cylindre de soupape (8, 7) correspondant présente une section transversale ronde,
de sorte que l'ouverture de soupape a une forme de fente annulaire.
7. Ensemble de soupapes de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la première et/ou la deuxième chambre de pression de commande (13, 14) est/sont disposée(s)
dans la région de l'extrémité (E) du piston de soupape (9, 10) respectif opposée à
l'élément de ressort (11, 12) et/ou le canal de fluide de travail (6) dans la première
et/ou la deuxième unité de soupape (2, 3) est/sont disposé(s) entre la région (F)
de l'élément de ressort (11, 12) et la région (S) de la chambre de pression de commande
(13, 14).
8. Ensemble de soupapes de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité de commande manuelle est disposée en amont de l'entrée de fluide de commande,
laquelle présente une régulateur manuelle permettant de régler en continu la pression
de commande du fluide de commande.
9. Ensemble de soupapes de commande selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par une seule entrée de fluide de commande, laquelle est reliée aux deux chambres de
pression de commande à l'intérieur du ensemble de soupapes de commande (1).
10. Procédé de commande d'une pression de fluide de travail au moyen d'un fluide de commande
dans un ensemble de soupapes de commande (1) pour la commande pneumatique indirecte,
dans lequel le ensemble de soupapes de commande (1) présente deux unités de soupape
(2, 3) pneumatiques disposées l'une à la suite de l'autre, respectivement dotées d'un
piston de soupape (9, 10) disposé à l'intérieur d'un cylindre de soupape (7, 8), comprenant
les étapes suivantes:
application d'une pression de travail au moyen d'un fluide de travail au niveau d'une
entrée de fluide de travail (4) du ensemble de soupapes de commande (1),
commande d'une pression de commande dans un fluide de commande, en particulier au
moyen d'une soupape sensible d'un dispositif de commande manuel, et application de
la pression de commande au niveau d'une entrée de fluide de commande du ensemble de
soupapes de commande (1),
introduction du fluide de commande respectivement dans une chambre de pression de
commande (13, 14) de la première et de la deuxième unité de soupape (2, 3) pneumatiques,
le fluide de commande étant susceptible de déplacer un piston de soupape (9, 10) précontraint
vers une position fermée par un élément de ressort (11, 12) disposé à l'intérieur
du cylindre de soupape (7, 8), vers une position ouverte, dans lequel
l'application de la pression de commande dans la première chambre de pression de commande
(13) déplace le premier piston de soupape (9) de la position fermée vers la position
ouverte, moyennant quoi le fluide de travail peut s'écouler à travers un canal de
fluide de travail (6) relié à l'entrée de fluide de travail (4) à travers la première
unité de soupape (2) ouverte vers la deuxième unité de soupape (3), dans lequel
l'application de la pression de commande dans la deuxième chambre de pression de commande
(14) entraîne un déplacement du deuxième piston de soupape (10) contre la force de
l'élément de ressort (11, 12) vers un emplacement du piston de soupape (10) attribué
à la pression de commande dans le cylindre de soupape (8) entre la position fermée
et la position ouverte, moyennant quoi le fluide de travail s'écoule à travers le
canal de fluide de travail (6) dans la deuxième unité de soupape (3) entre deux surfaces
de soupape (16, 17) opposées formant un angle l'une par rapport à l'autre et s'étendant
sur la surface du cylindre de soupape (8) et du piston de soupape (10) le long de
la direction de déplacement (V), dans lequel une ouverture de soupape formée entre
les surfaces de soupape (16, 17) dans le canal de fluide de travail (6) peut être
réglée de manière fine en fonction de la pression de commande et réguler la pression
du fluide de travail appliquée au niveau de la sortie (5).