[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein aufblasbares Zeit gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 sowie einen Bausatz für ein derartiges aufblasbares Zelt gemäß dem
Patentanspruch 15.
[0002] Zelte werden seit Urzeiten vom Menschen insbesondere als Unterkunft aber auch z.B.
als Lager verwendet. Ein Zelt weist üblicherweise eine Tragkonstruktion auf, welche
auch als Rahmen, als Traggerüst oder kurz als Gerüst bezeichnet werden kann und dem
Zelt die erforderliche Stabilität verleiht. Üblicherweise wird über das Gerüst von
außen die Zelthaut angeordnet, welche als Membran z.B. aus einem textilen Material,
aus einer Plane und dergleichen besteht und, ggfs. mit einem Zugang versehen, den
Innenraum des Zelts zumindest abschnittsweise flächig umschließt. Die Zelthaut kann
daher auch als Zeltaußenhaut bezeichnet werden. Das Gerüst besteht üblicherweise aus
Stäben aus z.B. Holz, Kunststoff oder Metall, welche die Zelthaut von innen skelettartig
tragen, sowie aus Abspannseilen, Bodenankern und dergleichen, um die Stäbe mit dem
Untergrund zu verbinden und das Zelt zu stabilisieren, die Zelthaut ggfs. zusätzlich
zu spannen sowie das Zelt zu halten.
[0003] Eine besondere Art von Zelten stellen die aufblasbaren Zelte dar, welche z.B. dadurch
realisiert werden können, dass das Traggerüst als aufblasbarer Rahmen bzw. als aufblasbares
Gerüst ausgebildet ist. Beispielsweise weist das aufblasbare Gerüst mehrere Schläuche
auf, welche mit der Zeltaußenhaut verbunden sind bzw. abschnittsweise von der Zeitaußenhaut
gebildet werden und welche miteinander luftführend verbunden sein können. Durch Druckluft
kann das Schlauchsystem des aufblasbaren Gerüsts z.B. mittels eines Kompressors oder
mittels eines Gebläses mit Luft mit einem ausreichend hohen Druck gefüllt werden,
so dass die Zeltaußenhaut hierdurch aufgerichtet und gehalten werden kann. Dies kann
vergleichsweise einfach, schnell und mit wenig Personal geschehen, weshalb aufblasbare
Zelte insbesondere dort eingesetzt werden, wo ein schneller Zeltaufbau erforderlich
ist. Auch kann das Einsparen des z.B. metallischen Gerüsts Gewicht und Volumen sparen,
weshalb aufblasbare Zelte gerade dort zum Einsatz kommen, wo wenig Transportkapazitäten
zur Verfügung stehen. Dies sind beispielsweise Hilfseinsätze sowie militärische Einsätze.
Auch können hierdurch die Material- sowie Herstellungskosten des aufblasbaren Zelts
reduziert werden.
[0004] Die
EP 1 229 187 B1 beschreibt ein aufblasbares Zelt mit einer Zeitaußenhaut, mit aufblasbaren Stützschläuchen,
die dem Zelt im aufgeblasenen Zustand Stabilität geben, und mit einem Traggerüst,
das wenigstens zwei binderartige Tragbögen aufweist, die parallel zueinander angeordnet
und miteinander verstrebt sind. Die Zeltaußenhaut ist außenseitig von dem Traggerüst
umgeben und über Koppelelemente punktartig mit dem Traggerüst verbunden. Dabei sind
die Kopplungselemente entlang der Erstreckung jedes Tragbogens im Bereich des Dachfirsts,
der Traufen sowie dazwischen angeordnet und jeweils als rechteckige metallische Öse
ausgebildet, welche fest mit der Zeitaußenhaut verbunden ist. Der Tragbogen verläuft
jeweils durch fünf derartige Ösen hindurch und erstreckt sich dann zu beiden Seiten
des Zeltes zum Boden hin, wo jeder Tragbogen mit jeweils zwei Fußplatten auf dem Untergrund
stehen kann. Jeder Tragbogen der
EP 1 229 187 B1 setzt sich aus sechs geraden Tragbogenstangen zusammen, von denen fünf Tragbogenstangen
durch Kopplungsstücke derart winkelig miteinander verbunden und durch eine sechste
Tragbogenstange ergänzt werden können, so dass der Tragbogen der Kontur des aufgeblasenen
Zelts entspricht und die Zeltaußenhaut von den Tragbögen des Traggerüsts zusätzlich
von außen gehalten wird. Durch die fünf geraden Tragbogenstangen verläuft ein Drahtzug,
welcher gelöst und gespannt werden kann.
[0005] Der Aufbau eines Tragbogens der
EP 1 229 187 B1 erfolgt dabei derart, dass fünf der sechs geraden Tragbogenstangen des Tragbogens
von einem Seil, welches durch die fünf Ösen verläuft, durch die Ösen hindurchgezogen
werden und der erste Tragbogen mit der Fußplatte auf dem Untergrund aufgesetzt wird.
Der gegenüberliegende fünfte Tragbogen wird mittels eines weiteren sechsten Tragbogens
verbunden und der sechste Tragbogen ebenfalls mit einer Fußplatte auf dem Untergrund
aufgesetzt. Dann wird der Drahtzug mittels einer entsprechenden Spanneinrichtung am
fünften Tragbogen gespannt, wodurch sich die ersten fünf Tragbogenstangen mit den
dazwischenliegenden Kopplungsstücken verbinden.
[0006] Nachteilig ist hierbei, dass die fünf geraden Tragbogenstangen jedes Tragbogens durch
die fünf Ösen der Zeitaußenhaut gezogen werden müssen. Dies kann trotz Führung seitens
der Ösen und des Seils umständlich sein sowie zum Verkanten bzw. zum Verklemmen der
Tragbogenstangen und Kopplungsstücke an den Ösen führen, so dass die fünf geraden
Tragbogenstangen des Tragbogens wieder in der entgegengesetzten Richtung bewegt werden
müssen, um die Verkantung bzw. Verklemmung aufzuheben.
[0007] Nachteilig ist ferner, dass das Seil, welches dem Hindurchziehen der fünf geraden
Tragbogenstangen eines Tragbogens durch die Ösen dient, auch im nicht-aufgebauten
Zustand des aufblasbaren Zelts in den Ösen verbleibt und somit beim Zusammenlegen
bzw. beim Ausbreiten des Zelts sowie beim Transport stören kann. Insbesondere können
sich Personen sowie Gegenstände in dem losen Drahtzug sowie ferner in den Ösen verfangen.
Dies kann zu Verletzungen der Personen sowie zu Beschädigungen der Gegenstände und
des aufblasbaren Zelts führen. Wird dies durch das Trennen des Seils beim Abbau des
aufblasbaren Zelts vermieden, so ist beim Aufbau das Seil wieder durch die Ösen zu
ziehen, um das Seil verwenden zu können. Dies stellt einen zusätzlichen Aufwand beim
Aufbau dar und kostet Zeit. Wird vergessen, das Seil durch die Ösen zu ziehen und
das Zelt aufgeblasen, so muss das aufblasbare Zelt wieder so weit abgebaut werden,
dass das Seil durch die Ösen gezogen werden kann. Auch dies kostet zusätzliche Zeit.
[0008] Nachteilig ist insbesondere, dass die fünf geraden Tragbogenstangen jedes Tragbogens
durch das Spannen des Drahtzugs mittels der Spanneinheit zusammengezogen und gespannt
werden müssen. Dies kann einen erheblichen Zeitaufwand darstellen. Auch kann dies
für eine Person sehr anstrengend und ermüdend sein, da mehrere derartige Tragbögen
pro aufblasbarem Zelt miteinander zu verspannen sind.
[0009] Nachteilig beim Verspannen der fünf geraden Tragbogenstangen eines Tragbogens ist
auch, dass es auch zwischen den Tragbogenstangen und den Kopplungsstücken zu einem
Verkanten bzw. Verklemmen kommen kann. Auch in diesem Fall sind die fünf geraden Tragbogenstangen
des Tragbogens wieder zu lösen, um die Verkantung bzw. Verklemmung wieder aufzuheben.
Auch dies kostet Zeit.
[0010] Die
EP 0 547 542 A1 betrifft eine Abdeckstruktur mit Halteelementen, die neben einer abzudeckenden Fläche
angebracht werden. Ein Aufhängungselement mit einer Vielzahl von aneinander angelenkten
Segmenten ist an seinen Enden schwenkbar mit den Rückhalteelementen verbunden. Zur
Verriegelung der Segmente untereinander und mit den Rückhalteelementen sind Verriegelungsstifte
vorgesehen. Eine Abdeckmembran ist über Aufhängeelemente mit den Segmenten verbunden.
[0011] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein aufblasbares Zelt mit einem außenliegenden
Traggerüst der eingangs beschriebenen Art bereit zu stellen, welches einfacher, schneller
und bzw. oder mit weniger Personal aufgebaut und bzw. oder abgebaut werden kann. Zumindest
soll eine Alternative zu dem aufblasbaren Zelt mit einem außenliegenden Traggerüst
der
EP 1 229 187 B1 geschaffen werden.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein aufblasbares Zelt mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 sowie durch einen Bausatz für ein aufblasbares Zelt mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 15 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
[0013] Somit betrifft die vorliegende Erfindung ein aufblasbares Zelt mit einer Zeltaußenhaut
und mit einem Traggerüst, welches die Zeltaußenhaut zumindest abschnittsweise außenseitig
umgibt und mit der Zeltaußenhaut verbunden ist. Die Zeltaußenhaut weist vorzugsweise
eine Plane auf bzw. ist eine Plane. Das Traggerüst ist zumindest teilweise, vorzugsweise
im Wesentlichen, metallisch ausgebildet. Die Zeltaußenhaut kann mittels Luftdruck
und vorzugsweise durch das Aufblasen von Schläuchen, welche mit der Zeltaußenhaut
verbunden sind bzw. abschnittsweise von der Zeltaußenhaut gebildet werden, zumindest
errichtet und vorzugsweise im errichteten Zustand gehalten werden. Das Traggerüst
dient der zusätzlichen Stabilität der errichteten Zeltaußenhaut, z.B. zur Erhöhung
der Traglast bei Schnee, gegenüber Wind und dergleichen. Hierzu könnte die Zeltaußenhaut
beispielsweise wie bei der
EP 1 229 187 B1 punktartig mittels Ösen an den Ecken der Zeltaußenhaut mit dem Traggerüst verbunden
sein, was jedoch die zuvor beschriebenen Nachteile insbesondere dahingehend aufweisen
kann, dass diese Art des Aufbaus und bzw. oder des Abbaus einen gewissen Aufwand,
insbesondere hinsichtlich Zeit, Personal und Komplexität, aufweisen kann. Das Traggerüst
kann zusätzlich zum Tragen eines Sonnendachs bzw. eines Sonnenschutzes verwendet werden.
[0014] Das erfindungsgemäße aufblasbare Zelt ist daher dadurch gekennzeichnet, dass die
Zeltaußenhaut wenigstens eine Verbindungsschiene und das Traggerüst wenigstens einen
Schienenhalter, oder umgekehrt, aufweist, welche die Zeltaußenhaut und das Traggerüst
verbinden. Mit anderen Worten wird wenigstens eine Verbindungsschiene verwendet, welche
am Traggerüst oder an der Zeltaußenhaut angeordnet ist. Der jeweils andere Verbindungspartner,
d.h. die Zeltaußenhaut oder das Traggerüst, weist wenigstens einen zur Verbindungsschiene
korrespondierenden Schienenhalter auf, welche mit der Verbindungsschiene eine formschlüssige
Verbindung eingehen kann, welche eine Beweglichkeit entlang der länglichen Erstreckungsrichtung
der Verbindungsschiene sowie einen formschlüssigen Halt senkrecht zur länglichen Erstreckungsrichtung
der Verbindungsschiene ermöglichen kann. Der Schienenhalter kann hierzu punktartig
oder sich in die längliche Erstreckungsrichtung der Verbindungsschiene erstreckend
ausgebildet sein, was abschnittsweise, im Wesentlichen oder vollständig erfolgen kann.
Im Querschnitt zur länglichen Erstreckungsrichtung der Verbindungsschiene betrachtet
kann der Schienenhalter die Verbindungsschiene ausreichend umgreifen, um den formschlüssigen
Halt zu bewirken, oder die Verbindungsschiene kann den Schienenhalter entsprechend
umgreifen.
[0015] In jedem Fall kann mittels der Verbindungsschiene und dem Schienenhalter zwischen
der Zeltaußenhaut und dem Traggerüst eine formschlüssige Verbindung hergestellt werden,
so dass das Gewicht der errichteten Zeltaußenhaut zumindest teilweise bzw. zusätzlich
z.B. zu den aufgeblasenen Schläuchen sowie ggfs. zusätzliche Lasten wie z.B. Schnee
über die formschlüssige Verbindung der Verbindungsschiene und dem Schienenhalter auf
das Traggerüst übertragen werden kann.
[0016] Vorteilhaft ist hierbei, dass beim Aufbau sowie beim Abbau des Traggerüsts über der
errichteten Zeitaußenhaut der Schienenhalter von der Verbindungsschiene senkrecht
bzw. seitlich zur Verbindungsschiene geführt werden kann, wenn ein Element des Traggerüsts
wie z.B. eine Tragbogenstange entlang der länglichen Erstreckungsrichtung der Verbindungsschiene
zum Aufbau auf die errichtete Zeltaußenhaut geschoben bzw. zum Abbau von der errichteten
Zeltaußenhaut gezogen wird, oder umgekehrt. Dies kann es auch einer einzelnen Person
ermöglichen, eine derartige Tragbogenstange z.B. an einer Traufe mit dem Schienenhalter
der Tragbogenstange an der Verbindungsschiene der Zeltaußenhaut anzusetzen und von
der Verbindungsschiene geführt auf dieser entlang zum First des Zelts zu schieben.
Weist die Tragbogenstange mehrere Schienenhalter auf, wie weiter unten noch näher
beschrieben werden wird, so können diese nach und nach an der Verbindungsschiene der
Zeltaußenhaut angesetzt und die Tragbogenstange abschnittsweise weiter geschoben werden,
was die Führung der Tragbogenstange gegenüber der Zeltaußenhaut verbessern kann. Umgekehrt
kann ebenso ein Schienenhalter an der Zeltaußenhaut angeordnet sein und die Verbindungsschiene
der Tragbogenstange an dem Schienenhalter z.B. an der Traufe angesetzt und hoch zum
First geschoben wird. Sind vorzugsweise mehrere zueinander beabstandete Schienenhalter
an der Zeltaußenhaut angeordnet, so kann die Verbindungsschiene jeweils mit dem nächsten
Schienenhalter verbunden und dann weitergeschoben werden.
[0017] Aus diesem Grund kann es zu bevorzugen sein, die Verbindungsschiene an der Zeltaußenhaut
und den Schienenhalter an dem Traggerüst anzuordnen, weil hierdurch die Führung während
der Bewegung der Tragbogenstange verbessert werden kann. Dies gilt insbesondere für
das Ansetzen mehrerer Schienenhalter, was in diesem Fall stets an der Traufe von der
Person vorgenommen werden kann.
[0018] Gemäß einem Aspekt der Erfindung weist das Traggerüst wenigstens zwei Tragbögen auf,
welche parallel zueinander angeordnet und miteinander verstrebt sind, wobei die Zeltaußenhaut
mit wenigstens einem der beiden Tragbögen verbunden ist. Unter einem Tragbogen wird
ein Bestandteil des Traggerüsts verstanden, welcher das errichtete Zelt zumindest
abschnittweise und vorzugsweise im Wesentlichen bis vollständig bogenförmig von außen
umgibt bzw. überspannt, so dass die unterhalb des Tragbogens verlaufenden Abschnitte
der errichteten Zeltaußenhaut wie zuvor beschrieben mit dem Tragbogen verbunden und
von diesem gehalten werden können. Hierbei zwei parallel zueinander angeordnete Tragbögen
zu verwenden und diese miteinander durch eine Verstrebung zu verbinden kann ein Traggerüst
schaffen, welches dem errichteten Zelt in zwei Raumrichtungen Stabilität geben kann.
[0019] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung verläuft die Verbindungsschiene zumindest
abschnittsweise parallel zu einem der Tragbögen. Dies kann es ermöglichen bzw. begünstigen,
eine längliche Verbindung sowie eine längliche Führung beim Aufbau und bzw. oder beim
Abbau des Traggerüst zwischen dem Tragbogen und der Zeltaußenhaut durch die Verbindungsschiene
und den wenigstens einen Schienenhalter herzustellen. Hierdurch können die zuvor beschriebenen
Eigenschaften über eine entsprechend große längliche Erstreckung genutzt werden.
[0020] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung verläuft der Schienenhalter zumindest abschnittsweise
parallel zu einem der Tragbögen. Mit anderen Worten ist der Schienenhalter nicht punktartig
sondern länglich ausgebildet, was die Kontaktfläche gegenüber der Verbindungsschiene
vergrößern und eine entsprechend gleichmäßigere bzw. großflächigere Übertragung von
Kräften ermöglichen kann. Auch kann hierdurch die Führung zwischen Verbindungsschiene
und Schienenhalter verbessert werden.
[0021] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das aufblasbare Zelt eine Mehrzahl
von Schienenhaltern auf, welche die Zeitaußenhaut und das Traggerüst mittels der Verbindungsschiene
verbinden. Hierdurch kann die Übertragung von Kräften, wie zuvor bereits beschrieben,
und bzw. oder die Führung zwischen der Verbindungsschiene und den Schienenhalter beim
Aufbau und bzw. oder beim Abbau des Traggerüsts verbessert werden, wie zuvor bereits
beschrieben.
[0022] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die Verbindungsschiene einen Keder
auf, welcher mittels einer Kederfahne mit der Zeitaußenhaut verbunden ist, und der
Schienenhalter weist eine Kederschiene auf. Unter einem Keder wird eine randseitige
bzw. kantenseitige Verstärkung eines flächigen Textils und insbesondere einer Plane
verstanden, welche einen schlaufenartigen Hohlraum bildet, welcher zusätzlich z.B.
durch ein Rohr verstärkt und in seiner Form stabilisiert sein kann. Der Keder kann
hierdurch einen im Wesentlichen kreisrunden Querschnitt ausbilden. Der schlaufenartige
Bereich des Keders kann auch als Kederwulst bezeichnet werden. Der Keder ist üblicherweise
mittels der Kederfahne mit dem Textil bzw. mit der Plane verbunden, wobei die Kederfahne
üblicherweise vernäht oder verschweißt ist. Der Keder bzw. dessen schlaufenartiger
Bereich kann von einer korrespondierenden Kederschiene entlang dessen länglicher Erstreckungsrichtung
beweglich aufgenommen werden. Die Kederfahne verläuft dabei durch einen Schlitz der
Kederschiene, welcher ausreichend eng bemessen ist, um den Keder bzw. dessen schlaufenartigen
Bereich senkrecht zur länglichen Erstreckungsrichtung der Kederschiene formschlüssig
in dieser zu halten.
[0023] Hierdurch kann eine Verbindung zwischen einer Verbindungsschiene und wenigstens einem
Schienenhalter wie zuvor beschrieben umgesetzt werden. Dabei kann die Anbindung des
Keders über dessen Kederfahne an dem Material der Zeltaußenhaut, welche vorzugsweise
ein entsprechendes Textil bzw. eine entsprechende Plane aufweist, besonders einfach
erfolgen. Insbesondere kann ein Textil, d.h. ohne zusätzliches Rohr, ausgebildeter
Keder zusammen mit der übrigen Zeltaußenhaut gefaltet werden, so dass die Zeltaußenhaut
platzsparender transportiert und gelagert werden kann. Auch kann diese Art der Verbindung
mit einem vergleichsweise geringen Aufwand und bzw. oder mit einem vergleichsweise
geringen Gewicht umgesetzt werden. Dennoch kann eine robuste, witterungsbeständige
und bzw. oder verschleißarme derartige Verbindung realisiert werden.
[0024] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist wenigstens ein Tragbogen wenigstens
eine erste Tragbogenstange und eine zweite Tragbogenstange auf, welche am First der
Zelts lösbar miteinander verbunden sind. Dies kann es ermöglichen, den Abschnitt des
Tragbogens, welcher sich beidseitig vom First des aufblasbaren Zelts erstreckt, an
der errichteten Zeltaußenhaut montieren und am First miteinander verbinden zu können,
ohne den Bereich des First selbst erreichen zu müssen. Dies kann somit die Verwendung
von Leitern und dergleichen einsparen, was den Aufbau und bzw. oder den Abbau deutlich
beschleunigen und bzw. oder vereinfachen kann. Dabei kann dennoch ein sicherer Halt
zwischen den beiden Tragbogenstangen am First erreicht werden, welcher gleichzeitig
einfach und bzw. oder schnell lösbar sein kann, wie nachfolgend näher erläutert werden
wird.
[0025] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung erstrecken sich die Tragbogenstangen jeweils
vom First bis zur jeweiligen Traufe des Zelts. Hierdurch kann der Bereich des Tragbogens
zwischen Traufe und First auf beiden Seiten jeweils durch eine einzige Tragbogenstange
gebildet werden, was den Aufbau und bzw. oder den Abbau entsprechend vereinfachen
kann. Insbesondere kann die zuvor beschriebene Verbindung zwischen Traggerüst und
Zeltaußenhaut durchgängig von der jeweiligen Traufe bis zum First genutzt werden.
Auch können die Traufen bei derartigen aufblasbaren Zeiten üblicherweise von einer
Person im Stehen ohne Leitern und dergleichen erreicht werden, was den Aufbau und
bzw. den Abbau des Traggerüsts an der errichteten Zeltaußenhaut vereinfachen und bzw.
oder beschleunigen kann. Dabei kann sich die Tragbogenstange auch über den First und
bzw. oder über die Traufe hinaus erstrecken, um dort mit einer weiteren Tragbogenstange
bzw. mit einer Fußstütze verbunden zu werden.
[0026] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die erste Tragbogenstange eine Verbindungselementaufnahme
auf, welche ein Verbindungselement der zweiten Tragbogenstange rastend aufnimmt.
[0027] Unter einer rastenden Verbindung wird ein formschlüssiger Halt zwischen dem Verbindungselement
der zweiten Tragbogenstange und der Verbindungselementaufnahme der ersten Tragbogenstange
verstanden, welcher durch ein federndes Nachgeben eines Rastelements des einen Verbindungspartners
in eine korrespondierende Rastaufnahme des anderen Verbindungspartners eingegangen
und federn auch wieder aufgelöst werden kann, wie nachfolgend noch näher beschrieben
werden wird. Dies kann einen sichereren formschlüssigen Halt zwischen den beiden Tragbogenstangen
ermöglichen, welcher auch wieder einfach und bzw. oder schnell aufgehoben werden kann,
um das Traggerüst abzubauen.
[0028] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist die erste Tragbogenstange oder die
zweite Tragbogenstange ein Betätigungselement auf, welches ausgebildet ist, bei Betätigung
die rastende Verbindung zwischen der zweiten Verbindungsstange und der ersten Verbindungsstange
aufzuheben. Ein entsprechendes Betätigungselement ist vorzugsweise derart an der entsprechenden
Tragbogenstange angeordnet, dass es im errichteten Zustand des Traggerüst von einer
Person einfach und insbesondere ohne Leitern, Stangen oder sonstige Hilfsmittel erreicht
werden kann, um betätigt zu werden. Ein derartiges Betätigungselement kann durch Drücken,
Drehen, Ziehen oder sonstige Bewegung bzw. Betätigung die zuvor beschriebene Rastverbindung
wieder aufheben, indem der formschlüssige Halt aufgelöst wird. Hierzu kann das Betätigungselement
als Druckmittel bzw. als Drehmittel wie z.B. als eine Stange oder als ein Zugmittel
wie z.B. als ein Seil und insbesondere als ein metallisches Seil ausgebildet sein.
Dies kann insbesondere durch das Einfedern eines Rastelements oder durch das Einfedern
eines Vorsprungs einer Rastaufnahme erfolgen, so dass die beiden Tragbogenstangen
gegenüber einander freigegeben und von einander gelöst werden können, insbesondere
das Verbindungselement der zweiten Tragbogenstange aus der Verbindungselementaufnahme
der ersten Tragbogenstange herausgezogen werden kann. Dies kann eine einfache, sichere
und bzw. oder reversible bzw. zerstörungsfrei trennbare Rastverbindungen zwischen
den beiden Tragbogenstangen ermöglichen.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist die erste Tragbogenstange oder die
zweite Tragbogenstange ausgebildet, das Betätigungselement zumindest abschnittsweise
durch sich hindurch zu führen.
[0030] Das Betätigungsmittel kann dabei aus der Tragbogenstange bzw. aus dessen Hohlprofil
hervortreten, um vom Benutzer erreicht und betätigt werden zu können. Alternativ kann
das Betätigungsmittel mittels eines Hebels, eines Knopfes und dergleichen für die
Person durch das Äußere der Tragbogenstange bedienbar gemacht werden. In jedem Fall
kann die Zugänglichkeit zum Betätigungselement für den Benutzer verbessert, vereinfacht
und bzw. oder beschleunigt werden. Insbesondere kann das Betätigungselement für den
Benutzer ohne Hilfsmittel wie Leiter und dergleichen erreichbar gemacht werden. Auch
kann das Betätigungselement geschützt werden, um nicht durch äußere Einflüsse beschädigt
zu werden. Insbesondere bei der Verwendung eines flexiblen Zugmittels wie z.B. eines
Seils kann verhindert werden, dass ein außerhalb der Tragbogenstange verlaufendes
Seil sich mit anderen Gegenständen oder mit einer Person verheddern und bzw. oder
einen anderen Gegenstand beschädigen bzw. eine Person verletzten kann.
[0031] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist das Verbindungselement der zweiten
Tragbogenstange federnd in der Verbindungselementaufnahme der ersten Tragbogenstange
einrastend ausgebildet, wobei das Verbindungselement der zweiten Tragbogenstange ausgebildet
ist, durch das Betätigungselement federnd aus dem eingerasteten Zustand gelöst zu
werden. Hierdurch kann eine sichere jedoch einfach, schnell, reversible und bzw. oder
zerstörungsfrei lösbare Verbindung geschaffen werden, wie zuvor bereits beschrieben.
[0032] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist wenigstens ein Tragbogen wenigstens
eine Stütze auf, welche eine der Tragbogenstangen auf einem Untergrund abstützt, wobei
die Stütze längenveränderlich ausgebildet ist. Hierdurch kann eine Tragbogenstange
gegenüber einem Untergrund, auf welchem die Zeltaußenhaut errichtet ist, abgestützt
werden, so dass die Kräfte auf den Untergrund übertragen werden können, welche das
Traggerüst von der Zeltaußenhaut aufnehmen kann. Dabei die Stütze längenveränderlich
auszubilden kann eine flexible Anpassung an den Untergrund ermöglichen.
[0033] Hierzu kann die Stütze vorzugsweise eine Außenstütze und eine Innenstütze aufweisen,
welche entlang der länglichen Erstreckungsrichtung der Stütze gegeneinander teleskopartig
verschoben und in wenigstens zwei Positionen bzw. Längen gehalten werden können. Vorzugsweise
können mehr als zwei Positionen bzw. Längen eingenommen werden. Es kann eine Veränderlichkeit
der Länge in Stufen oder auch stufenlos erfolgen. Eine stufige Einstellung der Länge
kann vorzugsweise formschlüssig z.B. durch das seitliche Einschieben eines Bolzens
seitlich quer zur länglichen Erstreckungsrichtung der Stütze durch Außenstütze und
Innenstütze hindurch erfolgen. Eine stufenlose Veränderlichkeit der Länge kann vorzugsweise
kraftschlüssig z.B. durch einen Klemm- bzw. Spannmechanismus zwischen Außenstütze
und Innenstütze erfolgen. Ferner kann die Stütze eine Fußplatte aufweisen, welche
einen flächigen Kontakt zum Untergrund ermöglichen kann, um die Kräfte flächig an
den Untergrund ableiten zu können. Auch kann hierdurch einem Einsinken in den Untergrund
entgegengewirkt werden. Dabei die Fußplatte gelenkig oder sogar scharniergelenkig
am unteren Ende der Stütze anzuordnen kann eine gewisse Ausgleichsmöglichkeit gegenüber
Unebenheiten des Untergrunds ermöglichen. Außerdem kann das aufblasbare Zelt an der
Fußplatte z.B. durch Gewichte und bzw. oder Bodenanker gegen Abheben aufgrund von
angreifenden Winden gesichert werden.
[0034] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung weist das aufblasbare Zeit bzw. dessen
Zeltaußenhaut wenigstens einen aufblasbaren Stützschlauch zur Stabilisierung der Zeltaußenhaut
im aufgeblasenen Zustand auf. Hierdurch kann, wie zuvor bereits erwähnt, ein aufblasbarer
Rahmen der Zeltaußenhaut mit Druckluft gefüllt werden, um die Zeltaußenhaut an sich
zu errichten. Über die errichtete Zeltaußenhaut bzw. auf die errichtete Zeitaußenhaut
kann dann, insbesondere im Bereich der Dachflächen, das Traggerüst wie zuvor beschrieben
errichtet werden. Hierdurch können die Vorteile eines aufblasbaren Zelts mit den zuvor
beschriebenen Eigenschaften und Vorteilen einer erfindungsgemäßen Verbindung der Zeltaußenhaut
zum Traggerüst genutzt und umgesetzt werden.
[0035] Die vorliegende Erfindung betrifft auch einen Bausatz für ein aufblasbares Zelt wie
zuvor beschrieben mit einer Zeltaußenhaut und mit einem Traggerüst, welches ausgebildet
ist, die Zeltaußenhaut zumindest abschnittsweise außenseitig zu umgeben und mit der
Zeltaußenhaut verbunden zu werden, wobei die Zeltaußenhaut wenigstens eine Verbindungsschiene
und das Traggerüst wenigstens einen Schienenhalter, oder umgekehrt, aufweist, welche
ausgebildet sind, die Zeltaußenhaut und das Traggerüst zu verbinden. Auf diese Art
und Weise können eine Zeltaußenhaut und ein Traggerüst mit den zuvor beschriebenen
Eigenschaften und Vorteilen bereitgestellt werden um ein aufblasbares Zelt wie zuvor
beschrieben zu errichten und dessen zuvor beschriebenen Eigenschaften und Vorteile
zu realisieren und zu nutzen.
[0036] Ein Ausführungsbeispiel und weitere Vorteile der Erfindung werden nachstehend im
Zusammenhang mit den folgenden Figuren rein schematisch dargestellt und näher erläutert.
Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts;
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch die Darstellung der Figur 1 ohne dargestellte Zeltaußenhaut;
- Fig. 3
- eine seitliche Ansicht des Traggerüsts des erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts der
Fig. 1 ohne dargestellte Zeltaußenhaut;
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer ersten Tragbogenstange eines Tragbogens des
Traggerüsts des erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts;
- Fig. 5
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Tragbogenstange eines Tragbogens des
Traggerüsts des erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts;
- Fig. 6
- eine perspektivische Detailansicht der zweiten Tragbogenstange der Fig. 5;
- Fig. 7
- eine weitere perspektivische Detailansicht der zweiten Tragbogenstange der Fig. 5;
- Fig. 8
- eine seitliche Detailansicht der zweiten Tragbogenstange der Fig. 5;
- Fig. 9
- eine weitere seitliche Detailansicht der zweiten Tragbogenstange der Fig. 5;
- Fig. 10
- eine seitliche Detailansicht der ersten Tragbogenstange der Fig. 4;
- Fig. 11
- eine perspektivische Detailansicht der ersten Tragbogenstange der Fig. 4;
- Fig. 12
- eine perspektivische Detailansicht des erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts der Fig.
1;
- Fig. 13
- eine weitere perspektivische Detailansicht des erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts
der Fig. 1;
- Fig. 14
- eine weitere perspektivische Detailansicht des erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts
der Fig. 1;
- Fig. 15
- eine weitere perspektivische Detailansicht des erfindungsgemäßen aufblasbaren Zelts
der Fig. 1;
- Fig. 16
- eine perspektivische Darstellung einer Stütze des Traggerüsts der Fig. 1 bis 3; und
- Fig. 17
- eine perspektivische Draufsicht auf eine Dachfläche des erfindungsgemäßen aufblasbaren
Zelts der Fig. 1.
[0037] Die o.g. Figuren werden in kartesischen Koordinaten betrachtet. Es erstreckt sich
eine Längsrichtung X, welche auch als Tiefe X oder als Länge X bezeichnet werden kann.
Senkrecht zur Längsrichtung X erstreckt sich eine Querrichtung Y, welche auch als
Breite Y bezeichnet werden kann. Senkrecht sowohl zur Längsrichtung X als auch zur
Querrichtung Y erstreckt sich eine vertikale Richtung Z, welche auch als Höhe Z bezeichnet
werden kann. Die Längsrichtung X und die Querrichtung Y bilden gemeinsam die Horizontale
X, Y, welche auch als horizontale Ebene X, Y bezeichnet werden kann.
[0038] Die vorliegende Erfindung betrifft ein aufblasbares Zelt 1, welches im Wesentlichen
aus einer Zeltaußenhaut 10 sowie einem Traggerüst 2 besteht, welches auch als Rahmen
2 bezeichnet werden kann. Betrachtet wird ein aufblasbares Zelt 1 mit einer rechteckigen
Grundfläche sowie einem Satteldach, wie es beispielsweise bei militärischen, humanitären
sowie Katastropheneinsätzen z.B. als Unterkunft, als Sanitätsbereich und als Lagerfläche
verwendet wird.
[0039] Die Zeitaußenhaut 10 weist einen Boden 11 auf, welcher dazu dient, auf einem Untergrund
(nicht dargestellt), auf welchem das aufblasbare Zelt 1 errichtet wird, flächig ausgebreitet
zu werden und den Innenraum zum Untergrund hin z.B. hinsichtlich Feuchtigkeit abzudecken
bzw. abzudichten. In der vertikalen Richtung Z nach oben erstreckt sich der wesentliche
Bereich der Zeltaußenhaut 10, welcher vorzugsweise einstückig mit dem Boden 11 ausgebildet
ist, was die Abdichtung gegen Wasser und Ungeziefer verbessern kann. Dieser Bereich
der Zeltaußenhaut 10 bildet die beiden Stirnflächen 12 sowie die beiden Seitenflächen
14, siehe z.B. Figur 1, wobei eine Stirnfläche 12 einen Eingangsbereich 13 aufweist,
siehe z.B. Fig. 17. Nach oben hin wird die Zeltaußenhaut 10 von zwei Dachflächen 15
abgeschlossen, welche die Form eines Satteldachs mit einem First 16 und zwei Traufen
17 bilden, welche sich in der Längsrichtung X erstrecken, siehe ebenfalls z.B. Fig.
1 und 17. Die Zeltaußenhaut 10 schließt hierdurch einen Innenraum des aufblasbaren
Zelts 1 ein, welcher durch den Eingangsbereich 13 z.B. für Personen zugänglich ist.
[0040] Innenliegend sind an der Zeltaußenhaut 10 mehrere Schläuche angeordnet und mit dieser
fest aber trennbar verbunden. Die Schläuche können mittels eines Gebläses (nicht dargestellt)
mit Druckluft gefüllt werden, um die Zeitaußenhaut 10 aufzurichten und zu spannen.
Hierdurch kann die Zeitaußenhaut 10 des aufblasbaren Zelts 1 einfach und schnell errichtet
sowie durch das Ablassen der Luft auch wieder abgebaut werden. Die Schläuche verlaufen
etwa parallel zu den Tragbögen 20 des Traggerüsts 2, welches weiter unten noch näher
erläutert werden wird, sowie in der Längsrichtung X parallel zum First 16 sowie zu
den Traufen 17. Hierdurch kann die Zeltaußenhaut 10 durch das Aufblasen quaderförmig
errichtet werden.
[0041] Das Traggerüst 2 besteht im Wesentlichen aus den bereits erwähnten Tragbögen 20,
welche identisch aufgebaut sind und parallel zueinander angeordnet verwendet werden,
siehe z.B. Figuren 1, 3 und 17. Es werden wenigstens zwei Tragbögen 20 verwendet und
im betrachteten Ausführungsbeispiel drei Tragbögen 20. Jeder Tragbogen 20 weist eine
erste, rechte Tragbogenstange 21, siehe z.B. Figur 4, und eine zweite, linke Tragbogenstange
22, siehe z.B. Figur 5, auf, welche miteinander verbunden werden, wie weiter unten
noch näher beschrieben werden wird. Jeweils am gegenüberliegenden Ende wird jede Tragbogenstange
21, 22 über ein Kopplungsstück 24 mit einer Stütze 25 verbunden und durch die Stütze
25 auf dem Untergrund abgestützt, siehe z.B. Figuren 1 bis 3 und 17. Die Tragbögen
20 werden dabei durch mehrere Verstrebungen 3 in der Längsrichtung X gehalten, siehe
z.B. Figur 3.
[0042] Jede erste, rechte Tragbogenstange 21 weist eine Verbindungselementaufnahme 21a auf,
welche am firstseitigen Ende der Tragbogenstange 21 angeordnet ist und einen Aufnahmeraum
21b in Form einer maulartigen halbrunden Aussparung aufweist. Innerhalb des Aufnahmeraums
21b ist eine Rastaufnahme 21c in Form einer Bolzenaufnahme 21c als Aussparung im Material
der Verbindungselementaufnahme 21a ausgebildet, siehe z.B. Figuren 10 und 11.
[0043] Korrespondierend weist jede zweite, linke Tragbogenstange 22 ein Verbindungselement
22a auf, welches das firstseitige Ende der zweiten, linken Tragbogenstange 22 etwa
halbrund abschließt und dessen Außenkontur etwa der Innenkontur des Aufnahmeraum 21b
der Verbindungselementaufnahme 21a der ersten, rechten Tragbogenstange 21 entspricht,
siehe z.B. Figuren 8, 9 und 11. Senkrecht zur länglichen Erstreckungsrichtung der
zweiten, linken Tragbogenstange 22 ist ein Rastelement 22b in Form eines Bolzens 22b
angeordnet, welcher über eine mechanische Kraftumlenkung federnd in die zweite, linke
Tragbogenstange 22 eingezogen werden und durch die Federkraft eines Federelements
(nicht dargestellt) selbsttätig wieder gegenüber der Kontur der zweiten, linken Tragbogenstange
22 hervorragen kann. Diese mechanische Kraftumlenkung kann betätigt werden, indem
ein Hebelelement 22c von einem Betätigungselement 22d in Form eines Zugelements 22d,
welches als Stahlseil 22d umgesetzt ist, entlang der länglichen Erstreckungsrichtung
der zweiten, linken Tragbogenstange 22 gezogen wird. Hierzu wird das Stahlseil 22d
auf der gegenüberliegenden Seite des Hebelelements 22c von einem Abschlusselement
22e in Form einer Klemmhülse 22e gehalten. Wird somit von einer Person, wie weiter
unten näher erläutert werden wird, an dem Stahlseil 22d zum gegenüberliegenden Ende
der zweiten, linken Tragbogenstange 22 gezogen, wird der Bolzen 22b von dem Hebelelement
22c mittels der mechanischen Kraftumlenkung in die zweite, linke Tragbogenstange 22
eingezogen und dabei das Federelement gespannt. Lässt die Person das Stahlseil 22d
los, so wird der Bolzen 22b von dem Federelement wieder aus der zweiten, linken Tragbogenstange
22 herausgedrückt, siehe z.B. Figuren 8 und 9. Hierzu wird das Stahlseil 22d durch
das Innere des hohlen Rechteckprofils der zweiten, linken Tragbogenstange 22 geführt
und tritt an dem gegenüberliegenden Ende der zweiten, linken Tragbogenstange 22 durch
eine Zugelementführung 24b des entsprechenden Kopplungsstücks 24 aus diesem heraus,
so dass eine Person ein Auslöseelement 22f in Form einer Schlaufe 22f des Stahlseils
22d mit der Hand erreichen und an dem Stahlseil 22d wie zuvor beschrieben ziehen kann.
[0044] Das Kopplungsstück 24 weist dabei ein Kopplungsstückende 24a auf, welches gegenüber
der länglichen Erstreckung der zweiten, linken Tragbogenstange 22 angewinkelt und
ausgebildet ist, in eine korrespondierende Aussparung bzw. Profilöffnung der Stütze
25 einzugreifen. Die Stütze 25 besteht im Wesentlichen aus einer oberen Außenstütze
25a, welche ein rechteckiges Hohlprofil darstellt und in welches das Kopplungsstückende
24a eingeführt werden kann. Ferner weist die Stütze 25 eine Innenstütze 25b als weiteres
rechteckiges Hohlprofil auf, welches einen geringeren Querschnitt als die obere Außenstütze
25a besitzt und von dem entgegengesetzten Ende in der Außenstütze 25a angeordnet ist.
Die Außenstütze 25a und die Innenstütze 25b können somit in der länglichen Erstreckungsrichtung
der Stütze 25 gegeneinander verschoben und durch einen Bolzen (nicht dargestellt),
welcher durch zueinander korrespondierende Durchgangsöffnungen der Außenstütze 25a
und der Innenstütze 25b gesteckt werden kann, in verschiedenen Positionen zueinander
fixiert werden. Hierdurch kann die Länge der Stütze 25 in diskreten Schritten verändert
werden. Die Innenstütze 25b ist am gegenüberliegenden Ende über ein Halterungselement
25c in Form eines Scharniergelenks 25c mit einer Fußplatte 25d verbunden, welche flächig
auf dem Untergrund aufliegen und hierdurch den Tragbogen 20 auf dem Untergrund abstützen
kann. Mittels des Scharniergelenks 25c kann dabei ein gewisser Ausgleich gegenüber
einem unebenen Untergrund erfolgen.
[0045] Wie bereits erwähnt sind die einzelnen Tragbögen 20 in der Längsrichtung X miteinander
verstrebt, um das Traggerüst 2 als Ganzes zu stabilisieren. Die Tragbögen 20 weisen
hierzu jeweils zwei Strebenhalterungen 30 auf, wobei eine Strebenhalterung 30 jeweils
nahe dem Kopplungsstück 24, siehe z.B. Figur 6 und 7, und das andere Kopplungsstück
24 nahe dem First 16 angeordnet ist, siehe z.B. Figuren 1, 3 und 17. Jede Verstrebung
3 zwischen zwei unmittelbar benachbart zueinander angeordneten Tragbögen 20 wird durch
zwei sich überkreuzende Streben 31, 32 gebildet, welche jeweils mit einem Ende an
einer der beiden Strebenhalterungen 30 gehalten werden, siehe ebenfalls z.B. Fig.
1, 3 und 17.
[0046] Die Verbindung zwischen der durch Aufblasen errichteten Zeltaußenhaut 10 und dem
Traggerüst 2 wird dadurch hergestellt, dass die beiden Tragbogenstangen 21, 22 je
nach Erstreckung der Dachflächen 15 jeweils von wenigstens zwei, vorzugsweise eher
drei und im betrachteten Ausführungsbeispiel von vier in der länglichen Erstreckungsrichtung
der Tragbogenstangen 21, 22 zueinander beabstandet angeordnete Schienenhalter 23 in
Form von kurzen Kederschienen 23 aufweisen. Jede Kederschiene 23 weist einen Schlitz
23a auf, welcher sich in der länglichen Erstreckungsrichtung der Tragbogenstange 21,
22 erstreckt und abgerundete Kanten aufweist. Innerhalb jeder Kederschiene 23 wird
ein Innenraum 23b gebildet.
[0047] In den Abschnitten der Zeltaußenhaut 10, welche im errichteten Zustand des Traggerüsts
2 direkt unterhalb der Tragbögen 20 verlaufen, ist außenseitig auf der Zeitaußenhaut
10 jeweils eine Verbindungsschiene 18 angeordnet, siehe z.B. Figuren 1, 2 und 17.
Jede Verbindungsschiene 18 ist dabei als Keder 18a ausgebildet, welcher mittels einer
Kederfahne 18a mit der Zeltaußenhaut 10 z.B. durch Verkleben, Verschweißen oder Vernähen
verbunden ist. Jede Verbindungsschiene 18 erstreckt sich dabei etwa von der einen
Traufe 17 über den First 16 hinweg zur gegenüberliegenden Traufe 17, siehe z.B. Figuren
13 und 14, wobei die Verbindungsschiene 18 auch zweiteilig ausgeführt und im Bereich
des Firsts 16 unterbrochen sein kann. Im errichteten Zustand der Zeitaußenhaut 10
sowie des Traggerüsts 2 verlaufen die Keder 18a der Verbindungsschienen 18 in den
Innenräumen 23b der Kederschienen 23 und die Kederfahnen 18b in den Schlitzen 23a
der Kederschienen 23, siehe z.B. Figur 12.
[0048] Hierdurch wird die Zeltaußenhaut 10 an vier Stellen pro Tragbogenstange 21, 22 jeweils
über die Erstreckung der Kederschienen 23 mit dem Traggerüst 2 verbunden, so dass
die Kräfte, welche z.B. durch das Gewicht der Zeltaußenhaut 10 bewirkt werden, aber
auch zusätzliche Kräfte wie z.B. das Gewicht von auf den Dachflächen 15 liegendem
Schnee, gleichmäßiger und großflächiger auf das Traggerüst 2 übertragen werden können
als bisher bekannt.
[0049] Vorteilhaft ist aber auch die Vereinfachung des Aufbaus sowie des Abbaus des Traggerüsts
2 gegenüber bekannten derartigen aufblasbaren Zeiten 1. So kann erfindungsgemäß zunächst
die Zeltaußenhaut 10 wie gewohnt durch das Aufblasen der Stützschläuche errichtet
werden. Anschließend kann von einer Person die erste, rechte Tragbogenstange 21 mit
ihren vier Kederschienen 23 an einer Traufe 17 auf eine Verbindungsschiene 18 der
Zeltaußenhaut 10 aufgeschoben werden, bis die Verbindungselementaufnahme 21a den First
16 erreicht. In diesem Zustand kann das Kopplungsstückende 24a des Kopplungsstücks
24 der ersten, rechten Tragbogenstange 21 in das obere Ende einer Stütze 25 gesteckt
werden, welche zuvor z.B. durch Anlehen an die entsprechende Seitenfläche 14 der Zeltaußenhaut
10 von derselben Person bereitgestellt wurde. Ggfs. kann dann auch die Einstellung
der Länge der Stütze 25 erfolgen, wie zuvor beschrieben. In jedem Fall kann sich die
Person nun von der ersten, rechten Tragbogenstange 21 entfernen, ohne dass diese in
ihrer Position gehalten werden muss.
[0050] Vergleichbar kann die Person anschließend die zweite, linke Tragbogenstange 22 mit
ihren vier Kederschienen 23 von der gegenüberliegenden Seite auf die gegenüberliegende
Verbindungsschiene 18 der Zeltaußenhaut 10 aufschieben. Ggfs. mit etwas Schwung bzw.
Kraft der Person kann das Verbindungselement 22a der zweiten, linken Tragbogenstange
22 dann in die Verbindungselementaufnahme 21a der vorpositionierten ersten, rechten
Tragbogenstange 21 derart eingeschoben werden, dass der Bolzen 22b der zweiten, linken
Tragbogenstange 22 federnd eingedrückt werden und anschließend in die Bolzenaufnahme
21c der Verbindungselementaufnahme 21a der ersten, rechten Tragbogenstange 21 einrasten
kann. Hierdurch kann die zuvor beschriebene Verbindung zwischen den beiden Tragbogenstangen
21, 22 einfach, schnell und zuverlässig hergestellt werden, ohne dass die Person hierfür
im Bereich des Firsts 16 oder der Dachflächen 15 tätig werden müsste. Vielmehr kann
die Person auf dem Untergrund stehend alle Handlungen, welche zum Aufbau eines Tragbogens
20 erforderlich sind, ohne Hilfsmittel im Bereich der Traufen 17 ausführen. Dies kann
die Person nun dadurch abschließen, dass auch bei der zweiten, linken Tragbogenstange
22 eine Stütze 25 wie zuvor beschrieben angeordnet wird. Anschließend kann die Verstrebung
3 zwischen den Tragbögen 20 montiert werden.
[0051] Ebenso einfach kann erfindungsgemäß der Abbau des Traggerüsts 20 verlaufen. Hierzu
kann in der umgekehrten Reihenfolge zunächst die Stütze 25 der zweiten, linken Tragbogenstange
22 wieder entfernt werden. Nun kann die Person an der Schlaufe 22f der zweiten, linken
Tragbogenstange 22 ziehen, was ggfs. ruckartig erfolgen kann. Gleichzeitig kann die
Person die zweite, linke Tragbogenstange 22 selbst zur Traufe 17 hin ziehen, so dass
das Verbindungselement 22a der zweiten, linken Tragbogenstange 22 aus der Verbindungselementaufnahme
21a der ersten, rechten Tragbogenstange 21 herausgezogen werden kann, sobald der Bolzen
22b der zweiten, linken Tragbogenstange 22 durch das Ziehen des Stahlseils 22d mittels
der Schlaufe 22f ausreichend aus der Bolzenaufnahme 21c der ersten, rechten Tragbogenaufnahme
21 gelöst wurde. Dann kann die zweite, linke Tragbogenstange 22 von der Person von
der Verbindungsschiene 18 der Zeltaußenhaut 10 heruntergezogen werden, was geführt
erfolgen kann. Hierdurch kann ein seitliches Herunterfallen der gelösten zweiten,
linken Tragbogenstange 22 verhindert werden.
[0052] Anschließend kann auch die Stütze 25 der ersten, rechten Tragbogenstange 21 sowie
die erste, rechte Tragbogenstange 21 selbst wie zuvor beschrieben entfernt werden.
Anschließend kann ein Abbau der errichteten Zeltaußenhaut 10 wie bisher bekannt erfolgen.
BEZUGSZEICHENLISTE (Teil der Beschreibung)
[0053]
- X
- Längsrichtung; Tiefe; Länge
- Y
- Querrichtung; Breite
- Z
- vertikale Richtung; Höhe
- X, Y
- Horizontale; horizontale Ebene
- 1
- aufblasbares Zelt
- 10
- Zeltaußenhaut
- 11
- Boden
- 12
- Stirnflächen
- 13
- Eingangsbereich
- 14
- Seitenflächen
- 15
- Dachflächen
- 16
- First
- 17
- Traufen
- 18
- Verbindungsschienen
- 18a
- Keder bzw. Kederwulst
- 18b
- Kederfahne
- 2
- Traggerüst; Rahmen
- 20
- Tragbögen
- 21
- erste, rechte Tragbogenstangen
- 21a
- Verbindungselementaufnahmen der ersten Tragbogenstangen 21
- 21b
- Aufnahmeräume der Verbindungselementaufnahmen 21a
- 21c
- Rastaufnahmen bzw. Bolzenaufnahmen der Aufnahmeräume 21b
- 22
- zweite, linke Tragbogenstangen
- 22a
- Verbindungselemente der zweiten Tragbogenstangen 22
- 22b
- Rastelemente bzw. Bolzen der Verbindungselemente 22a
- 22c
- Hebelelemente der Verbindungselemente 22a
- 22d
- Betätigungselemente, Zugelemente bzw. Stahlseile der Verbindungselemente 22a
- 22e
- Abschlusselemente bzw. Klemmhülse der Zugelemente 22d
- 22f
- Auslöseelemente bzw. Schlaufen der Zugelemente 22d
- 23
- Schienenhalter; Kederschienen
- 23a
- Schlitze der Schienenhalter 23
- 23b
- Innenräume der Schienenhalter 23
- 24
- Kopplungsstücke
- 24a
- Kopplungsstückenden
- 24b
- Zugelementführung
- 25
- Stützen
- 25a
- Außenstützen
- 25b
- Innenstützen
- 25c
- Halterungselemente bzw. Scharniergelenke
- 25d
- Fußplatten
- 3
- Verstrebungen
- 30
- Strebenhalterungen der Tragbogenstangen 21, 22
- 31
- erste, untere Streben
- 32
- zweite, obere Strebe
- 33
- Sicherungsringe für Auslöseelemente 22f bzw. Schlaufen der Zugelemente 22e
1. Aufblasbares Zelt (1)
mit einer Zeltaußenhaut (10) und
mit einem Traggerüst (2), welches die Zeltaußenhaut (10) zumindest abschnittsweise
außenseitig umgibt und mit der Zeltaußenhaut (10) verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zeltaußenhaut (10) wenigstens eine Verbindungsschiene (18) und das Traggerüst
(2) wenigstens einen Schienenhalter (23), oder umgekehrt, aufweist, welche die Zeltaußenhaut
(10) und das Traggerüst (2) verbinden.
2. Aufblasbares Zelt (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Traggerüst (2) wenigstens zwei Tragbögen (20) aufweist, welche parallel zueinander
angeordnet und miteinander verstrebt sind,
wobei die Zeltaußenhaut (10) mit wenigstens einem der beiden Tragbögen (20) verbunden
ist.
3. Aufblasbares Zelt (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsschiene (18) zumindest abschnittsweise parallel zu einem der Tragbögen
(20) verläuft.
4. Aufblasbares Zelt (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schienenhalter (23) zumindest abschnittsweise parallel zu einem der Tragbögen
(20) verläuft.
5. Aufblasbares Zelt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
eine Mehrzahl von Schienenhaltern (23), welche die Zeltaußenhaut (10) und das Traggerüst
(2) mittels der Verbindungsschiene (18) verbinden.
6. Aufblasbares Zelt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsschiene (18) einen Keder (18a) aufweist, welcher mittels einer Kederfahne
(18b) mit der Zeltaußenhaut (10) verbunden ist, und
der Schienenhalter (23) eine Kederschiene (23) aufweist.
7. Aufblasbares Zelt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Tragbogen (20) wenigstens eine erste Tragbogenstange (21) und eine
zweite Tragbogenstange (22) aufweist, welche am First (16) der Zelts (1) lösbar miteinander
verbunden sind.
8. Aufblasbares Zelt (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Tragbogenstangen (21, 22) jeweils vom First (16) bis zur jeweiligen Traufe
(17) des Zelts (1) erstrecken.
9. Aufblasbares Zelt (1) nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Tragbogenstange (21) eine Verbindungselementaufnahme (21a) aufweist, welche
ein Verbindungselement (22a) der zweiten Tragbogenstange (22) rastend aufnimmt.
10. Aufblasbares Zelt (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Tragbogenstange (21) oder die zweite Tragbogenstange (22) ein Betätigungselement
(22d) aufweist, welches ausgebildet ist, bei Betätigung die rastende Verbindung zwischen
der zweiten Verbindungsstange (22) und der ersten Verbindungsstange (21) aufzuheben.
11. Aufblasbares Zelt (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Tragbogenstange (21) oder die zweite Tragbogenstange (22) ausgebildet ist,
das Betätigungselement (22d) zumindest abschnittsweise durch sich hindurch zu führen.
12. Aufblasbares Zelt (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Verbindungselement (22a) der zweiten Tragbogenstange (22) federnd in der Verbindungselementaufnahme
(21a) der ersten Tragbogenstange (21) einrastend ausgebildet ist,
wobei das Verbindungselement (22a) der zweiten Tragbogenstange (22) ausgebildet ist,
durch das Betätigungselement (22d) federnd aus dem eingerasteten Zustand gelöst zu
werden.
13. Aufblasbares Zelt (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Tragbogen (20) wenigstens eine Stütze (25) aufweist, welche eine der
Tragbogenstangen (21, 22) auf einem Untergrund abstützt,
wobei die Stütze (25) längenveränderlich ausgebildet ist.
14. Aufblasbares Zelt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
wenigstens einen aufblasbaren Stützschlauch zur Stabilisierung der Zeltaußenhaut (10)
im aufgeblasenen Zustand.
15. Bausatz für ein aufblasbares Zelt (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
mit einer Zeltaußenhaut (10) und
mit einem Traggerüst (2), welches ausgebildet ist, die Zeltaußenhaut (10) zumindest
abschnittsweise außenseitig zu umgeben und mit der Zeitaußenhaut (10) verbunden zu
werden,
wobei die Zeltaußenhaut (10) wenigstens eine Verbindungsschiene (18) und das Traggerüst
(2) wenigstens einen Schienenhalter (23), oder umgekehrt, aufweist, welche ausgebildet
sind, die Zeltaußenhaut (10) und das Traggerüst (2) zu verbinden.
1. Inflatable tent (1)
with a tent outer skin (10) and
with a supporting frame (2) which surrounds the tent outer skin (10) at least in sections
on the outer side and is connected to the tent outer skin (10),
characterized in that
the tent outer skin (10) has at least one connecting rail (18) and the supporting
frame (2) has at least one rail holder (23), or vice versa, which connect the tent
outer skin (10) and the supporting frame (2).
2. Inflatable tent (1) according to Claim 1,
characterized in that
the supporting frame (2) has at least two supporting poles (20) which are arranged
parallel to one another and are braced against one another,
the tent outer skin (10) being connected to at least one of the two supporting poles
(20).
3. Inflatable tent (1) according to Claim 2,
characterized in that
the connecting rail (18) runs at least in sections parallel to one of the supporting
poles (20).
4. Inflatable tent (1) according to Claim 2 or 3,
characterized in that
the rail holder (23) runs at least in sections parallel to one of the supporting poles
(20).
5. Inflatable tent (1) according to one of the preceding claims, characterized by
a plurality of rail holders (23) which connect the tent outer skin (10) and the supporting
frame (2) by means of the connecting rail (18).
6. Inflatable tent (1) according to one of the preceding claims,
characterized in that
the connecting rail (18) has a bead (18a) which is connected by means of a bead tab
(18b) to the tent outer skin (10), and
the rail holder (23) has a bead rail (23).
7. Inflatable tent (1) according to one of the preceding claims, characterized in that
at least one supporting pole (20) has at least a first supporting pole rod (21) and
a second supporting pole rod (22) which are connected releasably to one another at
the ridge (16) of the tent (1).
8. Inflatable tent (1) according to Claim 7,
characterized in that
the supporting pole rods (21, 22) extend in each case from the ridge (16) as far as
the respective eave (17) of the tent (1).
9. Inflatable tent (1) according to Claim 7 or 8,
characterized in that
the first supporting pole rod (21) has a connecting element receptacle (21a) which
receives a connecting element (22a) of the second supporting pole rod (22) in a latching
manner.
10. Inflatable tent (1) according to Claim 9,
characterized in that
the first supporting pole rod (21) or the second supporting pole rod (22) has an actuating
element (22d) which is configured to cancel the latching connection between the second
connecting rod (22) and the first connecting rod (21) upon actuation.
11. Inflatable tent (1) according to Claim 10,
characterized in that
the first supporting pole rod (21) or the second supporting pole rod (22) is configured
to guide the actuating element (22d) at least in sections through itself.
12. Inflatable tent (1) according to one of Claims 7 to 11,
characterized in that
the connecting element (22a) of the second supporting pole rod (22) is configured
so as to latch in a sprung manner in the connecting element receptacle (21a) of the
first supporting pole rod (21),
the connecting element (22a) of the second supporting pole rod (22) being configured
to be released in a sprung manner from the latched state by way of the actuating element
(22d).
13. Inflatable tent (1) according to one of Claims 7 to 12,
characterized in that
at least one supporting pole (20) has at least one support (25) which supports one
of the supporting pole rods (21, 22) on an underlying surface,
the support (25) being of variable-length configuration.
14. Inflatable tent (1) according to one of the preceding claims, characterized by
at least one inflatable supporting hose for stabilizing the tent outer skin (10) in
the inflated state.
15. Kit for an inflatable tent (1) according to one of the preceding claims,
with a tent outer skin (10), and
with a supporting frame (2) which is configured to surround the tent outer skin (10)
at least in sections on the outer side and to be connected to the tent outer skin
(10),
the tent outer skin (10) having at least one connecting rail (18) and the supporting
frame (2) having at least one rail holder (23), or vice versa, which are configured
to connect the tent outer skin (10) and the supporting frame (2).
1. Tente gonflable (1)
avec une enveloppe extérieure de tente (10) et
avec une structure porteuse (2) qui entoure l'enveloppe extérieure de tente (10) au
moins par sections sur le côté extérieur et qui est reliée à l'enveloppe extérieure
de tente (10),
caractérisée en ce que
l'enveloppe extérieure de tente (10) présente au moins un rail de liaison (18) et
la structure porteuse (2) au moins un support de rail (23), ou inversement, qui relient
l'enveloppe extérieure de tente (10) et la structure porteuse (2).
2. Tente gonflable (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la structure porteuse (2) présente au moins deux arceaux porteurs (20) qui sont agencés
parallèlement l'un à l'autre et sont étançonnés l'un avec l'autre, l'enveloppe extérieure
de tente (10) étant reliée à au moins l'un des deux arceaux porteurs (20).
3. Tente gonflable (1) selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
le rail de liaison (18) s'étend au moins par sections parallèlement à l'un des arceaux
porteurs (20).
4. Tente gonflable (1) selon la revendication 2 ou 3,
caractérisée en ce que
le support de rail (23) s'étend au moins par sections parallèlement à l'un des arceaux
porteurs (20).
5. Tente gonflable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par une pluralité de supports de rail (23) qui relient l'enveloppe extérieure de tente
(10) et la structure porteuse (2) au moyen du rail de liaison (18).
6. Tente gonflable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le rail de liaison (18) présente un bourrelet (18a) qui est relié à l'enveloppe extérieure
de tente (10) au moyen d'une languette de bourrelet (18b), et
le support de rail (23) présente un rail de bourrelet (23) .
7. Tente gonflable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que au moins un arceau porteur (20) présente au moins une première barre d'arceau porteur
(21) et une deuxième barre d'arceau porteur (22), qui sont reliées l'une à l'autre
de manière amovible au faite (16) de la tente (1) .
8. Tente gonflable (1) selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
les barres d'arceau porteur (21, 22) s'étendent respectivement du faite (16) jusqu'au
chéneau respectif (17) de la tente (1).
9. Tente gonflable (1) selon la revendication 7 ou 8,
caractérisée en ce que
la première barre d'arceau porteur (21) présente un logement d'élément de liaison
(21a) qui reçoit par encliquetage un élément de liaison (22a) de la deuxième barre
d'arceau porteur (22).
10. Tente gonflable (1) selon la revendication 9,
caractérisée en ce que
la première barre d'arceau porteur (21) ou la deuxième barre d'arceau porteur (22)
présente un élément d'actionnement (22d) qui est configuré pour, lors de l'actionnement,
supprimer la liaison par encliquetage entre la deuxième barre de liaison (22) et la
première barre de liaison (21).
11. Tente gonflable (1) selon la revendication 10,
caractérisée en ce que
la première barre d'arceau porteur (21) ou la deuxième barre d'arceau porteur (22)
est configurée pour être traversée au moins par sections par l'élément d'actionnement
(22d) .
12. Tente gonflable (1) selon l'une quelconque des revendications 7 à 11,
caractérisée en ce que
l'élément de liaison (22a) de la deuxième barre d'arceau porteur (22) est configuré
pour s'encliqueter de manière élastique dans le logement d'élément de liaison (21a)
de la première barre d'arceau porteur (21),
l'élément de liaison (22a) de la deuxième barre d'arceau porteur (22) étant configuré
pour être libéré élastiquement de l'état encliqueté par l'élément d'actionnement (22d).
13. Tente gonflable (1) selon l'une quelconque des revendications 7 à 12,
caractérisée en ce que
au moins un arceau porteur (20) présente au moins un soutien (25) qui soutient l'une
des barres d'arceau porteur (21, 22) sur un sol,
le soutien (25) étant configuré sous forme variable en longueur.
14. Tente gonflable (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par au moins un tube de protection gonflable pour stabiliser l'enveloppe extérieure de
tente (10) à l'état gonflé.
15. Kit de construction pour une tente gonflable (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes, avec une enveloppe extérieure de tente (10) et
avec une structure porteuse (2), qui est configurée pour entourer l'enveloppe extérieure
de tente (10) au moins par sections sur le côté extérieur et pour être reliée à l'enveloppe
extérieure de tente (10),
l'enveloppe extérieure de tente (10) présentant au moins un rail de liaison (18) et
la structure porteuse (2) au moins un support de rail (23), ou inversement, qui sont
configurés pour relier l'enveloppe extérieure de tente (10) et la structure porteuse
(2).