[0001] Die Erfindung betrifft eine Schachtbodenauskleidung, insbesondere für einen Abwasserkanalschacht,
mit einem Grundkörper, der wenigstens eine Rohranschlussöffnung aufweist.
[0002] Begehbare Schächte älterer Bauart, die gemauert, betoniert oder aus Betonformstücken
zusammengesetzt sind, weisen nach einer gewissen Zeit aufgrund von Umwelteinflüssen
Zeichen von Korrosion bzw. Abnutzung auf. Insbesondere Zugangsschächte für Abwasserkanäle,
an deren Böden Gerinne ausgeformt sind, die Verbindungen zwischen in die Schächte
mündenden Abwasserrohren bilden, sind zusätzlich durch Abwässer, die aggressive Substanzen
enthalten können, starken Belastungen unterworfen.
[0003] Durch Korrosion wird die Oberfläche des Materials, aus dem der Schacht gebaut ist,
angegriffen. Um derart durch Korrosion beanspruchte Schächte wieder instand zu setzen,
kommen unterschiedliche Sanierungsverfahren zum Einsatz. Neben Beschichtungen der
vorhandenen Bausubstanz mit unterschiedlichen Materialien gehört die Sanierung durch
Einsetzen vorgefertigter Bauteile in Schachtböden zum Stand der Technik.
[0004] Um Sanierungsarbeiten am Schachtboden vor Ort möglichst effektiv ausführen zu können,
wird eine vorgefertigte, an den zu sanierenden Schachtboden angepasste, Schachtbodenauskleidung
aus Kunststoff in den Schacht eingeführt, am Grunde des Schachtes angeordnet und mit
Füllmaterial, wie z.B. Beton, hinterfüllt.
[0005] Eine derartige Schachtbodenauskleidung ist beispielsweise aus
EP 3 382 116 A2 bekannt.
[0006] Um zu verhindern, dass das Füllmaterial in Rohrleitungen, die in den Schacht münden,
eindringt und diese verstopft, muss eine möglichst dichte Verbindung zwischen der
Schachtbodenauskleidung und jeder in den Schacht mündenden Rohrleitung gebildet werden.
Um Zeit und Ressourcen zu sparen, ist es wichtig, dass sich eine derartige Verbindung
möglichst einfach, rasch und zuverlässig herstellen lässt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Schachtbodenauskleidung der eingangs
genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, die sich einfacher und rascher mit einer
in den Schacht mündenden Rohrleitung verbinden lässt, als aus dem Stand der Technik
bekannte Schachtbodenauskleidungen. Weiters liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde,
ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, durch das ein Schacht, in den wenigstens eine
Rohrleitung mündet, möglichst effektiv mit einer Schachtbodenauskleidung ausgekleidet
werden kann.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß mit einer Schachtbodenauskleidung, die
die Merkmale des Anspruches 1 aufweist.
[0009] Weiters wird diese Aufgabe mit einem Verfahren zum Auskleiden eines Schachtes, das
die Merkmale des Anspruches 8 aufweist, gelöst.
[0010] Bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0011] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass an der Rohranschlussöffnung ein rohrförmiges
Verbindungsstück aus einem flexiblen Material mit einem ersten Ende befestigt ist,
und dass das Verbindungsstück von einer ersten Stellung, in der es zumindest teilweise
in das Innere der Rohranschlussöffnung umgestülpt ist, in eine zweite Stellung, in
der es in Verlängerung der Rohranschlussöffnung angeordnet ist und vom Grundkörper
weg ragt, elastisch umformbar ist.
[0012] Eine derartige Schachtbodenauskleidung lässt sich einfach und schnell vor Ort, d.h.
in einem Schacht, über das Verbindungsstück mit einer in den Schacht mündenden Rohrleitung
verbinden. Gegenüber Schachtbodenauskleidungen mit starrem Verbindungsstück hat die
erfindungsgemäße Schachtbodenauskleidung den Vorteil, dass sie bei umgestülptem Verbindungsstück
weniger Platz einnimmt und daher nicht aufwändig in den Schacht bzw. mit dem Verbindungsstück
in die Rohrleitung "eingefädelt" werden muss. Da das Verbindungsstück bereits mit
dem Grundkörper verbunden ist, entfällt das Anbringen bzw. Anpassen eines Verbindungsstückes
bei bereits im Schacht eingebrachter Schachtbodenauskleidung, so dass Zeit gespart
und der Arbeitsaufwand verringert werden kann.
[0013] Das Verbindungsstück ist insbesondere aus einem derart flexiblen Material, beispielsweise
aus Synthesekautschuk, insbesondere aus Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), und
mit derart starken Wänden ausgeführt, dass es von der ersten Stellung in die zweite
Stellung elastisch umformbar ist. Als elastisches Umformen wird im Rahmen der Erfindung
ein Verformen verstanden, bei dem im Wesentlichen keine plastischen Veränderungen
am bzw. im Material stattfinden. Das Verbindungsstück kann insbesondere von der umgestülpten
Form, bei der eine Innenseite des Verbindungsstückes nach außen und eine Außenseite
nach innen weist, in seine ursprüngliche Form, bei der die Innenseite des Verbindungstückes
nach innen und die Außenseite nach außen weist, ausgestülpt werden.
[0014] Der Grundkörper kann im Rahmen der Erfindung eine Auftrittsfläche und/oder weitere
Rohranschlussöffnungen, mit und/oder ohne damit verbundenen Verbindungsstücken, aufweisen.
Weiters kann der Grundkörper elastisch verformbar (wie z.B. bei
EP 3 382 116 A2) oder im Wesentlichen starr (wie z.B. bei
EP 1 880 829 A1) sein und/oder an seiner Außenseite Haftbrücken aufweisen.
[0015] Insbesondere ist im Rahmen der Erfindung eine Ausführungsform bevorzugt, bei der
der Grundkörper einen Rohrstutzen aufweist, der die Rohranschlussöffnung bildet, wobei
das Verbindungsstück mit seinem ersten Ende den Rohrstutzen wenigstens abschnittsweise
umschließt. Der dadurch entstehende Überlappungsbereich, in dem das Verbindungsstück
mit seiner Innenseite an einer Außenseite des Rohrstutzens anliegt, bietet ausreichend
Platz, um das Verbindungsstück mit dem Rohrstutzen, der die Rohranschlussöffnung bildet,
zu verbinden. Gleichzeitig wird dadurch gewährleistet, dass zwischen dem Grundkörper
und dem Verbindungsstück kein Spalt bestehen bleibt, durch den beispielsweise Grundwasser
oder Füllmaterial in das Innere des Grundkörpers bzw. der Rohranschlussöffnung eindringen
kann.
[0016] In einer weiters möglichen, wenn auch nicht bevorzugten Ausführungsform ist das Verbindungsstück
mit seinem ersten Ende im Rohrstutzen angeordnet und wird von diesem umschlossen.
Auch bei dieser Ausführungsform ist ein vorteilhafter Überlappungsbereich gebildet.
[0017] Bei der Erfindung kann das Verbindungsstück auch direkt an der Rohranschlussöffnung,
beispielsweise über einen Flansch am Verbindungsstück, angeordnet und mit dem Grundkörper
verklebt oder verschweißt bzw. direkt am Grundkörper angebracht sein.
[0018] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Verbindungsstück durch ein ringförmiges
Befestigungselement, das um das erste Ende des Verbindungsstückes und den darin aufgenommenen
Abschnitt des Rohrstutzens angeordnet ist, an den Rohrstutzen gedrückt und mit diesem
(insbesondere kraftschlüssig) verbunden. Ein derartiges Befestigungselement lässt
sich einfach und schnell anbringen und stellt sicher, dass die Verbindung zwischen
dem Rohrstutzen und dem Verbindungsstück rundherum gleichmäßig dicht ausgeführt ist.
[0019] Vorzugsweise ist das ringförmige Befestigungselement eine Klemmschelle. Als ringförmig
wird im Rahmen der Erfindung auch ein bandförmiges oder annähernd ringförmiges Befestigungselement
verstanden. Das Befestigungselement kann auch die Form eines nicht geschlossenen Ringes
aufweisen und/oder kann auch aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein.
[0020] Möglich, wenn auch nicht bevorzugt, ist auch, dass das Verbindungsstück am Rohrstutzen
angeklebt oder angeschweißt ist.
[0021] Besonders bevorzugt ist es, wenn das Verbindungsstück im Bereich seines ersten Endes
eine an der Außenseite angeordnete Radialnut aufweist, in der das Befestigungselement
aufgenommenen ist. Eine derartige Radialnut hilft dabei, das Befestigungselement richtig
zu platzieren und verhindert ein Verrutschen des Befestigungselementes in axialer
Richtung.
[0022] Die Radialnut kann beispielsweise durch eine ringförmige Ausnehmung in der Wand des
Verbindungsstückes, oder durch zwei die Radialnut bildenden, zueinander beabstandete
und radial verlaufende Flansche gebildet sein.
[0023] Bevorzugt sind Ausführungsformen, bei denen das Verbindungsstück an seiner in der
zweiten Stellung nach außen gerichteten Außenseite wenigstens eine, vorzugsweise zwei
oder mehr, flanschförmige Lamelle(n) aufweist. Die Lamelle verläuft bzw. die Lamellen
verlaufen radial, insbesondere durchgehend, um das Verbindungsstück herum. Eine derartige
Lamelle bzw. derartige Lamellen helfen dabei, das Verbindungsstück in einem zwischen
Schachtbodenauskleidung und Schacht eingebrachten, ausgehärteten Füllmaterial zu verankern,
erhöhen die Stabilität des Verbindungsstückes und blockieren das Entlangströmen von
Grundwasser an der Außenseite des Verbindungsstückes.
[0024] Besonders bevorzugt ist eine Weiterbildungsform, bei der in der/den Lamelle/n Durchgangslöcher
angeordnet ist/sind. Derartige Lamellen bieten einen noch festeren Halt in dem ausgehärteten
Füllmaterial, da dieses die Durchgangslöcher durchdringt. Die in axialer Richtung
verlaufenden Durchgangslöcher sind vorzugsweise kreisförmig und insbesondere gleichmäßig
um den Umfang verteilt. Denkbar sind beispielsweise wenigstens vier, acht oder sechzehn
Durchgangslöcher pro Lamelle.
[0025] Insbesondere ist im Rahmen der Erfindung eine Ausführungsform bevorzugt, bei der
die Lamelle/n in einem Abschnitt des Verbindungsstücks angeordnet ist/sind, der an
die Rohranschlussöffnung anschließt. Als Abschnitt, der an die Rohranschlussöffnung
anschließt, wird im Rahmen der Erfindung ein Abschnitt verstanden, der näher beim
ersten Ende des Verbindungsstückes als bei einem zweiten Ende des Verbindungsstückes
angeordnet ist. Bei Ausführungsformen, bei denen die Rohranschlussöffnung von einem
Rohrstutzen gebildet ist, liegt der Abschnitt mit der Lamelle bzw. den Lamellen vorzugsweise
außerhalb des Überlappungsbereiches zwischen Rohrstutzen und Verbindungsstück und
schließt direkt an diesen an.
[0026] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass sich das Verbindungsstück
zu einem zweiten Ende, das dem ersten Ende gegenüberliegt, konisch verjüngt. Das Verbindungsstück
weist daher am ersten Ende einen größeren Außendurchmesser auf als am zweiten Ende.
Ein Verbindungsstück mit einem konisch verlaufenden, zweiten Endbereich lässt sich
einfach in die in den Schacht mündende Rohrleitung einführen.
[0027] Im Rahmen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Verbindungsstück am zweiten
Ende elastisch aufgeweitet werden kann, und dass in einem Mittelbereich des Verbindungsstücks
ein Dehnelement zum Aufweiten anordenbar ist.
[0028] Das Dehnelement kann beispielsweise ein befüllbares, insbesondere aufblasbares, Hohlelement
sein. Mit diesem kann das Verbindungsstück so lange von innen gestützt und gegen die
Rohrinnenseite gepresst werden, bis ein zwischen Schachtbodenauskleidung und Schacht
gefülltes, aushärtbares Füllmaterial ausgehärtet ist und/oder bis das Verbindungsstück
mit der Rohrinnenseite verklebt bzw. verschweißt ist.
[0029] Dadurch, dass das zweite Ende des Verbindungsstückes elastisch aufgeweitet werden
kann, kann es durch einen von innen wirkenden Anpressdruck mit seiner Außenseite an
eine Rohrinnenseite der Rohrleitung angeformt werden, um einen möglichst dichten Überlappungsbereich
zwischen Verbindungsstück und Rohrleitung auszubilden. Durch das Dehnelement lässt
sich das in die Rohrleitung ragende Verbindungsstück rasch und einfach an die Innenwände
der Rohrleitung andrücken bzw. anpressen, sodass die Verbindung zwischen der Schachtbodenauskleidung
und der Rohrleitung besonders dicht ist.
[0030] Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Verbinden einer Schachtbodenauskleidung,
mit einer in einen Schacht, insbesondere einen Abwasserschacht, mündenden, ortsfesten
Rohrleitung, wobei die Schachtbodenauskleidung einen Grundkörper mit wenigstens einer
Rohranschlussöffnung aufweist.
[0031] Das erfindungsgemäße Verfahren kann beispielsweise wie folgt ablaufen:
In einem ersten Schritt wird die Schachtbodenauskleidung in den Schacht eingebracht.
Ein rohrförmiges Verbindungsstück aus einem flexiblen Material, das mit einem ersten
Ende an der Rohranschlussöffnung befestigt ist, nimmt dabei eine erste Stellung ein.
In dieser ersten Stellung ist das Verbindungsstück zumindest teilweise in das Innere
der Rohranschlussöffnung umgestülpt, sodass eine Innenseite des Verbindungsstückes
nach außen und eine Außenseite des Verbindungsstückes nach innen weist.
[0032] Die Schachtbodenauskleidung wird im nächsten Schritt derart im Schacht positioniert,
dass die Rohranschlussöffnung gegenüber einer in den Schacht mündenden Rohrleitung
angeordnet ist.
[0033] In einem weiteren Schritt wird das Verbindungsstück elastisch in die zweite Stellung
umgeformt, wofür es aus der Rohranschlussöffnung hinausgestülpt wird, sodass es in
Verlängerung zur Rohranschlussöffnung angeordnet ist. Vorzugsweise weist der Grundkörper
einen Rohrstutzen auf, der die Rohranschlussöffnung bildet, sodass das am Rohrstutzen
befestigte Verbindungsstück in der zweiten Stellung eine Verlängerung dieses Rohrstutzens
darstellt. In der zweiten Stellung ragt das Verbindungsstück mit seinem zweiten Ende
vom Grundkörper weg und steckt zumindest abschnittsweise in der Rohrleitung.
[0034] Danach wird das Dehnelement in Form eines befüllbaren Hohlkörpers in das Verbindungsstück
eingebracht. Ein in einer Ausführungsform der Erfindung verwendbares, reversibel dehnbares
Stützelement kann den Hohlkörper derart ummanteln, dass dadurch der Bereich zwischen
der Rohranschlussöffnung und der Mündung der Rohrleitung überbrückt wird.
[0035] Anschließend wird das als Hohlkörper ausgeführte Dehnelement solange aufgeweitet,
bis das Verbindungsstück mit seiner Außenseite an der Rohrinnenseite der Rohrleitung
anliegt. Das gegebenenfalls innen an der Rohranschlussöffnung und der Rohrinnenseite
anliegende Stützelement begrenzt die Ausdehnung des Hohlelements während des Befüllens
bzw. Aufweitens und verhindert, dass das Verbindungsstück im Bereich zwischen der
Rohranschlussöffnung und der Rohrleitung nach außen hin ausgebeult bzw. ausgedehnt
wird.
[0036] Das Dehnelement wird in das Verbindungsstück eingeführt, nachdem die Schachtbodenauskleidung
in den Schacht eingebracht und das Verbindungsstück mit dem zweiten Ende in der Rohrleitung
positioniert worden ist.
[0037] Als ausgedehnter Zustand wird im Rahmen der Erfindung jener Zustand des Dehnelementes
angesehen, bei dem es weit genug ausgedehnt ist, um das Verbindungsstück gegen die
Rohrinnenseite der Rohrleitung zu pressen. Das Dehnelement muss im ausgedehnten Zustand
nicht zwangsweise seine größtmögliche Ausdehnung aufweisen, was den Vorteil hat, dass
ein Dehnelement für unterschiedliche Rohrdurchmesser verwendet werden kann.
[0038] Das Dehnelement drückt im ausgedehnten Zustand radial nach außen. Dadurch wird das
Verbindungsstück von innen gegen die Rohrinnenseite gepresst, sodass ein möglicherweise
auftretender Spalt zwischen der Außenseite des Verbindungsstückes und der Rohrinnenseite
verschlossen bzw. abgedichtet wird.
[0039] Anschließend wird zwischen die Schachtbodenauskleidung und den Schacht eine Füllmasse
eingebracht.
[0040] Die Füllmasse ist insbesondere eine aushärtende Füllmasse, die im nicht ausgehärteten
bzw. nicht verfestigtem Zustand eingebracht wird, und die Schachtbodenauskleidung
und das Verbindungsstück im ausgehärteten bzw. verfestigten Zustand außen umschließt.
Die Füllmasse ist beispielsweise eine mineralische Füllmasse, wie Beton oder Zement.
Wenn vorhanden, werden auch die flanschartigen Lamellen des Verbindungsstückes, die
zwischen dem Grundkörper und der Rohrleitung angeordnet sind, vom Füllmaterial umschlossen.
[0041] Nach dem Aushärten der Füllmasse wird das Dehnelement zusammen mit dem Stützelement
im jeweils wieder verkleinerten bzw. nicht ausgedehnten Zustand aus dem Verbindungsstück
entfernt.
[0042] Vorzugsweise wird nach dem Entfernen des Dehnelementes eine ausdehnbare Hülse in
das Verbindungsstück eingebracht und anschließend aufgeweitet, sodass die Hülse eine
zwischen dem zweiten Ende des Verbindungsstückes und der Rohrinnenseite gebildete
Stufe überdeckt.
[0043] Das Verbindungsstück kann, während das zweite Ende durch das Dehnelement aufgeweitet
und gegen die Rohrinnenseite gepresst wird, mit der Rohrinnenseite verklebt bzw. verschweißt
werden. In diesem Fall kann - muss aber nicht - auf das Einbringen der die Stufe überdeckenden
Hülse verzichtet werden.
[0044] Denkbar ist im Rahmen der Erfindung auch, dass gar kein Dehnelement verwendet, sondern
nur die die Stufe überdeckende Hülse in das Verbindungsstück eingebracht und darin
aufgeweitet wird. Die Hülse ist derart ausgeführt, dass sie das Verbindungsstück dauerhaft
gegen die Rohrinnenseite presst, sodass beim Einbringen des Füllmaterials kein Füllmaterial
am Verbindungsstück vorbei in die Rohrleitung gelangen kann.
[0045] Vorzugsweise erstreckt sich die Hülse bis zur Rohranschlussöffnung, sodass die Hülse
das Verbindungsstück beim Einbringen des Füllmaterials von innen stützt.
[0046] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung unter Bezugnahme auf die angeschlossenen Zeichnungen, in welchen bevorzugte
Ausführungsformen dargestellt sind. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Schachtbodenauskleidung,
bei der ein Verbindungsstück eine erste Stellung einnimmt, und durch einen Bereich
eines Schachtes, in den eine Rohrleitung mündet,
- Fig. 2
- eine weitere Ansicht des Schnittes durch die Schachtbodenauskleidung und den Schacht
gemäß Fig. 1, wobei das Verbindungsstück eine zweite Stellung einnimmt,
- Fig. 3
- eine dritte Ansicht des Schnittes durch die Schachtbodenauskleidung und den Schacht
gemäß Fig. 1, mit einem in das Verbindungselement eingebrachten Dehnelement in einem
nicht ausgedehnten Zustand,
- Fig. 4
- eine vierte Ansicht des Schnittes durch die Schachtbodenauskleidung und den Schacht
gemäß Fig. 1, mit dem Dehnelement in einem ausgedehnten Zustand,
- Fig. 5
- eine fünfte Ansicht des Schnittes durch die Schachtbodenauskleidung und den Schacht
gemäß Fig. 1, mit einer in das Verbindungselement eingebrachten Hülse in einem nicht
ausgedehnten Zustand,
- Fig. 6
- eine sechste Ansicht des Schnittes durch die Schachtbodenauskleidung und den Schacht
gemäß Fig. 1, mit einer in das Verbindungselement eingebrachten Hülse in einem ausgedehnten
Zustand,
- Fig. 7
- eine isometrische Ansicht des Verbindungsstückes, und
- Fig. 8
- eine Detailansicht eines Teilbereiches des in Fig. 7 dargestellten Verbindungsstückes.
[0047] Fig. 1 zeigt einen Abschnitt einer erfindungsgemäßen Schachtbodenauskleidung 1 mit
einem Grundkörper 2, und einen Abschnitt eines Schachtes 3, in den eine Rohrleitung
4 mündet, in einem Vertikalschnitt. Die Schachtbodenauskleidung 1 ist in dem Schacht
3 zum Anschluss an die Rohrleitung 4 angeordnet.
[0048] Der Grundkörper 2 weist ein Anschlusselement 5 und einen daran angeschlossenen, beispielsweise
damit verklebten oder verschweißten, Rohrstutzen 6 auf.
[0049] Der Rohrstutzen 6 bildet eine Rohranschlussöffnung 7 des Grundkörpers 2, die der
Rohrleitung 4 gegenüberliegend positioniert ist.
[0050] Es versteht sich, dass in den Schacht 3 mehr als eine Rohrleitung 4 münden kann und
dass der Grundkörper 2 dementsprechend auch mehrere Rohranschlussöffnungen 7 zum Verbinden
mit den Rohrleitungen 4 aufweisen kann.
[0051] Ein rohrförmiges Verbindungsstück 8 umschließt mit einem ersten Ende 9 abschnittsweise
den Rohrstutzen 6. In einem dadurch gebildeten Überlappungsbereich 11 sind am Verbindungsstück
8 zwei voneinander beabstandete, in Radialebenen liegende Stege angeformt, zwischen
denen eine Radialnut 12 gebildet ist. In der Radialnut 12 ist ein ringförmiges, oder
zumindest annähernd ringförmiges, Befestigungselement 13 aufgenommen. Das Befestigungselement
13, das beispielsweise eine Schnellspannschelle ist, presst das Verbindungsstück 8
fest gegen den Rohrstutzen 6, sodass eine rundherum dichte Verbindung zwischen Verbindungsstück
8 und Rohrstutzen 6 gebildet ist.
[0052] Das Verbindungsstück 8 aus einem elastischen Material nimmt eine erste Stellung ein,
in der es zumindest teilweise in das Innere der Rohranschlussöffnung 7, d.h. in den
die Rohranschlussöffnung 7 bildenden Rohrstutzen 6, umgestülpt bzw. hineingestülpt
ist. Mit einem zweiten Ende 14 ragt das Verbindungsstück 8 dabei bis in das Innere
des Grundkörpers 2 hinein, wobei beim umgestülpten Abschnitt des Verbindungsstückes
8 eine Innenseite 15 des Verbindungsstückes 8 nach außen und eine Außenseite 16 des
Verbindungsstückes 8 nach innen weist.
[0053] In Fig. 2 nimmt das Verbindungsstück 8 eine zweite Stellung, nämlich die eigentliche
Einbaulage, ein, bei der über die gesamte Länge des Verbindungsstückes 8 die Außenseite
16 nach außen und die Innenseite 15 nach innen weist. Das Verbindungsstück 8 ragt
in seiner zweiten Stellung mit dem zweiten Ende 14 bis in die Rohrleitung 4 hinein.
[0054] Das Verbindungsstück 8 weist zumindest zum zweiten Ende 14 hin einen konischen Verlauf
auf, sodass ein Außendurchmesser D
1 des Verbindungsstückes 8 im Bereich des ersten Endes 9 größer ist, als ein Außendurchmesser
D
2 des Verbindungsstückes 8 im Bereich des in der Rohrleitung 4 angeordneten zweiten
Endes 14.
[0055] An der Außenseite 16 des Verbindungsstückes 8 sind zwei flanschförmige Lamellen 17
angeordnet, die radial um das Verbindungsstück 8 herum verlaufen. Die Lamellen 17
sind in einem Abschnitt des Verbindungsstückes 8 angeordnet, der direkt an die Rohranschlussöffnung
7, die vom Rohrstutzen 6 gebildet ist, anschließt, und sich außerhalb der Rohrleitung
4 befindet.
[0056] Fig. 3 zeigt die im Schacht 3 angeordnete, erfindungsgemäße Schachtbodenauskleidung
1 aus Fig. 2, wobei im Verbindungsstück 8 von der Rohranschlussöffnung 7 bzw. dem
Inneren des Rohrstutzens 6 bis zum zweiten Ende 14 des Verbindungsstückes 8 ein Dehnelement
in Form eines befüllbaren Hohlkörpers 19 in einem nicht ausgedehnten oder zumindest
in einem nur teilweise ausgedehnten Zustand angeordnet ist.
[0057] In dem Bereich des Spaltes zwischen der Rohranschlussöffnung 7 und der Rohrleitung
4 und idealerweise bis in die Rohranschlussöffnung 7 und die Rohrleitung 4 hinein
ist der Hohlkörper 19 von einem reversibel dehnbaren Stützelement 20 ummantelt.
[0058] Der Hohlkörper 19 ist über eine Leitung 24 befüllbar, insbesondere aufpumpbar.
[0059] In Fig. 4 nimmt das als Hohlkörper 19 ausgeführte Dehnelement seinen ausgedehnten
Zustand ein, wodurch das Verbindungsstück 8 gegen eine Rohrinnenseite 21 der Rohrleitung
4 und vorzugsweise auch von innen gegen den Rohrstutzen 6 gedrückt wird. Das Stützelement
20 ist derart angeordnet, dass es einen Übergang zwischen der Rohranschlussöffnung
7 und der Rohrleitung 4 überbrückt.
[0060] Fig. 4 zeigt die im Schacht 3 angeordnete, erfindungsgemäße Schachtbodenauskleidung
1, nachdem bereits aushärtendes Füllmaterial 18, wie beispielsweise Beton, zwischen
die Schachtbodenauskleidung 1 und den Schacht 3 eingebracht wurde. Das Füllmaterial
18 umschließt den Grundkörper 2, den Rohrstutzen 6 und den zwischen der Rohrleitung
4 und dem Rohrstutzen 6 angeordneten Abschnitt des Verbindungsstückes 8. Auch die
Lamellen 17 sind im Füllmaterial 18 eingebettet bzw. von diesem umschlossen.
[0061] In den Fig. 5 und 6 ist das als Hohlkörper 19 ausgeführte Dehnelement zusammen mit
dem Stützelement 20 bereits aus dem Verbindungsstück 8 entfernt und das Füllmaterial
18 bereits ausgehärtet.
[0062] Eine aufweitbare Hülse 25, die in das Verbindungsstück 8 eingebracht wird, ist in
Fig. 5 in einem nicht aufgeweiteten bzw. nicht ausgedehnten Zustand und in Fig. 6
in einem aufgeweiteten bzw. ausgedehnten Zustand dargestellt. In dem ausgedehnten
Zustand überdeckt die Hülse 25 eine zwischen dem zweiten Ende 14 des Verbindungsstückes
8 und der Rohrinnenseite 21 gebildete Stufe.
[0063] Vorzugsweise ist die Hülse 25 in ihren Endbereichen 22 abgeschrägt oder abgerundet,
sodass keine scharfe, die Ansammlung von Ablagerungen begünstigende, Kante zwischen
der Hülse 25 und der Rohrinnenseite 21 einerseits und dem Verbindungsstück 8 andererseits
gebildet ist.
[0064] Die Fig. 7 und 8 zeigen das Verbindungsstück 8 ohne die restliche Schachtbodenauskleidung
1, sowie einen Detailabschnitt A des Verbindungsstückes 8 in vergrößerter Ansicht.
[0065] Die Lamellen 17 des Verbindungsstückes 8, die im Bereich nahe des ersten Endes 9
angeordnet sind, weisen Durchgangslöcher 23 auf. Diese sind in den Fig. 5 und 6 kreisförmig
und in Umfangsrichtung gleichmäßig verteilt, können aber auch eine andere Form oder
Verteilung aufweisen.
[0066] Das Verbindungsstück 8 ist in Fig. 5 in seiner zweiten Stellung dargestellt, bei
der über die gesamte Länge des Verbindungsstückes 8 die Außenseite 16 nach außen und
die Innenseite 15 nach innen weist. Der Überlappungsabschnitt 11, in dem die Radialnut
12 angeordnet ist, ist weder in der ersten Stellung noch in der zweiten Stellung umgestülpt,
sodass im Überlappungsbereich 11 des Verbindungsstückes 8 durchgehend die Außenseite
16 nach außen und die Innenseite 15 nach innen weist.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Schachtbodenauskleidung
- 2
- Grundkörper
- 3
- Schacht
- 4
- Rohrleitung
- 5
- Anschlusselement
- 6
- Rohrstutzen
- 7
- Rohranschlussöffnung
- 8
- Verbindungsstück
- 9
- erstes Ende
- 10
- ---
- 11
- Überlappungsbereich
- 12
- Radialnut
- 13
- Befestigungselement
- 14
- zweites Ende
- 15
- Innenseite
- 16
- Außenseite
- 17
- Lamelle
- 18
- Füllmaterial
- 19
- Hohlkörper
- 20
- Stützelement
- 21
- Rohrinnenseite
- 22
- Endbereich
- 23
- Durchgangsloch
- 24
- Leitung
- 25
- Hülse
- D1,2
- Außendurchmesser (Bereich erstes Ende, Bereich zweites Ende)
1. Schachtbodenauskleidung (1), insbesondere für einen Abwasserkanalschacht, mit einem
Grundkörper (2), der wenigstens eine Rohranschlussöffnung (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rohranschlussöffnung (7) ein rohrförmiges Verbindungsstück (8) aus einem flexiblen
Material mit seinem ersten Ende (9) befestigt ist, und dass das Verbindungsstück (8)
von einer ersten Stellung, in der es zumindest teilweise in das Innere der Rohranschlussöffnung
(7) umgestülpt ist, in eine zweite Stellung, in der es in Verlängerung der Rohranschlussöffnung
(7) angeordnet ist und vom Grundkörper (2) weg ragt, elastisch umformbar ist.
2. Schachtbodenauskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) einen Rohrstutzen (6) aufweist, der die Rohranschlussöffnung
(7) bildet, und dass das Verbindungsstück (8) mit seinem ersten Ende (9) den Rohrstutzen
(6) entlang wenigstens eines Teiles seiner Länge umschließt.
3. Schachtbodenauskleidung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (8) mittels eines ringförmigen, um das erste Ende (9) des Verbindungsstückes
(8) und den darin aufgenommenen Abschnitt des Rohrstutzens (6) angeordneten, Befestigungselementes
(13), vorzugsweise einer Klemmschelle, an den Rohrstutzen (6) gedrückt und mit diesem
verbunden ist.
4. Schachtbodenauskleidung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (8) im Bereich seines ersten Endes (9) eine Radialnut (12) aufweist,
und dass das Befestigungselement (13) in der Radialnut (12) aufgenommenen ist.
5. Schachtbodenauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (8) an einer in der zweiten Stellung nach außen gerichteten
Außenseite (16) wenigstens eine, vorzugsweise zwei oder mehr, flanschförmige Lamelle(n)
(17) aufweist, und dass vorzugsweise in der Lamelle (17) Durchgangslöcher (23) angeordnet
sind, die insbesondere kreisförmig sind.
6. Schachtbodenauskleidung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamelle (17) in einem Abschnitt des Verbindungsstückes (8) angeordnet ist, der
an die Rohranschlussöffnung (7) anschließt.
7. Schachtbodenauskleidung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Verbindungsstück (8) zu seinem zweiten, dem ersten Ende (9) gegenüberliegenden
Ende (14) hin konisch verjüngt, wobei vorzugsweise das Verbindungsstück (8) am zweiten
Ende (14) elastisch aufgeweitet werden kann, und im zweiten Ende (14) ein Dehnelement
zum Aufweiten des zweiten Endes (14) anordenbar ist.
8. Verfahren zum Verbinden einer Schachtbodenauskleidung (1), mit einer in einen Schacht
(3), insbesondere einen Abwasserschacht, mündenden, ortsfesten Rohrleitung (4), wobei
die Schachtbodenauskleidung (1) einen Grundkörper (2) mit wenigstens einer Rohranschlussöffnung
(7) aufweist, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
a) Einbringen der Schachtbodenauskleidung (1) in den Schacht (3), wobei ein rohrförmiges
Verbindungsstück (8) aus einem flexiblen Material, das mit seinem ersten Ende (9)
an der Rohranschlussöffnung (7) befestigt ist, eine erste Stellung einnimmt, in der
es zumindest teilweise in das Innere der Rohranschlussöffnung (7) umgestülpt ist,
und
b) elastisches Umformen des Verbindungsstückes (8), sodass das Verbindungsstück (8)
eine zweite Stellung einnimmt, in der es in Verlängerung der Rohranschlussöffnung
(7) angeordnet ist und vom Grundkörper (2) weg und mit seinem zweiten Ende (14) in
die Rohrleitung (4) hineinragt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt b) wenigstens eine, vorzugsweise mehr als eine, flanschförmige, am Verbindungsstück
(8) angeordnete, Lamelle (17) zwischen dem Grundkörper (2) und der Rohrleitung (4)
angeordnet ist.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt b) ein Schritt c) folgt, in dem das in der Rohrleitung (4) aufgenommene
zweite Ende (14) durch ein in das Verbindungsstück (8) eingebrachtes, ausdehnbares
Dehnelement aufgeweitet wird, sodass das Verbindungsstück (8) wenigstens in einem
Mittelbereich zwischen seinem ersten Ende (9) und seinem zweiten Ende (14) von innen
gestützt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach Schritt b) und ggf. nach Schritt c) zwischen die Schachtbodenauskleidung (1)
und den Schacht (3) eine Füllmasse (18), insbesondere eine mineralische Füllmasse
(18), eingebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Füllmasse (18) eine aushärtende Füllmasse (18), insbesondere Beton oder Zement,
ist, die im nicht ausgehärteten Zustand eingebracht wird, dass die Füllmasse (18)
nach dem Einbringen, vorzugsweise selbstständig, aushärtet, und dass die Füllmasse
(18) im ausgehärteten Zustand das außerhalb der Rohrleitung (4) angeordnete Verbindungsstück
(8) zumindest abschnittsweise umschließt, wobei auch ggf. vorhandene Lamellen (17)
von der ausgehärteten Füllmasse (18) umschlossen sind.
13. Verfahren nach Anspruch 10 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass das in Schritt c) verwendete Dehnelement ein befüllbarer, insbesondere aufblasbarer,
Hohlkörper (19) ist, der von der Rohranschlussöffnung (7) bis zum zweiten Ende des
Verbindungsstückes (8) verläuft, und dass nach dem Aushärten des Füllmateriales (18)
der Hohlkörper (19) im nicht ausgedehnten Zustand wieder aus dem Verbindungsstück
(8) entfernt wird, und dass der Hohlkörper (19) vorzugsweise von einem den Bereich
zwischen Rohranschlussöffnung (7) und Rohrleitung (4) überbrückenden, reversibel dehnbaren
Stützelement (20) ummantelt ist, durch das ein Ausbeulen des Verbindungsstückes (8)
beim Befüllen des Hohlkörpers (19) in diesem Bereich verhindert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsstück (8) durch das Dehnelement, das beispielsweise ein aufblasbarer
Hohlkörper (19) ist, im ausgedehnten Zustand so lange gegen die Rohrinnenseite (21)
gedrückt wird, bis das Verbindungsstück (8) mit der Rohrinnenseite (21) verklebt bzw.
verschweißt ist, und dass das Dehnelement anschließend im nicht ausgedehnten Zustand
wieder aus dem Verbindungsstück (8) entfernt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hülse (25) in das in der Rohrleitung (4) angeordnete Verbindungsstück (8) eingebracht
und anschließend aufgeweitet wird, sodass durch die Hülse (25) eine zwischen dem zweiten
Ende (14) des Verbindungsstückes (8) und der Rohrinnenseite (21) gebildete Stufe überdeckt
wird.
1. Manhole base liner (1), in particular for a sewer manhole, having a base body (2)
which has at least one pipe connection opening (7), characterized in that a tubular connecting piece (8) made of a flexible material is fastened with its first
end (9) to the pipe connection opening (7), and in that the connecting piece (8) is elastically deformable from a first position, in which
it is at least partially turned over into the interior of the pipe connection opening
(7), into a second position, in which it is arranged in extension of the pipe connection
opening (7) and projects away from the base body (2).
2. Manhole base liner according to claim 1, characterized in that the base body (2) has a pipe socket (6) which forms the pipe connection opening (7),
and in that the connecting piece (8) encloses the pipe socket (6) with its first end (9) along
at least part of its length.
3. Manhole base liner according to claim 2, characterized in that the connecting piece (8) is pressed against and connected to the pipe socket (6)
by means of an annular fastening element (13), preferably a clamp, arranged around
the first end (9) of the connecting piece (8) and the section of the pipe socket (6)
accommodated therein.
4. Manhole base liner according to claim 3, characterized in that the connecting piece (8) has a radial groove (12) in the region of its first end
(9), and in that the fastening element (13) is accommodated in the radial groove (12).
5. Manhole base liner according to one of claims 1 to 4, characterized in that the connecting piece (8) has at least one, preferably two or more, flange-shaped
lamella(s) (17) on an outer side (16) directed outwards in the second position, and
in that through-holes (23), which are in particular circular, are preferably arranged in
the lamella (17).
6. Manhole base liner according to claim 5, characterized in that the lamella (17) is arranged in a section of the connecting piece (8) which adjoins
the pipe connection opening (7).
7. Manhole base liner according to one of claims 1 to 6, characterized in that the connecting piece (8) tapers conically towards its second end (14) opposite the
first end (9), wherein preferably the connecting piece (8) is elastically expandable
at the second end (14), and an expansion element can be arranged in the second end
(14) for expanding the second end (14).
8. Method for connecting a manhole base liner (1), to a stationary pipe (4) opening into
a manhole (3), in particular a sewer manhole, wherein the manhole base liner (1) has
a base body (2) having at least one pipe connection opening (7), wherein the method
comprises the following steps:
a) inserting the manhole base liner (1) into the manhole (3), wherein a tubular connecting
piece (8) made of a flexible material, which is fixed with its first end (9) to the
pipe connection opening (7), assumes a first position in which it is at least partially
turned over into the interior of the pipe connection opening (7), and
b) elastically deforming the connecting piece (8) so that the connecting piece (8)
assumes a second position in which it is arranged in extension of the pipe connection
opening (7) and projects away from the base body (2) and with its second end (14)
into the pipe (4).
9. Method according to claim 8, characterized in that after step b) at least one, preferably more than one, flange-shaped lamella (17)
arranged on the connecting piece (8) is arranged between the base body (2) and the
pipe (4).
10. Method according to claim 8 or 9, characterized in that step b) is followed by a step c) in which the second end (14) accommodated in the
pipe (4) is widened by an expandable expansion element introduced into the connecting
piece (8), so that the connecting piece (8) is supported from the inside at least
in a central region between its first end (9) and its second end (14).
11. Method according to claim 9 or 10, characterized in that, after step b) and, optionally, after step c), a filling compound (18), in particular
a mineral filling compound (18), is introduced between the manhole base liner (1)
and the manhole (3).
12. Method according to claim 11, characterized in that the filling compound (18) is a hardening filling compound (18), in particular concrete
or cement, which is introduced in the non-hardened state, in that the filling compound (18) hardens after introduction, preferably independently, and
in that the filling compound (18) in the hardened state encloses the connecting piece (8)
arranged outside the pipe (4) at least in sections, wherein any lamellae (17) which
may optionally be present are also enclosed by the hardened filling compound (18)
.
13. Method according to claim 10 and 12, characterized in that the expansion element used in step c) is a fillable, in particular inflatable, hollow
body (19) which extends from the pipe connection opening (7) to the second end of
the connecting piece (8), and in that, after the hardening of the filling material (18), the hollow body (19) in the unexpanded
state is removed again from the connecting piece (8), and in that the hollow body (19) is preferably encased by a reversibly expandable support element
(20) which bridges the region between the pipe connection opening (7) and the pipe
(4) and by means of which bulging of the connecting piece (8) is prevented in this
region during filling of the hollow body (19) .
14. Method according to one of claims 10 to 12, characterized in that the connecting piece (8) is pressed against the inner side (21) of the pipe by the
expansion element, which is, for example, an inflatable hollow body (19), in the expanded
state for such a time until the connecting piece (8) is bonded or welded to the inner
side (21) of the pipe, and in that the expansion element is subsequently removed from the connecting piece (8) again
in the non-expanded state.
15. Method according to one of claims 9 to 14, characterized in that a sleeve (25) is introduced into the connecting piece (8) arranged in the pipe (4)
and is subsequently expanded so that a step formed between the second end (14) of
the connecting piece (8) and the inner side (21) of the pipe is covered by the sleeve
(25).
1. Habillage de fond de puits (1), en particulier pour un puits donnant sur une canalisation
d'égout, avec un corps de base (2) qui présente au moins une ouverture de raccordement
de conduite (7), caractérisé en ce qu'un raccord tubulaire (8) fait d'un matériau flexible est fixé à sa première extrémité
(9) sur l'ouverture de raccordement de conduite (7) et en ce que le raccord (8) est déformable de façon élastique d'une première position dans laquelle
il est au moins partiellement retourné à l'intérieur de l'ouverture de raccordement
de conduite (7) à une deuxième position dans laquelle il est disposé dans le prolongement
de l'ouverture de raccordement de conduite (7) et dépasse dans la direction opposée
au corps de base (2).
2. Habillage de fond de puits selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps de base (2) présente une tubulure (6) qui forme l'ouverture de raccordement
de conduite (7) et en ce que le raccord (8) entoure le tubulure (6) sur au moins une partie de sa longueur avec
sa première extrémité (9).
3. Habillage de fond de puits selon la revendication 2, caractérisé en ce que le raccord (8) est enfoncé sur la tubulure (6) et assemblé avec celui-ci au moyen
d'un élément de fixation (31) annulaire, de préférence un collier de serrage, disposé
autour de la première extrémité (9) du raccord (8) et du segment du tubulure (6) qui
y est logé.
4. Habillage de fond de puits selon la revendication 3, caractérisé en ce que le raccord (8) présente une rainure radiale (12) au niveau de sa première extrémité
(9) et en ce que l'élément de fixation (13) est logé dans la rainure radiale (12).
5. Habillage de fond de puits selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le raccord (8) présente sur sa face extérieure (16) orientée vers l'extérieur dans
la deuxième position au moins une lamelle en forme de bride (17), de préférence deux
ou plusieurs, et en ce que des trous traversants (23), en particulier circulaires, sont de préférence disposés
dans la lamelle (17).
6. Habillage de fond de puits selon la revendication 5, caractérisé en ce que la lamelle (17) est disposée dans un segment du raccord (8) qui fait suite à l'ouverture
de raccordement de conduite (7).
7. Habillage de fond de puits selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le raccord (8) se resserre en cône vers sa deuxième extrémité (14) opposée à la première
extrémité (9), le raccord (8) pouvant de préférence être élargi de façon élastique
à la deuxième extrémité (14) et un élément d'expansion pouvant être disposé dans la
deuxième extrémité (14) pour élargir la deuxième extrémité (14).
8. Procédé pour assembler un habillage de fond de puits (1) avec une conduite (4) fixe
débouchant dans un puits (3), en particulier un puits d'accès à un égout, dans lequel
l'habillage de fond de puits (1) présente un corps de base (2) avec au moins une ouverture
de raccordement de conduite (7), lequel procédé comprend les étapes suivantes :
a) introduction de l'habillage de fond de puits (1) dans le puit (3), lors de laquelle
un raccord (8) tubulaire fait d'un matériau flexible, qui est fixé par sa première
extrémité (9) sur l'ouverture de raccordement de conduite (7), prend une première
position dans laquelle il est au moins partiellement retourné à l'intérieur de l'ouverture
de raccordement de conduite (7), et
b) déformation élastique du raccord (8), de sorte que le raccord (8) prenne une deuxième
position dans laquelle il est disposé dans le prolongement de l'ouverture de raccordement
de conduite (7) et dépasse à sa deuxième extrémité (14) dans la conduite (4) dans
la direction opposée au corps de base (2).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que, après l'étape b), au moins une lamelle (17) en forme de bride disposée sur le raccord
(8), de préférence plus d'une, est disposée entre le corps de base (2) et la conduite
(4).
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que l'étape b) est suivie d'une étape c) dans laquelle la deuxième extrémité (14) logée
dans la conduite (4) est élargie par un élément d'expansion extensible introduit dans
le raccord (8), de sorte que le raccord (8) est soutenu par l'intérieur dans une région
médiane entre sa première extrémité (9) et sa deuxième extrémité (14).
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que, après l'étape b) et éventuellement après l'étape c), une masse de remplissage (18),
en particulier une masse de remplissage (18) minérale, est introduite entre l'habillage
de fond de puits (1) et le puits (3).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que la masse de remplissage (18) est une masse de remplissage (18) durcissable, en particulier
du béton ou du ciment, qui est introduite dans l'état non durci, en ce que la masse de remplissage (18) durcit après l'introduction, de préférence d'elle-même,
et en ce que la masse de remplissage (18) durcie entoure en partie le raccord (8) disposé à l'extérieur
de la conduite (4), les lamelles (17) éventuellement présentes étant elles aussi entourées
par la masse de remplissage (18) durcie.
13. Procédé selon la revendication 10 et 12, caractérisé en ce que l'élément d'expansion utilisé dans l'étape c) est un corps creux (19) pouvant être
rempli, de préférence gonflé, qui s'étend de l'ouverture de raccordement de conduite
(7) à une deuxième extrémité du raccord (8), et en ce que, après le durcissement du matériau de remplissage (18), le corps creux (19) est retiré
du raccord (8) dans l'état non expansé, et en ce que le corps creux (19) est de préférence enveloppé par un élément de support (20) expansible
de façon réversible qui couvre la région comprise entre l'ouverture de raccordement
de conduite (7) et la conduite (4) et qui empêche une déformation du raccord (8) dans
cette zone lors du remplissage du corps creux (19).
14. Procédé selon l'une des revendications 10 à 12, caractérisé en ce que le raccord (8) est pressé contre la face intérieure du conduite (21) par l'élément
expansible, qui est par exemple un corps creux (19) gonflable, dans l'état expansé,
jusqu'à ce que le raccord (8) soit collé ou soudé à la face intérieure du conduit
(21), et en ce que l'élément expansible est ensuite retiré du raccord (8) dans l'état non expansé.
15. Procédé selon l'une des revendications 9 à 14, caractérisé en ce qu'une douille (25) est introduite dans le raccord (8) disposé dans la conduite (4) puis
élargie, de sorte que la douille (25) couvre un gradin formé entre la deuxième extrémité
(14) du raccord (8) et la face intérieure du conduite (21).