GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zur Integration einer Zündspule
und eines Bandpassfilters.
[0002] Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Anordnung zur Einspeisung einer Hochfrequenzspannung
in eine Zündspule.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0003] In Automobilen kommen Vorrichtungen zur Zündung eines Kraftstoffgemisches, insbesondere
eines Kraftstoff-Luftgemisches, zum Einsatz. Der Stand der Technik lehrt eine Vielzahl
von Ausführungen für derartige Vorrichtungen. Hierbei ist der Verbrennungsprozess
im Verbrennungsraum des Motors, insbesondere eines Verbrennungsmotors mit Fremdzündung
durch Zündkerzen, auch als Ottomotor bekannt, weiter zu verbessern.
[0004] Eine Zündanlage bzw. eine Zündspule transformiert die Batteriespannung eines Fahrzeugs
auf die gewünschte Zündspannung, um ein Zündsignal bzw. eine Zündspannung, insbesondere
eine Hochvolt-Zündspannung, bereitzustellen.
[0005] Die
US 2015/0200051 A1 offenbart mehrere Varianten eines Übertragers, in dem jeweils ein primärseitig erzeugter
Zündimpuls zu einem Hochvolt-Zündimpuls auf der Sekundärseite des Übertragers transformiert
wird.
[0006] Aus dem Stand der Technik ist es zur Zündung eines Kraftstoff-Luftgemisches auch
bekannt, als Alternative zur Erzeugung einer reinen Hochvolt-Zündspannung eine Hochfrequenz-Plasmazündvorrichtung
einzusetzen, die eine Hochvolt-Zündspannung mit einer überlagerten Hochfrequenzspannung
erzeugt.
[0007] Die
DE 10 2015 210 376 A1 und alternativ die
DE 10 2013 207 909 A1 offenbaren jeweils beispielsweise eine derartige Hochfrequenz-Plasmazündvorrichtung.
Hierin wird ein in einer Zündspule erzeugter Hochspannungsimpuls mit einer in einer
Hochfrequenzspannungsquelle erzeugten Hochfrequenzspannung elektrisch gekoppelt.
[0008] Zwischen der Kopplungsstelle und der Hochfrequenzspannungsquelle ist ein Bandpassfilter
geschaltet. Dieses Bandpassfilter ist als Serienschwingkreis aus einer Spule und einem
Kondensator realisiert. Der Kondensator blockt den Gleichspannungsanteil des Hochspannungsimpulses
gegenüber der Hochfrequenzspannungsquelle ab. Der Serienschwingkreis ist so dimensioniert,
dass er einerseits für die Hochfrequenzspannung durchlässig ist und andererseits für
Oberwellenanteile des Hochspannungsimpulses und für das Zündungsrauschen sperrend
ist.
[0009] Spulen und insbesondere Hochfrequenzspulen, wie sie beispielsweise im Bandpassfilter
eingesetzt werden, stellen Bauelemente dar, die einen vergleichsweise hohen Platzbedarf
benötigen. Der Platz im Motorraum, insbesondere im Bereich oberhalb der Zylinderbank,
ist hierfür typischerweise nicht ausreichend. Eine räumliche Trennung der Zündspule
und des Bandpassfilters in zwei getrennten Gehäusen erfordert zusätzlich einen erheblichen
Aufwand in der Gestaltung der Isolation in der Verbindungsleitung zwischen den beiden
Gehäusen und in den erforderlichen Gehäusesteckverbinder im Hinblick auf eine Hochspannungsfestigkeit.
[0010] Dies ist ein Zustand, den es zu verbessern gilt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0011] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
möglichst kompakte Zündspule zu schaffen, in der ein Hochspannungsimpuls mit einer
überlagerten Hochfrequenzspannung erzeugt wird.
[0012] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Anordnung zur Integration einer Zündspule
und eines Bandpassfilters mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0013] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegenden Erkenntnis/Idee besteht darin,
die Spule des Bandpassfilters möglichst raumsparend in die Zündspule zu integrieren.
[0014] Hierzu ist die sekundärseitig angeordnete Spule der Zündspule, die im Folgenden als
zweite Spule bezeichnet wird, mit einer weiteren Spule, die im Folgenden als dritte
Spule bezeichnet wird und die Spule des Bandpassfilters darstellt, elektrisch verbunden.
Außerdem ist ein Hochfrequenzanschluss, der eine Hochfrequenzspannung empfängt, mit
der zweiten Spule und der dritten Spule elektrisch verbunden. Der Hochfrequenzanschluss
empfängt eine Hochfrequenzspannung von außerhalb der Spüle, insbesondere von einer
mit dem Hochfrequenzanschluss verbundenen Hochfrequenzspannungsquelle, und speist
die Hochfrequenzspannung in die Zündspule ein.
[0015] Somit können die Spulen der Zündspule und des Bandpassfilters räumlich nahe zueinander
positioniert werden und damit eine Zündspule mit integrierter Spule eines Bandpassfilters
mit einem reduzierten Platzbedarf verwirklicht werden. Außerdem ist hiermit eine Zündspule
geschaffen, in der eine elektrische Kopplung eines in der Zündspule sekundärseitig
erzeugten Hochspannungsimpulses mit einer überlagerten Hochfrequenzspannung realisiert
ist. Der somit in der Zündspule erzeugte Hochspannungsimpuls mit überlagerter Hochfrequenzspannung
wird an einem Anschluss der dritten Spule aus der Zündspule elektrisch ausgekoppelt.
Dieser Anschluss der dritten Spule liegt dem mit der zweiten Spule verbundenen Anschluss
der dritten Spule gegenüber.
[0016] Unter Hochfrequenzspannung wird hierbei und im Folgenden eine Wechselspannung mit
einer Frequenz ab 100 kHz bis 1 GHz, bevorzugt zwischen 1 MHz und 20 MHz, verstanden.
Am Hochfrequenzanschluss zwischen der zweiten und der dritten Spule kann anstelle
einer Hochfrequenzspannung alternativ auch ein Hochfrequenzstrom eingespeist werden.
Im Folgenden steht die Abkürzung "HF-" für "Hochfrequenz-".
[0017] Ist ein Kondensator zwischen dem HF-Anschluss und der elektrischen Verbindung zwischen
der zweiten Spule und der dritten Spule geschaltet und angeordnet, so ist damit eine
Anordnung geschaffen, in der sowohl die Funktion der Zündspule als auch die Funktion
der Bandpassfilterung realisiert und integriert ist:
Der Kondensator und die dritte Spule, die einen als Bandpassfilter wirkenden Serienschwingkreis
bilden, werden so dimensioniert, dass die Frequenz einer HF-Spannung, die in einem
mit dem HF-Anschluss verbundenen HF-Generator erzeugt wird, im Durchlassbereich des
Bandpassfilters liegt. Auf diese Weise wird die HF-Spannung vom HF-Generator in die
Zündspule additiv eingekoppelt.
[0018] Außerdem werden der Kondensator und die dritte Spule des Bandpassfilters zusätzlich
so dimensioniert, dass Zündungsrauschen im Verbrennungsraum des Verbrennungsmotors
im höherfrequenten Spektralbereich des Bandpassfilters, also im Sperrbereich des Bandpassfilters
zu liegen kommt. Das Zündungsrauschen wird durch ein entsprechend dimensioniertes
Bandpassfilter abgeblockt und gelangt somit nicht vom Verbrennungsraum zum HF-Generator.
Die Funktionsweise des HF-Generators wird somit durch Zündungsrauschen nicht gestört.
[0019] Oberwellenanteile des Hochspannungsimpulses, die in der zweiten Spule erzeugt werden
und unterhalb der Grenzfrequenz eines Hochpassfilters liegen, werden durch eine geeignete
Dimensionierung des Kondensators, der als Hochpassfilter für die Oberwellenanteile
des Hochspannungsimpulses wirkt, gedämpft. Somit gelangen die Oberwellenanteile des
Hochspannungsimpulses nicht von der zweiten Spule zum HF-Generator und stören die
Funktionsweise des HF-Generators nicht.
[0020] Der Gleichanteil des Hochspannungsimpulses wird durch den Kondensator gegenüber dem
HF-Generator abgeblockt.
[0021] Der Magnetkern ist aus einem weichmagnetischen Werkstoff mit einer ausreichenden
magnetischen Sättigungsflussdichte und einer ausreichenden Permeabilität hergestellt.
Dadurch wird der magnetische Fluss, der bei einem Stromfluss durch den elektrischen
Leiter der Spule, bevorzugt der primärseitig angeordneten Spule, entsteht, verlustarm
gebündelt und geführt. Die primärseitig angeordnete Spule wird im Folgenden als erste
Spule bezeichnet. Außerdem wird durch den Magnetkern die Induktivität der ersten Spule
und der zweiten Spule erhöht. Aufgrund der hohen Permeabilität der Spulen lässt sich
die Baugröße aller Spulen, die primärseitig und sekundärseitig um den Magnetkern gewickelt
sind, gegenüber einer Luftspule verkleinern. Somit lässt sich der Platzbedarf einer
Zündspule verkleinern.
[0022] Als Werkstoffe für Magnetkerne werden ferromagnetische Metalllegierungen, meist in
Form von Blech oder Folie oder gebundenem Pulver, oder oxidkeramische ferrimagnetische
Werkstoffe (Ferrite) eingesetzt. Zur Reduzierung von Wirbelströmen, die durch Oberwellenanteile
des Hochspannungsimpulses und durch die HF-Spannung im Magnetkern erzeugt werden,
setzt sich der Magnetkern bevorzugt aus gestapelten Blechen zusammen, zwischen denen
dielektrische Schichten bevorzugt aus Papier oder Kunststoff angeordnet sind.
[0023] Die erste Spule und die zweite Spule sind derart zueinander ausgelegt, dass ein ausreichendes
Spannungsübersetzungsverhältnis zwischen dem Primärkreis und dem Sekundärkreis der
Zündspule realisiert ist. Um einen sekundärseitigen Hochspannungsimpuls von typischerweise
mehreren 10 kV aus einem primärseitigen Spannungsimpuls von typischerweise mehreren
100 V zu transformieren, ist die Anzahl der sekundärseitigen Windungen typischerweise
um den Faktor 10 bis 1000 höher als die Anzahl der primärseitigen Windungen. Um das
Volumen der sekundärseitigen Spule ungefähr in der gleichen Größenordnung wie das
Volumen der primärseitigen Spule zu gestalten, ist der Durchmesser des elektrischen
Leiters der sekundärseitigen Spule typischerweise um den Faktor 10 bis 1000 kleiner
als der Durchmesser des zur primärseitigen Spule gehörigen elektrischen Leiters.
[0024] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0025] Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, im durch die Ansprüche definierten
Rahmen.
[0026] Um die erste Spule, die zweite Spule, die dritte Spule und den Magnetkern innerhalb
der Zündspule jeweils zueinander zu positionieren und zu orientieren, sind die erste
Spule, die zweite Spule, die dritte Spule und der Magnetkern vorzugsweise jeweils
über ein Abstandselement aus einem elektrisch isolierenden Material miteinander verbunden.
[0027] Als Abstandselement kann beispielsweise ein Abstandshalter, eine Kunststofffolie
oder ein Spulenkörper dienen, um den die Spule gewickelt ist. Hierbei sind die einzelnen
Abstandselemente zwischen der ersten Spule, der zweiten Spule, der dritten Spule und
dem Magnetkern jeweils derart ausgebildet, dass die Zündspule eine möglichst kompakte
Bauform aufweist und gleichzeitig möglichst geringe Beeinflussungen zwischen der ersten
Spule, der zweiten Spule, der dritten Spule und dem Magnetkern vorliegen.
[0028] Zwischen der ersten Spule, der zweiten Spule, der dritten Spule und dem Magnetkern
sowie den dazwischen angeordneten Abstandselementen befindet sich typischerweise eine
ausgehärtete Vergussmasse aus einem dielektrischen Material, beispielsweise Kunstharz,
bevorzugt ein Gießharz. Die Vergussmasse dient neben der Fixierung der einzelnen Spulen
und des Magnetkerns zueinander sowie der elektrischen Isolation, insbesondere der
Erhöhung der Hochspannungsfestigkeit, zwischen den einzelnen Spulen.
[0029] In einer ersten Ausführung einer erfindungsgemässen Anordnung ist die dritte Spule
mit ihren einzelnen Windungen sekundärseitig um den Magnetkern gewickelt. Somit wird
die Sekundärseite der Zündspule durch die serielle Verschaltung der zweiten und der
dritten Spule gebildet. Der Hochspannungsimpuls wird somit sowohl in der zweiten Spule
als auch in der dritten Spule erzeugt. Die serielle Verschaltung der zweiten und der
dritten Spule kann auch als eine einzige Spule mit zwei Spulenbereichen betrachtet
werden. Im Übergang zwischen den beiden Spulenbereichen einer derartigen einzigen
Spule ist demnach ein elektrischer Kontaktanschluss, ein sogenannter Mittenanschluss,
vorgesehen, der mit dem HF-Anschluss elektrisch verbunden ist.
[0030] Der Vorteil der ersten Ausführung ist in der kompakten Bauform der Zündspule zu sehen,
da für die Platzierung der dritten Spule neben dem Bauraum der Zündspule kein zusätzlicher
Platzbedarf nötig ist. Die dritte Spule erfüllt in der ersten Ausführung somit eine
technische Doppelfunktion. Sie dient zur Bandpassfilterung und zur Erzeugung des Hochspannungsimpulses.
[0031] In einer bevorzugten Ausprägung der ersten Ausführungsform ist die dritte Spule hinsichtlich
ihrer HF-Übertragungscharakteristik als Bestandteil des Bandpassfilters innerhalb
des HF-Pfades optimiert, indem die Abstände zwischen jeweils aufeinander folgenden
Windungen der dritten Spule gegenüber jeweils aufeinander folgenden Windungen der
zweiten Spule vergrößert sind. Somit werden die parasitären Kapazitäten innerhalb
der dritten Spule gegenüber den üblichen parasitären Kapazitäten der zweiten Spule
verkleinert. Eine weitere technische Maßnahme, die parasitären Kapazitäten innerhalb
der dritten Spule zu verkleinern und damit das HF-Übertragungsverhalten der dritten
Spule zu verbessern, wird durch die Anwendung einer für die HF-Übertragung optimierten
Wicklung der dritten Spule möglich.
[0032] Alternativ oder in Ergänzung zur Verminderung der parasitären Kapazitäten ist als
weitere technische Maßnahme zur Verbesserung der HF-Übertragungscharakteristik in
der dritten Spule der Drahtdurchmesser der dritten Spule größer als der Drahtdurchmesser
der zweiten Spule ausgelegt. Ein HF-Strom, der durch die HF-Spannung eingeprägt wird,
fließt einzig an der Oberfläche der Spule. Bei gegebener frequenzabhängiger Eindringtiefe
des HF-Stromes ergibt sich für diesen eine größere Querschnittsfläche in der dritten
Spule als in der zweiten Spule. Damit wird der für den HF-Strom relevante ohmsche
Widerstand im Oberflächenbereich des Leiters der dritten Spule gegenüber dem Leiter
der zweiten Spule verkleinert. Dieser Effekt verbessert die Güte der als HF-Spule
ausgebildeten dritten Spule und damit die HF-Übertragungscharakteristik der dritten
Spule. Somit wird der HF-Strom verstärkt durch die dritte Spule und vermindert durch
die zweite Spule fließen. Ein unerwünschtes elektrisches Einkoppeln der HF-Spannung
bzw. des HF-Stroms in die zweite Spule wird auf diese Weise vermindert.
[0033] Somit erfolgt eine induktive Kopplung der HF-Spannung bzw. des HF-Stromes von der
Sekundär- zur Primärseite der Zündspule hauptsächlich von der dritten Spule zur ersten
Spule. Im Fall eines größeren Abstands zwischen den einzelnen Windungen der dritten
Spule ist eine geringere Windungsanzahl in der dritten Spule und damit eine geringere
Induktivität für die dritte Spule realisierbar, die eine geringere induktive Kopplung
zwischen der dritten und der ersten Spule verursacht.
[0034] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die dritte Spule beschichtet,
wobei deren Impedanz geringer als die Impedanz des Grundmaterials ist. Da der von
der HF-Spannung getriebene HF-Strom auf der Oberfläche der dritten Spule und damit
primär im Bereich der Beschichtung der dritten Spule fließt, wird der HF-Strom im
Wesentlichen durch die dritte Spule und nicht durch die zweite Spule fließen, die
keine Beschichtung mit einer niedrigeren Impedanz aufweist. Als Beschichtungsmaterial
eignet sich Silber, Kupfer, Gold, Zinn, Aluminium, Wolfram, Molybdän, Titan, Zirkonium,
Niobium, Tantal, Wismut, Palladium und Blei. Auch Legierungen oder Verbundwerkstoffe
aus einem oder mehreren dieser Materialien sind geeignet.
[0035] Bei einer Zündspule sind die primärseitige Spule und die sekundärseitige(n) Spule(n)
gemeinsam um einen Hauptschenkel eines Magnetkerns gewickelt. Zur Realisierung eines
geschlossenen Eisenpfades für den magnetischen Fluss weist der Magnetkern mindestens
einen Rückschlussschenkel und zwei Joche auf, die den Hauptschenkel und den Rückschlussschenkel
jeweils verbinden. Der aus dem Hauptschenkel, dem Rückschlussschenkel und den beiden
Jochen zusammengesetzte Magnetkern umschließt dabei gemeinsam die primärseitige und
die sekundärseitige(n) Spule(n). In einer bevorzugten Ausbildung der Zündspule als
Manteltransformator weist der Magnetkern einen Hauptschenkel, zwei Rückschlussschenkel
und zwei Joche auf, die den Hauptschenkel und die beiden Rückschlussschenkel jeweils
miteinander verbinden. Somit wird über den Hauptschenkel, einen Rückschlussschenkel
und zwei Teilbereiche der beiden Joche jeweils ein magnetischer Teilfluss geführt.
[0036] Die primärseitige Spule und die sekundärseitige(n) Spule(n) sind zueinander konzentrisch
um den Hauptschenkel gewickelt. Bevorzugt umschließen die zweiten und dritten Spulen
die erste Spule. Alternativ ist es aber auch möglich, dass die erste Spule die zweite
und dritte Spule umschließt. Zur elektrischen Isolierung sind zwischen dem Magnetkern,
der ersten Spule und der zweiten und dritten Spule jeweils Abstandselemente vorgesehen.
[0037] In einer besonderen Anordnung der ersten Ausführungsform der Erfindung umschließt
die dritte Spule die zweite Spule und die erste Spule. Bevorzugt umschließt dabei
die zweite Spule die erste Spule. Alternativ kann die erste Spule auch die zweite
Spule umschließen.
[0038] Um die magnetische Kopplung zwischen der dritten Spule und der ersten Spule sowie
der zweiten Spule zu reduzieren, kann zwischen der dritten Spule und der zweiten Spule
eine Folie aus einem leicht magnetisierbaren Material, bevorzugt aus einem Mu-Metall,
angeordnet sein. Alternativ kann auch eine Kupferfolie vorgesehen sein, in der Wirbelströme
durch den in der dritten Spule fließenden HF-Strom angeregt werden und damit das elektromagnetische
Feld zwischen der dritten Spule und der zweiten Spule bzw. der ersten Spule gedämpft
wird. Zur elektrischen Isolierung ist zwischen der Folie aus magnetisierbarem Material
bzw. der Kupferfolie und der dritten Spule sowie der zweiten Spule jeweils eine Folie
aus einem dielektrischen Material angeordnet.
[0039] In einer zweiten Ausführungsform der Zündspule, die nicht Teil der vorliegenden Erfindung
ist, ist die dritte Spule als HF-Spule ausgebildet. HF-Spulen sind nach dem Stand
der Technik um einen Magnetkern aus einem Ferrit gewickelt. Da Ferrite typischerweise
keine hohe Hitzebeständigkeit aufweisen, sind sie für eine Anwendung in der Umgebung
eines Motors mit Temperaturen um 100 °C wenig geeignet. Aus diesem Grund ist die als
HF-Spule auszubildende dritte Spule bevorzugt als sogenannte Luftspule, d.h. als Spule
ohne Magnetkern, ausgebildet.
[0040] Die dritte Spule ist folglich in der zweiten Ausführungsform der Zündspule derart
innerhalb der Zündspule positioniert und orientiert, dass sie den Magnetkern nicht
umschließt und dadurch die gesamte Zündspule andererseits möglichst kompakt bleibt.
Zusätzlich ist bei der Anordnung der dritten Spule in der zweiten Ausführungsform
der Zündspule zu berücksichtigen, dass eine möglichst geringe magnetische Kopplung
zwischen der dritten Spule und der ersten und zweiten Spule möglich ist. Außerdem
sind durch die HF-Einspeisung in die dritte Spule möglichst geringe HF-Verluste, insbesondere
Wirbelstromverluste im angrenzenden Magnetkern, anzustreben.
[0041] Dabei ist es zweckmäßig, die einzelnen Windungen der als Luftspule realisierten dritten
Spule jeweils seitlich beabstandet zu einer Stirnfläche des Magnetkerns zu positionieren.
Unter Stirnfläche des Magnetkerns wird die Seitenfläche des Magnetkerns verstanden,
dessen Flächenvektor jeweils parallel zur Längsrichtung des Magnetkerns, d.h. zur
Längsrichtung der Durchführung(en) des Magnetkerns, verläuft. Außerdem ist die Querschnittsfläche
der dritten Spule parallel zur Stirnfläche des Magnetkerns orientiert. Unter Querschnittsfläche
der dritten Spule wird die Querschnittsfläche der dritten Spule verstanden, deren
Flächenvektor parallel zur Längsrichtung der dritten Spule, d.h. zur Längsrichtung
der Durchführung der dritten Spulen, verläuft.
[0042] Schließlich umschließt die dritte Spule mit ihren Windungen zumindest einen Bereich
der ersten Spule und/oder der zweiten Spule.
[0043] Indem die dritte Spule mit ihren Windungen zumindest einen Bereich der ersten Spule
und/oder der zweiten Spule, nämlich den Bereich der ersten Spule und/oder der zweiten
Spule, der aus dem Magnetkern herausragt, umschließt und gleichzeitig seitlich beabstandet
zur Stirnfläche des Magnetkerns positioniert ist, nimmt die dritte Spule mit ihren
Windungen den noch freien Platz seitlich des Magnetkerns ein, der von der ersten Spule
und/oder der zweiten Spule nicht besetzt ist. Somit ist mit der ersten Untervariante
der zweiten Ausführungsform der Zündspule eine platzsparende Integration der dritten
Spule in die Zündspule realisiert.
[0044] Da die Querschnittsfläche der dritten Spule parallel zur Stirnfläche des Magnetkerns
orientiert ist, verlaufen die Magnetfelder einer dritten Spule weitestgehend orthogonal
zu den Magnetfeldern der ersten und der zweiten Spule, die als magnetischer Fluss
im Magnetkern konzentriert und geführt sind. Auf diese Weise ist als weiterer Vorteil
die magnetische Kopplung zwischen der dritten Spule und der ersten bzw. der zweiten
Spule minimiert.
[0045] Dabei lässt sich die Gesamtinduktivität der dritten Spule verdoppeln, wenn seitlich
zu den beiden Stirnflächen des Magnetkerns jeweils eine dritte Spule positioniert
ist, die seriell miteinander verschaltet sind. Die serielle Verschaltung von mehreren
dritten Spulen bietet also eine Möglichkeit, die Induktivität des Bandpassfilters
zu vergrößern und somit die Kapazität des Bandpassfilters zu verkleinern. Mit einer
geringeren Kapazität des Kondensators lässt sich eine hohe Dämpfung für die Oberwellenanteile
des Hochspannungsimpulses durch den auch als Hochpassfilter agierenden Kondensator
verwirklichen.
[0046] In einer zweiten Untervariante der zweiten Ausführungsform der Zündspule sind die
einzelnen Windungen der als Luftspule realisierten dritten Spule jeweils seitlich
beabstandet zu einer Stirnfläche des Magnetkerns positioniert sind. Die dritte Spule
ist hierbei mit ihren Windungen zu einem der beiden Rückschlussschenkel oder zu einem
der beiden Joche seitlich beabstandet. Außerdem ist die Querschnittsfläche der dritten
Spule senkrecht zur Stirnfläche des Magnetkerns orientiert.
[0047] Durch die Positionierung der dritten Spule seitlich beabstandet zu einer Stirnfläche
des Magnetkerns, insbesondere seitlich beabstandet zu einem der beiden Rückschlussschenkel
oder zu einem der beiden Joche, wird somit von der dritten Spule der noch freie Platz
seitlich des Magnetkerns eingenommen, der von der ersten Spule und/oder der zweiten
Spule nicht besetzt ist. Somit wird eine kompakte Bauform realisiert.
[0048] Die magnetische Kopplung zwischen der dritten Spule und der ersten bzw. der zweiten
Spule ist reduziert, da mit Ausnahme des Übergangsbereiches zwischen dem Hauptschenkel
und den beiden Jochen das Magnetfeld der dritten Spule orthogonal zu den Magnetfeldern
der ersten und der zweiten Spule orientiert ist. Da der Übergangsbereich zwischen
dem Hauptschenkel und den beiden Jochen vergleichsweise klein ist und nicht im Maximum
der magnetischen Feldlinien der dritten Spule liegt, ist die magnetische Kopplung
zwischen der dritten Spule und der ersten sowie der zweiten Spule gering.
[0049] Dabei ist es insbesondere zweckmäßig, wenn mehrere seriell miteinander verschaltete
dritte Spulen seitlich beabstandet zu einer Stirnfläche des Magnetkerns positioniert
sind. Die Querschnittsflächen aller seriell verschalteten dritten Spulen sind jeweils
senkrecht zur Stirnfläche des Magnetkerns orientiert.
[0050] Da zu jedem der beiden Rückschlussschenkel und zu jedem der beiden Joche des Magnetkerns
und zu jeder der beiden Stirnflächen des Magnetkerns seitlich beabstandet jeweils
eine dritte Spule positionierbar ist, können somit bis zu acht dritte Spulen seriell
verschaltet werden. Gegenüber einer einzigen dritten Spule ergibt sich durch die serielle
Verschaltung von mehreren dritten Spulen eine Erhöhung der Gesamtinduktivität. Da
die dritte Spule der zweiten Untervariante vor allem wegen ihrer geringeren Querschnittsfläche
und ihrer geringeren Windungsanzahl eine geringere Induktivität als die dritte Spule
der ersten Untervariante aufweist, kann durch die serielle Verschaltung von mehreren
dritten Spulen in der zweiten Untervariante dieser Nachteil ausgeglichen und unter
Umständen sogar noch gegenüber der ersten Untervariante verbessert werden.
[0051] In einer dritten Untervariante der zweiten Ausführungsform der Zündspule ist die
dritte Spule seitlich beabstandet zur Mantelfläche der ersten und/oder der zweiten
Spule positioniert. Außerdem ist die Querschnittsfläche der dritten Spule senkrecht
zur Stirnfläche des Magnetkerns orientiert. Die Zündspule weist somit zwar eine geringere
Kompaktheit auf, bedingt aber aufgrund des größeren Abstandes der dritten Spule zum
Magnetkern geringere Wirbelstromverluste im Magnetkern, d.h. geringere HF-Verluste.
Auch die magnetische Kopplung zwischen der dritten Spule und der ersten bzw. der zweiten
Spule ist vermindert, da der Abstand zwischen der dritten Spule und dem Magnetkern
vergleichsweise größer ist.
[0052] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn zwischen dem HF-Anschluss
und der zweiten Spule eine weitere Spule geschaltet ist, die als HF-Spule, bevorzugt
als Drosselspule, ausgebildet ist. Diese weitere Spule wird im Folgenden als vierte
Spule bezeichnet.
[0053] Eine HF-Spule, insbesondere eine Drosselspule, dämpft eine HF-Spannung bestmöglich
und minimiert gleichzeitig die durch die HF-Spannung erzeugten Wirbelströme im Magnetkern.
[0054] Zur Dämpfung der HF-Spannung weist eine Drosselspule einen induktiven Widerstand,
d.h. eine Impedanz mit einem gegenüber dem kapazitiven Anteil deutlich höheren induktiven
Anteil, auf. Die Dämpfung innerhalb der Drosselspule ist abhängig von der Querschnittsfläche,
der Windungsanzahl und der Spulenlänge der Drosselspule auszulegen. Um HF-Verluste
zu reduzieren, ist die Drosselspule bevorzugt als Luftspule ausgebildet. Durch die
Dämpfung der HF-Spannung wird ein elektrisches Einkoppeln der am HF-Anschluss eingeprägten
HF-Spannung in die zweite Spule reduziert. Dieser vorteilhafte Effekt tritt deutlicher
bei Vorliegen von parasitären Kapazitäten zwischen der Sekundärseite der Zündspule
und dem typischerweise aus einem elektrisch leitenden Material hergestellten Gehäuse
der Zündspule auf.
[0055] Die vierte Spule kann wie die dritte Spule seitlich beabstandet zu einer Stirnfläche
des Magnetkerns positioniert sein. Die Querschnittsfläche der vierten Spule kann wie
die dritte Spule parallel oder senkrecht zur Stirnfläche des Magnetkerns orientiert
sein. Auch eine Serienschaltung von mehreren vierten Spulen zur Erhöhung der Induktivität
ist denkbar.
[0056] Mit der Beschaltung eines ohmschen Widerstandes zwischen der zweiten Spule und dem
HF-Anschluss kann das Einkoppeln der HF-Spannung in die Zündspule reduziert werden.
Dieser ohmsche Widerstand dämpft bei geeigneter Dimensionierung die HF-Spannung in
Richtung der Zündspule. Der ohmsche Widerstand dämpft zusätzlich den durch den HF-Impuls
getriebenen Zündkerzenstrom. Dieser Zündkerzenstrom, der eine Zündung des Brennstoff-Luft-Gemisches
in der Brennkammer verursacht, ist mit einem durch den Zündvorgang verursachten höherfrequenten
Störstrom überlagert. Der im Zündkerzenstrom überlagerte höherfrequente Störstrom
wird als EMV-Störung aus der Zündkerze ausgekoppelt und über die Zuleitung der Zündkerze
abgestrahlt. Da der Pegel des höherfrequenten Störstroms vom Pegel des Zündkerzenstroms
abhängig ist, kann durch die Dämpfung des Zündkerzenstroms mittels des ohmschen Widerstands
die EMV-Abstrahlung wirksam vermindert werden. Schließlich existiert eine dritte Ausführungsform
einer Zündspule, die nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist, in der die dritte
Spule seitlich beabstandet zur ersten und zur zweiten Spule beabstandet ist und die
Querschnittsfläche der dritten Spule bevorzugt senkrecht zu einer Stirnfläche des
Magnetkerns orientiert ist. Zusätzlich ist die dritte Spule in einem Verbindungsschacht
innerhalb eines Motorblocks angeordnet. Auf diese Weise beschränkt sich das Bauvolumen
der Zündspule außerhalb des Motorblocks auf die erste Spule, die zweite Spule und
den Magnetkern und reduziert somit dem Platzbedarf für die Zündspule erheblich.
[0057] Unter einem Verbindungschacht innerhalb eines Motorblockes wird eine von der Außenoberfläche
des Motorblockes in den Innenbereich des Motorblockes verlaufende Ausnehmung verstanden.
Diese Ausnehmung weist ein geeignetes Querschnittsprofil, beispielsweise ein rundes
Querschnittsprofil, und eine bestimmte Längserstreckung auf. Die Längserstreckung
des Verbindungschachtes kann geradlinig, gekrümmt oder gewinkelt verlaufen. Der Verbindungschacht
ermöglicht ein elektrisches Verbindungselement zwischen einer im Innenbereich des
Motorblockes befestigten Zündkerze und einer Zündspule zu führen, die typischerweise
außerhalb des Motorblockes oder unmittelbar benachbart zur Außenoberfläche des Motorblockes
innerhalb des Motorblockes positioniert ist.
[0058] Durch die bevorzugt senkrechte Orientierung der Querschnittsfläche der dritten Spule
zu einer Stirnfläche des Magnetkerns verläuft das Magnetfeld der dritten Spule orthogonal
zu den Magnetfeldern der zur Zündspule gehörigen ersten und zweiten Spule. Somit ist
die magnetische Kopplung zwischen der dritten Spule und der ersten bzw. zweiten Spule
reduziert.
[0059] Da innerhalb des Verbindungsschachtes eine dritte Spule mit einer hohen Anzahl von
Windungen positionierbar ist, lässt sich durch die dritte Ausführungsform der Zündspule
eine dritte Spule mit einer hohen Induktivität realisieren.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0060] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1A
- ein Schaltungsdiagramm einer ersten Ausführungsform der Anordnung, gemäß der Erfindung,
- Fig. 1B
- ein Schaltungsdiagramm einer zweiten Ausführungsform einer Anordnung, die nicht Teil
der vorliegenden Erfindung ist,
- Fig. 2A
- eine dreidimensionale Darstellung der Zündspule der ersten Ausführungsform der Anordnung
der Erfindung,
- Fig. 2B
- eine dreidimensionale Darstellung einer weiteren Ausprägung der Zündspule der ersten
Ausführungsform der Anordnung,
- Fig. 2C
- eine dreidimensionale Darstellung einer in einem Gehäuse integrierten Anordnung aus
Zündspule und Bandpassfilter,
- Fig. 3A
- eine dreidimensionale Darstellung einer Zündspule einer ersten Untervariante der zweiten
Ausführungsform der Anordnung,
- Fig. 3B
- eine dreidimensionale Darstellung einer Zündspule einer zweiten Untervariante der
zweiten Ausführungsform der Anordnung,
- Fig. 3C
- eine dreidimensionale Darstellung einer Zündspule einer Erweiterung der zweiten Untervariante
der zweiten Ausführungsform der Anordnung,
- Fig. 3D
- eine dreidimensionale Darstellung einer dritten Untervariante der zweiten Ausführungsform,
- Fig. 4A
- eine dreidimensionale Darstellung einer Zündspule, die nicht Teil der vorliegenden
Erfindung ist, mit einer ersten Ausprägung zur Minimierung des elektrischen Einkoppelns
der HF-Spannung in die Primärseite der Zündspule,
- Fig. 4B
- eine dreidimensionale Darstellung Zündspule, die nicht Teil der vorliegenden Erfindung
ist, mit einer zweiten Ausprägung zur Minimierung des elektrischen Einkoppelns der
HF-Spannung in die Primärseite der Zündspule,
- Fig. 4C
- eine dreidimensionale Darstellung einer Zündspule, die nicht Teil der vorliegenden
Erfindung ist, mit einer dritten Ausprägung zur Minimierung des elektrischen Einkoppelns
der HF-Spannung in die Primärseite der Zündspule und
- Fig. 5
- eine Querschnittsdarstellung eines Motorblockes mit einer integrierten Zündspule,
die nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist.
[0061] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0062] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist - jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0063] Im Folgenden werden die Figuren zusammenhängend und übergreifend beschrieben.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0064] Bevor die geometrische Anordnung der einzelnen Komponenten in einer Zündspule einer
Anordnung gemäss der Erfindung anhand der Figuren 2A, 2B, 2C und in einer Zündspule
einer Anordnung, die nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist, anhand der Figuren
3A, 3B, 3C, 3D, 4A, 4B, 4C und 5 im Detail erläutert werden, wird im Folgenden die
elektrische Verschaltung der einzelnen Komponenten einer Zündspule bzw. einer Anordnung
zur Integration einer Zündspule und eines Bandpassfilters der Erfindung anhand der
Schaltungsdiagramme in Fig. 1A (gemäss Erfindung) und 1B (nicht Teil der vorliegenden
Erfindung) vorgestellt:
Im Schaltungsdiagramm der Fig. 1A ist eine Anordnung zur Integration einer ersten
Ausführungsform einer Anordnung mit Zündspule und Bandpassfilter gemäss der Erfindung
dargestellt:
Die erste Spule 1 ist an einem Ende über einen Gleichspannungsanschluss 2 der Zündspule,
einen Schalter 3 mit der Elektrode einer Gleichspannungsquelle 4, bevorzugt einer
Batterie, verbunden. Die andere Elektrode der Gleichspannungsquelle 3 ist mit einem
Massepotenzial verbunden. Auch die weitere Elektrode der ersten Spule 1 ist über einen
Masseanschluss 5 der Zündspule mit einem Massepotenzial verbunden. In der Phase vor
dem Zünden der mit der Zündspule verbundenen Zündkerze 6 ist der Schalter 3 geschlossen.
Durch die erste Spule 1 der Zündspule fließt ein Gleichstrom, der durch die Gleichspannung
der Gleichspannungsquelle 5 getrieben ist.
[0065] Zum Zünden der Zündkerze 5 wird der Schalter 3 geöffnet und damit der Stromfluss
durch die erste Spule 1 unterbrochen. Dieser Abbruch des Stromflusses induziert in
der ersten Spule 1 einen Spannungsimpuls. Der Spannungspegel des Spannungsimpulses
ist von der Induktivität der ersten Spule 1 und der Stromänderung in der ersten Spule
1 und damit indirekt vom Spannungspegel der Gleichspannungsquelle 4 abhängig. Der
Spannungspegel des Spannungsimpulses liegt somit in der Größenordnung von einigen
100 V und ist somit für das Zünden des Brennstoff-Luft-Gemisches innerhalb der Brennkammer
durch die Zündkerze 6 nicht ausreichend. Zur Verstärkung des in der ersten Spule 1
induzierten Spannungsimpulses ist in der Zündspule ein Transformator bzw. Übertrager
mit einem Magnetkern 7 vorgesehen, um den primärseitig die Windungen der ersten Spule
1 und sekundärseitig die Windungen einer zweiten Spule 8 und einer und einer dritten
Spule 9 gewickelt sind.
[0066] Ist die Anzahl der Windungen in den beiden sekundärseitig angeordneten Spulen ein
Vielfaches der Anzahl der Windungen in der primärseitig angeordneten Spule, so wird
der in der ersten Spule 1 induzierte Spannungsimpuls in einen Hochspannungsimpuls
in den beiden sekundärseitig angeordneten Spulen transformiert. Um aus dem primärseitigen
Spannungsimpuls in Höhe von einigen 100 V einen sekundärseitigen Hochspannungsimpuls
von einigen 10 kV zu erzeugen, ist typischerweise ein Verhältnis zwischen den Windungen
der ersten Spule 1 und den Windungen der zweiten Spule 8 und der dritten Spule 9 zwischen
10 Windungen und einigen 100 Windungen vorzusehen.
[0067] Die Ausbildung des Magnetkerns 7 und die Anordnung der ersten Spule 1, der zweiten
Spule 8 und der dritten Spule 9 wird weiter unten noch detailliert erläutert.
[0068] Das eine Ende der zweiten Spule 8 und das eine Ende der dritten Spule 9 sind miteinander
elektrisch verbunden. Das andere Ende der zweiten Spule 8 ist über einen weiteren
Masseanschluss 10 der Zündspule mit einem Massepotenzial verbunden.
[0069] Das andere Ende der dritten Spule 9 ist über einen Hochspannungsanschluss 11 der
Zündspule mit einer Elektrode der Zündkerze 6 elektrisch verbunden. Die andere Elektrode
der Zündkerze 6 ist an das Massepotenzial angeschlossen.
[0070] Zur Erzeugung eines Hochspannungsimpulses mit einer überlagerten HF-Spannung ist
ein zur Zündspule gehöriger HF-Anschluss 12 zur Einspeisung einer HF-Spannung mit
der zweiten Spule 8 und der dritten Spule 9 elektrisch verbunden. Diese HF-Spannung
überlagert sich additiv mit dem in die zweite Spule 8 und in die dritte Spule 9 transformierten
Hochspannungsimpuls. Anstelle einer HF-Spannung kann am HF-Anschluss 12 auch ein HF-Strom
eingeprägt bzw. eingespeist werden. Die HF-Spannung wird in einer HF-Spannungsquelle
13 erzeugt.
[0071] Zur Ausbildung eines Bandpassfilters 14, der als Serienschwingkreis aus einer Spule
und einem Kondensator realisiert ist, ist zwischen der HF-Quelle 13 und dem HF-Anschluss
12 ein Kondensator 15 geschaltet. Als Spule des Serienschwingkreises bzw. des Bandpassfilters
15 dient die dritte Spule 9.
[0072] Der Kondensator 15 dient gleichzeitig als Hochpassfilter. Seine Kapazität wird so
dimensioniert, dass die Oberwellenanteile des in der zweiten Spule 8 erzeugten Hochspannungsimpulses
im niederfrequenten Sperrbereich des Hochpassfilters zu liegen kommen und somit vor
der HF-Spannungsquelle 13 abgeblockt werden. Schließlich ist der Kondensator 15 auch
für den Gleichanteil des in der zweiten Spule 8 erzeugten Hochspannungsimpulses sperrend.
Im zweiten Parametrierungsschritt wird die Induktivität der dritten Spule 9 so ausgelegt,
dass in Kombination mit der im ersten Parametrierungsschritt festgelegten Kapazität
des Kondensators 15 eine Resonanzfrequenz des Serienschwingkreises und damit eine
Mittenfrequenz des Bandpassfilters 14 vorliegt, in der die Frequenz der erzeugten
HF-Spannung zu liegen kommt. Auf diese Weise ist das Bandpassfilter 14 für die erzeugte
HF-Spannung durchlässig, während es für das höherfrequente Zündrauschen sperrend wirkt.
[0073] Mit der Zündspule gemäß Fig. 1A ist somit eine Zündspule geschaffen, die einen Hochspannungsimpuls
mit einer überlagerten HF-Spannung erzeugt und gleichzeitig die Spule des Bandpassfilters
aufwandsarm integriert. In der in Fig. 1A dargestellten ersten Ausführungsform einer
Zündspule der Erfindung ist die Spule des Bandpassfilters als Teil der sekundärseitigen
Wicklung einer Zündspule realisiert. Die sekundärseitige Wicklung der Zündspule setzt
sich somit aus der seriellen Verschaltung der zweiten Spule 8 und der dritten Spule
9 zusammen. Die Erfindung deckt auch den alternativen Fall ab, dass die sekundärseitige
Wicklung der Zündspule als eine einzige sekundärseitig angeordnete Spule umfassend
zwei seriell miteinander verbundene Spulenbereiche realisiert ist. Hierbei ist im
Verbindungsbereich zwischen den beiden Spulenbereichen ein sogenannter Mittenkontakt
oder Mittenanschluss zur Einspeisung der HF-Spannung vorgesehen. Die Integration der
Spule des Bandpassfilters in die sekundärseitige Wicklung der Zündspule bedingt vorteilhaft
auch eine Reduzierung des Bauvolumens der Anordnung aus Zündspule und Bandpassfilter.
[0074] In einer zweiten Ausführungsform die nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist befindet
sich die dritte Spule 9 außerhalb des Magnetkerns 7 der Zündspule. Um den Magnetkern
7 sind nur die Windungen der ersten Spule 1 und der zweiten Spule 8 gewickelt. Der
magnetische Fluss ist im Magnetkern 7 zwischen der primärseitig angeordneten ersten
Spule 1 und der sekundärseitig angeordneten zweiten Spule 8 geführt und konzentriert.
Ein Großteil der induktiven Kopplung ist somit lediglich zwischen der ersten Spule
1 und der zweiten Spule 8 realisiert. Die dritte Spule 9 ist in der zweiten Ausführungsform
der Zündspule vielmehr in unmittelbarer Nachbarschaft zum Magnetkern 7 und zur ersten
und zweiten Spule 1 und 8 angeordnet. Die induktive Kopplung zwischen der ersten Spule
1 und der dritten Spule 9 ist somit gegenüber der ersten Ausführungsform deutlich
reduziert. Die induktive Kopplung zwischen der ersten Spule 1 und der dritten Spule
9 erfolgt hierbei lediglich über den Streufluss.
[0075] Die zweite Ausführungsform der Zündspule unterscheidet sich in den übrigen Details
nicht von der ersten Ausführungsform.
[0076] Auf eine wiederholte Beschreibung der zur ersten Ausführungsform identischen Merkmale
und identischen Komponenten wird deshalb an dieser Stelle verzichtet.
[0077] Aus Fig. 2A geht eine Anordnung einer Zündspule einer ersten Ausführungsform der
Anordnung hervor:
Der Magnetkern 7 ist hierbei aus geschichteten Blechen aufgebaut, zwischen denen jeweils
Schichten aus elektrisch isolierendem Material angeordnet sind. Die geschichteten
Bleche sind aus einem weichmagnetischen Material, bevorzugt aus Eisen hergestellt.
Durch die Schichtung der Bleche werden Wirbelströme in Längsrichtung des Magnetkerns
7 verhindert.
[0078] Der Magnetkern 7 setzt sich aus einem Hauptschenkel 16, zwei Rückschlussschenkeln
17
1 und 17
2 und zwei Jochen 18
1 und 18
2 zusammen, die die beiden Rückschlussschenkel 17
1 und 17
2 mit dem Hauptschenkel 16 verbinden. Um den Hauptschenkel 16 sind die Windungen der
ersten Spule 1, der zweiten Spule 8 und der dritten Spule 9 gewickelt. Die Windungen
der ersten Spule 1, der zweiten Spule 8 und der dritten Spule 9 sind somit jeweils
durch zwei Durchführungen im Magnetkern 7 hindurchgeführt, die jeweils zwischen dem
Hauptschenkel 16, einem der beiden Rückschlussschenkel 17
1 und 17
2 und jeweils einem Bereich der beiden Joche 18
1 und 18
2 in Längsrichtung des Magnetkerns 7 angeordnet sind.
[0079] Neben dieser bevorzugten Ausbildung der Zündspule, die auch als Manteltransformator
bezeichnet wird, ist auch eine Ausbildung der Zündspule denkbar, in der der Magnetkern
7 lediglich einen einzigen Rückschlussschenkel aufweist. Eine höhere Kompaktheit der
Zündspule wird in dieser Ausbildung aber auf Kosten eines höheren Streuflusses realisiert.
Die Realisierung der Zündspule als Kerntransformator mit zwei Hauptschenkeln und zwei
die beiden Hauptschenkel miteinander verbindenden Jochen ist auch denkbar. Die Windungen
der ersten Spule 1 werden hierbei um den einen Hauptschenkel und die Windungen der
zweiten und dritten Spule 8 und 9 werden um den anderen Hauptschenkel gewickelt. Eine
kompaktere Wicklung der primärseitig angeordneten Windungen und der sekundärseitig
angeordneten Windungen um den zugehörigen Hauptschenkel und damit eine geringere Längserstreckung
der Zündspule erfordert hierbei aber aufgrund des Vorsehens von zwei Hauptschenkeln
eine größere Quererstreckung der Zündspule.
[0080] Bevorzugt umschließen die Windungen der ersten Spule 1, wie in Fig. 2A angedeutet
ist, nächst benachbart zum Hauptschenkel 16 den Hauptschenkel 16, während die Windungen
der zweiten und dritten Spule 8 und 9 die Windungen der ersten Spule 1 umschließen.
Die Windungen der zweiten und der dritten Spule 8 und 9 sind in der in Fig. 2A dargestellten
ersten Ausprägung in ihrer Längserstreckungsrichtung benachbart zueinander angeordnet.
Die Quererstreckung der zweiten und der dritten Spule 8 und 9 und damit auch die Quererstreckung
der Zündspule ist in dieser Ausprägung minimiert.
[0081] Die erste Spule 1, die zweite Spule 8 und die dritte Spule 9 sind jeweils um einen
Wicklungskörper aus einem elektrisch isolierenden Material gewickelt, der in Fig.
2A aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt ist. Jeder dieser Wicklungskörper
dient jeweils als Abstandselement zwischen dem Magnetkern 7, der ersten Spule 1, der
zweiten Spule 8 und der dritten Spule 9. Bevorzugt sind die einzelnen Wicklungskörper
miteinander verbunden. Auf diese Weise können der Magnetkern 7, die erste Spule 1,
die zweite Spule 8 und die dritte Spule 9 jeweils zueinander positioniert und zueinander
orientiert sein. Insbesondere eine abstandsminimierte und damit bauraumminimierte
Anordnung ist mit derartigen Wicklungskörpern bzw. Abstandselementen möglich.
[0082] Aus Fig. 2A ist die elektrische Verbindung zwischen der zweiten Spule 8 und der dritten
Spule 9 ersichtlich, die mit dem HF-Anschluss 12 verbunden ist. Auch die beiden Massenanschlüsse
5 und 10 der ersten Spule 1 bzw. der zweiten Spule 8, der mit der ersten Spule 1 verbundene
Gleichspannungsanschluss 2 und der mit dem Ausgang der dritten Spule 9 verbundene
Hochspannungsanschluss 11 sind in Fig. 2A zu erkennen.
[0083] Die Zündspule ist bevorzugt gemäß Fig. 2C in einem Gehäuse 19 angeordnet. Dieses
Gehäuse 19, das in Fig. 2C gestrichelt angedeutet ist, ist bevorzugt aus einem elektrisch
leitenden Material, beispielsweise Aluminium, hergestellt, um eine gute elektromagnetische
Schirmwirkung zu erzielen. Auf diese Weise dringt die in die Zündspule eingekoppelte
HF-Spannung nicht in den Außenraum des Gehäuses 19 und führt damit nicht zu einer
negativen Beeinflussung bzw. Zerstörung einer im Motorraum eines Fahrzeuges angeordneten
Elektronik. Andererseits hat durch das Schirmungsgehäuse eine im Motorraum eines Fahrzeugs
angeordnete HF-Elektronik keine negativen Auswirkungen auf den in der Zündspule erzeugten
Hochspannungsimpuls und die in Fig. 2C nicht dargestellte Steuerelektronik der Zündspule.
[0084] In das Gehäuse 19 der Zündspule ist der Kondensator 15 und damit vollständig das
Bandpassfilter 14 integriert. Dies führt zu einer kompakten Bauform einer Anordnung
zur Integration von Zündspule und Bandpassfilter. Zur besonders platzsparenden Positionierung
innerhalb des Gehäuses 19 ist der Kondensator 15, wie in Fig. 2C angedeutet ist, in
einem noch nicht besetzten Raum innerhalb des Gehäuses 19 seitlich beabstandet zu
einer Stirnfläche des Magnetkerns 7 angeordnet. Alternativ kann der Kondensator 15
aber auch außerhalb des Gehäuses 19 angeordnet sein.
[0085] Alle Anschlüsse der Zündspule sind, wie in Fig. 2C angedeutet ist, aus dem Gehäuse
19 herausgeführt. Bevorzugt können für die einzelnen Anschlüsse der Zündspule jeweils
geeignete Steckverbinder, bevorzugt Gehäusesteckverbinder, ausgebildet sein. In diesem
Zusammenhang sei erwähnt, dass der HF-Anschluss 12 der Zündspule, der mit der zweiten
Spule 8 und der dritten Spule 9 elektrisch verbunden ist, aufgrund der Integration
des Kondensators 15 in das Gehäuse 19 an den anderen Anschluss des Kondensators 15
versetzt und damit als HF-Anschluss 12' aus dem Gehäuse 19 herausgeführt ist.
[0086] Bei der Montage der Zündspule in das Gehäuse 19 wird zwischen dem Gehäuse 19 und
der Zündspule und deren Zwischenräumen eine flüssige Vergussmasse 20 aus einem elektrisch
isolierenden Material, bevorzugt ein Gießharz 20, insbesondere bevorzugt Polyurethan,
eingeführt. Nach dem Aushärten der Vergussmasse 20 ist der Zwischenraum zwischen dem
Gehäuse 19 und der Zündspule vollständig mit der ausgehärteten Vergussmasse 20 ausgefüllt.
Auf diese Weise wird die Hochspannungsfestigkeit der Zündspule zwischen ihren einzelnen
Komponenten - Magnetkern 7, erste Spule 1, zweite Spule 8 und dritte Spule 9 - und
auch zwischen den einzelnen Komponenten der Zündspule und dem elektrisch leitenden
Gehäuse 19 zusätzlich erhöht. Außerdem ist die Beabstandung zwischen der als HF-Spule
ausgebildeten dritten Spule 9 und dem elektrisch leitenden Gehäuse 19 und zwischen
der dritte Spule 9 und dem typischerweise geerdeten Magnetkern 7 durch die Vergussmasse
20 so auszulegen, dass sich die parasitären Kapazitäten der dritten Spule 9 auf einem
geringen Niveau befinden. Die Hochspannungsfestigkeit der als HF-Spule ausgebildeten
dritten Spule 9 kann neben der Isolierung durch die Vergussmasse 20 durch eine isolierte
HF-Spule, beispielsweise durch eine mit einem Kupferlackdraht hergestellte HF-Spule,
zusätzlich verbessert werden. Auch die erste Spule 1 und die zweite Spule 8 kann zur
Erhöhung der Hochspannungsfestigkeit mit einem Kupferlackdraht gewickelt sein.
[0087] In einer zweiten Ausprägung der Zündspule ersten Ausführungsform gemäß Fig. 2B ist
die dritte Spule 9 nicht in Längserstreckungsrichtung benachbart zur zweiten Spule
8 angeordnet, sondern umschließt die zweite Spule 8. Die dritte Spule 9 ist also in
Quererstreckungsrichtung benachbart zur zweiten Spule 8 angeordnet. Die dritte Spule
9 kann hierbei auf einem Wicklungskörper gewickelt sein. Um die magnetische Kopplung
zwischen der dritten Spule 9 und der ersten Spule 1 sowie der zweiten Spule 8 zu reduzieren,
ist zwischen der dritten Spule 9 und der zweiten Spule 8 eine Folie 26 aus einem leicht
magnetisierbaren Material, bevorzugt aus einem Mu-Metall, angeordnet. Alternativ kann
auch eine Kupferfolie angeordnet sein, in der Wirbelströme durch den in der dritten
Spule 9 fließenden HF-Strom angeregt werden und damit das elektromagnetische Feld
zwischen der dritten Spule 9 und der zweiten Spule 8 bzw. der ersten Spule 1 gedämpft
wird. Zur elektrischen Isolierung ist zwischen der Folie 26 aus magnetisierbarem Material
bzw. der Kupferfolie und der dritten Spule 9 sowie der zweiten Spule 8 jeweils eine
Folie aus einem dielektrischen Material, bevorzugt aus einem Kunststoff, insbesondere
aus Polyurethan, angeordnet.
[0088] Auch in der ersten Ausprägung der Zündspule der ersten Ausführungsform gemäß Fig.
2A kann im Hinblick auf eine kompaktere Bauform anstelle von Wicklungskörpern zwischen
der ersten Spule 1 und der zweiten Spule 8 bzw. der dritten Spule 9 jeweils eine dielektrische
Kunststofffolie angeordnet sein.
[0089] In beiden Ausprägungen der ersten Ausführungsform gemäß der Figuren 2A und 2B kann
die dritte Spule 9 hinsichtlich ihrer Übertragungscharakteristik, insbesondere ihrer
HF-Übertragungscharakteristik, wie die zweite Spule 8 ausgelegt sein. Da die dritte
Spule 9 aber von einem durch die angelegte HF-Spannung angetriebenen HF-Strom möglichst
optimal durchflossen werden soll, während ein elektrisches Einkoppeln des HF-Stroms
in die zweite Spule 8 möglichst minimiert werden soll, ist eine hochfrequenztechnischen
Optimierung der dritten Spule 9 anzustreben, wie im Folgenden aufgezeigt wird:
In einer ersten technischen Maßnahme werden hierzu die Abstände von jeweils aufeinanderfolgenden
Windungen der dritten Spule 9 größer als die Abstände von jeweils aufeinanderfolgenden
Windungen der zweiten Spule 8 ausgelegt. Somit sind die parasitären Kapazitäten, die
insbesondere zwischen zwei aufeinanderfolgenden Windungen auftreten, in der dritten
Spule 9 gegenüber der zweiten Spule 8 minimiert und damit die HF-Übertragungscharakteristik
der dritten Spule 9 gegenüber der zweiten Spule 8 optimiert.
[0090] In einer zweiten technischen Maßnahme werden die parasitären Kapazitäten in der dritten
Spule 9 durch eine besondere Wickelung des elektrischen Leiters minimiert. Die dritte
Spule 9 wird beispielsweise zu einer Waben-, Korbboden-, Sternoder Flachspule gewickelt.
Auf diese Weise lässt sich das HF-Übertragungsverhalten der dritten Spule 9 gegenüber
der zweiten Spule 8 optimieren. Eine zusätzliche Verbesserung des HF-Übertragungsverhalten
für die dritte Spule 9 wird durch die Wicklung einer HF-Litze als elektrischer Leiter
für die dritte Spule 9 erzielt.
[0091] In einer dritten technischen Maßnahme wird der Drahtdurchmesser, d.h. der Durchmesser
des elektrischen Leiters, der dritten Spule 9 größer als der Drahtdurchmesser der
zweiten Spule 8 ausgelegt. Der HF-Strom fließt aufgrund des Skin-Effekts einzig an
der Oberfläche des elektrischen Leiters einer Spule und dringt ausgehend von der Oberfläche
des elektrischen Leiters nur bis zu einer bestimmten Eindringtiefe, die u.a. von der
Frequenz des HF-Stroms und von Materialparametern des elektrischen Leiters abhängt,
in den elektrischen Leiter der Spule ein. Somit ist bei einem elektrischen Leiter
mit einem größeren Durchmesser bei gleicher Eindringtiefe die Querschnittsfläche des
elektrischen Leiters der Spule, in der der HF-Strom fließt, aufgrund des größeren
Umfanges größer als bei einem elektrischen Leiter mit einem kleineren Durchmesser.
Somit ist die elektrische Impedanz der dritten Spule 9, die auf den HF-Strom wirkt,
durch die zweite technische Maßnahme kleiner als bei der zweiten Spule 8. Die HF-Übertragungscharakteristik
ist somit in der dritten Spule 9 gegenüber der zweiten Spule 8 verbessert.
[0092] In einer vierten technischen Maßnahme wird die dritte Spule 9 beschichtet, während
die zweite Spule 8 unbeschichtet bleibt. Die Beschichtung der dritten Spule 9 weist
eine geringere elektrische Impedanz als das Grundmaterial der dritten Spule 9 auf.
Somit wird die Beschichtung aus einem Beschichtungsmaterial hergestellt, das eine
höhere elektrische Leitfähigkeit und/oder eine geringere Permeabilität als das Grundmaterial
aufweist. Der HF-Strom, der aufgrund des Skin-Effekts im Oberflächenbereich des elektrischen
Leiters der Spule fließt, trifft folglich in der dritten Spule 9 auf eine bessere
HF-Übertragungscharakteristik als in der zweiten Spule 8.
[0093] An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Induktivität des Grundmaterials der zweiten
Spule 2 um ein Vielfaches größer als die Gesamtinduktivität aus Grund- und Beschichtungsmaterial
der dritten Spule 9 ist, so dass der HF-Strom wegen der deutlich höheren Impedanz
der zweiten Spule 8 bevorzugt durch die dritte Spule 9 fließt.
[0094] In der Zündspule der zweiten Ausführungsform der Anordnung, die nicht Teil der vorliegenden
Erfindung ist, die im Folgenden anhand der Figuren 3A, 3B, 3C und 3D vorgestellt wird,
weist die dritte Spule 9 keinen Magnetkern auf und ist somit als Luftspule realisiert.
Bei einer geeignet gewählten Orientierung der dritten Spule 9 zum Magnetkern 7 ist
es möglich, die magnetische und induktive Kopplung zwischen der dritten Spule 9 und
der ersten Spule 1 über den im Magnetkern 7 geführten und konzentrierten magnetischen
Fluss deutlich zu minimieren. Eine magnetische und induktive Kopplung mit der ersten
Spule 1 existiert nur noch über den deutlich schwächer ausgeprägten Streufluss. Im
Gegensatz zur ersten Ausführungsform einer Zündspule ist das magnetische und induktive
Einkoppeln der HF-Spannung von der Sekundärseite in die Primärseite der Zündspule
deutlich minimiert.
[0095] In der Zündspule der ersten Untervariante der zweiten Ausführungsform gemäß Fig.
3A ist die als Luftspule realisierte dritte Spule 9 seitlich beabstandet zu einer
Stirnfläche 21 des Magnetkerns 7 positioniert. Außerdem umschließt die dritte Spule
9 mit ihren Windungen zumindest einen Bereich der ersten Spule 1 und der dritten Spule
8, der dem aus dem Magnetkern 7 herausragenden Bereich der ersten Spule 1 und der
dritten Spule 8 entspricht.
[0096] Somit nimmt die dritte Spule 9 den noch unbenutzten Raum seitlich des Magnetkerns
7 ein, der von der ersten Spule 1 und der zweiten Spule 8 nicht benutzt ist. Im Hinblick
auf eine kompakte Bauform der Zündspule ist die dritte Spule 9 aber nah am Magnetkern
7 und an der ersten und zweiten Spule 1 und 8 positioniert. Auf diese Weise wird eine
kompakte Bauform für die Zündspule realisiert. Selbstverständlich kann die dritte
Spule 9 in der in Fig. 3A dargestellten Anordnung einer Zündspule nicht nur oberhalb
des Magnetkerns 7, sondern auch unterhalb des Magnetkerns 7 angeordnet sein.
[0097] Schließlich ist die Querschnittsfläche der dritten Spule 9 parallel zur Stirnfläche
21 des Magnetkerns 7 orientiert. Durch diese Orientierung der dritten Spule 9 zum
Magnetkern 7 verläuft das Magnetfeld der dritten Spule 9 orthogonal zur Richtung des
magnetischen Flusses der ersten und der zweiten Spule 1 und 8 innerhalb des Magnetkerns
7. Einzig im Übergangsbereich zwischen dem Hauptschenkel und den beiden Jochen des
Magnetkerns 7 ist die Orthogonalität in der Orientierung des Magnetfeldes der dritten
Spule 9 zum Magnetfluss innerhalb des Magnetkerns 7 geringfügig nicht gegeben. Da
dieser Übergangsbereich aber sehr klein ist und nicht im Maximum der magnetischen
Feldstärke der dritten Spule liegt, ist eine magnetische und induktive Kopplung zwischen
der dritten Spule 9 und den beiden anderen Spulen der Zündspule, insbesondere der
ersten Spule 1, weitest möglich minimiert.
[0098] In der Zündspule einer zweiten Untervariante der zweiten Ausführungsform ist die
dritte Spule 9 ebenfalls seitlich beabstandet zu einer Stirnfläche 21 des Magnetkerns
7 positioniert. Die dritte Spule 9 ist hierbei entweder zu einem der beiden Joche
oder zu einem der beiden Rückschlussschenkel des Magnetkerns 7 seitlich benachbart
angeordnet. Somit nimmt die dritte Spule 9 auch in der zweiten Untervariante den noch
unbenutzten Raum seitlich des Magnetkerns 7 ein, der von der ersten Spule 1 und der
zweiten Spule 8 nicht benutzt ist. Auch in diesem Fall wird eine kompakte Bauform
für die Zündspule erzielt.
[0099] Die Querschnittsfläche der dritten Spule 9 ist in der zweiten Untervariante senkrecht
zu einer Stirnfläche 21 des Magnetkerns 7 positioniert. Auch in der zweiten Untervariante
ist das Magnetfeld der dritten Spule 9 innerhalb des Magnetkerns 7 orthogonal zur
Richtung des im Magnetkern 7 geführten Magnetflusses der ersten und der zweiten Spule
1 und 8 orientiert. Einzig im Übergangsbereich zwischen dem Hauptschenkel und den
beiden Jochen des Magnetkerns 7 ist die Orthogonalität zwischen dem Magnetfeld der
dritten Spule 9 und dem im Magnetkern geführten Magnetfluss der ersten und der zweiten
Spule 1 und 8 geringfügig nicht gegeben. Da die Spulenlänge typischerweise größer
als der Drahtdurchmesser der dritten Spule 9 ist, ist die Orthogonalität zwischen
dem Magnetfeld der dritten Spule 9 und dem im Magnetkern geführten Magnetfluss der
ersten und der zweiten Spule 1 und 8 im Übergangsbereich zwischen dem Hauptschenkel
und den beiden Jochen des Magnetkerns 7 in der zweiten Untervariante geringfügig schlechter
ausgeprägt als in der ersten Untervariante. Da aber auch hier der Übergangsbereich
vergleichsweise sehr klein ist und sich nicht im Maximum der magnetischen Feldstärke
der dritten Spule 9 befindet, ist auch in der zweiten Untervariante der zweiten Ausführungsform
die magnetische Kopplung zwischen der dritten Spule 9 und der ersten sowie der zweiten
Spule 1 und 8 reduziert.
[0100] Die dritte Spule 9 weist in der zweiten Untervariante eine geringere Querschnittsfläche
als in der ersten Untervariante auf und besitzt somit eine geringere Induktivität.
Für die Auslegung des Bandpassfilters 14 ist, wie weiter oben schon erwähnt wurde,
bei gegebener Frequenz der HF-Spannung und bei einer vergleichsweise geringen Kapazität
des Kondensators 15 eine vergleichsweise hohe Induktivität für die dritte Spule 9
erforderlich ist.
[0101] Hierzu werden in einer Erweiterung der zweiten Untervariante der zweiten Ausführungsform
gemäß Fig. 3C mehrere dritte Spulen 9
1, 9
2, 9
3 und 9
4 seriell geschaltet. Mit jeder zusätzlich seriell verschalteten dritten Spule erhöht
sich die Gesamtinduktivität einer derartigen seriellen Verschaltung von dritten Spulen
um die Induktivität einer einzelnen dritten Spule.
[0102] Da an jedem Joch und an jedem Rückschlussschenkel des Magnetkerns 7 und an jeder
der beiden Stirnflächen 21 des Magnetkerns 7 jeweils eine dritte Spule 9 seitlich
beabstandet positioniert werden kann, sind bis zu acht dritte Spulen in der Zündspule
positionierbar und verschaltbar. Auf diese Weise lässt sich die Gesamtinduktivität
einer derartigen seriellen Verschaltung von dritten Spulen um den Faktor acht gegenüber
der Induktivität einer einzelnen dritten Spule vervielfachen.
[0103] Auch in der ersten Untervariante lässt sich die Induktivität der dritten Spule 9
verdoppeln, wenn seitlich beabstandet zu den beiden Stirnflächen 21 des Magnetkerns
7 jeweils eine dritte Spule positioniert ist und beide dritte Spulen zueinander seriell
verschaltet sind.
[0104] In der Zündspule einer dritten Untervariante der zweiten Ausführungsform gemäß Fig.
3D ist die dritte Spule 9 seitlich zur Mantelfläche der ersten Spule 1 und der zweiten
Spule 8, bevorzugt seitlich zur Mantelfläche der außenseitigen angeordneten zweiten
Spule 8, positioniert. Aufgrund der seitlichen Positionierung der dritten Spule 9
zur ersten und zur zweiten Spule 1 und 8 ist die Bauform der Zündspule in der dritten
Untervariante der zweiten Ausführungsform gegenüber allen bisher vorgestellten Untervarianten
und Ausführungsformen zwar geringfügig verschlechtert. Auf Kosten der geringeren Kompaktheit
der Zündspule sind in der dritten Untervariante aber aufgrund des größeren Abstandes
der dritten Spule 9 zum Magnetkern 7 geringere Wirbelstromverluste im Magnetkern 7,
d.h. geringere HF-Verluste der von einem HF-Strom durchflossenen dritten Spule 9,
realisierbar. Auch die magnetische und induktive Kopplung zwischen der dritten Spule
9 und den beiden Spulen der Zündspule, insbesondere der ersten Spule 1, ist aufgrund
des größeren Abstandes zwischen der dritten Spule 9 und dem Magnetkern 7 reduziert.
Schließlich ist in der dritten Untervariante eine höhere Induktivität für die dritte
Spule 9 verwirklichbar, da Freiräume zur Verlängerung der dritten Spule 9 und zur
Vergrößerung der Querschnittsfläche der dritten Spule 9 gegeben sind.
[0105] Neben der Minimierung der magnetischen Kopplung zwischen der dritten Spule 9 und
den beiden anderen Spulen der Zündspule, insbesondere der ersten Spule 1, ist zusätzlich
das elektrische Einkoppeln der HF-Spannung vom HF-Anschluss 12 in die zweite Spule
8 zu minimieren. Die Minimierung des elektrischen Einkoppelns der HF-Spannung vom
HF-Anschluss 12 in die zweite Spule 8 wird im Folgenden anhand der Figuren 4A bis
4C im Detail erläutert:
In einer ersten Variante zur Minimierung des elektrischen Einkoppelns der HF-Spannung
vom HF-Anschluss 12 in die zweite Spule 8 gemäß Fig. 4A ist zwischen dem HF-Anschluss
12 und der zweiten Spule 8 ein ohmsche Widerstand 22 geschaltet. Um eine möglichst
kompakte Bauform für die Zündspule zu erzielen, ist der ohmsche Widerstand 22 bevorzugt
in einem von der ersten Spule 1, der zweiten Spule 8 und der dritten Spule 9 noch
nicht benutzten Raum seitlich von einer der beiden Stirnflächen 21 des Magnetkerns
7 zu positionieren.
[0106] Der ohmsche Widerstand 22 ist so dimensioniert, dass ein von der HF-Spannung am HF-Anschluss
12 getriebener HF-Strom derart gedämpft wird, dass durch die zweite Spule 8 nur ein
vergleichsweise geringer HF-Strom fließt. Der ohmsche Widerstand 22 ist außerdem in
Relation zum ohmschen Widerstand innerhalb der zweiten Spule 8 so zu dimensionieren,
dass der HF-Spannungspegel am Übergang zwischen der zweiten Spule 8 und dem ohmschen
Widerstand 22 deutlich niedriger als am HF-Anschluss 12 ist.
[0107] Der ohmsche Widerstand 22 dämpft als zusätzlichen positiven Effekt auch den durch
den Hochspannungsimpuls getriebenen Zündkerzenstrom. Dieser Zündkerzenstrom, der eine
Zündung des Brennstoff-Luft-Gemisches in der Brennkammer verursacht, ist mit einem
durch den Zündvorgang verursachten höherfrequenten Störstrom überlagert. Der im Zündkerzenstrom
überlagerte höherfrequente Störstrom wird nachteilig als EMV-Störung aus der Zündkerze
ausgekoppelt und in der Zuleitung der Zündkerze abgestrahlt. Da der Pegel des höherfrequenten
Störstroms vom Pegel des Zündkerzenstroms abhängig ist, kann durch die Dämpfung des
Zündkerzenstroms mittels des ohmschen Widerstands 22 die EMV-Abstrahlung wirksam vermindert
werden.
[0108] In einer zweiten Variante zur Minimierung des elektrischen Einkoppelns der HF-Spannung
vom HF-Anschluss 12 in die zweite Spule 8 gemäß Fig. 4B ist eine weitere Spule 23,
die im Folgenden als vierte Spule 23 bezeichnet wird, zwischen dem HF-Anschluss 12
und der zweiten Spule 8 geschaltet. Diese vierte Spule 23 ist als HF-Spule ausgebildet
und somit im Hinblick auf eine Minimierung der HF-Verluste als Luftspule realisiert.
Bevorzugt ist die vierte Spule 23 als Drosselspule ausgebildet und dämpft mit ihrer
induktiven Impedanz die am HF-Anschluss 12 eingespeiste HF-Spannung. Am Übergang zwischen
der vierten Spule 23 und der zweiten Spule 8 liegt folglich ein HF-Spannungspegel
an, der gegenüber dem Spannungspegel der HF-Spannung am HF-Anschluss 12 reduziert
ist.
[0109] Im Hinblick auf eine kompakte Bauform der Zündspule ist die als Luftspule realisierte
vierte Spule 23 in Analogie zur dritten Spule 9 in der ersten Untervariante der zweiten
Ausführungsform einer Zündspule seitlich beabstandet zu einer Stirnfläche 21 des Magnetkerns
7 positioniert und umschließt den aus dem Magnetkern 7 herausragenden Bereich der
ersten Spule 1 und der zweiten Spule 8. Gemäß Fig. 4B sind die dritte Spule 9 und
die vierte Spule 23 jeweils seitlich beabstandet zu zwei verschiedenen Stirnflächen
21 des Magnetkerns 7 positioniert, sodass eine Zündspule mit höchster Kompaktheit
realisiert ist.
[0110] Die Querschnittsfläche der vierten Spule 23 ist in Analogie zur Querschnittsfläche
der dritten Spule 9 parallel zu einer Stirnfläche 21 des Magnetkerns 7 orientiert.
Auf diese Weise sind die Magnetfelder sowohl der dritten Spule 9 als auch der vierten
Spule 23 jeweils orthogonal zur Richtung des Magnetflusses der ersten Spule 1 und
der zweiten Spule 8 innerhalb des Magnetkerns 7 orientiert. Somit ist die magnetische
und induktive Kopplung der dritten Spule 9 und auch der vierten Spule 23 zur ersten
Spule 1 und zur zweiten Spule 8 reduziert.
[0111] Gemäß Fig. 4C kann die vierte Spule 23 in Analogie zur dritten Spule in der zweiten
Untervariante der zweiten Ausführungsform seitlich beabstandet zu einer Stirnfläche
21 des Magnetkerns 7 positioniert sein und gleichzeitig mit ihrer Querschnittfläche
senkrecht zu einer Stirnfläche 21 des Magnetkerns 7 orientiert sein. Die dritte Spule
9 und die vierte Spule 23 können gemäß Fig. 4C jeweils seitlich beabstandet zu zwei
verschiedenen Stirnflächen 21 des Magnetkerns 7 positioniert sein.
[0112] In Analogie zur Erweiterung der zweiten Untervariante der zweiten Ausführungsform
können im Hinblick auf eine Erhöhung der Induktivität der vierten Spule 23 mehrere
vierte Spule 23 seriell verschaltet sein und platzoptimiert innerhalb der Zündspule
angeordnet sein.
[0113] In einer dritten Ausführungsform einer Anordnung, die nicht Teil der vorliegenden
Erfindung ist und die in Fig. 5 dargestellt ist, ist im Hinblick auf eine kompakte
Bauform die dritte Spule 9 im Verbindungsschacht 24 eines Motorblockes 25 angeordnet.
Die dritte Spule 9 ist hierbei seitlich zur Mantelfläche der ersten Spule 1 und der
zweiten Spule 8, bevorzugt seitlich zur Mantelfläche der außenseitig angeordneten
zweiten Spule 8, positioniert.
[0114] Die Querschnittsfläche der dritten Spule 9 ist hierbei parallel zu einer Stirnfläche
21 des Magnetkerns 7 orientiert. Auf diese Weise ist das Magnetfeld der dritten Spule
9 orthogonal zum Magnetfluss der ersten Spule 1 und der zweiten Spule 8 orientiert,
der im Magnetkern 7 geführt ist. Somit ist die magnetische und induktive Kopplung
zwischen der dritten Spule 9 und der ersten Spule 1 mit Ausnahme der Kopplung durch
den Streufluss minimiert.
[0115] Das Gehäuse 19 der Zündspule, das in Fig. 5 gestrichelt angedeutet ist, ist so ausgelegt,
dass es alle Komponenten der Zündspule enthält und in den Verbindungsschacht 24 des
Motorblockes 25 einführbar ist.
[0116] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar, innerhalb des durch die Ansprüche definierten Schutzumfangs.
Bezugszeichenliste
[0117]
- 1
- erste Spule
- 2
- Gleichspannungsanschluss
- 3
- Schalter
- 4
- Gleichspannungsquelle
- 5
- Masseanschluss
- 6
- Zündkerze
- 7
- Magnetkern
- 8
- zweite Spule
- 9
- dritte Spule
- 91, 92, 93, 94
- dritte Spule
- 10
- Masseanschluss
- 11
- Hochspannungsanschluss
- 12, 12'
- Hochfrequenzanschluss
- 13
- Hochfrequenzspannungsquelle
- 14
- Bandpassfilter
- 15
- Kondensator
- 16
- Hauptschenkel
- 171, 172
- Rückschlussschenkel
- 181, 182
- Joch
- 19
- Gehäuse
- 20
- Vergussmasse
- 21
- Stirnfläche
- 22
- ohmsche Widerstand
- 23
- vierte Spule
- 24
- Verbindungschacht
- 25
- Motorblock
- 26
- Folie