[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektronische Irritationsvorrichtung zum
Aussenden von optischen und/oder akustischen Irritationssignalen.
[0002] Zur Irritation von Personen und Sensorsystemen werden sogenannte Blend- und/oder
Schockgranaten eingesetzt, die durch das Aussenden optischer und/oder akustischer
Pulse hoher Intensität zu einer kurzzeitigen Irritation führen sollen. Neben pyrotechnischen
Blend- und/oder Schockgranaten, bei denen die optischen oder akustischen Pulse mittels
einer Explosionsreaktion erzeugt werden, sind auch elektronische Blend- und/oder Schockgranaten
bekannt, bei denen die optischen oder akustischen Pulse durch elektronische Emitter
erzeugt werden, welche durch eine Steuereinrichtung ansteuerbar sind. Derartige elektronische
Irritationsvorrichtungen sind zum Beispiel in der
EP 3 023 730 A1 und der
EP 3 023 731 A1 offenbart.
[0003] Aus der
US 2008/02166699 A1 ist eine elektronische Irritationsvorrichtung bekannt, die mehrere Irritationssignalmodule
mit jeweils wenigstens einem Emitter zur Aussendung optischer oder akustischer Irritationssignale
aufweist. Die Irritationssignalmodule sind über eine Verbindungseinrichtung miteinander
gekoppelt.
[0004] Die
WO 2016/064851 A1 beschreibt eine Beleuchtungsvorrichtung, welche zwölf Seiten aufweist. Auf jeder
der zwölf Seiten ist hinter einem Schutzfenster ein Lichtsignalmodul angeordnet. Die
Lichtsignalmodule enthalten jeweils ein Leuchtelement, welches mittels einer Schnappverbindung
befestigt sein kann.
[0005] Es ist die Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte elektronische Irritationsvorrichtung
zu schaffen, die eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Irritationswirkung hat.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine elektronische Irritationsvorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1. Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die erfindungsgemäße elektronische Irritationsvorrichtung weist mehrere elektronische
Irritationssignalmodule auf, die jeweils wenigstens einen Emitter zum Aussenden optischer
oder akustischer Irritationssignale aufweisen, und enthält außerdem eine Verbindungseinrichtung
zum Koppeln der mehreren Irritationssignalmodule miteinander und eine Entriegelungseinrichtung
zum automatischen Entriegeln der Verbindungseinrichtung, um die mehreren Irritationssignalmodule
voneinander zu entkoppeln.
[0008] Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, mehrere elektronische Irritationssignalmodule
miteinander zu koppeln, um sie gemeinsam in einer einzigen Irritationsvorrichtung
verbringen zu können, und danach durch eine Entriegelungseinrichtung automatisch voneinander
zu entkoppeln, um sie räumlich zu verteilen. Durch das gemeinsame Verbringen und anschließende
Verteilen mehrerer Irritationssignalmodule kann die Wahrscheinlichkeit einer Irritation
einer oder mehrerer Personen bzw. eines oder mehrerer Sensorsysteme erhöht werden,
wodurch ein erhöhter Ablenkungseffekt erzielt werden kann.
[0009] Die elektronische Irritationsvorrichtung der Erfindung weist mehrere, d.h. zwei oder
mehr elektronische Irritationssignalmodule auf. Die mehreren Irritationssignalmodule
weisen jeweils einen oder mehrere Emitter zum Aussenden optischer oder akustischer
Irritationssignale auf. Ein Irritationssignalmodul kann wahlweise nur optische Emitter,
nur akustische Emitter oder sowohl optische Emitter als auch akustische Emitter aufweisen.
Die mehreren Irritationssignalmodule können hinsichtlich der Art und der Anzahl der
Emitter gleich oder unterschiedlich zueinander ausgestaltet sein. Die optischen Emitter
enthalten vorzugsweise elektronische Leuchtmittel, bevorzugt LEDs oder Laserdioden
bzw. LED-Arrays oder Laserarrays, und die akustischen Emitter enthalten vorzugsweise
elektronische Schallerzeuger wie zum Beispiel Piezoschallwandler.
[0010] Die mehreren Irritationssignalmodule sind mittels einer Verbindungseinrichtung miteinander
gekoppelt, d.h. im Ausgangszustand der Irritationsvorrichtung zu einer Einheit zusammengefasst.
Diese Einheit bildet vorzugsweise einen Wurfkörper, der verbracht werden kann. Das
Entkoppeln der Irritationssignalmodule, d.h. das Zerlegen der Wurfkörpereinheit, erfolgt
automatisch mittels einer Entriegelungseinrichtung, um die mehreren Irritationssignalmodule
nach dem Verbringen des Wurfkörpers, d.h. nach dessen Abwurf oder dessen Aufschlag,
räumlich zu verteilen.
[0011] Vorzugsweise weist die Irritationsvorrichtung ferner wenigstens einen Aktivierungsmechanismus
zum Aktivieren des Lösens der mehreren Irritationssignalmodule voneinander und wenigstens
eine Steuereinrichtung zum Betätigen der Entriegelungseinrichtung unmittelbar bei
oder eine vorbestimmte Zeit nach einer Aktivierung durch den wenigstens einen Aktivierungsmechanismus
auf. Der wenigstens eine Aktivierungsmechanismus weist vorzugsweise einen Aktivierungsschalter,
einen Entsicherungsmechanismus, einen Sensor zum Erfassen einer Betriebssituation
und/oder eine Kommunikationseinrichtung zum Empfangen eines Aktivierungsbefehls auf.
Der Sensor zum Erfassen einer Betriebssituation ist vorzugsweise ausgewählt aus einem
Abstandssensor zum Erfassen eines Abstandes zwischen dem Irritationssignalmodul oder
der Irritationsvorrichtung und einem Objekt, einem Positionssensor (z.B. GPS- oder
GNSS-System) und einem Beschleunigungssensor zum Erkennen eines Wurfes oder Aufschlages
der Irritationsvorrichtung. Der Sensor zum Erfassen einer Betriebssituation kann zum
Beispiel ein entsprechender Sensor eines Irritationssignalmoduls oder ein separater
Sensor in / an der Irritationsvorrichtung sein. Die wenigstens eine Steuereinrichtung
zum Betätigen der Entriegelungseinrichtung ist vorzugsweise eine jeweilige Steuereinrichtung
aller Irritationssignalmodule, eine Master-Steuereinrichtung der Irritationssignalmodule
oder eine separate Steuereinrichtung der Irritationsvorrichtung.
[0012] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist die Irritationsvorrichtung ferner einen
Expansionsmechanismus zum Auseinandertreiben der Irritationssignalmodule nach einem
Entriegeln der Verbindungseinrichtung auf. Mit Hilfe des Expansionsmechanismus kann
das räumliche Verteilen der Irritationssignalmodule nach deren Entkopplung unterstützt
bzw. verbessert werden. Der Expansionsmechanismus weist vorzugsweise einen mechanischen
Federmechanismus aus Metall oder Kunststoff, der im gekoppelten Zustand der Irritationssignalmodule
gespannt ist, oder eine Gaskartusche, die beim Entriegeln der Verbindungseinrichtung
geöffnet wird, auf.
[0013] In einer Ausführungsvariante der Erfindung weist die Verbindungseinrichtung Verbindungselemente
auf, über die die mehreren Irritationssignalmodule miteinander verbunden sind, und
weist die Entriegelungseinrichtung Entriegelungsmechanismen zum Entriegeln der Verbindungselemente
und Lösen der Irritationssignalmodule voneinander auf.
[0014] Die Verbindungseinrichtung kann ein oder mehrere Verbindungselemente aufweisen, die
jeweils zwei oder mehr Irritationssignalmodule miteinander verbinden. Die Entriegelungseinrichtung
kann einen oder mehrere Entriegelungsmechanismen aufweisen, die jeweils ein oder mehrere
Verbindungselemente der Verbindungseinrichtung entriegeln können. Die Verbindungseinrichtung
kann zum Beispiel mechanische, elektrische oder magnetische Verbindungselemente aufweisen.
[0015] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung weist die Verbindungseinrichtung
ein Gehäuse auf, in dem die mehreren Irritationssignalmodule aufgenommen sind und
das aus mehreren Gehäusesegmenten zusammengesetzt ist, die über Verbindungselemente
miteinander verbunden sind, und weist die Entriegelungseinrichtung Entriegelungsmechanismen
zum Entriegeln der Verbindungselemente und Lösen der Gehäusesegmente voneinander auf.
Das Gehäuse ist vorzugsweise im Wesentlichen zylindrisch, kugelförmig oder quaderförmig
ausgebildet. Das Gehäuse kann aus zwei oder mehr Gehäusesegmenten, zum Beispiel in
Form von Gehäuseschalen, zusammengesetzt sein. Die Verbindungseinrichtung kann ein
oder mehrere Verbindungselemente aufweisen, die jeweils zwei oder mehr Gehäusesegmente
miteinander verbinden. Die Entriegelungseinrichtung kann einen oder mehrere Entriegelungsmechanismen
aufweisen, die jeweils ein oder mehrere Verbindungselemente der Verbindungseinrichtung
entriegeln können.
[0016] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung weist die Verbindungseinrichtung
ein Gehäuse auf, in dem die mehreren Irritationssignalmodule aufgenommen sind, und
weist die Entriegelungseinrichtung einen Mechanismus zum Zerstören des Gehäuses auf.
Das Gehäuse ist vorzugsweise im Wesentlichen zylindrisch, kugelförmig oder quaderförmig
ausgebildet. Das Zerstören des Gehäuses funktioniert beispielsweise explosiv.
[0017] In einer anderen Ausführungsvariante der Erfindung weist die Verbindungseinrichtung
ein Gehäuse auf, das fragil ist und bei einem Aufschlagen der Irritationsvorrichtung
zerbricht und die mehreren Irritationssignalmodule freigibt. Das Gehäuse ist vorzugsweise
im Wesentlichen zylindrisch, kugelförmig oder quaderförmig ausgebildet. Das fragile
Gehäuse ist zum Beispiel aus einem spröden Kunststoff-, Glas- oder Keramikmaterial
gebildet.
[0018] In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die mehreren Irritationssignalmodule
jeweils eine Steuereinrichtung zum Ansteuern des wenigstens einen Emitters und eine
mit der Steuereinrichtung verbundene Kommunikationseinrichtung auf, sodass die Steuereinrichtungen
der Irritationssignalmodule miteinander und/oder mit einer übergeordneten Steuerung
kommunizieren können, um das Ansteuern der Emitter der verschiedenen Irritationssignalmodule
aufeinander abzustimmen. Das Ansteuern der Emitter umfasst dabei insbesondere das
Einstellen von Amplitude, Phase, Frequenz und Muster der optischen oder akustischen
Pulse.
[0019] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist wenigstens eines der mehreren Irritationssignalmodule
eine Steuereinrichtung zum Ansteuern des wenigstens einen Emitters und einen mit der
Steuereinrichtung verbundenen Abstandssensor zum Erfassen eines Abstands zwischen
dem Irritationssignalmodul und einem Objekt auf, wobei die Steuereinrichtung ausgestaltet
ist, um den wenigstens einen Emitter des Irritationssignalmoduls in Abhängigkeit von
dem erfassten Abstand zu einem Objekt anzusteuern. Anhand der erfassten Abstandsdaten
können zum Beispiel Parameter der Pulse wie insbesondere deren Amplituden und Frequenzen
optimal eingestellt werden. Vorzugsweise sind alle der mehreren Irritationssignalmodule
mit einer solchen Steuereinrichtung und einem solchen Abstandssensor ausgestattet.
[0020] In einer Ausgestaltung der Erfindung weist wenigstens eines der mehreren Irritationssignalmodule
einen integrierten Energiespeicher aufweist. Vorzugsweise weisen alle der mehreren
Irritationssignalmodule einen integrierten Energiespeicher auf. Vorzugsweise ist der
Energiespeicher ein wiederaufladbarer Energiespeicher. Das Aufladen des Energiespeichers
kann berührungslos (z.B. induktiv) oder über einen Anschlussstecker erfolgen.
[0021] In einer Ausgestaltung der Erfindung weisen die mehreren Irritationssignalmodule
jeweils eine Selbstzerstörungseinrichtung zur Selbstzerstörung des Irritationssignalmoduls
auf. Durch eine Selbstzerstörung, die vorzugsweise per Fernsteuerung ausgelöst wird,
kann verhindert werden, dass ein Irritationssignalmodul von Dritten in Besitz genommen
und gegen einen selbst verwendet wird.
[0022] Obige sowie weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter, nicht-einschränkender Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden
Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen, größtenteils schematisch:
- Fig. 1
- eine Prinzipdarstellung einer elektronischen Irritationsvorrichtung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine vergrößerte Prinzipdarstellung eines Irritationssignalmoduls der elektronischen
Irritationsvorrichtung von Fig. 1; und
- Fig. 3
- eine Prinzipdarstellung einer elektronischen Irritationsvorrichtung gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
[0023] Fig. 1 zeigt den Grundaufbau eines ersten Ausführungsbeispiels einer elektronischen
Irritationsvorrichtung der Erfindung.
[0024] Die Irritationsvorrichtung 10 weist mehrere (hier: drei) elektronische Irritationssignalmodule
12 auf. Jedes dieser Irritationssignalmodule 12 enthält mehrere Emitter 16, bevorzugt
wenigstens einen optischen Emitter 16 und wenigstens einen akustischen Emitter 16.
Die optischen Emitter 16 enthalten elektronische Leuchtelemente wie zum Beispiel LEDs,
LED-Arrays, Laserdioden oder Laserarrays, und die akustischen Emitter 16 enthalten
elektronische Schallerzeuger wie zum Beispiel Piezo-Schallwandler. Außerdem enthält
jedes dieser Irritationssignalmodule 12 eine Steuereinrichtung 18, die mit den Emittern
16 zum Ansteuern der Emitter 16 leitungsgebunden oder drahtlos verbunden ist.
[0025] Wie in Fig. 1 dargestellt, sind die Irritationssignalmodule 12 jeweils im Wesentlichen
zylindrisch geformt und übereinander gestapelt. Außerdem sind jeweils zwei der Irritationssignalmodule
12 über ein zum Beispiel mechanisches oder elektromagnetisches Verbindungselement
32 miteinander verbunden, sodass alle Irritationssignalmodule 12 miteinander gekoppelt
sind und eine Einheit bilden, die als ein gemeinsamer Wurfkörper verbracht werden
kann. Wie in Fig. 1 dargestellt, sind die Irritationssignalmodule 12 jeweils mit wenigstens
einem (z.B. mechanischen und/oder elektrischen) Entriegelungsmechanismus 34 versehen,
mit dem eines der Verbindungselemente 32 entriegelt werden kann, sodass die Irritationssignalmodule
12 voneinander gelöst und somit räumlich verteilt werden können.
[0026] In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1 ist zwischen zwei Irritationssignalmodulen
12 zudem jeweils ein mechanischer Expansionsmechanismus 36 mit einer Feder aus Metall
oder Kunststoff vorgesehen. Im Ausgangszustand der Irritationsvorrichtung 10, in dem
die Irritationssignalmodule 12 über die Verbindungselemente 32 miteinander gekoppelt
sind, sind diese Federn gespannt. Werden die Verbindungselemente 32 entriegelt und
damit die Irritationssignalmodule 12 voneinander gelöst, so drücken die Expansionsmechanismen
35 die Irritationssignalmodule 12 auseinander und unterstützen und beschleunigen damit
deren räumliche Verteilung.
[0027] Fig. 2 zeigt einen detaillierteren Aufbau eines Irritationssignalmoduls 12 von Fig.
1.
[0028] Wie in Fig. 2 veranschaulicht, sind die Komponenten des Irritationssignalmoduls 12
in / an einem Modulgehäuse 14 angeordnet. Die optischen / akustischen Emitter 16 sind
beispielsweise am Zylinderumfang des Modulgehäuses 14 positioniert. Sie werden von
der Steuereinrichtung 18 bevorzugt über einen zwischengeschalteten Treiber 20 angesteuert,
um insbesondere die Amplituden, Frequenzen, Phasen und Signalmuster der ausgesendeten
optischen / akustischen Irritationspulse einzustellen.
[0029] Die Steuereinrichtung 18 ist zudem mit einem Aktivierungsschalter 22 und/oder einem
Entsicherungsmechanismus 23 verbunden, der zum Beispiel vor einem Abwurf der Irritationsvorrichtung
betätigt werden kann. Außerdem enthält die Steuereinrichtung 18 vorzugsweise einen
Timer 24. Ferner weist das Irritationssignalmodul 12 einen (z.B. elektromagnetischen
oder akustischen oder optischen) Abstandssensor 25 zum Erfassen eines Abstandes zwischen
dem Irritationssignalmodul 12 und einem Objekt, einen Positionssensor 26 zum Erfassen
einer Position des Irritationssignalmoduls 12 (z.B. mittels GPS- oder GNSS-System)
und/oder einen Beschleunigungssensor 27 zum Erfassen eines Wurfes oder eines Aufschlages
des Irritationssignalmoduls 12 auf. Im Ausführungsbeispiel von Fig. 2 enthält das
Irritationssignalmodul 12 optional zudem eine Kommunikationseinrichtung 28. Die Sensoren
25, 26, 27 und die Kommunikationseinrichtung 28 sind ebenfalls mit der Steuereinrichtung
18 verbunden.
[0030] Der Aktivierungsschalter 22, der Entsicherungsmechanismus 23, die Sensoren 25, 26,
27 und die Kommunikationseinrichtung 28 dienen als Aktivierungsmechanismus zum Aktivieren
der Steuereinrichtung 18, damit diese direkt bei der Aktivierung oder - mit Hilfe
des Timers 24 - eine vorbestimmte Zeit nach der Aktivierung den Entriegelungsmechanismus
34 zum Entriegeln des Verbindungselements 32 betätigt, um die Irritationssignalmodule
12 voneinander zu lösen. So können die Irritationssignalmodule 12 zum Beispiel eine
vorbestimmte Zeitdauer nach einer Betätigung des Aktivierungsschalters 22 oder des
Entsicherungsmechanismus 23, beim Unterschreiten eines vorbestimmten Grenzwerts durch
den vom Abstandssensor 25 erfassten Objektabstand, beim Erreichen einer vorbestimmten
Position durch die Irritationsvorrichtung 10, eine vorbestimmte Zeitdauer nach einem
Abwurf oder einem Aufschlag der Irritationsvorrichtung 10 voneinander gelöst werden.
[0031] Der mit dem Abstandssensor 25 erfasste Objektabstand kann von der Steuereinrichtung
18 zudem verwendet werden, die von den Emittern 16 ausgesendeten optischen oder akustischen
Irritationssignale an den Objektabstand anzupassen. Beispielsweise kann die Helligkeit
von Lichtpulsen an den Objektabstand angepasst werden.
[0032] Die Kommunikationseinrichtung 28 kann zum Empfangen eines Aktivierungssignals von
einer Fernsteuerung verwendet werden. Außerdem kann die Kommunikationseinrichtung
28 zur Kommunikation der Steuereinrichtungen 18 der Irritationssignalmodule 12 der
Irritationsvorrichtung 10 miteinander verwendet werden. So kann beispielsweise eine
Aktivierung, die an einem Irritationssignalmodul 12 erfolgt (z.B. über eine Betätigung
des Entsicherungsmechanismus 23), an die anderen Irritationssignalmodule 12 bzw. deren
Steuereinrichtungen 18 kommuniziert werden, sodass die Entriegelungsmechanismen 34
aller Irritationssignalmodule 12 synchron betätigt werden können. Auf diese Weise
können außerdem die Irritationssignale der Emitter 16 der verschiedenen Irritationssignalmodule
12 aufeinander abgestimmt werden. Beispielsweise können die Lichtpulse oder Schallpulse
synchron oder in einem wohldefinierten Muster ausgesendet werden.
[0033] Wie in Fig. 2 veranschaulicht, ist das Irritationssignalmodul 12 bevorzugt auch mit
einem Energiespeicher 30, vorzugsweise einem wiederaufladbaren Energiespeicher, zur
Energieversorgung der elektronischen Komponenten des Irritationssignalmoduls 12 ausgestattet.
[0034] Außerdem ist das Irritationssignalmodul 12 optional auch mit einer Selbstzerstörungseinrichtung
48 versehen. Sollte ein Irritationssignalmodul 12 in die Hände von Dritten gelangen
und die Gefahr bestehen, dass dieses das Irritationssignalmodul 12 gegen einen selbst
verwenden, so kann die Selbstzerstörungseinrichtung 48 per Fernsteuerung über die
Kommunikationseinrichtung 28 aktiviert werden, um das Irritationssignalmodul 12, insbesondere
dessen Steuereinrichtung 18 zu zerstören.
[0035] Fig. 3 zeigt den Grundaufbau eines zweiten Ausführungsbeispiels einer elektronischen
Irritationsvorrichtung der Erfindung. Gleiche bzw. entsprechende Komponenten sind
mit den gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1 versehen.
[0036] Im Ausführungsbeispiel von Fig. 3 sind mehrere (hier: drei) im Wesentlichen zylindrische
Irritationssignalmodule 12 in einem im Wesentlichen kugelförmigen oder zylindrischen
Gehäuse 38 aufgenommen. Durch die Aufnahme in einem gemeinsamen Gehäuse 38 werden
die Irritationssignalmodule 12 miteinander gekoppelt und wird eine als Wurfkörper
dienende Einheit gebildet.
[0037] Im Ausführungsbeispiel von Fig. 3 ist das Gehäuse 38 aus mehreren Gehäusesegmenten
40 in Form von Gehäuseschalen zusammengesetzt. Die Gehäusesegmente 40 sind durch zum
Beispiel mechanische oder elektromagnetische Verbindungselemente 42 miteinander verbunden.
Im Bereich der Verbindungselemente 42 sind zudem zum Beispiel mechanische oder elektrische
Entriegelungsmechanismen 44 vorgesehen, mit denen die Verbindungselemente 42 entriegelt
werden können und damit die Gehäusesegmente 40 voneinander gelöst werden, sodass sich
das Gehäuse 38 öffnet und die Irritationssignalmodule 12 freigibt. Um die räumliche
Verteilung der freigegebenen Irritationssignalmodule 12 zu unterstützen bzw. zu beschleunigen,
enthält die Irritationsvorrichtung 10 optional einen Expansionsmechanismus 46 zum
Beispiel in Form einer Gaskartusche.
[0038] Im Ausführungsbeispiel von Fig. 3 wird die Steuereinrichtung 18 eines der Irritationssignalmodule
12 als Master-Steuerung benutzt. Diese Master-Steuerung erfasst eine Aktivierung durch
einen Aktivierungsmechanismus und steuert dann die Entriegelungsmechanismen 44 zum
Entriegeln der Verbindungselemente 42 an. Der Aktivierungsmechanismus kann Bestandteil
des Irritationssignalmoduls 12 mit der Master-Steuerung 18 sein (s.o. Fig. 2) oder
separat im / am Gehäuse 38 der Irritationsvorrichtung 10 vorgesehen sein. Auch kann
anstelle einer Master-Steuerung der Steuereinrichtungen 18 der Irritationssignalmodule
12 eine separate Steuerung in der Irritationsvorrichtung 10 vorgesehen sein.
[0039] Im Übrigen entspricht das zweite Ausführungsbeispiel von Fig. 3 dem ersten Ausführungsbeispiel
von Fig. 1. Insbesondere können auch die Irritationssignalmodule 12 der Irritationsvorrichtung
10 von Fig. 3 gemäß Fig. 2 ausgestaltet sein.
[0040] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann als Ausführungsvariante des zweiten Ausführungsbeispiels
ein Gehäuse 38 verwendet werden, das durch einen Mechanismus zerstört werden kann,
um die Irritationssignalmodule 12 freizugeben.
[0041] In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann als weitere Ausführungsvariante des zweiten
Ausführungsbeispiels ein Gehäuse 38 verwendet werden, das beim Aufschlagen zerbricht
und so die Irritationssignalmodule 12 freigibt. Zu diesem Zweck ist das Gehäuse 38
zum Beispiel aus einem spröden Material geformt.
BEZUGSZIFFERNLISTE
[0042]
- 10
- elektronische Irritationsvorrichtung
- 12
- elektronische Irritationssignalmodule
- 14
- Modulgehäuse
- 16
- Emitter
- 18
- Steuereinrichtung
- 20
- Treiber
- 22
- Aktivierungsschalter
- 23
- Entsicherungsmechanismus
- 24
- Timer
- 25
- Abstandssensor
- 26
- Positionssensor
- 27
- Beschleunigungssensor
- 28
- Kommunikationseinrichtung
- 30
- Energiespeicher
- 32
- Verbindungselement
- 34
- Entriegelungsmechanismus
- 36
- Expansionsmechanismus
- 38
- Gehäuse
- 40
- Gehäusesegmente
- 42
- Verbindungselemente
- 44
- Entriegelungsmechanismus
- 46
- Expansionsmechanismus
- 48
- Selbstzerstörungseinrichtung
1. Elektronische Irritationsvorrichtung (10), aufweisend:
mehrere Irritationssignalmodule (12), die jeweils wenigstens einen Emitter (16) zum
Aussenden optischer oder akustischer Irritationssignale aufweisen;
eine Verbindungseinrichtung (32; 38; 38, 40, 42) zum Koppeln der mehreren Irritationssignalmodule
(12) miteinander; dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Irritationsvorrichtung (10) eine Entriegelungseinrichtung (34;
38; 44) zum automatischen Entriegeln der Verbindungseinrichtung (32; 38; 38, 40, 42)
aufweist, um die mehreren Irritationssignalmodule (12) voneinander zu entkoppeln.
2. Irritationsvorrichtung nach Anspruch 1, welche
ferner wenigstens einen Aktivierungsmechanismus (22, 25, 26, 27, 28) zum Aktivieren
des Lösens der mehreren Irritationssignalmodule (12) voneinander und wenigstens eine
Steuereinrichtung (18) zum Betätigen der Entriegelungseinrichtung (34; 44) unmittelbar
bei oder eine vorbestimmte Zeit nach einer Aktivierung durch den wenigstens einen
Aktivierungsmechanismus aufweist.
3. Irritationsvorrichtung nach Anspruch 2, bei welcher
der wenigstens eine Aktivierungsmechanismus (22, 25, 26, 27, 28) einen Aktivierungsschalter
(22), einen Entsicherungsmechanismus (23), einen Sensor (25, 26, 27) zum Erfassen
einer Betriebssituation und/oder eine Kommunikationseinrichtung (28) zum Empfangen
eines Aktivierungsbefehls aufweist.
4. Irritationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche
ferner einen Expansionsmechanismus (36; 46) zum Auseinandertreiben der Irritationssignalmodule
(12) nach einem Entriegeln der Verbindungseinrichtung (32; 38; 38, 40, 42) aufweist.
5. Irritationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher
die Verbindungseinrichtung Verbindungselemente (32) aufweist, über die die mehreren
Irritationssignalmodule (12) miteinander verbunden sind, und
die Entriegelungseinrichtung Entriegelungsmechanismen (34) zum Entriegeln der Verbindungselemente
(32) und Lösen der Irritationssignalmodule (12) voneinander aufweist.
6. Irritationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher
die Verbindungseinrichtung ein Gehäuse (38) aufweist, in dem die mehreren Irritationssignalmodule
(12) aufgenommen sind und das aus mehreren Gehäusesegmenten (40) zusammengesetzt ist,
die über Verbindungselemente (42) miteinander verbunden sind, und
die Entriegelungseinrichtung Entriegelungsmechanismen (44) zum Entriegeln der Verbindungselemente
(42) und Lösen der Gehäusesegmente (40) voneinander aufweist.
7. Irritationsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei welcher
die Verbindungseinrichtung ein Gehäuse (38) aufweist, in dem die mehreren Irritationssignalmodule
(12) aufgenommen sind, und
die Entriegelungseinrichtung einen Mechanismus zum Zerstören des Gehäuses (38) aufweist.
8. Irritationsvorrichtung nach Ansprüche 1 bis 4, bei welcher
die Verbindungseinrichtung ein Gehäuse (38) aufweist, das fragil ist und bei einem
Aufschlagen der Irritationsvorrichtung (10) zerbricht und die mehreren Irritationssignalmodule
(12) freigibt.
9. Irritationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher
die mehreren Irritationssignalmodule (12) jeweils eine Steuereinrichtung (18) zum
Ansteuern des wenigstens einen Emitters (16) und eine mit der Steuereinrichtung (18)
verbundene Kommunikationseinrichtung (28) aufweisen, sodass die Steuereinrichtungen
(18) der Irritationssignalmodule (12) miteinander und/oder mit einer übergeordneten
Steuerung kommunizieren können, um das Ansteuern der Emitter (16) der verschiedenen
Irritationssignalmodule (12) aufeinander abzustimmen.
10. Irritationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher wenigstens
eines der mehreren Irritationssignalmodule (12) eine Steuereinrichtung (18) zum Ansteuern
des wenigstens einen Emitters (16) und einen mit der Steuereinrichtung (18) verbundenen
Abstandssensor (25) zum Erfassen eines Abstands zwischen dem Irritationssignalmodul
(12) und einem Objekt aufweist, wobei die Steuereinrichtung (18) ausgestaltet ist,
um den wenigstens einen Emitter (16) des Irritationssignalmoduls (12) in Abhängigkeit
von dem erfassten Abstand zu einem Objekt anzusteuern.
11. Irritationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher wenigstens
eines der mehreren Irritationssignalmodule (12) einen integrierten Energiespeicher
(30) aufweist.
12. Irritationsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei welcher
die mehreren Irritationssignalmodule (12) jeweils eine Selbstzerstörungseinrichtung
(48) zur Selbstzerstörung des Irritationssignalmoduls aufweisen.
1. Electronic irritation device (10), comprising:
a plurality of irritation signal modules (12), each comprising at least one emitter
(16) for emitting optical or acoustic irritation signals;
a connection device (32; 38; 38, 40, 42) for coupling the plurality of irritation
signal modules (12) to one another; characterized in that the electronic irritation device (10) comprises an unlocking device (34; 38; 44)
for automatically unlocking the connection device (32; 38; 38, 40, 42) in order to
decouple the plurality of irritation signal modules (12) from one another.
2. Irritation device according to Claim 1, which furthermore comprises at least one activation
mechanism (22, 25, 26, 27, 28) for activating the release of the plurality of irritation
signal modules (12) from one another and at least one control device (18) for actuating
the unlocking device (34; 44) directly upon or a predetermined time after an activation
by the at least one activation mechanism.
3. Irritation device according to Claim 2, wherein the at least one activation mechanism
(22, 25, 26, 27, 28) comprises an activation switch (22), a disengaging mechanism
(23), a sensor (25, 26, 27) for detecting an operating situation and/or a communication
device (28) for receiving an activation command.
4. Irritation device according to any of the preceding claims, which
furthermore comprises an expansion mechanism (36; 46) for driving apart the irritation
signal modules (12) after the connection device (32; 38; 38, 40, 42) has been unlocked.
5. Irritation device according to any of Claims 1 to 4, wherein
the connection device comprises connection elements (32), via which the plurality
of irritation signal modules (12) are connected to one another, and
the unlocking device comprises unlocking mechanisms (34) for unlocking the connection
elements (32) and releasing the irritation signal modules (12) from one another.
6. Irritation device according to any of Claims 1 to 4, wherein
the connection device comprises a housing (38), in which the plurality of irritation
signal modules (12) are accommodated and which is composed of a plurality of housing
segments (40) connected to one another via connection elements (42), and
the unlocking device comprises unlocking mechanisms (44) for unlocking the connection
elements (42) and releasing the housing segments (40) from one another.
7. Irritation device according to any of Claims 1 to 4, wherein
the connection device comprises a housing (38), in which the plurality of irritation
signal modules (12) are accommodated, and
the unlocking device comprises a mechanism for destroying the housing (38).
8. Irritation device according to Claims 1 to 4, wherein
the connection device comprises a housing (38), which is fragile and, in the event
of the irritation device (10) being impacted, breaks up and frees the plurality of
irritation signal modules (12).
9. Irritation device according to any of the preceding claims, wherein
the plurality of irritation signal modules (12) each comprise a control device (18)
for controlling the at least one emitter (16) and a communication device (28) connected
to the control device (18), such that the control devices (18) of the irritation signal
modules (12) can communicate with one another and/or with a superordinate controller
in order to coordinate the control of the emitters (16) of the various irritation
signal modules (12) among one another.
10. Irritation device according to any of the preceding claims, wherein
at least one of the plurality of irritation signal modules (12) comprises a control
device (18) for controlling the at least one emitter (16) and a distance sensor (25)
for detecting a distance between the irritation signal module (12) and an object,
said distance sensor being connected to the control device (18), wherein the control
device (18) is configured to control the at least one emitter (16) of the irritation
signal module (12) depending on the detected distance with respect to an object.
11. Irritation device according to any of the preceding claims, wherein
at least one of the plurality of irritation signal modules (12) comprises an integrated
energy store (30).
12. Irritation device according to any of the preceding claims, wherein
the plurality of irritation signal modules (12) each comprise a self-destruction device
(48) for the self-destruction of the irritation signal module.
1. Dispositif irritant électronique (10), présentant :
plusieurs modules de signal d'irritation (12) qui présentent respectivement au moins
un émetteur (16) pour émettre des signaux d'irritation optiques ou acoustiques ;
un équipement de liaison (32 ; 38 ; 38, 40, 42) pour coupler les plusieurs modules
de signal d'irritation (12) les uns avec les autres ;
caractérisé en ce que le dispositif d'irritation électronique (10) présente un équipement de déverrouillage
(34 ; 38 ; 44) pour le déverrouillage automatique de l'équipement de liaison (32 ;
38 ; 38, 40, 42) afin de découpler les plusieurs modules de signal d'irritation (12)
les uns des autres.
2. Dispositif d'irritation selon la revendication 1, qui présente en outre au moins un
mécanisme d'activation (22, 25, 26, 27, 28) pour activer le détachement des plusieurs
modules de signal d'irritation (12) les uns des autres et au moins un équipement de
commande (18) pour actionner l'équipement de déverrouillage (34 ; 44) directement
au moment d'une activation par ledit au moins un mécanisme d'activation ou après un
délai prédéterminé après celle-ci.
3. Dispositif d'irritation selon la revendication 2, dans lequel ledit au moins un mécanisme
d'activation (22, 25, 26, 27, 28) présente un commutateur d'activation (22), un mécanisme
d'armement (23), un capteur (25, 26, 27) pour détecter une situation de fonctionnement
et/ou un équipement de communication (28) pour recevoir une instruction d'activation.
4. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications précédentes, qui
présente en outre un mécanisme d'expansion (36 ; 46) pour disperser les modules de
signal d'irritation (12) après un déverrouillage de l'équipement de liaison (32 ;
38 ; 38, 40, 42).
5. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel
l'équipement de liaison présente des éléments de liaison (32) par lesquels les plusieurs
modules de signal d'irritation (12) sont reliés les uns aux autres, et
l'équipement de déverrouillage présente des mécanismes de déverrouillage (34) pour
déverrouiller les éléments de liaison (32) et détacher les modules de signal d'irritation
(12) les uns des autres.
6. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel
l'équipement de liaison présente un boîtier (38) dans lequel sont reçus les plusieurs
modules de signal d'irritation (12) et qui est composé de plusieurs segments de boîtier
(40) qui sont reliés les uns aux autres par des éléments de liaison (42), et
l'équipement de déverrouillage présente des mécanismes de déverrouillage (44) pour
déverrouiller les éléments de liaison (42) et détacher les segments de boîtier (40)
les uns des autres.
7. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel
l'équipement de liaison présente un boîtier (38) dans lequel sont reçus les plusieurs
modules de signal d'irritation (12), et
l'équipement de déverrouillage présente un mécanisme pour la destruction du boîtier
(38).
8. Dispositif d'irritation selon les revendications 1 à 4, dans lequel l'équipement de
liaison présente un boîtier (38) qui est fragile et qui se casse en cas d'impact du
dispositif d'irritation (10) et libère les plusieurs modules de signal d'irritation
(12).
9. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel les plusieurs modules de signal d'irritation (12) présentent respectivement
un équipement de commande (18) pour piloter ledit au moins un émetteur (16) et un
équipement de communication (28) relié à l'équipement de commande (18) de sorte que
les équipements de commande (18) des modules de signal d'irritation (12) peuvent communiquer
entre eux et/ou avec une commande de niveau supérieur afin de synchroniser le pilotage
des émetteurs (16) des différents modules de signal d'irritation (12).
10. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel au moins l'un des plusieurs modules de signal d'irritation (12) présente un
équipement de commande (18) pour piloter ledit au moins un émetteur (16) et un capteur
de distance (25) relié à l'équipement de commande (18) pour détecter une distance
entre le module de signal d'irritation (12) et un objet, l'équipement de commande
(18) étant configuré pour piloter ledit au moins un émetteur (16) du module de signal
d'irritation (12) en fonction de la distance détectée par rapport à un objet.
11. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel au moins l'un des plusieurs modules de signal d'irritation (12) présente un
accumulateur d'énergie intégré (30).
12. Dispositif d'irritation selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
lequel les plusieurs modules de signal d'irritation (12) présentent respectivement
un équipement d'autodestruction (48) pour l'autodestruction du module de signal d'irritation.