(19)
(11) EP 3 950 073 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
07.06.2023  Patentblatt  2023/23

(21) Anmeldenummer: 21189867.1

(22) Anmeldetag:  05.08.2021
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63B 21/00(2006.01)
A63B 23/12(2006.01)
A63B 71/06(2006.01)
A63B 21/005(2006.01)
A63B 71/00(2006.01)
A63B 21/16(2006.01)
A63B 21/072(2006.01)
A63B 21/078(2006.01)
A63B 21/02(2006.01)
A63B 23/04(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A63B 71/0036; A63B 71/0054; A63B 21/0783; A63B 21/0724; A63B 21/00181; A63B 21/005; A63B 21/023; A63B 21/1681; A63B 2220/801; A63B 2071/0638; A63B 21/153; A63B 2023/0411; A63B 23/1281; A63B 23/1209

(54)

TRAININGSGERÄT FÜR DAS MUSKELTRAINING

EXERCISE DEVICE FOR MUSCLE TRAINING

DISPOSITIF D'ENTRAÎNEMENT MUSCULAIRE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 07.08.2020 DE 102020120919

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
09.02.2022  Patentblatt  2022/06

(73) Patentinhaber: Schneider, Claudia
15712 Königs Wusterhausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Schneider, Claudia
    15712 Königs Wusterhausen (DE)

(74) Vertreter: Nern, Peter-Michael 
Brandt & Nern Patentanwälte Kekuléstrasse 2-4
12489 Berlin
12489 Berlin (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-96/09854
US-B1- 8 900 097
CN-B- 108 079 493
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät für das Muskeltraining. Sie bezieht sich auf ein Trainingsgerät, welches dazu ausgebildet ist, auf eine trainierende, dazu das Trainingsgerät nutzende Person eine als Druckkraft oder als Zugkraft ausgebildete Last zu applizieren. Die jeweilige Last wirkt dabei auf die Schultern oder Arme der trainierenden Person über eine von ihr auf den Schultern getragene oder mit den Händen gehaltene Hantelstange ein, welche eine wesentliche Komponente des Trainingsgeräts ausbildet. Als bevorzugter Einsatzzweck des beanspruchten und nachfolgend beschriebenen Trainingsgeräts wird das Muskeltraining von sich in einer Rehabilitationsbehandlung befindenden Personen angesehen, ohne dass jedoch die Erfindung und/oder deren Verwendung beschränkt wären. Vielmehr kann das erfindungsgemäße Trainingsgerät gleichermaßen für ein rehabilitatives als auch für das sportliche, insbesondere Fitnessziele verfolgende Muskeltraining eingesetzt werden.

    [0002] Für die vorgenannten Zwecke, also für das rehabilitative oder für das sportliche Muskeltraining, stellt das Hanteltraining eine weit verbreitete Trainingsform dar. So werden etwa mittels einer unmittelbar mit Gewichten versehenen Hantelstange im Rahmen entsprechender Hubübungen die Schulter-/Arm-Muskulatur und/oder die Beinmuskeln trainiert. Durch vorzugsweise beidseitig auf einer Hantelstange angeordnete Gewichte wird dabei auf eine trainierende, die Hantelstange auf den Schultern tragende oder sie mit den Händen haltende Person eine Druckkraft ausgeübt, welcher die Person durch Strecken der Arme und damit Stemmen des Hantelgewichts zum Training ihrer Armmuskulatur entgegenwirken kann. Ebenso ist es möglich, aus der Hocke heraus das Hantelgewicht durch Strecken der Beine oder aus einer gebeugten Position heraus durch Aufrichten des Rumpfes nach oben zu hieven und hierdurch die Beinmuskulatur oder die Rumpf- und Rückenmuskulatur zu trainieren.

    [0003] Weitere Möglichkeiten des Muskeltrainings unter Nutzung einer Hantelstange sind dadurch gegeben, dass auf eine die Hantelstange haltende sowie eine Zugkraft auf sie ausübende Person eine der ausgeübten Zugkraft entgegengerichtete Kraft vermittelt wird. Hierbei ist es bekannt, die Hantelstange beidseits mit Seilen oder Gurten zu verbinden, über welche die vorgenannte, der durch die trainierende Person auf die Hantelstange ausgeübten Zugkraft entgegenwirkende Kraft auf die Hantelstange vermittelt wird. Dazu werden die mit der Hantelstange verbundenen Seile oder Gurte über Rollen geführt, wobei sie an ihren anderen, der Hantelstange abgewandten Enden mit einem Gewicht, einer Feder oder mit mindestens einem seinerseits eine Zugkraft ausübenden Antrieb verbunden sind.

    [0004] Trainingsgeräte der vorgenannten Art werden typischerweise in einem stationären Betrieb genutzt, bei welchem die trainierende Person die jeweiligen Übungen gewissermaßen am Platz ausführt, das heißt, ohne sich hierbei in laufender/gehender Weise zu bewegen. In dem zuletzt beschriebenen Fall des Trainings durch Ausüben einer Zugkraft auf die Hantel ergibt sich dies regelmäßig schon durch die typischerweise ortsfeste Anordnung von Rollen, über welche die mit der Hantel verbundenen Seile oder Gurte geführt sind, sowie durch die ortsfeste Anordnung der die entsprechende Gegenkraft ausübenden Mittel.

    [0005] Im Falle der unter Verwendung eines Hantelgewichts ausgeführten Hebebewegungen, ist die typischerweise stationäre Ausführung entsprechender Übungen insbesondere durch Sicherheitsvorschriften zur Vermeidung von Unfällen bedingt. Es ist hierbei üblich, das Hantelgewicht am jeweiligen Trainingsplatz aus einem Sicherheitsablagehalter zu entnehmen und die Übungen in unmittelbarer Nähe zu diesem Ablagehalter auszuführen sowie bei deren Beendigung die Hantelstange mit Gewichten wieder in dem Ablagehalter abzulegen. Aufgrund der genannten Sicherheitsvorschriften ist es, zudem üblich, dass die Übungen mit einem mehrfachen Heben und Senken der gewichtbelasteten Hantelstange durch eine assistierende Person abgesichert werden.

    [0006] In Trainings- und Fitnesscentern helfen sich hierbei üblicherweise die Sportler untereinander. Dies ist jedoch im Reha-Bereich, das heißt in dem Falle, dass mehrere sich in der Rehabilitation befindende Personen gleichzeitig trainieren, in der Regel nicht möglich. Hierbei ist es vielmehr so, dass je trainierender Person ein Therapeut, also Personal, erforderlich ist, um einerseits Anweisungen für das Training zu geben und andererseits die Übungen unter dem schon genannten Sicherheitsaspekt abzusichern. Im Hinblick darauf, dass eine ein entsprechendes Reha-Training beaufsichtigende Person ohne weiteres gleichzeitig mehrere trainierende Personen anleiten könnte, ist es dabei unter anderem unter dem Gesichtspunkt der Einsparung von Personalkosten wünschenswert, dass nicht jeder trainierenden Person eine die Trainingsübungen unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften absichernde Person zur Seite gestellt werden muss.

    [0007] Zur Lösung des zuvor angesprochenen Problems sind bereits einige Lösungen bekannt geworden. Beispielsweise wird hierfür in der DE 39 36 377 A1 eine Lösung beschrieben, bei der an der jeweils endseitig mit Gewichten belasteten Hantelstange Seile befestigt sind, die über an sich horizontal erstreckenden Tragarmen eines vertikal aufragenden Ständers angeordnete Umlenkrollen geführt und mit ihren anderen Enden an einem entlang des Ständers vertikal auf und ab bewegbaren Schlitten befestigt sind. Über durch die trainierende Person elektrisch betätigbare Mittel kann außerdem ein vorgespannter Bolzen freigegeben werden, der in eine Bohrung von mehreren in dichter vertikaler Folge an dem Ständer ausgebildeten Bohrungen hineingleitet und so die Hantelstange in ihrer augenblicklichen vertikalen Lage zur Beendigung des Trainings fixiert.

    [0008] Die DE 40 11 131 A1 offenbart ein Trainingsgerät, bei dem in der Nähe beider Enden der gewichtbelasteten Hantelstange Gurte befestigt sind. Die Gurte sind auf Wickeltrommeln aufrollbar, die auf einer über dem Kopf der trainierenden Person an einem Gestell angeordneten Wickelwelle drehbar gelagert sind. Mittels eines elektrischen Antriebs, einer mittig der Wickelwelle drehstarr angeordneten Zahnscheibe und eines über die Antriebswelle und die Zahnscheibe geführten Zahnriemens werden die Gurte unbemerkt von der trainierenden Person stets straff gehalten und damit die gewichtbelastete Hantelstange gesichert. Eine ähnliche, mit einer Hydraulik arbeitende Lösung wird durch die EP 0 678 312 A1 in Bezug auf eine Hantelbank für das Training im Liegen offenbart.

    [0009] Auch aus der WO 2016/126254 A1 ist eine Lösung bekannt geworden, welche es entbehrlich machen soll, einer Hanteltraining betreibenden Person eine ihr Hilfestellung leistende Person zur Seite zu stellen. Gemäß der beschriebenen Lösung liegt die Hantelstange im Bereich ihrer beiden Enden, aber innenseitig des jeweiligen, ganz am Ende angeordneten Gewichts, auf einer waagerecht und quer zu der Hantelstange angeordneten Strebe (Querstrebe) auf. Die Hantelstange ist hierbei über eine durch ein Schwenklager und ein Gleitlager gebildete Lageranordnung an den beiden Querstreben festgelegt. Die Lageranordnung ermöglicht es, die Hantelstange einerseits in waagerechter Richtung entlang der Querstreben zu bewegen und andererseits Schwenkbewegungen auszuführen. Die beiden die Hantelstange tragenden Querstreben sind ihrerseits jeweils an ihren beiden Enden über je ein Gleitlager an jeweils einer senkrechten Führungsstange festgelegt. Die Hantelstange weist zudem mindestens eine mithilfe eines Hebels zu betätigende Bremse auf, so dass die Hantelstange sicher entlang der Führungsstangen aufwärts oder abwärts bewegt werden kann. Die US8900097 B1 offenbart ein weiteres Trainingsgerät, mit einem Geräteträger und mit einer Hantelstange, die mittels über Umlenkrollen geführter Seile oder Gurte am Geräteträger gehalten wird und die mit mindestens einem Mittel zur Bildung einer auf eine trainierende Person wirkenden Last als Druck- oder Zugkraft in Wirkverbindung gebracht wird.

    [0010] Den zuvor beschriebenen Lösungen ist es gemeinsam, dass sie zwar die Sicherheit einer trainierenden Person erhöhen, so dass gegebenenfalls auf eine zusätzliche Hilfestellung durch eine andere Person verzichtet werden kann. Jedoch handelt es sich bei allen Lösungen der genannten Druckschriften um Trainingsgeräte, an denen die jeweiligen Übungen stationär ausgeführt werden. Eine an den Geräten trainierende Person kann sich mit der gewichtbelasteten Hantelstange im Grunde nicht von der Stelle bewegen, sondern führt ihre Übungen vielmehr am Platz aus. Auch sind die Trainingsgeräte dazu ausgelegt, im Wesentlichen nur die typischerweise beim Heben von Gewichten trainierten Armmuskeln und Muskeln des oberen Rumpfbereichs zu trainieren, so dass sie hinsichtlich der bestehenden Trainingsmöglichkeiten nur im beschränkten Maße flexibel einsetzbar sind.

    [0011] Aufgabe der Erfindung ist es ein Trainingsgerät bereitzustellen, welches es einer Person ermöglicht, Trainingsübungen unter Verwendung einer eine Druckkraft oder eine Zugkraft vermittelnden Hantelstange auszuführen, ohne dass sie hierbei zur Gewährleistung eines hohen Maßes an Unfallsicherheit zwingend der Assistenz einer anderen, sich zur Absicherung des Trainings ausschließlich um sie kümmernden Personen bedarf. Darüber hinaus soll das entsprechende Trainingsgerät so ausgebildet sein, dass es einer jeweils trainierenden Person bei der Durchführung der Übungen ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit und gegebenenfalls, neben dem beim Hanteltraining üblichen Training der Arme, einschließlich des oberen Rumpfbereichs, das gleichzeitige Training einer Vielzahl weiterer Muskelgruppen, wie Muskeln des unteren und seitlichen Rumpfbereichs, des Beckenbereichs und/oder der Beine, einschließlich ihrer Unterschenkel, sowie insbesondere ein Training der Koordinationsfähigkeit bei einem gleichzeitigen Training der vorgenannten Muskelgruppen ermöglicht. Hierbei soll sich die trainierende Person insbesondere weitgehend frei innerhalb eines Trainingsraumes bewegen können.

    [0012] Die Aufgabe wird durch ein Trainingsgerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche gegeben.

    [0013] Wesentliche Komponenten des zur Lösung der Aufgabe vorgeschlagenen Trainingsgeräts für rehabilitatives oder sportliches Muskeltraining sind ein Geräteträger und eine an diesem Geräteträger mittels über Seilrollen geführter Seile oder Gurte gehaltene Hantelstange. Über die vorgenannten Seile oder Gurte ist die Hantelstange mit mindestens einem Mittel (Ausführungen zur Art dieses mindestens einen Mittels sollen später erfolgen) zur Ausbildung einer auf eine trainierende Person als Druckkraft oder Zugkraft wirkenden Last in eine Wirkverbindung gebracht. In Bezug auf die vorgenannten Rollen soll an dieser Stelle und nachfolgend sowie in den Patentansprüchen stets von Seilrollen gesprochen werden, und zwar unabhängig davon, ob die Hantelstange durch Seile oder Gurte an dem Geräteträger gehalten wird.

    [0014] Erfindungsgemäß besteht der Geräteträger aus einem Grundträger und aus einem über ein Drehlager oder über einen Drehkranz mit dem Grundträger verbundenen Funktionsträger, wobei der Grundträger entlang einer oberhalb der trainierenden Person angeordneten Traverse in einer horizontalen Ebene bewegbar ist. Der Funktionsträger, an welchem die Seilrollen für die die Hantelstange haltenden Seile oder Gurte angeordnet sind, ist aufgrund seiner über das Drehlager oder den Drehkranz bestehenden Verbindung mit dem Grundträger gegenüber dem Grundträger um eine vertikale Achse verdrehbar.

    [0015] Gemäß einer ersten Ausbildungsform der Erfindung handelt es sich bei dem bereits angesprochenen, mindestens einen Mittel, welches zur Applikation einer Last auf die trainierende Person mit der Hantelstange in eine Wirkverbindung gebracht ist, um an den beiderseitigen Enden der Hantelstange angeordnete, eine Druckkraft ausübende Gewichtsstücke. Bei der betreffenden Ausbildungsform ist das Trainingsgerät, genauer gesagt dessen Geräteträger (insbesondere der Funktionsträger) so ausgebildet, dass bei einem Anheben der Hantelstange durch das Ausüben einer die Gewichtskraft der Hantelstange mit den Gewichtsstücken übersteigenden Hubkraft, die Seile oder Gurte auf den an dem Funktionsträger des Geräteträgers angeordneten Seilrollen aufgerollt werden.

    [0016] Die vorgenannte, das Anheben der Hantelstange bewirkende Hubkraft wird dabei im praktischen Einsatz des Trainingsgerätes selbstverständlich durch eine das Gerät nutzende, trainierende Person aufgebracht. Die Ausbildungsform kann zudem vorzugsweise so ausgestaltet sein, dass die Seile oder Gurte zur Kompensation der durch die Hantelstange selbst, das heißt, zur Kompensation der durch die Hantelstange ohne Gewichtsstücke hervorgerufenen Gewichtskraft, vorgespannt sind. Hierdurch wird zumindest die Hantelstange, so lange auf dieser noch keine Gewichtsstücke angeordnet sind, gewissermaßen mittels der Seile oder Gurte in der Schwebe gehalten.

    [0017] Entsprechend einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der zuvor beschriebenen ersten, auf das Applizieren einer Gewichtskraft (Druckkraft) auf die trainierende Person ausgelegten Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes ist dieses mit einer Fallbremse ausgestattet, welche bei einer abwärts gerichteten Bewegung der Hantelstange, im Falle des Überschreitens einer maximalen Abrollbeschleunigung, das Abrollen mindestens eines der Seile oder Gurte von der jeweils zugehörigen Seilrolle blockiert. Eine solche Fallbremse kann dabei im Hinblick auf das Blockieren des Abrollens eines Seils oder Gurtes nach dem aus der Kraftfahrzeugtechnik bekannten Prinzip des Blockierens eines Sicherheitsgurtes funktionieren. Es handelt sich hierbei um eine Mechanik, welche im Falle des Überschreitens einer maximalen Abrollbeschleunigung und des damit verbundenen Überschreitens einer auf ein Element dieser Mechanik wirkenden Fliehkraft auslöst und die Blockierung des Abrollvorgangs bewirkt. Vorzugsweise sind beide, typischerweise vorhandenen Seile oder Gurte und die zugehörigen Rollen mit einer entsprechenden Fallbremse ausgestattet.

    [0018] Bei einer zweiten Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes sind zur Ausbildung einer auf die trainierende Person als Zugkraft wirkenden Last das oder die mit der Hantelstange in einer Wirkverbindung stehenden Mittel an dem der Hantelstange abgewandten Ende mindestens eines der über die, in diesem Falle, als Umlenkrollen ausgebildeten Seilrollen geführten Seile oder Gurte angeordnet. Entsprechend einer Variante diese Ausbildungsform handelt es sich bei diesem, an dem Ende mindestens eines Seils oder Gurtes angeordneten Mittel zur Erzeugung der Zugkraft um eine Feder, welche mit ihrem dem Seil oder Gurt abgewandten Ende an einem Widerlager verankert ist. Hierbei kann vorzugsweise die von der Feder hervorgerufene Zugkraft durch Veränderung einer Vorspannung der Feder variiert werden.

    [0019] Entsprechend einer anderen Variante der zweiten Ausbildungsform kann die Zugkraft durch mindestens ein, am Ende wenigstens eines Seils oder Gurtes, vorzugsweise lösbar und somit auswechselbar angeordnetes Gewichtselement hervorgerufen werden. Durch einen Austausch des oder der Gewichtsstücke ist auch bei dieser Variante eine Veränderung der jeweils auf die Hantelstange wirkenden Zugkraft ermöglicht. Vorzugsweise ist es dabei selbstverständlich so, dass entsprechende Gewichtsstücke jeweils an beiden Seiten, also an den beidseits der Hantelstange angeordneten Seilen oder Gurten angebracht werden und hierbei typischerweise für eine symmetrische Belastung der trainierenden Person gleiches Gewicht besitzen.

    [0020] Eine weitere, dritte Variante der Ausgestaltung der zweiten Ausbildungsform besteht darin, dass die Zugkraft durch (elektrische) mindestens einen Antrieb umfassende Mittel hervorgerufen wird, welche auf das der Hantelstange abgewandte Ende mindestens eines der Seile oder Gurte wirken. Auch hierbei kann durch eine entsprechende Ansteuerung des oder der entsprechenden Antriebe die jeweils verursachte Zugkraft variiert werden.

    [0021] Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausbildungsform der Erfindung ist diese so gestaltet, dass das Trainingsgerät zum Wechsel zwischen den beiden zuvor beschriebenen Ausbildungsformen umrüstbar ist. Hierbei ist entweder der gesamte Geräteträger oder aber zumindest dessen die Rollen für die Seile oder Gurte aufweisender Funktionsträger zur Umrüstung auf die jeweils andere Ausbildungsform austauschbar. Im Zuge einer entsprechenden Umrüstung wird dabei erreicht, dass entweder durch eine mit Gewichtsstücken besetzte Hantelstange eine Druckkraft auf eine trainierende Person ausgeübt und beim Anheben der Hantelstange die Seile oder Gurte durch die Seilrollen des jeweiligen Geräteträgers aufgerollt werden oder dass die Hantelstange, mittels über als Umlenkrollen wirkende Seilrollen geführter Seile oder Gurte, mit einem eine Zugkraft erzeugenden Mittel (Feder, Gewichtselement oder durch Antrieb bewegtes Element) in eine Wirkverbindung gebracht wird.

    [0022] Aufgrund seiner Ausbildung mit dem entlang einer Traverse in einer horizontalen Ebene beweglichen Geräteträger und der Verdrehbarkeit des Funktionsträgers dieses Geräteträgers gegenüber seinem Grundträger ermöglicht das erfindungsgemäße Trainingsgerät ein sehr variables und flexibles Muskeltraining. Dabei kann sich eine für ihr Training eine Hantelstange zur Vermittlung einer Druck- oder Zugkraft verwendende Person bei der Ausführung entsprechender Übungen verhältnismäßig frei bewegen, muss also die Übungen nicht stationär am Platz durchführen. Durch die zwischen dem Grundträger und dem Funktionsträger des Geräteträgers gegebene Verdrehbarkeit kann die betreffende Person beim Heben der Hantelstange oder beim Ziehen an der mit einer Zugkraft beaufschlagten Hantelstange gleichzeitig ihren Oberkörper drehen sowie sich laufender Weise vor- und rückwärts bewegen und somit auch noch andere Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen und ihre Koordination trainieren.

    [0023] Insbesondere für die Anwendung im Reha-Bereich besteht aber darüber hinaus der zusätzliche Vorteil, dass ohne das Erfordernis einer Assistenz durch eine andere Person jederzeit Sicherheit für die trainierende Person gegeben ist. Auch ist es insbesondere für den Einsatz im Reha-Bereich sehr vorteilhaft, dass die mit der Hantelstange trainierende Person bei der Durchführung entsprechender Übungen gleichzeitig laufen kann. Je nach der Art und dem Grad der die Rehamaßnahmen erforderlich machenden Beeinträchtigungen der betreffenden Person kann es dabei auch von Vorteil sein, wenn die trainierende Person bei der Durchführung ihrer Übungen mit der Hantelstange gewissermaßen sanft dazu gezwungen wird, gleichzeitig zu laufen. Dies kann, entsprechend einer insoweit vorgesehenen Ausgestaltung der Erfindung, dadurch bewirkt werden, dass der Geräteträger nicht lediglich passiv in horizontaler Richtung an der Traverse entlanggeführt werden kann, sondern zusätzlich Antriebe vorgesehen sind, welche den Geräteträger aktiv bewegen.

    [0024] Bei der Traverse, an welcher der Geräteträger entlangbewegt wird, kann es sich um eine einfache Traverse, um eine Doppeltraverse oder aber auch um eine Mehrfachtraverse handeln, welche entweder als Teil eines Portalaufbaus ausgebildet oder an der Decke eines jeweiligen Trainingsraums montiert ist. Es kann sich hierbei beispielsweise um ein vorzugsweise mittels einer Doppeltraverse realisiertes Schienensystem handeln, in welchem der Grundträger des Geräteträgers aufgrund einer Lagerung mittels Kugellagern oder Gleitlagern in der Art eines Rollschlittens beweglich geführt ist.

    [0025] Entsprechend einer ebenfalls sehr vorteilhaften Weiterbildung kann das Trainingsgerät betreffend die Rollen und die Möglichkeit des Abrollens der Seile oder Gurte mit einer elektronischen Bremse ausgestattet sein, welche das Abrollen nur freigibt, sofern mittels an der Hantelstange angeordneter Sensoren erkannt wird, dass eine trainierende Person die Hantelstange mit beiden Händen ergriffen hat oder die Hantelstange auf einer Körperpartie einer Person aufliegt.

    [0026] Schließlich kann das Trainingsgerät zur Unterstützung des Erreichens bestimmter Trainingsziele auch noch mit Einrichtungen zur Erzeugung einer virtuellen Realität ausgestattet sein.

    [0027] Nachfolgend sollen anhand von Zeichnungen im Rahmen eines Ausführungsbeispiels nochmals einige Aspekte der Erfindung erläutert werden. Die Zeichnungen zeigen im Einzelnen.
    Fig. 1:
    eine erste Variante einer möglichen Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts in einer Gesamtansicht,
    Fig. 2:
    die Ausbildungsform gemäß der Fig. 1 aus einem anderen Blickwinkel,
    Fig. 3:
    eine Portalvariante der in Fig. 1 gezeigten Ausbildungsform des Trainingsgeräts.


    [0028] Die Fig. 1 zeigt eine mögliche Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts als Gesamtansicht in räumlicher Darstellung. Es handelt sich hierbei um eine Ausbildungsform, bei welcher über die Hantelstange 1 eine Druckkraft auf eine trainierende Person ausgeübt wird. Neben der Hantelstange 1, an welcher beidseitig zur Erzeugung der Druckkraft Gewichtsstücke 9, 10 angeordnet sind, stellen die Traverse 2, der entlang der Traverse 2 in horizontaler Richtung bewegbare Geräteträger 3, 4, die an dem Funktionsträger 4 des aus einem Grundträger 3 und besagtem Funktionsträger 4 bestehenden Geräteträgers 3, 4 angeordneten Seilrollen 5, 6 und über diese Seilrollen 5, 6 geführte, die Hantelstange 1 haltende Seile 7, 8 wesentliche Elemente des Trainingsgerätes dar.

    [0029] Bei dem beispielhaft gezeigten Trainingsgerät ist die Traverse 2 als eine an der Decke eines Raumes zu befestigende Doppeltraverse ausgebildet. Über mit Bohrungen versehene, einstückig mit der Traverse 2 ausgebildete Anlageelemente 121 - 12n wird die Doppeltraverse an einer Raumdecke zur Anlage gebracht und durch Bohrungen in den Anlageelementen 121 - 12n hindurch mittels Schrauben oder ähnlicher Verankerungselemente an der Raumdecke verankert. Mit der Traverse 2, also mit der Doppeltraverse, ist der in der Art eines Schlittens ausgebildete Grundträger 3 des Geräteträgers 3, 4 in Eingriff gebracht. Der Funktionsträger 4 mit den daran angeordneten Seilrollen 5, 6 ist mit dem Grundträger 3 über ein (in der Darstellung nicht im Detail erkennbares) Drehlager verbunden. Aufgrund der über das Drehlager bewerkstelligten Verbindung zwischen Grundträger 3 und Funktionsträger 4 ist der Funktionsträger 4 um die Drehachse 13 herum gegenüber dem mit der Traverse 2 in Eingriff gebrachten Grundträger 3 und damit gegenüber der Traverse 2 verdrehbar.

    [0030] Für das Training ergreift eine Person, beispielsweise eine sich in einem gesundheitlichen Rehabilitationstraining befindende Person, die Hantelstange 1 mit beiden Händen oder legt sich diese auf die Schultern und drückt, unter der Hantelstange 1 - gegebenenfalls auch in gebückter Haltung - stehend, die Hantelstange 1 gegen die durch die Gewichtsstücke 9, 10 verursachte Druckkraft nach oben. Hierbei werden die die Hantelstange 1 mit dem Geräteträger 3, 4 verbindenden Seile 7, 8 auf den Seilrollen 5, 6 des Funktionsträgers 4 aufgerollt. Mittels an der Hantelstange 1 angeordneter, hier nicht gezeigter Sensoren wird dabei vorzugsweise sichergestellt, dass ein Training mit der Hantelstange 1 nur ermöglicht ist, sofern diese beidseits mit der Hand ergriffen wird oder flächig auf dem Schulter-Nacken-Bereich der trainierenden Person aufliegt. Jedenfalls wird aber eine Abwärtsbewegung der Hantelstange 1 über eine Grund- beziehungsweise Ruhestellung hinaus verhindert, solange durch besagte Sensoren nicht die Anwesenheit zweier, die Hantelstange ergreifender Hände oder ein flächiges Aufliegen der Hantelstange 1 auf einer Körperpartie (Schulter-Nacken-Bereich) detektiert wird. In dieser Grundstellung wird die Hantelstange 1 ohne Berührung der Sensoren vermittels einer vorzugsweise elektronischen Bremse gewissermaßen in der Schwebe gehalten, wobei die Seile 7, 8 derart vorgespannt sind, dass sie auch ohne das Wirken der vorgenannten elektronischen Bremse zumindest die unbelastete, also noch nicht mit Gewichtsstücken 9, 10 bestückte Hantelstange 1 in der Schwebe halten.

    [0031] Sofern eine trainierende Person die Hantelstange 1 beidseitig ergriffen oder sich diese auf ihren Schulter-Nackenbereich gelegt hat, kann sie diese mit den daran angeordneten, entsprechend dem angestrebten Trainingserfolg bemessenen Gewichtsstücken 9, 10 wiederholt gegen die von der Hantelstange 1 mit den Gewichtsstücken 9, 10 (eigentlich nur von den Gewichtsstücken 9, 10, - die Gewichtskraft der Hantelstange 1 selbst wird durch die Vorspannung der Seile 7, 8 kompensiert) verursachte Druckkraft anheben und wieder senken, wobei ein Absenken über eine definierte vertikale Grund- beziehungsweise Ruheposition hinaus ermöglicht ist.

    [0032] Der große Vorteil des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts besteht darin, dass die trainierende Person während der Ausführung der zuvor angesprochenen Übung sich sehr frei innerhalb des Raumes bewegen kann. Sie kann dabei den Geräteträger 3, 4 und die mit diesem über die Seile verbundene Hantelstange 1, einschließlich der Gewichtsstücke 9, 10 entlang der Traverse 2 bewegen und somit unterhalb der Traverse 2, mit der Hantelstange 1 in der Hand, vorwärts und rückwärts laufen. Gleichzeitig kann sie außerdem den Funktionsträger 4 gegenüber dem Grundträger 3 verdrehen und somit beispielsweise während der Ausführung der Übungen ihren Oberkörper seitlich verdrehen und dadurch neben der Armmuskulatur gezielt auch bestimmte Muskelgruppen an Oberkörper und Rumpf sowie der Beine trainieren. Je nach Bedarf und Trainingsziel, das heißt insbesondere je nach den Erfordernissen für das rehabilitative Training einer Person, kann es auch vorgesehen sein, dass der Geräteträger 3, 4 beziehungsweise dessen Grundträger 3 mittels Antrieben entlang der Doppeltraverse 2 bewegt und somit die trainierende Person gewissermaßen (sicherlich auf sanfte Art) gezwungen wird, während der Ausführung der Übungen mit der Hantelstange 1 zu laufen.

    [0033] Ein sehr flexibler Einsatz des Trainingsgerätes ist dadurch gegeben, dass der Funktionsträger 4 lösbar mit dem Grundträger 3 des Geräteträgers 3, 4 verbunden ist und dadurch gegen einen anderen Funktionsträger 4 ausgetauscht werden kann. Der beispielhaft gezeigte Funktionsträger 4 kann dadurch zum Beispiel gegen einen Funktionsträger 4 ausgetauscht werden, welcher es ermöglicht, über die Hantelstange 1 eine Zugkraft auf die Arme einer die Hantelstange 1 ergreifenden Person auszuüben. Bei einem solchen, hier nicht gezeigten Funktionsträger 4, wären die Seilrollen 5, 6 als Umlenkrollen ausgebildet und an den der Hantelstange 1 abgewandten Enden der über die Umlenkrollen geführten Seile 7, 8 entsprechende Mittel zur Erzeugung der Zugkraft angeordnet. Wie bereits früher ausgeführt, kann es sich bei den letztgenannten Mitteln beispielsweise jeweils um eine mit einem Seil 7, 8 verbundene und an ihrem anderen Ende an einem Widerlager verankerte Feder handeln.

    [0034] Die Fig. 2 zeigt die Ausbildungsform gemäß der Fig. 1 nochmals in einer anderen Ansicht, nämlich aus einem Blickwinkel von unterhalb des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts betrachtet. Auch in dieser Abbildung sind die Anlageelemente 121 - 12n zur Befestigung der Traverse 2 (Doppeltraverse) an einer Raumdecke zu erkennen. Etwas besser als in der Fig. 1 sind in der Fig. 2 zudem Details des mit der Traverse 2 in Eingriff gebrachten Geräteträgers 3, 4, wie insbesondere die am Funktionsträger 4 des Geräteträgers 3, 4 befestigten Seilrollen 5, 6, zu erkennen. Bei der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Ausbildungsform des Trainingsgeräts handelt es sich, wie bereits ausgeführt, um eine Ausbildungsform zur Vermittlung einer Druckkraft auf eine trainierende Person über eine mit Gewichtselementen 9, 10 versehene Hantelstange 1. Die an dem Funktionsträger 4 angeordneten Rollen 5, 6 dienen herbei dazu, dass die Seile 7, 8, über welche die Hantelstange 1 mit dem Funktionsträger 4 verbunden ist, beim Anheben der Hantelstange 1 auf diese Rollen 5, 6 aufgerollt werden.

    [0035] Darüber hinaus ist in der Fig. 2 ein wesentliches, an dem Trainingsgerät, genauer gesagt an dessen Geräteträger 3, 4, vorgesehenes Detail gut zu erkennen. Es handelt sich hierbei um eine als Bestandteil des Funktionsträgers 4 ausgebildete Fallbremse 11. Diese verhindert nach dem aus der Fahrzeugtechnik bekannten Prinzip der Gurtbremse, dass die gewichtsbeladene Hantelstange, im Falle dessen, dass sie einer trainierenden Person entgleitet, auf die Person oder den Boden herabfällt und so möglicherweise die betreffende Person verletzt. Sobald eine an dafür vorgesehenen Elementen der Fallbremse 11 einstellbare maximale Abrollgeschwindigkeit an den Seilrollen 5, 6 auftritt, wird die Fallbremse 11 ausgelöst und verhindert ein weiteres Abrollen der Seile 7, 8 von den Seilrollen 5, 6 und damit jede weitere nach unten gerichtete Bewegung der Hantelstange 1 mit den Gewichtsstücken 9, 10.

    [0036] Die Fig 3 zeigt eine andere Variante der in der Fig. 1 gezeigten Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts. Es handelt sich hierbei um eine Portalvariante der ansonsten im Wesentlichen gleichen Ausbildungsform. Auch bei dieser Variante wird über die Hantelstange 1 eine Druckkraft auf eine trainierende Person ausgeübt. Die Traverse 2 bildet bei dieser Ausbildungsform gewisserma-βen das Dach des Portals. Darüber hinaus sind auch hier, neben der Hantelstange 1 mit Gewichtsstücken 9, 10, der aus dem Grundträger 3 und dem Funktionsträger 4 bestehende Geräteträger 3, 4, die an dessen Funktionsträger 4 befestigten Seilrollen 5, 6 sowie die über diese Seilrollen 5, 6 geführten, die Hantelstange 1 tragenden Seile 7, 8 wesentliche Elemente dieser Variante des Trainingsgerätes. Auch diese Variante verfügt zudem über eine hier nicht im Detail zu erkennende Fallbremse 11.

    [0037] An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich betont, dass die in der Fig. 1 in einer Variante zur Deckenmontage und in der Fig. 3 als Portalvariante gezeigte Ausbildungsform des Erfindungsgemäßen Trainingsgeräts im Wesentlichen durch blo-ßes Wechseln des Funktionsträgers 4 in eine zweite grundsätzliche Ausbildungsform überführt werden kann, bei welcher mittels der Hantelstange 1 eine Zugkraft auf eine trainierende Person beziehungsweise deren Arme vermittelt wird.


    Ansprüche

    1. Trainingsgerät, nämlich Gerät für rehabilitatives oder sportliches Muskeltraining, mit einem Geräteträger (3; 4) und mit einer an dem Geräteträger (3; 4) mittels über Seilrollen (6; 6) geführter Seile (7; 8) oder Gurte gehaltenen Hantelstange (1), welche mit mindestens einem Mittel zur Ausbildung einer auf eine trainierende Person als Druckkraft oder Zugkraft wirkenden Last in eine Wirkverbindung gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Geräteträger (3; 4) besteht aus einem, entlang einer oberhalb der trainierenden Person angeordneten Traverse (2) in einer horizontalen Ebene bewegbaren Grundträger (3) und aus einem über ein Drehlager oder einen Drehkranz mit dem Grundträger (3) verbundenen sowie gegenüber dem Grundträger (3) um eine vertikale Achse (13) verdrehbaren Funktionsträger (4), an welchem die Seilrollen (5; 6) für die die Hantelstange (1) haltenden Seile (7; 8) oder Gurte angeordnet sind.
     
    2. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den zur Ausbildung einer auf die trainierende Person als Druckkraft wirkenden Last mit der Hantelstange (1) in eine Wirkverbindung gebrachten Mitteln um an den beiden Enden der Hantelstange angeordnete Gewichtsstücke (9; 10) handelt und dass bei einem Anheben der Hantelstange (1) durch Ausüben einer die Gewichtskraft der Hantelstange (1) mit den Gewichtsstücken (9; 10) übersteigenden Hubkraft auf die Hantelstange (1) die Seile (7; 8) oder Gurte auf den an dem Funktionsträger (4) des Geräteträgers (3; 4) angeordneten Seilrollen (5; 6) aufgerollt werden.
     
    3. Trainingsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (7; 8) oder Gurte zur Kompensation der durch die Hantelstange (1) selbst, das heißt durch die Hantelstange (1) ohne Gewichtsstücke (9; 10), hervorgerufenen Gewichtskraft vorgespannt sind.
     
    4. Trainingsgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit einer Fallbremse (11) ausgestattet ist, welche bei einer abwärts gerichteten Bewegung der Hantelstange (1), im Falle des Überschreitens einer maximalen Abrollbeschleunigung, das Abrollen mindestens eines der Seile (7; 8) oder Gurte von der zugehörigen Seilrolle (5; 6) blockiert.
     
    5. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Hantelstange (1) abgewandten Ende mindestens eines über eine als Umlenkrolle ausgebildete Seilrolle (5; 6) des Funktionsträgers (4) geführten Seils (7; 8) oder Gurtes mindestens ein mit der Hantelstange (1) in einer Wirkverbindung stehendes Mittel zur Ausbildung einer auf die trainierende Person als Zugkraft wirkenden Last angeordnet ist.
     
    6. Trainingsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem mindestens einen an dem Ende des mindestens einen Seils (7; 8) oder Gurtes zur Erzeugung der Zugkraft angeordneten Mittel um eine an einem Widerlager verankerte Feder handelt.
     
    7. Trainingsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem mindestens einen an dem Ende des mindestens einen Seils (7; 8) oder Gurtes zur Erzeugung der Zugkraft angeordneten Mittel um ein Gewichtselement handelt.
     
    8. Trainingsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Zugkraft ein oder mehrere, jeweils mit allen Seilen (7; 8) oder Gurten verbundene Gewichtselemente angeordnet sind.
     
    9. Trainingsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem mindestens einen an dem Ende des mindestens einen Seils (7; 8) oder Gurtes zur Erzeugung der Zugkraft angeordneten Mittel um ein durch einen Antrieb bewegtes Element handelt.
     
    10. Trainingsgerät nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Geräteträger (3; 4) oder zumindest dessen Seilrollen (5; 6) für Seile (7; 8) oder Gurte aufweisender Funktionsträger (4) austauschbar und das Trainingsgerät dadurch hinsichtlich der Erzeugung der auf die trainierende Person wirkenden Druck- oder Zugkraft, das heißt von Druckkraft auf Zugkraft oder umgekehrt, umrüstbar ist.
     
    11. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit einer elektronischen Bremse ausgestattet ist, welche das Abrollen der Seile (7; 8) oder Gurte verhindert, sofern nicht durch mehrere an der Hantelstange (1) angeordnete, voneinander beabstandete Sensoren jeweils die Anwesenheit einer die Hantelstange (1) haltenden Hand oder das Aufliegen der Hantelstange (1) auf einer Körperpartie einer Person detektiert wird.
     
    12. Trainingsgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mindestens einen Antrieb aufweist, mittels welchem der Geräteträger (3; 4) aktiv entlang der Traverse (2) bewegt wird.
     
    13. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit Einrichtungen zur Erzeugung einer virtuellen Realität ausgestattet ist.
     


    Claims

    1. Exercise apparatus, namely an apparatus for rehabilitative or sports muscle training, with an apparatus carrier (3; 4) and with a barbell (1), which is held on the apparatus carrier (3; 4) by means of cables (7; 8) or belts guided via cable pulleys (5; 6) and which is brought into operative connection with at least one means for forming a load acting as a compressive force or tensile force on a person exercising, characterized in that the apparatus carrier (3; 4) consists of a main carrier (3), movable in a horizontal plane along a crosspiece (2) arranged above the person exercising, and of a functional carrier (4) which is connected to the main carrier (3) via a rotary bearing or a slewing ring and can be rotated about a vertical axis (13) relative to the main carrier (3) and on which the cable pulleys (5; 6) for the cables (7; 8) or belts holding the barbell (1) are arranged.
     
    2. Exercise apparatus according to Claim 1, characterized in that the means brought into operative connection with the barbell (1) in order to form a load acting as a compressive force on the person exercising are weights (9; 10) arranged at the two ends of the barbell, and in that, when the barbell (1) is raised by application of a lifting force on the barbell (1) that exceeds the weight force of the barbell (1) with the weights (9; 10), the cables (7; 8) or belts are wound up onto the cable pulleys (5; 6) arranged on the functional carrier (4) of the apparatus carrier (3; 4).
     
    3. Exercise apparatus according to Claim 2, characterized in that the cables (7; 8) or belts are pretensioned in order to compensate for the weight force caused by the barbell (1) itself, that is to say by the barbell (1) without weights (9; 10).
     
    4. Exercise apparatus according to Claim 2 or 3, characterized in that it is equipped with a fall brake (11) which, in the event of a maximum unwinding acceleration being exceeded as the barbell (1) moves downwards, blocks the unwinding of at least one of the cables (7; 8) or belts from the associated cable pulley (5; 6).
     
    5. Exercise apparatus according to Claim 1, characterized in that at least one means operatively connected to the barbell (1) for forming a load acting as a tensile force on the person exercising is arranged at the end, facing away from the barbell (1), of at least one cable (7; 8) or belt guided over a cable pulley (5; 6) of the functional carrier (4) designed as a deflection roller.
     
    6. Exercise apparatus according to Claim 5, characterized in that the at least one means arranged at the end of the at least one cable (7; 8) or belt for generating the tensile force is a spring anchored to an abutment.
     
    7. Exercise apparatus according to Claim 5, characterized in that the at least one means arranged at the end of the at least one cable (7; 8) or belt for generating the tensile force is a weight element.
     
    8. Exercise apparatus according to Claim 7, characterized in that one one or more weight elements each connected to all the cables (7; 8) or belts are arranged to generate the tensile force.
     
    9. Exercise apparatus according to Claim 5, characterized in that the at least one means arranged at the end of the at least one cable (7; 8) or belt for generating the tensile force is an element moved by a drive.
     
    10. Exercise apparatus according to Claim 2 or 5, characterized in that the apparatus carrier (3; 4), or at least its functional carrier (4) having cable pulleys (5; 6) for cables (7; 8) or belts, is exchangeable, and the exercise apparatus is thus convertible in terms of generating the compressive force or tensile force acting on the person exercising, that is to say convertible from compressive force to tensile force, or vice versa.
     
    11. Exercise apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterized in that it is equipped with an electronic brake which prevents the cables (7; 8) or belts from unwinding unless the presence of a hand holding the barbell (1) or the placing of the barbell (1) on a part of the body of a person is detected by a plurality of sensors arranged on the barbell (1) and spaced apart from one another.
     
    12. Exercise apparatus according to one of Claims 1 to 11, characterized in that it has at least one drive, by means of which the apparatus carrier (3; 4) is actively moved along the crosspiece (2).
     
    13. Exercise apparatus according to one of Claims 1 to 12, characterized in that it is equipped with devices for generating a virtual reality.
     


    Revendications

    1. Appareil d'entraînement, notamment appareil d'entraînement musculaire rééducatif ou sportif, avec un support d'appareil (3 ; 4) et avec une barre d'haltère (1) maintenue sur le support d'appareil (3 ; 4) au moyen de câbles (7 ; 8) ou de sangles guidés par l'intermédiaire de poulies (6 ; 6), laquelle barre d'haltère est mise en liaison fonctionnelle avec au moins un moyen pour former une charge agissant en tant que force de pression ou de force de traction sur une personne qui s'entraîne, caractérisé en ce que le support d'appareil (3 ; 4) est constitué d'un support de base (3) déplaçable dans un plan horizontal le long d'une traverse (2) agencée au-dessus de la personne qui s'entraîne, et d'un support fonctionnel (4) relié au support de base (3) par l'intermédiaire d'un palier rotatif ou d'une couronne rotative et pouvant tourner par rapport au support de base (3) autour d'un axe vertical (13), sur lequel sont agencées les poulies (5 ; 6) pour les câbles (7 ; 8) ou les sangles qui maintiennent la barre d'haltère (1).
     
    2. Appareil d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens mis en liaison fonctionnelle avec la barre d'haltère (1) pour former une charge agissant en tant que force de pression sur la personne qui s'entraîne sont des poids (9 ; 10) agencés aux deux extrémités de la barre d'haltère et en ce que lorsque la barre d'haltère (1) est soulevée en exerçant sur la barre d'haltère (1) une force de soulèvement qui dépasse le poids de la barre d'haltère (1) avec les poids (9 ; 10), les câbles (7 ; 8) ou les sangles sont enroulés sur les poulies (5 ; 6) agencées sur le support fonctionnel (4) du support d'appareil (3 ; 4).
     
    3. Appareil d'entraînement selon la revendication 2, caractérisé en ce que les câbles (7 ; 8) ou les sangles sont précontraints pour compenser le poids généré par la barre d'haltère (1) elle-même, c'est-à-dire par la barre d'haltère (1) sans les poids (9 ; 10).
     
    4. Appareil d'entraînement selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que celui-ci est équipé d'un frein de chute (11) qui, lors d'un mouvement orienté vers le bas de la barre d'haltère (1), en cas de dépassement d'une accélération de déroulement maximale, bloque le déroulement d'au moins un des câble (7 ; 8) ou une des sangles de la poulie associée (5 ; 6).
     
    5. Appareil d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à l'extrémité détournée de la barre d'haltère (1) d'au moins un câble (7 ; 8) ou d'au moins une sangle guidé sur une poulie (5 ; 6) du support fonctionnel (4) configurée en tant que poulie de renvoi est agencé au moins un moyen en liaison fonctionnelle avec la barre d'haltère (1) pour former une charge agissant en tant que force de traction sur la personne qui s'entraîne.
     
    6. Appareil d'entraînement selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'au moins un moyen agencé à l'extrémité de l'au moins un câble (7 ; 8) ou de l'au moins une sangle pour générer la force de traction consiste en un ressort ancré à une butée.
     
    7. Appareil d'entraînement selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'au moins un moyen agencé à l'extrémité de l'au moins un câble (7 ; 8) ou de l'au moins une sangle pour générer la force de traction consiste en un élément de poids.
     
    8. Appareil d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments de poids reliés respectivement à tous les câbles (7 ; 8) ou à toutes les sangles sont agencés pour générer la force de traction.
     
    9. Appareil d'entraînement selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'au moins un moyen agencé à l'extrémité de l'au moins un câble (7 ; 8) ou de l'au moins une sangle pour générer la force de traction consiste en un élément déplacé par un entraînement.
     
    10. Appareil d'entraînement selon la revendication 2 ou 5, caractérisé en ce que le support d'appareil (3 ; 4) ou au moins son support fonctionnel (4) présentant des poulies (5 ; 6) pour des câbles (7 ; 8) ou des sangles est interchangeable et l'appareil d'entraînement peut ainsi être transformé pour générer la force de pression ou de traction agissant sur la personne qui s'entraîne, c'est-à-dire de la force de pression à la force de traction ou inversement.
     
    11. Appareil d'entraînement selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que celui-ci est équipé d'un frein électronique qui empêche le déroulement des câbles (7 ; 8) ou des sangles, dans la mesure où la présence d'une main tenant la barre d'haltère (1) ou l'appui de la barre d'haltère (1) sur une partie du corps d'une personne n'est pas détecté par plusieurs capteurs agencés sur la barre d'haltère (1), espacés les uns des autres.
     
    12. Appareil d'entraînement selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que celui-ci présente au moins un entraînement au moyen duquel le support d'appareil (3 ; 4) est déplacé activement le long de la traverse (2).
     
    13. Appareil d'entraînement selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que celui-ci est équipé de dispositifs pour générer une réalité virtuelle.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente