[0001] Die Erfindung betrifft ein Trainingsgerät für das Muskeltraining. Sie bezieht sich
auf ein Trainingsgerät, welches dazu ausgebildet ist, auf eine trainierende, dazu
das Trainingsgerät nutzende Person eine als Druckkraft oder als Zugkraft ausgebildete
Last zu applizieren. Die jeweilige Last wirkt dabei auf die Schultern oder Arme der
trainierenden Person über eine von ihr auf den Schultern getragene oder mit den Händen
gehaltene Hantelstange ein, welche eine wesentliche Komponente des Trainingsgeräts
ausbildet. Als bevorzugter Einsatzzweck des beanspruchten und nachfolgend beschriebenen
Trainingsgeräts wird das Muskeltraining von sich in einer Rehabilitationsbehandlung
befindenden Personen angesehen, ohne dass jedoch die Erfindung und/oder deren Verwendung
beschränkt wären. Vielmehr kann das erfindungsgemäße Trainingsgerät gleichermaßen
für ein rehabilitatives als auch für das sportliche, insbesondere Fitnessziele verfolgende
Muskeltraining eingesetzt werden.
[0002] Für die vorgenannten Zwecke, also für das rehabilitative oder für das sportliche
Muskeltraining, stellt das Hanteltraining eine weit verbreitete Trainingsform dar.
So werden etwa mittels einer unmittelbar mit Gewichten versehenen Hantelstange im
Rahmen entsprechender Hubübungen die Schulter-/Arm-Muskulatur und/oder die Beinmuskeln
trainiert. Durch vorzugsweise beidseitig auf einer Hantelstange angeordnete Gewichte
wird dabei auf eine trainierende, die Hantelstange auf den Schultern tragende oder
sie mit den Händen haltende Person eine Druckkraft ausgeübt, welcher die Person durch
Strecken der Arme und damit Stemmen des Hantelgewichts zum Training ihrer Armmuskulatur
entgegenwirken kann. Ebenso ist es möglich, aus der Hocke heraus das Hantelgewicht
durch Strecken der Beine oder aus einer gebeugten Position heraus durch Aufrichten
des Rumpfes nach oben zu hieven und hierdurch die Beinmuskulatur oder die Rumpf- und
Rückenmuskulatur zu trainieren.
[0003] Weitere Möglichkeiten des Muskeltrainings unter Nutzung einer Hantelstange sind dadurch
gegeben, dass auf eine die Hantelstange haltende sowie eine Zugkraft auf sie ausübende
Person eine der ausgeübten Zugkraft entgegengerichtete Kraft vermittelt wird. Hierbei
ist es bekannt, die Hantelstange beidseits mit Seilen oder Gurten zu verbinden, über
welche die vorgenannte, der durch die trainierende Person auf die Hantelstange ausgeübten
Zugkraft entgegenwirkende Kraft auf die Hantelstange vermittelt wird. Dazu werden
die mit der Hantelstange verbundenen Seile oder Gurte über Rollen geführt, wobei sie
an ihren anderen, der Hantelstange abgewandten Enden mit einem Gewicht, einer Feder
oder mit mindestens einem seinerseits eine Zugkraft ausübenden Antrieb verbunden sind.
[0004] Trainingsgeräte der vorgenannten Art werden typischerweise in einem stationären Betrieb
genutzt, bei welchem die trainierende Person die jeweiligen Übungen gewissermaßen
am Platz ausführt, das heißt, ohne sich hierbei in laufender/gehender Weise zu bewegen.
In dem zuletzt beschriebenen Fall des Trainings durch Ausüben einer Zugkraft auf die
Hantel ergibt sich dies regelmäßig schon durch die typischerweise ortsfeste Anordnung
von Rollen, über welche die mit der Hantel verbundenen Seile oder Gurte geführt sind,
sowie durch die ortsfeste Anordnung der die entsprechende Gegenkraft ausübenden Mittel.
[0005] Im Falle der unter Verwendung eines Hantelgewichts ausgeführten Hebebewegungen, ist
die typischerweise stationäre Ausführung entsprechender Übungen insbesondere durch
Sicherheitsvorschriften zur Vermeidung von Unfällen bedingt. Es ist hierbei üblich,
das Hantelgewicht am jeweiligen Trainingsplatz aus einem Sicherheitsablagehalter zu
entnehmen und die Übungen in unmittelbarer Nähe zu diesem Ablagehalter auszuführen
sowie bei deren Beendigung die Hantelstange mit Gewichten wieder in dem Ablagehalter
abzulegen. Aufgrund der genannten Sicherheitsvorschriften ist es, zudem üblich, dass
die Übungen mit einem mehrfachen Heben und Senken der gewichtbelasteten Hantelstange
durch eine assistierende Person abgesichert werden.
[0006] In Trainings- und Fitnesscentern helfen sich hierbei üblicherweise die Sportler untereinander.
Dies ist jedoch im Reha-Bereich, das heißt in dem Falle, dass mehrere sich in der
Rehabilitation befindende Personen gleichzeitig trainieren, in der Regel nicht möglich.
Hierbei ist es vielmehr so, dass je trainierender Person ein Therapeut, also Personal,
erforderlich ist, um einerseits Anweisungen für das Training zu geben und andererseits
die Übungen unter dem schon genannten Sicherheitsaspekt abzusichern. Im Hinblick darauf,
dass eine ein entsprechendes Reha-Training beaufsichtigende Person ohne weiteres gleichzeitig
mehrere trainierende Personen anleiten könnte, ist es dabei unter anderem unter dem
Gesichtspunkt der Einsparung von Personalkosten wünschenswert, dass nicht jeder trainierenden
Person eine die Trainingsübungen unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften absichernde
Person zur Seite gestellt werden muss.
[0007] Zur Lösung des zuvor angesprochenen Problems sind bereits einige Lösungen bekannt
geworden. Beispielsweise wird hierfür in der
DE 39 36 377 A1 eine Lösung beschrieben, bei der an der jeweils endseitig mit Gewichten belasteten
Hantelstange Seile befestigt sind, die über an sich horizontal erstreckenden Tragarmen
eines vertikal aufragenden Ständers angeordnete Umlenkrollen geführt und mit ihren
anderen Enden an einem entlang des Ständers vertikal auf und ab bewegbaren Schlitten
befestigt sind. Über durch die trainierende Person elektrisch betätigbare Mittel kann
außerdem ein vorgespannter Bolzen freigegeben werden, der in eine Bohrung von mehreren
in dichter vertikaler Folge an dem Ständer ausgebildeten Bohrungen hineingleitet und
so die Hantelstange in ihrer augenblicklichen vertikalen Lage zur Beendigung des Trainings
fixiert.
[0008] Die
DE 40 11 131 A1 offenbart ein Trainingsgerät, bei dem in der Nähe beider Enden der gewichtbelasteten
Hantelstange Gurte befestigt sind. Die Gurte sind auf Wickeltrommeln aufrollbar, die
auf einer über dem Kopf der trainierenden Person an einem Gestell angeordneten Wickelwelle
drehbar gelagert sind. Mittels eines elektrischen Antriebs, einer mittig der Wickelwelle
drehstarr angeordneten Zahnscheibe und eines über die Antriebswelle und die Zahnscheibe
geführten Zahnriemens werden die Gurte unbemerkt von der trainierenden Person stets
straff gehalten und damit die gewichtbelastete Hantelstange gesichert. Eine ähnliche,
mit einer Hydraulik arbeitende Lösung wird durch die
EP 0 678 312 A1 in Bezug auf eine Hantelbank für das Training im Liegen offenbart.
[0009] Auch aus der
WO 2016/126254 A1 ist eine Lösung bekannt geworden, welche es entbehrlich machen soll, einer Hanteltraining
betreibenden Person eine ihr Hilfestellung leistende Person zur Seite zu stellen.
Gemäß der beschriebenen Lösung liegt die Hantelstange im Bereich ihrer beiden Enden,
aber innenseitig des jeweiligen, ganz am Ende angeordneten Gewichts, auf einer waagerecht
und quer zu der Hantelstange angeordneten Strebe (Querstrebe) auf. Die Hantelstange
ist hierbei über eine durch ein Schwenklager und ein Gleitlager gebildete Lageranordnung
an den beiden Querstreben festgelegt. Die Lageranordnung ermöglicht es, die Hantelstange
einerseits in waagerechter Richtung entlang der Querstreben zu bewegen und andererseits
Schwenkbewegungen auszuführen. Die beiden die Hantelstange tragenden Querstreben sind
ihrerseits jeweils an ihren beiden Enden über je ein Gleitlager an jeweils einer senkrechten
Führungsstange festgelegt. Die Hantelstange weist zudem mindestens eine mithilfe eines
Hebels zu betätigende Bremse auf, so dass die Hantelstange sicher entlang der Führungsstangen
aufwärts oder abwärts bewegt werden kann. Die
US8900097 B1 offenbart ein weiteres Trainingsgerät, mit einem Geräteträger und mit einer Hantelstange,
die mittels über Umlenkrollen geführter Seile oder Gurte am Geräteträger gehalten
wird und die mit mindestens einem Mittel zur Bildung einer auf eine trainierende Person
wirkenden Last als Druck- oder Zugkraft in Wirkverbindung gebracht wird.
[0010] Den zuvor beschriebenen Lösungen ist es gemeinsam, dass sie zwar die Sicherheit einer
trainierenden Person erhöhen, so dass gegebenenfalls auf eine zusätzliche Hilfestellung
durch eine andere Person verzichtet werden kann. Jedoch handelt es sich bei allen
Lösungen der genannten Druckschriften um Trainingsgeräte, an denen die jeweiligen
Übungen stationär ausgeführt werden. Eine an den Geräten trainierende Person kann
sich mit der gewichtbelasteten Hantelstange im Grunde nicht von der Stelle bewegen,
sondern führt ihre Übungen vielmehr am Platz aus. Auch sind die Trainingsgeräte dazu
ausgelegt, im Wesentlichen nur die typischerweise beim Heben von Gewichten trainierten
Armmuskeln und Muskeln des oberen Rumpfbereichs zu trainieren, so dass sie hinsichtlich
der bestehenden Trainingsmöglichkeiten nur im beschränkten Maße flexibel einsetzbar
sind.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es ein Trainingsgerät bereitzustellen, welches es einer
Person ermöglicht, Trainingsübungen unter Verwendung einer eine Druckkraft oder eine
Zugkraft vermittelnden Hantelstange auszuführen, ohne dass sie hierbei zur Gewährleistung
eines hohen Maßes an Unfallsicherheit zwingend der Assistenz einer anderen, sich zur
Absicherung des Trainings ausschließlich um sie kümmernden Personen bedarf. Darüber
hinaus soll das entsprechende Trainingsgerät so ausgebildet sein, dass es einer jeweils
trainierenden Person bei der Durchführung der Übungen ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit
und gegebenenfalls, neben dem beim Hanteltraining üblichen Training der Arme, einschließlich
des oberen Rumpfbereichs, das gleichzeitige Training einer Vielzahl weiterer Muskelgruppen,
wie Muskeln des unteren und seitlichen Rumpfbereichs, des Beckenbereichs und/oder
der Beine, einschließlich ihrer Unterschenkel, sowie insbesondere ein Training der
Koordinationsfähigkeit bei einem gleichzeitigen Training der vorgenannten Muskelgruppen
ermöglicht. Hierbei soll sich die trainierende Person insbesondere weitgehend frei
innerhalb eines Trainingsraumes bewegen können.
[0012] Die Aufgabe wird durch ein Trainingsgerät mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1
gelöst. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Unteransprüche
gegeben.
[0013] Wesentliche Komponenten des zur Lösung der Aufgabe vorgeschlagenen Trainingsgeräts
für rehabilitatives oder sportliches Muskeltraining sind ein Geräteträger und eine
an diesem Geräteträger mittels über Seilrollen geführter Seile oder Gurte gehaltene
Hantelstange. Über die vorgenannten Seile oder Gurte ist die Hantelstange mit mindestens
einem Mittel (Ausführungen zur Art dieses mindestens einen Mittels sollen später erfolgen)
zur Ausbildung einer auf eine trainierende Person als Druckkraft oder Zugkraft wirkenden
Last in eine Wirkverbindung gebracht. In Bezug auf die vorgenannten Rollen soll an
dieser Stelle und nachfolgend sowie in den Patentansprüchen stets von Seilrollen gesprochen
werden, und zwar unabhängig davon, ob die Hantelstange durch Seile oder Gurte an dem
Geräteträger gehalten wird.
[0014] Erfindungsgemäß besteht der Geräteträger aus einem Grundträger und aus einem über
ein Drehlager oder über einen Drehkranz mit dem Grundträger verbundenen Funktionsträger,
wobei der Grundträger entlang einer oberhalb der trainierenden Person angeordneten
Traverse in einer horizontalen Ebene bewegbar ist. Der Funktionsträger, an welchem
die Seilrollen für die die Hantelstange haltenden Seile oder Gurte angeordnet sind,
ist aufgrund seiner über das Drehlager oder den Drehkranz bestehenden Verbindung mit
dem Grundträger gegenüber dem Grundträger um eine vertikale Achse verdrehbar.
[0015] Gemäß einer ersten Ausbildungsform der Erfindung handelt es sich bei dem bereits
angesprochenen, mindestens einen Mittel, welches zur Applikation einer Last auf die
trainierende Person mit der Hantelstange in eine Wirkverbindung gebracht ist, um an
den beiderseitigen Enden der Hantelstange angeordnete, eine Druckkraft ausübende Gewichtsstücke.
Bei der betreffenden Ausbildungsform ist das Trainingsgerät, genauer gesagt dessen
Geräteträger (insbesondere der Funktionsträger) so ausgebildet, dass bei einem Anheben
der Hantelstange durch das Ausüben einer die Gewichtskraft der Hantelstange mit den
Gewichtsstücken übersteigenden Hubkraft, die Seile oder Gurte auf den an dem Funktionsträger
des Geräteträgers angeordneten Seilrollen aufgerollt werden.
[0016] Die vorgenannte, das Anheben der Hantelstange bewirkende Hubkraft wird dabei im praktischen
Einsatz des Trainingsgerätes selbstverständlich durch eine das Gerät nutzende, trainierende
Person aufgebracht. Die Ausbildungsform kann zudem vorzugsweise so ausgestaltet sein,
dass die Seile oder Gurte zur Kompensation der durch die Hantelstange selbst, das
heißt, zur Kompensation der durch die Hantelstange ohne Gewichtsstücke hervorgerufenen
Gewichtskraft, vorgespannt sind. Hierdurch wird zumindest die Hantelstange, so lange
auf dieser noch keine Gewichtsstücke angeordnet sind, gewissermaßen mittels der Seile
oder Gurte in der Schwebe gehalten.
[0017] Entsprechend einer besonders vorteilhaften Weiterbildung der zuvor beschriebenen
ersten, auf das Applizieren einer Gewichtskraft (Druckkraft) auf die trainierende
Person ausgelegten Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes ist dieses
mit einer Fallbremse ausgestattet, welche bei einer abwärts gerichteten Bewegung der
Hantelstange, im Falle des Überschreitens einer maximalen Abrollbeschleunigung, das
Abrollen mindestens eines der Seile oder Gurte von der jeweils zugehörigen Seilrolle
blockiert. Eine solche Fallbremse kann dabei im Hinblick auf das Blockieren des Abrollens
eines Seils oder Gurtes nach dem aus der Kraftfahrzeugtechnik bekannten Prinzip des
Blockierens eines Sicherheitsgurtes funktionieren. Es handelt sich hierbei um eine
Mechanik, welche im Falle des Überschreitens einer maximalen Abrollbeschleunigung
und des damit verbundenen Überschreitens einer auf ein Element dieser Mechanik wirkenden
Fliehkraft auslöst und die Blockierung des Abrollvorgangs bewirkt. Vorzugsweise sind
beide, typischerweise vorhandenen Seile oder Gurte und die zugehörigen Rollen mit
einer entsprechenden Fallbremse ausgestattet.
[0018] Bei einer zweiten Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgerätes sind zur
Ausbildung einer auf die trainierende Person als Zugkraft wirkenden Last das oder
die mit der Hantelstange in einer Wirkverbindung stehenden Mittel an dem der Hantelstange
abgewandten Ende mindestens eines der über die, in diesem Falle, als Umlenkrollen
ausgebildeten Seilrollen geführten Seile oder Gurte angeordnet. Entsprechend einer
Variante diese Ausbildungsform handelt es sich bei diesem, an dem Ende mindestens
eines Seils oder Gurtes angeordneten Mittel zur Erzeugung der Zugkraft um eine Feder,
welche mit ihrem dem Seil oder Gurt abgewandten Ende an einem Widerlager verankert
ist. Hierbei kann vorzugsweise die von der Feder hervorgerufene Zugkraft durch Veränderung
einer Vorspannung der Feder variiert werden.
[0019] Entsprechend einer anderen Variante der zweiten Ausbildungsform kann die Zugkraft
durch mindestens ein, am Ende wenigstens eines Seils oder Gurtes, vorzugsweise lösbar
und somit auswechselbar angeordnetes Gewichtselement hervorgerufen werden. Durch einen
Austausch des oder der Gewichtsstücke ist auch bei dieser Variante eine Veränderung
der jeweils auf die Hantelstange wirkenden Zugkraft ermöglicht. Vorzugsweise ist es
dabei selbstverständlich so, dass entsprechende Gewichtsstücke jeweils an beiden Seiten,
also an den beidseits der Hantelstange angeordneten Seilen oder Gurten angebracht
werden und hierbei typischerweise für eine symmetrische Belastung der trainierenden
Person gleiches Gewicht besitzen.
[0020] Eine weitere, dritte Variante der Ausgestaltung der zweiten Ausbildungsform besteht
darin, dass die Zugkraft durch (elektrische) mindestens einen Antrieb umfassende Mittel
hervorgerufen wird, welche auf das der Hantelstange abgewandte Ende mindestens eines
der Seile oder Gurte wirken. Auch hierbei kann durch eine entsprechende Ansteuerung
des oder der entsprechenden Antriebe die jeweils verursachte Zugkraft variiert werden.
[0021] Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausbildungsform der Erfindung ist diese
so gestaltet, dass das Trainingsgerät zum Wechsel zwischen den beiden zuvor beschriebenen
Ausbildungsformen umrüstbar ist. Hierbei ist entweder der gesamte Geräteträger oder
aber zumindest dessen die Rollen für die Seile oder Gurte aufweisender Funktionsträger
zur Umrüstung auf die jeweils andere Ausbildungsform austauschbar. Im Zuge einer entsprechenden
Umrüstung wird dabei erreicht, dass entweder durch eine mit Gewichtsstücken besetzte
Hantelstange eine Druckkraft auf eine trainierende Person ausgeübt und beim Anheben
der Hantelstange die Seile oder Gurte durch die Seilrollen des jeweiligen Geräteträgers
aufgerollt werden oder dass die Hantelstange, mittels über als Umlenkrollen wirkende
Seilrollen geführter Seile oder Gurte, mit einem eine Zugkraft erzeugenden Mittel
(Feder, Gewichtselement oder durch Antrieb bewegtes Element) in eine Wirkverbindung
gebracht wird.
[0022] Aufgrund seiner Ausbildung mit dem entlang einer Traverse in einer horizontalen Ebene
beweglichen Geräteträger und der Verdrehbarkeit des Funktionsträgers dieses Geräteträgers
gegenüber seinem Grundträger ermöglicht das erfindungsgemäße Trainingsgerät ein sehr
variables und flexibles Muskeltraining. Dabei kann sich eine für ihr Training eine
Hantelstange zur Vermittlung einer Druck- oder Zugkraft verwendende Person bei der
Ausführung entsprechender Übungen verhältnismäßig frei bewegen, muss also die Übungen
nicht stationär am Platz durchführen. Durch die zwischen dem Grundträger und dem Funktionsträger
des Geräteträgers gegebene Verdrehbarkeit kann die betreffende Person beim Heben der
Hantelstange oder beim Ziehen an der mit einer Zugkraft beaufschlagten Hantelstange
gleichzeitig ihren Oberkörper drehen sowie sich laufender Weise vor- und rückwärts
bewegen und somit auch noch andere Muskelgruppen gleichzeitig beanspruchen und ihre
Koordination trainieren.
[0023] Insbesondere für die Anwendung im Reha-Bereich besteht aber darüber hinaus der zusätzliche
Vorteil, dass ohne das Erfordernis einer Assistenz durch eine andere Person jederzeit
Sicherheit für die trainierende Person gegeben ist. Auch ist es insbesondere für den
Einsatz im Reha-Bereich sehr vorteilhaft, dass die mit der Hantelstange trainierende
Person bei der Durchführung entsprechender Übungen gleichzeitig laufen kann. Je nach
der Art und dem Grad der die Rehamaßnahmen erforderlich machenden Beeinträchtigungen
der betreffenden Person kann es dabei auch von Vorteil sein, wenn die trainierende
Person bei der Durchführung ihrer Übungen mit der Hantelstange gewissermaßen sanft
dazu gezwungen wird, gleichzeitig zu laufen. Dies kann, entsprechend einer insoweit
vorgesehenen Ausgestaltung der Erfindung, dadurch bewirkt werden, dass der Geräteträger
nicht lediglich passiv in horizontaler Richtung an der Traverse entlanggeführt werden
kann, sondern zusätzlich Antriebe vorgesehen sind, welche den Geräteträger aktiv bewegen.
[0024] Bei der Traverse, an welcher der Geräteträger entlangbewegt wird, kann es sich um
eine einfache Traverse, um eine Doppeltraverse oder aber auch um eine Mehrfachtraverse
handeln, welche entweder als Teil eines Portalaufbaus ausgebildet oder an der Decke
eines jeweiligen Trainingsraums montiert ist. Es kann sich hierbei beispielsweise
um ein vorzugsweise mittels einer Doppeltraverse realisiertes Schienensystem handeln,
in welchem der Grundträger des Geräteträgers aufgrund einer Lagerung mittels Kugellagern
oder Gleitlagern in der Art eines Rollschlittens beweglich geführt ist.
[0025] Entsprechend einer ebenfalls sehr vorteilhaften Weiterbildung kann das Trainingsgerät
betreffend die Rollen und die Möglichkeit des Abrollens der Seile oder Gurte mit einer
elektronischen Bremse ausgestattet sein, welche das Abrollen nur freigibt, sofern
mittels an der Hantelstange angeordneter Sensoren erkannt wird, dass eine trainierende
Person die Hantelstange mit beiden Händen ergriffen hat oder die Hantelstange auf
einer Körperpartie einer Person aufliegt.
[0026] Schließlich kann das Trainingsgerät zur Unterstützung des Erreichens bestimmter Trainingsziele
auch noch mit Einrichtungen zur Erzeugung einer virtuellen Realität ausgestattet sein.
[0027] Nachfolgend sollen anhand von Zeichnungen im Rahmen eines Ausführungsbeispiels nochmals
einige Aspekte der Erfindung erläutert werden. Die Zeichnungen zeigen im Einzelnen.
- Fig. 1:
- eine erste Variante einer möglichen Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts
in einer Gesamtansicht,
- Fig. 2:
- die Ausbildungsform gemäß der Fig. 1 aus einem anderen Blickwinkel,
- Fig. 3:
- eine Portalvariante der in Fig. 1 gezeigten Ausbildungsform des Trainingsgeräts.
[0028] Die Fig. 1 zeigt eine mögliche Ausbildungsform des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts
als Gesamtansicht in räumlicher Darstellung. Es handelt sich hierbei um eine Ausbildungsform,
bei welcher über die Hantelstange 1 eine Druckkraft auf eine trainierende Person ausgeübt
wird. Neben der Hantelstange 1, an welcher beidseitig zur Erzeugung der Druckkraft
Gewichtsstücke 9, 10 angeordnet sind, stellen die Traverse 2, der entlang der Traverse
2 in horizontaler Richtung bewegbare Geräteträger 3, 4, die an dem Funktionsträger
4 des aus einem Grundträger 3 und besagtem Funktionsträger 4 bestehenden Geräteträgers
3, 4 angeordneten Seilrollen 5, 6 und über diese Seilrollen 5, 6 geführte, die Hantelstange
1 haltende Seile 7, 8 wesentliche Elemente des Trainingsgerätes dar.
[0029] Bei dem beispielhaft gezeigten Trainingsgerät ist die Traverse 2 als eine an der
Decke eines Raumes zu befestigende Doppeltraverse ausgebildet. Über mit Bohrungen
versehene, einstückig mit der Traverse 2 ausgebildete Anlageelemente 12
1 - 12
n wird die Doppeltraverse an einer Raumdecke zur Anlage gebracht und durch Bohrungen
in den Anlageelementen 12
1 - 12
n hindurch mittels Schrauben oder ähnlicher Verankerungselemente an der Raumdecke verankert.
Mit der Traverse 2, also mit der Doppeltraverse, ist der in der Art eines Schlittens
ausgebildete Grundträger 3 des Geräteträgers 3, 4 in Eingriff gebracht. Der Funktionsträger
4 mit den daran angeordneten Seilrollen 5, 6 ist mit dem Grundträger 3 über ein (in
der Darstellung nicht im Detail erkennbares) Drehlager verbunden. Aufgrund der über
das Drehlager bewerkstelligten Verbindung zwischen Grundträger 3 und Funktionsträger
4 ist der Funktionsträger 4 um die Drehachse 13 herum gegenüber dem mit der Traverse
2 in Eingriff gebrachten Grundträger 3 und damit gegenüber der Traverse 2 verdrehbar.
[0030] Für das Training ergreift eine Person, beispielsweise eine sich in einem gesundheitlichen
Rehabilitationstraining befindende Person, die Hantelstange 1 mit beiden Händen oder
legt sich diese auf die Schultern und drückt, unter der Hantelstange 1 - gegebenenfalls
auch in gebückter Haltung - stehend, die Hantelstange 1 gegen die durch die Gewichtsstücke
9, 10 verursachte Druckkraft nach oben. Hierbei werden die die Hantelstange 1 mit
dem Geräteträger 3, 4 verbindenden Seile 7, 8 auf den Seilrollen 5, 6 des Funktionsträgers
4 aufgerollt. Mittels an der Hantelstange 1 angeordneter, hier nicht gezeigter Sensoren
wird dabei vorzugsweise sichergestellt, dass ein Training mit der Hantelstange 1 nur
ermöglicht ist, sofern diese beidseits mit der Hand ergriffen wird oder flächig auf
dem Schulter-Nacken-Bereich der trainierenden Person aufliegt. Jedenfalls wird aber
eine Abwärtsbewegung der Hantelstange 1 über eine Grund- beziehungsweise Ruhestellung
hinaus verhindert, solange durch besagte Sensoren nicht die Anwesenheit zweier, die
Hantelstange ergreifender Hände oder ein flächiges Aufliegen der Hantelstange 1 auf
einer Körperpartie (Schulter-Nacken-Bereich) detektiert wird. In dieser Grundstellung
wird die Hantelstange 1 ohne Berührung der Sensoren vermittels einer vorzugsweise
elektronischen Bremse gewissermaßen in der Schwebe gehalten, wobei die Seile 7, 8
derart vorgespannt sind, dass sie auch ohne das Wirken der vorgenannten elektronischen
Bremse zumindest die unbelastete, also noch nicht mit Gewichtsstücken 9, 10 bestückte
Hantelstange 1 in der Schwebe halten.
[0031] Sofern eine trainierende Person die Hantelstange 1 beidseitig ergriffen oder sich
diese auf ihren Schulter-Nackenbereich gelegt hat, kann sie diese mit den daran angeordneten,
entsprechend dem angestrebten Trainingserfolg bemessenen Gewichtsstücken 9, 10 wiederholt
gegen die von der Hantelstange 1 mit den Gewichtsstücken 9, 10 (eigentlich nur von
den Gewichtsstücken 9, 10, - die Gewichtskraft der Hantelstange 1 selbst wird durch
die Vorspannung der Seile 7, 8 kompensiert) verursachte Druckkraft anheben und wieder
senken, wobei ein Absenken über eine definierte vertikale Grund- beziehungsweise Ruheposition
hinaus ermöglicht ist.
[0032] Der große Vorteil des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts besteht darin, dass die trainierende
Person während der Ausführung der zuvor angesprochenen Übung sich sehr frei innerhalb
des Raumes bewegen kann. Sie kann dabei den Geräteträger 3, 4 und die mit diesem über
die Seile verbundene Hantelstange 1, einschließlich der Gewichtsstücke 9, 10 entlang
der Traverse 2 bewegen und somit unterhalb der Traverse 2, mit der Hantelstange 1
in der Hand, vorwärts und rückwärts laufen. Gleichzeitig kann sie außerdem den Funktionsträger
4 gegenüber dem Grundträger 3 verdrehen und somit beispielsweise während der Ausführung
der Übungen ihren Oberkörper seitlich verdrehen und dadurch neben der Armmuskulatur
gezielt auch bestimmte Muskelgruppen an Oberkörper und Rumpf sowie der Beine trainieren.
Je nach Bedarf und Trainingsziel, das heißt insbesondere je nach den Erfordernissen
für das rehabilitative Training einer Person, kann es auch vorgesehen sein, dass der
Geräteträger 3, 4 beziehungsweise dessen Grundträger 3 mittels Antrieben entlang der
Doppeltraverse 2 bewegt und somit die trainierende Person gewissermaßen (sicherlich
auf sanfte Art) gezwungen wird, während der Ausführung der Übungen mit der Hantelstange
1 zu laufen.
[0033] Ein sehr flexibler Einsatz des Trainingsgerätes ist dadurch gegeben, dass der Funktionsträger
4 lösbar mit dem Grundträger 3 des Geräteträgers 3, 4 verbunden ist und dadurch gegen
einen anderen Funktionsträger 4 ausgetauscht werden kann. Der beispielhaft gezeigte
Funktionsträger 4 kann dadurch zum Beispiel gegen einen Funktionsträger 4 ausgetauscht
werden, welcher es ermöglicht, über die Hantelstange 1 eine Zugkraft auf die Arme
einer die Hantelstange 1 ergreifenden Person auszuüben. Bei einem solchen, hier nicht
gezeigten Funktionsträger 4, wären die Seilrollen 5, 6 als Umlenkrollen ausgebildet
und an den der Hantelstange 1 abgewandten Enden der über die Umlenkrollen geführten
Seile 7, 8 entsprechende Mittel zur Erzeugung der Zugkraft angeordnet. Wie bereits
früher ausgeführt, kann es sich bei den letztgenannten Mitteln beispielsweise jeweils
um eine mit einem Seil 7, 8 verbundene und an ihrem anderen Ende an einem Widerlager
verankerte Feder handeln.
[0034] Die Fig. 2 zeigt die Ausbildungsform gemäß der Fig. 1 nochmals in einer anderen Ansicht,
nämlich aus einem Blickwinkel von unterhalb des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts
betrachtet. Auch in dieser Abbildung sind die Anlageelemente 12
1 - 12
n zur Befestigung der Traverse 2 (Doppeltraverse) an einer Raumdecke zu erkennen. Etwas
besser als in der Fig. 1 sind in der Fig. 2 zudem Details des mit der Traverse 2 in
Eingriff gebrachten Geräteträgers 3, 4, wie insbesondere die am Funktionsträger 4
des Geräteträgers 3, 4 befestigten Seilrollen 5, 6, zu erkennen. Bei der in den Fig.
1 und 2 gezeigten Ausbildungsform des Trainingsgeräts handelt es sich, wie bereits
ausgeführt, um eine Ausbildungsform zur Vermittlung einer Druckkraft auf eine trainierende
Person über eine mit Gewichtselementen 9, 10 versehene Hantelstange 1. Die an dem
Funktionsträger 4 angeordneten Rollen 5, 6 dienen herbei dazu, dass die Seile 7, 8,
über welche die Hantelstange 1 mit dem Funktionsträger 4 verbunden ist, beim Anheben
der Hantelstange 1 auf diese Rollen 5, 6 aufgerollt werden.
[0035] Darüber hinaus ist in der Fig. 2 ein wesentliches, an dem Trainingsgerät, genauer
gesagt an dessen Geräteträger 3, 4, vorgesehenes Detail gut zu erkennen. Es handelt
sich hierbei um eine als Bestandteil des Funktionsträgers 4 ausgebildete Fallbremse
11. Diese verhindert nach dem aus der Fahrzeugtechnik bekannten Prinzip der Gurtbremse,
dass die gewichtsbeladene Hantelstange, im Falle dessen, dass sie einer trainierenden
Person entgleitet, auf die Person oder den Boden herabfällt und so möglicherweise
die betreffende Person verletzt. Sobald eine an dafür vorgesehenen Elementen der Fallbremse
11 einstellbare maximale Abrollgeschwindigkeit an den Seilrollen 5, 6 auftritt, wird
die Fallbremse 11 ausgelöst und verhindert ein weiteres Abrollen der Seile 7, 8 von
den Seilrollen 5, 6 und damit jede weitere nach unten gerichtete Bewegung der Hantelstange
1 mit den Gewichtsstücken 9, 10.
[0036] Die Fig 3 zeigt eine andere Variante der in der Fig. 1 gezeigten Ausbildungsform
des erfindungsgemäßen Trainingsgeräts. Es handelt sich hierbei um eine Portalvariante
der ansonsten im Wesentlichen gleichen Ausbildungsform. Auch bei dieser Variante wird
über die Hantelstange 1 eine Druckkraft auf eine trainierende Person ausgeübt. Die
Traverse 2 bildet bei dieser Ausbildungsform gewisserma-βen das Dach des Portals.
Darüber hinaus sind auch hier, neben der Hantelstange 1 mit Gewichtsstücken 9, 10,
der aus dem Grundträger 3 und dem Funktionsträger 4 bestehende Geräteträger 3, 4,
die an dessen Funktionsträger 4 befestigten Seilrollen 5, 6 sowie die über diese Seilrollen
5, 6 geführten, die Hantelstange 1 tragenden Seile 7, 8 wesentliche Elemente dieser
Variante des Trainingsgerätes. Auch diese Variante verfügt zudem über eine hier nicht
im Detail zu erkennende Fallbremse 11.
[0037] An dieser Stelle sei nochmals ausdrücklich betont, dass die in der Fig. 1 in einer
Variante zur Deckenmontage und in der Fig. 3 als Portalvariante gezeigte Ausbildungsform
des Erfindungsgemäßen Trainingsgeräts im Wesentlichen durch blo-ßes Wechseln des Funktionsträgers
4 in eine zweite grundsätzliche Ausbildungsform überführt werden kann, bei welcher
mittels der Hantelstange 1 eine Zugkraft auf eine trainierende Person beziehungsweise
deren Arme vermittelt wird.
1. Trainingsgerät, nämlich Gerät für rehabilitatives oder sportliches Muskeltraining,
mit einem Geräteträger (3; 4) und mit einer an dem Geräteträger (3; 4) mittels über
Seilrollen (6; 6) geführter Seile (7; 8) oder Gurte gehaltenen Hantelstange (1), welche
mit mindestens einem Mittel zur Ausbildung einer auf eine trainierende Person als
Druckkraft oder Zugkraft wirkenden Last in eine Wirkverbindung gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Geräteträger (3; 4) besteht aus einem, entlang einer oberhalb der trainierenden
Person angeordneten Traverse (2) in einer horizontalen Ebene bewegbaren Grundträger
(3) und aus einem über ein Drehlager oder einen Drehkranz mit dem Grundträger (3)
verbundenen sowie gegenüber dem Grundträger (3) um eine vertikale Achse (13) verdrehbaren
Funktionsträger (4), an welchem die Seilrollen (5; 6) für die die Hantelstange (1)
haltenden Seile (7; 8) oder Gurte angeordnet sind.
2. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den zur Ausbildung einer auf die trainierende Person als Druckkraft wirkenden
Last mit der Hantelstange (1) in eine Wirkverbindung gebrachten Mitteln um an den
beiden Enden der Hantelstange angeordnete Gewichtsstücke (9; 10) handelt und dass
bei einem Anheben der Hantelstange (1) durch Ausüben einer die Gewichtskraft der Hantelstange
(1) mit den Gewichtsstücken (9; 10) übersteigenden Hubkraft auf die Hantelstange (1)
die Seile (7; 8) oder Gurte auf den an dem Funktionsträger (4) des Geräteträgers (3;
4) angeordneten Seilrollen (5; 6) aufgerollt werden.
3. Trainingsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seile (7; 8) oder Gurte zur Kompensation der durch die Hantelstange (1) selbst,
das heißt durch die Hantelstange (1) ohne Gewichtsstücke (9; 10), hervorgerufenen
Gewichtskraft vorgespannt sind.
4. Trainingsgerät nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit einer Fallbremse (11) ausgestattet ist, welche bei einer abwärts gerichteten
Bewegung der Hantelstange (1), im Falle des Überschreitens einer maximalen Abrollbeschleunigung,
das Abrollen mindestens eines der Seile (7; 8) oder Gurte von der zugehörigen Seilrolle
(5; 6) blockiert.
5. Trainingsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem der Hantelstange (1) abgewandten Ende mindestens eines über eine als Umlenkrolle
ausgebildete Seilrolle (5; 6) des Funktionsträgers (4) geführten Seils (7; 8) oder
Gurtes mindestens ein mit der Hantelstange (1) in einer Wirkverbindung stehendes Mittel
zur Ausbildung einer auf die trainierende Person als Zugkraft wirkenden Last angeordnet
ist.
6. Trainingsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem mindestens einen an dem Ende des mindestens einen Seils (7; 8) oder
Gurtes zur Erzeugung der Zugkraft angeordneten Mittel um eine an einem Widerlager
verankerte Feder handelt.
7. Trainingsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem mindestens einen an dem Ende des mindestens einen Seils (7; 8) oder
Gurtes zur Erzeugung der Zugkraft angeordneten Mittel um ein Gewichtselement handelt.
8. Trainingsgerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung der Zugkraft ein oder mehrere, jeweils mit allen Seilen (7; 8) oder
Gurten verbundene Gewichtselemente angeordnet sind.
9. Trainingsgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem mindestens einen an dem Ende des mindestens einen Seils (7; 8) oder
Gurtes zur Erzeugung der Zugkraft angeordneten Mittel um ein durch einen Antrieb bewegtes
Element handelt.
10. Trainingsgerät nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Geräteträger (3; 4) oder zumindest dessen Seilrollen (5; 6) für Seile (7; 8)
oder Gurte aufweisender Funktionsträger (4) austauschbar und das Trainingsgerät dadurch
hinsichtlich der Erzeugung der auf die trainierende Person wirkenden Druck- oder Zugkraft,
das heißt von Druckkraft auf Zugkraft oder umgekehrt, umrüstbar ist.
11. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit einer elektronischen Bremse ausgestattet ist, welche das Abrollen der
Seile (7; 8) oder Gurte verhindert, sofern nicht durch mehrere an der Hantelstange
(1) angeordnete, voneinander beabstandete Sensoren jeweils die Anwesenheit einer die
Hantelstange (1) haltenden Hand oder das Aufliegen der Hantelstange (1) auf einer
Körperpartie einer Person detektiert wird.
12. Trainingsgerät, nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mindestens einen Antrieb aufweist, mittels welchem der Geräteträger (3; 4)
aktiv entlang der Traverse (2) bewegt wird.
13. Trainingsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit Einrichtungen zur Erzeugung einer virtuellen Realität ausgestattet ist.
1. Exercise apparatus, namely an apparatus for rehabilitative or sports muscle training,
with an apparatus carrier (3; 4) and with a barbell (1), which is held on the apparatus
carrier (3; 4) by means of cables (7; 8) or belts guided via cable pulleys (5; 6)
and which is brought into operative connection with at least one means for forming
a load acting as a compressive force or tensile force on a person exercising, characterized in that the apparatus carrier (3; 4) consists of a main carrier (3), movable in a horizontal
plane along a crosspiece (2) arranged above the person exercising, and of a functional
carrier (4) which is connected to the main carrier (3) via a rotary bearing or a slewing
ring and can be rotated about a vertical axis (13) relative to the main carrier (3)
and on which the cable pulleys (5; 6) for the cables (7; 8) or belts holding the barbell
(1) are arranged.
2. Exercise apparatus according to Claim 1, characterized in that the means brought into operative connection with the barbell (1) in order to form
a load acting as a compressive force on the person exercising are weights (9; 10)
arranged at the two ends of the barbell, and in that, when the barbell (1) is raised by application of a lifting force on the barbell
(1) that exceeds the weight force of the barbell (1) with the weights (9; 10), the
cables (7; 8) or belts are wound up onto the cable pulleys (5; 6) arranged on the
functional carrier (4) of the apparatus carrier (3; 4).
3. Exercise apparatus according to Claim 2, characterized in that the cables (7; 8) or belts are pretensioned in order to compensate for the weight
force caused by the barbell (1) itself, that is to say by the barbell (1) without
weights (9; 10).
4. Exercise apparatus according to Claim 2 or 3, characterized in that it is equipped with a fall brake (11) which, in the event of a maximum unwinding
acceleration being exceeded as the barbell (1) moves downwards, blocks the unwinding
of at least one of the cables (7; 8) or belts from the associated cable pulley (5;
6).
5. Exercise apparatus according to Claim 1, characterized in that at least one means operatively connected to the barbell (1) for forming a load acting
as a tensile force on the person exercising is arranged at the end, facing away from
the barbell (1), of at least one cable (7; 8) or belt guided over a cable pulley (5;
6) of the functional carrier (4) designed as a deflection roller.
6. Exercise apparatus according to Claim 5, characterized in that the at least one means arranged at the end of the at least one cable (7; 8) or belt
for generating the tensile force is a spring anchored to an abutment.
7. Exercise apparatus according to Claim 5, characterized in that the at least one means arranged at the end of the at least one cable (7; 8) or belt
for generating the tensile force is a weight element.
8. Exercise apparatus according to Claim 7, characterized in that one one or more weight elements each connected to all the cables (7; 8) or belts
are arranged to generate the tensile force.
9. Exercise apparatus according to Claim 5, characterized in that the at least one means arranged at the end of the at least one cable (7; 8) or belt
for generating the tensile force is an element moved by a drive.
10. Exercise apparatus according to Claim 2 or 5, characterized in that the apparatus carrier (3; 4), or at least its functional carrier (4) having cable
pulleys (5; 6) for cables (7; 8) or belts, is exchangeable, and the exercise apparatus
is thus convertible in terms of generating the compressive force or tensile force
acting on the person exercising, that is to say convertible from compressive force
to tensile force, or vice versa.
11. Exercise apparatus according to one of Claims 1 to 10, characterized in that it is equipped with an electronic brake which prevents the cables (7; 8) or belts
from unwinding unless the presence of a hand holding the barbell (1) or the placing
of the barbell (1) on a part of the body of a person is detected by a plurality of
sensors arranged on the barbell (1) and spaced apart from one another.
12. Exercise apparatus according to one of Claims 1 to 11, characterized in that it has at least one drive, by means of which the apparatus carrier (3; 4) is actively
moved along the crosspiece (2).
13. Exercise apparatus according to one of Claims 1 to 12, characterized in that it is equipped with devices for generating a virtual reality.
1. Appareil d'entraînement, notamment appareil d'entraînement musculaire rééducatif ou
sportif, avec un support d'appareil (3 ; 4) et avec une barre d'haltère (1) maintenue
sur le support d'appareil (3 ; 4) au moyen de câbles (7 ; 8) ou de sangles guidés
par l'intermédiaire de poulies (6 ; 6), laquelle barre d'haltère est mise en liaison
fonctionnelle avec au moins un moyen pour former une charge agissant en tant que force
de pression ou de force de traction sur une personne qui s'entraîne, caractérisé en ce que le support d'appareil (3 ; 4) est constitué d'un support de base (3) déplaçable dans
un plan horizontal le long d'une traverse (2) agencée au-dessus de la personne qui
s'entraîne, et d'un support fonctionnel (4) relié au support de base (3) par l'intermédiaire
d'un palier rotatif ou d'une couronne rotative et pouvant tourner par rapport au support
de base (3) autour d'un axe vertical (13), sur lequel sont agencées les poulies (5
; 6) pour les câbles (7 ; 8) ou les sangles qui maintiennent la barre d'haltère (1).
2. Appareil d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que les moyens mis en liaison fonctionnelle avec la barre d'haltère (1) pour former une
charge agissant en tant que force de pression sur la personne qui s'entraîne sont
des poids (9 ; 10) agencés aux deux extrémités de la barre d'haltère et en ce que lorsque la barre d'haltère (1) est soulevée en exerçant sur la barre d'haltère (1)
une force de soulèvement qui dépasse le poids de la barre d'haltère (1) avec les poids
(9 ; 10), les câbles (7 ; 8) ou les sangles sont enroulés sur les poulies (5 ; 6)
agencées sur le support fonctionnel (4) du support d'appareil (3 ; 4).
3. Appareil d'entraînement selon la revendication 2, caractérisé en ce que les câbles (7 ; 8) ou les sangles sont précontraints pour compenser le poids généré
par la barre d'haltère (1) elle-même, c'est-à-dire par la barre d'haltère (1) sans
les poids (9 ; 10).
4. Appareil d'entraînement selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que celui-ci est équipé d'un frein de chute (11) qui, lors d'un mouvement orienté vers
le bas de la barre d'haltère (1), en cas de dépassement d'une accélération de déroulement
maximale, bloque le déroulement d'au moins un des câble (7 ; 8) ou une des sangles
de la poulie associée (5 ; 6).
5. Appareil d'entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'à l'extrémité détournée de la barre d'haltère (1) d'au moins un câble (7 ; 8) ou d'au
moins une sangle guidé sur une poulie (5 ; 6) du support fonctionnel (4) configurée
en tant que poulie de renvoi est agencé au moins un moyen en liaison fonctionnelle
avec la barre d'haltère (1) pour former une charge agissant en tant que force de traction
sur la personne qui s'entraîne.
6. Appareil d'entraînement selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'au moins un moyen agencé à l'extrémité de l'au moins un câble (7 ; 8) ou de l'au
moins une sangle pour générer la force de traction consiste en un ressort ancré à
une butée.
7. Appareil d'entraînement selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'au moins un moyen agencé à l'extrémité de l'au moins un câble (7 ; 8) ou de l'au
moins une sangle pour générer la force de traction consiste en un élément de poids.
8. Appareil d'entraînement selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un ou plusieurs éléments de poids reliés respectivement à tous les câbles (7 ; 8)
ou à toutes les sangles sont agencés pour générer la force de traction.
9. Appareil d'entraînement selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'au moins un moyen agencé à l'extrémité de l'au moins un câble (7 ; 8) ou de l'au
moins une sangle pour générer la force de traction consiste en un élément déplacé
par un entraînement.
10. Appareil d'entraînement selon la revendication 2 ou 5, caractérisé en ce que le support d'appareil (3 ; 4) ou au moins son support fonctionnel (4) présentant
des poulies (5 ; 6) pour des câbles (7 ; 8) ou des sangles est interchangeable et
l'appareil d'entraînement peut ainsi être transformé pour générer la force de pression
ou de traction agissant sur la personne qui s'entraîne, c'est-à-dire de la force de
pression à la force de traction ou inversement.
11. Appareil d'entraînement selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que celui-ci est équipé d'un frein électronique qui empêche le déroulement des câbles
(7 ; 8) ou des sangles, dans la mesure où la présence d'une main tenant la barre d'haltère
(1) ou l'appui de la barre d'haltère (1) sur une partie du corps d'une personne n'est
pas détecté par plusieurs capteurs agencés sur la barre d'haltère (1), espacés les
uns des autres.
12. Appareil d'entraînement selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que celui-ci présente au moins un entraînement au moyen duquel le support d'appareil
(3 ; 4) est déplacé activement le long de la traverse (2).
13. Appareil d'entraînement selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que celui-ci est équipé de dispositifs pour générer une réalité virtuelle.