[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Abreisszylinderaggregat mit einer Vorrichtung
für Druckzylinder von Abreisszylinderpaaren einer Kämmmaschine, mit mindestens einem
Zylinderpaar, welches aus einem in der Kämmmaschine mit einer Pilgerschrittbewegung
drehbaren Abreisszylinder und einem Druckzylinder besteht, und mit einer Anpresseinrichtung
zum Gegeneinanderdrücken des Druckzylinders und des Abreisszylinders des mindestens
einen Zylinderpaares, wobei der Druckzylinder über die Anpresseinrichtung mit einer
Druckkraft beaufschlagt ist und die Anpresseinrichtung mit einer Druckeinstellvorrichtung
verbunden ist.
[0002] In den herkömmlichen Kämmmaschinen, wie aus der
DE 40 39 050 A1 bekannt, werden Abreisszylinderaggregate verwendet, die ein erstes und ein zweites
Zylinderpaar aufweisen. Diese Zylinderpaare bestehen jeweils aus einem in der Kämmmaschine
mit einer Pilgerschrittbewegung drehbaren Abreisszylinder und einem Druckzylinder.
Weiter besteht das Abreisszylinderaggregat aus einer Anpresseinrichtung zum Gegeneinander
drücken des Druckzylinders und des Abreisszylinders in jedem der Zylinderpaare. Bei
den bekannten Abreisszylinderaggregaten werden der Abreisszylinder und der Druckzylinder
jedes Zylinderpaares von der Anpresseinrichtung mit gleich grossen Kräften gegeneinander
gedrückt, wobei hierfür eine Druckeinstellvorrichtung vorgesehen ist. Die bekannten
Druckzylinder sind so ausgelegt, dass mit der Druckeinstellvorrichtung standardmässig
eine Druckkraft von etwa 6.5 bar eingestellt ist.
[0003] Mit dem Hintergrund, dass die Abreisszylinder in der Regel kanneliert sind und aus
Stahl bestehen und die Druckzylinder ebenfalls aus Metall bestehen sowie mit einem
Überzug aus gummielastischem Material versehen sind, führt dazu, dass die Zylinder
relativ schwer sind und ein grosses Trägheitsmoment aufweisen. Daraus resultiert eine
hohe Belastung des Getriebes der Kämmmaschine, welches die Abreisszylinder jedes Zylinderpaares
im Betrieb während jedes Kammspiels der Kämmmaschine mit der Pilgerschrittbewegung
hin- und herdrehen muss. Dieser Sachverhalt führt in nachteilhafter Weise, insbesondere
bei hoher Drehzahl (mehr als 600 KS/min) der Kämmmaschine, zu Ungleichmässigkeiten
im Kämmzugvlies aufgrund der unterschiedlichen Trägheitsmomente von Druckzylinder
und Abreisszylinder während des Lötvorgangs.
[0004] Im konkreten bewirken die unterschiedlichen Trägheitsmomente pro Zylinderpaar einen
Schlupf zwischen dem Druckzylinder und dem Abreisszylinder, was sich erheblich negativ
auf die Vliesbildung, insbesondere beim Lötvorgang des Kämmzugvlieses auswirkt. Der
Schlupf resultiert in einer Fehlertoleranz zwischen der über Schleppmitnahme erzeugten
Drehzahl des Druckzylinders und der Drehzahl des Abreisszylinders, was beispielsweise
bei einer Kammspielzahl von 650 KS/min und einem Anpressdruck von 5 bar mit der Anpresseinrichtung
im Fehlertoleranzbereich von bis zu 25% liegen kann. Derartige Fehlertoleranzen in
der Drehzahl zwischen Druckzylinder und Abreisszylinder sind für den Spinnereibesitzer
nicht mehr akzeptabel, da dies direkt mit der Qualität des ausgekämmten Kämmzugvlieses
einhergeht.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Abreisszylinderaggregat mit
einer Vorrichtung für Druckzylinder von Abreisszylinderpaaren einer Kämmmaschine bereitzustellen,
die es erlaubt den Lötvorgang mit den Abreisszylinderpaaren einer Kämmschiene derart
einzustellen, so dass die Qualität des ausgekämmten Kämmzugvlieses auch bei höheren
Kammspielzahlen annehmbar ist.
[0006] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Abreisszylinderaggregat mit einer Vorrichtung für
Druckzylinder von Abreisszylinderpaaren einer Kämmmaschine mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1.
[0007] Vorgeschlagen wird ein Abreisszylinderaggregat mit einer Vorrichtung für Druckzylinder
von Abreisszylinderpaaren einer Kämmmaschine, mit mindestens einem ersten Zylinderpaar,
welches aus einem in der Kämmmaschine mit einer Pilgerschrittbewegung drehbaren ersten
Abreisszylinder und einem ersten Druckzylinder besteht, und mit einer Anpresseinrichtung
zum Gegeneinanderdrücken des ersten Druckzylinders und des ersten Abreisszylinders
des ersten Zylinderpaares, wobei der erste Druckzylinder über die Anpresseinrichtung
mit einer Druckkraft beaufschlagt ist und die Anpresseinrichtung mit einem Druckanschluss
verbunden ist. Erfindungsgemäss ist der Druckanschluss mit einem Druckregler verbunden,
der derart ausgelegt ist, so dass in Abhängigkeit von einer vorgegebenen Drehzahl
der Kämmmaschine eine entsprechende Druckkraft für den ersten Druckzylinder zum Andrücken
gegen den ersten Abreisszylinder einstellbar ist. Die Verwendung eines Druckreglers
zur Einstellung der Druckkraft auf den ersten Druckzylinder gegenüber dem ersten Abreisszylinder
des ersten Zylinderpaares hat den vorteilhaften Effekt, dass Abhängig von der Drehzahl
der Kämmmaschine auf die unterschiedlichen Trägheitsmomente zwischen erstem Druckzylinder
und erstem Abreisszylinder eingegangen werden kann. Die einstellbare Druckkraft verhindert
somit eine zu grosse Abweichung zwischen der Drehzahl des ersten Druckzylinders und
der Drehzahl des ersten Abreisszylinders, weil die Druckkraft über den Druckregler
so eingestellt ist, dass die Schleppmitnahme vom ersten Abreisszylinder auf den ersten
Druckzylinder zu keiner grossen Drehzahlabweichung kommt, so dass der Lötvorgang zur
Erzeugung des Kämmzugvlieses erheblich verbessert wird, im Vergleich zu Abreisszylinderaggregaten,
wo die Druckkraft über die Anpresseinrichtung immer konstant auf gleichem Druckniveau
bleibt unabhängig von der eingestellten Drehzahl der Kämmmaschine. In diesem Zusammenhang
ist allgemein bekannt, dass bei Kämmmaschinen der Lötvorgang derart erfolgt, indem
der Abreisszylinder über ein Getriebe der Kämmmaschine eine Hin- und Herbewegung ausführt,
wobei die einzelnen über den Rundkamm ausgekämmten Faserpakete während des Lötvorgangs
über das Zylinderpaar aus Druckzylinder und Abreisszylinder dachziegelartig übereinander
gelegt und verlötet werden.
[0008] Bevorzugt umfasst der Druckregler mindestens ein elektrisch steuerbares Druckventil.
Das elektrisch steuerbare Druckventil ist dazu ausgelegt den Systemdruck von der Druckleitung
zu drosseln und so einen verminderten Druck auf die Anpressvorrichtung zu übertragen.
Der Druckregler hat dabei die Aufgabe das Druckventil zu steuern, so dass eine stufenlose
Einstellung der Druckkraft für den ersten Druckzylinder des ersten Zylinderpaares
ermöglicht wird.
[0009] Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass der erfindungsgemäss Druckregler selbstverständlich
auch manuelle geregelt werden kann, um die gewünschte Druckkraft auf den Druckzylinder
einzustellen, wobei eine derartige manuelle Anwendung sehr ungenau ist und die Gefahr
einer mechanischen Überlastung des Bauteils mit sich bringt.
[0010] Weiter bevorzugt stellt der Druckregler in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kämmmaschine
eine entsprechende Druckkraft zwischen etwa 210 N und etwa 642 N ein. Diese bevorzugten
Druckkräfte für den Druckzylinder erlauben eine praxistaugliche Anpassung der Druckverhältnisse
des Zylinderpaares an die Drehzahl der Kämmmaschine mittels des Druckreglers.
[0011] Besonders bevorzugt verhält sich die vorgegebene Drehzahl der Kämmmaschine zur einstellbaren
Druckkraft für den ersten Druckzylinder wenigstens annährend linear. Die lineare Abhängigkeit
von der eingestellten Drehzahl der Kämmmaschine zur benötigten Druckkraft für den
ersten Druckzylinder hat den vorteilhaften Effekt, dass der Druckregler die Druckkraft
sehr einfach und reproduzierbar in Bezug auf die aktuelle Drehzahl der Kämmmaschine
einstellen kann. Auf diese Art und Weise ist es möglich die Drehzahlabweichungen von
Druckzylinder und Abreisszylinder aufgrund der unterschiedlichen Trägheitsmomente
so gering wie möglich zu halten.
[0012] Weiter bevorzugt ist die Drehzahl der Kämmmaschine zwischen 400 KS/min und 700 KS/min.
Es hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, wenn der Druckregler bei einer Drehzahl
der Kämmmaschine von 400 KS/min eine Druckkraft zwischen etwa 210 N und etwa 214 N,
besonders bevorzugt von etwa 212 N einstellt, bei einer Drehzahl der Kämmmaschine
von 550 KS/min eine Druckkraft zwischen etwa 420 N und etwa 428 N, besonders bevorzugt
von etwa 424 N einstellt und bei einer Drehzahl der Kämmmaschine von 700 KS/min eine
Druckkraft zwischen etwa 630 N und etwa 640 N, besonders bevorzugt von etwa 636 N
einstellt.
[0013] Weiter bevorzugt ist in Abhängigkeit von der vorgegebenen Drehzahl der Kämmmaschine
in Verbindung mit der entsprechenden Druckkraft ein Schlupf zwischen dem ersten Druckzylinder
und dem ersten Abreisszylinder mit einer Fehlertoleranz von maximal 3.0 % einstellbar.
Als Schlupf wird in diesem Zusammenhang der Drehzahlunterschied zwischen dem ersten
Abreisszylinder und dem ersten Druckzylinder im ersten Zylinderpaar bezeichnet, der
aufgrund der unterschiedlichen Trägheitsmomente der beiden Bauteile des ersten Zylinderpaares
in Verbindung mit der Drehzahl der Kämmmaschine hervorgerufen wird. Folglich handelt
es sich beim hier erwähnten Schlupf um eine mechanische Wechselwirkung von zwei drehenden
Bauteilen, wobei der Schlupf grösser wird, sobald die Reibungskraft oder Wechselwirkungskraft
zwischen den beiden Bauteilen zu klein wird. Es ist physikalisch so zu erklären, dass
bei einem konstanten Anpressdruck von 3 bar bezogen auf einen Druckzylinder mit einem
herkömmlichen Kolbendurchmesser von 26 mm die Anpresskraft vom Druckzylinder auf den
Abreisszylinder bei höheren Kammspielzahlen wie beispielsweise 600 KS/min so gering
ist, dass der Abreisszylinder erheblich schneller dreht als der Druckzylinder, wodurch
es zu erheblichen Geschwindigkeitsunterschieden zwischen den beiden Bauteilen kommt,
die den Schlupf verursachen. Untersuchungen habe aufgezeigt, dass bei einem Druck
von 3 bar und einer Kämmspielzahl von 600 KS/min die Fehlertoleranz zwischen dem Zylinderpaar
bei um die 55 % liegt. Folglich gilt, je höher die Druckkraft auf den Druckzylinder,
umso geringer ist die Fehlertoleranz für den Schlupf des Zylinderpaares.
[0014] Besonders bevorzugt ist eine Steuereinheit mit dem Druckregler verbunden und weist
einen Datenspeicher auf, worin Datensätze zwischen der vorgegebenen Drehzahl der Kämmmaschine
und der entsprechenden Druckkraft für eine Fehlertoleranz von 3.0 % des Schlupfs hinterlegt
sind, so dass die Steuereinheit entsprechend der eingestellten Drehzahl der Kämmmaschine
über den Druckregler die korrekte Druckkraft für den ersten Druckzylinder einstellt.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Schlupf zwischen dem Druckzylinder
und dem Abreisszylinder im Fehlertoleranzbereich von zwischen 0.1 % bis maximal 3.0
% liegt, da in diesem Fehlertoleranzbereich die Qualität bei der Faservliesbildung
noch annehmbar ist. Die Fehlertoleranz steigt in Abhängigkeit von der Drehzahl bei
konstant eingestellter Druckkraft annährend exponentielle an, so dass nur eine variable
Anpassung der Druckkraft über den erfindungsgemässen Druckregler diese annährend exponentielle
Fehlertoleranz mit dem negativen Effekt des Schlupfs ausgleichen kann.
[0015] Weiter bevorzugt ist ein Drehwinkelsensor vorgesehen, der die Drehzahl der Kämmmaschine
überwacht und an die Steuereinheit überträgt, um in Abhängigkeit von der vorgegebenen
Drehzahl der Kämmmaschine über den Druckregler die korrekte Druckkraft für den ersten
Druckzylinder einzustellen. Die elektrische Verbindung von Drehwinkelsensor, Druckregler
und Steuereinheit ermöglicht eine optimale Einstellung der Druckkraft des Druckzylinders
in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kämmmaschine.
[0016] Besonders bevorzugt weist die Anpresseinrichtung einen mit Druckmedium, vorzugsweise
Luft, beaufschlagbaren ersten Kolben für den ersten Druckzylinder auf, wobei der erste
Kolben über den Druckregler mit dem Druckluftanschluss verbunden ist. Diese Form des
Druckreglers hat den vorteilhaften Effekt, dass die Kontrolle der Druckkraft über
die Querschnittsfläche des Kolbens definiert werden kann, wobei die Steuereinheit
über den Druckregler das elektrisch steuerbare Druckventil für das Druckmedium zum
beaufschlagen des Kolbens mit Druckkraft steuert. Das Druckmedium ist vorzugsweise
Druckluft, welches von einer Druckluftleitung zugeführt und über das elektrisch steuerbare
Druckventil kontrolliert an den Kolben übertragen wird, um die gewünschte Drucckraft
zu erzeugen.
[0017] Weiter bevorzugt weist der erste Kolben einen Durchmesser auf, der derart ausgelegt
ist, so dass über den Druckregler die Druckkraft zwischen etwa 210 N und etwa 640
N für den ersten Druckzylinder einstellbar ist. Dies hat den vorteilhaften Effekt,
dass der Druckzylinder eine optimale Anpresskraft aufweist, um in Abhängigkeit von
der Drehzahl der Kämmmaschine eine gute Lötverbindung der ausgekämmten Faserpakete
zu erhalten. Bezugnehmend auf die beanspruchten Zahlenwerte für eine minimale Drucckraft
und eine maximale Druckkraft in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kämmmaschine wird
eine Druckwerteabweichung von +/- 1,0 % als im beanspruchten Wertebereich angesehen.
[0018] Vorzugsweise weist der erste Kolben einen Durchmesser von etwa 30 mm bis etwa 38
mm, bevorzugt von etwa 32 mm auf. Auf diese Art und Weise ist es in vorteilhafter
Weise möglich die gewünschte Druckkraft auf den ersten Druckzylinder einzustellen
ohne dabei auch nur annährend in den Systemdruckbereich von etwa 6.9 bar zu kommen.
Somit ist es mit der beanspruchten Ausführung eines Kolbens problemlos möglich für
die gewünschte Druckkraft nur einen Bruchteil des Systemdrucks aufzuwenden. Dies steht
im Übrigen im Unterscheid zu den herkömmlichen Kolben, bei denen der Kolben-Durchmesser
im Bereich von 26 mm liegt und somit der erste Druckzylinder bereits bei mittleren
Kammspielzahlen von 550 KS/min einen Systemdruck von annährend 7 bar benötigt, um
die gewünschte Druckkraft von etwa 500 N aufzubringen. Es sei an dieser Stelle erwähnt,
dass eine manuelle Regelung des Drucks für den Druckzylinder mit der oben beanspruchten
Dimension des Kolbens die Gefahr birgt, dass es sehr schnell zu einer mechanischen
Überbelastung des Kolbens kommen kann, da der Anwender aufgrund der herkömmlichen
Vorgehensweise gewohnt ist, auf 6.5 bar einzustellen, was zu einer vergleichsweise
hohen Druckkraft auf den Kolben führt. Es ist somit vor allem mit dem erfindungsgemässen
Druckregler auf sichere Art und Weise möglich die oben beanspruchten Dimensionen eines
Kolbens für den Druckzylinder zu verwenden, da in bevorzugter Weise über die Steuereinheit
in Verbindung mit dem Druckventil eine sehr genaue Einstellung des Druckreglers möglich
ist.
[0019] Bevorzugt ist ein zweites Zylinderpaar bestehend aus einem in der Kämmmaschine mit
einer Pilgerschrittbewegung drehbaren zweiten Abreisszylinder und einem zweiten Druckzylinder
vorgesehen, wobei das zweite Zylinderpaar dem ersten Zylinderpaar in Transportrichtung
eines Faservlieses nachgeschaltet ist. Das zweite Zylinderpaar ist stromabwärts in
Transportrichtung des Faservlieses gesehen dem ersten Zylinderpaar nachgeschaltet
und führt entsprechend die bereits ausgekämmten und wieder zusammen gelöteten Faserpakete
in bekannter Art und Weise zu nachgeschalteten Transportrollen.
[0020] Besonders bevorzugt sind jeweilige Anpresseinrichtungen dazu ausgelegt, über den
Druckregler den ersten Druckzylinder des ersten Zylinderpaares mit einer ersten Drucckraft
und den zweiten Druckzylinder des zweiten Zylinderpaares mit einer zweiten Druckkraft
zu beaufschlagen, wobei in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kämmmaschine die zweite
Druckkraft grösser ist als die erste Druckkraft. Die Steuereinheit ermöglicht die
Einstellung des Druckreglers für die grössere zweite Druckkraft gegenüber der kleineren
ersten Druckkraft, um in vorteilhafter Weise ein regelmässiges Kammzugvlies mit glatten
Rändern zu erhalten. Aufgrund der Einstellung der jeweiligen Druckkraft in Abhängigkeit
von der Drehzahl der Kämmmaschine ist ein entsprechendes qualitativ hochwertiges Kämmzugvlies
für Kammspielzahlen von 400 KS/min bis 700 KS/min einer Kämmmaschine problemlos einstellbar.
[0021] Vorzugsweise ist die zweite Druckkraft um wenigstens 10% grösser als die erste Druckraft.
Auf diese Art und Weise können Beschleunigungsunterschiede zwischen den beiden benachbarten
Zylinderpaaren aufgrund von unterschiedlichen Drehmomenten zwischen dem jeweiligen
Druckzylinder und dem jeweiligen Abreisszylinder jedes entsprechenden Zylinderpaares
optimal kompensiert werden, um die Qualität des Kammzugvlieses aufrecht zu erhalten.
An dieser Stelle sei bemerkt, dass eine mögliche Ursache für die unterschiedlichen
Beschleunigungen zwischen den beiden benachbarten Zylinderpaaren insbesondere dadurch
zustande kommen kann, weil das der Zange zugewandte erste Zylinderpaar wegen der Pilgerschrittbewegung
der erste Abreisszylinder eine andere bzw. geänderte Beschleunigung in Wechselwirkung
mit dem Druckzylinder aufweist als das nachgeschaltete zweite Zylinderpaar.
[0022] Alternativ ist die Einstellung der unterschiedlichen Druckkräfte für den ersten Druckzylinder
und den zweiten Druckzylinder auch durch die Dimensionierung resp. die geänderten
Durchmesser des ersten Kolbens gegenüber einem zweiten Kolben möglich, wobei in diesem
Ausführungsbeispiel ein einziger Druckregler ausreicht, der den gleichen Systemdruck
in Form von Luft auf die jeweiligen unterschiedlich dimensionierten Kolben überträgt
und so eine unterschiedliche erste Druckkraft gegenüber der grösseren zweiten Druckkraft
erzeugt, die auf die entsprechenden Druckzylinder wirken.
[0023] Weiter betrifft die vorliegende Erfindung eine Kämmmaschine mit einem erfindungsgemässen
Abreisszylinderaggregat.
[0024] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht von Teilen eines Kämmkopfes mit einem Abreisszylinderaggregat umfassend
zwei Zylinderpaare;
- Fig. 2
- eine herkömmliche Regelung von Rundkamm und Abreisszylinderaggregat;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Zylinderpaares gemäss Fig. 1 mit einer Abreisszylinderbewegung
und einer Druckzylinderbewegung bei konstantem Anpressdruck und unterschiedlicher
Kammspielzahl;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung der Fehlertoleranz des Zylinderpaares gemäss Fig. 3
in Abhängigkeit von unterschiedlichen Kammspielzahlen;
- Fig. 5
- eine Regelung der Anpresskraft für den Druckzylinder gemäss Fig. 1 über einen erfindungsgemässen
Druckregler und eine Steuereinheit zur Überwachung der Drehzahl eines Rundkamms;
- Fig. 6
- eine graphische Darstellung der Fehlertoleranz eines Zylinderpaares gemäss Fig. 1
bei unterschiedlichem Anpressdruck und unterschiedlicher Kammspielzahl;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung der Fehlertoleranz des Zylinderpaares gegenüber der
Druckkraft auf den Druckzylinder in Abhängigkeit von der Kammspielzahl;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung der Druckkraft auf den Druckzylinder in Abhängigkeit
von der Kammspielzahl für eine Fehlertoleranz von 3% des Zylinderpaares gemäss Fig.
7; und
- Fig. 9
- eine Seitenansicht von Teilen eines Kämmkopfes mit einem weiteren Abreisszylinderaggregat.
[0025] Fig. 1 zeigt rein schematisch einen vergrösserten Ausschnitt von Teilen eines Kämmkopfes
10 einer Kämmmaschine mit einer schwingenden Zange 12 umfassend eine Oberzangenplatte
14 und eine Unterzangenplatte 16. Die Zange 12 ist in einer vorderen Position bei
einem Abreisszylinderaggregat 18 dargestellt. Das Abreisszylinderaggregat 18 enthält
in vorliegendem Beispiel zwei parallel nebeneinander angeordnete Zylinderpaare 20a,
20b. Das erste, der Zange 12 benachbarte Zylinderpaar 20a besteht aus einem ersten
Abreisszylinder 22a und einem ersten Druckzylinder 24a und das zweite, von der Zange
12 - in Transportrichtung eines Kammzugvlieses - weiter entfernte zweite Zylinderpaar
22b besteht aus einem zweiten Abreisszylinder 22b und einem zweiten Druckzylinder
24b.
[0026] Im Betrieb ist in bekannter Art und Weise die Zange 12 in einer hinteren Position,
wobei ein Faserbart an einem Klemmpunkt zwischen der Unterzangenplatte 16 und der
Oberzangenplatte 14 festgeklemmt ist und von einem rotierenden Rundkamm (nicht dargestellt)
ausgekämmt wird.
[0027] Die Zange 12 wird dann wie in Fig. 1 gezeigt in die vordere Position bewegt und geöffnet,
wobei die Abreisszylinder 22a, 22b von einem in der Kämmmaschine enthaltenen Antrieb
(nicht dargestellt) durch einen vorbestimmten Winkel im Uhrzeigersinn gedreht werden,
so dass das hintere Ende des zuvor gebildeten Kammzugvlieses aus einer Klemmstelle
des ersten Zylinderpaares 20a heraustritt und das vordere Ende des auf der Unterzangenplatte
16 liegenden und mit dem Rundkamm ausgekämmten Faserbartes auf dieses hintere Ende
dachziegel- bzw. schuppenartig zu liegen kommt. Dann werden die Abreisszylinder 22a,
22b durch einen zweiten, grösseren vorbestimmten Winkel im Gegenuhrzeigersinn gedreht,
um über die Zylinderpaare 20a, 20b den Faserbart zu erfassen, zu verlöten und abzureissen.
[0028] Das Abreisszylinderaggregat 18 enthält in vorliegendem Beispiel für jedes Zylinderpaar
20a, 20b jeweils eine eigene Anpresseinrichtung 26a bzw. 26b zum Gegeneinanderdrücken
des Abreisszylinders 22a bzw. 22b und des Druckzylinders 24a bzw. 24b. Jede Anpresseinrichtung
26a bzw. 26b umfasst jeweils einen Lagerträger 28a bzw. 28b für entsprechende Lager
30a bzw. 30b der beiden Druckzylinder 24a bzw. 24b. Ein Block 32 enthält für jeden
der Lagerträger 28a bzw. 28b je einen eigenen Kolben 34a bzw. 34b an dessen Kolbenstössel
36a bzw. 36b der betreffende Lagerträger 28a bzw. 28b befestigt ist, wobei der jeweilige
Kolben 34a bzw. 34b in dem im Betrieb gestellfesten Block 32 verschiebbar geführt
ist. Der Block 32 enthält über dem oberen Ende des jeweiligen Kolben 34a bzw. 34b
eine entsprechende Kammer 38a bzw. 38b, welcher im Betrieb durch eine nicht dargestellte
Leitung Druckluft zugeführt wird, um den entsprechenden Kolben 34a bzw. 34b und damit
den entsprechenden Lagerträger 28a bzw. 28b nach unten zu stossen und so den entsprechenden
Druckzylinder 24a bzw. 24b mit einer über einen Durchmesser 40 des Kolbens 34 definierten
Druckkraft gegen den entsprechenden Abreisszylinder 22a bzw. 22b zu drücken. Bei dieser
Ausführung weist der erste Kolben 34a und der zweite Kolben 34b den gleichen Durchmesser
40 von etwa 32 mm auf.
[0029] Fig. 2 zeigt rein schematisch eine herkömmliche Steuervorrichtung 42 für das Abreisszylinderaggregat
18 gemäss Fig. 1 zur Erzeugung einer bekannten Pilgerschrittbewegung der Abreisszylinder
über einen ersten Antriebsmotor 44 und für den Rundkamm 46 zur Erzeugung einer Drehbewegung
über einen zweiten Antriebsmotor 48, wobei die beiden Antriebsmotoren 44, 48 über
eine Steuereinheit 50 aufeinander abgestimmt sind.
[0030] Aus Fig. 2 ist weiter ersichtlich, dass der Druckluftanschluss 52 für die Druckzylinder
des Abreisszylinderaggregates 18, wie in Fig. 1 beschrieben, direkt mit dem jeweiligen
Kolben in Verbindung steht (mit zwei Pfeilen angedeutet), so dass ein Systemdruck
von etwa 7 bar in Form von Druckluft ungefiltert über den Druckluftanschluss auf die
Kolben der Druckzylinder wirkt. Bei den bekannten Druckzylindern ist der Durchmesser
des Kolbens im bekannten Abreisszylinderaggregat 18 etwa 26 mm gross, so dass beim
Systemdruck von etwa 7 bar eine konstante Anpresskraft im Sinne einer Druckkraft von
etwa 495 N den Druckzylinder gegen den Abreisszylinder drückt.
[0031] Zeitgleich zur konstanten Anpresskraft von 495 N vom Druckzylinder auf den Abreisszylinder
erfolgt über den ersten Antriebsmotor 44 die Pilgerschrittbewegung für den Abreisszylinder,
um das dachziegelartige Verlöten der vom Rundkamm 46 ausgekämmten Faserpakete mit
dem Zylinderpaar zu ermöglichen. Hierbei kommt es zu einer sogenannten Schleppmitnahme
des Druckzylinders durch die Drehbewegung des Abreisszylinders, wobei sich der Abreisszylinder
über den Antriebsmotor 44 aktiv dreht und der Druckzylinder sich passiv mit dreht.
Ausserdem liegt das ausgekämmte Faserpacket dachziegelartig zwischen dem Zylinderpaar
eingeklemmt vor und die beiden Zylinder werden über die konstante Anpresskraft von
495 N gegeneinander gedrückt, wobei auf diese Art und Weise bei herkömmlichen Kämmmaschinen
die Qualität des verlöteten Faservlieses definiert ist.
[0032] An dieser Stelle sei definiert, dass die Schleppmitnahme vom Abreisszylinder auf
den Druckzylinder dadurch zustande kommt, indem die Drehbewegung des Abreisszylinders
eine Gegenkraft erzeugt, die der konstanten Anpresskraft vom Druckzylinder entgegen
wirkt.
[0033] Fig. 3 veranschaulicht den Zylinderweg des Abreisszylinders ARZ (fette durchgezogene
schwarze Linie) und den Zylinderweg des Druckzylinders DRZ (durchgezogene schwarze
Linie) jeweils in Abhängigkeit vom Maschinen-Index pro Kammspiel. Weiter zeigt Fig.
3 den Zylinderweg des Druckzylinders DRZ in Abhängigkeit von unterschiedlich eingestellten
Kammspielzahlen zwischen 350 KS/min und 700 KS/min.
[0034] Bei genauer Betrachtung der Fig. 3 ist der erste Teil des Zylinderweges des Abreisszylinders
ARZ ein vorbestimmter Winkel im Uhrzeigersinn (siehe Y-Achse von 0 mm bis - 57 mm),
dann kommt es bei -57 mm zur Umkehrung des Zylinderweges des Abreisszylinders ARZ
im Gegenuhrzeigersinn um einen zweiten, grösseren vorbestimmten Winkel mit einem linearen
Anstieg bis 10 mm und dann zu einem Plateau bei 26 mm. Dieses Zylinderwegprofil ist
für Abreisszylinder an Kämmmaschinen typisch um die sogenannte Pilgerschrittbewegung
auszuführen, so dass die einzelnen mit dem Rundkamm und einem Fixkamm ausgekämmten
Faserpakete dachziegelartig aufeinander gelegt und mit mindestens dem ersten Zylinderpaar
gemäss Fig. 1 bei ausreichender Anpresskraft (F = 495 N) miteinander verlötet werden
können. Entsprechend dem Zylinderwegprofil des Abreisszylinders ARZ verläuft zeitgleich
zum Zylinderweg des Abreisszylinders ARZ der Zylinderweg des Druckzylinders DRZ in
genau umgekehrter Umfangswegrichtung pro Kammspiel.
[0035] Der Lötvorgang mit den Zylinderpaaren erfolgt, wie in Fig. 3 gezeigt, im Bereich
von 10 mm bis 26 mm und einem Maschinen-Index von 24 bis 40, d.h. in dem Bereich,
wo der Abreisszylinder im Gegenuhrzeigersinn angetrieben ist und über den Druckzylinder
die Anpresskraft für die Stabilität des verlöteten Faservlieses erhält.
[0036] Gemäss der fett durchgezogenen schwarzen Linie mit der Beschriftung ARZ ist der Zylinderweg
des Abreisszylinders ARZ genau der umgekehrte Zylinderweg des als durchgezogene schwarze
Line dargestellten Druckzylinders DRZ bei einer Kammspielzahl von etwa 320 KS/min
und konstantem Anpressdruck von 495 N. Entsprechend sind der Zylinderweg vom Abreisszylinder
und der Zylinderweg vom Druckzylinder bei etwa 320 KS/min und 495 N betragsmässig
gleich.
[0037] Bei einer konstanten Anpresskraft von 495 N ist aus Fig. 3 deutlich zu entnehmen,
dass sich der zurückgelegte Zylinderweg vom Druckzylinder mit zunehmender Kammspielzahl
erkennbar reduziert. Dies bewirkt einen unerwünschten mechanischen Schlupf zwischen
dem Druckzylinder und dem Abreisszylinder, weil sich der Zylinderweg des Abreisszylinders
ARZ bei höherer Kammspielzahl nicht ändert, aber der Zylinderweg des Druckzylinders
DRZ sich aufgrund der schnelleren Zufuhr der ausgekämmten Faserpakete verringert (siehe
die unterschiedlich gestrichelten Linien sowie die Pfeilrichtung in Fig. 3). Mit anderen
Worten, der Zylinderweg des Druckzylinders wird bei ansteigender Kammspielzahl und
bei gleichbleibendem Zylinderweg vom Abreisszylinder kürzer, wodurch diese unterschiedlichen
Zylinderwege in Abhängigkeit von der Kammspielzahl den Lötvorgang erheblich beeinflussen,
weil die konstante Anpresskraft, die vom Druckzylinder auf den Abreisszylinder wirkt,
nicht mehr ausreicht, um mit gleicher oder zumindest annährend gleicher Drehzahl wie
der Abreisszylinder zu drehen. Die Ursache für die sinkende Drehzahl des Druckzylinders
in Abhängigkeit von der höheren Kammspielzahl resp. der höheren Drehzahl des Rundkamms
kann dadurch erklärt werden, dass die schnellere Zufuhr der ausgekämmten Fasermasse
zusammen mit der Drehbewegung des Abreisszylinders nicht mehr die ausreichende Gegenkraft
in Form der Schleppmitnahme für den Druckzylinder aufbringt, so dass sich die Drehzahl
des Druckzylinders bei konstanter Anpresskraft von 495 N nicht mehr an die Drehzahl
des Abreisszylinders anpassen kann, wodurch die unterschiedlichen Zylinderwege für
den Druckzylinder gemäss Fig. 3 hervorgerufen werden.
[0038] Fig. 4 veranschaulicht die prozentuale Fehlertoleranz des Zylinderpaares in Abhängigkeit
von der Kammspielzahl gemäss der in Fig. 3 dargestellten Zylinderwege beim Maschinen-Index
von 40 und der konstanten Anpresskraft F von 495 N. An dieser Darstellung lässt sich
der Einfluss der Kammspielzahl auf die Fehlertoleranz zwischen den beiden Zylindern
(ARZ vs. DRZ) des Zylinderpaares sehr deutlich aufzeigen. Ab einer Kammspielzahl von
grösser als 580 KS/min steigt die Fehlertoleranz annährend exponentiell an, was zu
einem erheblichen Qualitätsverlust beim Lötvorgang durch das Zylinderpaar führt. Grundsätzlich
ist eine Fehlertoleranz des Zylinderpaares für einen qualitativen Lötvorgang von maximal
3 % noch annehmbar, jedoch ist dies bei einer konstanten Anpresskraft von 495 N und
einer Kammspielzahl höher als 580 KS/min, wie in Fig. 4 durch eine punktierte Grenzlinie
dargestellt, nicht mehr gegeben.
[0039] Fig. 5 zeigt eine schematische Darstellung, wie die Steuereinheit 50 mit einem erfindungsgemässen
Druckregler 54 in Verbindung mit dem Abreisszylinderaggregat 18 gemäss Fig. 1 und
einem Rundkamm 46 einer Kämmmaschine in Verbindung steht.
[0040] Der Druckluftanschluss 52 ist über ein elektrisch steuerbares Druckventil 56 jeweils
mit dem in Fig. 1 beschriebenen Kolben des Abreisszylinderaggregates 18 verbunden
und der Druckregler 54 steuert das elektrisch steuerbare Druckventil 56 über die Steuereinheit
50. Am Druckluftanschluss 52 liegt der Systemdruck von etwa 6.9 bar an und über das
elektrisch steuerbare Druckventil 56 in Verbindung mit dem Druckregler 54 ist ein
Druck zwischen 0.1 bar und 6.9 bar stufenlos einstellbar.
[0041] Zusätzlich zum Druckregler 54 ist ein Drehwinkelsensor 58 mit der Steuereinheit 50
verbunden, wobei der Drehwinkelsensor 58 die Drehzahl des Rundkamms 46 erfasst.
[0042] Die Steuereinheit 50 ist dazu ausgelegt, über den Drehwinkelsensor 58 die Drehzahl
des Rundkamms 46 zu überwachen und über den Druckregler 54 die gewünschte Druckkraft
auf den Druckzylinder des Abreisszylinderaggregates 18 einzustellen. Weiter umfasst
die Steuereinheit 50 einen Datenspeicher 60 mit Angaben über die Drehzahl der Kämmmaschine
in Verbindung mit der Druckkraft für den Druckzylinder des Abreisszylinderaggregates
18, um über den Druckregler 54 zu gewährleisten, dass zwischen der Drehzahl des Druckzylinders
und der Drehzahl des Abreisszylinders eine maximale Fehlertoleranz von 3 % nicht überschritten
wird.
[0043] Wie oben bereits ausgeführt, ist über den erfindungsgemässen Druckregler 54 in Verbindung
mit der Steuereinheit 50 das elektrisch steuerbare Druckventil 56 derart steuerbar,
so dass der am Druckluftanschluss 52 angelegte Systemdruck von 0.1 bar bis auf maximal
6.9 bar stufenlos einstellbar ist, wobei die Kolben gemäss Fig. 1 des Druckzylinders
derart dimensioniert sind, so dass in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kämmmaschine
bereits eine Druckkraft zwischen 210 N und 610 N ausreicht, um die maximale Fehlertoleranz
von 3 % zu erreichen.
[0044] Gemäss der vorliegenden Erfindung ist es somit möglich mit dem Druckregler eine Druckkraft
in Abhängigkeit von der Kammspielzahl einzustellen, die es erlaubt, dass die Drehzahl
des Druckzylinders sich gegenüber der Drehzahl des Abreisszylinders nicht übermässig
ändert, wodurch der in Fig. 2 erläuterte mechanische Schlupf merklich unterbunden
wird. In positiver Weise kann so eine hohe Qualität des Lötvorgangs mit den Zylinderpaaren
in Abhängigkeit von der Kammspielzahl eingehalten werden.
[0045] Fig. 6 zeigt die Fehlertoleranz eines Zylinderpaares gemäss Fig. 1 in Abhängigkeit
von der Drehzahl der Kämmmaschine und bei unterschiedlich angelegtem Anpressdruck
mit dem erfindungsgemässen Druckregler, wie im Zusammenhang mit Fig. 5 erläutert.
Die dargestellten Fehlertoleranzen des Zylinderpaares verdeutlichen sehr gut die Abhängigkeit
von der Kammspielzahl ebenso wie von der Druckkraft. Je kleiner die Druckkraft, desto
höher die Fehlertoleranz bei ansteigender Kammspielzahl und umgekehrt.
[0046] Zur Verdeutlichung der Abhängigkeit der Fehlertoleranz des Zylinderpaares gegenüber
der angelegten Druckkraft des Druckzylinders und in Abhängigkeit von der Kammspielzahl
wird auf Fig. 7 verwiesen. Hierbei ist die Y-Achse in logarithmischer Darstellung,
wodurch klar ersichtlich wird, dass sich die Fehlertoleranz des Zylinderpaares gegenüber
dem Anstieg der Druckkraft wenigstens annährend linear abfallend verhält. Weiter ist
aus Fig. 7 erkennbar, dass die Fehlertoleranz des Zylinderpaares bei ansteigender
Druckkraft und hohen Kammspielzahlen im Bereich von 600 KS/min bis 700 KS/min um ein
Vielfaches höher ist, als bei niedrigen Kammspielzahlen zwischen 400 KS/min und 550
KS/min. Ebenso ist in Fig. 7 durch eine horizontale, gestrichelte Linie dargestellt,
bei welcher Druckkraft die Fehlertoleranz des Zylinderpaares bei den unterschiedlichen
Kammspielzahlen eine maximale Fehlertoleranz von 3% aufweist. Dieser Sachverhalt ist
in Fig. 8 entsprechend dargestellt, wobei die X-Achse die Kammspielzahl von 400 KS/min
bis 650 KS/min definiert und die Y-Achse die aus Fig. 7 entnommenen Drucckräften des
Druckzylinders mit einer Fehlertoleranz von maximal 3% aufweist. Es zeigt sich klar
und deutlich, dass eine wenigstens annährend lineare Beziehung (Abweichung R
2 = 0.9999) zwischen dem Anstieg der Kammspielzahl und dem Anstieg der Druckkraft der
Druckzylinder besteht, um die maximale Fehlertoleranz von 3% zu erhalten.
[0047] Fig. 9 zeigt eine alternative Ausführung eines weiteren Abreisszylinderaggregates
18B, wobei im Unterschied zur Ausführung gemäss Fig. 1 einzig die beiden Kolben 34a'
bzw. 34b' jeweils einen unterschiedlichen kleineren ersten Durchmesser 40a bzw. grösseren
zweiten Durchmesser 40b aufweisen. Aufgrund der unterschiedlich grossen Durchmesser
40a bzw. 40b vom ersten Kolben 34a' und zweiten Kolben 34b' kann bei gleicher Druckluft
eine unterschiedliche Druckkraft über den ersten Kolben 34a' auf den ersten Druckzylinder
24a und über den zweiten Kolben 34b' auf den zweiten Druckzylinder 24b übertragen
werden. Hierbei ist die Druckkraft über den zweiten Kolben 34b' grösser als die weitere
Druckkraft über den ersten Kolben 34a'. Auch bei dieser Ausführung eines Abreisszylinderaggregates
18B ist der Druckregler gemäss Fig. 5 einsetzbar, um in Abhängigkeit von der Kammspielzahl
die entsprechende Druckkraft einzustellen, so dass der mechanische Schlupf zwischen
dem jeweiligen Druckzylinder 24a, 24b und dem entsprechenden Abreisszylinder 22a,
22b eine maximale Fehlertoleranz von 3% aufweist.
[0048] An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Druckregler zur Einstellung der Anpresskraft
des Druckzylinders auch zum Einsatz kommen kann, wenn nach dem Lötvorgang mit dem
Abreisszylinderaggregat die Qualität des ausgekämmten Faservlieses nicht in einem
vorgegebenen Qualitätsbereich liegt. Die Qualität des ausgekämmten Faservlieses wird
auf der Grundlage der Bandgleichmässigkeit durch den sogenannten CV-Wert definiert,
wobei kontinuierlich die Feinheit des auslaufenden Bandes mittels einer beweglichen
Kalanderscheibe in Verbindung mit einem berührungslosen induktiven/wirbelstrom Sensor
überwacht wird. Ein derartiges Qualitätsüberwachungssystem ist beispielsweise unter
dem Namen Rieter-Quality-Monitor (RQM) bekannt. Der Rieter-Quality-Monitor (RQM) überwacht
online insbesondere die Dickstellen des Faservlieses, wobei die Dickstellen ein Indiz
dafür sind, ob die Abreisszylinderpaare für den Lötvorgang zufriedenstellend eingestellt
sind. Entsprechend kann bei unzureichender Qualität des Faservlieses der Sensor zur
Überwachung von Dickstellen über eine Signalleitung ein Datensignal an die Steuereinheit
übermitteln, wobei die Steuereinheit entsprechend den Druckregler derart steuert,
so dass der Druckzylinder des Zylinderpaares eine ausreichende Anpresskraft erhält,
um wieder eine optimale Qualität des Faservlieses zu erhalten. Entsprechend ist der
RQM in Verbindung mit dem Druckregler ein sehr gutes Qualitätsüberwachungssystem für
das ausgekämmte Faservlies.
[0049] An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Druckregler in Abhängigkeit von der Kämmspielzahl
und/oder in Abhängigkeit von der Qualität des ausgekämmten Faservlieses eingestellt
werden kann, wobei die Qualität des ausgekämmten Faservlieses hinsichtlich der Festigkeit
durch den Lötvorgang und die Minimierung der Dickstellen im Vordergrund stehen, um
eine optimale Qualität des Garnes im Endspinnverfahren zu gewährleisten.
Legende
| 10 |
Kämmkopf |
| 12 |
Zange |
| 14 |
Oberzangenplatte |
| 16 |
Unterzangenplatte |
| 18, 18B |
Abreisszylinderaggregat |
| 20a, 20b |
Zylinderpaar |
| 22a, 22b |
Abreisszylinder |
| 24a, 24b |
Druckzylinder |
| 26a, 26b |
Anpressvorrichtung |
| 28a, 28b |
Lagerträger |
| 30a, 30b |
Lager |
| 32 |
Block |
| 34a, 34b |
Kolben |
| 36a, 36b |
Kolbenstössel |
| 38a, 36b |
Kammer |
| 40, 40a`, 40b' |
Durchmesser |
| 42 |
Steuervorrichtung |
| 44 |
Erster Antriebsmotor |
| 46 |
Rundkamm |
| 48 |
Zweiter Antriebsmotor |
| 50 |
Steuereinheit |
| 52 |
Druckluftanschluss |
| 54 |
Druckregler |
| 56 |
Druckventil |
| 58 |
Drehwinkelsensor |
| 60 |
Datenspeicher |
| |
|
| |
|
| |
|
| |
|
1. Abreisszylinderaggregat mit einer Vorrichtung für Druckzylinder von Abreisszylinderpaaren
einer Kämmmaschine, mit mindestens einem ersten Zylinderpaar (20a, 20b), welches aus
einem in der Kämmmaschine mit einer Pilgerschrittbewegung drehbaren ersten Abreisszylinder
(22a) und einem ersten Druckzylinder (24a) besteht, und mit mindestens einer ersten
Anpresseinrichtung (26a) zum Gegeneinanderdrücken des ersten Druckzylinders (24a)
und des ersten Abreisszylinders (22a) des ersten Zylinderpaares (20a), wobei der erste
Druckzylinder (24a) über die erste Anpresseinrichtung (26a) mit einer Druckkraft beaufschlagt
ist und die erste Anpresseinrichtung (26a) mit einem Druckluftanschluss (52) verbunden
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckluftanschluss (52) mit einem Druckregler (54) verbunden ist, der derart
ausgelegt ist, so dass in Abhängigkeit von einer vorgegebenen Drehzahl der Kämmmaschine
eine entsprechende Druckkraft für den ersten Druckzylinder (24a) zum Andrücken gegen
den ersten Abreisszylinder (22a) einstellbar ist.
2. Abreisszylinderaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckregler (54) mindestens ein elektrisch steuerbares Druckventil (56) umfasst.
3. Abreisszylinderaggregat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckregler (54) in Abhängigkeit von der Drehzahl der Kämmmaschine eine entsprechende
Druckkraft zwischen etwa 210 N und etwa 640 N einstellt.
4. Abreisszylinderaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die vorgegebene Drehzahl der Kämmmaschine zur einstellbaren Druckkraft für den
ersten Druckzylinder (24a) wenigstens annährend linear verhält.
5. Abreisszylinderaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Drehzahl der Kämmmaschine zwischen 400 KS/min und 700 KS/min ist.
6. Abreisszylinderaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von der vorgegebenen Drehzahl der Kämmmaschine in Verbindung mit
der entsprechenden Druckkraft ein Schlupf zwischen dem ersten Druckzylinder (24a)
und dem ersten Abreisszylinder (22a) mit einer Fehlertoleranz von maximal 3.0 % einstellbar
ist.
7. Abreisszylinderaggregat nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinheit (50) mit dem Druckregler (54) verbunden ist und einen Datenspeicher
(60) aufweist, worin Datensätze zwischen der vorgegebenen Drehzahl der Kämmmaschine
und der entsprechenden Druckkraft für eine Fehlertoleranz von 3% des Schlupfes hinterlegt
sind, so dass die Steuereinheit (50) entsprechend der eingestellten Drehzahl der Kämmmaschine
über den Druckregler (54) die korrekte Druckkraft für den ersten Druckzylinder (24a)
einstellt.
8. Abreisszylinderaggregat nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Drehwinkelsensor (58) vorgesehen ist, der die Drehzahl der Kämmmaschine überwacht
und an die Steuereinheit (50) überträgt, um in Abhängigkeit von der vorgegebenen Drehzahl
der Kämmmaschine über den Druckregler (54) die korrekte Druckkraft für den ersten
Druckzylinder (24a) einzustellen.
9. Abreisszylinderaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpresseinrichtung (26) einen mit Druckmedium, vorzugsweise Luft, beaufschlagbaren
ersten Kolben (34a) für den ersten Druckzylinder (24a) aufweist, wobei der erste Kolben
(34a) über den Druckregler (54) mit dem Druckluftanschluss (52) verbunden ist.
10. Abreisszylinderaggregat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kolben (34a) einen Durchmesser (40) aufweist, der derart ausgelegt ist,
so dass über den Druckregler (54) die Druckkraft zwischen etwa 210 N und etwa 640
N für den ersten Druckzylinder (24a) einstellbar ist.
11. Abreisszylinderaggregat nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Kolben (34a) einen Durchmesser (40) von etwa 30 mm bis etwa 38 mm, bevorzugt
von etwa 32 mm aufweist.
12. Abreisszylinderaggregat nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Zylinderpaar (20b) bestehend aus einem in der Kämmmaschine mit einer
Pilgerschrittbewegung drehbaren zweiten Abreisszylinder (22b) und einem zweiten Druckzylinder
(24b) vorgesehen ist, wobei das zweite Zylinderpaar (20b) dem ersten Zylinderpaar
(20a) in Transportrichtung eines Faservlieses nachgeschaltet ist.
13. Abreisszylinderaggregat nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass jeweilige Anpresseinrichtungen (26a, 26b) dazu ausgelegt sind, über den Druckregler
(54) den ersten Druckzylinder (24a) des ersten Zylinderpaares (20a) mit einer ersten
Druckkraft und den zweiten Druckzylinder (24b) des zweiten Zylinderpaares (20b) mit
einer zweiten Druckkraft zu beaufschlagen, wobei in Abhängigkeit von der Drehzahl
der Kämmmaschine die zweite Druckkraft grösser ist als die erste Druckkraft.
14. Kämmmaschine mit einem Abreisszylinderaggregat (18) nach einem der Ansprüche 1 bis
13.
1. Detaching roller unit comprising a device for pressure rollers of pairs of detaching
rollers of a combing machine, comprising at least one first pair of rollers (20a,
20b) which consists of a first detaching roller (22a) that is rotatable in the combing
machine with a pilgrim step movement and of a first pressure roller (24a), and comprising
at least one first pressing device (26a) for pressing the first pressure roller (24a)
and the first detaching roller (22a) of the first pair of rollers (20a) against one
another, pressure being applied to the first pressure roller (24a) by the first pressing
device (26a) and the first pressing device (26a) being connected to a compressed air
connection (52), characterized in that the compressed air connection (52) is connected to a pressure regulator (54) which
is designed such that a corresponding pressure can be set for the first pressure roller
(24a) to press against the first detaching roller (22a) depending on a predetermined
combing machine speed.
2. Detaching roller unit according to claim 1, characterized in that the pressure regulator (54) comprises at least one electrically controllable pressure
valve (56).
3. Detaching roller unit according to either claim 1 or claim 2, characterized in that the pressure regulator (54) sets a corresponding pressure between approximately 210
N and approximately 640 N depending on the combing machine speed.
4. Detaching roller unit according to any of claims 1 to 3, characterized in that the predetermined combing machine speed is at least approximately linearly related
to the settable pressure for the first pressure roller (24a).
5. Detaching roller unit according to any of claims 1 to 4, characterized in that the predetermined combing machine speed is between 400 nips/min and 700 nips/min.
6. Detaching roller unit according to any of claims 1 to 5, characterized in that, depending on the predetermined combing machine speed in conjunction with the corresponding
pressure, a slip between the first pressure roller (24a) and the first detaching roller
(22a) can be set at an error tolerance of a maximum of 3.0%.
7. Detaching roller unit according to claim 6, characterized in that a control unit (50) is connected to the pressure regulator (54) and has a data memory
(60) in which data sets between the predetermined combing machine speed and the corresponding
pressure for an error tolerance of 3% of the slip are stored, such that the control
unit (50) sets the correct pressure for the first pressure roller (24a), according
to the set combing machine speed, by means of the pressure regulator (54).
8. Detaching roller unit according to claim 7, characterized in that a rotation angle sensor (58) is provided which monitors the combing machine speed
and transmits it to the control unit (50) in order to set the correct pressure for
the first pressure roller (24a) by means of the pressure regulator (54) depending
on the specified combing machine speed.
9. Detaching roller unit according to any of claims 1 to 8, characterized in that the pressing device (26) has a first piston (34a) for the first pressure roller (24a),
to which piston pressure medium, preferably air, can be applied, the first piston
(34a) being connected to the compressed air connection (52) via the pressure regulator
(54).
10. Detaching roller unit according to claim 9, characterized in that the first piston (34a) has a diameter (40) which is designed such that the pressure
can be set between approximately 210 N and approximately 640 N for the first pressure
roller (24a) by means of the pressure regulator (54).
11. Detaching roller unit according to claim 10, characterized in that the first piston (34a) has a diameter (40) of approximately 30 mm to approximately
38 mm, preferably of approximately 32 mm.
12. Detaching roller unit according to any of claims 1 to 11, characterized in that a second pair of rollers (20b) is provided, consisting of a second detaching roller
(22b) that is rotatable in the combing machine with a pilgrim step movement and of
a second pressure roller (24b), the second pair of rollers (20b) being connected downstream
of the first pair of rollers (20a) in the transport direction of a fiber fleece.
13. Detaching roller unit according to claim 12, characterized in that the respective pressing devices (26a, 26b) are designed to apply a first pressure
to the first pressure roller (24a) of the first pair of rollers (20a) and a second
pressure to the second pressure roller (24b) of the second pair of rollers (20b) by
means of the pressure regulator (54), the second pressure being greater than the first
pressure depending on the combing machine speed.
14. Combing machine comprising a detaching roller unit (18) according to any of claims
1 to 13.
1. Groupe de cylindres arracheurs comportant un dispositif pour des cylindres de pression
de paires de cylindres arracheurs d'une peigneuse, comportant au moins une première
paire de cylindres (20a, 20b) constituée d'un premier cylindre arracheur (22a) pouvant
tourner dans la peigneuse en effectuant un mouvement à pas de pèlerin et d'un premier
cylindre de pression (24a), et comportant au moins un premier moyen de pression (26a)
permettant de presser l'un contre l'autre le premier cylindre de pression (24a) et
le premier cylindre arracheur (22a) de la première paire de cylindres (20a), le premier
cylindre de pression (24a) étant soumis à une force de compression par l'intermédiaire
du premier moyen de pression (26a) et le premier moyen de pression (26a) étant relié
à un raccord d'air comprimé (52), caractérisé en ce que le raccord d'air comprimé (52) est relié à un régulateur de pression (54) qui est
conçu de telle sorte que, en fonction d'une vitesse de rotation prédéfinie de la peigneuse,
une force de compression correspondante peut être réglée pour le premier cylindre
de pression (24a) afin de le presser contre le premier cylindre arracheur (22a).
2. Groupe de cylindres arracheurs selon la revendication 1, caractérisé en ce que le régulateur de pression (54) comprend au moins une soupape de pression (56) à commande
électrique.
3. Groupe de cylindres arracheurs selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le régulateur de pression (54) règle une force de compression correspondante entre
environ 210 N et environ 640 N en fonction de la vitesse de rotation de la peigneuse.
4. Groupe de cylindres arracheurs selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la vitesse de rotation prédéfinie de la peigneuse se comporte de manière au moins
approximativement linéaire par rapport à la force de compression réglable pour le
premier cylindre de pression (24a).
5. Groupe de cylindres arracheurs selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la vitesse de rotation prédéfinie de la peigneuse est comprise entre 400 et 700 KS/min.
6. Groupe de cylindres arracheurs selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, en fonction de la vitesse de rotation prédéfinie de la peigneuse en liaison avec
la force de compression correspondante, un glissement entre le premier cylindre de
pression (24a) et le premier cylindre arracheur (22a) peut être réglé avec une tolérance
d'erreur de 3,0 % maximum.
7. Groupe de cylindres arracheurs selon la revendication 6, caractérisé en ce qu'une unité de commande (50) est reliée au régulateur de pression (54) et comporte une
mémoire de données (60) dans laquelle des jeux de données entre la vitesse de rotation
prédéfinie de la peigneuse et la force de compression correspondante pour une tolérance
d'erreur de 3 % du glissement sont enregistrés, de sorte que l'unité de commande (50)
règle la force de compression appropriée pour le premier cylindre de pression (24a)
en fonction de la vitesse de rotation réglée de la peigneuse par l'intermédiaire du
régulateur de pression (54).
8. Groupe de cylindres arracheurs selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un capteur d'angle de rotation (58) est prévu, lequel capteur d'angle de rotation
surveille la vitesse de rotation de la peigneuse et la transmet à l'unité de commande
(50) afin de régler la force de compression appropriée pour le premier cylindre de
pression (24a) en fonction de la vitesse de rotation prédéfinie de la peigneuse par
l'intermédiaire du régulateur de pression (54).
9. Groupe de cylindres arracheurs selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le moyen de pression (26) comporte un premier piston (34a) pouvant être alimenté
en fluide sous pression, de préférence en air, pour le premier cylindre de pression
(24a), le premier piston (34a) étant relié au raccord d'air comprimé (52) par l'intermédiaire
du régulateur de pression (54).
10. Groupe de cylindres arracheurs selon la revendication 9, caractérisé en ce que le premier piston (34a) présente un diamètre (40) conçu de telle sorte que la force
de compression peut être réglée entre environ 210 N et environ 640 N pour le premier
cylindre de pression (24a) par l'intermédiaire du régulateur de pression (54).
11. Groupe de cylindres arracheurs selon la revendication 10, caractérisé en ce que le premier piston (34a) présente un diamètre (40) d'environ 30 mm à environ 38 mm,
de préférence d'environ 32 mm.
12. Groupe de cylindres arracheurs selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'une seconde paire de cylindres (20b) constituée d'un second cylindre arracheur (22b)
pouvant tourner dans la peigneuse en effectuant un mouvement à pas de pèlerin et d'un
second cylindre de pression (24b), la seconde paire de cylindres (20b) étant montée
en aval de la première paire de cylindres (20a) dans le sens de transport d'une nappe
de fibres.
13. Groupe de cylindres arracheurs selon la revendication 12, caractérisé en ce que des moyens de pression respectifs (26a, 26b) sont conçus pour appliquer une première
force de compression au premier cylindre de pression (24a) de la première paire de
cylindres (20a) et une seconde force de compression au second cylindre de pression
(24b) de la seconde paire de cylindres (20b) par l'intermédiaire du régulateur de
pression (54), la seconde force de compression étant supérieure à la première force
de compression en fonction de la vitesse de rotation de la peigneuse.
14. Peigneuse comportant un groupe de cylindres arracheurs (18) selon l'une des revendications
1 à 13.