[0001] Die Erfindung betrifft ein Ventilsystem mit zumindest zwei Druckluftventilen für
ein mittels Druckluft beaufschlagbares/aufblasbares Objekt mit zumindest zwei voneinander
unabhängigen Luftkammern, insbesondere eine Matratze, wobei jeder Luftkammer zumindest
ein Druckluftventil zuordenbar ist, wobei das zumindest eine Druckluftventil auf einer
ersten Oberfläche einer Leiterplatte angeordnet ist, und wobei eine der ersten Oberfläche
gegenüberliegende zweite Oberfläche der Leiterplatte als Dichtfläche für zumindest
einen Druckluftzulauf eingerichtet ist, sowie deren Verwendung zur Steuerung des Drucks
innerhalb zumindest einer Luftkammer einer Messmatratze.
[0002] Für die Anpassung einer Schlafmatratze aus Schaumstoff an individuelle Bedürfnisse,
insbesondere die Auswahl der verschiedenen Bereiche mit unterschiedlichen Schaumstoffhärten,
werden Messmatratzen eingesetzt, wie sie beispielsweise in der
EP 2 490 575 B1 beschrieben sind. Diese Messmatratzen verfügen über einzeln ansteuerbare Luftkammern,
die mit unterschiedlichem Luftdruck beaufschlagt werden können, um auf diese Weise
die unterschiedlichen Schaumstoffhärten in diesen Bereichen zu simulieren. Für die
Steuerung der einzelnen Drücke in den jeweiligen Luftkammern kommen unterschiedlichste
Ventilsysteme zum Einsatz.
[0003] In der
EP 3 449 774 A1 wird ein Ventilsystem der eingangs erwähnten Art beschrieben, wobei zwischen zwei
Leiterplatten eine Luftkammer ausgebildet wird, die mit der Messmatratze in Verbindung
steht, und wobei zumindest ein Druckluftventil vorgesehen ist, das den Druck in dieser
Luftkammer zwischen den beiden Leiterplatten steuert. Weitere Ventilsysteme sind beispielsweise
in der
US 5,904,172 A oder der
US 2011/0095216 A1 beschrieben.
[0004] Dem Stand der Technik beschriebenen Ventilsysteme sind großteils aufwendig aufgebaut
und/oder erfordern speziell gefertigte Bestandteile und Ventile, um für den Einsatz
in Verbindung mit Messmatratzen geeignet zu sein.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Ventilsystem bereitzustellen, das auf einfache
Weise zu fertigen ist und im Wesentlichen mit Standardkomponenten rasch und unkompliziert
aufgebaut werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird durch ein Ventilsystem der eingangs erwähnten Art dadurch gelöst,
dass ein im Wesentlichen plattenförmiges Verteilungselement mit einer ersten Oberfläche
vorgesehen ist, wobei ein Anschlusselement für die Zufuhr von Druckluft an dem Verteilungselement
vorgesehen ist, das mit dem zumindest einen Druckluftzulauf in fluider Verbindung
steht, wobei der zumindest eine Druckluftzulauf an der ersten Oberfläche des Verteilungselements
angeordnet ist, wobei der zumindest eine Druckluftzulauf über zumindest eine Zufuhröffnung
in der Leiterplatte mit dem zumindest einen Druckluftventil in fluider Verbindung
steht, wobei zumindest eine Abgangsöffnung in der Leiterplatte vorgesehen ist, und
wobei die zumindest eine Abgangsöffnung das zumindest eine Druckluftventil mit zumindest
einem innerhalb des Verteilungselements angeordneten Abgangskanal fluiddicht verbindet.
[0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Druckluftventile zur Steuerung der einzelnen
Luftkammern an der Messmatratze oder eines anderen aufblasbaren Objekts mit mehreren
Luftkammern auf einer Leiterplatte angeordnet sind. Das erfindungsgemäße Verteilungselement
verfügt über einen Anschluss für die Zufuhr von Druckluft sowie über eine Vielzahl
von Druckluftabgängen, die mit den entsprechenden Luftkammern beispielsweise der Messmatratze
in Verbindung stehen. Innerhalb dieses Verteilungselements sind Zufuhrkanäle zu den
Druckluftventilen sowie Abgangskanäle von den Druckluftventilen zu den Druckluftabgängen
angeordnet, was einen besonders platzsparenden Aufbau des erfindungsgemäßen Ventilsystems
erlaubt. Ebenso werden lediglich Standardkomponenten benötigt, insbesondere kommen
handelsübliche Magnetventile als Druckluftventile zum Einsatz.
[0008] In einer besonders bevorzugten Ausführung der Erfindung ist vorgesehen, dass in dem
zumindest einen Abgangskanal zumindest ein Drucksensor angeordnet ist. Die Anordnung
eines Drucksensors in dem Abgangskanal erlaubt eine besonders zuverlässige Messung
des in dem Abgangskanal und in der Folge in der dem Druckluftabgang zugeordneten Luftkammer
der Messmatratze aktuell herrschenden Überdrucks. Diese Messung erfolgt insbesondere
auch unabhängig von dem in dem Druckluftzulauf herrschenden Druck sowie den weiteren
einzelnen Druckluftabgängen und kann insbesondere bei geschlossenem Druckluftventil
durchgeführt werden.
[0009] Diese Messung im Abgangskanal wird insbesondere dann besonders zuverlässig, wenn
der zumindest Abgangskanal zumindest eine Sensoröffnung aufweist, die vorzugsweise
über die erste Oberfläche des Verteilungselements zugänglich ist, wobei in der Sensoröffnung
der zumindest eine Drucksensor angeordnet ist. Durch diese Sensoröffnung ist zudem
ein rasches Austauschen eines allfälligen defekten Drucksensors möglich.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist zwischen dem zumindest
einen Druckluftventil und der ersten Oberfläche der Leiterplatte eine Druckluftkammer
vorgesehen, in die die zumindest eine Zufuhröffnung mündet. Somit wird zwischen jedem
einzelnen Druckluftventil und der ersten Oberfläche der Leiterplatte eine eigenständige
Druckluftkammer ausgebildet, die eine gleichmäßige Zufuhr der Druckluft zum Druckluftventil
erlaubt.
[0011] Ein besonders platzsparenden Aufbau des erfindungsgemäßen Ventilsystems wird erreicht,
wenn die zumindest eine Abgangsöffnung die Druckluftkammer durchdringt und gegen die
vorzugsweise als Ringspalt ausgebildete Druckluftkammer fluiddicht abgedichtet ist.
[0012] Da Druckluftventile im Betrieb für gewöhnlich Hitze entwickeln, ist in einer weiteren
Ausführung der Erfindung vorgesehen, dass in dem Verteilungselement zumindest eine
Aufnahme für die Anordnung eines Sensors und/oder Schalterelements, insbesondere zumindest
eines Temperaturschalters vorgesehen sind. Sollte die Temperatur des Verteilungselements
einen vorgegebbaren Schwellwert übersteigen, so wird das gesamte Ventilsystem stromlos
gesetzt, um eine Überhitzung insbesondere der Dichtelemente zu verhindern.
[0013] Eine besonders einfache Fertigung des erfindungsgemäßen Verteilungselements ist gegeben,
wenn es aus Metall, insbesondere aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gefertigt
ist.
[0014] Das erfindungsgemäße Ventilsystem hat sich insbesondere bei der Verwendung zur Steuerung
des Drucks innerhalb zumindest einer Luftkammer einer Messmatratze bewährt.
[0015] Im Folgenden wird anhand eines nicht-einschränkenden Ausführungsbeispiels mit zugehörigen
Figuren die Erfindung näher erläutert. Darin zeigen
- Fig. 1
- das erfindungsgemäße Ventilsystem in einer schematischen Darstellung;
- Fig. 2
- ein Verteilungselement des Ventilsystems aus Fig. 1 in einer perspektivischen Detailansicht;
- Fig. 3
- das erfindungsgemäße Ventilsystem in einer Explosionsdarstellung;
- Fig. 4
- eine Detailansicht der Anordnung eines Druckventils in dem Ventilsystem in einer Explosionsdarstellung;
und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer Messmatratze mit zugeordnetem Ventilsystem aus
Fig. 1.
[0016] In der Fig. 1 ist das erfindungsgemäße Ventilsystem 100 in einer perspektivischen
Darstellung gezeigt, das in dieser Ausführung der Erfindung in einem Gehäuse 200 untergebracht
ist. In diesem Gehäuse 200 ist eine Leiterplatte 110 angeordnet, auf deren erster
Oberfläche 111 Druckluftventile 120 fluiddicht montiert sind. Diese Druckluftventile
120 sind beispielsweise an sich bekannte Magnetventile, wie sie üblicherweise in pneumatischen
Systemen zum Einsatz kommen.
[0017] Zwischen Leiterplatte 110 und Gehäuseboden 201 ist an einer zweiten Oberfläche 112
der Leiterplatte 110 ein im Wesentlichen plattenförmiges Verteilungselement 130 angeordnet,
das über Druckluftabgänge 140 verfügt, die jeweils einem Druckventil 120 zugeordnet
sind. Des Weiteren ist an diesem Verteilungselement 130 ein Pumpenanschluss 150 angeordnet,
der mit einer Druckluftpumpe 1200 (Fig. 5) verbindbar ist, die das erfindungsgemäße
Ventilsystem 100 mit Druckluft versorgt.
[0018] Zusätzlich sind auf der Leiterplatte 110 weitere Sensor- und Steuerungselemente 310,
320 angeordnet, die der Überwachung und Steuerung des erfindungsgemäßen Ventilsystems
100 dienen.
[0019] In der Fig. 2 ist das erfindungsgemäße Verteilungselement 130 im Detail dargestellt.
Auf einer ersten Oberfläche 131 des Verteilungselements 130, die in Gebrauchslage
der zweiten Oberfläche 112 der Leiterplatte 110 zugewandt ist, ist ein mäanderförmiger
Druckluftzulauf 132 angeordnet, der jeweils über Zufuhrbohrungen in der Leiterplatte
110 mit den Druckluftventilen 120 in fluider Verbindung steht. Dieser Druckluftzulauf
132 ist in Gebrauchslage über die zweite Oberfläche 112 der Leiterplatte 110 durch
diese abgedichtet.
[0020] Über den Pumpenanschluss 150 wird Druckluft in den Druckluftzulauf 132 eingeströmt.
Die mäanderförmige Ausbildung des Druckluftzulaufs 132 erlaubt eine gleichmäßige Zufuhr
der Druckluft zu den Druckluftventilen 120.
[0021] In dem Druckluftzulauf 132 sind zudem Abgangsöffnungen 133 angeordnet, die jeweils
ein Druckluftventil 120 mit einem Abgangskanal innerhalb des Verteilungselements 130
und in der Folge mit einem Druckluftabgang 140 verbinden.
[0022] Des Weiteren sind an der ersten Oberfläche 131 des Verteilungselements 130 Sensoröffnungen
134 angeordnet. Diese Sensoröffnungen 134 sind in Gebrauchslage ebenfalls gegenüber
zweiten Oberfläche 112 der Leiterplatte 110 abgedichtet.
[0023] Schließlich verfügt das erfindungsgemäße Verteilungselement 130 an einer Seitenfläche
131A über Ausnehmungen 160 für die Aufnahme von Temperaturschaltern (nicht gezeigt).
Da die Druckluftventile 120 im Betrieb üblicherweise eine starke Wärmeentwicklung
aufweisen, überwachen diese Temperaturschalter die Temperatur des Verteilungselements
130, das vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung gefertigt ist. Sobald
ein bestimmter, vorgebbarer Temperatur-Schwellwert überschritten wird, wird das erfindungsgemäße
Ventilsystem 100 stromlos geschalten. Auf diese Weise werden Beschädigungen insbesondere
von Dichtelementen bzw. der Druckluftventile 120 vermieden. Weitere derartige Temperaturschalter
können beispielsweise auch auf der Leiterplatte 110 bzw. am Gehäuse 200 vorgesehen
sein.
[0024] In den Figs. 3 und 4 ist in einer Explosionsdarstellung schematisch der Aufbau des
erfindungsgemäßen Ventilsystems 100 gezeigt.
[0025] Die Druckluftventile 120 sind mittels eines ersten Dichtrings 170A und eines zweiten
Dichtrings 170B gegenüber der ersten Oberfläche 111 der Leiterplatte 110 abgedichtet.
Hierbei ist der zweite Dichtring 170B mit seinem kleineren Durchmesser innerhalb des
Bereichs des ersten Dichtrings 170A, insbesondere konzentrisch angeordnet. An der
ersten Oberfläche 131 des Verteilungselements 130 ist ein weiterer dritter Dichtring
170C angeordnet, der mit der zweiten Oberfläche 112 der Leiterplatte 110 zusammenwirkt
und von einem weiteren den Druckluftzulauf 132 umlaufenden Dichtring 171D umschlossen
ist.
[0026] In der Leiterplatte 110 ist zumindest eine Zufuhröffnung (nicht dargestellt) vorgesehen,
die in einem Bereich zwischen dem ersten Dichtring 170A und dem zweiten Dichtring
170B angeordnet ist. Des Weiteren befindet sich eine Abgangsbohrung 113 in der Leiterplatte
110, die das jeweilige Druckventil 120 mit der jeweiligen Abgangsöffnung 133 in dem
Verteilungselement 130 und in der Folge mit dem jeweiligen Abgangskanal im Verteilungselement
130 verbindet. Diese Abgangsbohrung 113 ist durch den zweiten Dichtring 170A gegenüber
dem Druckventil 120 und der ersten Oberfläche 111 der Leiterplatte 110, sowie durch
den dritten Dichtring 170C gegenüber der ersten Oberfläche 131 des Verteilungselements
130 sowie der zweiten Oberfläche 111 der Leiterplatte 110 fluiddicht abgedichtet.
[0027] Wird nun Druckluft über den Pumpenanschluss 150 in den Druckluftzulauf 132 geleitet,
während das Druckluftventil 120 geschlossen ist, so ist die Druckluft zwischen der
ersten Oberfläche 111 der Leiterplatte 110 und dem Boden des Druckluftventils 120
in der durch die beiden Dichtringe 170A, 170B gebildeten Druckluftkammer 172, die
als Ringspalt ausbildet ist, eingeschlossen.
[0028] Sobald das Druckluftventil 120 geöffnet wird, strömt die Druckluft durch das Druckluftventil
120 und gelangt über die Abgangsbohrung 113 durch die Leiterplatte 110 hindurch in
die Abgangsöffnung 133 im Verteilungselement 130, um anschließend zu den Druckluftabgängen
140 geleitet zu werden.
[0029] Diese Druckluftabgänge 140 sind an die jeweiligen Luftkammern 1110 des aufblasbaren
Objekts 1000 (Fig. 5) angeschlossen. Über die Druckluftventile 120 können diese Luftkammern
1110 unabhängig voneinander mit Druckluft in unterschiedlichen Drücken beaufschlagt
werden. Hierbei wird die Druckluft zunächst über das Verteilungselement 130 an das
jeweilige auf der Leiterplatte 110 angeordneten Druckluftventil 120 herangeführt,
und bei geöffnetem Druckluftventil 120 erneut durch die Leiterplatte 110 hindurch
in das Verteilungselement 130 zurückgeführt, und an den entsprechende Druckluftabgang
140 geleitet.
[0030] Zur Messung und Steuerung des Drucks in den einzelnen Luftkammern 1110 ist bevorzugterweise
ein System von Drucksensoren 180 vorgesehen. Bei der hier dargestellten Ausführung
der Erfindung (Fig. 4) ist ein Drucksensor 180 im Bereich der Sensorbohrung 135 jedes
Druckluftabgangs 140 angeordnet. Hierbei ist die Sensorbohrung 135 an der zweiten
Oberfläche 112 der Leiterplatte 110 angeordnet und mittels eines Dichtrings 170E fluiddicht
abgedichtet. Dieser Drucksensor 180 hat die Aufgabe, den Differenzialdruck im Druckluftabgang
140 bzw. dem daran angeschlossenen aufblasbaren Objekt zum Außendruck zu bestimmen.
[0031] Zusätzlich ist ein Absolutdrucksensor 181 im Druckluftzulauf 132 angeordnet, der
den Absolutdruck im Druckluftzulauf 132 überwacht. Mithilfe dieses Absolutdrucksensors
181 kann ein allfälliges defektes Druckventil 120 durch einen unerwünschten Druckanstieg
im Druckluftzulauf 132 detektiert werden, obwohl sich der Druck im Druckluftabgang
140 selbst nicht verändert.
[0032] In der Fig. 5 schließlich ist schematisch eine Messmatratze 1000 mit einem Grundkörper
1100 sowie röhrenförmigen Luftkammern 1110 dargestellt, wobei jede Luftkammer 1110
getrennt mit Druckluft beaufschlagbar ist. Hierfür ist das erfindungsgemäße Ventilsystem
100 an einer Pumpe 1200 für die erforderliche Druckluft angeschlossen, wobei die Druckluft
über die Druckluftventile 120 auf die oben beschriebene Weise an diese Luftkammern
1110 geleitet wird. Die Druckmessung in den einzelnen Luftkammern 1110 erforlgt hierbei
über Drucksensoren 120, die zwischen der Messmatratze 1000 und den Druckluftventilen
120, die, wie insbesondere in der Fig. 4 gezeigt, innerhalb des erfindungsgemäßen
Ventilsystems 100 angeordnet sind.
[0033] Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die oben beschriebene
Ausführung beschränkt ist. Insbesondere können unterschiedliche Druckluftventile sowie
deren unterschiedliche Anordnung auf einer Leiterplatte vorgesehen sein. Erfindungswesentlich
ist das Verteilungselement, das aufgrund seiner stabilen Ausführung aus Metall eine
zuverlässige und einfache Verteilung der Druckluft zu den einzelnen Druckluftventilen
erlaubt. Die erfindungsgemäße Anordnung von Drucksensoren in diesem Verteilungselement
im Bereich der Druckluftabgänge erlaubt eine besonders präzise und kontrollierte Messung
des im aufblasbaren Objekt herrschenden Überdrucks. Selbstverständlich ist das erfindungsgemäße
Ventilsystem nicht nur für den Druckaufbau in dem aufblasbaren Objekt geeignet, sondern
erlaubt zudem eine kontrollierte Druckminderung in ausgewählten Bereichen des aufblasbaren
Objekts, insbesondere in den Luftkammern einer Messmatratze.
1. Ventilsystem (100) mit zumindest zwei Druckluftventilen (120) für ein mittels Druckluft
beaufschlagbares/aufblasbares Objekt mit zumindest zwei voneinander unabhängigen Luftkammern
(1110), insbesondere eine Matratze (1000), wobei jeder Luftkammer (1110) zumindest
ein Druckluftventil (120) zuordenbar ist, wobei das zumindest eine Druckluftventil
(120) auf einer ersten Oberfläche (111) einer Leiterplatte (110) angeordnet ist, und
eine der ersten Oberfläche (111) gegenüberliegende zweite Oberfläche (112) der Leiterplatte
(110) als Dichtfläche für zumindest einen Druckluftzulauf (132) eingerichtet ist,
wobei ein im Wesentlichen plattenförmiges Verteilungselement (130) mit einer ersten
Oberfläche (131) vorgesehen ist, wobei ein Anschluss (150) für die Zufuhr von Druckluft
an dem Verteilungselement (130) vorgesehen ist, das mit dem zumindest einen Druckluftzulauf
(132) in fluider Verbindung steht, wobei der zumindest eine Druckluftzulauf (132)
an der ersten Oberfläche (131) des Verteilungselements (130) angeordnet ist, wobei
der zumindest eine Druckluftzulauf (132) über zumindest eine Zufuhröffnung in der
Leiterplatte (110) mit dem zumindest einen Druckluftventil (120) in fluider Verbindung
steht, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Abgangsbohrung (113) in der Leiterplatte (110) vorgesehen ist, wobei
die zumindest eine Abgangsbohrung (113) das zumindest eine Druckluftventil (120) mit
zumindest einem innerhalb des Verteilungselements (130) angeordneten Abgangskanal
über zumindest eine in dem Verteilungselement (130) angeordneten Abgangsöffnung (133)
fluiddicht verbindet, und wobei der zumindest eine innerhalb des Verteilungselements
(130) angeordnete Abgangskanal mit dem mittels Druckluft beaufschlagbaren/aufblasbaren
Objekt verbindbar ist.
2. Ventilsystem (100) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zumindest einen Abgangskanal zumindest ein Drucksensor (180) angeordnet ist.
3. Ventilsystem (100) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest Abgangskanal zumindest eine Sensoröffnung (134) aufweist, die vorzugsweise
über die erste Oberfläche (131) des Verteilungselements (130) zugänglich ist, wobei
in der Sensoröffnung (134) der zumindest eine Drucksensor (180) angeordnet ist.
4. Ventilsystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem zumindest einen Druckluftventil (120) und der ersten Oberfläche (111)
der Leiterplatte (110) eine Druckluftkammer (172) vorgesehen ist, in die die zumindest
eine Zufuhröffnung mündet.
5. Ventilsystem (100) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die die Druckluftkammer (172) als Ringspalt ausgebildet ist.
6. Ventilsystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Verteilungselement (130) zumindest eine Aufnahme (160) für die Anordnung eines
Sensors und/oder Schalterelements, insbesondere Temperaturschalter vorgesehen sind.
7. Ventilsystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verteilungselement (130) aus Metall, insbesondere aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung
gefertigt ist.
8. Verwendung des Ventilsystems (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 zur Steuerung
des Druckes innerhalb zumindest einer Luftkammer (1110) zumindest einer Messmatratze
(1000).
9. Messmatratze (1000) mit zumindest zwei mittels Druckluft aufblasbaren Luftkammern
(1110), wobei die Zufuhr und Abfuhr an Druckluft mittels Druckluftventilen (120) geregelt
ist, dadurch gekennzeichnet, dass für die Regelung ein Ventilsystem (100) nach einem der Ansprüche 1 bis 7 an der Messmatratze
(1000) angeordnet ist.
1. Valve system (100) having at least two compressed air valves (120) for an object which
can be pressurized/inflated by means of compressed air, having at least two air chambers
(1110), in particular a mattress (1000), which are independent of one another, wherein
at least one compressed-air valve (120) can be associated with each air chamber (1110),
wherein the at least one compressed-air valve (120) is arranged on a first surface
(111) of a printed circuit board (110), and a second surface (112) of the printed
circuit board (110) opposite the first surface (111) is designed as a sealing surface
for at least one compressed-air inlet (132), wherein a substantially plate-shaped
distributing element (130) having a first surface (131) is provided, wherein a connection
(150) for the supply of compressed air is provided at the distributing element (130)
which is in fluid connection with the at least one compressed-air inlet (132), wherein
the at least one compressed-air inlet (132) is arranged on the first surface (131)
of the distributing element (130), wherein the at least one compressed-air inlet (132)
is in fluid connection with the at least one compressed-air valve (120) via at least
one supply opening in the printed circuit board (110), characterised in that at least one outlet bore (113) is provided in the printed circuit board (110), wherein
the at least one outlet bore (113) connects the at least one compressed-air valve
(120) in a fluid-tight manner to at least one outlet conduit arranged within the distributing
element (130) via at least one outlet opening (133) arranged in the distributing element
(130), and wherein the at least one outlet conduit arranged within the distributing
element (130) can be connected to the object that can be pressurized/inflated by means
of compressed air.
2. Valve system (100) according to claim 1, characterised in that at least one pressure sensor (180) is arranged in the at least one outlet conduit.
3. Valve system (100) according to claim 2, characterised in that the at least outlet conduit has at least one sensor opening (134), which is preferably
accessible via the first surface (131) of the distributing element (130), wherein
the at least one pressure sensor (180) is arranged in the sensor opening (134).
4. Valve system (100) according to one of claims 1 to 3, characterised in that a compressed-air chamber (172) is provided between the at least one compressed-air
valve (120) and the first surface (111) of the printed circuit board (110), into which
the at least one supply opening opens.
5. Valve system (100) according to claim 4, characterised in that the compressed-air chamber (172) is formed as an annular gap.
6. Valve system (100) according to one of claims 1 to 5, characterised in that at least one receptacle (160) for the arrangement of a sensor and/or switch element,
in particular a temperature switch, is provided in the distributing element (130).
7. Valve system (100) according to one of claims 1 to 6, characterised in that the distributing element (130) is made of metal, in particular of aluminum or an
aluminum alloy.
8. Use of the valve system (100) according to one of claims 1 to 7 for controlling the
pressure within at least one air chamber (1110) of at least one measuring mattress
(1000).
9. Measuring mattress (1000) having at least two air chambers (1110) which can be inflated
by means of compressed air, wherein the supply and discharge of compressed air is
regulated by means of compressed air valves (120), characterised in that a valve system (100) according to one of claims 1 to 7 is arranged on the measuring
mattress (1000) for the regulation.
1. Système de soupapes (100) comportant au moins deux soupapes à air comprimé (120) pour
un objet susceptible d'être sollicité/gonflé avec de l'air comprimé, comprenant au
moins deux chambres à air (1110) indépendantes l'une de l'autre, notamment un matelas
(1000),
- au moins une soupape à air comprimé (120) pouvant être associée à chaque chambre
à air (1110),
- au moins cette soupape à air comprimé (120) est prévue sur une première surface
supérieure (111) d'une plaque de circuit imprimée (110) et une seconde surface supérieure
(112) de la plaque de circuit imprimé (110) à l'opposé de la première surface supérieure
(111) est conçue comme surface d'étanchéité pour au moins une sortie d'air comprimé
(132),
- un élément de distribution (130) pratiquement en forme de plaque a une première
surface supérieure (131),
- un branchement (150) pour l'alimentation en air comprimé sur l'élément distributeur
(130), ce branchement étant en liaison fluidique avec au moins une alimentation en
air comprimé (132),
- au moins cette alimentation en air comprimé (132) est sur la première surface supérieure
(131) de l'élément distributeur (130),
- au moins cette alimentation en air comprimé (132) est en liaison fluidique par au
moins un orifice d'alimentation dans la plaque ce circuit imprimé (110) avec au moins
une soupape d'air comprimé (120), système caractérisé en ce que
- la plaque de circuit imprimé (110) comporte au moins un perçage de sortie (113),
- au moins ce perçage de sortie (113) relie par une liaison fluidique au moins une
soupape d'air comprimé (120) avec au moins un canal de sortie dans l'élément distributeur
(130), par au moins un orifice de sortie (133) prévu dans l'élément distributeur (130),
et
- au moins ce canal de sortie dans l'élément distributeur (130) peut être relié à
l'objet sollicité / gonflé avec l'air comprimé.
2. Système de soupapes (100) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
dans au moins un canal de sortie comporte au moins un capteur de pression (180).
3. Système de soupape (100) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
- au moins ce canal de sortie comporte au moins un orifice de capteur (134) accessible,
de préférence par la première surface supérieure (131) de l'élément distributeur (130),
- au moins un capteur de pression (180) étant prévu dans l'orifice de capteur (134).
4. Système de soupape (100) selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
une chambre d'air comprimé (172) est prévue entre au moins une soupape d'air comprimé
(120) et la première surface supérieure (111) de la plaque de circuit (110), au moins
un orifice d'alimentation débouchant dans cette chambre à air comprimé.
5. Système de soupape (100) selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la chambre à air comprimé (172) ou la forme d'un intervalle annulaire.
6. Système de soupape (100) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que
au moins un logement (160) est prévu dans l'élément distributeur (130) pour le montage
d'un capteur et/ou d'un élément de commutation, notamment d'un thermo-contact.
7. Système de soupape (100) selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
l'élément distributeur (130) est réalisé en métal notamment en aluminium ou en un
alliage d'aluminium.
8. Application du système de soupapes (100) selon l'une des revendications 1 à 7 pour
commander la pression dans au moins une chambre à air (1110) d'au moins un matelas
de mesure (1000).
9. Matelas de mesure (1000) comportant au moins deux chambres à air (1110) gonflables
avec de l'air comprimé, l'alimentation et l'évacuation de l'air comprimé étant régulés
par des soupapes à air comprimé (120), matelas caractérisé en ce que
pour la régulation il est prévu un système de soupapes (100) selon l'une des revendications
1 à 7 installé sur le matelas de mesure (1000).