[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem
System zum Überprüfen eines Zustands mindestens einer Komponente eines Fahrzeugs und
ein Verfahren zum Überprüfen eines Zustands.
[0002] Es ist aus dem Stand der Technik bekannt, dass ein Fahrzeug im Rahmen autonomen Fahrens
ohne Fahrer unterwegs sein kann. Beispielsweise kann es sich bei dem Fahrzeug um ein
Nutzfahrzeug, insbesondere einen Lastkraftwagen handeln. Die Prüfung sicherheitsrelevanter
und tragender Teile des Fahrzeugs vor Fahrtantritt wird bisher typischerweise durch
einen Fahrer zum Beispiel per Sichtprüfung durchgeführt. Bei Wegfall des Fahrers muss
diese Aufgabe entsprechend durch eine zusätzliche Person durchgeführt werden. Ferner
kennt der Stand der Technik Vorrichtungen, die selbsttätig bzw. aktiv Signale bzw.
Informationen aussenden die über den aktuellen Zustand einer Komponente informieren.
Die
DE 10 2004 006 295 B4 zeigt eine Vorrichtung zur Überwachung einer physikalischen Größe eines an einem
Fahrzeug montierten Rades, wobei die Vorrichtung an dem Rad montiert ist, bekannt.
Die
DE 10 2016 012 052 A1 betrifft eine Vorrichtung zur Abfahrtskontrolle für ein Fahrzeug mit einer externen
Videoanlage zur Aufnahme und Speicherung von Bilddaten des Fahrzeugs. Nach verschiedenen
gesetzlichen Vorschriften (z. B. BGG 915 der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung)
sind vor Fahrtantritt u.a. die Beleuchtung, Räder, Bremsen, Motor und Antrieb, Lenkung,
Führerhaus und Armaturen, Aufbau, Ladungssicherung und Anhängerbetrieb zu testen.
[0003] Die
DE 10 2004 006 295 B4 beschreibt eine Vorrichtung zur Überwachung einer physikalischen Größe eines an einem
Fahrzeug montierten Rades. Die Vorrichtung weist einen Sensor zum Ermitteln der Größe,
einen Sender zum Senden von dem Sensor gelieferter Daten und eine Steuereinrichtung,
die dazu ausgebildet ist, die Energiequelle von Sensor und Sensor zu trennen oder
Sensor und Sensor in einen Energiesparmodus zu versetzen, wenn das Fahrzeug nicht
in Betrieb ist, auf.
[0004] Die
DE 10 2018 002 966 A1 beschreibt eine Vorrichtung zur Durchführung einer Abfahrtskontrolle für ein Fahrzeug,
welche vor einer Abfahrt des Fahrzeugs anhand erfasster Signale einer fahrzeugseitigen
Sensorik ermittelt, ob sich ein Lebewesen und/oder ein Objekt in einem bestimmten
Bereich befindet.
[0005] Die
DE 11 2016 007 265 T5 beschreibt ein autonomes Fahrzeug, welches eine Drohne mitführt. Die Drohne kann
zwischen Fahrten eingesetzt werden, um das autonome Fahrzeug zu überprüfen. Bilder
können von der Drohne zur Bildanalyse an andere Komponenten gesendet werden. Dieses
Dokument offenbart den Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Die
DE 10 2015 110 812 A1 beschreibt ein Kraftfahrzeugdrohneneinsatzsystem, das mindestens ein Fahrzeug und
eine Drohne umfasst. Die Drohne ist dazu ausgelegt, sich an dem Fahrzeug zu befestigen
und sich von dem Fahrzeug zu lösen. Das Fahrzeug und die Drohne sind miteinander in
Kommunikation, um Informationen auszutauschen.
[0007] Um autonomes Fahren im vollen Umfang realisieren zu können, ist es daher Aufgabe
der Erfindung, eine Möglichkeit zu finden, die Überprüfung vor Fahrtantritt vollautomatisch
durchführen zu können und weiterhin auch mögliche technische Probleme automatisch
während der Fahrt frühzeitig detektieren zu können. Dabei soll das verwendete System
möglichst kostengünstig und materialsparend sein.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Fahrzeug gemäß Anspruch 1 und ein Verfahren gemäß
Anspruch 10. Weitere Vorteile und Eigenschaften ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen
sowie der Beschreibung und den beigefügten Figuren.
[0009] Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Systemen zum Überprüfen des Zustands
von Komponenten ist es erfindungsgemäß vorgesehen, in einem festgelegten Bereich am
Fahrzeug Informationen zu erfassen. Auf diese Weise können beispielsweise im Rahmen
einer Abfahrtskontrolle vorteilhaft mehrere Komponenten überprüft werden. Die gesammelten
Informationen können dann in Form eines Datensatzes bevorzugt über eine drahtlose
Übertragung an eine Auswerteeinrichtung weitergeleitet und dort analysiert werden.
Alternativ kann die Weiterleitung der Daten auch über Kabel geschehen. Die Auswerteeinrichtung
umfasst beispielsweise einen Computer, der dazu ausgelegt ist, anhand des aufgenommen
Datensatzes den Zustand der überprüften Komponente festzustellen. Die Auswerteeinrichtung
kann dabei in das Fahrzeug integriert sein oder in eine externe Zentrale. Umfasst
der Datensatz beispielsweise ein optisch aufgenommenes Bild, so kann ein Abgleich
mit einem oder mehreren Soll-Bildern durchgeführt werden, um den Zustand der Komponente
zu bewerten. Die Abfahrtkontrolle kann auf diese Weise voll automatisiert durchgeführt
werden. Alternativ kann sie auch durch eine Person ferngesteuert durchgeführt werden
oder zumindest teilweise durch eine Person überwacht werden, zum Beispiel in Form
einer teilautomatisierten Abfahrtkontrolle. Dadurch, dass die Erfassungseinrichtung
mit dem Fahrzeug mitgeführt werden kann, ist eine Abfahrtskontrolle an jedem Ort möglich
und insbesondere unabhängig von am Abfahrtsort vorhandenen Messeinrichtungen oder
anwesendem Personal. Dabei ist es vorzugsweise vorgesehen, dass zumindest während
einer Erfassung des Datensatzes zwischen der Erfassungseinrichtung und dem festgelegten
Bereich zumindest zeitweise, vorzugsweise stets, ein Abstand von mindestens 10 cm,
bevorzugt mindestens 30 cm und besonders bevorzugt mindestens 50 cm herrscht. Die
Erfassungseinrichtung ist somit vorteilhafterweise gegenüber dem festgelegten Bereich
beabstandet.
[0010] Die Erfassungseinrichtung umfasst erfindungsgemäß einen Sensor, der beispielsweise
auf dem Erfassen und/oder Aussenden von elektromagnetischen Wellen und/oder Schallwellen
basiert. Dies kann zum Beispiel eine Videokamera sein, die Informationen in Form von
optischen Aufnahmen, bevorzugt in Form eines oder mehrerer Bilder, von einem festgelegten
Bereich im oder am Fahrzeug sammelt und somit beispielsweise eine oder mehrere Komponenten
des Fahrzeugs erfasst. Ein aufgenommenes Bild kann dann vorzugsweise mit Hilfe eines
Bildauswerteprogramms der Auswerteeinrichtung verarbeitet werden und zum Beispiel
mit einem Soll-Bild abgeglichen werden, um Veränderungen in dem Bereich oder an einer
oder mehrerer Komponenten festzustellen. Aber auch Messungen im infraroten Spektralbereich
mit Hilfe von Infrarotsensoren sind denkbar, um beispielsweise die Temperatur einer
oder mehrerer Komponenten zu überprüfen und zum Beispiel ein Überhitzen rechtzeitig
zu detektieren. So ist es denkbar, die Temperatur der Bremsscheiben auf diese Art
zu überwachen. Weitere denkbare Sensoren können u.a. Lichtsensoren, Radarsensoren,
auf Lasern basierte Messanordnungen, Ultraschallsensoren und Mikrofone sein. Mit Mikrofonen
können die Geräusche im Fahrzeugbetrieb überwacht werden, um beispielsweise ein Stottern
des Motors frühzeitig zu erkennen. Es sind aber auch andere Arten von Sensoren denkbar.
So können Temperaturmessgeräte wie zum Beispiel Widerstandsthermometer oder Thermoelemente
verwendet werden, um die Temperatur eines oder mehrerer Komponenten zu überprüfen.
Auch ein Drucksensor ist denkbar, der beispielsweise eingesetzt werden kann, um den
Reifendruck zu überprüfen. Dehnungsmessstreifen können eingesetzt werden um Verformungen
von Komponenten, wie beispielsweise der Karosserie zu erkennen. Auch der Einsatz einer
HallSonde ist denkbar, um beispielsweise die Abschirmung elektrischer Leitungen oder
von Spannungsumwandlern im Fahrzeug, insbesondere in einem Elektrofahrzeug, zu überprüfen.
Starke magnetische Felder könnten zum Beispiel eine Steuerelektronik des Fahrzeugs
negativ beeinflussen. Grundsätzlich ist es auch denkbar, dass die Erfassungseinrichtung
aus mehreren Sensoren besteht, insbesondere ist auch eine Kombination verschiedener
Sensoren möglich. Das Abgleichen der Messwerte verschiedener Sensoren kann eine höhere
Sicherheit liefern. Zusätzlich kann auch eine detailliertere Analyse einer Komponente
ermöglicht werden. So könnte zum Beispiel erkannt werden, wenn sich eine Komponente
aufgrund von Überhitzung verformt hat, indem gleichzeitig die Form und die Temperatur
der Komponente überwacht werden. Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, dass die Erfassungseinrichtung
eine Datensammeleinrichtung umfasst, die mit mehreren Sensoren in Kontakt steht, und
die von den Sensoren ausgehenden Informationen sammelt und an die Auswerteeinrichtung
weiterleitet. Dabei kann die Datensammeleinrichtung beispielsweise von den Sensoren
beabstandet sein, beispielsweise mindestens 10 cm, bevorzugt mindestens 20 cm und
besonders bevorzugt mindestens 50 cm.
[0011] Zweckmäßigerweise ist die Erfassungseinrichtung mobil und/oder schwenkbar, vorzugsweise
um eine, zwei oder drei Achse, und/oder beweglich und/oder ortsveränderlich. Erfindungsgemäß
ist die Erfassungseinrichtung, insbesondere die Datensammeleinrichtung, auf einem
Bewegungsmittel positioniert. Besonders bevorzugt ist es vorgesehen, wenn die Erfassungseinrichtung
sowohl ortsveränderlich als auch schwenkbar ist. Dadurch lassen sich durch entsprechende
Ausrichtungen der Erfassungseinrichtung auch voneinander entfernte, zu erfassende
Bereiche mit einer Erfassungseinrichtung, insbesondere einer einzigen Erfassungseinrichtung,
untersuchen.
[0012] Die Erfassungseinrichtung, insbesondere das Bewegungsmittel ist erfindungsgemäß ein
Schlitten auf einem Schienensystem.
[0013] Erfindungsgemäß weist die Erfassungseinrichtung und/oder das Bewegungsmittel einen
Antrieb auf. Dieser Antrieb kann elektrisch, pneumatisch, hydraulisch und/oder mechanisch
sein. Durch die Mobilität kann die Erfassungseinrichtung vorteilhafter Weise an mehreren
Orten eingesetzt werde. Dadurch können u. a. Kosten eingespart werden, da insgesamt
weniger Erfassungseinrichtungen benötigt werden, um alle relevanten Komponenten des
Fahrzeugs abzudecken. Vorzugsweise erstreckt sich das Schienensystem in Längsrichtung
des Fahrzeugs. Beispielsweise ist das Schienensystem an einer Oberseite und/oder Unterseite
eines Anhängers angebracht. Dabei ist das Schienensystem vorzugsweise in Querrichtung
gesehen mittig und/oder an Randbereichen der Oberseite und/oder Unterseite des Fahrzeugs,
insbesondere des Anhängers, angeordnet. Vorzugsweise erfasst die Erfassungseinrichtung
mehrere festgelegte Bereiche, wobei jeder festgelegte Bereich mindestens eine zu überprüfende
Komponente umfasst. Dies kann einerseits durch Mobilität bzw. Ortsveränderlichkeit
der Erfassungseinrichtung ermöglicht werden. Andererseits kann die Erfassungseinrichtung
aber auch drehbar bzw. schwenkbar sein und damit von einem Ort aus mehrere Bereiche
abdecken, d. h. erfassen. Unter "Erfassen" ist bevorzugt die Aufnahme bzw. der Empfang
eines Datensatzes zu verstehen. Alternativ ist es auch vorstellbar, dass die Erfassungseinrichtung
mehrere hintereinander oder nebeneinander liegende Bereiche abdeckt und zum Beispiel
durch Ändern der Fokussierung und/oder Herausfiltern von Teilen der aufgenommenen
Informationen jeweils einen anderen Bereich erfasst.
[0014] Erfindungsgemäß ist die Erfassungseinrichtung an der Außenseite des Fahrzeugs positioniert.
Dies ermöglicht es in vorteilhafter Weise, auch außen liegende Komponenten des Fahrzeugs,
wie zum Beispiel einen oder mehrere Reifen, Verriegelungsmechanismen oder die äußere
Karosserie, zu überprüfen.
[0015] Vorzugsweise ist die zu erfassende mindestens eine Komponente Teil einer Karosserie
und/oder Teil eines Fahrwerks und/oder Teil eines Antriebs und/oder Teil einer Verbindungstechnik
des Fahrzeugs. Die Karosserie bzw. der Aufbau kann dabei eine Rohkarosserie (Türen,
Hauben und Verdeck), ein Führerhaus, Verglasung, Dichtungen, Türschlösser, Scheibenwischanlage,
Beleuchtungseinrichtungen, Stoßfänger, Instrumente, Sitze, z. B. für eventuelle Passagiere,
Innenverkleidungen, Heizung und Klimatisierung und eine oder mehrere Batterien umfassen.
Diese Komponenten können zum Beispiel durch optische Sensoren überprüft werden, um
Beschädigungen, wie z. B. Verformungen oder Risse, oder auch defekte Beleuchtungseinrichtungen,
wie z. B. defekte Scheinwerfer oder Fahrtrichtungsanzeiger, zu erkennen. Heizung und
Klimatisierung könnten dagegen zum Beispiel durch Infrarotsensoren überprüft werden.
Das Fahrwerk umfasst ein Fahrgestell, das auch als Rahmen bezeichnet wird, Felgen,
Reifen und Räder, Radführung, Federung, Bremsen und eine Lenkung. Auch für die Komponenten
des Fahrwerks ist zum Beispiel eine optische Überprüfung hinsichtlich von Schäden
möglich. Zudem kann auch die Temperatur einzelner Komponenten, insbesondere der Bremsen,
beispielsweise durch einen Infrarotsensor detektiert werden. Der Antrieb umfasst einen
Motor, eine Motorkühlung, Energiespeicher sowie Drehmomentwandler mit Kupplung und
Schaltgetriebe. Die Verbindungstechnik umfasst eine oder mehrere Verschlusseinrichtungen,
wie zum Beispiel Türschlösser, Ladungssicherung, Anhänger-/Sattelanhängerbetrieb und
Kupplung. Hierbei kann beispielsweise überprüft werden, ob Türen oder andere Verschlusseinrichtungen
ordnungsgemäß verschlossen sind, um einen Verlust einer Ladung beispielsweise durch
Herunterfallen oder Diebstahl zu vermeiden. Auch kann der ordnungsgemäße Anschluss
von Anhängern bzw. das erfolgreiche Kuppeln überprüft werden. Mit Vorteil können diese
Bauteile durch eine oder mehrere innen und außen positionierte Erfassungseinrichtungen
überprüft werden. Auch die Elektrik bzw. Elektronik, die sich in oder an den aufgezählten
Fahrzeugteilen befindet, kann überprüft werden. Damit können zum Beispiel im Rahmen
einer Abfahrtkontrolle alle relevanten Komponenten überprüft werden.
[0016] Vorzugsweise ist die Erfassungseinrichtung dazu ausgelegt, den Zustand einer oder
mehrerer Komponenten während einer Fahrt des Fahrzeugs überprüfen zu können. Damit
können Probleme, wie defekte Komponenten oder auch Komponenten, die aufgrund eines
fortgeschrittenen Verschleißes möglicherweise bald defekt sein können, erkannt werden.
Insbesondere in Ermangelung eines Fahrers bei autonom fahrenden Fahrzeugen ist diese
Möglichkeit, Komponenten auch während der Fahrt zu überwachen, hilfreich, um Unfälle
zu vermeiden. Beispielsweise kann so die Temperatur der Bremsen mit einer Infrarotkamera
überwacht werden. Insbesondere ist es auch denkbar, dass eine einzige bewegliche Infrarotkamera
die Temperaturen aller Bremsen überwachen kann und somit mehrere einzelne Sensoren
ersetzen kann. Auch können Schäden durch Umwelteinflüsse, wie beispielsweise Zusammenstöße
mit anderen Fahrzeugen oder z. B. während eines Sturms auf das Fahrzeug fallende Teile,
beispielsweise Äste oder Steine, schnell registriert werden.
[0017] Vorteilhaft kann der durch die Erfassungseinrichtung erfasste Datensatz in einer
Speichereinrichtung speicherbar sein. Die Speichereinrichtung kann zum Beispiel auf
magnetischer oder elektronischer Speicherung basieren. Denkbar sind unter anderem
Festplattenlaufwerke oder Halbleiterspeicher, wie beispielsweise FlashSpeicher, Speicherkarten,
USB-Sticks oder SSDs. Gespeicherte Daten können beispielsweise als Nachweis einer
ordnungsgemäßen Abfahrtskontrolle und/oder des Zustands des Fahrzeugs bei Fahrtantritt
dienen. Auch können gespeicherte Datensätze zum Abgleich mit neu aufgenommenen Datensätzen
verwendet werden, um auf diese Weise zum Beispiel eine Veränderung der Komponenten,
z. B. durch Verschleiß, registrieren zu können. Dadurch können reparaturbedürftige
Komponenten rechtzeitig und vorteilhafterweise auch schon vor einem endgültigen Defekt
ausgemacht werden.
[0018] Bevorzugt umfasst das System eine Kommunikationseinrichtung, mittels der eine den
Zustand einer Komponente betreffende Information an eine Zentrale übermittelbar ist.
Dort können zum Beispiel Informationen über mehrere Fahrzeuge gesammelt und eventuell
auch verarbeitet werden. Dadurch ist beispielsweise eine einfachere Organisation benötigter
Reparaturen und/oder Ersatzteile möglich. Auch ist es denkbar, dass einem Fahrzeug
basierend auf dem Zustand seiner überprüften Komponenten bei Bedarf neue Befehle,
wie zum Beispiel das Abbrechen einer Fahrt und die Rückkehr in einen Fuhrpark oder
in eine Reparaturwerkstatt übermittelt werden.
[0019] Vorteilhafterweise steht die Kommunikationseinrichtung mit einem Netzwerk in Verbindung.
Die Verbindung kann zum Beispiel über die Zentrale laufen. Alternativ ist es auch
denkbar, dass die Kommunikationseinrichtung direkt mit einem Netzwerk in Verbindung
steht. Zum Beispiel kann eine Verbindung mit einem stationären Hub oder eine direkte
Verbindung mit anderen Fahrzeugen in der Umgebung hergestellt werden. Dadurch ist
es zum Beispiel denkbar, dass bei Problemen einzelner oder mehrerer Komponenten eine
Warnung an andere Fahrzeuge übermittelt wird, um Unfälle zu vermeiden. Probleme könnten
zum Beispiel kurzfristig ausfallende oder nicht richtig funktionierende Bremsen, sich
ungewollt öffnende Verschlusseinrichtungen (wodurch zum Beispiel Transportgüter herunterfallen
könnten) oder eine defekte Anhängerkupplung sein. Über einen Hub könnte beispielsweise
automatisch Kontakt zu einer Servicestation aufgenommen werden um z. B. Reparaturen
anzufordern.
[0020] Vorzugsweise befindet sich die Erfassungseinrichtung während eines Ruhezustands zumindest
teilweise, vorzugsweise vollständig, in einem abgeschlossenen Bereich. Ein abgeschlossener
Bereich kann beispielsweise ein verschließbarer Behälter wie eine Kammer, eine Kapsel
oder eine kleine Garage, die am Fahrzeug befestigt oder Teil des Fahrzeugs ist, sein.
Auch ist eine Ausbuchtung am Fahrzeug möglich, in die zum Beispiel ein Schwenkarm,
an dem eine Erfassungseinrichtung angebracht ist, im Ruhezustand abgesenkt wird. Optional
kann die Ausbuchtung auch einen Verschlussmechanismus, wie eine Klappe oder einen
Schiebe- oder Rotationsverschluss aufweisen. Durch den Aufenthalt in dem abgeschlossenen
Bereich kann die Erfassungseinrichtung vor Umwelteinflüssen oder vor einem unbefugten
Zugriff Dritter geschützt werden.
[0021] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Feststellen
eines Zustands mindestens einer Komponente eines Fahrzeugs gemäß Anspruch 10.
[0022] Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenstands mit Bezug auf die beigefügten
Figuren. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Nutzfahrzeug mit einem System zum Überprüfen mehrerer Komponenten des Nutzfahrzeugs
gemäß einer ersten beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 2
- ein Nutzfahrzeug mit einem System zum Überprüfen mehrerer Komponenten des Nutzfahrzeugs
gemäß einer Ausführungsform, die nicht Teil der Erfindung ist,
- Fig. 3
- eine Ansicht der Unterseite eines Fahrzeugs mit einem System zum Überprüfen mehrerer
Räder bzw. mehrerer Bremsen des Fahrzeugs mit einer Erfassungseinrichtung gemäß einer
dritten beispielhaften Ausführungsform, die nicht Teil der Erfindung ist und
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung eines Beispiels eines Verfahrens gemäß der vorliegenden
Erfindung.
[0023] In
Figur 1 ist ein Fahrzeug 5 mit einem System 100 zum Überprüfen eines Zustands einer Komponente
an dem Fahrzeug 5 gemäß einer ersten beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dargestellt. Bei dem hier dargestellten Fahrzeug 5 handelt es sich um einen
Sattelzug, an dem mehrere Erfassungseinrichtungen 10 auf Schlitten 13 befestigt sind
und sich auf einem Schienensystem 12 bewegen können. In der gezeigten Darstellung
befinden sich die Erfassungseinrichtungen 10 an der Außenseite des Fahrzeugs 5, es
ist aber auch möglich, dass sich zusätzlich Erfassungseinrichtungen 10 im Inneren
des Fahrzeugs 5 befinden. Die gezeigten Erfassungseinrichtungen 10 sollen nur als
Beispiel dienen und sind nicht als einschränkend insbesondere in Hinblick auf die
Gestalt und Platzierung der Erfassungseinrichtungen 10 zu verstehen. Die Erfassungseinrichtungen
10 in diesem Beispiel sind dazu ausgelegt, die äußeren Komponenten des Fahrzeugs 5
zu überprüfen. Erfindungsgemäß können die Erfassungseinrichtungen 10 durch das Schienensystem
12 jeweils mehrere festgelegte Bereiche an der Außenseite des Fahrzeugs 5, insbesondere
an der Karosserie und am Fahrwerk des Fahrzeugs 5, überprüfen. Auch ist optional ein
Rotieren der Erfassungseinrichtungen 10 auf den Schlitten 13 möglich, um Komponenten
zu überprüfen, die sich in unterschiedlichen festgelegten Bereichen befinden, indem
die Erfassungseinrichtung 10 ihren Blickwinkel ändert. So können zum Beispiel Verschlusseinrichtungen
wie Türen und Ladeklappen überprüft werden, was beispielsweise mit optischen Sensoren
geschehen kann. Auch eine Funktionsprüfung der Beleuchtungseinrichtung des Fahrzeugs
5 kann durch Lichtsensoren geschehen. Hierbei ist es auch möglich, dass eine Erfassungseinrichtung
10 auf einem Schlitten 13 jeweils verschiedene Sensoren umfasst, um je nach Bedarf
unterschiedliche Komponenten mit dem geeigneten Sensor, zum Beispiel per optischer
Bildaufnahme zum Überprüfen einer Verschlusseinrichtung und per Lichtsensor zum Überprüfen
der Beleuchtungseinrichtung, zu überprüfen. Weiterhin kann auch überprüft werden,
ob die Anhängerkupplung (nicht gezeigt) ordnungsgemäß gekoppelt ist und ob ein Stützbein
(nicht gezeigt) vor der Abfahrt eingefahren ist. Weiterhin können die Räder 4 zum
Beispiel per optischem Bildabgleich überprüft werden, um beispielsweise das Reifenprofil
zu prüfen. Weiterhin ist es bevorzugt vorgesehen, dass die Erfassungseinrichtung 10
an einer Oberseite und/oder Unterseite eines Anhängers angeordnet ist. Beispielsweise
erstreckt sich das Schienensystem 12 zu mehr als 50 %, bevorzugt mehr als 70 % und
besonders bevorzugt zu mehr als 80 % der Längserstreckung des Anhängers in Längsrichtung
des Anhängers. Es auch vorstellbar, dass das Schienensystem 12 sowohl Längskomponenten
als auch Querkomponenten aufweist, mit denen die Erfassungseinrichtung 10 sowohl in
Längsrichtung als auch in Querrichtung auf oder unter dem Anhänger bewegbar ist.
[0024] Das System eignet sich insbesondere zur Abfahrtskontrolle. Die Erfassungseinrichtungen
10 können vor und nach der Kontrolle jeweils über das Schienensystem 12 in jeweils
vorgesehene abgeschlossenen Bereiche 11 fahren, um dort in einen Ruhezustand versetzt
zu werden. Dadurch sind sie vor Umwelteinflüssen und vor unerwünschtem Zugriff unbefugter
Personen geschützt. Es ist aber auch möglich, dass die Erfassungseinrichtungen 10
während der Fahrt fortwährend oder zeitweise zum Einsatz kommen. Zum Beispiel könnte
eine Erfassungseinrichtung 10 an der Unterseite des Fahrzeugs 5 mit Hilfe einer Infrarotkamera
die Temperatur der Bremsen überwachen. Durch die Mobilität genügt hierzu eine Erfassungseinrichtung
10 mit einem Sensor, die alle Bereiche mit Bremsen abdecken kann. Während so abwechselnd
zwischen den Bremsen eine quasi kontinuierliche Überprüfung möglich ist, könnte die
Erfassungseinrichtung 10 auch jeweils in bestimmten Zeitintervallen aktiv werden,
wodurch Energie gespart werden kann. Allgemein ist auch ein System möglich, nachdem
eine Erfassungseinrichtung 10 jeweils im Bedarfsfall aktiviert wird, um zum Beispiel
bei Auftreten eines ungeklärten Problems die Ursache zu finden. So könnten zum Beispiel
bei verschlechterter Bremsleistung gezielt die Bremsen, oder bei verschlechtertem
Fahrverhalten die Reifen 4 und Achsen überprüft werden. Andererseits ist auch ein
zusätzlicher Sensor denkbar, der bei ungünstigen äußeren Verhältnissen eine Aktivierung
der Erfassungseinrichtungen 10 verhindert und sie dazu veranlasst, im abgeschlossenen
Bereich 11 zu bleiben oder diesen aufzusuchen. Für einen optischen Sensor an der Unterseite
des Fahrzeugs 5 könnten ungünstige Verhältnisse zum Beispiel ein schlammiger Untergrund
sein, der zur Verschmutzung der Optik führen könnte.
[0025] Figur 2 zeigt ein Fahrzeug 5 mit einem System 100 zum Überprüfen eines Zustands einer Komponente
an dem Fahrzeug 5 gemäß einer Ausführungsform die nicht Teil der Erfindung ist.
[0026] Bei dem hier dargestellten Fahrzeug 5 handelt es sich um einen Sattelzug mit einer
Erfassungseinrichtungen 10, die an einer fliegenden Drohne 14 befestigt ist. Durch
die große Mobilität kann in diesem Fall mit einer Erfassungseinrichtung 10 zumindest
der komplette Außenbereich des Fahrzeugs 5 überprüft werden. Es ist denkbar, dass
die Erfassungseinrichtung 10 über zwei oder mehr verschiedene Sensoren verfügt, um
unterschiedliche Komponenten angemessen überprüfen zu können. Alternativ wäre auch
eine fahrbare Drohne 14 möglich, die um das Fahrzeug 5 herumfährt oder auf dem Fahrzeug
5 fährt und auf diese Weise mehrere festgelegte Bereiche untersuchen kann. Auch ist
optional eine weitere Drohne 14 im Inneren des Fahrzeugs 5 denkbar, die Komponenten
in festgelegten Bereich im Inneren des Fahrzeugs 5 überprüft. Die Drohne 14 ist durch
eine kabellose Verbindung mit einer Auswerteeinrichtung 20 im Fahrzeug 5 verbunden.
Über die kabellose Verbindung können Informationen in Form eines Datensatzes 19, die
beim Überprüfen der Komponenten gesammelt werden, übertragen werden. Zusätzlich oder
alternativ kann auch eine direkte Verbindung zu einer Zentrale außerhalb des Fahrzeugs
5 bestehen. Die kabellose Verbindung kann beispielsweise auf WLAN, Bluetooth oder
mobilem Internet basieren. Vorteilhafter Weise kann die Drohne 14 eine Überprüfung,
wie beispielsweise eine Abfahrtskontrolle, vollständig autonom durchführen. Es ist
aber auch denkbar, dass die Überprüfung ferngesteuert, zum Bespiel von der Zentrale
aus, durchgeführt wird. Wenn die Drohne 14 nicht im Einsatz ist, befindet sie sich
in dieser Ausführungsform in einem abgeschlossenen Bereich 11, der durch eine Klappe
11a verschlossen werden kann. Alternativ sind auch andere Verschlussmechanismen möglich,
wie zum Beispiel ein Schiebedach. In dem abgeschlossenen Bereich 11 ist die Drohne
14 vor äußeren Einflüssen geschützt und es kann in einem Ruhezustand Energie gespart
werden. In einer bevorzugten Ausführungsform befindet sich in dem abgeschlossenen
Bereich eine Dockingstation, an der die Drohne 14, z. B. über einen elektrischen Anschluss,
mit Energie aufgeladen werden kann. Auch ist optional ein Anschluss zur Datenübertragung
möglich, an dem beispielsweise Updates für eine Systemsoftware der Drohne 14 übertragen
werden können. Optional kann auch der erfasste Datensatz 19 über einen Datenanschluss
übertragen werden. Dies kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn eine kabellose Übertragung
nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Insbesondere kann ein Datenanschluss auch
eine alternative Option sein, für den Fall, dass die kabellose Übertragung ausfällt.
In einer weiteren Ausführungsform kann die Drohne 14 auch zumindest zeitweise während
einer Fahrt des Fahrzeugs 5 zum Einsatz kommen, um eine oder mehrere Komponenten an
dem Fahrzeug 5 zu überprüfen.
[0027] In
Figur 3 ist eine Ansicht der Unterseite eines Fahrzeugs 5 mit einem System 100 zum Überprüfen
mehrerer Räder 4 und/oder mehrerer Bremsen des Fahrzeugs 5 gemäß einer dritten beispielhaften
Ausführungsform, die nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist, dargestellt.
[0028] Das Fahrzeug 5 kann beispielsweise ein Nutzfahrzeug sein.
[0029] Es umfasst eine Erfassungseinrichtung 10, welche sich an der Unterseite des Fahrzeugs
5 befindet. Die Erfassungseinrichtung 10 ist in diesem Beispiel über eine Drehachse
15b an einem teleskopierbaren Schwenkarm 15 befestigt. Der Schwenkarm 15 wiederum
ist mittels einer Drehachse 15a drehbar an der Unterseite des Fahrzeugs 5 befestigt.
Die Erfassungseinrichtung 10 umfasst beispielsweise einen Infrarotsensor, mit dem
die Temperatur aller Bremsen erfasst werden kann. Dadurch ersetzt vorteilhafterweise
ein einzelner Sensor mehrere Sensoren. Auch kann beispielsweise mit einer optischen
Kamera das Reifenprofil überprüft werden oder es können Beschädigungen, wie beispielsweise
Risse in der Bremsscheibe oder ein geplatzter Reifen, erkannt werden. In einem Ruhezustand
wird der Schwenkarm 15 mit der Erfassungseinrichtung 10 in einer Ausbuchtung 110 versenkt.
Optional kann die Ausbuchtung 110 einen Verschlussmechanismus, beispielsweise eine
Schiebetür, umfassen. Dadurch wird die Erfassungseinrichtung 10 vor äußeren Einflüssen
geschützt. Die Erfassungseinrichtung 10 kann beispielsweise bei Fahrtbeginn während
einer Abfahrtskontrolle oder während eines Zwischenstopps eingesetzt werden. Optional
ist auch ein Einsatz während einer Fahrt denkbar.
[0030] Figur 4 zeigt beispielhaft eine schematische Darstellung eines Verfahrens zum Feststellen
eines Zustands mindestens einer Komponente eines Fahrzeugs 5 mit einem System 100
gemäß der vorliegenden Erfindung. Dabei erfasst zunächst in einem ersten Schritt eine
Erfassungseinrichtung 10 Informationen in Form eines Datensatzes 19, wobei die Informationen
in einem festgelegten Bereich, bevorzugt an mehreren festgelegten Bereichen, am Fahrzeug
5 vorliegen, wobei der festgelegte Bereich mindestens eine zu überprüfende Komponente
umfasst.
[0031] In einem zweiten Schritt wird dann der Datensatz 19 über eine kabellose Verbindung,
alternativ auch über eine Kabelverbindung, einer Auswerteeinrichtung 20 bereitgestellt.
Die Auswerteeinrichtung 20 stellt nun in einem dritten Schritt den Zustand der Komponente
anhand des erfassten Datensatzes 19 fest. Die Auswerteeinrichtung umfasst beispielsweise
einen Computer bzw. ein Mikroprozessor, der dazu ausgelegt ist, anhand des aufgenommen
Datensatzes den Zustand der überprüften Komponente festzustellen. Der Datensatz kann
nun in einem optionalen vierten Schritt auf einer Speichereinrichtung 30 gespeichert
werden. Die Speichereinrichtung 30 kann beispielsweise eine Festplatte oder ein Flashspeicher
sein. Die gespeicherten Daten können z. B. als Nachweis für eine durchgeführte Abfahrtskontrolle
oder als Vergleich mit Daten, die zu einem späteren Zeitpunkt erfasst werden, dienen.
In einem weiteren optionalen Schritt kann der Datensatz 19 an eine Kommunikationseinrichtung
40 weitergeleitet werden, die den Datensatz 19 z. B. an eine Zentrale übermittelt.
Dadurch kann zum Beispiel eine Datenbank über mehrere Fahrzeuge 5 erstellt werden.
Zudem können möglicherweise nötige Reparaturen zentral koordiniert werden.
Bezugszeichenliste:
[0032]
- 4
- Reifen
- 5
- Fahrzeug
- 10
- Erfassungseinrichtung
- 11
- abgeschlossener Bereich
- 11a
- Verschlussklappe
- 12
- Schienensystem
- 13
- Schlitten
- 14
- Drohne
- 15
- Schwenkarm
- 15a
- Drehachse
- 15b
- Drehachse
- 19
- Datensatz
- 20
- Auswertereinrichtung
- 30
- Speichereinrichtung
- 40
- Kommunikationseinrichtung
- 50
- Netzwerk
- 100
- System
- 110
- Ausbuchtung
1. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) zum Überprüfen eines
Zustands mindestens einer Komponente an dem Fahrzeug (5),
wobei das System (100) umfasst
- ein Bewegungsmittel und ein Schienensystem,
- eine Erfassungseinrichtung (10), die in einem festgelegten Bereich am Fahrzeug Informationen
in Form eines Datensatzes (19) erfasst, wobei der festgelegte Bereich die zu überprüfende
mindestens eine Komponente umfasst, und
- eine Auswerteeinrichtung (20), der der Datensatz (19) von der Erfassungseinrichtung
(10) bereitgestellt wird, wobei die Auswerteinrichtung (20) dazu konfiguriert ist,
anhand des erfassten Datensatzes (19) den Zustand der mindestens einen Komponente
festzustellen,
wobei die Erfassungseinrichtung (10) an dem Fahrzeug (5) befestigt ist, wobei die
Erfassungseinrichtung (10) auf dem Bewegungsmittel positioniert ist, wobei die Erfassungseinrichtung
(10) einen Sensor umfasst, wobei der Sensor insbesondere auf dem Erfassen und/oder
Aussenden von elektromagnetischen Wellen und/oder Schallwellen basiert,
dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (10) an einer Außenseite des Fahrzeugs positioniert ist,
wobei das Bewegungsmittel ein Schlitten auf dem Schienensystem ist, und
wobei die Erfassungseinrichtung (10) und/oder das Bewegungsmittel einen Antrieb aufweist.
2. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) gemäß Anspruch 1,
wobei die Erfassungseinrichtung (10) mobil und/oder schwenkbar und/oder beweglich
und/oder ortsveränderlich am Fahrzeug (5) angeordnet ist.
3. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Erfassungseinrichtung (10) mehrere festgelegte Bereiche erfasst,
wobei jeder festgelegte Bereich mindestens eine zu überprüfende Komponente umfasst.
4. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die zu überprüfende mindestens eine Komponente Teil einer Karosserie
oder Teil eines Fahrwerks oder Teil eines Antriebs oder Teil einer Verbindungstechnik
des Fahrzeugs (5) ist.
5. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Erfassungseinrichtung dazu ausgelegt ist, den Zustand der zumindest
einen Komponente während einer Fahrt des Fahrzeugs (5) überprüfen zu können.
6. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Datensatz in einer Speichereinrichtung (30) speicherbar ist.
7. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei das System (100) eine Kommunikationseinrichtung (40) umfasst, mittels
der eine den Zustand betreffende Information an eine Zentrale übermittelbar ist.
8. System (100) gemäß Anspruch 7, wobei die Kommunikationseinrichtung (40) mit einem
Netzwerk (50) in Verbindung steht.
9. Fahrzeug (5), insbesondere Nutzfahrzeug, mit einem System (100) gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei sich die Erfassungseinrichtungen (10) während eines Ruhezustands
in einem abgeschlossenen Bereich (11) befindet.
10. Verfahren zum Feststellen eines Zustands mindestens einer Komponente eines Fahrzeugs
(5), insbesondere eines Nutzfahrzeugs, mit einem System (100) zum Überprüfen eines
Zustands mindestens einer Komponente an einem Fahrzeug (5), insbesondere an einem
Nutzfahrzeug, umfassend die Schritte:
(a) Erfassen von Informationen in Form eines Datensatzes mittels einer Erfassungseinrichtung
(10), wobei die Informationen in einem festgelegten Bereich, bevorzugt an mehreren
festgelegten Bereichen, am Fahrzeug (5) vorliegen, wobei der festgelegte Bereich die
mindestens eine zu überprüfende Komponente umfasst,
(b) Bereitstellen des Datensatzes einer Auswerteeinrichtung (20) und
(c) Feststellen des Zustands der Komponente anhand des erfassten Datensatzes durch
die Auswerteeinrichtung (20), wobei die Erfassungseinrichtung (10) an dem Fahrzeug
(5) befestigt und auf einem Bewegungsmittel positioniert ist, wobei die Erfassungseinrichtung
(10) einen Sensor umfasst, wobei der Sensor insbesondere auf dem Erfassen und/oder
Aussenden von elektromagnetischen Wellen und/oder Schallwellen basiert,
dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsmittel ein Schlitten auf einem Schienensystem ist,
wobei die Erfassungseinrichtung (10) und/oder das Bewegungsmittel einen Antrieb aufweist,
wobei die Erfassungseinrichtung (10) an einer Außenseite des Fahrzeugs (5) positioniert
ist.
1. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) for checking a
condition of at least one component on the vehicle (5),
wherein the system (100) comprises
- a movement means and a rail system
- a detection device (10) which detects information in the form of a data set (19)
in a defined area on the vehicle, the defined area comprising the at least one component
to be checked, and
- an evaluation device (20) to which the data record (19) is provided by the detection
device (10), wherein the evaluation device (20) is configured to determine the status
of the at least one component on the basis of the detected data record (19),
wherein the detection device (10) is attached to the vehicle (5), wherein the detection
device (10) is positioned on the movement means,
wherein the detection device (10) comprises a sensor, said sensor being based in particular
on the detection and/or emission of electromagnetic waves and/or sound waves,
characterized in that the detection means is positioned on an outside of the vehicle, wherein the moving
means is a carriage on the rail system, and wherein the sensing device (10) and/or
the moving means comprises a drive.
2. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) according to claim
1, wherein the detection device (10) is arranged on the vehicle (5) so as to be mobile
and/or pivotable and/or movable and/or movable.
3. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) according to one
of the preceding claims, wherein the detection device (10) detects a plurality of
defined areas, wherein each defined area comprises at least one component to be checked.
4. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) according to one
of the preceding claims, wherein the at least one component to be checked is part
of a body or part of a chassis or part of a drive or part of a connection technology
of the vehicle (5).
5. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) according to one
of the preceding claims, wherein the detection device is designed to be able to check
the state of the at least one component during a journey of the vehicle (5).
6. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) according to one
of the preceding claims, wherein the data record can be stored in a memory device
(30).
7. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) according to one
of the preceding claims, wherein the system (100) comprises a communication device
(40) by means of which information relating to the condition can be transmitted to
a control center.
8. System (100) according to claim 7, wherein the communication device (40) is in communication
with a network (50).
9. Vehicle (5), in particular commercial vehicle, with a system (100) according to one
of the preceding claims, wherein the detection devices (10) are located in a closed
area (11) during an idle state.
10. Method for determining a state of at least one component of a vehicle (5), in particular
a commercial vehicle, having a system (100) for checking a state of at least one component
on a vehicle (5), in particular on a commercial vehicle, comprising the steps:
(a) Acquisition of information in the form of a data record by means of an acquisition
device (10), the information being present in a defined area, preferably in a plurality
of defined areas, on the vehicle (5), the defined area comprising the at least one
component to be checked,
(b) providing the data set to an evaluation device (20), and
(c) determining the state of the component on the basis of the detected data set by
the evaluation device (20), wherein the detection device (10) is attached to the vehicle
(5) and positioned on a movement means,
wherein the detection device (10) comprises a sensor, wherein the sensor is based
in particular on the detection and/or transmission of electromagnetic waves and/or
sound waves,
characterized in that the moving means is a carriage on a rail system, wherein the sensing device (10)
and/or the moving means comprises a drive, wherein the sensing device (10) is positioned
on an outside of the vehicle (5).
1. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) destiné
à contrôler l'état d'au moins un composant sur le véhicule (5), le système (100) comprenant
- un moyen de mouvement et un système de rails,
- un dispositif d'acquisition (10) qui acquiert des informations sous la forme d'un
jeu de données (19) dans une zone définie sur le véhicule, la zone définie comprenant
ledit au moins un composant à contrôler, et
- un dispositif d'évaluation (20) auquel le jeu de données (19) est fourni par le
dispositif d'acquisition (10), le dispositif d'évaluation (20) étant configuré pour
déterminer l'état dudit au moins un composant à l'aide du jeu de données (19) acquis,
le dispositif d'acquisition (10) étant fixé au véhicule (5), le dispositif d'acquisition
(10) étant positionné sur le moyen de mouvement, le dispositif d'acquisition (10)
comprenant un capteur, le capteur se basant en particulier sur l'acquisition et/ou
l'émission d'ondes électromagnétiques et/ou d'ondes sonores,
caractérisé en ce que
le dispositif d'acquisition (10) est positionné sur une face extérieure du véhicule,
le moyen de mouvement étant un chariot sur le système de rails, et le dispositif d'acquisition
(10) et/ou le moyen de mouvement comprenant un entraînement.
2. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) selon
la revendication 1,
dans lequel le dispositif d'acquisition (10) est disposé sur le véhicule (5) de manière
mobile et/ou pivotante et/ou déplaçable et/ou transportable.
3. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) selon
l'une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif d'acquisition (10) détecte plusieurs zones définies, chaque
zone définie comprenant au moins un composant à contrôler.
4. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) selon
l'une des revendications précédentes,
dans lequel ledit au moins un composant à contrôler fait partie d'une carrosserie
ou d'un train de roulement ou d'un entraînement ou d'un ensemble de connexion du véhicule
(5).
5. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) selon
l'une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif d'acquisition est conçu pour pourvoir contrôler l'état dudit
au moins un composant pendant un voyage du véhicule (5).
6. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) selon
l'une des revendications précédentes,
dans lequel le jeu de données peut être stocké dans un dispositif de stockage (30).
7. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) selon
l'une des revendications précédentes,
dans lequel le système (100) comprend un dispositif de communication (40) au moyen
duquel une information concernant l'état peut être transmise à une centrale.
8. Système (100) selon la revendication 7,
dans lequel le dispositif de communication (40) est en liaison avec un réseau (50).
9. Véhicule (5), en particulier véhicule utilitaire, comportant un système (100) selon
l'une des revendications précédentes,
dans lequel le dispositif d'acquisition (10) se trouve dans une zone fermée (11) pendant
un état de repos.
10. Procédé pour déterminer un état d'au moins un composant d'un véhicule (5), en particulier
d'un véhicule utilitaire, avec un système (100) destiné à contrôler un état d'au moins
un composant sur un véhicule (5), en particulier sur un véhicule utilitaire, comprenant
les étapes consistant à :
(a) acquérir des informations sous la forme d'un jeu de données au moyen d'un dispositif
d'acquisition (10), les informations étant présentes dans une zone définie, de préférence
dans plusieurs zones définies, sur le véhicule (5), la zone définie comprenant ledit
au moins un composant à contrôler,
(b) fournir le jeu de données à un dispositif d'évaluation (20), et
(c) déterminer l'état du composant par le dispositif d'évaluation (20) à l'aide du
jeu de données acquis, le dispositif d'acquisition (10) étant fixé au véhicule (5)
et étant positionné sur un moyen de mouvement, le dispositif d'acquisition (10) comprenant
un capteur, le capteur se basant en particulier sur l'acquisition et/ou l'émission
d'ondes électromagnétiques et/ou d'ondes sonores,
caractérisé en ce que
le moyen de mouvement est un chariot sur un système de rails,
le dispositif d'acquisition (10) et/ou le moyen de mouvement comprenant un entraînement,
le dispositif d'acquisition (10) étant positionné sur une face extérieure du véhicule
(5).