[0001] Die Erfindung betrifft eine händisch gehaltene beziehungsweise tragbare Fernsteuerungsanordnung,
insbesondere zur Steuerung und Bedienung von Hubgeräten und industriellen sowie landwirtschaftlichen
Anlagen, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Betrieb einer
solchen Fernsteuerungsanordnung, und sowie ein Computerprogrammprodukt. Die Fernsteuerungsanordnung
weist dabei ein Sendegerät in Form eines in der Hand gehaltenen Fernsteuerungssenders
mit einem Gehäuse auf, an dem mehrere in ihrer Position verstellbare Bedienelemente
zur Eingabe von Steuerungsbefehlen gehalten sind. Zudem ist in dem Gehäuse eine Fernsteuerungselektronik
untergebracht, mittels der über die Bedienelemente eingegebene Steuerungsbefehle in
Signale umgewandelt werden können, die zur Steuerung eines Objekts ausgesendet werden.
Ferner weist die Fernsteuerungsanordnung ein am Gehäuse gehaltenes Display auf, das
zur Anzeige von steuerungsrelevanten Daten dient. Dabei ist das Display durch ein
Computerdisplay eines separat zum Sendegerät hergestellten und außerhalb des Gehäuses
vorgesehenen, tragbaren Computers, wie beispielsweise in Form eines Smartphones oder
Tabletcomputers, gebildet. Zudem ist am Gehäuse eine Standardschnittstelle vorgesehen,
über die der tragbare Computer mit der Elektronik des Sendegerätes lösbar verbunden
werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, zumindest für Teile der am Sendegerät
anzuzeigenden Informationen einen austauschbaren handelsüblichen Computer zu verwenden.
Dadurch kann das Sendegerät nach längerem Gebrauch durch Verwendung eines neuen tragbaren
Computers mit einem neuen Display versehen werden, um beispielsweise die Anzeige von
Informationen zu verbessern oder gänzlich neue Anzeigefunktionen zur Verfügung zu
stellen. Da der tragbare Computer hierbei über einen eigenen Prozessor verfügt, ist
es zudem besonders einfach, die Fernsteuerungselektronik des Sendegerätes an das Display
des tragbaren Computers anzupassen beziehungsweise zusätzliche Informationen zwischen
beiden Steuerungseinheiten auszutauschen. Dabei ist es auch möglich, dass der Benutzer
einen ihm bereits zur Verfügung stehenden tragbaren Computer verwendet, wodurch die
Kosten für das neue Display minimiert werden können.
[0002] Aus
EP2138985A1 ist eine Fernsteuerungsanordnung bekannt, die ein Gehäuse aufweist, an dem mehrere
Bedienelemente vorgesehen sind und das eine Fernsteuerungselektronik aufnimmt. Zudem
ist an der Oberseite des Gehäuses ein Display mittig angeordnet, das zur Anzeige steuerungsrelevanter
Daten dient.
[0003] Nachteilig an derartigen Fernsteuerungsanordnungen ist, dass die Fernsteuerungselektronik
und das Display fest miteinander verbunden und gegenseitig aufeinander abgestimmt
sind. Dadurch können an der Fernsteuerungselektronik vorzunehmende Veränderungen,
wie insbesondere neu aufgespielte Funktionen, häufig nicht ausreichend am Display
dargestellt werden. Andersherum ist es für gewöhnlich aber auch nicht oder nur mit
erheblichem Aufwand möglich, ein neues Display zu verwenden, das beispielsweise neue
Anzeigeoptionen oder eine bessere Wiedergabequalität bietet. Hierdurch entstehen insbesondere
bei Neuentwicklungen einer solchen Fernsteuerungsanordnung relativ hohe Kosten durch
die notwendige Abstimmung der Steuerungselektronik auf ein neues Display.
DE202017104769U1 beschreibt eine Fernsteuerungsanordnung mit einem als Fernsteuerungssender dienenden
tragbaren Computer, mittels dem ein Objekt gesteuert werden kann. Der tragbare Computer
ist dabei mit einer Sicherheitseinrichtung mit einem Notaus-Knopf verbunden, über
die ein Steuerungsvorgang bei Bedarf unterbrochen werden kann.
[0004] US2016/0132052A1, die die Präambel des Anspruches 1 offenbart, zeigt eine Fernsteuerungskonsole, an
der ein Tabletcomputer befestigt ist, der als Anzeigebildschirm der Konsole dient.
Vom Tabletcomputer können dabei Steuerungsbefehle an die Konsole abgegeben werden.
Ferner können Videodaten von einem Objekt an die Konsole übertragen werden, die am
Display des Tabletcomputers angezeigt werden.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei einer erfindungsgemäßen Fernsteuerungsanordnung
die genannten Nachteile zu vermeiden und eine komfortablere Funktions- oder Anzeigeerweiterung
sowie vielseitigere Anwendungsmöglichkeiten zu ermöglichen.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Fernsteuerungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Dabei ist die Standardschnittstelle bidirektional ausgebildet, so dass an
dieser erste Signale von der Fernsteuerungselektronik an den Prozessor und zweite
Signale von einem Prozessor des tragbaren Computers an die Fernsteuerungselektronik
des Sendegerätes übergeben werden können. Neben der Übergabe von Signalen vom Sendegerät
zum tragbaren Computer, wie insbesondere zur Anzeige steuerungsrelevanter Daten am
Display, können somit auch Signale vom tragbaren Computer an die Fernsteuerungselektronik
übergeben werden. Auf diese Weise ermöglicht die Fernsteuerungsanordnung vollkommen
neue Funktionen, die beispielsweise eine gegenseitige Kommunikation zwischen den Geräten
benötigen. Beispielsweise können hierdurch Programme am tragbaren Computer verwendet
beziehungsweise gespeichert werden, die selbsttätig die Übertragung bestimmter Daten
vom Sendegerät zum tragbaren Computer oder anders herum auslösen, um beispielsweise
eine Geräteanalyse, eine Reparatur oder eine Einstellung des Sendegerätes vorzunehmen.
Dabei ist es günstig, wenn die ersten Signale Bilddaten in einem üblichen Grafikstandard
zur Visualisierung der steuerungsrelevanten Daten am Computerdisplay enthalten. Auf
diese Weise können die vom Sendegerät generierten steuerungsrelevanten Daten an einer
großen Vielzahl von unterschiedlichen tragbaren Computern beziehungsweise Displays
angezeigt werden. Vorteilhafterweise enthalten die ersten Signale Gerätedaten zur
Durchführung einer Geräteanalyse am Prozessor. Neben der Anzeigefunktion über das
Display kann der tragbare Computer hierdurch auch zu Wartungs- oder Servicezwecken
verwendet werden. Hierbei kann der Computer zudem dazu benutzt werden, die Gerätedaten
zu Service- oder Reparaturzwecken an eine Servicestelle oder einen Hersteller zu übermitteln,
wie beispielsweise über einen Internetanschluss. Zudem ist es günstig, wenn die zweiten
Signale Informationsdaten zur Einstellung wenigstens eines veränderbaren Wertes des
Sendegerätes enthalten. Hierdurch können an dem Sendegerät insbesondere Einstellungen
eines Transceivers besonders einfach eingestellt oder geändert werden, wie beispielsweise
hinsichtlich der Sendefrequenz oder der Sendeleistung.
[0007] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform enthalten die zweiten Signale Steuerungsdaten
für die Steuerung des ferngesteuerten Objektes. Hierdurch ist es möglich, auch vom
tragbaren Computer über das Sendegerät eine Steuerung des Objektes vorzunehmen. Beispielsweise
können am tragbaren Computer verschiedene Steuerungsmanöver gespeichert sein, die
bei Bedarf aktiviert werden können. Hierbei werden dann entsprechende Steuerungsdaten
an das Sendegerät abgegeben, das in Abhängigkeit dieser Steuerungsdaten wiederum entsprechende
Steuerungssignale an das ferngesteuerte Objekt aussendet. Hierdurch ist eine automatisierte
beziehungsweise teilautomatisierte Steuerung des Objektes mittels des tragbaren Computers
möglich.
[0008] Vorteilhafterweise weist die Standardschnittstelle eine Steckverbindung auf, um eine
besonders stabile Datenübertragung in beide Richtungen zu gewährleisten. Hierfür kann
beispielsweise eine PCI-Bus-, USB- oder SCSI-Schnittstelle verwendet werden.
[0009] Alternativ hierzu ist es günstig, wenn die Standardschnittstelle kabellos ausgebildet
ist, wie beispielsweise durch eine Bluetooth-, IrDA- oder WLAN-Schnittstelle. Auf
diese Weise ist eine besonders einfache und komfortable Trennung und Verbindung des
tragbaren Computers gegenüber dem Sendegerät möglich, wie beispielsweise beim Austausch
des Displays.
[0010] Ferner ist es günstig, wenn die Fernsteuerungselektronik des Sendegerätes neben einer
lösbaren Verbindung mit dem tragbaren Computer eine feste Verbindung mit einem fest
im Gehäuse eingebauten stationären Display aufweist, wodurch Teile der zur Verfügung
gestellten Informationen unabhängig vom tragbaren Computer direkt am Sendegerät angezeigt
werden können.
[0011] Vorteilhafterweise ist am Gehäuse eine Halterung für die lösbare Befestigung des
tragbaren Computers vorgesehen, wodurch eine stabile Festlegung des tragbaren Computers
am Sendegerät gewährleistet werden kann.
[0012] Ferner wird die genannt Aufgabe durch ein Verfahren zum Betrieb einer Fernsteuerungsanordnung
in einer der oben beschriebenen Ausführungsformen gelöst, bei dem in einem ersten
Schritt der tragbare Computer am Gehäuse des Sendegerätes festgelegt und eine bidirektionale
Datenverbindung zwischen der Fernsteuerungselektronik des Sendegerätes und dem Prozessor
des tragbaren Computers über die Standardschnittstelle hergestellt wird. Die bidirektionale
Verbindung ermöglicht dabei neue Funktionen der Fernsteuerungsanordnung.Vorteilhafterweise
werden dabei in einem zweiten Schritt erste Signale von einer Fernsteuerungselektronik
an den Prozessor und in einem dritten Schritt zweite Signale vom Prozessor an die
Steuerungselektronik übergeben, wobei beide Schritte nacheinander oder auch gleichzeitig
erfolgen können. Hierdurch wird eine gegenseitige Kommunikation zwischen der Fernsteuerungselektronik
des Sendegerätes und dem Prozessor des tragbaren Computers ermöglicht. Vorzugsweise
enthalten die ersten Signale in einem Grafikstandard erstellte Bilddaten, mittels
denen am Computerdisplay eine Visualisierung von steuerungsrelevanten Daten generiert
wird. Die Übertragung standardisierter Bilddaten ermöglicht dabei die Anzeige der
vom Sendegerät generierten Informationen an einem für den vorgesehenen Einsatzbereich
besonders geeigneten handelsüblichen Display.Vorteilhafterweise enthalten die ersten
Signale Gerätedaten des Steuergerätes, mittels denen eine Funktionsanalyse des Sendegerätes
seitens des tragbaren Computers durchgeführt wird. Die Übertragung der Gerätedaten
an den tragbaren Computer ermöglicht dabei eine besonders umfassende Funktionsanalyse,
die entweder durch ein auf dem Computer gespeichertes Programm oder nach Weiterleitung
über das Internet seitens einer Servicestelle erfolgen kann. In einer besonders geeigneten
Ausführungsform des Verfahrens enthalten die zweiten Signale Informationsdaten, mittels
denen Einstellungen am Sendegerät oder am ferngesteuerten Objekt vorgenommen werden.
Hierdurch kann sowohl das Sendegerät als auch das ferngesteuerte Objekt über den tragbaren
Computer eingestellt beziehungsweise für vorbestimmte Verwendungen konfiguriert werden.
Die Informationsdaten können hierfür vom Prozessor an die Steuerungselektronik übergeben
werden, die in Abhängigkeit von diesen gegebenenfalls wiederum entsprechende Informationssignale
an das ferngesteuerte Objekt sendet. Die Informationsdaten können dabei sowohl fest
auf dem tragbaren Computer gespeichert sein, oder über diesen beispielsweise mittels
eines Internetanschlusses eingespielt werden.
[0013] Zudem ist es von Vorteil, wenn die ersten Signale Objektdaten des ferngesteuerten
Objekts enthalten, mittels denen eine Funktionsanalyse des ferngesteuerten Objekts
durchgeführt wird. Die Objektdaten werden hierzu seitens des Sendegerätes von dem
ferngesteuerten Objekt empfangen und an den tragbaren Computer weitergeleitet. Die
Auswertung der Objektdaten kann dann wiederum durch ein auf dem Computer gespeichertes
Programm oder nach Weiterleitung über das Internet seitens einer Servicestelle erfolgen.
[0014] Ferner ist es günstig, wenn die ersten Signale Livebilddaten des ferngesteuerten
Objekts enthalten, mittels denen am ferngesteuerten Objekt aufgenommene Livebilder
am Computerdisplay generiert werden. Hierdurch ist es für den Benutzer der Steuerungsanordnung
beispielsweise möglich, während der Fernsteuerung des Objekts einen Arbeitsbereich
des Objekts von einer geeigneteren Position aus einzusehen.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens enthalten die zweiten
Signale Steuerungsdaten, mittels denen eine Steuerung des ferngesteuerten Objekts
vorgenommen wird. Wie bereits oben beschrieben können hierdurch bestimmte Steuerungsmanöver
automatisiert oder teilaustomatisiert durchgeführt werden. Hierfür werden die Steuerungsdaten
vom Prozessor an die Steuerungselektronik übergeben, die in Abhängigkeit von diesen
wiederum entsprechende Steuerungssignale an das ferngesteuerte Objekt sendet. Die
Steuerungsdaten der einzelnen Manöver können auch hier sowohl fest auf dem tragbaren
Computer gespeichert sein, oder über diesen mittels eines Internetanschlusses eingespielt
werden.
[0016] Ferner wird die genannte Aufgabe durch ein Computerprogrammprodukt zur Speicherung
auf einem tragbaren Computer gelöst, das zur Steuerung eines Betriebsverfahrens in
einer der oben genannten Ausführungsformen gelöst ist. Das Computerprogrammprodukt
ist dabei vorzugsweise aus mehreren Anwendungsprogrammen auswählbar, die dem Benutzer
bedarfsweise über eine Internetplattform zum Herunterladen auf den tragbaren Computer
zur Verfügung gestellt werden. Hierdurch kann der Benutzer der Fernsteuerungsanordnung
diese besonders komfortabel an die jeweils vorgesehene Verwendung anpassen und zusätzliche
Funktionen einrichten.
[0017] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Fernsteuerungsanordnung und
- Figur 2
- ein Diagramm des Ablaufs eines erfindungsgemäßen Betriebsverfahrens.
[0018] Fig. 1 zeigt eine Fernsteuerungsanordnung 2, die zur Fernsteuerung eines Objektes
4 in Form einer beliebigen Hubanlage oder eines sonstigen insbesondere industriellen
oder landwirtschaftlichen Arbeitsgerätes dient. Hierzu weist die Fernsteuerungseinrichtung
2 ein Sendegerät 6 mit einem Gehäuse 8 auf. An dem Gehäuse 8 sind mehrere Bedienelemente
10 in beispielhafter Form von Joysticks, Knöpfen, Dreh- und Schiebereglern vorgesehen,
die zur Eingabe von Steuerungsbefehlen durch einen Benutzer dienen.
[0019] Innerhalb des Gehäuses 8 ist eine Fernsteuerungselektronik 12 aufgenommen, die eine
Transceivereinheit 14 mit einer Antenne 16 und eine senderseitige Schnittstelleneinrichtung
18 aufweist. Die Fernsteuerungselektronik 12 dient dabei zur Umwandlung der über die
Bedienelemente 10 eingegebenen Steuerungsbefehle in Steuerungssignale SS, die über
die Transceivereinheit 14 und die Antenne 16 zu dem zu steuernden Objekt 4 gesendet
werden können.
[0020] Wie aus Fig. 1 ferner zu entnehmen ist, ist an dem Gehäuse 8 zudem eine Halterung
20 angebracht, die zur lösbaren aber stabilen Festlegung eines tragbaren Computers
22 dient. Dieser ist beispielhaft durch ein Smartphone oder einen Tabletcomputer mit
einem insbesondere berührungsempfindlichen Computerdisplay 24 und einem Prozessor
26 gebildet. Der Prozessor 26 weist dabei eine computerseitige Schnittstelleneinrichtung
28 auf.
[0021] Die senderseitige Schnittstelleneinrichtung 18 und die computerseitige Schnittstelleneinrichtung
28 sind derart ausgebildet, dass sie eine über eine Steckverbindung 32 herstellbare
Standardschnittstelle 30A bilden. Alternativ oder zusätzlich hierzu kann eine kabellose
Standardschnittstelle 30B zwischen den Schnittstelleneinrichtungen 18, 28 hergestellt
werden, wie durch strichpunktierte Pfeile dargestellt. Die über die Steckverbindung
32 herstellbare Standardschnittstelle 30A kann dabei beispielsweise als PCI-Bus-,
USB- oder SCSI-Schnittstelle und die kabellose Standardschnittstelle als Bluetooth-,
IrDA- oder als WLAN-Schnittstelle ausgebildet sein.
[0022] In jedem Fall arbeitet die Standardschnittstelle 30A; 30B bidirektional und übergibt
erste Signale S1 von der Fernsteuerungselektronik 12 des Sendegerätes 6 an den Prozessor
26 des tragbaren Computers 22 sowie zweite Signale S2 vom Prozessor 26 an die Fernsteuerungselektronik
12.
[0023] Die ersten Signale S1 können dabei in einem üblichen Grafikstandard erstellte Bilddaten
BD enthalte, die zur Visualisierung von Informationen am Computerdisplay 24 dienen.
Die visualisierten Informationen können beispielsweise einen Ladezustand oder eine
Sendeleistung des Sendegerätes 6 darstellen. Zusätzlich oder alternativ zur Darstellung
am Computerdisplay 24 können bestimmte Informationen ferner an einem stationären Display
34 gemäß Figur 1 angezeigt werden, das direkt am Gehäuse 8 angebracht ist und eine
feste Verbindung mit der Fernsteuerungselektronik 12 aufweist. Auf diese Weise können
die betreffenden Informationen unabhängig davon angezeigt werden, ob der tragbare
Computer 22 mit dem Sendegerät 6 verbunden ist oder nicht.
[0024] Zudem können die ersten Signale S1 Gerätedaten GD enthalten, mittels denen am Prozessor
26 beispielsweise eine Analyse der Einstellungen oder der Funktionsfähigkeit des Sendegerätes
6 durchgeführt werden kann. Hierzu ist am Prozessor 26 ein entsprechendes Computerprogrammprodukt
in Form eines Anwendungsprogrammes PG gespeichert. Alternativ hierzu ist es auch möglich
die Gerätedaten GD über einen Internetanschluss 36 des tragbaren Computers 22 an eine
Servicestelle 38 weiterzuleiten, von der dann die Geräteanalyse durchgeführt werden
kann.
[0025] Ferner können die ersten Signale S1 Objektdaten OD enthalten, die von der Fernsteuerungselektronik
12 aus Objektsignalen OS abgeleitet werden, die das ferngesteuerte Objekt 4 an das
Sendegerät 6 sendet. Mittels dieser Objektdaten OD kann am Prozessor beispielsweise
eine Analyse der Einstellungen oder der Funktionsfähigkeit des Objekts 4 durchgeführt
werden. Hierzu ist am Prozessor 26 ein entsprechendes Anwendungsprogramm PO gespeichert.
[0026] Darüber hinaus können die ersten Signale S1 Livebilddaten LD enthalten, die von der
Fernsteuerungselektronik 12 aus Livebildsignalen LS abgeleitet werden, die das ferngesteuerte
Objekt 4 an das Sendegerät 6 sendet. Mittels dieser Livebilddaten LD können am Computerdisplay
24 Livebilder generiert werden, die beispielsweise einen Arbeitsbereich am Objekt
4 wiedergeben und dem Benutzer dabei eine bessere Einsicht ermöglichen.
[0027] Die zweiten Signale S2, die vom Prozessor 26 an die Fernsteuerungselektronik 12 übergeben
werden, können zudem Steuerungsdaten SD enthalten, die am Sendegerät 6 automatisierte
oder teilautomatisierte Steuerungsmanöver auslösen. Hierzu sind die verschiedenen
Steuerungsmanöver am Prozessor 26 innerhalb eines entsprechenden Anwendungsprogrammes
PS hinterlegt. Dieses Anwendungsprogramm PS ermöglicht dabei auch die Einspielung
weiterer Steuerungsdaten SD über den Internetanschluss 36.
[0028] Zudem können die zweiten Signale S2 Informationsdaten ID enthalten, die zur Einstellung
wenigstens eines veränderbaren Wertes des Sendegerätes 6 dienen. Die Informationsdaten
ID können dabei beispielsweise zur Einstellung einer Sendeleistung oder der Sendefrequenz
der Transceivereinheit 14 dienen. Hierzu ist am Prozessor 26 ein entsprechendes Anwendungsprogramm
PI gespeichert. Dieses Anwendungsprogramm PI ermöglicht dabei auch die Einspielung
weiterer Steuerungsdaten ID über den Internetanschluss 36.
[0029] Das Verfahren zum erfindungsgemäßen Betrieb der Fernsteuerungsanordnung ist nachfolgend
anhand des Ablaufdiagramms nach Fig. 2 beschrieben:
Hiernach wird beim Festlegen des tragbaren Computers 22 am Gehäuse 8 des Sendegerätes
6 in einem ersten Schritt ST1 eine bidirektionale Datenverbindung zwischen der Fernsteuerungselektronik
12 des Sendegerätes 6 und dem Prozessor 26 des tragbaren Computers 22 über eine der
Standardschnittstellen 30A; 30B hergestellt.
[0030] In einem zweiten Schritt ST2 werden dann die ersten Signale S1 von der Fernsteuerungselektronik
12 an den Prozessor 26 und in einem dritten Schritt ST3 die zweiten Signale S2 vom
Prozessor 26 an die Fernsteuerungselektronik 12 übergeben. Die Schritte ST2 und ST3
können hierbei sowohl nacheinander als auch parallel erfolgen.
[0031] Wie aus Figur 2 zu entnehmen ist, enthalten die ersten Signale S1 wahlweise die Bilddaten
BD zur Visualisierung der steuerungsrelevanten Daten am Computerdisplay 24, die Gerätedaten
GD zur Funktionsanalyse des Sendegerätes 6, die Objektdaten OD zur Funktionsanalyse
des ferngesteuerten Objekts 4 und/oder die Livebilddaten LD zur Wiedergabe von Livebildern
eines Arbeitsbereichs am Computerdisplay 24.
[0032] Die ebenfalls über die bidirektionale Schnittstelle 30A, 30B übertragenen zweiten
Signale S2 können ferner die Informationsdaten ID zur Einstellung des Sendegerätes
6 oder die Steuerungsdaten SD zur automatisierten Steuerung des Objektes 4 enthalten.
1. Fernsteuerungsanordnung (2) für ferngesteuerte Objekte (4), wie insbesondere Hubanlagen
und/oder Arbeitsgeräte,
mit einem handgeführten Sendegerät (6), das ein Gehäuse (8) aufweist, an dem mehrere
in ihrer Position verstellbare Bedienelemente (10) zur Eingabe von Steuerungsbefehlen
gehalten sind und in dem eine Fernsteuerungselektronik (12) untergebracht ist, mittels
der über die Bedienelemente (10) eingegebene Steuerungsbefehle in Signale (SS) umwandelbar
sind, die zur Steuerung des Objekts (4) aussendbar sind,
und einem am Gehäuse (8) gehaltenen Display zur Anzeige von steuerungsrelevanten Informationen,
wobei das Display durch ein Computerdisplay (24) eines separat zum Sendegerät (6)
hergestellten, tragbaren Computers (22) gebildet ist und am Gehäuse (8) eine Standardschnittstelle
(30A; 30B) vorgesehen ist, über die der tragbare Computer (22) mit der Fernsteuerungselektronik
(12) des Sendegerätes (6) lösbar verbindbar ist,
wobei die Standardschnittstelle (30A; 30B) bidirektional ausgebildet ist und an dieser
erste Signale (S1) von der Fernsteuerungselektronik (12) des Sendegerätes (6) an einen
Prozessor (26) des tragbaren Computers (22) und zweite Signale (S2) von dem Prozessor
(26) an die Fernsteuerungselektronik (12) übergebbar sind
und die ersten Signale (S1) des tragbaren Computers (22) in einem üblichen Grafikstandard
Bilddaten (BD) zur Visualisierung der steuerungsrelevanten Daten am Computerdisplay
(24) sowie Gerätedaten (GD) zur Durchführung einer Geräteanalyse am Prozessor (26)
enthalten
und dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Signale (S2) Informationsdaten (ID) zur Einstellung wenigstens eines
veränderbaren Wertes des Sendegerätes (6) enthalten.
2. Fernsteuerungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Signale (S2) Steuerungsdaten (SD) für die Steuerung des ferngesteuerten
Objektes (4) enthalten.
3. Fernsteuerungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Standardschnittstelle (30A; 30B) eine Steckverbindung (32) aufweist und/oder
kabellos ausgebildet ist.
4. Fernsteuerungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Fernsteuerungselektronik (12) des Sendegerätes (6) neben einer lösbaren Verbindung
mit dem tragbaren Computer (22) eine feste Verbindung mit einem fest im Gehäuse (8)
eingebauten stationären Display (34) aufweist.
5. Fernsteuerungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (8) eine Halterung (20) für die lösbare Befestigung des tragbaren Computers
(22) vorgesehen ist.
6. Verfahren zum Betrieb einer Fernsteuerungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
5, bei dem
in einem ersten Schritt (ST1) der tragbare Computer (22) am Gehäuse (8) des Sendegerätes
(6) festgelegt und eine bidirektionale Datenverbindung zwischen der Fernsteuerungselektronik
(12) des Sendegerätes (6) und dem Prozessor (26) des tragbaren Computers (22) über
die Standardschnittstelle (30A; 30B) hergestellt wird,
bei dem in einem zweiten Schritt (ST2) erste Signale (S1) von der Fernsteuerungselektronik
(12) an den Prozessor (26) und in einem dritten Schritt (ST3) zweite Signale (S2)
vom Prozessor (26) an die Steuerungselektronik (12) übergeben werden, wobei die ersten
Signale (S1) die in einem Grafikstandard erstellten Bilddaten (BD), mittels denen
am Computerdisplay (24) eine Visualisierung von steuerungsrelevanten Daten generiert
wird, und die Gerätedaten (GD) des Sendegerätes (6) und/oder die Objektdaten (OD)
des ferngesteuerten Objektes (4) enthalten, mittels denen durch den Prozessor (26)
eine Funktionsanalyse des Sendegerätes (6) und/oder des ferngesteuerten Objekts (4)
durchgeführt wird, sowie die zweiten Signale (S2) die Informationsdaten (ID) enthalten,
mittels denen Einstellungen am Sendegerät (6) vorgenommen werden.
7. Betriebsverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Signale (S1) die Livebilddaten (LD) enthalten, mittels denen am ferngesteuerten
Objekt (4) aufgenommene Livebilder am Computerdisplay (24) generiert werden.
8. Betriebsverfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Signale (S2) Steuerungsdaten (SD) enthalten, mittels denen eine Steuerung
des ferngesteuerten Objekts (4) vorgenommen wird.
9. Computerprogrammprodukt (PG; PO; PS; PI) zur Speicherung auf einem tragbaren Computer
(22) und zur Steuerung eines Betriebsverfahrens nach einem der Ansprüche 6 bis 8.
1. Remote-control arrangement (2) for remotely controlled objects (4), such as in particular
lifting systems and/or working devices,
having a handheld transmitter (6) which has a housing (8) on which multiple position-adjustable
operating elements (10) for the input of control commands are held and in which remote-control
electronics (12) are accommodated, by means of which control commands input via the
operating elements (10) can be converted into signals (SS) which can be emitted to
control the objects (4),
and a display held on the housing (8) for displaying control-relevant information,
wherein the display is formed by a computer display (24) of a portable computer (22)
produced separately from the transmitter (6) and a standard interface (30A; 30B),
via which the portable computer (22) can be detachably connected to the remote-control
electronics (12) of the transmitter (6), is provided on the housing (8),
wherein the standard interface (30A; 30B) is configured to be bidirectional and on
said standard interface first signals (S1) can be transmitted from the remote-control
electronics (12) of the transmitter (6) to a processor (26) of the portable computer
(22) and second signals (S2) can be transmitted from the processor (26) to the remote-control
electronics (12),
and the first signals (S1) of the portable computer (22) in a common graphic standard
contain image data (BD) for visualising the control-relevant data on the computer
display (24) and device data (GD) for carrying out a device analysis on the processor
(26)
and characterised in that the second signals (S2) contain information data (ID) for adjusting at least one
changeable value of the transmitter (6).
2. Remote-control arrangement according to claim 1, characterised in that the second signals (S2) contain control data (SD) for controlling the remotely controlled
object (4).
3. Remote-control arrangement according to claim 1 or 2, characterised in that the standard interface (30A; 30B) has a plug-in connection (32) and/or is designed
to be wireless.
4. Remote-control arrangement according to any of claims 1 to 3,
characterised in that the remote-control electronics (12) of the transmitter (6) have, in addition to a
detachable connection with the portable computer (22), a fixed connection with a stationary
display (34) which is installed permanently in the housing (8).
5. Remote-control arrangement according to any one of claims 1 to 4, characterised in that on the housing (8) a holder (20) is provided for the detachable fastening of the
portable computer (22).
6. Method for operating a remote-control arrangement according to any one of claims 1
to 5, in which
in a first step (ST1) the portable computer (22) is fastened to the housing (8) of
the transmitter (6) and a bidirectional data connection is established via the standard
interface (30A; 30B) between the remote-control electronics (12) of the transmitter
(6) and the processor (26) of the portable computer (22),
and in which in a second step (ST2) first signals (S1) are transmitted from the remote-control
electronics (12) to the processor (26) and in a third step (ST3) second signals (S2)
are transmitted from the processor (26) to the remote-control electronics (12), wherein
the first signals (S1) contain the image data (BD) created in a graphic standard,
by means of which a visualisation of control-relevant data is generated on the computer
display (24), and contain the device data (GD) of the transmitter (6) and/or the object
data (OD) of the remotely controlled object (4), by means of which a functional analysis
of the transmitter (6) and/or of the remotely controlled object (4) is carried out
by the processor (26), and the second signals (S2) contain the information data (ID)
by means of which settings are adjustments are made on the transmitter (6).
7. Operating method according to claim 6, characterised in that the first signals (S1) contain the live image data (LD) by means of which live images
captured on the remotely controlled object (4) are generated on the computer display
(24).
8. Operating method according to claim 6 or 7, characterised in that the second signals (S2) contain control data (SD) by means of which control of the
remotely controlled object (4) is performed.
9. Computer program product (PG; PO, PS, PI) to be stored on a portable computer (22)
and for controlling an operating method according to any one of claims 6 to 8.
1. Système de télécommande (2) pour des objets télécommandés (4), comme en particulier
des installations de levage et/ou des outils de travail,
avec un émetteur (6) guidé à la main, qui présente un boîtier (8), sur lequel sont
retenus plusieurs éléments de commande (10) pouvant être déplacés dans leur position
pour saisir des instructions de commande et dans lequel est logé un système électronique
de télécommande (12), au moyen duquel des instructions de commande saisies par l'intermédiaire
des éléments de commande (10) peuvent être converties en signaux (SS), qui peuvent
être émis pour commander l'objet (4),
et un écran fixé au boîtier (8) pour afficher des informations pertinentes pour la
commande,
dans lequel l'écran est conçu par un écran d'ordinateur (24) d'un ordinateur portable
(22) fabriqué séparément de l'émetteur (6) et une interface standard (30A ; 30B),
par l'intermédiaire de laquelle l'ordinateur portable (22) peut être relié de manière
amovible au système électronique de télécommande (12) de l'émetteur (6) est prévue
sur le boîtier (8),
dans lequel l'interface standard (30A ; 30B) est conçue de manière bidirectionnelle
et à laquelle des premiers signaux (S1) peuvent être transférés du système électronique
de télécommande (12) de l'émetteur (6) à un processeur (26) de l'ordinateur portable
(22) et des seconds signaux (S2) peuvent être transférés du processeur (26) au système
électronique de télécommande (12)
et les premiers signaux (S1) de l'ordinateur portable (22) contiennent des données
d'image (BD) selon une norme graphique conventionnelle pour la visualisation des données
pertinentes pour la commande à l'écran d'ordinateur (24), ainsi que des données de
l'appareil (GD) pour réaliser une analyse de l'appareil sur le processeur (26)
et caractérisé en ce que les seconds signaux (S2) contiennent des données d'information (ID) pour le réglage
d'au moins une valeur variable de l'émetteur (6).
2. Système de télécommande selon la revendication 1, caractérisé en ce que les seconds signaux (S2) contiennent des données de commande (SD) pour la commande
de l'objet télécommandé (4).
3. Système de télécommande selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'interface standard (30A ; 30B) présente une connexion enfichable (32) et/ou est
conçue sans fil.
4. Système de télécommande selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le système électronique de télécommande (12) de l'émetteur (6) présente outre une
connexion amovible avec l'ordinateur portable (22) une connexion fixe avec un écran
(34) fixe intégré au boîtier (8).
5. Système de télécommande selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'un support (20) est prévu sur le boîtier (8) pour la fixation amovible de l'ordinateur
portable (22).
6. Procédé de fonctionnement d'un système de télécommande selon l'une quelconque des
revendications 1 à 5, pour lequel
lors d'une première étape (ST1) l'ordinateur portable (22) est fixé au boîtier (8)
de l'émetteur (6) et une connexion de données bidirectionnelles est établie entre
le système électronique de télécommande (12) de l'émetteur (6) et le processeur (26)
de l'ordinateur portable (22) par l'intermédiaire de l'interface standard (30A ; 30B),
pour lequel lors d'une deuxième étape (ST2) des premiers signaux (S1) sont transmis
du système électronique de télécommande (12) au processeur (26) et lors d'une troisième
étape (ST3) des seconds signaux (S2) sont transmis du processeur (26) au système électronique
de télécommande (12), dans lequel les premiers signaux (S1) contiennent les données
d'image (BD) créées selon une norme graphique conventionnelle, au moyen desquelles
une visualisation de données pertinentes pour la commande est générée à l'écran d'ordinateur
(24), et les données de l'appareil (GD) de l'émetteur (6) et/ou les données d'objets
(OD) de l'objet télécommandé (4), au moyen desquelles une analyse fonctionnelle de
l'émetteur (6) et/ou de l'objet télécommandé (4) est réalisée par le processeur (26),
ainsi que les seconds signaux (D2) contiennent les données d'information (ID), au
moyen desquelles des réglages sont effectuées sur l'émetteur (6).
7. Procédé d'exploitation selon la revendication 6, caractérisé en ce que les premiers signaux (S1) contiennent des données d'image en direct (LD), au moyen
desquelles des images en direct enregistrées sur l'objet télécommandé (4) sont générées
à l'écran d'ordinateur (24).
8. Procédé d'exploitation selon la revendication 6 ou 7, caractérisé en ce que les seconds signaux (S2) contiennent des données de commande (SD), au moyen desquelles
une commande de l'objet télécommandé (4) est effectuée.
9. Produit de programme informatique (PG ; PO ; PS ; PI) destiné à être enregistré sur
un ordinateur portable (22) et à commander un procédé d'exploitation selon l'une quelconque
des revendications 6 à 8.