[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogenbearbeitungsmaschine mit Formgebungseinrichtung
und oberem Saugtransportmittel.
[0002] Durch die
US 2010 / 0 176 549 A1 und die
US 2011 / 0 285 080 A1 ist jeweils eine Bogenauslage bekannt, bei der Bogen hängend transportiert und dann
nach unten abgeworfen werden, wobei in diesem Zusammenhang der hintere Bereich der
Bogen in einem Klemmspalt geklemmt und abgebremst wird. Zuvor werden die Bogen liegend
transportiert.
[0003] Durch die
WO 2017/089421 A2 ist eine Bogenbearbeitungsmaschine bekannt, die eine Formgebungseinrichtung und eine
nachfolgende, als Zylinderpaar ausgebildete Separationseinrichtung zum Entfernen von
Abfallstücken und ein nachfolgendes, auch ein oberes Saugtransportmittel aufweisendes
Selektivtransportmittel aufweist.
[0004] Durch die
DE 10 2009 046 590 A1 ist eine Auslagevorrichtung bekannt, die eine umlaufende Saugvorrichtung aufweist,
mittels der Papierbeutel einzeln hängend transportiert und auf einen Auslagestapel
abgelegt werden können.
[0005] Durch die
JP 2000 062 981 A und die
US 6 131 908 A ist jeweils eine Bogenbearbeitungsmaschine mit Formgebungseinrichtung und Bogenauslage
bekannt, wobei entlang eines für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs
nach einer Formgebungsstelle eine Rütteleinrichtung zum Entfernen von Abfallstücken
von Bogen angeordnet ist und wobei entlang des Transportwegs an diese anschließend
ein Selektivtransportmittel angeordnet ist, das für einen hängenden Transport von
Bogen ausgebildet ist.
[0006] Durch die
US 4 740 193 A und die
US 5 611 529 A ist jeweils eine Auslageeinrichtung einer Stanzeinrichtung bzw. Schneideinrichtung
offenbart.
[0007] Durch die
JP H10 297808 A ist eine Vorrichtung bekannt, bei der ein unteres Transportband einer Rütteleinrichtung
teilweise geschwenkt werden kann, um Bogen auszuschleusen.
[0009] Durch die
WO 2017/202848 A1 ist eine Bogenbearbeitungsmaschine mit Saugtransportmittel bekannt.
[0010] Durch die
JP 2016 069 159 A ist ein als Bogenabbremsmittel ausgebildetes Transportmittel bekannt, das zumindest
teilweise oberhalb des Auslagestapelträgers einer Bogenauslage angeordnet ist.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bogenbearbeitungsmaschine mit Formgebungseinrichtung
und oberem Saugtransportmittel zu schaffen.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 und die Merkmale
des Anspruches 2 gelöst.
[0013] Die Bogenbearbeitungsmaschine weist eine Bogenauslage auf.
[0014] Die Bogenbearbeitungsmaschine weist bevorzugt zumindest eine insbesondere als Rotationsstanzeinrichtung
ausgebildete Formgebungseinrichtung und/oder und zumindest eine insbesondere entlang
eines für einen Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs nach der zumindest
einen Formgebungseinrichtung oder Rotationsstanzeinrichtung angeordneten Bogenauslage
auf. Die zumindest eine Formgebungseinrichtung weist bevorzugt zumindest eine insbesondere
als Stanzstelle ausgebildete Formgebungsstelle auf, die weiter bevorzugt durch zumindest
einen insbesondere als Stanzformzylinder ausgebildeten Formzylinder einerseits und
zumindest einen Gegendruckzylinder andererseits gebildet wird. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt dadurch aus, dass entlang des
für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs nach der zumindest einen Formgebungsstelle
zumindest eine Separationseinrichtung zum Entfernen von Abfallstücken von Bogen angeordnet
ist, wobei diese zumindest eine Separationseinrichtung weiter bevorzugt als Rütteleinrichtung
ausgebildet ist und/oder die Abfallstücken insbesondere an der zumindest einen Formgebungsstelle
von erzeugt werden. Diese zumindest eine Separationseinrichtung weist bevorzugt zumindest
ein Separationstransportmittel zum Transport von Bogen auf. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt dadurch aus, dass entlang des
für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs direkt an das zumindest eine
Separationstransportmittel anschließend zumindest ein als Selektivtransportmittel
ausgebildetes Transportmittel angeordnet ist, das als zumindest ein insbesondere ausschließlich
oberes Saugtransportmittel für einen insbesondere ausschließlich hängenden Transport
von Bogen ausgebildet ist. Dann ergibt sich der Vorteil, dass restliche Abfallstücke
auch noch während ihres Transports entlang des Selektivtransportmittels in einfacher
Weise,
insbesondere durch die Schwerkraft von den Bogen entfernt werden können und dadurch
daran gehindert werden, im weiteren Verlauf der Behandlung und/oder des Transports
der Bogen Probleme zu verursachen, beispielsweise beim Bilden des Auslagestapels.
Ein weiterer Vorteil besteht bevorzugt darin, dass eine Wartung einer oberen Saugeinrichtung
von unten auch bei großen Arbeitsbreiten einfach möglich ist. Ein weiterer Vorteil
besteht bevorzugt darin, dass auf den Bogen unten aufgebrachte Druckbilder bei Transport
geschont werden.
[0015] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt
dadurch aus, dass entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs
nach dem zumindest einen Selektivtransportmittel zumindest ein als Bogenabbremsmittel
ausgebildetes Transportmittel angeordnet ist, das vollständig oberhalb eines Auslagestapelträgers
der Bogenauslage angeordnet ist. Dann können Bogen besonders schonend und genau auf
einen Auslagestapel abgelegt werden. Die Bogenbearbeitungsmaschine zeichnet sich dadurch
aus, dass entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs zwischen
der zumindest einen Separationseinrichtung einerseits und dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
andererseits zumindest eine Bogenweiche zum Ausschleusen von Bogen auf einen das zumindest
eine Bogenabbremsmittel umgehenden Transportpfad angeordnet ist. Dann können Bogen
aussortiert oder zu Probezwecken entnommen werden, ohne den Auslagestapel zu beeinflussen.
[0016] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt
dadurch aus, dass entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs
nach dem zumindest einen Separationstransportmittel bis oberhalb eines Auslagestapelträgers
der Bogenauslage durchgehend Transportmittel angeordnet sind, die zumindest auch als
obere Saugtransportmittel wirkende Transportmittel und/oder als für einen hängenden
Transport von Bogen vorgesehene Transportmittel für Bogen ausgebildet sind. Alternativ
oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt dadurch aus,
dass entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs nach dem zumindest
einen Separationstransportmittel bis oberhalb eines Auslagestapelträgers der Bogenauslage
ausschließlich als obere Saugtransportmittel ausgebildete Transportmittel und/oder
für einen hängenden Transport von Bogen vorgesehene Transportmittel für Bogen angeordnet
sind. Dann können Übergaben von Bogen zwischen einem hängenden und einem liegenden
Transport oder umgekehrt vermieden werden, wodurch die Bogen flach transportiert und
geschont werden.
[0017] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt
dadurch aus, dass insbesondere entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen
Transportwegs zwischen dem zumindest einen Selektivtransportmittel und/oder der zumindest
einen Bogenweiche einerseits und dem zumindest einen Bogenabbremsmittel andererseits
zumindest eine Überschuppungseinrichtung angeordnet ist, die zumindest ein als oberes
Saugtransportmittel und/oder als Bogeneinlaufmittel ausgebildetes Transportmittel
aufweist. Dann können Bogen mit besonders großen Abmessungen und/oder in besonders
schneller Folge auf den Auslagestapel abgelegt werden. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest
eine obere Saugtransportmittel der zumindest einen Überschuppungseinrichtung als passiv
angetriebenes Saugtransportmittel ausgebildet ist. Dies erleichtert die Überschuppung
und schont die Bogen.
[0018] Ein weiterer Vorteil einer Überschuppungseinrichtung besteht insbesondere darin,
dass keine zu großen Beschleunigungen von trägen Bauteilen notwendig sind. Dadurch
kann Energie eingespart und Verschleiß reduziert werden. Ein weiterer Vorteil besteht
darin, dass ein nachfolgender Bogen einen vorderen Bogen zumindest teilweise überholen
kann und damit relativ sanfte Bewegungen der Bogen ermöglicht werden. Ein schonender
Umgang mit Bogen ist insbesondere im Zusammenhang mit Wellpappe von Vorteil.
[0019] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt
dadurch aus, dass das zumindest eine Separationstransportmittel sowohl von oben als
auch von unten auf Bogen einwirkend und/oder einzuwirken fähig ausgebildet ist und/oder
dass die zumindest Separationseinrichtung zumindest eine unterhalb des für den Transport
von Bogen vorgesehenen Transportwegs angeordnete Auffangeinrichtung für Abfallstücke
aufweist und/oder dass das zumindest eine Separationstransportmittel mehrere auf eine
Querrichtung bezogen beabstandet nebeneinander angeordnete obere Separationstransportriemen
und/oder mehrere auf eine Querrichtung bezogen beabstandet nebeneinander angeordnete
untere Separationstransportriemen aufweist.
[0020] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt
dadurch aus, dass die zumindest Separationseinrichtung als zumindest eine Rütteleinrichtung
ausgebildet ist und/oder dass die zumindest Separationseinrichtung zumindest einen
Rüttelantrieb aufweist und/oder dass die zumindest Separationseinrichtung zumindest
einen Rüttelantrieb aufweist mittels dem zumindest ein Separationstransportriemen
orthogonal zu seiner lokalen Transferrichtung auslenkbar ist und/oder dass das zumindest
eine Separationstransportmittel zumindest einen Transportantrieb aufweist, mittels
dem zumindest ein Bestandteil des zumindest einen Separationstransportmittels insbesondere
in zumindest einer lokalen Transferrichtung umlaufend antreibbar ist.
[0021] Die Bogenauslage ist bevorzugt eine Bogenauslage einer Bogenbearbeitungsmaschine.
Bevorzugt weist die Bogenauslage zumindest einen hinteren Bogenanschlag und zumindest
einen vorderen Stapelbegrenzer auf. Ein Auslagestapelbereich wird bevorzugt durch
den zumindest einen hinteren Bogenanschlag und den zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer
begrenzt.
[0022] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass die Bogenauslage zumindest ein für einen hängenden Transport von Bogen ausgebildetes
oberes Bogentransportsystem mit zumindest einer Überschuppungseinrichtung zum geschuppten,
hängenden, insbesondere gleichzeitigen Transport zumindest zweier Bogen aufweist,
insbesondere zum geschuppten, hängenden bzw. hängend geführten Transport zumindest
zweier Bogen an zumindest einer in vertikaler Richtung gesehen über einem Auslagestapelträger
und/oder über einem Auslagestapel und/oder über dem Auslagestapelbereich angeordneten
Stelle. Das bedeutet insbesondere, dass das zumindest eine für einen hängenden Transport
von Bogen ausgebildete obere Bogentransportsystem zumindest eine Überschuppungseinrichtung
aufweist und dass die zumindest eine Überschuppungseinrichtung einer Überschuppung
für einen geschuppten, hängenden Transport zumindest zweier Bogen an zumindest einer
in vertikaler Richtung gesehen über einem Auslagestapelträger und/oder über einem
Auslagestapel und/oder über dem Auslagestapelbereich angeordneten Stelle dient.
[0023] Bevorzugt ist eine Transportrichtung eine horizontale Richtung, die von dem vorderen
Stapelbegrenzer zu dem hinteren Bogenanschlag orientiert ist. Bevorzugt weist die
Bogenauslage zumindest ein für einen hängenden Transport von Bogen ausgebildetes oberes
Bogentransportsystem auf, das weiter bevorzugt zumindest ein als oberes Saugtransportmittel
ausgebildetes Bogenabbremsmittel und noch weiter bevorzugt zumindest ein als oberes
Saugtransportmittel ausgebildetes Bogeneinlaufmittel aufweist.
[0024] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass das zumindest eine Bogeneinlaufmittel auf die Transportrichtung bezogen zumindest
teilweise vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel angeordnet ist. Alternativ oder
zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest
eine Bogeneinlaufmittel sich insbesondere auf die Transportrichtung bezogen über den
zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer hinweg erstreckt. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus, dass zumindest ein nach unten
wirkendes, insbesondere nach unten auf Bogen einzuwirken fähiges, aktivierbares und
weiter bevorzugt auch deaktivierbares Verdrängungselement derart angeordnet ist, dass
sein Verdrängungsbereich sich auf die Transportrichtung bezogen zumindest teilweise
mit einem durch das zumindest eine Bogeneinlaufmittel bestimmten Transportabschnitt
des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs überschneidet. Das zumindest
eine Verdrängungselement ermöglicht bevorzugt eine Überschuppung und damit eine höhere
Anzahl auszulegender Bogen je Zeiteinheit. Das zumindest eine Verdrängungselement
ist beispielsweise als Verdrängungskörper und/oder als Verdrängungsöffnung ausgebildet.
Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Verdrängungselement vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer
angeordnet ist. Ein Vorteil besteht gegebenenfalls darin, dass durch das zumindest
eine Verdrängungselement mehr Bogen pro Zeiteinheit abgebremst werden können.
[0025] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass das zumindest eine Bogeneinlaufmittel als insbesondere auf einen Bogentransport
in Transportrichtung bezogen und/oder bezüglich seiner Transportflächen passiv angetriebenes
Saugtransportmittel ausgebildet ist. Das bedeutet insbesondere, dass jeweilige Bewegungen
zumindest einer Transportfläche dieses zumindest einen Bogeneinlaufmittels bevorzugt
nur durch einen jeweiligen Kontakt mit einem jeweiligen anderweitig angetriebenen
Bogen bewegt werden. Dann können zugleich zumindest zwei Bogen mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten daran gehalten und transportiert werden. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus, dass zumindest ein Bremsmittelantrieb
angeordnet ist, mittels dem das zumindest eine Bogenabbremsmittel antreibbar ausgebildet
ist, insbesondere bezüglich Bewegungen seiner zumindest einen Transportfläche zumindest
in der Transportrichtung. Dann kann damit ein gezieltes Abbremsen der Bogen vorgenommen
werden.
[0026] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass das zumindest eine Verdrängungselement als zumindest ein Verdrängungskörper ausgebildet
ist, dessen Lage zumindest mittels zumindest eines Verdrängungsantriebs zwischen zumindest
einer Passierlage und zumindest einer Verdrängungslage wechselbar ist und/oder dass
das zumindest eine Verdrängungselement als zumindest eine zum Ausstoßen eines Fluids
ausgebildete Verdrängungsöffnung ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich zeichnet
sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine Verdrängungselement
als zumindest ein Verdrängungshebel ausgebildet ist, der um eine Verdrängungsachse
drehbar, insbesondere schwenkbar und/oder rotierbar angeordnet ist, insbesondere mittels
des zumindest einen Verdrängungsantriebs. Bevorzugt ist die Verdrängungsachse oberhalb
der Referenzfläche angeordnet. Eine Querrichtung ist bevorzugt eine horizontale Richtung,
die orthogonal zu der Transportrichtung orientiert ist. Bevorzugt ist die Verdrängungsachse
parallel zu der Querrichtung orientiert. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich
die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus, dass die Verdrängungsachse vor dem zumindest
einen vorderen Stapelbegrenzer und/oder vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
angeordnet ist und/oder dass der zumindest eine Verdrängungskörper zumindest in zumindest
einer Verdrängungslage auf die Transportrichtung bezogen zumindest teilweise vor dem
zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer und/oder vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
angeordnet ist. Dadurch kann ein optimierter Bewegungsablauf erreicht werden, weil
Beginn und Ende des Bereichs, in dem die Verdrängung stattfindet, optimiert sind.
[0027] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass zumindest ein als oberes Saugtransportmittel ausgebildetes Bogenübergabemittel
auf die Transportrichtung bezogen zumindest teilweise vor dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel
und weiter bevorzugt vollständig vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel angeordnet
ist und/oder dass das zumindest eine Bogeneinlaufmittel auf die Transportrichtung
bezogen zumindest teilweise nach dem zumindest einen Bogenübergabemittel angeordnet
ist und/oder dass das zumindest eine Bogenabbremsmittel auf den für den Transport
von Bogen vorgesehenen Transportweg und/oder auf die Transportrichtung bezogen vollständig
nach dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer angeordnet ist und/oder dass das
zumindest eine Bogeneinlaufmittel auf den für den Transport von Bogen vorgesehenen
Transportweg und/oder auf die Transportrichtung bezogen zumindest teilweise vor dem
zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer angeordnet ist und/oder dass das zumindest
eine Bogenabbremsmittel auf den für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportweg
und/oder auf die Transportrichtung bezogen das nächste Transportmittel nach dem zumindest
einen Bogeneinlaufmittel ist.
[0028] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass ein jeweiliger Kontaktbereich insbesondere des zumindest einen Bogeneinlaufmittels
derjenige jeweilige insbesondere flächige Bereich ist, an dem ein Kontakt zwischen
einem jeweiligen insbesondere bewegbaren Bestandteil des zumindest einen Bogeneinlaufmittels
einerseits und einem jeweiligen zu transportierenden Bogen andererseits vorgesehen
ist. Unter einer Kontaktfläche ist bevorzugt eine einfach zusammenhängende Fläche
zu verstehen, die sämtliche Kontaktbereiche des zumindest einen Bogeneinlaufmittels
umfasst. Eine Referenzfläche ist bevorzugt von allen Kontaktflächen diejenige Kontaktfläche,
die sowohl die kürzeste Umrandungslinie als auch den kleinsten Flächeninhalt aufweist.
Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus, dass
der zumindest eine Verdrängungskörper in seiner zumindest einen Verdrängungslage in
einem Verdrängungsbereich nach unten durch die Referenzfläche ragt und weiter bevorzugt
dass der zumindest eine Verdrängungskörper in seiner zumindest einen Passierlage vollständig
oberhalb der Referenzfläche angeordnet ist.
[0029] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass der zumindest eine Verdrängungskörper in zumindest einer Verdrängungslage in
einem Verdrängungsbereich um zumindest 1 mm, weiter bevorzugt zumindest 2 mm, noch
weiter bevorzugt zumindest 5 mm, noch weiter bevorzugt zumindest 9 mm, noch weiter
bevorzugt zumindest 11 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 14 mm nach unten durch
die Referenzfläche ragt und/oder dass der zumindest eine Verdrängungskörper in zumindest
einer Verdrängungslage in einem Verdrängungsbereich um zumindest 100 %, weiter bevorzugt
zumindest 120 % und noch weiter bevorzugt zumindest 150 % einer maximalen mit der
Bogenauslage verarbeitbaren Dicke der Bogen nach unten durch die Referenzfläche ragt.
Dann ist genügend Platz, um auch dicke Bogen überschuppt anordnen zu können.
[0030] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage bevorzugt dadurch aus,
dass die Bogenauslage zumindest ein Abwurfmittel aufweist, das zwischen zumindest
einer Bereitschaftslage und zumindest einer Abwurflage bewegbar ist und dass das zumindest
eine Abwurfmittel in seiner zumindest einen Bereitschaftslage vollständig oberhalb
desjenigen Teils einer Transportfläche des zumindest einen Bogenabbremsmittels angeordnet
ist, die einen für einen Transport von Bogen vorgesehenen Transportweg mit festlegt
und dass das zumindest eine Abwurfmittel in seiner zumindest einen Abwurflage zumindest
teilweise nach unten bis unter diesen Teil der Transportfläche des zumindest einen
Bogenabbremsmittels ragt.
[0031] Eine Bogenbearbeitungsmaschine weist bevorzugt die zumindest eine Bogenauslage und/oder
zumindest ein Formgebungsaggregat oder Stanzaggregat und/oder zumindest ein Auftragaggregat
auf. Das zumindest eine Auftragaggregat ist bevorzugt als Flexo-Auftragaggregat und/oder
als Flexo-Druckaggregat ausgebildet. Die Bogenbearbeitungsmaschine weist bevorzugt
zumindest eine als Bogenanleger ausgebildete Substratzufuhreinrichtung auf.
[0032] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine bevorzugt
dadurch aus, dass der insbesondere als Stanzformzylinder ausgebildete Formzylinder
der Formgebungseinrichtung oberhalb des mit ihm zusammenwirkenden Gegendruckzylinders
angeordnet ist. Das bedeutet insbesondere, dass eine Rotationsasche dieses insbesondere
als Stanzformzylinder ausgebildeten Formzylinders in einer größeren Höhe angeordnet
ist, als eine Rotationsachse des mit ihm insbesondere direkt zusammenwirkenden Gegendruckzylinders.
[0033] Bevorzugt wird ein Verfahren zum Betreiben einer Bogenbearbeitungsmaschine. Bevorzugt
wird wobei bearbeitetes Substrat in Form einer Folge voneinander in einer Transportrichtung
beabstandeter Bogen in dieser Transportrichtung insbesondere mit einer Übergabegeschwindigkeit
einer Bogenauslage der Bogenbearbeitungsmaschine zugeführt.
[0034] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
zumindest während eines Bogenabbremsvorgang zumindest zeitweise zumindest zwei Bogen
mittels eines für einen hängenden Transport von Bogen ausgebildeten oberen Bogentransportsystems
der Bogenauslage hängend geführt und überschuppt angeordnet zumindest auch in der
Transportrichtung transportiert werden.
[0035] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Bogen jeweils insbesondere in einem jeweiligen Bremsübergabevorgang mittels zumindest
eines als oberes Saugtransportmittel ausgebildeten Bogeneinlaufmittels der Bogenauslage
hängend transportiert und von diesem an zumindest ein als oberes Saugtransportmittel
ausgebildetes und weiter bevorzugt in der Transportrichtung gesehen zumindest teilweise
nach dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel angeordnetes Bogenabbremsmittel übergeben
werden.
[0036] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem Verdrängungsvorgang ein jeweiliges nachlaufendes Ende eines jeweiligen vorderen
Bogens mittels zumindest eines Verdrängungselements nach unten von dem zumindest einen
Bogeneinlaufmittel weg gedrückt wird.
[0037] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem Bogenabbremsvorgang dieser jeweilige vordere Bogen mittels des zumindest
einen Bogenabbremsmittels insbesondere bezüglich der Bewegung in der Transportrichtung
abgebremst wird.
[0038] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem Überschuppungsvorgang insbesondere mittels des zumindest einen Bogenübergabemittels
ein jeweiliger vorlaufender Anfang eines jeweiligen insbesondere dem jeweiligen vorderen
Bogen nachfolgenden Bogens auf eine vertikale Richtung bezogen zwischen das nachlaufende
Ende des jeweiligen vorderen Bogens einerseits und das zumindest eine Bogeneinlaufmittel
andererseits geschoben wird, während der jeweilige vordere Bogen noch teilweise von
dem zumindest einen Bogenabbremsmittel gehalten wird.
[0039] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem Ablösevorgang der jeweilige vordere Bogen insbesondere mittels zumindest
eines Abwurfmittels von dem zumindest einen Bogenabbremsmittel vollständig abgelöst
wird.
[0040] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem Stapelvorgang der jeweilige gerade abgelöste Bogen von dem zumindest einen
Bogenabbremsmittel aus nach unten auf einem Auslagestapel abgelegt wird.
[0041] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Bogenabbremsmittel nach dem Ablösevorgang wieder beschleunigt wird
insbesondere auf die Übergabegeschwindigkeit und/oder eine Bearbeitungsgeschwindigkeit,
und danach der jeweilige nachfolgende Bogen mit dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
in Kontakt gebracht wird.
[0042] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
Transportrollen des zumindest einen Bogeneinlaufmittels ausschließlich durch einen
Kontakt dieser Transportrollen mit dem jeweiligen bewegten Bogen angetrieben rotiert
werden und/oder dass Bogen bei einem Transport entlang des zumindest einen Bogeneinlaufmittels
zumindest zweitweise entlang zumindest einer Gleitfläche des zumindest einen Bogeneinlaufmittels
gleiten.
[0043] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
der Auslagestapel zwischen einem vorderen Stapelbegrenzer einerseits und einem hinteren
Bogenanschlag andererseits gebildet wird und dass die Bogen zumindest zeitweise mittels
des zumindest einen Bogeneinlaufmittels in einem vertikal oberhalb des zumindest einen
vorderen Stapelbegrenzers angeordneten Bereich insbesondere oben gehalten werden,
insbesondere während sie transportiert werden. Alternativ oder zusätzlich zeichnet
sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass in dem Verdrängungsvorgang das jeweilige
nachlaufende Ende des jeweiligen vorderen Bogens auf die Transportrichtung bezogen
zumindest auch vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer mittels des zumindest
einen Verdrängungselements nach unten von dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel weg
gedrückt wird.
[0044] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Verdrängungselement als Verdrängungskörper ausgebildet ist und
in dem Verdrängungsvorgang zumindest teilweise bis unter eine Transportfläche des
zumindest einen Bogeneinlaufmittels bewegt wird und/oder dass das zumindest eine Verdrängungselement
als um eine Verdrängungsachse drehbarer Verdrängungshebel ausgebildet ist und in dem
Verdrängungsvorgang um die Verdrängungsachse zumindest teilweise bis unter eine Transportfläche
des zumindest einen Bogeneinlaufmittels gedreht wird, insbesondere in einer Drehrichtung
D. Die Drehrichtung D zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, dass Drehbewegungen von
Bestandteilen des zumindest einen Verdrängungskörpers, die sich in der Drehrichtung
drehen und die sich auf die vertikale Richtung bezogen unterhalb der Verdrängungsachse
befinden, eine Richtungskomponente aufweisen, die parallel zu der Transportrichtung
orientiert ist.
[0045] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Verdrängungselement während des Verdrängungsvorgangs zumindest
teilweise unterhalb der Referenzfläche des zumindest einen Bogeneinlaufmittels angeordnet
ist. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus,
dass eine auf die Transportrichtung bezogene Lage des zumindest einen Verdrängungselements
als Funktion der Zeit zumindest während des Verdrängungsvorgangs einem insbesondere
vorgegebenen Bewegungsprofil folgt. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren
bevorzugt dadurch aus, dass das Bewegungsprofil zumindest einen parabelförmigen Abschnitt
und zumindest einen linearen Abschnitt aufweist.
[0046] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0047] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Bogenbearbeitungsmaschine;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer Formgebungseinrichtung und einer Bogenauslage;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines Teilbereichs einer Bogenauslage;
- Fig. 4a
- eine schematische Darstellung eines Teilbereichs einer Bogenauslage;
- Fig. 4b
- eine schematische Darstellung eines Ausschnitts aus Fig. 4a;
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung des Teilbereichs der Bogenauslage gemäß Fig. 3 in einer
perspektivischen Ansicht;
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung des Teilbereichs der Bogenauslage gemäß Fig. 3 in einer
Ansicht von unten;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung des Teilbereichs der Bogenauslage gemäß Fig. 3 in einer
Ansicht entgegen einer Transportrichtung;
- Fig. 8a
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung jeweiliger Kontaktbereich und einer
Kontaktfläche eines Bogeneinlaufmittels;
- Fig. 8b
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung jeweiliger Kontaktbereich und einer
Kontaktfläche eines Bogeneinlaufmittels.
[0048] Unter dem Begriff eines Auftragfluids sind im Vorangegangenen und im Folgenden Tinten
und Druckfarben, aber auch Grundierungen, Lacke und pastöse Materialien zusammengefasst.
Bevorzugt sind Auftragfluide Materialien, die durch eine Bearbeitungsmaschine 01,
insbesondere Druckmaschine 01, oder zumindest ein Auftragwerk 614 oder Auftragaggregat
600 der Bearbeitungsmaschine 01, insbesondere zumindest ein Druckwerk 614 oder Druckaggregat
600 der Druckmaschine 01, auf ein Substrat 02, insbesondere einen Bedruckstoff 02,
übertragen werden und/oder übertragbar sind und dabei bevorzugt in fein strukturierter
Form und/oder nicht lediglich großflächig eine bevorzugt sichtbare und/oder durch
Sinneseindrücke spürbare und/oder maschinell detektierbare Textur auf dem Substrat
02, insbesondere Bedruckstoff 02, begründen. Tinten und Druckfarben sind bevorzugt
Lösungen oder Dispersionen zumindest eines Farbmittels in zumindest einem Lösungsmittel,
beispielsweise Wasser und/oder organische Lösungsmittel. Alternativ oder zusätzlich
kann das Auftragfluid als unter UV-Licht vernetzendes Auftragfluid ausgebildet sein.
Tinten sind relativ niedrigviskose Auftragfluide und Druckfarben sind relativ hochviskose
Auftragfluide. Tinten weisen dabei bevorzugt kein Bindemittel oder relativ wenig Bindemittel
auf, während Druckfarben bevorzugt relativ viel Bindemittel und weiter bevorzugt weitere
Hilfsstoffe enthalten. Im Vorangegangenen und im Folgenden sind insbesondere auch
farblose Lacke gemeint, wenn von Auftragfluiden und/oder Tinten und/oder Druckfarben
die Rede ist. Bevorzugt sind im Vorangegangenen und im Folgenden insbesondere auch
Mittel für eine Vorbehandlung sogenanntes Grundieren oder precoating des Bedruckstoffs
02 gemeint, wenn von Auftragfluiden und/oder Tinten und/oder Druckfarben die Rede
ist. Alternativ zu dem Begriff des Auftragfluids sind der Begriff des Druckfluids
und der Begriff des Beschichtungsmittels synonym zu verstehen. Ein jeweiliges Auftragfluid
ist bevorzugt nicht gasförmig. Ein jeweiliges Auftragfluid ist bevorzugt flüssig und/oder
pulverförmig.
[0049] Eine Bearbeitungsmaschine 01 ist bevorzugt als Druckmaschine 01 und/oder als Formgebungsmaschine
01, insbesondere Stanzmaschine 01 ausgebildet. Die Druckmaschine 01 ist beispielsweise
als Flexo-Druckmaschine 01 ausgebildet.
[0050] Bevorzugt wird die Bearbeitungsmaschine 01 als Druckmaschine 01 bezeichnet, wenn
sie zumindest ein Druckwerk 614 und/oder zumindest ein Druckaggregat 600 aufweist,
insbesondere unabhängig davon, ob sie weitere Aggregate zur Bearbeitung von Substrat
02 aufweist. Beispielsweise weist eine als Druckmaschine 01 ausgebildete Bearbeitungsmaschine
01 zusätzlich zumindest ein weiteres solches Aggregat 900 auf, beispielsweise zumindest
ein Formgebungsaggregat 900, das bevorzugt als Stanzaggregat 900 ausgebildet ist.
Bevorzugt wird die Bearbeitungsmaschine 01 als Formgebungsmaschine 01 bezeichnet,
wenn sie zumindest ein Formgebungswerk 914 und/oder zumindest ein Formgebungsaggregat
900 aufweist, insbesondere unabhängig davon, ob sie weitere Aggregate 600 zur Bearbeitung
von Substrat 02 aufweist. Bevorzugt wird die Bearbeitungsmaschine 01 als Stanzmaschine
01 bezeichnet, wenn sie zumindest ein Stanzwerk 914 und/oder zumindest ein Stanzaggregat
900 aufweist, insbesondere unabhängig davon, ob sie weitere Aggregate 600 zur Bearbeitung
von Substrat 02 aufweist. Beispielsweise weist eine als Formgebungsmaschine 01 oder
Stanzmaschine 01 ausgebildete Bearbeitungsmaschine 01 zusätzlich zumindest ein weiteres
Aggregat 600 zur Bearbeitung von Substrat 02 auf, beispielsweise zumindest ein Druckaggregat
600 und/oder zumindest ein Druckwerk 614. Sofern die Bearbeitungsmaschine 01 zumindest
ein Druckwerk 614 und/oder zumindest ein Druckaggregat 600 einerseits und zumindest
ein Formgebungswerk 914 und/oder zumindest ein Formgebungsaggregat 900 andererseits
aufweist, ist sie demnach sowohl als Druckmaschine 01 als auch als Formgebungsmaschine
01 ausgebildet. Sofern die Bearbeitungsmaschine 01 zumindest ein Druckwerk 614 und/oder
zumindest ein Druckaggregat 600 einerseits und zumindest ein Stanzwerk 914 und/oder
zumindest Stanzaggregat 900 andererseits aufweist, ist sie demnach sowohl als Druckmaschine
01 als auch als Formgebungsmaschine 01, insbesondere Stanzmaschine 01 ausgebildet.
[0051] Die Bearbeitungsmaschine 01 ist als Bogenbearbeitungsmaschine 01 ausgebildet, also
als Bearbeitungsmaschine 01 für eine Bearbeitung von bogenförmigem Substrat 02 oder
Bogen 02, insbesondere bogenförmigem Bedruckstoff 02. Beispielsweise ist die Bogenbearbeitungsmaschine
01 als Bogendruckmaschine 01 und/oder als Bogenformgebungsmaschine 01 und/oder als
Bogenstanzmaschine 01 ausgebildet. Die Bearbeitungsmaschine 01 ist weiter bevorzugt
als Wellpappbogenbearbeitungsmaschine 01 ausgebildet, also als Bearbeitungsmaschine
01 für eine Bearbeitung von bogenförmigem Substrat 02 oder Bogen 02 aus Wellpappe,
insbesondere bogenförmigem Bedruckstoff 02 aus Wellpappe. Weiter bevorzugt ist die
Bearbeitungsmaschine 01 als Bogendruckmaschine 01 ausgebildet, insbesondere als Wellpappbogendruckmaschine
01, also als Druckmaschine 01 für ein Beschichten und/oder Bedrucken von bogenförmigem
Substrat 02 oder Bogen 02 aus Wellpappe, insbesondere bogenförmigem Bedruckstoff 02
aus Wellpappe. Beispielsweise ist die Druckmaschine 01 als eine nach einem druckformgebundenen
Druckverfahren arbeitende Druckmaschine 01 ausgebildet.
[0052] Sofern nicht explizit unterschieden wird, soll hier vom Begriff des bogenförmigen
Substrates 02, insbesondere eines Bedruckstoffes 02, speziell des Bogens 02 grundsätzlich
jedes flächig und in Abschnitten vorliegendes Substrat 02, also auch tafelförmig oder
plattenförmig vorliegende Substrate 02, also auch Tafeln bzw. Platten, umfasst sein.
Das so definierte bogenförmige Substrat 02 bzw. der Bogen 02 ist beispielsweise aus
Papier oder Karton, d. h. als Papier- oder Kartonbogen, oder durch Bogen 02, Tafeln
oder ggf. Platten aus Kunststoff, Pappe, Glas oder Metall gebildet. Weiter bevorzugt
handelt es sich bei dem Substrat 02 um Wellpappe 02, insbesondere Wellpappbogen 02.
Unter einer Dicke eines Bogens 02 ist bevorzugt eine Abmessung orthogonal zu einer
größten Fläche des Bogens 02 zu verstehen. Diese größte Fläche wird auch als Hauptfläche
bezeichnet. Die Dicke der Bogen 02 beträgt beispielsweise zumindest 0,1 mm, weiter
bevorzugt zumindest 0,3 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 0,5 mm. Gerade bei
Wellpappbogen 02 sind auch deutlich größere Dicken üblich, beispielsweise zumindest
4 mm oder auch 10 mm und mehr. Wellpappbogen 02 sind vergleichsweise stabil und daher
wenig biegbar. Entsprechende Anpassungen der Bearbeitungsmaschine 01 erleichtern deshalb
die Bearbeitung von Bogen 02 großer Dicke.
[0053] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt mehrere Aggregate 100; 300; 600; 700;
900; 1000 auf. Unter einem Aggregat ist dabei bevorzugt jeweils eine Gruppe von Einrichtungen
zu verstehen, die funktionell zusammenwirken, insbesondere um einen bevorzugt in sich
geschlossenen Bearbeitungsvorgang von Bogen 02 durchführen zu können. Beispielsweise
sind zumindest zwei und bevorzugt zumindest drei und weiter bevorzugt sämtliche der
Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 als Module 100; 300; 600; 700; 900; 1000 ausgebildet
oder zumindest jeweils einem solchen zugeordnet. Unter einem Modul ist dabei insbesondere
ein jeweiliges Aggregat oder ein Gebilde aus mehreren Aggregaten zu verstehen, das
bevorzugt zumindest ein Transportmittel und/oder zumindest einen eigenen steuerbaren
und/oder regelbaren Antrieb aufweist und/oder als eigenständig funktionsfähiges Modul
und/oder jeweils für sich hergestellte und/oder jeweils für sich montierte Maschineneinheit
oder funktionelle Baugruppe ausgebildet ist. Unter einem eigenen steuerbaren und/oder
regelbaren Antrieb eines Aggregats oder Moduls ist insbesondere ein Antrieb zu verstehen,
der dazu dient, Bewegungen von Bauteilen dieses Aggregats oder Moduls anzutreiben
und/oder der dazu dient, einen Transport von Substrat 02, insbesondere Bogen 02 durch
dieses jeweilige Aggregat oder Modul und/oder durch zumindest einen Einwirkbereich
dieses jeweiligen Aggregats oder Moduls zu bewirken und/oder der dazu dient, zumindest
ein für einen Kontakt mit Bogen 02 vorgesehenes Bauteil des jeweiligen Aggregats oder
Moduls direkt oder indirekt anzutreiben. Diese Antriebe der Aggregate der Bearbeitungsmaschine
01 sind bevorzugt als insbesondere lagegeregelte Elektromotoren ausgebildet.
[0054] Bevorzugt weist jedes Aggregat 100; 300; 600; 700; 900; 1000 zumindest eine Antriebssteuerung
und/oder zumindest einen Antriebsregler auf, die dem jeweiligen zumindest einen Antrieb
des jeweiligen Aggregats zugeordnet ist. Die Antriebssteuerungen und/oder Antriebsregler
der einzelnen Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 sind bevorzugt einzeln und unabhängig
voneinander betreibbar. Weiter bevorzugt sind die Antriebssteuerungen und/oder Antriebsregler
der einzelnen Aggregate 100; 300; 600; 700; 900; 1000 schaltungstechnisch, insbesondere
mittels zumindest eines BUS-Systems, miteinander und/oder mit einer Maschinensteuerung
der Bearbeitungsmaschine 01 derart verknüpft und/oder verknüpfbar, dass eine aufeinander
abgestimmte Steuerung und/oder Regelung der Antriebe mehrerer oder aller Aggregate
100; 300; 600; 700; 900; 1000 der Bearbeitungsmaschine 01 vorgenommen wird und/oder
werden kann. Die einzelnen Aggregate und/oder insbesondere Module der Bearbeitungsmaschine
01 sind demnach zumindest bezüglich ihrer Antriebe bevorzugt elektronisch aufeinander
abgestimmt betreibbar und/oder betrieben, insbesondere mittels zumindest einer elektronischen
Leitachse. Bevorzugt wird dafür eine elektronische Leitachse vorgegeben, beispielsweise
von einer übergeordneten Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine 01. Alternativ
oder zusätzlich sind die einzelnen Aggregate der Bearbeitungsmaschine 01 zumindest
bezüglich ihrer Antriebe beispielsweise mechanisch miteinander synchronisiert und/oder
synchronisierbar. Bevorzugt sind die die einzelnen Aggregate der Bearbeitungsmaschine
01 jedoch zumindest bezüglich ihrer Antriebe mechanisch voneinander entkoppelt.
[0055] Soweit nicht anders beschrieben zeichnen sich die Aggregate der Bearbeitungsmaschine
01 bevorzugt jeweils dadurch aus, dass der durch das jeweilige Aggregat und insbesondere
durch das gegebenenfalls vorgesehenen zumindest eine Auftragaggregat 600 festgelegte
Abschnitt eines für einen Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs zumindest
im Wesentlichen flach und weiter bevorzugt vollständig flach ist. Unter einem im Wesentlichen
flachen Abschnitt des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs ist
dabei ein Abschnitt zu verstehen, der einen minimalen Krümmungsradius aufweist, der
zumindest 2 Meter beträgt, weiter bevorzugt zumindest 5 Meter und noch weiter bevorzugt
zumindest 10 Meter und noch weiter bevorzugt zumindest 50 Meter. Ein vollständig flacher
Abschnitt weist einen unendlich großen Krümmungsradius auf und ist somit ebenfalls
im Wesentlichen flach und weist somit ebenfalls einen minimalen Krümmungsradius auf,
der zumindest 2 Meter beträgt. Soweit nicht anders beschrieben zeichnen sich die Aggregate
der Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt jeweils dadurch aus, dass der durch das jeweilige
Aggregat festgelegte Abschnitt des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
zumindest im Wesentlichen horizontal und weiter bevorzugt ausschließlich horizontal
verläuft. Dieser Transportweg erstreckt sich bevorzugt in einer Transportrichtung
T. Ein im Wesentlichen horizontal verlaufender für den Transport von Bogen 02 vorgesehener
Transportweg bedeutet insbesondere, dass der vorgesehene Transportweg im gesamten
Bereich des jeweiligen Aggregats ausschließlich eine oder mehrere Richtungen aufweist,
die höchstens um 30°, bevorzugt höchstens um 15° und weiter bevorzugt höchstens um
5° von zumindest einer horizontalen Richtung abweicht. Die Richtung des Transportwegs
ist dabei insbesondere diejenige Richtung, in der die Bogen 02 an der Stelle transportiert
werden, an der die Richtung gemessen wird. Der für den Transport von Bogen 02 vorgesehene
Transportweg beginnt bevorzugt an einer Stelle einer Entnahme der Bogen 02 von einem
Anlegerstapel 104.
[0056] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Substratzufuhreinrichtung
100 auf, die weiter bevorzugt als Aggregat 100, insbesondere Substratzufuhraggregat
100 und/oder als Modul 100, insbesondere Substratzufuhrmodul 100 ausgebildet ist.
Insbesondere im Fall einer Bogenbearbeitungsmaschine 01 ist die zumindest eine Substratzufuhreinrichtung
100 bevorzugt als Bogenanleger 100 und/oder Bogenanlegeraggregat 100 und/oder Bogenanlegermodul
100 ausgebildet.
[0057] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist beispielsweise zumindest ein als Konditionierungseinrichtung
ausgebildetes Aggregat, insbesondere Konditionierungsaggregat auf, das weiter bevorzugt
als Modul, insbesondere als Konditionierungsmodul ausgebildet ist. Eine solche Konditionierungseinrichtung
ist beispielsweise als Vorbereitungseinrichtung oder als Nachbehandlungseinrichtung
ausgebildet. Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest ein als Vorbereitungseinrichtung
ausgebildetes Aggregat, insbesondere Vorbereitungsaggregat auf, das weiter bevorzugt
als Modul, insbesondere als Vorbereitungsmodul ausgebildet ist und eine Konditionierungseinrichtung
darstellt. Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Nachbehandlungseinrichtung
auf. Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Anlageeinrichtung
300 auf, die weiter bevorzugt als Anlageaggregat 300 und/oder Anlagemodul 300 ausgebildet
ist. Die zumindest eine Anlageeinrichtung 300 ist alternativ als Bestandteil der Substratzufuhreinrichtung
100 oder eines anderen Aggregats ausgebildet.
[0058] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest ein Auftragaggregat 600 auf,
das weiter bevorzugt als Modul 600, insbesondere Auftragmodul 600 ausgebildet ist.
Das zumindest eine Auftragaggregat 600 ist je nach Funktion und/oder Auftragverfahren
angeordnet und/oder aufgebaut. Das zumindest eine Auftragaggregat 600 dient bevorzugt
dazu, zumindest ein jeweiliges Auftragfluid oder Beschichtungsmittel vollflächig und/oder
teilflächig auf die Bogen 02 aufzutragen. Ein Beispiel eines Auftragaggregats 600
ist ein Druckaggregat 600, das insbesondere einem Auftragen von Druckfarbe und/oder
Tinte auf Substrat, insbesondere Bogen 02 dient. Im Vorangegangenen und im Nachfolgenden
gelten auch ein gegebenenfalls angeordnetes Grundierungsaggregat und/oder ein gegebenenfalls
Lackierungsaggregat als solches Auftragaggregat 600 oder Druckaggregat 600.
[0059] Insbesondere unabhängig von der Funktion des damit auftragbaren Auftragfluids lassen
sich Auftragaggregate 600 bevorzugt hinsichtlich ihrer Auftragverfahren unterscheiden.
Ein Beispiel eines Auftragaggregats 600 ist ein formbasiertes Auftragaggregat 600,
das insbesondere zumindest eine feste, körperliche und bevorzugt auswechselbare Druckform
aufweist. Formbasierte Auftragaggregate 600 arbeiten bevorzugt nach einem Flachdruckverfahren,
insbesondere Offset-Flachdruckverfahren und/oder nach einem Tiefdruckverfahren und/oder
nach einem Hochdruckverfahren, insbesondere bevorzugt nach einem Flexo-Druckverfahren.
Das entsprechende Auftragaggregat 600 ist dann beispielsweise ein Flexo-Auftragaggregat
600 oder Flexo-Druckaggregat 600, insbesondere Flexo-Auftragmodul 600 oder Flexo-Druckmodul
600. Das zumindest eine Auftragaggregat 600 weist bevorzugt zumindest einen Formzylinder
auf, der weiter bevorzugt unterhalb eines mit ihm insbesondere direkt zusammenwirkenden
Gegendruckzylinders angeordnet ist. Das bedeutet insbesondere, dass eine Rotationsachse
dieses Formzylinders in einer geringeren Höhe angeordnet ist, als eine Rotationsachse
des mit ihm insbesondere direkt zusammenwirkenden Gegendruckzylinders.
[0060] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist beispielsweise zumindest ein als Trocknungseinrichtung
ausgebildetes Aggregat, insbesondere Trocknungsaggregat auf, das weiter bevorzugt
als Modul, insbesondere als Trocknungsmodul ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich
ist beispielsweise zumindest eine Trocknungsvorrichtung 506 und/oder zumindest eine
Nachtrocknungseinrichtung Bestandteil zumindest eines bevorzugt als Modul 100; 300;
600; 700; 900; 1000 ausgebildeten Aggregats 100; 300; 600; 700; 900; 1000. Beispielsweise
weist zumindest ein Auftragaggregat 600 zumindest eine Trocknungsvorrichtung 506 auf
und/oder weist zumindest eine Transporteinrichtung 700 und/oder zumindest ein Transportaggregat
700 zumindest eine Trocknungsvorrichtung 506.
[0061] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Transporteinrichtung 700
auf, die weiter bevorzugt als Aggregat 700, insbesondere Transportaggregat 700, und/oder
als Modul 700, insbesondere als Transportmodul 700 ausgebildet ist. Die Transporteinrichtung
700 wird auch als Transportmittel 700 bezeichnet. Zusätzlich oder alternativ weist
die Bearbeitungsmaschine 01 bevorzugt Transporteinrichtungen 700 beispielsweise als
Bestandteile anderer Aggregate und/oder Module auf.
[0062] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest eine Formgebungseinrichtung
900 oder Stanzeinrichtung 900 auf, die weiter bevorzugt als Aggregat 900, insbesondere
Formgebungsaggregat 900 oder Stanzaggregat 900, und/oder als Modul 900, insbesondere
als Formgebungsmodul 900 oder Stanzmodul 900 ausgebildet ist. Bevorzugt weist die
Bearbeitungsmaschine 01 zumindest ein als Stanzaggregat 900 ausgebildetes Formgebungsaggregat
900 auf. Die zumindest eine Formgebungseinrichtung 900 ist bevorzugt als Rotationsstanzeinrichtung
900 ausgebildet und/oder weist bevorzugt zumindest ein Formgebungswerk 914 oder Stanzwerk
914 auf. Unter einer Formgebungseinrichtung 900 soll auch eine Prägeeinrichtung und/oder
eine Rilleinrichtung zu verstehen sein. Bevorzugt ist eine Perforiereinrichtung ebenfalls
eine Form einer Stanzeinrichtung 900. Bevorzugt zeichnet sich die zumindest eine Formgebungseinrichtung
900 und/oder das zumindest eine Formgebungsaggregat 900 dadurch aus, dass ein durch
die zumindest eine Formgebungseinrichtung 900 und/oder das zumindest eine Formgebungsaggregat
900 festgelegter Abschnitt des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
zumindest im Wesentlichen flach und weiter bevorzugt vollständig flach ist.
[0063] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt zumindest ein als Substratabgabeeinrichtung
1000 ausgebildetes, insbesondere als Bogenauslage 1000 ausgebildetes Aggregat 1000,
insbesondere Auslageaggregat 1000 auf, das weiter bevorzugt als Modul 1000, insbesondere
als Auslagemodul 1000 ausgebildet ist.
[0064] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist beispielsweise zumindest ein als Weiterverarbeitungseinrichtung
ausgebildetes Aggregat, insbesondere Weiterverarbeitungsaggregat auf, das weiter bevorzugt
als Modul, insbesondere als Weiterverarbeitungsmodul ausgebildet ist.
[0065] Die insbesondere für einen Transport von Bogen 02 vorgesehene Transportrichtung T
ist eine Richtung T, die bevorzugt zumindest im Wesentlichen und weiter bevorzugt
vollständig horizontal orientiert ist und/oder die bevorzugt von einem ersten Aggregat
der Bearbeitungsmaschine 01 zu einem letzten Aggregat der Bearbeitungsmaschine 01
weist, insbesondere von einem Bogenanlegeraggregat 100 bzw. einer Substratzufuhreinrichtung
100 einerseits zu einem Auslageaggregat 1000 bzw. einer Substratabgabeeinrichtung
1000 andererseits, und/oder die bevorzugt in einer Richtung weist, in der die Bogen
02 abgesehen von vertikalen Bewegungen oder vertikalen Komponenten von Bewegungen
transportiert werden, insbesondere von einem ersten Kontakt mit einem der Substratzufuhreinrichtung
100 nachgeordneten Aggregat der Bearbeitungsmaschine 01 oder ersten Kontakt mit der
Bearbeitungsmaschine 01 bis zu einem letzten Kontakt mit der Bearbeitungsmaschine
01. Unabhängig davon, ob die Anlageeinrichtung 300 ein eigenständiges Aggregat 300
oder Modul 300 ist oder Bestandteil der Substratzufuhreinrichtung 100 ist, ist die
Transportrichtung T bevorzugt diejenige Richtung T, in der eine horizontale Komponente
einer Richtung weist, die von der Anlageeinrichtung 300 zu der Substratabgabeeinrichtung
1000 orientiert ist.
[0066] Eine Querrichtung A ist bevorzugt eine orthogonal zu der Transportrichtung T der
Bogen 02 und/oder orthogonal zu dem vorgesehenen Transportweg der Bogen 02 durch das
zumindest eine Auftragaggregat 600 und/oder durch das zumindest eine Formgebungsaggregat
900 und/oder durch die zumindest eine Bogenauslage 1000 orientierte Richtung. Die
Querrichtung A ist bevorzugt eine horizontal orientierte Richtung A. Eine Arbeitsbreite
der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder des zumindest einen Auftragaggregats 600 und/oder
des zumindest einen Formgebungsaggregats 900 und/oder der zumindest einen Bogenauslage
1000 ist bevorzugt eine Abmessung, die sich bevorzugt orthogonal zu dem vorgesehenen
Transportweg der Bogen 02 durch das zumindest eine Auftragaggregat 600 und/oder das
zumindest eine Formgebungsaggregat 900 und/oder die zumindest eine Bogenauslage 1000
erstreckt, weiter bevorzugt in der Querrichtung A. Die Arbeitsbreite der Bearbeitungsmaschine
01 entspricht bevorzugt einer maximalen Breite, die ein Bogen 02 aufweisen darf, um
noch mit der Bearbeitungsmaschine 01 bearbeitet werden zu können, also insbesondere
einer maximalen mit der Bearbeitungsmaschine 01 verarbeitbaren Bogenbreite. Unter
der Breite eines Bogens 02 ist dabei insbesondere dessen Abmessung in der Querrichtung
A zu verstehen. Dies ist bevorzugt unabhängig davon, ob diese Breite des Bogens 02
größer oder kleiner ist als eine dazu orthogonale horizontale Abmessung des Bogens
02, die weiter bevorzugt die Länge dieses Bogens 02 darstellt. Die Arbeitsbreite der
Bearbeitungsmaschine 01 entspricht bevorzugt der Arbeitsbreite des zumindest einen
Auftragaggregat 600 und/oder des zumindest einen Formgebungsaggregats 900 und/oder
der zumindest einen Bogenauslage 1000. Die Arbeitsbreite der Bearbeitungsmaschine
01, insbesondere Bogenbearbeitungsmaschine 01 beträgt bevorzugt zumindest 100 cm,
weiter bevorzugt zumindest 150 cm, noch weiter bevorzugt zumindest 160 cm, noch weiter
bevorzugt zumindest 200 cm und noch weiter bevorzugt zumindest 250 cm.
[0067] Die Bearbeitungsmaschine 01 weist bevorzugt an einer oder mehreren Stellen Transportmittel
07; 08; 09; 904 auf. Zumindest eines dieser Transportmittel 07; 08; 09 ist bevorzugt
als Saugtransportmittel 07; 08; 09 ausgebildet, insbesondere als Saugband 07; 09 und/oder
als Saugkastenband und/oder als Rollensaugsystem 08 und/oder als Saugrolle. Solche
Saugtransportmittel 07; 08; 09 dienen bevorzugt dazu, Bogen 02 kontrolliert vorwärts
zu bewegen und/oder Bewegungen zu ermöglichen, während Bogen 02 gegen zumindest eine
Gegendruckfläche des entsprechenden Saugtransportmittels gehalten werden. Dabei wird
bevorzugt ein relativer Unterdruck genutzt, um die Bogen 02 gegen zumindest eine Transportfläche
22; 23; 24 zu ziehen und/oder zu drücken. Bevorzugt wird eine Transportbewegung der
Bogen 02 durch eine entsprechende insbesondere umlaufende Bewegung der zumindest einen
Transportfläche 22; 23; 24 erzeugt. Alternativ oder zusätzlich wird der Bogen 02 durch
das zumindest eine Saugtransportmittel in seiner Bahn beispielsweise entlang des für
den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs gehalten und dabei eine Transportbewegung
des Bogens 02 durch eine von einem anderen, beispielsweise vorgeordneten und/oder
nachgeordneten Transportmittel vorgegebene Kraft erzeugt. Der Unterdruck ist dabei
insbesondere ein Unterdruck relativ zu einem Umgebungsdruck, insbesondere relativ
zu einem Atmosphärendruck.
[0068] Unter einem Saugtransportmittel 07; 08; 09 ist also bevorzugt eine Einrichtung zu
verstehen, die zumindest eine Gegendruckfläche 22; 23; 24 aufweist, die weiter bevorzugt
als Gleitfläche und/oder als insbesondere bewegbare Transportfläche 22; 23; 24 ausgebildet
ist und die beispielsweise zumindest teilweise zumindest in der Transportrichtung
T bewegbar ist. Weiterhin weist das jeweilige Saugtransportmittel 07; 08; 09 bevorzugt
zumindest eine Unterdruckkammer auf, die weiter bevorzugt mittels einer Saugleitung
mit zumindest einer Unterdruckquelle verbunden ist. Die Unterdruckquelle weist beispielsweise
ein Gebläse auf. Die zumindest eine Unterdruckkammer weist zumindest eine Saugöffnung
auf, die einem Ansaugen der Bogen 02 dient. Je nach Ausführungsform des Saugtransportmittels
07; 08; 09 und Größe der Bogen 02 werden die Bogen 02 dabei in eine die zumindest
eine Saugöffnung verschließende Lage gesaugt oder lediglich derart gegen eine Gegendruckfläche
22; 23; 24 gesaugt, dass dennoch Umgebungsluft an den Bogen 02 vorbei in die Saugöffnung
gelangen kann. Beispielsweise weist die Transportfläche 22; 23; 24 eine oder mehrere
Ansaugöffnungen 36 auf. Die Ansaugöffnungen 36 dienen bevorzugt dazu, einen Unterdruck
von der Saugöffnung der Unterdruckkammer bis zu der Transportfläche 22; 23; 24 weiter
zu vermitteln, insbesondere ohne Druckverluste oder mit sehr geringen Druckverlusten.
Alternativ oder zusätzlich wirkt die Saugöffnung derart auf die Bogen 02, dass diese
gegen die Transportfläche 22; 23; 24 gesaugt wird, ohne dass die Transportfläche 22;
23; 24 Ansaugöffnungen 36 aufweisen würde. Beispielsweise ist zumindest ein Umlenkmittel
47 angeordnet, das direkt oder indirekt für eine umlaufende Bewegung der zumindest
einen Transportfläche 22; 23; 24 sorgt. Bevorzugt ist das zumindest eine Umlenkmittel
47 und/oder die Transportfläche 22; 23; 24 selbst angetrieben und/oder antreibbar,
insbesondere um für eine Bewegung der Bogen 02 zu sorgen. Alternativ erlaubt die Transportfläche
ein Gleiten von Bogen 02 entlang der Transportfläche.
[0069] Eine erste Ausführungsform eines Saugtransportmittels 07; 09 ist ein Saugband 07;
09. Unter einem Saugband 07; 09 ist dabei eine Einrichtung zu verstehen, die zumindest
ein flexibles Transportband 37; 38 aufweist, dessen Oberfläche als Transportfläche
22; 24 dient. Das zumindest eine Transportband 37; 38 wird bevorzugt durch als Umlenkrollen
47 und/oder Umlenkwalzen 47 ausgebildete Umlenkmittel 47 umgelenkt und/oder ist bevorzugt
in sich geschlossen, insbesondere derart, dass ein endloser Umlauf ermöglicht ist.
Das zumindest ein Transportband 37; 38 weist bevorzugt eine Vielzahl von Ansaugöffnungen
36 auf. Das zumindest eine Transportband 37; 38 bedeckt bevorzugt in zumindest einem
Abschnitt seines Umlaufwegs die zumindest eine Saugöffnung der zumindest einen Unterdruckkammer.
Weiter bevorzugt ist die Unterdruckkammer dann nur durch die Ansaugöffnungen 36 des
zumindest einen Transportbands 37; 38 mit einer Umgebung und/oder mit Bogen 02 verbunden.
Bevorzugt sind Stützmittel angeordnet, die verhindern, dass das zumindest eine Transportband
37; 38 zu weit oder überhaupt in die Unterdruckkammer gezogen wird und/oder die dafür
sorgen, dass die Transportfläche 22; 24 eine gewünschte Form annimmt, beispielsweise
derart, dass sie zumindest in dem Bereich, in dem ihre Ansaugöffnungen 36 mit der
Unterdruckkammer verbunden sind, eine ebene Fläche bildet. Durch eine umlaufende Bewegung
des zumindest einen Transportbands 37; 38 ergibt sich dann eine Vorwärtsbewegung der
Transportfläche 22; 24, wobei Bogen 02 genau in dem Bereich sicher auf der Transportfläche
22; 24 gehalten werden, in dem sie der durch das zumindest eine Transportband 37;
38 mit Ausnahme der Ansaugöffnungen 36 abgedeckten Saugöffnung gegenüberliegen.
[0070] Eine zweite Ausführungsform eines Saugtransportmittels 08 ist ein Rollensaugsystem
08. Unter einem Rollensaugsystem 08 ist dabei eine Einrichtung zu verstehen, bei der
die zumindest eine Transportfläche 23 aus zumindest Abschnitten von Mantelflächen
einer Vielzahl von Transportrollen 26 und/oder Transportwalzen 26 gebildet wird. Die
Transportrollen 26 und/oder Transportwalzen 26 bilden damit jeweils beispielsweise
geschlossene und/oder durch Rotation umlaufenden Teile der Transportfläche 23. Das
Rollensaugsystem 08 weist bevorzugt eine Vielzahl von Saugöffnungen auf. Diese Saugöffnungen
sind bevorzugt zumindest zwischen benachbarten Transportrollen 26 und/oder Transportwalzen
26 angeordnet. Beispielsweise ist zumindest eine Abdeckmaske angeordnet, die bevorzugt
eine Begrenzung der Unterdruckkammer darstellt. Die Abdeckmaske weist bevorzugt die
Vielzahl von Saugöffnungen auf. Die Abdeckmaske bildet bevorzugt eine im Wesentlichen
ebene Fläche. Bevorzugt sind die Transportrollen 26 und/oder Transportwalzen 26 derart
angeordnet, dass sie von dieser ebenen Fläche geschnitten werden und weiter bevorzugt
nur zu einem geringen Teil, beispielsweise nur wenige Millimeter über diese ebene
Fläche hinausragen, insbesondere in einer von der Unterdruckkammer abgewandten Richtung.
Die Saugöffnungen sind dann bevorzugt rahmenförmig ausgebildet und umgeben jeweils
zumindest eine der Transportrollen 26 und/oder Transportwalzen 26. Durch eine umlaufende
Bewegung der Transportrollen 26 und/oder Transportwalzen 26 ergibt sich dann eine
Vorwärtsbewegung der entsprechenden Teile der Transportfläche 23, wobei Bogen 02 genau
in dem Bereich sicher auf der Transportfläche 23 gehalten werden, in welchem sie den
Saugöffnung gegenüberliegen.
[0071] Eine dritte Ausführungsform eines Saugtransportmittels ist ein Saugkastenband. Unter
einem Saugkastenband ist dabei eine Einrichtung zu verstehen, die eine Mehrzahl von
insbesondere umlaufend bewegbaren Saugkästen aufweist, die jeweils eine als Transportfläche
dienende Außenfläche aufweisen.
[0072] Eine vierte Ausführungsform eines Saugtransportmittels ist zumindest eine Saugrolle.
Unter einer Saugrolle ist dabei eine Rolle zu verstehen, deren Mantelfläche als Transportfläche
dient und eine Vielzahl von Ansaugöffnungen aufweist und die in ihrem Inneren zumindest
eine Unterdruckkammer aufweist, die beispielsweise mittels einer Saugleitung mit zumindest
einer Unterdruckquelle verbunden ist.
[0073] Eine fünfte Ausführungsform eines Saugtransportmittels ist zumindest eine Gleitsaugvorrichtung.
Die Gleitsaugvorrichtung ist bevorzugt als passives Transportmittel ausgebildet und
dient insbesondere dazu, Randbedingungen bezüglich einer Lage eines jeweiligen Bogens
02 vorzugeben, ohne den Bogen 02 selbst in Bewegung zu versetzen. Die jeweilige Gleitsaugvorrichtung
weist bevorzugt zumindest eine Gleitfläche und zumindest eine Unterdruckkammer und
zumindest eine Saugöffnung auf. Dies zumindest eine Gleitfläche dient dann als Gegendruckfläche
und dient als Transportfläche. Im Fall der Gleitsaugvorrichtung wird die als Gleitfläche
ausgebildete Transportfläche bevorzugt nicht bewegt. Die Gleitfläche dient als Gegendruckfläche,
gegen die entsprechende Bogen 02 gepresst werden. Die Bogen 02 können dabei dennoch
entlang der Gleitfläche bewegt werden, insbesondere sofern sie anderweitig mit einer
zumindest auch parallel zu der Gleitfläche orientierten Kraft beaufschlagt werden.
Beispielsweise kann mittels einer Gleitsaugvorrichtung ein Bereich zwischen zwei angetriebenen
Saugtarnsportmitteln überbrückt werden.
[0074] Es ist möglich, unterschiedliche Ausführungsformen von Saugtransportmitteln zu kombinieren.
Diese können beispielsweise zumindest eine gemeinsame Unterdruckquelle und/oder zumindest
eine gemeinsame Unterdruckkammer und/oder zumindest aufweisen und/oder als ein Saugtransportmittel
zusammenwirken und/oder hintereinander und/oder nebeneinander angeordnet sein. Solche
Kombinationen sind dann bevorzugt jeweils zumindest zweien der Ausführungsformen von
Saugtransportmitteln zuzuordnen.
[0075] Unabhängig von der Ausführungsform des jeweiligen Saugtransportmittels 07; 08; 09
sind zumindest zwei im Folgenden beschriebene Anordnungen des jeweiligen Saugtransportmittels
07; 08; 09 möglich.
[0076] In einer ersten Anordnung befindet sich ein von dem jeweiligen Saugtransportmittel
07; 08; 09 festgelegter Abschnitt des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs unterhalb der insbesondere bewegbaren Transportfläche 22; 23; 24, die
insbesondere als Gegendruckfläche 22; 23; 24 dient und beispielsweise zumindest teilweise
zumindest in der Transportrichtung T bewegbar ist. Beispielsweise ist das jeweilige
Saugtransportmittel 07; 08; 09 dann als oberes Saugtransportmittel 07; 08; 09 ausgebildet,
wobei weiter bevorzugt dessen Saugöffnungen oder Ansaugöffnungen 36 zumindest während
ihrer Verbindung mit der zumindest einen Unterdruckkammer bevorzugt zumindest auch
oder nur nach unten weisen und/oder dessen Saugwirkung bevorzugt zumindest auch oder
nur nach oben gerichtet ist. Die Bogen 02 werden dann von dem Saugtransportmittel
07; 08; 09 bevorzugt hängend transportiert.
[0077] In einer zweiten Anordnung befindet sich ein von dem jeweiligen Saugtransportmittel
festgelegter Abschnitt des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
oberhalb der insbesondere bewegbaren Transportfläche, die insbesondere als Gegendruckfläche
dient und beispielsweise zumindest teilweise zumindest in der Transportrichtung T
bewegbar ist. Beispielsweise ist das jeweilige Saugtransportmittel dann als unteres
Saugtransportmittel ausgebildet, wobei weiter bevorzugt dessen Saugöffnungen oder
Ansaugöffnungen zumindest während ihrer Verbindung mit der zumindest einen Unterdruckkammer
bevorzugt zumindest auch oder nur nach oben weisen und/oder dessen Saugwirkung bevorzugt
zumindest auch oder nur nach unten gerichtet ist. Die Bogen 02 werden dann von dem
Saugtransportmittel bevorzugt liegend transportiert.
[0078] Die Bogenbearbeitungsmaschine 01 ist eine Bogenbearbeitungsmaschine 01 mit zumindest
einer Formgebungseinrichtung 900 und zumindest einer entlang eines für einen Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach der zumindest einen Formgebungseinrichtung
900 angeordneten Bogenauslage 1000. Die zumindest eine Formgebungseinrichtung 900
ist bevorzugt als zumindest eine Rotationsstanzeinrichtung 900 ausgebildet. Beispielsweise
ist genau eine Formgebungseinrichtung 900 und/oder Rotationsstanzeinrichtung 900 angeordnet.
Die zumindest eine Formgebungseinrichtung 900 weist bevorzugt zumindest eine und weiter
bevorzugt genau eine Formgebungsstelle 909 auf, die durch zumindest und weiter bevorzugt
genau einen insbesondere als Stanzformzylinder 901 ausgebildeten Formzylinder 901
einerseits und zumindest einen Gegendruckzylinder 902 andererseits gebildet wird.
Die Formgebungsstelle 909 ist bevorzugt derjenige Bereich, in dem sich der jeweilige
Formzylinder 901 einerseits und der jeweilige Gegendruckzylinder 902 andererseits
am nächsten sind. Die zumindest eine Formgebungsstelle 909 ist bevorzugt als zumindest
eine Stanzstelle 909 und/oder als zumindest ein Transportmittel 909 und/oder als zumindest
ein Formgebungstransportmittel 909 und/oder als zumindest ein Stanztransportmittel
909 ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine
01 bevorzugt dadurch aus, dass der insbesondere als Stanzformzylinder 901 ausgebildete
Formzylinder 901 der Formgebungseinrichtung 900 oberhalb des mit ihm zusammenwirkenden
Gegendruckzylinders 902 angeordnet ist. Das bedeutet insbesondere, dass eine Rotationsasche
dieses insbesondere als Stanzformzylinder 901 ausgebildeten Formzylinders 901 in einer
größeren Höhe angeordnet ist, als eine Rotationsachse des mit ihm insbesondere direkt
zusammenwirkenden Gegendruckzylinders 902.
[0079] Die Bogenbearbeitungsmaschine 01 zeichnet sich dadurch aus, dass entlang des für
den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach der zumindest einen Formgebungsstelle
909 zumindest eine Separationseinrichtung 903 zum Entfernen von Abfallstücken von
Bogen 02 angeordnet ist. Die zumindest eine Separationseinrichtung 903 dient also
insbesondere einer Separation derjenigen Teile des Bogens 02, die weiterhin als Bogen
02 behandelt und gegebenenfalls weiter verarbeitet werden sollen von solchen Abfallstücken,
insbesondere ehemaligen Teilen des Bogens 02, die von dem Bogen 02 bereits ganz oder
teilweise abgetrennt wurden und von dem Bogen 02 entfernt werden sollen. Solche Abfallstücke
entstehen beispielsweise in einem Stanzvorgang und/oder werden beispielsweise an der
zumindest einen Formgebungsstelle 909 von erzeugt. Die zumindest eine Separationseinrichtung
903 ist beispielsweise als Separationsaggregat 903 und/oder als Separationsmodul 903
ausgebildet. Alternativ ist die zumindest eine Separationseinrichtung 903 Bestandteil
eines anderen Aggregats 900 oder Moduls 900, insbesondere des zumindest einen Formgebungsaggregats
900 oder Formgebungsmoduls 900. Insbesondere werden im Vorangegangenen und im Folgenden
mit dem Begriff des Bogens 02 sowohl solche Bogen 02 bezeichnet, die noch nicht mittels
der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 bearbeitet wurden, als auch solche
Bogen 02, die bereits mittels der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 und/oder
mittels der zumindest einen Separationseinrichtung 903 bearbeitet wurden und dabei
gegebenenfalls in ihrer Form und/oder ihrer Masse verändert wurden.
[0080] Die zumindest eine Separationseinrichtung 903 weist zumindest ein Separationstransportmittel
904 auf, insbesondere zum Transport von Bogen 02. Das zumindest eine Separationstransportmittel
904 dient bevorzugt dazu, jeweilige Bogen 02 entlang des für den Transport von Bogen
02 vorgesehenen Transportwegs und/oder in der Transportrichtung T zu transportieren,
während Abfallstücke von den jeweiligen Bogen 02 entfernt werden. Die Abfallstücke
werden dabei bevorzugt in einer jeweiligen Richtung transportiert, die zumindest eine
Komponente aufweist, die orthogonal zu der Transportrichtung T orientiert ist, beispielsweise
vertikal nach unten. Bevorzugt wird zumindest auch die Schwerkraft genutzt, um solche
Abfallstücke von den jeweiligen Bogen 02 zu entfernen. So muss bevorzugt nur eine
Kraft aufgebracht werden, die das jeweilige Abfallstück vom jeweiligen Bogen 02 trennt
und durch die Schwerkraft wird dann das jeweilige Abfallstück nach unten abgeführt.
[0081] Bevorzugt ist längs des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
genau ein Separationstransportmittel 904 angeordnet. Alternativ sind längs des für
den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs mehrere Separationstransportmittel
904 angeordnet, die beispielsweise unterschiedlich ausgebildet sind. Alternativ oder
zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Separationstransportmittel 904 sowohl von oben als auch von unten
auf Bogen 02 einwirkend und/oder einzuwirken fähig ausgebildet ist. Dann können Bogen
02 trotz des Einwirkens der zumindest einen Separationseinrichtung 903 mit hinreichender
Genauigkeit entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
transportiert werden. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine
01 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine Separationstransportmittel 904 mehrere
auf eine Querrichtung A bezogen beabstandet nebeneinander angeordnete obere Separationstransportriemen
907 und/oder mehrere auf eine Querrichtung A bezogen beabstandet nebeneinander angeordnete
untere Separationstransportriemen 908 aufweist. Separationstransportriemen 907; 908
sind beispielsweise als endlose und/oder umlaufende Riemen ausgebildet, die weiter
bevorzugt in der Querrichtung A eine relativ geringe Abmessung aufweisen, beispielsweise
weniger als 5 cm, bevorzugt weniger als 2 cm und weiter bevorzugt weniger als 1 cm.
Bevorzugt sind auf die Querrichtung A bezogen relativ große Abstände zwischen jeweiligen
benachbarten Separationstransportriemen 907; 908, beispielsweise zumindest 2 cm, weiter
bevorzugt zumindest 5 cm, noch weiter bevorzugt zumindest 10 cm und noch weiter bevorzugt
zumindest 20 cm. Dadurch können Abfallstücke nach unten und/oder nach oben zwischen
den Separationstransportriemen 907; 908 hindurch bewegt werden, insbesondere hindurchfallen.
[0082] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 beispielsweise
dadurch aus, dass zumindest ein Walzenspalt als Separationstransportmittel 904 eingesetzt
wird. Dann können Abfallstücke beispielsweise vor oder hinter dem jeweiligen Walzenspalt
nach unten und/oder nach oben zwischen dem jeweiligen Walzenspalt und einem anderen
Transportmittel hindurch bewegt werden, insbesondere hindurchfallen. Als solches weiteres
Transportmittel kann beispielsweise zumindest ein weiterer Walzenspalt und/oder zumindest
ein Separationstransportriemen 907; 908 angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest
eine Separationstransportmittel 904 von jeglichem Saugtransportmittel verschieden,
also nicht als Saugtransportmittel ausgebildet ist.
[0083] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass die zumindest Separationseinrichtung 903 als zumindest eine Rütteleinrichtung
903 ausgebildet ist und/oder dass die zumindest Separationseinrichtung 903 zumindest
einen Rüttelantrieb 911 aufweist. Bevorzugt ist mittels des zumindest einen Rüttelantriebs
911 zumindest ein Separationstransportriemen 907; 908 orthogonal zu seiner lokalen
Transferrichtung auslenkbar. Unter einer lokalen Transferrichtung ist dabei jeweils
diejenige Richtung zu verstehen, in der ein jeweiliges Element des jeweiligen Separationstransportriemens
907; 908 auf Grund einer Umlaufbewegung des jeweiligen Separationstransportriemen
907; 908 beweget wird, insbesondere abgesehen von gegebenenfalls überlagerten Auslenkbewegungen.
Der zumindest eine Rüttelantrieb 911 dient also bevorzugt dazu, den jeweiligen Bogen
02 zu rütteln, insbesondere durch Bewegungen in Richtungen orthogonal zu der Transportrichtung
T. Solche Bewegungen sind beispielsweise nur mit geringer Auslenkung notwendig. Beispielsweise
ist der zumindest eine Rüttelantrieb 911 auf das zumindest eine Separationstransportmittel
904 und/oder zumindest einen Separationstransportriemen 907; 908 direkt oder indirekt
einwirkend und/oder einzuwirken fähig angeordnet, beispielsweise über zumindest eine
Schlagwelle. Beispielsweise ist der zumindest eine Rüttelantrieb 911 auf zumindest
ein Umlenkmittel und/oder zumindest ein Leitmittel zumindest eines Separationstransportriemens
907; 908 direkt oder indirekt einwirkend und/oder einzuwirken fähig angeordnet. Als
Rüttelantrieb 911 ist beispielsweise zumindest ein elektrischer und/oder zumindest
ein pneumatischer und/oder zumindest ein hydraulischer und/oder zumindest ein magnetischer
Antrieb angeordnet. Alternativ oder zusätzlich weist die zumindest eine Separationseinrichtung
903 beispielsweise zumindest ein Separationsgebläse auf, das weiter bevorzugt dazu
dient, Abfallstücke durch zumindest einen zumindest zeitweise aktivierten Gasstrom
von den jeweiligen Bogen 02 zu entfernen.
[0084] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass das zumindest eine Separationstransportmittel 904 zumindest einen
Transportantrieb 912 aufweist, mittels dem zumindest ein Bestandteil des zumindest
einen Separationstransportmittels 904 umlaufend antreibbar ist, insbesondere in zumindest
einer jeweiligen lokalen Transferrichtung. Der zumindest eine Transportantrieb 912
des zumindest einen Separationstransportmittels 904 und insbesondere dessen Antriebsregler
ist bevorzugt mit der Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder mit
der elektronischen Leitachse verbunden, insbesondere über das BUS-System.
[0085] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass die zumindest Separationseinrichtung 903 zumindest eine unterhalb
des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs angeordnete Auffangeinrichtung
für Abfallstücke aufweist. Die Auffangeinrichtung ist beispielsweise als Behälter
und/oder als Zerkleinerungseinrichtung und/oder als angetriebene Abfuhrvorrichtung
ausgebildet, beispielsweise als Transportband.
[0086] Die Bogenbearbeitungsmaschine 01 zeichnet sich dadurch aus, dass entlang des für
den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs zumindest ein als Selektivtransportmittel
09; 906 ausgebildetes Transportmittel 09; 906 angeordnet ist, insbesondere entlang
des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach dem zumindest einen
Separationstransportmittel 904. Das zumindest eine als Selektivtransportmittel 09;
906 ausgebildetes Transportmittel 09; 906 ist entlang des für den Transport von Bogen
02 vorgesehenen Transportwegs an das zumindest eine Separationstransportmittel 904
anschließend angeordnet, insbesondere direkt an das zumindest eine Separationstransportmittel
904 anschließend. Unter einem Selektivtransportmittel 09; 906 ist dabei insbesondere
ein Transportmittel 09; 906 zu verstehen, das nur ausgewählte Objekte transportiert
und/oder zu transportieren fähig ausgebildet ist, beispielsweise ausschließlich Bogen
02 und/oder keine Abfallstücke. Als Unterscheidungskriterium dient beispielsweise
zumindest eine Lage und/oder zumindest eine Abmessung des jeweiligen Objekts, insbesondere
bezüglich der Querrichtung A.
[0087] Das zumindest ein als Selektivtransportmittel 09; 906 ist als zumindest ein oberes
Saugtransportmittel 09; 906 für einen hängenden Transport von Bogen 02 ausgebildet,
bevorzugt als zumindest ein ausschließlich oberes Saugtransportmittel 09; 906 und/oder
für einen ausschließlich hängenden Transport von Bogen 02. Dann können etwaige Abfallstücke
auch nach dem zumindest einen Separationstransportmittel 904 noch nach unten weg fallen
und sich von den Bogen 02 entfernen, ohne nachfolgende Prozesse zu stören.
[0088] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass der für den Transport von Bogen 02 vorgesehene Transportweg nach
dem zumindest einen Separationstransportmittel 904 bis oberhalb eines Auslagestapelträgers
48 der Bogenauslage 100 zumindest im Wesentlichen und weiter bevorzugt vollständig
flach ist.
[0089] Die Bogenbearbeitungsmaschine 01 zeichnet sich dadurch aus, dass entlang des für
den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach dem zumindest einen Selektivtransportmittel
906 zumindest ein als Bogenabbremsmittel 07 ausgebildetes Transportmittel 07 angeordnet
ist, das zumindest teilweise und bevorzugt vollständig oberhalb eines Auslagestapelträgers
48 der Bogenauslage 1000 angeordnet ist. Das zumindest eine Bogenabbremsmittel dient
insbesondere dazu, Bogen 02 abzubremsen, bevor sie auf einen Auslagestapel 28 abgelegt
werden.
[0090] Die Bogenbearbeitungsmaschine 01 zeichnet sich dadurch aus, dass entlang des für
den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs zwischen der zumindest einen
Separationseinrichtung 903 einerseits und dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07
andererseits zumindest eine Bogenweiche 49 zum Ausschleusen von Bogen 02 auf einen
das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 umgehenden Transportpfad angeordnet ist.
Die zumindest eine Bogenweiche 49 dient beispielsweise zum Ausschleusen zumindest
eines zu untersuchenden Probebogens und/oder zumindest eines Makulaturbogens. Die
zumindest eine Bogenweiche 49 weist beispielsweise zumindest ein Auslenkelement auf,
weiter bevorzugt mehrere Auslenkelemente, die auf die Querrichtung A bezogen nebeneinander
angeordnet sind. Bevorzugt sind die Auslenkelemente derart angeordnet, dass sie insbesondere
pneumatisch zwischen einer Passierposition und einer Auslenkposition umschaltbar sind.
Bei in der Passierposition angeordnetem zumindest einem Auslenkelement wird bevorzugt
zumindest ein jeweiliger Bogen 02 entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs zu dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 und/oder dem Auslagestapelträger
48 weitergeleitet. Bei in der Auslenkposition angeordnetem zumindest einem Auslenkelement
wird bevorzugt zumindest ein jeweiliger Bogen 02 auf den das zumindest eine Bogenabbremsmittel
07 umgehenden Transportpfad und/oder zu einer Ausleitauslage 51 weitergeleitet. Bevorzugt
ist zumindest eine Führung 52, insbesondere zumindest ein Führungsblech 52 angeordnet,
mittels dem weiter bevorzugt die Weiterleitung auf den das zumindest eine Bogenabbremsmittel
07 umgehenden Transportpfad und/oder zu der Ausleitauslage 51 erfolgt. Beispielsweise
werden Bogen mittels des zumindest einem Auslenkelements zwischen zwei Führungen 52
geleitet, die zunächst als obere und untere Führung 52 wirken und durch ihre Krümmung
im weitere Verlauf des Transportpfads zu vorderen und hinteren Führungen 52 werden.
Beispielsweise ist das zumindest eine Auslenkelement derart angeordnet, dass es in
seiner Auslenkposition in Querrichtung zwischen zumindest zwei Transportbändern und/oder
Transportriemen des zumindest einen Selektivtransportmittels 09; 906 angeordnet ist.
[0091] Das jeweilige zumindest eine Selektivtransportmittel 09; 906 weist bevorzugt zumindest
zwei und weiter bevorzugt zumindest fünf in der Querrichtung A nebeneinander und/oder
in der Querrichtung A beabstandet angeordnete Transportbänder auf. Beispielsweise
sind als das zumindest eine Selektivtransportmittel 09; 906 jeweils mehrere Saugbänder
angeordnet. Diese Saugbänder weisen beispielweise jeweils eine Breite auf, die bevorzugt
zumindest 10 mm, weiter bevorzugt zumindest 20 mm, noch weiter bevorzugt zumindest
50 mm beträgt und die bevorzugt höchstens 200 mm, weiter bevorzugt höchstens 100 mm
und noch weiter bevorzugt höchstens 80 mm beträgt. Insgesamt decken diese Saugbänder
bevorzugt zumindest 10%, weiter bevorzugt zumindest 20 % und noch weiter bevorzugt
zumindest 25 % und unabhängig davon bevorzugt höchstens 50 %, weiter bevorzugt höchstens
40 % und noch weiter bevorzugt höchstens 35 % der Arbeitsbreite der Bogenbearbeitungsmaschine
01 ab.
[0092] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass zwei Selektivtransportmittel 09; 906 entlang des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs und/oder in der Transportrichtung T hintereinander
angeordnet sind. Beispielsweise ist ein insbesondere auf den für den Transport von
Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs und/oder auf die Transportrichtung T bezogen erstes
dieser zumindest zwei Selektivtransportmittel 09; 906 als Ausgangstransportmittel
906 der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 ausgebildet. Das zumindest eine
Ausgangstransportmittel 906 der zumindest einen Formgebungseinrichtung 900 dient beispielsweise
dazu, sicherzustellen, dass ausschließlich Bogen 02 ohne Abfallstücke weitergegebene
werden. Beispielsweise ist ein insbesondere auf den für den Transport von Bogen 02
vorgesehenen Transportwegs und/oder auf die Transportrichtung T bezogen zweites und/oder
letztes dieser zumindest zwei Selektivtransportmittel 09; 906 als Bogenübergabemittel
09 ausgebildet. Das zumindest eine Bogenübergabemittel 09 dient beispielsweise dazu,
für den Auslagestapel 28 bestimmte Bogen 02 weiterzuleiten. Das zumindest eine Bogenübergabemittel
09 ist beispielsweise der Bogenauslage 1000 zugeordnet. Beispielsweise ist ein Einwirkbereich
der zumindest einen Bogenweiche 49 an einer Stelle entlang des für den Transport von
Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs angeordnet, die in der Transportrichtung T gesehen
sowohl von dem zumindest einen Ausgangstransportmittel 906 als auch von dem zumindest
einen Bogenübergabemittel 09 höchstens 100 cm weit entfernt ist, weiter bevorzugt
höchstens 50 cm und noch weiter bevorzugt höchstens 20 cm. Dann kann beispielsweise
ein modularer Aufbau realisiert werden, bei dem das zumindest eine Ausgangstransportmittel
906 an jeweilige Maschinengegebenheiten anpassbar ist, während das zumindest eine
Bogenübergabemittel 09 eine standardisierte Ausbildung aufweist. Bevorzugt ist die
zumindest eine Ausleitauslage 51 und/oder die zumindest eine Führung 52 unterhalb
des zumindest einen Bogenübergabemittels 09 angeordnet.
[0093] Bevorzugt ist jeder der zumindest zwei Selektivtransportmittel 09; 906 als jeweiliges
Saugtransportmittel 09; 906 ausgebildet. Bevorzugt weist das zumindest eine Selektivtransportmittel
09; 906 zumindest einen eigenen einen Antrieb 21; 913 auf, der weiter bevorzugt als
insbesondere lagegeregelter Elektromotor 21; 913 ausgebildet ist. Weiter bevorzugt
weist jedes der zumindest zwei Selektivtransportmittel 09; 906 jeweils einen eigenen
Antrieb 21; 913 auf, der weiter bevorzugt als insbesondere lagegeregelter Elektromotor
21; 913 ausgebildet ist. Insbesondere weist bevorzugt das zumindest eine Ausgangstransportmittel
906 zumindest einen Ausgangsantrieb 953, der weiter bevorzugt als insbesondere lagegeregelter
Elektromotor 953 ausgebildet ist. Der zumindest eine Ausgangstransportmittel 906 und
insbesondere dessen Antriebsregler ist bevorzugt mit der Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine
01 und/oder mit der elektronischen Leitachse verbunden, insbesondere über das BUS-System.
[0094] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
zwischen dem zumindest einen Selektivtransportmittel 906 einerseits und dem zumindest
einen Bogenabbremsmittel 07 andererseits zumindest eine Überschuppungseinrichtung
46 angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine
01 bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Überschuppungseinrichtung 46 entlang
des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs zwischen der zumindest
einen Bogenweiche 49 einerseits und dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 andererseits
angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine
01 bevorzugt dadurch aus, dass sie zumindest ein als oberes Saugtransportmittel 08
und/oder als Bogeneinlaufmittel 08 ausgebildetes Transportmittel 08 aufweist. Weiter
bevorzugt ist das zumindest eine obere Saugtransportmittel 08 der zumindest einen
Überschuppungseinrichtung 46 als passiv angetriebenes Saugtransportmittel 08 und/oder
als Gleitsaugvorrichtung 08 ausgebildet.
[0095] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass die Bogenauslage 1000 zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04
aufweist und/oder dass ein Auslagestapelbereich zumindest durch den zumindest einen
hinteren Bogenanschlag 03 und den zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 begrenzt
wird und/oder dass die Bogenauslage 1000 zumindest ein für einen hängenden Transport
von Bogen 02 ausgebildetes oberes Bogentransportsystem 06 aufweist, das die zumindest
eine Überschuppungseinrichtung 46 aufweist und/oder dass die zumindest eine Überschuppungseinrichtung
46 einer Überschuppung für einen geschuppten, hängenden Transport zumindest zweier
Bogen 02 an zumindest einer in vertikaler Richtung V gesehen über dem Auslagestapelbereich
angeordneten Stelle dient.
[0096] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass das zumindest eine für einen hängenden Transport von Bogen 02 ausgebildete
obere Bogentransportsystem 06 zumindest ein als oberes Saugtransportmittel 08 ausgebildetes
Bogeneinlaufmittel 08 und zumindest ein als oberes Saugtransportmittel 07 ausgebildetes
Bogenabbremsmittel 07 aufweist und/oder dass das zumindest eine Bogeneinlaufmittel
08 auf die Transportrichtung T bezogen zumindest teilweise vor dem zumindest einen
Bogenabbremsmittel 07 angeordnet ist und/oder dass das zumindest eine Bogeneinlaufmittel
08 auf die Transportrichtung T bezogen zumindest teilweise vor dem zumindest einen
vorderen Stapelbegrenzer 04 angeordnet ist und/oder sich über den zumindest einen
vorderen Stapelbegrenzer 04 hinweg erstreckt und/oder dass zumindest ein nach unten
wirkendes, aktivierbares Verdrängungselement 12 auf den für den Transport von Bogen
02 vorgesehenen Transportweg und/oder auf die Transportrichtung T bezogen im Bereich
des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 angeordnet ist und/oder dass zumindest
ein nach unten wirkendes, aktivierbares Verdrängungselement 12 derart angeordnet ist,
dass sein Verdrängungsbereich sich auf die Transportrichtung T bezogen zumindest teilweise
mit einem durch das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 bestimmten Transportabschnitt
des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs überschneidet.
[0097] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 auf den für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportweg und/oder auf die Transportrichtung T bezogen
vollständig nach dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 angeordnet ist. Dann
ist bevorzugt sichergestellt, dass ein nachfolgender Bogen 02 nicht negativ von dem
zumindest einen Borgenabbremsmittel 07 beeinflusst wird. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest
eine Bogenabbremsmittel 07 auf den für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportweg
und/oder auf die Transportrichtung T bezogen das nächste Transportmittel 07 nach dem
zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08 ist.
[0098] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
nach dem zumindest einen Separationstransportmittel 904 bis oberhalb eines Auslagestapelträgers
48 der Bogenauslage 100 durchgehend Transportmittel 906; 07; 08; 09 angeordnet sind,
die zumindest auch als als obere Saugtransportmittel 906; 07; 08; 09 wirkende Transportmittel
906; 07; 08; 09 und/oder als für einen hängenden Transport von Bogen 02 vorgesehene
Transportmittel 906; 07; 08; 09 für Bogen 02 ausgebildet sind. Auch eine Anordnung
mit kleineren Lücken zwischen solchen Transportmitteln 906; 07; 08; 09 ist dabei als
durchgehende Anordnung zu verstehen, solange keine ausschließlich von unten wirkenden
Transportmittel 906; 07; 08; 09 dazwischen angeordnet sind. Solche Lücken sind bevorzugt
kleiner als 50 cm, weiter bevorzugt kleiner als 20 cm, noch weiter bevorzugt kleiner
als 10 cm und noch weiter bevorzugt kleiner als 5 cm.
[0099] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
nach dem zumindest einen Separationstransportmittel 904 bis oberhalb des Auslagestapelträgers
48 der Bogenauslage 100 ausschließlich als obere Saugtransportmittel 906; 07; 08;
09 ausgebildete Transportmittel 906; 07; 08; 09 und/oder für einen hängenden Transport
von Bogen 02 vorgesehene Transportmittel 906; 07; 08; 09 für Bogen 02 angeordnet sind.
[0100] Beispielsweise ist entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
zumindest ein als Formgebungsstelle 909 ausgebildetes, von oben und unten auf Bogen
02 einwirkendes und/oder einzuwirken fähiges Transportmittel 909 angeordnet. Beispielsweise
ist entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach der
zumindest einen Formgebungsstelle 909 zumindest ein als Separationstransportmittel
904 ausgebildetes, bevorzugt von oben und unten auf Bogen 02 einwirkendes und/oder
einzuwirken fähiges Transportmittel 904 angeordnet. Beispielsweise ist entlang des
für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs nach dem zumindest einen
Separationstransportmittel 904 zumindest ein als Ausgangstransportmittel 906 ausgebildetes,
bevorzugt für einen hängenden Transport von Bogen 02 vorgesehenes und/oder nur von
oben auf Bogen 02 einwirkendes und/oder einzuwirken fähiges Transportmittel 906 angeordnet.
Bevorzugt befindet sich entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
am Ende des zumindest einen Ausgangstransportmittel 906 eine Übergabestelle zur hängenden
Übergabe von Bogen 02 an ein nachfolgendes oberes Saugtransportmittel 09.
[0101] Beispielsweise ist entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs
nach dem zumindest einen Ausgangstransportmittel 906 zumindest ein als Bogenübergabemittel
09 ausgebildetes, bevorzugt für einen hängenden Transport von Bogen 02 vorgesehenes
und/oder nur von oben auf Bogen 02 einwirkendes und/oder einzuwirken fähiges Transportmittel
09 angeordnet. Beispielsweise ist entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs nach dem zumindest einen Bogenübergabemittel 09 zumindest ein als Bogeneinlaufmittel
08 ausgebildetes, bevorzugt für einen hängenden Transport von Bogen 02 vorgesehenes
und/oder nur von oben auf Bogen 02 einwirkendes und/oder einzuwirken fähiges Transportmittel
08 angeordnet. Beispielsweise ist entlang des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs nach dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08 zumindest ein als Bogenabbremsmittel
07 ausgebildetes, bevorzugt für einen hängenden Transport von Bogen 02 vorgesehenes
und/oder nur von oben auf Bogen 02 einwirkendes und/oder einzuwirken fähiges Transportmittel
07 angeordnet.
[0102] Bevorzugt ist die Bogenauslage 1000 eine Bogenauslage 1000 einer Bogenbearbeitungsmaschine
01. Die Bogenauslage 1000 weist bevorzugt zumindest einen hinteren Bogenanschlag 03
auf, der auch als hinterer Stapelbegrenzer 03 bezeichnet wird. Die Bogenauslage 1000
weist bevorzugt zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 auf, der auch als vorderer
Bogenanschlag 04 bezeichnet wird. Die Transportrichtung T ist bevorzugt eine horizontale
Richtung T, die von dem vorderen Stapelbegrenzer 04 zu dem hinteren Bogenanschlag
03 orientiert ist.
[0103] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass die Bogenauslage 1000 zumindest ein insbesondere für einen hängenden Transport
von Bogen 02 ausgebildetes Bogentransportsystem 06 aufweist, das weiter bevorzugt
als oberes Bogentransportsystem 06 ausgebildet ist. Das insbesondere obere Bogentransportsystem
06 weist bevorzugt zumindest ein als oberes Saugtransportmittel 08 ausgebildetes Bogeneinlaufmittel
08 auf. Das insbesondere obere Bogentransportsystem 06 weist bevorzugt des zumindest
eine als oberes Saugtransportmittel 07 ausgebildete Bogenabbremsmittel 07 auf. Das
zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 ist auf die Transportrichtung T bezogen bevorzugt
zumindest teilweise vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 angeordnet. Insbesondere
ist das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 auf die Transportrichtung T bezogen zumindest
teilweise nach dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08 angeordnet.
[0104] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 und das zumindest eine Bogenabbremsmittel
07 derart angeordnet sind, dass sich das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 einerseits
und das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 auf die Transportrichtung T bezogen teilweise
überlappen. Das bedeutet insbesondere, dass in diesem Fall bevorzugt zumindest ein
Bestandteil des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 und zumindest ein Bestandteil
des zumindest einen Bogenabbremsmittels 07 in der Querrichtung A nebeneinander angeordnet
sind. In einer möglichen Weiterbildung ist ein Bestandteil einer Transportfläche 22
des zumindest einen Bogenabbremsmittels 07 in der Querrichtung A neben einem Bestandteil
einer Transportfläche 23 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 angeordnet.
[0105] Bevorzugt ist zumindest ein Bogenübergabemittel 09 auf die Transportrichtung T bezogen
und/oder entlang des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs zumindest
teilweise vor dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08 und weiter bevorzugt vollständig
vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 angeordnet. Das zumindest eine Bogenübergabemittel
09 dient bevorzugt dazu, Bogen 02 von einem weiter vorne angeordneten Bereich der
Bearbeitungsmaschine 01 kommend der Bogenauslage 1000 und/oder dem zumindest einen
Bogeneinlaufmittel 08 zuzuführen. Das zumindest eine Bogenübergabemittel 09 ist beispielsweise
als Bestandteil der Bogenauslage 1000 oder als Bestandteil eines anderen Aggregats
600; 700; 900 ausgebildet, beispielsweise als Bestandteil des zumindest einen Formgebungsaggregats
900 oder Stanzaggregats 900 oder als Bestandteil eines Auftragsaggregats 600 oder
als Bestandteil eines Transportaggregats 700.
[0106] Das zumindest eine Bogenübergabemittel 09 ist bevorzugt als zumindest ein oberes
Saugtransportmittel 09 ausgebildet, weiter bevorzugt als zumindest ein Saugband 09.
Bevorzugt weist das zumindest eine Bogenübergabemittel 09 eine Mehrzahl von in der
Querrichtung A nebeneinander angeordneten Transportbändern 38 auf, die jeweils Ansaugöffnungen
36 aufweisen. Durch die Transportbänder 38 des zumindest einen Bogenübergabemittels
09 ist bevorzugt eine Transportfläche 24 des zumindest einen Bogenübergabemittels
09 festgelegt. Die einzelnen Transportbänder 38 des zumindest einen Bogenübergabemittels
09 sind bevorzugt zueinander beabstandet angeordnet. Die dazwischen angeordneten Zwischenräume
bieten bevorzugt Platz dafür, das zumindest eine Bogenübergabemittel 09 und das zumindest
eine Bogeneinlaufmittel 08 auf die Transportrichtung T bezogen teilweise überlappend
anzuordnen.
[0107] Bevorzugt ist zumindest ein als oberes Saugtransportmittel 09 ausgebildetes Bogenübergabemittel
09 auf die Transportrichtung T bezogen zumindest teilweise vor dem zumindest einen
Bogeneinlaufmittel 08 angeordnet und weiter bevorzugt vollständig vor dem zumindest
einen Bogenabbremsmittel 07. Insbesondere ist bevorzugt das zumindest eine Bogeneinlaufmittel
08 auf die Transportrichtung T bezogen zumindest teilweise nach dem zumindest einen
Bogenübergabemittel 09 angeordnet.
[0108] Bevorzugt ist zumindest ein Übergabemittelantrieb 21 angeordnet, mittels dem das
zumindest eine Bogenübergabemittel 09 antreibbar ausgebildet ist, insbesondere bezüglich
Bewegungen der Transportfläche 24 des zumindest einen Bogenübergabemittels 09 zumindest
in Transportrichtung T. Der zumindest eine Übergabemittelantrieb 21 ist bevorzugt
als insbesondere lagegeregelter Elektromotor 21 ausgebildet. Der zumindest eine Übergabemittelantrieb
21 und insbesondere dessen Antriebsregler ist bevorzugt mit der Maschinensteuerung
der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder mit der elektronischen Leitachse verbunden, insbesondere
über das BUS-System.
[0109] Bevorzugt überlappen das zumindest eine Bogenübergabemittel 09 einerseits und das
zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 auf die Transportrichtung T bezogen teilweise.
Das bedeutet insbesondere, dass in diesem Fall bevorzugt zumindest ein Bestandteil
des zumindest einen Bogenübergabemittels 09 und zumindest ein Bestandteil des zumindest
einen Bogeneinlaufmittels 08 in der Querrichtung A nebeneinander angeordnet sind.
In einer möglichen Weiterbildung ist ein Bestandteil der Transportfläche 24 des zumindest
einen Bogenübergabemittels 09 in der Querrichtung A neben einem Bestandteil der Transportfläche
23 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 angeordnet.
[0110] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest
eine Bogeneinlaufmittel 08 vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 beginnt
und auch vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 endet. Alternativ oder
zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest
eine Bogeneinlaufmittel 08 sich insbesondere auf die Transportrichtung T bezogen über
den zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 hinweg erstreckt, also insbesondere
vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 beginnt und nach dem zumindest
einen vorderen Stapelbegrenzer 04 endet. Bevorzugt wird, dass die Bogen 02 zumindest
zeitweise mittels des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 in einem vertikal oberhalb
des zumindest einen vorderen Stapelbegrenzers 04 angeordneten Bereich gehalten werden,
insbesondere oben gehalten werden, insbesondere während sie transportiert werden.
Das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 ist bevorzugt als Rollensaugsystem 08 ausgebildet
und weist weiter bevorzugt eine Mehrzahl von Transportrollen 26 auf. Beispielsweise
weist das zumindest eine Rollensaugsystem 08 mehrere Wellen auf, die jeweils um eine
jeweilige Achse rotierbar sind, wobei sich diese Achse jeweils in der Querrichtung
A erstreckt. Beispielsweise sind an jeder dieser Wellen jeweils mehrere Transportrollen
26 insbesondere voneinander beabstandet in der Querrichtung A nebeneinander angeordnet.
Bevorzugt weist das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 jedoch mehrere einzelne Leitelemente
39 auf, die jeweils eine Mehrzahl von Transportrollen 26 aufweisen, die in der Transportrichtung
T hintereinander angeordnet sind und weiter bevorzugt unabhängig voneinander drehbar
und/oder rotierbar sind. Beispielsweise weist jedes derartige Leitelement 39 genau
eine Reihe von solchen Transportrollen 26 auf. Die Transportrollen 26 sind bevorzugt
in einem jeweiligen Gehäuse des jeweiligen Leitelements 39 gelagert, das weiter bevorzugt
zugleich eine entsprechende Unterdruckkammer bildet. Beispielsweise sind die jeweiligen
Leitelemente 39 voneinander in der Querrichtung A beabstandet angeordnet. Beispielsweise
sind die Leitelemente 39 zumindest teilweise beispielsweise an einem ihrer Enden in
einem jeweiligen Zwischenraum zwischen Transportbändern 38 des zumindest einen Bogenübergabemittels
09 angeordnete und an ihrem anderen Ende in einem jeweiligen Zwischenraum zwischen
Transportbändern 37 der zumindest einen Bogenabbremsmittels 07 angeordnet.
[0111] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 als passiv angetriebenes Saugtransportmittel
08 ausgebildet ist, insbesondere auf einen Bogentransport in Transportrichtung T bezogen
und/oder bezüglich seiner Transportfläche 23. Unter einem passiv angetriebenen Saugtransportmittel
08 ist dabei insbesondere ein Saugtransportmittel 08 zu verstehen, das keinen eigenen
Antrieb zum vorwärts bewegen der Bogen 02 aufweist, sondern zumindest eine frei bewegbare,
insbesondere frei drehbare Transportfläche 23 aufweist, die lediglich durch einen
Kontakt mit einem Bogen 02 in Bewegung versetzt wird. Das passive angetriebene Saugtransportmittel
08 hält die Bogen 02 dennoch mittels Unterdruck an seiner Transportfläche 23, nimmt
aber bevorzugt keinen aktiven Einfluss auf deren Bewegung in der Transportrichtung
T.
[0112] Das als passiv angetriebenes Saugtransportmittel 08 und als Rollensaugsystem 08 ausgebildete
zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 bietet den Vorteil, dass Teile zumindest zweier
Bogen 02 gleichzeitig damit mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten transportiert
werden können. Bevorzugt liegt im Bogeneinlaufmittel 08 während des Betriebs der Bogenbearbeitungsmaschine
01 durchgehend ein Unterdruck vor.
[0113] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass zumindest ein Bremsmittelantrieb 19 angeordnet ist, mittels dem das zumindest
eine Bogenabbremsmittel 07 antreibbar ausgebildet ist. Der zumindest eine Bremsmittelantrieb
19 ist bevorzugt als insbesondere lagegeregelter Elektromotor 19 ausgebildet. Der
zumindest eine Bremsmittelantrieb 19 und insbesondere dessen Antriebsregler ist bevorzugt
mit der Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder mit der elektronischen
Leitachse verbunden, insbesondere über das BUS-System. Mittels des zumindest einen
Bogenabbremsmittels 07 sind Bogen 02 abbremsbar, beispielsweise ausgehend von einer
Übergabegeschwindigkeit und/oder auf eine Endgeschwindigkeit. Die Übergabegeschwindigkeit
ist bevorzugt eine Geschwindigkeit, mit der Bogen 02 der Bogenauslage 1000 zugeführt
werden. Die Endgeschwindigkeit ist bevorzugt eine auf den für den Transport von Bogen
02 vorgesehenen Transportweg und/oder auf die Transportrichtung T bezogene Geschwindigkeit,
mit der Bogen 02 in dem Moment transportiert werden, in dem sie von dem zumindest
einen Bogenabbremsmittel 07 abgelöst werden. Bevorzugt ist die Endgeschwindigkeit
Null. Dabei soll eine nach unten gerichtete Bewegung zum Ablegen der jeweiligen Bogen
02 auf einem Auslagestapel 28 unberücksichtigt bleiben.
[0114] Das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 ist bevorzugt als zumindest ein Saugband
07 ausgebildet. Bevorzugt weist das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 eine Mehrzahl
von in der Querrichtung A nebeneinander angeordneten Transportbändern 37 auf, die
jeweils Ansaugöffnungen 36 aufweisen. Durch die Transportbänder 37 des zumindest einen
Bogenabbremsmittels 07 ist bevorzugt die Transportfläche 22 des zumindest einen Bogenabbremsmittels
07 festgelegt. Die einzelnen Transportbänder 37 des zumindest einen Bogenabbremsmittels
07 sind bevorzugt zueinander beabstandet angeordnet. Die dazwischen angeordneten Zwischenräume
bieten beispielsweise Platz für zumindest ein und bevorzugt jeweils ein Abwurfmittel
32. Die dazwischen angeordneten Zwischenräume bieten alternativ oder zusätzlich Platz
dafür, das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 und das zumindest eine Bogeneinlaufmittel
08 auf die Transportrichtung T bezogen teilweise überlappend anzuordnen.
[0115] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass die Bogenauslage 1000 zumindest ein Abwurfmittel 32 aufweist, das zwischen
zumindest einer Bereitschaftslage und zumindest einer Abwurflage bewegbar ist und
dass das zumindest eine Abwurfmittel 32 in seiner zumindest einen Bereitschaftslage
vollständig oberhalb desjenigen Teils der Transportfläche 22 des zumindest einen Bogenabbremsmittels
07 angeordnet ist, die den für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportweg
mit festlegt und dass das zumindest eine Abwurfmittel 32 in seiner zumindest einen
Abwurflage zumindest teilweise nach unten bis unter diesen Teil der Transportfläche
22 des zumindest einen Bogenabbremsmittels 07 ragt. Das zumindest eine Abwurfmittel
32 dient insbesondere dazu, Bogen 02 gezielt, insbesondere gesteuert und/oder geregelt
nach unten zu drücken und/oder von dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 zu lösen,
insbesondere damit der jeweilige Bogen 02 auf den Auslagestapel 28 abgelegt werden
kann. Bevorzugt ist zumindest ein Abwurfantrieb 33; 34 angeordnet, mittels das zumindest
eine Abwurfmittel 32 bewegbar ist. Der zumindest eine Abwurfantrieb 33; 34 ist bevorzugt
als insbesondere lagegeregelter Elektromotor 33; 34 ausgebildet. Alternativ oder zusätzlich
kann auch zumindest ein hydraulischer und/oder zumindest ein pneumatischer Abwurfantrieb
angeordnet sein. Alternativ oder zusätzlich kann auch zumindest eine Blaseinrichtung
angeordnet sein, um das Ablösen der Bogen 02 von dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
07 zu bewirken und/oder zu unterstützen. Der zumindest eine Abwurfantrieb 33; 34 und
insbesondere dessen Antriebsregler ist bevorzugt mit der Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine
01 und/oder mit der elektronischen Leitachse verbunden, insbesondere über das BUS-System.
[0116] Bevorzugt ist das zumindest eine Abwurfmittel 32 an einer ersten Verbindungsstelle
41 mit einem ersten Abwurfantrieb 33 verbunden, insbesondere über zumindest ein erstes
Abwurfgetriebe 43. Das erste Abwurfgetriebe 43 weist beispielsweise zumindest einen
mit dem ersten Abwurfantrieb 33 verbundenen ersten Abwurfexzenter auf, der mit einem
oberen Ende eines ersten Abwurfpleuels verbunden ist. An einem unteren Ende ist der
erste Abwurfpleuel bevorzugt mit einem ersten Führungselement verbunden, beispielsweise
einem ersten Führungshebel. Dadurch werden Freiheitsgrade von Bewegungen dieses unteren
Endes des ersten Abwurfpleuels begrenzt. Dieses untere Ende des ersten Abwurfpleuels
ist beispielsweise über zumindest ein erstes Aufhängungselement an der ersten Verbindungsstelle
41 mit dem jeweiligen Abwurfmittel 32 verbunden. Bevorzugt ist das zumindest eine
Abwurfmittel 32 an einer zweiten Verbindungsstelle 42 mit einem zweiten Abwurfantrieb
34 verbunden, insbesondere über ein zweites Abwurfgetriebe 44. Das zweite Abwurfgetriebe
44 weist beispielsweise zumindest einen mit dem zweiten Abwurfantrieb 34 verbundenen
zweiten Abwurfexzenter auf, der mit einem oberen Ende eines zweiten Abwurfpleuels
verbunden ist. An einem unteren Ende ist der zweite Abwurfpleuel bevorzugt mit einem
zweiten Führungselement verbunden, beispielsweise einem zweiten Führungshebel. Dadurch
werden Freiheitsgrade von Bewegungen unteren zweiten Endes des zweiten Abwurfpleuels
begrenzt. Dieses untere Ende des zweiten Abwurfpleuels ist beispielsweise über zumindest
ein zweites Aufhängungselement an der zweiten Verbindungsstelle 42 mit dem jeweiligen
Abwurfmittel 32 verbunden. Bevorzugt ist die erste Verbindungsstelle 41 auf die Transportrichtung
T bezogen vor der zweiten Verbindungsstelle 42 angeordnet.
[0117] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass die Bogenauslage 1000 zumindest ein für einen hängenden Transport von Bogen
02 ausgebildetes oberes Bogentransportsystem 06 mit zumindest einer Überschuppungseinrichtung
46 zum geschuppten, hängenden Transport zumindest zweier Bogen 02 aufweist, insbesondere
zum geschuppten, hängenden Transport zumindest zweier Bogen 02 an zumindest einer
in vertikaler Richtung V gesehen über zumindest einem Auslagestapelträger 48 und/oder
über einem Auslagestapel 28 und/oder über einem Auslagestapelbereich angeordneten
Stelle. Der Auslagestapelbereich ist bevorzugt derjenige Bereich, in dem im Betrieb
der Bogenauslage 1000 und/oder der Bogenbearbeitungsmaschine 01 der jeweilige Auslagestapel
28 insbesondere auf dem zumindest einen Auslagestapelträger 48 gebildet wird. Der
Auslagestapelbereich wird bevorzugt zumindest durch den zumindest einen hinteren Bogenanschlag
03 und den zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 begrenzt, insbesondere bezüglich
der Transportrichtung T. Der zumindest eine Auslagestapelträger 48 ist beispielsweise
eine Palette und/oder ein eine Palette tragender und/oder zu tragen fähiger Bestandteil
der Bogenauslage 1000 und/oder der Bogenbearbeitungsmaschine 01.
[0118] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass zumindest ein nach unten wirkendes, insbesondere nach unten auf Bogen 02
einzuwirken fähiges Verdrängungselement 12 angeordnet ist. Das zumindest eine Verdrängungselement
12 ist bevorzugt aktivierbar ausgebildet. Das zumindest eine Verdrängungselement 12
ist weiter bevorzugt auch deaktivierbar ausgebildet. Dann kann das zumindest eine
Verdrängungselement 12 für jeden Bogen 02 aktiviert und danach wieder deaktiviert
werden. Das zumindest eine Verdrängungselement 12 ist bevorzugt auf die Transportrichtung
T bezogen bevorzugt im Bereich des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 angeordnet.
Das zumindest eine Verdrängungselement 12 ist bevorzugt derart angeordnet ist, dass
sein Verdrängungsbereich sich auf die Transportrichtung bezogen bevorzugt zumindest
teilweise mit einem durch das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 bestimmten Transportabschnitt
des für den Transport von Bogen vorgesehenen Transportwegs überschneidet. Insbesondere
ist also das zumindest eine Verdrängungselement 12 auf die Transportrichtung T bezogen
bevorzugt zumindest teilweise und weiter bevorzugt vollständig an zumindest einer
Stelle angeordnet, an der auf die Transportrichtung T bezogen auch zumindest ein Teil
der Transportfläche 23 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 angeordnet ist.
Weiter bevorzugt ist das zumindest eine Verdrängungselement 12 auf die Transportrichtung
T bezogen zumindest teilweise und weiter bevorzugt vollständig an zumindest einer
Stelle angeordnet, die auf die Transportrichtung T bezogen von jeder Transportfläche
24 des zumindest einen Bogenübergabemittels 09 und/oder von jeder Transportfläche
22 des zumindest einen Bogenabbremsmittels 07 beabstandet angeordnet ist. Bevorzugt
ist das eine Verdrängungselement 12 auf die Transportrichtung T bezogen zumindest
teilweise und beispielsweise zumindest zeitweise vollständig vor dem zumindest einen
vorderen Stapelbegrenzer 04 angeordnet.
[0119] Das zumindest eine Verdrängungselement 12 dient bevorzugt dazu, einen Teil eines
jeweiligen insbesondere vorderen Bogens 02 zu verdrängen, insbesondere dessen nachlaufendes
Ende 29. Auf diese Weise wird ein Raumbereich frei, der von einem jeweiligen vorlaufender
Anfang 31 eines jeweiligen dem jeweiligen vorderen Bogen 02 nachfolgenden Bogen 02
eingenommen werden kann. Die Bogen 02 werden also zumindest zeitweise überschuppt
angeordnet und transportiert. Das zumindest eine Verdrängungselement 12 ist bevorzugt
Bestandteil der Überschuppungseinrichtung 46. Dadurch kann der nachfolgende Bogen
02 auf die Transportrichtung T bezogen bereits in einen Teil des für den Transport
von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs eindringen, in dem der vordere Bogen 02 auf
die Transportrichtung T bezogen noch angeordnet ist, insbesondere weil sein Abbremsvorgang
noch nicht vollständig beendet ist und/oder er noch mit dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
07 verbunden angeordnet ist. Auf diese Weise kann beispielsweise ein sanfteres Abbremsen
der Bogen 02 und/oder eine höhere Anzahl von abgebremsten Bogen 02 je Zeiteinheit
realisiert werden.
[0120] Bevorzugt ist das zumindest eine Verdrängungselement 12 als zumindest ein Verdrängungskörper
12 und/oder als zumindest eine Verdrängungsöffnung 12 ausgebildet. Ein jeweiliger
Verdrängungskörper 12 wirkt insbesondere dadurch auf Bogen 02, dass er mit dem jeweiligen
Bogen 02 in Kontakt gebracht wird und diesen zumindest teilweise aus seiner aktuellen
Lage verdrängt, insbesondere mit zumindest einer Richtungskomponente, die orthogonal
zu der Transportrichtung T orientiert ist. Eine jeweilige Verdrängungsöffnung 12 wirkt
insbesondere dadurch auf Bogen 02, dass zumindest ein Verdrängungsfluid, insbesondere
zumindest ein Gas oder Gasgemisch, bevorzugt Luft, aus der jeweiligen Verdrängungsöffnung
12 ausgestoßen wird und dieses zumindest eine Verdrängungsfluid den Bogen 02 zumindest
teilweise aus seiner aktuellen Lage verdrängt, insbesondere mit zumindest einer Richtungskomponente,
die orthogonal zu der Transportrichtung T orientiert ist. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine
Verdrängungselement 12 als zumindest eine zum Ausstoßen eines Verdrängungsfluids ausgebildete
Verdrängungsöffnung 12 ausgebildet ist und weiter bevorzugt dass dieses Verdrängungsfluid
als Gas und/oder Gasgemisch und/oder Luft ausgebildet ist. Bevorzugt ist die zumindest
eine Verdrängungsöffnung 12 mit zumindest einer Druckluftquelle verbunden und/oder
verbindbar. Ein als zumindest eine Verdrängungsöffnung 12 ausgebildetes Verdrängungselement
12 ist beispielsweise geeignet, hinsichtlich ihres Materials und/oder ihrer Oberfläche
besonders empfindliche Bogen 02 möglichst schonend zu verdrängen.
[0121] Ein Verdrängungsbereich ist bevorzugt derjenige Bereich, in dem das zumindest eine
Verdrängungselement 12 Einfluss auf eine Lage eines jeweiligen Bogens 02 nehmen kann
und/oder nimmt. Im Fall eines als Verdrängungskörper 12 ausgebildeten Verdrängungselements
12 ist der Verdrängungsbereich beispielsweise derjenige Raumbereich, der insbesondere
an jedem seiner Raumelemente sowohl zumindest zeitweise von dem zumindest einen Verdrängungselement
12 einnehmbar ist und/oder eingenommen wird als auch zumindest zeitweise, insbesondere
zu anderen Zeitpunkten, von zumindest einem Bogen 02 einnehmbar ist und/oder eingenommen
wird. Im Fall eines als Verdrängungsöffnung 12 ausgebildeten Verdrängungselements
12 ist der Verdrängungsbereich beispielsweise derjenige Raumbereich, in den zumindest
zeitweise das Verdrängungsfluid eingeblasen wird und der zumindest zeitweise, insbesondere
zu anderen Zeitpunkten, von zumindest einem Bogen 02 einnehmbar ist und/oder eingenommen
wird.
[0122] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass das zumindest eine Verdrängungselement 12 als zumindest ein Verdrängungskörper
12 ausgebildet ist, dessen Lage bevorzugt zumindest mittels zumindest eines Verdrängungsantriebs
27 zwischen zumindest einer Passierlage und zumindest einer Verdrängungslage wechselbar
ist. Ein als zumindest ein Verdrängungskörper 12 ausgebildetes Verdrängungselement
12 ist beispielsweise geeignet, Bogen 02 möglichst präzise zu verdrängen und nachfolgende
Bogen 02 möglichst wenig zu beeinflussen, insbesondere wenn ein Kontakt mit nachfolgenden
Bogen 02 vermieden wird.
[0123] Ein jeweiliger Kontaktbereich 13 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 ist bevorzugt
derjenige jeweilige, insbesondere flächige Bereich 13, an dem ein Kontakt zwischen
einem jeweiligen, insbesondere bewegbaren Bestandteil 14 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels
08 einerseits und einem jeweiligen zu transportierenden Bogen 02 andererseits vorgesehen
ist. Ein jeweiliger solcher Bestandteil 14 ist beispielsweise eine jeweilige Transportrolle
26 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08. Unter einer Kontaktfläche 16 bevorzugt
eine einfach zusammenhängende Fläche 16 zu verstehen ist, die sämtliche Kontaktbereiche
13 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 umfasst. Eine Fläche ist im mathematischen
Sinn dann einfach zusammenhängend, wenn sich jeder ausschließlich innerhalb dieser
Fläche angeordnete geschlossene Weg auf einen Punkt zusammenziehen lässt. Eine Referenzfläche
11 ist bevorzugt festgelegt als von allen Kontaktflächen 16 diejenige Kontaktfläche
16, die sowohl die kürzeste Umrandungslinie als auch den kleinsten Flächeninhalt aufweist.
Eine Umrandungslinie ist dabei diejenige Linie, die diese Kontaktfläche 16 begrenzt.
(Beispielhaft ist dies in den Fig. 8a und 8b schematisch dargestellt.) Alternativ
oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass der
zumindest eine Verdrängungskörper 12 in seiner zumindest einen Verdrängungslage in
einem Verdrängungsbereich nach unten durch die Referenzfläche 11 ragt und weiter bevorzugt
dass der zumindest eine Verdrängungskörper 12 in seiner zumindest einen Passierlage
vollständig oberhalb der Referenzfläche 11 angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass die Kontaktfläche
16 zumindest im Wesentlichen und weiter bevorzugt vollständig innerhalb einer Kontaktebene
liegt und/oder dass die Referenzfläche 11 zumindest im Wesentlichen und weiter bevorzugt
vollständig innerhalb einer Referenzebene liegt. Die Verdrängungsachse 17 ist bevorzugt
oberhalb einer Referenzfläche 11 angeordnet.
[0124] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass der zumindest eine Verdrängungskörper 12 in zumindest einer Verdrängungslage
in einem Verdrängungsbereich um zumindest 1 mm, weiter bevorzugt zumindest 2 mm, noch
weiter bevorzugt zumindest 5 mm, noch weiter bevorzugt zumindest 9 mm, noch weiter
bevorzugt zumindest 11 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 14 mm nach unten durch
die Referenzfläche 11 ragt. Der Verdrängungsbereich ist bevorzugt derjenige Raumbereich,
der unterhalb der Referenzfläche 11 liegt und von dem zumindest einen Verdrängungskörper
12 ausgefüllt wird. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000
bevorzugt dadurch aus, dass der zumindest eine Verdrängungskörper 12 in zumindest
einer Verdrängungslage in dem Verdrängungsbereich um zumindest 100 %, weiter bevorzugt
zumindest 120 % und noch weiter bevorzugt zumindest 150 % einer maximalen mit der
Bogenauslage 1000 verarbeitbaren Dicke der Bogen 02 nach unten durch die Referenzfläche
11 ragt.
[0125] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass der zumindest eine Verdrängungskörper 12 zumindest in zumindest einer Verdrängungslage
auf die Transportrichtung T bezogen zumindest teilweise vor dem zumindest einen vorderen
Stapelbegrenzer 04 angeordnet ist, weiter bevorzugt zumindest 5 mm davor, noch weiter
bevorzugt zumindest 10 mm davor und noch weiter bevorzugt zumindest 15 mm davor. Alternativ
oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass die
zumindest eine Verdrängungsachse 17 auf die Transportrichtung T bezogen zumindest
teilweise vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 angeordnet ist, weiter
bevorzugt zumindest 5 mm davor, noch weiter bevorzugt zumindest 10 mm davor und noch
weiter bevorzugt zumindest 15 mm davor. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die
Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass der zumindest eine Verdrängungskörper
12 zumindest in zumindest einer Verdrängungslage auf die Transportrichtung T bezogen
zumindest teilweise vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 angeordnet ist,
weiter bevorzugt zumindest 2 cm davor, noch weiter bevorzugt zumindest 3 cm davor,
noch weiter bevorzugt zumindest 5 cm davor und noch weiter bevorzugt zumindest 10
cm davor und unabhängig davon bevorzugt höchstens 50 cm davor und weiter bevorzugt
höchstens 25 cm davor. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000
bevorzugt dadurch aus, dass die zumindest eine Verdrängungsachse 17 auf die Transportrichtung
T bezogen zumindest teilweise vor dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 angeordnet
ist, weiter bevorzugt zumindest 2 cm davor, noch weiter bevorzugt zumindest 3 cm davor,
noch weiter bevorzugt zumindest 5 cm davor und noch weiter bevorzugt zumindest 10
cm davor und unabhängig davon bevorzugt höchstens 50 cm davor und weiter bevorzugt
höchstens 25 cm davor. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000
bevorzugt dadurch aus, dass eine auf die Transportrichtung T bezogene Lage des zumindest
einen Verdrängungselements 12 und/oder der zumindest einen Verdrängungsachse 17 veränderbar
ist. Dann kann eine Anpassung an unterschiedliche Bogenlängen 02 vorgenommen werden.
[0126] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass das zumindest eine Verdrängungselement 12 zumindest eine Kontaktrolle 18
und weiter bevorzugt zumindest eine in sich gedämpfte Kontaktrolle 18 aufweist. Die
in sich gedämpfte Kontaktrolle 18 weist bevorzugt einen Innenring, einen Außenring
und eine Anzahl von Speichen auf, wobei sich die Speichen weiter bevorzugt jeweils
spiralförmig von dem Innenring zu dem Außenring erstrecken. Die zumindest eine Kontaktroll
18 ist bevorzugt als frei drehbare Kontaktrolle 18 ausgebildet. Die zumindest eine
Kontaktrolle 18 dient bevorzugt dazu, einen rollenden Kontakt zwischen einem jeweiligen
Bogen 02 einerseits und dem zumindest einen Verdrängungskörper 12 andererseits zu
ermöglichen.
[0127] Die zumindest eine Überschuppungseinrichtung 46 weist bevorzugt das zumindest eine
Verdrängungselement 12 auf. Weiter bevorzugt weist die zumindest eine Überschuppungseinrichtung
46 zusätzlich den zumindest einen Verdrängungsantrieb 27 und/oder die zumindest eine
Kontaktrolle 18 und/oder das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 auf.
[0128] Bevorzugt ist das zumindest eine Verdrängungselement 12 als zumindest ein Verdrängungshebel
12 ausgebildet, der um eine Verdrängungsachse 17 drehbar, insbesondere schwenkbar
oder weiter bevorzugt rotierbar angeordnet ist, insbesondere mittels des zumindest
einen Verdrängungsantriebs 27. Bevorzugt ist der zumindest eine Verdrängungsantrieb
27 als insbesondere lagegeregelter Elektromotor 27 ausgebildet. Der zumindest eine
Verdrängungsantrieb 27 und insbesondere dessen Antriebsregler ist bevorzugt mit der
Maschinensteuerung der Bearbeitungsmaschine 01 und/oder mit der elektronischen Leitachse
verbunden, insbesondere über das BUS-System. Dadurch lassen sich besonders präzise
und/oder auf Bewegungen der Bogen 02 abgestimmte Bewegungsprofile des zumindest einen
Verdrängungskörpers 12 realisieren.
[0129] Bevorzugt ist die Verdrängungsachse 17 parallel zu der Querrichtung A orientiert.
Jeweilige Drehbewegungen des zumindest einen Verdrängungskörpers 12 um die Verdrängungsachse
17 erfolgen bevorzugt in einer Drehrichtung D. Die Drehrichtung D zeichnet sich bevorzugt
dadurch aus, dass Drehbewegungen von Bestandteilen des zumindest einen Verdrängungskörpers
12, die sich in der Drehrichtung D drehen und die sich auf die vertikale Richtung
V bezogen unterhalb der Verdrängungsachse 17 befinden, eine Richtungskomponente aufweisen,
die parallel zu der Transportrichtung T orientiert ist. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch aus, dass die Verdrängungsachse
17 vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 und/oder vor dem zumindest
einen Bogenabbremsmittel 07 angeordnet ist.
[0130] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenauslage 1000 bevorzugt dadurch
aus, dass der zumindest eine Verdrängungskörper 12 in zumindest einer und weiter bevorzugt
in jeder Verdrängungslage zumindest teilweise weiter unten angeordnet ist, als das
zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 und das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08
und weiter bevorzugt auch als das zumindest eine Bogenübergabemittel 09 und noch weiter
bevorzugt als jeder den Bogen 02 auf seinem Transportweg bis zum Abwurf transportierende
und/oder in der Transportrichtung T antreibende oder abbremsende Bestandteil der Bogenauslage
1000.
[0131] Bevorzugt zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01, dadurch aus, dass sie zumindest
ein Formgebungsaggregat 900 oder Stanzaggregat 900 und/oder zumindest ein Auftragaggregat
600 aufweist und dass die Bogenbearbeitungsmaschine 01 zumindest eine Bogenauslage
1000 aufweist, die wie im Vorangegangenen und/oder im Folgenden beschrieben ausgebildet
ist. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich die Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt
dadurch aus, dass das zumindest eine Auftragaggregat 600 als Flexo-Auftragaggregat
600 und/oder als Flexo-Druckaggregat 600 ausgebildet ist und/oder dass die Bogenbearbeitungsmaschine
01 zumindest eine als Bogenanleger 100 ausgebildete Substratzufuhreinrichtung 100
aufweist.
[0132] Bevorzugt wird ein Verfahren zum Betreiben einer Bogenbearbeitungsmaschine 01. Bevorzugt
werden jeweilige Bogen 02 in zumindest einem jeweiligen Bearbeitungsvorgang mittel
zumindest einer Einrichtung der Bogenbearbeitungsmaschine 01 bearbeitet 01, beispielsweise
mit zumindest einem Auftragfluid versehen und/oder mechanisch bearbeitet und/oder
bezüglich ihrer Form verändert und/oder gestanzt. Bevorzugt werden die Bogen 02 während
ihres jeweiligen Bearbeitungsvorgangs mit einer Bearbeitungsgeschwindigkeit transportiert,
insbesondere längs des für den Transport von Bogen 02 vorgesehenen Transportwegs.
[0133] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Bogen 02 in einem jeweiligen Formgebungsvorgang in ihrer Form verändert werden.
Bevorzugt ist der jeweilige Formgebungsvorgang ein jeweiliger Stanzvorgang, in dem
der jeweilige Bogen 02 gestanzt wird, wobei insbesondere Teile des Bogens 02 entfernt
werden und dann Abfallstücke bilden.
[0134] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Bogen 02 in einem jeweiligen Separationsvorgang von den Abfallstücken befreit
werden, beispielsweise indem sie gerüttelt werden. Dabei werden die jeweiligen Bogen
02 bevorzugt mittels des zumindest einen Separationstransportmittels 904 transportiert.
[0135] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Bogen 02 in einem jeweiligen insbesondere direkt an den jeweiligen Separationsvorgang
anschließenden Transportvorgang entlang des für den Transport der Bogen 02 vorgesehenen
Transportwegs zu der Bogenauslage 1000 transportiert werden, insbesondere mittels
des bevorzugt als oberes Saugtransportmittel 906 ausgebildeten Ausgangstransportmittels
906 und/oder hängend.
[0136] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
bevorzugt in einem jeweiligen Zuführungsvorgang insbesondere bearbeitetes Substrat
02 in Form einer Folge voneinander in der Transportrichtung T beabstandeter Bogen
02 in dieser Transportrichtung T insbesondere mit einer Übergabegeschwindigkeit der
Bogenauslage 1000 der Bogenbearbeitungsmaschine 01 zugeführt werden. Die Übergabegeschwindigkeit
ist bevorzugt gleich der Bearbeitungsgeschwindigkeit. Der Zuführungsvorgang ist bevorzugt
der Vorgang, in dem die jeweiligen in dem Transportvorgang transportierten Bogen 02
von dem Ausgangstransportmittel 906 an das zumindest ein Bogenübergabemittels 09 übergeben
werden, insbesondere hängend. Alternativ kann in dem Fall, in dem anstelle einer Aneinanderreihung
von Ausgangstransportmittel 906 und Bogenübergabemittels 09 lediglich ein Selektivtransportmittel
09; 906 angeordnet ist, der entfallen und der Zuführungsvorgang erfolgt direkt im
Anschluss an den jeweiligen Separationsvorgang.
[0137] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
zumindest während eines Bogenabbremsvorgang und/oder während eines Überschuppungsvorgangs
zumindest zeitweise zumindest zwei Bogen 02 mittels eines für einen hängenden Transport
von Bogen 02 ausgebildeten oberen Bogentransportsystems 06 der Bogenauslage 1000 hängend
geführt und überschuppt angeordnet zumindest auch in der Transportrichtung T transportiert
werden.
[0138] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
die Bogen 02 jeweils insbesondere in einem jeweiligen Bremsübergabevorgang mittels
des zumindest einen als oberes Saugtransportmittel 08 ausgebildeten Bogeneinlaufmittels
08 der Bogenauslage 1000 hängend transportiert und von diesem an das zumindest eine
als oberes Saugtransportmittel 07 ausgebildete und weiter bevorzugt in der Transportrichtung
T gesehen zumindest teilweise nach dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08 angeordnete
Bogenabbremsmittel 07 übergeben werden. Das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 dient
bevorzugt dazu die Bogen 02 von der Bearbeitungsgeschwindigkeit und/oder Übergabegeschwindigkeit
abzubremsen, damit diese auf dem Auslagestapel 28 abgelegt werden können.
[0139] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem insbesondere jeweiligen Verdrängungsvorgang ein jeweiliges nachlaufendes
Ende 29 eines jeweiligen vorderen Bogens 02 mittels zumindest eines Verdrängungselements
12 nach unten von dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08 weg gedrückt wird. Alternativ
oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass in dem Verdrängungsvorgang
das jeweilige nachlaufende Ende 29 des jeweiligen vorderen Bogens 02 auf die Transportrichtung
T bezogen zumindest auch vor dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 mittels
des zumindest einen Verdrängungselements 12 nach unten von dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel
08 weg gedrückt wird. Ein vorlaufender Anfang 31 des jeweiligen vorderen Bogens 02
steht währenddessen bevorzugt mit einer Transportfläche 22 des zumindest einen Bogenabbremsmittels
07 in Kontakt. Während des jeweiligen Verdrängungsvorgangs gerät bevorzugt zumindest
ein hinterer Abschnitt des vorderen Bogens 02 außer Kontakt mit dem zumindest einen
Bogeneinlaufmittel 08, obwohl dieser hintere Abschnitt des vorderen Bogens 02 sich
noch immer in vertikaler Richtung V unter dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08
befindet. Dadurch entsteht ein Überschuppungsspalt zwischen dem jeweiligen hinteren
Abschnitt des vorderen Bogens 02 einerseits und dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel
08, insbesondere dessen Kontaktfläche 16 andererseits.
[0140] Durch Aktivierung des zumindest einen Verdrängungselements 12 wird bevorzugt zumindest
für einen Teil des jeweiligen vorderen Bogens 02 auf die vertikale Richtung V bezogen
ein Abstand zwischen dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 einerseits und dem
jeweiligen vorderen Bogen 02 andererseits erzeugt und/oder vergrößert.
[0141] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in dem Bogenabbremsvorgang dieser jeweilige vordere Bogen 02 mittels des zumindest
einen Bogenabbremsmittels 07 abgebremst wird, insbesondere bezüglich der Bewegung
in der Transportrichtung T. Der jeweilige Bogen 02 wird bevorzugt dadurch abgebremst,
dass der jeweilige Bogen 02 mittels Unterdruck gegen eine Transportfläche 22 des zumindest
einen Bogenabbremsmittels 07 gezogen wird und diese Transportfläche 22 abgebremst
wird. Das Abbremsen der Transportfläche 22 des zumindest einen Bogenabbremsmittels
07 erfolgt bevorzugt dadurch, dass ein das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 antreibender
Bremsmittelantrieb 19 mit abnehmender Geschwindigkeit betrieben, insbesondere in Form
eines zumindest teilweise vorgegebenen Bremsprofils. Bevorzugt wird der jeweilige
Bogen 02 während seines Abbremsvorgangs lediglich auf seiner auf die vertikale Richtung
V bezogen oberen Seite gehalten oder berührt.
[0142] Bevorzugt beginnt der jeweilige Bogenabbremsvorgang eines jeweiligen Bogens 02 bevor
der jeweilige Verdrängungsvorgang dieses Bogens 02 beginnt. Bevorzugt findet der jeweilige
Verdrängungsvorgang eines jeweiligen Bogens 02 zumindest teilweise gleichzeitig mit
dem jeweiligen Bogenabbremsvorgang des jeweiligen Bogens 02 statt. Bevorzugt endet
der jeweilige Verdrängungsvorgang eines jeweiligen Bogens 02 bevor der jeweilige Bogenabbremsvorgang
des jeweiligen Bogens 02 abgeschlossen ist. Das zumindest eine Verdrängungselement
12 wird zum Beenden des jeweiligen Verdrängungsvorgangs bevorzugt deaktiviert. Im
Fall eines als Verdrängungsöffnung 12 ausgebildeten Verdrängungselements 12 wird dazu
ein Ausstoßen des Verdrängungsfluids entsprechend verringert und/oder unterbrochen
und/oder beendet. Im Fall eines als Verdrängungskörper 12 ausgebildeten Verdrängungselement
12 wird dieser Verdrängungskörper 12 dazu bevorzugt nach oben bewegt, bis er außer
Kontakt mit dem jeweiligen vorderen Bogen 02 gerät. Beispielsweise bewegt sich das
jeweilige nachlaufende Ende 29 des jeweiligen vorderen Bogens 02 beim Beenden und/oder
nach dem Ende des jeweiligen Verdrängungsvorgang dieses Bogens 02 wieder nach oben.
Wegen einer inzwischen stattgefundenen Überschuppung bleibt aber zumindest das jeweilige
nachlaufende Ende 29 des jeweiligen vorderen Bogens 02 von der Transportfläche 23
des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 und von der Transportfläche 22 des zumindest
einen Bogenabbremsmittels 07 bezüglich der vertikalen Richtung V beabstandet.
[0143] Die Überschuppung findet bevorzugt in einem jeweiligen Überschuppungsvorgang und/oder
mittels der zumindest einen Überschuppungseinrichtung 46 statt. Der Überschuppungsvorgang
ist dabei bevorzugt zumindest zwei Bogen 02 zugeordnet, insbesondere dem vorderen
Bogen 02 und dem nachfolgenden Bogen 02. Diese werden in dem Überschuppungsvorgang
bevorzugt überschuppt zueinander angeordnet und dabei weiter in der Transportrichtung
T transportiert. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt
dadurch aus, dass in dem Überschuppungsvorgang insbesondere mittels des zumindest
einen Bogenübergabemittels 09 ein jeweiliger vorlaufender Anfang 31 eines jeweiligen
insbesondere dem jeweiligen vorderen Bogen 02 nachfolgenden Bogens 02 auf die vertikale
Richtung V bezogen zwischen das nachlaufende Ende 29 des jeweiligen vorderen Bogens
02 einerseits und das zumindest eine Bogeneinlaufmittel 08 andererseits geschoben
wird, während der jeweilige vordere Bogen 02 noch teilweise von dem zumindest einen
Bogenabbremsmittel 07 gehalten wird. Dadurch muss der vordere Bogen nicht bereits
vollständig von dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 abgelöst oder angehalten
sein, wenn der nachfolgende Bogen 02 bereits weniger als seine Bogenlänge von dem
hinteren Bogenanschlag 03 entfernt angeordnet ist.
[0144] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
Transportrollen 26 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 ausschließlich durch
einen Kontakt dieser Transportrollen 26 mit dem jeweiligen bewegten Bogen 02 angetrieben
rotiert werden und/oder dass Bogen 02 bei einem Transport entlang des zumindest einen
Bogeneinlaufmittels 08 zumindest zweitweise entlang zumindest einer Gleitfläche des
zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 gleiten. Wenn wie bevorzugt das zumindest eine
Bogeneinlaufmittel 08 als Rollensaugsystem 08 ausgebildet ist und passiv drehbare
Transportrollen 26 aufweist, können diejenigen Transportrollen 26 des zumindest einen
Bogeneinlaufmittels 08, die noch mit dem vorderen Bogen 02 in Kontakt stehen, mit
einer anderen Umfangsgeschwindigkeit rotieren, als diejenigen Transportrollen 26 des
zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08, die bereits mit dem nachfolgenden Bogen 02
Kontakt stehen. Dennoch werden beide Bogen 02 sicher transportiert, beispielsweise
durch den Unterdruck des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08.
[0145] Bevorzugt erfolgt eine Bewegung des zumindest einen Verdrängungskörpers 12 mittels
eines vorgegebenen Bewegungsprofils. Bevorzugt wird zumindest ein Teil des zumindest
einen Verdrängungskörpers 12 von oben kommend unter die Referenzfläche 11 geführt
und füllt dort den Verdrängungsbereich aus, der sich insbesondere mit dem zumindest
einen Verdrängungskörper 12 mitbewegt. Dies geschieht bevorzugt derart abgestimmt,
dass der zumindest eine Verdrängungskörper 12 möglichst lange mit einer annähernd
selben Stelle des nachfolgenden Bogens 02 in Kontakt steht. Bei einer konstanten negativen
Beschleunigung des vorderen Bogens 02 ergibt sich ein parabelförmiger Verlauf der
auf die Transportrichtung T bezogenen Position des nachlaufenden Endes 29 des vorderen
Bogens 02 über die Zeit. Bevorzugt weist die auf die Transportrichtung T bezogene
Position des zumindest einen Verdrängungskörpers 12 gegenüber der Zeit aufgetragen
einen parabelförmigen Verlauf auf, zumindest bis kurz bevor der jeweilige vorlaufende
Anfang 31 des nachfolgenden Bogens 02 den zumindest einen Verdrängungskörper 12 einholen
würde. Ab dann wird der zumindest eine Verdrängungskörper 12 bevorzugt mit einer auf
die Transportrichtung T bezogen konstanten Geschwindigkeit bewegt, die der Geschwindigkeit
des zweiten Bogens 02 entspricht und insbesondere gleich der Übergabegeschwindigkeit
und/oder der Bearbeitungsgeschwindigkeit ist.
[0146] Bevorzugt wird während des Verdrängungsvorgangs der Verdrängungsbereich durch eine
Bewegung des zumindest einen Verdrängungsköpers 12 mit zumindest einem Sicherheitsabstand
in der Transportrichtung T vor dem nachfolgenden Bogen 02 weg bewegt, insbesondere
solange der zumindest Verdrängungskörper 12 sich zumindest teilweise unter die Referenzfläche
11 befindet und der nachfolgende Bogen 02 noch nicht in den Überschuppungsspalt eingetreten
ist. Der Sicherheitsabstand beträgt bevorzugt zumindest 1 mm, weiter bevorzugt zumindest
2 mm, noch weiter bevorzugt zumindest 5 mm und noch weiter bevorzugt zumindest 8 mm.
Unabhängig davon beträgt der Sicherheitsabstand bevorzugt höchstens 50 mm, weiter
bevorzugt höchstens 20 mm und noch weiter bevorzugt höchstens 12 mm. Je geringer der
Sicherheitsabstand ist, umso mehr Bogen 02 können je Zeiteinheit verarbeitet werden
und/oder desto sanfter können die Bogen 02 abgebremst werden, insbesondere bei vorgegebener
Lage des zumindest einen Verdrängungskörpers 12. Alternativ oder zusätzlich zeichnet
sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass mittels der Bogenauslage 1000 zumindest
ein Bogen pro Sekunde auf den Auslagestapel 28 ablegt wird, weiter bevorzugt zumindest
zwei Bogen 02 pro Sekunde, noch weiter bevorzugt zumindest 2,5 Bogen 02 pro Sekunde,
noch weiter bevorzugt zumindest drei Bogen 02 pro Sekunde und noch weiter bevorzugt
zumindest 3,2 Bogen 02 pro Sekunde.
[0147] Bevorzugt wird als der zumindest eine Verdrängungskörper 12 der zumindest eine Verdrängungshebel
12 eingesetzt, der um die Verdrängungsachse 17 drehbar angeordnet ist. Die Drehbewegung
des zumindest einen Verdrängungshebels 12 wird folgt bevorzugt derart einem vorgegebenen
Profil, dass sich seine auf die Transportrichtung T bezogene Position mit der Zeit
wie oben beschrieben verhält.
[0148] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Verdrängungselement 12 als Verdrängungskörper 12 ausgebildet ist
und in dem Verdrängungsvorgang zumindest teilweise bis unter eine Transportfläche
23 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 bewegt wird. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine Verdrängungselement
12 als um eine Verdrängungsachse 17 drehbarer, insbesondere schwenkbarer und weiter
bevorzugt rotierbarer Verdrängungshebel 12 ausgebildet ist und in dem Verdrängungsvorgang
um die Verdrängungsachse 17 zumindest teilweise bis unter eine Transportfläche 23
des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 gedreht, insbesondere geschwenkt und/oder
rotiert wird, insbesondere in der Drehrichtung D. Alternativ oder zusätzlich zeichnet
sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass das zumindest eine Verdrängungselement
12 während des Verdrängungsvorgangs zumindest teilweise unterhalb der Referenzfläche
11 des zumindest einen Bogeneinlaufmittels 08 angeordnet ist. Alternativ oder zusätzlich
zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass eine auf die Transportrichtung
T bezogene Lage des zumindest einen Verdrängungselements 12 als Funktion der Zeit
zumindest während des Verdrängungsvorgangs einem insbesondere vorgegebenen Bewegungsprofil
folgt. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus,
dass das Bewegungsprofil zumindest einen parabelförmigen Abschnitt und zumindest einen
linearen Abschnitt aufweist.
[0149] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem Ablösevorgang der jeweilige vordere Bogen 02 insbesondere mittels des zumindest
einen Abwurfmittels 32 von dem zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 vollständig abgelöst
wird. Der Ablösevorgang beginnt bevorzugt nachdem der Verdrängungsvorgang begonnen
hat. Der Ablösevorgang kann bereits beginnen, wenn der Verdrängungsvorgang noch nicht
abgeschlossen ist. Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt
dadurch aus, dass in dem Ablösevorgang zunächst an der ersten Verbindungsstelle 41
abgesenkt wird und danach an einer zweiter Verbindungsstelle 42 abgesenkt wird, die
wie beschrieben auf die Transportrichtung T bezogen bevorzugt nach der ersten Verbindungsstelle
41 angeordnet ist. Insgesamt wird der vordere Bogen 02 bevorzugt dadurch von dem oberen
Bogentransportsystem 06 abgelöst, dass zunächst sein nachlaufendes Ende 29 mittels
des zumindest einen Verdrängungselements 12 von dem oberen Bogentransportsystem 06
und insbesondere von dem zumindest einen Bogeneinlaufmittel 08 abgelöst wird und dass
danach ein weiter in der Transportrichtung T angeordneter Teil des vorderen Bogens
02 mittels des zumindest einen Abwurfmittels 32, insbesondere mittels eines mittels
des zumindest einen ersten Abwurfantriebs 33 absenkbaren Teils des zumindest einen
Abwurfmittels 32, von dem oberen Bogentransportsystem 06 und insbesondere von dem
zumindest einen Bogenabbremsmittel 07 abgelöst wird und dass danach der noch weiter
in der Transportrichtung T angeordnete vorlaufende Anfang 29 des vorderen Bogens 02
mittels des zumindest einen Abwurfmittels 32, insbesondere mittels eines mittels des
zumindest einen zweiten Abwurfantriebs 34 absenkbaren Teils des zumindest einen Abwurfmittels
32, von dem oberen Bogentransportsystem 06 und insbesondere von dem zumindest einen
Bogenabbremsmittel 07 abgelöst wird.
[0150] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
das zumindest eine Bogenabbremsmittel 07 nach dem Ablösevorgang wieder insbesondere
auf die Übergabegeschwindigkeit und/oder die Bearbeitungsgeschwindigkeit beschleunigt
wird und danach der jeweilige nachfolgende Bogen 02 mit dem zumindest einen Bogenabbremsmittel
07 in Kontakt gebracht wird. Dadurch wird der bisherige nachfolgende Bogen 02 zu einem
neuen vorderen Bogen 02 und das Verfahren kann entsprechend wiederholt bzw. fortgesetzt
werden.
[0151] Alternativ oder zusätzlich zeichnet sich das Verfahren bevorzugt dadurch aus, dass
in einem Stapelvorgang der jeweilige gerade abgelöste Bogen 02 von dem zumindest einen
Bogenabbremsmittel 07 aus nach unten auf einem Auslagestapel 28 abgelegt wird. Dabei
wird der Auslagestapel 28 um diesen vorderen Bogen 02 ergänzt. Der Auslagestapel 28
wird bevorzugt zwischen dem zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer 04 einerseits
und dem zumindest einen hinteren Bogenanschlag 03 andererseits gebildet. Der zumindest
eine hintere Bogenanschlag 03 ist bevorzugt in seiner auf die Transportrichtung T
bezogenen Lage längs eines Formatanpassungswegs einstellbar angeordnet. Dadurch können
Anpassungen an unterschiedliche Bogenlängen vorgenommen werden, insbesondere einmalig
bei einem Formatwechsel. Durch den zumindest einen hinteren Bogenanschlag 03 wird
eine hintere Grenzfläche des Auslagestapels festgelegt. Eine vordere Grenzfläche des
Auslagestapels 08 wird bevorzugt durch den zumindest einen vorderen Stapelbegrenzer
04 festgelegt. Der zumindest eine vordere Stapelbegrenzer 04 ist bevorzugt bezüglich
der Transportrichtung T längs eines Stapelformwegs bewegbar, insbesondere periodisch
bewegbar. Dadurch kann der Auslagestapel 28 in Form gebracht werden, insbesondere
indem jeweilige Bogen 02 in der Transportrichtung T geschoben werden, damit sich eine
gleichmäßige vordere und/oder hintere Grenzfläche des Auslagestapels 28 ergibt. Periodische
Bewegungen des zumindest einen vorderen Stapelbegrenzers 04 werden im Betrieb der
Bogenbearbeitungsmaschine 01 bevorzugt mehrfach vorgenommen, beispielsweise mehrmals
pro Minute. Beispielsweise sind auch seitliche Stapelbegrenzer angeordnet. Die seitlichen
Stapelbegrenzer sind bevorzugt in ihrer auf die Querrichtung A bezogenen Lage je nach
Bogenformat einstellbar und/oder bezüglich der Querrichtung A insbesondere periodisch
bewegbar, um zumindest eine seitliche Grenzfläche des Auslagestapels 28 in Form zu
bringen.
Bezugszeichenliste
[0152]
- 01
- Bogenbearbeitungsmaschine, Bearbeitungsmaschine, Druckmaschine, Flexo-Druckmaschine,
Formgebungsmaschine, Stanzmaschine, Bogendruckmaschine, Bogenformgebungsmaschine,
Bogenstanzmaschine, Wellpappbogenbearbeitungsmaschine, Wellpappbogendruckmaschine
- 02
- Bogen, Substrat, Bedruckstoff, Wellpappe, Wellpappbogen
- 03
- Bogenanschlag, Stapelbegrenzer, hinterer
- 04
- Stapelbegrenzer, Bogenanschlag, vorderer
- 05
- -
- 06
- Bogentransportsystem, oberes
- 07
- Transportmittel, Bogenabbremsmittel, Bogentransportmittel, Saugtransportmittel, Saugband,
oberes
- 08
- Transportmittel, Bogeneinlaufmittel, Bogentransportmittel, Saugtransportmittel, Rollensaugsystem,
oberes, Gleitsaugvorrichtung
- 09
- Transportmittel, Bogenübergabemittel, Bogentransportmittel, Saugtransportmittel, oberes,
Selektivtransportmittel
- 10
- -
- 11
- Referenzfläche
- 12
- Verdrängungselement, Verdrängungskörper, Verdrängungshebel, Verdrängungsöffnung
- 13
- Bereich, Kontaktbereich
- 14
- Bestandteil (08),
- 15
- -
- 16
- Fläche, Kontaktfläche
- 17
- Verdrängungsachse
- 18
- Kontaktrolle
- 19
- Bremsmittelantrieb (07), Elektromotor, lagegeregelt
- 20
- -
- 21
- Antrieb, Übergabemittelantrieb (09), Elektromotor, lagegeregelt
- 22
- Transportfläche, Gegendruckfläche (07)
- 23
- Transportfläche, Gegendruckfläche (08)
- 24
- Transportfläche, Gegendruckfläche (09)
- 25
- -
- 26
- Transportrolle, Transportwalze (08)
- 27
- Verdrängungsantrieb (12), Elektromotor, lagegeregelt
- 28
- Auslagestapel
- 29
- Ende (02), nachlaufend
- 30
- -
- 31
- Anfang (02), vorlaufend
- 32
- Abwurfmittel
- 33
- Abwurfantrieb, Elektromotor, lagegeregelt, erster
- 34
- Abwurfantrieb, Elektromotor, lagegeregelt, zweiter
- 35
- -
- 36
- Ansaugöffnung
- 37
- Transportband (07)
- 38
- Transportband (09)
- 39
- Leitelemente (08)
- 40
- -
- 41
- Verbindungsstelle, erste
- 42
- Verbindungsstelle, zweite
- 43
- Abwurfgetriebe, erstes
- 44
- Abwurfgetriebe, zweites
- 45
- -
- 46
- Überschuppungseinrichtung
- 47
- Umlenkmittel, Umlenkrolle, Umlenkwalze
- 48
- Auslagestapelträger
- 49
- Bogenweiche
- 50
- -
- 51
- Ausleitauslage
- 52
- Führung, Führungsblech
- 100
- Substratzufuhreinrichtung, Aggregat, Substratzufuhraggregat, Modul, Substratzufuhrmodul,
Bogenanleger, Bogenanlegeraggregat, Bogenanlegermodul
- 300
- Anlageeinrichtung, Aggregat, Anlageaggregat, Modul, Anlagemodul
- 506
- Trocknungsvorrichtung
- 600
- Auftragaggregat, Druckaggregat, Flexo-Auftragaggregat, Flexo-Druckaggregat, Auftragmodul,
Druckmodul, Flexo-Auftragmodul, Flexo-Druckmodul, Aggregat, Modul
- 614
- Auftragwerk, Druckwerk, Flexo-Auftragwerk, Flexo-Druckwerk
- 700
- Transporteinrichtung, Transportmittel, Aggregat, Transportaggregat, Modul, Transportmodul
- 900
- Formgebungseinrichtung, Aggregat, Formgebungsaggregat, Stanzaggregat, Modul, Formgebungsmodul,
Stanzmodul, Rotationsstanzeinrichtung
- 901
- Formzylinder, Stanzformzylinder
- 902
- Gegendruckzylinder
- 903
- Separationseinrichtung, Rütteleinrichtung, Separationsaggregat, Separationsmodul
- 904
- Transportmittel, Separationstransportmittel
- 905
- -
- 906
- Transportmittel, Selektivtransportmittel, Saugtransportmittel, oberes
- 907
- Separationstransportriemen, oberer
- 908
- Separationstransportriemen, unterer
- 909
- Formgebungsstelle, Stanzstelle, Transportmittel, Formgebungstransportmittel, Stanztransportmittel
- 910
- -
- 911
- Rüttelantrieb
- 912
- Transportantrieb
- 913
- Antrieb, Ausgangsantrieb (906), Elektromotor, lagegeregelt
- 914
- Formgebungswerk, Stanzwerk
- 1000
- Substratabgabeeinrichtung, Bogenauslage, Aggregat, Auslageaggregat, Modul, Auslagemodul
- A
- Richtung, Querrichtung, horizontal
- D
- Drehrichtung
- T
- Richtung, Transportrichtung
- V
- Richtung, vertikal
1. Sheet processing machine (01) having at least one shaping device (900) and at least
one sheet delivery unit (1000), arranged downstream of the at least one shaping device
(900) along a transport path provided for a transport of sheets (02), wherein the
at least one shaping device (900) has at least one shaping point (909), which is formed
by at least one forme cylinder (901), on the one hand, and at least one impression
cylinder (902), on the other hand, and wherein at least one separation device (903),
configured as at least one jogging device (903), for removing scrap pieces from sheets
(02) is arranged downstream of the at least one shaping point (909) along the transport
path provided for the transport of sheets (02), and wherein said at least one separation
device (903) has at least one separation transport means (904), and wherein at least
one transport means (07; 906) configured as a selective transport means (09; 906)
is arranged following the at least one separation transport means (904) along the
transport path provided for the transport of sheets (02), said transport means being
configured as at least one upper suction transport means (07; 906) for a hanging transport
of sheets (02), characterized in that at least one transport means (07) configured as a sheet decelerating means (07) is
arranged downstream of the at least one selective transport means (09; 906) along
the transport path provided for the transport of sheets (02), said transport means
being arranged at least partially above a delivery pile carrier (48) of the sheet
delivery unit (1000), and in that at least one sheet diverter (49) for channeling sheets (02) onto a transport path
that bypasses the at least one sheet decelerating means (07) is arranged between the
at least one separation device (903), on one hand, and the at least one sheet decelerating
means (07), on the other hand, along the transport path provided for the transport
of sheets (02).
2. Sheet processing machine (01) having at least one shaping device (900) and at least
one sheet delivery unit (1000), arranged downstream of the at least one shaping device
(900) along a transport path provided for a transport of sheets (02), wherein the
at least one shaping device (900) has at least one shaping point (909), which is formed
by at least one forme cylinder (901), on one hand, and at least one impression cylinder
(902), on the other hand, and wherein at least one separation device (903) for removing
scrap pieces from sheets (02) is arranged downstream of the at least one shaping point
(909) along the transport path provided for the transport of sheets (02), and wherein
said at least one separation device (903) has at least one separation transport means
(904), and wherein at least one transport means (07; 906) configured as a selective
transport means (09; 906) is arranged following the at least one separation transport
means (904) along the transport path provided for the transport of sheets (02), said
transport means being configured as at least one upper suction transport means (07;
906) for a hanging transport of sheets (02), and wherein transport means (906; 07;
08; 09), which are at least also configured as transport means (906; 07; 08; 09) that
act as upper suction transport means (906; 07; 08; 09) and/or as transport means (906;
07; 08; 09) for sheets (02) that are provided for a hanging transport of sheets (02),
are arranged extending continuously from a point downstream of the at least one separation
transport means (904) to a point above a delivery pile carrier (48) of the sheet delivery
unit (1000) along the transport path provided for the transport of sheets (02), characterized in that at least one transport means (07) configured as a sheet decelerating means (07) is
arranged downstream of the at least one selective transport means (09; 906) along
the transport path provided for the transport of sheets (02), said transport means
being arranged at least partially above a delivery pile carrier (48) of the sheet
delivery unit (1000), and in that at least one sheet diverter (49) for channeling sheets (02) onto a transport path
that bypasses the at least one sheet decelerating means (07) is arranged between the
at least one separation device (903), on one hand, and the at least one sheet decelerating
means (07), on the other hand, along the transport path provided for the transport
of sheets (02).
3. Sheet processing machine according to claim 1 or 2, characterized in that at least one imbricating device (46) is arranged between the at least one selective
transport means (906), on one hand, and the at least one sheet decelerating means
(07), on the other hand, along the transport path provided for the transport of sheets
(02), said imbricating device having at least one transport means (08) configured
as an upper suction transport means (08) and/or as a sheet infeed means (08).
4. Sheet processing machine according to claim 3, characterized in that the at least one upper suction transport means (08) of the at least one imbricating
device (46) is configured as a passively driven suction transport means (08).
5. Sheet processing machine according to claim 1 or 2 or 3 or 4, characterized in that the sheet delivery unit (1000) has at least one forward pile limiter (04), and in that a delivery pile area is delimited at least by the at least one rear sheet stop (03)
and the at least one forward pile limiter (04), and in that the sheet delivery unit (1000) has at least one upper sheet transport system (06)
configured for a hanging transport of sheets (02), which has at least one imbricating
device (46), and in that the at least one imbricating device (46) serves to produce imbrication for an imbricated,
hanging transport of at least two sheets (02) at at least one point located above
the delivery pile area, as viewed in the vertical direction (V).
6. Sheet processing machine according to claim 5, characterized in that a transport direction (T) is a horizontal direction (T) oriented from the forward
pile limiter (04) toward the rear sheet stop (03), and in that the at least one upper sheet transport system (06) configured for a hanging transport
of sheets (02) has at least one sheet infeed means (08) configured as an upper suction
transport means (08) and at least one sheet decelerating means (07) configured as
an upper suction transport means (07), and in that the at least one sheet infeed means (08) is arranged at least partially upstream
of the at least one sheet decelerating means (07) with respect to the transport direction
(T) and extends beyond the at least one forward pile limiter (04), and in that at least one downwardly acting, activatable displacement element (12) is arranged
in the region of the at least one sheet infeed means (08) with respect to the transport
direction (T).
7. Sheet processing machine according to claim 6, characterized in that the at least one displacement element (12) is configured as at least one displacement
member (12), the position of which can be changed between at least one pass-through
position and at least one displacement position, at least by means of at least one
displacement drive (27).
8. Sheet processing machine according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7, characterized in that the at least one shaping device (900) is configured as a rotary die-cutting device
(900).
9. Sheet processing machine according to claim 1 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8, characterized in that transport means (906; 07; 08; 09) are arranged extending continuously from a point
downstream of the at least one separation transport means (904) to a point above a
delivery pile carrier (48) of the sheet delivery unit (1000) along the transport path
provided for the transport of sheets (02), said transport means at least also being
configured as transport means (906; 07; 08; 09) that act as upper suction transport
means (906; 07; 08; 09) and/or as transport means (906; 07; 08; 09) for sheets (02),
intended for a hanging transport of sheets (02).
10. Sheet processing machine according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or
9, characterized in that the at least one separation device (903) is configured as at least one jogging device
(903), and/or in that the at least one separation transport means (904) is configured to act and/or to
be capable of acting both from above and from below on sheets (02), and/or in that
the at least one separation device (903) has at least one collecting device for scrap
pieces arranged beneath the transport path provided for the transport of sheets (02),
and/or in that the at least one separation transport means (904) has multiple upper
separation transport belts (907) arranged side by side and spaced apart from one another
in a transverse direction (A) and/or multiple lower separation transport belts (908)
arranged side by side and spaced apart from one another in a transverse direction
(A), and/or in that the at least one separation device (903) has at least one jogging drive (911), and/or
in that the at least one separation device (903) has at least one jogging drive (911), and/or
in that the at least one separation transport means (904) has at least one transport drive
(912), by means of which at least one component of the at least one separation transport
means (904) can be driven in circulation.
11. Sheet processing machine according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or
9 or 10, characterized in that the sheet processing machine (01) has at least one shaping unit (900) or die-cutting
unit (900) and has at least one application unit (600).
12. Sheet processing machine according to claim 11, characterized in that the at least one application unit (600) is configured as a flexographic application
unit (600) and/or as a flexographic printing unit (600).
13. Sheet processing machine according to claim 11 or 12, characterized in that the at least one application unit (600) has at least one forme cylinder, which is
arranged below an impression cylinder that cooperates with it.
14. Sheet processing machine according to claim 12 or 13, characterized in that each of the units of the processing machine (01) is preferably characterized in that the section of a transport path provided for the transport of sheets (02), which
is defined by the at least one application unit (600), is at least substantially flat.
15. Sheet processing machine according to claim 1 or 2 or 3 or 4 or 5 or 6 or 7 or 8 or
9 or 10 or 11 or 12 or 13 or 14, characterized in that the forme cylinder (901) of the shaping device (900) is arranged above the impression
cylinder (902) that cooperates with it.