[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zuführen von Bogen, mit einem Bogentrenner
zum taktweisen Vereinzeln der Bogen von einem Stapel und mit Transportsaugern zum
Transportieren der Bogen zu einem Bändertisch. Derartige Vorrichtungen werden insbesondere
in Verbindung mit bogenverarbeitenden Maschinen oder als Bestandteil von bogenverarbeitenden
Maschinen verwendet. Im Zusammenhang mit Verwendungen in bogenverarbeitenden Maschinen,
die als Druckmaschinen ausgebildet sind, werden sie auch als Anleger bezeichnet.
[0002] Aus der
DE 102 16 135 A1 ist ein Verfahren zur Steuerung der Bogenzufuhr zu einer bogenverarbeitenden Maschine
mit einem Bogenanleger bekannt, der unter anderem einen Bogentrenner zum Vereinzeln
der Bogen von einem Stapel und einen Bändertisch oder Saugbändertisch aufweist. Die
Bogen werden zur Maschine transportiert und dabei hinsichtlich Doppel-, Fehl oder
Schiefbogen kontrolliert. Beim Vorliegen eines derartigen Bogens oder bei Störungen
in der nachgeordneten Maschine erfolgt ein Stillsetzen der Bogenzufuhr, wobei eine
das Höhenniveau des Stapels erfassende Abtasteinrichtung vorgesehen ist und der Antrieb
des Bogenanlegers durch Einzelantriebe erfolgt, die mittels einer Verarbeitungselektronik,
welche mit einer Steuereinrichtung der nachgeordneten Maschine verknüpft ist, gesteuert
werden
[0003] In der
EP 1 281 647 B1 wird ein Verfahren zum Fördern von Bogen in einem Bogenanleger einer bogenverarbeitenden
Maschine vorgestellt. In der bogenverarbeitenden Maschine ist die Laufgeschwindigkeit
des Transportbandes zum Fördern der geschuppten Bogen unabhängig von der Arbeitsgeschwindigkeit
der Maschine entsprechend vorgegebener Geschwindigkeitsprofile veränderbar.
[0004] Durch die
DE 10 2007 051 945 A1 ist ein Anleger bekannt, der mehrere Komponenten zur Bogenbeeinflussung umfasst,
denen unabhängig voneinander ansteuerbare Antriebe zugeordnet sind. Zu den Komponenten
gehört ein Bogentrenner, der dem Vereinzeln der Bogen von einem Bogenstapel dient,
ein Saugbändertisch, der dem Transportieren der Bogen in geschuppter Form dient, sowie
eine Klappenwelle. Jede der Komponenten weist einen Einzelantrieb auf.
[0005] Bei den Antriebsanordnungen der bekannten Saugbändertische liegt das Leertrum der
verwendeten Saugbänder auf der bogentransportierenden Tischoberfläche, während sich
der Lasttrum auf der Unterseite des Bändertisches befindet. Die Saugbänder und die
auf ihnen aufliegende Bogenstaffel werden geschoben, was sich nachteilig auf die Fördergenauigkeit
auswirkt.
[0006] Die
DE 10 2009 046 089 A1 offenbart einen Bogenanleger einer Bogen verarbeitenden Maschine, wobei der Bogenanleger
eine Bogenquelle, einen Bogentrenner, ein Förderband und eine dem Förderband nachgeschaltete
Ausrichteinheit aufweist. Die Transportgeschwindigkeit des Förderbands wird in Abhängigkeit
von einem Messsignal eines Bogenankunftssensors gesteuert.
[0007] Die
EP 2 135 743 A2 offenbart einen Bogenanleger, der einen Bogentrenner zum Vereinzeln von Bogen von
einem Stapel und Taktrollen zum Transportieren der vereinzelten Bogen zu einem Bändertisch
aufweist. Zum Antrieb des Bogentrenners sind Einzelantriebe ausgebildet.
[0008] Aus
DE 100 22 585 A1 ist eine Einrichtung zum drehwinkelgerechten Zuschalten oder Trennen eines Bogenanlegers
an oder von einer Bogendruckmaschine innerhalb eines Arbeitstaktes des Bogenanlegers
bekannt.
[0009] Die
EP 0 644 139 A1 beschreibt eine Bogenanlegereinheit mit einer Saugkopfeinheit, durch die Bogen vereinzelt
einem Bogenstapel entnehmbar und einem Bändertisch zuführbar sowie von dem Bändertisch
einer Bogen verarbeitenden Maschine zuförderbar sind. Der Arbeitstakt der Saugkopfeinheit
wird in Abhängigkeit der Signale eines Bogenankunftsensors vor- oder nacheilend gesteuert.
[0010] Die
DE 101 01 125 A1 zeigt einen Bogenanleger mit einem Bogentrenner zum taktweisen Vereinzeln der Bogen
von einem Bogenstapel und Transportieren zu einem Bändertisch. Dem Bändertisch ist
ein Antrieb zugeordnet, der das Transportband mit einer sich periodisch ändernden
Geschwindigkeit antreibt.
[0011] Aus
DE 10 2017 202 922 A1) ist ein Saugbändertisch eines Bogenanlegers bekannt, der mehrere hintereinander
angeordnete Saugbänder umfasst. Jedem der Saugbänder ist ein Einzelantrieb zugeordnet,
der nach einem ungleichförmigen Geschwindigkeitsprofil angetrieben ist.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Zuführen von Bogen
zu schaffen, bei der die Bogen mit einer größeren Genauigkeit insbesondere einer größeren
Gleichmäßigkeit transportiert werden.
[0013] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0014] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass Schwankungen
der Abstände der Bogen in der Bogenstaffel vermindert werden und die Bogenankunft
für jeden einzelnen Bogen am Ende des Transportweges des Saugbändertisches genau zum
vorgegebenen Zeitpunkt realisierbar ist. Insbesondere wirkt sich eine Veränderung
der Elastizität oder der Länge des Saugbandes, die bei einer Alterung des Saugbandes
auftreten kann, nicht mehr oder nur noch in einem verminderten Umfang auf den Transport
der Bogen aus.
[0015] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- Eine Vorrichtung zum Zuführen von Bogen mit einem Saugbandtisch.
- Fig. 2
- Eine detaillierte Seitenansicht des Saugbandtisches.
- Fig. 3
- Eine schematische Darstellung einer als Pendelwalze ausgebildeten Bänderwalze.
[0017] Die Vorrichtung zum Zuführen von Bogen kann als Anleger 1 einer bogenverarbeitenden
Maschine, insbesondere einer Bogendruckmaschine oder einer Stanzmaschine ausgebildet
sein und soll im Folgenden an diesem Beispiel beschrieben werden.
[0018] Die Vorrichtung zum Zuführen von Bogen, insbesondere der Anleger 1, umfasst vorzugsweise
einen Hauptstapelträger, insbesondere eine Stapelplatte, auf der ein aus den Bogen
bestehender Stapel positionierbar ist. Die Stapelplatte ist an Transportmitteln befestigt.
[0019] An der Hinterseite und an den Seiten des Stapels können Bläser zum Vorlockern der
Bogen auf dem Stapel sowie zum Unterblasen der Bogen beim Transport vorgesehen sein.
Um ein die Bogen tragendes Luftpolster ausbilden zu können, können zusätzlich seitlich
am Stapel Seitenbleche oder den Stapel seitlich begrenzende Führungselemente angeordnet
sein.
[0020] Im Bereich der Oberseite des Stapels ist ein Bogentrenner 7 angeordnet.
[0021] Der Bogentrenner 7 weist vorzugsweise Trennsauger und Transportsauger auf. Der Bogentrenner
7 ist vorzugsweise höhenverstellbar im Anleger 1 angeordnet. Darüber hinaus kann der
Bogentrenner 7 zur Formatanpassung in oder entgegen einer Transportrichtung 11 verschiebbar
gelagert sein. Der Bogentrenner 7, insbesondere dessen Trennsauger, dient dem taktweisen
Vereinzeln der Bogen von dem Stapel, wobei der Transportsauger die vereinzelten Bogen
erfasst und in Transportrichtung 11 fördert. Im Stapelbereich kann eine das Höhenniveau
des Stapels erfassende Abtasteinrichtung angeordnet sein. Der Transportsauger transportiert
die Bogen zu einem Bändertisch 2. Der Bändertisch 2 weist eine Transportebene auf,
in der die Bogen von mindestens einem umlaufenden Transportband 14 transportiert werden.
Vorzugsweise ist jeweils ein Abschnitt des mindestens einen Transportbandes 14 über
mindestens zwei obere Bänderwalzen 12.1, 12.2 in der Transportebene geführt. Neben
den oberen Bänderwalzen 12.1, 12.2 ist mindestens eine weitere Bänderwalze 12.3, 12.4,
12.5 ausgebildet, die das mindestens eine Transportband 14 außerhalb, insbesondere
unterhalb der Transportebene führt. Der mindestens einen weiteren Bänderwalze 12.3,
12.4, 12.5 ist ein erster Antrieb 25 zugeordnet, so dass der in der Transportebene
geführte Abschnitt des mindestens einen Transportbandes 14 das Lasttrum 14.1 des Transportbandes
14 bildet. Der außerhalb der Transportebene geführte Abschnitt des mindestens einen
Transportbandes 14 bildet das Leertrum 14.2 des mindestens einen Transportbandes 14.
[0022] Der erste Antrieb 25 ist vorzugsweise als Motor 25.2 ausgebildet. Der erste Antrieb
25 kann direkt der Achse einer weiteren Bänderwalze 12.3, 12.4, 12.5 zugeordnet sein
oder über ein Zahnradpaar oder einen Riemenantrieb, insbesondere einen Zahnriemenantrieb
mit der weiteren Bänderwalze 12.3, 12.4, 12.5 getriebetechnisch verbunden sein. Außerhalb,
insbesondere unterhalb der Transportebene können auch zwei oder drei weitere Bänderwalzen
12.3, 12.4, 12.5 angeordnet sein, über die das mindestens eine Transportband 14 geführt
ist, wobei der erste Antrieb 25 im Fall von drei weiteren Bänderwalzen 12.3, 12.4,
12.5 der mittleren der drei weiteren Bänderwalzen 12.3, 12.4, 12.5 zugeordnet sein
kann. Im Fall der Ausbildung mehrerer weiterer Bänderwalzen 12.3, 12.4, 12.5, über
die das mindestens eine Transportband 14 geführt ist, kann der erste Antrieb 25 alternativ
derjenigen der weiteren Bänderwalzen 12.3, 12.4, 12.5 zugeordnet sein, die am weitesten
vom Bogentrenner 7 beabstandet ist.
[0023] Auf der bogentransportierenden Seite des Bändertisches 2 ist das Transportband 14
folglich als ziehendes Band ausgebildet. Das hat den Vorteil, dass die auf dem Bändertisch
2 als Bogenstaffel liegenden Bogen ruhiger und gleichmäßiger transportiert werden,
so dass es zu weniger Störungen kommt.
[0024] Die Durchmesser der Bänderwalzen 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5 können unterschiedlich
groß sein. Vorzugsweise ist der Durchmesser derjenigen Bänderwalze 12.3, 12.4, 12.5,
der der erste Antrieb 25 zugeordnet ist, größer als die Durchmesser der oberen Bänderwalzen
12.1, 12.2.
[0025] Vorzugsweise ist einer der weiteren Bänderwalzen 12.3, 12.4, 12.5 eine Spannvorrichtung
zugeordnet, mit der die jeweilige weitere Bänderwalze 12.3, 12.4, 12.5 zur Veränderung
der Spannung des mindestens einen Transportbandes 14 gegenüber diesem verlagerbar
und in der verlagerten Position fixierbar ist. Die Spannvorrichtung kann auch einen
Kraftspeicher, insbesondere ein Federsystem umfassen, dessen Federkraft einstellbar
ist und der eine der weiteren Bänderwalzen 12.3, 12.4, 12.5 federnd gegen das Transportband
14 spannt.
[0026] Vorzugsweise ist mindestens eine der Bänderwalzen 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5, insbesondere
eine der weiteren Bänderwalzen 12.3, 12.4, 12.5 als Pendelwalze ausgebildet. Eine
derartig ausgebildete Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5 weist eine korrigierende
Bandführungsfunktion auf, insbesondere wenn Kraft- und/oder Lastwechsel im oder auf
dem Transportband 14 auftreten. Die als Pendelwalze ausgebildete Bänderwalze 12.1,
12.2, 12.3, 12.4, 12.5 weist zwei Freiheitsgrade auf und korrigiert Bandlauffehler
automatisch. Die Ausbildung einer Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5 als Pendelwalze
ermöglicht sowohl eine Kippbewegung derselben quer zur Transportrichtung 11 als auch
eine Drehbewegung in Transportrichtung 11.
[0027] Die Pendelwalze umfasst eine feststehende Achse 26 und einen koaxial zu der Achse
26 um die Achse 26 rotierbar angeordneten, hohlzylinderförmig ausgebildeten Walzenkörper
27. Zwischen der Achse 26 und dem Walzenkörper 27 wirkt ein Pendellager 28. Das Pendellager
28 kann als Pendelkugellager oder als Pendelrollenlager oder in anderer geeigneter
Form ausgebildet sein. Das Pendellager 28 ist vorzugsweise in der Mitte zwischen den
beiden Enden des Walzenkörpers 27 angeordnet, so dass der Massenschwerpunkt des Walzenkörpers
27 oberhalb des Pendellagers 28 liegt und der Walzenkörper 27 in Bezug auf das Pendellager
28 ausbalanciert ist.
[0028] Das Pendellager 28 kann einen mit dem Walzenkörper 27 verbundenen Außenring 29 und
einen mit der Achse 26 verbundenen Innenring 30 aufweisen. Der Außenring 29 wird gegenüber
dem Innenring 30 durch zwei zueinander beabstandete Kugelreihen 31.1, 31.2 oder Rollenreihen
31.1, 31.2 abgestützt. Am Außenring 29 und/oder am Innenring 30 ist vorzugsweise für
beide Kugelreihen 31.1, 31.2 oder Rollenreihen 31.1, 31.2 eine gemeinsame hohlkugelförmige
Laufbahn ausgebildet. Vorzugsweise weist die Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5,
insbesondere die weitere Bänderwalze 12.3, 12.4, 12.5, der der erste Antrieb 25 zugeordnet
ist, eine ballige Form auf, während alle anderen Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4,
12.5 mit einer zylindrischen Form ausgebildet sein können. Die mit balliger Form ausgebildete,
als Antriebswalze wirkende Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5 übernimmt in dem
System neben der antreibenden vorzugsweise auch eine zentrierende Funktion. Dem entsprechend
ist die Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5, der der erste Antrieb 25 zugeordnet
ist, vorzugsweise verschieden von der Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5, die
als Pendelwalze ausgebildet ist.
[0029] Bei einer bevorzugten Ausführung der Vorrichtung mit zwei oder drei weiteren Bänderwalzen
12.3, 12.4, 12.5, die unterhalb der Transportebene des Bändertischs 2 angeordnet sind,
kann der erste Antrieb 25 entweder einer der zwei oder der mittleren der drei weiteren
Bänderwalzen 12.3, 12.4, 12.5 zugeordnet sein, wobei eine andere weitere Bänderwalze
12.3, 12.4, 12.5 als Pendelwalze ausgebildet ist.
[0030] Statt eines einzigen Transportbandes 14 können auch zwei oder mehrere im Abstand
zueinander angeordnete, über obere Bänderwalzen 12.1, 12.2 und weitere Bänderwalzen
12.3, 12.4, 12.5 geführte Transportbänder 14 vorgesehen sein.
[0031] Vorzugsweise sind die Transportbänder 14 als Saugbänder ausgebildet und weisen Öffnungen
auf. Die Saugbänder werden vorzugsweise von Saugkästen mit Saugluft versorgt, die
in den Bändertisch 2 integriert sein können. Infolge der Wirkung der Saugluft werden
zu transportierende Bogen auf einem als Saugband ausgebildeten Transportband 14 gehalten.
[0032] Dem Bändertisch 2 kann ein Anlegtisch mit Vordermarken, eine Anlage und ein Verarbeitungswerk
einer bogenverarbeitenden Maschine nachgeordnet sein. Vorzugsweise ist das Verarbeitungswerk
ein Offsetdruckwerk, ein Lackwerk, ein Inkjetdruckwerk oder ein Stanzwerk.
[0033] Zwischen den Transportsaugern und dem mindestens einem Transportband 14 des Bändertisches
2 ist eine mit einer verschwenkbar gelagerten Welle verbundene Bogenklappe ausgebildet.
Die Funktionseinheit aus Welle und Bogenklappe wird in der Fachsprache auch als Klappenwelle
bezeichnet. Die Klappenwelle erstreckt sich über die Breite des Stapels. Die Bogenklappe
wird für jeden zu fördernden Bogen aus einer vertikalen Position, in der sie einen
Anschlag bildet, in eine horizontale Position, in der sie eine Führungsfläche bildet,
verschwenkt.
[0034] Mit dem mindestens einen Transportband 14 des Bändertisches 2 wirken vorzugsweise
sogenannte Taktrollen zusammen. Die Taktrollen könne einer verschwenkbar gelagerten
Taktrollenwelle zugeordnet sein, die im Takt der Bogenfolge verschwenkt wird, so dass
die Taktrollen den vorderen Bereich eines jeden Bogens gegen das mindestens eine Transportband
14 des Bändertisches 2 führen.
[0035] Zum Antrieb der den Bogentransport bewirkenden Komponenten sind vorzugsweise mehrere
einzelne Antriebe vorgesehen, die unabhängig voneinander ansteuerbar sind. Neben dem
einer Bänderwalze 12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5 zugeordneten ersten Antrieb 25 kann
ein zweiter Antrieb 24 ausgebildet sein, der der die Bogenklappe tragenden Welle zugeordnet
ist. Der zweite Antrieb 24 kann auch zum gemeinsamen Antreiben der Taktrollenwelle
und der mit der Bogenklappe verbundenen Welle ausgebildet sein. Vorzugsweise sind
die Taktrollenwelle und/oder die mit der Bogenklappe verbundene Welle über ein Getriebe
mit dem zweiten Antrieb 24 verbunden.
[0036] Zudem kann ein dritter Antrieb 22 dem Hauptstapelträger zu dessen vertikaler Verlagerung
zugeordnet sein. Im Fall der Ausbildung einer Nonstoppeinrichtung wirkt der Hauptstapelträger
beim Stapelwechsel mit einem Hilfstapelträger zusammen, der als Rechen oder Rollo
ausgebildet sein kann und dem vorzugsweise ein vierter Antrieb zu dessen vertikaler
Verlagerung zugeordnet ist.
[0037] Zum Antreiben des Bogentrenners 7 und/oder der Transportsauger kann ein fünfter Antrieb
23 ausgebildet sein.
[0038] Zur Erfassung der Ankunft der Bogen ist ein Bogenankunftssensor ausgebildet, der
am Ende des Bändertischs 2 angeordnet ist. Mit dem Bogenankunftssensor ist die Lage
der Bogen zu einem bestimmten Zeitpunkt vor dem Einlaufen der Bogen in das Verarbeitungswerk
erfassbar. Der Bogenankunftssensor erzeugt für eine Folge von Bogen die Ankunft der
Bogen repräsentierende erste Signale. Zur Erfassung der Winkellage des mindestens
einen Verarbeitungswerks ist ein Taktgeber ausgebildet, der die Winkellage des mindestens
einen Verarbeitungswerks repräsentierende zweite Signale erzeugt.
[0039] Die Zuführung von Bogen zu dem mindestens einen Verarbeitungswerk ist nur möglich,
wenn sich das mindestens eine Verarbeitungswerk, insbesondere dessen bogenführender
Zylinder in einer bestimmten Winkellage befindet. Um dies zu erreichen müssen die
einzelnen Antriebe 22, 23, 24, 25 entsprechend angesteuert werden.
[0040] Die Antriebe 22, 23, 24, 25 sowie der Taktgeber und Bogenankunftssensor sind mit
einer Steuerung verbunden.
[0041] Die Steuerung steuert den ersten Antrieb 25 einer weiteren Bänderwalze 12.3, 12.4,
12.5 in Abhängigkeit der zweiten Signale des Taktgebers. Mit anderen Worten folgt
die Bewegung des oder der Transportbänder 14 des Bändertischs 2 ausschließlich der
Bewegung des mindestens einen Verarbeitungswerkes. Der zweite Antrieb 24 wird von
der Steuerung abweichend zum ersten Antrieb 25 nicht nur nach den zweiten Signalen
des Taktgebers sondern zusätzlich auch nach den ersten Signalen des Bogenankunftssensors
gesteuert.
[0042] Der Steuerung sind zum Steuern des ersten und des zweiten Antriebs 25, 24 jeweils
taktbezogene Geschwindigkeitsprofile eingegeben.
[0043] Die Geschwindigkeitsprofile können einen diskontinuierlichen Geschwindigkeitsverlauf
aufweisen.
[0044] Vorzugsweise ermittelt die Steuerung die Phasenlagen der ersten Signale in Bezug
auf die Phasenlagen der zweiten Signale und steuert den zweiten Antrieb 24 in Abhängigkeit
der ermittelten Phasenlagen der ersten Signale in Bezug auf die Phasenlagen der zweiten
Signale. Auf diesem Weg kann auf das Auftreten von zu früh ankommenden Bogen (Frühbogen)
beziehungsweise das Auftreten von zu spät ankommenden Bogen (Spätbogen) geschlossen
und entsprechend gegengesteuert werden.
[0045] Die Steuerung ist insbesondere derart zum Steuern des zweiten Antriebs 24 ausgebildet,
dass sie in Abhängigkeit der Phasenlagen der ersten Signale in Bezug auf die Phasenlagen
der zweiten Signale die Phasenlagen des Geschwindigkeitsprofils des zweiten Antriebs
24 zu den Phasenlagen des Geschwindigkeitsprofils des ersten Antriebs 25 voreilend
oder nacheilend verschiebt oder den zweiten Antrieb 24 mit einem Geschwindigkeitsprofil
ansteuert, das eine erhöhte oder eine verringerte durchschnittliche Geschwindigkeit
aufweist.
[0046] Wird durch Ermittlung der Phasenlagen zum Beispiel ein Spätbogen festgestellt, kann
durch eine erhöhte Geschwindigkeit des fünften Antriebs 23 des Bogentrenners 7 und/oder
des Transportsaugers und durch eine erhöhte Geschwindigkeit des zweiten Antriebs 24
an der Bogenklappe gegenüber dem Transportband14 bewirkt werden, das die Bogenvorderkante
nachfolgender Bögen eher am Verarbeitungswerk ankommt. Die Schuppenlänge zwischen
den Bögen wird hierbei reduziert.
[0047] Auf einen Frühbogen kann die Steuerung in entsprechender Weise reagieren, mit dem
Unterschied, dass die Geschwindigkeit des fünften Antriebs 23 und des zweiten Antriebs
24 erniedrigt wird und die Schuppenlänge, das heißt der Abstand der Vorderkanten der
Bogen, vergrößert wird.
[0048] Es ist auch möglich, mehrere die Bogen kontrollierende Bogenankunftssensoren vorzusehen.
Die Erfindung beschränkt sich nicht nur auf das oben beschriebene Ausführungsbeispiel.
Es könne auch andere, im Ausführungsbeispiel nicht genannte, mit Antrieben ausgestattete
Komponenten des Anlegers 1 vorgesehen sein.
Bezugszeichenaufstellung
[0049]
- 1
- Anleger
- 2
- Bändertisch
- 7
- Bogentrenner
- 11
- Transportrichtung
- 12.1
- obere Bänderwalze
- 12.2
- obere Bänderwalze
- 12.3
- weitere Bänderwalze
- 12.4
- weitere Bänderwalze
- 12.5
- weitere Bänderwalze
- 14
- Transportband
- 14.1
- Lasttrum
- 14.2
- Leertrum
- 22
- dritter Antrieb
- 23
- fünfter Antrieb
- 24
- zweiter Antrieb
- 25
- erster Antrieb
- 25.2
- Motor
- 26
- Achse
- 27
- Walzenkörper
- 28
- Pendellager
- 29
- Außenring
- 30
- Innenring
- 31.1
- Kugelreihe, Rollenreihe
- 31.2
- Kugelreihe, Rollenreihe
1. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen zu einer mindestens ein Verarbeitungswerk umfassenden
bogenverarbeitenden Maschine, mit einem Bogentrenner (7) zum taktweisen Vereinzeln
der Bogen von einem Stapel und mit Transportsaugern zum Transportieren der Bogen zu
einem Bändertisch (2), wobei der Bändertisch (2) mindestens ein umlaufendes Transportband
(14) aufweist, das über mindestens zwei Bänderwalzen (12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5)
geführt ist,
wobei mindestens einer Bänderwalze (12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5) ein erster Antrieb
(25) zugeordnet ist und zwischen den Transportsaugern und dem mindestens einem Transportband
(14) eine mit einer verschwenkbar gelagerten Welle verbundene Bogenklappe ausgebildet
ist,
wobei der Welle ein diese verschwenkender zweiter Antrieb (24) zugeordnet ist, mit
einem Bogenankunftssensor, der zwischen dem Bändertisch (2) und dem Verarbeitungswerk
angeordnet ist und für eine Folge von Bogen die Ankunft der Bogen repräsentierende
erste Signale erzeugt,
mit einem Taktgeber, der die Winkellage des mindestens einen Verarbeitungswerks repräsentierende
zweite Signale erzeugt, und
mit einer Steuerung, die den ersten Antrieb (25) in Abhängigkeit der zweiten Signale
und den zweiten Antrieb (24) in Abhängigkeit der ersten und der zweiten Signale steuert,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuerung zum Steuern des ersten und des zweiten Antriebs (25, 24) jeweils
taktbezogene Geschwindigkeitsprofile eingegeben sind.
2. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 1, wobei die Geschwindigkeitsprofile
einen diskontinuierlichen Geschwindigkeitsverlauf aufweisen.
3. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Steuerung zur
Ermittlung der Phasenlagen der ersten Signale in Bezug auf die Phasenlagen der zweiten
Signale ausgebildet ist.
4. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 3, wobei die Steuerung zum Steuern
des zweiten Antriebs (24) in Abhängigkeit der Phasenlagen der ersten Signale in Bezug
auf die Phasenlagen der zweiten Signale ausgebildet ist.
5. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, wobei die Steuerung
zum Steuern des zweiten Antriebs (24) derart ausgebildet ist, dass in Abhängigkeit
der Phasenlagen der ersten Signale in Bezug auf die Phasenlagen der zweiten Signale
die Phasenlagen des Geschwindigkeitsprofils des zweiten Antriebs (24) zu den Phasenlagen
des Geschwindigkeitsprofils des ersten Antriebs (25) voreilend oder nacheilend verschoben
sind oder dass der zweite Antrieb (24) mit einem Geschwindigkeitsprofil angetrieben
wird, das eine erhöhte oder eine verringerte durchschnittliche Geschwindigkeit aufweist.
6. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 1, 2, 3, 4 oder 5, wobei eine verschwenkbar
gelagerte, Taktrollen tragende Taktrollenwelle ausgebildet ist und der zweite Antrieb
(24) zum Antreiben der Taktrollenwelle und der mit der Bogenklappe verbundenen Welle
ausgebildet ist.
7. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, wobei dem Bogentrenner
(7) und/oder den Transportsaugern ein fünfter Antrieb (23) zugeordnet ist und wobei
die Steuerung den fünften Antrieb (23) in Abhängigkeit der ersten und der zweiten
Signale steuert.
8. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 7, wobei die Steuerung den ersten
Antrieb (25) ausschließlich in Abhängigkeit der zweiten Signale steuert.
9. Vorrichtung zum Zuführen von Bogen nach Anspruch 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 oder 8, wobei
das Verarbeitungswerk ein Offsetdruckwerk, ein Lackwerk, ein Inkjetdruckwerk oder
ein Stanzwerk ist.
1. Device for feeding sheets to a sheet-processing machine comprising at least one processing
mechanism, comprising a feeder head (7) for cyclically separating the sheets from
a pile and comprising transporting suckers for transporting the sheets to a belt table
(2), the belt table (2) comprising at least one revolving transport belt (14), which
is guided over at least two feed rollers (12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5),
a first drive (25) being assigned to at least one feed roller (12.1, 12.2, 12.3, 12.4,
12.5), and a sheet flap, which is connected to a pivotably mounted shaft, being provided
between the transporting suckers and the at least one transport belt (14),
a second drive (24) being assigned to the shaft pivoting the same, comprising a sheet
arrival sensor, which is arranged between the belt table (2) and the processing mechanism
and generates first signals representing the arrival of the sheets for a sequence
of sheets,
comprising a clock generator, which generates second signals representing the angular
position of the at least one processing mechanism, and
comprising a controller, which controls the first drive (25) as a function of the
second signals, and which controls the second drive (24) as a function of the first
and second signals, characterized in that respective clock-based speed profiles are entered into the controller for controlling
the first and second drives (25, 24).
2. Device for feeding sheets according to claim 1, wherein the speed profiles have a
discontinuous speed curve.
3. Device for feeding sheets according to claim 1 or 2, wherein the controller is designed
to ascertain the phase positions of the first signals in relation to the phase positions
of the second signals.
4. Device for feeding sheets according to claim 3, wherein the controller is designed
to control the second drive (24) as a function of the phase positions of the first
signals in relation to the phase positions of the second signals.
5. Device for feeding sheets according to claim 1, 2, 3 or 4, wherein the controller
is designed to control the second drive (24) in such a way that, as a function of
the phase positions of the first signals in relation to the phase positions of the
second signals, the phase positions of the speed profile of the second drive (24)
are shifted in a leading or trailing manner with respect to the phase positions of
the speed profile of the first drive (25), or that the second drive (24) is driven
using a speed profile that has an increased or a decreased average speed.
6. Device for feeding sheets according to claim 1, 2, 3, 4 or 5, wherein a pivotably
mounted timing roller shaft carrying timing rollers is provided, and the second drive
(24) is designed to drive the timing roller shaft and the shaft connected to the sheet
flap.
7. Device for feeding sheets according to claim 1, 2, 3, 4, 5 or 6, wherein a fifth drive
(23) is assigned to the feeder head (7) and/or the transporting suckers, and the controller
controls the fifth drive (23) as a function of the first and second signals.
8. Device for feeding sheets according to claim 7, wherein the controller controls the
first drive (25) exclusively as a function of the second signals.
9. Device for feeding sheets according to claim 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 or 8, wherein the
processing mechanism is an offset printing mechanism, a finish coating mechanism,
an inkjet printing mechanism or a die-cutting mechanism.
1. Dispositif d'amenée de feuilles à une machine de traitement de feuilles comprenant
au moins un groupe de traitement, avec un séparateur de feuilles (7) pour l'individualisation
cadencée des feuilles d'une pile et avec des ventouses de transport pour le transport
des feuilles vers une table à bande (2), dans lequel la table à bande (2) présente
au moins une bande transporteuse (14) circulante, qui est guidée par l'intermédiaire
d'au moins deux rouleaux de bande (12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5),
dans lequel un premier entraînement (25) est associé à au moins un rouleau de bande
(12.1, 12.2, 12.3, 12.4, 12.5) et un rabat de feuilles relié à un arbre monté pivotant
est réalisé entre les ventouses de transport et la au moins une bande transporteuse
(14),
dans lequel un deuxième entraînement (24) faisant pivoter l'arbre est associé à celui-ci,
avec un capteur d'arrivée de feuilles, qui est disposé entre la table à bande (2)
et le groupe de traitement et produit pour une succession de feuilles des premiers
signaux représentant l'arrivée des feuilles,
avec un générateur d'horloge, qui produit des deuxièmes signaux représentant la position
angulaire du au moins un groupe de traitement, et
avec une commande, qui commande le premier entraînement (25) en fonction des deuxièmes
signaux et le deuxième entraînement (24) en fonction des premiers et deuxièmes signaux,
caractérisé en ce que respectivement des profils de vitesse relatifs à la cadence sont entrés dans la commande
pour commander le premier et le deuxième entraînement (25, 24).
2. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 1, dans lequel les profils
de vitesse présentent une courbe de vitesses discontinue.
3. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 1 ou 2, dans lequel la
commande est réalisée pour la détermination des positions de phase des premiers signaux
par rapport aux positions de phase des deuxièmes signaux.
4. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 3, dans lequel la commande
est réalisée pour commander le deuxième entraînement (24) en fonction des positions
de phase des premiers signaux par rapport aux positions de phase des deuxièmes signaux.
5. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 1, 2, 3 ou 4, dans lequel
la commande pour commander le deuxième entraînement (24) est réalisée de telle sorte
qu'en fonction des positions de phase des premiers signaux par rapport aux positions
de phase des deuxièmes signaux les positions de phase du profil de vitesse du deuxième
entraînement (24) sont déplacées en avant ou en arrière par rapport aux positions
de phase du profil de vitesse du premier entraînement (25) ou que le deuxième entraînement
(24) est entraîné avec un profil de vitesse qui présente une vitesse moyenne accrue
ou diminuée.
6. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4 ou 5, dans lequel
un arbre de rouleaux cadencés portant des rouleaux cadencés, monté pivotant, est réalisé
et le deuxième entraînement (24) est réalisé pour entraîner l'arbre de rouleaux cadencés
et l'arbre relié au rabat de feuilles.
7. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5 ou 6, dans
lequel un cinquième entraînement (23) est associé au séparateur de feuilles (7) et/ou
aux ventouses de transport et dans lequel la commande commande le cinquième entraînement
(23) en fonction des premiers et deuxièmes signaux.
8. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 7, dans lequel la commande
commande le premier entraînement (25) exclusivement en fonction des deuxièmes signaux.
9. Dispositif pour amener des feuilles selon la revendication 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ou
8, dans lequel le groupe de traitement est un groupe d'impression Offset, un groupe
de vernissage, un groupe d'impression à jet d'encre ou un groupe de poinçonnage.