Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Druckvorrichtung, die zum Bedrucken eines Werkstücks
geeignet ist, das bevorzugt zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzfaser enthaltenden
Materialien, Holzverbundwerkstoffen, Furnier, Kunststoff oder einer Kombination hiervon
besteht. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Bedrucken des Werkstücks.
Stand der Technik
[0002] Im Bereich von mobilen Druckvorrichtungen zum Bedrucken von Werkstücken sind solche
bekannt, die einen Abdruck bestehend aus Nummern, Datum, Uhrzeit, Text, 1D fortlaufend,
2D Code, Grafik durch eine ziehende Bewegung der Druckvorrichtung über das Werkstück
erzeugen. Die bekannten mobilen Druckvorrichtungen sind meist Kennzeichnungsgeräte.
[0003] Da die bekannten mobilen Druckvorrichtungen nur zur Kennzeichnung geeignet sind,
können diese kein mehrfarbiges oder mehrere Komponenten aufweisendes Dekor drucken.
[0004] Weiterhin haben bekannte mobile Druckvorrichtungen eine Druckkopfhöhe von 1 bis 12,7
mm oder 24,5 mm. Damit sind die bekannten Druckkopfhöhen kleiner als 25 mm.
[0005] Im Bereich von stationären Druckvorrichtungen sind solche bekannt, die mittels eins
Digitaldruckverfahren ein Dekor auf eine Schicht drucken, die anschließend als Dekorschicht
auf ein Werkstück aufgebracht wird. Die Dekorschicht zeichnet sich dabei beispielsweise
durch ein Relief (Oberflächenprägung) und ein bestimmtes Farbspektrum aus. Eine Dekorschicht
kann beispielsweise eine Synchronpore aufweisen. Z.B. kann die Dekorschicht eine 3D-Optik
und Haptik aufweisen, die natürlich vorkommendes Holz nachahmt.
[0006] Allerdings besteht darin ein Problem, dass beispielsweise auf Grund von Beschädigungen
des Werkstücks, die Dekorschicht nach der Herstellung durch die stationären Druckvorrichtungen
nicht mehr repariert werden kann. Damit kann durch die stationäre Druckvorrichtung
keine Ausbesserung von beschädigten Werkstückabschnitten erfolgen.
[0007] Bislang werden beschädigte Werkstücke, die einen Mangel aufweisen, zurück zum Hersteller
gebracht oder weggeworfen bzw. recycelt. Somit findet keine nachhaltige Nutzung der
Ressourcen statt.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckvorrichtung bereitzustellen,
mit der ein beschädigtes Werkstück einfach, schnell und kostengünstig repariert werden
kann. Somit kann ein Wegwerfen oder ein aufwendiger Rücktransport zum Hersteller vermieden
werden.
[0009] Eine Druckvorrichtung ist in Anspruch 1 definiert. Ein Verfahren zum Bedrucken eines
Werkstücks ist in Anspruch 6 definiert. Unteransprüche beziehen sich auf bestimmte
Ausführungsformen.
[0010] Die Druckvorrichtung zum Bedrucken eines Werkstücks, das bevorzugt zumindest abschnittsweise
aus Holz, Holzfaser enthaltenden Materialien, Holzverbundwerkstoffen, Furnier, Kunststoff
oder einer Kombination hiervon besteht, wobei die Druckvorrichtung aufweist: ein Gehäuse,
ein Halteelement, das an dem Gehäuse angeordnet ist, einen Druckkopf, der an einer
ersten Seite des Gehäuses angebracht ist, und eine (insbesondere im Gehäuse angeordnete)
erste Schnittstelle, wobei die erste Schnittstelle den Druckkopf mit Behältern für
Druckmedien kommunikativ und operativ verbindet und die Druckvorrichtung tragbar ist.
[0011] Die Druckvorrichtung ist zum Bedrucken eines Werkstücks geeignet. Insbesondere kann
das Werkstück ein Möbelstück für ein Wohnzimmer, Bad oder Küche, oder ein Türbauteil
der Türendindustrie sein. Beispielsweise kann das Werkstück eine Oberfläche und eine
Unterfläche aufweisen, sowie eine Schmalseite. Insbesondere kann das Werkstück 6 Seiten
aufweisen, wobei mindestens eine Seite eine Schmalseite ist. Beispielsweise kann die
Schmalseite eine Seitenfläche des Werkstücks sein. Insbesondere kann das Werkstück
auf der Schmalseite ein Kantenband aufweisen. Bevorzugt kann das Werkstück eine Dekorschicht
auf mindestens einer Oberfläche aufweisen. Bevorzugt kann die Dekorschicht auf der
Oberfläche des Werkstücks eine Synchronpore aufweisen.
[0012] Die Druckvorrichtung kann eine Steuerung aufweisen, die in dem Gehäuse angeordnet
ist, wobei die Steuerung dazu konfiguriert ist, den Druckkopf zu steuern, und eine
in dem Gehäuse angeordnete erste Schnittstelle. Gemäß einer weiteren Ausführungsform
kann die Steuerung auch extern angeordnet sein und die Druckvorrichtung mit einer
Datenverbindung mit der Steuereinrichtung verbunden sein. Beispielsweise wird die
Steuerung von einem Mitarbeiter am Körper getragen und die Druckvorrichtung ist mit
einem Kabel mit der manuell betätigten Druckvorrichtung in Verbindung.
[0013] Die Druckvorrichtung kann so gestaltet sein, um jede Seite eines Werkstücks, das
unterschiedliche Oberflächen aufweisen kann, zu bedrucken. Bevorzugt führt die Druckvorrichtung
ein Digitaldruckverfahren durch. Insbesondere ist das Digitaldruckverfahren ein InkJet-Verfahren.
Die Druckvorrichtung kann z.B. ein keiner mobiler Inkjet-Drucker bzw. ein kleiner
mobiler Tintenstrahldrucker sein. Die Druckvorrichtung kann z.B. ein Matrixdrucker
sein. Somit wird ermöglicht, dass ein beschädigtes Werkstück einfach, effizient und
flexibel repariert werden kann, wodurch ein unnötiger Rücktransport zum Hersteller
vermieden werden kann und Ressourcen nachhaltig genutzt werden. Durch die Reparatur
des Werkstücks kann ein Wegwerfen des beschädigten Werkstücks verhindert werden. Das
Bedrucken von unterschiedlichen Oberflächen, wie z.B. PVC, PP, ABS, Melamin, Furnier,
und/oder Massivholz ist mit der Druckvorrichtung 1 möglich.
[0014] Die Druckvorrichtung ist tragbar. Der Begriff tragbar bedeutet, dass die Druckvorrichtung
sich einfach und unkompliziert tragen lassen kann und somit von einem Ort zu einem
anderen Ort transportiert werden kann. Die Druckvorrichtung kann auch beweglich, mobil
oder portabel sein. Die Druckvorrichtung ist beispielsweise nicht an einen festen
Standort gebunden. Die Druckvorrichtung ist z.B. nicht schwerer als 10 kg, insbesondere
nicht schwerer als 5 kg und/oder nicht leichter als 100 g. Die Druckvorrichtung ist
damit flexibel an verschiedenen Orten einsetzbar, um somit einen Rücktransport des
Werkstücks zu vermeiden. Die Druckvorrichtung kann einfach von einem Benutzer verwendet
werden, so dass eine Reparatur eines beschädigten Werkstücks schnell und einfach vor
Ort erfolgen kann.
[0015] Die Druckvorrichtung weist ein Gehäuse auf. Das Gehäuse kann verschiedene Formen
aufweisen. Bevorzugt hat das Gehäuse eine quaderförmige Form. Das Gehäuse weist eine
erste Seite, und bevorzugt eine zweite Seite, eine dritte Seite und eine vierte Seite
auf. Insbesondere sind die erste bis vierte Seite Seitenflächen des Gehäuses. Die
erste Seite und die dritte Seite können einander gegenüberliegen. Die zweite Seite
und die vierte Seite können einander gegenüberliegen. In dem Gehäuse sind bevorzugt
alle Komponenten der Druckvorrichtung vorgesehen, so dass diese vor einer möglichen
Beschädigung geschützt sind.
[0016] Ferner kann das Gehäuse eine obere Fläche und eine untere Fläche aufweisen, wobei
die untere Fläche parallel zur oberen Fläche ist. Somit liegen die obere und untere
Fläche einander gegenüber.
[0017] An dem Gehäuse ist ein Halteelement angeordnet. Ein Beispiel für ein Halteelement
ist ein Griff, der insbesondere an der unteren Fläche des Gehäuses angeordnet bzw.
angebracht ist. Weiterhin kann der Griff ergonomisch ausgebildet sein. Beispielsweise
kann der Griff eine strukturierte Oberfläche in einem Bereich aufweisen, wo die Hand
eines Benutzers den Griff umfasst. Auch andere bekannte Möglichkeiten und Strukturen
eines Griffes können möglich sein. Beispielsweise kann das Halteelement ein Band sein.
Alternativ kann das Halteelement auch ein Band sein, dass über zwei Befestigungselemente,
die an dem Gehäuse angebracht sein können, mit dem Gehäuse verbunden sein. Beispielsweise
kann das Halteelement ein Band (Gummiband oder Klettband) sein, das über Ösen an dem
Gehäuse befestigt ist. Das Band kann lösbar an einem Handgelenk des Benutzers befestigt
werden können. Die Druckvorrichtung ist für Links- als auch Rechtshänder oder auch
beidhändig ausgelegt. Das Halteelement ermöglicht es, die Druckvorrichtung einfach
und sicher zu tragen. Beispielsweise kann der Benutzer der Druckvorrichtung die Druckvorrichtung
am Halteelement tragen.
[0018] Weiterhin weist die Druckvorrichtung einen Druckkopf auf. Der Druckkopf ist an der
ersten Seite des Gehäuses angebracht. Der Druckkopf ist mittels einer ersten Schnittstelle
mit mehr als einem Farbbehälter kommunikativ und operativ verbunden. Der Druckkopf
kann beispielsweise mittels der ersten Schnittstelle mit zwei, drei, vier oder mehr
als vier Farbbehältern kommunikativ und operativ verbunden sein. Der Druckkopf ist
bevorzugt mit einer Steuerung verbunden. Der Druckkopf kann so eingerichtet sein,
mehrere Druckmedien, insbesondere gleichzeitig, an das Werkstück abzugeben. Der Druckkopf
kann bevorzugt derart gestaltet sein, mehrere Druckmedien, insbesondere zwei oder
mehr als zwei Druckmedien, an das Werkstück gleichzeitig abzugeben. Der Druckkopf
kann so von der Steuerung gesteuert werden, um kontrolliert ein Dekor auf das Werkstück
zu drucken. Insbesondere kann der Druckkopf mindestens zwei oder mehr Druckmedien
gleichzeitig an das Werkstück abgeben. Insbesondere kann der Druckkopf vier oder mehr
Druckmedien, bevorzugt gleichzeitig, an das Werkstück abgeben. Im Speziellen können
die Druckmedien eine Tinte sein. Beispielsweise kann der Druckkopf die Druckmedien
Cyan, Magenta, Gelb sowie Schwarz auf das Werkstück abgeben und optional Hellcyan
und Hellmagenta. Somit kann erreicht werden, dass die zerstörte Dekorschicht des Werkstücks
in hoher Qualität repariert werden kann.
[0019] Beispielsweise kann das Dekor mindestens zwei Druckmedien umfassen. Insbesondere
kann das Dekor aus den Druckmedien Cyan, Magenta, Gelb und/oder Schwarz gebildet werden.
Der Druckkopf kann ferner so eingerichtet sein, Druckmedien aus den mindestens zwei
Behältern auf die Oberfläche des Werkstücks zu drucken. Das Dekor kann ein Druckbild
sein. Das Dekor kann eine RAL-Farbe sein. Das Dekor kann ein Muster aufweisen. Somit
kann das Werkstück in einer hohen Qualität schnell und einfach wieder repariert werden.
[0020] Die Druckvorrichtung kann ein schnell trocknendes und hochauflösendes Druckmedium
mit hoher Haftkraft aufweisen. Der Druckkopf kann so eingerichtet sein, ein Dekor
auf der Oberfläche des Werkstücks zu erzeugen. Ferner kann der Druckkopf durch die
Steuerung so gesteuert werden, dass ein positionsgenaues und scharfes Bild/Design
auf das Werkstück bedruckt werden kann. Somit kann erreicht werden, dass die Beschädigung
des Werkstücks nach dem Bedrucken durch die Druckvorrichtung nicht bis kaum mehr sichtbar
ist. Der Druckkopf kann beispielsweise so eingerichtet sein, kleine Tintentröpfen
durch die Luft aus dem Druckkopf gezielt auf das Werkstück abzuschießen oder abzulenken.
Dabei kann das Druckmedium, insbesondere die Tinte bzw. Farbe, aus den Behältern über
die erste Schnittstelle an den Druckkopf transportiert werden. Weiterhin kann der
Druckkopf mehrere und zumindest zwei Düsen zur Abgabe eines Druckmediums aufweisen.
Damit kann der Druckprozess verbessert und beschleunigt werden und die Druckqualität
erhöht werden.
[0021] Im Zuge eines Druckprozesses werden, bevorzugt flüssige, Druckmedien an einem Werkstück
aufgetragen. Insbesondere handelt es sich um einen Inkjet-Druckprozess, einen Sprühauftrag
oder einen schichtweisen Auftrag (beispielsweise 3D-Druck) .
[0022] Ein Druckmedium ist beispielsweise eine Druckfarbe, Tinte, eine Grundierung oder
ein Lack.
[0023] Der Druckkopf kann bevorzugt eine rechteckige Form aufweisen. Der Druckkopf kann
insbesondere an einer Außenfläche des Gehäuses angeordnet sein. Der Druckkopf kann
derart eingerichtet sein, um sich entlang der ersten Seite des Gehäuses in eine erste
Richtung zu erstrecken und sich in eine zweite Richtung zu erstrecken, die senkrecht
zur ersten Richtung ist. Dabei kann die erste Richtung eine horizontale Richtung sein
und die zweite Richtung eine vertikale Richtung sein. Bevorzugt wird die Druckvorrichtung
entlang der ersten Richtung während des Druckvorgangs geführt.
[0024] Bevorzugt hat der Druckkopf eine Größe in der zweiten Richtung in dem Bereich von
2 mm bis 70 mm, insbesondere von 8 mm bis 63 mm. Insbesondere weist der Druckkopf
eine Größe von 15 mm in vertikale Richtung auf. Insbesondere besteht der Druckkopf
aus einem Stück. Beispielsweise hat der Druckkopf eine Größe in der zweiten Richtung,
die einer Höhe der Schmalseite des Werkstücks entspricht. Durch die Größe des Druckkopfes
ist es möglich in einem Druckvorgang, also mit einer Bewegung der Druckvorrichtung
über die beschädigte Oberfläche des Werkstücks, das Werkstück zu reparieren. Somit
kann der Reparaturprozess beschleunigt werden.
[0025] Die Steuerung ist gemäß einer Ausführungsform in dem Gehäuse angeordnet. Die Steuerung
ist konfiguriert, den Druckkopf zu steuern. Die Steuerung kann ferner so konfiguriert
sein, die erste Schnittstelle zu steuern. Beispielsweise kann die Steuerung dazu konfiguriert
sein, die erste Schnittstelle derart zu steuern, dass die mindestens eine Farbe aus
dem mindestens einen Farbbehälter mit Hilfe der ersten Schnittstelle an den Druckkopf
transportiert wird. Ferner kann die Steuerung einen Prozessor und einen Speicher aufweisen.
Die Steuerung kann dabei eine bekannte Steuerung sein, die das erfindungsgemäße Verfahren
durchführen kann. Durch die Steuerung wird der Druckprozess vereinfacht und die Reparatur
kann schnelle und effektiver durchgeführt werden.
[0026] Die erste Schnittstelle ist in dem Gehäuse angeordnet. Ein Abschnitt der ersten Schnittstelle
kann an einer Außenfläche des Gehäuses angeordnet sein. Insbesondere kann die erste
Schnittstelle an einer Außenfläche der dritten Seite oder der oberen Fläche des Gehäuses
angeordnet sein.
[0027] Die erste Schnittstelle verbindet den Druckkopf mit dem mehr als einem Behälter kommunikativ
und operativ. Die erste Schnittstelle ist beispielsweise so eingerichtet, um den mehr
als einen Behälter aufzunehmen. Beispielsweise leitet die erste Schnittstelle mehr
als ein Druckmedium des mehr als einen Behälters von dem mehr als einen Behälter an
den Druckkopf weiter. Die erste Schnittstelle kann mehrere verschiedene Druckmedien
aus den mehreren Behältern an den Druckkopf transportieren. Die erste Schnittstelle
kann zwei, drei, vier, oder mehr als vier Behälter mit dem Druckkopf kommunikativ
und operativ verbinden. Beispielsweise kann die erste Schnittstelle Leitungen und
Adapter aufweisen, die mit dem mindestens einen Behälter verbunden werden können.
Beispielsweise kann die erste Schnittstelle den mehr als einen Behälter aufweisen.
Somit kann durch die erste Schnittstelle Druckmedium der Druckvorrichtung zur Verfügung
gestellt werden, womit die Reparatur des Werkstücks durchgeführt wird. Durch die erste
Schnittstelle ist es möglich, dass der Druckkopf ein Dekor schnell und einfach auf
die Oberfläche des Werkstücks drucken kann.
[0028] Beispielsweise kann ein Behälter eine bekannte Tintenpatrone sein. Bevorzugt enthält
der Behälter eine Druckfarbe, eine Tinte, eine Grundierung oder einen Lack. Vorzugsweise
kann ein Behälter der mindestens zwei Behälter eine Lösung zum Imprägnieren und/oder
Versiegeln der bedruckten Fläche des Werkstücks aufweisen. Beispielsweise kann ein
Behälter die Farbe Cyan, Magenta, Gelb und/oder Schwarz und optional Hellcyan und/oder
Hellmagenta aufweisen. Durch den mehr als einen Behälter wird erreicht, dass das Dekor
auf die Oberfläche des Werkstücks aufgebracht wird, so dass die beschädigte Stelle
des Werkstücks gar nicht bis kaum mehr wahrgenommen werden kann. Somit kann die beschädigte
Dekorschicht mit einem passenden Dekor bedruckt werden, so dass das Werkstück wieder
beschädigungsfrei ist.
[0029] Die Vorteile der erfindungsgemäßen Druckvorrichtung sind, eine höhere Flexibilität
und Mobilität in der Produktion der Werkstücke und beim Zwischenhändler oder Kunden.
Durch die Druckvorrichtung kann eine schnellere Ausbesserung von Beschädigungen erfolgen,
z.B. direkt in der Produktion, beim Händler bzw. Zwischenhändler und beim Endkunden.
Somit können Reklamationen und Beschädigungen direkt vor Ort behoben werden. Damit
ist auch ein Rücktransport oder eine Entsorgung des beschädigten Werkstücks nicht
mehr notwendig.
[0030] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Druckvorrichtung ist die schnelle und
einfache Bedienung, um somit die wechselnden Kundenanforderungen einfach und schnell
zu erfüllen. Weiterhin kann durch die erfindungsgemäße Druckvorrichtung ein beschädigtes
Werkstück wieder einfach und kostengünstig vollständig repariert werden.
[0031] Die erfindungsgemäße Druckvorrichtung kann beispielsweise ein neues Kantenband eines
beschädigten und bisher nicht bedruckten Werkstücks bedrucken. Durch die erfindungsgemäße
Druckvorrichtung können Beschädigungen bereits in der Produktion repariert werden.
Auch können Beschädigungen beim Zwischenhändler oder Endkunden durch die Druckvorrichtung
einfach, schnell und kostengünstig beseitigt werden. Auch können manuelle, individuelle
konstruktive Anpassungen bei dem Endkunden vor Ort mittels der Druckvorrichtung erfolgen.
[0032] Ferner ermöglicht die Druckvorrichtung eine kostengünstige Produktionsmöglichkeit,
um sehr kleine Losgrößen herzustellen. Beispielsweise können sehr kleine Losgrößen
beim produzierenden Unternehmen kostengünstig, einfach und schnell hergestellt werden
oder auch direkt beim Kunden vor Ort.
[0033] Durch die erfindungsgemäße Druckvorrichtung wird der Nachteil gelöst, dass bei vielen
bereits ausgelieferten Werkstücken die Schmalseite bei Kunden vor Ort oder sonstigen
externen Feldanwendungen nachträglich neu angebracht oder nochmals abgezogen und neu
angebracht werden muss. Dabei liegt das zur Verfügung liegende Kantenband nur sehr
selten im individuellen kundenspezifischen Farbton und vor allem nicht im kundenspezifischen
Dekor vor.
[0034] Des Weiteren wird durch die erfindungsgemäße Druckvorrichtung der Nachteil gelöst,
dass Beschädigungen der Werkstückseiten (Ober- und Unterseite oder Schmalseiten) bei
z.B. der Montage, Transport oder sonstigen Gründen in der Produktion, mit einer solchen
Druckvorrichtung schnell und flexibel im aktuellen Fertigungsschritt, in welchem der
Fehler erkannt wurde, ausgebessert werden können, ohne dass das Werkstück wieder zurück
in die Fertigungslinie transportiert und somit den Fertigungsprozess behindert oder
im schlimmsten Fall das gesamte Werkstück entsorgt werden muss.
[0035] Ferner werden Beschädigungen der Werkstückschmalseite beim Kunden oder Zwischenhändler
im Feld (d.h. außerhalb des Produktionswerkes der Werkstücke) z.B. durch den Transport,
der Montage oder sonstigen Gründen, mit einer erfindungsgemäßen Druckvorrichtung schnell
und flexible ausgebessert, ohne dass das Werkstück wieder zurück zum Hersteller gebracht,
ein neues Werkstück aus Kulanzgründen vom Hersteller geliefert oder im schlimmsten
Fall das gesamte beschädigte Werkstück entsorgt werden muss.
[0036] Mögliche Beschädigungen des Werkstücks können durch das erfindungsgemäße Verfahren
beispielsweise beseitigt werden. Je nach Grad der Beschädigung muss die betroffene
Stelle des Werkstücks (z.B. Beschädigung, verkratzte Stelle oder Fehlstelle) zuerst
einmal mit einer Füllung ausgebessert werden. Der manuelle Digitaldruck der vorliegenden
Erfindung kann nur auf einer relativ ebenen Struktur aufgetragen werden, so dass eine
vorherige Oberflächenvorbehandlung notwendig ist. Tiefe Löcher in der Ober- und/oder
Unterseite sowie Kanten müssen zuerst mit einer Füllung und einem Haftgrund ausgebessert
werden. Bei entsprechend großen Beschädigungen der Kanten müsste das beschädigte Kantenband
zuerst abgezogen und ein neues Kantenband wieder angebracht werden.
[0037] Die Druckvorrichtung kann in einer weiteren Ausführungsform eine Gerätehalterung
aufweisen, die an das Gehäuse koppelbar ist und/oder ein Führungselement aufweisen,
entlang dem die Druckvorrichtung auf einer Oberfläche des Werkstücks bewegt werden
kann.
[0038] Die Gerätehalterung kann ferner Gelenke aufweisen, so dass die Druckvorrichtung an
der Gerätehalterung befestigt ist und in alle drei Raumrichtungen bewegt werden kann.
Die Gerätehalterung kann z.B. an einem Maschinentisch oder einem anderen Untergrund
befestigt werden. Damit kann erreicht werden, dass die Druckvorrichtung gleichmäßig
das Werkstück bedrucken kann. Beispielsweise kann bei der Verwendung einer Gerätehalterung
das Werkstück und nicht die Druckvorrichtung bewegt werden. Insbesondere kann die
Gerätehalterung in einer CNC-Maschine befestigt sein. Durch die Gerätehalterung kann
das Gehäuse und somit die ganze tragbare Druckvorrichtung befestigt werden, so dass
eventuelle Bewegungen, die die Druckqualität beeinflussen können, vermindert werden
können. Durch die Gerätehalterung kann die Druckvorrichtung stationär und temporär
befestigt werden.
[0039] Beispielsweise ist die Gerätehalterung ein Roboterarm. Die Gerätehalterung kann auch
als ein Mehrachskopf, beispielsweise 5-Achs-Kopf, ausgebildet sein.
[0040] Die Druckvorrichtung kann ein Führungselement aufweisen oder manuell auf einer Oberfläche
des Werkstücks positioniert werden. Die Druckvorrichtung kann bevorzugt in einem Abstand
von 3 mm von der Oberfläche des Werkstücks positioniert werden. Das Führungselement
kann zum Beispiel mindestens eine angebrachte Führungsrolle am Druckkopf sein. Alternativ
kann das Führungselement eine separate Hilfsvorrichtung mit Schienen sein, um eine
Führung der Druckvorrichtung zu gewährleisten. Durch das Führungselement kann die
Druckvorrichtung in einer Richtung auf der Oberfläche des Werkstücks entlanggeführt
werden. Beispielsweise kann das Führungselement eine Schiene sein, in der die Druckvorrichtung
entlanggeführt wird. Alternativ kann das Führungselement mindestens eine bekannte
(Führungsrolle sein, auf die die Druckvorrichtung konstant in eine Richtung bewegt
werden kann. Das Führungselement bezweckt, dass die Druckvorrichtung gleichmäßig in
eine Richtung bewegt wird, so dass eine sehr gute Druckqualität erreicht wird. Somit
können durch das Führungselement unerwünschte Bewegungen in eine andere Richtung verhindert
werden.
[0041] Die Druckvorrichtung kann in einer weiteren Ausführungsform einen Druckkopf ausweisen,
der derart gestaltet ist, um mehrere Druckmedien an das Werkstück (insbesondere gleichzeitig)
abzugeben. Damit wird das beschädigte Dekor bzw. Muster der Oberfläche des Werkstücks
kostengünstig und effizient bedruckt und damit repariert.
[0042] Bei der Druckvorrichtung handelt es sich um eine mobile Druckvorrichtung, die mit
oder ohne einen Sensor ausgestattet sein kann.
[0043] Die Druckvorrichtung kann in einer weiteren Ausführungsform einen ersten Sensor an
der ersten Seite des Gehäuses benachbart zu dem Druckkopf aufweisen. Dabei kann der
erste Sensor so konfiguriert sein, eine Oberfläche des Werkstücks zumindest in einem
Abschnitt zu erkennen und zu analysieren, wobei der erste Sensor mit der Steuerung
verbunden ist und Daten über die erkannte und analysierte Oberfläche an die Steuerung
bereitstellt. Damit wird durch den ersten Sensor das Dekor bzw. Muster der Oberfläche
des Werkstücks erkannt und analysiert. Somit ermittelt der erste Sensor, welches Muster
repariert werden muss. Somit wird die Reparatur, die durch die Druckvorrichtung durchgeführt
wird, kostengünstiger und verbessert.
[0044] Der erste Sensor kann bevorzugt mit der Steuerung verbunden sein und Daten über die
erkannte und analysierte Oberfläche an die Steuerung bereitstellen. Bevorzugt kann
der erste Sensor neben dem Druckkopf an der ersten Seite des Gehäuses angeordnet sein.
Somit kann eine Scan-Funktion des Werkstück-Dekors mittels des ersten Sensors durchgeführt
werden. Beispielsweise kann der erste Sensor die Oberfläche des Werkstücks optisch
erkennen. Bevorzugt ist der erste Sensor ein Laser.
[0045] Die Steuerung der Druckvorrichtung kann in einer weiteren Ausführungsform dazu konfiguriert
sein, die Daten des ersten Sensors auszuwerten und auf Basis der Daten des ersten
Sensors einen Auftrag das Farbspektrum zu drucken an den Druckkopf ausgeben. Die Steuerung
kann die Daten des ersten Sensors empfangen und auswerten. Beispielsweise kann die
Steuerung die empfangenen Daten über die Oberflächenstruktur des Werkstücks mit einer
Oberflächenstruktur einer Datenbank vergleichen. Ferner kann die Steuerung bei einer
Übereinstimmung der ermittelten Oberflächenstruktur und der Oberflächenstruktur der
Datenbank die Daten der Datenbank auswählen und auf Basis dieser Daten den Druckauftrag
an den Druckkopf ausgeben. Somit ist es durch die Steuerung möglich das zu reparierende
Muster schnell zu erkennen und das identische Muster mit der Druckvorrichtung effizient
und kostengünstig auf das Werkstück zu drucken.
[0046] Beim Druckprozess kann der Druckkopf manuell in einer relativ konstanten Geschwindigkeit
an der zu bedruckenden Oberfläche des Werkstückes vorbeigeführt werden. Da die schnelle
manuelle Handbewegung nie gleichmäßig durchgeführt wird, kann ein zusätzlicher zweiter
Sensor dafür sorgen, dass die Farbzufuhr beim Druckprozess geregelt wird. Die Druckvorrichtung
kann einen zweiten Sensor aufweisen, der die Bewegung der Druckvorrichtung relativ
zum Werkstück ermittelt. Die Geschwindigkeitsdaten können von dem zweiten Sensor an
die Steuerung weitergegeben werden, so dass die Steuerung auf Basis der Geschwindigkeitsdaten
die Druckgeschwindigkeit des Druckkopfs anpassen kann. Somit wird ein präzises und
scharfes Druckergebnis gewährleistet.
[0047] Die Druckvorrichtung kann in einer weiteren Ausführungsform eine zweite Schnittstelle
aufweisen. Die zweite Schnittstelle kann dazu eingerichtet sein, Daten von der Steuerung
auf ein externes Gerät zu übertragen und Daten von dem externen Gerät zu empfangen
und an die Steuerung weitergeben. Das externe Gerät kann z.B. ein PC oder ein Laptop
sein. Die zweite Schnittstelle kann bevorzugt mit einem Datenkabel verbunden werden.
Beispielsweise kann die zweite Schnittstelle ein USB-Port oder ein USB-C-Port aufweisen.
Insbesondere kann die zweite Schnittstelle kabellos Daten an das externe Gerät übertragen
und empfangen, wie z.B. über Bluetooth oder WLAN (sog. drahtloses lokales Netzwerk).
Dabei können die Daten unterschiedliche Formate und Auflösungen aufweisen. Die Daten
können insbesondere Daten über das gewünschte Zieldekor aufweisen.
[0048] Die Druckvorrichtung kann in einer weiteren Ausführungsform eine dritte Schnittstelle
aufweisen. Die dritte Schnittstelle kann bevorzugt mit einem Akku oder einem externen
Stromanschluss verbunden werden. Die dritte Schnittstelle kann beispielsweise an einer
Außenfläche des Gehäuses angeordnet sein. Die dritte Schnittstelle kann beispielsweise
eine Batterie aufnehmen, um der Druckvorrichtung Strom zuzuführen. Der Stromanschluss
kann z.B. ein 220V/380V-Anschluss sein. Durch die dritte Schnittstelle kann die Druckvorrichtung
mobil und flexibel vor Ort eingesetzt werden.
[0049] Ferner kann die Druckvorrichtung in einer weiteren Ausführungsform eine grafische
Benutzeroberfläche aufweisen, die an dem Gehäuse angeordnet ist und mit der Steuerung
operativ verbunden ist. Z.B. ist die grafische Benutzeroberfläche ein Display oder
ein Touchdisplay oder ein Touchscreen. Mehrere Sprachauswahlen sind möglich.
[0050] Die Druckauflösung der Druckvorrichtung kann bevorzugt 600 dpi x 600 dpi sein. Somit
kann eine verbesserte Druckqualität erreicht werden.
[0051] Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren. Insbesondere kann das Verfahren mit
der erfindungsgemäßen Druckvorrichtung durchgeführt werden.
[0052] Das Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks kann ein Werkstück bedrucken, das bevorzugt
zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzfaser enthaltenden Materialien, Holzverbundwerkstoffen,
Furnier, Kunststoff oder einer Kombination hiervon besteht. Eine Druckvorrichtung
kann das folgende Verfahren durchführen. Das Verfahren weist die folgenden Schritte
auf: Auswählen eines Dekors, Positionieren einer tragbaren Druckvorrichtung, insbesondere
einen Druckkopf, an einem Abschnitt des Werkstücks, Bereitstellen von Druckmedien
von Behältern über eine erste Schnittstelle an den Druckkopf, Bedrucken des Abschnitts
des Werkstücks durch den Druckkopf der Druckvorrichtung mit den Druckmedien.
[0053] Das Verfahren ist zum Bedrucken des Werkstücks ausgelegt, so dass das beschädigte
Werkstück effizient und kostengünstig repariert werden kann. Die Druckvorrichtung
kann bevorzugt ein Gehäuse, einen Druckkopf, eine Steuerung und eine in dem Gehäuse
angeordnete erste Schnittstelle aufweisen. Dabei verbindet die erste Schnittstelle
den Druckkopf mit mehr als einem Behälter kommunikativ und operativ.
[0054] Das Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks kann in einer Ausführungsform den Schritt
aufweisen: Anbringen eines Materials auf den Abschnitt des Werkstücks vor dem Positionieren
der Druckvorrichtung, und/oder Entfernen eines Materials auf dem Abschnitt des Werkstücks
vor dem Positionieren der Druckvorrichtung, und vor dem Schritt des Anbringens eines
Materials auf dem Abschnitt des Werkstücks. Somit kann die Oberfläche des beschädigten
Werkstücks vorbehandelt werden indem beispielsweise ein neues Kantenband aufgebracht
wird, so dass die Druckqualität verbessert wird.
[0055] Das Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks kann in einer Ausführungsform in dem
Schritt des Auswählens ferner Daten von einem externen Gerät über eine zweite Schnittstelle
auf die Druckvorrichtung übertragen. Somit können Daten über das Farbspektrum für
den Druckprozess auf einem externen Gerät gespeichert und abgerufen werden. Somit
kann die Reparatur beschleunigt und verbessert durchgeführt werden. Auch kann eine
hohe Druckqualität erreicht werden, da das genaue Farbspektrum für den Druckvorgang
ausgewählt werden kann.
[0056] Bei dem Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks kann in einer Ausführungsform das
Positionieren der Druckvorrichtung an einem Abschnitt des Werkstücks durch eine Gerätehalterung
erfolgen, das an ein Gehäuse der Druckvorrichtung gekoppelt ist und/oder das Positionieren
der Druckvorrichtung an einem Abschnitt des Werkstücks kann über ein Führungselement
erfolgen, wobei die Druckvorrichtung durch das Führungselements entlang einer Oberfläche
des Werkstücks bewegt werden kann. Somit können unerwünschte Bewegungen, wie z.B.
ein Wackeln oder ein Abweichen von der Druckrichtung, verhindert werden. Damit kann
die Druckqualität verbessert werden.
[0057] Bei dem Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks kann in einer Ausführungsform in
dem Schritt des Bedruckens des Abschnitts des Werkstücks die Druckmedien gleichzeitig
an den Druckkopf bereitgestellt werden. Somit kann der Druckvorgang beschleunigt und
vereinfacht werden, so dass die Reparatur besser erfolgen kann.
[0058] Das Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks kann in einer bevorzugten Ausführungsform
ferner die Schritte aufweisen: Erkennen und Analysieren einer Oberfläche des Werkstücks
zumindest in einem Abschnitt durch einen ersten Sensor, wobei der erste Sensor mit
einer Steuerung verbunden ist, Bereitstellen von Daten über die erkannte und analysierte
Oberfläche von dem ersten Sensor an die Steuerung, und wobei in dem Schritt des Auswählens
des Dekors die Daten des ersten Sensors verwendet werden. Durch das Erkennen und Analysieren
der Oberfläche des Werkstücks durch einen Sensor wird erreicht, dass das Dekor bzw.
Muster bzw. Oberflächenstruktur schnell und einfach erkannt wird. Somit kann die Reparatur
des Werkstücks schneller erfolgen.
[0059] Weiterhin kann der Schritt des Auswählens des Dekors in einer bevorzugten Ausführungsform
durch die Steuerung ausgeführt werden, wobei die Steuerung die Daten des ersten Sensors
auswertet und auf Basis der Daten des ersten Sensors einen Auftrag das Farbspektrum
zu drucken an den Druckkopf ausgibt. Die Steuerung kann somit das Dekor des zu reparierenden
Werkstücks ermitteln. Die Steuerung kann einen Druckauftrag auf Basis des ausgewählten
Dekors ausgeben. Damit wird die Reparatur beschleunigt und das Werkstück in einer
hohen Qualität bedruckt bzw. repariert.
[0060] Das Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks kann in einer Ausführungsform ein computerimplementiertes
Verfahren zum Bestimmen einer Oberflächenstruktur eines Werkstücks aufweisen. Das
computerimplementierte Verfahren weist die folgenden Schritte auf: Erkennen und Analysieren
einer Oberflächenstruktur des Werkstücks zumindest in einem Abschnitt durch den ersten
Sensor, Senden von Daten, die Angaben über die erkannte und analysierte Oberflächenstruktur
enthalten, von dem ersten Sensor an die Steuerung, Empfangen von Daten durch die Steuerung
über die erkannte und analysierte Oberflächenstruktur von dem ersten Sensor; Bestimmen
des vorhandenen Dekors der Oberflächenstruktur auf Grundlage der empfangenen Daten
durch die Steuerung; Auswählen des Dekors; Übertragen eines Druckauftrags, das Dekor
zu drucken von der Steuerung an den Druckkopf der Druckvorrichtung.
[0061] Die Steuerung der Druckvorrichtung kann so gestaltet sein, die beschädigte Stelle
auf Grund eines Musterfehlers zu erkennen. Die Steuerung kann auf Grund des erkannten
Musterfehlers, der die beschädigte Stelle der Oberfläche des Werkstücks ist, ermitteln,
welches Muster an diese Stelle des Werkstücks gedruckt werden soll. In anderen Worten,
die Steuerung analysiert das Muster des beschädigten Abschnitts des Werkstücks, der
durch den ersten Sensor erfasst wird, und ermittelt welches Muster/ Druckmedium, insbesondere
Farbe, Oberflächenstruktur durch den Druckkopf gedruckt werden muss. Somit kann das
Werkstück in einer verbesserten Qualität bedruckt werden, so dass die Beschädigung
gar nicht oder kaum mehr sichtbar ist.
[0062] Das computerimplementierte Verfahren zum Bestimmen einer Oberflächenstruktur eines
Werkstücks kann im Schritt des Bestimmens des vorhandenen Dekors der Oberflächenstruktur
ein Senden von Daten auf das externe Gerät und ein Empfangen von codierten Daten von
dem externen Gerät aufweisen, wobei die empfangenen Daten Angaben über die bestimmte
Oberflächenstruktur aufweisen. Durch die Abfrage von Daten kann das Verfahren beschleunigt
werden, da z.B. auf eine externe Datenbank zugegriffen werden kann. Somit kann die
Reparatur beschleunigt und in einer verbesserten Qualität erfolgen.
[0063] Beispielsweise kann die Steuerung Daten über das ermittelte Dekor der beschädigten
Oberfläche des Werkstücks an ein externes Gerät senden, um anschließend Daten für
einen Druckauftrag des Dekors zu erhalten. Diese Daten für einen Druckauftrag können
in einer Datenbank gespeichert sein. Bevorzugt kann dynamisch für jeden einzelnen
Druckvorgang eine Bildpunktadressierung durchgeführt werden. Beispielsweise kann in
dem Verfahren ein Muster der Oberfläche erkannt werden und das Muster kann in dem
Verfahren wieder vervollständigt werden. Dies bietet den Vorteil, dass die Beschädigung
nach der Reparatur nicht bis gar nicht mehr sichtbar bzw. erkennbar ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0064] Weitere Merkmale und Vorteile einer Vorrichtung und eines Verfahrens ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Zeichnungen. Von diesen Zeichnungen zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform einer offenbarungsgemäßen
Druckvorrichtung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform einer offenbarungsgemäßen
Druckvorrichtung;
- Fig. 3
- zwei perspektivische Ansichten A, B einer dritten Ausführungsform einer offenbarungsgemäßen
Druckvorrichtung;
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht einer vierten Ausführungsform einer offenbarungsgemäßen
Druckvorrichtung;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer fünften Ausführungsform einer offenbarungsgemäßen
Druckvorrichtung;
Beschreibung von Ausführungsformen
[0065] Gleiche Bezugszeichen, die in verschiedenen Figuren aufgeführt sind, benennen identische,
einander entsprechende, oder funktionell ähnliche Elemente.
[0066] Die mobile bzw. tragbare Druckvorrichtung kann beispielsweise in folgenden verschiedenen
Ausführungsformen zum Einsatz kommen (i) als mobile manuelle Druckvorrichtung; (ii)
als mobile manuelle Druckvorrichtung mit einer schwenkbaren Gerätehalterung; (iii)
als mobile manuelle Druckvorrichtung als Tischgerät mit Befestigungselement und Gerätehalterung
(z.B. Gerätehalterung und Ständer); (iv) als mobile manuelle Druckvorrichtung mit
Befestigung für das Handgelenk; oder (v) als mobile maschinelle Druckvorrichtung mit
Adaption für mobile kleine CNC-Tischmaschinen oder mittlere bis große CNC-Maschinen.
Dabei ist der Unterschied zwischen den Ausführungsformen, dass die Druckvorrichtung
jeweils mit weiteren Elementen ausgestattet ist. In den jeweiligen Ausführungsformen
kann jeweils die gleiche Druckvorrichtung 1 verbaut sein.
[0067] Daher wird zunächst die Druckvorrichtung 1 der ersten Ausführungsform beschrieben
und anschließend die weiteren Ausführungsformen.
Erste Ausführungsform
[0068] Fig. 1 zeigt eine Druckvorrichtung 1 einer ersten Ausführungsform, deren Einrichtungen
unter Bezugnahme der Fig. 1 genauer beschrieben wird.
[0069] Die Druckvorrichtung 1 ist zum Bedrucken eines Werkstücks 60 geeignet. Das Werkstück
60 kann zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzfaser enthaltenden Materialien, Holzverbundwerkstoffen,
Furnier, Kunststoff oder einer Kombination hiervon bestehen. Bevorzugt kann das Werkstück
60 eine Werkstückplatte sein, die eine Oberfläche, Unterfläche und vier Seitenflächen
aufweist (Fig. 1). Dabei ist die Oberfläche des Werkstücks 60 der Druckvorrichtung
1 zugewandt. Es ist aber auch möglich, dass die Druckvorrichtung 1 einer Seitenfläche
bzw. einer Schmalseite des Werkstücks 60 zugewandt ist. Die Druckvorrichtung 1 weist
ein Gehäuse 30, ein Halteelement 31, das an dem Gehäuse 30 angeordnet ist, einen Druckkopf
10, der an einer ersten Seite des Gehäuses 30 angebracht ist, und eine Steuerung,
die in dem Gehäuse 30 angeordnet ist auf (Fig. 1). Die Steuerung ist dazu konfiguriert,
den Druckkopf 10 zu steuern. Der Druckkopf 10 kann derart gestaltet sein, mehr als
ein Druckmedium (im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Farbe), insbesondere ein
Farbspektrum, an das Werkstück 60 gleichzeitig abzugeben.
[0070] Der Druckkopf 10 kann zu einer Oberfläche des Werkstücks 60 um einen Abstand beabstandet
sein, der 1 mm bis 1 cm, bevorzugt 1 mm bis 3 mm, betragen kann. [Steuerung extern]
[0071] Ferner weist die Druckvorrichtung 1 eine in dem Gehäuse 30 angeordnete erste Schnittstelle
auf, wobei die erste Schnittstelle den Druckkopf 10 mit mehr als einem Farbbehälter
kommunikativ und operativ verbindet und die Druckvorrichtung 1 tragbar ist. Die mehr
als zwei Farbbehälter können in das Gehäuse 30 der Druckvorrichtung 1 aufgenommen
werden, so dass diese mit der Druckvorrichtung 1 tragbar sind. Zudem ist die erste
Schnittstelle so konfiguriert, ein Druckmedium von den mehr als zwei Behältern zu
dem Druckkopf 10 zu transportieren. Die Steuerung ist konfiguriert, die erste Schnittstelle
sowie den Druckkopf 10 zu steuern, so dass mehr als zwei Druckmedien aus den mehr
als zwei Farbbehältern dem Druckkopf 10 zugeführt werden und der Druckkopf 10 das
Druckmedium auf die Oberfläche des Werkstücks 60 aufdruckt. Beim Druckprozess kann
der Druckkopf 10 manuell in einer relativ konstanten Geschwindigkeit an der zu bedruckenden
Oberfläche des Werkstückes 60 vorbeigeführt werden. Da die schnelle manuelle Handbewegung
nie gleichmäßig durchgeführt wird, sorgt ein zusätzlicher zweiter Sensor dafür, dass
die Farbzufuhr beim Druckprozess geregelt wird. Der zweite Sensor kann auch in dem
ersten Sensor 20 integriert sein. Somit wird ein präzises und scharfes Druckergebnis
gewährleistet.
[0072] Das Gehäuse 30 kann ferner einen Benutzeroberfläche 40 aufweisen (Fig. 1). Diese
Benutzeroberfläche 40 kann ein Touchdisplay sein. Die Benutzeroberfläche 40 kann so
konfiguriert sein, dass ein Benutzer der Druckvorrichtung 1 Daten über die Oberfläche
des Werkstücks 60 angezeigt bekommt und der Benutzer eine Farbspektrum, das von dem
Druckkopf 10 gedruckt werden soll, manuell auswählen kann.
[0073] Das Halteelement 31 kann ein Griff sein, der ergonomisch geformt ist (Fig. 1). Durch
das Halteelement 31 wird ermöglicht, dass der Benutzer die Druckvorrichtung 1 einfach
tragen kann.
[0074] Zusätzlich kann die Druckvorrichtung 1 eine Gerätehalterung 50 (nicht dargestellt
in Fig. 1) aufweisen, das an das Gehäuse 30 koppelbar ist. Die Druckvorrichtung 1
kann ferner ein Führungselement 33 (nicht dargestellt in Fig. 1) aufweisen, entlang
dem die Druckvorrichtung 1 auf der Oberfläche des Werkstücks 60 bewegt werden kann.
Z.B. kann das Führungselement 33 mindestens eine Führungsrolle aufweisen.
[0075] Die Druckvorrichtung 1 weist ferner einen ersten Sensor 20 an der ersten Seite des
Gehäuses 30 benachbart zu dem Druckkopf 10 auf (Fig. 1). Dabei ist der erste Sensor
20 dazu konfiguriert, eine Oberfläche des Werkstücks 60 zumindest in einem Abschnitt
zu erkennen und zu analysieren, wobei der erste Sensor 20 mit der Steuerung verbunden
ist und Daten über die erkannte und analysierte Oberfläche an die Steuerung bereitstellt.
[0076] Zudem ist die Steuerung dazu konfiguriert, die Daten des ersten Sensors 20 auszuwerten
und auf Basis der Daten des ersten Sensors 20 einen Auftrag das Farbspektrum zu drucken
an den Druckkopf 10 auszugeben. In anderen Worten empfängt die Steuerung die Daten
über die analysierte Oberfläche von dem ersten Sensor 20 und ermittelt auf Basis der
empfangenen Daten, welche Oberfläche das Werkstück 60 besitzt. Beispielsweise ermittelt
die Steuerung, dass ein bestimmtes Muster und/oder eine bestimmte Struktur auf der
analysierten Oberfläche vorliegt. Diese ermittelte Oberfläche des Werkstücks 60 kann
beispielsweise in einer Datenbank gespeichert sein, auf die die Steuerung zugreifen
kann. Die Datenbank enthält Daten über verschiedene Oberflächenstrukturen, Oberflächenfarben
und Oberflächenmuster. Auf Basis der ermittelten Oberfläche kann die Steuerung diesen
ermittelten Daten ein bekanntes Muster aus der Datenbank zuordnen. Das bekannte Muster
ist z.B. mit genauen Farbdaten in der Datenbank hinterlegt. Somit kann die Steuerung
auf Basis der ermittelten Oberfläche das genaue Farbspektrum bestimmen. Weiterhin
kann die Steuerung das bestimmte Farbspektrum als Druckauftrag an den Druckkopf 10
weitergeben. Somit empfängt der Druckkopf 10 einen Druckauftrag das bestimmte Farbspektrum
auf der Oberfläche des Werkstücks 60 zu drucken.
[0077] Bei der ersten Ausführungsform wird eine Relativbewegung mit der Druckvorrichtung
1 durchgeführt und das Werkstück 60 bleibt stationär. Somit wird das Werkstück 60
in der ersten Ausführungsform nicht bewegt.
Zweite Ausführungsform
[0078] In einer zweiten Ausführungsform der Druckvorrichtung 1 kann die Druckvorrichtung
der ersten Ausführungsform verwendet werden. Die zweite Ausführungsform unterscheidet
sich von der ersten Ausführungsform indem weitere Elemente an der Druckvorrichtung
1 vorgesehen sind.
[0079] Fig. 2 zeigt eine Druckvorrichtung 1 einer zweiten Ausführungsform, deren Einrichtungen
unter Bezugnahme der Fig. 2 genauer beschrieben wird.
[0080] In der zweiten Ausführungsform ist die Druckvorrichtung mit einer schwenkbaren Gerätehalterung
50 versehen (Fig. 2). An das Halteelement 31 der Druckvorrichtung 1 ist eine Gerätehalterung
50 koppelbar. In anderen Worten ist die Gerätehalterung 50 an die Druckvorrichtung
1 anbringbar und wieder (beschädigungsfrei) lösbar. Diese Gerätehalterung 50 erleichtert
die Bedienung und Handhabung der Druckvorrichtung 1.
[0081] Die Druckvorrichtung 1 der zweiten Ausführungsform weist eine Gerätehalterung 50
auf, die an einer Auflage 70 stationär und lösbar befestigt werden kann (Fig. 2).
Die Auflage 70 ist ein Maschinentisch. Die Befestigung der Gerätehalterung 50 kann
an der Druckvorrichtung 1 über Schraubklemmen erfolgen (Fig. 2). Die Befestigung der
Gerätehalterung 50 kann an der Auflage 70 über Schraubklemmen erfolgen. Alternativ
können statt Schraubklemmen auch andere bekannte Befestigungselemente verwendet werden.
Die Gerätehalterung 50 weist weiterhin mindestens drei Gelenke 51 auf (Fig. 2), die
eine Relativbewegung der Druckvorrichtung 1 in alle Raumrichtungen ermöglichen. Somit
kann die Druckvorrichtung 1 lösbar an der Gerätehalterung 50 befestigt werden und
die Gerätehalterung 50 kann wiederum lösbar an einer Auflage 70 befestigt werden.
[0082] Für das Bedrucken der Oberfläche des Werkstücks 60 muss in dieser Situation das Werkstück
60 eine Relativbewegung zur Druckvorrichtung 1 durchführen, d.h. das Werkstück 60
wird mit einer gewissen konstanten Geschwindigkeit am Druckkopf 10 vorbeigeführt.
Somit unterscheidet sich die zweite Ausführungsform von der ersten Ausführungsform
indem der Druckkopf 10 nun nicht mehr über das Werkstück 60 bewegt wird. Der Vorteil
der zweiten Ausführungsform ist, dass damit kleine Werkstücke 60, die von der Größe
und Gewicht manuell gehandhabt werden können, durch die Druckvorrichtung 1 bedruckt
werden können. Bei größeren Werkstücken 60 ist es einfacher die Relativbewegung mit
Hilfe der Druckvorrichtung 1 durchzuführen, wie es in der ersten Ausführungsform gezeigt
ist.
Dritte Ausführungsform
[0083] In einer dritten Ausführungsform kann die Druckvorrichtung der ersten oder zweiten
Ausführungsform verwendet werden. Die dritte Ausführungsform unterscheidet sich von
der ersten Ausführungsform indem die Druckvorrichtung 1 nun über eine Gerätehalterung
50 stationär befestigt ist. Die dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der
ersten Ausführungsform indem die Druckvorrichtung 1 durch eine weitere Gerätehalterung
50 befestigt bzw. gehalten werden kann.
[0084] Fig. 3 zeigt eine Druckvorrichtung 1 einer dritten Ausführungsform in einer Ansicht
A und einer Ansicht B, deren Einrichtungen unter Bezugnahme der Fig. 3 genauer beschrieben
wird. Die Fig. 3 zeigt die Druckvorrichtung der dritten Ausführungsform von zwei verschiedenen
Ansichten, einmal von vorne (Ansicht A) und einmal von der Seite (Ansicht B).
[0085] Die Gerätehalterung 50 der dritten Ausführungsform weist mindestens einen Arm mit
Gelenken und einen Ständer auf (Fig. 3 - Ansicht B). Die Gerätehalterung 50 der dritten
Ausführungsform ermöglicht es, die Druckvorrichtung 1 eigenständig auf einer Auflage
70 stationär zu befestigen. Der Ständer ist dabei höhenverstellbar, was in der Fig.
3 (Ansicht B) durch den Pfeil mit zwei Richtungen angedeutet ist. Zusätzlich kann
der Arm durch das eine Gelenk horizontal ausgerichtet werden, was in der Fig. 3 (Ansicht
B) durch den Pfeil mit einer Richtung angedeutet ist. Die Druckvorrichtung 1 der dritten
Ausführungsform wird dabei von der Gerätehalterung 50 gehalten (Fig. 3 - Ansicht A
und B).
[0086] Die Gerätehalterung 50 erleichtert die Bedienung und erhöht die Druckqualität und
Druckgenauigkeit. Für das Bedrucken der Oberfläche des Werkstücks 60 muss in dieser
Ausführungsform das Werkstück 60 eine Relativbewegung zur Druckvorrichtung 1 durchführen,
d.h. der Benutzer führt das Werkstück 60 mit einer gewissen konstanten Geschwindigkeit
am Druckkopf 10 manuell vorbei. Dies ist vorteilhaft für kleinere Werkstücke 60, deren
Größe und Gewicht eine Handhabung eines Benutzers ermöglichen. Bei größeren Werkstücken
ist es einfacher die Relativbewegung mit Hilfe der Druckvorrichtung 1 der ersten Ausführungsform
durchzuführen.
Vierte Ausführungsform
[0087] In einer vierten Ausführungsform kann die Druckvorrichtung 1 der ersten Ausführungsform
verwendet werden. Die vierte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform
indem die Druckvorrichtung 1 mit einem anderen Halteelement 31 versehen ist.
[0088] Fig. 4 zeigt eine Druckvorrichtung 1 einer vierten Ausführungsform, deren Einrichtungen
unter Bezugnahme der Fig. 4 genauer beschrieben wird.
[0089] Die Druckvorrichtung 1 ist in der vierten Ausführungsform mit einem Halteelement
31 vorgesehen, dass eine Halterung für das Handgelenk 80 des Benutzers ist (Fig. 4).
Die Druckvorrichtung 1 der vierten Ausführungsform ist somit durch das Halteelement
31 tragbar. Die Druckvorrichtung 1 der vierten Ausführungsform kann somit kleiner
als die Druckvorrichtung 1 der ersten Ausführungsform sein. Diese kleinere Bauart
der Druckvorrichtung 1 der ersten Ausführungsform wird durch ein kleineres Gehäuse
30, sowie einer kleineren Benutzeroberfläche 40 im vergleich zur ersten Ausführungsform
erreicht.
[0090] Die Druckvorrichtung 1 der vierten Ausführungsform wird über das Halteelement 31
an das Handgelenk des Benutzers lösbar befestigt (Fig. 4). Das Haltelement 31 kann
beispielsweise ein Gummiband oder ein Klettband sein, das über zwei Ösen (nicht dargestellt)
an dem Gehäuse 30 der Druckvorrichtung 1 befestigt ist. Der Benutzer kann somit einfach
und sicher die Druckvorrichtung 1 der vierten Ausführungsform am Handgelenk 80 befestigen.
Somit kann der Benutzer zum Druckvorgang lediglich die Druckvorrichtung 1 durch eine
einfache Handbewegung zum Werkstück 60 führen, um das Werkstück 60 zu bedrucken. Damit
kann der Druckvorgang vereinfacht und schneller werden, da der Benutzer nicht erst
nach der Druckvorrichtung 1 greifen muss, sondern sich diese bereits am Handgelenkt
angeordnet ist.
[0091] Alternativ kann die Druckvorrichtung 1 der vierten Ausführungsform eine Benutzeroberfläche
40 aufweisen, aber z.B. kein Touchdisplay aufweisen. Möglicherweise kann die Druckvorrichtung
1 der vierten Ausführungsform Tasten, oder Taster oder Schalter als Benutzeroberfläche
40 aufweisen. Weiterhin ist es auch möglich die Benutzeroberfläche 40 der vierten
Ausführungsform so zu gestalten, dass eine Sprachsteuerung möglich ist. Auch ist es
möglich die Benutzeroberfläche 40 der vierten Ausführungsform so zu gestalten, dass
eine bekannte Augmented Reality Brille (AR-Brille) verwendet werden kann, um Daten
in die Druckvorrichtung 1 einzugeben. Ziel der Druckvorrichtung 1 der vierten Ausführungsform
ist es, die Mobilität des Benutzers zu erhöhen, indem beide Hände frei für andere
Anwendungen genutzt werden können.
Fünfte Ausführungsform
[0092] In einer fünften Ausführungsform kann die Druckvorrichtung 1 der ersten bis vierten
Ausführungsform verwendet werden. Die fünfte Ausführungsform unterscheidet sich von
der ersten, zweiten und dritten Ausführungsform indem die Druckvorrichtung 1 mit einem
anderen Halteelement 31 versehen ist.
[0093] Fig. 5 zeigt eine Druckvorrichtung 1 einer fünften Ausführungsform, deren Einrichtungen
unter Bezugnahme der Fig. 5 genauer beschrieben wird.
[0094] Die Druckvorrichtung 1 der fünften Ausführungsform stellt eine Druckvorrichtung 1
bereit, die in eine kleine mobile CNC-Tischmaschine, in eine mittlere bis große CNC-Maschine
eingefügt und/oder von einem Roboterarm aufgenommen werden kann.
[0095] In der konkret gezeigten Ausführungsform wird ein Werkstück 60 auf einem CNC-Maschinentisch
70 fixiert (Fig. 5). Die Druckvorrichtung 1 der fünften Ausführungsform ist so an
der CNC-Bearbeitungsmaschine befestigt, dass sie sich in alle drei Raumrichtungen
frei bewegen kann. Die Bewegungsmöglichkeit der Druckvorrichtung 1 der fünften Ausführungsform
ist durch die drei Pfeile in Fig. 5 angedeutet. Die Bewegung der Druckvorrichtung
1 der fünften Ausführungsform kann durch einen Motor erfolgen, der über eine Steuerung
angesteuert wird. Somit kann der Druckkopf 10 der Druckvorrichtung 1 der fünften Ausführungsform
in verschiedene Positionen des Werkstücks 60 gebracht werden.
Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks
[0096] Ein Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks wird mit einer Druckvorrichtung durchgeführt,
bevorzugt mit der Druckvorrichtung 1 nach einer der Ausführungsformen. In anderen
Worten können alle fünft Ausführungsformen der Druckvorrichtung 1 das Verfahren zum
Bedrucken eines Werkstücks durchführen.
[0097] Das Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks 60 ist dazu vorgesehen ein Werkstück
60, das bevorzugt zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzfaser enthaltenden Materialien,
Holzverbundwerkstoffen, Furnier, Kunststoff oder einer Kombination hiervon besteht,
zu bedrucken. Die Druckvorrichtung 1 ist dazu konfiguriert, das Verfahren durchzuführen.
Das Verfahren weist die folgenden Schritte auf: Ermitteln und Auswählen eines Farbspektrums,
Positionieren einer tragbaren Druckvorrichtung 1, insbesondere einen Druckkopf 10,
an einem Abschnitt des Werkstücks 60, Bereitstellen von mindestens zwei Druckmedien
von mindestens zwei Behältern über eine erste Schnittstelle an den Druckkopf, Bedrucken
des Abschnitts des Werkstücks durch die Druckvorrichtung, insbesondere durch den Druckkopf
10, mit den mindestens zwei Druckmedien. Bei dem Bedrucken des Abschnitts des Werkstücks
60 werden die mindestens zwei Druckmedien gleichzeitig an den Druckkopf bereitgestellt.
Dabei wird der Schritt des Ermittelns und Auswählens des Farbspektrums durch die Steuerung
ausgeführt, wobei die Steuerung die Daten des ersten Sensors 20 auswertet und auf
Basis der Daten des ersten Sensors 20 einen Auftrag das Farbspektrum zu drucken an
den Druckkopf 10 ausgibt.
[0098] Die tragbare Druckvorrichtung 1 ist durch das geringe Gewicht vielseitig einsetzbar.
Die Druckhöhe der Druckvorrichtung 1 und somit die Höhe des Druckkopfs 10 entspricht
die einer Kantenbandbreite von 12 mm bis 63 mm. Der Druckauftrag ein Farbspektrum
zu drucken kann von der Steuerung auf der Basis von Daten, die von dem ersten Sensor
20 ermittelt wurden, oder auf Basis eines manuellen Auswählens des Benutzers über
die Benutzeroberfläche 40 generiert werden. Zusätzlich kann die Steuerung Daten einer
Datenbank über die zweite Schnittstelle von einem externen Gerät empfangen. Das externe
Gerät empfängt Daten von der Steuerung der Druckvorrichtung 1 und sendet Daten an
die Steuerung zurück. Die Benutzeroberfläche 40 ist ein Touchscreen. Über den großen
Touchscreen 40 (z.B. 4,3") lassen sich die Informationen über die ermittelte Oberfläche
und Daten der Datenbank anzeigen und der Benutzer kann Druckaufträge ein Farbspektrum
zu drucken auswählen. Weiterhin kann der Benutzer über den Touchscreen 40 Druckaufträge
manuell bearbeiten. Mehrere Sprachauswahlen sind möglich. Die Druckvorrichtung kann
eine schnell trocknende und hochauflösende Farbe mit hoher Haftkraft verwenden.
[0099] Beim Druckprozess muss der Druckkopf 10 manuell in einer relativ konstanten Geschwindigkeit
an der zu bedruckenden Oberfläche des Werkstückes 60 vorbeigeführt werden. Da die
schnelle manuelle Handbewegung nie gleichmäßig durchgeführt wird, sorgt ein zusätzlicher
zweiter Sensor dafür, dass die Farbzufuhr beim Druckprozess geregelt wird. Somit wird
ein präzises und scharfes Druckergebnis gewährleistet. Die Druckvorrichtung 1 ist
für Links- als auch Rechtshänder oder auch beidhändig ausgelegt. Zusätzlich ist ein
Führungselement 33 (nicht dargestellt) an der Druckvorrichtung 1 angebracht. Das Führungselement
33 sind Führungsschienen, die ein genaueres Druckergebnis möglichen, da die Druckvorrichtung
zur Oberfläche der Druckvorrichtung ausgerichtet wird.
[0100] Das Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks 60 weist weiterhin den Schritt auf:
Anbringen eines Materials auf den Abschnitt des Werkstücks 60 vor dem Positionieren
der Druckvorrichtung 1. Alternativ oder zusätzlich weist das Verfahren den Schritt
auf: Entfernen eines Materials auf dem Abschnitt des Werkstücks vor dem Positionieren
der Druckvorrichtung 1, und vor dem Schritt des Anbringens eines Materials auf dem
Abschnitt des Werkstücks 60. Wobei im Schritt des Ermittelns und Auswählens ferner
Daten von einem externen Gerät über eine zweite Schnittstelle auf die Druckvorrichtung
1 übertragen werden.
[0101] Zusätzlich erfolgt das Positionieren der Druckvorrichtung 1 an einem Abschnitt des
Werkstücks 60 durch eine Gerätehalterung 50, das an das Gehäuse 30 gekoppelt ist.
Alternativ oder zusätzlich findet das Positionieren der Druckvorrichtung 1 an einem
Abschnitt des Werkstücks 60 über ein Führungselement 33 statt, wobei die Druckvorrichtung
1 entlang des Führungselements auf einer Oberfläche des Werkstücks 60 bewegt wird.
[0102] Das Verfahren führt den weiteren Schritt durch: Erkennen und Analysieren einer Oberfläche
des Werkstücks 60 zumindest in einem Abschnitt durch einen ersten Sensor 20, wobei
der erste Sensor 20 mit einer Steuerung verbunden ist, Bereitstellen von Daten über
die erkannte und analysierte Oberfläche von dem ersten Sensor 20 an die Steuerung,
und wobei in dem Schritt des Ermittelns und Auswählens des Farbspektrums die Daten
des ersten Sensors 20 verwendet werden.
[0103] Weiterhin weist das Druckverfahren ein computerimplementiertes Verfahren zum Bestimmen
einer Oberflächenstruktur eines Werkstücks auf, das die folgenden Schritte aufweist:
Erkennen und Analysieren einer Oberflächenstruktur des Werkstücks 60 zumindest in
einem Abschnitt durch den ersten Sensor 20, Senden von Daten, die Angaben über die
erkannte und analysierte Oberflächenstruktur erhalten, von dem ersten Sensor an die
Steuerung, Empfangen von Daten durch die Steuerung über die erkannte und analysierte
Oberflächenstruktur von dem ersten Sensor 20, Bestimmen des Farbspektrums der Oberflächenstruktur
auf Grundlage der empfangenen Daten, Auswählen des Farbspektrums, Übertragen eines
Druckauftrags das Farbspektrum zu drucken von der Steuerung an den Druckkopf der Druckvorrichtung.
[0104] Dabei werden bei dem Schritt des Bestimmens des Farbspektrums der Oberflächenstruktur
Daten auf das externe Gerät gesendet und Daten von dem externen Gerät empfangen. Wobei
die empfangen Daten Angaben über die bestimmte Oberflächenstruktur aufweist.
[0105] Im Einzelnen kann mit dem Verfahren ein neues Kantenband bedruckt werden. In diesem
Fall wird das neue Kantenband zu aller erst auf das Werkstück 60 angebracht bzw. angeleimt.
Dies geschieht in den meisten Fälle manuell mit einem Bügeleisen oder alternativ mit
einer Kantenanleimmaschine falls diese vorhanden ist. Sollte das alte bzw. beschädigte
Kantenband noch auf einer Oberfläche des Werkstücks 60 aufgeklebt sein, müsste dieses
natürlich zuerst entfernt werden. Um das Risiko zu minimieren die neu bedruckte Oberfläche
während des Verleimprozesses zu beschädigen, wird das neue Kantenband immer zuerst
auf das Werkstück 60 angebracht und dann erst digital bedruckt. Des Weiteren erschwert
ein loses Kantenband das Handling während des manuellen Digitaldruckprozesses. Danach
kann dann das Verfahren zum Bedrucken des Kantenbands, das auf dem Werkstück 60 aufgebracht
ist, durchgeführt werden, um die Werkstückkante zu bedrucken. Dabei kann das gewünschte
Zieldekor entweder, über z.B. eine USB-Schnittstelle, Bluetooth oder per WLAN von
einer geeigneten Datenquelle (PC, Laptop, Tablet, etc.) eines externen Geräts im einem
geeigneten Format und Auflösung auf die Druckvorrichtung 1 übertragen werden.
[0106] Optional kann eine integrierte Scanfunktion durch den ersten Sensor 20 vorgesehen
sein, mit welcher das vor Ort zur Verfügung stehende Dekor auf einer Oberfläche des
Werkstücks 60 zuerst abgescannt wird. Dadurch lassen sich auch kleinere Defekte an
der Werkstückkante ausbessern indem man die gewünschte, korrekte Oberfläche der Kante
abscannt, um dann im Anschluss die defekte Stelle direkt vor Ort auszubessern.
[0107] Es ist für den Fachmann ersichtlich, dass einzelne, jeweils in verschiedenen Ausführungsformen
beschriebene Merkmale auch in einer einzigen Ausführungsform umgesetzt werden können,
sofern sie nicht strukturell inkompatibel sind. Gleichermaßen können verschiedene
Merkmale, die im Rahmen einer einzelnen Ausführungsform beschrieben sind, auch in
mehreren Ausführungsformen einzeln oder in jeder geeigneten Unterkombination vorgesehen
sein.
1. Druckvorrichtung (1) zum Bedrucken eines Werkstücks (60), das bevorzugt zumindest
abschnittsweise aus Holz, Holzfaser enthaltenden Materialien, Holzverbundwerkstoffen,
Furnier, Kunststoff oder einer Kombination hiervon besteht, wobei die Druckvorrichtung
(1) aufweist:
ein Gehäuse (30),
ein Halteelement (31), das an dem Gehäuse (30) angeordnet ist,
einen Druckkopf (10), der an einer ersten Seite des Gehäuses (30) angebracht ist,
und
eine erste Schnittstelle, wobei die erste Schnittstelle den Druckkopf (10) mit Behältern
für Druckmedien kommunikativ und operativ verbindet,
wobei die Druckvorrichtung (1) tragbar ist.
2. Druckvorrichtung (1) nach Anspruch 1, die ferner
eine Gerätehalterung (50), bevorzugt ein Roboterarm oder Mehrachs-Kopf, aufweist,
die an das Gehäuse (30) koppelbar ist und/oder
ein Führungselement (33) aufweist, entlang dem die Druckvorrichtung (1) auf einer
Oberfläche des Werkstücks (60) bewegt werden kann.
3. Druckvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei welcher der Druckkopf (10)
derart gestaltet ist, um mehrere Druckmedien, insbesondere ein Farbspektrum, gleichzeitig
an das Werkstück (60) abzugeben.
4. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner umfassend eine Steuerung,
die insbesondere in dem Gehäuse (30) angeordnet ist, wobei die Steuerung dazu konfiguriert
ist, den Druckkopf (10) zu steuern.
5. Druckvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, die ferner einen ersten Sensor
(20) an der ersten Seite des Gehäuses (30) benachbart zu dem Druckkopf (10) aufweist,
wobei der erste Sensor (20) konfiguriert ist, eine Oberfläche des Werkstücks (60)
zumindest in einem Abschnitt zu erkennen und zu analysieren, wobei der erste Sensor
(20) mit der Steuerung verbunden ist und Daten über die erkannte und analysierte Oberfläche
an die Steuerung bereitstellt, wobei bevorzugt ist, dass
der Druckkopf (10) auf Basis der Daten des ersten Sensors (20) ansteuerbar ist.
6. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks (60), das bevorzugt zumindest abschnittsweise
aus Holz, Holzfaser enthaltenden Materialien, Holzverbundwerkstoffen, Furnier, Kunststoff
und Kombinationen hiervon besteht, mit einer Druckvorrichtung (1), bevorzugt der Druckvorrichtung
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
wobei das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
Auswählen eines Dekors,
Positionieren eines Druckkopfs (10) einer tragbaren Druckvorrichtung (1) an einem
Abschnitt des Werkstücks (60),
Bereitstellen von Druckmedien von Behältern über eine erste Schnittstelle an den Druckkopf;
Bedrucken des Abschnitts des Werkstücks mit den Druckmedien.
7. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks (60) nach Anspruch 6, das ferner den Schritt
aufweist:
Anbringen eines Materials auf den Abschnitt des Werkstücks (60) vor dem Positionieren
der Druckvorrichtung (1), und/oder
Entfernen eines Materials auf dem Abschnitt des Werkstücks vor dem Positionieren der
Druckvorrichtung (1), und vor dem Schritt des Anbringens eines Materials auf dem Abschnitt
des Werkstücks (60).
8. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks (60) nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
wobei in dem Schritt des Auswählens ferner Daten von einem externen Gerät über eine
zweite Schnittstelle auf die Druckvorrichtung (1) übertragen werden.
9. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks (60) nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
wobei das Positionieren der Druckvorrichtung (1) an einem Abschnitt des Werkstücks
(60) durch eine Gerätehalterung (50), insbesondere ein Roboterarm oder Mehrachs-Kopf,
erfolgt, die an ein Gehäuse (30) der Druckvorrichtung gekoppelt ist und/oder
wobei das Positionieren der Druckvorrichtung (1) an einem Abschnitt des Werkstücks
(60) über ein Führungselement (33) erfolgt, wobei die Druckvorrichtung (1) durch das
Führungselement entlang einer Oberfläche des Werkstücks (60) bewegt wird.
10. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks (60) nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
wobei bei dem Bedrucken des Abschnitts des Werkstücks die Druckmedien gleichzeitig
an den Druckkopf bereitgestellt werden.
11. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks nach einem der Ansprüche 6 bis 10, ferner
aufweisend:
Erkennen und Analysieren einer Oberfläche des Werkstücks (60) zumindest in einem Abschnitt
durch einen ersten Sensor (20), wobei der erste Sensor (20) mit einer Steuerung verbunden
ist,
Bereitstellen von Daten über die erkannte und analysierte Oberfläche von dem ersten
Sensor (20) an die Steuerung,
wobei in dem Schritt des Auswählens des Dekors die Daten des ersten Sensors (20) verwendet
werden.
12. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks (60) nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
wobei der Schritt des Auswählens des Dekors durch die Steuerung ausgeführt wird, wobei
die Steuerung die Daten des ersten Sensors (20) auswertet und auf Basis der Daten
des ersten Sensors (20) einen Auftrag das Dekor zu drucken an den Druckkopf (10) ausgibt.
13. Verfahren zum Bedrucken eines Werkstücks (60) nach einem der Ansprüche 6 bis 12, das
ferner aufweist;
ein computerimplementiertes Verfahren zum Bestimmen einer Oberflächenstruktur eines
Werkstücks, das die folgenden Schritte aufweist:
Erkennen und Analysieren einer Oberflächenstruktur des Werkstücks (60) zumindest in
einem Abschnitt durch den ersten Sensor (20);
Senden von Daten, die Angaben über die erkannte und analysierte Oberflächenstruktur
erhalten, von dem ersten Sensor an die Steuerung;
Empfangen von Daten durch die Steuerung über die erkannte und analysierte Oberflächenstruktur
von dem ersten Sensor (20);
Bestimmen des vorhandenen Dekors der Oberflächenstruktur auf Grundlage der empfangenen
Daten durch die Steuerung; Auswählen des Dekors;
Übertragen eines Druckauftrags das Farbspektrum zu drucken von der Steuerung an den
Druckkopf der Druckvorrichtung.
14. Computerimplementiertes Verfahren zum Bestimmen einer Oberflächenstruktur eines Werkstücks
nach Anspruch 13, bei dem das Bestimmen des vorhandenen Dekors der Oberflächenstruktur
ein Senden von Daten auf das externe Gerät und ein Empfangen von Daten von dem externen
Gerät aufweist, wobei die empfangen Daten Angaben über die bestimmte Oberflächenstruktur
aufweisen.