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EP 3 128 266 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.11.2023 Patentblatt 2023/48 |
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Anmeldetag: 14.06.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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TRANSPORTBEHÄLTER ZUM TRANSPORT VON TEMPERATUREMPFINDLICHEM TRANSPORTGUT
TRANSPORT CONTAINER FOR TRANSPORTING TEMPERATURE-SENSITIVE PRODUCTS TO BE TRANSPORTED
CONTENEUR DE TRANSPORT DE MARCHANDISES À TRANSPORTER SENSIBLES À LA TEMPÉRATURE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
04.08.2015 AT 5172015
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.02.2017 Patentblatt 2017/06 |
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Patentinhaber: REP IP AG |
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6300 Zug (CH) |
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Erfinder: |
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- ROS, Nico
4125 Riehen (CH)
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Vertreter: Keschmann, Marc |
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Haffner und Keschmann Patentanwälte GmbH
Schottengasse 3a 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-00/21830 DE-A1-102013 002 555 GB-A- 1 569 134 JP-A- 2004 156 839 US-A- 5 417 082
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DE-A1- 10 303 498 GB-A- 1 040 218 JP-A- H11 270 978 JP-A- 2004 317 041 US-A1- 2009 078 708
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter zum Transport von temperaturempfindlichem
Transportgut mit einem Innenraum zur Aufnahme des Transportguts, der von einer aus
mehreren Schichten bestehenden Hülle begrenzt ist, umfassend zumindest eine Latentwärmespeicherschicht.
[0002] Beim Transport von temperaturempfindlichem Transportgut, wie z.B. Arzneimitteln,
über Zeiträume von mehreren Stunden oder Tagen müssen vorgegebene Temperaturbereiche
bei der Lagerung und dem Transport eingehalten werden, um die Verwendbarkeit und die
Sicherheit des Arzneimittels zu gewährleisten. Für verschiedene Arzneimittel sind
Temperaturbereiche von 2 bis 25°C, insbesondere 2 bis 8°C als Lager- und Transportbedingungen
festgeschrieben.
[0003] Der gewünschte Temperaturbereich kann oberhalb oder unterhalb der Umgebungstemperatur
liegen, sodass entweder eine Kühlung oder eine Beheizung des Innenraums des Transportbehälters
erforderlich ist. Wenn sich die Umgebungsbedingungen während eines Transportvorgangs
ändern, kann die erforderliche Temperierung sowohl ein Kühlen als auch ein Beheizen
umfassen. Damit der gewünschte Temperaturbereich beim Transport permanent und nachweislich
eingehalten wird, werden Transportcontainer mit besonderem Isolationsvermögen eingesetzt.
Diese Container werden mit passiven oder aktiven Temperierelementen ausgestattet.
Passive Temperierelemente erfordern während der Anwendung keine externe Energiezufuhr,
sondern nützen ihre Wärmespeicherkapazität, wobei es je nach Temperaturniveau zu einer
Abgabe oder einer Aufnahme von Wärme an den bzw. aus dem zu temperierenden Transportbehälterinnenraum
kommt. Solche passiven Temperierelemente sind jedoch erschöpft, sobald der Temperaturausgleich
mit dem Transportbehälterinnenraum abgeschlossen ist.
[0004] Eine besondere Form von passiven Temperierelementen sind Latentwärmespeicher; die
thermische Energie in Phasenwechselmaterialien speichern können, deren latente Schmelzwärme,
Lösungswärme oder Absorptionswärme wesentlich größer ist als die Wärme, die sie aufgrund
ihrer normalen spezifischen Wärmekapazität speichern können. Nachteilig bei Latentwärmespeichern
ist der Umstand, dass sie ihre Wirkung verlieren, sobald das gesamte Material den
Phasenwechsel vollständig durchlaufen hat. Durch Ausführen des gegenläufigen Phasenwechsels
kann der Latentwärmespeicher jedoch wieder aufgeladen werden.
[0005] Aktive Temperierelemente benötigen für Ihren Betrieb eine externe Energiezufuhr.
Sie beruhen auf der Umwandlung einer nicht-thermischen Energieform in eine thermische
Energieform. Die Abgabe oder Aufnahme von Wärme erfolgt dabei zum Beispiel im Rahmen
eines thermodynamischen Kreisprozesses, wie z.B. mittels einer Kompressionskältemaschine.
Eine andere Ausbildung von aktiven Temperierelementen arbeitet auf Grundlage des thermoelektrischen
Prinzips, wobei sog. Peltier-Elemente eingesetzt werden.
[0006] Ein Problem bei Transportbehältern der eingangs genannten Art besteht darin, dass
der Energieeintrag in den Transportbehälter während des Transportes heterogen ist.
Wird der Behälter Wärmestrahlung ausgesetzt, ist der Energieeintrag im Bereich der
Strahlungseinwirkung deutlich größer als in den Bereichen, in welchen keine Strahlung
auf den Behälter einwirkt. Dennoch muss die Temperatur im Inneren des Behälters konstant
und homogen innerhalb einer zulässigen Bandbreite gehalten werden. Bei inhomogenem
Energieeintrag besteht das Problem, dass der Latentwärmespeicher nicht homogen aufgebraucht
wird. Somit kommt es im Innenraum des Transportbehälters nach einer gewissen Zeit
zu lokalen Temperaturveränderungen. Wenn die lokalen Temperaturveränderungen einen
gewissen Schwellenwert über- oder unterschreiten, ist das Transportgut nicht mehr
geschützt. Transportbehälter werden daher üblicherweise so ausgelegt, dass jede Seite
für sich unabhängig funktioniert. Dies führt dazu, dass jede Seite auf die maximal
mögliche Belastung ausgelegt werden muss. Das Energiepotenzial eines Bereiches kann
jedoch nicht für einen anderen Bereich verwendet werden. Wenn Wärmestrahlung beispielsweise
von oben auf den Transportbehälter einwirkt, wird diese Energie durch das Latentwärmespeicherelement
im oberen Bereich aufgenommen, in dem dieses einen Phasenübergang durchläuft. Sobald
der Phasenübergang stattgefunden hat, kommt die Energie in das Innere des Behälters
und führt zu einer Erwärmung im oberen Bereich des Behälters. Das noch vorhandene
Energieaufnahmepotenzial des Latentwärmespeicherelements im unteren Bereich kann nicht
genutzt werden. Dies führt dazu, dass bei herkömmlichen Transportbehältern, bei welchen
die Temperatur mit Latentwärmespeicherelementen kontrolliert wird, jede Seite unabhängig
auf den maximal erwarteten thermischen Energieeintrag ausgelegt wird. Dies führt jedoch
zu einem deutlichen Mehrgewicht oder/und einer deutlichen Volumenzunahme. Beides führt
zu einem deutlichen Effizienzverlust beim Transport. Meist werden pharmazeutische
Produkte mittels Flugzeugen transportiert, wo bereits eine geringe Gewichts- oder
Volumenzunahme zu deutlichen Mehrkosten führt.
[0007] Ein Transportbehälter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus
US 2009/078708 A1 bekannt.
[0008] Die vorliegende Erfindung zielt daher darauf ab, die oben genannten Nachteile zu
überwinden und insbesondere das für das Transportgut nutzbare Volumen des Transportbehälters
zu maximieren, ohne das Temperaturhaltevermögen zu beeinträchtigen. Dadurch sollen
die Transportkosten je Gewichtseinheit des Transportguts reduziert werden.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung bei einem Transportbehälter der eingangs
genannten Art im Wesentlichen vor, dass auf der dem Innenraum abgewandten und dass
auf der dem Innenraum zugewandten Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht
zumindest eine Energieverteilschicht aus einem stark wärmeleitenden Material angeordnet
ist. Dadurch, dass wenigstens eine Energieverteilschicht an der dem Innenraum abgewandten
Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht angeordnet ist, gelingt es die
von außen z.B. nur auf eine Seite des Transportbehälters insbesondere als Wärmestrahlung
einwirkende thermische Energie auf die anderen Seiten des Behälters zu verteilen.
Die wenigstens eine radial außerhalb der Latentwärmespeicherschicht angeordnete Energieverteilschicht
umgibt den Innenraum des Transportbehälters allseitig, sodass es zu einer Verteilung
der einwirkenden thermischen Energie über den gesamten Umfang der Hülle kommt. Die
so verteilte Energie wird auf die weiter innen liegenden Schichten der Behälterwandung
übertragen und führt zu einem über die Erstreckung der Latentwärmespeicherschicht
gleichmäßigen Verbrauch des Latentwärmespeichers. Das Volumen des vorzusehenden Latentwärmespeichers
muss somit nicht auf den von jeder Seite her maximal erwartbaren Energieeintrag ausgelegt
werden, sondern auf die Summe des von allen Seiten erwartbaren Energieeintrags. Da
davon auszugehen ist, dass nicht jede Seite des Transportbehälters jeweils für sich
gesehen dem maximal erwartbaren Energieeintrag ausgesetzt ist, kann das Gesamtvolumen
des Latentwärmespeichers reduziert werden.
[0010] Die Anordnung der wenigstens einen Energieverteilschicht an der dem Innenraum zugewandten
Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht führt dazu, dass die thermische
Energie im.Innenraum des Transportbehälters homogenisiert wird. Warme Luft, die im
Innenraum entsteht (z.B. durch das Einstellen von warmem Transportgut), sammelt sich
immer im oberen Bereich des Innenraums, wo es zu einem übermäßigen Verbrauch des Latentwärmespeichers
kommt. Durch die radial innerhalb der Latentwärmespeicherschicht bzw. des zumindest
einen Latentwärmespeicherelements angeordnete Energieverteilschicht kann die aus dem
Innenraum aufzunehmende thermische Energie ohne weitere Hilfsmittel gleichmäßig auf
den gesamten Latentwärmespeicher verteilt. Das Erzwingen einer Konvektion im Innenraum
ist somit nicht erforderlich und es kann daher auf die entsprechenden Gebläse und
dgl. verzichtet werden.
[0011] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung liegt darin, dass der Latentwärmespeicher
den Innenraum nicht zwingend vollständig umgeben muss, d.h. nicht als den Innenraum
allseitig umschließende Latentwärmespeicherschicht ausgebildet sein muss. Dadurch
wird eine weitere Volumenersparnis erreicht.
[0012] Die umfangsmäßige Energieverteilung wird gemäß einer bevorzugten Weiterbildung dadurch
begünstigt, dass auf der dem Innenraum abgewandten Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht
zumindest eine Dämmschicht angeordnet ist, wobei die auf der dem Innenraum abgewandten
Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht angeordnete Energieverteilschicht
bevorzugt zwischen der Dämmschicht und der Latentwärmespeicherschicht angeordnet ist.
Mittels der Dämmschicht wird der Energiefluss in radialer Richtung zum Innenraum des
Transportbehälters hin reduziert. Die Dämmschicht umgibt den Innenraum des Transportbehälters
bevorzugt allseitig.
[0013] Eine weitere Vergleichmäßigung der auf den Latentwärmespeicher einwirkenden thermischen
Energie wird bevorzugt dadurch erreicht, dass auf der dem Innenraum abgewandten Seite
der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht wenigstens zwei Energieverteilschichten
aus einem stark wärmeleitenden Material angeordnet sind, wobei bevorzugt die Dämmschicht
zwischen der beiden Energieverteilschichten angeordnet ist.
[0014] Ein der Energieverteilschichten kann dabei die Außenoberfläche des Transportbehälters
ausbilden, d.h. diese Energieverteilschicht bildet die äußerste Schicht der Transportbehälterwandung
aus. Dies schließt auch Ausbildungen ein, bei denen die Energieverteilschicht auf
der Außenseite eine Schutzschicht oder eine Dekorschicht trägt. Eine solche Schicht
hat im Wesentlichen keine Wirkung in Bezug auf die thermischen Eigenschaften des Transportbehälters,
sondern schützt die Energieverteilschicht vor äußeren Einflüssen, wie z.B. abrasiven
Einflüssen, oder dient der Realisierung von Aufschriften oder dgl.
[0015] Die wenigstens eine Energieverteilschicht wird bevorzugt so ausgelegt und dimensioniert,
dass die maximale Temperaturdifferenz im Innenraum des Transportbehälters maximal
5 Kelvin, bevorzugt maximal 8 Kelvin beträgt.
[0016] Die wenigstens eine Energieverteilschicht weist eine Wärmeleitfähigkeit λ > 200 W/(m.K)
auf.
[0017] Solche Werte der Wärmeleitfähigkeit können bevorzugt dadurch erreicht werden, dass
die jeweilige Energieverteilschicht zumindest teilweise, bevorzugt vollständig, aus
Aluminium, Kupfer oder Kohlenstoff-Nanoröhrchen besteht.
[0018] Aluminimum weist eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 236 W/(m.K) auf. Kupfer hat eine
Wärmeleitfähigkeit von ca. 401 W/(m.K). Kohlenstoff-Nanoröhrchen haben eine Wärmeleitfähigkeit
von 6000 W/(m.K). Es ist auch denkbar, dass die jeweilige Energieverteilschicht aus
zumindest zwei verschiedenen Materialien besteht, die eine unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit
aufweisen.
[0019] Die Dämmschicht weist bevorzugt eine Leitfähigkeit A < 0,05 W/(m.K), bevorzugt <
0,03 W/(m.K), auf. Weiters weist die Dämmschicht bevorzugt eine Stärke von 10 - 200mm
auf.
[0020] Die Dämmschicht ist bevorzugt als Vakuumdämmung ausgebildet. Die Dämmschicht umfasst
hierbei bevorzugt wenigstens einen Hohlraum, der evakuiert ist. Alternativ kann der
wenigstens eine Hohlraum mit einem Gas gefüllt sein, das schlecht wärmeleitend ist.
Weiters kann die Dämmschicht eine wabenartige Struktur aufweisen. Eine vorteilhafte
Ausbildung ergibt sich, wenn die Dämmschicht eine Vielzahl von insbesondere wabenförmigen
Hohlkammern aufweist, wobei ein Wabenstrukturelement gemäß der
WO 2011/032299 A1 besonders vorteilhaft ist.
[0021] Bei direkter Sonneneinstrahlung können bis zu 1000W/m
2 Wärmestrahlung auf den Transportbehälter eintreffen, wodurch auf der Oberfläche eine
große Temperaturdifferenz entstehen kann. Bei einer 2mm starken äußeren Energieverteilschicht
aus Aluminium werden beispielsweise 0,002m * 236W/(m*K) - 0,472W/K tangential geleitet.
Durch Erhöhung der Schichtdicke kann dieser Wert naturgemäß erhöht werden. Mittels
eines Dämmmaterials wird der Energiefluss radial zum Innenraum des Transportbehälters
hin reduziert. Bei einer Dicke der Dämmschicht von 0,1m und einem Dämmmaterial mit
einer Wärmeleitfähigkeit von 0,02W/ (m*K) reduziert sich die zum Innenraum geleitete
Energiemenge auf 0,02W/ (m*K) / 0,1m - 0,2W/ (m
2*K).
[0022] Die Energiemenge, welche am Innern der Dämmschicht ankommt, ist bei homogenem Dämmmaterial
und Dämmstärke direkt proportional zur Oberflächentemperatur der äußeren Energieverteilschicht.
Durch eine weitere Energieverteilschicht werden in Umfangsrichtung der Behälterwandung
auftretende Temperaturunterschiede am Latentwärmespeicher weiter homogenisiert. Die
Dicke der weiteren Energieverteilschicht richtet sich hierbei bevorzugt nach der maximal
zulässigen Temperaturdifferenz im Innenraum. Der Energiefluss in der weiteren Energieverteilschicht
kann durch Einsatz von verschiedenen leitenden Materialen, unterschiedlichen Materialstärken
oder Öffnungen im Material gezielt optimiert werden. Idealerweise wird diese Schicht
so ausgelegt, dass die maximale Temperaturdifferenz im Innenraum weniger als 5 Kelvin,
insbesondere weniger als 8 Kelvin beträgt.
[0023] Die erforderliche Leitfähigkeit der weiteren Energieverteilschicht ist abhängig vom
maximalen Energieeintrag auf diese Schicht. Dieser ergibt sich aus der Temperaturdifferenz
innerhalb der äußeren Energieverteilschicht und aus dem Energiefluss durch die Dämmschicht.
Bezogen auf das oben genannte Beispiel liegt der maximale Energieeintrag bei 50 Kelvin
Temperaturdifferenz bei 0,2W/(m
2*K) * 50K = 10W/m
2. Somit muss die weitere Energieverteilschicht im Stande sein diese Energie bei einer
Temperaturdifferenz vom maximal 8 Kelvin im Innenraum des Behälters zu leiten.
[0024] Um den Energiefluss durch die wenigstens eine Energieverteilschicht bei Bedarf gezielt
zu beeinflussen, sieht einer bevorzugte Ausbildung vor, dass die wenigstens eine Energieverteilschicht
Abschnitte mit geringerem Querschnitt und Abschnitte mit größerem Querschnitt umfasst.
Alternativ oder zusätzlich kann die wenigstens eine Energieverteilschicht für den
selben Zweck Öffnungen aufweisen.
[0025] Die Latentwärmespeicherschicht ist bevorzugt als flächiger chemischer Latentwärmespeicher
ausgebildet, wobei bezüglich des den Latentwärmespeicher bildenden Mediums herkömmliche
Ausbildungen verwendbar sind. Bevorzugte Medien für die Latentwärmespeicher sind Paraffine
und Salzmischungen. Der Phasenübergang des Mediums liegt bevorzugt im Temperaturbereich
von 0-10°C oder zwischen 2-25°C.
[0026] Um den Latentwärmespeicher bei Bedarf wieder aufzuladen, kann dieser in Kombination
mit wenigstens einem aktiven Temperierelement eingesetzt werden. Die Erfindung ist
in diesem Zusammenhang derart weitergebildet, dass die Hülle weiters eine aktive Temperierschicht
oder ein aktives Temperierelement aufweist. Alternativ oder zusätzlich kann die aktive
Temperierschicht oder das aktive Temperierelement aber auch dazu eingesetzt werden,
um den Innenraum des Behälters direkt zu temperieren.
[0027] Bei der aktiven Temperierschicht bzw. dem aktiven Temperierelement handelt es sich
bevorzugt um ein solches zur Umwandlung von elektrischer Energie in abzugebende oder
aufzunehmende Wärme. Zum Zwecke der Zufuhr der erforderlichen elektrischen Energie
ist der Transportbehälter an seiner Außenseite bevorzugt mit Verbindungsmitteln, insbesondere
einer Steckdose, zum elektrischen Verbinden einer externen Stromquelle ausgestattet.
Sobald eine externe Stromquelle zur Verfügung steht, kann die aktive Temperierschicht
bzw. das aktive Temperierelement somit in Betrieb genommen werden.
[0028] Weiters kann vorgesehen sein, dass der Transportbehälter einen elektrischen Energiespeicher,
wie z.B. einen Akkumulator, aufweist, der von einer externen Stromquelle speisbar
ist. Der elektrische Energiespeicher kann dabei angeordnet sein, um die Steuerungs-
und ggf. Temperaturüberwachungselektronik des Transportbehälters mit elektrischer
Energie zu versorgen. Weiters kann der elektrische Energiespeicher mit der aktiven
Temperierschicht bzw. dem aktiven Temperierelement verbunden sein, um diese(s) bei
Bedarf mit elektrischer Energie zu versorgen. Dadurch wird ein zumindest kurzzeitiger
Betrieb der aktiven Temperierschicht bzw. des aktiven Temperierelements auch während
des Transports möglich, wenn keine externe Stromquelle vorhanden ist.
[0029] Eine bevorzugte Ausbildung sieht vor, dass die aktive Temperierschicht bzw. das aktive
Temperierelement Peltierelemente, einen mit einem thermodynamischen Kreisprozess,
insbesondere einer Kompressionskältemaschine zusammenwirkenden Wärmetauscher oder
eine Magnetkühlung aufweist. Besonders bevorzugt kommen Peltierelemente zum Einsatz,
weil diese kleinbauend ausgeführt werden können und in einfacher Weise in die Temperierschicht
integriert werden können. Die Temperierschicht umfasst bevorzugt eine Mehrzahl von
Peltierelementen, deren kalte und warme Seite jeweils mit einem gemeinsamen plattenförmigen
Wärmeleitelement verbunden ist. Die plattenförmigen Wärmeleitelemente bilden somit
die Ober- und die Unterseite der Temperierschicht und tragen dazwischen angeordnete
Peltierelemente.
[0030] Das aktive Temperierelement kann in die Latentwärmespeicherschicht oder das Latentwärmespeicherelement
integriert werden. Beispielsweise kann hierbei vorgesehen sein, dass das Temperierelement
als Kühlschlange ausgebildet ist, das in der Latentwärmespeicherschicht bzw. in dem
Latentwärmespeicherelement verläuft.
[0031] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispielen näher erläutert. In dieser zeigen Fig. 1 eine erste Ausbildung
des erfindungsgemäßen Transportbehälters, Fig. 2 eine zweite Ausbildung des erfindungsgemäßen
Transportbehälters und Fig. 3 eine dritte Ausbildung des Transportbehälters und nicht
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
[0032] In Fig. 1 ist ein quaderförmiger Transportbehälter 1 dargestellt, dessen Wände mit
2, 3, 4, 5 und 6 bezeichnet sind. An der sechsten Seite ist der Transportbehälter
1 offen dargestellt, damit der Schichtaufbau der Wände ersichtlich wird. Die offene
Seite kann beispielsweise mittels einer Tür geschlossen werden, die denselben Schichtaufbau
aufweist wie die Wände 2, 3, 4, 5 und 6. Die sechs Wände des Transportbehälters 1
weisen alle denselben Schichtaufbau auf. Der Schichtaufbau umfasst eine äußere Energieverteilschicht
7, z.B. aus Aluminium, eine Dämmschicht 8, eine weitere Energieverteilschicht 9, eine
Latentwärmespeicherschicht 10 und eine innere Energieverteilschicht 11.
[0033] Die Ausbildung gemäß Fig. 2 entspricht der Ausbildung gemäß Fig. 1 mit dem Unterschied,
dass als innerste Schicht zusätzlich eine Dämmschicht 12 angeordnet ist.
[0034] Bei der Ausbildung gemäß Fig. 3 ist der Latentwärmespeicher nicht als den Innenraum
des Transportbehälters allseitig umgebende Latentwärmespeicherschicht ausgebildet,
sondern als Latentwärmespeicherelement 13, das lediglich im Bereich der Wand 4 angeordnet
ist. Der Schichtaufbau der Wände umfasst lediglich eine Dämmschicht 8 und eine Energieverteilschicht
9.
1. Transportbehälter zum Transport von temperaturempfindlichem Transportgut mit einem
Innenraum zur Aufnahme des Transportguts, der von einer aus mehreren Schichten bestehenden
Hülle begrenzt ist, umfassend zumindest eine Latentwärmespeicherschicht (10), wobei
auf der dem Innenraum abgewandten und auf der dem Innenraum zugewandten Seite der
zumindest einen Latentwärmespeicherschicht (10) jeweils zumindest eine Energieverteilschicht
(9, 11) aus einem stark wärmeleitenden Material angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieverteilschichten (9,11) den Innenraum des Transportbehälters (1) jeweils
allseitig umgeben und wobei die wenigstens eine Energieverteilschicht (9, 11) eine
Wärmeleitfähigkeit A > 200 W/(m.K) aufweist.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Innenraum abgewandten Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht
(10) zumindest eine Dämmschicht (8) angeordnet ist, wobei die auf der dem Innenraum
abgewandten Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht (10) angeordnete
Energieverteilschicht (9) bevorzugt zwischen der Dämmschicht (8) und der Latentwärmespeicherschicht
(10) angeordnet ist.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Innenraum abgewandten Seite der zumindest einen Latentwärmespeicherschicht
(10) wenigstens zwei Energieverteilschichten (7, 9) aus einem stark wärmeleitenden
Material angeordnet sind, wobei bevorzugt die Dämmschicht (8) zwischen den beiden
Energieverteilschichten (7, 9) angeordnet ist.
4. Transportbehälter nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (8) eine Leitfähigkeit A < 0,05 W/(m.K), bevorzugt < 0,03 W/(m.K),
aufweist.
5. Transportbehälter nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (8) eine Stärke von 10 - 200mm aufweist.
6. Transportbehälter nach einem der Ansprüche l bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Energieverteilschicht (7, 9, 11) zumindest teilweise aus Aluminium,
Kupfer oder Kohlenstoff-Nanoröhrchen besteht.
7. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Energieverteilschicht (7, 9, 11) aus zumindest zwei verschiedenen
Materialien besteht, die eine unterschiedliche Wärmeleitfähigkeit aufweisen.
8. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Energieverteilschichten (7, 9, 11) Abschnitte mit geringerem
Querschnitt und Abschnitte mit größerem Querschnitt umfasst.
9. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Energieverteilschichten (7, 9, 11) Öffnungen aufweist.
10. Transportbehälter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle weiters eine aktive Temperierschicht aufweist.
1. A transport container for transporting temperature-sensitive transport goods, including
an interior for receiving the transport goods, which is defined by an enclosure made
up of several layers comprising at least one latent heat accumulator layer (10), wherein
at least one energy distribution layer (9, 11) made of a highly heat-conductive material
is disposed on the side facing away from the interior and on the side facing the interior,
of the at least one latent heat accumulator layer (10), characterized in that the energy distribution layers (9, 11) each surround the interior of the transport
container on all sides and wherein the at least one energy distribution layer (9,
11) comprises a thermal conductivity λ > 200 W/(m.K).
2. A transport container according to claim 1, characterized in that at least one insulation layer (8) is disposed on the side facing away from the interior,
of the at least one latent heat accumulator layer (10), wherein the energy distribution
layer (9) disposed on the side facing away from the interior, of the at least one
latent heat accumulator layer (10) is preferably disposed between the insulation layer
(8) and the latent heat accumulator layer (10).
3. A transport container according to claim 1 or 2, characterized in that at least two energy distribution layers (7, 9) made of a highly heat-conductive material
are disposed on the side facing away from the interior, of the at least one latent
heat accumulator layer (10), the insulation layer (8) being preferably disposed between
the two energy distribution layers (7, 9).
4. A transport container according to claim 2 or 3, characterized in that the insulation layer (8) exhibits a conductivity λ < 0.05 W/(m.K), preferably < 0.03
W/(m.K).
5. A transport container according to claim 2, 3 or 4, characterized in that the insulation layer (8) has a thickness of 10 to 200 mm.
6. A transport container according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the at least one energy distribution layer (7, 9, 11) is made at least partially
of aluminum, copper or carbon nanotubes.
7. A transport container according to any one of claims 1 to 6, characterized in that the at least one energy distribution layer (7, 9, 11) is comprised of at least two
different materials having different thermal conductivities.
8. A transport container according to any one of claims 1 to 7, characterized in that at least one of the energy distribution layers (7, 9, 11) comprises portions of smaller
cross section and portions of larger cross section.
9. A transport container according to any one of claims 1 to 8, characterized in that at least one of the energy distribution layers (7, 9, 11) comprises openings.
10. A transport container according to any one of claims 1 to 9, characterized in that the enclosure further comprises an active temperature-control layer.
1. Conteneur de transport pour le transport de marchandises à transporter thermosensibles
avec un espace intérieur pour recevoir les marchandises à transporter, qui est délimité
par une coque composée de plusieurs couches, comprenant au moins une couche de stockage
de chaleur latente (10), dans lequel au moins une couche de répartition d'énergie
(9, 11) d'un matériau à haute conductivité thermique est à chaque fois prévue sur
la face tournée à l'opposé de l'espace intérieur et sur la face tournée vers l'espace
intérieur de l'au moins une couche de stockage de chaleur latente (10), caractérisé en ce que les couches de répartition d'énergie (9, 11) entourent chacune l'espace intérieur
du conteneur de transport (1) de tous les côtés, et dans lequel l'au moins une couche
de répartition d'énergie (9, 11) a une conductivité thermique λ de > 200 W/(m.K).
2. Conteneur de transport selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une couche isolante (8) est disposée sur la face de l'au moins une couche
de stockage de chaleur latente (10) tournée à l'opposé de l'espace intérieur, dans
lequel la couche de répartition d'énergie (9) disposée sur la face de l'au moins une
couche de stockage de chaleur latente (10) tournée à l'opposé de l'espace intérieur
est de préférence disposée entre la couche isolante (8) et la couche de stockage de
chaleur latente (10).
3. Conteneur de transport selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'au moins deux couches de répartition d'énergie (7, 9) d'un matériau à haute conductivité
thermique sont disposées sur la face de l'au moins une couche de stockage de chaleur
latente (10) tournée à l'opposé de l'espace intérieur, la couche isolante (8) étant
de préférence disposée entre les deux couches de répartition d'énergie (7, 9).
4. Conteneur de transport selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la couche isolante (8) a une conductivité λ de < 0, 05 W/(m.K), de préférence de
< 0,03 W/(m.K).
5. Conteneur de transport selon la revendication 2, 3 ou 4, caractérisé en ce que la couche isolante (8) a une épaisseur de 10 - 200 mm.
6. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'au moins une couche de répartition d'énergie (7, 9, 11) est constituée au moins
partiellement d'aluminium, de cuivre ou de nanotubes de carbone.
7. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'au moins une couche de répartition d'énergie (7, 9, 11) est constituée d'au moins
deux matériaux différents qui ont des conductivités thermiques différentes.
8. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'au moins une des couches de répartition d'énergie (7, 9, 11) comprend des parties
de plus petite section et des parties de plus grande section.
9. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'au moins une des couches de répartition d'énergie (7, 9, 11) présente des ouvertures.
10. Conteneur de transport selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la coque comporte en outre une couche de régulation thermique active.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente