Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Seil nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Drahtseilspleiße bekannt, mittels derer Endlosdrahtseile
aus Drahtseilen, beispielsweise als Zugseile oder Förderseile für Bergbahnen, herstellbar
sind. Ein sogenannter Langspleiß wird dabei am Einsatzort des Endlosseils gefertigt.
Zur Herstellung eines solchen Langspleißes werden Enden von Einzellitzen eines zu
spleißenden Drahtseils abschnittsweise anstelle einer Seele des Drahtseils in dessen
Inneres als Einsteckenden eingesteckt. Eine Länge derartiger Einsteckenden entspricht
hierbei wenigstens einem 100-fachen eines Durchmessers des Seils, sodass ein Spleiß
mit einer ausreichenden Länge und Belastbarkeit erzeugt werden kann. Typischer Weise
ist ein Durchmesser der Einsteckenden kleiner als ein Durchmesser einer Seele des
Drahtseils, anstelle derer die Einsteckenden in ein Inneres des Drahtseils eingesteckt
werden, weshalb die Einsteckenden mit einem Spleißband ummantelt werden.
[0003] In der Druckschrift
JP 2001 049587 A ist ein Seilspleiß mit einer Gesamtlänge von mehr als 200*N*d beschrieben, bei dem
Einsteckenden mit einem Spleißband umwickelt sind. In der Druckschrift
DE 27 35 858 A1 ist eine als Geflechtschlauch ausgebildete Ummantelung für Einsteckenden eines Langspleißes
beschrieben, welcher den Zweck hat, einen möglichst ebenen Spleiß zu erzeugen und
zudem ein "Atmen" zur Verhinderung von Korrosion erlauben soll. In der Druckschrift
DE 38 38 183 A1 ist ein Langspleiß mit Spleißband beschrieben, welcher nach DIN 3089 gefertigt ist,
d.h. eine Gesamtlänge von mehr als 200*N*d hat. In der Druckschrift
US 3,934,397 A ist eine Metallröhre beschrieben, welche über Einsteckenden eines Spleißes gestülpt
wird, um den Dickenunterschied der entfernten Seele im Bereich des Spleißes auszugleichen.
In der Druckschrift
EP 2 708 642 A2 ist eine sogenannte Spleißpuppe beschrieben, welche dazu dient, eine Abweichung der
Form des Seils im Bereich eines Spleißes von der Seilform außerhalb des Spleißes möglichst
gering zu halten.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, vorteilhafte Eigenschaften
hinsichtlich einer Herstellung eines Langspleißes zu erzielen. Zudem besteht eine
Aufgabe der Erfindung insbesondere darin, ein Ummantelungselement bereitzustellen,
mittels dessen eine hohe Belastbarkeit ummantelter Einsteckenden erzielt werden kann.
Außerdem besteht eine Aufgabe der Erfindung insbesondere darin, eine Fertigung eines
Langspleißes an schwer zugänglichen oder räumlich engen Stellen zu ermöglichen. Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst, während
vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnommen werden können.
Vorteile der Erfindung
[0005] Die Erfindung geht aus von einem Ummantelungselement, insbesondere einem Spleißband,
mit zumindest einem Ummantelungsabschnitt, der zu einer zumindest abschnittsweisen
Ummantelung zumindest eines Einsteckendes zumindest eines als ein Langspleiß ausgebildeten
Spleißes für ein Seil, insbesondere für ein Drahtseil, vorteilhaft für ein Förderseil
und/oder ein Zugseil, mit einem Durchmesser d und einer Anzahl von N verseilten Längselementen,
insbesondere Litzen, vorgesehen ist.
[0006] Es wird vorgeschlagen, dass der Ummantelungsabschnitt geeignet ist, eine Herstellung
des Langspleißes mit einer Länge von weniger als 100*N*d, vorteilhaft von höchstens
80*N*d, besonders vorteilhaft von höchstens 60*N*d, bevorzugt von höchstens 50*N*d
und besonders bevorzugt von höchstens 40*N*d zu erlauben. Insbesondere ist der Ummantelungsabschnitt
geeignet, einen Langspleiß herzustellen, dessen Bereiche mit Einsteckenden eine Gesamtlänge
von weniger als 100*N*d, vorteilhaft von höchstens 80*N*d, besonders vorteilhaft von
höchstens 60*N*d, bevorzugt von höchstens 50*N*d und besonders bevorzugt von höchstens
40*N*d aufweisen.
[0007] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich
einer Herstellung eines Langspleißes erzielt werden. Des Weiteren kann ein Ummantelungselement
bereitgestellt werden, mittels dessen eine hohe Belastbarkeit, insbesondere eine hohe
Auszugskraft, umwickelter Einsteckenden erzielt werden kann. Zudem kann ein Aufwand
einer Herstellung von Einsteckenden eines Langspleißes vorteilhaft reduziert werden.
Außerdem kann vorteilhaft ein Langspleiß mit kurzen und einfach zu erzeugenden Einsteckenden
bereitgestellt werden. Vorteilhaft kann eine hohe Kosteneffizienz, insbesondere einer
Ummantelung von Einsteckenden bei einer Spleißherstellung, vorteilhaft in Kombination
mit einer zugleich hohen Zuverlässigkeit eines gefertigten Langspleißes erzielt werden.
Insbesondere kann eine kurze zu einem Spleißen benötigte Zeit erzielt werden. Zudem
kann ein kompakter und belastbarer Langspleiß bereitgestellt werden. Ferner kann vorteilhaft
ein Spleißen eines Langspleißes auf engem Raum und/oder auf einer kurzen Länge ermöglicht
werden. Insbesondere kann eine Länge eines aufwändig zu bearbeitenden Bereichs einer
Spleißverbindung mittels eines Langspleißes vorteilhaft reduziert werden.
[0008] Der Durchmesser d ist der Nenndurchmesser des Seils. Insbesondere ist der Durchmesser
d ein Durchmesser eines kleinsten das Seil und/oder den Seilabschnitt, insbesondere
dessen Querschnitt, umgebenden Kreises. Vorzugsweise ist das Seil ein Stahlseil, insbesondere
ein Stahldrahtseil. Besonders bevorzugt weist das Seil zumindest eine, insbesondere
genau eine, Seele auf. Vorteilhaft ist die Seele zumindest teilweise aus Kunststoff
ausgebildet. Die Längselemente verlaufen bevorzugt, insbesondere nach Art eines konventionellen
Drahtseils, spiralförmig um die Seele herum und sind insbesondere um diese herum verseilt.
Insbesondere beträgt eine Schlaglänge der Längselemente wenigstens 4*d und vorzugsweise
wenigstens 6*d und/oder höchstens 12*d und vorzugsweise höchstens 9*d. Vorteilhaft
sind die Längselemente derart um die Seele herum angeordnet, dass diese zueinander
berührungsfrei und/oder bezügliche ihrer Längsrichtungen beabstandet zueinander angeordnet
sind, zumindest in von Spleißstellen verschiedenen Abschnitten des Seils und/oder
des Seilabschnitts, wodurch insbesondere ein Verschleiß aufgrund aneinander reibender
Längselemente vermieden oder zumindest reduziert werden kann. Vorteilhaft ist das
Seil zu einer Verwendung in einer Seilbahn, insbesondere in einer Personenbeförderungsseilbahn,
vorgesehen. Das Seil kann jedoch auch für eine Verwendung in einer Materialseilbahn
vorgesehen sein. Das Seil ist insbesondere ein Endlosseil, vorzugsweise einer Seilbahn.
Beispielsweise kann die Seilbahn eine Personenbeförderungsseilbahn, insbesondere eine
Bergbahn und vorteilhaft eine Stadtbahn sein. Alternativ oder zusätzlich kann die
Seilbahn zumindest abschnittsweise oder vollständig unter Tage angeordnet sein. Ebenso
ist eine Materialseilbahn, insbesondere eine Materialtransportbahn, denkbar. Vorteilhaft
ist das Seil ein Förderseil, insbesondere ein umlaufendes und/oder endloses Förderseil,
und/oder ein Zugseil, insbesondere ein umlaufendes und/oder endloses Zugseil. Vorteilhaft
ist das Seil in einem montierten Zustand um wenigstens ein Antriebselement, insbesondere
um eine Antriebsscheibe, einer Antriebseinheit einer Seilbahn gelegt. Unter "vorgesehen"
soll insbesondere speziell ausgelegt und/oder ausgestattet verstanden werden. Darunter,
dass ein Objekt zu einer bestimmten Funktion vorgesehen ist, soll insbesondere verstanden
werden, dass das Objekt diese bestimmte Funktion in zumindest einem Anwendungs- und/oder
Betriebszustand erfüllt und/oder ausführt.
[0009] Vorteilhaft weist das Seil einen konstanten Durchmesser auf. Der Durchmesser des
Seils kann hierbei anwendungsspezifisch geeignet gewählt sein. Insbesondere beträgt
der Durchmesser wenigstens 10 mm und/oder höchstens 100 mm. Ist das Seil beispielsweise
ein Zugseil, beträgt der Durchmesser insbesondere wenigstens 10 mm und vorteilhaft
wenigstens 20 mm und/oder höchstens 70 mm und vorteilhaft höchstens 50 mm. Ist das
Seil beispielsweise ein Förderseil, beträgt der Durchmesser insbesondere wenigstens
30 mm und vorteilhaft wenigstens 40 mm und/oder höchstens 100 mm und vorteilhaft höchstens
90 mm. Zudem weist das Seil vorzugsweise einen konstanten Querschnitt oder zumindest
entlang seiner Längsrichtung periodisch auftretenden Querschnitt auf. Der Querschnitt
kann kreisförmig sein, insbesondere in dem Fall, dass das Seil zwischen an dessen
Oberfläche verlaufenden Längselementen geeignete Einlagen aufweist, die vorteilhaft
Zwischenräume zwischen den Längselementen ausfüllen. Ebenso ist denkbar, dass der
Querschnitt dem eines konventionellen Drahtseils mit um eine Seele herum angeordneten
Litzen entspricht.
[0010] Insbesondere ist das Seil frei von zumindest einer das Seil zumindest teilweise umgebenden
Ummantelung, insbesondere einer Kunststoffummantelung, einer Metallummantelung, einer
Nylonummantelung und/oder einer weiteren, insbesondere eine Zugkraft des Seils beeinflussenden,
Ummantelung. Insbesondere ist jedes verseilte Längselement, insbesondere mit Ausnahme
von Einsteckenden, frei von zumindest einer das verseilte Längselement umgebenden
Ummantelung, insbesondere einer Kunststoffummantelung, einer Metallummantelung, einer
Nylonummantelung und/oder einer weiteren, insbesondere eine Zugkraft des Seils beeinflussenden,
Ummantelung.
[0011] Darunter, dass ein Element "zumindest zu einem Großteil frei von Ummantelungen ist,"
soll insbesondere verstanden werden, dass zumindest 51 %, vorzugsweise zumindest 75
%, vorteilhaft zumindest 85 %, bevorzugt zumindest 95 % und besonders bevorzugt zumindest
99 % des Elements frei ist von das Element umgebenden Ummantelungen. Unter einer "Ummantelung"
soll insbesondere ein Element verstanden werden, welches das Personenbeförderungsdrahtseil
und/oder das Längselement zumindest abschnittsweise in Umfangsrichtung zumindest teilweise
umgibt und welches vorzugsweise aus einem Material ausgebildet ist, welches verschieden
von dem Material, insbesondere dem Drahtmaterial, des Personenbeförderungsdrahtseils
und/oder des Längselements ausgebildet ist. Unter der Wendung "teilweise umgebend"
soll insbesondere zumindest zu 51 % eines Gesamtumfangs umgebend, vorzugsweise zumindest
zu 80 % eines Gesamtumfangs umgebend oder bevorzugt zumindest zu 95 % eines Gesamtumfangs
umgebend verstanden werden.
[0012] insbesondere weist das Seil N Längselemente auf, insbesondere zusätzlich zu der Seele.
Vorzugsweise gilt N=6. insbesondere ist das Seil ein sechslitziges Drahtseil. Ebenso
sind jedoch auch siebenlitzige oder achtlitzige Seile denkbar. Insbesondere ist N
wenigstens 4, vorteilhaft wenigstens 5 und besonders vorteilhaft wenigstens 6 und/oder
höchstens 12, vorteilhaft höchstens 10 und besonders vorteilhaft höchstens 8. Vorteilhaft
weisen die Längselemente jeweils einen zumindest im Wesentlichen konstanten Querschnitt
auf. Vorzugsweise sind die Längselemente Litzen, die ihrerseits aus mehreren einzelnen
Drähten aufgebaut sein können, die insbesondere zumindest im Wesentlichen identisch
zueinander ausgebildet sein können. Ebenso ist denkbar, dass ein, beispielsweise als
Litze ausgebildetes, Längselement unterschiedliche Einzeldrähte und/oder andere Komponenten
wie Einlagen, Fasern, Ummantelungselemente oder dergleichen aufweist. Insbesondere
in dem Fall, dass ein Längselement als eine Litze ausgebildet ist, weist das Längselement
vorteilhaft eine Schlaglänge auf, die wenigstens einem fünffachen und bevorzugt wenigstens
einem siebenfachen und/oder höchstens einem 15-fachen und bevorzugt höchstens einem
elffachen eines Durchmessers des Längselements entspricht. Grundsätzlich können Längselemente
unterschiedlichen Schlags verwendet werden. Zudem kann eine Schlagrichtung des Drahtseils
identisch oder entgegengesetzt zu einer Schlagrichtung der Längselemente oder zumindest
einzelner Längselemente sein. Unter "zumindest im Wesentlichen identischen" Objekten
sollen insbesondere Objekte verstanden werden, die derart konstruiert sind, dass sie
jeweils eine gemeinsame Funktion erfüllen können und sich vorzugsweise in ihrer Konstruktion
abgesehen von Fertigungstoleranzen höchstens durch einzelne Elemente unterscheiden,
die für die gemeinsame Funktion unwesentlich sind, und vorteilhaft Objekte, die abgesehen
von Fertigungstoleranzen und/oder im Rahmen fertigungstechnischer Möglichkeiten identisch
ausgebildet sind, wobei unter identischen Objekten insbesondere auch zueinander symmetrische
Objekte verstanden werden sollen. Darunter, dass ein Objekt einen "zumindest im Wesentlichen
konstanten Querschnitt" aufweist, soll dabei insbesondere verstanden werden, dass
für einen beliebigen ersten Querschnitt des Objekts entlang zumindest einer Richtung
und einen beliebigen zweiten Querschnitt des Objekts entlang der Richtung ein minimaler
Flächeninhalt einer Differenzfläche, die bei einem Übereinanderlegen der Querschnitte
gebildet wird, maximal 20 %, vorteilhaft maximal 10 % und besonders vorteilhaft maximal
5 % des Flächeninhalts des größeren der beiden Querschnitte beträgt.
[0013] Unter einem "Draht" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein länglicher und/oder
dünner und/oder zumindest maschinell biegbarer und/oder biegsamer Körper verstanden
werden. Vorteilhaft weist der Draht entlang seiner Längsrichtung einen zumindest im
Wesentlichen konstanten, insbesondere kreisförmigen oder elliptischen Querschnitt
auf. Besonders vorteilhaft ist der Draht als ein Runddraht ausgebildet. Es ist aber
auch denkbar, dass der Draht zumindest abschnittsweise oder vollständig als ein Flachdraht,
ein Vierkantdraht, ein polygonaler Draht und/oder ein Profildraht ausgebildet ist.
Beispielsweise kann der Draht zumindest teilweise oder auch vollständig aus Metall,
insbesondere einer Metalllegierung, und/oder organischem und/oder anorganischem Kunststoff
und/oder einem Kompositmaterial und/oder einem anorganischen nichtmetallischen Material
und/oder einem keramischen Material ausgebildet sein. Es ist beispielsweise denkbar,
dass der Draht als ein Polymerdraht oder ein Kunststoffdraht ausgebildet ist. Insbesondere
kann der Draht als ein Verbunddraht ausgebildet sein, beispielsweise als ein Metall-organischer
Verbunddraht und/oder ein Metall-anorganischer Verbunddraht und/oder ein Metall-Polymer-Verbunddraht
und/oder ein Metall-Metall-Verbunddraht oder dergleichen. Insbesondere ist denkbar,
dass der Draht zumindest zwei unterschiedliche Materialien umfasst, die insbesondere
einer Verbundgeometrie gemäß relativ zueinander angeordnet und/oder zumindest teilweise
miteinander vermischt sind. Vorteilhaft ist der Draht als ein Metalldraht, vorzugsweise
als ein Stahldraht, insbesondere als ein Edelstahldraht ausgebildet. Weist die Wendel
mehrere Drähte auf, sind diese vorzugsweise identisch. Es ist aber auch denkbar, dass
die Wendel mehrere Drähte aufweist, die sich insbesondere hinsichtlich ihres Materials
und/oder ihres Durchmessers und/oder ihres Querschnitts unterscheiden. Vorzugsweise
weist der Draht und/oder das Längselement eine insbesondere korrosionsbeständige Beschichtung
und/oder Ummantelung wie beispielsweise eine Zinkbeschichtung und/oder eine Zink-Aluminium-Beschichtung
und/oder eine Kunststoffbeschichtung und/oder eine PET-Beschichtung und/oder eine
Metalloxidbeschichtung und/oder eine Keramikbeschichtung oder dergleichen auf.
[0014] Der Spleiß ist ein Langspleiß und/oder nach Art eines Langspleißes hergestellt. Bevorzugt
ist der Spleiß ein Drahtseilspleiß. Vorzugsweise entspricht die Anzahl an Längselementen
des Spleißes der Anzahl an Längselementen des Seils. Besonders bevorzugt sind die
Längselemente des Spleißes die Längselemente des Seils. Vorzugsweise ist der Spleiß
aus einem Ausgangsseil des Seils vor dessen Verbindung zu einem Endlosseil gefertigt.
Insbesondere ist der Spleiß eine Verbindungsstelle zwischen Enden des Ausgangsseils
des Seils. Vorteilhaft weist das Seil zumindest einen weiteren Seilabschnitt auf,
der frei von einem Spleiß ist. Bevorzugt bilden der Seilabschnitt und der weitere
Seilabschnitt das Seil aus. Ebenso ist jedoch denkbar, dass das Seil mehrere Seilabschnitte,
die jeweils zumindest einen Spleiß umfassen, aufweist, beispielsweise falls ein Teil
des Seils ausgetauscht und ein entsprechendes Ersatzstück mittels zumindest zweier
Spleiße eingespleißt ist. Der Spleiß weist vorteilhaft einen maximalen Durchmesser,
insbesondere einen Nenndurchmesser, auf, der höchstens um 10 %, vorteilhaft höchstens
um 8 %, besonders vorteilhaft höchstens um 6 % und bevorzugt höchstens um 5 % von
dem Durchmesser d des Seils abweicht und insbesondere größer ist als dieser.
[0015] Vorzugsweise bilden wenigstens einige und vorteilhaft alle der Längselemente jeweils
zumindest ein Einsteckende aus. Besonders bevorzugt bilden wenigstens einige und vorteilhaft
alle der Längselemente jeweils genau zwei Einsteckenden aus, wobei vorteilhaft jeweils
ein Einsteckende von jeweils einem Ende eines Längselements ausgebildet ist. Vorteilhaft
sind die Einsteckenden anstelle der Seele in ein Inneres des Seilabschnitts eingesteckt.
Besonders vorteilhaft weist der Spleiß mehrere Spleißstellen auf, insbesondere N Spleißstellen,
an welchen sich Längselemente und bevorzugt Einsteckenden vorzugsweise kreuzen, insbesondere
derart, dass diese in entgegengesetzte Richtung in ein Inneres des Spleißes tauchen.
Insbesondere umfasst die Spleißstelle zumindest einen, insbesondere genau einen, Spleißknoten,
vorzugsweise einen Kreuzknoten. Vorteilhaft weist der Spleiß in dem Bereich der Spleißstelle
N+1 an einer Oberfläche liegende Längselemente auf, von denen vorzugsweise zwei sich
an der Spleißstelle kreuzen. Alternativ ist denkbar, dass zwei der Längselemente an
der Spleißstelle unmittelbar nebeneinandergelegt sind, sodass diese beispielsweise
einen Parallelknoten bilden. Besonders vorteilhaft bilden diese beiden Längselemente,
insbesondere die sich an der Spleißstelle kreuzenden Längselemente, jeweils ein Einsteckende
aus, wobei die entsprechenden Einsteckenden insbesondere ausgehend von der Spleißstelle
in entgegengesetzte Richtungen anstelle der Seele in das Innere des Spleißes eingesteckt
sind. Vorzugsweise erstreckt sich ein Einsteckende jeweils von einer Mitte einer Spleißstelle
bis zu einem, insbesondere in dem Inneren des Spleißes liegenden Ende des Einsteckendes.
Besonders bevorzugt erstrecken sich zwei eine Spleißstelle ausbildende Einsteckenden
jeweils ausgehend von der Spleißstelle in entgegengesetzte Richtungen des Spleißes,
insbesondere zumindest überwiegend in dessen Innerem, bevorzugt anstelle einer Seele.
[0016] Insbesondere beträgt eine Länge eines an einer Oberfläche der Spleißstelle liegenden
Abschnitts, der insbesondere nicht eingesteckte Abschnitte der sich kreuzenden oder
alternativ der nebeneinandergelegten Längselemente umfasst und bevorzugt von diesen
definiert und/oder ausgebildet ist, höchstens 15*d, vorteilhaft höchstens 10*d, besonders
vorteilhaft höchstens 5*d und bevorzugt höchstens 2*d. Insbesondere beträgt entsprechend
eine Länge des Spleißknotens der Spleißstelle höchstens 15*d, vorteilhaft höchstens
10*d, besonders vorteilhaft höchstens 5*d und bevorzugt höchstens 2*d.
[0017] Ein Durchmesser des Spleißes kann in einem Bereich einer Spleißstelle größer sein
als der Durchmesser d des Seils, insbesondere da an der Spleißstelle ein Querschnitt
des Spleißes N+1 Längselemente umfasst. Insbesondere definiert zumindest eine Spleißstelle
des Spleißes einen maximalen Durchmesser des Spleißes.
[0018] Vorzugsweise weist der Spleiß 2*N Einsteckenden auf, wobei besonders bevorzugt jedes
Ende eines jeden Längselements ein Einsteckende ist. Es ist jedoch auch denkbar, dass
zumindest zwei Enden von Längselementen oder auch eines einzelnen Längselements auf
Stoß und insbesondere an einer Oberfläche des Spleißes liegen und beispielsweise verklebt
und/oder verschweißt und/oder anderweitig miteinander verbunden sind. Eine Anzahl
von Einsteckenden kann in diesem Fall kleiner sein als 2*N. Beispielsweise können
für ein Seil mit sechs Längselementen lediglich vier Längselemente Einsteckenden ausbilden,
während zwei Längselemente lediglich auf Stoß an einer Oberfläche eines entsprechenden
Spleißes liegen. Eine Bruchkraft des Spleißes wird in diesem Fall beispielsweise hauptsächlich
durch die Einsteckenden bestimmt, während die auf Stoß liegenden und möglichweise
etwa verschweißten Enden der Längselemente lediglich geringe Kräfte aufnehmen können.
Ein entsprechender Spleiß ist vorteilhaft einfach herstellbar, insbesondere da lediglich
eine reduzierte Anzahl an Längselementen verspleißt wird.
[0019] Vorteilhaft weist das Einsteckende eine Länge von höchstens 40*d, besonders vorteilhaft
von höchstens 30*d, bevorzugt von höchstens 25*d und besonders bevorzugt von höchstens
20*d auf. Vorteilhaft weist der Spleiß wenigstens 2*N-8, besonders vorteilhaft wenigstens
2*N-6, bevorzugt wenigstens 2*N-4, besonders bevorzugt wenigstens 2*N-2 und vorzugsweise
2*N Einsteckenden auf. Insbesondere weist der Spleiß wenigstens zwei, vorteilhaft
wenigstens vier, besonders vorteilhaft wenigstens sechs, bevorzugt wenigstens acht,
besonders bevorzugt wenigstens zehn und vorzugsweise wenigstens zwölf und/oder 2*N
Einsteckenden auf, die eine Länge von höchstens 50*d, vorteilhaft von höchstens 40*d,
besonders vorteilhaft von höchstens 30*d, bevorzugt von höchstens 25*d und besonders
bevorzugt von höchstens 20*d aufweisen.
[0020] Erfindungsgemäß ist das Einsteckende zumindest über eine Länge seines eingesteckten
Abschnitts mit dem Ummantelungsabschnitt ummantelt. Besonders vorteilhaft sind sämtliche
Einsteckenden des Spleißes zumindest abschnittsweise und bevorzugt zumindest über
eine Länge ihres jeweiligen eingesteckten Abschnitts mit jeweils zumindest einem Ummantelungsabschnitt
ummantelt, vorzugsweise umwickelt. Insbesondere ist das Einsteckende mit dem Ummantelungsabschnitt
umwickelt. Insbesondere ist der Ummantelungsabschnitt dazu vorgesehen, um ein Einsteckende
gewickelt zu werden. Vorzugsweise ist der Ummantelungsabschnitt zumindest abschnittsweise
zumindest formschlüssig mit dem Einsteckende verbunden. Insbesondere ist der Ummantelungsabschnitt
derart um das Einsteckende gelegt und/oder auf dessen Oberfläche angeordnet, dass
der Ummantelungsabschnitt eine, insbesondere aufgrund an einer Oberfläche des Spleißes
verlaufender Längselemente gebildete, Oberfläche zumindest teilweise nachempfindet.
Beispielsweise könnte der Ummantelungsabschnitt zwischen nebeneinander verlaufenden
Längselementen gebildete Zwischenräume und/oder zwischen Einzeldrähten eines Längselements
gebildete Zwischenräume zumindest teilweise ausfüllen, um insbesondere eine formschlüssige
Verbindung mit diesen auszubilden.
[0021] Alternativ oder zusätzlich ist denkbar, dass der Ummantelungsabschnitt zu einem Aufschrumpfen
auf das Einsteckende vorgesehen und/oder zumindest abschnittsweise auf das Einsteckende
aufgeschrumpft ist. Insbesondere kann der Ummantelungsabschnitt zu einem Aufziehen
auf das Einsteckende, vorzugsweise in einem, insbesondere nicht geschrumpften, Ausgangszustand,
vorgesehen sein. Vorteilhaft kann der Ummantelungsabschnitt ferner dazu vorgesehen
sein, nach einem Aufziehen auf das Einsteckende aufgeschrumpft zu werden. Bevorzugt
ist der Ummantelungsabschnitt dazu vorgesehen, mittels zumindest einer Temperaturbehandlung,
insbesondere mittels eines Erwärmens, beispielsweise um wenigstens 30 K, vorteilhaft
um wenigstens 40 K, bevorzugt um wenigstens 50 K, ebenso aber auch beispielsweise
um 100 K oder um noch mehr, aufgeschrumpft zu werden. Insbesondere in diesem Fall
kann der Ummantelungsabschnitt zumindest teilweise aus einem Material ausgebildet
sein, dessen Volumen sich bei einer Temperaturbehandlung, insbesondere bei einem Erwärmen,
verändert. Ebenso ist denkbar, dass der Ummantelungsabschnitt dazu vorgesehen ist,
zu einem Aufziehen, beispielsweise thermisch, insbesondere mittels eines Erwärmens,
erweitert und/oder vergrößert zu werden, wobei der Ummantelungsabschnitt zudem vorzugsweise
dazu vorgesehen sein kann, sich nach dem Aufziehen, insbesondere nach einer thermischen
Behandlung für das Aufziehen, zusammenzuziehen. Unter einem "Aufziehen" des Ummantelungsabschnitts
auf das Einsteckende soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Anbringen auf dessen
Oberfläche, beispielsweise durch ein Auflegen und/oder ein Umwickeln, und vorteilhaft
ein Aufstülpen und/oder ein Überziehen verstanden werden. Insbesondere ist denkbar,
dass der Ummantelungsabschnitt schlauchartig und/oder röhrenförmig ausgebildet und
vorteilhaft zu einem Überziehen von einem Ende des Einsteckendes her vorgesehen ist.
[0022] Außerdem ist denkbar, dass der Ummantelungsabschnitt zu einem Aufextrudieren auf
das Einsteckende vorgesehen und/oder auf das Einsteckende aufextrudiert ist. Insbesondere
kann der Ummantelungsabschnitt und/oder das Ummantelungselement als eine aufextrudierte
Beschichtung ausgebildet sein, die insbesondere unmittelbar auf eine Oberfläche des
Einsteckendes aufbringbar und/oder aufgebracht ist. Hierbei ist vorteilhaft denkbar,
dass der Ummantelungsabschnitt zumindest abschnittsweise formschlüssig mit dem Einsteckende
verbunden ist und insbesondere zumindest abschnittsweise in an der Oberfläche des
Einsteckendes angeordnete Zwischenräume zwischen Längselementen eindringt und/oder
eine Form dieser Zwischenräume zumindest abschnittsweise nachempfindet. Zudem ist
hierbei auch eine Koextrusion wenigstens zweier unterschiedlicher Materialien denkbar.
[0023] Darunter, dass der Ummantelungsabschnitt dazu geeignet ist, eine Herstellung des
Spleißes mit einer bestimmten Länge zu erlauben, soll insbesondere verstanden werden,
dass der Spleiß im Falle einer Ummantelung zumindest des Einsteckendes mit dem Ummantelungselement,
und vorzugsweise im Falle einer Ummantelung sämtlicher Einsteckenden des Spleißes
mit identisch zu dem Ummantelungsabschnitt beschaffenen Ummantelungsabschnitten, bei
einer bestimmungsgemäßen Verwendung des Spleißes, bei welcher beispielsweise Zug-
und/oder Biegebelastungen des Spleißes gemäß einer Verwendung in einer Seilbahn auftreten,
vorzugsweise bei dessen Verwendung als Spleiß eines Endlosseils, insbesondere eines
Förderseils und/oder eines Zugseils einer Seilbahn, beschädigungsfrei ist und/oder
beschädigungsfrei verwendbar ist. Hierbei soll insbesondere das Einsteckende und vorteilhaft
sämtliche Einsteckendes des Spleißes kürzer sein als 50*d. Des Weiteren soll erfindungsgemäß
hierunter verstanden werden, dass der entsprechende Spleiß eine Bruchfestigkeit, insbesondere
eine Zugfestigkeit, aufweist, die höchstens 30 %, vorteilhaft höchstens 20 %, besonders
vorteilhaft höchstens 10 % und bevorzugt höchstens 5 % kleiner ist als eine Bruchfestigkeit,
insbesondere eine Zugfestigkeit, eines von dem Spleiß verschiedenen und von einem
Spleiß freien Abschnitts des Seils. Vorteilhaft ist der Ummantelungsabschnitt dazu
geeignet, ein Einsteckende einer Länge von höchstens 50*d derart zu ummanteln, dass
dieses auszugsicher ist. Hierbei soll das Einsteckende vorteilhaft als "auszugsicher"
gelten, sofern es eine Auszugskraft aufweist, die, insbesondere in dem Falle, dass
sämtliche Einsteckenden des Spleißes eine entsprechende Auszugskraft aufweisen würden,
eine Bruchfestigkeit, insbesondere eine Zugfestigkeit, des entsprechenden Spleißes
mit sich bringen würde, die höchstens 30 %, vorteilhaft höchstens 20 %, besonders
vorteilhaft höchstens 10 % und bevorzugt höchstens 5 % kleiner wäre als eine Bruchfestigkeit,
insbesondere eine Zugfestigkeit, eines von dem Spleiß verschiedenen und insbesondere
von einem Spleiß freien Seilabschnitts des Seils.
[0024] Bevorzugt ist das Ummantelungselement als ein Band, insbesondere als ein Wickelband,
vorteilhaft als ein Spleißband, ausgebildet. Das Ummantelungselement und insbesondere
der Ummantelungsabschnitt kann einteilig ausgebildet sein. Ebenso ist denkbar, dass
das Ummantelungselement und insbesondere der Ummantelungsabschnitt mehrere, insbesondere
permanent verbundene, Bestandteile aufweist. Der Ummantelungsabschnitt ist insbesondere
ein Abschnitt des Ummantelungselements. Beispielsweise kann das Ummantelungselement
eine Bandrolle sein, von welcher der Ummantelungsabschnitt abtrennbar, beispielsweise
abschneidbar, ist. Vorteilhaft weist das Ummantelungselement eine Länge auf, die für
eine Ummantelung von mehr als einem Einsteckende ausreichend ist. Ebenso ist denkbar,
dass zu einer Ummantelung des Einsteckendes mehrere Ummantelungsabschnitte verwendet
sind, die insbesondere übereinander und/oder nebeneinander um das Einsteckende gelegt,
insbesondere gewickelt, sind. Hierbei ist zudem denkbar, dass ein Einsteckende abschnittsweise
mit unterschiedlich zueinander ausgebildeten Ummantelungsabschnitten, die sich hinsichtlich
ihrer Beschaffenheit unterscheiden können, ummantelt ist. Beispielsweise kann ein
Ende des Einsteckendes mit einem anderen Ummantelungsabschnitt ummantelt sein als
ein Mittelstück des Einsteckendes, wobei beliebige Varianten denkbar sind. Vorzugsweise
ist der Ummantelungsabschnitt dazu vorgesehen, vor einem Einstecken des Einsteckendes
anstelle der Seele um dieses gelegt und vorteilhaft gewickelt zu werden. Besonders
bevorzugt ist der Ummantelungsabschnitt dazu vorgesehen, einen Durchmesser und/oder
einen Querschnitt des Einsteckendes mittels Ummantelung zu vergrößern, insbesondere
um diesen einem Durchmesser und/oder einem Querschnitt der Seele anzugleichen.
[0025] Insbesondere ist der Ummantelungsabschnitt zumindest bei Temperaturen von wenigstens
-25°C, vorteilhaft von wenigstens -35°C und besonders vorteilhaft von wenigstens -50°C
und/oder bei Temperaturen von bis zu 70°C, vorteilhaft von bis zu 80°C und besonders
vorteilhaft von bis zu 100°C temperaturbeständig. Hierbei soll unter "temperaturbeständig"
bei einer bestimmten Temperatur insbesondere verstanden werden, dass der Ummantelungsabschnitt
ein Verweilen bei dieser Temperatur für wenigstens eine Stunde und vorteilhaft für
wenigstens einen Tag sowie vorzugsweise ein anschließendes Abkühlen oder Erwärmen
auf 0°C und/oder auf 20°C beschädigungsfrei übersteht.
[0026] Vorteilhaft ist der Ummantelungsabschnitt zumindest teilweise und bevorzugt zu wenigstens
einem Großteil aus Kunststoff ausgebildet. Bevorzugt ist der Ummantelungsabschnitt
mehrlagig und/oder mehrschichtig ausgebildet, wobei Lagen und/oder Schichten des Ummantelungsabschnitts
vorteilhaft miteinander, insbesondere kraft- und/oder formschlüssig, verbunden, vorzugsweise
verklebt und/oder verwebt und/oder vernäht und/oder verflochten, sein können. Vorteilhaft
weist der Ummantelungsabschnitt zumindest eine Schicht, insbesondere eine Oberflächenschicht,
die zumindest teilweise und bevorzugt zu wenigstens einem Großteil aus einem Kautschuk,
insbesondere aus einem Synthetikkautschuk, vorteilhaft aus einem Polychloropren-Kautschuk
ausgebildet ist auf. Besonders vorteilhaft weist der Ummantelungsabschnitt zumindest
eine an eine Oberseite angeordnete Oberflächenschicht und zumindest eine an einer
Unterseite angeordnete Oberflächenschicht auf, die jeweils zumindest teilweise und
vorteilhaft zu wenigstens einem Großteil aus Kautschuk ausgebildet sind. Unter dem
Ausdruck "zu wenigstens einem Großteil" soll dabei insbesondere zu wenigstens 55 %,
vorteilhaft zu wenigstens 65 %, vorzugsweise zu wenigstens 75 %, besonders bevorzugt
zu wenigstens 85 % und besonders vorteilhaft zu wenigstens 95 %, insbesondere aber
auch vollständig verstanden werden.
[0027] Insbesondere weist der Ummantelungsabschnitt eine Breite von wenigstens 7 mm, vorteilhaft
von wenigstens 10 mm, besonders vorteilhaft von wenigstens 15 mm und bevorzugt von
wenigstens 20 mm und/oder von höchstens 60 mm, vorteilhaft von höchstens 50 mm, besonders
vorteilhaft von höchstens 40 mm und bevorzugt von höchstens 30 mm auf. Beispielsweise
kann der Ummantelungsabschnitt eine Breite von 20 mm oder von 25 mm aufweisen. Je
nach Anwendung und insbesondere in Abhängigkeit von dem Durchmesser d des Seils und/oder
von einem Durchmesser und/oder Querschnitt des Einsteckendes sind aber auch andere,
insbesondere größere oder kleinere, Breiten denkbar. Beispielsweise im Fall einer
Breite von zumindest im Wesentlichen 20 mm oder von zumindest im Wesentlichen 25 mm
kann der Ummantelungsabschnitt eine Dicke von wenigstens 1,5 mm, vorteilhaft von wenigstens
1,8 mm und besonders vorteilhaft von wenigstens 2 mm und/oder von höchstens 5 mm,
vorteilhaft von höchstens 4 mm und besonders vorteilhaft von höchstens 3,8 mm aufweisen.
Beispielsweise im Fall einer Breite von zumindest im Wesentlichen 15 mm kann der Ummantelungsabschnitt
eine Dicke von wenigstens 0,7 mm, vorteilhaft von wenigstens 0,9 mm und besonders
vorteilhaft von wenigstens 1 mm und/oder von höchstens 3 mm, vorteilhaft von höchstens
2 mm und besonders vorteilhaft von höchstens 1,65 mm aufweisen. Beispielsweise im
Fall einer Breite von zumindest im Wesentlichen 10 mm kann der Ummantelungsabschnitt
eine Dicke von wenigstens 0,5 mm, vorteilhaft von wenigstens 0,6 mm und besonders
vorteilhaft von wenigstens 0,7 mm und/oder von höchstens 2 mm, vorteilhaft von höchstens
1,5 mm und besonders vorteilhaft von höchstens 0,95 mm aufweisen. Unter "zumindest
im Wesentlichen" soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass
eine Abweichung von einem vorgegebenen Wert insbesondere weniger als 20 %, vorzugsweise
weniger als 10 % und besonders bevorzugt weniger als 5 % des vorgegebenen Werts entspricht.
[0028] Insbesondere weist der Ummantelungsabschnitt in einem ein Einsteckende umwickelnden
Zustand einen Wickelwinkel von zumindest 10°, vorzugsweise von zumindest 15°, vorteilhaft
von zumindest 20°, besonders vorteilhaft von zumindest 30°, bevorzugt von zumindest
35° und besonders bevorzugt von höchstens 40° auf. Unter einem "Wickelwinkel" soll
insbesondere ein Winkel verstanden werden, welchen eine Seitenkante des ein Einsteckende
umwickelnden Ummantelungsabschnitts mit einer senkrecht zu einer Längsrichtung des
Einsteckendes verlaufenden Ebene einschließt. Je nach Anwendung und insbesondere in
Abhängigkeit von dem Durchmesser d des Seils und/oder von einem Durchmesser und/oder
einem Querschnitt des Einsteckendes sind aber auch andere, insbesondere größere oder
kleinere, Wickelwinkel denkbar. Insbesondere berühren sich die Seitenkanten des Ummantelungsabschnitts
in dem das Einsteckende umwickelnden Zustand. Insbesondere ist der Ummantelungsabschnitt
in dem das Einsteckende umwickelnden Zustand überlappungsfrei mit sich und/oder mit
weiteren Ummantelungsabschnitten um das Einsteckende, insbesondere um den gesamten
an Stelle der Seele in das Seil eingesteckten Bereich des Einsteckendes, gewickelt.
Insbesondere ist der Ummantelungsabschnitt in dem das Einsteckende umwickelnden Zustand
lückenlos um das Einsteckende, insbesondere um den gesamten an Stelle der Seele in
das Seil eingesteckten Bereich des Einsteckendes, gewickelt.
[0029] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass ein in
ein Testseilstück mit N verseilten Längselementen eingestecktes, mit einem Teststück
des Ummantelungsabschnitts ummanteltes Testeinsteckende einer Länge von höchstens
50*d, vorteilhaft von höchstens 45*d, besonders vorteilhaft von höchstens 40*d, bevorzugt
von höchstens 35*d und besonders bevorzugt von höchstens 30*d, insbesondere bei zumindest
einem Testversuch, einer Auszugskraft in kN von wenigstens d
2*0,68/N*0,04, vorteilhaft von wenigstens d
2*0,68/N*0,1, besonders vorteilhaft von wenigstens d
2*0,68/N*0,2, bevorzugt von wenigstens d
2*0,68/N*0,4 und besonders bevorzugt von wenigstens d
2*0,68/N*0,6 standhält. Hierdurch kann vorteilhaft ein hoher Grad einer mechanischen
Zuverlässigkeit und/oder einer Belastbarkeit eines Spleißes erzielt werden. Zudem
kann vorteilhaft ein kompakter Spleiß, insbesondere mit kurzen Einsteckenden, mit
einer hohen Lebensdauer bereitgestellt werden. Ein Durchmesser d des Testseilstücks
entspricht hierbei vorteilhaft zumindest im Wesentlichen dem Durchmesser d des Seils.
Vorzugsweise ist bei dem Testversuch das Testseilstück in einem vorgespannten Zustand
und unter Zugbelastung des Testeinsteckendes wenigstens 1000-mal, vorteilhaft wenigstens
2000-mal, besonders vorteilhaft wenigstens 5000-mal, bevorzugt wenigstens 10000-mal
und besonders bevorzugt wenigstens 15000-mal, insbesondere jeweils um wenigstens 90°,
vorteilhaft jeweils um wenigstens 120° und bevorzugt jeweils um wenigstens 150° um
zumindest eine Testscheibe mit einem Durchmesser von höchstens 80*d, vorteilhaft von
höchstens 60*d und besonders vorteilhaft von höchstens 40*d, beschädigungsfrei biegbar.
Insbesondere weist ein in das Testseilstück eingesteckter Abschnitt des Testeinsteckendes
eine Länge von höchstens 50*d, vorteilhaft von höchstens 40*d, besonders vorteilhaft
von höchstens 30*d auf. Insbesondere kann das Testseilstück bei dem Testversuch abwechselnd
um zwei gegenüberliegende und vorteilhaft in entgegengesetzte Richtung gekrümmte Testscheiben
um den angegebenen Winkel als Gesamtwinkel beschädigungsfrei biegbar sein, also beispielsweise
jeweils um 45° um eine erste der Testscheiben und um 45° um eine zweite der Testscheiben.
Vorteilhaft ist das Testeinsteckende analog zu dem mit dem Ummantelungsabschnitt ummantelten
Einsteckende ausgebildet und insbesondere in gleicher Weise mit einem identisch ausgebildeten
Ummantelungsabschnitt ummantelt. Zudem ist vorteilhaft das Testseilstück analog zu
dem Seil ausgebildet. Es ist denkbar, dass das Testseilstück eine Mehrzahl von Einsteckenden
umfasst. Ferner ist denkbar, dass das Testseilstück einen gesamten Testspleiß umfasst.
Vorteilhaft umfasst das Testseilstück lediglich ein Testeinsteckende, das bevorzugt
an einem Ende des Testseilstücks anstelle dessen Seele in dessen Inneres eingesteckt
ist. Darunter, dass das Testseilstück "beschädigungsfrei biegbar" ist, soll insbesondere
verstanden werden, dass das Testeinsteckende und/oder die Testeinsteckenden des Testseilstücks,
insbesondere nach einem Durchlaufen des Testversuchs, vorzugsweise in dem vorgespannten
Zustand des Testeinsteckendes und/oder des Testseilstücks, beispielsweise unter einer
Vorspannkraft pro Querschnittsfläche A des Testseilstücks von wenigstens 60 N/mm
2, vorzugsweise von wenigstens 250 N/mm
2 und vorteilhaft von wenigstens 500 N/mm
2 in Beharrung bleiben/bleibt. Unter der Wendung "in Beharrung bleiben" soll insbesondere
verstanden werden, dass das Testseilstück unter Wirkung der Vorspannkraft zumindest
im Wesentlichen frei ist von einem Rutschen und/oder einer Setzung eines Testeinsteckendes,
insbesondere relativ zu einem Rest des Testseilstücks. Darunter, dass das Testseilstück
"im Wesentlichen frei ist von einer Setzung und/oder einem Rutschen", soll insbesondere
verstanden werden, dass ein Ausmaß einer Setzung und/oder eines Rutschens des Testeinsteckendes,
insbesondere relativ zu einem Rest des Testseilstücks, nach einem Durchlaufen des
Testversuchs kleiner ist als ein Durchmesser des Testseilstücks, vorzugsweise kleiner
ist als ein halber Durchmesser des Testseilstücks, bevorzugt kleiner ist als ein Viertel
Durchmesser des Testseilstücks und besonders bevorzugt kleiner ist als ein Durchmesser
der Seele des Testseilstücks.
[0030] Ein im Fall einer kombinierten Biege- und Zugbelastung, beispielsweise bei einem
Betrieb in einer Seilbahn, zuverlässiger und langlebiger Spleiß kann insbesondere
bereitgestellt werden, wenn bei dem Testversuch das Testseilstück mit einer Vorspannkraft
pro Querschnittsfläche A des Testseilstücks von wenigstens 60 N/mm
2, vorteilhaft von wenigstens 100 N/mm
2, vorteilhaft von wenigstens 200 N/mm
2, bevorzugt von wenigstens 300 N/mm
2 und besonders bevorzugt von wenigstens 500 N/mm
2, insbesondere im Fall eines sechslitzigen Seils, vorgespannt ist.
[0031] Ferner hält ein Teststück des erfindungsgemäßen Ummantelungsabschnitts, welcher das
Testeinsteckende mit der Länge von höchstens 50*d, welches in das Testseilstück mit
N verseilten Längselementen eingesteckt ist, ummantelt, einem Schubmodul von wenigstens
1 MPa, vorteilhaft von wenigstens 5 MPa und bevorzugt von wenigstens 30 MPa stand,
insbesondere in einem zu dem zuvor beschriebenen Testversuch analogen Testversuch.
Hierdurch kann vorteilhaft ein hoher Grad einer mechanischen Zuverlässigkeit und/oder
einer Belastbarkeit eines Spleißes erzielt werden. Zudem kann vorteilhaft ein kompakter
Spleiß, insbesondere ein Langspleiß mit kurzen Einsteckenden, mit einer hohen Lebensdauer
bereitgestellt werden. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass der Ummantelungsabschnitt zumindest einen ersten Bereich und zumindest einen
zweiten Bereich aufweist, die sich hinsichtlich zumindest eines Beschaffenheitsparameters
unterscheiden. Hierdurch kann vorteilhaft eine hohe Variabilität hinsichtlich einer
Anpassung eines Ummantelungselements an spezifische zu erwartende Belastungen erzielt
werden. Vorteilhaft unterscheiden sich der erste Bereich und der zweite Bereich hinsichtlich
unterschiedlicher Beschaffenheitsparameter, insbesondere hinsichtlich wenigstens zweier
Beschaffenheitsparameter. Vorzugsweise weist der Ummantelungsabschnitt in dem ersten
Bereich eine andere Härte, insbesondere eine andere Shore-A-Härte, auf als der zweite
Bereich. Insbesondere weist der Ummantelungsabschnitt in dem zweiten Bereich eine
Shore-A-Härte von wenigstens 70, vorteilhaft von wenigstens 75 und besonders vorteilhaft
von wenigstens 80 und/oder von höchstens 95 und vorteilhaft von höchstens 90 auf,
beispielsweise eine Shore-A-Härte von 85. Insbesondere weist der Ummantelungsabschnitt
in dem ersten Bereich eine Shore-A-Härte von wenigstens 60, vorteilhaft von wenigstens
65 und besonders vorteilhaft von wenigstens 70 und/oder von höchstens 85 und vorteilhaft
von höchstens 80 auf, beispielsweise eine Shore-A-Härte von 75. Vorzugsweise ist eine
Shore-A-Härte des Ummantelungsabschnitts in dem zweiten Bereich um wenigstens 5 und
vorteilhaft um wenigstens 10 größer als in dem ersten Bereich. Zudem ist denkbar,
dass sich der erste Bereich und der zweite Bereich hinsichtlich eines Materials und/oder
einer Elastizität und/oder einer Temperaturbeständigkeit und/oder eines Reibungskoeffizienten
oder dergleichen mehr unterscheiden. Der erste Bereich und/oder der zweite Bereich
erstrecken sich vorteilhaft über eine gesamte Breite des Ummantelungsabschnitts. Der
erste Bereich und der zweite Bereich können einander benachbart oder auch beabstandet
voneinander angeordnet sein. Beispielsweise können der erste Bereich und der zweite
Bereich auf unterschiedlichen Seiten des Ummantelungsabschnitts angeordnet sein. Allerdings
ist auch eine Anordnung auf einer gemeinsamen Seite denkbar. Vorzugsweise weist der
erste Bereich und/oder der zweite Bereich in einer Projektion auf eine Oberseite des
Ummantelungselements eine Fläche von wenigsten 2 cm
2, vorteilhaft von wenigstens 10 cm
2, besonders vorteilhaft von wenigstens 25 cm
2 und vorzugsweise von wenigstens 50 cm
2 auf. Insbesondere weist der erste Bereich und/oder zweite Bereich eine Breite von
wenigstens 0,5 cm und vorteilhaft von wenigstens 1 cm und/oder eine Länge von wenigstens
5 cm und vorteilhaft von wenigstens 10 cm auf.
[0032] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass sich der erste Bereich und der zweite Bereich
hinsichtlich einer Oberflächenstruktur des Ummantelungsabschnitts unterscheiden. Hierdurch
können vorteilhaft hohe Auszugskräfte ummantelter Einsteckenden erzielt werden. Vorteilhaft
weist der Ummantelungsabschnitt in dem ersten Bereich eine größere Rauigkeit auf als
in dem zweiten Bereich. Bevorzugt weist der Ummantelungsabschnitt in dem zweiten Bereich
eine glatte und/oder geschliffene Oberfläche auf. Besonders bevorzugt weist der Ummantelungsabschnitt
in dem ersten Bereich zumindest eine Oberflächenstrukturierung auf. Die Oberflächenstrukturierung
kann eine regelmäßige und/oder eine unregelmäßige Strukturierung umfassen. Vorzugsweise
umfasst die Oberflächenstrukturierung zumindest eine regelmäßige Anordnung von, insbesondere
rautenförmigen, Strukturelementen, bevorzugt Erhebungen und/oder Vertiefungen. Alternativ
oder zusätzlich sind Strukturelemente mit runden, insbesondere kreisrunden, polygonalen,
elliptischen, abgerundeten und/oder frei geformten Querschnitten denkbar. Insbesondere
weist der Ummantelungsabschnitt zumindest in dem ersten Bereich zumindest eine Oberfläche
mit einer mittleren Rauigkeit von wenigstens 0,001*D, vorteilhaft von wenigstens 0,005*D
und besonders vorteilhaft von wenigstens 0,01*D auf, wobei D eine Dicke des Ummantelungsabschnitts
ist. Grundsätzlich ist auch denkbar, dass der Ummantelungsabschnitt in dem zweiten
Bereich eine Oberflächenstrukturierung aufweist, vorzugsweise mit einer geringeren
Rauigkeit im Vergleich zu dem ersten Bereich.
[0033] Zudem wird vorgeschlagen, dass der erste Bereich eine Unterseite des Ummantelungsabschnitts
und der zweite Bereich eine Oberseite des Ummantelungsabschnitts umfasst. Insbesondere
unterscheiden sich die Oberseite des Ummantelungsabschnitts und die Unterseite des
Ummantelungsabschnitts zumindest hinsichtlich des zumindest einen Beschaffenheitsparameters.
Vorteilhaft weist der Ummantelungsabschnitt eine glatte, vorteilhaft geschliffene,
Oberseite und/oder eine strukturierte Unterseite auf. Hierdurch können vorteilhaft
ein zuverlässiger Sitz des Ummantelungsabschnitts auf einem Einsteckende und/oder
eine hohe Auszugskraft des entsprechend ummantelten Einsteckendes erzielt werden.
[0034] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Ummantelungsabschnitt
eine Reißfestigkeit, insbesondere in Längsrichtung des Ummantelungsabschnitts, von
wenigstens 15 N/mm
2, vorteilhaft von wenigstens 20 N/mm
2 und besonders vorteilhaft von wenigstens 25 N/mm
2 aufweist. Beispielsweise im Fall einer Breite von 20 mm oder 25 mm und/oder einer
Dicke zwischen 1,8 mm und 3,6 mm, etwa von 2 mm oder von 3 mm, kann der Ummantelungsabschnitt
eine Reißfestigkeit von wenigstens 1000 N, vorteilhaft von wenigstens 2000 N, besonders
vorteilhaft von wenigstens 3000 N und bevorzugt von wenigstens 4000 N aufweisen. Für
kleinere Breiten und/oder für kleinere Dicken sind jedoch ebenso kleinere absolute
Reißfestigkeitswerte denkbar. Hierdurch können eine hohe Zuverlässigkeit und/oder
Belastbarkeit von eingesteckten Einsteckenden, insbesondere bei einer Zug- und/oder
Biegebelastung eines entsprechenden Spleißes, erzielt werden.
[0035] In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen,
dass der Ummantelungsabschnitt zumindest eine, insbesondere flächige, Verstärkung
aufweist. Hierdurch kann vorteilhaft eine Langlebigkeit erzielt werden. Zudem können
Beschädigungen an einem Spleiß aufgrund auftretender Biege- und/oder Zugbelastungen
vermieden werden. Insbesondere erstreckt sich eine Haupterstreckungsebene der Verstärkung
parallel zu einer Längsachse des Ummantelungsabschnitts, zumindest in einem nicht
gewickelten und/oder abgerollten Zustand des Ummantelungsabschnitts. Vorzugsweise
bildet die Verstärkung eine innenliegende und/oder zwischen der Oberseite und der
Unterseite des Ummantelungsabschnitts angeordnete Schicht des Ummantelungsabschnitts.
Vorteilhaft umfasst die Verstärkung zumindest ein Gewebe, insbesondere ein Kunststoffgewebe,
und/oder ist als ein solches ausgebildet. Insbesondere ist die Verstärkung zumindest
teilweise und vorteilhaft zu wenigstens einem Großteil aus Polyester und/oder Polyamid
ausgebildet. Die Verstärkung ist bevorzugt ein Polyester/Polyamid-Gewebe. Vorteilhaft
weist der Ummantelungsabschnitt zumindest eine erste Oberflächenschicht, vorzugsweise
wie oben erwähnt aus einem Kautschuk, zumindest eine zweite Oberflächenschicht, vorzugsweise
wie oben erwähnt aus einem Kautschuk, und die Verstärkung auf, wobei besonders vorteilhaft
die Verstärkung zwischen der ersten Oberflächenschicht und der zweiten Oberflächenschicht
angeordnet ist. Besonders vorteilhaft umfasst der Ummantelungsabschnitt zumindest
eine erste Haftschicht, die unmittelbar zwischen der ersten Oberflächenschicht und
der Verstärkung angeordnet ist und diese vorteilhaft miteinander verbindet und/oder
zumindest eine zweite Haftschicht, die unmittelbar zwischen der Verstärkung und der
zweiten Oberflächenschicht angeordnet ist und diese vorteilhaft miteinander verbindet.
Insbesondere ist die erste Haftschicht und/oder die zweite Haftschicht als eine, insbesondere
flüssige, Gummihaftschicht, bevorzugt mit einer Dicke von wenigstens 0,05 mm und besonders
bevorzugt von wenigstens 0,1 mm und/oder von höchstens 5 mm und vorteilhaft von höchstens
3 mm, ausgebildet. Unter einer "Haupterstreckungsebene" eines Objekts soll insbesondere
eine Ebene verstanden werden, welche parallel zu einer größten Seitenfläche eines
kleinsten gedachten Quaders ist, welcher das Objekt gerade noch vollständig umschließt,
und insbesondere durch den Mittelpunkt des Quaders verläuft.
[0036] Beschädigungen an einem Spleiß, insbesondere aufgrund von auftretenden Biegebelastungen,
können insbesondere vermieden werden, wenn der Ummantelungsabschnitt eine Reißdehnung,
insbesondere für eine Dehnung des Ummantelungsabschnitts entlang dessen Längsachse,
von wenigstens 10 %, vorteilhaft von wenigstens 15 %, besonders vorteilhaft von wenigstens
25 %, bevorzugt von wenigstens 35 % und besonders bevorzugt von wenigstens 40 % aufweist.
[0037] Ein geringer Materialbedarf an Ummantelungsmaterial sowie insbesondere ein geringer
Grad an Herstellungsaufwand kann insbesondere erzielt werden, wenn eine Gesamtlänge
von Bereichen mit Einsteckenden höchstens 100*N*d beträgt, wobei N eine Anzahl von
Längselementen des Seils ist. Vorteilhaft beträgt die Gesamtlänge von Bereichen mit
Einsteckenden höchstens 80*N*d, besonders vorteilhaft höchstens 60*N*d, bevorzugt
höchstens 50*N*d und besonders bevorzugt höchstens 40*N*d. Insbesondere sind zumindest
einige der Bereiche mit Einsteckenden zueinander, vorzugsweise unmittelbar, bevorzugt
entlang der Längsrichtung des Seilabschnitts, benachbart angeordnet. Vorteilhaft können
alle Bereiche mit Einsteckenden einander, insbesondere unmittelbar, benachbart angeordnet
sein. Insbesondere kann die Gesamtlänge von Bereichen mit Einsteckenden der Länge
des Spleißes zumindest im Wesentlichen entsprechen.
[0038] Ferner wird vorgeschlagen, dass der Spleiß zumindest einen, bevorzugt genau einen,
zwischen Einsteckenden angeordneten Zwischenbereich aufweist, der zumindest einen
Abschnitt einer Seele und/oder eines, insbesondere nichtmetallischen, Ersatzelements
enthält. Das Ersatzelement fungiert hierbei insbesondere als ein Ersatz für die Seele.
Beispielsweise kann das Ersatzelement zumindest teilweise aus Kunststoff und/oder
aus Gummi ausgebildet sein. Bevorzugt entspricht ein Querschnitt des Ersatzelements
zumindest im Wesentlichen einem Querschnitt der Seele. Vorteilhaft ist der Zwischenbereich
in einer Mitte des Spleißes angeordnet. Besonders vorteilhaft sind betrachtet entlang
der Längsrichtung des Seilabschnitts eine erste Hälfte aller Einsteckenden des Spleißes
vor dem Zwischenbereich und eine zweite Hälfte aller Einsteckenden des Spleißes hinter
dem Zwischenbereich angeordnet. Insbesondere weist der Zwischenbereich eine Länge
von wenigstens 100*d und vorteilhaft von wenigstens 200*d auf. In dem Fall, dass der
Spleiß länger ist als 600*d kann sich eine Länge des Spleißes vorteilhaft zusammensetzen
aus der Gesamtlänge der Bereiche mit Einsteckenden und einer Länge des Zwischenbereichs.
Insbesondere können sich diese Längen zu einer Länge des Spleißes von 1200*d addieren,
insbesondere aus Gründen einer Einhaltung von Normvorgaben, wobei selbstverständlich
auch andere und vorteilhaft größere Längen denkbar sind. Im Fall einer Ziellänge für
den Spleiß von 1200*d kann beispielsweise der Zwischenbereich eine Länge von 600*d
und der Bereich mit Einsteckenden ebenfalls eine Länge von 600*d aufweisen. Ebenso
kann der Zwischenbereich entsprechend verlängert und/oder der Bereich mit Einsteckenden
entsprechend verkürzt sein. Hierdurch kann ein Spleiß mit einer vorgegebenen Länge
hergestellt werden, wobei ein Fertigungsaufwand vorteilhaft aufgrund kurzer Einsteckenden
reduziert werden kann.
[0039] Vorzugsweise ist jedoch der Spleiß frei von einem derartigen Zwischenstück, sodass
vorteilhaft ein Spleiß mit einer kurzen Gesamtlänge bereitgestellt werden kann. Insbesondere
wird vorgeschlagen, dass der Spleiß eine Gesamtlänge von höchstens 100*N*d aufweist.
Hierdurch kann vorteilhaft eine Herstellung eines Spleißes aufgrund dessen Kürze vereinfacht
werden, insbesondere da ein zu spleißendes Seil lediglich auf einem vergleichsweise
kurzen Abschnitt bearbeitet werden muss. Insbesondere entspricht die Gesamtlänge des
Spleißes einem Abstand zwischen äußersten Einsteckenden des Spleißes, vorzugsweise
entlang dessen Längsrichtung. Vorzugsweise ist der Spleiß an gegenüberliegenden Stirnseiten
von der Seele des Seils begrenzt. Insbesondere grenzen randständige Einsteckenden
des Spleißes an die Seele des Seils an, wobei die Gesamtlänge des Spleißes vorteilhaft
einem Abstand zwischen diesen randständigen Einsteckenden, insbesondere deren der
Seele zugewandten Enden, entspricht. Vorteilhaft weist der Spleiß eine Gesamtlänge
von höchstens 80*N*d, besonders vorteilhaft von höchstens 60*N*d, bevorzugt von höchstens
50*N*d und besonders bevorzugt von höchstens 40*N*d auf. Insbesondere weist der Spleiß,
beispielsweise im Fall eines sechslitzigen Drahtseils, eine Länge von höchstens 600*d,
vorteilhaft von höchstens 500*d, besonders vorteilhaft von höchstens 400*d, bevorzugt
von höchstens 300*d und besonders bevorzugt von höchstens 250*d auf.
[0040] Vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich eines zuverlässigen Spleißes, der insbesondere
schnell und/oder auf vergleichsweise engem Raum herstellbar ist, können erfindungsgemäß
mit einem Seil, insbesondere einem Endlosseil, erzielt werden, welches zumindest einen
erfindungsgemäßen Seilabschnitt aufweist. Das Seil ist vorteilhaft ein Drahtseil.
Besonders vorteilhaft ist das Seil ein Zugseil und/oder ein Förderseil, insbesondere
einer Seilbahn, vorteilhaft einer Personenbeförderungsbahn, bevorzugt einer Stadtbahn
und/oder einer Bergbahn. Insbesondere ist das Seil ein Personenbeförderungsdrahtseil,
vorzugsweise ein Stadtbahndrahtseil und/oder ein Bergbahndrahtseil. Selbstverständlich
ist aber auch denkbar, dass das Seil ein Zugseil und/oder ein Förderseil einer Materialseilbahn,
insbesondere einer Materialtransportbahn, ist.
[0041] Ferner wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, zumindest ein erfindungsgemäßes Seil mit
zumindest einem erfindungsgemäßen Seilabschnitt als Förderseil und/oder als Zugseil
in einer Personenbeförderungsbahn, vorteilhaft in einer Personenseilbahn, zu verwenden,
bevorzugt in einer Bergbahn und/oder in einer Stadtbahn. Ebenso ist jedoch auch eine
Verwendung als Förderseil und/oder als Zugseil in einer Materialseilbahn oder einer
beliebigen anderen Art von Seilbahn denkbar.
[0042] Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Spleißen eines Seils gemäß Anspruch
11, insbesondere eines Drahtseils, bevorzugt eines Personenbeförderungsdrahtseils,
vorzugsweise zur Herstellung eines Endlosseils, vorteilhaft für eine Personenbeförderungsbahn,
beispielsweise für eine Bergbahn und/oder eine Stadtbahn, wobei zur Herstellung zumindest
eines als Langspleiß ausgebildeten Spleißes zumindest ein Einsteckende mit zumindest
einem Ummantelungsabschnitt zumindest eines erfindungsgemäßen Ummantelungselements
zumindest abschnittsweise ummantelt, insbesondere umwickelt, wird. Vorzugsweise werden
sämtliche Einsteckenden des als Langspleiß ausgebildeten Spleißes mit identisch zueinander
ausgebildeten Ummantelungsabschnitten ummantelt, insbesondere umwickelt, die sich
vorteilhaft höchstens hinsichtlich einer Länge unterscheiden. Insbesondere können
mehrere Ummantelungsabschnitte von demselben Ummantelungselement stammen und/oder
abgetrennt sein. Durch das Verfahren können vorteilhafte Eigenschaften hinsichtlich
einer Herstellung eines Langspleißes erzielt werden. Zudem kann vorteilhaft ein Aufwand
einer Herstellung von Einsteckenden eines Langspleißes vorteilhaft reduziert werden.
Außerdem kann vorteilhaft ein Langspleiß mit kurzen und einfach zu erzeugenden Einsteckenden
bereitgestellt werden. Vorteilhaft kann eine hohe Kosteneffizienz, insbesondere in
Kombination mit einer zugleich hohen Zuverlässigkeit eines gefertigten Langspleißes
erzielt werden. Insbesondere kann eine kurze zu einem Spleißen benötigte Zeit erzielt
werden. Zudem kann ein kompakter und belastbarer Langspleiß bereitgestellt werden.
Ferner kann vorteilhaft ein Spleißen des Langspleißes auf engem Raum und/oder auf
einer kurzen Länge ermöglicht werden. Insbesondere kann eine Länge eines aufwändig
zu bearbeitenden Bereichs einer Spleißverbindung mittels des Langspleißes vorteilhaft
reduziert werden.
[0043] Vorteilhaft wird das mit dem Ummantelungsabschnitt ummantelte Einsteckende, insbesondere
nach dessen Ummantelung, über eine Länge von höchstens 40*d, besonders vorteilhaft
von höchstens 30*d, bevorzugt von höchstens 25*d und besonders bevorzugt von höchstens
20*d zwischen die anderen Längselemente eingesteckt. Vorteilhaft werden mehrere Einsteckenden
über eine entsprechende Länge von höchstens 50*d eingesteckt, besonders vorteilhaft
alle Einsteckenden des Spleißes, insbesondere jeweils in einem ummantelten Zustand.
[0044] Vorteilhaft wird ein als Langspleiß ausgebildeter Spleiß hergestellt, dessen Gesamtlänge
höchstens 80*N*d, besonders vorteilhaft höchstens 60*N*d, bevorzugt höchstens 50*N*d
und besonders bevorzugt höchstens 40*N*d beträgt. Insbesondere wird, beispielsweise
im Fall eines sechslitzigen Drahtseils, ein Spleiß hergestellt, dessen Länge höchstens
600*d, vorteilhaft höchstens 500*d, besonders vorteilhaft höchstens 400*d, bevorzugt
höchstens 300*d und besonders bevorzugt höchstens 250*d beträgt.
[0045] Insbesondere wird bei dem Verfahren zum Spleißen des Seils mittels des Langspleißes
das Ummantelungselement unter einer Zugkraft auf das Einsteckende aufgewickelt. Insbesondere
beträgt die Zugkraft, mit der das Ummantelungselement auf das Einsteckende aufgewickelt
wird, zumindest 1 kg, vorzugsweise zumindest 5 kg, vorteilhaft zumindest 10 kg, besonders
vorteilhaft zumindest 15 kg, bevorzugt zumindest 25 kg und besonders bevorzugt höchstens
50 kg.
[0046] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass der als Langspleiß ausgebildete Spleiß an einem
Stück, insbesondere ohne Vorschieben des Spleißes in einem unfertigen Zustand, in
einem Bereich mit einer Länge von höchstens 1200*d, vorteilhaft von höchstens 1000*d,
besonders vorteilhaft von höchstens 800*d und bevorzugt von höchstens 600*d gefertigt
wird. Unter einem "Vorschieben" soll in diesem Zusammenhang insbesondere ein Schieben
und/oder Ziehen des Spleißes in einem teilweise fertiggestellten Zustand, insbesondere
in eine Längsrichtung des Seils, verstanden werden. Insbesondere kann ein Vorschieben
ein Verschieben eines bereits fertiggestellten Teilabschnitts des unfertigen Spleißes
aus einem Bearbeitungsbereich hinaus, insbesondere einhergehend mit einem Verschieben
eines noch nicht fertiggestellten weiteren Teilabschnitts des unfertigen Spleißes
in den Bearbeitungsbereich herein, verstanden werden. Beispielsweise kann der Bereich
innerhalb einer Talstation, einer Bergstation, eines Seilbahnbahnhofs oder dergleichen,
insbesondere mit einem begrenzten Raumangebot, beispielsweise mit einer begrenzten
Länge, liegen. Insbesondere wird der gesamte Spleiß an einem Stück und/oder innerhalb
des Bereichs ohne Vorschieben gefertigt. Hierdurch kann ein Herstellungsaufwand reduziert
werden. Zudem kann hierdurch ein Spleißen eines als Langspleiß ausgebildeten Spleißes
auf engem Raum ermöglicht werden, beispielsweise in engen Stationen, insbesondere
Seilbahnstationen, beispielsweise in Städten und/oder an Berghängen und/oder -gipfeln
bei denen ein verfügbarer Raum begrenzt ist.
[0047] Ein erfindungsgemäßes Ummantelungselement sowie ein erfindungsgemäßes Verfahren zum
Spleißen eines Seils sollen hierbei nicht auf die oben beschriebene Anwendung und
Ausführungsform beschränkt sein. Insbesondere können ein erfindungsgemäßes Ummantelungselement
sowie ein erfindungsgemäßes Verfahren zu einer Erfüllung einer hierin beschriebenen
Funktionsweise eine von einer hierin genannten Anzahl von einzelnen Elementen, Bauteilen,
Einheiten und Verfahrensschritten abweichende Anzahl und/oder eine beliebige sinnvolle
Kombination derselben aufweisen. Zudem sollen bei den in dieser Offenbarung angegebenen
Wertebereichen auch innerhalb der genannten Grenzen liegende Werte als offenbart und
als beliebig einsetzbar gelten.
Zeichnungen
[0048] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0049] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Personenbeförderungsbahn mit einem Seil in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 2
- das Seil in einem nicht gespleißten Zustand in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 3
- das Seil in einer schematischen Querschnittdarstellung,
- Fig. 4
- einen Seilabschnitt des Seils mit einem Spleiß in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 5
- eine Spleißstelle des Spleißes in einer schematischen Längsschnittdarstellung,
- Fig. 6
- ein Einsteckende des Spleißes mit einem Ummantelungsabschnitt in einer schematischen
Draufsicht,
- Fig. 7
- einen Teil des Ummantelungsabschnitts in einer schematischen Schnittdarstellung,
- Fig. 8
- eine Oberseite des Ummantelungsabschnitts in einer schematischen Draufsicht,
- Fig. 9
- ein Testseilstück des Seils bei einem Testversuch in einer schematischen Darstellung,
- Fig. 10
- ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Spleißen des Seils und
- Fig. 11
- ein alternatives Ummantelungselement in einer schematischen perspektivischen Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0050] Die Figur 1 zeigt eine Personenbeförderungsbahn 92a mit einem Seil 12a in einer schematischen
Darstellung. Die Personenbeförderungsbahn 92a ist eine Seilbahn. Die Personenbeförderungsbahn
92a kann beispielsweise eine Bergbahn sein. Vorteilhaft ist die Personenbeförderungsbahn
92a eine Stadtbahn. Hierbei ist denkbar, dass diese einen Höhenunterschied überwindet.
Ebenso ist denkbar, dass die Personenbeförderungsbahn 92a zumindest im Wesentlichen
waagrecht verläuft. Die Personenbeförderungsbahn 92a kann nicht gezeigte Stützen aufweisen.
Zudem kann die Personenbeförderungsbahn 92a mehrere Abschnitte mit unterschiedlicher
Steigung aufweisen, insbesondere auch Abschnitte mit positiver Steigung sowie Abschnitte
mit negativer Steigung. Des Weiteren ist denkbar, dass die Personenbeförderungsbahn
92a zumindest abschnittsweise unter Tage verläuft. Im vorliegenden Fall ist das Seil
12a ein Förderseil. Das Seil 12a wird als Förderseil in der Personenbeförderungsbahn
92a verwendet. Ebenso ist eine Verwendung als Zugseil, insbesondere zusätzlich zu
einem separaten Tragseil, denkbar. Grundsätzlich ist ferner denkbar, dass das Seil
12a Teil einer Materialseilbahn, insbesondere einer Materialbergbahn und/oder einer
Materialstadtbahn ist. Generell kann das Seil 12a als Zugseil und/oder als Förderseil
in einer Seilbahn verwendet werden und/oder ein Teil derselben sein.
[0051] Das Seil 12a ist im vorliegenden Fall ein Drahtseil, insbesondere ein Stahlseil.
Das Seil 12a kann jedoch zumindest abschnittsweise als ein Kunststoffseil und/oder
ein Verbundmaterialseil oder dergleichen ausgebildet sein. Das Seil 12a weist zumindest
einen Seilabschnitt 10a mit zumindest einem Spleiß 14a auf. Der Spleiß 14a ist im
vorliegenden Fall ein Langspleiß. Zudem ist der Spleiß 14a im vorliegenden Fall ein
Drahtseilspleiß. Das Seil 12a ist ein Endlosseil. Insbesondere ist das Seil 12a ein
mittels des Spleißes 14a gespleißtes Endlosseil.
[0052] Die Figur 2 zeigt ein Seil 90a, das dazu vorgesehen ist, mittels des Spleißes 14a
des Seilabschnitts 10a gespleißt zu werden. Insbesondere entspricht das Seil 90a dem
Seil 12a der Personenbeförderungsbahn 92a in dessen nicht gespleißtem Zustand. Mittels
Spleißens des Seils 90a kann das als Endlosseil ausgebildete Seil 12a der Personenbeförderungsbahn
92a hergestellt werden. Beispielsweise wird das Seil 90a auf eine Trommel aufgewickelt
zu einem Installationsort, insbesondere einem Ort der Personenbeförderungsbahn 92a,
transportiert und dort gespleißt. Eine Fertigung des Seils 90a kann hierbei an einem
anderen Ort, beispielsweise in einer Seilfabrik, erfolgen.
[0053] Die Figur 3 zeigt den Seilabschnitt 10a in einer schematischen Querschnittdarstellung.
Insbesondere ist in der Figur 3 ein von dem Spleiß 14a verschiedener Bereich des Seilabschnitts
10a gezeigt. Ein Querschnitt des Seils 12a ist entsprechend ausgebildet. Der Seilabschnitt
10a und insbesondere das Seil 12a weist eine Anzahl von N Längselementen 16a-26a auf.
Im vorliegenden Fall ist N=6. Wie oben erwähnt ist aber eine beliebige andere Anzahl
an Längselementen 16a-26a denkbar, insbesondere eine Anzahl von fünf, sieben, acht,
zehn, zwölf oder eine noch größere Anzahl. Die Längselemente 16a-26a sind im vorliegenden
Fall Litzen, insbesondere Drahtlitzen. Ebenso sind Drahtbündel oder auch Einzeldrähte,
Verbunddrähte, Core-Shell-Längselemente oder dergleichen denkbar.
[0054] Die Längselemente 16a-26a sind im vorliegenden Fall zumindest im Wesentlichen identisch
oder identisch zueinander ausgebildet. Insbesondere weisen die Längselemente 16a-26a
einen zumindest im Wesentlichen identischen oder identischen Querschnitt auf. Zudem
können die Längselemente 16a-26a eine zumindest im Wesentlichen identische oder identische
Schlaglänge und/oder Schlagrichtung aufweisen. Das Seil 12a kann ein Kreuzschlagseil
sein und ist bevorzugt ein Gleichschlagseil. Grundsätzlich ist denkbar, dass der Seilabschnitt
10a und/oder das Seil 12a unterschiedlich ausgebildete Längselemente 16a-26a aufweist,
die sich beispielsweise hinsichtlich eines Querschnitts, eines Materials, einer Zugfestigkeit,
einer Schlaglänge, einer Schlagrichtung oder dergleichen unterscheiden.
[0055] Das Seil 12a sowie im vorliegenden Fall zumindest ein Randbereich des Seilabschnitts
10a weist eine Seele 94a auf. Die Seele 94a kann beispielsweise zumindest teilweise
aus Kunststoff ausgebildet sein. Die Längselemente 16a-26a sind um die Seele 94a,
insbesondere in gleichmäßigen Abständen, herum angeordnet. Insbesondere verlaufen
die Längselemente 16a-26a spiralförmig um die Seele 94a. Die Längselemente 16a-26a
sind um die Seele 94a herum verseilt.
[0056] Die Seele 94a weist im vorliegenden Fall einen Querschnitt auf, der größer ist als
ein Querschnitt der Längselemente 16a-26a. Zudem weist die Seele 94a vorteilhaft einen
Querschnitt mit kreissegmentförmigen Ausnehmungen und/oder Eindrückungen für die Längselemente
16a-26a auf, die vorteilhaft gemäß einer Verseilung der Längselemente 16a-26a um die
Seele 94a herum einem spiralartigen Verlauf folgen.
[0057] Die Längselemente 16a-26a sind vorteilhaft derart um die Seele 94a angeordnet, dass
diese zumindest außerhalb des Spleißes 14a zueinander berührungsfrei sind. Insbesondere
sind Längsseiten der Längselemente 16a-26, zumindest außerhalb des Spleißes 14a, zueinander
berührungsfrei angeordnet. Zusätzlich ist denkbar, dass zwischen den Längselementen
16a-26a Längseinlagen angeordnet sind, die insbesondere parallel zu diesen um die
Seele 94a verlaufen und vorteilhaft eine Beabstandung zwischen den Längselementen
16a-26a bewerkstelligen. Derartige Längseinlagen sind vorteilhaft aus einem weicheren
Material als die Längselemente 16a-26a, beispielsweise aus Kunststoff, Gummi, einem
Verbundmaterial oder dergleichen ausgebildet. Außerdem kann das Seil 12a beziehungsweise
der Seilabschnitt 10a und/oder wenigstens eines, insbesondere mehrere oder auch alle,
der Längselemente 16a-26a zumindest eine Beschichtung, beispielsweise eine Korrosionsschutzbeschichtung
und/oder einen Kunststoffüberzug oder dergleichen aufweisen.
[0058] Der Seilabschnitt 10a und insbesondere das Seil 12a weist einen Durchmesser d auf.
Insbesondere entspricht der Durchmesser d einem Durchmesser eines kleinsten den Seilabschnitt
10a, insbesondere dessen Querschnitt, umgebenden Kreises. Im vorliegenden Fall ist
das Seil 12a ein rundes Seil, insbesondere ein kreisrundes Seil. Es ist grundsätzlich
aber auch denkbar, dass das Seil 12a polygonal oder elliptisch ist. Im vorliegenden
Fall kann der Durchmesser d beispielsweise 70 mm betragen, wobei, wie oben erwähnt,
beliebige andere Durchmesser denkbar sind.
[0059] Die Figur 4 zeigt den Seilabschnitt 10a des Seils 12a mit dem Spleiß 14a in einer
schematischen Darstellung. Die Längselemente 16a-26a sind in der Figur 4 aus Gründen
einer Anschaulichkeit parallel und nebeneinanderliegend gezeigt, obwohl diese, wie
erwähnt, verseilt sein und/oder spiralartig um die Seele 94a verlaufen können. Die
Darstellung des Seilabschnitts 10a und insbesondere des Spleißes 14a in der Figur
4 ist daher als ein Spleißschema zu verstehen und gibt nicht zwingend eine tatsächliche
Geometrie des Seilabschnitts 10a und/oder dessen Spleißes 14a wieder.
[0060] Wenigstens eines der Längselemente 16a weist zumindest ein Einsteckende 28a auf,
welches wenigstens abschnittsweise zwischen andere Längselemente 16a-26a eingesteckt
ist. Das Einsteckende 28a ist anstelle der Seele 94a zwischen die Längselemente 16a-26a
eingesteckt.
[0061] Im vorliegenden Fall weisen sämtliche Längselemente 16a-26a jeweils zwei Einsteckenden
28a-50a auf. Die Einsteckenden 28a-50a sind nach Art eines Langspleißes anstelle der
Seele 94a eingesteckt. Insbesondere umfasst der Spleiß 14a zwölf Einsteckenden 28a-50a,
wobei insbesondere im Fall eines Seils mit einer von sechs abweichenden Anzahl von
Längselementen eine andere Anzahl an Einsteckenden denkbar ist.
[0062] In seinen Randbereichen weist der Seilabschnitt 10a die Abschnitte 114a, 116a der
Seele 94a auf. Die Abschnitte 114a, 116a der Seele 94a begrenzen im vorliegenden Fall
den Spleiß 14a.
[0063] Das Einsteckende 28a weist eine Länge von höchstens 50*d auf. Im vorliegenden Fall
weist das Einsteckende 28a beispielsweise eine Länge von 40*d auf, wobei wie oben
erwähnt auch andere Längen denkbar sind.
[0064] Ferner weisen die Längselemente 16a-26a jeweils zumindest ein Einsteckende 28a-50a
mit einer Länge von höchstens 50*d auf. Im gezeigten Fall weist jedes der Längselemente
16a-26a zwei Einsteckenden 28a-50a mit einer Länge von höchstens 50*d, beispielsweise
mit einer Länge von jeweils 40*d, auf.
[0065] Der Spleiß 14a weist zumindest eine Spleißstelle 84a auf. Die Figur 5 zeigt die Spleißstelle
84a des Spleißes 14a in einer schematischen Längsschnittdarstellung. Die Spleißstelle
84a ist hierbei lediglich schematisch dargestellt, wobei insbesondere Längenverhältnisse
nicht korrekt wiedergegeben sein müssen. Die Spleißstelle 84a umfasst einen Spleißknoten
120a. Ferner umfasst die Spleißstelle 84a zwei in entgegengesetzte Richtungen eingesteckte
Einsteckenden 28a, 38a.
[0066] Die Einsteckenden 28a, 38a erstrecken sich im vorliegenden Fall jeweils von einer
Mitte 122a des Spleißknotens 120a bis zu deren eingesteckten Enden, die in der Figur
5 nicht dargestellt sind. Die Einsteckenden 28a, 38a können hierbei jeweils einen
eingesteckten Abschnitt sowie einen an einer Oberfläche des Spleißes 14a angeordneten
Abschnitt aufweisen, wobei letztere insbesondere einen Teil des Spleißknotens 120a
ausbildet. Die Längselemente 16a-26a, welche die Einsteckenden 28a, 38a aufweisen,
verlaufen zudem im vorliegenden Fall in einem Bereich des Spleißknotens 120a in bekannter
Weise gemeinsam an der Oberfläche des Spleißes 14a. Im vorliegenden Fall überkreuzen
sich die Längselemente 16a-26a. Insbesondere ist der Spleißknoten 120a ein Kreuzknoten.
[0067] Im Folgenden wird nochmals auf die Figur 4 Bezug genommen. Der Spleiß 14a weist eine
Gesamtlänge von höchstens 100*N*d auf. Im vorliegenden Fall weist der Spleiß 14a eine
Gesamtlänge von höchstens 600*d auf. Die Gesamtlänge des Spleißes 14a entspricht einer
Länge eines Abschnitts zwischen den Abschnitten 114a, 116a der Seele 94a in Längsrichtung
118a des Seilabschnitts 10a. Im vorliegenden Fall beträgt die Gesamtlänge des Spleißes
14a etwa 530*d, wobei wie oben erwähnt andere Gesamtlängen denkbar sind.
[0068] Des Weiteren beträgt eine Gesamtlänge eines Bereichs 76a mit Einsteckenden 28a-50a
höchstens 100*N*d. Im vorliegenden Fall entspricht eine Gesamtlänge des Bereichs 76a
mit Einsteckenden 28a-50a der Gesamtlänge des Spleißes 14a. Insbesondere ist der Spleiß
14a frei von Bereichen, insbesondere mit einer Länge von wenigstens 10*d, ohne Einsteckenden
28a-50a. Ebenso ist jedoch denkbar, dass der Spleiß 14a zumindest einen Bereich ohne
Einsteckenden 28a-50a aufweist, beispielsweise einen Mittelabschnitt, welcher vorteilhaft
einen Abschnitt der Seele 94a und/oder ein Ersatzelement für die Seele 94a aufweist.
[0069] Der Spleiß 14a weist eine Mehrzahl von Spleißstellen 84a, 104a-112a auf, die in zumindest
im Wesentlichen regelmäßigen Abständen angeordnet sind. Im vorliegenden Fall sind
sämtliche Spleißstellen 84a, 104a-112a des Spleißes 14a in regelmäßigen Abständen
angeordnet. Abstände zwischen unmittelbar benachbarten Spleißstellen 84a, 104a-112a
sind jeweils zumindest im Wesentlichen identisch oder identisch, insbesondere aufgrund
einer identischen Länge der Einsteckenden 28a-50a.
[0070] Die Figur 6 zeigt ein Einsteckende 28a des Spleißes 14a mit einem Ummantelungsabschnitt
152a eines Ummantelungselements 150a in einer schematischen Draufsicht. Das Einsteckende
28a ist mit dem Ummantelungsabschnitt 152a ummantelt. Im vorliegenden Fall sind sämtliche
Einsteckenden 28a-50a des Spleißes 14a des Seilabschnitts 10a mit Ummantelungsabschnitten
152a identisch zueinander ausgebildeter Ummantelungselemente 150a ummantelt. Diese
Ummantelungsabschnitte 152a sind in den Figuren 4 und 5 aus Gründen einer Übersichtlichkeit
nicht dargestellt und entsprechend nicht mit Bezugszeichen versehen.
[0071] Der Ummantelungsabschnitt 152a ist geeignet, eine Herstellung des Spleißes 14a mit
einer Länge von weniger als 100*N*d zu erlauben. Alternativ oder zusätzlich ist der
Ummantelungsabschnitt 152a geeignet, eine Herstellung des Spleißes 14a mit einer Gesamtlänge
von Bereichen mit Einsteckenden 28a-50a zu erlauben, die kleiner ist als 100*N*d.
Wie oben erwähnt können derartige Bereiche durch Bereiche des Spleißes 14a ohne Einsteckenden
28a-50a voneinander getrennt sein. Im vorliegenden Fall ist der Ummantelungsabschnitt
152a geeignet, eine Herstellung des Spleißes 14a mit einer Länge von weniger als 80*N*d
zu erlauben und vorteilhaft, wie oben erwähnt, mit einer noch kleineren Länge. Insbesondere
weist der Spleiß 14a, dessen Einsteckenden 28a-50a sämtlich mit erfindungsgemäßen
Ummantelungsabschnitten 152a ummantelt sind, eine Bruchfestigkeit, insbesondere eine
Zugfestigkeit, auf, die höchstens 20 %, vorteilhaft höchstens 10 % und besonders vorteilhaft
höchstens 5 % kleiner ist als eine Bruchfestigkeit, insbesondere eine Zugfestigkeit,
des Seils 12a in einem von dem Spleiß 14a verschiedenen Abschnitt des Seils 12a, vorzugsweise
einem Abschnitt ohne einen Spleiß 14a und/oder ohne Einsteckenden 28a-50a.
[0072] Das Ummantelungselement 150a ist im vorliegenden Fall ein Band, insbesondere ein
Spleißband. Der Ummantelungsabschnitt 152a ist zumindest ein, insbesondere abgetrenntes
und/oder abgeschnittenes, Stück des Ummantelungselements 150a. Der Ummantelungsabschnitt
152a kann jedoch ebenso das gesamte Ummantelungselement 150a umfassen. Im vorliegenden
Fall kann das Ummantelungselement 150a beispielsweise ursprünglich als aufgerolltes
Band mit einer Länge von etwa 25 m vorliegen, wobei selbstverständlich auch beliebige
andere kleinere oder größere Längen denkbar sind. Ebenso ist denkbar, dass mehrere,
beispielsweise zwei oder drei oder vier, Ummantelungselemente 150a zu einer gemeinsamen
Rolle gerollt sind.
[0073] Das Einsteckende 28a ist mit dem Ummantelungsabschnitt 152a umwickelt. Der Ummantelungsabschnitt
152a kann mehrfach und/oder mit sich selbst zumindest teilweise überlappend um das
Einsteckende 28a gewickelt sein. Vorteilhaft ist das Einsteckende 28a mit einem einzelnen
Ummantelungsabschnitt 152a umwickelt. Besonders vorteilhaft ist der Ummantelungsabschnitt
152a überlappungsfrei mit sich selbst um das Einsteckende 28a gewickelt. Insbesondere
liegen Seitenkanten des Ummantelungsabschnitts 152a in einem das Einsteckende 28a
umwickelnden Zustand auf Stoß aneinander an. Vorteilhaft bildet der Ummantelungsabschnitt
152a in dem das Einsteckende 28a umwickelnden Zustand eine zumindest im Wesentlichen
ebene Oberfläche um das Einsteckende 28a aus, welche insbesondere einen zumindest
im Wesentlichen konstanten Durchmesser über das gesamte Einsteckende 28a aufweist.
Ebenso ist auch eine Umwicklung mit mehreren Ummantelungsabschnitten 152a denkbar,
insbesondere abhängig von einer Länge des Einsteckendes 28a und/oder einem Durchmesser
des Einsteckendes 28a im Vergleich zu einem Durchmesser der Seele 94a. Im vorliegenden
Fall ist das Einsteckende 28a derart mit dem Ummantelungsabschnitt 152a ummantelt,
dass dessen Querschnitt und/oder Durchmesser einem Querschnitt und/oder Durchmesser
der Seele 94a gemäß vergrößert ist.
[0074] Die Figur 7 zeigt einen Teil des Ummantelungsabschnitts 152a in einer schematischen
Schnittdarstellung. Die Figur 8 zeigt eine Oberseite 160a des Ummantelungsabschnitts
152a in einer schematischen Draufsicht. Der Ummantelungsabschnitt 152a ist in der
Figur 7 in einem abgerollten und/oder nicht um das Einsteckende 28a gewickelten Zustand
dargestellt.
[0075] Der Ummantelungsabschnitt 152a weist im vorliegenden Fall eine Breite von etwa 20
mm auf, wobei wie oben erwähnt auch beliebige andere Breiten denkbar sind. Zudem weist
der Ummantelungsabschnitt 152a im vorliegenden Fall eine Dicke von etwa 3 mm auf,
wobei dieser Wert ebenfalls als exemplarisch zu verstehen ist.
[0076] Der Ummantelungsabschnitt 152a weist zumindest einen ersten Bereich 156a und zumindest
einen zweiten Bereich 158a auf, die sich hinsichtlich zumindest eines Beschaffenheitsparameters
unterscheiden. Insbesondere ist der Ummantelungsabschnitt 152a in dem ersten Bereich
156a anders beschaffen als in dem zweiten Bereich 158a.
[0077] Im vorliegenden Fall umfasst der erste Bereich 156a eine Unterseite 162a des Ummantelungsabschnitts
152a und der zweite Bereich 158a die Oberseite 160a des Ummantelungsabschnitts 152a.
Insbesondere unterscheiden sich die Oberseite 160a und die Unterseite 162a des Ummantelungsabschnitts
152a hinsichtlich des Beschaffenheitsparameters.
[0078] Der erste Bereich 156a und der zweite Bereich 158a unterscheiden sich hinsichtlich
einer Oberflächenstruktur des Ummantelungsabschnitts 152a. Im vorliegenden Fall weist
der Ummantelungsabschnitt 152a in dem ersten Bereich 156a eine größere Rauigkeit auf
als in dem zweiten Bereich 158a. Vorteilhaft ist eine Oberfläche des Ummantelungsabschnitts
152a in dem zweiten Bereich 158a glatt, insbesondere gewebeglatt, vorteilhaft geschliffen.
Zudem ist vorteilhaft eine Oberfläche des Ummantelungsabschnitts 152a in dem ersten
Bereich 156a rau und/oder strukturiert. Im vorliegenden Fall ist die Oberseite 160a
des Ummantelungsabschnitts 152a glatt. Zudem ist im vorliegenden Fall die Unterseite
162a des Ummantelungsabschnitts 152a strukturiert.
[0079] Im vorliegenden Fall weist der Ummantelungsabschnitt 152a in dem ersten Bereich 156a
eine Oberflächenstrukturierung 166a auf. Die Oberflächenstrukturierung 166a umfasst
im vorliegenden Fall eine Mehrzahl von Strukturelementen 168a, 170a, die aus Gründen
einer Übersichtlichkeit nicht alle mit Bezugszeichen versehen sind. Im vorliegenden
Fall sind die Strukturelemente 168a, 170a als Erhebungen ausgebildet. Alternativ oder
zusätzlich sind Vertiefungen denkbar. Die Oberflächenstrukturierung 166a bildet im
vorliegenden Fall ein regelmäßiges Muster, insbesondere ein Rautenmuster. Insbesondere
umfasst die Oberflächenstrukturierung 166a ein Rautenprofil. Vorteilhaft sind die
Strukturelemente 168a, 170a rautenförmig, wobei wie oben erwähnt beliebige andere
Querschnitte denkbar sind. Die Strukturelemente 168a, 170a weisen vorteilhaft einen
Querschnitt von wenigstens 3 mm
2, besonders vorteilhaft von wenigstens 5 mm
2 und vorzugsweise von wenigstens 10 mm
2 auf, wobei auch größere oder kleinere Querschnitte denkbar sind.
[0080] Des Weiteren weist der Ummantelungsabschnitt 152a im vorliegenden Fall in dem ersten
Bereich 156a eine geringere Shore-A-Härte auf als in dem zweiten Bereich 158a. Beispielsweise
kann der Ummantelungsabschnitt 152a in dem ersten Bereich 156a eine Shore-A-Härte
von 75 und/oder in dem zweiten Bereich 158a eine Shore-A-Härte von etwa 85 aufweisen.
[0081] Ferner ist denkbar, dass sich der erste Bereich 156a und der zweite Bereich 158a
hinsichtlich weiterer Beschaffenheitsparameter wie beispielsweise eines Materials
und/oder einer Materialdicke und/oder generell einer Geometrie oder dergleichen unterscheiden.
[0082] Der Ummantelungsabschnitt 152a weist zumindest eine Verstärkung 164a auf. Die Verstärkung
164a ist im vorliegenden Fall eine Verstärkungslage. Die Verstärkung 164a umfasst
zumindest ein Gewebe 174a, insbesondere ein Polyester/Polyamid-Gewebe, wobei wie oben
erwähnt auch andere Materialien denkbar sind. Die Verstärkung 164a ist flächig ausgebildet.
[0083] Der Ummantelungsabschnitt 152a ist mehrschichtig ausgebildet. Im vorliegenden Fall
umfasst der Ummantelungsabschnitt 152a eine erste Oberflächenschicht 176a. Die erste
Oberflächenschicht 176a bildet die Oberseite 160a des Ummantelungsabschnitts 152a
aus. Zudem umfasst der Ummantelungsabschnitt 152a eine zweite Oberflächenschicht 178a.
Die zweite Oberflächenschicht 178a bildet die Unterseite 162a des Ummantelungsabschnitts
152a aus. Die erste Oberflächenschicht 176a und/oder die zweite Oberflächenschicht
178a ist im vorliegenden Fall zumindest teilweise und bevorzugt vollständig aus Kunststoff,
insbesondere aus Kautschuk, vorteilhaft aus Polychloropren-Kautschuk ausgebildet.
[0084] Des Weiteren umfasst der Ummantelungsabschnitt 152a eine erste Haftschicht 180a.
Die erste Haftschicht 180a verbindet die erste Oberflächenschicht 176a mit der Verstärkung
164a. Die erste Haftschicht 180a ist unmittelbar zwischen der ersten Oberflächenschicht
176a und der Verstärkung 164a angeordnet. Außerdem umfasst der Ummantelungsabschnitt
152a eine zweite Haftschicht 182a. Die zweite Haftschicht 182a verbindet die zweite
Oberflächenschicht 178a mit der Verstärkung 164a. Die zweite Haftschicht 182a ist
unmittelbar zwischen der Verstärkung 164a und der zweiten Oberflächenschicht 178a
angeordnet. Die erste Haftschicht 180a und/oder die zweite Haftschicht 182a ist vorteilhaft
als eine, insbesondere flüssige, Gummihaftschicht ausgebildet. Vorzugsweise weist
die erste Haftschicht 180a und/oder die zweite Haftschicht 182a eine Dicke zwischen
0,1 mm und 0,3 mm auf.
[0085] Der Ummantelungsabschnitt 152a weist eine Reißfestigkeit von wenigstens 15 N/mm
2 auf, insbesondere parallel zu einer Längsrichtung 172a des Ummantelungsabschnitts
152a. Im vorliegenden Fall weist der Ummantelungsabschnitt 152a vorteilhaft eine Reißfestigkeit
von wenigstens 25 N/mm
2 auf.
[0086] Des Weiteren weist der Ummantelungsabschnitt 152a eine Reißdehnung von wenigstens
10 % auf, insbesondere für den Fall einer Dehnung in Längsrichtung 172a des Ummantelungsabschnitts
152a. Im vorliegenden Fall weist der Ummantelungsabschnitt 152a vorteilhaft eine Reißdehnung
von wenigstens 15 % und besonders vorteilhaft von wenigstens 25 % auf.
[0087] Die Figur 9 zeigt ein Testseilstück 98a des Seils 12a bei einem Testversuch in einer
schematischen Darstellung. Das Testseilstück 98a weist abschnittsweise einen identischen
Aufbau auf wie das Seil 12a, insbesondere in einem von dem Seilabschnitt 10a verschiedenen,
vorteilhaft nicht gespleißten, Bereich. Zudem weist das Testseilstück 98a zumindest
ein Testeinsteckende 100a auf. Im vorliegenden Fall weist das Testseilstück 98a genau
ein Testeinsteckende 100a auf. Das Testeinsteckende 100a ist an einem Ende des Testseilstücks
98a anstelle einer nicht gezeigten Seele des Testseilstücks 98a zwischen dessen nicht
einzeln dargestellte Längselemente eingesteckt. Insbesondere weist das Testseilstück
98a eine Anzahl von N derartiger Längselemente auf.
[0088] Das Testeinsteckende 100a ist vorteilhaft identisch zu Einsteckenden 28a-50a des
Spleißes 14a ausgebildet. Insbesondere ist das Testeinsteckende 100a mit einem Teststück
154a des Ummantelungsabschnitts 152a ummantelt, insbesondere analog zu dem Einsteckende
28a. Das Teststück 154a des Ummantelungsabschnitts 152a ist vorteilhaft identisch
zu dem Ummantelungsabschnitt 152a ausgebildet und unterscheidet sich vorteilhaft höchstens
hinsichtlich einer Länge. Das Testeinsteckende 100a kann jedoch vom Ende des Testseilstücks
98a her in dieses eingesteckt sein und nicht seitlich an einer Spleißstelle. Grundsätzlich
ist jedoch auch denkbar, dass das Testseilstück 98a zumindest einen Abschnitt eines
Testspleißes oder einen gesamten Testspleiß umfasst.
[0089] Bei dem Testversuch steht das Testeinsteckende 100a unter einer Zugbelastung. Zudem
wird der Testversuch unter Zugbelastung des Testseilstücks 98a durchgeführt. Bei dem
Testversuch ist das Testeinsteckende 100a wenigstens 1000-mal um eine Testscheibe
102a mit einem Durchmesser von höchstens 80*d beschädigungsfrei biegbar.
[0090] Im vorliegenden Fall ist das Testeinsteckende 100a beispielsweise wenigstens 2000-mal
um jeweils wenigstens 90° und vorteilhaft um jeweils wenigstens 150° biegbar. Der
Durchmesser der Testscheibe 102a kann zudem vorteilhaft höchstens 60*d oder höchstens
40*d betragen. Mittels des Testversuchs ist beispielsweise ein Umlaufen des Spleißes
14a um eine Antriebsscheibe einer Seilbahn simulierbar. Die Einsteckenden 28a-50a
des Spleißes 14a sind derart beschaffen, dass ein identisch zu diesen ausgebildetes
Testeinsteckende 100a den beschriebenen Testversuch beschädigungsfrei übersteht.
[0091] Das Testseilstück 98a ist bei dem Testversuch mit einer Vorspannkraft pro Querschnittsfläche
A von wenigstens 60 N/mm2 vorgespannt. Vorteilhaft ist das Testseilstück 98a bei dem
Testversuch mit einer Vorspannkraft pro Querschnittsfläche von wenigstens 500 N/mm2
vorgespannt.
[0092] Das mit dem Teststück 154a des Ummantelungsabschnitts 152a ummantelte Testeinsteckende
100a hält bei dem Testversuch einer Auszugskraft in kN von wenigstens d
2*0,68/N*0,1 stand. Vorteilhaft hält das Testeinsteckende 100a einer Auszugskraft von
wenigstens d
2*0,68/N*0,2 und besonders vorteilhaft von wenigstens d
2*0,68/N*0,4 stand. Im vorliegenden Fall hält jedes der Einsteckenden 28a-50a des Spleißes
14a einer entsprechend hohen Auszugskraft stand.
[0093] Ein Teststück 154a des Ummantelungsabschnitts 152a, welcher das Testeinsteckende
100a mit der Länge von höchstens 50*d, welches in das Testseilstück 98a eingesteckt
ist, ummantelt, hält einem Schubmodul von wenigstens 1 MPa stand. Vorteilhaft hält
das Teststück 154a des Ummantelungsabschnitts 152a, welches das Testeinsteckende 100a
ummantelt, einem Schubmodul von wenigstens 30 MPa stand. Im vorliegenden Fall hält
jeder der Ummantelungsabschnitte 152a, welcher Einsteckenden 28a-50a des als Langspleiß
ausgebildeten Spleißes 14a umwickelt, einem entsprechend hohen Schubmodul stand.
[0094] Die Figur 10 zeigt ein schematisches Ablaufdiagramm eines Verfahrens zum Spleißen
des Seils 90a (vgl. Figur 2), wobei insbesondere das Seil 12a der Personenbeförderungsbahn
92a (vgl. Figur 1) gefertigt wird. In einem ersten Verfahrensschritt 138a wird das
Seil 90a mit einem Durchmesser d, insbesondere einem Nenndurchmesser d, mit mehreren
verseilten Längselementen 16a-26a bereitgestellt, beispielsweise an einen Ort der
Personenbeförderungsbahn 92a angeliefert. In einem zweiten Verfahrensschritt 140a
wird der Spleiß 14a mittels Spleißens des Seils 90a gefertigt. Zur Herstellung des
Spleißes 14a wird zumindest ein Einsteckende 28a-50a mit dem Ummantelungsabschnitt
152a des Ummantelungselements 150a zumindest abschnittsweise ummantelt. Insbesondere
wird das zumindest eine Einsteckende 28a-50a mit dem Ummantelungsabschnitt 152a umwickelt,
vorteilhaft derart, dass sein Durchmesser und/oder Querschnitt zumindest im Wesentlichen
einem Durchmesser und/oder Querschnitt der Seele 94a entspricht. Im vorliegenden Fall
werden sämtliche Einsteckenden 28a-50a mit entsprechenden Ummantelungsabschnitten
152a ummantelt. Je nach Länge der Einsteckenden 28a-50a beziehungsweise der Ummantelungsabschnitte
152a können hierbei mehrere Ummantelungsabschnitte 152a je Einsteckende 28a-50a verwendet
werden. Alternativ kann ein einzelner Ummantelungsabschnitt 152a verwendet werden.
[0095] Zur Herstellung des Spleißes 14a wird im vorliegenden Fall zumindest ein Endbereich
zumindest eines der Längselemente 16a-26a in einem ummantelten Zustand als Einsteckende
28a-50a zwischen andere Längselemente 16a-26a über eine Länge von höchstens 50*d eingesteckt,
beispielsweise über eine Länge von 40*d. Im vorliegenden Fall werden sämtliche Einsteckenden
28a-50a über eine Länge von jeweils höchstens 50*d eingesteckt, beispielsweise über
eine Länge von jeweils 40*d.
[0096] Vorteilhaft wird in dem zweiten Verfahrensschritt 140a der Spleiß 14a an einem Stück
in einem Bereich 96a mit einer Länge von höchstens 1200*d gefertigt (vgl. auch Figur
1). Der Spleiß 14a wird insbesondere ohne Vorschieben desselben in einem unfertigen
Zustand gefertigt. Im vorliegenden Fall weist der Bereich 96a eine Länge von höchstens
900*d und vorteilhaft von höchstens 700*d auf. Insbesondere kann der Bereich 96a,
insbesondere lediglich, einen maximalen für ein Spleißen zur Verfügung stehenden Raum
umfassen, beispielsweise im Fall eines begrenzten Raums in einer Seilbahnstation 146a
der Personenbeförderungsbahn 92a.
[0097] In der Figur 11 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Die nachfolgende
Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen auf die Unterschiede zwischen den Ausführungsbeispielen,
wobei bezüglich gleichbleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung
des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 10 verwiesen werden kann. Zur Unterscheidung
der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels
in den Figuren 1 bis 10 durch den Buchstaben b in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels
der Figur 11 ersetzt. Bezüglich gleich bezeichneter Bauteile, insbesondere in Bezug
auf Bauteile mit gleichen Bezugszeichen, kann grundsätzlich auch auf die Zeichnungen
und/oder die Beschreibung des Ausführungsbeispiels der Figuren 1 bis 10 verwiesen
werden.
[0098] Die Figur 11 zeigt einen alternativen Ummantelungsabschnitt 152b eines alternativen
Ummantelungselements 150b in einer schematischen perspektivischen Darstellung. Der
alternative Ummantelungsabschnitt 152b ist schlauchartig ausgebildet. Der alternative
Ummantelungsabschnitt 152b ist dazu vorgesehen, über ein nicht gezeigtes Einsteckende
eines nicht gezeigten Spleißes gezogen zu werden. Insbesondere kann bei einer Herstellung
des Spleißes das Einsteckende ummantelt werden, indem der alternative Ummantelungsabschnitt
152b übergezogen anstatt umgewickelt wird.
[0099] Des Weiteren ist im vorliegenden Fall der alternative Ummantelungsabschnitt 152b
zu einem Aufschrumpfen auf ein Einsteckende vorgesehen. Insbesondere ist der alternative
Ummantelungsabschnitt 152b dazu vorgesehen, in einem nicht geschrumpften Zustand aufgezogen
und anschließend aufgeschrumpft zu werden. Hierbei bildet der alternative Ummantelungsabschnitt
152b vorteilhaft zumindest abschnittsweise eine formschlüssige Verbindung mit dem
Einsteckende, insbesondere mit dessen außenliegenden Längselementen, aus.
[0100] Ebenso ist denkbar, dass ein Ummantelungselement auf ein Einsteckende aufextrudiert
wird. Hierbei kann ebenfalls eine formschlüssige Verbindung erzielt werden. Insbesondere
kommt hierfür eine Mehrkomponentenextrusion infrage, wobei beispielsweise eine Kautschukschicht
und eine Verstärkungsschicht gleichzeitig aufextrudiert werden.