[0001] Die Erfindung betrifft Outdoor-Möbel, insbesondere mit Sonnen- und/oder Windschutzfunktion
für den Garten oder Strand, wie etwa Strandkörbe.
[0002] Strandkörbe finden üblicherweise in den Frühlings- und Sommermonaten im Garten oder
am Strand Verwendung, um darin sonnen- und/oder windgeschützt sitzen bzw. liegen zu
können. Meistens bieten Strandkörbe auf einer Zweiersitzbank zwei nebeneinander angeordnete
Sitzplätze, deren gemeinsame Rückenlehne zusammen mit dem vor Sonne und/oder Wind
schützenden Korb in der Neigung verschwenkt werden kann. Unter den Sitzplätzen befindet
sich häufig jeweils eine ausziehbare Wadenauflage für eine Liegefunktion.
[0003] In den Herbst- und Wintermonaten bringen gewerbliche Strandkorbbesitzer ihre Strandkörbe
unter erheblichem Arbeitseinsatz vom Strand in ein trockenes Winterlager, da die Nachfrage
nach Strandkörben im Winter gering ist und ansonsten die Strandkörbe im Winter am
Strand ungenutzt verwittern würden. Bei der privaten Nutzung von Strandkörben im Garten
wird gegen die Verwitterung im Herbst und Winter oft ein zeltartiger Überzug über
den Strandkorb gezogen. In den Herbst- und Wintermonaten steht dann ungenutzt ein
unschöner Zeltklotz im Garten. Aus der
DE 197 54 724 A1 ist eine universell verwendbare Freizeitliege bekannt. Die
DE 1 914 126 A beschreibt ein als Strandkorb verwendbares Land- und Wasserspielgerät. Die
EP 2 476 402 A2 beschreibt ein Bad- oder Saunagerät, um darin die untere Körperhälfte mit Dampf zu
erwärmen.
[0004] Es besteht daher die Aufgabe der vorliegenden Offenbarung darin, ein Outdoor-Möbel,
wie etwa einen Strandkorb, auch in den Herbst- und Wintermonaten sinnvoll nutzbar
und gegen Verwitterung geschützt auszugestalten.
[0005] Die grundlegende Idee der vorliegenden Offenbarung besteht darin, ein Outdoor-Möbel,
wie etwa einen Strandkorb, als Saunaraum, Umkleideraum, Gartenhaus und/oder als Stauraum
umfunktionierbar auszugestalten.
[0006] Gemäß der vorliegenden Offenbarung zur technischen Umsetzung dieser Idee wird ein
Outdoor-Möbel bereitgestellt mit
- mindestens einer Sitz- und/oder Liegeeinheit,
- einem ersten Schalenelement,
- und einem zweiten Schalenelement,
wobei das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement wahlweise in eine
erste Konfiguration und in eine zweite Konfiguration bezüglich des jeweils anderen
Schalenelements umsetzbar ist, wobei in der ersten Konfiguration das erste Schalenelement
und das zweite Schalenelement zumindest teilweise ineinander geschachtelt sind und
in der zweiten Konfiguration das erste Schalenelement und das zweite Schalenelement
zusammen einen im Wesentlichen geschlossenen Innenraum einschließen, in dem sich die
mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit befindet.
[0007] Die erste Konfiguration kann daher mit einer Strandkorbkonfiguration gleichgesetzt
werden, bei der ein Benutzer die Sitz- und/oder Liegeeinheit im Frühling oder Sommer
verwenden kann, wobei die zumindest teilweise ineinander geschachtelten Schalenelemente
einen Wind- und/oder Sonnenschutz im Rücken des Benutzers bilden. Die zweite Konfiguration
kann mit einer Raumkonfiguration gleichgesetzt werden, bei der die Schalenelemente
einen geschlossenen Innenraum bilden, der als Saunaraum, Umkleideraum, Gartenhaus
und/oder als Stauraum verwendet werden kann. Der geschlossene Innenraum, in dem sich
die Sitz- und/oder Liegeeinheit befindet, ist gegen Regen und Verwitterung geschützt
durch die Schalenelemente. Vorzugsweise ist der Innenraum in der zweiten Konfiguration
zu einem Mindestmaß thermisch effektiv geschlossen, d.h. mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten
(U-Wert) von höchstens 10 W/(m
2·K), vorzugsweise unter 5 W/(m
2·K) zu beiden Seiten, nach vorne, nach hinten und nach oben. Nach unten hin kann der
Wärmedurchgangskoeffizient ggf. höher sein. Bewusste Lüftungsöffnungen und/oder Löcher
bzw. Schlitze, die aus Fertigungstoleranzen oder Materialverzerrungen heraus entstehen,
stehen dem "im Wesentlichen geschlossenen" Innenraum nicht entgegen, sofern der darauf
zurückzuführende Wärmeverlust klein genug ist, um beispielsweise durch einen Saunaheizofen
kompensiert werden zu können. Es sei hierin mit "umsetzbar" bzw. "umsetzen" eine Umpositionierbarkeit
bzw. ein Umpositionieren gemeint, wobei die lösbar voneinander angeordneten Schalenelemente
voneinander getrennt werden und mit geänderter Ausrichtung zueinander wieder aneinander
positioniert werden. Eine Verschwenkbarkeit bzw. ein Verschwenken der Schalenelemente
gegeneinander, bei dem die Schalenelemente miteinander verbunden bleiben, sei hier
nicht mit "umsetzbar" bzw. "umsetzen" gemeint.
[0008] Für den Umbau des Outdoor-Möbels zwischen den zwei Konfigurationen kann eines der
Schalenelemente oder beide gegenüber dem jeweils anderen Schalenelement beweglich
sein. Je nach Ausführungsform bietet es sich an, dass vorzugsweise nur das leichter
ausgestaltete Schalenelement bewegt wird während das schwerere Schalenelement an Ort
und Stelle verbleibt. Es können allerdings auch beide Schalenelemente bewegt und sowohl
zueinander als auch in Bezug auf die Gesamtposition und -ausrichtung des Outdoor-Möbels
bewegt werden. Vorzugsweise kann eines der Schalenelemente oder beide mittels Handgriffen
von einer oder zwei Personen manuell getragen oder gerollt, gedreht und umgesetzt
werden. Eines der Schalenelemente oder beide können einteilig oder mehrteilig ausgestaltet
sein. Bevorzugt ist eine einteilige Ausgestaltung, um die Stabilität zu erhöhen und
die Teilevielfalt zu reduzieren. Eine mehrteilige Ausgestaltung kann vorteilhaft sein,
wenn eine einteilige Ausgestaltung zu schwer zum Umsetzen ist. Die Schalenelemente
sind vorzugsweise starr und möglichst verbiegesteif ausgestaltet.
[0009] Optional kann sich die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit in der ersten
Konfiguration im ersten Schalenelement befinden und zu einer offenen Vorderseite des
ersten Schalenelements hin ausgerichtet sein. Die Sitz- und/oder Liegeeinheit kann
dann auf einem Boden des ersten Schalenelements stehen. Eine solcher Boden kann fester
Bestandteil des ersten Schalenelements sein.
[0010] Das erste Schalenelement kann daher als inneres Schalenelement definiert sein, das
in der ersten Konfiguration als Strandkorb zumindest teilweise in das zweite Schalenelement
eingesetzt ist bzw. das zweite Schalenelement auf eine Rückseite des ersten Schalenelements
aufgesetzt ist.
[0011] Erfindungsgemäß definiert das erste Schalenelement einen ersten zu einer Vorderseite
des ersten Schalenelements hin offenen ersten Halbraum und das zweite Schalenelement
einen zu einer Vorderseite des zweiten Schalenelements hin offenen zweiten Halbraum.
Das erste Schalenelement und das zweite Schalenelement korrespondieren dabei in Form
und Größe derart, dass das erste Schalenelement in der ersten Konfiguration den zweiten
Halbraum im Wesentlichen ausfüllt. Die Form der Schalenelemente kann im Wesentlichen
nicht geschlossenen Polyedern oder Prismas entsprechen, wobei sich die Schalenelemente
aneinandergesetzt in der zweiten Konfiguration zu einem geschlossenen Polyeder oder
Prisma ergänzen können. Die Flächen von Rückseite, Seitenwandungen und Dach des zweiten
Schalenelements verlaufen in der ersten Konfiguration jeweils vorzugsweise im Wesentlichen
parallel zur entsprechenden Rückseite, den Seitenwandungen und des Daches des ersten
Schalenelements.
[0012] Optional können der erste Halbraum und der zweite Halbraum in der zweiten Konfiguration
zusammen den im Wesentlichen geschlossenen Innenraum bilden, wobei die Vorderseite
des ersten Schalenelements und die Vorderseite des zweiten Schalenelements zueinander
gerichtet aneinander liegen. Vorzugsweise bilden die Schalenelemente aneinandergesetzt
in der zweiten Konfiguration im Wesentlichen die Form eines geometrischen Prismas
mit einem vorzugsweise im Wesentlichen spiegelsymmetrischen Fünfeck als Grundfläche,
die von den Seitenwandungen der Schalenelemente gebildet wird.
[0013] Der zweite Halbraum ist vorzugsweise breiter und/oder höher als der erste Halbraum.
In der zweiten Konfiguration kann solch ein Grö-βenunterschied durch eine quer zur
Vorderseite verlaufende Blende ausgeglichen werden, um in der zweiten Konfiguration
den Innenraum beim Übergang zwischen den Schalenelementen zu schließen. Die Blende
kann vorzugsweise die Vorderseite des ersten Schalenelements bilden und in der zweiten
Konfiguration als Anschlag für die Vorderseite des ersten Schalenelements dienen.
[0014] Optional kann die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit bezüglich des ersten
Schalenelements und/oder des zweiten Schalenelements beweglich sein, vorzugsweise
als separate Einheit in das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement
ein- und umsetzbar sein. Dies ist insbesondere in einer Ausführungsform sinnvoll,
bei der das in der ersten Konfiguration außen liegende zweite Schalenelement möglichst
leicht und stabil ausgestaltet ist. Bei beweglicher bzw. ein- und umsetzbarer Sitz-
und/oder Liegeeinheit kann eine Tür im schwereren ersten Schalenelement vorgesehen
werden, da in der zweiten Konfiguration die Sitz- und/oder Liegeeinheit in das zweite
Schalenelement geschoben werden kann. Die Sitz- und/oder Liegeeinheit kann ggf. vorher
in der Ausrichtung um 180° gedreht werden, sodass in der zweiten Konfiguration die
Blickrichtung einer auf der Sitz- und/oder Liegeeinheit positionierten Person von
innen auf ein Fenster in der Rückseite des ersten Schalenelements gerichtet ist. Ein
Fenster oder eine Tür im möglichst leichten und stabilen zweiten Schalenelement bedarf
es also nicht, was das zweite Schalenelement unnötig schwerer und instabiler machen
würde.
[0015] Optional kann das zweite Schalenelement einen umsetzbaren oder umklappbaren Boden
aufweisen, der in der ersten Konfiguration flächig an einer Rückseite und/oder Seitenwandung
des zweiten Schalenelements anliegt und in der zweiten Konfiguration einen Bodenteil
des im Wesentlichen geschlossenen Innenraums bildet. Damit ist es besonders einfach,
das zweite Schalenelement für die erste Konfiguration von hinten auf das erste Schalenelement
aufzusetzen.
[0016] Optional können das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement in einer
Seitenwandung eine Tür aufweisen. Die Tür kann eine Schwenktür oder eine Schiebetür
sein. Die Tür kann nach innen und/oder außen öffnen, wobei es bevorzugt ist, dass
die Tür nach außen öffnet. Vorzugsweise ist die Tür im schwereren der beiden Schalenelemente
vorgesehen, der nicht für den Umbau des Outdoor-Möbels zwischen den zwei Konfigurationen
bewegt wird. Bei fest im ersten Schalenelement eingebauter Sitz- und/oder Liegeeinheit,
die nicht verschoben oder umgesetzt werden kann, ist die Tür vorzugsweise im zweiten
Schalenelement angeordnet, auch wenn die Bewegung des zweiten Schalenelements für
den Umbau des Outdoor-Möbels zwischen den zwei Konfigurationen vorgesehen sein sollte.
[0017] Optional kann das Outdoor-Möbel einen Saunaheizofen im ersten oder zweiten Schalenelement
aufweisen. Damit kann die zweite Konfiguration als Saunakonfiguration bezeichnet werden,
bei der der in der zweiten Konfiguration von den Schalenelementen gebildete Innenraum
mittels des Saunaheizofens geheizt werden und als Saunaraum dienen kann.
[0018] Optional kann die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit in der ersten Konfiguration
den Saunaheizofen verdecken und in der zweiten Konfiguration im zweiten Schalenelement
entfernt vom Saunaheizofen angeordnet und zum Saunaheizofen hin ausgerichtet sein.
In dieser Ausführungsform ist die Sitz- und/oder Liegeeinheit vorzugsweise beweglich
bzw. umsetzbar und der Saunaheizofen fest im ersten Schalenelement installiert. Die
Sitz- und/oder Liegeeinheit kann ggf. beim Umbau von der ersten Konfiguration in die
zweite Konfiguration in der Ausrichtung um 180° gedreht und in der zweiten Konfiguration
vom Saunaheizofen weg aus dem ersten Schalenelement in das zweite Schalenelement geschoben
werden. In der ersten Konfiguration ist der nicht benötigte Saunaheizofen unter bzw.
hinter der Sitz- und/oder Liegeeinheit platzsparend versteckt und sicher verstaut.
[0019] Optional kann der Saunaheizofen in einem von einer Seitenwandung des ersten Schalenelements
mit einer Rückseite des ersten Schalenelements gebildeten Eckbereich angeordnet sein,
wobei die dieser Seitenwandung gegenüberliegende Seitenwandung des ersten Schalenelements
eine vorzugsweise nach außen öffnende Tür aufweist. Damit versperrt der Saunaheizofen
nicht den Eingangsbereich der Tür und ist möglichst weit weg von der Tür und der an
die Rückseite des zweiten Schalenelements geschobenen Sitz- und/oder Liegeeinheit.
[0020] Optional kann der Saunaheizofen elektrisch betreibbar sein, vorzugsweise mit 230±23
V Netzspannung, oder mit Gas, vorzugsweise über eine Propangasflasche oder einen Gastank.
Für einen elektrischen Betrieb über eine bis zu 16A gesicherte Leitung mit Netzspannung
von 230±23 V ist der Saunaheizofen vorzugsweise mit einer Heizleistung von weniger
als 3680 W ausgelegt. Versuchstests haben ergeben, dass bei einem Innenraumvolumen
von etwa 4 m
3 und bestimmtem Wandaufbau der Schalenelemente eine solche Heizleistung ausreicht,
um eine Temperaturdifferenz von 100°C und mehr zwischen dem Innenraum und der Außentemperatur
zu erzielen und aufrecht zu erhalten. Damit kann also der Innenraum in der zweiten
Konfiguration als Sauna genutzt werden. Bei Betrieb mit Gas oder über einen für höhere
Leistungen speziell ausgelegten Stromanschluss können ggf. auch höhere Heizleistungen
erzielt werden. Der Betrieb mit Gas ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn kein
Stromanschluss in der Nähe ist und/oder hohe Heizleistungen benötigt werden, die über
einen gewöhnlichen Stromanschluss nicht bedient werden können.
[0021] Optional kann das erste Schalenelement und/oder das erste Schalenelement an einer
jeweiligen Rückseite ein Fenster aus Glas und/oder transparentem Kunststoff aufweisen.
Dies ermöglicht zum einen natürlichen Lichteinfall in der zweiten Konfiguration bei
geschlossener Tür und zum anderen einen Ausblick beim Saunieren. Vorzugsweise ist
das Fenster in dem Schalenelement angeordnet, in dem die Sitz- und/oder Liegeeinheit
nicht in der zweiten Konfiguration positioniert ist. Bei fest im ersten Schalenelement
angebrachter Sitz- und/oder Liegeeinheit ist das Fenster also vorzugsweise in der
Rückseite des zweiten Schalenelements angeordnet. Bei umsetzbarer Sitz- und/oder Liegeeinheit,
die in der zweiten Konfiguration in das zweite Schalenelement geschoben wird, ist
das Fenster vorzugsweise in der Rückseite des ersten Schalenelements. Um den Lichteinfall
und die Möglichkeiten für die Positionierung der Sitz- und/oder Liegeeinheit zu erhöhen,
können auch beide Rückseiten und/oder das Dach und/oder die Seitenwandungen Fenster
aus Glas und/oder transparentem Kunststoff aufweisen.
[0022] Optional kann das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement Wandungen
mit mindestens zwei, vorzugsweise drei Festkörperschichten und mindestens eine zwischen
den Festkörperschichten liegende strahlungswärmereflektierende und vorzugsweise auch
als Dampfsperre dienende Metallfolie aufweisen. Damit wird der Verlust von Strahlungswärme
reduziert und der Aufheizvorgang zeitlich stark verkürzt, sodass der Energieverbrauch
reduziert wird. Es kann außerdem auf Faserdämmstoffe verzichtet werden, die zum einen
schwerer sind und zum anderen feucht werden können und damit Dämmwirkung verlieren
und zu Schimmelbildung neigen können. Kondenswasser kann an der vorzugsweise auch
als Dampfsperre dienenden Metallfolie herunterlaufen und unterseitig kontrolliert
nach außen zur Verdunstung oder zum Abtropfen geführt werden. Optional kann das Outdoor-Möbel
einen (oder mehr) jeweils zwischen den Festkörperschichten liegenden Luftspalt aufweisen.
Die mindestens eine Metallfolie kann vorzugsweise an einer zum jeweiligen Luftspalt
hin weisenden Seite einer oder mehrerer der Festkörperschichten angeordnet sein. Solch
eine Hohlkammerstruktur als Wandaufbau der Schalenelemente hat mindestens eine wärmeisolierende
stehende Luftschicht, die den Wärmeverlust reduziert und die benötigte Heizleistung
des Saunaheizofens soweit senkt, dass dieser über eine bis zu 16A gesicherte Leitung
mit Netzspannung von 230±23 V elektrisch betrieben werden kann. Eine oder mehrere
der Festkörperschichten bestehen vorzugsweise aus Holz, insbesondere die zum Innenraum
angrenzende Schicht. Eine oder mehrere der Festkörperschichten, insbesondere die außen
liegende Schicht, können allerdings anderes Material wie etwa Kunststoff und/oder
Faserverbundstoffe aufweisen. Eine oder mehrere der Festkörperschichten können beispielsweise
selbst besonders gut thermisch isolierendes Material wie etwa künstlichen Kork und/oder
Naturkork aufweisen. Bei ausreichender Wärmeisolation durch die Festkörperschichten
kann auf eine Hohlkammerstruktur mit Luftspalt verzichtet werden.
[0023] Optional kann das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement im Wesentlichen
vertikal verlaufende Seitenwandungen, eine um einen Winkel β im Bereich von 3° bis
15° nach hinten geneigte Rückseite und eine um eine Dachneigung γ im Bereich von 5°
bis 20 ° nach hinten geneigte Dachschräge aufweisen. Unter anderem entsteht hierdurch
ein optischer Eindruck von einem Strandkorb mit Pultdach in der ersten Konfiguration
und von einem Gartenhäuschen mit Satteldach in der zweiten Konfiguration. Die Rückseiten,
ggf. mit Fenster, sind zudem gegen Regen direkt von oben geschützt. Außerdem erlaubt
es eine Rückenlehne der Sitz- und/oder Liegeeinheit in eine tiefere Liegeposition
zu stellen, ohne dafür den Abstand der Sitzfläche von der Rückseite zu erhöhen. Die
Dachschräge sorgt für einen Ablauf von Regenwasser zu den Rückseiten hin.
[0024] Optional ist die Dachneigung γ größer ist als der Winkel β, mit dem die Rückseiten
nach hinten geneigt sind. Dies bietet zum einen eine harmonische, ästhetisch gefällige
Form als auch eine hohe Stabilität des Outdoor-Möbels sowohl in der ersten als auch
in der zweiten Konfiguration.
[0025] Optional kann eine Vorderseite des ersten Schalenelements derart stufig abgesetzt
sein, dass ein unterer Abschnitt der Vorderseite des ersten Schalenelements gegenüber
einem oberen Abschnitt der Vorderseite des ersten Schalenelements vorsteht. Hierdurch
wird der optische Eindruck von einem Strandkorb in der ersten Konfiguration verstärkt
und eine Ablagefläche in der ersten Konfiguration geboten. Optional kann dabei eine
Vorderseite des zweiten Schalenelements mit der Vorderseite des ersten Schalenelements
korrespondierend derart stufig abgesetzt sein, dass ein unterer Abschnitt der Vorderseite
des zweiten Schalenelements gegenüber einem oberen Abschnitt der Vorderseite des zweiten
Schalenelements zurücksteht. Damit ergänzen sich die beiden Schalenelemente passgenau
zu einem geschlossenen Raum in der zweiten Konfiguration. Durch die korrespondierend
zueinander abgestuften Vorderseiten der Schalenelemente kann ein horizontaler Abschnitt
in der ersten Vorderseite gebildet sein, auf dem das zweite Schalenelement in der
zweiten Konfiguration aufliegt. Dadurch wird die Stabilität und Statik des Outdoor-Möbels
in der zweiten Konfiguration verbessert. In der ersten Konfiguration trägt der horizontale
Abschnitt zum strandkorbähnlichen Erscheinungsbild bei und kann als Ablage, beispielsweise
für Getränke oder Geschirr, dienen.
[0026] Nachfolgend ist die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte erste Ausführungsform des
hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,
Fig. 2 einen Längsschnitt in der xz-Ebene durch eine beispielhafte erste Ausführungsform
des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,
Fig. 3 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte erste Ausführungsform des
hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der zweiten Konfiguration,
Fig. 4 einen Längsschnitt in der xz-Ebene durch eine beispielhafte erste Ausführungsform
des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,
Fig. 5 bis 10 perspektivische Ansichten auf eine beispielhafte erste Ausführungsform
des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in unterschiedlichen Phasen eines schrittweisen
Umbaus von der ersten Konfiguration zur zweiten Konfiguration,
Fig. 11 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte zweite Ausführungsform
des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte zweite Ausführungsform
des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration, und
Fig. 13a-f schematische Längsschnitte in der xz-Ebene durch eine beispielhafte zweite
Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in unterschiedlichen Phasen
eines schrittweisen Umbaus von der ersten Konfiguration zur zweiten Konfiguration,
[0027] In der Figur 1 ist ein Outdoor-Möbel 1 in einer ersten Konfiguration gezeigt, bei
der das Outdoor-Möbel 1 optisch und funktional einem Strandkorb ähnelt. Zur besseren
Orientierung ist in den Figuren jeweils ein rechtshändiges Kartesisches Koordinatensystem
gezeigt, bei dem die x-Achse in Tiefenrichtung, die y-Achse in Breitenrichtung und
die z-Achse in Höhenrichtung verläuft. Die x-Achse ist hier willkürlich so gewählt,
dass sie einer Blickrichtung auf eine Vorderseite des Outdoor-Möbels 1 in der ersten
Konfiguration entspricht. Die y-Achse ist hier willkürlich so gewählt, dass sie bei
Blickrichtung auf eine Vorderseite des Outdoor-Möbels 1 in der ersten Konfiguration
von rechts nach links verläuft. Daraus ergibt sich, dass die z-Achse vertikal von
unten nach oben verläuft. Der Begriff "Vorderseite" oder "vorne" ist hierin für alle
Teile des Outdoor-Möbels 1 so gewählt, dass damit die in der ersten Konfiguration
in negative x-Richtung weisende Seite bzw. Richtung gemeint ist. In einer zweiten
Konfiguration des Outdoor-Möbels 1 kann allerdings eine "Vorderseite" eines beweglichen
Teils in positive x-Richtung weisen. Analog ist der Begriff "Rückseite" oder "hinten"
hierin für alle Teile des Outdoor-Möbels 1 so gewählt, dass damit die in der ersten
Konfiguration in positive x-Richtung weisende Seite bzw. Richtung gemeint ist. In
einer zweiten Konfiguration des Outdoor-Möbels 1 kann allerdings eine "Rückseite"
eines beweglichen Teils in negative x-Richtung weisen.
[0028] Das Outdoor-Möbel 1 weist eine Sitz- und/oder Liegeeinheit in Form einer Zweier-Sitzbank
3, ein erstes Schalenelement 5 und eine zweites Schalenelement 7 auf. Das erste Schalenelement
5 bildet einen nach vorne offenen ersten Halbraum 9, in dem die Zweier-Sitzbank 3
angeordnet und nach vorne zur Öffnung hin in negative x-Richtung ausgerichtet ist.
Das erste Schalenelement 5 bildet ähnlich einem Strandkorb für eine auf der Zweier-Sitzbank
3 positionierte Person einen Regen-, Wind- und/oder Sonnenschutz von hinten, von den
Seiten und von oben. Das zweite Schalenelement 7 ist gegenüber dem ersten Schalenelement
5 beweglich und von hinten wie eine Haube auf das erste Schalenelement 5 aufgesetzt.
Das erste Schalenelement 5 und das zweite Schalenelement 7 sind also ineinander geschachtelt,
wobei das erste Schalenelement 5 einen vom zweiten Schalenelement 7 gebildeten zweiten
Halbraum 11 (siehe Figur 4) fast vollständig ausfüllt. Das zweite Schalenelement 7
ist möglichst leicht und verbiegesteif ausgestaltet, um von Hand mittels Griffen 13
mit einer oder zwei Personen abgenommen und bezüglich des ersten Schalenelements 5
umgesetzt werden zu können.
[0029] Der in Figur 2 gezeigte Längsschnitt in der xz-Ebene zeigt die Verschachtelung der
Schalenelemente 5, 7 in der ersten Konfiguration deutlicher. Das innen liegende erste
Schalenelement 5 bildet im Wesentlichen einen fünfflächigen und zu einer ersten Vorderseite
14 hin offenen Polyeder mit einer ersten Dachschräge 15, einer ersten Rückseite 17,
einem ersten Boden 19 und zwei ersten Seitenwandungen 21, 23 (nicht sichtbar in Fig.
2, aber in Fig. 1 bzw. 5). Das außen liegende zweite Schalenelement 7 bildet in der
ersten Konfiguration im Wesentlichen einen vierflächigen und zu einer zweiten Vorderseite
24 sowie unten hin offenen Polyeder mit einer zweiten Dachschräge 25, einer zweiten
Rückseite 27 und zwei zweiten Seitenwandungen 29, 31 (nicht sichtbar in Fig. 2, aber
in Fig. 1 bzw. 5). Ein zweiter Boden 33 des zweiten Schalenelements 7 ist in der ersten
Konfiguration innenseitig an der zweiten Rückseite 27 hochgeklappt bzw. hochgestellt,
sodass er in der ersten Konfiguration zwischen der ersten Rückseite 17 und der zweiten
Rückseite 27 im Wesentlichen parallel zu diesen liegt.
[0030] Die Dachschrägen 15, 25, die Rückseiten 17, 27 sowie die Seitenwandungen 21, 23,
29, 31 liegen in der ersten Konfiguration jeweils parallel zueinander. Die Seitenwandungen
21, 23, 29, 31 verlaufen dabei im Wesentlichen vertikal. Die Rückseiten 17, 27 sind
um einen Winkel β im Bereich von 3° bis 15°, vorzugsweise um 6°, nach hinten geneigt,
damit der optische Eindruck eines Strandkorbes erzielt wird und die Rückseiten 17,
27 weniger dem Regen ausgesetzt sind. Die Dachschrägen 15, 25 sind um eine Dachneigung
γ im Bereich von 5° bis 20°, vorzugsweise um 13°, nach hinten geneigt und bilden in
der ersten Konfiguration ein Pultdach, auf dem Regenwasser nach hinten abläuft. Die
erste Vorderseite 14 ist derart stufig abgesetzt, dass ein unterer Abschnitt 41 der
ersten Vorderseite 14 gegenüber einem oberen Abschnitt 43 der ersten Vorderseite 14
vorsteht. Wie in Fig. 1 gut erkennbar, ist die zweite Vorderseite 24 korrespondierend
dazu derart stufig abgesetzt, dass ein unterer Abschnitt 45 der zweiten Vorderseite
24 gegenüber einem oberen Abschnitt 47 der zweiten Vorderseite 24 entsprechend zurücksteht.
Die erste Vorderseite 14 wird hier von einer sich senkrecht zur xz-Ebene erstreckenden
rahmenbildenden Blende 34 gebildet, die nach hinten hin zum Teil die Sicht auf die
zweite Vorderseite 24 verdeckt. Die Blende 34 dient in der zweiten Konfiguration als
Anschlag für die Vorderseite 24 des ersten Schalenelements 7 (siehe Fig. 3 und 4).
Durch die korrespondierend zueinander abgestuften Vorderseiten 14, 24 der Schalenelemente
5, 7 bildet die Blende 34 hier einen horizontalen Abschnitt, auf dem das zweite Schalenelement
7 in der zweiten Konfiguration aufliegt. Dadurch wird die Stabilität und Statik des
Outdoor-Möbels 1 in der zweiten Konfiguration verbessert. In der ersten Konfiguration
trägt der horizontale Abschnitt der Blende 34 zum strandkorbähnlichen Erscheinungsbild
bei und kann als Ablage, beispielsweise für Getränke oder Geschirr, dienen.
[0031] Die erste Rückseite 17 weist ein Fenster 35 auf, das vorzugsweise wärmeisolierende
Doppel- oder Dreifachverglasung aufweist. Das Fenster 35 kann eine oder mehrere Scheiben
haben, die Glas und/oder transparenten Kunststoff aufweisen. Das Fenster 35 kann eine
Diskretionsschicht zur Verdunkelung der Durchsicht insbesondere von außen nach innen
aufweisen.
[0032] Die Zweier-Sitzbank 3 steht in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 10 auf dem ersten
Boden 19 und ist beweglich verschiebbar im ersten Schalenelement 5 und sogar herausnehmbar
(siehe Fig. 5). Eine Rückenlehne 37 der Zweier-Sitzbank 3 ist, wie in Fig. 2 gezeigt,
in ihrer Neigung nach hinten stufenweise oder stufenlos verstellbar. Dabei kann eine
Sitzfläche 39 der Zweier-Sitzbank 3 horizontal nach vorne (in negative x-Richtung)
verschiebbar sein bzw. die gesamte Zweier-Sitzbank 3 weiter nach vorne im ersten Schalenelement
5 positioniert werden, um hinten mehr Platz zum Zurückstellen der Rückenlehne 37 zu
haben. Für eine Liegefunktion kann vorne an der Sitzfläche 39 der Zweier-Sitzbank
3 eine Wadenstütze herausgeschoben oder hochgeklappt werden, die ggf. aus der ersten
Vorderseite 14 herausragt.
[0033] Unter bzw. hinter der Sitzfläche 39 der Zweier-Sitzbank 3 versteckt ist ein Saunaheizofen
49 angeordnet, der über einen herkömmlichen 230V-Stromnetzanschluss elektrisch betreibbar
ist. Der Saunaheizofen 49 ist nicht zum Betrieb in der ersten Konfiguration gemäß
Fig. 1 und 2 vorgesehen, sondern nur verstaut für die Benutzung in der zweiten Konfiguration
gemäß Fig. 3 und 4. Hier ist der Saunaheizofen in einem von der rechten ersten Seitenwandung
21 mit der ersten Rückseite 17 gebildeten Eckbereich angeordnet. Die der rechten ersten
Seitenwandung 21 gegenüberliegende linke erste Seitenwandung 23 weist dabei eine vorzugsweise
nach außen hin öffnende Tür 51 auf (siehe Fig. 3).
[0034] In Fig. 2 ist in einem Detailausschnitt die Hohlkammerstruktur des zweiten Schalenelements
7 gezeigt. Das erste Schalenelement 5 kann die gleiche Hohlkammerstruktur und/oder
ein wie in Fig. 4 gezeigte Hohlkammerstruktur aufweisen. Vorzugsweise weisen die Dachschrägen
15, 25, die Rückseiten 17, 27 sowie die Seitenwandungen 21, 23, 29, 31 sämtlich eine
Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 und/oder Fig. 4 auf. Die Hohlkammerstruktur gemäß
Fig. 2 weist zwei Holzschichten 53, 55 mit dazwischen liegendem stehendem Luftspalt
57. Zum Luftspalt 57 hin ist an den Holzschichten 53, 55 jeweils eine strahlungswärmereflektierende
Metallfolie 59, 61, vorzugsweise Aluminium aufweisend, angeordnet. Damit wird zusätzlich
zur Wärmedämmung durch den stehenden Luftspalt 57 der Verlust von Strahlungswärme
reduziert und der Aufheizvorgang zeitlich stark verkürzt, sodass der Energieverbrauch
reduziert wird. Es kann außerdem auf Faserdämmstoffe verzichtet werden, die zum einen
schwerer sind und zum anderen feucht werden können und damit Dämmwirkung verlieren
und zu Schimmelbildung neigen können. Die Metallfolien 59, 61 dienen zudem als Dampfsperre,
sodass Kondenswasser an den Metallfolien herunterlaufen und unterseitig kontrolliert
nach außen zur Verdunstung oder zum Abtropfen geführt werden können. Gegenüber der
Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 4 hat die Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 den Vorteil,
dass das entsprechende Schalenelement 5, 7 leichter ausgestaltet werden kann und sich
besonders für das umzusetzende Schalenelement 5, 7 (hier das zweite Schalenelement
7) eignet.
[0035] Zur Vereinfachung der Umpositionierung der Schalenelemente 5, 7 sind diese hier auf
Rollen 63, 65 rollbar ausgestaltet. Das erste Schalenelemente 5 steht mit dem ersten
Boden 29 auf vier ersten Rollen 63 und das zweite Schalenelement 7 steht mit der zweiten
Rückseite 27 oder den zweiten Seitenwandungen 29, 31 auf zwei zweiten Rollen 65.
[0036] Fig. 3 und 4 zeigen das Outdoor-Möbel 1 in einer zweiten Konfiguration, bei der das
Outdoor-Möbel 1 optisch und funktional einem Saunaraum oder Gartenhaus ähnelt. Der
erste Halbraum 9 und der zweite Halbraum 11 bilden in der zweiten Konfiguration zusammen
einen geschlossenen Innenraum, der über die Tür 51 betreten werden kann. Die erste
Vorderseite 14 und die zweite Vorderseite 24 liegen dabei zueinander gerichtet aneinander.
Dabei ist das zweite Schalenelement 7 mittels Halterungen 66 an der vorderseitigen
Blende 34 des ersten Schalenelements 5 eingehängt. Die Halterungen 66 weisen einen
männlichen Teil an der vorderseitigen Blende 34 des ersten Schalenelements 5 in Form
von nach oben schräg zulaufenden Haken auf. Korrespondierend zu dem männlichen Teil
an der vorderseitigen Blende 34 des ersten Schalenelements 5 weist das zweite Schalenelement
7 an der zweiten Vorderseite 24 weibliche Teile der Halterungen 66 in Form von nach
unten schräg zulaufenden Aufnahmen auf. Die Halterungen 66 können so geformt sein,
dass durch korrespondierende schräg zulaufende Flächen eine Verkeilung stattfindet
und/oder das zweite Schalenelement 7 durch sein Eigengewicht in x-Richtung an das
erste Schalenelement 5 gedrückt wird. Entlang der zweiten Vorderseite 24 kann eine
Dichtlippe (nicht gezeigt) verlaufen, die in der ersten Konfiguration zumindest zum
Teil von der Blende 34 verdeckt und vor Sonneneinstrahlung geschützt ist und in der
zweiten Konfiguration vorderseitig an der Blende 34 dichtend anliegt, um den von den
Schalenelementen 5, 7 gebildeten Innenraum thermisch besser zu schließen. Eine solche
Dichtlippe kann auch als elastisches Schonpolster dienen, um ein Verkratzen der Blende
34 durch die zweite Vorderseite 24 zu vermeiden.
[0037] Die leicht unterschiedliche Größe der Schalenelemente 5, 7 wird durch die rahmenbildende
Blende 34 ausgeglichen. Damit das zweite Schalenelement 7 in der ersten Konfiguration
auf das erste Schalenelement 5 aufgesetzt werden kann, haben die zweiten Seitenwandungen
29, 31 einen größeren Abstand zueinander als die ersten Seitenwandungen 21, 23. Der
zweite Halbraum 11 ist also in der y-Richtung breiter als der erste Halbraum, sodass
der gebildete geschlossene Innenraum einen Versatz aufweist. Durch die sich senkrecht
zur xz-Ebene erstreckende rahmenbildende Blende 34 wird dieser Versatz in der zweiten
Konfiguration geschlossen. Der zweite Boden 33 ist in der zweiten Konfiguration heruntergeklappt
bzw. heruntergestellt und ergänzt in horizontaler Lage den ersten Boden 29 zu einem
Im Wesentlichen geschlossen Gesamtboden des Innenraums.
[0038] In der zweiten Konfiguration ist die bewegliche Zweier-Sitzbank 3 nun in das zweiten
Schalenelement 7 geschoben und zum Fenster 35 im ersten Schalenelement 5 nach hinten
hin (in x-Richtung) ausgerichtet. Die Ausrichtung der Zweier-Sitzbank 3 kann beispielsweise
durch eine 180°-Drehung um eine vertikale Achse (z-Achse) verändert werden, nachdem
die Zweier-Sitzbank 3 aus den Schalenelementen 5, 7 genommen wurde (siehe Figur 6).
Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Sitz- und/oder Liegeeinheit eine umsetzbare
oder umklappbare Rückenlehne aufweisen, sodass man anders herum auf der Sitzfläche
sitzen kann. Die Sitz- und/oder Liegeeinheit muss dann nur zwischen den Schalenelementen
verschiebbar sein und nicht ganz aus den Schalenelementen genommen werden.
[0039] Der Saunaheizofen 49 steht mit maximalem Abstand von der Zweier-Sitzbank 3 und der
Tür in einem Eckbereich des ersten Schalenelements 5. In der zweiten Konfiguration
kann der Saunaheizofen zum Saunieren betrieben werden. An der ersten Rückseite17 ist
daher außenseitig ein elektrischer Anschluss 67 zum elektrischen Betrieb des Saunaheizofen
49 angeordnet. Zusätzlich oder alternativ kann an der Stelle ein Gasanschluss zum
Anschluss einer Propangasflasche oder eines anderen Gastanks angeordnet sein, wenn
der Saunaheizofen 49 mit Gas betrieben werden soll.
[0040] In Fig. 3 und 4 wird deutlich die polyedrische Formkontur des Outdoor-Möbels 1 in
einer zweiten Konfiguration deutlich, die im Wesentlichen der Form eines geometrischen
Prismas mit einem im Wesentlichen (mit Ausnahme des durch die Blende 34 geschlossenen
Versatzes) spiegelsymmetrischen Fünfeck als Grundfläche entspricht, die von den rechten
Seitenwandungen 21, 29 und den linken Seitenwandungen 23, 31 der Schalenelemente 5,
7 gebildet wird. Durch die Zusammenfügung der Schalenelemente 5, 7 bildet sich also
aus dem Strandkorb mit Pultdach ein Gartenhaus mit Satteldach.
[0041] In Fig. 4 ist in einem Detailausschnitt die Hohlkammerstruktur des ersten Schalenelements
5 gezeigt. Das zweite Schalenelement 7 kann die gleiche Hohlkammerstruktur und/oder
ein wie in Fig. 2 gezeigte Hohlkammerstruktur aufweisen. Vorzugsweise weisen die Dachschrägen
15, 25, die Rückseiten 17, 27 sowie die Seitenwandungen 21, 23, 29, 31 sämtlich eine
Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 und/oder Fig. 4 auf. Die Hohlkammerstruktur gemäß
Fig. 4 weist drei Holzschichten 53, 55, 69 mit jeweils dazwischen liegenden stehenden
Luftspalten 57, 71. Zu den Luftspalten 57, 71 hin ist an den Holzschichten 53, 55,
69 jeweils eine strahlungswärmereflektierende Metallfolie 59, 61, 73, 75, vorzugsweise
Aluminium aufweisend, angeordnet. Damit wird zusätzlich zur Wärmedämmung durch die
stehenden Luftspalte 57, 71 der Verlust von Strahlungswärme reduziert und der Aufheizvorgang
zeitlich stark verkürzt, sodass der Energieverbrauch reduziert wird. Es kann außerdem
auf Faserdämmstoffe verzichtet werden, die zum einen schwerer sind und zum anderen
feucht werden können und damit Dämmwirkung verlieren und zu Schimmelbildung neigen
können. Die Metallfolien 59, 61, 73, 75 dienen zudem als Dampfsperre, sodass Kondenswasser
an den Metallfolien herunterlaufen und unterseitig kontrolliert nach außen zur Verdunstung
oder zum Abtropfen geführt werden können. Gegenüber der Hohlkammerstruktur gemäß Fig.
2 hat die Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 4 den Vorteil, dass eine höhere Dämmwirkung
durch zwei Luftspalte 57, 71 und eine höhere Strahlungswärmereflexion durch vier Metallfolien
59, 61, 73, 75 erzielt wird, sodass der Saunaheizofen 49 mit weniger Leistung betrieben
werden muss. Insbesondere ist diese Hohlkammerstruktur für das eher stationäre Schalenelement
5, 7 (hier das erste Schalenelement 5) geeignet.
[0042] Fig. 5 bis 10 zeigen schrittweise den Umbau des Outdoor-Möbels 1 von der ersten Konfiguration
zur zweiten Konfiguration. In Fig. 5 wird die Zweier-Sitzbank 3 aus dem ersten Schalenelement
5 gezogen, in Fig. 6 außerhalb des ersten Schalenelements 5 um 180° um die vertikale
z-Achse gedreht und so in Fig. 7 wieder in das erste Schalenelement 5 eingesetzt.
Dabei wird die Zweier-Sitzbank 3 allerdings nicht bis zur ersten Rückseite 17 tief
eingeschoben, sondern nur so tief, dass die Eingangsbereich an der Tür 51 nicht von
innen durch die Zweier-Sitzbank 3 blockiert ist.
[0043] In Fig. 8 wird sodann das zweite Schalenelement 7 mittels der Griffe 13 vom ersten
Schalenelement 5 abgenommen und gemäß Figur 9 um 180° um die vertikale z-Achse gedreht
und von vorne mit der zweiten Vorderseite 24 an die erste Vorderseite 14 angesetzt,
die durch die Blende 34 gebildet wird. Zuvor wurde gemäß Fig. 9 der zweite Boden 33
nach unten geklappt bzw. gestellt, sodass er horizontal den zweiten Halbraum 11 nach
unten begrenzt. Wie in Fig. 10 gezeigt, betritt man den ersten Halbraum 9 des nun
von den Schalenelementen 5, 7 gebildeten geschlossenen Innenraums durch die Tür 51
und schiebt die Zweier-Sitzbank 3 auf den zweiten Boden 33 an die zweite Rückseite
27. Dann befindet sich das Outdoor-Möbel 1 in der zweiten Konfiguration. Werden die
Schritte in umgekehrter Richtung ausgeführt, so kann das Outdoor-Möbel 1 wieder in
die erste Konfiguration als Strandkorb gebracht werden.
[0044] In Fig. 11 bis 13 ist eine zweite Ausführungsform des Outdoor-Möbels 1 gezeigt, bei
der die Sitz- und/oder Liegeeinheit 3 fest im ersten Schalenelement 5 angeordnet sein
kann. Sowohl die Tür 51 als auch das Fenster 35 sind hier im zweiten Schalenelement
7 angeordnet. Auch der Saunaheizofen 49 ist in dieser zweiten Ausführungsform im zweiten
Schalenelement 7 befindlich. Damit der Saunaheizofen 49 in der verschachtelten ersten
Konfiguration im zweiten Schalenelement 7 untergebracht werden kann, weist das zweite
Schalenelement 7 an der zweiten Rückseite 27 eine rückwärtige Ausbuchtung 77 auf,
in der der Saunaheizofen 49 in der ersten Konfiguration verstaut ist. In der zweiten
Konfiguration (siehe Fig. 12) kann der Saunaheizofen 49 aus der Ausbuchtung 77 in
den Innenraum gezogen werden, um ihn zum Saunieren zu betreiben. Im Übrigen ist der
Aufbau des Outdoor-Möbels 1 in der zweiten Ausführungsform sehr ähnlich zum ersten
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1-10. Der zweite Boden 33 im zweiten Schalenelement
7 kann jedoch in dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 11-13 fest installiert
sein und horizontal den zweiten Halbraum 11 nach unten begrenzen. Dies erhöht die
Stabilität des zweiten Schalenelements 7, da diese prinzipiell durch die Tür 51 und
das Fenster 35 beeinträchtigt sein kann. Zusätzlich zum festen zweiten Boden 33 ist
es für die Stabilität vorteilhaft, die zweite Dachschräge 25, die zweite Rückseite
27 sowie die zweiten Seitenwandungen 29, 31 stabiler als im ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1-10 auszugestalten. Damit wird allerdings das zweite Schalenelement 7
auch schwerer, sodass im zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 11-13 der Gewichtunterschied
zwischen dem ersten Schalenelement 5 und dem zweiten Schalenelement 7 geringer ausfallen
kann. Für den Umbau von der ersten Konfiguration (siehe Fig. 11) zur zweiten Konfiguration
(siehe Fig. 12) kann daher das erste Schalenelement 5 samt fest installierter Sitz-
und/oder Liegeeinheit 3 aus dem zweiten Schalenelement 7 herausgezogen, 180° um eine
vertikale z-Achse gedreht und mit der ersten Vorderseite 14 an die zweite Vorderseite
24 des zweiten Schalenelements 7 gesetzt werden. Das zweite Schalenelement 7 verbleibt
dabei an Ort und Stelle. Alternativ dazu kann das zweite Schalenelement 7 samt Saunaheizofen
49 vom ersten Schalenelement 5 gezogen werden, 180° um eine vertikale z-Achse gedreht
und mit der zweiten Vorderseite 24 an die erste Vorderseite 14 des ersten Schalenelements
5 gesetzt werden. Das erste Schalenelement 5 verbleibt dabei an Ort und Stelle.
[0045] Fig. 13a-f zeigen in schematischen Schnittansichten den schrittweisen Umbau von der
ersten Sommer-Konfiguration (siehe Fig. 13a,b) bis zur zweiten Winter-Konfiguration
(siehe Fig. 13e,f). Das willkürlich mit dem ersten Schalenelement 5 verbundene Koordinatensystem
dreht sich hier zwischen Fig. 13b und 13c, da das erste Schalenelement 5 ab Fig. 13c
um 180° um eine vertikale z-Achse gedreht ist. Nachdem das erste Schalenelement 5
in Fig. 13d mit der ersten Vorderseite 14 an die zweite Vorderseite 24 des zweiten
Schalenelements 7 gesetzt wurde, wird der Saunaheizofen 49 aus der Ausbuchtung 77
in den nun von den Halbräumen 9, 11 der Schalenelemente 5, 7 gebildeten Innenraum
gezogen, um ihn in Fig. 13e zum Saunieren zu betreiben.
[0046] Die nummerierten Bezeichnungen der Bauteile oder Bewegungsrichtungen als "erste",
"zweite", "dritte" usw. sind hierin rein willkürlich zur Unterscheidung der Bauteile
oder Bewegungsrichtungen untereinander gewählt und können beliebig anders gewählt
werden. Es ist damit kein Bedeutungsrang verbunden. Eine Bezeichnung eines Bauteils
oder technischen Merkmals als "erstes" soll nicht dahingehend missverstanden werden,
dass es ein zweites Bauteil oder technisches Merkmal dieser Art geben muss. Außerdem
können etwaige Verfahrensschritte, soweit nicht explizit anders erläutert oder zwingend
erforderlich, in beliebiger Reihenfolge und/oder zeitlich teilweise oder ganz überlappend
durchgeführt werden.
[0047] Äquivalente Ausführungsformen der hierin beschriebenen Parameter, Bauteile oder Funktionen,
die in Anbetracht dieser Beschreibung einer fachlich versierten Person als offensichtlich
erscheinen, seien hierin so erfasst als wären sie explizit beschrieben. Entsprechend
soll der Schutzbereich der Ansprüche solche äquivalenten Ausführungsformen umfassen.
Als optional, vorteilhaft, bevorzugt, erwünscht oder ähnlich bezeichnete "kann"-Merkmale
sind als optional zu verstehen und nicht als schutzbereichsbeschränkend.
[0048] Die beschriebenen Ausführungsformen sind als illustrative Beispiele zu verstehen
und stellen keine abschließende Liste von möglichen Ausführungsformen dar. Jedes Merkmal,
das im Rahmen einer Ausführungsform offenbart wurde, kann allein oder in Kombination
mit einem oder mehreren anderen Merkmalen verwendet werden, unabhängig davon, in welcher
Ausführungsform die Merkmale jeweils beschrieben wurden. Während mindestens ein Ausführungsbeispiel
hierin beschrieben und gezeigt ist, seien Abwandlungen und alternative Ausführungsformen,
die einer fachmännisch versierten Person in Anbetracht dieser Beschreibung als offensichtlich
erscheinen, vom Schutzbereich dieser Offenbarung erfasst. Im Übrigen soll hierin weder
der Begriff "aufweisen" zusätzliche andere Merkmale oder Verfahrensschritte ausschließen
noch soll "ein" oder "eine" eine Mehrzahl ausschließen.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1 -
- Outdoor-Möbel
- 3 -
- Sitz- und/oder Liegeeinheit
- 5 -
- erstes Schalenelement
- 7 -
- zweites Schalenelement
- 9 -
- erster Halbraum
- 11 -
- zweiter Halbraum
- 13 -
- Griffe
- 14 -
- erste Vorderseite
- 15 -
- erste Dachschräge
- 17 -
- erste Rückseite
- 19 -
- erster Boden
- 21 -
- erste rechte Seitenwandung
- 23 -
- erste linke Seitenwandung
- 24 -
- zweite Vorderseite
- 25 -
- zweite Dachschräge
- 27 -
- zweite Rückseite
- 29 -
- zweite rechte Seitenwandung
- 31 -
- zweite linke Seitenwandung
- 33 -
- zweiter Boden
- 34 -
- Blende
- 35 -
- Fenster
- 37 -
- Rückenlehne
- 39 -
- Sitzfläche
- 41 -
- unterer Abschnitt der ersten Vorderseite
- 43 -
- oberen Abschnitt der ersten Vorderseite
- 45 -
- unterer Abschnitt der zweiten Vorderseite
- 47 -
- oberen Abschnitt der zweiten Vorderseite
- 49 -
- Saunaheizofen
- 51 -
- Tür
- 53 -
- Holzschicht
- 55 -
- Holzschicht
- 57 -
- Luftspalt
- 59 -
- Metallfolie
- 61 -
- Metallfolie
- 63 -
- erste Rollen
- 65 -
- zweite Rollen
- 66 -
- Halterungen
- 67 -
- elektrischer Anschluss
- 69 -
- Holzschicht
- 71 -
- Luftspalt
- 73 -
- Metallfolie
- 75 -
- Metallfolie
- 77 -
- Ausbuchtung
1. Outdoor-Möbel (1) mit
- mindestens einer Sitz- und/oder Liegeeinheit (3),
- einem ersten Schalenelement (5),
- und einem zweiten Schalenelement (7),
wobei das erste Schalenelement (5) und/oder das zweite Schalenelement (7) wahlweise
in eine erste Konfiguration und in eine zweite Konfiguration bezüglich des jeweils
anderen Schalenelements (7, 5) durch ein Umpositionieren umsetzbar ist, bei dem die
lösbar voneinander angeordneten Schalenelemente (5, 7) voneinander getrennt werden
und mit geänderter Ausrichtung zueinander wieder aneinander positioniert werden, wobei
in der ersten Konfiguration das erste Schalenelement (5) und das zweite Schalenelement
(7) zumindest teilweise ineinander geschachtelt sind und in der zweiten Konfiguration
das erste Schalenelement (5) und das zweite Schalenelement (7) zusammen einen im Wesentlichen
geschlossenen Innenraum einschließen, in dem sich die mindestens eine Sitz- und/oder
Liegeeinheit (3) befindet, wobei das erste Schalenelement (5) einen ersten zu einer
Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) hin offenen ersten Halbraum (9) definiert,
und wobei das zweite Schalenelement (7) einen zu einer Vorderseite (24) des zweiten
Schalenelements (7) hin offenen zweiten Halbraum (11) definiert, wobei das erste Schalenelement
(5) und das zweite Schalenelement (7) in Form und Größe derart korrespondieren, dass
das erste Schalenelement (5) in der ersten Konfiguration den zweiten Halbraum (11)
im Wesentlichen ausfüllt.
2. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 1, wobei der erste Halbraum (9) und der zweite Halbraum
(11) in der zweiten Konfiguration zusammen den im Wesentlichen geschlossenen Innenraum
bilden, wobei die Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) und die Vorderseite
(24) des zweiten Schalenelements (7) zueinander gerichtet aneinander liegen.
3. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zweite Halbraum (11) breiter und/oder
höher ist als der erste Halbraum (9).
4. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer quer zu einer
Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) verlaufenden Blende (34), die in der
zweiten Konfiguration den Innenraum beim Übergang zwischen den Schalenelementen (5,
7) schließt.
5. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine
Sitz- und/oder Liegeeinheit (3) bezüglich des ersten Schalenelements (5) und/oder
des zweiten Schalenelements (7) beweglich ist, vorzugsweise als separate Einheit in
das erste Schalenelement (5) und/oder das zweite Schalenelement (7) ein- und umsetzbar
ist.
6. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Schalenelement
(7) einen umsetzbaren oder umklappbaren Boden (33) aufweist, der in der ersten Konfiguration
flächig an einer Rückseite (27) und/oder Seitenwandung (29, 31) des zweiten Schalenelements
(7) anliegt und in der zweiten Konfiguration einen Bodenteil des im Wesentlichen geschlossenen
Innenraums bildet.
7. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Schalenelement
(5) und/oder das zweite Schalenelement (7) in einer Seitenwandung (21,23,29,31 eine
vorzugsweise nach außen öffnende Tür (51) aufweist.
8. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Saunaheizofen
(49) im ersten Schalenelement (5) oder zweiten Schalenelement (7).
9. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 8, wobei die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit
(3) in der ersten Konfiguration den Saunaheizofen (49) verdeckt und in der zweiten
Konfiguration im zweiten Schalenelement (7) entfernt vom Saunaheizofen (49) angeordnet
und zum Saunaheizofen (49) hin ausgerichtet ist.
10. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Saunaheizofen (49) in einem von
einer Seitenwandung (21, 23) des ersten Schalenelements (5) mit einer Rückseite (17)
des ersten Schalenelements (5) gebildeten Eckbereich angeordnet ist, wobei die dieser
Seitenwandung (21, 23) gegenüberliegende andere Seitenwandung (23, 21) des ersten
Schalenelements (5) eine vorzugsweise nach außen öffnende Tür (51) aufweist.
11. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Schalenelement
(5) und/oder das zweite Schalenelement (7) Wandungen mit mindestens zwei, vorzugsweise
drei Festkörperschichten (53, 55, 69) und mindestens eine zwischen den Festkörperschichten
(53, 55, 69) liegende strahlungswärmereflektierende und vorzugsweise auch als Dampfsperre
dienende Metallfolie (59, 61, 73, 75) aufweist, wobei die Festkörperschichten (53,
55, 69) vorzugsweise aus Holz bestehen.
12. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 11, mit einem jeweils zwischen den Festkörperschichten
(53, 55, 69) liegenden Luftspalt (57, 71).
13. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Schalenelement
(5) und/oder das zweite Schalenelement (7) im Wesentlichen vertikal verlaufende Seitenwandungen
(21, 23,29, 31), eine um einen Winkel β im Bereich von 3° bis 15° nach hinten geneigte
Rückseite (17, 27) und eine um eine Dachneigung γ im Bereich von 5° bis 20 ° nach
hinten geneigte Dachschräge (15, 25) aufweisen.
14. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 13, wobei die Dachneigung γ größer ist als der Winkel
β.
15. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Vorderseite
(14) des ersten Schalenelements (5) derart stufig abgesetzt ist, dass ein unterer
Abschnitt (41) der Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) gegenüber einem
oberen Abschnitt (43) der Vorderseite des ersten Schalenelements (5) vorsteht.
16. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 15, wobei eine Vorderseite (24) des zweiten Schalenelements
(7) mit der Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) korrespondierend derart
stufig abgesetzt ist, dass ein unterer Abschnitt (45) der Vorderseite (24) des zweiten
Schalenelements (7) gegenüber einem oberen Abschnitt (47) der Vorderseite (24) des
zweiten Schalenelements (7) zurücksteht.
1. An outdoor furniture item (1) with
- at least one seating and/or lying unit (3),
- a first shell element (5),
- and a second shell element (7),
wherein the first shell element (5) and/or the second shell element (7) can be selectively
rearranged into a first configuration and into a second configuration with respect
to the respective other shell element (7, 5) by a repositioning, in which the shell
elements (5, 7) detachably arranged from one another are separated from one another
and are repositioned against one another with a changed alignment with respect to
one another, wherein in the first configuration the first shell element (5) and the
second shell element (7) are at least partly nested in one another and in the second
configuration the first shell element (5) and the second shell element (7) together
enclose an essentially closed inner space, in which the at least one seating and/or
lying unit (3) is located, wherein the first shell element (5) defines a first semi-space
(9) which is open to a front side (14) of the first shell element (5), and wherein
the second shell element (7) defines a second semi-space (11) which is open to the
front side (24) of the second shell element (7), wherein the first shell element (5)
and the second shell element (7) with regard to shape and size correspond to one another
in a manner such that in the first configuration the first shell element (5) essentially
fills out the second semi-space (11).
2. An outdoor furniture item (1) according to claim 1, wherein in the second configuration,
the first semi-space (9) and the second semi-space (11) together form the essentially
closed inner space, wherein the front side (14) of the first shell element (5) and
the front side (24) of the second shell element (7) bear on one another in a manner
directed to one another.
3. An outdoor furniture item (1) according to claim 1 or 2, wherein the second semi-space
(11) is wider and/or higher than the first semi-space.
4. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, with a panel
(34) which runs transversely to a front side (14) and which in the second configuration
closes the inner space at the transition between the shell elements (5, 7).
5. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the
at least one seating and/or lying unit (3) is movable with respect to the first shell
element (5) and/or the second shell element (7), preferably is insertable or rearrangeable
into the first shell element (5) and/or the second shell element (7) as a separate
unit.
6. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the
second shell element (7) comprises a base (33) which is rearrangeable or can be folded
over (33) and which in the first configuration bears in a surfaced manner on a rear
side (27) and/or side wall (29, 31) of the second shell element (7) and in the second
configuration forms a base part of the essentially closed inner space.
7. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the
first shell element (5) and/or the second shell element (7) comprises a preferably
outwardly opening door (51) in a side wall (21, 23, 29, 31).
8. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, with a sauna
heating stove (49) in the first shell element (5) or second shell element (7).
9. An outdoor furniture item (1) according to claim 8, wherein in the first configuration
the at least one seating and/or lying unit (3) covers the sauna heating stove (49)
and in the second configuration is arranged in the second shell element (7) remotely
from the sauna heating stove (49) and is directed towards the sauna heating stove
(49).
10. An outdoor furniture item (1) according to claim8 or 9, wherein the sauna heating
stove (49) can be arranged in a corner region which is formed by a side wall (21,
23) of the first shell element (5) with a rear side (17) of the first shell element
(5), wherein the other side wall (23, 21) of the first shell element (5) which lies
opposite this side wall (21, 21) comprises a door (51) which preferably opens to the
outside.
11. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the
first shell element (5) and/or the second shell element (7) comprises walls with at
least two, preferably three solid body layers (53, 55, 69) and at least one metal
foil (59, 61, 73, 75) which lies between the solid body layers, reflects radiant heat
and preferably also serves as a vapour block, wherein the solid body layers (543,
55, 69) preferably consist of wood.
12. An outdoor furniture item (1) according to claim 11, with an air gap (57, 71) which
lies between the solid body layers (53, 55, 69).
13. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the
first shell element (5) and/or the second shell element (7) comprise essentially vertically
running side walls (21, 23, 29, 31), a rear side (17, 27) which is inclined to the
rear by an angle β in the range of 3° to 15°and a sloped roof (15, 25) which is inclined
to the rear by a roof inclination γ in the range of 5° to 20 °.
14. An outdoor furniture item (1) according to claim 13, wherein the roof inclination
γ is larger than the angle β.
15. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein a
front side (14) of the first shell element (5) is shouldered in a stepped manner such
that a lower section (41) of the front side (14) of the first shell element projects
(5) with respect to an upper section (43) of the front side of the first shell element
(5).
16. An outdoor furniture item (1) according to claim 15, wherein a front side (24) of
the second shell element (7) is shouldered in a stepped manner corresponding to the
front side (14) of the first shell element (5) such that a lower section (45) of the
front side (24) of the second shell element (7) is set back with respect to an upper
section (47) of the front side (24) of the second shell element (7).
1. Meuble d'extérieur (1) comprenant
- au moins une unité de siège et/ou couchette (3),
- un premier élément de coque (5),
- et un second élément de coque (7)
le premier élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) pouvant être
placé(s) de manière sélective dans une première configuration et dans une seconde
configuration par rapport à l'autre élément de coque (7, 5) respectif grâce à un repositionnement
au cours duquel les éléments de coque (5, 7) agencés de manière amovible l'un par
rapport à l'autre sont séparés l'un de l'autre et repositionnés l'un adjacent à l'autre
avec une orientation modifiée l'un par rapport à l'autre, le premier élément de coque
(5) et le second élément de coque (7) étant emboîtés au moins partiellement l'un dans
l'autre dans la première configuration et, dans la seconde configuration, le premier
élément de coque (5) et le second élément de coque (7) circonscrivent ensemble un
espace intérieur essentiellement fermé au sein duquel se trouve ladite au moins une
unité de siège et/ou couchette (3), le premier élément de coque (5) définissant un
premier demi-espace (9) ouvert vers une face avant (14) du premier élément de coque
(5), et le second élément de coque (7) définissant un second demi-espace (11) ouvert
vers une face avant (24) du second élément de coque (7), le premier élément de coque
(5) et le second élément de coque (7) correspondant en forme et en taille de telle
manière que, dans la première configuration, le premier élément de coque (5) remplisse
essentiellement le second demi-espace (11).
2. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 1, dans la seconde configuration, le
premier demi-espace (9) et le second demi-espace (11) formant ensemble un espace intérieur
essentiellement fermé, la face avant (14) du premier élément de coque (5) et la face
avant (24) du second élément de coque (7) étant orientées l'une vers l'autre.
3. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 1 ou 2, le second demi-espace (11) étant
plus large et/ou plus haut que le premier demi-espace (9).
4. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant
un panneau (34) s'étendant transversalement par rapport à une face avant (14) du premier
élément de coque (5) et qui, dans la seconde configuration, ferme l'espace intérieur
lors de la transition entre les éléments de coque (5, 7).
5. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, ladite
au moins une unité de siège et/ou couchette (3) étant mobile par rapport au premier
élément de coque (5) et/ou au second élément de coque (7), de manière préférée pouvant
être insérée et placée en tant qu'unité séparée dans le premier élément de coque (5)
et/ou le second élément de coque (7).
6. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le second
élément de coque (7) ayant un fond convertible ou rabattable (33) qui, dans la première
configuration, repose à plat contre une face arrière (27) et/ou une paroi latérale
(29, 31) du second élément de coque (7) et qui, dans la seconde configuration, forme
une partie de fond de l'espace intérieur essentiellement fermé.
7. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le premier
élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) ayant, dans une paroi latérale
(21, 23, 29, 31), une porte (51) s'ouvrant de manière préférée vers l'extérieur.
8. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant
un poêle de sauna (49) dans le premier élément de coque (5) ou le second élément de
coque (7).
9. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 8, ladite au moins une unité de siège
et/ou couchette (3) recouvrant le poêle de sauna (49) dans la première configuration
et étant agencée, dans la seconde configuration, dans le second élément de coque (7)
à distance du poêle de sauna (49) et étant orientée vers le poêle de sauna (49).
10. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 8 ou 9, le poêle de sauna (49) étant
agencé dans une région d'angle formée par une paroi latérale (21, 23) du premier élément
de coque (5) et une face arrière (17) du premier élément de coque (5), l'autre paroi
latérale (23, 21) du premier élément de coque (5) faisant face à ladite paroi latérale
(21, 23) ayant une porte (51) s'ouvrant de manière préférée vers l'extérieur.
11. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le premier
élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) ayant des parois avec au
moins deux, de manière préférée trois, couches de corps solide (53, 55, 69) et au
moins une feuille métallique (59, 61, 73, 75) réfléchissant la chaleur rayonnante
et située entre les couches de corps solide (53, 55, 69) et servant de manière préférée
également de pare-vapeur, les couches de corps solide (53, 55, 69) étant de manière
préférée constituées de bois.
12. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 11, avec un entrefer (57, 71) situé
respectivement entre les couches de corps solide (53, 55, 69).
13. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le premier
élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) ayant des parois latérales
(21, 23, 29, 31) s'étendant de manière essentiellement verticale, une face arrière
(17, 27) inclinée vers l'arrière selon un angle β dans la plage comprise entre 3°
et 15° et une pente de toit (15, 25) inclinée vers l'arrière selon une inclinaison
de toit γ dans la plage comprise entre 5° et 20°.
14. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 13, l'inclinaison de toit γ étant supérieure
à l'angle β.
15. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, une
face avant (14) du premier élément de coque (5) étant décalée en gradin de telle manière
qu'une section inférieure (41) de la face avant (14) du premier élément de coque (5)
fasse saillie par rapport à une section supérieure (43) de la face avant du premier
élément de coque (5).
16. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 15, une face avant (24) du second élément
de coque (7) étant décalée en gradin en correspondance avec la face avant (14) du
premier élément de coque (5) de telle manière qu'une section inférieure (45) de la
face avant (24) du second élément de coque (7) fasse saillie par rapport à une section
supérieure (47) de la face avant (24) du second élément de coque (7).