(19)
(11) EP 3 846 661 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.11.2023  Patentblatt  2023/48

(21) Anmeldenummer: 19759616.6

(22) Anmeldetag:  03.09.2019
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A47C 1/14(2006.01)
A47C 7/74(2006.01)
A61H 33/06(2006.01)
A47C 7/66(2006.01)
A47C 13/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A47C 1/14; A47C 7/666; A47C 7/748; A47C 13/00; A61H 33/066; A61H 33/067; A61H 2033/061
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2019/073453
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2020/048973 (12.03.2020 Gazette  2020/11)

(54)

OUTDOOR-MÖBEL

OUTDOOR FURNITURE

MEUBLE D'EXTÉRIEUR


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 03.09.2018 EP 18192233

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
14.07.2021  Patentblatt  2021/28

(73) Patentinhaber: Sauer, Torsten
23558 Lübeck (DE)

(72) Erfinder:
  • Sauer, Torsten
    23558 Lübeck (DE)

(74) Vertreter: Patentanwälte Vollmann Hemmer Lindfeld Partnerschaft mbB 
Wallstraße 33a
23560 Lübeck
23560 Lübeck (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 2 476 402
DE-A1- 10 000 545
DE-A1-102006 006 908
DE-A1- 1 914 126
DE-A1- 19 754 724
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft Outdoor-Möbel, insbesondere mit Sonnen- und/oder Windschutzfunktion für den Garten oder Strand, wie etwa Strandkörbe.

    [0002] Strandkörbe finden üblicherweise in den Frühlings- und Sommermonaten im Garten oder am Strand Verwendung, um darin sonnen- und/oder windgeschützt sitzen bzw. liegen zu können. Meistens bieten Strandkörbe auf einer Zweiersitzbank zwei nebeneinander angeordnete Sitzplätze, deren gemeinsame Rückenlehne zusammen mit dem vor Sonne und/oder Wind schützenden Korb in der Neigung verschwenkt werden kann. Unter den Sitzplätzen befindet sich häufig jeweils eine ausziehbare Wadenauflage für eine Liegefunktion.

    [0003] In den Herbst- und Wintermonaten bringen gewerbliche Strandkorbbesitzer ihre Strandkörbe unter erheblichem Arbeitseinsatz vom Strand in ein trockenes Winterlager, da die Nachfrage nach Strandkörben im Winter gering ist und ansonsten die Strandkörbe im Winter am Strand ungenutzt verwittern würden. Bei der privaten Nutzung von Strandkörben im Garten wird gegen die Verwitterung im Herbst und Winter oft ein zeltartiger Überzug über den Strandkorb gezogen. In den Herbst- und Wintermonaten steht dann ungenutzt ein unschöner Zeltklotz im Garten. Aus der DE 197 54 724 A1 ist eine universell verwendbare Freizeitliege bekannt. Die DE 1 914 126 A beschreibt ein als Strandkorb verwendbares Land- und Wasserspielgerät. Die EP 2 476 402 A2 beschreibt ein Bad- oder Saunagerät, um darin die untere Körperhälfte mit Dampf zu erwärmen.

    [0004] Es besteht daher die Aufgabe der vorliegenden Offenbarung darin, ein Outdoor-Möbel, wie etwa einen Strandkorb, auch in den Herbst- und Wintermonaten sinnvoll nutzbar und gegen Verwitterung geschützt auszugestalten.

    [0005] Die grundlegende Idee der vorliegenden Offenbarung besteht darin, ein Outdoor-Möbel, wie etwa einen Strandkorb, als Saunaraum, Umkleideraum, Gartenhaus und/oder als Stauraum umfunktionierbar auszugestalten.

    [0006] Gemäß der vorliegenden Offenbarung zur technischen Umsetzung dieser Idee wird ein Outdoor-Möbel bereitgestellt mit
    • mindestens einer Sitz- und/oder Liegeeinheit,
    • einem ersten Schalenelement,
    • und einem zweiten Schalenelement,
    wobei das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement wahlweise in eine erste Konfiguration und in eine zweite Konfiguration bezüglich des jeweils anderen Schalenelements umsetzbar ist, wobei in der ersten Konfiguration das erste Schalenelement und das zweite Schalenelement zumindest teilweise ineinander geschachtelt sind und in der zweiten Konfiguration das erste Schalenelement und das zweite Schalenelement zusammen einen im Wesentlichen geschlossenen Innenraum einschließen, in dem sich die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit befindet.

    [0007] Die erste Konfiguration kann daher mit einer Strandkorbkonfiguration gleichgesetzt werden, bei der ein Benutzer die Sitz- und/oder Liegeeinheit im Frühling oder Sommer verwenden kann, wobei die zumindest teilweise ineinander geschachtelten Schalenelemente einen Wind- und/oder Sonnenschutz im Rücken des Benutzers bilden. Die zweite Konfiguration kann mit einer Raumkonfiguration gleichgesetzt werden, bei der die Schalenelemente einen geschlossenen Innenraum bilden, der als Saunaraum, Umkleideraum, Gartenhaus und/oder als Stauraum verwendet werden kann. Der geschlossene Innenraum, in dem sich die Sitz- und/oder Liegeeinheit befindet, ist gegen Regen und Verwitterung geschützt durch die Schalenelemente. Vorzugsweise ist der Innenraum in der zweiten Konfiguration zu einem Mindestmaß thermisch effektiv geschlossen, d.h. mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von höchstens 10 W/(m2·K), vorzugsweise unter 5 W/(m2·K) zu beiden Seiten, nach vorne, nach hinten und nach oben. Nach unten hin kann der Wärmedurchgangskoeffizient ggf. höher sein. Bewusste Lüftungsöffnungen und/oder Löcher bzw. Schlitze, die aus Fertigungstoleranzen oder Materialverzerrungen heraus entstehen, stehen dem "im Wesentlichen geschlossenen" Innenraum nicht entgegen, sofern der darauf zurückzuführende Wärmeverlust klein genug ist, um beispielsweise durch einen Saunaheizofen kompensiert werden zu können. Es sei hierin mit "umsetzbar" bzw. "umsetzen" eine Umpositionierbarkeit bzw. ein Umpositionieren gemeint, wobei die lösbar voneinander angeordneten Schalenelemente voneinander getrennt werden und mit geänderter Ausrichtung zueinander wieder aneinander positioniert werden. Eine Verschwenkbarkeit bzw. ein Verschwenken der Schalenelemente gegeneinander, bei dem die Schalenelemente miteinander verbunden bleiben, sei hier nicht mit "umsetzbar" bzw. "umsetzen" gemeint.

    [0008] Für den Umbau des Outdoor-Möbels zwischen den zwei Konfigurationen kann eines der Schalenelemente oder beide gegenüber dem jeweils anderen Schalenelement beweglich sein. Je nach Ausführungsform bietet es sich an, dass vorzugsweise nur das leichter ausgestaltete Schalenelement bewegt wird während das schwerere Schalenelement an Ort und Stelle verbleibt. Es können allerdings auch beide Schalenelemente bewegt und sowohl zueinander als auch in Bezug auf die Gesamtposition und -ausrichtung des Outdoor-Möbels bewegt werden. Vorzugsweise kann eines der Schalenelemente oder beide mittels Handgriffen von einer oder zwei Personen manuell getragen oder gerollt, gedreht und umgesetzt werden. Eines der Schalenelemente oder beide können einteilig oder mehrteilig ausgestaltet sein. Bevorzugt ist eine einteilige Ausgestaltung, um die Stabilität zu erhöhen und die Teilevielfalt zu reduzieren. Eine mehrteilige Ausgestaltung kann vorteilhaft sein, wenn eine einteilige Ausgestaltung zu schwer zum Umsetzen ist. Die Schalenelemente sind vorzugsweise starr und möglichst verbiegesteif ausgestaltet.

    [0009] Optional kann sich die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit in der ersten Konfiguration im ersten Schalenelement befinden und zu einer offenen Vorderseite des ersten Schalenelements hin ausgerichtet sein. Die Sitz- und/oder Liegeeinheit kann dann auf einem Boden des ersten Schalenelements stehen. Eine solcher Boden kann fester Bestandteil des ersten Schalenelements sein.

    [0010] Das erste Schalenelement kann daher als inneres Schalenelement definiert sein, das in der ersten Konfiguration als Strandkorb zumindest teilweise in das zweite Schalenelement eingesetzt ist bzw. das zweite Schalenelement auf eine Rückseite des ersten Schalenelements aufgesetzt ist.

    [0011] Erfindungsgemäß definiert das erste Schalenelement einen ersten zu einer Vorderseite des ersten Schalenelements hin offenen ersten Halbraum und das zweite Schalenelement einen zu einer Vorderseite des zweiten Schalenelements hin offenen zweiten Halbraum. Das erste Schalenelement und das zweite Schalenelement korrespondieren dabei in Form und Größe derart, dass das erste Schalenelement in der ersten Konfiguration den zweiten Halbraum im Wesentlichen ausfüllt. Die Form der Schalenelemente kann im Wesentlichen nicht geschlossenen Polyedern oder Prismas entsprechen, wobei sich die Schalenelemente aneinandergesetzt in der zweiten Konfiguration zu einem geschlossenen Polyeder oder Prisma ergänzen können. Die Flächen von Rückseite, Seitenwandungen und Dach des zweiten Schalenelements verlaufen in der ersten Konfiguration jeweils vorzugsweise im Wesentlichen parallel zur entsprechenden Rückseite, den Seitenwandungen und des Daches des ersten Schalenelements.

    [0012] Optional können der erste Halbraum und der zweite Halbraum in der zweiten Konfiguration zusammen den im Wesentlichen geschlossenen Innenraum bilden, wobei die Vorderseite des ersten Schalenelements und die Vorderseite des zweiten Schalenelements zueinander gerichtet aneinander liegen. Vorzugsweise bilden die Schalenelemente aneinandergesetzt in der zweiten Konfiguration im Wesentlichen die Form eines geometrischen Prismas mit einem vorzugsweise im Wesentlichen spiegelsymmetrischen Fünfeck als Grundfläche, die von den Seitenwandungen der Schalenelemente gebildet wird.

    [0013] Der zweite Halbraum ist vorzugsweise breiter und/oder höher als der erste Halbraum. In der zweiten Konfiguration kann solch ein Grö-βenunterschied durch eine quer zur Vorderseite verlaufende Blende ausgeglichen werden, um in der zweiten Konfiguration den Innenraum beim Übergang zwischen den Schalenelementen zu schließen. Die Blende kann vorzugsweise die Vorderseite des ersten Schalenelements bilden und in der zweiten Konfiguration als Anschlag für die Vorderseite des ersten Schalenelements dienen.

    [0014] Optional kann die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit bezüglich des ersten Schalenelements und/oder des zweiten Schalenelements beweglich sein, vorzugsweise als separate Einheit in das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement ein- und umsetzbar sein. Dies ist insbesondere in einer Ausführungsform sinnvoll, bei der das in der ersten Konfiguration außen liegende zweite Schalenelement möglichst leicht und stabil ausgestaltet ist. Bei beweglicher bzw. ein- und umsetzbarer Sitz- und/oder Liegeeinheit kann eine Tür im schwereren ersten Schalenelement vorgesehen werden, da in der zweiten Konfiguration die Sitz- und/oder Liegeeinheit in das zweite Schalenelement geschoben werden kann. Die Sitz- und/oder Liegeeinheit kann ggf. vorher in der Ausrichtung um 180° gedreht werden, sodass in der zweiten Konfiguration die Blickrichtung einer auf der Sitz- und/oder Liegeeinheit positionierten Person von innen auf ein Fenster in der Rückseite des ersten Schalenelements gerichtet ist. Ein Fenster oder eine Tür im möglichst leichten und stabilen zweiten Schalenelement bedarf es also nicht, was das zweite Schalenelement unnötig schwerer und instabiler machen würde.

    [0015] Optional kann das zweite Schalenelement einen umsetzbaren oder umklappbaren Boden aufweisen, der in der ersten Konfiguration flächig an einer Rückseite und/oder Seitenwandung des zweiten Schalenelements anliegt und in der zweiten Konfiguration einen Bodenteil des im Wesentlichen geschlossenen Innenraums bildet. Damit ist es besonders einfach, das zweite Schalenelement für die erste Konfiguration von hinten auf das erste Schalenelement aufzusetzen.

    [0016] Optional können das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement in einer Seitenwandung eine Tür aufweisen. Die Tür kann eine Schwenktür oder eine Schiebetür sein. Die Tür kann nach innen und/oder außen öffnen, wobei es bevorzugt ist, dass die Tür nach außen öffnet. Vorzugsweise ist die Tür im schwereren der beiden Schalenelemente vorgesehen, der nicht für den Umbau des Outdoor-Möbels zwischen den zwei Konfigurationen bewegt wird. Bei fest im ersten Schalenelement eingebauter Sitz- und/oder Liegeeinheit, die nicht verschoben oder umgesetzt werden kann, ist die Tür vorzugsweise im zweiten Schalenelement angeordnet, auch wenn die Bewegung des zweiten Schalenelements für den Umbau des Outdoor-Möbels zwischen den zwei Konfigurationen vorgesehen sein sollte.

    [0017] Optional kann das Outdoor-Möbel einen Saunaheizofen im ersten oder zweiten Schalenelement aufweisen. Damit kann die zweite Konfiguration als Saunakonfiguration bezeichnet werden, bei der der in der zweiten Konfiguration von den Schalenelementen gebildete Innenraum mittels des Saunaheizofens geheizt werden und als Saunaraum dienen kann.

    [0018] Optional kann die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit in der ersten Konfiguration den Saunaheizofen verdecken und in der zweiten Konfiguration im zweiten Schalenelement entfernt vom Saunaheizofen angeordnet und zum Saunaheizofen hin ausgerichtet sein. In dieser Ausführungsform ist die Sitz- und/oder Liegeeinheit vorzugsweise beweglich bzw. umsetzbar und der Saunaheizofen fest im ersten Schalenelement installiert. Die Sitz- und/oder Liegeeinheit kann ggf. beim Umbau von der ersten Konfiguration in die zweite Konfiguration in der Ausrichtung um 180° gedreht und in der zweiten Konfiguration vom Saunaheizofen weg aus dem ersten Schalenelement in das zweite Schalenelement geschoben werden. In der ersten Konfiguration ist der nicht benötigte Saunaheizofen unter bzw. hinter der Sitz- und/oder Liegeeinheit platzsparend versteckt und sicher verstaut.

    [0019] Optional kann der Saunaheizofen in einem von einer Seitenwandung des ersten Schalenelements mit einer Rückseite des ersten Schalenelements gebildeten Eckbereich angeordnet sein, wobei die dieser Seitenwandung gegenüberliegende Seitenwandung des ersten Schalenelements eine vorzugsweise nach außen öffnende Tür aufweist. Damit versperrt der Saunaheizofen nicht den Eingangsbereich der Tür und ist möglichst weit weg von der Tür und der an die Rückseite des zweiten Schalenelements geschobenen Sitz- und/oder Liegeeinheit.

    [0020] Optional kann der Saunaheizofen elektrisch betreibbar sein, vorzugsweise mit 230±23 V Netzspannung, oder mit Gas, vorzugsweise über eine Propangasflasche oder einen Gastank. Für einen elektrischen Betrieb über eine bis zu 16A gesicherte Leitung mit Netzspannung von 230±23 V ist der Saunaheizofen vorzugsweise mit einer Heizleistung von weniger als 3680 W ausgelegt. Versuchstests haben ergeben, dass bei einem Innenraumvolumen von etwa 4 m3 und bestimmtem Wandaufbau der Schalenelemente eine solche Heizleistung ausreicht, um eine Temperaturdifferenz von 100°C und mehr zwischen dem Innenraum und der Außentemperatur zu erzielen und aufrecht zu erhalten. Damit kann also der Innenraum in der zweiten Konfiguration als Sauna genutzt werden. Bei Betrieb mit Gas oder über einen für höhere Leistungen speziell ausgelegten Stromanschluss können ggf. auch höhere Heizleistungen erzielt werden. Der Betrieb mit Gas ist beispielsweise dann vorteilhaft, wenn kein Stromanschluss in der Nähe ist und/oder hohe Heizleistungen benötigt werden, die über einen gewöhnlichen Stromanschluss nicht bedient werden können.

    [0021] Optional kann das erste Schalenelement und/oder das erste Schalenelement an einer jeweiligen Rückseite ein Fenster aus Glas und/oder transparentem Kunststoff aufweisen. Dies ermöglicht zum einen natürlichen Lichteinfall in der zweiten Konfiguration bei geschlossener Tür und zum anderen einen Ausblick beim Saunieren. Vorzugsweise ist das Fenster in dem Schalenelement angeordnet, in dem die Sitz- und/oder Liegeeinheit nicht in der zweiten Konfiguration positioniert ist. Bei fest im ersten Schalenelement angebrachter Sitz- und/oder Liegeeinheit ist das Fenster also vorzugsweise in der Rückseite des zweiten Schalenelements angeordnet. Bei umsetzbarer Sitz- und/oder Liegeeinheit, die in der zweiten Konfiguration in das zweite Schalenelement geschoben wird, ist das Fenster vorzugsweise in der Rückseite des ersten Schalenelements. Um den Lichteinfall und die Möglichkeiten für die Positionierung der Sitz- und/oder Liegeeinheit zu erhöhen, können auch beide Rückseiten und/oder das Dach und/oder die Seitenwandungen Fenster aus Glas und/oder transparentem Kunststoff aufweisen.

    [0022] Optional kann das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement Wandungen mit mindestens zwei, vorzugsweise drei Festkörperschichten und mindestens eine zwischen den Festkörperschichten liegende strahlungswärmereflektierende und vorzugsweise auch als Dampfsperre dienende Metallfolie aufweisen. Damit wird der Verlust von Strahlungswärme reduziert und der Aufheizvorgang zeitlich stark verkürzt, sodass der Energieverbrauch reduziert wird. Es kann außerdem auf Faserdämmstoffe verzichtet werden, die zum einen schwerer sind und zum anderen feucht werden können und damit Dämmwirkung verlieren und zu Schimmelbildung neigen können. Kondenswasser kann an der vorzugsweise auch als Dampfsperre dienenden Metallfolie herunterlaufen und unterseitig kontrolliert nach außen zur Verdunstung oder zum Abtropfen geführt werden. Optional kann das Outdoor-Möbel einen (oder mehr) jeweils zwischen den Festkörperschichten liegenden Luftspalt aufweisen. Die mindestens eine Metallfolie kann vorzugsweise an einer zum jeweiligen Luftspalt hin weisenden Seite einer oder mehrerer der Festkörperschichten angeordnet sein. Solch eine Hohlkammerstruktur als Wandaufbau der Schalenelemente hat mindestens eine wärmeisolierende stehende Luftschicht, die den Wärmeverlust reduziert und die benötigte Heizleistung des Saunaheizofens soweit senkt, dass dieser über eine bis zu 16A gesicherte Leitung mit Netzspannung von 230±23 V elektrisch betrieben werden kann. Eine oder mehrere der Festkörperschichten bestehen vorzugsweise aus Holz, insbesondere die zum Innenraum angrenzende Schicht. Eine oder mehrere der Festkörperschichten, insbesondere die außen liegende Schicht, können allerdings anderes Material wie etwa Kunststoff und/oder Faserverbundstoffe aufweisen. Eine oder mehrere der Festkörperschichten können beispielsweise selbst besonders gut thermisch isolierendes Material wie etwa künstlichen Kork und/oder Naturkork aufweisen. Bei ausreichender Wärmeisolation durch die Festkörperschichten kann auf eine Hohlkammerstruktur mit Luftspalt verzichtet werden.

    [0023] Optional kann das erste Schalenelement und/oder das zweite Schalenelement im Wesentlichen vertikal verlaufende Seitenwandungen, eine um einen Winkel β im Bereich von 3° bis 15° nach hinten geneigte Rückseite und eine um eine Dachneigung γ im Bereich von 5° bis 20 ° nach hinten geneigte Dachschräge aufweisen. Unter anderem entsteht hierdurch ein optischer Eindruck von einem Strandkorb mit Pultdach in der ersten Konfiguration und von einem Gartenhäuschen mit Satteldach in der zweiten Konfiguration. Die Rückseiten, ggf. mit Fenster, sind zudem gegen Regen direkt von oben geschützt. Außerdem erlaubt es eine Rückenlehne der Sitz- und/oder Liegeeinheit in eine tiefere Liegeposition zu stellen, ohne dafür den Abstand der Sitzfläche von der Rückseite zu erhöhen. Die Dachschräge sorgt für einen Ablauf von Regenwasser zu den Rückseiten hin.

    [0024] Optional ist die Dachneigung γ größer ist als der Winkel β, mit dem die Rückseiten nach hinten geneigt sind. Dies bietet zum einen eine harmonische, ästhetisch gefällige Form als auch eine hohe Stabilität des Outdoor-Möbels sowohl in der ersten als auch in der zweiten Konfiguration.

    [0025] Optional kann eine Vorderseite des ersten Schalenelements derart stufig abgesetzt sein, dass ein unterer Abschnitt der Vorderseite des ersten Schalenelements gegenüber einem oberen Abschnitt der Vorderseite des ersten Schalenelements vorsteht. Hierdurch wird der optische Eindruck von einem Strandkorb in der ersten Konfiguration verstärkt und eine Ablagefläche in der ersten Konfiguration geboten. Optional kann dabei eine Vorderseite des zweiten Schalenelements mit der Vorderseite des ersten Schalenelements korrespondierend derart stufig abgesetzt sein, dass ein unterer Abschnitt der Vorderseite des zweiten Schalenelements gegenüber einem oberen Abschnitt der Vorderseite des zweiten Schalenelements zurücksteht. Damit ergänzen sich die beiden Schalenelemente passgenau zu einem geschlossenen Raum in der zweiten Konfiguration. Durch die korrespondierend zueinander abgestuften Vorderseiten der Schalenelemente kann ein horizontaler Abschnitt in der ersten Vorderseite gebildet sein, auf dem das zweite Schalenelement in der zweiten Konfiguration aufliegt. Dadurch wird die Stabilität und Statik des Outdoor-Möbels in der zweiten Konfiguration verbessert. In der ersten Konfiguration trägt der horizontale Abschnitt zum strandkorbähnlichen Erscheinungsbild bei und kann als Ablage, beispielsweise für Getränke oder Geschirr, dienen.

    [0026] Nachfolgend ist die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

    Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte erste Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,

    Fig. 2 einen Längsschnitt in der xz-Ebene durch eine beispielhafte erste Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,

    Fig. 3 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte erste Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der zweiten Konfiguration,

    Fig. 4 einen Längsschnitt in der xz-Ebene durch eine beispielhafte erste Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,

    Fig. 5 bis 10 perspektivische Ansichten auf eine beispielhafte erste Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in unterschiedlichen Phasen eines schrittweisen Umbaus von der ersten Konfiguration zur zweiten Konfiguration,

    Fig. 11 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte zweite Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration,

    Fig. 12 eine perspektivische Ansicht auf eine beispielhafte zweite Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in der ersten Konfiguration, und

    Fig. 13a-f schematische Längsschnitte in der xz-Ebene durch eine beispielhafte zweite Ausführungsform des hierin offenbarten Outdoor-Möbels in unterschiedlichen Phasen eines schrittweisen Umbaus von der ersten Konfiguration zur zweiten Konfiguration,



    [0027] In der Figur 1 ist ein Outdoor-Möbel 1 in einer ersten Konfiguration gezeigt, bei der das Outdoor-Möbel 1 optisch und funktional einem Strandkorb ähnelt. Zur besseren Orientierung ist in den Figuren jeweils ein rechtshändiges Kartesisches Koordinatensystem gezeigt, bei dem die x-Achse in Tiefenrichtung, die y-Achse in Breitenrichtung und die z-Achse in Höhenrichtung verläuft. Die x-Achse ist hier willkürlich so gewählt, dass sie einer Blickrichtung auf eine Vorderseite des Outdoor-Möbels 1 in der ersten Konfiguration entspricht. Die y-Achse ist hier willkürlich so gewählt, dass sie bei Blickrichtung auf eine Vorderseite des Outdoor-Möbels 1 in der ersten Konfiguration von rechts nach links verläuft. Daraus ergibt sich, dass die z-Achse vertikal von unten nach oben verläuft. Der Begriff "Vorderseite" oder "vorne" ist hierin für alle Teile des Outdoor-Möbels 1 so gewählt, dass damit die in der ersten Konfiguration in negative x-Richtung weisende Seite bzw. Richtung gemeint ist. In einer zweiten Konfiguration des Outdoor-Möbels 1 kann allerdings eine "Vorderseite" eines beweglichen Teils in positive x-Richtung weisen. Analog ist der Begriff "Rückseite" oder "hinten" hierin für alle Teile des Outdoor-Möbels 1 so gewählt, dass damit die in der ersten Konfiguration in positive x-Richtung weisende Seite bzw. Richtung gemeint ist. In einer zweiten Konfiguration des Outdoor-Möbels 1 kann allerdings eine "Rückseite" eines beweglichen Teils in negative x-Richtung weisen.

    [0028] Das Outdoor-Möbel 1 weist eine Sitz- und/oder Liegeeinheit in Form einer Zweier-Sitzbank 3, ein erstes Schalenelement 5 und eine zweites Schalenelement 7 auf. Das erste Schalenelement 5 bildet einen nach vorne offenen ersten Halbraum 9, in dem die Zweier-Sitzbank 3 angeordnet und nach vorne zur Öffnung hin in negative x-Richtung ausgerichtet ist. Das erste Schalenelement 5 bildet ähnlich einem Strandkorb für eine auf der Zweier-Sitzbank 3 positionierte Person einen Regen-, Wind- und/oder Sonnenschutz von hinten, von den Seiten und von oben. Das zweite Schalenelement 7 ist gegenüber dem ersten Schalenelement 5 beweglich und von hinten wie eine Haube auf das erste Schalenelement 5 aufgesetzt. Das erste Schalenelement 5 und das zweite Schalenelement 7 sind also ineinander geschachtelt, wobei das erste Schalenelement 5 einen vom zweiten Schalenelement 7 gebildeten zweiten Halbraum 11 (siehe Figur 4) fast vollständig ausfüllt. Das zweite Schalenelement 7 ist möglichst leicht und verbiegesteif ausgestaltet, um von Hand mittels Griffen 13 mit einer oder zwei Personen abgenommen und bezüglich des ersten Schalenelements 5 umgesetzt werden zu können.

    [0029] Der in Figur 2 gezeigte Längsschnitt in der xz-Ebene zeigt die Verschachtelung der Schalenelemente 5, 7 in der ersten Konfiguration deutlicher. Das innen liegende erste Schalenelement 5 bildet im Wesentlichen einen fünfflächigen und zu einer ersten Vorderseite 14 hin offenen Polyeder mit einer ersten Dachschräge 15, einer ersten Rückseite 17, einem ersten Boden 19 und zwei ersten Seitenwandungen 21, 23 (nicht sichtbar in Fig. 2, aber in Fig. 1 bzw. 5). Das außen liegende zweite Schalenelement 7 bildet in der ersten Konfiguration im Wesentlichen einen vierflächigen und zu einer zweiten Vorderseite 24 sowie unten hin offenen Polyeder mit einer zweiten Dachschräge 25, einer zweiten Rückseite 27 und zwei zweiten Seitenwandungen 29, 31 (nicht sichtbar in Fig. 2, aber in Fig. 1 bzw. 5). Ein zweiter Boden 33 des zweiten Schalenelements 7 ist in der ersten Konfiguration innenseitig an der zweiten Rückseite 27 hochgeklappt bzw. hochgestellt, sodass er in der ersten Konfiguration zwischen der ersten Rückseite 17 und der zweiten Rückseite 27 im Wesentlichen parallel zu diesen liegt.

    [0030] Die Dachschrägen 15, 25, die Rückseiten 17, 27 sowie die Seitenwandungen 21, 23, 29, 31 liegen in der ersten Konfiguration jeweils parallel zueinander. Die Seitenwandungen 21, 23, 29, 31 verlaufen dabei im Wesentlichen vertikal. Die Rückseiten 17, 27 sind um einen Winkel β im Bereich von 3° bis 15°, vorzugsweise um 6°, nach hinten geneigt, damit der optische Eindruck eines Strandkorbes erzielt wird und die Rückseiten 17, 27 weniger dem Regen ausgesetzt sind. Die Dachschrägen 15, 25 sind um eine Dachneigung γ im Bereich von 5° bis 20°, vorzugsweise um 13°, nach hinten geneigt und bilden in der ersten Konfiguration ein Pultdach, auf dem Regenwasser nach hinten abläuft. Die erste Vorderseite 14 ist derart stufig abgesetzt, dass ein unterer Abschnitt 41 der ersten Vorderseite 14 gegenüber einem oberen Abschnitt 43 der ersten Vorderseite 14 vorsteht. Wie in Fig. 1 gut erkennbar, ist die zweite Vorderseite 24 korrespondierend dazu derart stufig abgesetzt, dass ein unterer Abschnitt 45 der zweiten Vorderseite 24 gegenüber einem oberen Abschnitt 47 der zweiten Vorderseite 24 entsprechend zurücksteht. Die erste Vorderseite 14 wird hier von einer sich senkrecht zur xz-Ebene erstreckenden rahmenbildenden Blende 34 gebildet, die nach hinten hin zum Teil die Sicht auf die zweite Vorderseite 24 verdeckt. Die Blende 34 dient in der zweiten Konfiguration als Anschlag für die Vorderseite 24 des ersten Schalenelements 7 (siehe Fig. 3 und 4). Durch die korrespondierend zueinander abgestuften Vorderseiten 14, 24 der Schalenelemente 5, 7 bildet die Blende 34 hier einen horizontalen Abschnitt, auf dem das zweite Schalenelement 7 in der zweiten Konfiguration aufliegt. Dadurch wird die Stabilität und Statik des Outdoor-Möbels 1 in der zweiten Konfiguration verbessert. In der ersten Konfiguration trägt der horizontale Abschnitt der Blende 34 zum strandkorbähnlichen Erscheinungsbild bei und kann als Ablage, beispielsweise für Getränke oder Geschirr, dienen.

    [0031] Die erste Rückseite 17 weist ein Fenster 35 auf, das vorzugsweise wärmeisolierende Doppel- oder Dreifachverglasung aufweist. Das Fenster 35 kann eine oder mehrere Scheiben haben, die Glas und/oder transparenten Kunststoff aufweisen. Das Fenster 35 kann eine Diskretionsschicht zur Verdunkelung der Durchsicht insbesondere von außen nach innen aufweisen.

    [0032] Die Zweier-Sitzbank 3 steht in der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 10 auf dem ersten Boden 19 und ist beweglich verschiebbar im ersten Schalenelement 5 und sogar herausnehmbar (siehe Fig. 5). Eine Rückenlehne 37 der Zweier-Sitzbank 3 ist, wie in Fig. 2 gezeigt, in ihrer Neigung nach hinten stufenweise oder stufenlos verstellbar. Dabei kann eine Sitzfläche 39 der Zweier-Sitzbank 3 horizontal nach vorne (in negative x-Richtung) verschiebbar sein bzw. die gesamte Zweier-Sitzbank 3 weiter nach vorne im ersten Schalenelement 5 positioniert werden, um hinten mehr Platz zum Zurückstellen der Rückenlehne 37 zu haben. Für eine Liegefunktion kann vorne an der Sitzfläche 39 der Zweier-Sitzbank 3 eine Wadenstütze herausgeschoben oder hochgeklappt werden, die ggf. aus der ersten Vorderseite 14 herausragt.

    [0033] Unter bzw. hinter der Sitzfläche 39 der Zweier-Sitzbank 3 versteckt ist ein Saunaheizofen 49 angeordnet, der über einen herkömmlichen 230V-Stromnetzanschluss elektrisch betreibbar ist. Der Saunaheizofen 49 ist nicht zum Betrieb in der ersten Konfiguration gemäß Fig. 1 und 2 vorgesehen, sondern nur verstaut für die Benutzung in der zweiten Konfiguration gemäß Fig. 3 und 4. Hier ist der Saunaheizofen in einem von der rechten ersten Seitenwandung 21 mit der ersten Rückseite 17 gebildeten Eckbereich angeordnet. Die der rechten ersten Seitenwandung 21 gegenüberliegende linke erste Seitenwandung 23 weist dabei eine vorzugsweise nach außen hin öffnende Tür 51 auf (siehe Fig. 3).

    [0034] In Fig. 2 ist in einem Detailausschnitt die Hohlkammerstruktur des zweiten Schalenelements 7 gezeigt. Das erste Schalenelement 5 kann die gleiche Hohlkammerstruktur und/oder ein wie in Fig. 4 gezeigte Hohlkammerstruktur aufweisen. Vorzugsweise weisen die Dachschrägen 15, 25, die Rückseiten 17, 27 sowie die Seitenwandungen 21, 23, 29, 31 sämtlich eine Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 und/oder Fig. 4 auf. Die Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 weist zwei Holzschichten 53, 55 mit dazwischen liegendem stehendem Luftspalt 57. Zum Luftspalt 57 hin ist an den Holzschichten 53, 55 jeweils eine strahlungswärmereflektierende Metallfolie 59, 61, vorzugsweise Aluminium aufweisend, angeordnet. Damit wird zusätzlich zur Wärmedämmung durch den stehenden Luftspalt 57 der Verlust von Strahlungswärme reduziert und der Aufheizvorgang zeitlich stark verkürzt, sodass der Energieverbrauch reduziert wird. Es kann außerdem auf Faserdämmstoffe verzichtet werden, die zum einen schwerer sind und zum anderen feucht werden können und damit Dämmwirkung verlieren und zu Schimmelbildung neigen können. Die Metallfolien 59, 61 dienen zudem als Dampfsperre, sodass Kondenswasser an den Metallfolien herunterlaufen und unterseitig kontrolliert nach außen zur Verdunstung oder zum Abtropfen geführt werden können. Gegenüber der Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 4 hat die Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 den Vorteil, dass das entsprechende Schalenelement 5, 7 leichter ausgestaltet werden kann und sich besonders für das umzusetzende Schalenelement 5, 7 (hier das zweite Schalenelement 7) eignet.

    [0035] Zur Vereinfachung der Umpositionierung der Schalenelemente 5, 7 sind diese hier auf Rollen 63, 65 rollbar ausgestaltet. Das erste Schalenelemente 5 steht mit dem ersten Boden 29 auf vier ersten Rollen 63 und das zweite Schalenelement 7 steht mit der zweiten Rückseite 27 oder den zweiten Seitenwandungen 29, 31 auf zwei zweiten Rollen 65.

    [0036] Fig. 3 und 4 zeigen das Outdoor-Möbel 1 in einer zweiten Konfiguration, bei der das Outdoor-Möbel 1 optisch und funktional einem Saunaraum oder Gartenhaus ähnelt. Der erste Halbraum 9 und der zweite Halbraum 11 bilden in der zweiten Konfiguration zusammen einen geschlossenen Innenraum, der über die Tür 51 betreten werden kann. Die erste Vorderseite 14 und die zweite Vorderseite 24 liegen dabei zueinander gerichtet aneinander. Dabei ist das zweite Schalenelement 7 mittels Halterungen 66 an der vorderseitigen Blende 34 des ersten Schalenelements 5 eingehängt. Die Halterungen 66 weisen einen männlichen Teil an der vorderseitigen Blende 34 des ersten Schalenelements 5 in Form von nach oben schräg zulaufenden Haken auf. Korrespondierend zu dem männlichen Teil an der vorderseitigen Blende 34 des ersten Schalenelements 5 weist das zweite Schalenelement 7 an der zweiten Vorderseite 24 weibliche Teile der Halterungen 66 in Form von nach unten schräg zulaufenden Aufnahmen auf. Die Halterungen 66 können so geformt sein, dass durch korrespondierende schräg zulaufende Flächen eine Verkeilung stattfindet und/oder das zweite Schalenelement 7 durch sein Eigengewicht in x-Richtung an das erste Schalenelement 5 gedrückt wird. Entlang der zweiten Vorderseite 24 kann eine Dichtlippe (nicht gezeigt) verlaufen, die in der ersten Konfiguration zumindest zum Teil von der Blende 34 verdeckt und vor Sonneneinstrahlung geschützt ist und in der zweiten Konfiguration vorderseitig an der Blende 34 dichtend anliegt, um den von den Schalenelementen 5, 7 gebildeten Innenraum thermisch besser zu schließen. Eine solche Dichtlippe kann auch als elastisches Schonpolster dienen, um ein Verkratzen der Blende 34 durch die zweite Vorderseite 24 zu vermeiden.

    [0037] Die leicht unterschiedliche Größe der Schalenelemente 5, 7 wird durch die rahmenbildende Blende 34 ausgeglichen. Damit das zweite Schalenelement 7 in der ersten Konfiguration auf das erste Schalenelement 5 aufgesetzt werden kann, haben die zweiten Seitenwandungen 29, 31 einen größeren Abstand zueinander als die ersten Seitenwandungen 21, 23. Der zweite Halbraum 11 ist also in der y-Richtung breiter als der erste Halbraum, sodass der gebildete geschlossene Innenraum einen Versatz aufweist. Durch die sich senkrecht zur xz-Ebene erstreckende rahmenbildende Blende 34 wird dieser Versatz in der zweiten Konfiguration geschlossen. Der zweite Boden 33 ist in der zweiten Konfiguration heruntergeklappt bzw. heruntergestellt und ergänzt in horizontaler Lage den ersten Boden 29 zu einem Im Wesentlichen geschlossen Gesamtboden des Innenraums.

    [0038] In der zweiten Konfiguration ist die bewegliche Zweier-Sitzbank 3 nun in das zweiten Schalenelement 7 geschoben und zum Fenster 35 im ersten Schalenelement 5 nach hinten hin (in x-Richtung) ausgerichtet. Die Ausrichtung der Zweier-Sitzbank 3 kann beispielsweise durch eine 180°-Drehung um eine vertikale Achse (z-Achse) verändert werden, nachdem die Zweier-Sitzbank 3 aus den Schalenelementen 5, 7 genommen wurde (siehe Figur 6). Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Sitz- und/oder Liegeeinheit eine umsetzbare oder umklappbare Rückenlehne aufweisen, sodass man anders herum auf der Sitzfläche sitzen kann. Die Sitz- und/oder Liegeeinheit muss dann nur zwischen den Schalenelementen verschiebbar sein und nicht ganz aus den Schalenelementen genommen werden.

    [0039] Der Saunaheizofen 49 steht mit maximalem Abstand von der Zweier-Sitzbank 3 und der Tür in einem Eckbereich des ersten Schalenelements 5. In der zweiten Konfiguration kann der Saunaheizofen zum Saunieren betrieben werden. An der ersten Rückseite17 ist daher außenseitig ein elektrischer Anschluss 67 zum elektrischen Betrieb des Saunaheizofen 49 angeordnet. Zusätzlich oder alternativ kann an der Stelle ein Gasanschluss zum Anschluss einer Propangasflasche oder eines anderen Gastanks angeordnet sein, wenn der Saunaheizofen 49 mit Gas betrieben werden soll.

    [0040] In Fig. 3 und 4 wird deutlich die polyedrische Formkontur des Outdoor-Möbels 1 in einer zweiten Konfiguration deutlich, die im Wesentlichen der Form eines geometrischen Prismas mit einem im Wesentlichen (mit Ausnahme des durch die Blende 34 geschlossenen Versatzes) spiegelsymmetrischen Fünfeck als Grundfläche entspricht, die von den rechten Seitenwandungen 21, 29 und den linken Seitenwandungen 23, 31 der Schalenelemente 5, 7 gebildet wird. Durch die Zusammenfügung der Schalenelemente 5, 7 bildet sich also aus dem Strandkorb mit Pultdach ein Gartenhaus mit Satteldach.

    [0041] In Fig. 4 ist in einem Detailausschnitt die Hohlkammerstruktur des ersten Schalenelements 5 gezeigt. Das zweite Schalenelement 7 kann die gleiche Hohlkammerstruktur und/oder ein wie in Fig. 2 gezeigte Hohlkammerstruktur aufweisen. Vorzugsweise weisen die Dachschrägen 15, 25, die Rückseiten 17, 27 sowie die Seitenwandungen 21, 23, 29, 31 sämtlich eine Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 und/oder Fig. 4 auf. Die Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 4 weist drei Holzschichten 53, 55, 69 mit jeweils dazwischen liegenden stehenden Luftspalten 57, 71. Zu den Luftspalten 57, 71 hin ist an den Holzschichten 53, 55, 69 jeweils eine strahlungswärmereflektierende Metallfolie 59, 61, 73, 75, vorzugsweise Aluminium aufweisend, angeordnet. Damit wird zusätzlich zur Wärmedämmung durch die stehenden Luftspalte 57, 71 der Verlust von Strahlungswärme reduziert und der Aufheizvorgang zeitlich stark verkürzt, sodass der Energieverbrauch reduziert wird. Es kann außerdem auf Faserdämmstoffe verzichtet werden, die zum einen schwerer sind und zum anderen feucht werden können und damit Dämmwirkung verlieren und zu Schimmelbildung neigen können. Die Metallfolien 59, 61, 73, 75 dienen zudem als Dampfsperre, sodass Kondenswasser an den Metallfolien herunterlaufen und unterseitig kontrolliert nach außen zur Verdunstung oder zum Abtropfen geführt werden können. Gegenüber der Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 2 hat die Hohlkammerstruktur gemäß Fig. 4 den Vorteil, dass eine höhere Dämmwirkung durch zwei Luftspalte 57, 71 und eine höhere Strahlungswärmereflexion durch vier Metallfolien 59, 61, 73, 75 erzielt wird, sodass der Saunaheizofen 49 mit weniger Leistung betrieben werden muss. Insbesondere ist diese Hohlkammerstruktur für das eher stationäre Schalenelement 5, 7 (hier das erste Schalenelement 5) geeignet.

    [0042] Fig. 5 bis 10 zeigen schrittweise den Umbau des Outdoor-Möbels 1 von der ersten Konfiguration zur zweiten Konfiguration. In Fig. 5 wird die Zweier-Sitzbank 3 aus dem ersten Schalenelement 5 gezogen, in Fig. 6 außerhalb des ersten Schalenelements 5 um 180° um die vertikale z-Achse gedreht und so in Fig. 7 wieder in das erste Schalenelement 5 eingesetzt. Dabei wird die Zweier-Sitzbank 3 allerdings nicht bis zur ersten Rückseite 17 tief eingeschoben, sondern nur so tief, dass die Eingangsbereich an der Tür 51 nicht von innen durch die Zweier-Sitzbank 3 blockiert ist.

    [0043] In Fig. 8 wird sodann das zweite Schalenelement 7 mittels der Griffe 13 vom ersten Schalenelement 5 abgenommen und gemäß Figur 9 um 180° um die vertikale z-Achse gedreht und von vorne mit der zweiten Vorderseite 24 an die erste Vorderseite 14 angesetzt, die durch die Blende 34 gebildet wird. Zuvor wurde gemäß Fig. 9 der zweite Boden 33 nach unten geklappt bzw. gestellt, sodass er horizontal den zweiten Halbraum 11 nach unten begrenzt. Wie in Fig. 10 gezeigt, betritt man den ersten Halbraum 9 des nun von den Schalenelementen 5, 7 gebildeten geschlossenen Innenraums durch die Tür 51 und schiebt die Zweier-Sitzbank 3 auf den zweiten Boden 33 an die zweite Rückseite 27. Dann befindet sich das Outdoor-Möbel 1 in der zweiten Konfiguration. Werden die Schritte in umgekehrter Richtung ausgeführt, so kann das Outdoor-Möbel 1 wieder in die erste Konfiguration als Strandkorb gebracht werden.

    [0044] In Fig. 11 bis 13 ist eine zweite Ausführungsform des Outdoor-Möbels 1 gezeigt, bei der die Sitz- und/oder Liegeeinheit 3 fest im ersten Schalenelement 5 angeordnet sein kann. Sowohl die Tür 51 als auch das Fenster 35 sind hier im zweiten Schalenelement 7 angeordnet. Auch der Saunaheizofen 49 ist in dieser zweiten Ausführungsform im zweiten Schalenelement 7 befindlich. Damit der Saunaheizofen 49 in der verschachtelten ersten Konfiguration im zweiten Schalenelement 7 untergebracht werden kann, weist das zweite Schalenelement 7 an der zweiten Rückseite 27 eine rückwärtige Ausbuchtung 77 auf, in der der Saunaheizofen 49 in der ersten Konfiguration verstaut ist. In der zweiten Konfiguration (siehe Fig. 12) kann der Saunaheizofen 49 aus der Ausbuchtung 77 in den Innenraum gezogen werden, um ihn zum Saunieren zu betreiben. Im Übrigen ist der Aufbau des Outdoor-Möbels 1 in der zweiten Ausführungsform sehr ähnlich zum ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1-10. Der zweite Boden 33 im zweiten Schalenelement 7 kann jedoch in dem zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 11-13 fest installiert sein und horizontal den zweiten Halbraum 11 nach unten begrenzen. Dies erhöht die Stabilität des zweiten Schalenelements 7, da diese prinzipiell durch die Tür 51 und das Fenster 35 beeinträchtigt sein kann. Zusätzlich zum festen zweiten Boden 33 ist es für die Stabilität vorteilhaft, die zweite Dachschräge 25, die zweite Rückseite 27 sowie die zweiten Seitenwandungen 29, 31 stabiler als im ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1-10 auszugestalten. Damit wird allerdings das zweite Schalenelement 7 auch schwerer, sodass im zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 11-13 der Gewichtunterschied zwischen dem ersten Schalenelement 5 und dem zweiten Schalenelement 7 geringer ausfallen kann. Für den Umbau von der ersten Konfiguration (siehe Fig. 11) zur zweiten Konfiguration (siehe Fig. 12) kann daher das erste Schalenelement 5 samt fest installierter Sitz- und/oder Liegeeinheit 3 aus dem zweiten Schalenelement 7 herausgezogen, 180° um eine vertikale z-Achse gedreht und mit der ersten Vorderseite 14 an die zweite Vorderseite 24 des zweiten Schalenelements 7 gesetzt werden. Das zweite Schalenelement 7 verbleibt dabei an Ort und Stelle. Alternativ dazu kann das zweite Schalenelement 7 samt Saunaheizofen 49 vom ersten Schalenelement 5 gezogen werden, 180° um eine vertikale z-Achse gedreht und mit der zweiten Vorderseite 24 an die erste Vorderseite 14 des ersten Schalenelements 5 gesetzt werden. Das erste Schalenelement 5 verbleibt dabei an Ort und Stelle.

    [0045] Fig. 13a-f zeigen in schematischen Schnittansichten den schrittweisen Umbau von der ersten Sommer-Konfiguration (siehe Fig. 13a,b) bis zur zweiten Winter-Konfiguration (siehe Fig. 13e,f). Das willkürlich mit dem ersten Schalenelement 5 verbundene Koordinatensystem dreht sich hier zwischen Fig. 13b und 13c, da das erste Schalenelement 5 ab Fig. 13c um 180° um eine vertikale z-Achse gedreht ist. Nachdem das erste Schalenelement 5 in Fig. 13d mit der ersten Vorderseite 14 an die zweite Vorderseite 24 des zweiten Schalenelements 7 gesetzt wurde, wird der Saunaheizofen 49 aus der Ausbuchtung 77 in den nun von den Halbräumen 9, 11 der Schalenelemente 5, 7 gebildeten Innenraum gezogen, um ihn in Fig. 13e zum Saunieren zu betreiben.

    [0046] Die nummerierten Bezeichnungen der Bauteile oder Bewegungsrichtungen als "erste", "zweite", "dritte" usw. sind hierin rein willkürlich zur Unterscheidung der Bauteile oder Bewegungsrichtungen untereinander gewählt und können beliebig anders gewählt werden. Es ist damit kein Bedeutungsrang verbunden. Eine Bezeichnung eines Bauteils oder technischen Merkmals als "erstes" soll nicht dahingehend missverstanden werden, dass es ein zweites Bauteil oder technisches Merkmal dieser Art geben muss. Außerdem können etwaige Verfahrensschritte, soweit nicht explizit anders erläutert oder zwingend erforderlich, in beliebiger Reihenfolge und/oder zeitlich teilweise oder ganz überlappend durchgeführt werden.

    [0047] Äquivalente Ausführungsformen der hierin beschriebenen Parameter, Bauteile oder Funktionen, die in Anbetracht dieser Beschreibung einer fachlich versierten Person als offensichtlich erscheinen, seien hierin so erfasst als wären sie explizit beschrieben. Entsprechend soll der Schutzbereich der Ansprüche solche äquivalenten Ausführungsformen umfassen. Als optional, vorteilhaft, bevorzugt, erwünscht oder ähnlich bezeichnete "kann"-Merkmale sind als optional zu verstehen und nicht als schutzbereichsbeschränkend.

    [0048] Die beschriebenen Ausführungsformen sind als illustrative Beispiele zu verstehen und stellen keine abschließende Liste von möglichen Ausführungsformen dar. Jedes Merkmal, das im Rahmen einer Ausführungsform offenbart wurde, kann allein oder in Kombination mit einem oder mehreren anderen Merkmalen verwendet werden, unabhängig davon, in welcher Ausführungsform die Merkmale jeweils beschrieben wurden. Während mindestens ein Ausführungsbeispiel hierin beschrieben und gezeigt ist, seien Abwandlungen und alternative Ausführungsformen, die einer fachmännisch versierten Person in Anbetracht dieser Beschreibung als offensichtlich erscheinen, vom Schutzbereich dieser Offenbarung erfasst. Im Übrigen soll hierin weder der Begriff "aufweisen" zusätzliche andere Merkmale oder Verfahrensschritte ausschließen noch soll "ein" oder "eine" eine Mehrzahl ausschließen.

    Bezugszeichenliste



    [0049] 
    1 -
    Outdoor-Möbel
    3 -
    Sitz- und/oder Liegeeinheit
    5 -
    erstes Schalenelement
    7 -
    zweites Schalenelement
    9 -
    erster Halbraum
    11 -
    zweiter Halbraum
    13 -
    Griffe
    14 -
    erste Vorderseite
    15 -
    erste Dachschräge
    17 -
    erste Rückseite
    19 -
    erster Boden
    21 -
    erste rechte Seitenwandung
    23 -
    erste linke Seitenwandung
    24 -
    zweite Vorderseite
    25 -
    zweite Dachschräge
    27 -
    zweite Rückseite
    29 -
    zweite rechte Seitenwandung
    31 -
    zweite linke Seitenwandung
    33 -
    zweiter Boden
    34 -
    Blende
    35 -
    Fenster
    37 -
    Rückenlehne
    39 -
    Sitzfläche
    41 -
    unterer Abschnitt der ersten Vorderseite
    43 -
    oberen Abschnitt der ersten Vorderseite
    45 -
    unterer Abschnitt der zweiten Vorderseite
    47 -
    oberen Abschnitt der zweiten Vorderseite
    49 -
    Saunaheizofen
    51 -
    Tür
    53 -
    Holzschicht
    55 -
    Holzschicht
    57 -
    Luftspalt
    59 -
    Metallfolie
    61 -
    Metallfolie
    63 -
    erste Rollen
    65 -
    zweite Rollen
    66 -
    Halterungen
    67 -
    elektrischer Anschluss
    69 -
    Holzschicht
    71 -
    Luftspalt
    73 -
    Metallfolie
    75 -
    Metallfolie
    77 -
    Ausbuchtung



    Ansprüche

    1. Outdoor-Möbel (1) mit

    - mindestens einer Sitz- und/oder Liegeeinheit (3),

    - einem ersten Schalenelement (5),

    - und einem zweiten Schalenelement (7),

    wobei das erste Schalenelement (5) und/oder das zweite Schalenelement (7) wahlweise in eine erste Konfiguration und in eine zweite Konfiguration bezüglich des jeweils anderen Schalenelements (7, 5) durch ein Umpositionieren umsetzbar ist, bei dem die lösbar voneinander angeordneten Schalenelemente (5, 7) voneinander getrennt werden und mit geänderter Ausrichtung zueinander wieder aneinander positioniert werden, wobei in der ersten Konfiguration das erste Schalenelement (5) und das zweite Schalenelement (7) zumindest teilweise ineinander geschachtelt sind und in der zweiten Konfiguration das erste Schalenelement (5) und das zweite Schalenelement (7) zusammen einen im Wesentlichen geschlossenen Innenraum einschließen, in dem sich die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit (3) befindet, wobei das erste Schalenelement (5) einen ersten zu einer Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) hin offenen ersten Halbraum (9) definiert, und wobei das zweite Schalenelement (7) einen zu einer Vorderseite (24) des zweiten Schalenelements (7) hin offenen zweiten Halbraum (11) definiert, wobei das erste Schalenelement (5) und das zweite Schalenelement (7) in Form und Größe derart korrespondieren, dass das erste Schalenelement (5) in der ersten Konfiguration den zweiten Halbraum (11) im Wesentlichen ausfüllt.
     
    2. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 1, wobei der erste Halbraum (9) und der zweite Halbraum (11) in der zweiten Konfiguration zusammen den im Wesentlichen geschlossenen Innenraum bilden, wobei die Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) und die Vorderseite (24) des zweiten Schalenelements (7) zueinander gerichtet aneinander liegen.
     
    3. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei der zweite Halbraum (11) breiter und/oder höher ist als der erste Halbraum (9).
     
    4. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer quer zu einer Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) verlaufenden Blende (34), die in der zweiten Konfiguration den Innenraum beim Übergang zwischen den Schalenelementen (5, 7) schließt.
     
    5. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit (3) bezüglich des ersten Schalenelements (5) und/oder des zweiten Schalenelements (7) beweglich ist, vorzugsweise als separate Einheit in das erste Schalenelement (5) und/oder das zweite Schalenelement (7) ein- und umsetzbar ist.
     
    6. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das zweite Schalenelement (7) einen umsetzbaren oder umklappbaren Boden (33) aufweist, der in der ersten Konfiguration flächig an einer Rückseite (27) und/oder Seitenwandung (29, 31) des zweiten Schalenelements (7) anliegt und in der zweiten Konfiguration einen Bodenteil des im Wesentlichen geschlossenen Innenraums bildet.
     
    7. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Schalenelement (5) und/oder das zweite Schalenelement (7) in einer Seitenwandung (21,23,29,31 eine vorzugsweise nach außen öffnende Tür (51) aufweist.
     
    8. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem Saunaheizofen (49) im ersten Schalenelement (5) oder zweiten Schalenelement (7).
     
    9. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 8, wobei die mindestens eine Sitz- und/oder Liegeeinheit (3) in der ersten Konfiguration den Saunaheizofen (49) verdeckt und in der zweiten Konfiguration im zweiten Schalenelement (7) entfernt vom Saunaheizofen (49) angeordnet und zum Saunaheizofen (49) hin ausgerichtet ist.
     
    10. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 8 oder 9, wobei der Saunaheizofen (49) in einem von einer Seitenwandung (21, 23) des ersten Schalenelements (5) mit einer Rückseite (17) des ersten Schalenelements (5) gebildeten Eckbereich angeordnet ist, wobei die dieser Seitenwandung (21, 23) gegenüberliegende andere Seitenwandung (23, 21) des ersten Schalenelements (5) eine vorzugsweise nach außen öffnende Tür (51) aufweist.
     
    11. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Schalenelement (5) und/oder das zweite Schalenelement (7) Wandungen mit mindestens zwei, vorzugsweise drei Festkörperschichten (53, 55, 69) und mindestens eine zwischen den Festkörperschichten (53, 55, 69) liegende strahlungswärmereflektierende und vorzugsweise auch als Dampfsperre dienende Metallfolie (59, 61, 73, 75) aufweist, wobei die Festkörperschichten (53, 55, 69) vorzugsweise aus Holz bestehen.
     
    12. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 11, mit einem jeweils zwischen den Festkörperschichten (53, 55, 69) liegenden Luftspalt (57, 71).
     
    13. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das erste Schalenelement (5) und/oder das zweite Schalenelement (7) im Wesentlichen vertikal verlaufende Seitenwandungen (21, 23,29, 31), eine um einen Winkel β im Bereich von 3° bis 15° nach hinten geneigte Rückseite (17, 27) und eine um eine Dachneigung γ im Bereich von 5° bis 20 ° nach hinten geneigte Dachschräge (15, 25) aufweisen.
     
    14. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 13, wobei die Dachneigung γ größer ist als der Winkel β.
     
    15. Outdoor-Möbel (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) derart stufig abgesetzt ist, dass ein unterer Abschnitt (41) der Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) gegenüber einem oberen Abschnitt (43) der Vorderseite des ersten Schalenelements (5) vorsteht.
     
    16. Outdoor-Möbel (1) nach Anspruch 15, wobei eine Vorderseite (24) des zweiten Schalenelements (7) mit der Vorderseite (14) des ersten Schalenelements (5) korrespondierend derart stufig abgesetzt ist, dass ein unterer Abschnitt (45) der Vorderseite (24) des zweiten Schalenelements (7) gegenüber einem oberen Abschnitt (47) der Vorderseite (24) des zweiten Schalenelements (7) zurücksteht.
     


    Claims

    1. An outdoor furniture item (1) with

    - at least one seating and/or lying unit (3),

    - a first shell element (5),

    - and a second shell element (7),

    wherein the first shell element (5) and/or the second shell element (7) can be selectively rearranged into a first configuration and into a second configuration with respect to the respective other shell element (7, 5) by a repositioning, in which the shell elements (5, 7) detachably arranged from one another are separated from one another and are repositioned against one another with a changed alignment with respect to one another, wherein in the first configuration the first shell element (5) and the second shell element (7) are at least partly nested in one another and in the second configuration the first shell element (5) and the second shell element (7) together enclose an essentially closed inner space, in which the at least one seating and/or lying unit (3) is located, wherein the first shell element (5) defines a first semi-space (9) which is open to a front side (14) of the first shell element (5), and wherein the second shell element (7) defines a second semi-space (11) which is open to the front side (24) of the second shell element (7), wherein the first shell element (5) and the second shell element (7) with regard to shape and size correspond to one another in a manner such that in the first configuration the first shell element (5) essentially fills out the second semi-space (11).
     
    2. An outdoor furniture item (1) according to claim 1, wherein in the second configuration, the first semi-space (9) and the second semi-space (11) together form the essentially closed inner space, wherein the front side (14) of the first shell element (5) and the front side (24) of the second shell element (7) bear on one another in a manner directed to one another.
     
    3. An outdoor furniture item (1) according to claim 1 or 2, wherein the second semi-space (11) is wider and/or higher than the first semi-space.
     
    4. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, with a panel (34) which runs transversely to a front side (14) and which in the second configuration closes the inner space at the transition between the shell elements (5, 7).
     
    5. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the at least one seating and/or lying unit (3) is movable with respect to the first shell element (5) and/or the second shell element (7), preferably is insertable or rearrangeable into the first shell element (5) and/or the second shell element (7) as a separate unit.
     
    6. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the second shell element (7) comprises a base (33) which is rearrangeable or can be folded over (33) and which in the first configuration bears in a surfaced manner on a rear side (27) and/or side wall (29, 31) of the second shell element (7) and in the second configuration forms a base part of the essentially closed inner space.
     
    7. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the first shell element (5) and/or the second shell element (7) comprises a preferably outwardly opening door (51) in a side wall (21, 23, 29, 31).
     
    8. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, with a sauna heating stove (49) in the first shell element (5) or second shell element (7).
     
    9. An outdoor furniture item (1) according to claim 8, wherein in the first configuration the at least one seating and/or lying unit (3) covers the sauna heating stove (49) and in the second configuration is arranged in the second shell element (7) remotely from the sauna heating stove (49) and is directed towards the sauna heating stove (49).
     
    10. An outdoor furniture item (1) according to claim8 or 9, wherein the sauna heating stove (49) can be arranged in a corner region which is formed by a side wall (21, 23) of the first shell element (5) with a rear side (17) of the first shell element (5), wherein the other side wall (23, 21) of the first shell element (5) which lies opposite this side wall (21, 21) comprises a door (51) which preferably opens to the outside.
     
    11. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the first shell element (5) and/or the second shell element (7) comprises walls with at least two, preferably three solid body layers (53, 55, 69) and at least one metal foil (59, 61, 73, 75) which lies between the solid body layers, reflects radiant heat and preferably also serves as a vapour block, wherein the solid body layers (543, 55, 69) preferably consist of wood.
     
    12. An outdoor furniture item (1) according to claim 11, with an air gap (57, 71) which lies between the solid body layers (53, 55, 69).
     
    13. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein the first shell element (5) and/or the second shell element (7) comprise essentially vertically running side walls (21, 23, 29, 31), a rear side (17, 27) which is inclined to the rear by an angle β in the range of 3° to 15°and a sloped roof (15, 25) which is inclined to the rear by a roof inclination γ in the range of 5° to 20 °.
     
    14. An outdoor furniture item (1) according to claim 13, wherein the roof inclination γ is larger than the angle β.
     
    15. An outdoor furniture item (1) according to one of the preceding claims, wherein a front side (14) of the first shell element (5) is shouldered in a stepped manner such that a lower section (41) of the front side (14) of the first shell element projects (5) with respect to an upper section (43) of the front side of the first shell element (5).
     
    16. An outdoor furniture item (1) according to claim 15, wherein a front side (24) of the second shell element (7) is shouldered in a stepped manner corresponding to the front side (14) of the first shell element (5) such that a lower section (45) of the front side (24) of the second shell element (7) is set back with respect to an upper section (47) of the front side (24) of the second shell element (7).
     


    Revendications

    1. Meuble d'extérieur (1) comprenant

    - au moins une unité de siège et/ou couchette (3),

    - un premier élément de coque (5),

    - et un second élément de coque (7)

    le premier élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) pouvant être placé(s) de manière sélective dans une première configuration et dans une seconde configuration par rapport à l'autre élément de coque (7, 5) respectif grâce à un repositionnement au cours duquel les éléments de coque (5, 7) agencés de manière amovible l'un par rapport à l'autre sont séparés l'un de l'autre et repositionnés l'un adjacent à l'autre avec une orientation modifiée l'un par rapport à l'autre, le premier élément de coque (5) et le second élément de coque (7) étant emboîtés au moins partiellement l'un dans l'autre dans la première configuration et, dans la seconde configuration, le premier élément de coque (5) et le second élément de coque (7) circonscrivent ensemble un espace intérieur essentiellement fermé au sein duquel se trouve ladite au moins une unité de siège et/ou couchette (3), le premier élément de coque (5) définissant un premier demi-espace (9) ouvert vers une face avant (14) du premier élément de coque (5), et le second élément de coque (7) définissant un second demi-espace (11) ouvert vers une face avant (24) du second élément de coque (7), le premier élément de coque (5) et le second élément de coque (7) correspondant en forme et en taille de telle manière que, dans la première configuration, le premier élément de coque (5) remplisse essentiellement le second demi-espace (11).
     
    2. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 1, dans la seconde configuration, le premier demi-espace (9) et le second demi-espace (11) formant ensemble un espace intérieur essentiellement fermé, la face avant (14) du premier élément de coque (5) et la face avant (24) du second élément de coque (7) étant orientées l'une vers l'autre.
     
    3. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 1 ou 2, le second demi-espace (11) étant plus large et/ou plus haut que le premier demi-espace (9).
     
    4. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant un panneau (34) s'étendant transversalement par rapport à une face avant (14) du premier élément de coque (5) et qui, dans la seconde configuration, ferme l'espace intérieur lors de la transition entre les éléments de coque (5, 7).
     
    5. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, ladite au moins une unité de siège et/ou couchette (3) étant mobile par rapport au premier élément de coque (5) et/ou au second élément de coque (7), de manière préférée pouvant être insérée et placée en tant qu'unité séparée dans le premier élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7).
     
    6. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le second élément de coque (7) ayant un fond convertible ou rabattable (33) qui, dans la première configuration, repose à plat contre une face arrière (27) et/ou une paroi latérale (29, 31) du second élément de coque (7) et qui, dans la seconde configuration, forme une partie de fond de l'espace intérieur essentiellement fermé.
     
    7. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le premier élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) ayant, dans une paroi latérale (21, 23, 29, 31), une porte (51) s'ouvrant de manière préférée vers l'extérieur.
     
    8. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, comprenant un poêle de sauna (49) dans le premier élément de coque (5) ou le second élément de coque (7).
     
    9. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 8, ladite au moins une unité de siège et/ou couchette (3) recouvrant le poêle de sauna (49) dans la première configuration et étant agencée, dans la seconde configuration, dans le second élément de coque (7) à distance du poêle de sauna (49) et étant orientée vers le poêle de sauna (49).
     
    10. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 8 ou 9, le poêle de sauna (49) étant agencé dans une région d'angle formée par une paroi latérale (21, 23) du premier élément de coque (5) et une face arrière (17) du premier élément de coque (5), l'autre paroi latérale (23, 21) du premier élément de coque (5) faisant face à ladite paroi latérale (21, 23) ayant une porte (51) s'ouvrant de manière préférée vers l'extérieur.
     
    11. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le premier élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) ayant des parois avec au moins deux, de manière préférée trois, couches de corps solide (53, 55, 69) et au moins une feuille métallique (59, 61, 73, 75) réfléchissant la chaleur rayonnante et située entre les couches de corps solide (53, 55, 69) et servant de manière préférée également de pare-vapeur, les couches de corps solide (53, 55, 69) étant de manière préférée constituées de bois.
     
    12. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 11, avec un entrefer (57, 71) situé respectivement entre les couches de corps solide (53, 55, 69).
     
    13. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, le premier élément de coque (5) et/ou le second élément de coque (7) ayant des parois latérales (21, 23, 29, 31) s'étendant de manière essentiellement verticale, une face arrière (17, 27) inclinée vers l'arrière selon un angle β dans la plage comprise entre 3° et 15° et une pente de toit (15, 25) inclinée vers l'arrière selon une inclinaison de toit γ dans la plage comprise entre 5° et 20°.
     
    14. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 13, l'inclinaison de toit γ étant supérieure à l'angle β.
     
    15. Meuble d'extérieur (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, une face avant (14) du premier élément de coque (5) étant décalée en gradin de telle manière qu'une section inférieure (41) de la face avant (14) du premier élément de coque (5) fasse saillie par rapport à une section supérieure (43) de la face avant du premier élément de coque (5).
     
    16. Meuble d'extérieur (1) selon la revendication 15, une face avant (24) du second élément de coque (7) étant décalée en gradin en correspondance avec la face avant (14) du premier élément de coque (5) de telle manière qu'une section inférieure (45) de la face avant (24) du second élément de coque (7) fasse saillie par rapport à une section supérieure (47) de la face avant (24) du second élément de coque (7).
     




    Zeichnung












































    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente