[0001] Die Erfindung betrifft ein Hörgerät mit einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit,
einen Verbinder und die Verwendung eines Verbinders zum Verbinden einer Mikrofoneinheit
und einer Lautsprechereinheit eines Hörgeräts.
[0002] Das derartige Hörgerät wird insbesondere eingesetzt, um Menschen mit einer Hörschwäche
zu einem verbesserten Hören zu verhelfen. Bei bekannten Hörgeräten werden die Mikrofoneinheit
und die Lautsprechereinheit üblicherweise mittels eines in Radialrichtung der zu verbindenden
Bauteile verlaufenden, mehrere Bauteile durchdringenden Verriegelungsstifts oder mittels
eines Bajonettverschlusses miteinander verbunden. Dies erfordert zur sicheren Verbindung
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit ein erhöhtes Maß an Fertigungsgenauigkeit.
[0003] EP 2 456 235 B1 offenbart ein Hörgerät zum Tragen hinter dem Ohr mit einem Gehäuse, das im Gebrauch
hinter dem Ohr anzubringen ist, und einem Kabel zum Verbinden des Gehäuses mit einer
in den Gehörgang einzusetzenden Otoplastik, wobei das Kabel über einen Verbinder mit
dem Gehäuse lösbar verbunden ist, wobei das Gehäuse eine beim Tragen nach vorne gerichtete
Frontwand, die in Gebrauchsstellung zu einer Rückseite des Ohres hin gerichtet ist
oder an dieser anliegt, und vorzugsweise eine im Wesentlichen nach oben und/oder vorne
gerichtete Oberwand aufweist, und wobei der Verbinder an der Frontwand positioniert
ist.
[0004] EP 2 339 700 B1 offenbart einen Verbinder insbesondere für ein Hörgerät mit: einem rohrförmigen Gehäuse;
mindestens einem Kontakt, der in einem Inneren des rohrförmigen Gehäuses angeordnet
ist; und einer drehbaren Hülse, die an einem Außenumfang des rohrförmigen Gehäuses
angeordnet ist und gegenüber dem rohrförmigen Gehäuse um zumindest einen vorgegebenen
Winkel drehbar ist und Eingriffsmittel zum in Eingriff Treten mit einer komplementären
Verbinderbuchse aufweist. Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Verbinderbuchse
insbesondere zum Anordnen in einem Gehäuse eines Hörgeräts, wobei die Verbinderbuchse
folgendes aufweist: einen Vorsprung; zumindest ein Kontaktelement, das an einem Außenumfang
des Vorsprungs angeordnet ist; und ein Eingriffsmittel zum in Eingriff treten mit
einem komplementären Verbinder sowie einen Steckanschluss mit einem Verbinder und
einer Buchse.
[0005] DE 10 2013 225429 A1 offenbart ein Hörinstrument zum Tragen hinter dem Ohr (HdO) mit einer Steckverbindung
zwischen Gehäuse und Traghaken sowie ein Gehäuse und einen Traghaken eines solchen
Hörinstruments. Der Traghaken und das Gehäuse sind durch eine Steckverbindung miteinander
verbunden, wobei ein Clip dazu vorgesehen ist, die Steckverbindung zu fixieren. Jeweils
am Traghaken und im Gehäuse sind Nuten vorgesehen, die dazu ausgebildet sind, den
Clip aufzunehmen, wobei die jeweiligen Nuten nicht-parallel zur Steckrichtung der
Steckverbindung orientiert und so angeordnet sind, dass sie bei vollständig ineinandergestecktem
Traghaken und Gehäuse miteinander fluchten, und wobei der Clip in die jeweiligen Nuten
gleichzeitig eingeführt ist.
[0006] US 2012/0014549A1 offenbart Verfahren und Vorrichtungen für Hörhilfsgeräte, einschließlich, aber nicht
beschränkt auf Anschlüsse für Empfänger-im-Kanal-Hörgeräte. Ein Hörgerät umfasst eine
Hörgerätekomponente, die so angepasst ist, dass sie auf oder hinter dem Ohr aufliegt
und eine Hörunterstützungselektronik, die in der Komponente angeordnet ist. Ein erster
Anschlussabschnitt ist in der Komponente angeordnet, wobei der erste Anschlussabschnitt
elektrisch mit der Hörunterstützungselektronik verbunden ist. Ein zweiter Verbinderteil
ist so ausgelegt, dass er sich an einen Teil des Bauteils anpasst und ein Kabel elektrisch
und physisch mit dem ersten Verbinderteil verbindet. Dabei sind an mindestens einem
der beiden Teile, dem ersten und dem zweiten Steckerteil, Kratzplättchen oder Stifte
als Kontakte angebracht.
[0007] EP 2 119 312 B1 offenbart ein Hörgerät und insbesondere ein Hörgerätesystem vom Typ Empfänger im
Ohr (Receiver-in-the-Ear; RITE), die eine RITE-Komponente umfassen, wobei die RITE-Komponente
einen Empfänger und ein Empfängergehäuse umfasst, sowie einen Verbinder, der Kopplungsmittel
zum Koppeln der RITE-Komponente mit einer Hinter-dem-Ohr-Gehäusekomponente (HdO) des
Hörgeräts umfasst, wobei der Verbinder ein elektrisch leitendes Mittel umfasst.
[0008] Zur Vermeidung des oben genannten Nachteils hat die vorliegende Erfindung zur Aufgabe,
ein verbessertes Hörgerät mit einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit,
einen verbesserten Verbinder und die Verwendung eines verbesserten Verbinders zum
Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit eines Hörgeräts zur
Verfügung zu stellen, wobei insbesondere eine sichere Verbindung der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit bei reduziertem Herstellungsaufwand realisiert ist.
[0009] Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des jeweiligen unabhängigen Patentanspruchs
gelöst. Die jeweiligen abhängigen Patentansprüche betreffen bevorzugte Weiterbildungen
des Gegenstands der vorliegenden Erfindung.
[0010] Ein hier beschriebenes Hörgerät zum Tragen am Ohr umfasst eine Mikrofoneinheit, eine
Lautsprechereinheit und ein Verbindungselement, wobei die Mikrofoneinheit ein
[0011] Gehäuse mit mindestens einem Mikrofon aufweist und das Gehäuse im Gebrauch am Ohr
getragen ist. Die Lautsprechereinheit weist ein Kabel und einen mit einem ersten Ende
des Kabels verbundenen Lautsprecher auf, der im Gebrauch in einen Gehörgang eingesetzt
ist. Das Kabel ist mittels eines Verbinders mit dem Gehäuse lösbar verbunden, wobei
der Verbinder an einem dem Lautsprecher entgegengesetzten zweiten Ende des Kabels
angeordnet ist. Dabei ist eine Nut zum in Eingriff Treten mit dem Verbindungselement
an dem Verbinder ausgebildet und erstreckt sich zumindest teilweise in Umfangsrichtung
des Verbinders, wobei das Verbindungselement in einer Montageposition, das heißt,
in einer montierten Verbindung, der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit mit
der Nut in Eingriff ist, um den Verbinder an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit zu sichern.
[0012] Ein Vorteil eines solchen Hörgeräts ist eine vereinfachte Herstellung des Hörgeräts
bei Gewährleistung einer sicheren Verbindung der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
des Hörgeräts, insbesondere gesichert mittels des Verbindungselements gegen eine Relativbewegung
in Axialrichtung des Verbinders zwischen Mikrofoneinheit und die Lautsprechereinheit
in ihrer Montageposition. Insbesondere die an dem Verbinder ausgebildete Nut ist einfach
herstellbar und gewährleistet zusammen mit dem Verbindungselement des Hörgeräts die
sichere Verbindung der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit.
[0013] Ein weiterer Vorteil dieses Hörgeräts ist ein schnelles und einfaches Verbinden/Trennen
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit mittels Einsetzens/Entfernens des
Verbindungselements.
[0014] Ein Verbinder zum lösbaren Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit
kann insbesondere zum mechanischen und/oder elektrischen Verbinden dienen. Der Verbinder
kann somit Bestandteile zum mechanischen Verbinden, Bestandteile zum elektrischen
Verbinden und/oder Bestandteile zum kombinierten mechanischen und elektrischen Verbinden
aufweisen. Eine äußere Form des Verbinders kann an eine jeweilige Anforderung und/oder
Geometrie der zu verbindenden Einheiten angepasst sein. Der Verbinder weist eine zylinderförmige
äußere Form auf.
[0015] Ein Kabel einer Lautsprechereinheit verläuft üblicherweise beim Tragen des Hörgeräts
über dem Ohr. Um das Tragen des Hörgeräts am Ohr zu unterstützen, kann das Kabel steif
oder starr ausgebildet sein, insbesondere an ein Ohr passend vorgeformt. Alternativ
dazu kann das Kabel flexibel ausgebildet sein.
[0016] Eine Axialrichtung oder axiale Richtung kann eine Richtung in einer Erstreckung einer
Länge eines Bauteils sein. Bei dem zylinderförmig ausgebildeten Verbinder ist die
Axialrichtung etwa parallel zu einer Mantellinie oder der Längsachse des Verbinders
ausgerichtet.
[0017] Eine Radialrichtung oder radiale Richtung kann senkrecht zu der Axialrichtung ausgerichtet
sein. Bei dem zylinderförmig ausgebildeten Verbinder ist die Radialrichtung zusammenfallend
mit dem Radius des zylinderförmig ausgebildeten Verbinders ausgerichtet.
[0018] Eine Sekantenrichtung kann senkrecht zu der Axialrichtung in Richtung einer Sekante
ausgerichtet sein. Bei dem zylinderförmig ausgebildeten Verbinder, der quer zur Axialrichtung
geschnitten eine kreisförmige Querschnittsfläche aufweist, verläuft die jeweilige
Sekantenrichtung in Richtung einer Kreissehne.
[0019] Dementsprechend kann eine Umfangsrichtung eine Richtung in einer Erstreckung des
Umfangs des zylinderförmig ausgebildeten Verbinders sein.
[0020] Die hier verwendeten Begriffe "außen" oder "innen" und dergleichen bedeuten im Sinne
der vorliegenden Erfindung, dass ein, insbesondere idealisierter oder gedachter, Mittelpunkt
ein innerster Punkt ist. Ein Punkt oder Bereich, der als weiter außen liegend bezeichnet
ist als ein anderer Punkt oder Bereich, liegt also in Radialrichtung weiter entfernt
von dem Mittelpunkt als der andere, weiter innen liegende, Punkt oder Bereich. Ein
Punkt oder Bereich, der als weiter innen liegend bezeichnet ist als ein anderer Punkt
oder Bereich, liegt also in Radialrichtung näher an dem Mittelpunkt als der andere,
weiter außen liegende, Punkt oder Bereich. Beispielsweise ist eine äußere Oberfläche
des beschriebenen Verbinders in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
innerhalb des Gehäuses der Mikrofoneinheit angeordnet. Das Innere des Gehäuses ist
begrenzt von einer Außenwand des Gehäuses, wobei alles, was in Radialrichtung nach
außen weiter entfernt ist als die Außenwand des Gehäuses, sich außerhalb des Gehäuses
befindet.
[0021] Die nachfolgend verwendeten Begriffe "oben" oder "oberhalb" und dergleichen bedeuten
im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Richtung und/oder eine Lage eines Elements
in Bezug auf ein anderes Element entgegen der Schwerkraftrichtung, also in positiver
z Richtung. Die nachfolgend verwendeten Begriffe "unten" oder "unterhalb" und dergleichen
bedeuten im Sinne der vorliegenden Erfindung eine Richtung und/oder eine Lage eines
Elements in Bezug auf ein anderes Element in der Schwerkraftrichtung.
[0022] Der Verbinder weist vier zylinderförmige Halterungen auf, die außen an dem Verbinder
ausgebildet sind. Mit anderen Worten sind die vier Halterungen an einer Außenfläche
- das heißt, an einer äußeren Oberfläche - des Verbinders angeordnet.
[0023] Der Verbinder ist mittels der Halterungen in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit lösbar verriegelt.
[0024] Vorteilhafterweise sind die Halterungen an dem Verbinder mit der obigen Konfiguration
leicht zugänglich für das einfache und wirksame Verriegeln der Lautsprechereinheit,
insbesondere des Verbinders, mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit.
[0025] Ein Aspekt betrifft ein Hörgerät zum Tragen am Ohr, wie in Anspruch 2 wiedergegeben.
[0026] Das Kabel ist mittels eines Verbinders mit dem Gehäuse lösbar verbunden, wobei der
Verbinder an einem dem Lautsprecher entgegengesetzten zweiten Ende des Kabels angeordnet
ist. Dabei ist der Verbinder mittels vier Halterungen, die außen an dem Verbinder
ausgebildet sind, in einer Montageposition, das heißt, in einer montierten Verbindung,
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit
lösbar verriegelt, wobei in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
ein Endabschnitt des mindestens einen Kontaktierelements in einem damit korrespondierenden
Aufnahmeabschnitt mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit verrastet ist.
[0027] Um es mit anderen Worten auszudrücken, sind die vier Halterungen an einer Außenfläche
- das heißt, an einer äußeren Oberfläche - des Verbinders angeordnet, insbesondere
in einem unverbundenen Zustand der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit. Dabei
ist die äußere Oberfläche des Verbinders in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit innerhalb des Gehäuses der Mikrofoneinheit angeordnet.
[0028] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist eine vereinfachte Herstellung des Hörgeräts
bei Gewährleistung einer sicheren lösbaren Verriegelung des Verbinders mit dem Gehäuse
der Mikrofoneinheit in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit.
Insbesondere sind die an dem Verbinder ausgebildeten Halterungen einfach herstellbar
und gewährleisten zusammen mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit die sichere lösbare
Verriegelung des Verbinders mit dem Gehäuse.
[0029] Die Halterung kann sich zumindest teilweise in Radialrichtung des Verbinders erstrecken.
Mit anderen Worten können die vier Halterungen von einer Außenfläche - das heißt,
von einer äußeren Oberfläche - des Verbinders in Radialrichtung des Verbinders nach
außen abstehend ausgebildet sein.
[0030] Die obige Konfiguration trägt weiter dazu bei, dass die Halterung an dem Verbinder
leicht zugänglich ist für das einfache und wirksame Verriegeln der Lautsprechereinheit,
insbesondere des Verbinders, mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit.
[0031] Vorteilhafterweise kann das Hörgerät ein Verbindungselement aufweisen, wobei eine
Nut zum in Eingriff Treten mit dem Verbindungselement an dem Verbinder ausgebildet
sein kann und sich zumindest teilweise in Umfangsrichtung des Verbinders erstrecken
kann. Dabei kann das Verbindungselement in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit mit der Nut in Eingriff sein, um den Verbinder an dem
Gehäuse der Mikrofoneinheit zu sichern.
[0032] Mittels des Verbindungselements kann zwischen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
in ihrer Montageposition eine formschlüssige und/oder reibschlüssige Verbindung ausgebildet
sein.
[0033] Insbesondere kann in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
mittels des Verbindungselements eine formschlüssige und/oder reibschlüssige Verbindung
zwischen dem Gehäuse der Mikrofoneinheit und der Nut des Verbinders ausgebildet sein.
[0034] Zum Bewirken des Formschlusses kann das Verbindungselement den Verbinder hintergreifen.
[0035] Vorteilhafterweise kann mit der obigen Konfiguration schnell und einfach ein präzises
und unkompliziertes Verbinden/Trennen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
mittels Einsetzens/Entfernens des Verbindungselements gewährleistet werden.
[0036] Vorteilhafterweise kann das Verbindungselement elastisch verformbar ausgebildet sein.
[0037] Somit kann ein einfaches und wirksames in Eingriff Treten des Verbindungselements
mit der Nut gewährleistet werden.
[0038] Beispielsweise kann das Verbindungselement als ein Federring - wie ein Sicherungsring,
ein Seegerring oder ein Nutenring - oder als ein Federclip - wie eine Federklammer
oder ein Dauersplint - ausgebildet sein, insbesondere aus Metall oder Kunststoff.
[0039] Vorteilhafterweise kann mit der obigen Konfiguration, insbesondere mittels einfach
zu beschaffenden, günstigen und standardisierten Normteilen, weiter zu einem schnellen
und einfachen Verbinden/Trennen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit mittels
Einsetzens/Entfernens des Verbindungselements beigetragen werden.
[0040] Das Verbindungselement kann separat ausgebildet und/oder unverlierbar an dem Gehäuse
der Mikrofoneinheit angeordnet sein. Zum unverlierbaren befestigen kann das Verbindungselement
beispielsweise mittels einer Schnur, einem Draht oder einer Kette an dem Gehäuse befestigt
sein, wobei eine für die Handhabung des Verbindungselements erforderliche Bewegungsfreiheit
bei der Länge des jeweiligen Befestigungsmittels berücksichtigt ist.
[0041] Alternativ dazu kann das Verbindungselement einstückig mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit
ausgebildet sein. Beispielsweise kann das Verbindungselement als ein an ein Kunststoffgehäuse
angegossener Federclipabschnitt ausgebildet sein oder bei der Herstellung des Gehäuses
im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Alternativ dazu kann das Verbindungselement
- unabhängig vom jeweiligen Material - an das Gehäuse angeklebt, damit vergossen oder
auf sonstige Weise nicht lösbar damit verbunden ausgebildet sein.
[0042] An dem Gehäuse der Mikrofoneinheit kann eine entsprechende Öffnung ausgebildet sein,
durch die das Verbindungselement in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der
Lautsprechereinheit hindurch in die Nut des Verbinders eingreifen kann, wobei somit
ein Formschluss der Mikrofoneinheit mit der Lautsprechereinheit hergestellt werden
kann, der eine, insbesondere unbeabsichtigte, Trennung der Mikrofoneinheit von der
Lautsprechereinheit verhindert.
[0043] Insbesondere kann die Nut außen an dem Verbinder ausgebildet sein. Mit anderen Worten
kann die Nut an einer Außenfläche - das heißt, an einer äußeren Oberfläche - des Verbinders
angeordnet sein.
[0044] Somit ist die Nut an dem Verbinder leicht zugänglich für das einfache und wirksame
in Eingriff Treten des Verbindungselements mit der Nut.
[0045] Beispielsweise kann auf in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden
Seiten des Verbinders jeweils eine Nut ausgebildet sein. Mit anderen Worten können
auf in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden Seiten des Verbinders
insgesamt zwei voneinander getrennte Nuten ausgebildet sein.
[0046] Dabei kann die Nut zumindest teilweise in Umfangsrichtung des Verbinders umlaufend
ausgebildet sein.
[0047] Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Nut zumindest teilweise in Sekantenrichtung
des Verbinders ausgebildet sein.
[0048] Weiter kann die Nut zumindest teilweise eine konstante Tiefe, also eine konstante
Erstreckung in Radialrichtung des Verbinders, aufweisen.
[0049] Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Nut über ihre Erstreckung in Umfangsrichtung
oder Sekantenrichtung des Verbinders gesehen zumindest teilweise eine veränderliche
Tiefe aufweisen, wobei das Maximum der Tiefe der Nut etwa in der Mitte ihrer Erstreckung
in Umfangsrichtung oder Sekantenrichtung des Verbinders auftreten kann.
[0050] Vorteilhafterweise sind von den vier Halterungen jeweils zwei auf in Radialrichtung
des Verbinders einander gegenüberliegenden Seiten des Verbinders ausgebildet.
[0051] Somit kann das Gehäuse der Mikrofoneinheit gleichmäßig und sicher mit dem Verbinder
verriegelt werden. Weiter kann mit der obigen Konfiguration eine einfache und wirksame
Führung des Gehäuses an den Halterungen erzielt werden, insbesondere mittels nachfolgend
beschriebenen Aufnahmen des Gehäuses. Auch eine nachfolgend näher beschriebene sichere
elektrische Kontaktierung kann mit der obigen Konfiguration mittels einfachen Einsteckens
der Lautsprechereinheit in die Mikrofoneinheit erreicht werden.
[0052] Die Halterungen sind zylinderförmig ausgebildet.
[0053] Dabei kann eine Längsachse der Halterung zumindest teilweise in Radialrichtung des
Verbinders ausgerichtet sein. Mit anderen Worten kann die Halterung nach außen in
Radialrichtung des Verbinders von dem Verbinder abstehend ausgebildet sein.
[0054] Somit ist die Halterung an dem Verbinder leicht zugänglich für das einfache und wirksame
Verriegeln der Lautsprechereinheit, insbesondere des Verbinders, mit dem Gehäuse der
Mikrofoneinheit.
[0055] Die Halterungen können auf einer Grundplatte ausgebildet sein, die an einem ersten
Endabschnitt des Verbinders, insbesondere an einem nachfolgend beschriebenen Kontaktierabschnitt,
angeordnet sein kann. Die Grundplatte kann mit zueinander parallelen Führungsflächen
ausgebildet sein, wobei die Führungsflächen in Axialrichtung des Verbinders ausgerichtet
sein können. An einem Endabschnitt der Grundplatte, der in der Montageposition der
Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit zugewandt
ist, können die Führungsflächen auf einander zu laufen. Beispielsweise können die
Führungsflächen an dem einen Endabschnitt einen Winkel von etwa 90° einschließen.
[0056] Mit der obigen Konfiguration kann für die wirksame und einfache Verriegelung des
Gehäuses der Mikrofoneinheit an der Halterung eine Führung für die nachfolgend beschriebenen
Aufnahmen an dem Gehäuse bewirkt werden, um die Aufnahmen und die Halterungen relativ
zu einander sicher zu positionieren.
[0057] Beispielsweise können der Verbinder der Lautsprechereinheit und das Gehäuse der Mikrofoneinheit
derart zusammengeführt werden, dass die Aufnahmen zum Verriegeln an den Halterungen
positioniert sind und mittels einer Schwenkbewegung des Verbinders kann der Verbinder
mit dem Gehäuse verriegelt werden. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Gehäuse
mittels einer Schwenkbewegung des Gehäuses an dem Verbinder verriegelt werden.
[0058] Vorteilhafterweise kann die Halterung mit dem Verbindungselement zusammenwirken,
um in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit sowohl eine
lösbare Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit an dem Verbinder als auch eine
Sicherung des Verbinders an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit zu gewährleisten.
[0059] Insbesondere kann mittels eines Formschlusses des Gehäuses mit der Halterung eine
lösbare Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit an dem Verbinder bewirkt werden,
die höchstens einen Freiheitsgrad hat, nämlich einen rotatorischen Freiheitsgrad des
Gehäuses um die Halterung. Mittels des beispielsweise ebenfalls formschlüssig zwischen
dem Gehäuse und dem Verbinder wirkenden Verbindungselements kann in diesem Fall nicht
nur eine Relativbewegung in Axialrichtung des Verbinders zwischen dem Gehäuse und
dem Verbinder verhindert werden, es kann auch zusammen mit der Halterung eine lösbare
Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit an dem Verbinder bewirkt werden, die
keinen Freiheitsgrad mehr aufweist.
[0060] Zum Bewirken des Formschlusses kann das Verbindungselement den Verbinder hintergreifen.
Weiter kann die jeweilig Aufnahme die zugeordnete Halterung zum Bewirken des Formschlusses
hintergreifen.
[0061] Je nach Ausführung der Halterung kann aber auch eine Verriegelung des Gehäuses der
Mikrofoneinheit an dem Verbinder ohne jeglichen Freiheitsgrad bewirkt werden. Mittels
des Verbindungselements kann in diesem Fall die Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit
an dem Verbinder zusätzlich abgesichert werden.
[0062] Beispielsweise kann bei zwei zylinderförmigen Halterungen, von denen jeweils eine
Halterung an in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden Seiten des
Verbinders ausgebildet ist, die zuvor genannte Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit
an dem Verbinder mit genau einem rotatorischen Freiheitsgrad um die Halterungen bewirkt
werden. Das Gehäuse kann dazu mit den jeweiligen Halterungen zugeordneten und daran
angepassten Aufnahmen, beispielsweise hohlzylindrischen Buchsen, ausgebildet sein.
[0063] Das Gehäuse kann dazu derart elastisch verformbar ausgebildet sein, dass es in der
Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit soweit in Radialrichtung
des Verbinders aufweitbar ist, dass die jeweilige Aufnahme über der zugeordneten Halterung
platzierbar ist. Nach Beenden des Aufweitens kann dann das Gehäuse in seine ursprüngliche
Form zurückkehren und somit kann die jeweilige Halterung in der zugeordneten Aufnahme
aufgenommen sein. Mit anderen Worten kann die jeweilige Halterung von der zugeordneten
Aufnahme zumindest in Umfangsrichtung der Halterung, insbesondere spielfrei, umschlossen
sein.
[0064] Beispielsweise kann bei den vier zylinderförmigen Halterungen, von denen jeweils
zwei an in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden Seiten des Verbinders
ausgebildet sind, die zuvor genannte Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit
an dem Verbinder ohne einen Freiheitsgrad bewirkt werden. Dabei können die jeweiligen
Halterungen auf einer Seite des Verbinders in Radialrichtung der Halterungen oder
in Axialrichtung des Verbinders voneinander beabstandet ausgebildet sein.
[0065] Insbesondere kann bei der Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit an dem Verbinder
jede einzelne Halterung in der jeweils zugeordneten Aufnahme aufgenommen sein.
[0066] Alternativ oder zusätzlich dazu können auf in Radialrichtung des Verbinders gesehen
derselben Seite des Verbinders mehrere Halterungen in einer gemeinsamen zugeordneten
Aufnahme aufgenommen sein.
[0067] Weiter alternativ oder zusätzlich dazu können auf in Radialrichtung des Verbinders
einander gegenüberliegenden Seiten des Verbinders ausgebildete Halterungen in einer
gemeinsamen zugeordneten Aufnahme aufgenommen sein.
[0068] Beispielsweise können auf in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden
Seiten des Verbinders ausgebildete Halterungen paarweise oder über kreuz in einer
gemeinsamen zugeordneten Aufnahme aufgenommen sein.
[0069] Vorteilhafterweise kann mit der obigen Konfiguration mittels zwei oder vier zylinderförmigen
Halterungen eine wirksame Führung des Gehäuses an den Halterungen zum Positionieren
des Gehäuses an dem Verbinder für ein einfaches und wirksames Verriegeln der Lautsprechereinheit
und der Mikrofoneinheit in ihrer Montageposition erreicht werden. Diese Führung kann
im Vergleich zu einer Führung an langen Führungsflächen eine geringere Neigung zum
Klemmen und/oder Verkanten aufweisen. Auch eine nachfolgend näher beschriebene sichere
elektrische Kontaktierung kann mit der obigen Konfiguration zum einfachen und wirksamen
Verriegeln der Lautsprechereinheit und der Mikrofoneinheit in ihrer Montageposition
unterstützt werden.
[0070] Insbesondere können die beiden Halterungen auf in Radialrichtung des Verbinders gesehen
derselben Seite des Verbinders voneinander verschiedene Durchmesser aufweisen. Weiter
können die jeweils in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden Halterungen
den gleichen Durchmesser aufweisen.
[0071] Beispielsweise kann ein Durchmesser-/Längenverhältnis der Halterung im Bereich von
etwa 0,75 bis etwa 1,25 oder im Bereich von etwa 0,85 bis etwa 1,15 oder etwa gleich
1 sein. Somit kann eine zu ihrem Durchmesser relativ kurze Halterung erreicht werden,
die eine effektive Verriegelung mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit ermöglichen kann.
[0072] Das Gehäuse kann dazu ebenfalls mit den jeweiligen Halterungen zugeordneten und an
die jeweiligen Halterungen angepassten Aufnahmen, beispielsweise hohlzylindrischen
Buchsen, ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Gehäuse der Mikrofoneinheit
mit den jeweiligen Halterungen zugeordneten Federclipsen, beispielsweise Federklammern
oder Dauersplinten, ausgebildet sein.
[0073] Ähnlich wie das zuvor beschriebene Verbindungselement kann mindestens eine der Aufnahmen
unverlierbar an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit angeordnet sein.
[0074] Alternativ dazu kann mindestens eine der Aufnahmen einstückig mit dem Gehäuse der
Mikrofoneinheit ausgebildet sein. Beispielsweise kann die jeweilige Aufnahme als ein
an ein Kunststoffgehäuse angegossener Aufnahmeabschnitt ausgebildet sein oder bei
der Herstellung des Gehäuses im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Alternativ
dazu kann das Verbindungselement - unabhängig vom jeweiligen Material - an das Gehäuse
angeklebt, damit vergossen oder auf sonstige Weise nicht lösbar damit verbunden ausgebildet
sein.
[0075] An dem Gehäuse der Mikrofoneinheit kann eine Führungseinrichtung ausgebildet sein,
die mit den zuvor beschriebenen Führungsflächen der Grundplatte für die Halterungen
korrespondiert, um eine sichere Positionierung der jeweiligen Aufnahme an der zugeordneten
Halterung zu gewährleisten. Beispielsweise kann die Führungseinrichtung zueinander
parallele Führungsflächen innerhalb derer die Führungsflächen der Grundplatte aufgenommen
werden können. Vorteilhafterweise können die Führungsflächen der Führungseinrichtung
ebenso wie die Führungsflächen der Grundplatte in Axialrichtung des Verbinders ausgerichtet
sein.
[0076] Vorteilhafterweise kann an dem Verbinder mindestens ein Kontaktierelement zum Herstellen
eines elektrischen Kontakts zwischen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
ausgebildet sein.
[0077] Das mindestens eine Kontaktierelement kann als ein elektrisches Kontaktelement wie
beispielsweise ein Federkontakt, insbesondere eine Federzunge, ein - insbesondere
federbelasteter - Kontaktstift oder ähnliches ausgebildet sein.
[0078] Somit kann mittels des Verbinders zusätzlich zu dem zuvor beschriebenen mechanischen
Verriegeln und Sichern der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit auch eine elektrische
Verbindung zwischen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit in deren Montageposition
sichergestellt werden.
[0079] Mindestens ein Kontaktierelement ist auch für die mechanische Verbindung zwischen
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit in deren Montageposition geeignet.
In der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit ist ein Endabschnitt
des mindestens einen Kontaktierelements in einem damit korrespondierenden Aufnahmeabschnitt
an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit, insbesondere formschlüssig, aufgenommen oder damit
verrastet.
[0080] Somit kann das mindestens eine Kontaktierelement zur sicheren mechanischen Verbindung
zwischen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit in deren Montageposition
beitragen.
[0081] Beispielsweise kann das mindestens eine Kontaktierelement als eine, insbesondere
in Axialrichtung des Verbinders, über den Verbinder hinausragende Kontaktfeder ausgebildet
sein.
[0082] Insbesondere kann das mindestens eine Kontaktierelement in einem Kontaktierabschnitt
an einem ersten Endabschnitt des Verbinders angeordnet sein. Dabei kann das mindestens
eine Kontaktierelement als in Axialrichtung des Kontaktierabschnitts über den Kontaktierabschnitt
hinausragende Kontaktfeder ausgebildet sein. Beispielsweise können in beiden Axialrichtungen
des Kontaktierabschnitts die Kontaktierelemente als über den Kontaktierabschnitt hinausragend
ausgebildet sein.
[0083] Die Kontaktfeder kann elastisch verformbar ausgebildet und beispielsweise aus einem
elektrisch leitenden Metall oder einer elektrisch leitenden Metalllegierung ausgebildet
sein.
[0084] Weiter können die zuvor beschriebenen Halterungen des Verbinders an dem Kontaktierabschnitt
angeordnet sein.
[0085] Vorteilhafterweise kann an dem Verbinder ein Dichtelement zum Abdichten zwischen
dem Verbinder und dem Gehäuse der Mikrofoneinheit angeordnet sein. Mit anderen Worten
kann in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit ein Spalt
zwischen dem Verbinder und dem Gehäuse der Mikrofoneinheit mittels eines Dichtelements
abgedichtet sein.
[0086] Insbesondere kann das Dichtelement in Axialrichtung des Verbinders gesehen zwischen
der Nut und einem zweiten Endabschnitt des Verbinders angeordnet sein, wobei das Kabel
aus dem zweiten Endabschnitt des Verbinders austritt. Mit anderen Worten kann das
Dichtelement in Axialrichtung des Verbinders gesehen in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit weiter außen in Bezug auf das Gehäuse angeordnet sein
als die Nut und/oder das mindestens eine Kontaktierelement.
[0087] Somit kann das Gehäuseinnere der Mikrofoneinheit in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit mittels des Dichtelements wirksam vor Umwelteinflüssen
wie beispielsweise Feuchtigkeit und/oder Staub aus Richtung der Lautsprechereinheit
geschützt werden.
[0088] Beispielsweise kann das Dichtelement als O-Ring ausgebildet sein, der in einer in
Umfangsrichtung des Verbinders umlaufenden Nut aufnehmbar oder aufgenommen ist.
[0089] Vorteilhafterweise kann das als O-Ring ausgebildete Dichtelement bei Verschleiß und/oder
nachlassender Dichtwirkung einfach erneuert werden.
[0090] Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Dichtelement, insbesondere in Umfangsrichtung
des Verbinders umlaufend, an dem Verbinder angespritzt ausgebildet sein und insbesondere
ein Elastomer enthalten.
[0091] Vorteilhafterweise kann das derart einstückig mit dem Verbinder ausgebildete Dichtelement
genau an einen in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
zwischen dem Gehäuse und dem Verbinder bestehenden Spalt angepasst sein und somit
kann im Vergleich zu einem separat ausgebildeten O-Ring eine verbesserte Abdichtungswirkung
erzielt werden.
[0092] Insbesondere kann an dem zweiten Endabschnitt des Verbinders ein in Radialrichtung
des Verbinders abstehender Anschlag für das Gehäuse der Mikrofoneinheit ausgebildet
sein.
[0093] Der Anschlag kann zumindest teilweise in Umfangsrichtung des Verbinders umlaufend
ausgebildet sein.
[0094] Mittels des Anschlags kann der Verbinder in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit in geeignetem Umfang in das Gehäuse eingebracht werden,
um das Gehäuse wirksam mit der Halterung zu verriegeln und den Verbinder wirksam an
dem Gehäuse zu sichern.
[0095] Weiter ist ein Verbinder beschrieben zum Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer
Lautsprechereinheit eines Hörgeräts, wobei eine Nut zum in Eingriff Treten mit einem
Verbindungselement an dem Verbinder ausgebildet ist und sich zumindest teilweise in
Umfangsrichtung des Verbinders erstreckt und wobei das Verbindungselement in einer
Montageposition, das heißt, in einer montierten Verbindung, der Mikrofoneinheit und
der Lautsprechereinheit mit der Nut in Eingriff bringbar ist, um den Verbinder an
einem Gehäuse der Mikrofoneinheit zu sichern.
[0096] Die Vorteile des Verbinders zum Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit
eines Hörgeräts ergeben sich analog aus den zu dem oben beschriebenen Hörgerät mit
dem Verbinder genannten Merkmalen und deren Vorteilen.
[0097] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist eine vereinfachte Herstellung
der an dem Verbinder ausgebildeten Nut, die zusammen mit dem darin in Eingriff bringbaren
Verbindungselement die sichere Verbindung der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
gewährleistet, insbesondere gegen eine Relativbewegung in Axialrichtung des Verbinders
zwischen Mikrofoneinheit und die Lautsprechereinheit in ihrer Montageposition.
[0098] Das Verbindungselement kann als ein Federring - wie ein Sicherungsring, ein Seegerring
oder ein Nutenring - oder als ein Federclip - wie eine Federklammer oder ein Dauersplint
- ausgebildet sein, insbesondere aus Metall oder Kunststoff.
[0099] Insbesondere kann die Nut außen an dem Verbinder ausgebildet sein. Mit anderen Worten
kann die Nut an einer Außenfläche - das heißt, an einer äußeren Oberfläche - des Verbinders
angeordnet sein.
[0100] Somit ist die Nut an dem Verbinder leicht zugänglich für das einfache und wirksame
in Eingriff Treten des Verbindungselements mit der Nut.
[0101] Beispielsweise kann auf in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden
Seiten des Verbinders jeweils eine Nut ausgebildet sein. Mit anderen Worten können
auf in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden Seiten des Verbinders
insgesamt zwei voneinander getrennte Nuten ausgebildet sein.
[0102] Dabei kann die Nut zumindest teilweise in Umfangsrichtung des Verbinders umlaufend
ausgebildet sein.
[0103] Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Nut zumindest teilweise in Sekantenrichtung
des Verbinders ausgebildet sein.
[0104] Weiter kann die Nut zumindest teilweise eine konstante Tiefe, also eine konstante
Erstreckung in Radialrichtung des Verbinders, aufweisen.
[0105] Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Nut über ihre Erstreckung in Umfangsrichtung
oder Sekantenrichtung des Verbinders gesehen zumindest teilweise eine veränderliche
Tiefe aufweisen, wobei das Maximum der Tiefe der Nut etwa in der Mitte ihrer Erstreckung
in Umfangsrichtung oder Sekantenrichtung des Verbinders auftreten kann.
[0106] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft einen Verbinder zum Verbinden einer Mikrofoneinheit
und einer Lautsprechereinheit eines Hörgeräts, wie in Anspruch 1 wiedergegeben.
[0107] Die Vorteile des Verbinders zum Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit
eines Hörgeräts ergeben sich analog aus den zu dem oben beschriebenen Hörgerät mit
dem Verbinder genannten Merkmalen und deren Vorteilen.
[0108] Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung ist eine vereinfachte Herstellung
der an dem Verbinder ausgebildeten Halterungen, die zusammen mit dem damit lösbar
verriegelbaren Gehäuse der Mikrofoneinheit die sichere Verbindung des Verbinders mit
der Mikrofoneinheit in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
gewährleistet.
[0109] Vorteilhafterweise ist auf in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden
Seiten des Verbinders jeweils mindestens eine Halterung ausgebildet.
[0110] Somit kann das Gehäuse der Mikrofoneinheit gleichmäßig und sicher mit dem Verbinder
verriegelt werden.
[0111] Die Halterungen sind zylinderförmig ausgebildet.
[0112] Dabei kann eine Längsachse der Halterung zumindest teilweise in Radialrichtung des
Verbinders ausgerichtet sein. Mit anderen Worten kann die Halterung nach außen in
Radialrichtung des Verbinders von dem Verbinder abstehend ausgebildet sein.
[0113] Somit ist die Halterung an dem Verbinder leicht zugänglich für das einfache und wirksame
Verriegeln der Lautsprechereinheit, insbesondere des Verbinders, mit dem Gehäuse der
Mikrofoneinheit.
[0114] Die Halterungen können auf einer Grundplatte ausgebildet sein, die an einem ersten
Endabschnitt des Verbinders, insbesondere an einem nachfolgend beschriebenen Kontaktierabschnitt,
angeordnet sein kann. Die Grundplatte kann mit zueinander parallelen Führungsflächen
ausgebildet sein, wobei die Führungsflächen in Axialrichtung des Verbinders ausgerichtet
sein können. An einem Endabschnitt der Grundplatte, der in der Montageposition der
Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit zugewandt
ist, können die Führungsflächen auf einander zu laufen. Beispielsweise können die
Führungsflächen an dem einen Endabschnitt einen Winkel von etwa 90° einschließen.
[0115] Mit der obigen Konfiguration kann für die wirksame und einfache Verriegelung des
Gehäuses der Mikrofoneinheit an der Halterung eine Führung für die nachfolgend beschriebenen
Aufnahmen an dem Gehäuse bewirkt werden, um die Aufnahmen sicher an der Halterung
zu positionieren.
[0116] Vorteilhafterweise kann die Halterung mit dem Verbindungselement zusammenwirken,
um in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit sowohl eine
lösbare Verriegelung des Gehäuses der Mikrofoneinheit an dem Verbinder als auch eine
Sicherung des Verbinders an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit zu gewährleisten.
[0117] Es sind insgesamt vier zylinderförmige Halterungen an dem Verbinder ausgebildet,
wobei jeweils zwei an in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden
Seiten des Verbinders ausgebildet sind. Dabei können die Halterungen auf einer Seite
des Verbinders in Radialrichtung der Halterungen oder in Axialrichtung des Verbinders
voneinander beabstandet ausgebildet sein.
[0118] Vorteilhafterweise kann mit der obigen Konfiguration mittels vier zylinderförmigen
Halterungen eine wirksame Führung des Gehäuses an den Halterungen zum Positionieren
des Gehäuses an dem Verbinder für ein einfaches und wirksames Verriegeln der Lautsprechereinheit
und der Mikrofoneinheit in ihrer Montageposition erreicht werden. Diese Führung kann
im Vergleich zu einer Führung an langen Führungsflächen eine geringere Neigung zum
Klemmen und/oder Verkanten aufweisen. Auch eine nachfolgend näher beschriebene sichere
elektrische Kontaktierung kann mit der obigen Konfiguration zum einfachen und wirksamen
Verriegeln der Lautsprechereinheit und der Mikrofoneinheit in ihrer Montageposition
unterstützt werden.
[0119] Insbesondere können die beiden Halterungen auf in Radialrichtung des Verbinders gesehen
derselben Seite des Verbinders voneinander verschiedene Durchmesser aufweisen. Weiter
können die jeweils in Radialrichtung des Verbinders einander gegenüberliegenden Halterungen
den gleichen Durchmesser aufweisen.
[0120] Beispielsweise kann ein Durchmesser-/Längenverhältnis der Halterung im Bereich von
etwa 0,75 bis etwa 1,25 oder im Bereich von etwa 0,85 bis etwa 1,15 oder etwa gleich
1 sein. Somit kann eine zu ihrem Durchmesser relativ kurze Halterung erreicht werden,
die eine effektive Verriegelung mit dem Gehäuse der Mikrofoneinheit ermöglichen kann.
[0121] An dem Verbinder ist mindestens ein Kontaktierelement zum Herstellen eines elektrischen
Kontakts zwischen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit ausgebildet.
[0122] Somit kann mittels des Verbinders zusätzlich zu dem mechanischen Verriegeln und Sichern
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit auch eine elektrische Verbindung zwischen
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit in deren Montageposition sichergestellt
werden.
[0123] Mindestens ein Kontaktierelement ist auch für die mechanische Verbindung zwischen
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit in deren Montageposition geeignet.
In der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit ist ein Endabschnitt
des mindestens einen Kontaktierelements in einem damit korrespondierenden Aufnahmeabschnitt
an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit, insbesondere formschlüssig, darin aufgenommen
oder damit verrastet.
[0124] Somit kann mittels des mindestens einen Kontaktierelements zu der sicheren mechanischen
Verbindung zwischen der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit in deren Montageposition
beitragen.
[0125] Beispielsweise kann das mindestens eine Kontaktierelement als eine, insbesondere
in Axialrichtung des Verbinders, über den Verbinder hinausragende Kontaktfeder ausgebildet
sein.
[0126] Insbesondere kann das mindestens eine Kontaktierelement in einem Kontaktierabschnitt
an einem ersten Endabschnitt des Verbinders angeordnet sein. Dabei kann das mindestens
eine Kontaktierelement als in Axialrichtung des Kontaktierabschnitts über den Kontaktierabschnitt
hinausragende Kontaktfeder ausgebildet sein. Beispielsweise können in beiden Axialrichtungen
des Kontaktierabschnitts die Kontaktierelemente als über den Kontaktierabschnitt hinausragend
ausgebildet sein.
[0127] Die Kontaktfeder kann elastisch verformbar ausgebildet und beispielsweise aus einem
elektrisch leitenden Metall oder einer elektrisch leitenden Metalllegierung ausgebildet
sein.
[0128] Weiter können die zuvor beschriebenen Halterungen des Verbinders an dem Kontaktierabschnitt
angeordnet sein.
[0129] Vorteilhafterweise kann an dem Verbinder ein Dichtelement zum Abdichten zwischen
dem Verbinder und dem Gehäuse der Mikrofoneinheit angeordnet sein.
[0130] Insbesondere kann das Dichtelement in Axialrichtung des Verbinders gesehen zwischen
der Nut und einem zweiten Endabschnitt des Verbinders angeordnet sein, wobei das Kabel
aus dem zweiten Endabschnitt des Verbinders austritt. Mit anderen Worten kann das
Dichtelement in Axialrichtung des Verbinders gesehen in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit weiter außen in Bezug auf das Gehäuse angeordnet sein
als die Nut und/oder das mindestens eine Kontaktierelement.
[0131] Somit kann das Gehäuseinnere der Mikrofoneinheit in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit mittels des Dichtelements wirksam vor Umwelteinflüssen
wie beispielsweise Feuchtigkeit und/oder Staub aus Richtung der Lautsprechereinheit
geschützt werden.
[0132] Beispielsweise kann das Dichtelement als O-Ring ausgebildet sein, der in einer in
Umfangsrichtung des Verbinders umlaufenden Nut aufnehmbar oder aufgenommen ist.
[0133] Vorteilhafterweise kann das als O-Ring ausgebildete Dichtelement bei Verschleiß und/oder
nachlassender Dichtwirkung einfach erneuert werden.
[0134] Alternativ oder zusätzlich dazu kann das Dichtelement, insbesondere in Umfangsrichtung
des Verbinders umlaufend, an dem Verbinder angespritzt ausgebildet sein und insbesondere
ein Elastomer enthalten.
[0135] Vorteilhafterweise kann das derart einstückig mit dem Verbinder ausgebildete Dichtelement
genau an einen in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
zwischen dem Gehäuse und dem Verbinder bestehenden Spalt angepasst sein und somit
kann im Vergleich zu einem separat ausgebildeten O-Ring eine verbesserte Abdichtungswirkung
erzielt werden.
[0136] Insbesondere kann an dem zweiten Endabschnitt des Verbinders ein in Radialrichtung
des Verbinders abstehender Anschlag für das Gehäuse der Mikrofoneinheit ausgebildet
sein.
[0137] Der Anschlag kann zumindest teilweise in Umfangsrichtung des Verbinders umlaufend
ausgebildet sein.
[0138] Mittels des Anschlags kann der Verbinder in der Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit in geeignetem Umfang in das Gehäuse eingebracht werden,
um das Gehäuse wirksam mit der Halterung zu verriegeln und den Verbinder wirksam an
dem Gehäuse zu sichern.
[0139] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine Verwendung eines zuvor beschriebenen
Verbinders zum Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit eines
zuvor beschriebenen Hörgeräts.
[0140] Die Vorteile der Verwendung des Verbinders ergeben sich analog aus den zu dem oben
beschriebenen Hörgerät genannten Merkmalen und deren Vorteilen.
[0141] Weiter offenbart ist ein System zum Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit
eines Hörgeräts zum Tragen am Ohr, mit:
einem Gehäuse der Mikrofoneinheit mit mindestens einem Mikrofon, wobei das Gehäuse
im Gebrauch am Ohr getragen ist,
einem Kabel, an dessen erstem Ende ein Lautsprecher der Lautsprechereinheit verbindbar
ist und
einem Verbinder, der zum lösbaren Verbinden des Kabels mit dem Gehäuse an einem dem
Lautsprecher entgegengesetzten zweiten Ende des Kabels angeordnet ist, wobei das Verbindungselement
separat ausgebildet ist und/oder unverlierbar an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit angeordnet
ist.
[0142] Die Vorteile des Systems zum Verbinden einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit
eines Hörgeräts ergeben sich analog aus den zu dem oben beschriebenen Hörgerät genannten
Merkmalen und deren Vorteilen.
[0143] Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verbinders zum Verbinden
einer Mikrofoneinheit und einer Lautsprechereinheit eines Hörgeräts anhand von Zeichnungen
näher erläutert. Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die nachstehend
beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt sind, und dass einzelne Merkmale davon
zu weiteren Ausführungsbeispielen kombiniert werden können.
[0144] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche Ansicht eines Verbinders des erfindungsgemäßen Hörgeräts gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Vorderansicht des Verbinders gemäß Fig. 1;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den Verbinder gemäß Fig. 1; und
- Fig. 4
- eine vergrößerte Ansicht einer Schnittdarstellung des Verbinders gemäß Fig. 1 entlang
eines in Fig. 2 gezeigten Schnittverlaufs A-A.
[0145] Die Axialrichtung Ax, die Umfangsrichtung Um und die Radialrichtung Ra des Verbinders
2 sind in den Figuren mittels Richtungspfeilen dargestellt, insbesondere in der Art
eines Koordinatensystems. Obwohl die Richtungspfeile jeweils lediglich in eine Richtung
zeigen, ist in der Richtungsangabe auch eine jeweilige Gegenrichtung enthalten. Es
sind beispielhaft jeweils zwei Radialrichtungen Ra angegeben; damit soll lediglich
ein Eindruck der vielen möglichen Radialrichtungen Ra vermittelt werden.
[0146] In den Figuren wird Bezug genommen auf ein Verbindungselement der Mikrofoneinheit
und auf ein Gehäuse der Mikrofoneinheit, wobei die Mikrofoneinheit, ihr Verbindungselement
und ihr Gehäuse in den Figuren nicht dargestellt sind.
[0147] Die räumliche Ansicht in
Fig. 1 zeigt eine Lautsprechereinheit 1 des erfindungsgemäßen Hörgeräts gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung von schräg vorne oben, wobei der dazugehörige Lautsprecher nicht dargestellt
ist.
[0148] Wie in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt, kann ein Verbinder 2 der Lautsprechereinheit
1 zylinderförmig ausgebildet sein. An einer äußeren Oberfläche des Verbinders 2 kann
auf in Radialrichtung Ra des Verbinders 2 einander gegenüberliegenden Seiten des Verbinders
2 jeweils eine Nut 4 ausgebildet sein. Weiter kann an dem Verbinder 2 ein Dichtelement
6 in Form eines O-Ringes ausgebildet sein. Alternativ oder zusätzlich dazu kann das
Dichtelement 6, insbesondere in Umfangsrichtung Um des Verbinders 2 umlaufend, an
dem Verbinder 2 angespritzt ausgebildet sein.
[0149] Weiter sind außen an dem Verbinder 2 vier zylinderförmige Halterungen 8a, 8b, 8c,
8d ausgebildet, von denen jeweils zwei an in Radialrichtung Ra des Verbinders 2 einander
gegenüberliegenden Seiten des Verbinders 2 ausgebildet sind. Dabei können die jeweiligen
Halterungen 8a, 8b, 8c, 8d auf einer Seite des Verbinders 2 in Radialrichtung der
Halterungen 8a, 8b, 8c, 8d oder in Axialrichtung Ax des Verbinders 2 voneinander beabstandet
ausgebildet sein.
[0150] Mit anderen Worten können Halterungen 8a, 8b auf einer Seite des Verbinders 2 in
Radialrichtung der Halterungen 8a, 8b oder in Axialrichtung Ax des Verbinders 2 voneinander
beabstandet ausgebildet sein und Halterungen 8c, 8d auf einer anderen Seite des Verbinders
2 in Radialrichtung der Halterungen 8c, 8d oder in Axialrichtung Ax des Verbinders
2 voneinander beabstandet ausgebildet sein.
[0151] Wie in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt, können die Halterungen 8a, 8b, 8c, 8d
des Verbinders 2 an einem an dem ersten Endabschnitt 10 des Verbinders 2 ausgebildeten
Kontaktierabschnitt 12 angeordnet sein, insbesondere auf einer Grundplatte 14. Die
Grundplatte 14 kann in einer (nicht dargestellten) Nut des (nicht dargestellten) Gehäuses
der (nicht dargestellten) Mikrofoneinheit geführt werden, um (nicht dargestellte)
Aufnahmen des Gehäuses und die Halterungen 8a, 8b, 8c, 8d relativ zu einander sicher
zu positionieren.
[0152] Wie weiter gezeigt, kann der Kontaktierabschnitt 12 mit insgesamt sechs Kontaktierelementen
16 ausgebildet sein. Aufgrund der perspektivischen Darstellung sind in Fig. 1 lediglich
drei der sechs Kontaktierelemente 16 sichtbar. Die anderen drei Kontaktierelemente
16 sind in Fig. 2 und Fig. 4 gezeigt. Alternativ dazu sind andere Anzahlen von Kontaktierelementen
16 möglich, beispielsweise 2, 4, 8, 10 oder 12 Kontaktierelemente 16.
[0153] Die Kontaktierelemente 16 können dabei als Kontaktfedern ausgebildet sein, die beispielsweise
elastisch verformbar ausgebildet und aus einem elektrisch leitenden Metall oder einer
elektrisch leitenden Metalllegierung ausgebildet sein können.
[0154] Ein Kabel 18, das mit jeweiligen Kontaktierelementen 16 elektrisch verbunden ist,
kann an einem zweiten Endabschnitt 20 des Verbinders 2 aus dem Verbinder 2 austreten.
Ein Lautsprecher, der an einem dem zweiten Endabschnitt 20 des Verbinders 2 an einem
(nicht dargestellten) ersten Endabschnitt des Kabels 18 angeordnet ist, ist wie oben
schon erwähnt nicht dargestellt.
[0155] In der in
Fig. 2 gezeigten Vorderansicht des Verbinders 2 gemäß Fig. 1 sind von den sechs Kontaktierelementen
16 lediglich die vordersten der jeweils drei hintereinanderliegenden Kontaktierelemente
16 sichtbar. Die Kontaktierelemente 16 können, wie in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt,
in beiden Axialrichtung Ax des Kontaktierabschnitts 12 über den Kontaktierabschnitt
12 hinausragend ausgebildet sein und zwar an einer unteren Seite des Kontaktierabschnitts
12 und/oder des Verbinders 2. Wie in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt, können die
Kontaktierelemente 16 zusätzlich dazu als über die Unterseite des Kontaktierabschnitts
12 und/oder des Verbinders 2 hinausragend ausgebildet sein.
[0156] Weiter kann an dem zweiten Endabschnitt 20 des Verbinders 2 ein in Radialrichtung
Ra des Verbinders 2 abstehender Anschlag 22 für ein Gehäuse einer Mikrofoneinheit
(beides nicht dargestellt) ausgebildet sein. Wie dargestellt, kann der Anschlag 22
an einer Oberseite des Verbinders 2 und teilweise in Umfangsrichtung Um des Verbinders
2 umlaufend ausgebildet sein. Alternativ dazu kann der Anschlag 22 vollständig in
Umfangsrichtung Um des Verbinders 2 umlaufend ausgebildet sein.
[0157] Die Funktion des Anschlags 22 kann auch von mindestens einer der Halterungen 8a,
8b, 8c, 8d übernommen werden, insbesondere von jeweils in Radialrichtung Ra des Verbinders
2 einander gegenüberliegenden Halterungen 8a, 8d und/oder von jeweils in Radialrichtung
Ra des Verbinders 2 einander gegenüberliegenden Halterungen 8b, 8c.
[0158] Die beiden auf in Radialrichtung Ra des Verbinders 2 gesehen derselben Seite des
Verbinders 2 ausgebildeten Halterungen 8a, 8b und/oder Halterungen 8c, 8d können wie
in diesem Ausführungsbeispiel gezeigt voneinander verschiedene Durchmesser und/oder
eine gleiche Erstreckung in ihrer Axialrichtung Ax aufweisen.
[0159] Wie in der Draufsicht in
Fig. 3 auf den Verbinder 2 gemäß Fig. 1 gezeigt, können die jeweils in Radialrichtung Ra
des Verbinders 2 einander gegenüberliegenden Halterungen 8a, 8d und/oder die jeweils
in Radialrichtung Ra des Verbinders 2 einander gegenüberliegenden Halterungen 8b,
8c den gleichen Durchmesser und/oder eine gleiche Erstreckung in ihrer Axialrichtung
Ax aufweisen.
[0160] In
Fig. 4 ist eine vergrößerte Ansicht des Verbinders gemäß Fig. 1 in einer Schnittdarstellung
entlang eines in Fig. 2 gezeigten Schnittverlaufs A-A gezeigt.
[0161] Die Nuten 4 gemäß dieses Ausführungsbeispiels können wie dargestellt in Sekantenrichtung
des Verbinders 2 ausgebildet sein, wobei eine Tiefe 24 der jeweiligen Nut 4 konstant
sein kann.
[0162] Von den insgesamt sechs Kontaktierelementen 16, die in diesem Ausführungsbeispiel
in dem Kontaktierabschnitt 12 ausgebildet sind, sind in Fig. 4 drei an der Unterseite
des Kontaktierabschnitts 12 und/oder des Verbinders 2 ausgebildete Kontaktierelemente
16 sichtbar.
[0163] Nachfolgend ist eine Funktion einzelner Elemente des Verbinders 2 anhand der obigen
Figuren beschrieben:
Um die Lautsprechereinheit 1 mit der (nicht dargestellten) Mikrofoneinheit zu verbinden,
kann der Verbinder 2 mit dem Kontaktierabschnitt 12 und dem ersten Endabschnitt1 10
bis zu seinem Anschlag 22 und/oder bis zum Anschlag an die Halterungen 8a, 8d und/oder
die Halterungen 8b, 8c in das (nicht dargestellte) Gehäuse der Mikrofoneinheit eingeführt
werden.
[0164] Dabei können die elektrischen Kontakte zwischen den Kontaktierelementen 16 und entsprechenden
Gegenstücken im Gehäuse hergestellt werden, um ein (nicht dargestelltes) Mikrofon
der Mikrofoneinheit mit dem (nicht dargestellten) Lautsprecher der Lautsprechereinheit
1 elektrisch zu verbinden.
[0165] Zum sicheren Aufrechterhalten der elektrischen und einer mechanischen Verbindung
der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit 1 kann das Gehäuse mit den Halterungen
8a, 8b, 8c, 8d verriegelt werden, insbesondere mittels daran ausgebildeten Aufnahmen
für die Halterungen 8a, 8b, 8c, 8d.
[0166] Auch die beispielsweise als elastisch verformbare Kontaktfedern ausgebildeten Kontaktierelemente
16 werden zur mechanischen Verbindung der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
1 verwendet. Dazu ist in der Montageposition der Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
1 ein Endabschnitt mindestens eines Kontaktierelements 16 in einem damit korrespondierenden
Aufnahmeabschnitt an dem Gehäuse der Mikrofoneinheit, insbesondere formschlüssig,
aufgenommen oder damit verrastet.
[0167] Zur Sicherung der Verbindung der (nicht dargestellten) Mikrofoneinheit und der Lautsprechereinheit
1 in ihrer Montageposition, insbesondere vor einer Relativbewegung zwischen Verbinder
2 und Mikrofoneinheit, kann ein (nicht dargestelltes) Verbindungselement der Mikrofoneinheit
mit dem (nicht dargestellten) Gehäuse der Mikrofoneinheit und der Nut 4 des Verbinders
2 in Eingriff gebracht werden.
[0168] Somit ist auf einfache und wirksame Weise die Montageposition der Mikrofoneinheit
und der Lautsprechereinheit 1 erzielt, die zur einfachen Montage des Hörgeräts dient
und insbesondere eine elektrische und mechanische Verbindung der Mikrofoneinheit und
der Lautsprechereinheit 1 gewährleistet.
[0169] Zur einfachen Demontage des Hörgeräts kann das Verbindungselement außer Eingriff
mit der Nut 4 gebracht, das Gehäuse der Mikrofoneinheit an der Halterung 8a, 8b, 8c,
8d entriegelt und die Lautsprechereinheit 1 aus der Mikrofoneinheit gezogen werden.
Bezugszeichenliste
[0170]
- 1
- Lautsprechereinheit
- 2
- Verbinder
- 4
- Nut
- 6
- Dichtelement
- 8a, 8b, 8c, 8d
- Halterung
- 10
- erster Endabschnitt des Verbinders
- 12
- Kontaktierabschnitt
- 14
- Grundplatte
- 16
- Kontaktierelement
- 18
- Kabel
- 20
- zweiter Endabschnitt des Verbinders
- 22
- Anschlag
- 24
- Tiefe der Nut
- Ax
- Axialrichtung
- Ra
- Radialrichtung
- Um
- Umfangsrichtung