[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Zumischsystem für Feuerlöschanlagen. Eine
Feuerlöschanlage im Sinne der vorliegenden Erfindung ist eine Anlage aufweisend eine
Pumpe, ein Leitungssystem und ein Schaummittel-Zumischsystem, mit der ein Löschmittel
insbesondere durch Düsen, Schaumrohre oder Schaumgeneratoren ausgebracht werden kann.
Bei der Feuerlöschanlage kann es sich um eine stationäre Anlage wie eine Feuerlöschanlage
in einem Tanklager mit einem fest montierten sogenannten Monitor, d. h. einem großen
Strahlrohr, oder auch um eine fest montierte Sprinkler-Anlage in einem Gebäude handeln.
Es kann sich aber auch um eine mobile Anlage auf einem Fahrzeug oder Abrollbehälter
handeln.
[0002] Derartige Feuerlöschanlagen werden üblicherweise mit Wasser als Löschmittel betrieben.
Es ist jedoch in vielen Fällen vorteilhaft, das Löschmittel vor dem Ausbringen auf
das zu bekämpfende Feuer aufzuschäumen, damit das aufgebrachte Löschmittel eine Löschmitteldecke
von längerer Bestandsdauer bildet, durch welche das Feuer erstickt werden kann. Hierzu
wird dem Löschmittel üblicherweise zunächst ein Löschmitteladditiv, hier ein Schaummittel,
in einem bestimmten Verhältnis zugemischt. Sodann wird das Löschmittel-Löschmitteladditiv-Gemisch
(der sogenannte "Premix") in einer Düse durch Zuführung von Luft aufgeschäumt und
auf das zu löschende Feuer ausgebracht. Das Volumenverhältnis des Löschmitteladditivs
zu dem Löschmittel, die sogenannte Zumischrate, beträgt typischerweise zwischen 0,5
% und 6 %.
[0003] Ein anderes Löschmitteladditiv, welches dem Löschmittel zugemischt werden kann, ist
ein Netzmittel oder "wetting agent", welches die Oberflächenspannung des Löschmittels,
insbesondere des Löschwassers, herabsetzt. Dies ist beispielsweise bei der Bekämpfung
von Waldbränden vorteilhaft, weil das Löschwasser hierdurch größere Flächen, insbesondere
auf den Blättern von Bäumen, benetzen und somit effizienter eingesetzt werden kann.
Weiterhin kann das Löschwasser durch die herabgesetzte Oberflächenspannung tiefer
in den Waldboden eindringen, um beispielsweise tiefere Glutnester zu löschen.
[0004] Es existieren auch Schaummittel, die ebenso (dann ggf. mit anderen Zumischraten,
insbesondere mit einer minimalen Zumischrate von 0,1 %) als Netzmittel einsetzbar
sind.
[0005] Die Erfindung wird im Folgenden teilweise am Beispiel von Wasser als Löschmittel
und Schaummittel als Löschmitteladditiv beschrieben. Dies ist jedoch nicht als einschränkend
zu verstehen. Die Erfindung kann genauso bei der Zumischung von beliebigen Löschmitteladditiven
zu beliebigen Löschmitteln eingesetzt werden.
[0006] Für den Betrieb der Feuerlöschanlage mit dem Zumischsystem können sowohl das Löschmittel
als auch das Löschmitteladditiv in einem Löschmitteltank bzw. in einem Löschmitteladditivtank
oder auch über eine Löschmittelversorgungsleitung bzw. über eine Löschmitteladditivversorgungsleitung
bereitgestellt werden. Im Falle der Bereitstellung des Löschmittels in einem Löschmitteltank
ist weiterhin eine Löschmittelpumpe erforderlich, welche das Löschmittel aus dem Löschmitteltank
fördert, mit Druck beaufschlagt und dem Zumischsystem zuführt. Die soeben genannten
Komponenten sind jedoch nicht Teil des Zumischsystems selbst.
[0007] Die zu erzeugende Mischung aus dem Löschmittel und dem Löschmitteladditiv, d. h.
der Premix, wird im Falle eines Schaummittels als Löschmitteladditiv dann in Form
eines Premixstroms durch eine Aufschäumdüse geleitet, in der durch den Premixstrom
Umgebungsluft angesaugt und mit dem Premix vermischt wird. Hierdurch wird das Schaummittel
im Premix aktiviert und der Premix aufgeschäumt, sodass ein Löschmittelschaum aus
der Aufschäumdüse austritt und auf das Feuer ausgebracht werden kann.
[0008] Die zum Aufschäumen des Schaummittels benötigte Luft kann dem Premix auch in Form
von Druckluft zugeführt werden. Im Falle einer solchen, Druckluftschaum erzeugenden
Anlage spricht man von einer CAFS-Anlage (Compressed Air Foam System).
[0009] Es ist zwar möglich, den Premix unabhängig von der Feuerlöschanlage im Voraus herzustellen,
jedoch muss dieser dann möglicherweise über längere Zeit gelagert werden. Es ist daher
in vielen Fällen vorteilhafter, den Premix erst unmittelbar vor der Ausbringung des
Löschmittels auf das zu bekämpfende Feuer herzustellen. Zu diesem Zweck weist das
Zumischsystem eine Zumischpumpe auf, durch welche das Löschmitteladditiv gefördert
und dem Löschmittel zugemischt werden kann.
[0010] In dem für die vorliegende Erfindung betrachteten Zumischsystem wird die Zumischpumpe
durch einen Motor angetrieben, der wiederum durch einen Strom des Löschmittels selbst
angetrieben wird.
[0011] In dem oben genannten, nicht einschränkenden Anwendungsbeispiel der Erfindung weist
das Zumischsystem somit einen Wassermotor auf, der durch den Löschwasserstrom angetrieben
wird. Zu diesem Zweck ist die Ausgangswelle des Wassermotors mit der Eingangswelle
der Zumischpumpe gekoppelt, beispielsweise durch eine Kupplung.
[0012] Das von der Zumischpumpe geförderte Löschmitteladditiv wird dann durch eine Löschmitteladditivausgangsleitung
von der Zumischpumpe in eine Zumischleitung geleitet und dort dem Löschmittelstrom
zugemischt, um den Premix zu erzeugen.
[0014] Dieser Aufbau des Zumischsystems, bei dem die Zumischpumpe durch den ohnehin vorhandenen
Löschmittelstrom angetrieben wird, hat den Vorteil, dass die Zumischpumpe keine Antriebsenergie,
insbesondere Elektrizität, von außen benötigt, wodurch das Zumischsystem sehr ausfallsicher
ist. Weiterhin ist die Förderleistung der Zumischpumpe im Wesentlichen proportional
zur Drehzahl des Motors, welche wiederum im Wesentlichen proportional zur Durchflussrate
des Löschmittelstroms ist. Auf diese Weise wird automatisch eine im Wesentlichen konstante
Zumischrate erreicht, ohne dass weitere Steuerungs- oder Regelungseinrichtungen erforderlich
sind.
[0015] Bei einem Zumischsystem für Feuerlöschanlagen ist es wünschenswert, verschiedene
Werte für die Zumischrate einstellen zu können. Dadurch können beispielsweise verschiedene
Löschmitteladditive eingesetzt werden, die verschiedene Zumischraten erfordern (beispielsweise
6 % oder 4 %), oder dasselbe Löschmitteladditiv kann, wie oben erwähnt, durch eine
Veränderung der Zumischrate (beispielsweise von 2% auf 0,1%) einmal als Schaummittel
und einmal als Netzmittel eingesetzt werden.
[0016] Eine konstruktiv einfache Möglichkeit, die Zumischrate zu verändern, besteht bei
einem Zumischsystem mit dem oben beschriebenen Aufbau darin, die Zumischpumpe als
Kolbenpumpe, insbesondere als Plungerpumpe, auszugestalten und durch eine Abschaltung
eines oder mehrerer Zylinder die Förderleistung der Kolbenpumpe gezielt zu verringern.
Da die Zumischrate proportional zur Förderleistung der Zumischpumpe ist, ergibt sich
auf diese Weise auch eine entsprechende Verringerung der Zumischrate. Bei einer Kolbenpumpe
mit sechs Zylindern kann auf diese Weise beispielsweise durch die Abschaltung eines
Zylinders die Zumischrate von 6 % auf 5 % oder durch die Abschaltung von zwei Zylindern
von 6 % auf 4 % verringert werden.
[0017] Die "Abschaltung" eines bestimmten Zylinders ist im Sinne der vorliegenden Erfindung
so zu verstehen, dass kein von diesem Zylinder gefördertes Löschmitteladditiv unmittelbar
in die Löschmitteladditivausgangsleitung gelangt und damit dem Löschmittel in der
Zumischleitung zugemischt wird.
[0018] Dies kann dadurch erreicht werden, dass der Kolben in dem betreffenden Zylinder mechanisch
stillgelegt wird, also keine Bewegungen ausführt und damit auch kein Löschmitteladditiv
fördert. Es kann jedoch auch dadurch erreicht werden, dass der Kolben in dem betreffenden
Zylinder mechanisch unverändert arbeitet, sich also bewegt und Löschmitteladditiv
fördert, gleichzeitig jedoch verhindert wird, dass das geförderte Löschmitteladditiv
in die Löschmitteladditivausgangsleitung gelangt. Insbesondere kann das von dem betreffenden
Zylinder geförderte Löschmitteladditiv umgeleitet und in den Löschmitteladditivtank
bzw. in die Löschmitteladditiveingangsleitung zurückgefördert werden, sodass es nicht
verloren geht, sondern für eine erneute Förderung durch die Zumischpumpe und Zumischung
zum Löschmittel zur Verfügung steht.
[0019] In der Praxis wird die zweite genannte Möglichkeit für die sogenannte Zylinderabschaltung
bevorzugt, da es einfacher ist, den Löschmitteladditivstrom zu steuern, als die Kolben
von einem oder mehreren Zylindern der Kolbenpumpe mechanisch abzukoppeln und stillzulegen.
Es wird daher im Folgenden nur diese zweite Möglichkeit einer Rückförderung des Löschmitteladditivs
zur Zumischpumpe betrachtet.
[0020] Bisher wird eine solche Rückforderung des von einzelnen Zylindern der Zumischpumpe
geförderten Löschmitteladditivs derart realisiert, dass der Arbeitsraum des betreffenden
Zylinders angebohrt wird und von der Bohrung eine "Bypassleitung" zur Eingangsseite
der Zumischpumpe verlegt wird. Diese Bypassleitung kann durch einen einfachen Absperrhahn,
beispielsweise einen Kugelhahn, geöffnet und geschlossen werden. Im geschlossenen
Zustand der Bypassleitung ist diese inaktiv, und der zugehörige Zylinder fördert das
Löschmitteladditiv in normaler Weise zum Ausgang der Zumischpumpe. Im geöffneten Zustand
der Bypassleitung strömt das in den Arbeitsraum des zugehörigen Zylinders gelangende
Löschmitteladditiv aufgrund der unterschiedlichen Druckverhältnisse zurück zum Eingang
der Zumischpumpe, d. h. auf die "Saugseite" der Zumischpumpe.
[0021] Bei den Zumischsystemen der Anmelderin, in denen die Zumischpumpe beispielsweise
drei Zylinder aufweist, lässt sich auf diese Weise beispielsweise die Zumischrate
entweder durch die Abschaltung eines Zylinders von 3 % auf 2 % oder durch die Abschaltung
von zwei Zylindern von 3 % auf 1 % verringern.
[0022] Diese Lösung für die Zylinderabschaltung erfordert jedoch eine konstruktive Anpassung
der Zumischpumpe, welche aufwendig ist und hohe Kosten verursacht und zusätzlich die
Betriebssicherheit des Zumischsystems beeinträchtigen kann, da die zum Beispiel betriebsfertig
von ihrem Hersteller gelieferte Zumischpumpe beim Bau des Zumischsystems noch nachträglich
"manipuliert" werden muss.
[0023] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem Zumischsystem für Feuerlöschanlagen
mit dem oben beschriebenen Aufbau die Zylinderabschaltung einfacher und sicherer zu
realisieren.
[0024] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Zumischsystem gemäß Anspruch 1 sowie durch ein
Verfahren zu dessen Betrieb gemäß Anspruch 10. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0025] Die Erfindung geht aus von einem Zumischsystem für Feuerlöschanlagen zum Zumischen
eines Löschmitteladditivs, insbesondere eines Schaummittels, zu einem Löschmittel,
insbesondere Wasser.
[0026] Das Zumischsystem weist einen von einem Löschmittelstrom antreibbaren Motor auf,
insbesondere einen Wassermotor, mit einem Eingang zur Zuleitung des Löschmittels zu
dem Motor, insbesondere aus einem Löschmitteltank oder aus einer Löschmittelversorgungsleitung,
einem Ausgang zur Abführung des Löschmittels von dem Motor und einer von dem Motor
antreibbaren Abtriebswelle.
[0027] Das Zumischsystem weist ferner eine Zumischpumpe zum Fördern des Löschmitteladditivs
auf mit einer Antriebswelle, welche mit der Abtriebswelle des Motors gekoppelt ist,
einem Eingang zur Bereitstellung des Löschmitteladditivs, insbesondere aus einem Löschmitteladditivtank
oder aus einer Löschmitteladditivversorgungsleitung, und wenigstens einem Ausgang
zur Abführung des von der Zumischpumpe geförderten Löschmitteladditivs.
[0028] Weiterhin weist das Zumischsystem eine Löschmitteladditiveingangsleitung mit einem
ersten, eingangsseitigen Ende und einem zweiten, pumpenseitigen Ende auf, wobei das
pumpenseitige Ende mit dem Eingang der Zumischpumpe fluidleitend verbunden ist.
[0029] Ferner weist das Zumischsystem einer Zumischleitung mit einem ersten, motorseitigen
Ende und einem zweiten, ausgabeseitigen Ende auf, wobei das motorseitige Ende mit
dem Ausgang des Motors fluidleitend verbunden ist.
[0030] Außerdem weist das Zumischsystem eine Löschmitteladditivausgangsleitung mit einem
ersten, pumpenseitigen Ende und einem zweiten, zumischleitungsseitigen Ende auf, wobei
das pumpenseitige Ende mit dem wenigstens einen Ausgang der Zumischpumpe und das zumischleitungsseitige
Ende mit der Zumischleitung an einer Zumischstelle fluidleitend verbunden ist.
[0031] Erfindungsgemäß ist die Zumischpumpe eine Kolbenpumpe, insbesondere eine Plungerpumpe,
mit mehreren Zylindern und weist wenigstens zwei Ausgänge auf, wobei jeder Ausgang
mit wenigstens einem Zylinder und jeder Zylinder mit genau einem Ausgang fluidleitend
verbunden ist.
[0032] Erfindungsgemäß weist das Zumischsystem weiterhin eine Rückflussleitung mit einem
ersten, pumpenausgangsseitigen Ende und einem zweiten, pumpeneingangsseitigen Ende
auf, wobei wenigstens ein erster, rückflussfähiger Ausgang der Zumischpumpe über eine
Umschalteinrichtung umschaltbar entweder mit dem pumpenausgangsseitigen Ende der Rückflussleitung
oder mit dem pumpenseitigen Ende der Löschmitteladditivausgangsleitung fluidleitend
verbunden ist, die übrigen, nicht rückflussfähigen Ausgänge der Zumischpumpe mit dem
pumpenseitigen Ende der Löschmitteladditivausgangsleitung fluidleitend verbunden sind
und das pumpeneingangsseitige Ende der Rückflussleitung mit der Löschmitteladditiveingangsleitung
oder mit dem Eingang der Zumischpumpe fluidleitend verbunden ist.
[0033] Falls die Zumischpumpe mehrere rückflussfähige Ausgänge aufweist, weist vorzugsweise
jeder rückflussfähige Ausgang eine eigene Umschalteinrichtung auf.
[0034] Der Begriff, dass zwei Stellen in dem Zumischsystem "fluidleitend verbunden" sind,
kann im vorliegenden Kontext bedeuten, dass die beiden Stellen unmittelbar derart
verbunden sind, dass ein Fluid, insbesondere ein Löschmittel oder ein Löschmitteladditiv,
von einer der beiden Stellen zu der anderen Stelle strömen kann. Dies kann insbesondere
dann der Fall sein, wenn beide Stellen auf einer Leitung oder am Ende einer Leitung
liegen und die die Leitungen realisierenden Rohre an den beiden Stellen - die somit
faktisch zusammenfallen - unmittelbar ineinander übergehen, so dass die Innenräume
der beteiligten Rohre einen gemeinsamen, durchgehenden Hohlraum bilden.
[0035] Dass zwei Stellen in dem Zumischsystem "fluidleitend verbunden" sind, kann aber auch
bedeuten, dass zwischen den beiden Stellen weitere Einrichtungen, insbesondere Rohre
oder auch Rohrnetze, angeordnet sind, sodass das Fluid durch diese Einrichtungen von
der einen zu der anderen Stelle strömen kann.
[0036] Die Strömung des Fluids wird dabei vorzugsweise nicht durch strömungssteuernde oder
-beeinflussende Einrichtungen wie Ventile, Klappen, Pumpen oder Ähnliches beeinträchtigt.
[0037] In dem erfindungsgemäßen Zumischsystem ist die Zylinderabschaltung so realisiert,
dass von der Zumischpumpe selbst nur der Pumpenkopfdeckel modifiziert werden muss,
der Großteil der Pumpe aber im Originalzustand verwendet werden kann. Dadurch wird
die Betriebssicherheit des Zumischsystems erhöht. Auch ist die Realisierung der Zylinderabschaltung
konstruktiv einfach, da als zusätzliche Elemente im Wesentlichen nur die Umschalteinrichtung
und die Rückflussleitung vorgesehen werden müssen. Auf diese Weise wird die der Erfindung
zugrunde liegende Aufgabe gelöst.
[0038] In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist in der Rückflussleitung ein Druckhalteventil
zur Erzeugung eines Gegendrucks auf das durch die Rückflussleitung strömende Löschmitteladditiv
angeordnet.
[0039] Hierdurch wird das Problem gelöst, dass die Kolben in den "abgeschalteten" Zylindern,
also in denjenigen Zylindern, aus denen das Löschmitteladditiv durch die Rückflussleitung
in die Löschmitteladditiveingangsleitung oder zum Eingang der Zumischpumpe zurückgefördert
wird, quasi "im Leerlauf' arbeiten, also im Wesentlichen ohne dass das durch sie geförderte
Löschmitteladditiv einen Gegendruck auf den betreffenden Kolben ausübt. Die übrigen
Zylinder müssen dagegen das Löschmitteladditiv mit Druck beaufschlagen, um es durch
die Löschmitteladditivausgangsleitung zur Zumischstelle fördern zu können. Die sich
hierdurch ergebenden unterschiedlichen Druckverhältnisse zwischen den einzelnen Zylindern
der Zumischpumpe bewirken einen unruhigen Lauf der Zumischpumpe insgesamt.
[0040] Durch eine geeignete Auslegung des Druckhalteventils lässt sich in allen Zylindern
der Zumischpumpe im Wesentlichen derselbe Druck einstellen. Dadurch ist ein ruhiger
Lauf der Zumischpumpe gewährleistet, was sich wiederum positiv auf die Geräuschentwicklung
sowie auf die Lebensdauer der Zumischpumpe auswirkt.
[0041] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist der wenigstens eine rückflussfähige
Ausgang mit genau einem Zylinder fluidleitend verbunden. Der wenigstens eine rückflussfähige
Ausgang kann aber auch mit zwei, drei oder mehr als drei Zylindern fluidleitend verbunden
sein.
[0042] Welche Konfiguration im Einzelfall gewählt wird, hängt sowohl von der Zahl der Zylinder
der Zumischpumpe als auch von den für das Zumischsystem vorgesehenen Anwendungen ab.
So können beispielsweise bei einer Zumischpumpe mit sechs Zylindern drei Zylinder
mit dem rückflussfähigen Ausgang fluidleitend verbunden sein. Dann lässt sich durch
einen einzigen Bedienvorgang, nämlich durch die Umschaltung der Umschalteinrichtung
in Richtung der Rückflussleitung und damit die Abschaltung der drei genannten Zylinder,
die Zumischrate beispielsweise von 6 % auf 3 % verringern.
[0043] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung weist die Zumischpumpe zwei,
drei oder mehr als drei rückflussfähige Ausgänge auf. Sofern jeder rückflussfähige
Ausgang eine eigene Umschalteinrichtung aufweist, lässt sich durch die Umschaltung
mehrerer Umschalteinrichtungen in Richtung der Rückflussleitung eine entsprechende
Anzahl von verschiedenen Zumischraten einstellen. Wenn beispielsweise bei einer Zumischpumpe
mit sechs Zylindern jeder Zylinder mit einem eigenen rückflussfähigen Ausgang fluidleitend
verbunden ist, lässt sich durch die Abschaltung von einem, zwei, drei, vier oder fünf
Zylindern die Zumischrate beispielsweise von 6 % auf 5 %, 4 %, 3 %, 2 % bzw. 1 % verringern.
[0044] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung weist die Zumischpumpe genau
drei Zylinder auf. Dies stellt für ein Zumischsystem in der Praxis einen guten Kompromiss
zwischen der Förderleistung der Zumischpumpe und deren Kosten sowie der Flexibilität
bei der Einstellung der Zumischrate dar. So kann in diesem Fall durch die Abschaltung
von einem oder zwei Zylindern die Zumischrate beispielsweise von 3 % auf 2 % bzw.
1 % verringert werden, wenn alle drei Zylinder dasselbe Volumen aufweisen.
[0045] Es ist aber auch möglich, dass die drei Zylinder verschiedene Volumina aufweisen.
Falls beispielsweise das Volumen des ersten Zylinders für sich alleine einer Zumischrate
von 3 %, das Volumen des zweiten Zylinders für sich alleine einer Zumischrate von
2 % und das Volumen des dritten Zylinders für sich alleine einer Zumischrate von 1
% entsprechen, kann durch die Abschaltung des ersten Zylinders oder des ersten und
des zweiten Zylinders die Zumischrate beispielsweise von 3 % + 2 % + 1 % = 6 % auf
2 % + 1 % = 3 % bzw. 1 % verringert werden.
[0046] Die Zumischpumpe kann selbstverständlich auch eine andere Anzahl von Zylindern, insbesondere
genau einen, genau zwei, genau vier oder mehr als vier Zylinder, aufweisen.
[0047] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Umschalteinrichtung
ein Wegeventil, insbesondere ein Kugelhahn. Dies ist ein konstruktiv einfaches Element
zur Umschaltung von Fluidströmungen in einem Leitungssystem.
[0048] In einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Umschalteinrichtung
mittels eines elektrischen Antriebs umschaltbar. Auf diese Weise lässt sich die Zumischrate
auch durch eine entfernte Steuerungseinrichtung wie einen Leitstand einer Feuerlöschzentrale
verändern, indem der elektrische Antrieb der Umschalteinrichtung über eine drahtgebundene
oder auch drahtlose Verbindung von der Steuerungseinrichtung betätigt wird und dadurch
ein oder mehrere Zylinder in der Zumischpumpe abgeschaltet werden bzw. ihre Abschaltung
wieder aufgehoben wird.
[0049] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Betrieb eines erfindungsgemäßen
Zumischsystems mit den Schritten:
- Zuleiten eines Löschmittelstroms zum Eingang des Motors,
- Antreiben des Motors durch den Löschmittelstrom,
- Antreiben der Abtriebswelle des Motors durch den Motor,
- Abführen des Löschmittels vom Ausgang des Motors in die Zumischleitung,
- Antreiben der Antriebswelle der Zumischpumpe durch die Abtriebswelle des Motors,
- Antreiben der Zumischpumpe durch deren Antriebswelle,
- Zuführen des Löschmitteladditivs durch die Löschmitteladditiveingangsleitung zum Eingang
der Zumischpumpe,
- Fördern des Löschmitteladditivs durch die Zumischpumpe,
- Abführen des Löschmitteladditivs von dem wenigstens einen ersten, rückflussfähigen
Ausgang der Zumischpumpe je nach Stellung der Umschalteinrichtung in die Rückflussleitung
oder in die Löschmitteladditivausgangsleitung,
- ggf. Abführen des Löschmitteladditivs aus der Rückflussleitung in die Löschmitteladditiveingangsleitung,
- Abführen des Löschmitteladditivs von den übrigen, nicht rückflussfähigen Ausgängen
der Zumischpumpe in die Löschmitteladditivausgangsleitung,
- Zumischen des Löschmitteladditivs zu dem Löschmittel in der Zumischleitung an der
Zumischstelle,
- Ausgeben des Löschmittel-Löschmitteladditiv-Gemischs (Premix) am ausgabeseitigen Ende
der Zumischleitung.
[0050] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Zusammenhang mit der Figur. Dabei
zeigt:
- Fig.1
- ein Fließschema eines erfindungsgemäßen Zumischsystems einschließlich weiterer Komponenten
einer Feuerlöschanlage.
[0051] Das Zumischsystem 1 wird aus einem Löschwassertank (nicht dargestellt) mit Löschwasser
versorgt. Das Löschwasser wird durch eine Löschwasserpumpe 27 aus dem Löschwassertank
herausgepumpt und durch einen Filter 32 gefiltert.
[0052] Auf diese Weise wird das Löschwasser mit Druck beaufschlagt, bevor es dem Wassermotor
2 an dessen Eingang 3 zugeführt wird und diesen antreibt. Der Wassermotor 2 arbeitet
vorzugsweise nach dem Hubkolben- oder nach dem Rotationsprinzip.
[0053] Am Ausgang 4 des Wassermotors 2 gelangt das Löschwasser in das motorseitige Ende
11 der Zumischleitung 10 und wird von dort durch die Zumischleitung 10 zu deren ausgabeseitigem
Ende 12 geleitet, an die sich der oder die Verbraucher der Feuerlöschanlage, wie eine
oder mehrere Sprinkler-Düsen oder auch eine Aufschäumdüse und ein Löschmonitor, anschließen
(alle nicht gezeigt).
[0054] Ein Teil des von der Löschwasserpumpe 27 geförderten Löschwassers wird bereits vor
(d. h. stromaufwärts) dem Wassermotor 2 in eine Spülleitung 47 abgezweigt, sofern
der darin angeordnete Absperrhahn 18 geöffnet ist, in einem Filter 19 gefiltert und
über ein Rückschlagventil 20 als Spülwasser einer Zumischpumpe 6 an deren Eingang
7 zugeführt. Auf diese Weise kann die Zumischpumpe 6 mit Löschwasser gespült werden,
ohne dass hierfür ein gesonderter Vorrat an Spülwasser vorgehalten werden muss.
[0055] Die Abtriebswelle 5 des Wassermotors 2 ist über eine Kupplung 25 mit der Antriebswelle
9 der Zumischpumpe 6 verbunden. Mit der Abtriebswelle 5 des Wassermotors 2 wird somit
auch die Antriebswelle 9 der Zumischpumpe 6 in eine Rotationsbewegung versetzt und
treibt wiederum die Zumischpumpe 6 an. Die Zumischpumpe 6 ist im Ausführungsbeispiel
vorzugsweise eine Plungerpumpe oder eine verstellbare Plungerpumpe mit drei Zylindern.
[0056] Das Löschmitteladditiv, insbesondere ein Schaummittel, wird in dem Löschmitteladditivtank
24 bereitgestellt. Das Löschmitteladditiv gelangt durch eine Löschmitteladditiveingangsleitung
35 von deren eingangsseitigem Ende 36, welches mit dem Löschmitteladditivtank 24 fluidleitend
verbunden ist, über einen Absperrhahn 39, ein Schauglas 17, durch welches die ordnungsgemäße
Förderung des Löschmitteladditivs kontrolliert werden kann, und eine Rückschlagklappe
33 zum pumpenseitigen Ende 37 der Löschmitteladditiveingangsleitung 35 und damit zum
Eingang 7 der Zumischpumpe 6. Die Rückschlagklappe 33 verhindert, dass Spülwasser
aus der Spülleitung 47 in die Löschmitteladditiveingangsleitung 35 gelangen kann.
Das Löschmitteladditiv wird von der Zumischpumpe 6 angesaugt, von dieser mit Druck
beaufschlagt und zu den Ausgängen 8a, 8b der Zumischpumpe 6 gefördert. Die Zumischpumpe
6 wird durch ein Druckbegrenzungsventil 38 vor zu hohen Drücken geschützt.
[0057] Die Zumischpumpe 6 weist im Ausführungsbeispiel zwei Ausgänge 8a und 8b auf. Der
nicht rückflussfähige Ausgang 8a ist mit dem dritten Zylinder und der rückflussfähige
Ausgang 8b mit dem ersten und dem zweiten Zylinder der Zumischpumpe 6 fluidleitend
verbunden. In einer anderen Ausführung kann auch der nicht rückflussfähige Ausgang
8a mit zwei Zylindern, etwa dem zweiten und dem dritten Zylinder, und der rückflussfähige
Ausgang 8b mit einem Zylinder, etwa dem ersten Zylinder, verbunden sein.
[0058] Von dem nicht rückflussfähigen Ausgang 8a der Zumischpumpe 6 gelangt das vom dritten
Zylinder geförderte Löschmitteladditiv über eine Förderleitung 40 für den dritten
Zylinder zunächst zu dem 3-Wege-Kugelhahn "Zumischen/Rückführen" 34, dessen Funktion
unten genauer beschrieben wird, und in der entsprechenden Stellung "Zumischen" des
3-Wege-Kugel-Hahns 34 in das pumpenseitige Ende 14 der Löschmitteladditivausgangsleitung
13.
[0059] Die Förderleitung 40 für den dritten Zylinder ist über ein Entlüftungsventil 46 entlüftbar,
wobei etwaige im Löschmitteladditiv enthaltene Luft über einen Schlauch 42 und eine
Überströmöffnung 43 in die Umgebungsluft ausströmen kann. Der Druck des Löschmitteladditivs
in der Förderleitung 40 kann über einen Druckmesser 45 überwacht werden, welcher über
einen Absperrhahn 21 an die Förderleitung 40 angeschlossen ist.
[0060] Ferner ist an die Förderleitung 40 ein Druckausgleichsbehälter 22 angeschlossen.
Der Druckausgleichsbehälter 22 wirkt als Pulsationsdämpfer und dämpft Pulsationen
im Löschmitteladditivstrom, welche durch die oszillierende Bewegung der Kolben der
vorzugsweise als Plungerpumpe ausgestalteten Zumischpumpe 6 erzeugt werden. Der Druckausgleichsbehälter
22 kann insbesondere ein Druckwindkessel oder ein Schlauchmembran-Pulsationsdämpfer
sein.
[0061] In der Löschmitteladditivleitung 13 gelangt das Löschmitteladditiv über ein Rückschlagventil
26 zum zumischleitungsseitigen Ende 15 der Löschmitteladditivausgangsleitung 13, wo
diese mit der Zumischleitung 10 fluidleitend verbunden ist. Dort befindet sich auch
die Zumischstelle 16, an der das Löschmitteladditiv dem Löschwasser zugemischt wird.
Das Rückschlagventil 26 verhindert, dass Löschwasser über die Zumischstelle 16 in
die Löschmitteladditivausgangsleitung 13 gelangen kann.
[0062] Von dem rückflussfähigen Ausgang 8b der Zumischpumpe 6 gelangt das vom ersten und
zweiten Zylinder geförderte Löschmitteladditiv über eine erste Förderleitung 41a für
den ersten und zweiten Zylinder zu einem Kugelhahn "Zylinderabschaltung" 28. In der
Stellung "Nicht abschalten" des Kugelhahns 28 gelangt das Löschmitteladditiv über
eine zweite Förderleitung 41b für den ersten und zweiten Zylinder ebenfalls zu dem
3-Wege-Kugelhahn "Zumischen/Rückführen" 34 und von dort bei einer entsprechenden Stellung
des 3-Wege-Kugelhahns 34 in gleicher Weise wie das vom dritten Zylinder geförderte
Löschmitteladditiv in die Löschmitteladditivausgangsleitung 13 und wird an der Zumischstelle
16 dem Löschwasser in der Zumischleitung 10 zugemischt.
[0063] Durch die Synchronisierung der Durchflussraten des Löschwasserstroms in der Zumischleitung
10 und des Löschmitteladditivstroms in der Löschmitteladditivausgangsleitung 13 aufgrund
der Kopplung des Wassermotors 2 mit der Zumischpumpe 6 ist das Volumenverhältnis zwischen
dem zugemischten Löschmitteladditiv und dem Löschwasser, d. h. die Zumischrate, im
Wesentlichen konstant, sofern von der Zylinderabschaltung kein Gebrauch gemacht wird.
In dem soeben beschriebenen Zustand des Zumischsystems 1, d. h. ohne Zylinderabschaltung,
beträgt die Zumischrate beispielsweise 3 %.
[0064] Wird der Kugelhahn 28 dagegen in die Stellung "Abschalten" gebracht, gelangt das
vom ersten und zweiten Zylinder geförderte Löschmitteladditiv von der ersten Förderleitung
41a in das pumpenausgangsseitige Ende 30 der Rückflussleitung 29, durch die Rückflussleitung
29 zu deren pumpeneingangsseitigem Ende 31 und tritt dort wieder in die Zumischpumpe
6 ein, entweder an deren Eingang 7 oder - wie in Fig. 1 dargestellt - an einem separaten
Eingang der Zumischpumpe 6. Ein Druckhalteventil 23 erzeugt auf das durch die Rückflussleitung
29 strömende Löschmitteladditiv einen Gegendruck, der im Wesentlichen gleiche Druckverhältnisse
im ersten und zweiten Zylinder wie im dritten Zylinder der Zumischpumpe 6 erzeugt
und auf diese Weise für einen ruhigen Lauf der Zumischpumpe 6 sorgt.
[0065] In diesem Zustand des Zumischsystems 1, d. h. mit Abschaltung des ersten und zweiten
Zylinders, beträgt die Zumischrate beispielsweise statt 3 % nur noch 1 %, da nur noch
der dritte Zylinder Löschmitteladditiv in die Löschmitteladditivausgangsleitung 13
fördert und somit pro Zeiteinheit nur noch ein Drittel der maximalen Löschmitteladditivmenge
dem Löschwasser zugemischt wird.
[0066] Der 3-Wege-Kugelhahn 34 kann neben der oben beschriebenen Stellung "Zumischen" noch
in die weitere Stellung "Rückführen" gebracht werden. In dieser Stellung des 3-Wege-Kugelhahns
34 wird das Löschmitteladditiv aus der Förderleitung 40 für den dritten Zylinder und
ggf. aus der zweiten Förderleitung 41b für den ersten und zweiten Zylinder nicht zur
Zumischstelle 16 geleitet, sondern über eine Rückführleitung 44 zurück in den Löschmitteladditivtank
24.
[0067] Durch weitere (nicht dargestellte) Messeinrichtungen kann in dieser Betriebsart des
Zumischsystems 1 die Zumischrate gemessen werden. Dabei wird das Löschmitteladditiv
jedoch nicht tatsächlich dem Löschwasser zugemischt und geht somit durch die Kontrollmessung
nicht verloren.
Bezugszeichenliste
[0068]
- 1
- Zumischsystem
- 2
- Wassermotor
- 3
- Eingang des Wassermotors
- 4
- Ausgang des Wassermotors
- 5
- Abtriebswelle des Wassermotors
- 6
- Zumischpumpe
- 7
- Eingang der Zumischpumpe
- 8a
- nicht rückflussfähiger Ausgang der Zumischpumpe
- 8b
- rückflussfähiger Ausgang der Zumischpumpe
- 9
- Antriebswelle der Zumischpumpe
- 10
- Zumischleitung
- 11
- motorseitiges Ende der Zumischleitung
- 12
- ausgabeseitiges Ende der Zumischleitung
- 13
- Löschmitteladditivausgangsleitung
- 14
- pumpenseitiges Ende der Löschmitteladditivausgangsleitung
- 15
- zumischleitungsseitiges Ende der Löschmitteladditivausgangsleitung
- 16
- Zumischstelle
- 17
- Schauglas
- 18
- Absperrhahn
- 19
- Filter
- 20
- Rückschlagventil
- 21
- Absperrhahn
- 22
- Druckausgleichsbehälter
- 23
- Druckhalteventil
- 24
- Löschmitteladditivtank
- 25
- Kupplung
- 26
- Rückschlagventil
- 27
- Löschwasserpumpe
- 28
- Kugelhahn "Zylinderabschaltung"
- 29
- Rückflussleitung
- 30
- pumpenausgangsseitiges Ende der Rückflussleitung
- 31
- pumpeneingangsseitiges Ende der Rückflussleitung
- 32
- Filter
- 33
- Rückschlagklappe
- 34
- 3-Wege-Kugelhahn "Zumischen/Rückführen"
- 35
- Löschmitteladditiveingangsleitung
- 36
- eingangsseitiges Ende der Löschmitteladditiveingangsleitung
- 37
- pumpenseitiges Ende der Löschmitteladditiveingangsleitung
- 38
- Druckbegrenzungsventil
- 39
- Absperrhahn
- 40
- Förderleitung für den dritten Zylinder
- 41a
- erste Förderleitung für den ersten und zweiten Zylinder
- 41b
- zweite Förderleitung für den ersten und zweiten Zylinder
- 42
- Schlauch
- 43
- Überströmöffnung
- 44
- Rückführleitung
- 45
- Druckmesser
- 46
- Entlüftungsventil
- 47
- Spülleitung
1. Zumischsystem (1) für Feuerlöschanlagen zur Erzeugung eines Löschmittel-Löschmitteladditiv-Gemischs
-Premix-durch Zumischen eines Löschmitteladditivs, insbesondere eines Schaummittels,
zu einem Löschmittel, insbesondere Wasser, mit
- einem von einem Löschmittelstrom antreibbaren Motor (2), insbesondere einem Wassermotor,
mit einem Eingang (3) zur Zuleitung des Löschmittels zu dem Motor (2), insbesondere
aus einem Löschmitteltank oder aus einer Löschmittelversorgungsleitung, einem Ausgang
(4) zur Abführung des Löschmittels von dem Motor (2) und einer von dem Motor (2) antreibbaren
Abtriebswelle (5),
- einer Zumischpumpe (6) zum Fördern des Löschmitteladditivs, mit einer Antriebswelle
(9), welche mit der Abtriebswelle (5) des Motors (2) gekoppelt ist, einem Eingang
(7) zur Bereitstellung des Löschmitteladditivs, insbesondere aus einem Löschmitteladditivtank
(24) oder aus einer Löschmitteladditivversorgungsleitung, und wenigstens einem Ausgang
(8a, 8b) zur Abführung des von der Zumischpumpe (6) geförderten Löschmitteladditivs,
- einer Löschmitteladditiveingangsleitung (35) mit einem ersten, eingangsseitigen
Ende (36) und einem zweiten, pumpenseitigen Ende (37), wobei das pumpenseitige Ende
(37) mit dem Eingang (7) der Zumischpumpe (6) fluidleitend verbunden ist,
- einer Zumischleitung (10) mit einem ersten, motorseitigen Ende (11) und einem zweiten,
ausgabeseitigen Ende (12), wobei das motorseitige Ende (11) mit dem Ausgang (4) des
Motors (2) fluidleitend verbunden ist,
- einer Löschmitteladditivausgangsleitung (13) mit einem ersten, pumpenseitigen Ende
(14) und einem zweiten, zumischleitungsseitigen Ende (15), wobei das pumpenseitige
Ende (14) mit dem wenigstens einen Ausgang (8a) der Zumischpumpe (6) und das zumischleitungsseitige
Ende (15) mit der Zumischleitung (10) an einer Zumischstelle (16) fluidleitend verbunden
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Zumischpumpe (6) eine Kolbenpumpe, insbesondere eine Plungerpumpe, mit mehreren
Zylindern ist und wenigstens zwei Ausgänge (8a, 8b) aufweist, wobei jeder Ausgang
(8a, 8b) mit wenigstens einem Zylinder und jeder Zylinder mit genau einem Ausgang
(8a, 8b) fluidleitend verbunden ist, und dass
das Zumischsystem (1) weiterhin eine Rückflussleitung (29) mit einem ersten, pumpenausgangsseitigen
Ende (30) und einem zweiten, pumpeneingangsseitigen Ende (31) aufweist, wobei wenigstens
ein erster, rückflussfähiger Ausgang (8b) der Zumischpumpe (6) über eine Umschalteinrichtung
(28) umschaltbar entweder mit dem pumpenausgangsseitigen Ende (30) der Rückflussleitung
(29) oder mit dem pumpenseitigen Ende (14) der Löschmitteladditivausgangsleitung (13)
fluidleitend verbunden ist, die übrigen, nicht rückflussfähigen Ausgänge (8a) der
Zumischpumpe (6) mit dem pumpenseitigen Ende (14) der Löschmitteladditivausgangsleitung
(13) fluidleitend verbunden sind und das pumpeneingangsseitige Ende (31) der Rückflussleitung
(29) mit der Löschmitteladditiveingangsleitung (35) oder mit dem Eingang (7) der Zumischpumpe
(6) fluidleitend verbunden ist.
2. Zumischsystem (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Rückflussleitung (29) ein Druckhalteventil (23) zur Erzeugung eines Gegendrucks
auf das durch die Rückflussleitung (29) strömende Löschmitteladditiv angeordnet ist.
3. Zumischsystem (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine rückflussfähige Ausgang (8b) mit genau einem Zylinder fluidleitend
verbunden ist.
4. Zumischsystem (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine rückflussfähige Ausgang (8b) mit zwei, drei oder mehr als drei
Zylindern fluidleitend verbunden ist.
5. Zumischsystem (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zumischpumpe (6) zwei, drei oder mehr als drei rückflussfähige Ausgänge (8b)
aufweist.
6. Zumischsystem (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zumischpumpe (6) genau drei Zylinder aufweist.
7. Zumischsystem (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zumischpumpe (6) genau einen, genau zwei, genau vier oder mehr als vier Zylinder
aufweist.
8. Zumischsystem (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung (28) ein Wegeventil, insbesondere ein Kugelhahn, ist.
9. Zumischsystem (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschalteinrichtung (28) mittels eines elektrischen Antriebs umschaltbar ist.
10. Verfahren zum Betrieb eines Zumischsystems (1) gemäß mindestens einem der vorhergehenden
Ansprüche mit den Schritten:
- Zuleiten eines Löschmittelstroms zum Eingang (3) des Motors (2),
- Antreiben des Motors (2) durch den Löschmittelstrom,
- Antreiben der Abtriebswelle (5) des Motors (2) durch den Motor (2),
- Abführen des Löschmittels vom Ausgang (4) des Motors (2) in die Zumischleitung (10),
- Antreiben der Antriebswelle (9) der Zumischpumpe (6) durch die Abtriebswelle (5)
des Motors (2),
- Antreiben der Zumischpumpe (6) durch deren Antriebswelle (9),
- Zuführen des Löschmitteladditivs durch die Löschmitteladditiveingangsleitung (35)
zum Eingang (7) der Zumischpumpe (6),
- Fördern des Löschmitteladditivs durch die Zumischpumpe (6),
- Abführen des Löschmitteladditivs von dem wenigstens einen ersten, rückflussfähigen
Ausgang (8b) der Zumischpumpe (6) je nach Stellung der Umschalteinrichtung (28) in
die Rückflussleitung (29) oder in die Löschmitteladditivausgangsleitung (13),
- ggf. Abführen des Löschmitteladditivs aus der Rückflussleitung (29) in die Löschmitteladditiveingangsleitung
(35) oder zum Eingang (7) der Zumischpumpe (6),
- Abführen des Löschmitteladditivs von den übrigen, nicht rückflussfähigen Ausgängen
(8a) der Zumischpumpe (6) in die Löschmitteladditivausgangsleitung (13),
- Zumischen des Löschmitteladditivs zu dem Löschmittel in der Zumischleitung (10)
an der Zumischstelle (16),
- Ausgeben des Löschmittel-Löschmitteladditiv-Gemischs (Premix) am ausgabeseitigen
Ende (12) der Zumischleitung (10).
1. An admixing system (1) for fire extinguishing systems for producing an extinguishing
agent / extinguishing agent additive mixture -premix- by admixing an extinguishing
agent additive, in particular a foaming agent, to an extinguishing agent, in particular
water, comprising
- a motor (2), in particular a water motor, able to be driven by a flow of extinguishing
agent which has an inlet (3) for supplying the extinguishing agent to the motor (2),
in particular from an extinguishing agent tank or from an extinguishing agent supply
line, an outlet (4) for discharging the extinguishing agent from the motor (2), and
an output shaft (5) able to be driven by the motor (2),
- an admixing pump (6) for conveying the extinguishing agent additive which has an
input shaft (9) coupled to the output shaft (5) of the motor (2), an input (7) for
providing the extinguishing agent additive, in particular from an extinguishing agent
additive tank (24) or from an extinguishing agent additive supply line, and at least
one output (8a, 8b) for discharging the extinguishing agent additive conveyed by the
admixing pump (6),
- an extinguishing agent additive inlet line (35) having a first inlet-side end (36)
and a second pump-side end (37), wherein the pump-side end (37) is fluidly connected
to the input (7) of the admixing pump (6),
- an admixing line (10) having a first motor-side end (11) and a second outlet-side
end (12), wherein the motor-side end (11) is fluidly connected to the outlet (4) of
the motor (2),
- an extinguishing agent additive outlet line (13) having a first pump-side end (14)
and a second admixing line-side end (15), wherein the pump-side end (14) is fluidly
connected to the at least one output (8a) of the admixing pump (6) and the admixing
line-side end (15) is fluidly connected to the admixing line (10) at an admixture
point (16),
characterized in that
the admixing pump (6) is a piston pump, particularly a plunger pump, which has a plurality
of cylinders and at least two outputs (8a, 8b), wherein each output (8a, 8b) is fluidly
connected to at least one cylinder and each cylinder is fluidly connected to exactly
one output (8a, 8b), and that
the admixing system (1) further comprises a return flow line (29) having a first pump
output-side end (30) and a second pump input-side end (31), wherein at least one first
return-flow-capable output (8b) of the admixing pump (6) can be switched via a switching
device (28) to either be fluidly connected to the pump output-side end (30) of the
return flow line (29) or to the pump-side end (14) of the extinguishing agent additive
outlet line (13); the other outputs (8a) of the admixing pump (6), which are not capable
of return flow, are fluidly connected to the pump-side end (14) of the extinguishing
agent additive outlet line (13); and the pump input-side end (31) of the return flow
line (29) is fluidly connected to the extinguishing agent additive inlet line (35)
or to the input (7) of the admixing pump (6).
2. The admixing system (1) according to claim 1, characterized in that a pressure retention valve (23) for generating a counterpressure on the extinguishing
agent additive flowing through the return flow line (29) is arranged in the return
flow line (29).
3. The admixing system (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one return-flow-capable output (8b) is fluidly connected to exactly
one cylinder.
4. The admixing system (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the at least one return-flow-capable output (8b) is fluidly connected to two, three
or more than three cylinders.
5. The admixing system (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the admixing pump (6) has two, three or more than three return-flow-capable outputs
(8b).
6. The admixing system (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the admixing pump (6) has exactly three cylinders.
7. The admixing system (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the admixing pump (6) has exactly one, exactly two, exactly four or more than four
cylinders.
8. The admixing system (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the switching device (28) is a directional control valve, particularly a ball valve.
9. The admixing system (1) according to at least one of the preceding claims, characterized in that the switching device (28) can be switched by means of an electric drive.
10. A method for operating an admixing system (1) according to at least one of the preceding
claims having the following steps:
- directing a flow of extinguishing agent to the inlet (3) of the motor (2),
- driving the motor (2) via the flow of extinguishing agent,
- driving the output shaft (5) of the motor (2) via the motor (2),
- discharging the extinguishing agent from the outlet (4) of the motor (2) into the
admixing line (10),
- driving the input shaft (9) of the admixing pump (6) via the output shaft (5) of
the motor (2),
- driving the admixing pump (6) via its input shaft (9),
- supplying the extinguishing agent additive through the extinguishing agent additive
inlet line (35) to the input (7) of the admixing pump (6),
- pumping the extinguishing agent additive via the admixing pump (6),
- discharging the extinguishing agent additive from the at least one first return-flow-capable
output (8b) of the admixing pump (6) depending on the position of the switching device
(28) into the return flow line (29) or into the extinguishing agent additive outlet
line (13),
- if applicable, discharging the extinguishing agent additive from the return flow
line (29) into the extinguishing agent additive inlet line (35) or to the input (7)
of the admixing pump (6),
- discharging the extinguishing agent additive from the remaining, non-return-flow-capable
outputs (8a) of the admixing pump (6) into the extinguishing agent additive outlet
line (13),
- admixing the extinguishing agent additive into the extinguishing agent in the admixing
line (10) at the admixture point (16),
- dispensing the extinguishing agent / extinguishing agent additive mixture (premix)
at the outlet-side end (12) of the admixing line (10).
1. Système d'ajout et de mélange (1) pour des installations d'extinction d'incendie pour
la production d'un prémélange de mélange agent extincteur/additif d'agent extincteur
par ajout et mélange d'un additif d'agent extincteur, en particulier d'un agent moussant,
à un agent extincteur, en particulier de l'eau, avec
- un moteur (2) pouvant être entraîné par un flux d'agent extincteur, en particulier
un moteur à eau, avec une entrée (3) pour l'amenée de l'agent extincteur au moteur
(2), en particulier à partir d'un réservoir d'agent extincteur ou à partir d'une conduite
d'alimentation d'agent extincteur, une sortie (4) pour l'évacuation de l'agent extincteur
du moteur (2) et un arbre de sortie (5) pouvant être entraîné par le moteur (2),
- une pompe d'ajout et de mélange (6) pour transporter l'additif d'agent extincteur,
avec un arbre d'entraînement (9), lequel est couplé à l'arbre de sortie (5) du moteur
(2), une entrée (7) pour la fourniture de l'additif d'agent extincteur, en particulier
à partir d'un réservoir d'additif d'agent extincteur (24) ou à partir d'une conduite
d'alimentation d'additif d'agent extincteur, et au moins une sortie (8a, 8b) pour
l'évacuation de l'additif d'agent extincteur transporté par la pompe d'ajout et de
mélange (6),
- une conduite d'entrée d'additif d'agent extincteur (35) avec une première extrémité
côté entrée (36) et une deuxième extrémité côté pompe (37), dans lequel l'extrémité
côté pompe (37) est en liaison fluidique avec l'entrée (7) de la pompe d'ajout et
de mélange (6),
- une conduite d'ajout et de mélange (10) avec une première extrémité côté moteur
(11) et une deuxième extrémité côté sortie (12), dans lequel l'extrémité côté moteur
(11) est en liaison fluidique avec la sortie (4) du moteur (2),
- une conduite de sortie d'additif d'agent extincteur (13) avec une première extrémité
côté pompe (14) et une deuxième extrémité côté conduite d'ajout et de mélange (15),
dans lequel l'extrémité côté pompe (14) est en liaison fluidique avec l'au moins une
sortie (8a) de la pompe d'ajout et de mélange (6) et l'extrémité côté conduite d'ajout
et de mélange (15) avec la conduite d'ajout et de mélange (10) en un emplacement d'ajout
et de mélange (16),
caractérisé en ce que
la pompe d'ajout et de mélange (6) est une pompe à piston, en particulier une pompe
à piston plongeur, avec plusieurs cylindres et présente au moins deux sorties (8a,
8b), dans lequel chaque sortie (8a, 8b) est en liaison fluidique avec au moins un
cylindre et chaque cylindre avec exactement une sortie (8a, 8b), et que
le système d'ajout et de mélange (1) présente en outre une conduite de retour (29)
avec une première extrémité côté sortie de pompe (30) et une deuxième extrémité côté
entrée de pompe (31), dans lequel au moins une première sortie (8a) présentant une
capacité de retour de la pompe d'ajout et de mélange (6) est en liaison fluidique
avec soit l'extrémité côté sortie de pompe (30) de la conduite de retour (29) soit
avec l'extrémité côté pompe (14) de la conduite de sortie d'additif d'agent extincteur
(13) de manière à pouvoir être inversée par l'intermédiaire d'un dispositif d'inversion
(28), les autre sorties (8a) ne présentant pas de capacité de retour de la pompe d'ajout
et de mélange (6) sont en liaison fluidique avec l'extrémité côté pompe (14) de la
conduite de sortie d'additif d'agent extincteur (13) et l'extrémité côté entrée de
pompe (31) de la conduite de retour (29) est en liaison fluidique avec la conduite
d'entrée d'additif d'agent extincteur (35) ou avec l'entrée (7) de la pompe d'ajout
et de mélange (6).
2. Système d'ajout et de mélange (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une soupape de maintien de pression (23) pour la production d'une contre-pression
sur l'additif d'agent extincteur s'écoulant à travers la conduite de retour (29) est
disposée dans la conduite de retour (29).
3. Système d'ajout et de mélange (1) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la au moins une sortie (8b) présentant une capacité de retour est en liaison fluidique
avec exactement un cylindre.
4. Système d'ajout et de mélange (1) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la au moins une sortie (8b) présentant une capacité de retour est en liaison fluidique
avec deux, trois ou plus de trois cylindres.
5. Système d'ajout et de mélange (1) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la pompe d'ajout et de mélange (6) présente deux, trois ou plus de trois sorties
(8b) présentant une capacité de retour.
6. Système d'ajout et de mélange (1) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la pompe d'ajout et de mélange (6) présente exactement trois cylindres.
7. Système d'ajout et de mélange (1) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que la pompe d'ajout et de mélange (6) présente exactement un, exactement deux, exactement
quatre ou plus de quatre cylindres.
8. Système d'ajout et de mélange (1) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'inversion (28) est un distributeur, en particulier un robinet à tournant
sphérique.
9. Système d'ajout et de mélange (1) selon au moins l'une quelconque des revendications
précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'inversion (28) peut être inversé au moyen d'un entraînement électrique.
10. Procédé pour le fonctionnement d'un système d'ajout et de mélange (1) selon au moins
l'une quelconque des revendications précédentes avec les étapes :
- d'amenée d'un flux d'agent extincteur à l'entrée (3) du moteur (2),
- d'entraînement du moteur (2) par le flux d'agent extincteur,
- d'entraînement de l'arbre de sortie (5) du moteur (2) par le moteur (2),
- d'évacuation de l'agent extincteur de la sortie (4) du moteur (2) dans la conduite
d'ajout et de mélange (10),
- d'entraînement de l'arbre d'entraînement (9) de la pompe d'ajout et de mélange (6)
par l'arbre de sortie (5) du moteur (2),
- d'entraînement de la pompe d'ajout et de mélange (6) par l'arbre d'entraînement
(9) de celle-ci,
- d'acheminement de l'additif d'agent extincteur par la conduite d'entrée d'additif
d'agent extincteur (35) à l'entrée (7) de la pompe d'ajout et de mélange (6),
- de transport de l'additif d'agent extincteur par la pompe d'ajout et de mélange
(6),
- d'évacuation de l'additif d'agent extincteur de la au moins une première sortie
(8b) présentant une capacité de retour de la pompe d'ajout et de mélange (6) en fonction
de la position du dispositif d'inversion (28) dans la conduite de retour (29) ou dans
la conduite de sortie d'additif d'agent extincteur (13),
- éventuellement, d'évacuation de l'additif d'agent extincteur de la conduite de retour
(29) dans la conduite d'entrée d'additif d'agent extincteur (35) ou vers l'entrée
(7) de la pompe d'ajout et de mélange (6),
- d'évacuation de l'additif d'agent extincteur des sorties (8a) ne présentant pas
de capacité de retour restantes de la pompe d'ajout et de mélange (6) dans la conduite
de sortie d'additif d'agent extincteur (13),
- d'ajout et de mélange de l'additif d'agent extincteur à l'agent extincteur dans
la conduite d'ajout et de mélange (10) à l'emplacement d'ajout et de mélange (16),
- de distribution du mélange (prémélange) agent extincteur/additif d'agent extincteur
à l'extrémité côté sortie (12) de la conduite d'ajout et de mélange (10).