(19)
(11) EP 4 282 596 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
29.11.2023  Patentblatt  2023/48

(21) Anmeldenummer: 22020237.8

(22) Anmeldetag:  25.05.2022
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B25H 3/02(2006.01)
B25H 3/06(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
B25H 3/028; B25H 3/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(71) Anmelder: Lista AG
8586 Erlen (CH)

(72) Erfinder:
  • BRUNSCHWILER, Joël
    8570 Weinfelden (CH)

(74) Vertreter: Klein, Friedrich Jürgen 
Patentanwälte Klein & Klein Auf der Pirsch 11
67663 Kaiserslautern
67663 Kaiserslautern (DE)

   


(54) BETRIEBSMITTELLAGEREINRICHTUNG MIT EINER ZUGRIFFSÜBERWACHUNG


(57) Um bei einer Betriebsmittellagereinrichtung, wie beispielsweise einem Schubladenschrank oder einem Lagerlift, die ein Gestell oder einen Korpus aufweist, das mit zumindest einer Schublade versehen ist, die am Gestell oder Korpus derart gelagert ist, dass ihre Position bezüglich des Gestells oder Korpus veränderbar ist, so dass sie sowohl in einer vor einem Zugriff geschützten Position in eine Zugriffsposition und vice versa überführbar ist, wobei Wände der Schublade eine Lagerfläche der Schublade umschliessen, unter Einsatz von Unterteilungsmitteln die Lagerfläche der Schublade in voneinander abgegrenzten mehrere Teillagerflächen unterteilt ist, eine Grösse, eine geometrische Form und eine Position der Teillagerflächen in der Schublade in einer Steuerung des Betriebslagermittels in elektronischer Form abgelegt ist und auf die Schublade trotz einer Eingriffsüberwachungseinrichtung möglichst ungehindert schnell und einfach einen Zugriff auf Lagergut zu ermöglichen, wird eine Sensoreinrichtung der jeweiligen Schublade vorgeschlagen, welche mit Sensormitteln versehen ist, die eine Zugriffsöffnung der Schublade kontaktlos auf ein Vorhandensein eines Objekts, wie beispielsweise Lagergut oder eine Benutzerhand, in einer Ebene der Zugriffsöffnung der Schublade überwachen, wobei die Sensormittel mit einer Steuerungseinrichtung der Betriebslagermitteleinrichtung für eine Datenübermittlung wirkverbunden sind, und Informationen über eine Grösse, eine geometrische Form und Positionen der Teillagerflächen in der Schublade in der Steuerungseinrichtung des Betriebslagermittels in elektronischer Form abgelegt sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Betriebsmittellagereinrichtung, wie beispielsweise ein Schubladenschrank oder ein Lagerlift, die ein Gestell oder einen Korpus aufweist, das mit zumindest einer Schublade versehen ist, die am Gestell oder Korpus derart gelagert ist, dass ihre Position bezüglich des Gestells oder Korpus veränderbar ist, so dass sie sowohl in einer vor einem Zugriff geschützten Position in eine Zugriffsposition und vice versa überführbar ist, wobei Wände der Schublade eine Lagerfläche der Schublade umfassen, unter Einsatz von Unterteilungsmitteln die Lagerfläche der Schublade in voneinander abgegrenzten mehrere Teillagerflächen unterteilt ist, Informationen über eine Grösse, eine geometrische Form und eine Position der Teillagerflächen in der Schublade in einer Steuerung des Betriebslagermittels in elektronischer Form abgelegt ist und die Schublade mit einer Eingriffsüberwachungseinrichtung versehen ist.

[0002] Vor allem im Bereich der industriellen Fertigung müssen oftmals Gegenstände zwischengelagert werden, die einen hohen Wert darstellen und/oder ein hohes Gewicht aufweisen. Es kann sich hierbei um Werkzeuge, Messmittel, Bauteile, Implantate und dergleichen handeln, deren Wert ohne weiteres einen vier oder sogar fünfstelligen Euro-Betrag darstellen kann. Es zeigt sich jedoch eine Tendenz, dass solche Gegenstände aus Betriebslagermitteln, wie beispielsweise Lagerschränken, immer öfter entwendet werden, selbst aus Fabriken und Werkräumlichkeiten, deren Zugang auf bestimmte Personengruppen beschränkt ist. Den Unternehmen entstehen hierdurch ganz erhebliche finanzielle Schäden. Eine weitere bedeutsame Anforderung im industriellen Bereich ist die Aufrechterhaltung der Verfügbarkeit von Werkzeugen und Bauteilen, die in Lagerschränken und anderen Betriebsmittellagereinrichtungen zwischengelagert werden. Das Fehlen von Werkzeugen und/oder erforderlichen Bauteilen, beispielsweise auch aufgrund von unberechtigten Zugriffen darauf, kann in der industriellen Produktion zu erheblichen Zusatzkosten führen, weshalb eine möglichst genaue Kenntnis über den jeweils aktuellen Bestand angestrebt wird.

[0003] Unter anderem aus diesen Gründen sind bereits seit einiger Zeit Werkzeugschränke entwickelt worden, deren Zugang über ein Zugangs- bzw. Zugriffsberechtigungssystem gesteuert und/oder überwacht wird. Damit sollen von einer zentralen Stelle ganze Schränke und gegebenenfalls einzelne Schubladen dieser Schränke gesperrt oder frei gegeben werden können. Da die Schubladen in der Regel mit Einteilungs- bzw Unterteilungsmitteln unterteilt sind und in den einzelnen Fächern der Schubladen unterschiedliches Lagergut mit unterschiedlichen Zugriffsberechtigungen vorhanden sein kann, werden auch Rahmen zur Abdeckung von Schubladen angeboten, deren Grösse exakt der jeweiligen Schubladenfläche entspricht. Der Rahmen soll von oben auf die Schublade aufgesetzt und an dieser befestigt werden. Er weist eine matrixförmige Struktur auf und hat für jedes Fach der jeweiligen Schublade eine von oben zugängliche und mit einer schwenkbaren Klappe verschliess- und freigebbare Öffnung. Jeder Klappe ist am Rahmen eine Freigabeanforderungstaste zugeordnet, mit der von einer übergeordneten Zugriffsfreigabeeinrichtung eine Freigabe zur Öffnung der bestimmten Klappe angefordert bzw. eine Klappe geöffnet werden kann. In Abhängigkeit von der im Zugriffsberechtigungseinrichtung hinterlegten Regelung über die Berechtigung von einzelnen Nutzern auf einzelne Fächer zugreifen zu dürfen, wird dann die Schliesseinrichtung der entsprechenden Schublade und der entsprechenden Klappe der Schublade entriegelt oder aber die Verriegelung aufrecht erhalten.

[0004] Um eine Freigabe solcher Betriebsmittellagerschränke zu erreichen, muß üblicherweise mittels eines Freigabecodes eine Freigabe des Schranks erreicht werden. Hierzu kann bei vorbekannten Betriebsmittellagereinrichtungen vorgesehen sein, dass der Benutzer entweder am Schubladenschrank oder an einem Terminal Authentifizierungsdaten eingeben muss, die von der Steuerung auf eine Zugriffsberechtigung des jeweiligen Benutzers überprüft werden. Falls eine Zugriffsberechtigung erteilt wird, kann der Benutzer auf die für ihn zum Auszug freigegebenen Schubladen zugreifen. Es sind auch Betriebsmittellagereinrichtungen vorbekannt, bei denen der Benutzer am Terminal nach einem bestimmten Lagergut suchen kann und die Steuerung ihm dann am Bildschirm des Terminals den Lagerort, insbesondere die Schublade anzeigt oder angibt, in welcher sich das gesuchte Lagergut befindet, und zudem diese Schublade zum Auszug freigibt.

[0005] Diese vorbekannten Lösungen weisen jedoch den Nachteil auf, dass keine Information vorliegt, auf welchen Teillagerbereich einer Schublade tatsächlich ein Zugriff erfolgt.

[0006] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Betriebsmittellagereinrichtung der eingangs genannten Art bereit zu stellen, mit welcher eine Zugriffsüberwachung auf eine Schublade und dabei ein durch die Überwachung möglichst ungehinderter schneller und einfacher Zugriff auf Lagergut, möglich ist.

[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Betriebsmittellagereinrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäss unter Einsatz einer Sensoreinrichtung der jeweiligen Schublade gelöst, welche mit Sensormitteln versehen ist, die eine Zugriffsöffnung der Schublade kontaktlos auf Vorhandensein eines Objekts in einer Ebene der Zugriffsöffnung der Schublade überwachen, wobei die Sensormittel mit einer Steuerungseinrichtung der Betriebslagermitteleinrichtung für eine Datenübermittlung wirkverbunden ist, und Informationen über eine Grösse, eine geometrische Form und eine Position der Teillagerflächen in der Schublade in der Steuerungseinrichtung des Betriebslagermittels in elektronischer Form abgelegt sind. Erfindungsgemäss kann somit eine Sensoreinrichtung für die jeweilige Schublade vorgesehen sein, welche mit Sensormittel versehen ist, die eine Zugriffsöffnung der Schublade kontaktlos auf Vorhandensein eines Objekts in einer Ebene der Zugriffsöffnung der Schublade überwachen. Die von den Sensormitteln überwachte Zugriffsöffnung befindet sich hierbei mit Vorteil oberhalb des in der Schublade gelagerten Lagerguts. Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren gelöst, wie es in Anspruch 15 beschrieben ist.

[0008] Vorzugsweise sind die Sensormittel an der Schublade selbst oder zumindest am Gestell oder Korpus für die Schublade angeordnet. Hiermit kann trotz neuer Überwachungsmöglichkeiten die Betriebslagermitteleinrichtung kompakt gehalten werden. Insbesondere bei einer Anbringung der Sensormittel an der Schublade selbst werden die Sensormittel nur bei einem Auszug der Schublade den jeweils herrschenden Umgebungsbedingungen ausgesetzt. Da die Schubladen in der Regel nach einer Entnahme eines Objekts aus oder einem Einfügen eines Objekts in die Schublade, üblicherweise wieder in das Gestell oder Korpus eingeschoben werden, sind die Sensormittel bei Nichtbenutzung der jeweiligen Schublade durch den Korpus vor Verschmutzung oder Beschädigung geschützt. Dies erhöht die Funktionssicherheit der bevorzugten erfindungsgemässen Betriebsmittellagereinrichtung deutlich.

[0009] Eine solche bevorzugte Ausführungsform hat deshalb besondere Vorteile, wenn als Sensormitteln optische Sensoren zum Einsatz kommen, da viele optische Sensoren empfindlich gegen Verschmutzung sind, wie sie in der industriellen oder gewerblichen Umgebung häufig vorkommen kann. Sind jedoch solche Sensoren nicht ständig sondern nur dann einer solchen Umgebung ausgesetzt, wenn sie auch tatsächlich zum Einsatz kommen sollen, ist die Gefahr einer Verschmutzung deutlich reduziert.

[0010] Als optische Sensoren können beispielsweise Lichtschranken zum Einsatz kommen, also beispielsweise jeweils paarweise mit Abstand sich gegenüberliegende Lichtemitter und Lichtempfänger, die eine Unterbrechung eines vom jeweiligen Lichtemitters ausgehenden und auf den Lichtempfänger gerichteten Lichtstrahls detektieren. Solche Lichtschranken können beispielsweise entlang sich gegenüberliegenden Seitenkanten einer Schublade angeordnet sein. Hierbei können beispielsweise entlang einer ersten Seitenkante eine Vielzahl von Lichtemittern und an einer dieser ersten Seitenkante mit Abstand gegenüberliegenden zweiten Seitenkante eine Vielzahl, vorzugsweise die gleiche Anzahl, an Lichtempfängern angeordnet sein. Vorzugsweise bilden somit jeweils ein Lichtemitter und ein Lichtempfänger eine Lichtschranke. In ebenfalls bevorzugter Weise können die Lichtstrahlen der im Bereich von einer der Seitenkanten der Schublade angeordneten Lichtemitter zumindest in etwa parallel zueinander ausgerichtet sein. Die Anzahl an vorgesehenen Lichtschranken entlang einer Seitenkante der Schublade kann auf die maximal mögliche Anzahl an Teillagerflächen für die jeweilige Schublade abgestimmt sein. Die Abstimmung, insbesondere der Abstand aufeinander folgender Lichtschranken, kann insbesondere derart vorgenommen sein, dass auch die kleinste Teillagerfläche mit mehreren aufeinander folgenden Lichtschranken und deren Lichtstrahlen auf einen Zugriff überwacht werden.

[0011] Als optische Sensoren, insbesondere Lichtschrankensensoren, können beispielsweise auf IR-Licht oder auf Laserlicht basierende Lichtschranken vorgesehen sein. Ein Eingriff in die Schublade führt zu einer Unterbrechung der vorzugsweise gerichteten Lichtstrahlen der Sensoren, die sich an der Eingriffsstelle in die Schublade befinden. Diese Information kann an die Steuerungseinrichtung der Betriebsmittellagereinrichtung gesendet werden. Anhand eines von der Steuerungseinrichtung vorgenommenen Vergleichs zwischen gewählten Lagerort und effektiv eingegriffenem Lagerort kann dem Anwender eine Rückmeldung gegeben werden und/oder zudem der Zugriffsversuch dokumentiert und registriert werden. Diese Information kann von der Steuerung aber auch dazu genutzt werden, Bestandsinformationen für die im Teillagervolumen, auf das ein Zugriff detektiert worden ist, automatisiert anzupassen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass bei einem festgestellten Zugriff der dortige Bestand der gelagerten Objekte oder Lagergüter um die Anzahl eins automatisch zu reduzieren. Auf diese Weise können vorteilhaft automatisiert Bestandsinformationen aktualisiert werden. Besonders bevorzugt kann es sein, wenn darauf basierend dann - ebenfalls automatisiert - Aktionen ausgelöst werden, beispielsweise die Auslösung einer Bestellung von Lagergut, für das sich der Bestand zu Ende neigt.

[0012] Eine Rückmeldung für den Benutzer bzw für den Anwender kann durch eine Lichtführung an der Betriebsmittellagereinrichtung erfolgen. Die Lichtführung kann in einem ersten Schritt zunächst mittels geeigneten Leuchtmitteln, wie beispielsweise Leuchtdioden anzeigen, wo sich das gesuchte Produkt in der Betriebsmittellagereinrichtung befindet, also beispielsweise in welcher Schublade und in welchem Teillagervolumen bzw auf welcher Teillagerfläche. Greift der Anwender in einen falschen Lagerort - ausgewählter und eingegriffener Lagerort sind also nicht identisch - so kann dies vorzugsweise durch eine Veränderung der Lichtführung visualisiert und signalisiert werden. Dies kann durch Blinken oder einer anderen Farbe als der für die Führung zur korrekten Lagerstelle üblichen Farbe angezeigt werden. Zum Beispiel kann der korrekte Lagerort mit weissem Licht angezeigt werden. Erfolgt eine Entnahme am korrekten Ort, kann die Anzeige der Lichtführung beispielsweise von weiss auf grün wechseln. Erfolgt eine Entnahme oder zumindest ein Eingriff an einer falschen Stelle, so kann die Farbe der Lichtführung auf eine sich davon unterscheidende andere Farbe wechseln, beispielsweise auf rot.

[0013] In einer besonders vorteilhaften erfindungsgemäßen Ausführungsform der Betriebsmittellagereinrichtung können im Bereich von zwei zumindest in etwa senkrecht zueinander ausgerichteten äusseren Begrenzungswänden einer Schublade jeweils Lichtemitter oder andere optische Sensoren angeordnet sein. Bei dieser Ausführungsform sollten dann im Bereich von diesen beiden äusseren Begrenzungswänden der Schublade gegenüberliegenden anderen äusseren Begrenzungswänden der jeweiligen Schublade Lichtempfänger dieser Sensormittel angeordnet sein. Da die Lichtschrankensensoren der zueinander parallelen Begrenzungswände in Bezug auf die Lichtschrankensensoren der beiden anderen im wesentlichen zueinander senkrechten Begrenzungswände der jeweiligen Schublade somit zumindest im wesentliche zueinander senkrechte Überwachungsrichtungen aufweisen, können mit dieser Anordnung Überwachungen in zwei unterschiedlichen Überwachungsrichtungen vorgenommen werden. Im vorliegenden Fall sind diese beiden Überwachungsrichtungen zumindest im wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet. In anderen Ausführungsformen der Erfindung können entweder sämtliche oder einige dieser Überwachungsrichtungen auch andere Winkel als einen rechten Winkel zueinander einnehmen.

[0014] Hierdurch ist es möglich festzustellen, an welcher Stelle in Bezug auf eine Tiefenrichtung und an welcher Stelle in Bezug auf eine Breitenrichtung der jeweiligen Schublade ein Objekt durch eine Öffnungs- oder Zugriffsebene dieser Schublade hindurchgeführt wird, entweder um in die Schublade eingefügt, oder aus der Schublade entnommen zu werden. Da der Steuerungseinrichtung die Positionen und Erstreckungen der einzelnen Teillagerflächen der Schublade bekannt sind, können durch die Steuerungseinrichtung die Positionen der Detektionsergebnisse, also die festgestellten Stellen in Tiefen- und in Breitenrichtung der Schublade, an denen Lichtstrahlen unterbrochen sind, einer oder mehreren der Teillagerflächen zugeordnet werden.

[0015] Im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung ist es somit bevorzugt, dass die am Korpus, Gestell oder der jeweiligen Schublade selbst unmittelbar oder mittelbar befestigten Sensormittel der Sensoreinrichtung eine Detektionsrichtung aufweisen, die parallel zu oder in einer Öffnungs- bzw. Zugriffsebene der jeweils auf einen Zugriff zu überwachenden Schublade verläuft. Diese Öffnungsebene kann beispielsweise durch eine oder mehrere der oberen Längskanten der Begrenzungswände der jeweiligen Schublade bestimmt sein, die sich in dieser Öffnungsebene befinden. Die Öffnungsebene kann sich somit vorzugsweise parallel zur Bodenfläche und mit Abstand zu dieser befinden.

[0016] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Sensoreinrichtung einen zumindest im wesentlichen rechteckförmigen Rahmen aufweist, an welchem optische Sensoren angeordnet sind. Eine geometrische äußere Form und Grösse dieses beispielsweise mittels Profilstreben gebildeten Rahmens kann dabei der geometrischen Form und Grösse der Zugriffsöffnung der zumindest einen Schublade entsprechen, wobei der Rahmen in die Zugriffsöffnung der zumindest einen Schublade eingesetzt ist. Die optischen Sensoren eines solchen Rahmens können beispielsweise IR-Lichtschranken sein. Detektionsrichtungen der Sensoren können vorzugsweise in einer Ebene verlaufen, welche durch den rechteckförmigen Rahmen aufgespannt ist. Die Sensoren dieser Sensoreinrichtung können vorzugsweise unterschiedliche Detektionsrichtungen, vorzugsweise zueinander rechtwinklig ausgerichtete Detektionsrichtungen aufweisen.

[0017] Die Einteilungsmittel der Schubladen, die Schubladen sowie die Sensoreinrichtung sind vorzugsweise modular aufgebaut, wodurch ein Layout der Aufteilung der Lagerfläche in Teillagerflächen einer Schublade und auch die Größe von in den Schubladen eingesetzten Fächern einfach und mit wenig Aufwand geändert werden kann. Die für die Sensoreinrichtung in oder an der Schublade vorgesehene Elektronik kann mit Vorteil unabhängig von der Anzahl und Grösse der Fächer sein. Über eine geeignete Software, beispielsweise einem Grafikprogramm, kann das Layout und die Konfiguration der Teillagerflächen in die Steuerungseinrichtung eingegeben werden und auf diese Weise die Lagerplatzanordnung so definiert werden, wie sie physikalisch in der Schublade eingebaut ist.

[0018] In einer alternativen bevorzugten erfindungsgemässen Ausführungsform können anstelle von optischen Sensormitteln auch Sensormittel vorgesehen sein, die andere physikalische Eigenschaften für eine Detektion nutzen bzw eine Änderung von anderen physikalischen Eigenschaften detektieren, beispielsweise kapazitive Sensormittel. Solche kapazitive Sensormitteln können beispielsweise am Schubladenboden angeordnet sein und zwar vorzugsweise für jede Teillagerfläche ein kapazitives Feld. Erfolgt ein Zugriff durch die Zugriffsöffnung, so kann an der Zugriffsposition aufgrund des Zugriffs eine Änderung des entsprechenden kapazitiven Felds eintreten. Dieses Detektionsergebnis, das der entsprechenden Teillagerfläche zugeordnet ist, kann der Steuerungseinrichtung als elektrisches Signal zur Verfügung gestellt werden. Diese Information kann dann in gleicher Weise wie ein Detektionsergebnis von optischen Sensormitteln von der Steuerungseinrichtung genutzt werden.

[0019] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung.

[0020] Die Erfindung wird anhand von in den Figuren rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert, es zeigen:
Fig. 1
eine perspektivische Darstellung einer bevorzugten erfindungsgemässen Betriebsmittellagereinrichtung mit zwei Schubladenschränken und einem Interface;
Fig. 2
eine Ausschnittsdarstellung eines Schubladenschranks mit einer ausgezogenen Schublade;
Fig. 3
eine perspektive Ausschnittsdarstellung einer bevorzugten Ausführungsform einer Betriebsmittellagereinrichtung mit einem Lagerlift.


[0021] Fig. 1 zeigt zwei Schubladenschränke 1 einer Betriebsmittellagereinrichtung, wie sie für die Lagerung von Betriebs- und Produktionsmittel, sowie für Werkzeuge im Bereich der Produktion oder des Handwerks in seinem grundsätzlichen Aufbau weitestgehend üblich sind. Der Schubladenschrank 1 weist einen aus metallischen Blechen gefertigten Korpus 2 auf, an dem Schubladen beweglich gelagert sind. Jede der Schubladen 3 ist mit Schubladenauszügen 4 versehen, beispielsweise mit teleskopartig aufgebauten sogenannten Vollauszügen. Mittels der an sich bekannten Schubladenauszüge 4 können einzelne Schubladen 3 aus dem Korpus 2 herausgezogen und wieder in den Korpus 2 zurück eingefahren werden.

[0022] Der Schubladenschrank 1 kann mit einer Zugriffsberechtigungseinrichtung sowie mit einer Einzelauszugsicherung versehen sein. Mit der Einzelauszugsicherung kann ein gleichzeitiger Auszug von mehr als einer Schublade - und damit auch eine Kippgefahr aufgrund von zu vielen ausgezogener Schubladen 3 - verhindert werden. Mittels der Zugriffsberechtigungseinrichtung kann, vorzugsweise veränderbar, bestimmt werden, welche Schubladen 3 für einen Auszug aus dem Korpus 2 freigegeben und welche Schubladen 3 für einen Auszug gesperrt sind. Für unterschiedliche Benutzer und/oder Gruppen von Benutzern können unterschiedliche Zugriffsberechtigungen vorliegen und vorzugsweise veränderbar eingestellt werden. Die jeweiligen Daten über Zugriffsberechtigungen sind in einer (nicht dargestellten) Steuerung des Schubladenschranks 1 und/oder einer gemeinsamen Steuerung einer Mehrzahl von Schubladenschränken 1 veränderbar abgelegt. Sowohl die Zugriffsberechtigungseinrichtung als auch die Einzelauszugsicherung können auf den gleichen Arretiermechanismus zurückgreifen, mit dem eine Schublade 3 und/oder eine Gruppe von Schubladen 3 des Schubladenschranks 1 separat von anderen Schubladen 3 gegen einen Auszug gesperrt werden können. Hierzu kann beispielsweise eine im Bereich der Rückseite der jeweiligen Schublade angeordnete Lasche mit einem im Bereich der rückseitigen Wand des Korpus angeordnetem Verschlussprofil zusammenwirken (in den Figuren nicht dargestellt), wie dies von der Anmelderin seit langer Zeit angeboten wird. Eine in den Korpus 2 eingefahrene Schublade 3 greift hierbei in das Verschlussprofil ein und je nach Stellung des Verschlussprofils kann dieses die Lasche formschlüssig erfassen bzw. hintergreifen oder freigeben, so dass die Lasche und damit die zur jeweiligen Lasche gehörenden Schublade gegen einen Auszug gesperrt ist. Die vorliegende Erfindung ist nicht auf diesen hier beschriebenen Typus einer mechanischen Arretierung oder Freigabe durch eine Einzelauszugsicherung beschränkt. Grundsätzlich kann die Erfindung mit jeder beliebigen Einzelauszugsicherung und jeder beliebigen Zugriffsberechtigungseinrichtung genutzt werden. Zudem ist es auch möglich, die Erfindung ohne eine Einzelauszugsicherung oder eine Arretiermöglichkeit der Schubladen zu benutzen.

[0023] Im Ausführungsbeispiel sind sämtliche Schubladen 3 des Schubladenschranks 1 bezüglich ihres grundsätzlichen Aufbaus vorzugsweise identisch ausgebildet. Sie können sich lediglich in der Schubladenhöhe sowie in Bezug auf eine Unterteilung ihrer Lagerfläche in Teillagerflächen voneinander unterscheiden. Somit wird nachfolgend nur eine Schublade 3 beschrieben, wobei die Erörterung jedoch für jede der Schubladen 3 zutrifft. Die Erfindung ist jedoch nicht auf identische Schubladen eines Schubladenschranks beschränkt. Sie ist in besonderem Masse dazu geeignet, bei unterschiedlich gestalteten Schubladen 3 oder auch in Kombination mit anderen Aufbewahrungsmitteln, beispielsweise Auszugsböden, zum Einsatz zu kommen.

[0024] Jede der Schubladen 3 weist einen zumindest im wesentlichen ebenen, rechteckförmigen Schubladenboden 7 auf. Dieser wird einerseits von sich gegenüberliegenden und zumindest im wesentlichen parallel zueinander ausgerichteten Schubladenseitenwänden 8, 9, sowie von ebenfalls parallel zueinander ausgerichteten Schubladenfrontwand 10 sowie einer Schubladenrückwand 11 umfasst und begrenzt. Die Wände 8, 9, 10, 11 der Schubladen 3 können zur Versteifung profiliert und mit Mitteln zur Anordnung und Aufnahme von nicht dargestellten Unterteilungsmitteln des Aufnahme- bzw Lagervolumens der jeweiligen Schublade 3 versehen sein, insbesondere von Trennwänden.

[0025] Wie in Fig. 2 zu erkennen ist, befinden sich in der Schublade 3 Unterteilungsmittel, mit denen das Lagervolumen der Schublade 3 in Teillagervolumen unterteilt ist. Ausserdem wird damit auch die Lagerfläche, also die Fläche des Schubladenbodens 7, der Schublade in Teillagerflächen unterteilt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind als Unterteilungsmittel rechteckförmige Kästchen, die auch als Behältereinsätze 12 bezeichnet werden können, vorgesehen, welche in die Schublade 3 eingesetzt sind. Eine Länge und eine Breite der Behältereinsätze 12 und möglichen anderen Unterteilungsmitteln können vorzugsweise als ganzzahlige Vielfache eines Rastermasses der Schublade gewählt sein, so dass die Unterteilungsmittel in Reihen und Spalten in der Schublade angeordnet werden können und dabei die zur Verfügung stehende Lagerfläche auch bei unterschiedlich grossen Behältereinsätzen vollständig nutzen können. In der Darstellung von Fig. 2 sind aus Gründen der zeichnerischen Darstellung auch von Schubladenelementen, welche von den Behältereinsätzen sonst verdeckt sind, nur einige der Behältereinsätze 12 dargestellt.

[0026] Im Zusammenhang mit der Erfindung können jedoch auch beliebige andere Unterteilungsmittel als Behältereinsätze 12 vorgesehen sein. Hierfür seien lediglich beispielhaft rechteckförmige Bleche als Unterteilungswände erwähnt, die in der Schublade längs und quer mit Abstand zueinander angeordnet sind und somit quaderförmige Teillagervolumen ausbilden. Solche Unterteilungsbleche können beispielsweise in Schlitzen von Schlitzreihen 14, 15 eingesetzt sein, die entlang von Innenseiten der Schubladenseitenwände 8, 9 und der Front- und Rückwand 10, 11 der Schublade 3 verlaufen.

[0027] In Fig. 2 ist auch ein Rahmen 18 dargestellt, der im wesentlichen die gleiche geometrische Form wie die Zugriffsöffnung 19 der Schublade 3 aufweist. Die Größe des Rahmens 18 ist derart auf die Größe der Zugriffsöffnung 19 abgestimmt, dass der Rahmen 18 möglichst genau in die Zugriffsöffnung 19 eingesetzt ist und hierbei gegen Innenflächen der Wände 8, 9, 10, 11 der Schublade 3 anliegt. Der Rahmen 18 setzt sich im wesentlichen aus Profilstreben 20, 21, 22, 23, hier im Querschnitt metallische Vierkanthohlprofile, zusammen, bei denen die Größe der Querschnittsflächen der Profile klein genug gewählt ist, damit der Zugriff auf den Schubladeninhalt durch die Zugriffsöffnung 19 hindurch möglichst nicht beeinträchtigt ist. Der Rahmen 18 kann beispielsweise auf Absätzen der Schublade aufgelegt und/oder gegebenenfalls an der Schublade befestigt sein. Die Profilstreben des Rahmens sind mit Abstand zum Schubladenboden 7 und auch mit Abstand - und damit oberhalb - der Unterteilungsmittel 12 angeordnet. Um auf in der Schublade gelagerte Objekte zugreifen zu können, muss somit durch eine (imaginäre) Ebene durchgegriffen werden, welche durch die zu einem Rechteck zusammengefügten Profilstreben 20, 21, 22, 23 aufgespannt ist. Als solche Ebene kann beispielsweise die durch die Oberseite der Profilstreben sich ergebende zweidimensionale Ebene angesehen werden. Als solche Ebene kann aber beispielsweise auch die sich durch die Unterseite der Profilstreben 20, 21, 22, 23 ergebende zweidimensionale Ebene oder jede dazu parallel verlaufende dazwischenliegende Ebene angenommen werden.

[0028] Der Rahmen 18 ist zudem mit Sensormitteln einer Sensoreinrichtung versehen. Im Fall des Ausführungsbeispiels handelt es sich um optische Sensormitteln. Diese sind vorzugsweise als Lichtschranken ausgebildet. Hierbei sind an sich gegenüberliegenden und parallel zueinander verlaufenden Profilstreben 20, 22 und 21, 23 des Rahmens 18 Lichtemitter 25 und Lichtempfänger 26 der Lichtschranken angeordnet. In der Darstellung von Fig. 2 sind Lichtemitter 25 und Lichtempfänger 26 symbolisch als Punkte dargestellt. Aus Gründen zeichnerischer Klarheit sind in Fig. 2 die Abstände aufeinanderfolgender Lichtemitter 25 und aufeinanderfolgender Lichtempfänger deutlich grösser gewählt als dies am Rahmen 18 bei bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung tatsächlich der Fall ist. Aus zeichnerischen Darstellungsgründen sind in der Darstellung von Fig. 2 die Lichtemitter an der Profilstrebe 20 und die Lichtempfänger der Profilstrebe 23 nicht darstellbar. Als Lichtemitter 25 können insbesondere Leuchtdioden vorgesehen sein, die einen Lichtstrahl auf den jeweils dazugehörenden Lichtempfänger 26 der jeweiligen Lichtschranke richten und von diesem Lichtempfänger 26 empfangen wird. Besonders vorteilhaft kann hierbei Licht mit einer Frequenz im Infrarotbereich (Wellenlängen von 780 Nanometer bis 1 Millimeter) sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind an einer Profilstrebe 20, 21 des Rahmens nur Lichtemitter 25 und an der parallel zu dieser Profilstrebe 20, 21 verlaufenden anderen Profilstrebe 22, 23 nur Lichtempfänger 26 angeordnet. Aufeinanderfolgende Lichtemitter 25 der einen Profilstrebe 20, 21 und aufeinanderfolgende Lichtempfänger 22, 23 der anderen Profilstrebe weisen vorzugsweise jeweils gleiche Abstände auf. Die Lichtstrahlen der Lichtemitter 25 der gleichen Profilstrebe 20, 21 senden somit voneinander beanstandete und parallel zueinander ausgerichtete Lichtstrahlen aus. Die Lichtemitter 25 der zueinander vertikal ausgerichteten Profilstreben 20, 21 senden hingegen zueinander vertikal ausgerichtete Lichtstrahlen in derselben zweidimensionalen Ebene aus. Letztere könnten sich in einer dazu alternativen Ausführungsform der Erfindung aber auch unter einem anderen als einem rechten Winkel kreuzen, oder aber zueinander höhenversetzt und in zwei zumindest im wesentlichen zueinander parallel ausgerichteten Ebenen verlaufen.

[0029] Derartige Rahmen 18 mit daran angeordneten lichtschrankenähnlichen Sensormitteln werden beispielsweise vom Unternehmen Great Star, Hangzhou, Jianggan District, China, unter der Produktbezeichnung "Touch Screen" angeboten.

[0030] Erfolgt ein Zu- oder Eingriff auf die jeweilige Schublade 3, dann werden vom bewegten Objekt und/oder einer Benutzerhand die Lichtstrahlen unterbrochen, welche an der Zugriffsstelle in der Zugriffsöffnung der Schublade verlaufen, also an jener Stelle, an welcher das Objekt oder die Hand die Zugriffsebene und damit die durch den Rahmen aufgespannte Ebene durchstösst. Eine elektronische Schaltung der Sensoreinrichtung registriert, welche Lichtschranken 25, 26 hierdurch unterbrochen sind und sendet diese Information in Form von Signalen an die Steuerungseinrichtung des Schubladenschranks 1. Da die beiden zueinander vertikal ausgerichteten Profilstreben 20, 21 mit jeweils daran angeordneten Lichtemitter 25 eine Art kartesisches Koordinatensystem darstellen, kann über die Information, welche Lichtschranken mit zueinander senkrecht verlaufender Strahlenrichtung unterbrochen sind, festgestellt werden, in welchem Flächenbereich ein aktueller Zugriff erfolgt. In der Steuerungseinrichtung sind zuvor die Positionen der Teillagerflächen einer Schublade in elektronischer Form abgelegt worden. Ebenso sind in der Steuerungseinrichtung die geometrische Form und die Grösse der Teillagerflächen hinterlegt worden. Die gleiche Information kann beispielsweise auch in Form einer Hinterlegung des Konturenverlaufs der jeweiligen Teillagerfläche in der Schublade 3 erfolgt sein. Durch eine Zuordnung von senkrecht zueinander verlaufenden unterbrochenen Lichtstrahlen zu den in der Schublade unter diesen Kreuzungspunkten dieser Lichtstrahlen darunterliegenden Teillagerflächen, kann festgestellt werden, auf welche Teillagerflächen aktuell ein Zugriff erfolgt.

[0031] Das gesamte System der Betriebsmittellagereinrichtung kann vorzugsweise modular aufgebaut sein, wodurch Komponenten der Betriebsmitteleinrichtung gegen andere Komponenten ohne weiteres ausgetauscht werden können. Hierdurch ist es möglich, dass das Layout einer Schublade und die Größe der Fächer bzw der Behältereinsätze mit höchstens geringem Aufwand geändert werden können. Ausserdem kann die Elektronik in der Schublade unabhängig von der Anzahl und Grösse der Fächer sein. Durch eine einfache Konfiguration in der Software, kann die Lagerplatzanordnung flexibel so definiert werden, wie sie physikalisch in der Schublade jeweils eingebaut ist.

[0032] Falls die Betriebsmittellagereinrichtung mit einer Zugriffskontrolleinrichtung versehen ist, wie es vorzugsweise vorgesehen ist, kann es erforderlich sein, dass sich ein Benutzer authentifizieren muss, beispielsweise durch Eingabe eines Codes, der beispielsweise an einer Tastatur oder an einem Touchscreen einzugeben ist, oder durch Lesen eines Speichermittels mittels einer Leseeinrichtung, wie beispielsweise einer Speicherkarte, eines RFID-Chips, etc.. Grundsätzlich sind hier jegliche Eingabemöglichkeiten denkbar, mit denen eine Person sich identifizieren kann. Nach einer erfolgreichen Identifikation eines Benutzers kann für diesen Benutzer ein Interface 28 zur Eingabe freigegeben sein, damit dieser ein bestimmtes Lagergut am Interface 28 auswählen kann. Hierbei kann von der Steuerung bereits eine Vorauswahl an jenen Lagergütern getroffen werden, für welche diesem jeweiligen Benutzer grundsätzlich eine Zugriffsberechtigung zugeteilt ist. Der Benutzer kann nicht aus sämtlichen Lagergütern sondern nur aus diesen vorausgewählten seine Auswahl treffen.

[0033] Die Betriebsmittellagerlagereinrichtung dieses bevorzugten Ausführungsbeispiels kann zudem mit einer Lichtführung versehen sein, mit welcher ein Benutzer zu einer Teillagerfläche bzw. einem Teillagervolumen geleitet wird, in der bzw dem das von einem Benutzer gesuchte Objekt gelagert ist. Die Steuerungseinrichtung kann dann mittels der Lichtführung den Benutzer zur Teillagerfläche leiten, in oder auf welcher das gesuchte Objekt gelagert ist. Gehören mehrere Schubladenschränke 1 oder andere Lagermöglichketen zur Betriebsmittellagereinrichtung, so kann vorzugsweise und optional vorgesehen sein, dass die Steuerungseinrichtung mittels eines Lichtsignals an einem der Schubladenschränke 1 erkennen lässt, dass in diesem bestimmten Schubladenschrank das gesuchte Objekt bzw Lagergut gelagert ist. Ein solches Lichtsignal kann beispielsweise durch eine Leuchtdiode des Schubladenschranks 1 erzeugt werden. Alternativ kann auch bei der Lichtführung auf eine Lichtsignal für den jeweiligen Schubladenschrank verzichtet werden und nur Lichtsignale für Schubladen und Teillagerflächen in den Schubladen vorgesehen sein, wie dies nachfolgend anhand eines bevorzugten Beispiels beschrieben ist. Mittels weiteren Lichtsignalen, beispielsweise durch eine oder mehrere Leuchtdioden, kann die Schublade 3 dieses Schubladenschranks 1 signalisiert werden, in welcher sich das gesuchte Objekt bzw Lagergut befindet. Hierzu können beispielsweise am Korpus des Schubladenschranks 1, auf Höhe jeder Schublade 3 eine Leuchtdiode angeordnet sein. Die Steuerungseinrichtung lässt dann jene Leuchtdiode aufleuchten, in welcher sich das gesuchte Objekt bzw Lagergut befindet. Jede Teillagerfläche bzw jedes Teillagervolumen kann mit einem eigenen Leuchtsignalmittel, beispielsweise jeweils zumindest einer Leuchtdiode, versehen sein, mit dem bei Aufleuchten signalisiert werden kann, dass sich das gesuchte Objekt bzw Lagergut in diesem Teillagervolumen bzw Teillagerfläche befindet. Derartige, einer Teillagerfläche zugeordnete, Leuchtsignalmittel können beispielsweise am Schubladenboden jeder Schublade im Bereich der jeweiligen Teillagerfläche angeordnet sein, beispielsweise wiederum in Form von Leuchtdioden. Damit die Leuchtsignalmittel gut sichtbar sind, können die Behältereinsätze 12 transparentem Kunststoff aufweisen. Alternativ können für Teillagerflächen auch Leuchtsignalmittel an Unterteilungsmittel angeordnet sein oder von oben in den jeweiligen Behältereinsatz hineinleuchten. Das mindestens eine Leuchtsignalmittel, beispielsweise Leuchtdioden, kann von der Steuerungseinrichtung eingeschaltet werden, falls sich in diesem Teillagervolumen bzw Teillagerfläche das gesuchte Lagergut bzw Objekt befindet. Auf diese Weise wird mittels der Steuerungseinrichtung ein Benutzer zur Teillagerfläche bzw Teillagervolumen des jeweiligen Objekts bzw Lagerguts geleitet.

[0034] Mittels der von der Sensoreinrichtung der Steuerungseinrichtung zur Verfügung gestellten Informationen über einen Zugriff an einer bestimmte Stelle der Zugriffsöffnung 19 einer bestimmten Schublade 3 kann von der Steuerungseinrichtung ein Abgleich und eine Kontrolle vorgenommen werden, ob tatsächlich an der zutreffenden Stelle für das gesuchte Objekt ein Zugriff erfolgt ist, oder ab der Zugriff tatsächlich an einer anderen Stelle erfolgt.

[0035] Diese zuvor beschriebene Lichtführung zeigt somit in einem ersten Schritt an, wo sich das gesuchte Produkt im Schubladenschrank befindet, sie ist somit zunächst eine Anzeige. Greift der Anwender jedoch in einen falschen Lagerort - also ausgewählter und tatsächlicher eingegriffener Lagerort sind nicht identisch - so kann dies vorzugsweise durch eine Veränderung der Lichtführung visualisiert werden. Beispielsweise kann die falsche Zugriffsstelle durch Blinken oder einer anderen Farbe des Leuchtmittels angezeigt werden. Zum Beispiel kann der Lagerort mit weissem Licht angezeigt werden. Findet der Zugriff am von der Steuerungseinrichtung vorgesehenen Ort statt bzw findet die Entnahme am korrekten Ort statt, wechselt das Leuchtmittel der Teillagerfläche, an welcher der Zugriff tatsächlich stattfindet, von weiss auf grün. Findet der tatsächliche Zugriff jedoch an einem von der Steuerungseinrichtung nicht vorgesehenen Zugriffsort statt, wechselt die Anzeige von weiss auf rot. Die Farbe Rot soll somit dem Benutzer signalisieren, dass der Zugriffsort falsch ist und sich das gesuchte Objekt an einer anderen Stelle befindet. Selbstverständlich sind auch jegliche anderen Farbkombinationen der Leuchtmittel möglich, um die genannten Informationen zu signalisieren. Ebenso kann in einem solchen Fall auch nur ein Wechsel eines Signalisationsmodus des Leucht- bzw Lichtsignalmittels vorgesehen sein, beispielsweise ein Wechsel von Dauerleuchten auf Blinken.

[0036] Als Betriebsmittellagereinrichtung können im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung nicht nur Schubladenschränke, sondern jegliche bisher bereits bekannte Lagereinrichtungen vorgesehen sein, beispielsweise Regale mit einschiebbaren und ausziehbaren Schubladen, Schränke mit Türen, die im Inneren mit einschiebbaren und ausziehbaren Schubladen versehen sind, sowie auch Lagerlifte 30. Diese Aufzählung ist lediglich beispielhaft und nicht abschliessend.

[0037] Bei einem Lagerlift 30, wie er beispielsweise in Fig. 3 teilweise dargestellt ist, können schubladenähnliche Behälter 32, im wesentlichen übereinander, wie in einem Paternoster angeordnet und in zwei Spalten gegenläufig verfahrbar sein. Derartige Lagerlifte 30 sind an sich vorbekannt, weshalb auf den grundsätzlichen Aufbau eines solchen Lagerlifts 30 nicht weiter eingegangen wird. Diese schubladenähnlichen Behälter 32 können jeweils einzeln und nacheinander zu einer Ausgabeöffnung des Gehäuses 31 des Lagerlifts gebracht werden. Die im Gehäuse 31 vorgesehene Ausgabeöffnung 33 solcher Lagerlifte 30 ist ausreichend gross gewählt, damit ein Benutzer von oben auf die Zugriffsöffnung des jeweiligen schubladenähnlichen Behälters zugreifen kann. Die schubladenähnlichen Behälter 32 eines solchen Lifts weisen grundsätzlich die gleiche Form wie eine Schublade 3 eines Schubladenschranks 1 auf, weshalb sie nachfolgend und in den Ansprüchen ebenfalls als Schubladen 32 bezeichnet werden. Auch in den somit als Schubladen 32 bezeichneten Behälter des Lagerlifts 30 kann eine Unterteilung der Lagerfläche bzw des Lagervolumens der Schublade 32 mittels Unterteilungsmitteln vorgesehen sein. Wie bei Schubladen 3 von Schubladenschränken können auch hier Trennwände, an die Form von zu lagernden Objekten angepasste Schaumstoffeinsätze oder Behältereinsätze 12 vorgesehen sein. In einer Schublade 32 können auch Kombinationen von diesen unterschiedlichen Unterteilungsmitteln vorgesehen sein. Jede der Schubladen 32 können in prinzipiell gleicher Weise wie Schubladen 3 von Schubladenschränken mit einer zuvor vorgesehenen Sensoreinrichtung versehen sein, die zur Sendung von Detektionsergebnissen der Sensoreinrichtung mit der Steuerungseinrichtung der Betriebsmittellagereinrichtung verbunden ist, zu welcher der Lagerlift gehört. Zu einer solchen Betriebsmittellagereinrichtung kann nur ein Lagerlift 30 gehören. Eine erfindungsgemässe Betriebsmittellagereinrichtung kann aber auch mehrere Lagerlifte 30, mehrere Schubladenschränke 1 und auch Kombinationen aus Lagerliften 30, Schubladenschränken 1 und Schubladenregalen aufweisen, die mit einer gemeinsamen Steuerungseinrichtung versehen sind.

[0038] Im Zusammenhang mit einem Lagerlift kann es bevorzugt sein, dass dieser mit nur einer Sensoreinrichtung versehen ist, die abwechselnd und nacheinander für jede der Schubladen verwendbar ist. Diese Sensoreinrichtung kann nur einen Rahmen 18 mit daran angeordneten Sensormitteln aufweisen, vorzugsweise optische Sensormittel, die als IR-Lichtschranken ausgebildet sind. Der Rahmen 18 kann mit Abstand zu einer Stellfläche einer Zugriffsposition für eine der Schubladen 32 in der Ausgabeöffnung 33 angeordnet und beispielsweise am Gehäuse oder Gestell des Lagerlifts direkt oder indirekt befestigt sein. Um in die Zugriffsposition zu gelangen, kann vorgesehen sein, dass die jeweilige Schublade motorisch unter den Rahmen 18 der Sensoreinrichtung überführt wird. Um einen Zugriff gegebenenfalls bei unterschiedlich hohe Schubladen und/oder auch Schubladen mit überstehendem Lagergut detektieren zu können, kann optional vorgesehen sein, dass der Rahmen 18 oder ein sonstiger Träger der Sensormittel automatisiert und motorisch höhenverstellbar ist. Der Rahmen 18 oder ein sonstiger Träger der Sensormittel kann dann beispielsweise von einer höheren Position aus auf eine tiefere Position abgesenkt werden, sobald eine Schublade 32 auf der Zugriffsposition positioniert ist.

[0039] Ebenso kann auch im Zusammenhang mit Lagerliften 30 die zuvor beschriebene Zugriffsberechtigung, die Authentifizierung eines Benutzers, die auf den jeweiligen Benutzer entsprechend seinen Berechtigungen eingeschränkte Auswahlmöglichkeit, sowie die Lichtführung zu einer Teillagerfläche und eine Signalisierung eines Zugriffs an einer falschen Stelle einer Schublade 32, vorgesehen sein. Es wird deshalb zu obigen Ausführungen zum Aufbau der Sensoreinrichtung, deren Integration in eine Schublade 3 sowie in die Betriebsmittellagereinrichtung, die Mittel der Lichtführung sowie zur Steuerungseinrichtung Bezug genommen und diese durch vollständige Bezugnahme auch Gegenstand der Lagerlifte 30 gemacht.

[0040] Auch jede Schublade 32 des Lagerlifts ist mit einem der Rahmen 18 versehen, an dessen Profilstreben 20, 21, 22, 23 als Lichtschranken ausgebildete optische Sensormittel angeordnet sind. Es kann sich dabei um bauartgleiche Rahmen 18 wie er in Fig. 2 gezeigt und im Zusammenhang mit Fig. 2 erörtert ist. Auch hier befindet sich der Rahmen 18 im Bereich einer Zugriffsöffnung und damit oberhalb von durch Unterteilungsmitteln, wie beispielsweise Behältereinsätzen, vorgesehenen Teillagervolumen zur Lagerung von Objekten bzw Lagergut. Wie im Fall der Schubladen 3, kann auch bei Schubladen 32 die Stelle des Zugriffs auf die Schublade 32 aufgrund einer Unterbrechung von Lichtstrahlen bestimmter Lichtschranken der Sensoreinrichtung detektiert werden.
Bezugszeichenliste
1 Schubladenschrank 23 Profilstrebe
2 Korpus 25 Lichtemitter
3 Schublade 26 Lichempfänger
4 Schubladenauszug 28 Interface
7 Schubladenboden 30 Lagerlift
8 Schubladenseitenwand 31 Gehäuse
9 Schubladenseitenwand 32 Behälter / Schublade
10 Schubladenfrontwand 33 Ausgabeöffnung
11 Schubladenrückwand    
12 Behältereinsatz    
14 Schlitzreihe    
15 Schlitzreihe    
18 Rahmen    
19 Zugriffsöffnung    
20 Profilstrebe    
21 Profilstrebe    
22 Profilstrebe    



Ansprüche

1. Betriebsmittellagereinrichtung, wie beispielsweise ein Schubladenschrank oder ein Lagerlift, die ein Gestell oder einen Korpus aufweist, das mit zumindest einer Schublade versehen ist, die am Gestell oder Korpus derart gelagert ist, dass ihre Position bezüglich des Gestells oder Korpus veränderbar ist, so dass sie sowohl in einer vor einem Zugriff geschützten Position in eine Zugriffsposition und vice versa überführbar ist, wobei Wände der Schublade eine Lagerfläche der Schublade umschliessen, unter Einsatz von Unterteilungsmitteln die Lagerfläche der Schublade in voneinander abgegrenzten mehrere Teillagerflächen unterteilt ist,
gekennzeichnet durch
eine Sensoreinrichtung der jeweiligen Schublade, welche mit Sensormitteln versehen ist, die eine Zugriffsöffnung der Schublade kontaktlos auf ein Vorhandensein eines Objekts, wie beispielsweise Lagergut oder eine Benutzerhand, in einer Ebene der Zugriffsöffnung der Schublade überwachen, wobei die Sensormittel mit einer Steuerungseinrichtung der Betriebslagermitteleinrichtung für eine Datenübermittlung wirkverbunden sind, und Informationen eine Grösse, eine geometrische Form und eine Position der Teillagerflächen in der Schublade in der Steuerungseinrichtung des Betriebslagermittels in elektronischer Form abgelegt sind.
 
2. Betriebsmittellagereinrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere optische Sensoren der Sensoreinrichtung, welche die Lagerfläche in zueinander nicht-parallelen Überwachungsrichtungen, vorzugsweise in zumindest im wesentlichen zueinander senkrechte Richtungen, auf einen möglichen Zugriff überwachen.
 
3. Betriebsmittellagereinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung mit Mitteln versehen ist, um von zumindest einem Sensormittel an die Steuerung gesendeten Signal zumindest einigen der Teillagerflächen zuzuordnen.
 
4. Betriebsmittellagereinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensormittel optische Sensormittel, insbesondere auf IR-Licht oder auf Laserlicht basierende optische Sensoren, oder kapazitive Sensormittel sind.
 
5. Betriebsmittellagereinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Sensormitteln kontaktlos eine Unterbrechung oder Veränderung von Sensorsignalen detektierbar ist, welche die Sensormittel erzeugen.
 
6. Betriebslagermitteleinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Sensormittel vorgesehen sind, welche die Zugriffsöffnung in unterschiedlichen Detektionsrichtungen, aber in derselben Ebene oder in zueinander parallelen Ebenen der Zugriffsöffnung überwachen.
 
7. Betriebslagermittel nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung mit einer Mehrzahl von Sensorelementen versehen ist, wobei für jede der Teilflächen zumindest zwei Sensorelemente vorgesehen sind, welche zur Detektion in unterschiedlichen, zueinander nicht parallelen, Detektionsrichtungen vorgesehen sind.
 
8. Betriebslagermitteleinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an mehreren, vorzugsweise an sämtlichen, Schubladen der Betriebslagermitteleinrichtung jeweils Sensormittel der Sensoreinrichtung angeordnet sind.
 
9. Betriebslagermittel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung unmittelbar oder mittelbar an zumindest einer der Seitenwänden und/oder der Rückwand und/oder Frontwand der Schublade, vorzugsweise an mehreren davon, angeordnet ist.
 
10. Betriebsmittellagereinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoreinrichtung einen zumindest im wesentlichen rechteckförmigen Rahmen aufweist, an welchem optische Sensoren angeordnet sind, dessen geometrische äußere Form und Grösse der Form und Grösse der Zugriffsöffnung der zumindest einen Schublade entspricht, wobei der Rahmen in die Zugriffsöffnung der zumindest einen Schublade eingesetzt ist.
 
11. Betriebsmittellagereinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein Interfacemittel, das zur grafischen und/oder alphanumerischen Wiedergabe eines Inhalts der mit der Sensoreinrichtung überwachten zumindest einen Schublade vorgesehen ist, sowie durch Auswahlmittel, mit denen aus mehreren Lagergütern der zumindest einen Schublade zumindest ein Lagergut aus der zumindest einen Schublade auswählbar ist, und
durch eine Steuerungseinrichtung der Betriebsmittellagereinrichtung, mit welcher Mittel einer Lichtführung betätigbar sind, um mittels eingeschalteten Leuchtmitteln eine Teillagerfläche zu signalisieren, auf welcher ein zuvor ausgewähltes Lagergut sich befindet.
 
12. Betriebsmittellagereinrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch die Steuerungseinrichtung, die derart eingerichtet ist, dass bei Detektion eines Zugriffs auf eine Schublade ein Abgleich stattfindet, ob der tatsächliche Zugriffsort mit der Teillagerfläche übereinstimmt, die als Lagerort für das ausgewählte Lagergut in der Steuerungseinrichtung hinterlegt ist.
 
13. Betriebsmittellagereinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei Nichtübereinstimmung zwischen tatsächlichem Zugriffsort und hinterlegter Teillagerfläche für das ausgewählte Lagergut, von der Steuerungseinrichtung ein Änderung der optischen Signalisation der Lichtführung stattfindet.
 
14. Betriebsmittellagereinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass die Betriebsmittellagereinrichtung als Schubladenschrank oder als Lagerlift ausgebildet ist.
 
15. Verfahren zur Detektion eines Zugriffs auf eine Schublade einer Betriebsmittellagereinrichtung, wie beispielsweise einem Schubladenschrank oder einem Lagerlift, die Schublade am Gestell oder Korpus derart gelagert ist, dass ihre Position bezüglich des Gestells oder Korpus veränderbar ist, so dass sie sowohl in einer vor einem Zugriff geschützten Position in eine Zugriffsposition und vice versa überführbar ist, wobei Wände der Schublade eine Lagerfläche der Schublade umschliessen, unter Einsatz von Unterteilungsmitteln die Lagerfläche der Schublade in voneinander abgegrenzten mehreren Teillagerflächen unterteilt ist, hierbei in einer elektronischen Steuerungseinrichtung der Betriebsmittellagereinrichtung Informationen über eine Grösse, eine geometrische Form und eine Position der Teillagerflächen in der Schublade in elektronischer Form abgelegt wird, und mit einer Sensoreinrichtung ein Zugriff auf die Schublade detektiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass
mit im Bereich der Schublade angeordneten Sensormitteln der Sensoreinrichtung eine Zugriffsöffnung der Schublade kontaktlos auf ein Vorhandensein eines Objekts, wie beispielsweise ein Lagergut oder eine Benutzerhand, in einer Ebene der Zugriffsöffnung der Schublade überwacht wird, und bei Vorhandensein eines solchen Objekts in der Zugriffsöffnung zumindest ein entsprechendes Signal der Sensormittel einer Steuerungseinrichtung der Betriebslagermitteleinrichtung übermittelt wird und die Steuerung aufgrund des zumindest einen Signals der Sensormittel und der abgelegten Informationen über die Teillagerflächen eine Zuordnung des zumindest einen Signals zu einer der Teillagerflächen vornimmt.
 
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere optische Sensormittel vorgesehen sind und mit diesen eine Unterbrechung von Lichtstrahlen detektiert wird.
 




Zeichnung













Recherchenbericht









Recherchenbericht