[0001] Die Erfindung betrifft eine Schaltgeräteantriebsanordnung mit einem Transmissionselement
zum Übertragen einer Bewegung durch eine Wandung eines Gehäuses, wobei das Transmissionselement
linear verschieblich an der Wandung des Gehäuses abgestützt geführt ist, wobei ein
erstes Führungslager eine Lagerhülse aufweist, an welcher das Transmissionselement
verschieblich abgestützt ist und die Lagerhülse einen reversibel verformbaren Abschnitt
der Wandung umgreift.
[0002] Eine Schaltgeräteantriebsanordnung ist beispielsweise aus der
DE 42 01 823 A1 bekannt. Die bekannte Schaltgeräteantriebsanordnung weist ein Transmissionselement
auf, welches eine Wandung eines Gehäuses durchsetzt. Dabei ist das Transmissionselement
mittels eines reversibel verformbaren Abschnittes mit dem Gehäuse verbunden. Eine
Bewegung des Transmissionselementes muss in dem reversibel verformbaren Abschnitt
ausgeglichen werden. Dabei können auf den reversibel verformbaren Abschnitt Kräfte
wirken, welche eine punktuelle Überlastung darstellen können. Überlastungen des Transmissionselementes
können zu verfrühten Ermüdungserscheinungen führen, wodurch die Funktion des reversibel
verformbaren Abschnittes eingeschränkt sein kann.
[0003] Der Offenlegungsschrift
DE 35 29 386 A1 ist eine gekapselte Hochspannungsschalteinrichtung entnehmbar. Die gekapselte Hochspannungsschalteinrichtung
weist ein Antriebsgestänge umfassend eine Antriebsstange sowie einen Zylinder auf.
Der Zylinder durchsetzt einen Enddeckel und ist verschieblich angeordnet. Der internationalen
Veröffentlichung
WO 03/071567 A1 ist eine Vakuumschaltröhre mit einem Schaltkontaktstück entnehmbar. Zur Führung einer
Antriebsstange ist ein Zwischenstück mit vergrößertem Querschnitt vorgesehen, welches
gleitbeweglich in eine Haltearmatur eingesetzt ist. Aus dem Dokument
DE 10 2015 214 509 A1 geht eine elektrische Schaltkammer hervor, welche einen Bewegkontaktanschlussbolzen
aufweist, der in einem Lager geführt ist, wobei ein Faltenbalg sich in das Innere
einer Vakuumschaltröhre der elektrischen Schaltkammer erstreckt. Weiter geht aus der
Übersetzung der europäischen Patentschrift
DE 69522282 T2 ein Lasttrennschalter hervor, welcher einen gleitenden Kontakt aufweist, um einen
beweglichen Stab eines Vakuumkolbens elektrisch zu verbinden. Der gleitende Kontakt
weist dabei einen gegenüber dem Stab vergrößerten Querschnitt auf. Der gleitende Kontakt
ist zur Ventilation mit Kanälen versehen. Aus der Patentschrift
GB 1206297 ist ein Vakuumunterbrecher bekannt, welcher über mehrere Schaltkammern verfügt. Die
Schaltkammern sind dabei jeweils mit einem bewegbaren Schaltkontaktstück ausgestattet,
welche jeweils unter Nutzung eines metallischen Balges, welcher sich in das Innere
der jeweiligen Röhre der Schaltkammer erstreckt, abgedichtet sind. Aus dem US Patent
US 5,387,771 geht ein Hochspannungsvakuumunterbrecher hervor. Innerhalb eines evakuierten Raumes
ist ein Gleitlager zur Stützung eines bewegbaren Stiels angeordnet.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Schaltgeräteantriebsanordnung anzugeben,
welche einer Überlastung vorbeugt.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe bei einer Schaltgeräteantriebsanordnung der eingangs
genannten Art dadurch gelöst, dass zwischen der Lagerhülse und dem reversibel verformbarem
Abschnitt ein Abstandhalter angeordnet ist.
[0006] Eine Schaltgeräteantriebsanordnung dient einer Übertragung bzw. Erzeugung einer Antriebsbewegung
für relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke eines elektrischen Schaltgerätes.
Dazu weist die Schaltgeräteantriebsanordnung eine kinematische Kette auf, welche ein
Transmissionselement aufweist, das eine Wandung eines Gehäuses durchsetzt. Die Wandung
kann dabei bevorzugt fluiddicht ausgebildet sein, wobei ein Durchsetzen der Wandung
mittels des Transmissionselementes die Fluiddichtigkeit der Wandung aufrecht erhält.
Ein fluiddichter Übergang zwischen Wandung und Transmissionselement kann beispielsweise
durch einen reversibel verformbaren Abschnitt sichergestellt werden. Das Gehäuse kann
eine Unterbrechereinheit/eine Schaltstelle des Schaltgerätes umgeben. Bevorzugt kann
das Gehäuse ein fluiddichtes Kapselungsgehäuse darstellen, welches in seinem Inneren
die Unterbrechereinheit/die Schaltstelle des Schaltgerätes aufnimmt. Die Schaltgeräteantriebsanordnung
kann beispielsweise außerhalb des Gehäuses eine Antriebseinrichtung aufweisen, welche
einer Erzeugung einer Bewegung dient, wobei diese Bewegung mittels der kinematischen
Kette zur Schaltstelle des Schaltgerätes übertragen wird. Das Schaltgerät kann dabei
relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke aufweisen, welche durch die Antriebseinrichtung
relativ zueinander bewegbar sind.
[0007] Mittels eines linear verschieblichen Transmissionselementes kann eine zu übertragende
Bewegung die Wandung des Gehäuses passieren. Das Transmissionselement selbst kann
bevorzugt an der Wandung selbst verschieblich abgestützt sein, wobei das Transmissionselement
die Wandung durchsetzt. Ein Durchsetzen der Wandung erfolgt dabei bevorzugt in einer
fluiddichten Art und Weise. Beispielsweise kann dazu zwischen Transmissionselement
und Wandung eine Gleitdichtung angeordnet sein. Es kann jedoch auch vorgesehen sein,
dass ein Abschnitt reversibel verformbar ausgeführt ist, wobei das Transmissionselement
über den reversibel verformten Abschnitt mit der Wandung fluiddicht verbunden ist.
Beispielsweise kann ein stoffschlüssiger Verbund zwischen Transmissionselement und
Wandung über den verformbaren Abschnitt vorgesehen sein. Das Transmissionselement
kann beispielsweise nach Art einer Schaltstange ausgeformt sein, welche sich innerhalb
bzw. außerhalb des Gehäuses erstreckt. Gegebenenfalls kann das Transmissionselement
aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt sein, so dass ein dauerhafter fluiddichter
Verbund zwischen Schaltstange und Wandung des Gehäuses erzielbar ist. Durch eine Stützung
des Transmissionselementes an einer Wandung des Gehäuses ist für eine Führung des
Transmissionselementes gesorgt, so dass ein unerwünschtes Ausknicken bzw. Verkanten
des Transmissionselementes verhindert ist. Dadurch wird eine definierte Bewegung durch
die Wandung hindurch übertragen, wodurch eine unerwünschte Belastung, insbesondere
von Dichtelementen zwischen Wandung und Transmissionselement vermieden ist. Dadurch
ist eine dauerhafte verschleißarme Übertragung einer Bewegung mittels des Transmissionselementes
sichergestellt. Das Transmissionselement kann beispielsweise eine Schaltstange sein,
welche verschiedene Abschnitte aufweist, wobei die Abschnitte aufeinander folgend
angeordnet sind, um eine Linearbewegung mittels des Transmissionselementes zu übertragen.
So kann die Schaltstange beispielsweise Kontaktandruckfedern, Dichtelemente, metallische
oder elektrisch isolierende Abschnitte usw. aufweisen.
[0008] Eine Abstützung des Transmissionselementes kann beispielsweise mittels eines Führungslagers
erfolgen. Bevorzugt kann zur Sicherstellung einer linearen Führung des Transmissionselementes
die Nutzung mehrerer Führungslager vorgesehen sein, welche zueinander axial beabstandet
angeordnet sind, wodurch eine stabile lineare Führung des Transmissionselements gewährleistet
sein kann. Als Führungslager kommen beispielsweise Gleitlager oder Wälzlager in Betracht,
um eine Linearführung des Transmissionselementes vorzusehen.
[0009] Neben einer axialen Verschieblichkeit des Transmissionselementes kann auch eine überlagernde
Drehbewegung vorgesehen sein. Beispielsweise kann ein Rotieren des Transmissionselementes
um die Verschiebeachse herum zugelassen sein.
[0010] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Transmissionselement
innerhalb des Gehäuses linear verschieblich abgestützt geführt ist.
[0011] Das Gehäuse umgibt in seinem Inneren die Unterbrechereinheit eines Schaltgerätes.
Mittels des Transmissionselementes kann eine Bewegung zu zumindest einem von relativ
zueinander bewegbaren Schaltkontaktstücken übertragen werden. Durch eine Abstützung
des Transmissionselementes innerhalb des Gehäuses kann das Transmissionselement einerseits
gestützt werden, um ein möglichst geradliniges Übertragen einer Bewegung durch eine
Wandung des Gehäuses hindurch sicherzustellen. Zusätzlich kann das Transmissionselement
jedoch auch mit seiner stabilisierten Lagerung einer Führung eines Schaltkontaktstückes
dienen. Somit kann ein innerhalb des Gehäuses angeordnetes Führungslager einerseits
eine Bewegung des Transmissionselementes stabilisieren. Andererseits kann über dieses
Führungslager auch eine Bewegung eines Schaltkontaktstückes stabilisiert werden. Dadurch
kann das Übertragungsverhalten der kinematischen Kette verbessert werden. Ungenauigkeiten
bzw. unerwünschten Elastizitäten innerhalb der kinematischen Kette wird so entgegengewirkt.
Weiterhin ist durch eine Abstützung bzw. Führung des Transmissionselementes innerhalb
des Gehäuses diese Führung durch das Gehäuse vor einem äußeren Zugriff geschützt.
Damit kann beispielsweise filigrane Mechanik eingesetzt werden, die durch das Gehäuse
vor einem Verschmutzen geschützt ist. Weiterhin kann eine Führung im Inneren des Gehäuses
auch dazu dienen, eine elektrische Kontaktierung beispielsweise eines Schaltkontaktstückes
zumindest abschnittsweise über ein Führungslager für das Transmissionselement vorzusehen.
Insbesondere bei einer Stabilisierung sowohl eines Transmissionselementes als auch
eines Schaltkontaktstückes durch ein Führungslager ist dies von Vorteil, um möglichst
nah an einem relativ bewegbaren Schaltkontaktstück eine Stabilisierung zu erzielen.
Dazu können beispielsweise elektrische Gleitkontaktanordnungen als Teil eines Führungslagers
genutzt sein. Eine Abstützung kann vorteilhaft am Gehäuse erfolgen.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Transmissionselement
außerhalb des Gehäuses linear verschieblich abgestützt geführt ist.
[0013] Außerhalb eines Kapselungsgehäuses besteht die Möglichkeit, einen vereinfachten Zugang
zu einem Führungslager vorzusehen. Weiterhin ist der Bauraum im Innern des Gehäuses
im Regelfall begrenzt, so dass eine lineare Führung des Transmissionselementes außerhalb
des Gehäuses die Anzahl der Einbauten innerhalb des Gehäuses reduziert. Vorteilhaft
ist dabei, wenn relativ zur Wandung des Gehäuses, welches von dem Transmissionselement
durchsetzt ist, eine Stabilisierung des Transmissionselementes erfolgt. In einem vorteilhaften
Falle kann sowohl innerhalb als auch außerhalb des Gehäuses eine lineare Führung des
Transmissionselementes vorgesehen sein. Dazu kann beispielsweise innerhalb sowie außerhalb
des Gehäuses jeweils ein Führungslager angeordnet sein. Außerhalb des Gehäuses kann
die Konstruktion des Führungslagers entsprechend robuster ausgebildet sein, da der
Bauraum durch das Gehäuse nicht begrenzt ist.
[0014] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass ein zweites Führungslager
an einem Phasenleiter eines Schaltgerätes angeordnet ist.
[0015] Eine Schaltstelle eines Schaltgerätes dient einem Unterbrechen bzw. einem Schalten
eines Strompfades/eines Phasenleiters. Der Strompfad/ein Phasenleiter kann beispielsweise
mittels relativ zueinander bewegbarer Schaltkontaktstücke elektrisch geschaltet werden.
Ein zweites Führungslager kann an einem solchen Phasenleiter angeordnet sein. Dazu
ist das zweite Führungslager zumindest abschnittsweise mit dem elektrischen Potential
beaufschlagt, welches der jeweilige Phasenleiter führt. Beispielsweise kann der Phasenleiter
nach Art einer Lagerhülse als Führungslager fungieren, wobei eine lineare Verschiebbarkeit
des Transmissionselementes gegeben ist. Beispielsweise kann das Transmissionselement
nach Art eines Kolbens in die Lagerhülse eintauchen. Dadurch besteht weiterhin die
Möglichkeit, das zweite Führungslager zur elektrischen Kontaktierung eines relativ
zu einem weiteren Schaltkontaktstück bewegbaren Schaltkontaktstückes einzusetzen.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, ein bewegbares Schaltkontaktstück über das zweite
Führungslager zu stabilisieren und abzustützen. Somit kann das zweite Führungslager
zum einen einer Stabilisierung einer linearen Bewegung des Transmissionselementes
als auch einer Stabilisierung einer Bewegung eines Schaltkontaktstückes des Schaltgerätes
dienen. Weiterhin kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass ein erstes Führungslager
einen fluiddichten Abschnitt zum Verschluss einer Öffnung in der Wandung führt.
[0016] Ein erstes Führungslager dient einer Stabilisierung einer Bewegung des Transmissionselementes.
Dabei kann das erste Führungslager einen Teil eines fluiddichten Abschnittes führen.
Der fluiddichte Abschnitt kann durch das Transmissionselement gebildet sein. Der fluiddichte
Abschnitt kann Teil des Gehäuses sein. Beispielsweise kann ein fluiddichter Abschnitt
eines Transmissionselementes in einer Lagerhülse verschieblich gelagert sein. Somit
besteht die Möglichkeit, einen fluiddichten Durchsatz der Wandung mittels Transmissionselement
zu realisieren. Beispielsweise kann der fluiddichte Abschnitt gegenüber der fluiddichten
Wandung über einen Faltenbalg gedichtet sein, welcher balgartig umformbar ist. In
einen Balg kann beispielsweise das Transmissionselement fluiddicht (z. B. in Form
einer Scheibe) eingesetzt sein. Der fluiddichte Abschnitt/diese Scheibe kann in einer
Lagerhülse verschieblich geführt sein. Eine Lagerhülse kann als erstes Führungslager
dienen.
[0017] Vorteilhafterweise ist weiter vorgesehen, dass ein erstes Führungslager eine Lagerhülse
aufweist, an welcher das Transmissionselement verschieblich abgestützt ist.
[0018] Eine Lagerhülse kann einer Führung des Transmissionselementes dienen, wobei das Transmissionselement
in der Lagerhülse axial verschieblich geführt ist. Die Lagerhülse kann beispielsweise
am Gehäuse abgestützt sein, wobei innerhalb der Lagerhülse ein reversibel verformbarer
Abschnitt zum Abdichten des Transmissionselementes angeordnet sein kann. Somit kann
die Lagerhülse einer Führung des Transmissionselementes dienen. Weiterhin kann die
Lagerhülse eine mechanische Stabilisierung des reversibel verformbaren Abschnittes
sowie einen mechanischen Schutz bewirken.
[0019] Dazu ist weiter vorteilhaft vorgesehen, dass die Lagerhülse einen reversibel verformbaren
Abschnitt der Wandung umgreift.
[0020] Ein reversibel verformbarer Abschnitt kann beispielsweise ein Faltenbalg sein, welcher
im Wesentlichen in axialer Richtung in seiner axialen Ausdehnung veränderlich ist.
Beispielsweise kann stirnseitig an dem reversibel verformbaren Abschnitt ein fluiddichter
Abschnitt z.B. eines Transmissionselementes fluiddicht angesetzt sein, welcher einen
stirnseitigen Abschluss des reversibel verformbaren Abschnittes bewirkt. Über diesen
stirnseitigen Abschluss kann auch eine lineare Führung des Transmissionselementes
innerhalb der Lagerhülse vorgesehen sein. Die Lagerhülse kann dabei den reversibel
verformbaren Abschnitt außenmantelseitig umgreifen, so dass bei einem Umformen des
reversibel verformbaren Abschnittes ein Ausknicken bzw. Ausbuckeln des reversibel
verformbaren Abschnittes verhindert ist. Somit ist innerhalb der Lagerhülse eine Zwangsführung
sowohl des geführten fluiddichten Abschnittes als auch des reversibel verformbaren
Abschnittes (Faltenbalg) gewährleistet. Dabei ist die Lagerhülse frei von einer abdichtenden
Funktion am Gehäuse, so dass in dieser beispielsweise auch Queröffnungen vorgesehen
sein können, durch welche ein äußerer Zugriff bzw. eine Kontrolle des reversibel verformbaren
Abschnittes möglich ist.
[0021] Weiterhin ist vorgesehen, dass zwischen Lagerhülse und reversibel verformbarem Abschnitt
ein Abstandshalter angeordnet ist.
[0022] Bei einem Umformen des reversibel verformbaren Abschnittes kann es zu einem Ausbuckeln
bzw. Auslenken des reversibel verformbaren Abschnittes in radialer Richtung kommen.
Durch die Lagerhülse kann ein Auslenken begrenzt werden. Durch die Verwendung eines
Abstandshalters zwischen verformbarem Abschnitt und Lagerhülse kann ein unmittelbarer
Kontakt zwischen Lagerhülse und reversibel verformbarem Abschnitt verhindert werden.
Insbesondere bei einer balgartigen Faltung des reversibel verformbaren Abschnittes
kann so die Reibung zwischen reversibel verformbarem Abschnitt und Lagerhülse reduziert
werden. Der Abstandhalter kann zwischen einander zugewandten Flächen von Lagerhülse
und reversibel verformbarem Abschnitt angeordnet sein. Beispielsweise kann der Abstandhalter
aus reibungsreduzierendem Material gebildet sein. Beispielsweise kann der Abstandhalter
als Zwischenhülse z. B. aus PTFE ein reibungsarmes relatives Gleiten von Lagerhülse
und reversibel verformbarem Abschnitt ermöglichen. Dadurch wird ein übermäßiger Abrieb
an prominenten Punkten des reversibel verformbaren Abschnittes verhindert.
[0023] Weiter kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Abstandhalter relativ zur Lagerhülse
verschiebbar ist.
[0024] Der Abstandhalter kann relativ zur Lagerhülse verschiebbar angeordnet sein, so dass
dieser beispielsweise gemeinsam mit einer Bewegung des Transmissionselementes bewegt
wird. Dadurch wird in einem bevorzugten Falle eine Relativbewegung zwischen Abstandhalter
und Lagerhülse mit einem größeren Hub hervorgerufen als eine Relativbewegung von Abstandhalter
zu abriebsgefährdeten Punkten des reversibel verformbaren Abschnittes. Weiterhin ist
dadurch die Möglichkeit gegeben, beispielsweise auch innenmantelseitig am reversibel
verformbaren Abschnitt einen weiteren Abstandhalter anzuordnen, so dass bei einem
Ineinandergleiten von Abstandhalter und weiterem Abstandhalter unter Zwischenlage
des reversibel verformbaren Abschnittes der Wandung des Gehäuses eine verbesserte
Führung (innen- und außenseitig) und bevorzugte Umformung des reversibel verformbaren
Abschnittes erzwungen wird. Neben einer verbesserten Linearführung des Transmissionselementes
kann so die Umformung des reversibel verformbaren Abschnittes in bevorzugter Art und
Weise erfolgen, wodurch einem vorzeitigen Altern des reversibel verformbaren Abschnittes
in Folge von punktueller Ermüdung des Materials entgegengewirkt ist.
[0025] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass das zweite Führungslager und das erste
Führungslager zueinander fluchtend angeordnet eine Linearbewegung des Transmissionselementes
stabilisieren.
[0026] Eine fluchtende Anordnung von zweitem und erstem Führungslager beabstandet voneinander
ermöglicht eine verbesserte Lagerung des Transmissionselementes. Eine Neigung zum
Ausbrechen des Transmissionselementes wird durch eine Beabstandung der Führungslager
zueinander entgegengewirkt. Bevorzugt kann zwischen den beiden Führungslagern eine
Wandung des Gehäuses angeordnet sein, wodurch die Möglichkeit besteht, sowohl das
zweite als auch das erste Führungslager jeweils relativ zum Gehäuse festzulegen, wobei
eine Festlegung vom zweiten und ersten Führungslager unabhängig voneinander erfolgen
kann. Dadurch wird über das Gehäuse eine Basis gebildet, um eine Justage sowohl des
zweiten als auch des ersten Führungslagers vorzunehmen.
[0027] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das Gehäuse ein Druckbehälter
ist.
[0028] Das Gehäuse kann als fluiddichtes Kapselungsgehäuse ausgebildet werden, wodurch im
Innern des Gehäuses ein Fluid eingeschlossen und eingekapselt werden kann. Ist das
Gehäuse als Druckbehälter ausgebildet, kann das Fluid im Innern des Gehäuses gegenüber
der Umgebung einen abweichenden Druck aufweisen. Dadurch ist es möglich, einen Differenzdruck
zwischen dem Innern des Gehäuses und dem Äußeren des Gehäuses zu erzeugen. Beispielsweise
kann im Innern des Gehäuses ein höherer Druck gegenüber der Umgebung des Gehäuses
erzeugt werden. Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass im Innern des Gehäuses ein
gegenüber der Umgebung reduzierter Druck, beispielsweise ein Vakuum, vorliegt, so
dass das Gehäuse einem Differenzdruck ausgesetzt ist, welchem das Gehäuse widersteht.
Das Gehäuse kann beispielsweise ein elektrisch isolierendes Fluid bzw. ein Vakuum
einkapseln. Als Fluide eignen sich beispielsweise fluoridhaltige Gase wie Schwefelhexafluorid,
Fluornitrile, Fluorketone oder auch andere Fluide wie beispielsweise Kohlendioxid,
Stickstoff, Sauerstoff oder entsprechende Fluidgemische. Bevorzugt kann das Fluid
im Innern des Gehäuses in Gasform vorliegen.
[0029] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass innerhalb des Gehäuses
eine Schaltstelle einer Schalteinrichtung angeordnet ist.
[0030] Eine elektrische Schalteinrichtung dient einem Schalten bzw. Unterbrechen eines Strompfades,
wobei dazu bevorzugt relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke eingesetzt werden.
Zwischen den Schaltkontaktstücken ist eine Schaltstelle ausgebildet, um ein Unterbrechen
bzw. Zuschalten des schaltbaren Strompfades der Schalteinrichtung hervorzurufen. Zur
Erzeugung einer Relativbewegung der Schaltkontaktstücke einer Schaltstelle kann eine
kinematische Kette mit dem Transmissionselement Verwendung finden. Durch das Gehäuse
ist die Schaltstelle mechanisch geschützt. Weiterhin kann das Gehäuse eine besondere
Atmosphäre einschließen, wodurch die Schaltstelle selbst ebenfalls dieser Atmosphäre
ausgesetzt wird. Beispielsweise kann bevorzugt ein elektrisch isolierendes Fluid,
siehe oben, innerhalb des Gehäuses angeordnet sein, mit welchem auch die Schaltstelle
durchflutet werden kann. Bei der geeigneten Wahl des elektrisch isolierenden Fluides
kann ein Unterbrechen bzw. ein Auftreten von Schaltlichtbögen reduziert bzw. ein Erlöschen
der Schaltlichtbögen unterstützt werden. Eine Schaltstelle kann auch innerhalb einer
abgeschlossenen Umgebung (bottle in a bottle) innerhalb des Gehäuses angeordnet sein.
Beispielsweise kann eine Vakuumröhre, innerhalb welcher die Schaltstelle angeordnet
ist, im Gehäuse angeordnet sein.
[0031] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Schaltstelle zumindest teilweise
am Gehäuse abgestützt ist.
[0032] Die Schaltstelle kann sich vorteilhafterweise am Gehäuse abstützen. Dies weist den
Vorteil auf, dass sowohl die Schaltstelle, also der Ort, zu welchem eine Bewegung
über das Transmissionselement zu übertragen ist, als auch das Transmissionselement
an derselben Basis abgestützt sind. Dadurch kann eine Justage sowohl von Schaltstelle
als auch von Transmissionselement unabhängig voneinander relativ zum Gehäuse vorgenommen
werden. Dadurch kann eine Bewegung besonders exakt und wiederholbar vollzogen werden.
Dadurch wird die Belastung des Transmissionselementes und damit auch der Schaltstelle
reduziert, wodurch eine dauerhaft stabile Schaltgeräteantriebsanordnung gegeben ist.
[0033] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung kann vorsehen, dass das zweite Führungslager
und das erste Führungslager voneinander elektrisch isoliert angeordnet sind.
[0034] Eine elektrisch isolierende Separation von zweitem sowie erstem Führungslager weist
die Möglichkeit auf, dass die Führungslager an einer Schaltgeräteanordnung unterschiedliche
elektrische Potentiale aufweisen können. Dabei kann eine Verbindung der beiden Führungslager
über das Transmissionselement vorgenommen werden. Um auch hier eine elektrische Isolation
der beiden Führungslager sicherzustellen, kann das Transmissionselement zumindest
abschnittsweise elektrisch isolierend wirken. Ein elektrisch isolierender Abschnitt
wird bevorzugt jeweils endseitig durch das zweite bzw. erste Führungslager geführt
bzw. gestützt. Das Transmissionselement kann beispielsweise eine elektrisch isolierende
Antriebsstange aufweisen. Die Antriebsstange kann beispielsweise durch ein hohles
Rohr gebildet sein, welches sich zumindest innerhalb des Gehäuses erstreckt. Durch
die elektrisch isolierte Anordnung der Führungslager zueinander kann ein Führungslager
nah an ein ein elektrisches Potential führendes Schaltkontaktstück der Schaltstelle
herangeführt werden. Beispielsweise kann ein Führungslager in einen Phasenleiter einer
Schaltstelle integriert werden. Weiterhin kann ein Führungslager beispielsweise auch
als Teil des Gehäuses ausgebildet werden und dort beispielsweise Erdpotential führen.
Dadurch besteht die Möglichkeit, die Linearführung des Transmissionselementes durch
beabstandet voneinander positionierte Führungslager vorzunehmen, wobei auf Grund der
axialen Beabstandung die Linearführung des Transmissionselementes in exakter Weise
vorgenommen werden kann.
[0035] Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine geeignete Nutzung der Schaltgeräteantriebsanordnung
vorzuschlagen. Erfindungsgemäß ist dazu vorgesehen, dass ein Schaltgerät mit relativ
zueinander antreibbaren Schaltkontaktstücken eine Schaltgeräteantriebsanordnung mit
den vorstehend beschriebenen Merkmalen aufweist.
[0036] Ein elektrisches Schaltgerät dient einem Schalten bzw. Unterbrechen eines Strompfades.
Dazu weist das Schaltgerät relativ zueinander bewegbare Schaltkontaktstücke auf. Zur
Erzeugung einer Relativbewegung der Schaltkontaktstücke zueinander ist bevorzugt die
Verwendung einer Schaltgeräteantriebsanordnung mit den vorstehend beschriebenen Merkmalen
vorzusehen. Über die Schaltgeräteantriebsanordnung kann so eine Bewegung außerhalb
eines Gehäuses beispielsweise von einer Antriebseinrichtung erzeugt werden, wobei
eine Bewegung durch eine Wandung des Gehäuses hindurch in das Innere des Gehäuses
zu einer Schaltstelle des Schaltgerätes übertragen werden kann. Als Teil der kinematischen
Kette kann entsprechend ein Transmissionselement eingesetzt werden, welches gestützt
über ein Führungslager eine Linearbewegung vollziehen kann. Diese Linearbewegung kann
bis zur Schaltstelle übertragen werden. Dort kann die Linearbewegung beispielsweise
mittels eines Getriebes umgeformt werden.
[0037] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer schematischen Zeichnung
gezeigt und anschließend beschrieben.
[0038] Die Figur zeigt einen Schnitt durch eine Schaltgeräteantriebsanordnung sowie ein
Schaltgerät, welches die Schaltgeräteantriebsanordnung aufweist.
[0039] Die Schaltgeräteantriebsanordnung weist ein Transmissionselement 1 auf. Das Transmissionselement
1 ist linear verschieblich gelagert. Dabei durchsetzt das Transmissionselement 1 ein
Gehäuse 2. Das Gehäuse 2 ist als fluiddichter Druckbehälter ausgeführt, wobei im Innern
des Gehäuses 2 eine Schaltstelle 3 angeordnet ist. Die Schaltstelle 3 ist vorliegend
als Vakuumröhre ausgebildet, welche im Wesentlichen rotationssymmetrisch ausgeformt
ist, wobei stirnseitig ein erstes Schaltkontaktstück 4 sowie ein zweites Schaltkontaktstück
5 in das Innere der Vakuumröhre hineinragen. Die beiden Schaltkontaktstücke 4, 5 sind
koaxial zueinander ausgerichtet, wobei das erste Schaltkontaktstück 4 axial bewegbar
angeordnet ist. Das zweite Schaltkontaktstück 5 ist ortsfest angeordnet. Um die Schalteinrichtung
innerhalb des Gehäuses 2 ortsfest zu fixieren, sind ein erster Teilabschnitt 6 sowie
ein zweiter Teilabschnitt 7 eines Phasenleiterzuges winkelstarr mit der Schaltstelle
3 verbunden. Dabei ist der erste Teilabschnitt 6 elektrisch leitend mit dem ersten
Schaltkontaktstück 4 verbunden, der zweite Teilabschnitt 7 ist elektrisch leitend
mit dem zweiten Schaltkontaktstück 5 verbunden. Zur Abstützung des zweiten Teilabschnittes
7 ist ein Stützisolator 8 innenwandig am Gehäuse 2 angeordnet. Der Stützisolator 8
hält den zweiten Teilabschnitt 7 winkelstarr relativ zum Gehäuse 2. Über die Verbindung
des zweiten Teilabschnittes 7 des Phasenleiters ist die Stirnseite der Schalteinrichtung
3, an welcher das zweite Schaltkontaktstück 5 angeordnet ist, winkelstarr relativ
zum Gehäuse 2 festgelegt. Der erste Teilabschnitt 6 ist im Wesentlichen hohlzylindrisch
ausgebildet und stützt die Stirnseite der Schalteinrichtung 3, an welcher das erste
Schaltkontaktstück 4 beweglich angeordnet ist. Um den ersten Teilabschnitt 6 und damit
auch die Schaltstelle 3 zu stabilisieren, ist ein Hohlstützer 9 an dem ersten Teilabschnitt
6 angeordnet, und zwar an dem stirnseitigen Ende, welches von der Schaltstelle 3 abgewandt
ist. Somit ist über den Hohlstützer 9 eine elektrisch isolierende Verbindung zwischen
einer Innenwandung des Gehäuses 2 sowie dem ersten Teilabschnitt 6 gegeben. Mantelseitig
ist am ersten Teilabschnitt 6 ein Abzweig 10 angeordnet, über welchen der Phasenleiter
ausgehend vom ersten Teilabschnitt 6 durch eine Wandung des Gehäuses 2 nach außen
geführt ist. Zur elektrisch isolierten Führung des Abzweiges 10 ist ein mantelseitiger
Stutzen 11 von einem Scheibenisolator 12 verdämmt, welcher von dem Abzweig 10 fluiddicht
durchsetzt ist. An den mantelseitigen Stutzen 11 lassen sich nunmehr weitere Baugruppen,
wie z. B. eine Freiluftdurchführung oder weitere Gehäusebaugruppen, anflanschen. Analog
zur Ausleitung des Abzweiges 10 durch eine Wandung des Gehäuses 2 ist der zweite Teilabschnitt
7 durch einen weiteren mantelseitigen Stutzen 11a sowie einen weiteren Scheibenisolator
12a elektrisch isoliert und fluiddicht aus dem Innern des Gehäuses 2 nach außen geführt.
Vorliegend ist vorgesehen, dass das Gehäuse 2 im Wesentlichen aus einem elektrisch
leitfähigen Material gebildet ist, welches mit Erdpotential beaufschlagt ist.
[0040] Das Transmissionselement 1 durchsetzt den Hohlstützer 9 und setzt sich innerhalb
des ersten Teilabschnittes 6 des Phasenleiters bis zum ersten Schaltkontaktstück 4
fort. Dabei ist das Transmissionselement 1 aus mehreren Abschnitten zusammengesetzt.
Das Transmissionselement 1 weist beispielsweise einen elektrisch isolierenden Rohrabschnitt
1a auf. Der elektrisch isolierende Rohrabschnitt 1a ist mit seinem von der Schaltstelle
3 abgewandten Ende mit einem scheibenförmigen Abschnitt 2a des Transmissionselementes
1 verbunden. Der scheibenförmige Abschnitt 2a verschließt über einen so genannten
Faltenbalg 13 (reversibel verformbarer Abschnitt) eine Öffnung im Gehäuse 2. Der Faltenbalg
13 ist an seiner einen Stirnseite fluiddicht mit dem scheibenförmigen Abschnitt 2a
verschlossen. Mit seinem anderen Ende ist der Faltenbalg 13 stirnseitig fluiddicht
mit einem winkelstarren Abschnitt des Gehäuses 2 (die Öffnung umgreifend) verbunden.
Das Transmissionselement 1 setzt sich über den scheibenförmigen Abschnitt 2a außerhalb
des Gehäuses in einer Antriebsstange 14 fort. An einem der Schalteinrichtung 3 zugewandten
Ende des Transmissionselementes 1 weist das Transmissionselement 1 eine Kontaktandruckfeder
15 auf, welche in einem Federgehäuse 16 angeordnet ist. Das Federgehäuse 16 ist mit
einem Führungskragen 17 versehen, so dass das Federgehäuse 16 des Transmissionselementes
1 zentrisch innerhalb der hohlzylindrischen Ausnehmung des ersten Teilabschnittes
6 des Phasenleiters gleitend geführt ist. Zusätzlich ist im Verlauf des Transmissionselementes
1 eine Kontaktscheibe 18 angeordnet. Die Kontaktscheibe 18 ist elektrisch leitend
mit dem ersten Schaltkontaktstück 4 verbunden. Die Kontaktscheibe 18 gleitet in derselben
hohlzylindrischen Ausnehmung des ersten Teilabschnittes 6 wie der Führungskragen 17
des Federgehäuses 16. Bedarfsweise kann eine elektrische Kontaktierung sowohl über
die Kontaktscheibe 18 als auch zusätzlich über das Federgehäuse 16 vorgenommen werden,
um eine bewegbare elektrisch leitende Kontaktierung zwischen erstem Schaltkontaktstück
4 sowie dem zu unterbrechenden Phasenleiter über den ersten Teilabschnitt 6 sicherzustellen.
[0041] Der Faltenbalg 13 ist außenmantelseitig von einer Lagerhülse 19 umgeben. Die Lagerhülse
19 ist außerhalb des Gehäuses 2 angeordnet. Die Lagerhülse 19 nimmt in ihrer hohlzylindrischen
Ausnehmung den scheibenförmigen Abschnitt 2a auf, so dass dieser linear verschieblich
geführt ist. Zwischen dem innenmantelseitig in der Lagerhülse 19 sowie außenmantelseitig
am Umfang des Faltenbalges 13 gebildeten Ringspalt ist ein Abstandhalter 20 angeordnet.
Der Abstandhalter 20 ist vorliegend im Wesentlichen hohlzylindrisch ausgebildet, wobei
dieser stirnseitig an dem scheibenförmigen Abschnitt 2a fixiert ist. Um die Reibung
am äußeren Umfang zu reduzieren, sind am Abstandhalter 20 axial beabstandet umlaufende
ringförmige Schultern angeordnet. Im Innern des Gehäuses 2 zwischen der Innenwandung
des Faltenbalges 13 sowie dem elektrisch isolierenden Rohrabschnitt 1a ist ein zusätzlicher
Abstandhalter 21 angeordnet. Der zusätzliche Abstandhalter 21 ist ortsfest mit dem
Gehäuse 2 verbunden, wobei die axiale Erstreckung sowohl vom Abstandhalter 20 als
auch vom zusätzlichen Abstandhalter 21 derart gewählt ist, dass stets eine Überlappung
der beiden Abstandhalter 20, 21 (unter Zwischenlage des Faltenbalges 13) sichergestellt
ist. Durch die Abstandhalter 20, 21 wird bei einer Verformung des Faltenbalges 13
eine Führung desselben sichergestellt.
[0042] Innerhalb des ersten Teilabschnittes 6 über den dortigen Führungskragen 17 bzw. die
Kontaktscheibe 18 ist ein zweites Führungslager für das Transmissionselement 1 gegeben.
Das zweite Führungslager ist somit an einem Phasenleiter des Schaltgerätes angeordnet.
Das zweite Führungslager ist innerhalb des Gehäuses 2 angeordnet. Ein erstes Führungslager
ist an der Lagerhülse 19 gebildet, innerhalb welcher der scheibenförmige Abschnitt
2a verschieblich geführt ist. Der scheibenförmige Abschnitt 2a des Transmissionselementes
1 ist am ersten Führungslager außerhalb des Gehäuses 2 geführt. Die Führungslager
sind jeweils endseitig an dem elektrisch isolierenden Rohrabschnitt 1a angeordnet.
Die Lagerhülsen sowohl des zweiten Führungslagers als auch des ersten Führungslagers
sind ortsfest zum Gehäuse 2 ausgerichtet. Die beiden Führungslager sind dabei in axialer
Richtung fluchtend zueinander ausgerichtet, so dass eine Linearbewegung des Transmissionselementes
1 (insbesondere des elektrisch isolierenden Abschnittes/elektrisch isolierenden Rohrabschnittes
1a) sowohl innerhalb des Gehäuses 2 als auch außerhalb des Gehäuses 2 geführt ist.
Bei einem Einschaltvorgang (die Figur zeigt einen ausgeschalteten Zustand der Schaltstelle
3) wird eine Bewegung von der an das Transmissionselement 1 angekoppelten Antriebseinrichtung
abgegeben, wobei eine lineare Bewegung des Transmissionselementes 1 erfolgt, wodurch
sich das erste Schaltkontaktstück 4 dem zweiten Schaltkontaktstück 5 nähert. Dabei
erfolgt eine Linearführung des Transmissionselementes 1 sowohl über das zweite Führungslager
als auch über das erste Führungslager. Mit einer Kontaktierung von erstem Schaltkontaktstück
4 sowie zweitem Schaltkontaktstück 5 kommt es zu einem Überhub der Antriebseinrichtung,
wodurch eine Komprimierung der Kontaktandruckfeder 15 erfolgt. Somit ist ausgehend
von dem Transmissionselement 1 eine Kontaktkraft zwischen dem ersten Schaltkontaktstück
4 sowie dem zweiten Schaltkontaktstück 5 erzeugt. Der Phasenleiter ist eingeschaltet.
Während des Einschaltvorganges erfolgt eine Komprimierung des Faltenbalges 13, wobei
die Überlappung der beiden Abstandhalter 20, 21 zunimmt, wodurch eine verstärkte Führung
der Faltung des Faltenbalges 13 erfolgt.
[0043] Bei einem Ausschaltvorgang erfolgt eine Umkehr des Richtungssinnes der Bewegung des
Transmissionselementes 1. Dabei erfolgt zunächst eine Entspannung der Kontaktandruckfeder
15, worauf sich folgend das erste Schaltkontaktstück 4 von dem zweiten Schaltkontaktstück
5 entfernt bis die Ausschaltstellung erreicht ist.
[0044] Das Innere des Gehäuses 2 kann mit einem elektrisch isolierenden Fluid unter Überdruck
befüllt sein. Dieses elektrisch isolierende Fluid liegt vorzugsweise in Gasform im
Innern des Gehäuses 2 vor. Als elektrisch isolierende Fluide haben sich beispielsweise
Schwefelhexafluorid, Fluorketon, Fluornitril, Kohlendioxid, Stickstoff, Sauerstoff
und andere elektronegative Stoffe vorzugsweise in einem Gemisch bewährt. Die in der
Figur gezeigte Schaltgeräteantriebsanordnung bzw. die gezeigte Schalteinrichtung 3
kann beispielsweise in einer sogenannten gasisolierten Schaltanlage oder auch in einem
Freiluftschaltgerät Verwendung finden. Neben der in der Figur 1 gezeigten einpoligen
elektrischen Isolation können auch Varianten mit mehrpoliger elektrischer Isolation,
d. h. mit mehreren voneinander elektrisch isolierten Phasenleitern innerhalb ein und
desselben Gehäuses 2 angeordnet Verwendung finden.
1. Schaltgeräteantriebsanordnung mit einem Transmissionselement (1) zum Übertragen einer
Bewegung durch eine Wandung eines Gehäuses (2), wobei das Transmissionselement (1)
linear verschieblich an der Wandung des Gehäuses (2) abgestützt geführt ist, wobei
ein erstes Führungslager eine Lagerhülse (19) aufweist, an welcher das Transmissionselement
(1) verschieblich abgestützt ist und die Lagerhülse (19) einen reversibel verformbaren
Abschnitt (13) der Wandung umgreift,
dadurch gekennzeichnet, das s
zwischen der Lagerhülse (19) und dem reversibel verformbarem Abschnitt (13) ein Abstandhalter
(20) angeordnet ist.
2. Schaltgeräteantriebsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, das s
das Transmissionselement (1) innerhalb des Gehäuses (2) linear verschieblich abgestützt
geführt ist.
3. Schaltgeräteantriebsanordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, das s
das Transmissionselement (1) außerhalb des Gehäuses (2) linear verschieblich abgestützt
geführt ist.
4. Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, das s
ein zweites Führungslager an einem Phasenleiter (6) eines Schaltgerätes angeordnet
ist.
5. Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, das s
das erste Führungslager einen fluiddichten Abschnitt (2a) zum Verschluss einer Öffnung
der Wandung führt.
6. Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Abstandhalter (20) relativ zur Lagerhülse (19) verschiebbar ist.
7. Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Führungslager und das erste Führungslager zueinander fluchtend angeordnet
eine Linearbewegung des Transmissionselementes (1) stabilisieren.
8. Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch g ekennzeichnet, das s
das Gehäuse (2) ein Druckbehälter ist.
9. Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
innerhalb des Gehäuses (2) eine Schaltstelle (3) eines Schaltgerätes angeordnet ist.
10. Schaltgeräteantriebsanordnung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schaltstelle (3) zumindest teilweise am Gehäuse (2) abgestützt ist.
11. Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 4 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Führungslager und das erste Führungslager voneinander elektrisch isoliert
angeordnet sind.
12. Elektrisches Schaltgerät mit relativ zueinander antreibbaren Schaltkontaktstücken,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Schaltgerät eine Schaltgeräteantriebsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis
11 aufweist.
1. A switchgear drive arrangement comprising a transmission element (1) for transmitting
a movement through a wall of a housing (2), wherein the transmission element (1) is
guided such that it is supported in a linearly displaceable manner on the wall of
the housing (2), wherein a first guide bearing has a bearing sleeve (19) on which
the transmission element (1) is supported in a displaceable manner and the bearing
sleeve (19) engages around a reversibly deformable section (13) of the wall, characterized in that a spacer (20) is arranged between the bearing sleeve (19) and the reversibly deformable
section (13) .
2. Switchgear drive arrangement according to Claim 1, characterized in that the transmission element (1) is guided such that it is supported in a linearly displaceable
manner within the housing (2).
3. Switchgear drive arrangement according to Claim 1 or Claim 2, characterized in that the transmission element (1) is guided such that it is supported in a linearly displaceable
manner outside the housing (2).
4. Switchgear drive arrangement according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a second guide bearing is arranged on a phase conductor (6) of a switchgear.
5. Switchgear drive arrangement according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the first guide bearing guides a fluid-tight section (2a) for closing an opening
of the wall.
6. Switchgear drive arrangement according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the spacer (20) is displaceable relative to the bearing sleeve (19).
7. Switchgear drive arrangement according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the second guide bearing and the first guide bearing stabilize a linear movement
of the transmission element (1) in a manner arranged in alignment with one another.
8. Switchgear drive arrangement according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the housing (2) is a pressure vessel.
9. Switchgear drive arrangement according to one of Claims 1 to 8, characterized in that a switching point (3) of a switchgear is arranged within the housing (2).
10. Switchgear drive arrangement according to Claim 9, characterized in that the switching point (3) is at least partially supported against the housing (2).
11. Switchgear drive arrangement according to one of Claims 4 to 10, characterized in that the second guide bearing and the first guide bearing are arranged such that they
are electrically insulated from one another.
12. Electrical switchgear comprising switching contact pieces which can be driven relative
to one another, characterized in that the switchgear has a switchgear drive arrangement according to one of Claims 1 to
11.
1. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure comprenant un élément (1) de transmission
pour la transmission d'un déplacement par une paroi d'un boîtier (2), dans lequel
l'élément (1) de transmission est guidé à coulissement linéaire en étant appuyé sur
la paroi du boîtier (2), dans lequel un premier palier de guidage a un manchon (19)
de palier, sur lequel l'élément (1) de transmission est appuyé à coulissement et le
manchon (19) de palier enveloppe une partie (13) déformable réversiblement de la paroi,
caractérisé en ce qu'
une entretoise (20) est disposée entre le manchon (19) du palier et la partie (13)
déformable réversiblement.
2. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément (1) de transmission est guidé en étant appuyé à coulissement linéairement
à l'intérieur du boîtier (2).
3. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant la revendication 1 ou la
revendication 2,
caractérisé en ce que
l'élément (1) de transmission est guidé en étant appuyé à coulissement linéairement
à l'extérieur du boîtier (2).
4. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant l'une des revendications
1 à 3,
caractérisé en ce qu'
un deuxième palier de guidage est disposé sur un conducteur (6) de phase d'un appareil
de coupure.
5. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant l'une des revendications
1 à 4,
caractérisé en ce que
le premier palier de guidage guide une partie (2a) étanche au fluide pour la fermeture
d'une ouverture de la paroi.
6. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant l'une des revendications
1 à 5,
caractérisé en ce que
l'entretoise (20) peut coulisser par rapport au manchon (19) de palier.
7. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant l'une des revendications
4 à 6,
caractérisé en ce que
le deuxième palier de guidage et le premier palier de guidage, en étant disposés en
alignement l'un par rapport à l'autre, stabilisent un déplacement linéaire de l'élément
(1) de transmission.
8. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant l'une des revendications
1 à 7,
caractérisé en ce que
le boîtier (2) est un récipient résistant à la pression.
9. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant l'une des revendications
1 à 8,
caractérisé en ce qu'
un point (3) de coupure d'un appareil de coupure est disposé à l'intérieur du boîtier
(2).
10. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant la revendication 9,
caractérisé en ce que
le point (3) de coupure est appuyé au moins en partie sur le boîtier (2).
11. Agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant l'une des revendications
4 à 10,
caractérisé en ce que
le deuxième palier de guidage et le premier palier de guidage sont disposés en étant
isolés électriquement l'un de l'autre.
12. Appareil électrique de coupure ayant des pièces de contact de coupure pouvant être
entraînées relativement l'une par rapport à l'autre,
caractérisé en ce que
l'appareil de coupure a un agencement d'entraînement d'appareils de coupure suivant
l'une des revendications 1 à 11.