(19)
(11) EP 3 658 241 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
13.12.2023  Patentblatt  2023/50

(21) Anmeldenummer: 17752318.0

(22) Anmeldetag:  28.07.2017
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A62C 27/00(2006.01)
A62C 37/50(2006.01)
A62C 31/00(2006.01)
(52) Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) :
A62C 27/00; A62C 31/005; A62C 37/50
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2017/069120
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2019/020192 (31.01.2019 Gazette  2019/05)

(54)

FEUERLÖSCHSYSTEM MIT STEUERUNGSEINRICHTUNG

FIRE EXTINGUISHER SYSTEM WITH CONTROL DEVICE

SYSTÈME D'EXTINCTION D'INCENDIE AVEC DISPOSITIF DE COMMANDE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.06.2020  Patentblatt  2020/23

(73) Patentinhaber: Idex Europe GmbH
91058 Erlangen (DE)

(72) Erfinder:
  • SAUERBIER, Carsten
    91207 Lauf (DE)
  • KIRCHNER, Uwe
    91080 Marloffstein (DE)

(74) Vertreter: Stippl Patentanwälte 
Freiligrathstraße 7a
90482 Nürnberg
90482 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A1- 2013 105 010
US-B1- 6 651 900
US-A1- 2014 305 664
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Feuerlöschsystem umfassend eine Steuerungseinrichtung zum Betrieb des Feuerlöschsystems gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    Technologischer Hintergrund



    [0002] Bei einem Feuerlöscheinsatz wird das Feuerlöschfahrzeug zuerst in Position gebracht und der Brandherd zuerst mit Löschfluid bekämpft, welches sich in einem Tank des Feuerlöschfahrzeugs befindet. Hierdurch kann der Feuerlöscheinsatz so schnell es geht beginnen. Gleichzeitig wird, da der Tank nur ein begrenztes Volumen und somit nur eine begrenzte Zeit des Löschens ermöglicht, nach einer weiteren Quelle für Löschfluid gesucht. Hierbei handelt es sich üblicherweise um fest installierte Hydranten, Bachverläufe oder Seen. Diese bieten ein unbegrenztes Volumen an Löschfluid. Allerdings beanspruchen das Auffinden sowie der Anschluss einer entsprechenden Quelle für Löschfluid an das Feuerlöschsystem des Feuerlöschfahrzeugs eine gewisse Zeitspanne.

    [0003] Mit der Feuerlöschdüse am Ende des Wasserschlauchs bekämpft die Feuerwehrperson den Brandherd, in dem Löschfluid auf den Brandherd unter hohem Druck gespritzt wird. Beabsichtigt die Feuerwehrperson sich vom Brandherd zurückzuziehen, kann die Feuerlöschdüse derart betätigt werden, dass das Löschfluid nicht mehr nahezu unabgelenkt die Feuerlöschdüse verlässt sondern vielmehr eine Löschfluidwand gebildet wird, die die Feuerwehrperson vor einer Beeinträchtigung durch Flammen und/oder Hitze bei deren Rückzug schützt. Ist die Feuerwehrperson durch eine abrupte Unterbrechung der Löschfluidzufuhr nicht mehr in der Lage, eine Löschfluidwand zu bilden, besteht eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben der Feuerwehrperson. Infolgedessen muss die Feuerwehrperson stets darüber Kenntnis haben, wie viel Löschfluid sich noch im Tank befindet und ob eine Verbindung mit einer weiteren Quelle für Löschfluid bereits "steht". Nur hierdurch ist es gewährleistet, dass sich die Feuerwehrperson noch rechtzeitig vom Brandherd notfalls zurückziehen kann.

    [0004] Im Einsatz kann sich das Risiko dadurch noch erhöhen, dass eine oder sogar mehrere weitere Löschdüsen, die alle von einer Förderpumpe aus dem Tank für Löschfluid versorgt werden, in Betrieb genommen werden. Denn hierdurch kann die Entleerungsgeschwindigkeit des Löschfluidtanks abrupt stark ansteigen. Insofern kann es dazu kommen, dass die Feuerwehrperson nicht mehr die notwendige Zeit zur Verfügung hat, die Löschfluidwand zu bilden.

    [0005] Bei Löschfluid handelt es sich um Löschwasser oder ein Gemisch aus Löschwasser und einem Zusatz in Form von Schaum oder ähnlichem.

    Druckschriftlicher Stand der Technik



    [0006] Eine Steuerungseinrichtung zum Betrieb eines Feuerlöschsystems gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist z.B. aus der DE 689 02 671 T2 bekannt. Diese bekannte Steuerungseinrichtung umfasst ein Kabelkommunikationssystem mit einer im Wasserschlauch positionierten Übertragungsleitung für eine Nachrichtenverbindung von einer am führungsseitigen Ende des Wasserschlauchs stehenden Feuerwehrperson mit dem Bedienungspersonal auf Seiten des Feuerwehrwagens. Mit dem Kabelkommunikationssystem soll insbesondere eine Sprechverbindung ermöglicht werden. Hierzu sind im Helm der Feuerwehrperson ein Empfänger sowie ein Mikrofon untergebracht. Die Feuerwehrperson ist somit ausschließlich an die Kabelkommunikation mit dem Bedienungspersonal auf Seiten des Feuerwehrwagens angewiesen. Diese Idee soll demzufolge die Sprachkommunikation von Feuerwehrperson zu Bedienungsperson verbessern. Steht diese aus welchen Gründen auch immer, auch kurzfristig, nicht zur Verfügung, besteht ein erhöhtes Risiko für die Feuerwehrperson am Brandherd.

    [0007] Die EP 990 453 A1 zeigt eine Feuerlöschvorrichtung mit einer Löschpistole, die über einen Schlauch mit einer Hochdruckeinrichtung in Verbindung steht. Über ein Drei-Wege-Ventil ist das der Löschpistole gegenüberliegende Ende des Schlauches mit zwei Kammern verbunden, wobei die eine Kammer schaummittelfreies Löschwasser und die andere Kammer ein Wasser-Schaummittel-Gemisch aufnimmt. An der Löschpistole ist eine Betätigungsvorrichtung vorgesehen, die mit einer in den Schlauch integrierten elektrischen Leitung mit einer Basis in Verbindung steht.

    [0008] G 87 10 073.8 zeigt ein Schaumzumischgerät zur Feuerbekämpfung mit einem Schaummitteltank, einen Wassertank sowie einem Eingangsanschluss für einen Hydranten, See oder Fluss. Im Bereich des Eingangsanschlusses ist ein Umschaltventil mit einer verschwenkbaren Absperrklappe vorgesehen.

    [0009] Aus US 7,987,916 B2 ist eine Steuereinrichtung für eine Feuerlöscheinrichtung mit einem im Inneren oder an der Außenseite eines Feuerwehrautos angebrachten Steuerpanel bekannt. Mit dem Steuerpanel kann die Feuerwehrperson unterschiedliche Betriebsweisen der Feuerlöscheinrichtung auswählen. Zudem umfasst die Steuereinrichtung eine Einrichtung zur Feststellung des Drucks einer mit dem Tank verbundenen Förderpumpe. Ist der Tank leer, wird am Steuerpanel ein Warnsignal an die Bedienungsperson ausgegeben.

    [0010] Die WO 95/07526 zeigt ein elektro-optisches Gerät für das Erzeugen einer realen Einsatzszene bei der Feuerbekämpfung. Das Gerät umfasst eine Videokamera, die im Helm einer Feuerwehrperson untergebracht sein kann. Die aufgezeichneten Daten werden an eine Datenzentrale übertragen. Dort werden die übertragenen Daten mit gespeicherten Daten, z. B. genauen Positionsdaten, zur Unterstützung des Feuerlöscheinsatzes kombiniert.

    [0011] In der DE 10 2008 004 785 A1 wird ein tragbares System zum Schutz sowie Orientierung von Feuerwehrkräften in Gebäuden beschrieben. Das System umfasst u. a. eine Infrarotkamera zur Aufnahme von Wärmebilddaten sowie eine Anzeigeeinrichtung. Die Anzeigeeinrichtung kann als Head-up-Display im Helm der Feuerwehrperson untergebracht sein. Die Daten werden unmittelbar von der Wärmebildkamera per Funk an das Head-up-Display übertragen.

    [0012] Aus der DE 20 2015 002 738 U1 ist ein Feuerlöschgerät mit einer über einen Löschmittelschlauch verbundenen Löschpistole bekannt, wobei an der Löschpistole ein Sensor in Gestalt einer Wärmebildkamera oder eines anderen Wärmeerfassungsgeräts montiert ist und die optische Achse des Sensors etwa parallel zur Düsenrohrachse der Löschmittelpistole verläuft. Der Sensor kann über eine Antenne mit einem Empfangsgerät über eine Funkverbindung verbunden sein. Das Empfangsgerät kann entweder ein an der Löschpistole angeordnetes Display oder eine von der Feuerwehrperson am Helm getragene Bilderzeugungseinrichtung sein, zu der die Daten per Funkverbindung übertragen werden.

    [0013] Die DE 35 17 284 C2 beschreibt eine Vorrichtung zur Abgabe eines mit einem Zusatzmittel vermischten Löschmittels. Die Vorrichtung umfasst eine Löschmittelpistole am Ende einer Schlauchleitung, an der ein Taster angeordnet ist, mit dem die die Löschpistole bedienende Feuerwehrperson einen Vormischer zum Zusetzen von Zusatzmittel zum Löschmittel direkt aktivieren kann. Der Taster ist über in der Schlauchleitung positionierte Leitungen mit einer Steuervorrichtung verbunden.

    [0014] Bei dem in der US 8,418,773 B2 beschriebenen Steuerungssystem für den Feuerwehreinsatz bedient die am Ende der Schlauchleitung stehende Feuerwehrperson eine Anzeige und Bedienpanel, welches per Funk mit einer am Feuerwehrfahrzeug befindlichen Basisstation in Verbindung steht. Das Anzeige und Bedienpanel ermöglicht es der Feuerwehrperson, die Versorgung mit Löschmittel alleine d. h. ohne Mithilfe einer zusätzlichen am Feuerwehrfahrzeug befindlichen Person zu steuern. Die Übertragung per Funk unterliegt allerdings häufig Störungen, die zu einer erheblichen Gefährdung der Feuerwehrperson führen können, insbesondere wenn sich z. B. ein Brandherd innerhalb eines Gebäudes befindet und Stahlbetondecken eine Funkübertragung behindern. Die Feuerwehrperson muss den Tank wegschalten, wenn der Tank leer ist.

    [0015] Ferner offenbart die US 9,220,935 B2 eine Düse für den Feuerwehreinsatz mit einem unmittelbar an der Düse vorgesehenen Display zur Anzeige unterschiedlicher Parameter. Die Anzeige steht mit entfernten Komponenten in kommunikationsfähiger Verbindung. Auf dem Display angezeigt werden zum einen das im Wassertank befindliche Wasservolumen sowie zum anderen der Wasserdruck in der Zuleitung zum ortsfesten Wasserreservoir. Die Feuerwehrperson ist in Kenntnis der Wassermenge gezwungen, daraus die verbleibende Zeit zu errechnen, die vergeht, bis der Tank leer ist. Darüber hinaus kann sich die Entleergeschwindigkeit des Tanks plötzlich erhöhen, falls über den Tank ein zusätzlicher Löschschlauch mit Löschfluid versorgt wird. Auch weiß die Feuerwehrperson am ersten Löschfluidschlauch nicht, wie intensiv der Verbrauch an Löschfluid am neu in Betrieb genommenen zweiten Löschfluidschlauch sein wird.

    [0016] Die US 6,651,900 B1 offenbart eine tragbare Feuerlöschpumpe, mit der Wasser über eine Saugleitung einer ortsfesten Wasserquelle abgesaugt und über Zuleitungen einzelnen Löschdüsen unter Druck zugeführt werden kann. An den Löschdüsen befindet sich jeweils eine Steuerungseinheit, welche ein Display umfasst. Ferner findet eine kabelgebundene Signalübertragung zwischen der Feuerlöschpumpe und den Steuerungseinheiten der Löschdüsen mittels einer Frequenzmodulation (FM) bzw. Amplitudenmodulation (AM) auf den Stromleitungen statt. Die Steuerungseinheit der Löschdüse kann über eine Steckverbindung mit einem kabelgebundenen Headset verbunden werden, sodass die Bedienperson der Löschdüse mit einer Bedienperson der Feuerlöschpumpe kommunizieren kann.

    [0017] Die US 2014/0305664 A1 beschreibt ein Verfahren zur Einstellung eines optimalen Drucks an einer Löschdüse und zur Aufrechterhaltung desselben. Hierfür umfasst die Löschdüse einen Drucksensor, welcher die ermittelten Sensordaten über eine bidirektionale Funkverbindung direkt an ein entfernt positioniertes Feuerwehrfahrzeug oder eine entfernt positionierte Feuerlöschpumpe übermittelt. Ferner umfasst die Feuerlöschdüse einen Push-to-Talk-Knopf oder eine Spracherkennung zur direkten Funkkommunikation zwischen der Bedienperson der Löschdüse und der Bedienperson der Feuerlöschpumpe.

    [0018] Die US 2013/105010 A1 offenbart ein automatisches Pumpenkontrollsystem mit einer Kreiselpumpe, welche mit einer Zuleitung verbunden ist. Die Zuleitung ist mit einem Wassertank und einer Fluidquelle, z. B. einem Hydranten, verbunden. Des Weiteren umfasst die Zuleitung ein Ventil, welches die Strömung von der Fluidquelle zu der Kreiselpumpe steuert. Ein Einwege-Absperrventil steuert die Strömung vom Wassertank hin zu der Kreiselpumpe. Das Pumpenkontrollsystem umfasst ferner eine Drahtloskommunikation zwischen einer Operationszentrale und einem Benutzerinterface. Das Benutzerinterface kann sich an einer Löschdüse, einem Feuerwehrfahrzeug oder als Head-up-Display am Helm einer Feuerwehrperson befinden. Der Helm kann zusätzlich ein Headset umfassen. Die Drahtloskommunikation findet hierbei zwischen der Operationszentrale und der sich entfernt zur Operationszentrale befindlichen Löschdüse bzw. zwischen der Operationszentrale und dem Helm einer Feuerwehrperson, welche sich ebenfalls entfernt zur Operationszentrale befinden kann, statt.

    Aufgabe der vorliegenden Erfindung



    [0019] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine neue gattungsgemäße Steuerungseinrichtung zum Betrieb eines Feuerlöschsystems zur Verfügung zu stellen, welches bei einfacher konstruktiver Umsetzung eine erhöhte Sicherheit der an der Feuerlöschdüse befindlichen Feuerwehrperson bietet.

    Lösung der Aufgabe



    [0020] Die vorstehende Aufgabe wird durch ein Feuerlöschsystem gemäß Anspruch 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Feuerlöschsystems sind in den abhängigen Ansprüchen beansprucht.

    [0021] Dadurch, dass vom Controller die Daten per Steuerleitungsmittel in den Bereich der Löschdüse übertragen werden und erst dort eine Funkübertragung über eine sehr kurze Wegstrecke von einem Punkt im Bereich der Löschdüse hin zum Helm der Feuerwehrperson erfolgt, können Störungen aufgrund von Einflüssen wie Stahlbetondecken und/oder -wände oder dergleichen besonders wirksam vermieden werden. Gleichzeitig ist es komfortabel, da keine Kabel oder dergleichen verwendet werden müssen. Erfindungsgemäß wird in einem Display der zeitaktuelle Füllzustand des Tanks mit Löschfluid und/oder die verbleibende Zeit des Freisetzens von Löschfluid aus dem Tank angezeigt.

    [0022] Dadurch, dass als Display zweckmäßigerweise ein Head-up-Display vorgesehen ist, ist stets eine für die Feuerwehrperson im Einsatz besonders gute Sichtbarkeit der Informationen der Operationszentrale vor allem auch unter oftmals erschwerten Sehverhältnissen bedingt z. B. durch besonders schlechte Lichtverhältnissen, Qualm oder Ruß sichergestellt.

    [0023] Erfindungsgemäß werden die im Display auf der Basis der Funksignale angezeigten Informationen simultan, in einem weiteren Display angezeigt, welches sich im Bereich der Operationszentrale befindet. Hierdurch die in der Operationszentrale dienende Feuerwehrperson stets die Kontrolle über die am Display der Feuerwehrperson am Brandherd erscheinenden Informationen.

    [0024] Gemäß einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist zusätzlich eine Datenschnittstelle vorgesehen, die eine parallele Datenübertragung zwischen Steuerleitung und Display über ein Kommunikationskabel ermöglicht. Hierdurch ist eine Notfallbackup-Einrichtung vorhanden.

    [0025] Gemäß einer zweckmäßigen Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist im Display der Feuerwehrperson mindestens eine der folgenden von der Operationszentrale zur Verfügung gestellten Informationen anzeigbar:
    • ein Zustandshinweis in Bezug auf das Existieren und/oder Nichtexistieren einer Förderverbindung von Löschfluid von der ortsfesten (unbegrenzten) Löschfluidquelle zur Feuerlöscheinrichtung,
    • ein Zustandshinweis in Bezug auf das Existieren und/oder Nichtexistieren einer Funkverbindung und/oder
    • ein Alarmsignal.


    [0026] Die Funkverbindung kann alternativ auch bidirektional ausgestaltet sein, sodass mittels der mit der Steuerleitung im Endbereich der Löschdüse in Verbindung stehenden Funkeinrichtung auch Funksignale empfangen werden können, die von der von der Feuerwehrperson mitgeführten Funkeinrichtung ausgesendet werden. Beispielsweise kann hierdurch eine Sprachkommunikationsverbindung und/oder sogar ein Sprachbedienvorrichtung zur Operationszentrale aufgebaut werden.

    [0027] Insbesondere können Audio- und/oder Videokommunikationen in einer oder sogar beiden Richtungen übertragen werden. Demzufolge kann die Steuereinrichtung auch zur Durchführung einer bidirektionalen Sprachkommunikation verwendet werden.

    [0028] Bei der Löschdüse handelt es sich entweder um eine von der Feuerwehrperson portable Löschdüse, die am Ende eines flexiblen Schlauchs angebracht ist, oder alternativ um eine auf einer Grundlage fest montierten Löschdüse (im Fachjargon auch "Monitor" genannt).

    [0029] Dadurch, dass die erste Zuleitung zum Tank und die zweite Zuleitung zur ortsfesten Löschfluidquelle mit einem der Förderpumpe vorgeschalteten, druckgesteuerten Mehrwegeventil verbunden sind, kann das Umschalten des Löschfluidstroms vom Tank auf die ortsfeste Löschfluidstelle automatisiert erfolgen. Hierdurch ist es nicht mehr notwendig, dass die Feuerwehrperson Ventile in den Zuleitungen der Förderpumpe überwacht und eine Abschaltung der jeweiligen Zuläufe vornimmt. Die Umschaltung erfolgt mit dem Mehrwegeventil, vorzugsweise druckgesteuert, selbsttätig, ohne dass der Mensch als Bedienungsperson in den Prozess eingreifen muss.

    [0030] Zweckmäßigerweise erfolgt die Ansteuerung des Mehrwegeventils über den in der zweiten Zuleitung am Mehrwegeventil anstehenden Druck. In der Grundstellung des Mehrwegeventils wird somit zunächst im Betrieb des Feuerlöschsystems der Tank entleert und, wenn in der zweiten Zuleitung der festgelegte Druck am Mehrwegeventil ansteht, die Zufuhr von Löschfluid vom Tank weg auf die ortsfeste Löschfluidquelle umgeschaltet.

    [0031] Dadurch, dass der in der zweiten Zuleitung am Mehrwegeventil anstehende Druck mit einer separaten Pumpe festlegbar ist, kann die Drucksteuerung des Mehrwegeventils auch dann zum Einsatz kommen, wenn das von der ortsfesten Löschfluidquelle stammende Löschfluid nicht unter Druck steht (wie z.B. bei einem Hydranten), sondern angesaugt werden muss.

    [0032] Zweckmäßigerweise erfolgt die Umschaltung des Mehrwegeventils bei einem Druckschwellwert, welcher einstellbar ist.

    [0033] Zweckmäßigerweise handelt es sich bei dem Mehrwegeventil um ein Mehrwegeventil, dessen druckabhängiger Schaltpunkt durch ein elastisches Element, z.B. eine Feder, und/oder durch magnetische Mittel festgelegt ist.

    [0034] Alternativ oder zusätzlich zu den im Display anzeigbaren Informationen kann bei Bedarf auch die Schaltstellung des Mehrwegeventils im Display anzeigbar sein.

    [0035] Dadurch, dass eine Rückleitung von der Förderpumpe zum Tank vorgesehen ist, wird ermöglicht, dass während des Bezugs von Löschfluid von der ortsfesten Löschfluidquelle ein gewisser Prozentsatz der geförderten Löschfluidmenge wieder zurück in den Tank geführt werden kann, wodurch dieser während des Löscheinsatzes wieder aufgefüllt werden kann.

    Beschreibung der Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen



    [0036] Zweckmäßige Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung werden nachstehend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine stark vereinfachte Darstellung einer typischen Feuerwehreinsatzsituation bei der Bekämpfung eines Brandherds;
    Fig. 2
    eine stark vereinfachte schematische Darstellung einer Steuerungseinrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung;
    Fig. 3
    eine stark vereinfachte schematische Darstellung des Bereichs der Kommunikationsbrücke zwischen der Löschdüse und dem im Helm der Feuerwehrperson vorgesehenen Display;
    Fig. 4
    eine stark vereinfachte schematische Darstellung des Einsatzes eines Mehrwegeumschaltvenils und zwar in der Schaltstellung Förderung von Löschfluid aus dem Tank (Fig. 4a) sowie in der Schaltstellung Förderung von Löschfluid über die ortsfeste Löschfluidquelle (Fig. 4b), sowie
    Fig. 5
    eine stark vereinfachte schematische Darstellung der Anzeige in dem von der Feuerwehrperson mitgeführten Display.


    [0037] Fig. 1 zeigt eine typische Feuerwehreinsatzsituation bei der Bekämpfung eines in einem Kellerraum eines Gebäudes ausgebrochenen Feuers. Nach dem Eintreffen des Feuerwehrfahrzeuges 1 begibt sich eine Feuerwehrperson mit dem Schlauch 3 in den Keller des Gebäudes und setzt über die Löschdüse 4 Löschfluid zur sofortigen Brandbekämpfung frei. Das Löschfluid wird hierbei aus einem im Feuerwehrfahrzeug 1 befindlichen Tank bezogen. Hierdurch ist es möglich, sogleich nach Eintreffen des Feuerwehrfahrzeuges 1 mit der Bekämpfung des Brandherds zu beginnen. Gleichzeitig suchen weitere Feuerwehrpersonen in der Umgebung nach einer unbegrenzten Löschfluidquelle 2, wie z. B. einen Hydranten, einen See 27 oder einen Wasserlauf. Hierbei kann erhebliche Zeit vergehen. Sobald eine unbegrenzte Löschfluidquelle gefunden worden ist, wird diese über eine Versorgungsleitung mit dem Feuerwehrfahrzeug 1 verbunden. Der am Brandherd befindliche Schlauch 3 kann dann mit Löschfluid aus der unbegrenzten Löschfluidquelle versorgt werden.

    [0038] Zur Brandbekämpfung sind bei einem Feuerwehrfahrzeug 1 üblicherweise mehrere Schläuche vorgesehen, die nach Bedarf auch gleichzeitig zum Einsatz kommen können. In Fig. 1 ist der Übersichtlichkeit halber lediglich ein zweiter Schlauch mit einer an dessen Ende angeordneten Löschdüse dargestellt. Diese Löschdüse wird von einer weiteren Feuerwehrperson bedient.

    [0039] Zur Brandbekämpfung kann die Feuerwehrperson die Löschdüse 4 manuell so einstellen, dass das Löschfluid die Löschdüse 4 mit geringem Öffnungswinkel freisetzt. Hierdurch kann eine maximale Löschwirkung auf den Brandherd erzielt werden. Sofern allerdings der Brandherd sich trotz der Brandbekämpfung ausbreitet und die Feuerwehrperson bedroht, kann die Feuerwehrperson die Löschdüse 4 manuell derart verstellen, dass das Löschfluid die Löschdüse 4 mit sehr großem Öffnungswinkel freisetzt. Hierdurch kann sich die Feuerwehrperson vor Feuer und/oder großer Hitze schützen und das Gebäude sicher verlassen. Beide Betriebsweisen der Löschdüse 4 sind in Fig. 1 schematisch dargestellt. Kommt es zu einer unvorhergesehenen Unterbrechung der Zuführung von Löschfluid, kann die Feuerwehrperson unvermittelt in eine lebensbedrohliche Lage gelangen, da sie Löschfluid mit sehr großem Öffnungswinkel zu ihrem Schutz nicht mehr freisetzen kann.

    [0040] Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Prinzipschaltbilddarstellung der Steuerungseinrichtung des erfindungsgemäßen Feuerlöschsystems. Die von der gestrichelten Linie umgebenen Komponenten befinden sich hierbei vorzugsweise im Bereich der Feuerlöscheinrichtung, d. h. im Bereich des Feuerlöschfahrzeugs 1. Die Komponenten umfassen einen Controller 11 mit einer Mehrzahl von Steuer- und/oder Signalleitungen (punktierte Linien), die mit unterschiedlichen Funktionskomponenten der Gesamtanlage in Verbindung stehen. Gezeigt sind insbesondere der Tank 8 zur Bereitstellung von Löschfluid unmittelbar am Feuerlöschfahrzeug 1.

    [0041] Der Tank 8 steht über eine erste Zuleitung 7 mit der Förderpumpe 5, z. B. einer Kreiselpumpe, in Verbindung.

    [0042] Daneben ist eine zweite Zuleitung 9 vorgesehen, die mit einer Versorgungsleitung in Verbindung steht und die Förderpumpe 5 mit Löschfluid aus der ortsfesten Löschfluidquelle 2 versorgt.

    [0043] Die erste Zuleitung 7 sowie die zweite Zuleitung 9 münden in ein der Förderpumpe 5 vorgeschaltetes, vorzugsweise druckgesteuertes Mehrwegeventil 10. Das Mehrwegeventil 10 sorgt somit abhängig von dem an der zweiten Zuleitung 9 anstehenden Druck für eine Umschaltung des Zustroms zur Förderpumpe 5 von dem Tank 8 auf die ortsfeste Löschfluidquelle 2. Die Drucksteuerung 30 des Mehrwegeventils 10 ist in Fig. 2 lediglich schematisch dargestellt.

    [0044] Über die Förderpumpe 5 wird der Schlauch 3, an dessen Ende sich eine portable Löschdüse 4 befindet, mit Löschfluid versorgt. Der Übersichtlichkeit halber ist lediglich ein einziger zusätzlicher Schlauch mit Löschdüse in Fig. 2 gezeigt. Es können jedoch auch je nach Bedarf eine Mehrzahl von Löschdüsen sowie zugehörige Schläuche, die über die Förderpumpe 5 mit Löschfluid versorgt werden, vorgesehen sein. Im Bereich einer jeden Zuleitung zur Löschdüse befindet sich ein Ventil 31, 32, welches jeweils mit dem Controller 11 über eine Steuer- und/oder Signalleitung in Verbindung steht und über den Controller 11 betätigt werden kann.

    [0045] Der Ausgang der Förderpumpe 5 ist darüber hinaus mit einer Rückleitung 33 verbunden, über die, ebenfalls gesteuert über ein mit dem Controller 11 verbundenes Ventil 34, Löschfluid der ortsfesten Löschfluidquelle 2 in den Tank 8 zurückgeführt werden kann, um diesen wieder aufzufüllen.

    [0046] Die Bezugsziffer 29 bezeichnet eine Einrichtung zur Förderpumpensteuerung bzw. einen sog. "Druck-Governor". Dieser ist in der Lage, die Pumpenleistung an die erforderlichen Ausgabemengen an Löschfluid anzupassen. Wird beispielsweise durch Inbetriebnahme eines weiteren Schlauchs bzw. einer weiteren Löschdüse ein Druckabfall bewirkt, steuert die Einrichtung 29 zur Förderpumpensteuerung die Pumpenleistung derart, dass letztere hochgefahren wird, um den Förderdruck von Löschfluid in dem jeweiligen Schlauch wieder an das vorherige Maß anzupassen.

    [0047] Bezugsziffer 26 in Fig. 2 bezeichnet eine weitere Pumpe, die dazu vorgesehen ist, die Druckverhältnisse in der zweiten Zuleitung 9 von der ortsfesten Löschfluidquelle 2 zur Förderpumpe 5 festzulegen, sofern eine nicht unter Druck stehende Löschfluidquelle 2 gefunden worden ist. Vorzugsweise handelt es sich bei der Pumpe 26 um eine Art Luftpumpe oder Saugpumpe, die dazu vorgesehen ist, in der zweiten Zuleitung 9 die Druckverhältnisse derart zu beeinflussen, dass Löschfluid beispielsweise aus einem tieferliegenden See- oder Wasserlauf über die Zuleitung 9 zum (ggf. auch höher befindlichen) Mehrwegeventil 10 hin strömt. Die durch die Pumpe 26 geschaffenen Druckverhältnisse in der zweiten Zuleitung 9 am Eingang zum Mehrwegeventil 10 werden für die Auslösung des Schaltvorgangs desselben genutzt. Hierdurch kann ein selbsttätiges Umschalten der Steuerungseinrichtung erfolgen, sobald eine lokale Löschfluidquelle 2 gefunden und mit der Feuerlöscheinrichtung verbunden worden ist.

    [0048] Wie aus Fig. 2 weiter hervorgeht, steht der Controller 11 über Steuerleitungsmittel 12 mit einer mit der Steuerleitung 12 verbundenen Funkeinrichtung 13 im Bereich der Löschdüse 4 in Verbindung. Die Steuerleitungsmittel 12 können entweder am Schlauch 3 auf dessen Ummantelung befestigt sein oder aber in die Schlauchwand integriert sein. Bei dem Steuerleitungsmittel 12 handelt es sich vorzugsweise um einen elektrischen Leiter zur Übertragung von elektrischen Signalen, Daten und/oder zur Energieversorgung. Bei der Funkeinrichtung handelt es sich vorzugsweise um ein Funkmodul zur Datenübertragung zwischen Sender und Empfänger über kurze Distanz, wie z.B. WPAN oder WLAN. Diese Art der Funkübertragungstechnik zielt darauf ab, vorzugsweise den Arbeitsbereich um die Funkeinrichtung 13 herum abzudecken.

    [0049] Ferner ist eine von der die Löschdüse 4 bedienenden Feuerwehrperson mitzuführende Funkeinrichtung 14 vorgesehen, die in der Lage ist, die von der Funkeinrichtung 13 ausgesendeten Funksignale 15 zu empfangen und in einem von der die Löschdüse 4 bedienenden Feuerwehrperson mitzuführenden Display 16, vorzugsweise in Form eines Head-up-Displays, anzuzeigen. Hierdurch wird lediglich ein sehr kurzer Übertragungsweg der Daten per Funk unmittelbar im Arbeitsbereich der Feuerwehrperson begründet, die aufgrund dessen eine wesentlich geringere Anfälligkeit gegenüber Störungen aufweist. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung wird eine Datenübertragung lediglich in einer Richtung vorgenommen, wie es durch den aus Fig. 2 ersichtlichen Richtungspfeil der Funksignale 15 verdeutlicht ist.

    [0050] Sofern das Display 16, wie in Fig. 2, als Head-up-Display im Helm 6 der Feuerwehrperson ausgestaltet ist, bietet dies für die Feuerwehrperson im Einsatz besonders gute Sichtverhältnisse in Bezug auf von der Operationszentrale stammende Informationen, vor allem auch unter oftmals erschwerten Sehverhältnissen, die z. B. durch schlechte Lichtverhältnisse, Qualm, Ruß oder dergleichen bedingt sind.

    [0051] Zur Datenversorgung der Funkeinrichtung 13 kann ein (nicht dargestellter) Akku an der Löschdüse 4 oder im Bereich derselben vorgesehen sein. Alternativ kann die Funkeinrichtung 13 auch über die Steuerungsmittel 12 oder über (ebenfalls nicht dargestellte) zusätzliche elektrische energieführende Leitungsmittel, die ebenfalls im oder am Schlauch 3 verlaufen, mit elektrischer Energie versorgt werden.

    [0052] Vorzugsweise können die im Display 16 angezeigten Informationen, vorzugsweise zeitgleich, in einem Display 17 der Feuerlöscheinrichtung bzw. des Feuerlöschfahrzeugs 1 angezeigt werden, sodass die Bedienungsperson am Feuerwehrfahrzeug zeitgleich die der Feuerwehrperson an der Löschdüse 4 übermittelten Daten bzw. Informationen sieht.

    [0053] Fig. 3 zeigt eine weitere Ausgestaltung der Kommunikationsbrücke zwischen Löschdüse 4 und Display 16. Hierbei kann zusätzlich eine Datenschnittstelle 18 vorgesehen sein, die es erlaubt, zusätzlich eine Kabelverbindung von der Steuerleitung 12 zum Display 16 vorzunehmen. Hierzu können als Datenschnittstelle 18 mindestens eine, vorzugsweise zwei Steckkontaktverbindungen 18a, 18b vorgesehen sein. Die zusätzliche Datenschnittstelle 18 dient lediglich als Backup-Position für den Notfall.

    [0054] Das als Head-up-Display im Helm 6 der Feuerwehrperson vorgesehene Display 16 ist über eine (in Fig. 3 nicht dargestellte) Energiequelle, z. B. einen wieder aufladbaren Akku, verbunden. Die erfindungsgemäß kurze Funkübertragungsbrücke im Bereich der Löschdüse 4 ermöglicht es in einfacher Weise, die zusätzliche Datenübertragung über ein Kommunikationskabel 19 als Backup-Position vorzusehen.

    [0055] Zusätzlich ermöglicht es die Erfindung in einer weiteren Ausgestaltung auch, eine bidirektionale Datenübertragung zwischen dem ersten und zweiten Funkeinrichtung 13 bzw. 14 einzurichten. Vorzugsweise können neben Daten für die Anzeige im Display 16 auch Sprachdateien sowohl von der die Löschdüse 4 bedienenden Feuerwehrperson zum Controller 11 und/oder Sprachdateien von der Feuerwehrperson am Controller 11 zur Feuerwehrperson an der Löschdüse 4 übertragen werden.

    [0056] Die Darstellung gemäß Fig. 4a zeigt die Schaltstellung des Mehrwegeventils 10 bei Versorgung der Förderpumpe 5 durch Löschfluid aus dem Tank 8. Die Zufuhr von Löschfluid aus dem Tank 8 muss solange aufrechterhalten bleiben, bis die Versorgung der Förderpumpe 5 über eine ortsfeste Löschfluidquelle 2 steht. Hierfür in Frage kommen entweder ein fest installierter Hydrant 28 oder ein See 27 bzw. ein Bach, Fluss oder dergleichen.

    [0057] Sofern ein Hydrant 28 vorhanden ist, wird der zweite Zulauf 9 der Förderpumpe 5 mit dem Anschluss des Hydranten 28 verbunden. Beispielsweise hat Löschwasser aus einem Hydranten einen Druck von ca. 3 bar. Das Löschwasser wird somit nach Öffnen des Hydranten 28 mit diesem Druck am Mehrwegeventil 10 über die zweite Zuleitung 9 anstehen. Der Druck bedingt ein Umschalten des Mehrwegeventils 10 von der in Fig. 4a in die in Fig. 4b gezeigte Schaltstellung. Hierbei kann es je nach Bedarf zweckmäßig sein, dass die Pumpe 26 den im zweiten Zulauf 9 entstehenden Druck auf den erforderlichen Druck bzw. Druckbereich einstellt.

    [0058] Die Pumpe 26 ist aber insbesondere dann von Wichtigkeit, wenn kein Hydrant 28, sondern lediglich ein Gewässer, wie z. B. ein See 27, zur Verfügung steht. Hierbei ist es oft so, dass die Wasseroberfläche des Sees tieferliegt als das Feuerwehrfahrzeug 1, sodass durch Betätigung der Pumpe 26 die Druckverhältnisse in der zweiten Zuleitung 9 derart beeinflusst werden, dass das Löschwasser aus dem See 27 über das Mehrwegeventil 10 zur Förderpumpe 5 gelangen kann.

    [0059] Zur Drucksteuerung 30 des Mehrwegeventils 10 kann ein elastisches Element 25, z.B. eine Feder, vorgesehen sein, mittels welchem das Mehrwegeventil 10 in der in Fig. 4a gezeigten Schaltstellung vorgespannt gehalten wird. Alternativ oder zusätzlich kann zur Drucksteuerung des Mehrwegeventils 10 auch ein (nicht dargestelltes) magnetisches Element vorgesehen sein.

    [0060] Die Darstellung in Fig. 5 zeigt das Display 16, vorzugsweise Head-up-Display, im Helm 6 der Feuerwehrperson. Über das Display 16 können zweckmäßigerweise folgende Informationen einzeln oder in beliebiger Kombination wiedergegeben werden:
    • der zeitaktuelle Füllstand 20 des Tanks 8 mit Löschfluid,
    • die verbleibende Zeit 21 des Freisetzens von Löschfluid aus dem Tank 8,
    • ein Zustandshinweis 22 in Bezug auf das Existieren einer Förderverbindung von Löschfluid von der ortsfesten Löschfluidquelle 2 zur Feuerlöscheinrichtung,
    • ein Zustandshinweis 22 in Bezug auf das Nichtexistieren einer Förderverbindung von Löschfluid von der ortsfesten Löschfluidquelle 2 zur Feuerlöscheinrichtung,
    • ein Zustandshinweis 23 in Bezug auf das Existieren und/oder Nichtexistieren einer Funkverbindung und/oder
    • ein Alarmsignal 24 und/oder
    • die Schaltstellung des Mehrwegeventils 10.

    BEZUGSZEICHENLISTE



    [0061] 
    1
    Feuerwehrfahrzeug
    2
    ortsfeste Löschfluidquelle
    3
    Schlauch
    4
    Löschdüse
    5
    Förderpumpe
    6
    Helm
    7
    erste Zuleitung
    8
    Tank
    9
    zweite Zuleitung
    10
    Mehrwegeventil
    11
    Controller
    12
    Steuerleitung
    13
    erstes Funkmodul
    14
    zweites Funkmodul
    15
    Funksignale
    16
    Display
    17
    Display
    18
    Datenschnittstelle
    18a
    Steckkontaktverbindung
    18b
    Steckkontaktverbindung
    19
    Kommunikationskabel
    20
    zeitaktueller Füllstand
    21
    verbleibende Zeit
    22
    Zustandshinweis Förderverbindung
    23
    Zustandshinweis Funkverbindung
    24
    Alarmsignal
    25
    federelastisches Element
    26
    Pumpe
    27
    See
    28
    Hydrant
    29
    Förderpumpensteuerung
    30
    Drucksteuerung
    31
    Ventil
    32
    Ventil
    33
    Rückleitung
    34
    Ventil



    Ansprüche

    1. Feuerlöschsystem umfassend eine Steuerungseinrichtung zum Betrieb des Feuerlöschsystems, wobei das Feuerlöschsystem folgendes umfasst:

    mindestens einen Schlauch (3) mit einer am Ende des Schlauchs (3) angeordneten Löschdüse (4), mittels der ein unter Druck gefördertes Löschfluid freigesetzt werden kann,

    eine Förderpumpe (5) zur unter Druck erfolgenden Förderung des Löschfluids in dem Schlauch (3) hin zur Löschdüse (4),

    eine zweite Zuleitung (9) zur Förderpumpe (5) von einer ortsfesten Löschfluidquelle (2),

    wobei die Steuerungseinrichtung folgendes umfasst:

    einen als Operationszentrale dienenden, entfernt zur Löschdüse (4) positionierten Controller (11),

    ein Display (16),

    wobei eine Funkeinrichtung (13) vorgesehen ist, die in der Lage ist, Signale in Funksignale (15) umzuwandeln und auszusenden,

    wobei eine von der Bedienungsperson der des Feuerlöschsystems mitzuführende Funkeinrichtung (14) vorgesehen ist, die in der Lage ist, die von der Funkeinrichtung (13) ausgesendeten Funksignale (15) zu empfangen, und

    wobei das von der Bedienungsperson der Löschdüse (4) mitzuführende Display (16) dazu vorgesehen ist, um auf der Basis der übertragenen Funksignale beruhende Informationen anzuzeigen

    wobei das Feuerlöschsystem eine erste Zuleitung (7) zur Förderpumpe (5) von einem Tank (8) einer Feuerlöscheinrichtung, insbesondere eines Feuerlöschfahrzeugs (1), umfasst,

    wobei die Steuerungseinrichtung derart hergerichtet ist, dass im Display (16) der zeitaktuelle Füllzustand (20) des Tanks (8) mit Löschfluid und/oder die verbleibende Zeit (21) des Freisetzens von Löschfluid aus dem Tank (8) angezeigt werden und

    wobei die im Display (16) auf der Basis der Funksignale angezeigten Informationen simultan in einem weiteren Display (17) angezeigt werden, welches sich im Bereich der Operationszentrale befindet,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    vom Controller (11) die Daten per Steuerleitungsmittel (12) in den Bereich der Löschdüse (4) übertragen werden,

    die Steuerleitungsmittel (12) von dem Controller (11) entlang des Schlauches (3) bis in den Bereich des düsenseitigen Endes des Schlauchs (3) verlaufen,

    im Bereich der Löschdüse (4) eine mit den Steuerleitungsmittel (12) verbundene Funkeinrichtung (13) vorgesehen ist, die in der Lage ist, Signale aus den Steuerleitungsmittel (12) in Funksignale (15) umzuwandeln und auszusenden, und

    die über die Steuerleitungsmittel (12) übertragenen Daten per Funk von der Funkeinrichtung (13) hin zur Funkeinrichtung (14) der Bedienungsperson übertragbar sind.


     
    2. Feuerlöschsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Display (16) ein Head-up-Display vorgesehen ist.
     
    3. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich eine Datenschnittstelle (18) vorgesehen ist, die eine Datenübertragung zwischen Steuerleitungsmittel (12) und Display (16) über ein Kommunikationskabel (19) ermöglicht.
     
    4. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Display (16, 17) mindestens eine der folgenden Informationen angezeigt werden:

    Zustandshinweis (22) in Bezug auf das Existieren und/oder Nichtexistieren einer Förderverbindung von Löschfluid von der ortsfesten Löschfluidquelle (2) zur Feuerlöscheinrichtung,

    Zustandshinweis (23) in Bezug auf das Existieren und/oder Nichtexistieren einer Funkverbindung und/oder

    ein Alarmsignal (24).


     
    5. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Funkeinrichtung (13) von der Funkeinrichtung (14) ausgesendete Funksignale empfangen werden können.
     
    6. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass über die Steuerleitungsmittel (12), der Funkeinrichtung (13) und der Funkeinrichtung (14) ein bidirektionaler Sprachkommunikationskanal durchführbar ist.
     
    7. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei der Löschdüse m eine von der Feuerwehrperson portable Löschdüse (4) oder um eine fest montierte Löschdüse handelt.
     
    8. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der ersten Zuleitung (7) und zweiten Zuleitung (9) ein der Förderpumpe (5) vorgeschaltetes, vorzugsweise druckgesteuertes Mehrwegeventil (10) vorgesehen ist.
     
    9. Feuerlöschsystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das druckgesteuerte Mehrwegeventil (10) über den in der zweiten Zuleitung (9) am Mehrwegeventil (10) anstehenden Druck steuerbar ist.
     
    10. Feuerlöschsystem nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der in der zweiten Zuleitung (9) am Mehrwegeventil (10) anstehende Druck mit einer Pumpe (26) festlegbar ist.
     
    11. Feuerlöschsystem nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung des Mehrwegeventils (10) bei einem Druckschwellwert erfolgt und der Druckschwellwert einstellbar ist.
     
    12. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der Ansprüche 8-11, dadurch gekennzeichnet, dass im belasteten Zustand des Mehrwegeventils (10) zwischen Tank (8) und Pumpe (5) eine Strömungsverbindung (Grundstellung) besteht.
     
    13. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der Ansprüche 8-12, dadurch gekennzeichnet, dass das Mehrwegeventil (10) federbelastet und/oder magnetbelastet ist.
     
    14. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der Ansprüche 8-13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstellung des Mehrwegeventils (10) im Display (16) anzeigbar ist.
     
    15. Feuerlöschsystem nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückleitung (33) von der Förderpumpe (5) zum Tank (8) vorgesehen ist.
     


    Claims

    1. Fire extinguisher system comprising a control device for operating the fire extinguisher system, wherein the fire extinguisher system comprises the following:

    at least one hose (3) having an extinguisher nozzle (4) arranged at the end of the hose (3), by means of which an extinguishing fluid delivered under pressure can be released,

    a delivery pump (5) for the pressurized delivery of the extinguishing fluid in the hose (3) toward the extinguisher nozzle (4),

    a second feed line (9) to the delivery pump (5) from a stationary extinguishing fluid source (2),

    wherein the control device comprises the following:

    a controller (11), which is used as the operating centre and is positioned remotely from the extinguisher nozzle (4),

    a display (16),

    wherein a radio device (13) is provided, which is capable of converting and emitting signals into radio signals (15),

    wherein a radio device (14) to be carried by the operator of the fire extinguisher system is provided, which is capable of receiving the radio signals (15) emitted by the radio device (13), and

    wherein the display (16) to be carried by the operator of the extinguisher nozzle (4) is provided to display items of information based on the basis of the transmitted radio signals,

    wherein the fire extinguisher system comprises a first feed line (7) to the delivery pump (5) from a tank (8) of a fire extinguisher device, in particular a fire extinguisher vehicle (1),

    wherein the control device is configured such that the up-to-date fill level (20) of the tank (8) with extinguishing fluid and/or the remaining time (21) of the release of extinguishing fluid from the tank (8) are displayed in the display (16), and

    wherein the items of information displayed in the display (16) on the basis of the radio signals are displayed simultaneously in a further display (17), which is located in the area of the operating centre,

    characterized in that

    the data are transmitted from the controller (11) via control line means (12) into the area of the extinguisher nozzle (4),

    the control line means (12) run from the controller (11) along the hose (3) as far as into the area of the nozzle-side end of the hose (3),

    a radio device (13) connected to the control line means (12) is provided in the area of the extinguisher nozzle (4), which is capable of converting and emitting signals from the control line means (12) into radio signals (15), and

    the data transmitted via the control line means (12) are transmittable via radio from the radio device (13) toward the radio device (14) of the operator.


     
    2. Fire extinguisher system according to Claim 1, characterized in that a head-up display is provided as the display (16).
     
    3. Fire extinguisher system according to at least one of the preceding claims, characterized in that a data interface (18) is additionally provided, which enables a data transmission between control line means (12) and display (16) via a communication cable (19).
     
    4. Fire extinguisher system according to at least one of the preceding claims, characterized in that at least one of the following items of information is displayed in the display (16, 17):

    status message (22) with respect to the existence and/or nonexistence of a delivery connection of extinguishing fluid from the stationary extinguishing fluid source (2) to the fire extinguisher device,

    status message (23) with respect to the existence and/or nonexistence of a radio connection, and/or

    an alarm signal (24).


     
    5. Fire extinguisher system according to at least one of the preceding claims, characterized in that radio signals emitted by the radio device (14) can be received by means of the radio device (13).
     
    6. Fire extinguisher system according to at least one of the preceding claims, characterized in that a bidirectional speech communication channel can be carried out via the control line means (12), the radio device (13), and the radio device (14).
     
    7. Fire extinguisher system according to at least one of the preceding claims, characterized in that the extinguisher nozzle is an extinguisher nozzle (4) portable by the firefighter or a permanently installed extinguisher nozzle.
     
    8. Fire extinguisher system according to at least one of the preceding claims, characterized in that a preferably pressure-controlled selector valve (10) connected upstream of the delivery pump (5) is provided in the area of the first feed line (7) and second feed line (9).
     
    9. Fire extinguisher system according to Claim 8, characterized in that the pressure-controlled selector valve (10) is controllable via the pressure standing in the second feed line (9) at the selector valve (10).
     
    10. Fire extinguisher system according to Claim 8 or 9, characterized in that the pressure standing in the second feed line (9) at the selector valve (10) is definable using a pump (26).
     
    11. Fire extinguisher system according to Claim 9 or 10, characterized in that the selector valve (10) switches over at a pressure threshold value and the pressure threshold value is settable.
     
    12. Fire extinguisher system according to at least one of Claims 8-11, characterized in that a flow connection (base setting) exists between tank (8) and pump (5) in the loaded state of the selector valve (10).
     
    13. Fire extinguisher system according to at least one of Claims 8-12, characterized in that the selector valve (10) is spring-loaded and/or magnet-loaded.
     
    14. Fire extinguisher system according to at least one of Claims 8-13, characterized in that the switch setting of the selector valve (10) is displayable in the display (16).
     
    15. Fire extinguisher system according to at least one of the preceding claims, characterized in that a return line (33) is provided from the delivery pump (5) to the tank (8).
     


    Revendications

    1. Système d'extinction d'incendie, comprenant un dispositif de commande pour faire fonctionner le système d'extinction d'incendie, le système d'extinction d'incendie comprenant :

    au moins un tuyau (3) pourvu d'une buse d'extinction (4) disposée à l'extrémité du tuyau (3) et au moyen de laquelle un fluide d'extinction débité sous pression peut être libéré,

    une pompe d'alimentation (5) pour débiter sous pression le fluide d'extinction dans le tuyau (3) vers la buse d'extinction (4),

    un deuxième conduit d'amenée (9) allant jusqu'à la pompe d'alimentation (5) en provenance d'une source de fluide d'extinction stationnaire (2),

    le dispositif de commande comprenant :

    un dispositif de contrôle (11) servant de centre des opérations, positionné à distance de la buse d'extinction (4),

    un dispositif d'affichage (16),

    dans lequel un dispositif radio (13) est prévu qui est en mesure de convertir des signaux en signaux radio (15) et de les émettre,

    dans lequel un dispositif radio (14) à emporter par un opérateur du système d'extinction d'incendie est prévu qui est en mesure de recevoir les signaux radio (15) émis par le dispositif radio (13), et

    dans lequel le dispositif d'affichage (16) à emporter par l'opérateur de la buse d'extinction (4) est prévu pour afficher des informations basées sur les signaux radio transmis,

    dans lequel le système d'extinction d'incendie comprend un premier conduit d'amenée (7) allant jusqu'à la pompe d'alimentation (5) en provenance d'un réservoir (8) d'un dispositif d'extinction d'incendie, en particulier d'un véhicule de pompiers (1),

    dans lequel le dispositif de commande est aménagé de telle sorte que le dispositif d'affichage (16) affiche l'état de remplissage (20) actuel du réservoir (8) avec du fluide d'extinction et/ou le temps restant (21) de la libération du fluide d'extinction à partir du réservoir (8), et

    dans lequel les informations affichées sur le dispositif d'affichage (16) sur la base des signaux radio sont affichées simultanément sur un dispositif d'affichage supplémentaire (17) qui se trouve dans la zone du centre des opérations,

    caractérisé en ce que

    les données sont transmises par des moyens de ligne de commande (12) du dispositif de contrôle (11) dans la zone de la buse d'extinction (4),

    les moyens de ligne de commande (12) s'étendent du dispositif de contrôle (11) le long du tuyau (3) jusque dans la zone de l'extrémité côté buse du tuyau (3),

    dans la zone de la buse d'extinction (4), un dispositif radio (13) relié aux moyens de ligne de commande (12) est prévu qui est en mesure de convertir des signaux provenant des moyens de ligne de commande (12) en signaux radio (15) et de les émettre, et

    les données transmises par l'intermédiaire des moyens de ligne de commande (12) peuvent être transmises par radio du dispositif radio (13) au dispositif radio (14) de l'opérateur.


     
    2. Système d'extinction d'incendie selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un affichage tête haute est prévu en tant que dispositif d'affichage (16).
     
    3. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'en plus une interface de données (18) est prévue qui permet une transmission de données entre des moyens de ligne de commande (12) et le dispositif d'affichage (16) par l'intermédiaire d'un câble de communication (19).
     
    4. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif d'affichage (16, 17) affiche au moins l'une des informations suivantes :

    une indication d'état (22) concernant l'existence et/ou la non-existence d'une liaison d'alimentation en fluide d'extinction entre la source de fluide d'extinction stationnaire (2) et le dispositif d'extinction d'incendie,

    une indication d'état (23) concernant l'existence et/ou la non-existence d'une liaison radio, et/ou

    un signal d'alarme (24).


     
    5. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif radio (13) permet de recevoir des signaux radio émis par le dispositif radio (14).
     
    6. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens de ligne de commande (12), le dispositif radio (13) et le dispositif radio (14) permettent de réaliser un canal de communication vocale bidirectionnel.
     
    7. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la buse d'extinction est une buse d'extinction (4) pouvant être portée par un pompier ou une buse d'extinction montée de manière fixe.
     
    8. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une vanne à plusieurs voies (10) placée en amont de la pompe d'alimentation (5), de préférence commandée par pression, est prévue dans la zone du premier conduit d'amenée (7) et du deuxième conduit d'amenée (9).
     
    9. Système d'extinction d'incendie selon la revendication 8, caractérisé en ce que la vanne à plusieurs voies (10) commandée par pression peut être commandée par la pression appliquée à la vanne à plusieurs voies (10) dans le deuxième conduit d'amenée (9).
     
    10. Système d'extinction d'incendie selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce que la pression appliquée à la vanne à plusieurs voies (10) dans le deuxième conduit d'amenée (9) peut être définie à l'aide d'une pompe (26).
     
    11. Système d'extinction d'incendie selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la commutation de la vanne à plusieurs voies (10) est effectuée à une valeur seuil de pression, et la valeur seuil de pression est réglable.
     
    12. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications 8 à 11, caractérisé en ce qu'à l'état chargé de la vanne à plusieurs voies (10), il existe une liaison d'écoulement (position de base) entre le réservoir (8) et la pompe (5).
     
    13. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que la vanne à plusieurs voies (10) est sollicitée par ressort et/ou magnétiquement.
     
    14. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications 8 à 13, caractérisé en ce que la position de commutation de la vanne à plusieurs voies (10) peut être affichée sur le dispositif d'affichage (16).
     
    15. Système d'extinction d'incendie selon au moins l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un conduit de retour (33) de la pompe d'alimentation (5) au réservoir (8) est prévu.
     




    Zeichnung























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente