[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Führung einer Schiebetür, umfassend wenigstens
ein Schienenprofil und wenigstens einen relativ zum wenigstens einen Schienenprofil
in Längsrichtung verfahrbar gelagerten Laufwagen, an welchem die Schiebetür befestigbar
ist, wobei der wenigstens eine Laufwagen wenigstens einen Wälzkörper und das wenigstens
eine Schienenprofil wenigstens eine in Längsrichtung des Schienenprofils verlaufende
Lauffläche aufweist, an welcher sich der wenigstens eine Wälzkörper abstützt, wobei
der wenigstens eine Walzkörper an der wenigstens einen Lauffläche quer zur Längsrichtung
des wenigstens einen Schienenprofils verschiebbar ist, so dass der wenigstens eine
Laufwagen um eine im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung des wenigstens einen
Schienenprofils verlaufenden Schwenkachse Schwenkbar ist. Die Erfindung betrifft weiterhin
ein Möbel mit wenigstens einer Schiebetür und wenigstens einer solchen Anordnung.
[0002] Figur 2 zeigt eine Anordnung 101 zur Führung einer Schiebetür gemäß dem Stand der
Technik in einer Seitenansicht, wobei ein durch einen Kreis markierter Ausschnitt
im unteren Teil der Figur vergrößert dargestellt ist. Die Anordnung 101 weist ein
Schienenprofil 103 und einen dazu relativ in Längsrichtung, welche in dieser Ansicht
normal zur Blattebene orientiert ist, verfahrbar gelagerten Laufwagen 105. Der Laufwagen
105 weist im oberen Bereich einen um eine vertikale Achse gelagerten Wälzkörper 106
auf, welcher sich an einer in Längsrichtung verlaufenden Lauffläche 107 des Schienenprofils
103 abstützt.
[0003] Am Laufwagen 105 ist über ein Laufwagenscharnier 118 eine Schiebetür befestigbar.
Die Schiebetür, welche in der Zeichnung nicht dargestellt ist, ist im oberen Bereich
mit dem Laufwagenscharnier 118 verbunden und hängt nach unten. Die Schiebetür weist
ein hohes Gewicht auf. Unter dem Einfluss der Schwerkraft hat die Schiebetür im unteren
Bereich das Bestreben, nach rechts zu schwenken. Dadurch übt die Schiebetür ein Drehmoment
auf die Anordnung 101 aus, welches durch einen gekrümmten Pfeil angedeutet ist.
[0004] Wie aus der vergrößerten Darstellung hervorgeht, wird der Wälzkörper 106 in weiterer
Folge im Kontaktbereich 29 gegen die Lauffläche 107 gepresst. Befindet sich die Schiebetür
über einen längeren Zeitraum, z.B. mehrere Tage, unbewegt in derselben Stellung, so
kommt es zu einer Abplattung des Wälzkörpers 106. Wenn anschließend der Wälzkörper
106 wieder entlang des Schienenprofils 103 bewegt wird, so kommt es durch diese Abplattung
zu einer unvorteilhaften Geräuschentwicklung, einem Rattern. Gleichzeitig kann es
zu einem vergrößerten Verschleiß des Wälzkörpers 106 und des Schienenprofils 103 kommen.
[0005] Die
DE 202017101296 U1 offenbart eine Führung einer Schiebetür mit einem Winkelausgleich, in welcher ein
Laufwagen mit Rollen vorgesehen ist, der an der Innenseite einer rohrförmigen Führungsbahn
geführt wird.
[0006] DE 564 572 offenbart eine Führung einer Schiebetür, wobei das Schienenprofil eine in Längsrichtung
des Schienenprofils verlaufende Lauffläche aufweist, an welcher sich ein Wälzkörper
abstützt.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine gegenüber dem Stand der
Technik verbesserte Anordnung zur Führung einer Schiebetür sowie ein Möbel mit wenigstens
einer Schiebetür und wenigstens einer solchen verbesserten Anordnung anzugeben, bei
welcher insbesondere ein Abplatten des Wälzkörper signifikant reduziert oder gänzlich
vermieden wird.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und 11.
Es istvorgesehen, dass der wenigstens eine Wälzkörper an der wenigstens einen Lauffläche
quer zur Längsrichtung des wenigstens einen Schienenprofils verschiebbar ist, so dass
der wenigstens eine Laufwagen um eine im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung des
wenigstens einen Schienenprofils verlaufende Schwenkachse verschwenkbar ist.
[0009] Bei der erfindungsgemäßen Anordnung ist es vorgesehen, dass das wenigstens eine Schienenprofil
wenigstens einen in Längsrichtung verlaufenden Vertikalsteg, welcher im Wesentlichen
senkrecht zur wenigstens einen Lauffläche ausgerichtet ist, aufweist, wobei der wenigstens
eine Laufwagen derart um die Schwenkachse verschwenkbar ist, dass sich ein Abstand
zum wenigstens einen Vertikalsteg in einem durch die Schiebetür belasteten Zustand
vergrößert, vorzugsweise wobei der wenigstens eine Vertikalsteg die wenigstens eine
Lauffläche quer zur Längsrichtung des wenigstens einen Schienenprofils begrenzt.
[0010] Eine Grundidee besteht darin, ein Verschwenken der Schiebetür und damit des Laufwagens
bewusst zuzulassen. Der wenigstens eine Wälzkörper kann dabei an der wenigstens einen
Lauffläche quer zur Längsrichtung des wenigstens einen Schienenprofils verschoben
werden, und läuft somit ins Leere, ohne gegen einen Steg oder dergleichen gepresst
zu werden. Ein Abplatten des wenigstens einen Wälzkörpers kann also gar nicht stattfinden.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die wenigstens eine
Lauffläche im Querschnitt zumindest bereichsweise konkav ausgebildet ist, und/oder
wobei der wenigstens eine Wälzkörper eine Umfangsfläche aufweist, über welche sich
der wenigstens eine Wälzkörper zumindest bereichsweise an der wenigstens einen Lauffläche
abstützt, und wobei die Umfangsfläche im Querschnitt zumindest bereichsweise konvex
ausgebildet ist. Diese Ausführungsformen - einzeln oder in Kombination miteinander
- ermöglichen ein sanftes Verschieben des wenigstens einen Wälzkörpers an der Lauffläche
quer zur Längsrichtung des Schienenprofils. Die Reibungskräfte werden minimiert, ohne
dass es bei einem Verschwenken des wenigstens einen Laufwagens um die Schwenkachse
zu einem Anheben des wenigstens einen Wälzkörpers von der Lauffläche und damit zu
einem Abreißen des Kraftstrangs kommt.
[0012] Weiterhin hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass das wenigstens eine Schienenprofil
wenigstens ein Begrenzungsprofil aufweist, welches die wenigstens eine Lauffläche
quer zur Längsrichtung des wenigstens einen Schienenprofils begrenzt. Dieses wenigstens
eine Begrenzungsprofil ist nur für einen außerplanmäßigen Überlastfall gedacht, um
ein Aushängen der Schiebetür zu verhindern. Im Regelbetrieb steht der wenigstens eine
Wälzkörper mit dem wenigstens einen Begrenzungsprofil nicht oder nur mit einer minimalen
Andrückkraft in Kontakt.
[0013] Als günstig hat es sich erwiesen, dass der wenigstens eine Laufwagen ausgehend von
einer Nulllage, welche der wenigstens eine Laufwagen zumindest in einem durch die
Schiebetür unbelasteten Zustand einnimmt, um die Schwenkachse in einem Winkelbereich
von +15° und -10°, vorzugsweise +10° und -5°, verschwenkbar ist. Diese relativ kleine
Verschwenkung reicht überraschenderweise bereits aus, um ein Abplatten des wenigstens
einen Wälzkörpers zu verhindern.
[0014] Es kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Wälzkörper im Wesentlichen zylinderförmig
ausgebildet ist. Es sind aber auch andere Wälzkörperformen möglich.
[0015] Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Wälzkörper um eine im
Wesentlichen senkrecht zur Schwenkachse verlaufende Drehachse drehbar am wenigstens
einen Laufwagen gelagert ist, wobei die Drehachse im Montagzustand im Wesentlichen
horizontal ausgerichtet ist. Im Vergleich zu dem in der Figur 2 dargestellten Stand
der Technik ist die Drehachse des wenigstens einen Wälzkörpers also um 90° gedreht.
[0016] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass der wenigstens eine
Laufwagen wenigstens einen Lastwälzkörper zur Abstützung des Gewichts einer am wenigstens
einen Laufwagen befestigten Schiebetüre aufweist, bevorzugt wobei der wenigstens eine
Lastwälzkörper im Querschnitt am Umfang eine Nut, besonders bevorzugt V-Nut, aufweist.
Wenn der wenigstens eine Lastwälzkörper am Umfang eine Nut aufweist, übernimmt der
wenigstens eine Lastwälzkörper nicht nur eine tragende Funktion, sondern kann auch
zur seitlichen Führung des wenigstens einen Laufwagens eingesetzt werden.
[0017] In diesem Zusammenhang hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass das wenigstens
eine Schienenprofil wenigstens eine lastübertragende Lauffläche aufweist, an welcher
sich der wenigstens eine Lastwälzkörper abstützt, bevorzugt wobei die wenigstens eine
lastübertragende Lauffläche im Querschnitt zumindest bereichsweise konvex, besonders
bevorzugt kreisförmig, ausgebildet ist. Durch eine solche Ausführung kann einerseits
die Auflagefläche zwischen dem wenigstens einen Lastwälzkörper und der wenigstens
einen lastübertragenden Lauffläche minimiert werden. Andererseits ist es möglich,
wenn der wenigstens eine Lastwälzkörper am Umfang eine Nut aufweist, einen Eingriff
der wenigstens einen lastübertragenden Lauffläche in den wenigstens einen Lastwälzkörper
zu erzielen. Dadurch kann die seitliche Führung noch weiter verbessert werden.
[0018] Es bietet sich weiterhin an, dass die wenigstens eine lastübertragende Lauffläche
an wenigstens einem vom wenigstens einen Schienenprofil gesondert ausgebildeten Einlegeteil
ausgebildet ist, vorzugsweise wobei das wenigstens eine Einlegeteil zylinderförmig
ausgebildet ist.
[0019] Und schließlich hat es sich als günstig herausgestellt, dass die Anordnung wenigstens
ein Laufwagenscharnier umfasst, welches mit dem wenigstens einen Laufwagen und mit
der Schiebetür verbunden oder verbindbar ist, und über welches die Schiebetür gegenüber
dem wenigstens einen Laufwagen verschwenkbar ist, vorzugsweise um eine in Montagelage
vertikale Achse.
[0020] Wie eingangs ausgeführt, wird Schutz auch begehrt für ein Möbel mit wenigstens einer
Schiebetür und wenigstens einer erfindungsgemäßen Anordnung, bevorzugt wobei das Möbel
einen, besonders bevorzugt schachtförmigen, Hohlraum zur Aufnahme der wenigstens einen
Schiebetür aufweist, wobei sich der Hohlraum im Wesentlichen quer zum wenigstens einen
Schienenprofil ins Innere des Möbels erstreckt.
[0021] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die wenigstens eine Schiebetür wenigstens
zwei gelenkig miteinander verbundene Türflügel umfasst, wobei die wenigstens zwei
Türflügel zwischen einer Parallelstellung, in welcher die wenigstens zwei Türflügel
im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind, und einer Komplanarstellung,
in welcher die wenigstens zwei Türflügel im Wesentlichen komplanar ausgerichtet sind,
bewegbar sind, wobei sich die Winkellage des wenigstens einen Laufwagens in Bezug
auf die Schwenkachse bei einer Bewegung der wenigstens zwei Türflügel zwischen der
Parallelstellung und der Komplanarstellung ändert.
[0022] In diesem Zusammenhang kann es vorteilhafter Weise vorgesehen sein, dass die Neigung
des wenigstens einen Laufwagens gegenüber einer Vertikalstellung in der Komplanarstellung
der wenigstens zwei Türflügel größer als in der Parallelstellung der wenigstens zwei
Türflügel ist.
[0023] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Möbels mit zwei Schiebetüren, welche über
eine erfindungsgemäße Anordnung bewegbar sind, in einer schematisch dargestellten
perspektivischen Ansicht,
- Fig. 2
- eine Anordnung gemäß dem Stand der Technik in einer Seitenansicht,
- Fig. 3a)-c)
- ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung in einer
schematisch dargestellten Seitenansicht (Fig. 3a)), in einer schematisch dargestellten
perspektivischen Ansicht (Fig. 3b)) und in einer schematisch dargestellten Explosionsansicht
(Fig. 3c)),
- Fig. 4a)-c)
- das erste bevorzugte Ausführungsbeispiel in einer schematisch dargestellten Querschnittsansicht,
wobei der Laufwagen unterschiedlich stark um die Schwenkachse verschwenkt ist, und
- Fig. 5a), b)
- ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Anordnung in einer
schematisch dargestellten Seitenansicht (Fig. 5a)) und in einer schematisch dargestellten
perspektivischen Ansicht (Fig. 5b)).
[0024] Die Figur 1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Möbels 20 mit zwei Schiebetüren
2, welche über eine erfindungsgemäße Anordnung 1 bewegbar sind. Einzelheiten der Anordnung
1, welche ein Schienenprofil 3 und pro Schiebetür 2 jeweils einen in Längsrichtung
4 relativ zum Schienenprofil 3 verfahrbar gelagerten Laufwagen 5 umfasst, werden im
Zuge der Figuren 3a) ff. beschrieben.
[0025] Die Schiebetüren 2 umfassen jeweils zwei gelenkig miteinander verbundene Türflügel
22, wobei die zwei Türflügel 22 zwischen einer Parallelstellung, in welcher die zwei
Türflügel 22 im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind, und einer Komplanarstellung,
in welcher die zwei Türflügel 22 im Wesentlichen komplanar ausgerichtet sind, bewegbar
sind. Die in der Figur dargestellte Schiebetür 2 auf der linken Seite ist in der Komplanarstellung
angeordnet. Die rechte Schiebetür 2 ist in einer Zwischenstellung, in welcher die
zwei Türflügel 22 einen Winkel von in etwa 90° zueinander einschließen, angeordnet.
Werden die Türflügel 22 weiter nach rechts zusammengeschoben, so erreichen sie die
Parallelstellung. Die Schiebetür 2 ist in der Parallelstellung zusammengefaltet und
die beiden Türflügel 22 bilden ein Türpaket. Befinden sich beide Schiebetüren 2 in
der Komplanarstellung, ist das Möbel 20 nach außen hin geschlossen.
[0026] Im Inneren des Möbels 20 können wie im dargestellten Fall beispielsweise Bestandteile
einer Küche 28 oder sogar eine vollständige Küche 28 angeordnet sein. Benachbart zum
Möbel 20 können weitere Möbel, beispielsweise ein Hochschrank 25, angeordnet sein.
[0027] Die Türflügel 22 können über ein oder mehrere Türscharniere 26 miteinander verbunden
sein.
[0028] Die Erfindung ist nicht auf zwei Schiebetüren 2 mit zwei Türflügeln 22 beschränkt.
Es kann beispielsweise auch nur eine Schiebetür 2 und/oder eine Schiebetür 2 mit nur
einem Türflügel 22 zum Einsatz kommen.
[0029] Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst das Möbel 20 zwei schachtförmige
Hohlräume 21 zur Aufnahme jeweils einer Schiebetür 2, wobei sich die Hohlräume 21
im Wesentlichen quer zum Schienenprofil 3 ins Innere des Möbels 20 erstrecken. Die
Hohlräume 21 können wie im dargestellten Fall durch Seitenwände 24 begrenzt sein.
[0030] Im Falle einer Schiebetür 2, welche zwei gelenkig miteinander verbundene Türflügel
22 aufweist, bietet es sich an, dass die Schiebetür 2 ausgehend von der Parallelstellung
der Türflügel 22 im schachtförmigen Hohlraum 21 versenkbar ist.
[0031] Weiterhin bietet es sich an, einen Träger 41 vorzusehen, an welchem die Schiebetür
2 bewegbar gelagert ist. Zur bewegbaren Lagerung können Trägerscharniere 27 vorgesehen
sein.
[0032] Es können eine oder mehrere von dem Schienenprofil 3 gesonderte Führungen vorgesehen
sein, über welche der Träger 41 im Hohlraum 21 bewegbar ist. Die Führungen verlaufen
quer zum Schienenprofil 3 und können an einer der oder an mehreren Seitenwänden 24,
welche den Hohlraum 21 begrenzen, angeordnet sein.
[0033] Insgesamt gesehen sind die Schiebetüren 2 im dargestellten Fall jeweils einerseits
über einen Laufwagen 5 am Schienenprofil 3 bewegbar gelagert und andererseits mit
einem im Hohlraum 21 bewegbaren Träger 41 verbunden. Zur Befestigung der Schiebetüren
2 an den jeweiligen Laufwagen 5 kann jeweils ein Laufwagenscharnier 18 vorgesehen
sein, über welches die Schiebetüren 2 um eine vertikale Achse 19 relativ zu den Laufwagen
5 verschwenkbar sind.
[0034] Wenn die Schiebetür 2 in der Parallelstellung der Türflügel 22 im Hohlraum 21 versenkt
wird, erfolgt eine Entkoppelung des Laufwagens 5 vom Schienenprofil 3.
[0035] Es sind auch Ausführungsformen möglich, bei denen beispielsweise ein durchgängiges
Schienenprofil 3 zum Einsatz kommt, welches über eine Kurve in den Hohlraum 21 hinein
verläuft. In diesem Fall kann auf den Einsatz eines Trägers 41, gesonderte Führungen
für den Träger 41, und/oder eine Entkoppelung des Laufwagens 5 vom Schienenprofil
3 verzichtet werden.
[0036] Wie eingangs in Zusammenhang mit der Figur 2 beschrieben, haben die Schiebetüren
2 das Bestreben, unter dem Einfluss der Schwerkraft im ihrem unteren Bereich nach
innen, also in Richtung des Möbelinnenraums, zu verschwenken. Dieser Sachverhalt ist
in der Figur 1 bei der linken Schiebetür 2 durch einen Pfeil angedeutet.
[0037] Dieses Bestreben ist je nach Stellung der beiden Türflügel 22 unterschiedlich stark
ausgeprägt. Und zwar haben die Schiebetüren 2 in der Komplanarstellung eine stärker
ausgeprägte Tendenz, nach innen zu verschwenken, als in der Parallelstellung. Auch
im Zuge der Bewegung der Schiebetüren 2 zwischen diesen beiden Stellungen kann die
Tendenz unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
[0038] Die Figur 2 zeigt eine Anordnung gemäß dem Stand der Technik. Diese Anordnung, von
welcher sich die vorliegende Erfindung abgrenzt, wurde bereits eingangs beschrieben.
[0039] Die Figuren 3a) bis 4c) zeigen ein erstes bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Anordnung 1 zur Führung einer Schiebetür 2.
[0040] Die Anordnung 1 umfasst ein Schienenprofil 3 und einen relativ zum Schienenprofil
3 in Längsrichtung 4 verfahrbar gelagerten Laufwagen 5, an welchem die Schiebetür
2 befestigbar ist, wobei der Laufwagen 5 einen Wälzkörper 6 und das Schienenprofil
3 eine in Längsrichtung 4 des Schienenprofils 3 verlaufende Lauffläche 7 aufweist,
an welcher sich der Wälzkörper 6 abstützt. Dabei ist der Wälzkörper 6 an der Lauffläche
7 quer zur Längsrichtung 4 des Schienenprofils 3 verschiebbar, so dass der Laufwagen
5 um eine im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung 4 des Schienenprofils 3 verlaufende
Schwenkachse 8 verschwenkbar ist (vergleiche insbesondere die Figuren 4a) bis 4c)).
[0041] Das Schienenprofil 3 weist zwei Begrenzungsprofile 10, 11 auf, welche die Lauffläche
7 quer zur Längsrichtung 4 des Schienenprofils 3 begrenzen.
[0042] Der Wälzkörper 6 ist im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet.
[0043] Der Laufwagen 5 weist zwei Lastwälzkörper 14 zur Abstützung des Gewichts einer am
Laufwagen 5 befestigten Schiebetüre 2 auf, wobei die Lastwälzkörper 14 im Querschnitt
am Umfang eine Nut 15, genauer gesagt eine V-Nut, aufweisen, was besonders gut anhand
der Querschnittsdarstellungen der Figuren 4a) bis 4c) ersichtlich ist.
[0044] Das Schienenprofil 3 weist eine lastübertragende Lauffläche 16 auf, an welcher sich
die Lastwälzkörper 14 abstützen, wobei die lastübertragende Lauffläche 16 im Querschnitt
konvex, genauer gesagt kreisförmig, ausgebildet ist.
[0045] Die lastübertragende Lauffläche 16 kann wie im dargestellten Fall an einem vom Schienenprofil
3 gesondert ausgebildeten Einlegeteil 17 ausgebildet sein, wobei das Einlegeteil 17
zylinderförmig ausgebildet ist.
[0046] Wie insbesondere aus der in der Figur 3c) enthaltenen Explosionsdarstellung hervorgeht,
kann der Laufwagen 5 ein Grundgerüst 31 umfassen, an welchem der Wälzkörper 6 und
die Lastwälzkörper 14 über Wälzkörperlager 34 drehbar gelagert sind. Weiterhin kann
ein Befestigungsprofil 30 zur unmittelbaren oder mittelbaren Befestigung der Schiebetür
2 vorgesehen sein. Zwischen dem Befestigungsprofil 30 und dem Grundgerüst 31 können
eine oder mehrere Federn 32 vorgesehen sein. Es bietet sich an, diese auf Führungsbolzen
33 zu lagern.
[0047] Wie insbesondere aus den Figuren 4a) bis 4c) hervorgeht, ist die Lauffläche 7 im
Querschnitt konkav ausgebildet. Gleichzeitig weist der Wälzkörper 6 eine Umfangsfläche
9 auf, über welche sich der Wälzkörper 6 bereichsweise an der Lauffläche 7 abstützt,
wobei die Umfangsfläche 9 im Querschnitt konvex ausgebildet ist.
[0048] Die Figur 4b) zeigt eine Nulllage des Laufwagens 5. Wenn man diese Stellung mit der
in der Figur 4c) dargestellte Stellung vergleicht, so kann festgestellt werden, dass
das Schienenprofil 3 einen in Längsrichtung 4 verlaufenden und die Lauffläche 7 quer
zur Längsrichtung 4 des Schienenprofils 3 begrenzenden Vertikalsteg 10 aufweist, welcher
im Wesentlichen senkrecht zur Lauffläche 7 ausgerichtet ist, wobei der Laufwagen 5
derart um die Schwenkachse 8 verschwenkbar ist, dass sich ein Abstand 12 zum Vertikalsteg
10 in einem durch die Schiebetür 2 belasteten Zustand vergrößert.
[0049] Gleichzeitig kann es, wie ein Vergleich mit der Figur 4a) zeigt, vorgesehen sein,
dass der Laufwagen 5 in die entgegengesetzte Richtung verschwenkbar ist.
[0050] Insgesamt kann es vorgesehen sein, dass der Laufwagen 5 ausgehend von einer Nulllage,
welche Laufwagen 5 zumindest in einem durch die Schiebetür 2 unbelasteten Zustand
einnimmt, um die Schwenkachse 8 in einem Winkelbereich von +10° und -5° verschwenkbar
ist. Der betreffende Winkel ist in der Figur 4b) mit dem Bezugszeichen 23 versehen.
[0051] Wie ebenfalls aus der Figur 4b) hervorgeht, ist der Wälzkörper 6 um eine im Wesentlichen
senkrecht zur Schwenkachse 8 verlaufende Drehachse 13 drehbar am Laufwagen 5 gelagert,
wobei die Drehachse 13 im Montagzustand im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist.
[0052] In Zusammenhang mit der Figur 1 wurde bereits darauf hingewiesen, dass sich die Winkellage
des Laufwagens 5 in Bezug auf die Schwenkachse 8 bei einer Bewegung der zwei Türflügel
22 zwischen der Parallelstellung und der Komplanarstellung ändern kann.
[0053] Konkret ist die Neigung des Laufwagens 5 gegenüber einer Vertikalstellung in der
Komplanarstellung der zwei Türflügel 22 größer als in der Parallelstellung der zwei
Türflügel 22.
[0054] Die Figuren 5a) und 5b) zeigen ein zweites bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Anordnung 1. Die Anordnung 1 umfasst ein Laufwagenscharnier 18, welches mit dem Laufwagen
5 und mit der Schiebetür 2 verbunden oder verbindbar ist, und über welches die Schiebetür
2 gegenüber dem Laufwagen 5 verschwenkbar ist, und zwar um eine in Montagelage vertikale
Achse 19 (vergleiche auch Figur 1).
[0055] Das Laufwagenscharnier 18 kann wie im dargestellten Fall eine Montageplatte 35 zur
Montage an der Schiebetür 2 umfassen. Die Montageplatte 35 ist über Gelenkhebel 36
mit einer Befestigungsschnittstelle 37 gelenkig verbunden, wobei die Befestigungsschnittstelle
37 der Anbindung des Laufwagenscharniers 18 am Laufwagen 5 dient. Das Laufwagenscharnier
18 weist mehrere Gelenkachsen 38, 39, 40 auf.
1. Anordnung (1) zur Führung einer Schiebetür (2), umfassend wenigstens ein Schienenprofil
(3) und wenigstens einen relativ zum wenigstens einen Schienenprofil (3) in Längsrichtung
(4) verfahrbar gelagerten Laufwagen (5), an welchem die Schiebetür (2) befestigbar
ist, wobei der wenigstens eine Laufwagen (5) wenigstens einen Wälzkörper (6) und das
wenigstens eine Schienenprofil (3) wenigstens eine in Längsrichtung (4) des Schienenprofils
(3) verlaufende Lauffläche (7) aufweist, an welcher sich der wenigstens eine Wälzkörper
(6) abstützt, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Wälzkörper (6) an der wenigstens einen Lauffläche (7) quer zur
Längsrichtung (4) des wenigstens einen Schienenprofils (3) verschiebbar ist, so dass
der wenigstens eine Laufwagen (5) um eine im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung
(4) des wenigstens einen Schienenprofils (3) verlaufende Schwenkachse (8) verschwenkbar
ist, wobei das wenigstens eine Schienenprofil (3) wenigstens einen in Längsrichtung
(4) verlaufenden Vertikalsteg (10), welcher im Wesentlichen senkrecht zur wenigstens
einen Lauffläche (7) ausgerichtet ist, aufweist, wobei der wenigstens eine Laufwagen
(5) derart um die Schwenkachse (8) verschwenkbar ist, dass sich ein Abstand (12) zum
wenigstens einen Vertikalsteg (10) in einem durch die Schiebetür (2) belasteten Zustand
vergrößert, vorzugsweise wobei der wenigstens eine Vertikalsteg (10) die wenigstens
eine Lauffläche (7) quer zur Längsrichtung (4) des wenigstens einen Schienenprofils
(3) begrenzt.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, wobei die wenigstens eine Lauffläche (7) im Querschnitt
zumindest bereichsweise konkav ausgebildet ist, und/oder wobei der wenigstens eine
Wälzkörper (6) eine Umfangsfläche (9) aufweist, über welche sich der wenigstens eine
Wälzkörper (6) zumindest bereichsweise an der wenigstens einen Lauffläche (7) abstützt,
und wobei die Umfangsfläche (9) im Querschnitt zumindest bereichsweise konvex ausgebildet
ist.
3. Anordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das wenigstens eine Schienenprofil (3)
wenigstens ein Begrenzungsprofil (10, 11) aufweist, welches die wenigstens eine Lauffläche
(7) quer zur Längsrichtung (4) des wenigstens einen Schienenprofils (3) begrenzt.
4. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der wenigstens eine Laufwagen
(5) ausgehend von einer Nulllage, welche der wenigstens eine Laufwagen (5) zumindest
in einem durch die Schiebetür (2) unbelasteten Zustand einnimmt, um die Schwenkachse
(8) in einem Winkelbereich von +15° und -10°, vorzugsweise +10° und -5°, verschwenkbar
ist.
5. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der wenigstens eine Wälzkörper
(6) im Wesentlichen zylinderförmig ausgebildet ist.
6. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der wenigstens eine Wälzkörper
(6) um eine im Wesentlichen senkrecht zur Schwenkachse (8) verlaufende Drehachse (13)
drehbar am wenigstens einen Laufwagen (5) gelagert ist, wobei die Drehachse (13) im
Montagzustand im Wesentlichen horizontal ausgerichtet ist.
7. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der wenigstens eine Laufwagen
(5) wenigstens einen Lastwälzkörper (14) zur Abstützung des Gewichts einer am wenigstens
einen Laufwagen (5) befestigten Schiebetüre (2) aufweist, bevorzugt wobei der wenigstens
eine Lastwälzkörper (14) im Querschnitt am Umfang eine Nut (15), besonders bevorzugt
V-Nut, aufweist.
8. Anordnung (1) nach Anspruch 7, wobei das wenigstens eine Schienenprofil (3) wenigstens
eine lastübertragende Lauffläche (16) aufweist, an welcher sich der wenigstens eine
Lastwälzkörper (14) abstützt, bevorzugt wobei die wenigstens eine lastübertragende
Lauffläche (16) im Querschnitt zumindest bereichsweise konvex, besonders bevorzugt
kreisförmig, ausgebildet ist.
9. Anordnung (1) nach Anspruch 8, wobei die wenigstens eine lastübertragende Lauffläche
(16) an wenigstens einem vom wenigstens einen Schienenprofil (3) gesondert ausgebildeten
Einlegeteil (17) ausgebildet ist, vorzugsweise wobei das wenigstens eine Einlegeteil
(17) zylinderförmig ausgebildet ist.
10. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Anordnung (1) wenigstens
ein Laufwagenscharnier (18) umfasst, welches mit dem wenigstens einen Laufwagen (5)
und mit der Schiebetür (2) verbunden oder verbindbar ist, und über welches die Schiebetür
(2) gegenüber dem wenigstens einen Laufwagen (5) verschwenkbar ist, vorzugsweise um
eine in Montagelage vertikale Achse (19).
11. Möbel (20) mit wenigstens einer Schiebetür (2) und wenigstens einer Anordnung (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bevorzugt wobei das Möbel (20) einen, besonders
bevorzugt schachtförmigen, Hohlraum (21) zur Aufnahme der wenigstens einen Schiebetür
(2) aufweist, wobei sich der Hohlraum (21) im Wesentlichen quer zum wenigstens einen
Schienenprofil (3) ins Innere des Möbels (20) erstreckt.
12. Möbel (20) nach Anspruch 11, wobei die wenigstens eine Schiebetür (2) wenigstens zwei
gelenkig miteinander verbundene Türflügel (22) umfasst, wobei die wenigstens zwei
Türflügel (22) zwischen einer Parallelstellung, in welcher die wenigstens zwei Türflügel
(22) im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet sind, und einer Komplanarstellung,
in welcher die wenigstens zwei Türflügel (22) im Wesentlichen komplanar ausgerichtet
sind, bewegbar sind, wobei sich die Winkellage des wenigstens einen Laufwagens (5)
in Bezug auf die Schwenkachse (8) bei einer Bewegung der wenigstens zwei Türflügel
(22) zwischen der Parallelstellung und der Komplanarstellung ändert.
13. Möbel (20) nach Anspruch 12, wobei die Neigung des wenigstens einen Laufwagens (5)
gegenüber einer Vertikalstellung in der Komplanarstellung der wenigstens zwei Türflügel
(22) größer als in der Parallelstellung der wenigstens zwei Türflügel (22) ist.
1. An arrangement (1) for guiding a sliding door (2) including at least one rail profile
(3) and at least one carriage (5) which is mounted displaceably relative to the at
least one rail profile (3) in the longitudinal direction (4) and to which the sliding
door (2) can be fixed, wherein the at least one carriage (5) has at least one rolling
body (6) and the at least one rail profile (3) has at least one running surface (7)
which extends in the longitudinal direction (4) of the rail profile (3) and on which
the at least one rolling body (6) is supported, characterized in that the at least one rolling body (6) is displaceable on the at least one running surface
(7) transversely to the longitudinal direction (4) of the at least one rail profile
(3) so that the at least one carriage (5) is pivotable about a pivot axis (8) extending
substantially parallel to the longitudinal direction (4) of the at least one rail
profile (3), wherein the at least one rail profile (3) has at least one vertical web
(10) which extends in the longitudinal direction (4) and which is oriented substantially
perpendicularly to the at least one running surface (7), wherein the at least one
carriage (5) is pivotable about the pivot axis (8) in such a way that a spacing (12)
relative to the at least one vertical web (10) increases in a state of being loaded
by the sliding door (2), preferably wherein the at least one vertical web (10) delimits
the at least one running surface (7) transversely to the longitudinal direction (4)
of the at least one rail profile (3).
2. The arrangement (1) as set forth in claim 1, wherein the at least one running surface
(7) is at least region-wise of a concave configuration in cross-section and/or wherein
the at least one rolling body (6) has a peripheral surface (9), by way of which the
at least one rolling body (6) is at least region-wise supported on the at least one
running surface (7) and wherein the peripheral surface (9) is at least region-wise
of a convex configuration in cross-section.
3. The arrangement (1) as set forth in claim 1 or claim 2, wherein the at least one rail
profile (3) has at least one delimitation profile (10, 11) which delimits the at least
one running surface (7) transversely to the longitudinal direction (4) of the at least
one rail profile (3).
4. The arrangement (1) as set forth in one of claims 1 to 3, wherein the at least one
carriage (5) is pivotable about the pivot axis (8) in an angle range of +15° and -10°,
preferably +10° and -5°, starting from a neutral position which the at least one carriage
(5) assumes at least in a state of being non-loaded by the sliding door (2).
5. The arrangement (1) as set forth in one of claims 1 to 4, wherein the at least one
rolling body (6) is substantially cylindrical.
6. The arrangement (1) as set forth in one of claims 1 to 5, wherein the at least one
rolling body (6) is mounted to the at least one carriage (5) rotatably about an axis
of rotation (13) extending substantially perpendicularly to the pivot axis (8), wherein
the axis of rotation (13) in the mounted state is oriented substantially horizontally.
7. The arrangement (1) as set forth in one of claims 1 to 6, wherein the at least one
carriage (5) has at least one load rolling body (14) for supporting the weight of
a sliding door (2) fixed to the at least one carriage (5), preferably wherein the
at least one load rolling body (14) has a groove (15), particularly preferably a V-groove,
in cross-section at the periphery.
8. The arrangement (1) as set forth in claim 7, wherein the at least one rail profile
(3) has at least one load-transmitting running surface (16) at which the at least
one load rolling body (14) is supported, preferably wherein the at least one load-transmitting
running surface (16) in cross-section is at least region-wise of a convex, particularly
preferably circular, configuration.
9. The arrangement (1) as set forth in claim 8, wherein the at least one load-transmitting
running surface (16) is provided at at least one insert portion (17) separate from
the at least one rail profile (3), preferably wherein the at least one insert portion
(17) is cylindrical.
10. The arrangement (1) as set forth in one of claims 1 to 9, wherein the arrangement
(1) includes at least one carriage hinge (18) which is or can be connected to the
at least one carriage (5) and the sliding door (2) and by way of which the sliding
door (2) is pivotable with respect to the at least one carriage (5), preferably about
an axis (19) which is vertical in the mounted position.
11. An article of furniture (20) comprising at least one sliding door (2) and at least
one arrangement (1) as set forth in one of claims 1 to 10, preferably wherein the
article of furniture (20) has a, particularly preferably shaft-shaped, hollow space
(21) for receiving the at least one sliding door (2), wherein the hollow space (21)
extends substantially transversely relative to the at least one rail profile (3) into
the interior of the article of furniture (20).
12. The article of furniture (20) as set forth in claim 11, wherein the at least one sliding
door (2) has at least two hingedly interconnected door leaves (22), wherein the at
least two door leaves (22) are moveable between a parallel position in which the at
least two door leaves (22) are oriented in substantially mutually parallel relationship
and a coplanar position in which the at least two door leaves (22) are oriented in
substantially coplanar relationship, wherein the angle position of the at least one
carriage (5) in relation to the pivot axis (8) changes upon a movement of the at least
two door leaves (22) between the parallel position and the coplanar position.
13. The article of furniture (20) as set forth in claim 12, wherein the inclination of
the at least one carriage (5) with respect to a vertical position in the coplanar
position of the at least two door leaves (22) is greater than in the parallel position
of the at least two door leaves (22).
1. Ensemble (1) destiné à guider une porte coulissante (2), comprenant au moins un profilé
de rail (3) et au moins un chariot (5) monté de manière à pouvoir être déplacé par
rapport à l'au moins un profilé de rail (3) dans le sens longitudinal (4), sur lequel
la porte coulissante (2) peut être fixée, dans lequel l'au moins un chariot (5) présente
au moins un corps de roulement (6) et l'au moins un profilé de rail (3) présente au
moins une surface de roulement (7) s'étendant dans le sens longitudinal (4) du profilé
de rail (3), sur laquelle l'au moins un corps de roulement (6) prend appui, caractérisé en ce que
l'au moins un corps de roulement (6) peut être coulissé de manière transversale par
rapport au sens longitudinal (4) de l'au moins un profilé de rail (3) sur l'au moins
une surface de roulement (7), de telle sorte que l'au moins un chariot (5) peut être
pivoté autour d'un axe de pivotement (8) s'étendant de manière sensiblement parallèle
au sens longitudinal (4) de l'au moins un profilé de rail (3), dans lequel l'au moins
un profilé de rail (3) présente au moins une nervure verticale (10) s'étendant dans
le sens longitudinal (4), laquelle est orientée de manière sensiblement perpendiculaire
par rapport à l'au moins une surface de roulement (7), dans lequel l'au moins un chariot
(5) peut être pivoté autour de l'axe de pivotement (8) de manière à agrandir une distance
(12) par rapport à au moins une nervure verticale (10) dans un état contraint par
la porte coulissante (2), de préférence dans lequel l'au moins une nervure verticale
(10) délimite l'au moins une surface de roulement (7) de manière transversale par
rapport au sens longitudinal (4) de l'au moins un profilé de rail (3).
2. Ensemble (1) selon la revendication 1, dans lequel l'au moins une surface de roulement
(7) est réalisée au moins par endroits de manière concave dans la section transversale,
et/ou dans lequel l'au moins un corps de roulement (6) présente une surface périphérique
(9), par l'intermédiaire de laquelle l'au moins un corps de roulement (6) prend appui
au moins par endroits sur l'au moins une surface de roulement (7) et dans lequel la
surface périphérique (9) est réalisée au moins par endroits de manière convexe dans
la section transversale.
3. Ensemble (1) selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'au moins un profilé de rail
(3) présente au moins un profilé de délimitation (10, 11) lequel délimite l'au moins
une surface de roulement (7) de manière transversale par rapport au sens longitudinal
(4) de l'au moins un profilé de rail (3).
4. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, dans lequel l'au moins
un chariot (5) peut être pivoté en partant d'une position zéro, que l'au moins un
chariot (5) adopte au moins dans un état non contraint par la porte coulissante (2),
autour de l'axe de pivotement (8) dans une plage angulaire de +15° à - 10°, de préférence
de +10° et -5°.
5. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, dans lequel l'au moins
un corps de roulement (6) est réalisé de manière sensiblement cylindrique.
6. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, dans lequel l'au moins
un corps de roulement (6) est monté sur l'au moins un chariot (5) de manière à pouvoir
tourner autour d'un axe de rotation (13) s'étendant de manière sensiblement perpendiculaire
par rapport à l'axe de pivotement (8), dans lequel l'axe de rotation (13) est orienté
de manière sensiblement horizontale dans l'état de montage.
7. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, dans lequel l'au moins
un chariot (5) présente au moins un corps de roulement de charge (14) destiné à soutenir
le poids d'une porte coulissante (2) fixée sur l'au moins un chariot (5), de manière
préférée dans lequel l'au moins un corps de roulement de charge (14) présente dans
la section transversale sur la périphérie une rainure (15), de manière particulièrement
préférée une rainure en V.
8. Ensemble (1) selon la revendication 7, dans lequel l'au moins un profilé de rail (3)
présente au moins une surface de roulement de transfert de charge (16), sur laquelle
l'au moins un corps de roulement de charge (14) prend appui, de manière préférée dans
lequel l'au moins une surface de roulement de transfert de charge (16) est réalisée
dans la section transversale au moins par endroits de manière convexe, de manière
particulièrement préférée de manière circulaire.
9. Ensemble (1) selon la revendication 8, dans lequel l'au moins une surface de roulement
de transfert de charge (16) est réalisée sur au moins une partie d'insertion (17)
réalisée de manière séparée de l'au moins un profilé de rail (3), de préférence dans
lequel l'au moins une partie d'insertion (17) est réalisée de manière cylindrique.
10. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel l'ensemble
(1) comprend au moins une charnière de chariot (18), laquelle est reliée ou peut être
reliée à l'au moins un chariot (5) et à la porte coulissante (2) et par l'intermédiaire
de laquelle la porte coulissante (2) peut être pivotée par rapport à l'au moins un
chariot (5), de préférence autour d'un axe vertical (19) en position de montage.
11. Meuble (20) avec au moins une porte coulissante (2) et au moins un ensemble (1) selon
l'une quelconque des revendications 1 à 10, de manière préférée dans lequel le meuble
(20) présente un espace creux (21) de manière particulièrement préférée en forme de
puits, destiné à recevoir l'au moins une porte coulissante (2), dans lequel l'espace
creux (21) s'étend à l'intérieur du meuble (20) de manière sensiblement transversale
par rapport à l'au moins un profilé de rail (3).
12. Meuble (20) selon la revendication 11, dans lequel l'au moins une porte coulissante
(2) comprend au moins deux battants de porte (22) reliés l'un à l'autre de manière
articulée, dans lequel les au moins deux battants de porte (22) peuvent être déplacés
entre une position parallèle, dans laquelle les au moins deux battants de porte (22)
sont orientés de manière sensiblement parallèle l'un par rapport à l'autre, et une
position coplanaire, dans laquelle les au moins deux battants de porte (22) sont orientés
de manière sensiblement coplanaire, dans lequel la position angulaire de l'au moins
un chariot (5) par rapport à l'axe de pivotement (8) varie lors d'un déplacement des
au moins deux battants de porte (22) entre la position parallèle et la position coplanaire.
13. Meuble (20) selon la revendication 12, dans lequel l'inclinaison de l'au moins un
chariot (5) par rapport à une position verticale dans la position coplanaire des aux
moins deux battants de porte (22) est supérieure à celle dans la position parallèle
des au moins deux battants de porte (22).