Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kunststoffpalette mit einem Oberteil und drei oder mehr
Kufen.
Stand der Technik
[0002] Paletten werden zur Lagerung und zum Transport von Waren verwendet. Die Paletten
halten die Waren vom Boden entfernt, sodass sie durch einen Hubstapler abgehoben und
transportiert werden können. Sie bestehen meistens aus einem flächigen Oberteil und,
bei Paletten in der Grösse von 1200x800mm, aus drei Kufen, welche einstückig über
Spritzgiessen oder mehrteilig hergestellt werden können. Mehrteilige Kunststoffpaletten
sind einfacher und günstiger herzustellen und bestehen beispielsweise aus einem Oberteil
und einem Unterteil, die ineinander greifend zusammengefügt und verbunden werden.
Das Unterteil weist dabei meistens drei Kufen sowie neun Füsse auf.
[0003] Das Oberteil und das Unterteil, beziehungsweise die Kufen, können über Schweissen,
wie in
CH702628 oder
CH685549 beschrieben, miteinander verbunden werden. Bei der Verschweissung des Oberteils mit
dem Unterteil wird eine Wulst gebildet, die mit einem Fräsvorgang entfernt werden
muss, damit die Palette eine glatte Oberfläche aufweist. Dies ist zeitaufwändig und
teuer.
[0004] Des Weiteren können die mehreren Teile über Schnappverschlüsse miteinander verbunden
werden. Aus
GB2421939 ist eine Kunststoffpalette bekannt mit einem flächigen Oberteil und einem flächigen
Unterteil sowie neun separaten Füssen, über die das Ober- und Unterteil miteinander
verbunden sind, wobei beide Enden der Füsse mittels Schnappverschlüssen jeweils am
Oberteil und Unterteil der Palette befestigt sind.
[0005] US 5,483,899 offenbart eine Palette mit einem Unterteil und einem Oberteil, die ineinander schiebbar
sind, wobei das Unterteil der Palette Rippen mit einem Schnappelement aufweist, das
jeweils am oberen Ende einer Rippe angeordnet ist. Durch dieses Schnappelement am
oberen Ende der Rippen des Unterteils der Palette wird die Schnappverbindung mit dem
Oberteil bewerkstelligt.
[0006] Aus
EP2733084 ist eine Kunststoffpalette bekannt mit einem Oberteil und einem Unterteil, wobei
die Füsse des Oberteils und des Unterteils vollständig ineinander schiebbar und mittels
Schnappverbindungen verriegelbar sind. Dabei wird der Aussenbereich der Füsse von
den Kufen gebildet.
[0007] US 5,794,543 A beschreibt ein moduläres Palettensystem mit einzelnen unteren Bodenelementen und
einem oberen Element mit einer Primärfläche. Zudem umfasst das System komplementäre
Eingriffselemente der oberen und unteren Elemente, welche ineinandergreifen und die
oberen und unteren Elemente miteinander verbinden.
[0008] WO 2005/118412 A1 offenbart eine Kunststoffpalette nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0009] Die bekannten mehrteiligen Kunststoffpaletten haben den Nachteil, dass sich die Verbindung
zwischen den verschiedenen Teilen bei Dauerbelastung lösen kann und sich das Oberteil
von den Füssen beziehungsweise den Kufen abtrennt.
Aufgabe der Erfindung
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine mehrteilige Kunststoffpalette
anzugeben, welche eine Verbindung zwischen dem Oberteil und den Kufen erlaubt, wobei
diese Verbindung der Belastung durch einen Aufprall der Paletten beim Transport besser
standhält und sich auch bei hoher Beanspruchung möglichst nicht öffnet.
Beschreibung der Erfindung
[0011] Diese Aufgabe wird durch eine Kunststoffpalette mit einem Oberteil und Kufen gelöst,
wobei das Oberteil mit äusseren und mittleren weiblichen Fussteilen und die Kufen
mit äusseren und mittleren männlichen Fussteilen versehen sind, wobei die männlichen
Fussteile der Kufen in die weiblichen Fussteile des Oberteils geschoben sind, und
wobei die männlichen Fussteile mit den weiblichen Fussteilen Füsse bilden. Die Fussteile
des Oberteils und die Fussteile der Kufen sind mittels Schnappverbindungen aneinander
befestigt. Jedes männliche Fussteil umfasst mindestens zwei Schnapphaken, welche paarweise
spiegelsymmetrisch angeordnet sind und welche je einen Hakenkopf mit Hinterschneidung,
einen Schnapparm und eine Rückseite aufweisen, wobei die Hinterschneidungen der Hakenköpfe
voneinander abgewandt und die Rückseiten der Schnapphaken einander zugewandt sind.
Jedes weibliche Fussteil umfasst mindestens ein Einrastelement, in welches die Hakenköpfe
eingerastet sind und jeweils eine Schnappverbindung bilden. Die weiblichen Fussteile
sind einstückig mit dem Oberteil verbunden. Zwischen den Rückseiten der Schnapphaken
ist ein Zwischenraum angeordnet. Jedes weibliche Fussteil umfasst mindestens ein Sicherungselement
mit je einem freien Ende, wobei das Sicherungselement einstückig mit dem weiblichen
Fussteil verbunden ist, und wobei das Sicherungselement in den Zwichenraum zwischen
den Rückseiten der Schnapphaken hineinragt, so dass die Schnapphaken in der eingerasteten
Position bleiben.
[0012] Die Anordnung des mindestens einen Sicherungselements zwischen den paarweise angeordneten
Schnapphaken ermöglicht, dass die Schnapphaken im zusammengesteckten Zustand der Kunststoffpalette
in der eingerasteten Position zurückgehalten werden und sich ohne zusätzliches Werkzeug
nicht aus der eingerasteten Position lösen. Das Sicherungselement führt zu einer sicheren
Verbindung zwischen dem Oberteil und den Fussteilen der Kufen und sichert somit die
Befestigung der Kufen am Oberteil.
[0013] Vorzugsweise ist das jeweils freie Ende des mindestens einen Sicherungselements zu
seiner Mitte hin verjüngt. Das freie Ende kann zur Mitte hin abgerundet oder zugespitzt
sein. Die zur Mitte verjüngte Form des freien Endes des Sicherungselementes ist besonders
dafür geeignet, dass die Schnapphaken beim Zusammenstecken der Kufen entlang des Sicherungselements
leichter in die gewünschte eingerastete Position gleiten können.
[0014] Vorzugsweise ist das freie Ende des mindestens einen Sicherungselements symmetrisch
zugespitzt. Vorzugsweise weist das freie Ende des mindestens einen Sicherungselements
einen pfeilförmigen Querschnitt auf. Das symmetrisch zugespitzte Ende ist von Vorteil,
damit jeder Schnapphaken beim Zusammenstecken der Palette entlang einer abgeschrägten
Fläche des freien Endes des Sicherungselements geführt wird. Ein Sicherungselement
kann auch mehrere, vorzugsweise nebeneinander angeordnete, freie Enden aufweisen,
welche vorzugsweise zur Mitte hin verjüngt, noch mehr bevorzugt symmetrisch zugespitzt
sind.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Schnapphaken mit Hakenkopf und Hinterschneidung
breit ausgebildet, um die Schnappverbindungsfläche zwischen Hakenkopf und Einrastelement
zu vergrössern und die Schnappverbindung zu verstärken. Vorzugsweise weist das mindestens
eine Sicherungselement zwischen einem Schnapphakenpaar zwei freie Enden auf, welche
zur Mitte hin verjüngt, vorzugsweise symmetrisch zugespitzt sind.
[0016] Jeder Schnapphaken umfasst einen Schnapparm, eine Rückseite und einen Hakenkopf mit
Hinterschneidung. Der Hakenkopf weist eine im Wesentlichen gerade Rückseite sowie
eine Vorderseite mit Hinterschneidung auf. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist eine letzte Partie der Rückseite des Schnapphakens im Bereich des Hakenkopfes,
die zu einer Spitze führt, abgeschrägt oder abgerundet, vorzugsweise abgeschrägt.
Dies führt dazu, dass die Spitze des Hakenkopfes am Ende des Schnapphakens abgeschwächt
ist und beim Zusammenstecken der Kufen in das Oberteil nicht am freien Ende des Sicherungselements
aneckt. Somit gleitet die Rückseite des Hakenkopfes beim Zusammenstecken der Kufen
in das Oberteil kontinuierlich entlang des freien Endes des Sicherungselements in
den eingerasteten Zustand. Als solches weist der Schnapphaken federnde Eigenschaften
auf.
[0017] Das Einrastelement weist mindestens eine Ausnehmung auf, in welche der Hakenkopf
des Schnapphakens eingreifen kann. Das Einrastelement kann auch zwei Ausnehmungen
aufweisen, in welche je ein Hakenkopf eines Schnapphakenpaares eingreift. In einer
bevorzugten Ausführungsform weist das Einrastelement im Querschnitt eine längliche
Form auf, wobei die Ausnehmungen jeweils an den Längsseiten des Einrastelements parallel
zur Breite des Hakenkopfes angeordnet sind. Jeder Hakenkopf des Schnapphakens greift
in eine Ausnehmung des Einrastelementes ein und die Hinterschneidung des Hakenkopfes
bildet zusammen mit dem Einrastelement eine Schnappverbindung.
[0018] Eine Schnappverbindung ist eine formschlüssige Verbindung und wird durch einen Hakenkopf
mit Hinterschneidung und ein Einrastelement mit Ausnehmung, welche als Gegenstücke
ausgebildet sind, gebildet. Dabei greift der Hakenkopf in die Ausnehmung des Einrastelements
ein und der Bereich der Hinterschneidung des Hakenkopfes rastet in das Einrastelement
ein. Eine solche Schnappverbindung hat den Vorteil, dass die Verbindung bei Belastung
ineinander gedrückt wird, was die Verbindung zusätzlich verstärkt. Zudem weist diese
Schnappverbindung bei Belastung eine federnde Eigenschaft auf.
[0019] Je nach gewünschter Stärke der Verbindung der beiden Teile der Palette können die
Füsse mehrere Schnappverbindungen aufweisen. In einer Ausführung der Erfindung weist
jeder Fuss ein oder mehrere Schnappverbindungspaare auf, vorzugsweise ein oder zwei
Paar. Die Füsse können in einer Ausführungsform auch vier Schnappverbindungspaare
und somit acht Schnappverbindungen aufweisen, vorzugsweise bei den äusseren Füssen
der mittleren Kufe. Durch die mehreren Schnappverbindungen ist die Festigkeit der
Füsse weiter erhöht und gesichert.
[0020] In einer Ausführungsform weisen die weiblichen Fussteile des Oberteils eine äussere
Wandung mit Rippen und die männlichen Fussteile der Kufen eine innere Wandung mit
Rippen auf. Vorzugsweise umschliesst die äussere Wandung der weiblichen Fussteile
die männlichen Fussteile. Die äussere Wandung des äusseren weiblichen Fussteils erstreckt
sich im Wesentlichen über die gesamte Höhe des äusseren männlichen Fussteils, so dass
die äusseren männlichen Fussteile der Kufen vollständig in die äusseren weiblichen
Fussteile des Oberteils geschoben sind.
[0021] Die äussere Wandung der weiblichen Fussteile umschliesst die männlichen Fussteile
derart, dass die männlichen äusseren Fussteile bei einem Aufprall vollständig geschützt
sind. Die äussere Wandung erstreckt sich über die gesamte Höhe des äusseren weiblichen
Fussteils, vorzugsweise im Wesentlichen um den gesamten Fuss herum. Unter gesamter
Höhe wird verstanden, dass sich die äussere Wandung der äusseren weiblichen Fussteile
von der Oberseite der Palette bis zur Unterseite der Kufe, welche auf eine Auflagefläche
gestellt werden kann, erstreckt. Vorzugsweise erstreckt sich die äussere Wandung um
den gesamten Fuss herum, mit Ausnahme einer Aussparung für ein Verbindungsstück der
Kufen, welches die äusseren männlichen Fussteile mit dem mittleren männlichen Fussteil
verbindet. Somit erstreckt sich die äussere Wandung auf mindestens drei Seiten der
äusseren weiblichen Fussteile von der Oberseite der Palette bis zur Unterseite der
Kufe.
[0022] Die Rippen der weiblichen Fussteile und die Rippen der männlichen Fussteile erstrecken
sich vorzugsweise im Wesentlichen über die gesamte Höhe eines jeden Fussteils. Die
Rippen können unterschiedliche Querschnitte aufweisen und beispielsweise einen T-förmigen,
winkligen oder rechteckigen Querschnitt aufweisen. Die Rippen der weiblichen Fussteile
und die Rippen der männlichen Fussteile sind vollständig ineinander schiebbar.
[0023] Vorzugsweise weisen die männlichen Fussteile der Kufen eine innere Wandung mit Rippen
auf, welche als Abstandhalter zwischen der inneren Wandung und der äusseren Wandung
dienen. Diese Rippen dienen zudem einerseits als Führung beim Zusammenstecken der
Kufen mit dem Oberteil der Palette, und andererseits bilden Sie einen Abstand zwischen
innerer Wandung und äusserer Wandung, welcher als zusätzlicher Aufprallschutz dient.
Beim Aufprall der Kunststoffpalette gegen einen Gegenstand können sich die Rippen
leicht beugen und der Abstand zwischen innerer und äusserer Wandung kurzzeitig verkleinern,
was den Aufprall abdämpft.
[0024] Vorzugsweise weist die Kunststoffpalette drei Kufen mit jeweils zwei äusseren männlichen
Fussteilen und einem mittleren männlichen Fussteil auf. Vorzugsweise weist die erfindungsgemässe
Kunststoffpalette drei Längskufen auf. Dies ist beispielsweise bei Kunststoffpaletten
der Standardgrösse von 1200x800mm der Fall. Dabei werden die äusseren männlichen Fussteile
in die äusseren weiblichen Fussteile gesteckt und bilden äussere Füsse, welche auf
der kurzen Querseite der Kunststoffpalette vorgesehen sind. Die mittleren weiblichen
und männlichen Fussteile, welche die mittleren Füsse bilden, sind vorzugsweise in
der Mitte der Palette quer zur Längsseite vorgesehen.
[0025] In einer weiteren Ausführungsform weist die Kunststoffpalette mehr als drei Kufen,
beispielsweise fünf oder sechs Kufen auf. Beispielsweise sind fünf oder sechs Kufen
bei Paletten der Grösse 1200x1000mm bevorzugt. Zum Beispiel ist eine Palette dieser
Art möglich mit fünf Kufen, wovon drei Kufen in einer Richtung und zwei Kufen in der
Querrichtung entlang der Seiten der Palette verlaufen. In einer weiteren Ausführungsform
umfasst die Palette sechs Kufen, drei Längskufen und drei Querkufen. In dieser Ausführungsform
weisen vorzugsweise alle äusseren acht Füsse äussere Wandungen auf, welche sich zumindest
an der Aussenseite der Füsse, d.h. an der Seite, welche an der Umrandung der Kunststoffpalette
angeordnet ist, über die gesamte Höhe der äusseren weiblichen Fussteile erstreckt.
[0026] Das Oberteil der Kunststoffpalette weist vorzugsweise eine flächige Oberseite auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Oberseite eine durchgehende geschlossene
Fläche auf. Vorzugsweise weist die Unterseite des Oberteils Querverstrebungen zur
Verstärkung des Oberteils auf. In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Oberteil
Verstärkungsrohre, welche das Oberteil der Kunststoffpalette zusätzlich verstärken.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform sind die männlichen Fussteile einer einzelnen
Kufe separat von den männlichen Fussteilen der anderen Kufen in die Fussteile des
Oberteils schiebbar. Somit sind die drei Kufen einzeln in das Oberteil einsteckbar
und die Kunststoffpalette ist aus vier Stücken herstellbar. Es ist aber auch möglich,
dass die drei Kufen miteinander verbunden sind und aus einem Stück bestehen, so dass
die Kunststoffpaletten aus zwei Stücken, dem Oberteil und einem mit Kufen versehenen
Unterteil zusammensteckbar ist.
[0028] Die Fussteile des Oberteils und die Fussteile der Kufen sind vorzugsweise einstückig
mit dem Oberteil bzw. mit der Kufe verbunden. Durch diese Ausführung zusammen mit
der Schnappverbindung ist der Zusammenbau einer Palette aus lediglich zwei beziehungsweise
vier Teilen und ohne die Zuhilfenahme von Werkzeugen ermöglicht.
[0029] Bei der Zusammenführung des Oberteils mit den Kufen werden vorzugsweise die männlichen
Fussteile mit der inneren Wandung und den Rippen vollständig in die weiblichen Fussteile
mit der äusseren Wandung und den Rippen geschoben, sodass deren Rippen vollständig
ineinander geschoben werden und über ihre ganze Länge parallel zueinander angeordnet
sind, wobei die Füsse der Palette gebildet werden und die inneren Wandungen des männlichen
Fussteils und die äusseren Wandungen des weiblichen Fussteils doppelte Wandungen der
Füsse bilden. Die doppelten Wandungen bewirken eine erhöhte Festigkeit der Füsse,
sodass diese vermehrt robust sind, Stössen eines Hubstaplers oder anderer Gegenstände
widerstehen und dadurch über längere Zeit einsetzbar sind.
[0030] Die Konstruktion der Füsse erlaubt einen einfachen und schnellen Zusammenbau der
beiden Teile der Palette, und die Schnappverbindung ermöglicht eine effiziente Verriegelung
ohne Notwendigkeit eines Werkzeugs. Wenn gewünscht, kann die Schnappverbindung trotzdem
wieder geöffnet werden, indem man mit einem Schraubenzieher pro Schnapphaken von der
Unterseite der Kufe zwischen Schnapphaken und Einrastelement greift und den Schnapphaken
aus dem Einrastelement drückt. Dies ist aber ohne zusätzliches Werkzeug nicht möglich.
[0031] Die Anordnung der erfindungsgemässen Palette führt dazu, dass die männlichen Fussteile
der Kufen durch die weiblichen Fussteile des Oberteils geschützt sind. Beim Transport,
beispielsweise auf Förderbänder oder beim Transport durch Hubstapler, stossen die
kurzen Querseiten der Palette mit Längskufen häufig gegen Gegenstände und müssen robust
gegen Stösse sein. Dabei sind insbesondere die äusseren Füsse starken Kräften ausgesetzt.
Durch die äussere Wandung der äusseren weiblichen Fussteile, welche sich über die
gesamte Höhe der äusseren männlichen Fussteile erstreckt, sind die männlichen Fussteile
der Kufen geschützt. Beim Aufprall der äusseren Füsse gegen Gegenstände entstehen
Scherkräfte, welche durch das Gewicht des Transportguts auf die Oberseite der Palette
verstärkt werden. Bei der erfindungsgemässen Palette werden diese Kräfte über die
Oberseite der Palette und die weiblichen Fussteile in den Boden gelenkt. Dabei werden
die Füsse des Oberteils und nicht die Füsse der Kufen belastet. Dadurch hält die Schnappverbindung
auch starken Stössen stand und löst sich auch unter Dauerbelastung nicht.
[0032] Die Kombination einer erfindungsgemässen Schnappverbindung, welche durch das Sicherungselement
in der eingerasteten Position bleibt, und der äusseren und inneren Wandung der Fussteile
mit Rippen, welche als Aufprallschutz dienen, führt zu einer äusserst stabilen Verbindung
zwischen Kufe und Oberteil und somit zu einer erhöhten Stossfestigkeit und längeren
Einsatzdauer verglichen mit herkömmlichen Kunststoffpaletten.
[0033] Weitere Vorteile der Erfindung folgen aus der nachfolgenden Beschreibung, in welcher
die Erfindung anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher
erläutert wird.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0034] Es zeigen:
Fig. 1A eine Kunststoffpalette mit Oberteil und drei Kufen in perspektivischer Darstellung
von schräg oben mit getrennter Ansicht des Oberteils und einer Kufe,
Fig. 1B eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Kunststoffpalette
im zusammengesteckten Zustand von schräg oben auf die Oberseite der Palette,
Fig. 2A eine Kunststoffpalette in einer Sicht von unten auf die Unterseite der Palette,
Fig. 2B eine Detailansicht von unten auf die Unterseite eines Fusses gemäss Ausschnitt
IIb der Figur 2A,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Kunststoffpalette im zusammengesteckten
Zustand auf die Längsseite der Palette,
Fig. 4A einen Querschnitt durch die Achse entlang der Linie A-A der Figur 2A beziehungsweise
3,
Fig. 4B eine Detailansicht des Querschnitts des Fusses IVb der Figur 4A entlang der
Linie B-B der Figur 2B,
Fig. 5A eine Detailansicht des Querschnitts des weiblichen Fussteils der Figur 4B
entlang der Linie C-C der Figur 7,
Fig. 5B eine Detailansicht des Querschnitts des männlichen Fussteils der Figur 4B,
Fig. 6 eine Detailansicht der perspektivische Darstellung von schräg unten auf die
Unterseite eines weiblichen Fussteils der Oberseite der Palette,
Fig. 7 eine Detailansicht von unten auf die Unterseite eines weiblichen Fussteils
der Oberseite der Palette,
Fig. 8 eine perspektivische Darstellung auf den Querschnitt des Fusses der Figur 5A
entlang der Linie B-B der Figur 2B von schräg unten auf die Unterseite der Palette
im zusammengesteckten Zustand.
[0035] In den Figuren sind für dieselben Elemente jeweils dieselben Bezugszeichen verwendet
und es gelten Erklärungen zu einem bestimmten Bezugszeichen für alle Figuren, wenn
nicht ausdrücklich etwas anders erwähnt ist.
Ausführungsbeispiele der Erfindung
[0036] Figur 1A zeigt das Oberteil 2 und eine äussere Kufen 3 der erfindungsgemässen Kunststoffpalette
1. Die Kufe 3 ist im getrennten und nicht zusammengesteckten Zustand gezeigt. Das
Oberteil 2 weist äussere weibliche Fussteile 4, hier vier dargestellt, und mittlere
weibliche Fussteile 4`, hier eines sichtbar, auf. Die Kufe 3 ist mit zwei äusseren
männlichen Fussteilen 5 und einem mittleren männlichen Fussteil 5' versehen. Die männlichen
Fussteile 5, 5' weisen Schnapphaken mit Hakenköpfen 9 auf. Die äusseren männlichen
Fussteile 5 der äusseren Kufe 3 weisen zwei Schnapphakenpaare mit vier Hakenköpfen
9 auf, und das mittlere männliche Fussteil 5` der äusseren Kufe 3 weist ein Schnapphakenpaar
mit zwei Hakenköpfen auf. Die männlichen Fussteile 5, 5' weisen eine innere Wandung
15 mit Rippen 17 auf, welche als Abstandhalter zwischen der inneren Wandung 15 und
der äusseren Wandung 14 der weiblichen Fussteile 4, 4' und als Führung beim Zusammenstecken
der Kufen mit dem Oberteil der Palette dienen. Die männlichen Fussteile 5, 5' sind
über Verbindungsstücke 18 miteinander verbunden und bilden die Kufe 3.
[0037] Figur 1B zeigt die erfindungsgemässe Kunststoffpalette 1 im zusammengebauten, zusammengesteckten
Zustand, bei welchem die drei Kufen 3, 3' (hier nur die Verbindungsstücke 18 einer
Kufe 3 sichtbar) in das Oberteil 2 gesteckt werden. Dabei werden die Kufen 3, 3' über
die männlichen Fussteile 5, 5' in die weiblichen Fussteile 4, 4' gesteckt (in Figur
4A dargestellt), so dass die mit den weiblichen Fussteilen 4, 4' zusammengesteckten
männlichen Fussteile 5, 5' Füsse 21, 21'(in Figur 4A dargestellt) bilden, und so dass
die weiblichen Fussteile 4, 4' des Oberteils und die männlichen Fussteile 5, 5' der
Kufen mittels einer Schnappverbindung 6 (nicht sichtbar) aneinander befestigbar sind.
Die Schnappverbindung wird aus dem Schnapphaken (8, nicht sichtbar, in Figur 4A dargestellt)
und dem Einrastelement (7, nicht sichtbar, in Figur 4A dargestellt) gebildet. Die
Kunststoffpalette 1 weist sechs äussere weibliche Fussteile 4 und sechs äussere männliche
Fussteile 5 auf, welche entlang der beiden kurzen Querseiten der Palette angeordnet
sind und welche zusammen die sechs äusseren Füsse 21 (in den Figuren 2A, 2B und 4A
dargestellt) bilden.
[0038] Figur 2A zeigt die Unterseite der zusammengesteckten Kunststoffpalette 1 mit Sicht
auf die Unterseite der beiden äusseren Kufen 3 und der mittleren Kufe 3' und auf die
Unterseite des Oberteils 2 mit den Querverstrebungen 22. Die zwei äusseren Kufen 3
weisen je zwei äussere männliche Fussteile 5 und je ein mittleres männliches Fussteil
5' auf und bilden zusammen mit den je zwei äusseren weiblichen Fussteile 4 und dem
jeweils einen mittleren weiblichen Fussteil 4' je zwei äussere Füsse 21 und je einen
mittleren Fuss 21'. Die mittlere Kufe 3' weist zwei äussere männliche Fussteile 5
und ein mittleres männliches Fussteil 5' auf und bildet zusamment mit den zwei äusseren
weiblichen Fussteile 4 und dem mittleren weiblichen Fussteil 4' zwei äussere Füsse
21 und einen mittleren Fuss 21`. Ebenfalls dargestellt ist die Unterseite der Schnapphaken
8 und der Verbindungsstücke 18 der Kufen 3, 3`. Die Unterseite der äusseren Wandung
14 des äusseren weiblichen Fussteils bildet zusammen mit der Unterseite des männlichen
Fussteils 5, 5' und der Kufe 3, 3' eine Tragfläche. Zudem sind die Querverstrebungen
22 des Oberteils 2 sichtbar, welche als Verstärkung des Oberteils zur Erhöhung der
Tragfähigkeit der Palette dienen.
[0039] Figur 2B zeigt den Ausschnitt IIb aus Figur 2A und die Unterseite eines Fusses 21
in Vergrösserung. Dabei ist die Unterseite der äusseren Wandung 14 des äusseren weiblichen
Fussteils 4 dargestellt, welche mit der Unterseite des äusseren männlichen Fussteils
5 und dem Verbindungsstück 18 der Kufe 3 eine Tragfläche bildet. Ebenfalls dargestellt
sind die innere Wandung 15 des männlichen Fussteils 5 und die Sicht von unten auf
die Schnapphaken 8 und die Sicherungselemente 12 mit deren zwei freien Enden 13. Zwischen
einem Schnapphakenpaar 8 befinden sich zwei freie Enden 13 des Sicherungselements
12.
[0040] Figur 3 zeigt eine Seitenansicht auf eine Längsseite der Kunststoffpalette 1 mit
dem Oberteil 2 und der Kufe 3. Es sind zwei äussere weibliche Fussteile 4, von welchen
die äussere Wandung 14 sichtbar ist, ein mittleres weibliches Fussteil 4' sowie zwei
äussere männliche Fussteile 5 und ein mittleres männliches Fussteil 5' dargestellt.
Die männlichen Fussteile sind über ein Verbindungsstück 18 miteinander verbunden.
[0041] Figur 4A zeigt einen Querschnitt durch die Achse entlang der Linie A-A der Figur
2A sowie der Figur 3 durch die Schnappverbindungen der äusseren weiblichen Fussteile
4 und der äusseren männlichen Fussteile 5, welche zusammen Füsse 21 bilden. Insbesondere
sind Schnapphaken 8 mit Hakenkopf 9 und die dazugehörigen Einrastelemente 7 dargestellt,
welche beim Zusammenstecken des Oberteils 2 mit den Kufen ineinandergreifen und das
Oberteil 2 mit den Kufen 3, 3' verriegelt. Ebenfalls dargestellt sind die Sicherungselemente
12.
[0042] Figur 4B zeigt den Ausschnitt IVb aus Figur 4A und eine Detailansicht des Querschnitts
des äusseren Fusses 21 entlang der Linie B-B der Figur 2B. Es sind die zwei Schnapphaken
8 des äusseren männlichen Fussteils 5 der Kufe 3 offenbart, wobei die Schnapphaken
8 paarweise spiegelsymmetrisch angeordnet sind und je einen Schnapparm 8`, einen Hakenkopf
9 mit Hinterschneidung 9' und eine Rückseite 10 aufweisen. Zwischen den Rückseiten
10 der Schnapphaken 8 ist ein Zwischenraum 24 angeordnet. Die Hinterschneidungen 9'
der Hakenköpfe 9 sind voneinander abgewandt und die Rückseiten 10 der Schnapphaken
8 sind einander zugewandt. Jeder Hakenkopf 9 der Schnapphaken 8 ist in ein Einrastelement
7 eingerastet, wobei jeder Hakenkopf 9 in eine Ausnehmung 23 des Einrastelements 7
greift und mit dem Einrastelement 7 eine Schnappverbindung 6 bildet und so das weibliche
Fussteil 4 des Oberteil 2 mit dem männlichen Fussteil 5 der Kufe 3 verriegelt. Ebenfalls
dargestellt ist ein Sicherungselement 12 mit symmetrisch zugespitztem freien Ende
13. Das Sicherungselement 12 mit freiem Ende 13 weist im gezeigten Beispiel einen
pfeilförmigen Querschnitt auf. Das freie Ende 13 ist zur Mitte hin verjüngt. Zudem
ist die letzte Partie 11 der Rückseite 10 des Schnapphakens 8 im Bereich des Hakenkopfes
9, die zur Spitze führt, abgeschrägt. Diese Abschrägung 11 führt dazu, dass die Spitze
des Hakenkopfes 9 am Ende des Schnapphakens 8 abgeschwächt ist und beim Zusammenstecken
der Kufen 3 in das Oberteil 2 kontinuierlich entlang der abgeschrägten Seite des symmetrisch
zugespitzten freien Endes 13 des Sicherungselements 12 in den eingerasteten Zustand
gleitet. Ebenfalls dargestellt ist eine äussere Wandung 14 des äusseren weiblichen
Fussteils 4, welche das äussere männliche Fussteil 5 und dessen innere Wandung 15
umschliesst. Zudem sind die Rippen 16 des äusseren weiblichen Fussteils 4 und die
Rippen 17 des äusseren männlichen Fussteils 5 sichtbar. Durch die äussere Wandung
14 und die innere Wandung 15 verfügt der Fuss 21 über eine Doppelwandung, was eine
Verstärkung der Füsse bewirkt. Schäden an den Füssen durch Stösse eines Hubstaplers
oder wegen Herunterfallens werden dadurch weitgehend vermieden.
[0043] Figur 5A zeigt einen Querschnitt entlang der Linie C-C der Figur 7 durch ein äusseres
weibliches Fussteil 4 eines Oberteils 2 im nicht zusammengesteckten Zustand. Die äussere
Wandung 14 erstreckt sich über die gesamte Höhe des äusseren weiblichen Fussteils
4, vorzugsweise im Wesentlichen um den gesamten Fuss herum. Unter gesamter Höhe wird
verstanden, dass sich die äussere Wandung der äusseren weiblichen Fussteile von der
Oberseite der Palette bis zur Unterseite der Kufe, welche auf eine Auflagefläche gestellt
werden kann, erstreckt. Das weibliche Fussteil 4 umfasst Rippen 16, welche beim Zusammenstecken
des Oberteils 2 und der Kufen (nicht dargestellt) in die Rippen des männlichen Fussteils
(in Fig. 5B dargestellt) schiebbar sind. Ebenfalls sichtbar sind die beiden Längsseiten
des Einrastelements 7 mit Ausnehmungen 23 in welche die Schnapphaken (in Fig. 5B dargestellt)
einrasten. Das Sicherungselement 12 mit einem zur Mitte verjüngten freien Ende 13
weist einen pfeilförmigen Querschnitt auf. Das freie Ende 13 ist symmetrisch zugespitzt.
[0044] Figur 5B zeigt einen Querschnitt durch ein äusseres männliches Fussteil 5 einer äusseren
Kufe 3 im nicht zusammengesteckten Zustand. Das männliche Fussteil 5 weist innere
Wandungen 15 auf, welche beim Zusammenstecken der Kufen 3 mit dem Oberteil (in Fig.
5A dargestellt) vollständig in das äussere weibliche Fussteil 4 (in Fig. 5A dargestellt)
schiebbar sind. Die Rippen 17 des männlichen Fussteils 5 erstrecken sich über die
gesamte Höhe des männlichen Fussteils 5. Das männliche Fussteil 5 weist zwei Schnapphaken
8 auf, wobei die Schnapphaken 8 paarweise spiegelsymmetrisch angeordnet sind und je
einen Schnapparm 8`, einen Hakenkopf 9 mit Hinterschneidung 9' und eine Rückseite
10 aufweisen. Die Hinterschneidungen 9' der Hakenköpfe 9 sind voneinander abgewandt
und die Rückseiten 10 der Schnapphaken 8 sind einander zugewandt. Zwischen den Rückseiten
10 der Schnapphaken 8 ist ein Zwischenraum 24 angeordnet.
[0045] Figur 6 zeigt eine Detailansicht der perspektivischen Darstellung von schräg unten
auf die Unterseite eines äusseren weiblichen Fussteils 4 des Oberteils 2 einer Kunststoffpalette
im nicht zusammengesteckten Zustand. Das äussere weibliche Fussteil 4 weist eine äussere
Wandung 14 auf, welche sich im äusseren Bereich des Fussteils 4 über die gesamte Höhe
erstreckt. Als äusserer Bereich des Fussteils 4 wird der gesamte Bereich verstanden,
welcher das Fussteil 4 umschliesst, mit Ausnahme einer Aussparung 19, welche der Aufnahme
der Verbindungsstücke der Kufen im zusammengesteckten Zustand dient. Das äussere weibliche
Fussteil 4 weist mehrere Rippen 16 auf, die sich im Wesentlichen über die gesamte
Höhe des Fussteils erstrecken. Die Rippen weisen unterschiedliche Querschnitte auf,
beispielsweise einen T-förmigen, winkligen oder rechteckigen Querschnitt. Das weibliche
Fussteil 4 weist zwei Einrastelemente 7 mit je zwei Ausnehmungen 23 für die Aufnahme
von Schnapphaken (in Fig. 4B dargestellt) auf. Die Einrastelemente 7 weisen je eine
längliche Form auf, wobei die Ausnehmungen 23 an den beiden Längsseiten der länglichen
Einrastelemente 7 angeordnet sind. Jedes Einrastelement 7 weist in der Mitte der länglichen
Form je ein Sicherungselement 12 mit je zwei freien Enden 13 auf, welche dazu dienen,
die Schnapphaken (nicht dargestellt) bei der zusammengesteckten Palette im eingerasteten
Zustand zu halten. In dieser bevorzugten Ausführungsform werden zwei freie Enden 13
verwendet, um den breiten Hakenkopf (nicht dargestellt) in der eingerasteten Position
einer zusammengesteckten Palette zu halten. Das Oberteil 2 weist auf der Unterseite
Querverstrebungen 22 zur Verstärkung des Oberteils 2 der Palette auf.
[0046] Figur 7 zeigt eine Detailansicht von unten auf die Unterseite eines äusseren weiblichen
Fussteils 4 des Oberteils 2 einer Kunststoffpalette mit einer äusseren Wandung 14,
Rippen 16, zwei Einrastelemente 7 mit länglicher Form mit je einem Sicherungselement
12. Jedes der beiden Sicherungselemente 12 weist je zwei freie Enden 13 auf. Ebenfalls
sichtbar sind die Querverstrebungen 22 des Oberteils 2.
[0047] Figur 8 zeigt eine perspektivische Darstellung auf den Querschnitt eines Fusses 21
der Figur 5A entlang der Linie B-B der Figur 2B von schräg unten auf die Unterseite
des Oberteils 2 der Palette im zusammengesteckten Zustand. Der Fuss 21 zeigt das äussere
weibliche Fussteil 4 mit äusserer Wandung 14, Rippe 16, dem Einrastelement 7 mit zwei
Ausnehmungen 23 und dem Sicherungselement 12 mit freiem Ende 13, sowie dem äusseren
männlichen Fussteil 5 mit innerer Wandung 15, paarweise angeordneten Schnapphaken
8 mit Schnapparm 8`, Rückseite 10 und Hakenkopf 9. Zwischen den Rückseiten 10 der
Schnapphaken 8 ist ein Zwischenraum 24 angeordnet. Ebenfalls sichtbar sind die Querverstrebungen
22 des Oberteils 2.
[0048] Die Figuren 1-8 zeigen eine mögliche Ausführung der Erfindung auf, wobei diese Ausführung
drei Längskufen aufweist und die äusseren Füsse entlang der kurzen Querseite der Kunststoffpalette
angeordnet sind. Im Sinne der Erfindung sind auch weitere Ausführungen denkbar mit
mehr als drei Kufen in verschiedenen Anordnungen. Beispielsweise ist eine Kunststoffpalette
mit fünf oder sechs Kufen möglich, wobei jede Kufe jeweils zwei äussere männliche
Fussteile und ein mittleres männliches Fussteil aufweist. Zum Beispiel ist eine Palette
dieser Art möglich mit fünf Kufen, wovon drei Kufen in einer Richtung und nur zwei
Kufen in der Querrichtung entlang der Seiten der Palette verlaufen. Oder es ist eine
Palette mit sechs Kufen möglich, wobei die Kufen als drei Querkufen und drei Längskufen
angeordnet sind, so dass der Hubstapler die Palette sowohl von der Längsseite wie
auch von der Querseite transportieren kann. Ebenfalls denkbar ist eine Kunststoffpalette
mit drei Querkufen, wobei die äusseren Füsse dann entlang der langen Längsseite angeordnet
sind. Zudem kann jeder Fuss eine beliebige Anzahl an Schnappverbindungen in verschiedenen
Anordnungen aufweisen.
[0049] Ebenfalls möglich ist eine Anordnung von mehreren Sicherungselementen mit einem oder
mehreren freien Enden zwischen einem Schnapphakenpaar, um die Sicherung der Schnappverbindung
zu erhöhen.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Kunststoffpalette
- 2
- Oberteil
- 3
- äussere Kufe
- 3`
- mittlere Kufe
- 4
- äusseres weibliches Fussteil
- 4`
- mittleres weibliches Fussteil
- 5
- äusseres männliches Fussteil
- 5`
- mittleres männliches Fussteil
- 6
- Schnappverbindung
- 7
- Einrastelement
- 8
- Schnapphaken
- 8'
- Schnapparm
- 9
- Hakenkopf mit Hinterschneidung
- 9`
- Hinterschneidung
- 10
- Rückseite des Schnapphakens
- 11
- Letzte Partie der Rückseite des Schnapphakens, Abschrägung
- 12
- Sicherungselement
- 13
- freies Ende
- 14
- äussere Wandung
- 15
- innere Wandung
- 16
- Rippen des Fussteils des Oberteils
- 17
- Rippen des Fussteils der Kufen
- 18
- Verbindungsstück Kufen
- 19
- Aussparung für Kufen
- 21, 21'
- Füsse
- 22
- Querverstrebungen Oberteil
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Zwischenraum
1. Kunststoffpalette (1) mit einem mit äusseren (4) und mittleren (4') weiblichen Fussteilen
versehenen Oberteil (2) und mit äusseren (5) und mittleren (5') männlichen Fussteilen
versehenen Kufen (3, 3'), wobei die männlichen Fussteile (5, 5') der Kufen (3, 3')
in die weiblichen Fussteile (4, 4') des Oberteils (2) geschoben sind, wobei die männlichen
Fussteile (5, 5') mit den weiblichen Fussteilen (4, 4') Füsse (21, 21') bilden, wobei
die Fussteile (4, 4') des Oberteils und die Fussteile (5, 5') der Kufen (3, 3') mittels
Schnappverbindungen (6) aneinander befestigt sind, wobei jedes männliche Fussteil
(5, 5') mindestens zwei Schnapphaken (8) umfasst, welche paarweise spiegelsymmetrisch
angeordnet sind und welche je einen Hakenkopf (9) mit Hinterschneidung (9'), einen
Schnapparm (8') und eine Rückseite (10) aufweisen, wobei die Hinterschneidungen (9')
der Hakenköpfe (9) voneinander abgewandt und die Rückseiten (10) der Schnapphaken
(8) einander zugewandt sind, wobei jedes weibliche Fussteil (4, 4') mindestens ein
Einrastelement (7) umfasst, in welches die Hakenköpfe (9) eingerastet sind und jeweils
eine Schnappverbindung (6) bilden, wobei zwischen den Rückseiten (10) der Schnapphaken
(8) ein Zwischenraum (24) angeordnet ist, und wobei die weiblichen Fussteile (4, 4')
einstückig mit dem Oberteil (2) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass jedes weibliche Fussteil (4, 4') mindestens ein Sicherungselement (12) mit je mindestens
einem freien Ende (13) umfasst, wobei das Sicherungselement (12) einstückig mit dem
weiblichen Fussteil (4, 4') verbunden ist, und wobei das Sicherungselement (12) in
den Zwichenraum (24) zwischen den Rückseiten (10) der Schnapphaken (8) hineinragt,
so dass die Schnapphaken (8) in der eingerasteten Position bleiben.
2. Kunststoffpalette (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweils freie Ende (13) des mindestens einen Sicherungselements (12) zur Mitte
hin verjüngt ist.
3. Kunststoffpalette (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweils freie Ende (13) des mindestens einen Sicherungselements (12) symmetrisch
zugespitzt ist.
4. Kunststoffpalette (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweils freie Ende (13) des mindestens einen Sicherungselements (12) einen pfeilförmigen
Querschnitt aufweist.
5. Kunststoffpalette (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine letzte Partie (11) der Rückseite (10) des Schnapphakens (8), die zu einer Spitze
führt, abgeschrägt oder abgerundet ist.
6. Kunststoffpalette (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die weiblichen Fussteile (4, 4') des Oberteils (2) eine äussere Wandung (14) mit
Rippen (16) und die männlichen Fussteile (5, 5') der Kufen (3, 3') eine innere Wandung
(15) mit Rippen (17) aufweisen.
7. Kunststoffpalette (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Wandung (14) der weiblichen Fussteile (4, 4') jeweils die männlichen
Fussteile (5, 5') umschliesst und sich über die gesamte Höhe der äusseren männlichen
Fussteile (5) erstreckt, so dass die äusseren männlichen Fussteile (5) der Kufen (3,
3') vollständig in die äusseren weiblichen Fussteile (4) des Oberteils (2) geschoben
sind.
8. Kunststoffpalette (1) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rippen (16, 17) als Abstandhalter zwischen innerer Wandung (15) und äusserer
Wandung (14) dienen.
9. Kunststoffpalette (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die männlichen Fussteile (5, 5') einer einzelnen Kufe (3, 3') separat von den männlichen
Fussteilen (5, 5') der anderen Kufen in die weiblichen Fussteile (4, 4') des Oberteils
(2) geschoben sind.
10. Kunststoffpalette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffpalette (1) drei Kufen (3, 3') aufweist.
1. A plastic pallet (1) with an upper part (2) provided with outer (4) and middle (4')
female foot parts and runners (3, 3') provided with outer (5) and middle (5') male
foot parts, wherein the male foot parts (5, 5') of the runners (3, 3') are pushed
into the female foot parts (4, 4') of the upper part (2), wherein the male foot parts
(5, 5') form feet (21, 21') with the female foot parts (4, 4'), wherein the foot parts
(4, 4') of the upper part and the foot parts (5, 5') of the runners (3, 3') are fastened
to one another by means of snap connections (6), wherein each male foot part (5, 5')
comprises at least two snap hooks (8), which are arranged in pairs mirror-symmetrically
and which each comprise a hook head (9) with undercuts (9'), a snap arm (8') and a
rear side (10), wherein the undercuts (9') of the hook heads (9) face away from one
another and the rear sides (10) of the snap hooks (8) face towards one another, wherein
each female foot part (4, 4') comprises at least one snap-in element (7), into which
the hook heads (9) are snapped and which each form a snap connection (6), wherein
an intermediate space (24) is arranged between the rear sides (10) of the snap hooks
(8), and wherein the female foot parts (4, 4') are connected in one piece with the
upper part (2),
characterised in that
each female foot part (4, 4') comprises at least one safety element (12) with at least
one free end (13) in each case, wherein the safety element (12) is connected in one
piece with the female foot part (4, 4'), and wherein the safety element (12) projects
into the intermediate space (24) between the rear sides (10) of the snap hooks (8),
so that the snap hooks (8) remain in the snapped-in position.
2. The plastic pallet (1) according to claim 1, characterised in that the respective free end (13) of the at least one safety element (12) is tapered towards
the middle.
3. The plastic pallet (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the respective free end (13) of the at least one safety element (12) is tapered symmetrically.
4. The plastic pallet (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the respective free end (13) of the at least one safety element (12) has an arrow-shaped
cross section.
5. The plastic pallet (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that a last part (11) of the rear side (10) of the snap hook (8), which leads to a point,
is bevelled or rounded.
6. The plastic pallet (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the female foot parts (4, 4') of the upper part (2) comprises an outer wall (14)
with ribs (16) and the male foot parts (5, 5') of the runners (3, 3') comprise an
inner wall (15) with ribs (17).
7. The plastic pallet (1) according to claim 6, characterised in that the outer wall (14) of the female foot parts (4, 4') in each case encloses the male
foot parts (5, 5') and extends over the entire height of the outer male foot parts
(5), so that the outer male foot parts (5) of the runners (3, 3') are completely pushed
into the outer female foot parts (4) of the upper part (2) .
8. The plastic pallet (1) according to claim 6 or 7, characterised in that the ribs (16, 17) serve as spacers between inner wall (15) and outer wall (14).
9. The plastic pallet (1) according to any one of the preceding claims, characterised in that the male foot parts (5, 5') of an individual runner (3, 3') are pushed separately
from the male foot parts (5, 5') of the other runners into the female foot parts (4,
4') of the upper part (2).
10. The plastic pallet according to any one of the preceding claims, characterised in that the plastic pallet (1) comprises three runners (3, 3').
1. Palette (1) en matière plastique, comprenant une partie supérieure (2), dotées d'éléments
formant pied femelles extérieurs (4) et centraux (4') et des patins (3, 3') dotés
d'éléments formant pied mâles extérieurs (5) et centraux (5'), les éléments formant
pied (5, 5') mâles des patins (3, 3') étant enfoncés dans les éléments formant pied
(4, 4') femelles de la partie supérieure (2), les éléments formant pied (5, 5') mâles
constituant avec les éléments formant pied (4, 4') femelles des pieds (21, 21'), les
éléments formant pied (4, 4') de la partie supérieure et les éléments formant pied
(5, 5') des patins (3, 3') étant fixés les uns aux autres au moyen d'assemblages par
encliquetage (6), chaque élément formant pied (5, 5') mâle comprenant au moins deux
crochets d'encliquetage (8), lesquels sont placés par paires en symétrie spéculaire
et lesquels comportent chacun une tête de crochet (9) pourvue d'une contre-dépouille
(9'), d'un bras d'encliquetage (8') et d'une face arrière (10), les contre-dépouilles
(9') des têtes de crochets (9) étant opposées les unes aux autres et les faces arrières
(10) des crochets d'encliquetage (8) étant tournées les unes vers les autres, chaque
élément formant pied (4, 4') femelle comprenant au moins un élément d'enclenchement
(7) dans lequel les têtes de crochets (9) sont enclenchées et constituant chacun un
assemblage par encliquetage (6), entre les faces arrières (10) des crochets d'encliquetage
(8) étant placé un interstice (24) et les éléments formant pied (4, 4') femelles étant
assemblés en monobloc avec la partie supérieure (2), caractérisée en ce que chaque élément formant pied (4, 4') femelle comprend au moins un élément de blocage
(12) dont chacun comprend au moins une extrémité (13) libre, l'élément de blocage
(12) étant assemblé en monobloc avec l'élément formant pied (4, 4') femelle, et l'élément
de blocage (12) saillant à l'intérieur de l'interstice (24) entre les faces arrières
(10) des crochets d'encliquetage (8), de telle sorte que les crochets d'encliquetage
(8) restent dans la position enclenchée.
2. Palette (1) en matière plastique selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'extrémité (13) respectivement libre de l'au moins un élément de blocage (12) se
rétrécit en direction du centre.
3. Palette (1) en matière plastique selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'extrémité (13) respectivement libre de l'au moins un élément de blocage (12) est
symétriquement effilée.
4. Palette (1) en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'extrémité (13) respectivement libre de l'au moins un élément de blocage (12) présente
une section transversale en forme de flèche.
5. Palette (1) en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'une dernière partie (11) de la face arrière (10) du crochet d'encliquetage (8), qui
mène vers une pointe est chanfreinée ou arrondie.
6. Palette (1) en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les éléments formant pied (4, 4') femelles de la partie supérieure (2) comportent
une paroi (14) extérieure pourvue de nervures (16) et les éléments formant pied (5,
5') mâles der patins (3, 3') comportent une paroi (15) intérieure pourvue de nervures
(17).
7. Palette (1) en matière plastique selon la revendication 6, caractérisée en ce que la paroi (14) extérieure des éléments formant pied (4, 4') femelles entoure respectivement
les éléments formant pied (5, 5') mâles et s'étend sur toute la hauteur des éléments
formant pied (5) mâles extérieurs, de telle sorte que les éléments formant pied (5)
mâles extérieurs des patins (3, 3') soient entièrement poussés dans les éléments formant
pied (4) femelles extérieurs de la partie supérieure (2).
8. Palette (1) en matière plastique selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que les nervures (16, 17) servent d'espaceurs entre la paroi (15) intérieure et la paroi
(14) extérieure.
9. Palette (1) en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les éléments formant pied (5, 5') mâles d'un patin (3, 3') individuel sont poussés
séparément des éléments formant pied (5, 5') mâles des autres patins dans les éléments
formant pied (4, 4') femelles de la partie supérieure (2).
10. Palette en matière plastique selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la palette (1) en matière plastique comporte trois patins (3, 3').