[0001] Die Erfindung betrifft einen insbesondere stapelbaren Verpackungsbehälter zum Aufnehmen
flüssiger und/oder pastöser Produkte mit einer sich von einem oberen Rand in Richtung
auf einen Boden erstreckenden und eine Behälterachse in einer Umfangsrichtung umlaufenden
Behälterwand.
[0002] Ein solcher Verpackungsbehälter dient insbesondere zur Aufnahme von Milchprodukten
wie etwa Joghurt oder Getränken oder als Trinkbehälter zum Verzehr des in dem Verpackungsbehälter
enthaltenen Lebensmittels.
[0003] Bei bekannten Verpackungsbehältern, wie beispielsweise denen gemäß der Schrift
DE 10 2011 100 171 A1, hat es sich als nachteilig erwiesen, dass der Behälterboden, insbesondere der sogenannte
Bodenspiegel, in bestimmten Situationen dazu tendiert, sich nach außen in Richtung
der Behälterachse zu wölben. Dieser Effekt tritt beispielsweise während des Abkühl-
oder Schrumpfvorgangs nach der Herstellung des Verpackungsbehälters auf. Ferner kann
dieses Phänomen auch in Nachfolgeprozessen, wie beispielsweise bei der Bedruckung,
wenn die Verpackungsbehälter vom Behälterinneren her mit Druck beaufschlagt werden,
auftreten. Die aufgewölbten Verpackungsbehälter sind in der Regel Ausschussware, da
sich der Boden nicht mehr selbsttätig zurückstellt und auch nicht mehr manuell zurückstellen
lässt, sodass die Standfestigkeit der Verpackungsbehälter nicht mehr gegeben ist und
nachgelagerte Verarbeitungsprozesse stark beeinträchtigt sind.
[0004] Heutzutage gibt es bereits Ansätze, dieses Problem zu beheben. Beispielsweise wird
die Materialverteilung so verändert, dass im Boden der Materialanteil signifikant
erhöht ist. Dies führt allerdings dazu, dass bei gleichbleibendem Materialeinsatz
an anderen Stellen des Verpackungsbehälters Material fehlt, sodass dort Einbußen insbesondere
im Hinblick auf eine Widerstandsfähigkeit gegenüber einer axialen Belastung in Verpackungsbehälterlängsrichtung
hingenommen werden müssen. Dem wird bei bekannten Verpackungsbehältern dadurch entgegengewirkt,
dass insgesamt mehr Material eingesetzt werden muss, was sich wiederum negativ auf
das Gesamtgewicht und die damit einhergehenden Kosten auswirkt.
[0005] Darüber hinaus existieren Ansätze, in welchen mehrere zueinander konzentrische kreisförmige
Rillen mit jeweils unterschiedlich Radius in den Boden des Verpackungsbehälters eingelassen
sind. In der Praxis hat es sich allerdings gezeigt, dass der Boden derartiger Verpackungsbehälter
keine ausreichende Stabilität des Bodens gegen Verformung aufweist und sich ein pastöses
Produkt in dem Verpackungsbehälter zwischen den Rillen absetzt, wodurch ein entsprechender
Verpackungsbehälter schlechter entleert werden kann.
[0006] Ferner existieren Ansätze, in welchen der Boden eine Einbuchtung aufweist, die durch
eine die Einbuchtung vorzugsweise etwa kreisförmig kontinuierlich umlaufende Seitenwand
gebildet wird. In der Praxis hat es sich aber auch bei diesen Ansätzen gezeigt, dass
sich der Behälterboden unter Wirkung einer radialen Kraft verformen kann.
[0007] Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Verpackungsbehälter mit einem stabileren Boden bereitzustellen.
[0008] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Verpackungsbehälter zum Aufnehmen flüssiger
und/oder pastöser Produkte, insbesondere Milchprodukte, mit einer sich von einem oberen
Rand in Richtung auf einen Boden erstreckenden und eine Behältermittelachse in einer
Umfangsrichtung umlaufenden Behälterwand, wobei der Boden eine in Richtung des oberen
Rands vorspringende und in Umfangsrichtung umlaufende Einbuchtung aufweist, wobei
die Einbuchtung eine in Umfangsrichtung umlaufende Seitenwand aufweist, die durch
eine erste die Behältermittelachse umlaufende Kante in Richtung des Bodens und durch
eine zweite die Behältermittelachse umlaufende Kante in Richtung des oberen Rands
begrenzt wird.
[0009] Ein solcher Verpackungsbehälter kennzeichnet sich insbesondere dadurch, dass die
Seitenwand mindestens eine sich von der ersten umlaufenden Kante zu der zweiten umlaufenden
Kante erstreckende Kante aufweist.
[0010] Der Erfindung liegt die Erkenntnis der Erfinder zugrunde, dass eine solche sich von
der ersten umlaufenden Kante zu der zweiten umlaufenden Kante erstreckende Kante eine
Unstetigkeit in der die Einbuchtung umlaufende Seitenwand erzeugt, wodurch die Stabilität
des Behälterbodens mit einer Einbuchtung gegenüber axial auf den Behälterboden einwirkenden
Kräften erhöht werden kann.
[0011] Somit wird die Gefahr einer Deformation des Bodens beispielsweise unter Einwirkung
eines sich in dem Verpackungsbehälter ändernden Drucks reduziert. Damit wird der Ausschuss
an Verpackungsbehältern während der Herstellung und der Anschließenden Befüllung reduziert.
Darüber hinaus kann so der Materialanteil im Boden der Verpackungsbehälters reduziert
werden, bei weiterhin ausreichender Widerstandskraft des Bodens eine Deformation in
Richtung der Behältermittelachse. Ferner kann so die Bodengestaltung vereinfacht werden,
wodurch sich solche Verpackungsbehälter besser entleeren lassen.
[0012] Kanten im Sinne dieser Anmeldung können abgerundet sein. Durch abgerundete Kanten
kann sich weniger eines Produkts im Inneren des Verpackungsbehälters am Ort der Kante
absetzen, sodass ein Entleeren eines flüssigen und/oder eines pastösen Produktes auf
dem Verpackungsbehälter vereinfacht wird. Abgerundete Kanten weisen einen Krümmungsradius
auf.
[0013] Ein Verhältnis von dem Krümmungsradius einer Kante zu einem Radialabstand eines Punkts
der Behälterwand, an dem die Behälterwand in den Boden übergeht, kann beispielsweise
in einem Bereich von 0,0001 - 0,1 liegen, vorzugweise in einem Bereich von 0,001 -
0,1 liegen, besonders vorzugsweise in einem Bereich von 0,01 - 0,1 liegen und ganz
besonders vorzugsweise etwa 0,0001, 0,001, 0,01, 0,1, 0,2, 0,3, 0,4, 0,5 betragen.
[0014] In einigen Aspekten kann ein Verhältnis von dem Krümmungsradius einer Kante zu einem
Radialabstand zwischen einem Punkt auf der Seitenwand am Ort der Kante und der Behältermittelachse
beispielsweise in einem Bereich von 0,0001 - 0,1 liegen, vorzugweise in einem Bereich
von 0,001 - 0,1 liegen, besonders vorzugsweise in einem Bereich von 0,01 - 0,1 liegen
und ganz besonders vorzugsweise etwa 0,0001, 0,001, 0,01, 0,1, 0,2, 0,3, 0,4 oder
0,5 betragen.
[0015] In einigen Aspekten kann der Krümmungsradius einer Kante weniger als 1 cm, weniger
als 0,9 cm, weniger als 0,8 cm, weniger als 0,7 cm, weniger als 0,6 cm, weniger als
0,5 cm, weniger als 0,4 cm, weniger als 0,3 cm, weniger als 0,2 cm, weniger als 0,1
cm, weniger als 0,09 cm, weniger als 0,08 cm, weniger als 0,07 cm, weniger als 0,06
cm, weniger als 0,05 cm, weniger als 0,04 cm, weniger als 0,03 cm, weniger als 0,02
cm, weniger als 0,01 cm, weniger als 0,009 cm, weniger als 0,008 cm, weniger als 0,007
cm, weniger als 0,006 cm, weniger als 0,005 cm, weniger als 0,004cm, weniger als 0,003
cm, weniger als 0,002 cm oder weniger als 0,001 cm betragen.
[0016] In einigen Aspekten kann der Krümmungsradius einer Kante mehr als 0,1 cm, mehr als
0,09 cm, mehr als 0,08 cm, mehr als 0,07 cm, mehr als 0,06 cm, mehr als 0,05 cm, mehr
als 0,04 cm, mehr als 0,03 cm, mehr als 0,02 cm, mehr als 0,01 cm, mehr als 0,009
cm, mehr als 0,008 cm, mehr als 0,007 cm, mehr als 0,006 cm, mehr als 0,005 cm, mehr
als 0,004cm, mehr als 0,003 cm, mehr als 0,002 cm oder mehr als 0,001 cm betragen.
[0017] In einigen Aspekten kann der Krümmungsradius einer Kante in einem Bereich zwischen
0,1 cm und 0,0001 cm liegen, bevorzugt in einem Bereich zwischen 0,1 cm und 0,001
cm liegen, besonders bevorzugt in einem Bereich zwischen 0,1 cm-0,01 cm liegen.
[0018] In einigen Aspekten kann der Krümmungsradius einer Kante etwa 0,9 cm, 0,8 cm, 0,7
cm, 0,6 cm, 0,5 cm, 0,4 cm, 0,3 cm, 0,2 cm, 0,1 cm, 0,09 cm, 0,08 cm, 0,07 cm, 0,6
cm, 0,05 cm, 0,04 cm, 0,03 cm, 0,02 cm, 0,01 cm, 0,009 cm, 0,008 cm, 0,007 cm, 0,006
cm, 0,005 cm, 0,004 cm, 0,003 cm, 0,002 cm oder etwa 0,001 cm betragen.
[0019] Mit anderen Worten ist der Krümmungsradius einer Kante um ein Wesentliches geringer
als ein Radialabstand von der Behälterwand zu der Behältermittelachse oder geringer
als ein Abstand eines Punktes auf der Seitenwand zu der Behältermittelachse.
[0020] Eine Kante kann beispielsweise auch als Knicklinie bezeichnet werden. Anders ausgedrückt
kann eine Kante auch als Unstetigkeitslinie bezeichnet werden.
[0021] In einigen Aspekten bildet die Seitenwand mindestens einen Abschnitt, welcher in
Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten durch sich von der ersten umlaufenden
Kante zu der zweiten umlaufenden Kante erstreckenden Kanten begrenzt wird und in Richtung
der Behältermittelachse an gegenüberliegenden Seiten durch ein zwischen benachbarten
den mindestens einen Abschnitt in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten begrenzenten
Kanten gebildetes erstes Segment der ersten umlaufenden Kante und ein zwischen benachbarten
den mindestens einen Abschnitt in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten begrenzenten
Kanten gebildetes zweites Segment der zweiten umlaufenden Kante begrenzt wird.
[0022] Insbesondere haben die Erfinder herausgefunden, dass durch die Strukturierung der
Seitenwand mit einem oder mehreren Abschnitten, welche durch die sich von der ersten
umlaufenden Kante in Richtung der zweiten umlaufenden Kante erstreckenden Kanten in
Umfangsrichtung voneinander getrennt werden, die Widerstandsfähigkeit des Bodens gegen
eine Verformung in Richtung der Behältermittelachse verbessert wird.
[0023] Dabei haben die Erfinder herausgefunden, dass je mehr sich die Form der Seitenwand
in einer Radialquerschnittebene durch den Verpackungsbehälter einer Kreisform annähert,
d.h. je mehr Abschnitte die Seitenwand aufweist, sich die Stabilität des Bodens umso
mehr verringert. Die Struktur in der Seitenwand hat somit einen Einfluss auf die Stabilität
des Bodens. Anders haben die Erfinder herausgefunden, dass wenn die Anzahl an Abschnitten
zu stark reduziert wird, sich die Stabilität des Bodens ebenfalls verringert. In ganz
besonders bevorzugten Aspekten haben die Erfinder herausgefunden, dass eine besonders
ausgeprägte Stabilität in einer Größenordnung von etwa 9, 10, 13 Abschnitten in der
Seitenwand erreicht wird.
[0024] In einigen Aspekten ist die umlaufende Seitenwand derart konturiert, dass sich in
einer Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter ein Radialabstand eines
Punktes der Seitenwand zu der Behältermittelachse von einem Radialabstand wenigstens
eines anderen Punktes der Seitenwand zu der Behältermittelachse unterscheidet.
[0025] In einem Aspekt weist der mindestens eine Abschnitt in einer Radialquerschnittsebene
durch den Verpackungsbehälter einen Punkt auf, der einen Radialabstand zu der Behältermittelachse
aufweist, der sich von einem Radialabstand wenigstens eines weiteren Punktes desselben
Abschnitts unterscheidet.
[0026] Damit weist die in einer Radialquerschnittsfläche durch den Verpackungsbehälter gebildete
Form der Seitenwand, insbesondere eines Abschnitts, eine Abweichung von einer Kreisform
auf, wodurch die Stabilität des Bodens hinsichtlich axialer Deformation verbessert
wird.
[0027] In einigen Aspekten erstreckt sich die mindestens eine sich von der ersten umlaufenden
Kante zu der zweiten umlaufenden Kante erstreckende Kante, insbesondere die den mindestens
einen Abschnitt in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten begrenzenden Kanten,
zumindest anteilig in einer Richtung etwa quer zu der Umfangsrichtung.
[0028] Somit ist die mindestens eine sich von der ersten umlaufenden Kante zu der zweiten
umlaufenden Kante erstreckende Kante zumindest anteilig entlang der Behältermittelachse
in Richtung des oberen Rands ausgerichtet. Dadurch wird die Stabilität des Bodens
mit einer entsprechenden Einbuchtung gegenüber axial auf den Boden einwirkenden Kräften
verbessert.
[0029] In einigen weiteren Aspekten erstreckt sich die mindestens eine sich von der ersten
umlaufenden Kante zu der zweiten umlaufenden Kante erstreckende Kante, insbesondere
die den mindestens einen Abschnitt in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten
begrenzenden Kanten, zumindest anteilig in Richtung des oberen Rands.
[0030] In weiteren Aspekten erstreckt sich die mindestens eine sich von der ersten umlaufenden
Kante zu der zweiten umlaufenden Kante erstreckende Kante, insbesondere die den mindestens
einen Abschnitt in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten begrenzenden Kanten,
in einer Richtung etwa quer zu der Umfangsrichtung.
[0031] In einem Aspekt verlaufen das erste Segment und das zweite Segment im Wesentlichen
parallel zueinander. Mit anderen Worten weist jeder Punkt auf dem ersten Segment den
gleichen Abstand zu einem entsprechenden Punkt auf dem zweiten Segment auf.
[0032] In einem Aspekt weist eine durch die den mindestens Abschnitt an gegenüberliegenden
Seiten begrenzende Kanten und durch die ersten und zweiten Segmente begrenzte Fläche
des mindestens einen Abschnitts etwa die Form eines vorzugweise gleichschenkligen
Trapezes auf. Vorzugsweise kann die Fläche etwa plan ausgebildet sein.
[0033] Bei einer derartigen Form der die Behälterwand bildenden Abschnitte weist der Boden
eine besonders hohe Stabilität gegenüber axial auf den Boden einwirkenden Kräften
auf.
[0034] In einem Aspekt weist eine durch die den mindestens Abschnitt an gegenüberliegenden
Seiten begrenzende Kanten und durch die ersten und zweiten Segmente begrenzte Fläche
des mindestens einen Abschnitts etwa die Form einer Mantelfläche eines Kegelstumpfs
auf.
[0035] Somit weist die Form der die Behälterwand bildenden Abschnitte eine Rundung auf,
wodurch bei erhöhter Stabilität des Bodens ein einfacheres Entleeren des Verpackungsbehälters
gewährleistet wird.
[0036] In einem Aspekt verlaufen das erste Segment und das zweite Segment im Wesentlichen
geradlinig.
[0037] Durch geradlinige Elemente in der Seitenwand wird die Stabilität der Behälterwand
gegenüber axial einwirkenden Kräften erhöht.
[0038] In einem Aspekt weisen das erste Segment und das zweite Segment in einer Radialquerschnittebene
durch den Verpackungsbehälter eine konvexe oder konkave Krümmung auf.
[0039] Durch konvexe oder konkave Elemente in der Seitenwand wird ein Entleeren des Verpackungsbehälter
mit geringeren Rückständen eines Produkts in dem Behälter verbessert, wobei der Boden
weiterhin eine erhöhte Stabilität aufweist.
[0040] In einem Aspekt weist das erste Segment in einer Radialquerschnittebene durch den
Verpackungsbehälter eine erste Krümmung auf und das zweite Segment weist in einer
Radialquerschnittebene durch den Verpackungsbehälter eine zweite der ersten Krümmung
entgegengerichtete Krümmung auf.
[0041] Dadurch wird eine Krümmung der Oberfläche der Abschnitte der Seitenwand erzielt,
wodurch ein Entleeren des Verpackungsbehälter mit geringeren Rückständen eines Produkts
in dem Behälter verbessert und der Boden weiterhin eine erhöhte Stabilität aufweist.
[0042] In einem Aspekt sind erste Segment und das zweite Segment in der Umfangsrichtung
um die Behältermittelachse gegeneinander versetzt. Mit anderen Worten sind das erste
Segment und das zweite Segment in Umfangsrichtung gegeneinander verdreht. Der Versatz
bzw. die Verdrehung kann vorzugsweise etwa so ausgebildet sein, dass in einer Radialquerschnittebene
durch den Verpackungsbehälter ein Scheitelpunkt der zweiten Krümmung eines zweiten
Abschnitts gegenüber einem Bereich angeordnet ist, an dem dem zwei erste Segmente
von zwei benachbarten Abschnitten aufeinandertreffen.
[0043] In einigen Aspekten weist der mindestens eine Abschnitt eine konvexe oder konkave
Wölbung auf. Beispielsweise kann eine Fläche eines Abschnitts mit einer äußeren Form
eines etwa vorzugweise gleichschenkligen Trapezes zusätzlich gewölbt sein.
[0044] Durch konvexe oder konkave Wölbungen in der Seitenwand wird ein Entleeren des Verpackungsbehälter
mit geringeren Rückständen eines Produkts in dem Behälter verbessert und der Boden
weiterhin eine erhöhte Stabilität aufweist.
[0045] In einigen Aspekten weist der mindestens eine Abschnitt der Seitenwand eine Neigung
in Richtung der Behältermittelachse auf. Damit verjüngt sich die Seitenwand der Einbuchtung
in Richtung des Behälterrands. Die erste umlaufende Kante weist somit einen größeren
Umfang auf als die zweite umlaufende Kante.
[0046] Dadurch erweitert sich ein die Einbuchtung im Inneren des Verpackungsbehälters umlaufender
Bereich in Richtung des oberen Rands. Somit können sich weniger Rückstände eines Produkts
im Inneren des Verpackungsbehälters am Boden bilden und der Verbpackungsbehälter kann
leichter entleert werden.
[0047] In einigen Aspekten weist der mindestens eine Abschnitt an einer Außenfläche eine
Versteifung auf, insbesondere wobei die Versteifung eine, vorzugsweise regelmäßige,
pyramidale Form mit einer etwa orthogonal zu der Außenfläche gerichteten Höhe aufweist.
[0048] Durch die Aussteifung der Abschnitte der Seitenwand wird die Stabilität der Abschnitte
und damit der Seitenwand erhöht, wodurch die Stabilität des Bodens mit einer derartige
Einbuchtung insgesamt erhöht wird.
[0049] In einem Aspekt wird der Boden durch eine dritte umlaufende Kante gegenüber der Behälterwand
begrenzt und die dritte umlaufende Kante umläuft die Behältermittelachse in einer
Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter vorzugsweise etwa kreisförmig
in der Umfangsrichtung.
[0050] Ein zwischen der dritten umlaufenden Kante und der ersten umlaufenden Kante gebildete
Fläche des Bodens bildet den Bodenspiegel. Die erste umlaufende Kante grenzt die Seitenwand
in Richtung des Bodenspiegels ab. Anwendungsgemäß liegt der Verpackungsbehälter mit
dem Bodenspiegel auf einer Oberfläche auf. Durch die von der Bodenfläche umlaufende
Einbuchtung wird insbesondere eine Verformung des Bodenspiegels bei axial auf den
Boden wirkenden Kräften vermieden. Eine von der zweiten Kante umlaufen Fläche verläuft
vorzugsweise parallel zu dem Bodenspiel und ist in Richtung des oberen Rands gegenüber
dem Bodenspiegel versetzt.
[0051] In einigen Aspekten bilden die erste umlaufende Kante und/oder die zweite umlaufende
Kante in einer Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter eine umlaufende,
insbesondere regelmäßige, polygonale, vorzugsweise um die Behältermittelachse rotationssymmetrische,
Form, wobei die jeweiligen ersten Segmente und zweiten Segmente zwischen Eckpunkten
der polygonalen Form, insbesondere formgleich, gebildet sind.
[0052] Somit ist die die Einbuchtung begrenzende Seitenwand symmetrisch ausgestaltet. Durch
eine solche symmetrisch Ausgestaltung der Behälterwand, die entsprechende Abschnitte
bildet, wird die Stabilität des Bodens verbessert.
[0053] Beispielsweise kann ein Eckpunkt einem Querschnitt durch eine sich von der ersten
umlaufenden Kante in Richtung der zweiten Umlaufenden Kante sein. Ein Eckpunkt kann
abgerundet sein.
[0054] In besonderen Aspekten verlaufen die erste umlaufende Kante und die zweite umlaufende
Kante parallel zueinander.
[0055] In weiteren besonders bevorzugten Aspekten sind alle Abschnitte der Seitenwand identisch
ausgebildet.
[0056] In einem Aspekt weist der Verpackungsbehälter am oberen Rand einen umlaufenden sich
ausgehend von dem oberen Rand in Radialrichtung erstreckenden Stapelrand auf und/oder
der Verpackungsbehälter weist in Richtung des Bodes in der Behälterwand eine in Radialrichtung
in Richtung der Behältermittelachse vorspringende die Behältermittelachse umlaufende
Stapelkante auf.
[0057] Durch einen solchen Stapelrand können mehrere Verpackungsbehälter ineinander gestapelt
werden, wobei der Stapelrand eines Verpackungsbehälters auf einem oberen Rand eines
weiteren Verpackungsbehälters aufliegt. Durch eine solche Stapelkante können ferner
mehrere Verpackungsbehälter ineinander gestapelt werden, wobei der Boden eines Verpackungsbehälters
in einem umlaufenden Bereich auf dem Stapelrand eines anderen Verpackungsbehälters
aufsitzt.
[0058] In anderen Aspekten kann ein Verpackungsbehälter einstückig aus einer Lage Material,
vorzugsweise Kunststoff, ausgebildet sein.
[0059] Darüber hinaus wird die oben genannte Aufgabe gelöst durch einen Verpackungsbehälter
zum Aufnehmen flüssiger und/oder pastöser Produkte, insbesondere Milchprodukte, mit
einer sich von einem oberen Rand in Richtung auf einen Boden erstreckenden und eine
Behältermittelachse in einer Umfangsrichtung umlaufenden Behälterwand, wobei der Boden
eine in Richtung des oberen Rands vorspringende und in Umfangsrichtung umlaufende
Einbuchtung aufweist. Der Verpackungsbehälter ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Einbuchtung eine in Umfangsrichtung umlaufende Seitenwand aufweist, die derart konturiert
ist, dass sich in einer Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter ein
Radialabstand eines Punktes der Seitenwand zu der Behältermittelachse von einem Radialabstand
wenigstens eines anderen Punktes der Seitenwand zu der Behältermittelachse unterscheidet.
[0060] In einem Aspekt bildet die Seitenwand in Umfangsrichtung mehrere Abschnitte, wobei
jeder Abschnitt in der Radialquerschnittsebene ein Punkt aufweist, der einen Radialabstand
zu der Behältermittelachse aufweist, der sich von einem Radialabstand wenigstens eines
weiteren Punktes desselben Abschnitts unterscheidet.
[0061] In einigen Aspekten bildet die umlaufende Seitenwand der Einbuchtung in der Radialquerschnittsebene
eine umlaufende vieleckige, insbesondere um die Behältermittelachse rotationssymmetrische,
Form, wobei die Abschnitte der Seitenwand in der Radialquerschnittsebene zwischen
Eckpunkten der vieleckigen Form, insbesondere formgleich, gebildet sind.
[0062] In einigen Aspekten ist mindestens ein Abschnitt, bevorzugt jeder der mehreren Abschnitte,
in der Radialquerschnittsebene im Wesentlichen gerade, wobei bevorzugt jeder Abschnitt
gleich lang ist.
[0063] In einigen Aspekten weisen ein oder mehrere Abschnitte, bevorzugt jeder der mehreren
Abschnitte, an einer Oberfläche eine Versteifung auf.
[0064] In einigen Aspekten weist mindestens ein Abschnitt, bevorzugt jeder der mehreren
Abschnitte eine, insbesondere konvexe und/oder konkave, Wölbung auf.
[0065] In einigen Aspekten weist jeder Abschnitt einen gleichen Krümmungsradius auf oder
ein Krümmungsradius eines Abschnitts in Umfangsrichtung unterscheidet sich von einem
Krümmungsradius wenigstens eines weiteren, insbesondere benachbarten, Abschnitts,
wobei vorzugsweise jeweils zwei Abschnitte mit unterschiedlichen Krümmungsradien in
Umfangsrichtung alternierend angeordnet sind.
[0066] In einigen Aspekten weist die Seitenwand eine erste umlaufende Kante in Richtung
des Bodens und eine zweite umlaufende Kante in Richtung des oberen Randes auf, wobei
die erste umlaufende Kante in einer ersten Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter
und die zweite umlaufende Kante in einer zweiten Radialquerschnittsebene durch den
Verpackungsbehälter jeweils eine gleiche Form aufweisen.
[0067] In einigen Aspekten weisen die erste umlaufende Kante und die zweite umlaufende Kante
eine unterschiedliche Form auf, wobei die erste umlaufende Kante in Umfangsrichtung
mehrere erste Knoten in der ersten Radialquerschnittsebene aufweist und in mehrere
erste Segmente zwischen benachbarten ersten Knoten unterteilt ist, wobei die zweite
umlaufende Kante in Umfangsrichtung mehrere zweite Knoten in der zweiten Radialquerschnittsebene
aufweist und in mehrere zweite Segmente zwischen benachbarten zweiten Knoten unterteilt
ist, wobei eine Wölbung mindestens eines ersten Segments in der ersten Radialquerschnittsebene
einen Scheitelpunkt gegenüber einem zweiten Knoten in der zweiten Radialquerschnittsebene
aufweist, und wobei eine Wölbung mindestens eines zweiten Segments in der zweiten
Radialquerschnittsebene einen Scheitelpunkt gegenüber einem ersten Knoten in der ersten
Radialquerschnittsebene aufweist.
[0068] In einigen Aspekten verjüngt sich die umlaufende Seitenwand in Richtung des oberen
Randes, insbesondere wobei jeder Abschnitt in Bezug auf die Behältermittelachse eine
insbesondere gleiche Neigung aufweist.
[0069] In einigen Aspekten ist durch eine Kontur der umlaufenden Seitenwand, die Widerstandsfähigkeit
des Bodens gegen eine axiale Deformation in Richtung der Behältermittelachse erhöht.
[0070] Im Folgenden werden weitere Eigenschaften, Merkmale und Vorteile der Erfindung mittels
Beschreibung bevorzugter Ausführungen der Erfindung anhand der beiliegenden beispielhaften
Zeichnungen deutlich, in denen zeigen:
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Verpackungsbehälters mit einer konturierten
Einbuchtung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform.
Fig. 2 zeigt eine Untersicht auf den Verpackungsbehälter in Fig. 1.
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Verpackungsbehälters mit einer konturierten
Einbuchtung umfassend eine Seitenwand mit Aussteifungen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform.
Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Verpackungsbehälters mit einer konturierten
Seitenwand mit Wölbungen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform.
Fig. 5 zeigt eine Untersicht auf den Verpackungsbehälter in Fig. 4.
Fig. 6 zeigt beispielhaft eine Wölbung eines Abschnitts in der Radialquerschnittsebene.
Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Verpackungsbehälters mit einer konturierten
Seitenwand mit Wölbungen gemäß einer bevorzugten Ausführungsform.
Fig. 8 zeigt eine Untersicht auf den Verpackungsbehälter in Fig. 7.
Fig. 9 zeigt beispielhaft einen schematischen Ausschnitt der Untersicht in Fig. 8.
Fig. 10 zeigt einen Querschnitt durch einen Verpackungsbehälter entlang der Behältermittelachse
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform.
Fig. 11 zeigt einen Querschnitt durch einen Verpackungsbehälter entlang der Behältermittelachse
gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform.
Fig. 12 zeigt einen Querschnitt durch einen Verpackungsbehälter entlang der Behältermittelachse
gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform.
[0071] Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und den Ansprüchen offenbarten
Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Realisierung
der Erfindung in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.
[0072] Bezugszeichen in den Figuren beziehen sich jeweils auf gleiche Elemente.
[0073] Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Verpackungsbehälters 1 gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform.
[0074] Der gezeigte Verpackungsbehälter 1 wird durch eine die Behältermittelachse A in einer
Umlaufrichtung umlaufende Behälterwand 4 und einen Boden 2 gebildet. Die Behälterwand
4 weist an einem Ende einen oberen Rand 2 auf und geht an einem gegenüberliegenden
Ende in den Boden 3 über. Der Boden 3 des Verpackungsbehälters 1 wird durch eine die
Behältermittelachse A umlaufenden Kante 15 gegenüber der Behälterwand 4 begrenzt.
Die Kante 15 schließt einen Bodenspiegel ein. Der so gebildete Raum dient zum Aufnehmen
flüssiger oder pastöser Produkte insbesondere von Milchprodukten.
[0075] In dem Bodenspiegel weist der Boden 3 des Verpackungsbehälters 1 eine in ein Inneres
des Verpackungsbehälters 1 gerichtete Einbuchtung 5 auf, welche in Richtung des oberen
Randes der Behälterwand 4 versetzt ist. Die Einbuchtung 5 umfasst eine umlaufende
Seitenwand 6, welche die Einbuchtung 5 begrenzt. Wie aus Fig. 1 ersichtlich wird,
wird die Seitenwand 6 durch eine erste umlaufende Kante 6a in Richtung des Bodens
beziehungsweise des Bodenspiegels begrenzt und durch eine zweite umlaufende Kante
6b in Richtung des oberen Rands 2 begrenzt. Mehrere Kanten 14 erstrecken sich zwischen
der ersten umlaufenden Kante 6a und der zweiten umlaufenden Kante 6b vorzugsweise
etwa quer zu der Umlaufrichtung. Durch die Kanten 8 werden mehrere Abschnitte 7 in
der Seitenwand 6 gebildet.
[0076] Somit ist die Seitenwand 6 in mehrere formgleiche Abschnitte 7 unterteilt. Insbesondere
weist jeder Abschnitt 7 eine Oberfläche auf, welche plan und trapezförmig ausgestaltet
ist.
[0077] Wie ferner in Fig. 1 gezeigt ist, verjüngt sich die Seitenwand 6 in Richtung des
oberen Randes 2 des Verpackungsbehälters 1. Dabei sind die gezeigten Abschnitte 7
der Seitenwand 6 in Bezug auf die Behältermittelachse A geneigt, wobei jeder Abschnitt
7 einen gleichen Neigungswinkel gegenüber der Behältermittelachse A aufweist.
[0078] Durch die gezeigte Kontur der Seitenwand 6 weist der Boden 3 eine erhöhte Widerstandskraft
gegen eine axiale Deformation in Richtung des Behältermittelachse A auf.
[0079] Die Konturierung der in Fig. 1 dargestellten Seitenwand 6 kann besser anhand der
Figur 2 nachvollzogen werden.
[0080] Figur 2 zeigt eine Untersicht auf den Verpackungsbehälter 1 aus Figur 1. Wie aus
der Untersicht des Verpackungsbehälters 1 ersichtlich wird, weist die Seitenwand 6
in einem Radialquerschnitt eine polygonale Form auf, wobei die Seitenwand 6 mehreren
Abschnitte 7 bildet, und wobei jeweils ein Abschnitt 7 zwischen benachbarten Ecken
des Polygons gebildet wird. Ein Abschnitt 7 wird in Richtung des Bodens 3 durch ein
erstes Segment 11 der ersten umlaufenden Kante 6a begrenzt und in Richtung des oberen
Rands 2 durch ein zweites Segment 12 der zweiten umlaufenden Kante 6b. Die erste umlaufende
Kante 6a und die zweite umlaufende Kante 6b verlaufen im Wesentlichen parallel und
bilden in einer Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter 1 eine polygonale
Form. Beide umlaufende Kanten 6a, 6b sind im Wesentlichen formgleich.
[0081] Die Form der Seitenwand 6 in der Radialquerschnittsebene wird ebenfalls durch die
in Fig. 2 gezeigte Untersicht ersichtlich. Die der ersten umlaufende Kante 6a oder
die zweite umlaufende Kante 6b in der Untersicht bildet die Form der Seitenwand 6
der Einbuchtung 5 in einer Radialquerschnittsebene ab. Da die Abschnitte 7 der Seitenwand
6 jeweils den gleichen Neigungswinkel mit Bezug zu der Behältermittelachse A aufweisen,
sind sie die erste umlaufende Kante 6a und die zweite umlaufende Kante 6b in der Untersicht
zueinander versetzt.
[0082] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
eines Verpackungsbehälters 1. Die in Figur 3 gezeigte Ausführungsformen basiert im
Wesentlichen auf der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform.
[0083] Wie in Figur 3 gezeigt, weist die Seitenwand 6 mehrere Abschnitte 7 auf. Jeder Abschnitt
7 weist eine Oberfläche auf, welche zu einem Äußeren des Verpackungsbehälters 1 in
Richtung der Behältermittelachse A gerichtet ist. Im Unterschied zu der Darstellung
in Figur 1 ist an der Oberfläche jedes Abschnitts 7 jeweils eine Versteifung 8 vorgesehen.
Die Versteifung 8 hat eine pyramidale Form. Die Oberfläche eines Abschnitts 7 hat
eine rechteckige Form, wobei eine Spitze der pyramidalen Form der Versteifung 8 in
der Oberfläche des Abschnitts 7, bevorzugt in deren Mittelpunkt, liegt und in Richtung
der Behältermittelachse A von der Oberfläche versetzt ist. Eckpunkte der pyramidalen
Form schließen mit Eckpunkten des Abschnitts 7 ab.
[0084] Figur 4 zeigt eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verpackungsbehälters
1. Der in Figur 4 gezeigte Verpackungsbehälter 1 basiert im Wesentlichen auf dem in
Figur 1 gezeigten Verpackungsbehälter 1.
[0085] Der in Figur 4 gezeigte Verpackungsbehälter 1 weist eine in Abschnitte 7 gegliederte
Seitenwand 6 auf. Im Unterschied zu der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform weisen
die Abschnitte 7 in der Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter 1 jeweils
eine von der Behältermittelachse A weg gerichtete Wölbung auf.
[0086] Figur 5 zeigt eine Untersicht auf den Verpackungsbehälter 1 aus Figur 4. Wie aus
Figur 5 ersichtlich wird, verlaufen die erste umlaufende Kante 6a und die zweite umlaufende
Kante 6b im Wesentlichen parallel, wobei die ersten Segmente 11 und die zweiten Segmente
12 eine von der Behältermittelachse weg gerichtete Krümmung aufweisen.
[0087] Figur 6 zeigt beispielhaft eine Wölbung eines Abschnitts 7 der Seitenwand 6 in einer
Radialschnittebene des Verpackungsbehälters 1. Die gezeigte Linie entspricht einem
Radialquerschnitt durch die Seitenwand 6. Anders ausgedrückt zeigt Fig. 6 ausschnittsweise
und schematisch eine Untersicht auf die erste oder die zweite umlaufende Kante 6a,
6b der Seitenwand 6 zu Fig. 5. Die Seitenwand 6 weist in der Radialquerschnittsebene
zwei Eckpunkte 9 auf, zwischen denen die Seitenwand 6 einen Abschnitt 7 bildet. Die
Eckpunkte 9 sind dabei Teil des Abschnitts 7 der Seitenwand 6. Ferner weist jeder
der Eckpunkte 9 einen gleichen Radialabstand zu der Behältermittelachse A auf. Der
Abschnitt 7 ist in Bezug auf die Behältermittelachse A in der Radialquerschnittsebene
von der Behältermittelachse A weg gewölbt. Mit anderen Worten weist der Abschnitt
7 einen Krümmungsradius zwischen der Seitenwand und der Behältermittelachse A auf,
der größer ist als der Radialabstand zwischen einem Eckpunkt 9 und der Behältermittelachse
A.
[0088] Die benachbarten Abschnitte 7 des beschriebenen Abschnitts 7 können eine Form mit
einem Krümmungsradius aufweisen, der gleich dem Krümmungsradius des gezeigten Abschnitts
7 ist, oder können jeweils einen Krümmungsradius aufweisen der von dem Krümmungsradius
des gezeigten Abschnitts 7 unterschiedlich ist, wobei der Betrag der Krümmungsradien
der benachbarten Abschnitte 7 zueinander gleich ist. D. h., die gewölbten Abschnitte
7 können in einer Umfangrichtung der Seitenwand alternierend angeordnet sein.
[0089] Fig. 7 zeigt eine perspektivische Ansicht einer weiteren bevorzugten Ausführungsform.
Die in Figur 7 gezeigte Ausführungsformen basiert auf der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform.
[0090] Figur 7 zeigt eine Seitenwand 6 mit einer zum Boden 3 gerichteten ersten umlaufenden
Kante 6a und einer zum oberen Rand 2 gerichteten zweiten umlaufenden Kante 6b. Die
Seitenwand 6 verjüngt sich kontinuierlich in Richtung des oberen Randes 2, sodass
die umlaufende Seitenwand 6 einen Neigungswinkel gegenüber der Behältermittelachse
A aufweist.
[0091] Die Seitenwand 6 ist derart geformt, dass die erste umlaufende Kante 6a, welche die
Seitenwand 6 in Richtung des Bodens 3 abgrenzt, und die zweite umlaufende Kante 6b,
welche die Seitenwand 6 in Richtung des oberen Randes 2 abgrenzt, eine unterschiedliche
Form in Radialquerschnittsebene aufweisen.
[0092] Figur 8 zeigt eine Untersicht auf den in Figur 7 gezeigten Verpackungsbehälter 1.
Es wird ersichtlich, dass sowohl die erste umlaufende Kante 6a als auch die zweite
umlaufende Kante 6b in der Untersicht Segmente 11, 12 aufweisen, welche in der Untersicht
in unterschiedliche Richtungen in Bezug auf die Behältermittelachse A gewölbt sind.
[0093] Zum besseren Verständnis der Konturierung der Seitenwand 6 in dieser Ausführungsform
zeigt Figur 9A eine schematische Darstellung eines Ausschnitts aus der in Figur 8
gezeigten Untersicht des Verpackungsbehälters 1.
[0094] Insbesondere zeigt die Untersicht in Figur 9 einen Ausschnitt mit einer ersten umlaufenden
Kante 6a und einer zweiten umlaufenden Kante 6b der geneigten Seitenwand 6a. In der
Untersicht auf den Verpackungsbehälter 1 weist die erste umlaufende Kante 6a erste
Knoten 10 auf und die zweite umlaufende Kante 6b weist zweite Knoten 13 auf. Zwischen
benachbarten ersten Knoten 10 bildet die erste umlaufende Kante 6a erste Segmente
11 und zwischen benachbarten zweiten Knoten 13 bildet die zweite umlaufende Kante
6b zweite Segmente 12. Die ersten Segmente 11 weisen eine zu der Behältermittelachse
A gerichtete Wölbung auf und die zweiten Segmente 12 weisen eine von der Behältermittelachse
A weg gerichtete Wölbung auf, wobei jeweils ein Scheitelpunkt eines zweiten Segments
12 in der Untersicht gegenüber einem ersten Knoten 10 der ersten Kante 6a liegt und
wobei jeweils ein Scheitelpunkt eines ersten Segments 10 in der Untersicht gegenüber
einem ersten Knoten der zweiten Kante 6b liegt.
[0095] Figur 10 zeigt einen Querschnitt entlang der Behältermittelachse A durch einen erfindungsgemäßen
Verpackungsbehälter 1. Gezeigt werden die Behälterwand 4, der Boden 3, die Einbuchtung
5 und ein Querschnitt durch einen Abschnitt 7 der umlaufenden Wand 6. Wie aus Figur
10 ersichtlich wird, weist der Abschnitt 7 in dem Querschnitt entlang der Behältermittelachse
A eine Wölbung auf, welche von der Behältermittelachse A weg gerichtet ist. Darüber
hinaus kann der gezeigte Abschnitt 7 der Seitenwand 6 gegenüber der Behältermittelachse
A geneigt sein.
[0096] Mit anderen Worten ist die Seitenwand 6 der Einbuchtung 5 in Richtung eines Innenraums
des Verpackungsbehälters 1 gewölbt. Durch die Wölbung wird die Stabilität des Bodens
3 verbessert und ein Entleeren des Verpackungsbehälters 1 wird vereinfacht.
[0097] Jeder Abschnitt 7 der Seitenwand 6 kann wie in Fig. 10 gezeigt gewölbt sein.
[0098] Figur 11 zeigt einen weiteren Querschnitt entlang der Behältermittelachse A in einer
weiteren Ausführungsform. Figur 11 verdeutlicht, dass Ecken und/oder Kanten eines
erfindungsgemäßen Verpackungsbehälters 1 abgerundet sein können. Figur 11 zeigt insbesondere,
dass eine entsprechende erste umlaufende Kante 6a, welche die Seitenwand 6 in Richtung
des Bodens 3 abgrenzt, und eine entsprechende zweite umlaufende Kante 6b, welche die
Seitenwand 6 in Richtung der oberen Rands 2 abgrenzt abgerundet sein können.
[0099] Fig. 12 zeigt einen Querschnitt durch einen Verpackungsbehälter 1 entlang der Behältermittelachse
A gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform. Wie in Fig. 12 dargestellt, sind
ein oder mehrere Abschnitte 7 der Seitenwand 6 gegenüber der Behältermittelachse A
bzw. einer Achse parallel zu der Behältermittelachse A geneigt. Dabei können die Abschnitte
7 der Seitenwand 6, bevorzugt alle Abschnitte der Seitenwand einen Neigungswinkel
n in Bezug auf die Behältermittelachse A bzw. einer Achse parallel zu der Behältermittelachse
aufweisen. Der Neigungswinkel n weist einen Winkel zwischen 20°-90° auf, besonders
bevorzugt zwischen 40°-50°.
1. Verpackungsbehälter (1) zum Aufnehmen flüssiger und/oder pastöser Produkte, insbesondere
Milchprodukte, mit einer sich von einem oberen Rand (2) in Richtung auf einen Boden
(3) erstreckenden und eine Behältermittelachse (A) in einer Umfangsrichtung umlaufenden
Behälterwand (4), wobei der Boden (3) eine in Richtung des oberen Rands (2) vorspringende
und in Umfangsrichtung umlaufende Einbuchtung (5) aufweist, wobei die Einbuchtung
(5) eine in Umfangsrichtung umlaufende Seitenwand (6) aufweist, die durch eine erste
die Behältermittelachse (A) umlaufende Kante (6a) in Richtung des Bodens (3) und durch
eine zweite die Behältermittelachse (A) umlaufende Kante (6b) in Richtung des oberen
Rands (2) begrenzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (6) mindestens eine sich von der ersten umlaufenden Kante (6a) zu
der zweiten umlaufenden Kante (6b) erstreckende Kante (14) aufweist.
2. Verpackungsbehälter (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (6) mindestens einen Abschnitt (7) bildet, welcher in Umfangsrichtung
an gegenüberliegenden Seiten durch sich von der ersten umlaufenden Kante (6a) zu der
zweiten umlaufenden Kante (6b) erstreckenden Kanten (14) begrenzt wird und in Richtung
der Behältermittelachse (A) an gegenüberliegenden Seiten durch ein zwischen benachbarten
den mindestens einen Abschnitt (7) in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten
begrenzenten Kanten (14) gebildetes erstes Segment (11) der ersten umlaufenden Kante
(6a) und ein zwischen benachbarten den mindestens einen Abschnitt (7) in Umfangsrichtung
an gegenüberliegenden Seiten begrenzenten Kanten (14) gebildetes zweites Segment (12)
der zweiten umlaufenden Kante (6b) begrenzt wird.
3. Verpackungsbehälter (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine sich von der ersten umlaufenden Kante (6a) zu der zweiten umlaufenden
Kante (6b) erstreckende Kante (14), insbesondere die den mindestens einen Abschnitt
(7) in Umfangsrichtung an gegenüberliegenden Seiten begrenzenden Kanten (14), sich
zumindest anteilig in einer Richtung etwa quer zu der Umfangsrichtung erstreckt.
4. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Segment (11) und das zweite Segment (12) im Wesentlichen parallel zueinander
verlaufen.
5. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-4, dadurch gekennzeichnet, dass eine durch die den mindestens Abschnitt (7) an gegenüberliegenden Seiten begrenzende
Kanten (14) und durch die ersten und zweiten Segmente (11, 12) begrenzte Fläche des
mindestens einen Abschnitts (7) etwa die Form eines vorzugweise gleichschenkligen
Trapezes aufweist oder etwa die Form einer Mantelfläche eines Kegelstumpfs aufweist.
6. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Segment (11) und das zweite Segment (12) im Wesentlichen geradlinig verlaufen.
7. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Segment (11) und das zweite Segment (12) in einer Radialquerschnittebene
durch den Verpackungsbehälter (1) eine konvexe oder konkave Krümmung aufweisen.
8. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-5, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Segment (11) in einer Radialquerschnittebene durch den Verpackungsbehälter
(1) eine erste Krümmung aufweist und das zweite Segment (12) in einer Radialquerschnittebene
durch den Verpackungsbehälter (1) eine zweite der ersten Krümmung entgegengerichtete
Krümmung aufweist.
9. Verpackungsbehälter (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Segment (11) und das zweite Segment (12) in der Umfangsrichtung um die
Behältermittelachse (A) gegeneinander versetzt sind.
10. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-9, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abschnitt (7) eine konvexe oder konkave Wölbung aufweist.
11. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-10, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abschnitt (7) der Seitenwand (6) eine Neigung in Richtung der
Behältermittelachse (A) aufweist.
12. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-11, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abschnitt (7) an einer Außenfläche eine Versteifung (8) aufweist,
insbesondere wobei die Versteifung (8) eine, vorzugsweise regelmäßige, pyramidale
Form mit einer sich etwa orthogonal zu der Außenfläche erstreckenden Höhe aufweist.
13. Verpackungsbehälter (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (3) durch eine dritte umlaufende Kante (15) gegenüber der Behälterwand
(4) begrenzt wird und die dritte umlaufende Kante (15) die Behältermittelachse (A)
in einer Radialquerschnittebene durch den Verpackungsbehälter (1) vorzugsweise etwa
kreisförmig in der Umfangsrichtung umläuft.
14. Verpackungsbehälter (1) nach einem der Ansprüche 2-13, dadurch gekennzeichnet, dass die erste umlaufende Kante (6a) und/oder die zweite umlaufende Kante (6b) in einer
Radialquerschnittsebene durch den Verpackungsbehälter (1) eine umlaufende, insbesondere
regelmäßige, polygonale, vorzugsweise um die Behältermittelachse (A) rotationssymmetrische,
Form bilden, und wobei die jeweiligen ersten Segmente (11) und zweiten Segmente (12)
zwischen Eckpunkten der polygonalen Form, insbesondere formgleich, gebildet sind.
15. Verpackungsbehälter (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei Verpackungsbehälter
(1) am oberen Rand (2) einen umlaufenden sich ausgehend von dem oberen Rand (2) in
Radialrichtung erstreckenden Stapelrand aufweist und/oder wobei der Verpackungsbehälter
(1) in Richtung des Bodes (3) in der Behälterwand (4) eine in Radialrichtung in Richtung
der Behältermittelachse (A) vorspringende die Behältermittelachse (A) umlaufende Stapelkante
aufweist.