[0001] Die Erfindung betrifft ein Ergometer-Trainingsgerät, insbesondere Fahrrad-Ergometer.
Es dient insbesondere zur Anwendung zu Hause als Heimtrainer oder in einem Fitnessstudio.
[0002] Zunehmendes Interesse an sportlicher Aktivität zur Gesunderhaltung und zunehmende
Urbanisierung von Gesellschaften führen dazu, dass mehr und mehr Menschen in Innenräumen
an Fitnessgeräten trainieren, sei es in Fitness-Studios oder zuhause. Parallel dazu
haben sich das Angebot und die Vielfalt an Trainingsgeräten, die im Fitness-Studio
oder zu Hause verwendet werden können, erhöht. Trotz des breiten Angebots hat sich
gezeigt, dass die Nutzer das Training zuhause, evtl. gar im Keller, oder aber auch
im aufwendiger gestalteten Fitness-Studio auf die Dauer als recht eintönig empfinden.
[0003] Es wurde versucht, der Eintönigkeit durch Aufstellen von Fernsehbildschirmen o.ä.
Unterhaltungsgeräten zu begegnen. Allerdings ist dies nicht immer erfolgreich, da
dies im Grunde nur eine Ablenkung darstellt. Dadurch können sogar Risiken entstehen,
da die Konzentration auf die eigentliche sportliche Betätigung somit verringert ist.
Die verminderte Aufmerksamkeit kann je nach ausgeübter Sportart auch ein Sicherheitsrisiko
darstellen (
EP 3 327 597 A1). Ferner ist es bekannt, auf dem Bildschirm des Trainingsgeräts einen virtuellen
Konkurrenten abzubilden, um dem Nutzer einen Vergleichsmaßstab für die von ihm erbrachten
Leistungen geben zu können und so eine Art künstliche Wettbewerbsatmosphäre zu schaffen.
Hierbei kann der virtuelle Konkurrent computergeneriert sein oder kann die tatsächlichen
Leistungen anderer Nutzer anzeigen, die bspw. bei einer Indoorcycling-Gruppe im selben
Raum trainieren und so miteinander wetteifern oder auch entfernt irgendwo anders trainieren
und mit denen Kontakt über eine Internetdatenverbindung besteht (
US 8,409,057 B2).
[0004] Bei einer anderen Bauart von Trainingsgeräten, die einen Bock zur Aufnahme eines
regulären Fahrrads an dessen Hinterachse aufweisen, ist es bekannt solche auf eine
plattformartigen Unterbau zu stellen (
US 10,434,394 B2). Die Plattform ist neigbar und zusätzlich längsverschieblich auf dem Unterbau mittels
eine gebogenen Rollenbahn gelagert. Durch die Biegung der Rollenbahn ergibt sich eine
stabile Mittelposition, um die herum die Plattform eine passive oszillierende Längsbewegung
ausüben kann; ähnliches gilt für eine Hin- und Herbewegung als Seitenneigung. Der
Nutzer erhält so eine gewisse Bewegungsillusion, und es wird das Balanciervermögen
des Nutzers gefördert.
[0005] KR 2019 0029151 A offenbart ein Ergometer mit einem Stellantrieb, der vorgesehen ist, den Rahmen mit
Sitz und Pedaleinheit in Längsrichtung motorisch zu verschieben.
[0006] Insgesamt bleibt jedoch die Problematik bestehen, dass das reine Trainieren auf dem
Trainingsgerät verhältnismäßig eintönig ist und dem Nutzer wenig Feedback über seine
Trainingsleistung bietet.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Trainingsgerät zu schaffen,
mit dem die besagten Nachteile verringert werden können.
[0008] Die erfindungsgemäße Lösung liegt in den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1 und
13. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0009] Bei einem Ergometer, insbesondere Fahrrad-Ergometer, mit einem kippstabilen Rahmen,
an dem ein Sitz für einen Nutzer und eine durch den Nutzer zu betätigende Pedaleinheit
angeordnet sind, und einem den Rahmen tragenden Ständer mit Füßen zur Auflage auf
einem Untergrund, wobei die Pedaleinheit auf eine Bremseinrichtung wirkt, und eine
Steuereinrichtung vorgesehen ist, welche die Bremseinrichtung kontrolliert und an
welche mindestens ein Sensor zur Erfassung einer vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung
angeschlossen ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Steuereinrichtung zusammenwirkt
mit einer Recheneinheit, die dazu ausgebildet ist aus der vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung
in Bezug auf eine Trainingsreferenz ein Erfolgsmaß zu bestimmen, sowie mit einer Signaleinheit,
welche basierend auf dem Erfolgsmaß ein Signal für einen Fortschrittsindikator erzeugt,
und ein Stellantrieb vorgesehen ist, der den Rahmen mit Sitz und Pedaleinheit in Längsrichtung
motorisch verschiebt (so dass sich dessen Relativposition zum Untergrund ändert),
wobei der Stellantrieb automatisch angesteuert ist von der Recheneinheit abhängig
von dem Signal für den Fortschrittsindikator.
[0010] Nachfolgend seien zuerst einige verwendete Begriffe erläutert:
Unter einem Ergometer wird ein Trainingsgerät verstanden, welches zur Benutzung in
einem Innenraum (Fitnessstudio, Raum in der Wohnung des Nutzers) ausgeführt ist und
typischerweise nach Art eines Sportgeräts, wie ein Stand-Fahrrad bzw. Fahrradtrainer,
ein Indoorcycling-Bike (insbesondere ohne Freilauf), ein Rudergerät, ein Lauf(band)-Trainingsgerät,
Crosstrainer oder ähnlichem ausgebildet ist.
[0011] Unter einer Pedaleinheit wird diejenige Einrichtung verstanden, in Bezug auf welche
der Nutzer seine Trainingskraft überwiegend ausübt. Üblicherweise geschieht dies mit
den unteren Extremitäten wie Beinen bzw. Füßen, zum Beispiel beim Stand-Fahrrad bzw.
Fahrradtrainer, Indoorcycling-Bike (insbesondere ohne Freilauf), Lauf(band)-Trainingsgerät
oder Crosstrainer. Jedoch soll dieser Begriff im weiteren Sinne verstanden werden
und sich auch auf die oberen Extremitäten beziehen, wie sie insbesondere beim Rudergerät
oder ähnlichen Trainingsgeräten zum Ausüben der Trainingskraft verwendet werden.
[0012] Unter einem Ständer wird diejenige Komponente der tragenden Struktur des Ergometers
verstanden, mit der das Ergometer auf einer Unterlage, insbesondere dem Fußboden des
Raums oder des Fitness-Studios, aufsteht.
[0013] Die Längsrichtung ist eine Richtung, die überwiegend parallel zur Unterlage (horizontal)
orientiert ist, und zwar etwa entlang einer Längsachse des Ergometers.
[0014] Je nach Art des Ergometers resultiert die vom Nutzer aufgebrachte Trainingskraft
in einer bestimmten Trainingsarbeit, wobei deren Quotient durch die Zeit die Trainingsleistung
ergibt.
[0015] Die vom Nutzer aufgebrachte Trainingskraft und die daraus resultierende Trainingsleistung
kann bei einem im Innenraum befindlichen Ergometers nicht ohne weiteres dissipiert
werden, anders als beispielsweise bei einem unter freiem Himmel in der Natur bewegten
Fahrrad, bei dem die Trainingsleistung zur Steigerung der Fahrgeschwindigkeit und
Überwindung des Luftwiderstands aufgewendet wird. An die Stelle dieser natürlichen
Widerstände tritt bei einem Ergometer eine Bremseinrichtung. Sie kann in verschiedener,
an sich bekannter Weise ausgebildet sein, beispielsweise als Reibungsbremseinrichtung,
als magnetisch wirkende Bremseinrichtung, als ein Generator zur Erzeugung elektrischer
Energie oder als eine gegen ein Fluid wirkende Bremseinrichtung (bspw. ein Gebläse
oder in einem Wassergefäß sich drehende Elemente).
[0016] Unter einem Erfolgsmaß wird ein quantifizierbares Maß verstanden, welches ein Abbild
der vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung liefert. So kann es sich bspw. bei einem
Fahrrad-Ergometers um die Geschwindigkeit und/oder um die zurückgelegte Fahrstrecke
handeln, bei einem Laufband-Trainingsgerät um die Geschwindigkeit und/oder um die
erreichte Steigungshöhe, bei einem Rudergerät um die zurückgelegte Ruderstrecke oder
die erreichte Bootsgeschwindigkeit, etc. Es kann sich um ein absolutes Maß handeln
oder um ein relatives Maß gegenüber einer wählbaren und/oder vorbestimmten Trainingsreferenz.
Die Trainingsreferenz kann künstlich geschaffen sein, beispielsweise errechnet von
einem Rechner des Ergometers, sie kann sich ergeben aus gespeicherten Verläufen (beispielsweise
vorherigen erreichten Trainingsleistung des Nutzers), und/oder sie kann sich auch
als ergeben aus Trainingsleistungen anderer Nutzer, die vorher dasselbe Gerät benutzt
haben oder die ein anderes gleichartiges Gerät benutzen bzw. benutzt haben, welches
bspw. über eine Daten(fern)-Verbindung, insbesondere das Internet, mit dem Ergometer
verbunden ist.
[0017] Der Fortschrittsindikator ist ein Maß, welcher aus dem Erfolgsmaß bezogen auf eine
wählbare Referenz berechnet ist. Beispielsweise kann es bei einem Fahrrad-Ergometer
oder einem Lauf(band)-Trainingsgerät das Verhältnis der zurückgelegten Wegstrecke
zu einer vorher bestimmten Zielwegstrecke als Referenz sein, bspw. welcher Teil eines
10.000-Meterlaufs bereits bewältigt wurde oder welcher Teil eines 50 km Fahrradtrainings.
Es kann sich aber auch um ein relatives Maß handeln, beispielsweise der erreichte
Fortschritt relativ zu einem anderen Training, bspw. einem eigenen vorherigen Training
(Rennen gegen sich selbst) oder gegen die Trainingsleistung eines anderen Nutzers
an einem anderen Trainingsgerät.
[0018] Unter der motorischen Verschiebung des Rahmens mit Sitz und Pedaleinheit in Längsrichtung
wird verstanden, dass sich in Längsrichtung der Trainingseinheit gesehen die Relativposition
des Rahmens mit Sitz und Pedaleinheit zum Untergrund, auf dem das Ergometers-Trainingsgerät
angeordnet ist, ändert.
[0019] Unter einem Stellantrieb wird ein Servo-Antrieb mit einer Steuereinheit verstanden,
welche die Position einer Komponente des Ergometers-Trainingsgerät (ggf. des ganzen
Geräts) um einen vorbestimmten Betrag in einer (durch die Konstruktion des Ergometers)
vorgegebenen Richtung in gesteuerter oder geregelter Weise verändert. Typischerweise
besteht hierbei eine Positionsrückführung, bei der die durch den Servo-Antrieb bewirkte
Positionsänderung erfasst und an eine Steuereinheit des Servo-Antriebs zurückgeführt
wird. Die für den Servo-Antrieb benötigte Energie kann vorzugsweise aus einem eigenen
Energiespeicher des Ergometer-Trainingsgeräts entnommen werden oder mittels eines
Generators (bspw. Hilfsgenerator an der Bremseinrichtung oder Generator als Bremseinrichtung)
erzeugt werden; eine Versorgung von außen mittels Netzkabel o.ä. soll aber nicht ausgeschlossen
sein.
[0020] Mit der Erfindung wird erreicht, dass der auf dem Ergometer befindliche Nutzer sich
in Abhängigkeit von seiner Trainingsleistung zwar langsam, aber doch spürbar bewegt.
Auf diese Weise wird dem Nutzer das Ergebnis seiner Anstrengung direkt verdeutlicht,
was motivierend auf den Nutzer einwirkt. Es wird damit ein Anreiz zur weiteren Erbringung
der Trainingsleistung geschaffen, indem auf diese Weise der Nutzer intuitiv anhand
der durch den Stellantrieb bewirkten Bewegung erfassen kann, was und wie viel er geleistet
hat. Dies gilt sowohl für einen Einzelnutzer, bei dem der absolvierte Teil eines vorher
festgesetzten Trainingsspektrums auf diese Weise verdeutlicht und erlebbar gemacht
wird. Dies gilt insbesondere aber auch für eine Steigerung der Vergleichbarkeit bei
mehreren Nutzern, bspw. in einem Fitnessstudio, wo der Nutzer mit der höchsten Trainingsleistung
sich auf diese Weise langsam vor die anderen Nutzer mit geringerer Trainingsleistung
schiebt. Lässt dieser Nutzer jedoch nach und verliert damit seine Führungsposition
und rutscht auf die hinteren Plätze, so kann ihm dies deutlich gemacht werden, indem
der Stellantrieb nicht mehr weiter verfährt (während die anderen, nun schneller gewordenen
Nutzer vorwärts bewegt werden) oder sogar zurück bewegt wird. Es kann diese Weise
eine Wettkampfstimmung sowohl im Fitnessstudio oder im Heimstudio erzeugt werden,
womit effektiv der ansonsten bei länger dauernder Benutzung bzw. Training auftretenden
Gefahr von Monotonie entgegenwirkt werden kann.
[0021] Der Nutzer kann dank der Erfindung unmittelbar und physisch erfahrbar erkennen, wie
er in Bezug auf eine Trainingsaufgabe steht und/oder wie seine Position bezogen auf
andere Teilnehmer ist, wobei ihm Steigerung (oder Verschlechterung) seiner Trainingsleistung
durch Verstellen des Stellantriebs deutlich gemacht werden.
[0022] Es wird so das Benutzungserlebnis verbessert und zusätzlich eine physisch erfahrbare
Vergleichbarkeit mit der Trainingsleistung anderer Nutzer (oder von sich selbst, bspw.
bezogen auf eine frühere Übung desselben Nutzers) geschaffen. Dies wirkt motivationssteigernd
und erhält die Freude an der Betätigung.
[0023] Mit Vorteil ist der Stellantrieb reversierbar angesteuert, insbesondere von der Recheneinheit.
Damit kann erreicht werden, dass der Nutzer sich je nach seiner Trainingsleistung
nicht immer nur vorwärts bewegt werden kann, sondern auch in Gegenrichtung, mithin
rückwärts, bewegt werden kann. Letzteres macht dem Nutzer deutlich, dass seine Trainingsleistung
sich verringert hat. Als Bezug kann hier die vorherige Leistung des Nutzers, eine
vorgegebene Referenz und schriftlich oder die Trainingsleistung anderer Nutzer fungieren.
[0024] Zweckmäßigerweise wirkt die Signaleinheit mit einem Amplifikatormodul zusammen, das
dazu ausgebildet ist, weitere Parameter für den Fortschrittsindikator zu berücksichtigen,
insbesondere eine durch die Trainingsleistung erbrachte Beschleunigung und/oder Geschwindigkeit.
In dem beispielsweise die Beschleunigung, also die Erhöhung der Trainingsleistung
eines Nutzers, vom Amplifikatormodul ausgewertet wird zusätzlich zu der erreichten
Position, kann die jüngste Leistungssteigerung des Nutzers sozusagen vergrößert abgebildet
werden durch eine stärkere Bewegung des Stellantriebs. Es ergibt sich so eine Art
Lupeneffekt, bei dem Positionskämpfe zweier Nutzer deutlich hervorgehoben werden und
jeweils auch kleine Fortschritte durch die vom Amplifikatormodul bewirkte Vergrößerung
deutlich gemacht werden, sodass sich ein besonderer Motivationseffekt ergibt. Liegt
beispielsweise auf einer 10 km Distanz ein Nutzer 1 m hinter einem anderen, so wirkt
sich dies im Grunde auf den Stellantrieb kaum wahrnehmbar aus (Positionsunterschied
beträgt nur 0,1 ‰). Zieht jetzt aber dieser Nutzer sein Tempo deutlich an und kann
es so schaffen nun selber 1 m vor den anderen zu kommen, so kann diese Leistung durch
das Amplifikatormodul durch eine stärkere Verstellung des Stellantriebs hervorgehoben
werden (bspw. durch eine 10 oder gar 50-fache Verstärkung); holt der andere Nutzer
wieder auf, gilt entsprechendes bzw. der erste Nutzer wird wieder zurück bewegt. Damit
werden Positionskämpfe oder andere kleine Veränderungen auch dann gut sichtbar, wenn
es an sich um große Distanzen geht.
[0025] Das Amplifikatormodul ist vorzugsweise ferner dazu ausgebildet, eine Verdichtung
im Zeitbereich vorzunehmen. Hierbei kann die Verstellung nicht nur kontinuierlich
erfolgen, sondern ggf. sogar diskontinuierlich erfolgen. Bei der diskontinuierlichen
Verstellung wird bspw. bei entsprechender Trainingsleistung des Nutzers impulsartig
vorwärts verstellt. Die sich daraus ergebende Beschleunigung verstärkt das Effekterlebnis
für den Nutzer. Bei konstanter Trainingsleistung des Nutzers kann dann (unmerklich)
langsam zurückgestellt werden, um nachfolgend ggf. wieder mit einem Impuls vorwärts
verstellen zu können. Bei Leistungsabfall wird ggf. auch schnell wieder zurück verstellt.
[0026] Mit Vorteil ist der Stellantrieb mit einer Endpositionserkennung versehen, die dazu
ausgebildet ist bei Erreichen einer Endposition den Stellantrieb abzuschalten und/oder
zu reversieren. Damit wird ein Überschreiten einer maximalen Auslenkung des Stellantriebs
vermieden, was der Betriebs- und/oder Standsicherheit des Ergometers zugutekommt.
[0027] Es ist zweckmäßig, wenn der Stellantrieb formschlüssig ausgeführt ist. Es ist zwar
nicht ausgeschlossen, dass er auch kraftschlüssig funktioniert, jedoch vereinfacht
ein formschlüssig ausgeführter Stellantrieb das präzise Erreichen einer vordefinierten
Position. Auf diese Weise können Fehl-Positionierungen aufgrund von Schlupf, wie sie
bei auf Reibschluss basierenden Stellantrieben auftreten können, praktisch ausgeschlossen
werden.
[0028] Vorzugsweise ist der Stellantrieb zwischen Rahmen und Ständer angeordnet, so dass
der Rahmen relativ zum Ständer verschieblich ist. Dies eröffnet die Möglichkeit, den
Stellantrieb raumsparend in den Ständer zu integrieren. Außerdem ergibt sich so ein
tiefer Schwerpunkt. Es soll jedoch andererseits nicht ausgeschlossen sein, dass der
Stellantrieb an dem verschieblichen Rahmen angeordnet ist. Diese Ausführung kann dann
zweckmäßig sein, wenn verhältnismäßig große Verstellwege für den Stellantrieb vorgesehen
sind und/oder der Stellantrieb lange Führungen, insbesondere Teleskopführungen, umfasst.
[0029] Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, dass der Ständer mit Rollfüßen versehen
ist und der Stellantrieb am Ständer angeordnet ist, wobei der Stellantrieb mindestens
einen der Rollfüße antreibt. Unter einem Rollfuß wird hierbei ein Fuß verstanden,
mit dem der Ständer auf dem Boden aufsteht wobei der Fuß hierbei kein Starrkörper
ist, sondern mit einer Rolle versehen ist. Somit kann durch Antreiben von mindestens
einem der Rollfüße das Ergometer als Ganzes mit dem gesamten Rahmen von dem Stellantrieb
verschoben werden. Zweckmäßigerweise ist der Stellantrieb als ein Kriechantrieb ausgeführt,
der den mindestens einen der Rollfüße mit einer geringen Geschwindigkeit antreibt
die niedriger ist als Schrittgeschwindigkeit, vorzugsweise höchstens 1 m/s beträgt
bzw. höchstens mit einer sicheren Geschwindigkeit, wie sie nach einschlägiger Maschinenrichtlinie
definiert ist. Damit wird einer Gefährdung aufgrund von sich zu schnell bewegendem
Ergometer in der beengten Umgebung eines Zimmers oder eines Raums innerhalb eines
Gebäudes entgegengewirkt.
[0030] Zweckmäßigerweise sind sämtliche Füße des Ständers als Rollfü-βe ausgeführt, von
denen mindestens einer, vorzugsweise zwei, durch den Stellantrieb angetrieben sind.
Bei zwei angetriebenen Rollfüßen ist in Längsrichtung gesehen vorzugsweise einer links
und einer rechts am Ständer angeordnet.
[0031] Mit Vorteil weist der Stellantrieb eine Traktionskontrolleirichtung für den Rollfuß
auf, wobei vorzugsweise erkannter Schlupf des mindestens einen angetriebenen Rollfuß
an die Recheneinheit rückgeführt ist. Gerade auf dem in Fitnessstudios häufig anzutreffenden
glatten Boden besteht die Gefahr, dass das Betätigen des Stellantriebs zu Schlupf
an dem Rollfuß führt, wodurch die gewünschte Verschiebung in Längsrichtung nicht oder
nur unvollständig erreicht wird. Das Risiko von auftretenden Schlupf wird noch dadurch
verschärft, dass sich bei großer Anstrengung des Nutzers typischerweise Schweißansammlungen
oder Schweißpfützen im Bereich des Ergometers am Boden ausbilden, wodurch der Boden
rutschig wird und die Gefahr von auftretendem Schlupf zunimmt. Um trotz Schlupf dennoch
die gewünschte Verschiebung zu erreichen, wird zweckmäßigerweise der Schlupf erfasst
und an die Recheneinheit rückgeführt, die zweckmäßigerweise ausgebildet ist den Schlupf
ausgleichen zu können. Es ist zweckmäßig, den Schlupf zu erfassen durch einen Vergleich
der sich bei schlupffreier Betätigung des Stellantriebs ergebenden Verschiebestrecke
mit der tatsächlich zurückgelegten Verschiebestrecke. Vorzugsweise werden mehrere
Rollfüße angetrieben und erkannter Schlupf wird ausgeglichen. Dazu ist insbesondere
vorgesehen, dass derjenige Rollfuß zusätzlich angetrieben wird, bei dem Schlupf aufgetreten
ist, umso den gewünschten Schlupf-Ausgleich zu erzielen.
[0032] Mit Vorteil sind die Rollfüße gefedert. Damit wird erreicht, dass auch bei nicht
ganz ebenem Untergrund, wie er häufig im Heimbereich anzutreffen ist, die Rollfüße
fest auf dem Boden ausstehen aufstehen und somit eine schlupfarme bzw. schlupffreie
Betätigung des Stellantriebs ermöglichen.
[0033] Zweckmäßigerweise ist der Stellantrieb mit einer Einrichtung zur Positionserkennung
versehen, deren Signal zur der Recheneinheit rückgeführt ist. Mit einer solchen Rückführung
kann eine präzise definierte Verschiebestrecke durch den Stellantrieb sicher eingestellt
und erreicht werden. Dazu kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Einrichtung
zur Positionserkennung mit einem Sensor versehen ist, der zur Erkennung von Bodenmarkierungen
ausgebildet ist. Damit kann der Fußboden des Zimmers oder des Fitnessstudios zweckmäßigerweise
für die Positionserkennung genutzt werden.
[0034] Vorzugsweise sind die Bodenmarkierungen ausgeführt als ein Markierungsband, das weiter
vorzugsweise auf die Unterlage aufklebbar ist. Damit kann auf einfache Weise in einem
an sich beliebigen Raum oder Zimmer die erforderliche Markierung des Bodens geschaffen
werden, nämlich in dem das Band einfach auf dem Fußboden ausgerollt und ggf. durch
Kleben befestigt wird.
[0035] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bodenmarkierungen als eine Spurmarkierung
mit Distanzmarkierungen ausgeführt sind. Auf diese Weise können sowohl eine Erfassung
der erreichten Verschiebestrecke mittels der Distanzmarkierungen, wie auch eine Sicherstellung
der Geradheit der Verschiebestrecke mittels der Spurmarkierung erfolgen. Die Sicherung
der Geradheit der Verschiebestrecke ist von Bedeutung insbesondere in den Fällen,
wenn mehrere Ergometer verhältnismäßig dicht nebeneinander angeordnet sind, wie es
typischerweise in Fitnessstudio der Fall ist. Durch parallele Ausrichtung der Ergometer
kann eine Überschneidung der Verschiebestrecke vermieden werden, aber nur dann, wenn
die Verschiebestrecke des jeweiligen Ergometers gerade ist und davon keine Abweichungen
erfolgen. Indem die Bodenmarkierungen als Spurmarkierung für das jeweilige Ergometer
ausgeführt werden, kann dies erreicht werden.
[0036] Mit Vorteil kann ein Ausrichtmodul vorgesehen sein, welches dazu ausgebildet ist,
Richtungsabweichungen anhand der Bodenmarkierungen zu erkennen und anzuzeigen, wobei
vorzugsweise weiter eine Korrekturrichtung angezeigt ist. Mittels eines solchen Ausrichtmoduls
kann somit erkannt werden, wenn die sich tatsächlich ergebende Verschiebung nicht
genau der vorgesehenen Trajektorie gemäß der Bodenmarkierungen folgt. Dies kann dem
Nutzer angezeigt werden. Er kann dann ggf. manuell die Position und/oder Ausrichtung
des Ergometers korrigieren, oder dies kann automatisch erfolgen, insbesondere durch
einseitiges Antreiben der Rollfüße. Dies kann in der Weise erfolgen, dass die vom
Stellantrieb bewirkte Verschiebung längs einer Geraden überwacht und ggf. automatisiert
korrigiert wird. Vorzugsweise wirkt hierzu die Korrektureinrichtung auf mindestens
zwei Rollfüße und steuert diese mit einer Differenzgeschwindigkeit an, die abhängig
ist von einem gewünschten Korrektureffekt. Somit kann selbsttätig der gewünschte gerade
Verlauf der Verschiebestrecke erreicht werden.
[0037] Mit Vorteil ist für den Stellantrieb eine eigene Energiequelle am Ergometer vorgesehen,
insbesondere ein Speicher und/oder (Hilfs-)Generator. Auf diese Weise wird das Ergometer
unabhängig von einer externen Energiezufuhr. Das ist insbesondere für die Variante
mit Rollfüßen ein beträchtlicher Vorteil, da sonst das Risiko bestünde, dass Energieversorgungs-Kabel
je nach Verschiebestrecke zu kurz wären oder eine Stolpergefahr für Nutzer bildeten.
Eine kabellose Versorgung ist ferner von Vorteil bei mehreren nebeneinander aufgestellten
Ergometern, um eine gegenseitige Behinderung zu vermeiden.
[0038] Es ist zweckmäßig, am Ständer Transportrollen vorzusehen, die vorzugsweise nicht
angetrieben sind. Die Transportrollen ermöglichen dem Nutzer bspw. nach dem Training
ein einfaches Verschieben des Ergometers, um dieses wegzuräumen. Die Transportrollen
sind vorzugsweise so angeordnet, dass sie nur bei einseitig angehobenem Ständer den
Boden erreichen und damit ein Wegrollen ermöglichen, während sie bei einem vollständig
auf dem Boden befindlichen Ständer vom Boden beabstandet sind, sodass der Ständer
nicht wegrollen kann sondern unverrückbar an seinem Platz steht.
[0039] Bei dem Ergometer kann es sich insbesondere um ein Fahrrad, ein Rudergerät oder ein
Laufband handelt. Bei den beiden erstgenannten ist der Nutzerplatz durch einen Sitz
gebildet, während das Laufband naturgemäß über keinen Sitz verfügt sondern an die
Stelle des Sitzes der Nutzerplatz tritt, der definiert ist durch den Ort auf dem Laufband,
an dem sich konstruktionsgemäß der Nutzer bei der Betätigung auf dem Laufband befindet.
Bei einem Rudergerät oder beim Laufband sind unter Pedaleinheit die entsprechenden
Betätigungsaktuatoren (die Rudergriffe bzw. dass sich bewegende Laufband) zu verstehen.
[0040] Die Erfindung erstreckt sich ferner auf ein entsprechendes Verfahren zum Betreiben
des Ergometers, insbesondere ein Ansteuern des Stellantriebs. Weiter bezieht sie sich
auch auf ein Verfahren zum Betreiben eines Ergometers, insbesondere Fahrrad-Ergometers,
mit einem kippstabilen Rahmen, an dem ein Sitz für einen Nutzer und eine Pedaleinheit
angeordnet sind, und einem den Rahmen tragenden Ständer mit Füßen zur Auflage auf
einem Untergrund, wobei die Pedaleinheit auf eine Bremseinrichtung wirkt, umfassend
ein Betätigen der Pedaleinheit durch den Nutzer, ein Erfassen einer vom Nutzer erbrachten
Trainingsleistung mittels eines Sensors und ein Kontrollieren der Bremseinrichtung
mittels einer Steuereinrichtung, an die der Sensor angeschlossen ist, wobei erfindungsgemäß
weiter vorgesehen ist ein Bestimmen eines Erfolgsmaßes aus der vom Nutzer erbrachten
Trainingsleistung in Bezug auf eine Trainingsreferenz, Erzeugen eines Signals für
einen Fortschrittsindikator basierend auf dem Erfolgsmaß und automatisches Ansteuern
eines Stellantriebs abhängig von dem Signal für den Fortschrittsindikator, wodurch
der Stellantrieb den Rahmen mit dem Sitz und der Pedaleinheit in Längsrichtung motorisch
verschiebt.
[0041] Weiter umfasst das Verfahren ein Austauschen von Daten, insbesondere umfassend Trainingsdaten
und/oder Daten für das Erfolgsmaß, mit anderen Ergometern über eine Vernetzungseinheit.
Vorzugsweise kann weiter vorgesehen sein ein Generieren der Trainingsreferenz bezogen
auf Nutzer an den anderen Ergometern. Die anderen Ergometer können sich lokal, bspw.
im gleichen Fitnessstudio bei Vernetzung insbesondere über LAN, WLAN oder Bluetooth,
oder entfernt befinden, bei Vernetzung insbesondere über ein WAN (Wide Area Network)
bzw. das Internet. Weiter vorzugsweise wird der Stellantrieb der jeweiligen Ergometer
so verstellt, dass die Ergometer entsprechend einer relativen Platzierung der Nutzer
positioniert sind. Durch Vergleich des jeweiligen Erfolgsmaßes und/oder Fortschrittsindikators
der teilnehmenden Nutzer kann eine relative Platzierung ermittelt werden, ggf. optional
unter Einbeziehung des Amplifikatormoduls wie vorstehend beschrieben. Auf diese Weise
können virtuelle Wettkämpfe mit anderen Nutzern an weiteren Ergometern durchgeführt
werden. Je nach Leistung kann so der Nutzer nach vorne bewegt werden vom Stellantrieb,
wenn er besser ist (ein höheres Erfolgsmaß aufweist) als die anderen Nutzer, oder
er kann zurück bewegt werden, wenn er schlechter ist, also relativ zu den anderen
Nutzern zurückfällt. Mit dem Verfahren kann dies für den Nutzer sehr plastisch erlebbar
gemacht werden, was die Motivation und damit auch die Trainingsleistung steigert.
[0042] Im Übrigen wird bezüglich der weiteren Erläuterung des Verfahrens zur Vermeidung
von Wiederholungen auf vorstehende Beschreibung zur Vorrichtung verwiesen, die sinngemäß
entsprechend auch für das Verfahren gilt.
[0043] Vorzugsweise kann für Vorrichtung und Verfahren weiter vorgesehen sein, dass die
anderen Ergometer Unterstationen sind und Kommunikationssignale, wie Trainingsanweisungen
empfangen und entsprechende Rückmeldungen senden, über die Vernetzungseinheit ausgetauscht
werden. Dies bietet insbesondere dann Vorteile, wenn eines der Ergometer als Master
fungiert, bspw. es sich um eine Trainer- oder Übungsleiterstation handelt, von wo
aus eine oder mehrere Unterstationen mit trainierenden Nutzern kontrolliert werden.
[0044] Unter dem Begriff des "Austauschens" wird vorliegend sowohl uni- wie auch bidirektionaler
Datenverkehr verstanden. Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung
anhand von vorteilhaften Ausführungsformen beispielhaft erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Gesamtansicht einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform für
das Ergometer;
- Fig. 2a, b
- perspektivische Darstellung und Schnittdarstellung zur Führung eines Rahmens an einem
Ständer des nicht erfindungsgemäßen Ergometers;
- Fig. 3a, b
- eine Variante für die Führung des Rahmens am Ständer;
- Fig. 4a-c
- Ansichten zu einer hinteren, mittleren und vorderen Position eines Stellantriebs des
nicht erfindungsgemäßen Ergometers;
- Fig. 5a, b
- Detailansichten zu einer Verschiebung des Rahmens relativ zum Ständer
- Fig. 6
- ein schematisches Blockdiagramm für das Ergometer mit Stellantrieb;
- Fig. 7
- ein erfindungsgemäßes Ergometer gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einer gesonderten
Spurmarkierung;
- Fig. 8a-c
- Darstellungen zu der zweiten Ausführungsform mit einem auf Rollfüße wirkenden Stellantrieb
in Positionsgewinn- und Positionsverlustphasen;
- Fig. 9
- eine Frontalansicht der zweiten Ausführungsform mit Darstellung einer seitlichen Schwingung;
- Fig. 10
- eine Variante zu der zweiten Ausführungsform;
- Fig. 11a, b
- weitere Varianten zu der zweiten Ausführungsform;
- Fig. 12
- eine Variante zu Fig. 7 mit einer formschlüssigen Spurmarkierung; und
- Fig. 13a-c
- Darstellungen zu einer Mehrzahl von Ergometern in einem Fitnessstudio.
[0045] Bei den in den Figuren dargestellten Ausführungsformen für die erfindungsgemäßen
Ergometer handelt es sich um Fahrrad-Ergometer. Die Erfindung ist jedoch nicht darauf
beschränkt, und kann auch für andere Arten von Ergometern vorgesehen sein, insbesondere
Liegerad-Ergometer, Laufband-Ergometer, Crosstrainer und/oder Rudergerät-Ergometer.
[0046] Ein Fahrrad-Ergometer gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, wie in Figur
1 dargestellt, umfasst als Hauptkomponenten einen Rahmen 2, an dem ein Sitz 20 für
einen Nutzer und ein nach Art einer Lenkstange ausgeführter Haltegriff 22 angeordnet
sind, sowie einen Ständer 3, der den Rahmen 2 trägt und an dem der Rahmen 2 kippstabil
angeordnet ist. Der Ständer 3 ist mit Füßen 4 versehen, mittels derer er auf einem
Fußboden oder einer anderen geeigneten Unterlage fest aufsteht. Ferner ist eine Pedaleinheit
21 dem Sitz 20 zugeordnet und so angeordnet, dass ein auf dem Sitz 20 sitzende Nutzer
die Pedaleinheit 21 mit seinen Beinen betätigen kann und sich dabei an den Haltegriff
22 abstützen kann. Auf die Pedaleinheit 21 bringt der Nutzer die Trainingsleistung
auf, welche dann über die Pedaleinheit 21 aufgenommen und in das Fahrrad-Ergometer
eingespeist und typischerweise von einer Bremseinrichtung 27 aufgenommen wird. Die
Bremseinrichtung 27 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als ein Magnetbremsrad
ausgeführt, jedoch sind auch andere dem Fachmann bekannte alternative andere Arten
von Bremseinrichtung möglich, als Beispiele seien hier stellvertretend Bremsbänder
oder generatorisch wirkende Bremseinrichtungen genannt.
[0047] Der Rahmen 2 ist mittels eines Stellantriebs 9, der bei der dargestellten Ausführungsform
weitgehend verdeckt eingebaut ist (in Figur 1 nicht dargestellt), längsverschieblich
gegenüber dem Ständer 3. Ausgehend von einer Mittelposition, wie sie in Figur 1 dargestellt
ist, kann somit auf dem Ständer 3 die Position des Rahmens 2 mit dem auf dem Sitzsattel
20 befindlichen Nutzer in Längsrichtung vorwärts (in Figur 1 nach rechts) und vorzugsweise
auch in Gegenrichtung, also in Längsrichtung rückwärts (in Figur 1 nach links), mittels
Stellantriebs 9 verändert werden.
[0048] In Figur 2a und b sind Details zu einer Führung des Stellantriebs 9 dargestellt.
Die Führung umfasst ein Paar von U-förmig ausgebildeten Führungsschienen 90, welche
gegensinnig an den Längsseiten des Ständers 3 angeordnet sind. Unter gegensinnig wird
hierbei verstanden, dass bei den Führungsschienen 90 die offene Seite des "U" jeweils
beide nach innen (siehe Figur 2a) oder beide nach außen angeordnet sind (siehe Figur
2b). In den Führungsschienen 90 laufen an jeder Seite zwei Rollen, von denen die eine
Rolle 48 (in Figur 2 nicht dargestellt) nicht angetrieben und die andere Rolle 49
angetrieben ist mittels eines Stellmotors 94 des Stellantriebs 9. Indem der Stellantrieb
9 mittels des Stellmotors 94 die Rolle 49 antreibt, bewegt sich die Rolle 49 und damit
auch die nicht angetriebene Rolle 48 entlang der Führungsschienen 90, wodurch sich
entsprechend der Rahmen 2 verschiebt relativ zu dem Ständer 3, der stationär ist.
[0049] Die Ausführungsvarianten gemäß Figur 2a und 2b unterscheiden sich lediglich hinsichtlich
der Orientierung der Führungsschienen 90 und darin, ob die Stellmotoren 94 innen oder
außen laufen. Die Rollen 48, 49 können mit glatter Mantelfläche ausgeführt sein, wobei
der Kraftschluss zwischen der angetriebenen Rolle 49 und der Innenseite der Führungsschienen
90 auf Reibung beruht; alternativ kann zumindest die angetriebene Rolle 49 wahlweise
als Zackenrolle ausgeführt sein mit entsprechender komplementäre Gestaltung der Innenseite
der Führungsschienen 90, wodurch die Antriebswirkung auf Formschluss beruht.
[0050] Eine weitere Variante für den Stellantrieb 9 und dessen Führung ist in Figur 3a,
b dargestellt. Hierbei ist anstelle der Führungsschienen 90 eine Führungsspindel 90'
vorgesehen, welche von einem Stellmotor 94 verdreht wird. Auf der Spindel 90' ist
ein rahmenfester Schiebeblock 95 angeordnet, der eine Durchgangsöffnung mit einem
Innengewinde 95` aufweist. Durch dieses ist die Spindel geführt, wobei das Innengewinde
95' in die Spindel 90' eingreift. Somit kann durch Verdrehen der Spindel 90' mittels
des Stellmotors 94 der Schiebeblock 95 und damit der Rahmen 2 positionsgenau in Längsrichtung
verstellt werden. Durch Verdrehen in eine Richtung kann der Rahmen nach vorne bewegt,
und entsprechend durch Verdrehen der Spindel 90' in die andere Richtung der Rahmen
3 umgekehrt relativ zum Ständer 3 zurückbewegt werden. Die Spindel 90' kann ebenfalls
verdeckt eingebaut werden, beispielsweise in den Innenraum eines U-Profils mit jeweils
nach innen weisender Öffnung, wie in Figur 2a dargestellt.
[0051] Beispiele für die mittels des Stellantriebs 9 erreichbaren Positionen des Rahmens
2 relativ zum Ständer 3 sind in den Figuren 4a bis c dargestellt. Sie zeigen Ansichten
des Rahmens 2 bei einer hinteren (Figur 4a), mittleren (Figur 4b) und vorderen Position
(Figur 4c) des Stellantriebs 9 des Ergometers. Es ist deutlich zu erkennen, wie sich
die relative Position des Rahmens 2 mit dem Sitz 20 des Nutzers bezogen auf den auf
der Unterlage (Fußboden) stehenden Ständer 3 nach vorne oder nach hinten verschieben
lässt. Hierbei stellt in der Regel die mittlere Position (Figur 4b) den Ausgangspunkt
dar. Ausgehend von der in gemäß Figur 4b kann somit dem Nutzer eine positive Erfüllung
seines Trainingsziels, insbesondere auch eine Übererfüllung, unmittelbar und eindringlich
veranschaulicht werden durch ein Verstellen des Stellantriebs 9 in der Richtung, dass
der Rahmen 2 und damit auch der Nutzer weiter nach vorne verschoben wird, wie in Figur
5b durch den nach rechts weisenden Pfeil symbolisiert ist. Für das Erbringen einer
Höchstleistung bzw. für das Erbringen der Führungsposition bei einem kompetitiven
Wettkampf kann so entsprechend der Rahmen 2 ganz nach vorne bewegt werden, wie es
in Figur 4c dargestellt ist. Der Nutzer kann auf diese Weise sich für das Erbringen
seiner Trainingsleistung positiv bestätigt und angespornt werden. - Bleibt hingegen
die Trainingsleistung des Nutzers hinter der vorgesehenen Trainingsleistung bzw. seinem
Trainingsziel zurück, so kann dies entsprechend dem Nutzer genauso unmittelbar und
eindringlich veranschaulicht werden durch eine Rückwärtsbewegung des Rahmens 2 mit
dem dort sitzenden Nutzer, wie dies in Figur 5b durch den nach links weisenden Pfeil
symbolisiert ist. Für eine Nichterbringung der Trainingsleistung bzw. für ein Verharren
auf dem letzten Platz eines kompetitiven Wettkampfs wird dann entsprechend der Rahmen
2 mit dem Nutzer ganz nach hinten bewegt werden, wie in Figur 4a dargestellt. Damit
kann der Nutzer auf stumme, aber dennoch spürbare und intuitiv begreifliche Weise
angespornt werden, seine Trainingsleistung zu erhöhen.
[0052] Liegt die Leistung des Nutzers im Rahmen des Durchschnittlichen bzw. Erwarteten,
so kann der Rahmen 2 wieder die Mittelposition einnehmen, wie in Figur 5a dargestellt.
Damit wird die Grundlage dafür geschaffen, dem Nutzer im weiteren Verlauf wieder seine
Trainingsleistung hinsichtlich Über-/Untererfüllung durch entsprechende Verstellung
der Position des Rahmens 2 (und damit auch des auf ihn befindlichen Nutzers) erlebbar
machen zu können.
[0053] Der schematische Aufbau und die funktionalen Zusammenhänge der wesentlichen Komponenten
werden nachfolgend anhand des Blockdiagramms gemäß Figur 6 erläutert. Die für die
Grundfunktion des Ergometers zentrale Einheit ist die Steuereinrichtung 6. An diese
über eine Nutzerschnittstelle 25 angeschlossen sind eine Eingabeeinrichtung 23 sowie
eine Anzeigeeinrichtung 24 als Bedienerdisplay. Ferner ist an der Pedaleinheit 21
ein Sensor 26 angeordnet, der an die Steuereinrichtung 6 angeschlossen ist und mittels
dem die Steuereinrichtung 6 die vom Nutzer erbrachte Trainingsleistung ermittelt.
Die Steuereinrichtung 6 ist vorzugsweise ferner dazu ausgebildet, unter Nutzung der
vom Sensor 26 ermittelten Daten Signale zu bestimmen, um aus der vom Nutzer erbrachten
Trainingsleistung ein Maß für eine vom Nutzer zurückgelegte Strecke s, die dabei erreichte
Geschwindigkeit v und ggf. auch über eventuelle Beschleunigung/Verzögerung a zu generieren.
[0054] Die Steuereinrichtung 6 wirkt ferner mit einer Recheneinheit 7 zusammen. An diese
sind die Signale von der Steuereinrichtung 6 angelegt, insbesondere die für die von
dem Nutzer erbrachte Trainingsleistung, die zurückgelegte Strecke, Geschwindigkeit
sowie Beschleunigung. Ferner an sie angelegt ist ein Signal für eine Trainingsreferenz,
wie sie vom Nutzer über die Eingabeeinrichtung 23 eingestellt ist. Die Recheneinheit
7 bestimmt aus der vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung in Bezug auf die Trainingsreferenz
ein Erfolgsmaß, welches absolut und/oder relativ sein kann. Die Recheneinheit 7 wirkt
dazu zusammen mit einer Signaleinheit 8, die dazu ausgebildet ist basierend auf dem
Erfolgsmaß ein Signal 80 für einen Fortschrittsindikator 81 zu erzeugen. Das Signal
80 wird ausgegeben und ist angelegt als Eingangssignal an einen Stellantrieb 9, der
in Abhängigkeit von diesem Signal 80 den Rahmen 2 mit Sitz 20 und Pedaleinheit 21
in Längsrichtung motorisch verschiebt, je nach erbrachter Trainingsleistung wie nachfolgend
erläutert. Recheneinheit 7 und Stellantrieb 9 bilden den eigentlichen Kern der Erfindung.
[0055] Der Stellantrieb 9 weist einem Stellmotor 94 auf, der zum Verschieben mittels einer
angetriebenen Rolle 49 auf den Rahmen 3 einwirkt. Ferner dargestellt ist eine nicht
angetriebene Rolle 48, welche mit einer Einrichtung zur Rotationserfassung (Encoder
oder Resolver) 96 versehen ist. Das von ihr erzeugte Signal ist ein Maß für die von
der Rolle 48 zurückgelegte Strecke, mithin also ein Signal für die Verschiebung des
Rahmens 2, und wird an den Stellantrieb 9 rückgeführt. Vorzugsweise wird ebenfalls
die Drehzahl des Stellmotors 94 überwacht, woraus ein Signal für die Drehzahl der
angetriebenen Rolle 49 generiert werden kann. Dieses Signal wird ebenfalls an den
Positionsantrieb 9 zurückgeführt. Dieser umfasst eine Traktionskontrolleinrichtung
93, an die sowohl die Drehzahlsignale der angetriebenen Rolle 49 die Drehzahlsignale
der nicht angetriebenen Rolle 48 angelegt sind. Daraus kann bestimmt werden, ob und
inwieweit an der angetriebenen Rolle 49 Schlupf auftritt, der weiteren kann bei erkanntem
Schlupf ein entsprechender Ausgleich erfolgen, insbesondere durch zusätzliches Betätigen
der schlupfbehafteten Rolle 49 mittels des Stellantriebs 9 und/oder - bei zwei oder
mehr angetriebenen Rollen - durch komplementäre Ansteuerung des Stellantriebs auf
der gegenüberliegenden Seite des Rahmens 2, um so Symmetrie herzustellen.
[0056] Ferner umfasst der Stellantrieb 9 Endschalter 92, 92', die im Bereich der Enden der
Führungsschienen 90 (in Figur 6 nicht dargestellt) angeordnet sind. Sie sind über
ein Stoppschaltgerät 91 mit dem Stellantrieb 9 verbunden. Das Stoppschaltgerät 91
ist dazu ausgebildet, die Annäherung der Rollen 48, 49 an den jeweiligen Endschalter
92, 92' zu erkennen und dann den Stellantrieb 9 abzuschalten oder zu reversieren.
Damit kann verhindert werden, dass der Rahmen 2 zu weit verschoben wird und damit
die Gefahr eines Herausspringens aus der Führungsschiene 90 minimiert werden.
[0057] Die Signaleinheit 8 wirkt ferner mit einem Amplifikatormodul 82 zusammen. An dieses
sind insbesondere Signale für Geschwindigkeit und/oder Beschleunigung, wie sie von
der Steuereinrichtung 6 aus der von dem Nutzer erbrachten Trainingsleistung bestimmt
werden, zusätzlich angelegt. Sie können als weitere Parameter für den Fortschrittsindikator
berücksichtigt werden. So kann beispielsweise ein Aufholen des Nutzers bezogen auf
eine Trainingsreferenz sowie ein Übertreffen der Trainingsreferenz verstärkt werden,
so dass auf diese Weise auch kleine Fortschritte vom Amplifikatormodul 82 verstärkt
und für den Nutzer dadurch verdeutlicht werden. Dies gilt entsprechend, wenn die Trainingsreferenz
gebildet ist von weiteren Nutzern an anderen Ergometern 1', insbesondere wenn sich
Positionskämpfe zweier Nutzer ergeben. Holt ein Nutzer bezogen auf einen anderen Nutzer
auf, so werden auch kleine Fortschritte beim Aufholen durch das Amplifikatormodul
82 dadurch verstärkt sichtbar gemacht, dass entsprechend der Rahmen 2 seines Ergometers
vom Stellantrieb 9 verstärkt nach vorne verschoben wird, um beim Gleichstand etwa
auf Mittelposition zu stehen, und schließlich beim Überholen des anderen Nutzers noch
mal wieder deutlich nach vorne verschoben zu werden. In entsprechender Weise können
vom Nutzer durch seine Trainingsleistung erbrachte Beschleunigungen durch das Amplifikatormodul
82 verstärkt werden. Insgesamt wird so dem schnelleren Nutzer auf diese Weise der
Erlebniseindruck eines "realen Überholmanövers" vermittelt. Entsprechendes gilt umgekehrt,
wenn der Nutzer von einem anderen überholt wird, und der so überholte Nutzer dann
vom Stellantrieb 9 rückwärts bewegt wird.
[0058] Bei alledem wird von dem Stellantrieb 9 stets mittels eines Limiters 98 berücksichtigt,
dass die vom Stellmotor 94 bewirkte Verstellgeschwindigkeit des Rahmens 3 eine sichere
Geschwindigkeit ist, die nach Maschinenrichtlinie zulässig ist, um so die Gefahr einer
Verletzungen des Nutzers zu vermeiden. Der Limiter 98 ist zweckmäßigerweise so ausgebildet,
dass er zusammen mit dem Stellmotor 94 einen Kriechantrieb bildet, dessen Verstellgeschwindigkeit
auf höchstens 1 m/s beschränkt ist.
[0059] Um ausreichend Energie für den Stellantrieb 9 sowie die Steuereinrichtung 6 bzw.
Recheneinheit 7 auch netzunabhängig zur Verfügung zu haben, ist am Rahmen 2 oder am
Ständer 3 ein eigener Energiespeicher 99 vorgesehen, der über (nicht dargestellte)
Versorgungsleitungen an den Stellantrieb 9, die Steuereinrichtung 6 bzw. die Recheneinheit
7 angeschlossen ist. Der Energiespeicher 99 ist als ein Akkumulator ausgeführt und
speichert elektrische Energie, die für die erfindungsgemä-βe Verschiebung des Rahmens
2 benötigt wird.
[0060] Bei den Ausführungsvarianten gemäß Figur 7 ist der Ständer 3` nicht als rechteckiger
Rahmen ausgeführt wie bei der in Figur 1 dargestellten ersten Ausführungsform, sondern
ist gebildet mittels zweier Quertraversen 32, 33. An deren Enden sind Füße 4 angeordnet
mittels denen die Quertraverse 32, 33 auf einer Unterlage, insbesondere dem Fußboden
eines Fitnessstudios, aufstehen. Hierbei sind zwei der Füße 4 als Rollfüße 42, 43
ausgeführt, die jeweils eine an den Enden der vorderen Quertraverse 33 angeordnete
Rollen 49, 49' aufweisen. Die Rollen 49, 49' sind von dem Stellantrieb 9 angetrieben,
wie bereits vorstehend beschrieben. Der Ständer 3 ist damit rollbar. Es wird somit
erreicht, dass sich somit das gesamte Ergometern abhängig von dem mittels der Recheneinheit
7 berechneten Signals 80 für den Fortschrittsindikator verschiebt. Dies ergibt eine
größere Verstellstrecke, so dass dem Nutzer ein eindrücklicheres Erlebnis beim Erbringen
einer Trainingsleistung entsprechend der Trainingsreferenz gegeben wird. Es versteht
sich, dass wie bereits vorstehend beschrieben die Trainingsreferenz einerseits eine
absolute sein kann bezogen auf eine eingestellte Trainingseinheit oder eine relative
sein kann, die bezogen ist auf andere Nutzer an weiteren Ergometern 1`.
[0061] Zur Kommunikation mit den weiteren Nutzern an anderen Ergometern 1` ist eine Vernetzungseinheit
5 vorgesehen. Sie ist dazu ausgebildet, eine Verbindung zu einem Datennetz (insbesondere
dem Internet) 50 herzustellen, um so mit den weiteren Nutzern und deren Ergometern
1` kommunizieren zu können. Die weiteren Nutzer können hierbei irgendwo sein, sei
es in demselben oder einem anderen Raum des Fitnessstudios oder zu Hause oder an einem
ganz anderen Ort auf der Welt. Mit diesen weiteren Nutzern werden die Trainingsdaten
ausgetauscht, so dass kompetitive Wettkämpfe virtuell erfolgen können.
[0062] Als Einrichtung zur Positionserkennung kann eine nicht angetriebene Rolle 48 fungieren,
die zweckmäßigerweise an der anderen Quertraverse 32 angeordnet ist. Auf diese Weise
können, wie bereits vorstehend im Zusammenhang mit einem Encoder 96 beschrieben, Signale
für die tatsächlich zurückgelegten Verschiebestrecke gewonnen und an den Stellantrieb
9 rückgeführt werden.
[0063] Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, dass der Stellantrieb 9 mit einer Spurfolgeeinrichtung
97 versehen ist. Wie in Figur 7 dargestellt ist sie dazu ausgebildet, einer Bodenspurmarkierung
100 auf dem Fußboden zu folgen, die vorzugsweise als ein linienhaftes Element ausgeführt
ist und sich quer durch den Raum erstreckt, in dem das Ergometer angeordnet ist. Bei
mehreren Ergometern in einem Raum, wie typischerweise in Fitnessstudios, können mehrere
Bodenspurmarkierungen 100 kreuzungsfrei nebeneinander, insbesondere parallel, angeordnet
sein. Die Spurfolgeeinrichtung 97 ist mit einem Bildsensor 97' zur Erkennung der Bodenspurmarkierung
100 versehen. Erkennt der Bildsensor 97` eine Abweichung nach links (oder nach rechts),
wird ein entsprechendes Signal an die Spurfolgeeinrichtung 97 übermittelt. Diese ist
dazu ausgebildet, anhand der Abweichung einen Richtungsfehler zu erkennen und eine
Korrekturrichtung zu ermitteln und ggf. auf der Anzeigeeinrichtung 24 anzuzeigen.
Ferner wirkt sie zweckmäßigerweise mit der Traktionskontrolle 93 derart zusammen,
dass sie als Korrektureinrichtung fungiert. Hierbei wird die angetriebene Rolle 49'
gegenüberliegend zu der Seite, zu der hin eine Abweichung aufgetreten ist, (also die
rechte Rolle eine Abweichung nach links) mit verringerter Geschwindigkeit vom Stellmotor
5 angetrieben wird, um so die Abweichung des Ergometers 1 wieder zur Bodenspurmarkierung
100 zurückzuführen.
[0064] Die Bodenspurmarkierung 100 ist vorzugsweise klebbar ausgeführt, beispielsweise als
ein einseitig wirkendes Klebeband.
[0065] Auf dessen Oberseite sind zweckmäßigerweise Entfernungsmarkierungen 102 aufgedruckt,
die zusätzlich noch mit Zwischenmarkierungen 103 versehen sein können. Ferner ist
zweckmäßigerweise eine Markierung für den Startpunkt 105 sowie eine Zielmarkierung
106 auf der Oberseite der Bodenspurmarkierung 100 vorgesehen. Die Bodenspurmarkierung
100 ist zweckmäßigerweise kürzer, sodass sie in gekürzter Version auch im Heimbereich
mit den typischerweise dort auftretenden kleineren Raumabmessungen eingesetzt werden
kann. Die Kanten 101 der Bodenspurmarkierung 100 fungieren als Längsführung für die
Spurfolgeeinrichtung 97.
[0066] Im Übrigen erfolgt eine Betätigung der angetriebenen Rolle 49, 49' mittels des Stellantriebs
9 in entsprechender Weise wie vorstehend zu der Verschiebung des Rahmens 3 relativ
zu dem Ständer 2 der ersten Ausführungsform beschrieben.
[0067] Leistet der Nutzer eine Übererfüllung bezogen auf die Trainingsreferenz (absolut
oder relativ bezogen auf ggf. virtuelle Mitbewerber auf anderen Ergometern 1`), so
wird der Rahmen 3 vom Stellantrieb 9 mittels der angetriebenen Rollen 49, 49' entlang
der Bodenspurmarkierung 100 nach vorne bewegt (siehe Figur 8a). Bei andauernder Überfüllung
oder bei einer Überfüllung mit besonders hoher Geschwindigkeit oder Beschleunigung,
und/oder mittels eines Positionsgewinns gegenüber einem anderen Nutzer als Mitbewerber
auf einem anderen Ergometers 1` wird mittels des Amplifikatormoduls 82 das Ergometer
1 mit seinem Rahmen 3 stärker nach vorne verschoben, um so den Positionsgewinn für
den Nutzer unmittelbar erlebbar zu machen (siehe Figur 8b). Im Gegenzug gilt, dass
beim Nachlassen der Leistung des Nutzers gegenüber der Referenz oder wenn ein virtueller
Mitbewerber seinerseits den Nutzer überholt, wird entsprechend der Positionsantrieb
9 reversieren und das Ergometers 1 mit seinem Rahmen 2 mittels der angetriebenen Rollen
49, 49' nach hinten verschoben, um so dem Nutzer seine Minderleistung und den dadurch
ggf. erfolgten Positionsverlust situativ zu verdeutlichen (siehe Figur 8c).
[0068] Eine Besonderheit bei der zweiten Ausführungsform mit angetriebenen Rollen 49, 49`
liegt darin, dass unter der Wirkung der oszillierenden Pedalkraft des Nutzers auf
die an den beiden Seiten des Ergometers 1 angeordneten Pedale es zu unterschiedlichen
Aufstandskräften an den linksseitig angeordneten Füßen bezogen auf die rechtsseitig
angeordneten Füße kommen kann. Ein Beispiel hierfür ist in Figur 9 visualisiert, wo
bedingt durch die auf das Pedal wirkende Treibkraft des Nutzers die Aufstandskraft
gegenüber dem statischen Normalfall (schwarzer Pfeil) auf der rechten Seite erhöht
ist (siehe den hell schattierten Zusatzpfeil). Entsprechend ist auf der linken Seite
gegenüber dem statischen Normalfall (schwarzer Pfeil) die durch die Pedalkraft entstehende
dynamische Aufstandskraft verringert (siehe schattierten Pfeil). Die unterschiedlichen
Aufstandskräfte links und rechts führen zu unterschiedlichen Anpressdruck der Rollen
49, 49`. In der Folge kann es auch bei gleicher Antriebskraft durch den Stellmotor
94 zu unterschiedlichem Schlupf auf der linken und rechten Seite kommen, wodurch das
Ergometers zur Seite mit der geringeren Aufstandskraft abgelenkt wird (in Figur 9
ist dies die linke Seite). Das Traktionsmodul 82 ist zweckmäßigerweise dazu ausgebildet,
eine solche durch Wirkung der Antriebskraft des Nutzers auf den Pedaltrieb entstehende
Unwucht und damit bewirkte Schlupfdifferenz zu erkennen und durch Ansteuern der Traktionskontrolle
auszugleichen.
[0069] In Figur 10 und Figur 11 a, b sind Varianten für die zweite Ausführungsform mit angetriebenem
Rollfuß dargestellt. So ist bei der Ausführungsvariante gemäß Figur 10 eine angetriebene
Zentralrolle 47 vorgesehen, die an einem Ausleger zwischen den Quertraversen 32, 33
angeordnet ist. Die Quertraversen 32, 33 selbst sind mit Gleitern 45 an ihrer Unterseite
versehen die so dimensioniert sind, dass die zentrale angetriebene Rolle 47 einen
Großteil der Aufstandskraft zumindest der hinteren Quertraverse 32 aufnimmt. Ggf.
kann diese zentrale angetriebene Rolle 47 lenkbar ausgeführt sein, um so eine Richtungsabweichung,
bspw. von der Spurmarkierung 100, durch Verschwenken der angetriebenen Zentralrolle
47 auszugleichen.
[0070] Optional können rückseitig an der Quertraverse 32 auf beiden Seiten Transportrollen
41 vorgesehen sein. Sie sind so angeordnet, dass sie bei der in der Figur 10 dargestellten
Position des Ergometers 1 nicht auf dem Fußboden aufliegen, sondern etwas höher angeordnet
sind. Wird das Ergometers 1 beispielsweise zum Aufräumen nach hinten gekippt über
die hintere Quertraverse 32, dann kommen die Transportrollen 41 in Kontakt mit dem
Fußboden und das Ergometer 1 kann leicht weggerollt werden.
[0071] Bei der Ausführungsvariante gemäß Figur 11a ist statt der zentralangetriebenen Rolle
47 ein zweiter Satz von angetriebenen Rollen 49, 49' auf einem ebenfalls am Ausleger
befestigten Achsenträger angeordnet. Die Funktion entspricht weitgehend der gemäß
Figur 9, wobei zusätzlich durch gezieltes Antreiben der angetriebenen Rolle auf 49,
49' auf der einen Seite ein Ausgleich von Richtungsabweichungen erfolgen kann (wie
vorstehend beschrieben). Entsprechendes gilt für die Ausführungsvariante gemäß Figur
11b, wo die angetriebenen Rolle 49, 49' an einer vorderen Quertraverse und nicht angetriebene
Rollen 48, 48' an einer hinteren Quertraverse vorgesehen sind.
[0072] In Figur 12 ist eine Variante zu Figur 7 dargestellt. Sie unterscheidet sich von
der in Figur 7 dargestellten zweiten Ausführungsform darin, dass eine formschlüssig
wirkende Spurmarkierung 100' vorgesehen ist. Sie ist auf ihrer Oberseite mit einer
Verzahnung nach Art einer Zahnstange versehen. Hierbei sind die Zähne im Profil vorzugsweise
rechteckförmig, um so eine gut betretbare Oberfläche auch im Bereich der Zahnung zu
schaffen. Die Rollen 48, 48' an den Quertraversen sind hierbei nicht angetrieben.
Stattdessen wirkt der Stellmotor 94 des Stellantriebs 9 auf ein Zackenrad 46. Es weist
an seinem Außenumfang eine Verzahnung auf, die komplementär zu der Verzahnung der
Spurmarkierung 100' gestaltet ist. Das Zackenrad 46 ist im unteren Bereich des Rahmens
3 montiert, und zwar derart, dass es mit seiner Verzahnung am Außenumfang formschlüssig
in die Verzahnung der Spurmarkierung 100' eingreift. Auf diese Weise wird ein formschlüssiger
Antrieb gebildet, der auch im Fall von Kontamination mit Flüssigkeiten (Schweiß) eine
zuverlässige und positionsgenaue Verschiebung des Rahmens 3 bewirkt. Dies ist besonders
geeignet zur zum Einsatz in Fitnessstudios oder anderen Sportleistungszentren, in
denen die Nutzer ein Höchstmaß an körperlicher Leistung erbringen.
[0073] Eine derartige Verwendung in Fitnessstudios ist in Figur 13 mit verschiedenen Ansichten
visualisiert. Figur 13a zeigt mehrere erfindungsgemäße Fahrradergometer 1, 1', die
mit ihren Bodenspurmarkierungen 100 parallel zueinander in einem Fitnessstudio nebeneinander
aufgestellt sind. Zum Start stehen sie nebeneinander, und während des Trainings werden
sie vom Stellantrieb 9 in Abhängigkeit von der Trainingsleistung des jeweiligen Nutzers
verschoben.
[0074] Abgebildet wird hierbei auch die relative Positionierung. Liefern sich zwei Nutzer
einen Wettkampf um eine Position (bspw. die Führungsposition), so kann dank des Amplifikatormoduls
82 zur Verdeutlichung herausgehoben werden, welcher Nutzer gerade vorne liegt, und
sei der Vorsprung auch nur wenige Zentimeter. Somit kann der Wettkampf um die Plätze
deutlich erlebbar gemacht werden, und zwar auch dann, wenn die simulierte Wettkampfstrecke
von 10 oder 100 km verkürzt ist auf ein typischerweise 5 bis 15 m kurzes Verschieben
entlang der Bodenspurmarkierung 100. Hierbei macht sich die Erfindung auch zunutze,
dass der Positionsverlust eines Nutzers gegenüber einem anderen Nutzer dann ggf. auch
ein Reversieren des Stellantriebs 9 zur Folge hat, d. h. der in der Positionsfolge
zurückfallende Nutzer bewegt sich dann nicht nur relativ zu den anderen, sondern auch
absolut rückwärts. Dies ist bspw. in Figur 13b dargestellt, wo der Nutzer des Ergometers
1 zurückfällt und vom Nutzer des anderen Ergometers 1' überholt wird. Dieser Wechsel
in der relativen Positionierung wird von dem jeweiligen Stellantrieb 9 in eine Vorwärtsbewegung
des Ergometers 1' und eine Rückwärtsbewegung des Ergometers 1 umgesetzt. Das erfolgt
unabhängig davon, ob die Ergometer 1, 1' an einem Ort (im Indoorcycling-Raum eines
Fitnessstudios) oder entfernt voneinander (und lediglich über das Internet 50 verbunden)
sich befinden. Damit kann eine deutlich intensivere Wettkampfatmosphäre geschaffen
und der Erlebniswert für die Nutzer gesteigert werden, was in der Folge ein Ansporn
zu weiteren Trainingsleistungen ist.
[0075] In Figur 13c ist ein Beispiel für ein Ausrichten der Fahrradergometer 1, 1' auf den
Bodenspurmarkierungen 100 dargestellt. Dies ist insbesondere von Bedeutung, wenn mehrere
Fahrradergometer 1, 1` nebeneinander betrieben werden sollen, um so einen Parallellauf
zu gewährleisten und Kollisionen mit dem benachbarten Gerät zu vermeiden. Zweckmäßigerweise
wirkt das Spurfolgemodul dazu mit einem Ausrichtmodul zusammen, welches von der Spurfolgeeinrichtung
97 erkannte Abweichungen auf der Anzeigeeinrichtung 24 anzeigt, um so eine zügige
und korrekte Ausrichtung zu unterstützen.
1. Ergometer (1), insbesondere Fahrrad-Ergometer, mit
einem kippstabilen Rahmen (2), an dem
ein Sitz (20) für einen Nutzer und eine durch den Nutzer zu betätigende Pedaleinheit
(21) angeordnet sind, und
einem den Rahmen (2) tragenden Ständer (3) mit Füßen zur Auflage auf einem Untergrund,
wobei:
die Pedaleinheit (21) auf eine Bremseinrichtung (27) wirkt, und eine Steuereinrichtung
(6) vorgesehen ist, welche die Bremseinrichtung (27) kontrolliert, und an welche mindestens
ein Sensor (26) zum Erfassen einer vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung angeschlossen
ist,
die Steuereinrichtung (6) mit einer Recheneinheit (7) zusammenwirkt, die dazu ausgebildet
ist, aus der vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung in Bezug auf eine Trainingsreferenz
ein Erfolgsmaß zu bestimmen,
die Steuereinrichtung (6) einer Signaleinheit (8) zusammenwirkt, die dazu ausgebildet
ist, basierend auf dem Erfolgsmaß ein Signal (80) für einen Fortschrittsindikator
zu erzeugen,
ein Stellantrieb (9) vorgesehen ist, der den Rahmen (3) mit Sitz (20) und Pedaleinheit
(21) in Längsrichtung motorisch verschiebt, und
der Stellantrieb (9) automatisch angesteuert ist von der Recheneinheit (7) abhängig
von dem Signal (80) für den Fortschrittsindikator, dadurch gekennzeichnet, dass
der Ständer (3) Rollfüße (42, 43, 46, 47, 48, 48', 49, 49') aufweist und der Stellantrieb
(9) am Ständer (3) angeordnet ist,
wobei der Stellantrieb (9) ausgebildet ist, mindestens einen der Rollfüße (49, 49')
anzutreiben.
2. Ergometer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Recheneinheit (7) ausgebildet ist, den Stellantrieb (9) reversierbar anzusteuern.
3. Ergometer (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Signaleinheit (8) mit einem Amplifikatormodul (82) zusammenwirkt, das dazu ausgebildet
ist, weitere Parameter für den Fortschrittsindikator zu berücksichtigen, insbesondere
eine durch die Trainingsleistung erbrachte Beschleunigung und/oder Geschwindigkeit.
4. Ergometer (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (9) eine Endpositionserkennung (92, 92') aufweist, die dazu ausgebildet
ist, bei Erreichen einer Endposition den Stellantrieb (9) abzuschalten und/oder zu
reversieren; und/oder der Stellantrieb (9) formschlüssig ausgeführt ist.
5. Ergometer (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (9) zwischen Rahmen (2) und Ständer (3) angeordnet ist, so dass
der Rahmen (2) relativ zum Ständer (3) verschieblich ist.
6. Ergometer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (9) als ein Kriechantrieb ausgeführt ist, der den mindestens einen
der Rollfüße (49, 49') mit einer geringen Geschwindigkeit antreibt, die niedriger
ist als Schrittgeschwindigkeit, vorzugsweise höchstens 1 m/s beträgt, insbesondere
höchstens mit einer sicheren Geschwindigkeit nach Maschinenrichtlinie.
7. Ergometer (1) nach Anspruch 1 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stellantrieb (9) eine Traktionskontrolle (93) für den Rollfuß (49, 49') aufweist,
wobei ein vorzugsweise erkannter Schlupf des mindestens einen angetriebenen Rollfußes
(49, 49') an die Recheneinheit (7) rückgeführt ist,
wobei weiter vorzugsweise mehrere Rollfüße (49, 49') angetrieben sind und erkannter
Schlupf ausgeglichen wird.
8. Ergometer (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellantrieb (9) eine Einrichtung zur Positionserkennung (96, 97) aufweist, deren
Signal zur Recheneinheit (7) rückgeführt ist.
9. Ergometer (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet dass die Einrichtung zur Positionserkennung einen Sensor (97`) aufweist, der zum Erkennen
von Bodenspurmarkierungen (100) ausgebildet ist, wobei vorzugsweise die Bodenspurmarkierungen
(100) als eine Spurmarkierung mit Distanzmarkierungen (102, 103) ausgeführt sind.
10. Ergometer (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenspurmarkierungen (100) als ein Markierungsband ausgeführt sind, das vorzugsweise
auf die Unterlage aufklebbar ist.
11. Ergometer (1) nach Anspruch 9 oder 10, ferner umfassend ein Ausrichtmodul (97), welches
dazu ausgebildet ist, Richtungsabweichungen anhand der Bodenspurmarkierungen (100)
zu erkennen und anzuzeigen, wobei vorzugsweise weiter eine Korrekturrichtung angezeigt
wird.
12. Ergometer (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Stellantrieb (9) eine eigene Energiequelle (99) aufweist, und/oder
der Ständer (3) Transportrollen (41) aufweist, die vorzugsweise nicht angetrieben
sind.
13. Verfahren zum Betreiben eines Ergometers (1), insbesondere Fahrrad-Ergometers, mit
einem kippstabilen Rahmen (2), an dem ein Sitz (20) für einen Nutzer und eine Pedaleinheit
(21) angeordnet sind, und einem den Rahmen (2) tragenden Ständer (3) mit Füßen zur
Auflage auf einem Untergrund, wobei die Pedaleinheit (21) auf eine Bremseinrichtung
(27) wirkt, umfassend:
Betätigen der Pedaleinheit (21) durch den Nutzer,
Erfassen einer vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung mittels eines Sensors (26),
Kontrollieren der Bremseinrichtung (27) mittels einer Steuereinrichtung (6), an die
der Sensor (26) angeschlossen ist,
Bestimmen eines Erfolgsmaßes aus der vom Nutzer erbrachten Trainingsleistung in Bezug
auf eine Trainingsreferenz,
Erzeugen eines Signals (80) für einen Fortschrittsindikator basierend auf dem Erfolgsmaß,
und
automatisches Ansteuern eines Stellantriebs (9) abhängig von dem Signal (80) für den
Fortschrittsindikator, wodurch der Stellantrieb (9) den Rahmen (3) mit dem Sitz (20)
und der Pedaleinheit (21) in Längsrichtung motorisch verschiebt,
wobei der Ständer (3) Rollfüße (42, 43, 46, 47, 48, 48', 49, 49') aufweist und der
Stellantrieb (9) am Ständer (3) angeordnet ist, und
Antreiben mindestens eines der Rollfüße (49, 49') durch den Stellantrieb (9).
14. Verfahren nach Anspruch 13,
gekennzeichnet durch
Austauschen von Daten, insbesondere umfassend Trainingsdaten und/oder Daten für das
Erfolgsmaß, mit anderen Ergometern (1') über eine Vernetzungseinheit (5),
wobei vorzugsweise die anderen Ergometer (1') lokal und/oder räumlich entfernt angeordnet
sein können,
wobei weiter vorzugsweise der Stellantrieb (9) des jeweiligen Ergometers so verstellt
wird, dass die Ergometer (1, 1') entsprechend einer relativen Platzierung der Nutzer
positioniert sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die anderen Ergometer Unterstationen sind und das Kommunizieren ein Empfangen von
Trainingsanweisungen bei den anderen Ergometern und/oder Senden von Rückmeldungen
von den anderen Ergometern umfasst.
1. An ergometer (1), especially exercise bike, with
a tipping stable frame (2), to which
a seat (20) for a user and a pedal unit (21) to be operated by the user are arranged,
and
a pedestal (3) supporting the frame (2) with feet for resting on a surface, wherein:
the pedal unit (21) acts on a braking device (27), and a control device (6) is provided,
which controls the braking device (27), and to which at least one sensor (26) for
detecting a training performance generated by the user is connected,
the control device (6) cooperates with a processing unit (7), which is adapted to
determine a measure of success from the training performance generated by the user
with regard to a training reference,
the control device (6) cooperates with a signal unit (8), which is formed to generate
a signal (80) for a progress indicator based on the measure of success,
an actuating drive (9) is provided, which displaces the frame (3) with seat (20) and
pedal unit (21) in the longitudinal direction in a motorized manner, and
the actuating drive (9) is controlled automatically by the processing unit (7) as
a function of the signal (80) for the progress indicator, characterized in that
the pedestal (3) has roller feet (42, 43, 46, 47, 48, 48', 49, 49') and the actuating
drive (9) is arranged on the pedestal (3),
wherein the actuating drive (9) is formed to drive at least one of the roller feet
(49, 49').
2. The ergometer (1) according to claim 1, characterized in that the processing unit (7) is formed to reversibly control the actuating drive (9).
3. The ergometer (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the signal unit (8) cooperates with an amplifier module (82), which is formed to
consider further parameters for the progress indicator, especially an acceleration
and/or speed generated by the training performance.
4. The ergometer (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the actuating drive (9) has an end position detection (92, 92'), which is formed
to turn off and/or to reverse the actuating drive (9) when reaching an end position;
and/or the actuating drive (9) is embodied in a positive fitting manner.
5. The ergometer (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the actuating drive (9) is arranged between frame (2) and pedestal (3), so that the
frame (2) is displaceable relative to the pedestal (3).
6. The ergometer (1) according to claim 1, characterized in that the actuating drive (9) is embodied as a creep drive, which drives the at least one
of the roller feet (49, 49') at a low speed, which is lower than walking speed, preferably
is maximally 1 m/s, especially maximally at a safe speed according to machine guideline.
7. The ergometer (1) according to claim 1 or 6,
characterized in that the actuating drive (9)
has a traction control (93) for the roller foot (49, 49'), wherein a preferably detected
slip of the at least one driven roller foot (49, 49') is guided back to the processing
unit (7),
wherein several roller feet (49, 49') are further preferably driven and detected slip
is compensated.
8. The ergometer (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the actuating drive (9) has a device for position detection (96, 97), the signal
of which is guided back to the processing unit (7).
9. The ergometer (1) according to claim 8, characterized in that the device for position detection has a sensor (97'), which is formed to detect floor
track markings (100), wherein the floor track markings (100) are preferably embodied
as a track marking with distance markings (102, 103).
10. The ergometer (1) according to claim 9, characterized in that the floor track markings (100) are embodied as a marking tape, which can preferably
be adhered to a support.
11. The ergometer (1) according to claim 9 or 10, further comprising an alignment module
(97), which is formed to detect and indicate directional deviations by means of the
floor track markings (100), wherein a correction direction is preferably further displayed.
12. The ergometer (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the actuating drive (9) has its own energy source (99), and/or
the pedestal (3) has transport rollers (41), which are preferably not driven.
13. A method for operating an ergometer (1), especially exercise bike, with a tipping
stable frame (2), on which a seat (20) for a user and a pedal unit (21) are arranged,
and a pedestal (3) supporting the frame (2) with feet for resting on a surface, wherein
the pedal unit (21) acts on a braking device (27), comprising:
operating the pedal unit (21) by the user,
detecting a training performance generated by the user by means of a sensor (26),
controlling the braking device (27) by means of a control device (6), to which the
sensor (26) is connected,
determining a measure of success from the training performance generated by the user
with regard to a training reference,
generating a signal (80) for a progress indicator based on the measure of success,
and
automatically controlling an actuating drive (9) as a function of the signal (80)
for the progress indicator, whereby the actuating drive (9) displaces the frame (3)
with the seat (20) and the pedal unit (21) in the longitudinal direction in a motorized
manner,
wherein the pedestal (3) has roller feet (42, 43, 46, 47, 48, 48', 49, 49') and the
actuating drive (9) is arranged on the pedestal (3), and
driving at least one of the roller feet (49, 49') by means of the actuating drive
(9).
14. The method according to claim 13,
characterized by
exchanging data, especially comprising training data and/or data for the measure of
success, with other ergometers (1') via a networking unit (5),
wherein the other ergometers (1') can preferably be arranged locally and/or spatially
at a distance,
wherein the actuating drive (9) of the respective ergometer is further preferably
adjusted so that the ergometers (1, 1') are positioned according to a relative placement
of the users.
15. The method according to claim 14, characterized in that the other ergometers are substations and the communicating comprises a receiving
of training instructions at the other ergometers and/or sending responses from the
other ergometers.
1. Ergomètre (1), en particulier ergomètre de bicyclette, comprenant
un cadre (2) stable au basculement, sur lequel sont montés
un siège (20) pour un utilisateur et un pédalier (21) à actionner par l'utilisateur,
et
un support (3) portant le cadre (2) et comportant des pieds destinés à reposer sur
un sol :
le pédalier (21) agissant sur un dispositif de freinage (27), et un dispositif de
commande (6) qui contrôle le dispositif de freinage (27) et auquel est raccordé au
moins un capteur (26) permettant d'enregistrer une performance d'entraînement réalisée
par l'utilisateur, étant prévu,
le dispositif de commande (6) interagissant avec une unité de calcul (7) qui est conçue
pour déterminer un critère de réussite à partir de la performance d'entraînement réalisée
par l'utilisateur par rapport à une référence d'entraînement,
le dispositif de commande (6) interagissant avec une unité de signalisation (8) qui
est conçue pour générer, sur la base du critère de réussite, un signal (80) pour un
indicateur de progression,
un actionneur (9) qui induit un déplacement motorisé du cadre (3) avec le siège (20)
et le pédalier (21) dans le sens longitudinal étant prévu, et
l'actionneur (9) étant commandé automatiquement par l'unité de calcul (7) en fonction
du signal (80) pour l'indicateur de progression, caractérisé en ce que
le support (3) comporte des pieds à roulettes (42, 43, 46, 47, 48, 48', 49, 49') et
l'actionneur (9) est disposé sur le support (3),
l'actionneur (9) étant conçu pour entraîner au moins l'un des pieds à roulettes (49,
49').
2. Ergomètre (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'unité de calcul (7) est conçue pour commander l'actionneur (9) de manière inversable.
3. Ergomètre (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'unité de signalisation (8) interagit avec un module amplificateur (82) qui est
conçu pour prendre en compte d'autres paramètres pour l'indicateur de progression,
en particulier une accélération et/ou une vitesse générée par la performance d'entraînement.
4. Ergomètre (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'actionneur (9) présente une détection de position finale (92, 92') qui est conçue
pour désactiver et/ou inverser l'actionneur (9) lorsqu'une position finale est atteinte
; et/ou en ce que l'actionneur (9) est conçu par complémentarité de forme.
5. Ergomètre (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'actionneur (9) est monté entre le cadre (2) et le support (3) de manière à ce que
le cadre (2) puisse être déplacé par rapport au support (3).
6. Ergomètre (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'actionneur (9) est conçu sous la forme d'un entraînement lent qui entraîne au moins
l'un des pieds à roulettes (49, 49') à une faible vitesse, inférieure à la vitesse
de pas, de préférence égale au plus à 1 m/s, en particulier au plus à une vitesse
sûre selon la directive sur les machines.
7. Ergomètre (1) selon la revendication 1 ou 6,
caractérisé en ce que
l'actionneur (9) présente un contrôle de traction (93) pour le pied à roulettes (49,
49'), un patinage de préférence détecté de l'au moins un pied à roulettes (49, 49')
entraîné étant renvoyé à l'unité de calcul (7),
de préférence plusieurs pieds à roulettes (49, 49') étant entraînés et le patinage
détecté étant compensé.
8. Ergomètre (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'actionneur (9) présente un dispositif de détection de position (96, 97) dont le
signal est renvoyé à l'unité de calcul (7).
9. Ergomètre (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de détection de position comporte un capteur (97') qui est conçu pour
détecter des marquages au sol (100), les marquages au sol (100) étant réalisés de
préférence sous la forme de marquages avec des marques de distance (102, 103).
10. Ergomètre (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que les marquages au sol (100) sont réalisés sous la forme de bandes de marquage pouvant
de préférence être collées sur le support.
11. Ergomètre (1) selon la revendication 9 ou 10, comprenant en outre un module d'alignement
(97) qui est conçu pour détecter et afficher des écarts de direction à l'aide des
marquages au sol (100), une direction de correction étant de préférence en plus affichée.
12. Ergomètre (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'actionneur (9) dispose d'une source d'énergie propre (99), et/ou
le support (3) comporte des roulettes de transport (41) qui sont de préférence non
entraînées.
13. Procédé d'utilisation d'un ergomètre (1), en particulier d'un ergomètre de bicyclette,
comprenant un cadre (2) stable au basculement, sur lequel sont montés un siège (20)
pour un utilisateur et un pédalier (21), et un support (3) portant le cadre (2) et
comportant des pieds destinés à reposer sur un sol, le pédalier (21) agissant sur
un dispositif de freinage (27), comprenant les actions suivantes :
l'actionnement du pédalier (21) par l'utilisateur,
l'enregistrement d'une performance d'entraînement réalisée par l'utilisateur au moyen
d'un capteur (26),
le contrôle du dispositif de freinage (27) au moyen d'un dispositif de commande (6)
auquel est raccordé le capteur (26),
la détermination d'un critère de réussite à partir de la performance d'entraînement
réalisée par l'utilisateur par rapport à une référence d'entraînement
la génération d'un signal (80) pour un indicateur de progression sur la base du critère
de réussite, et
la commande automatique d'un actionneur (9) en fonction du signal (80) pour l'indicateur
de progression, l'actionneur (9) induisant ainsi un déplacement motorisé du cadre
(3) avec le siège (20) et le pédalier (21) dans le sens longitudinal,
le support (3) comportant des pieds à roulettes (42, 43, 46, 47, 48, 48', 49, 49')
et l'actionneur (9) étant monté sur le support (3), et
l'entraînement d'au moins l'un des pieds à roulettes (49, 49') par l'actionneur (9).
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé par
l'échange des données, comprenant notamment des données d'entraînement et/ou des données
pour le critère de réussite, avec d'autres ergomètres (1') via une unité de mise en
réseau (5),
les autres ergomètres (1') pouvant être de préférence éloignés localement et/ou spatialement,
l'actionneur (9) de l'ergomètre respectif étant de préférence déplacé de manière à
ce que les ergomètres (1, 1') soient positionnés en fonction d'un positionnement relatif
des utilisateurs.
15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que les autres ergomètres sont des sous-stations et en ce que la communication comprend la réception d'instructions d'entraînement au niveau des
autres ergomètres et/ou l'envoi de retours d'informations depuis les autres ergomètres.