Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung von Reinigungsgut
sowie weiterhin ein Verfahren zum Öffnen einer Reinigungsvorrichtung. Die Vorrichtung
und das Verfahren können beispielsweise im Bereich der Geschirrspültechnik eingesetzt
werden, insbesondere im Bereich der gewerblichen Geschirrspültechnik. So kann die
Erfindung insbesondere in Großküchen eingesetzt werden, in denen schweres Reinigungsgut,
beispielsweise Behälter oder auch große Kochtöpfe, gereinigt werden müssen. Insbesondere
kann die Erfindung also bei Behälterspülmaschinen oder Spülmaschinen für große Kochtöpfe
eingesetzt werden. Auch andere Einsatzgebiete sind jedoch grundsätzlich denkbar.
Technischer Hintergrund
[0002] Aus dem Stand der Technik sind eine Vielzahl von Reinigungsvorrichtungen, auch als
Reinigungsgeräte bezeichnet, bekannt, welche Reinigungsgut reinigen und/oder desinfizieren
können. Ohne Beschränkungen weiterer möglicher Ausgestaltungen wird die Erfindung
im Folgenden unter Bezugnahme auf Reinigungsgut beschrieben, welches zur Darreichung,
Zubereitung oder Aufbewahrung von Speisen dient. Die Ausgestaltung dieser Reinigungsvorrichtungen
hängt insgesamt stark von den verschiedenen Randbedingungen, wie beispielsweise der
Art des zu reinigenden Reinigungsguts, den Verschmutzungen, dem Durchsatz oder ähnlichen
Bedingungen ab. Exemplarisch kann auf Reinigungsvorrichtungen verwiesen werden, welche
beispielsweise in
DE 10 2004 056 052 A1 oder in
DE 10 2007 025 263 A1 beschrieben sind.
[0003] Insbesondere im Bereich der gewerblichen Spültechnik tritt dabei die technische Herausforderung
auf, dass bisweilen großes und schweres Reinigungsgut in eine Reinigungskammer der
Reinigungsvorrichtung eingebracht werden muss. Dieses Reinigungsgut tritt beispielsweise
in Form von großen Kochtöpfen, Behältern oder ähnlichen großen Stücken von Reinigungsgut
auf, welches mit Speisen in Berührung kommt. Eine technische Herausforderung bei derartigem
Reinigungsgut besteht insbesondere darin, eine Tür bereitzustellen, welche eine ausreichende
Öffnungsweite bietet, um das Reinigungsgut in die Reinigungskammer einzubringen und
nach der Reinigung wieder aus der Reinigungskammer entnehmen zu können. Eine derartige
Öffnungsweite ist bei Klapptüren mit einem erheblichen Öffnungsradius verbunden, und
bei Schiebetüren mit einer entsprechend großen Verfahrstrecke der Schiebetür. Beide
Varianten sind insbesondere mit einem erheblichen Platzbedarf verbunden. Eine weitere
technische Herausforderung besteht darin, dass eine Klapptür in der Regel einen Raum
vor der Reinigungskammer versperrt, insbesondere in ihrer horizontalen Stellung, so
dass das Reinigungspersonal nicht näher als bis zur äußersten Kante der Klapptür an
die Reinigungskammer herantreten kann. Zum Einbringen des Reinigungsguts in die Reinigungskammer
ist dann eine ergonomisch ungünstige Körperbewegung erforderlich, bei welcher das
Bedienpersonal sich weit vorbeugen muss, um das schwere Reinigungsgut über die Klapptür
hinweg in die Reinigungskammer einzubringen. Vergleichbare ungünstige Arbeitsbedingungen
treten auch bei erforderlichen Arbeiten innerhalb der Reinigungskammer, wie beispielsweise
einer Reinigung von Sieben oder bei Wartungsarbeiten auf.
[0004] Zur Reinigung dieses großen, sperrigen und schweren Reinigungsguts sind daher spezielle
Behälterspülmaschinen entwickelt worden, welche eine Doppeltür aufweisen, die sich
aus einer Schiebetür und einer schwenkbaren Tür zusammensetzt. Die beiden Türelemente
werden in der Regel über eine Kopplung miteinander verbunden. So beschreibt beispielsweise
DE 10 2015 102 593 A1 eine für den gewerblichen Einsatz konzipierte Spülmaschine, die mit einer Hub-Kipptür
ausgestattet ist, deren Kipptürglied neben einer vertikalen Schließstellung und einer
horizontalen Be- und Entladestellung eine weitere Stellung einnehmen kann, in der
sich das Türblatt der Kipptür in Vertikalrichtung erstreckt und die Be- und Entladeöffnung
der Spülmaschine sowie die vor der besagten Öffnung liegende Fläche weitestgehend
oder sogar vollständig freigibt, sodass eine Person durch die Kipptür ungehindert
auf die Spülkammer der Spülmaschine zugreifen kann. Weiter betrifft die Erfindung
eine Sicherungseinheit, die ein versehentliches Schließen der Hubtür verhindert, wenn
sich die Kipptür in der weiteren Stellung befindet.
[0005] Auch
EP 2 491 844 A2 beschreibt eine Spülmaschine mit einer Doppeltür-Anordnung, welche eine erste, vertikal
verschiebbare Schiebetür aufweist sowie eine zweite, nach au-ßen schwenkbare Klapptür.
Die erste und die zweite Tür sind miteinander verbunden durch eine Kopplung, die mehrteilig
ausgestaltet ist. Diese Kopplung ist lösbar, so dass die zweite Tür von der ersten
Tür abgekoppelt werden kann, um über eine horizontale Position hinaus geklappt werden
zu können.
[0006] Die
DE 103 60 385 A1 offenbart ein Türscharnier für eine Tür eines Haushaltsgeräts, insbesondere eines
Haushaltsgarofens, eines Haushaltskühl- und/oder -gefriergeräts, einer Haushaltsgeschirrspülmaschine
oder einer Haushaltswaschmaschine, umfassend zwei Scharnierteile, die relativ zueinander
um eine Schwenkachse innerhalb eines Schwenkwinkelbereichs zwischen einem minimalen
Schwenkwinkel (αmin) und einem maximalen Schwenkwinkel (αmax) schwenkbar sind, weiterhin
umfassend ein zusätzliches Funktionsteil, das mit den beiden Scharnierteilen gekoppelt
ist und das wenigstens zwei Funktionsstellungen einnehmen kann, wobei wenigstens eine
vorgegebene Funktionsstellung des Funktionsteils eindeutig einem vorgegebenen Schwenkwinkel
zwischen den Scharnierteilen zugeordnet ist.
[0007] Die
DE 42 38 372 A1 offenbart eine Spülmaschine zum Reinigen von aufrechten Gegenständen, wie Tabletts
oder dgl., die eine größere Höhe als Breite einnehmen. Eine derartige Spülmaschine
weist eine Spülkammer mit einer unteren Schwenktür und einer oberen Tür auf. Beide
Türen sind mittels einer Synchronbewegung verschließbar. Als Auslöser für die synchrone
Öffnungsbewegung ist ein starr mit der unteren Schwenktür verbundener Schwenkarm vorgesehen.
Um die benötigte Raumhöhe für eine derartige Spülmaschine zu vermindern und gleichzeitig
Armaturen bzw. Biegungselemente im oberen Bereich der Spülmaschine einsehbar oder
zugänglich zu gestalten, wird die obere Tür als zusammenklappbare Klapptür mit einer
Gelenkverbindung ausgebildet.
[0008] Die
US 4 018 239 A offenbart eine Maschine zum Reinigen von Gegenständen, die eine größere Höhe als
Breite aufweisen, wenn sie von einem Gestell zur Aufnahme von Gegenständen aufgenommen
werden. Die Maschine umfasst ein Gehäuse mit allgemein rechteckigem horizontalem Querschnitt,
das die horizontalen Abmessungen des Gestells aufnehmen kann. Das Gehäuse definiert
eine Waschkammer und eine vordere Zugangsöffnung von ausreichender Höhe, um eine seitliche
Einführung eines Gestells mit aufrecht stehenden Gegenständen in die Waschkammer zu
ermöglichen. Eine untere Tür ist schwenkbar am Schrank neben der unteren Kante der
Zugangsöffnung angebracht, um von einer vertikalen geschlossenen Position in eine
horizontale offene Position bewegt werden zu können. Die untere Tür umfasst eine Auflagefläche
für das Gestell und ist so dimensioniert, dass sie in ihrer Größe dem rechteckigen
horizontalen Querschnitt des Schranks entspricht. Eine obere Tür ist für eine vertikale
Bewegung von einer unteren Position, die den verbleibenden oberen Teil der Zugangsöffnung
abdeckt, zu einer oberen Position, die den oberen Teil der Zugangsöffnung freigibt,
angebracht. Ein mechanisches Gestänge verbindet die obere und untere Tür miteinander
und koordiniert die Öffnungs- und Schließbewegung der Türen. Der untere Rand der Zugangsöffnung
und der untere Rand der unteren Tür definieren eine Entlüftungsöffnung, die einen
Druckausgleich zwischen der Waschkammer und dem Äußeren der Waschmaschine ermöglicht.
Eine C-förmige Lippe entlang der Unterkante der unteren Tür lenkt die Flüssigkeit
an der Innenfläche der Tür nach innen, um zu verhindern, dass Flüssigkeit durch die
Entlüftungsöffnung ausgestoßen wird.
[0010] Trotz der mit diesen Entwicklungen verbundenen Vorteile weisen die beschriebenen
Konstruktionen nach wie vor zahlreiche technische Herausforderungen auf. So erfordern
die Bedienung der Doppeltüren und insbesondere das Abklappen der Klapptür teilweise
komplexe Handgriffe, insbesondere um eine Kopplung zwischen der Schiebetür und der
Klapptür zu lösen oder anschließend wieder herzustellen. Insbesondere beim Beenden
des abgeklappten Zustands können dabei erhebliche Unfallgefahren auftreten, da die
schwere Klapptür gleichzeitig gehalten werden muss und wieder an die Schiebetür angekoppelt
werden muss. Eine Einhaltung einer genauen Abfolge von Abläufen ist in der Regel zwingend
erforderlich, insbesondere um eine Quetschgefahr zu vermeiden.
Aufgabe der Erfindung
[0011] Es wäre daher wünschenswert, eine Reinigungsvorrichtung und ein Verfahren zum Öffnen
einer Reinigungsvorrichtung bereitzustellen, welche die Nachteile bekannter Vorrichtungen
und Verfahren der genannten Art zumindest weitgehend vermeiden. Insbesondere wäre
eine Reinigungsvorrichtung mit mindestens einer Klapptür und mindestens einer mit
der Klapptür gekoppelten oder koppelbaren Schiebetür wünschenswert, wobei die Klapptür
einerseits eine Zwischenstellung, beispielsweise eine horizontale Zwischenstellung,
ermöglicht und wobei die Klapptür andererseits auch problemlos und mit wenigen Handgriffen
weiter abgeklappt werden kann, beispielsweise um die Reinigungskammer zu reinigen
oder um schweres und sperriges Reinigungsgut direkt in die Reinigungskammer einbringen
zu können.
Allgemeine Beschreibung der Erfindung
[0012] Diese Aufgabe wird adressiert durch eine Reinigungsvorrichtung zur Reinigung von
Reinigungsgut und ein Verfahren zum Öffnen derselben, mit den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen, welche einzeln oder in beliebiger Kombination
realisierbar sind, sind in den abhängigen Ansprüchen dargestellt.
[0013] Im Folgenden werden die Begriffe "haben", "aufweisen", "umfassen" oder "einschließen"
oder beliebige grammatikalische Abweichungen davon in nicht-ausschließlicher Weise
verwendet. Dementsprechend können sich diese Begriffe sowohl auf Situationen beziehen,
in welchen, neben den durch diese Begriffe eingeführten Merkmalen, keine weiteren
Merkmale vorhanden sind, oder auf Situationen, in welchen ein oder mehrere weitere
Merkmale vorhanden sind. Beispielsweise kann sich der Ausdruck "A hat B", "A weist
B auf', "A umfasst B" oder "A schließt B ein" sowohl auf die Situation beziehen, in
welcher, abgesehen von B, kein weiteres Element in A vorhanden ist (d.h. auf eine
Situation, in welcher A ausschließlich aus B besteht), als auch auf die Situation,
in welcher, zusätzlich zu B, ein oder mehrere weitere Elemente in A vorhanden sind,
beispielsweise Element C, Elemente C und D oder sogar weitere Elemente.
[0014] Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass die Begriffe "mindestens ein" und "ein oder
mehrere" sowie grammatikalische Abwandlungen dieser Begriffe, wenn diese in Zusammenhang
mit einem oder mehreren Elementen oder Merkmalen verwendet werden und ausdrücken sollen,
dass das Element oder Merkmal einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann, in der Regel
lediglich einmalig verwendet werden, beispielsweise bei der erstmaligen Einführung
des Merkmals oder Elementes. Bei einer nachfolgenden erneuten Erwähnung des Merkmals
oder Elementes wird der entsprechende Begriff "mindestens ein" oder "ein oder mehrere"
in der Regel nicht mehr verwendet, ohne Einschränkung der Möglichkeit, dass das Merkmal
oder Element einfach oder mehrfach vorgesehen sein kann.
[0015] Weiterhin werden im Folgenden die Begriffe "vorzugsweise", "insbesondere", "beispielsweise"
oder ähnliche Begriffe in Verbindung mit optionalen Merkmalen verwendet, ohne dass
alternative Ausführungsformen hierdurch beschränkt werden. So sind Merkmale, welche
durch diese Begriffe eingeleitet werden, optionale Merkmale, und es ist nicht beabsichtigt,
durch diese Merkmale den Schutzumfang der Ansprüche und insbesondere der unabhängigen
Ansprüche einzuschränken. So kann die Erfindung, wie der Fachmann erkennen wird, auch
unter Verwendung anderer Ausgestaltungen durchgeführt werden. In ähnlicher Weise werden
Merkmale, welche durch "in einer Ausführungsform der Erfindung" oder durch "in einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung" eingeleitet werden, als optionale Merkmale verstanden,
ohne dass hierdurch alternative Ausgestaltungen oder der Schutzumfang der unabhängigen
Ansprüche eingeschränkt werden soll. Weiterhin sollen durch diese einleitenden Ausdrücke
sämtliche Möglichkeiten, die hierdurch eingeleiteten Merkmale mit anderen Merkmalen
zu kombinieren, seien es optionale oder nicht-optionale Merkmale, unangetastet bleiben.
[0016] In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Reinigungsvorrichtung
zur Reinigung von Reinigungsgut vorgeschlagen. Die Reinigungsvorrichtung umfasst mindestens
eine Reinigungskammer und mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung zur Beaufschlagung
des Reinigungsguts in der Reinigungskammer mit mindestens einem Reinigungsfluid. Weiterhin
umfasst die Reinigungsvorrichtung mindestens eine Tür zum Verschließen mindestens
einer Öffnung der Reinigungskammer. Die Tür weist mindestens eine Klapptür auf. Die
Klapptür ist über mindestens ein Scharnierteil mit einem Gehäuse der Reinigungsvorrichtung
verbunden. Die Klapptür ist in einer ersten Schwenkbewegung aus einer geschlossenen
Stellung um mindestens eine Schwenkachse, insbesondere um mindestens eine im Wesentlichen
horizontale Schwenkachse, in mindestens eine Zwischenstellung schwenkbar, beispielsweise
eine im Wesentlichen horizontale Zwischenstellung. Die Klapptür ist weiterhin in einer
zweiten Schwenkbewegung aus der Zwischenstellung um die mindestens eine Schwenkachse
in mindestens eine Endstellung schwenkbar. Die Tür weist weiterhin eine mit der Klapptür
gekoppelte Schiebetür auf. Die Schiebetür ist über mindestens ein Hebelgestänge mit
der Klapptür verbunden. Das Hebelgestänge ist gelenkig mit der Schiebetür verbunden
und ist weiterhin gelenkig mit der Klapptür verbunden. Zwischen den gelenkigen Verbindungen
mit der Schiebetür und der Klapptür ist mindestens ein weiteres Gelenk in dem Hebelgestänge
vorgesehen.
[0017] Der Begriff "Reinigungsvorrichtung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung
beziehen, welche eingerichtet ist, um Reinigungsgut von anhaftenden makroskopischen
oder auch mikroskopischen Verunreinigungen zu befreien oder derartige Verunreinigungen
zumindest teilweise zu beseitigen. Zusätzlich kann optional eine Desinfektionswirkung
ausgeübt werden. Insbesondere kann die Reinigungsvorrichtung, wie unten noch näher
erläutert wird, ganz oder teilweise als Geschirrspülmaschine ausgestaltet sein oder
kann mindestens eine Geschirrspülmaschine aufweisen. Der Begriff "Geschirrspülmaschine",
wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige
Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist
nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne
Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung beziehen, welche eingerichtet
ist, um Reinigungsgut zu reinigen, welches zur Zubereitung, Darreichung, Aufnahme
oder Aufbewahrung von Speisen oder Getränken eingerichtet ist.
[0018] Der Begriff "Reinigungsgut", wie er hier verwendet wird, ist ebenfalls ein weiter
Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie
der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder
angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf beliebige
Gegenstände beziehen, welche mittels der Reinigungsvorrichtung gereinigt werden können.
Dabei kann ein Gegenstand gereinigt werden, oder es können mehrere Gegenstände gleichzeitig
oder sequentiell gereinigt werden. Insbesondere kann es sich bei dem Reinigungsgut
um Gegenstände handeln, welche direkt oder indirekt für die Zubereitung, Aufbewahrung,
Aufnahme oder Darreichung von Speisen verwendet werden, also beispielsweise Geschirr,
Besteck, Tabletts, Schüsseln, Gläser, Töpfe, Pfannen oder ähnliche Gegenstände. Dementsprechend
kann die Reinigungsvorrichtung insbesondere als Geschirrspülmaschine ausgestaltet
sein, beispielsweise als Geschirrspülmaschine für den gewerblichen Einsatz in Großküchen
oder Küchen der Gemeinschaftsverpflegung. Insbesondere kann die Reinigungsvorrichtung
eingerichtet sein, um schweres und/oder sperriges Reinigungsgut zu reinigen, beispielsweise
Behälter und/oder Töpfe, beispielsweise mit einem Durchmesser oder Äquivalentdurchmesser
von mehr als 0,3 m oder sogar von mehr als 0,5 m. Dementsprechend kann die unten noch
näher beschriebene Reinigungskammer dimensioniert sein, um Reinigungsgut mit mindestens
diesem Durchmesser oder Äquivalentdurchmesser aufzunehmen. Auch andere Ausgestaltungen
der Reinigungsvorrichtung und/oder des Reinigungsguts sind grundsätzlich möglich.
[0019] Die Reinigungsvorrichtung umfasst mindestens eine Reinigungskammer und mindestens
eine Beaufschlagungsvorrichtung zur Beaufschlagung des Reinigungsguts mit mindestens
einem Reinigungsfluid in der Reinigungskammer. Der Begriff "Reinigungskammer", wie
er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige
Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist
nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne
Beschränkung, sich insbesondere auf eine vollständig oder teilweise geschlossene Kammer
beziehen, innerhalb derer der Reinigungsvorgang vollständig oder teilweise durchgeführt
werden kann. Die Reinigungskammer kann insbesondere mindestens ein Gehäuse aufweisen,
welches die Reinigungskammer ganz oder teilweise umschließt. Dabei kann eine einzige
Reinigungskammer vorgesehen sein, oder es können grundsätzlich auch mehrere Reinigungskammern,
beispielsweise sequentiell, vorgesehen sein. Insbesondere kann es sich um eine einzelne
Reinigungskammer handeln, so dass die Reinigungsvorrichtung beispielsweise als so
genannter Programmautomat ausgestaltet sein kann, bei dem das Reinigungsgut stationär
in der Reinigungskammer verbleibt und dort mit mindestens einem Reinigungsprogramm
mit mehreren Reinigungsschritten gereinigt wird, beispielsweise mindestens einem Waschschritt
und mindestens einem dem Waschschritt nachgelagerten Klarspül- oder Nachspülschritt.
[0020] Die Reinigungskammer weist mindestens eine Öffnung zum Beladen der Reinigungskammer
mit dem Reinigungsgut bzw. zum Entladen der Reinigungskammer auf. Beispielsweise kann
dies eine Öffnung an einer Frontseite eines Gehäuses der Reinigungsvorrichtung sein,
beispielsweise eine rechteckige Öffnung. Diese Öffnung kann beispielsweise ausreichend
dimensioniert sein, um ein Einbringen des Reinigungsguts in die Reinigungskammer und/oder
ein Ausbringen des Reinigungsguts aus der Reinigungskammer zu ermöglichen. So kann
die Öffnung beispielsweise in mindestens einer Dimension zumindest die oben beschriebenen
Dimensionen für großes und sperriges Reinigungsgut aufweisen, also beispielsweise
mindestens 0,3 m oder 0,5 m oder sogar mindestens 0,8 m oder mindestens 1,0 m. Beispielsweise
kann diese Dimension in horizontaler Richtung ausgerichtet sein. In vertikaler Richtung
kann die Öffnung beispielsweise ebenfalls mindestens eine Öffnungsweite von 0,3 m,
insbesondere mindestens 0,5 m oder sogar mindestens 0,8 m oder mindestens 1,0 m aufweisen.
So kann die Öffnung beispielsweise an große Behälter und/oder Töpfe angepasst sein.
Auch andere Ausgestaltungen sind jedoch grundsätzlich möglich.
[0021] Der Begriff "Beaufschlagungsvorrichtung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter
Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie
der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder
angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine
grundsätzlich beliebige Vorrichtung beziehen, mittels derer das Reinigungsgut innerhalb
der Reinigungskammer mit dem Reinigungsfluid, insbesondere mit mindestens einer Reinigungsflüssigkeit,
beaufschlagt werden kann. Die Beaufschlagungsvorrichtung kann insbesondere mindestens
ein Düsensystem umfassen, beispielsweise mindestens einen Düsenarm, beispielsweise
mindestens einen drehbar gelagerten Düsenarm. Beispielsweise kann in der Reinigungskammer
mindestens ein Düsenarm, beispielsweise ein drehbar gelagerter Düsenarm, unterhalb
des Reinigungsguts angeordnet sein, sowie mindestens ein Düsenarm, beispielsweise
ein drehbar gelagerter Düsenarm, oberhalb des Reinigungsguts. Dabei können beispielsweise
oberhalb und unterhalb des Reinigungsguts jeweils getrennte Düsenarme für Waschfluid
und Nachspülfluid vorgesehen sein. Weiterhin kann die Beaufschlagungsvorrichtung mindestens
eine Pumpe umfassen, sowie mindestens ein Leitungssystem, zur Bereitstellung von Reinigungsfluid
an das Düsensystem. Dabei können beispielsweise ein Düsensystem und ein Leitungssystem
zur Beaufschlagung mit Reinigungsfluid aus mindestens einem Tank, beispielsweise mindestens
einem Waschtank, vorgesehen sein, sowie mindestens eine Pumpe, beispielsweise mindestens
eine Waschpumpe. Weiterhin können mindestens ein Düsensystem und mindestens ein Leitungssystem
zur Beaufschlagung mit Reinigungsfluid aus mindestens einem optionalen Nachspültank
vorgesehen sein, welcher vorzugsweise von dem Waschtank getrennt ausgebildet ist und
in welchem Nachspülflüssigkeit getrennt von dem Waschtank aufbereitet werden kann,
sowie mindestens eine Nachspülpumpe. Indem mindestens ein von dem Waschtank getrennt
ausgebildeter Nachspültank vorgesehen wird, kann die Reinigungsvorrichtung für gewerbliche
Zwecke ausgerichtet sein, indem durch eine separate Aufbereitung des Nachspülfluids
bereits während eines Waschschritts Aufheizzeit eingespart werden kann. Beispielsweise
kann der Nachspültank als Boiler ausgestaltet sein und/oder kann einen Durchlauferhitzer
aufweisen.
[0022] Der Begriff "Reinigungsfluid", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein Fluid und
insbesondere eine Flüssigkeit beziehen, welche, bei Auftreffen auf das Reinigungsgut,
eine Reinigungswirkung entfalten kann. Insbesondere kann die Reinigungsflüssigkeit
eine wässrige Flüssigkeit umfassen, beispielsweise Wasser und/oder Wasser mit einem
oder mehreren Zusatzstoffen, beispielsweise mit einem oder mehreren Reinigerkonzentraten
und/oder Klarspülern und/oder Desinfektionsmitteln. Die Reinigungsvorrichtung kann
eingerichtet sein, um eine einzelne Reinigungsflüssigkeit zu verwenden oder auch um
eine Kombination mehrerer Reinigungsflüssigkeiten einzusetzen. Sind mehrere Reinigungsflüssigkeiten
vorgesehen, so kann die Beaufschlagung des Reinigungsguts mit den unterschiedlichen
Reinigungsflüssigkeiten gleichzeitig oder auch sequentiell erfolgen. So kann das Reinigungsgut
beispielsweise, wie oben ausgeführt, stationär innerhalb der Reinigungskammer verbleiben
und nacheinander mit den verschiedenen Reinigungsfluiden beaufschlagt werden. Alternativ
kann das Reinigungsgut auch durch die Reinigungskammer hindurch transportiert werden,
beispielsweise durch einen Reinigungstunnel, und dort sequenziell in nacheinander
gelagerten Reinigungszonen mit unterschiedlichen Arten von Reinigungsfluid und/oder
mit Reinigungsfluiden unterschiedlicher Reinheitsgrade beaufschlagt werden. Ohne Beschränkungen
weiterer möglicher Ausgestaltungen wird im Folgenden Bezug genommen auf Programmautomaten,
bei denen das Reinigungsgut während des Reinigungsprozesses stationär in der Reinigungskammer
verbleibt.
[0023] Der Begriff "Tür", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine
gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht.
Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der
Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine einteilige oder mehrteilige
Vorrichtung beziehen, mittels derer eine Öffnung in einem Gehäuse oder einer anderen
Vorrichtung wahlweise vollständig oder teilweise verschließbar ist oder wahlweise
vollständig oder teilweise freigebbar ist. Die Tür der vorliegend vorgeschlagenen
Reinigungsvorrichtung umfasst, wie oben ausgeführt, mindestens zwei Teile, nämlich
mindestens eine Klapptür und mindestens eine Schiebetür. Die Tür kann also insbesondere
als Klapp-Schiebe-Tür ausgestaltet sein. Dabei kann die Klapptür beispielsweise unterhalb
der Schiebetür angeordnet sein. In geschlossenem Zustand können die Klapptür und die
Schiebetür sich so ergänzen, dass die Öffnung vollständig verschlossen wird. In geöffnetem
Zustand können die Klapptür und die Schiebetür die Öffnung vollständig oder teilweise
freigeben. So kann die Schiebetür beispielsweise mindestens eine geöffnete Position
aufweisen, in welcher die Schiebetür beispielsweise vollständig oder teilweise nach
oben geschoben ist.
[0024] Der Begriff "Klapptür", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine
gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht.
Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der
Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Tür im Sinne der obigen
Definition beziehen, welche um mindestens eine Achse gedreht oder geschwenkt werden
kann, um die Klapptür von einer geschlossenen Stellung in mindestens eine geöffnete
Stellung zu bringen, wobei, wie nachfolgend noch näher erläutert wird, mindestens
eine Zwischenstellung möglich ist. Die Drehachse oder Schwenkachse kann dabei ortsfest
oder, wie nachfolgend noch näher erläutert wird, auch beweglich ausgestaltet sein,
so dass die Bewegung der Klapptür eine reine Dreh- oder Schwenkbewegung oder auch
eine kombinierte Translations-Rotationsbewegung sein kann.
[0025] Die Klapptür ist über mindestens ein Scharnierteil mit einem Gehäuse der Reinigungsvorrichtung
verbunden. Der Begriff "Scharnierteil", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter
Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie
der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder
angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein
Element oder eine Kombination aus mehreren Elementen beziehen, welches eingerichtet
ist, um ein mit dem Scharnierteil verbundenes weiteres Element drehbar oder schwenkbar
in Bezug auf mindestens ein mit dem Scharnierteil ebenfalls verbundenes Basiselement
zu lagern. Dabei kann das Scharnierteil mit dem Basiselement, beispielsweise dem Gehäuse,
fest und/oder starr verbunden sein, oder auch beweglich, beispielsweise selbst schwenkbar.
So kann das Scharnierteil beispielsweise über eine erste Achse mit dem Gehäuse verbunden
sein und über eine zweite Achse mit der Klapptür.
[0026] Der Begriff "Gehäuse", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine
gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht.
Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der
Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf ein Element beziehen, welches
mindestens ein anderes Element oder mindestens einen Innenraum vollständig oder teilweise
umschließt oder abschließt. Das Gehäuse kann insbesondere mechanische Stabilität bieten.
Das Gehäuse kann beispielsweise aus mindestens einem starren Werkstoff hergestellt
sein, beispielsweise aus mindestens einem metallischen Werkstoff und/oder mindestens
einem Kunststoff. Insbesondere kann das Gehäuse im vorliegenden Fall vollständig oder
teilweise aus Metall, insbesondere Edelstahl, hergestellt sein. Das Gehäuse kann einlagig
oder auch mehrlagig ausgestaltet sein. So kann das Gehäuse beispielsweise mindestens
ein Außengehäuse und mindestens ein Innengehäuse aufweisen. Das Gehäuse kann insbesondere
quaderförmig ausgestaltet sein und kann die Reinigungskammer vollständig oder teilweise
umschließen.
[0027] Die Klapptür weist, wie oben ausgeführt, mindestens drei Stellungen auf, nämlich
eine geschlossene Stellung, mindestens eine Zwischenstellung und eine Endstellung.
Insbesondere kann die Klapptür derart ausgestaltet sein, dass diese, wenn eine der
genannten Stellungen eingestellt ist, in der jeweiligen Stellung verbleibt, wenn keine
äußeren Kräfte, abgesehen von der eigenen Gewichtskraft, auf die Klapptür ausgeübt
werden. In der geschlossenen Stellung kann die Klapptür insbesondere einen Teil der
Öffnung, welche der Klapptür zugeordnet ist, vollständig abschließen oder überdecken.
Insbesondere kann die Klapptür in der geschlossenen Stellung beispielsweise im Wesentlichen
vertikal ausgerichtet sein, beispielsweise exakt vertikal oder mit einer Winkeltoleranz
von nicht mehr als ±20°, insbesondere von nicht mehr als ±10° oder nicht mehr als
±5°. Dabei kann sich in der geschlossenen Stellung der Schwerpunkt der Klapptür oberhalb
der Schwenkachse befinden, beispielsweise im Wesentlichen vertikal oberhalb der Schwenkachse,
beispielsweise mit den oben genannten Winkeltoleranzen. In der Endstellung kann die
Klapptür beispielsweise maximal möglich geöffnet sein. Insbesondere kann die Klapptür
in der Endstellung wiederum im Wesentlichen vertikal ausgerichtet sein, beispielsweise
exakt vertikal oder mit einer Winkeltoleranz von nicht mehr als ±20°, insbesondere
von nicht mehr als ±10° oder nicht mehr als ±5°. Insbesondere kann die Klapptür in
der Endstellung gegenüber der geschlossenen Stellung um 180° um die Schwenkachse verdreht
sein. Insbesondere kann die Klapptür in der Endstellung derart ausgerichtet sein,
dass sich der Schwerpunkt der Klapptür unterhalb der Schwenkachse befindet, beispielsweise
im Wesentlichen vertikal unterhalb der Schwenkachse, beispielsweise mit den oben genannten
Winkeltoleranzen. Die mindestens eine Zwischenstellung umfasst mindestens eine Stellung
der Klapptür zwischen der geschlossenen Stellung und der geöffneten Stellung, wobei
sich die Zwischenstellung beispielsweise um mindestens 20° von der geöffneten Stellung
und der geschlossenen Stellung unterscheidet, insbesondere um mindestens 40° oder
um mindestens 60°. Beispielsweise kann die Zwischenstellung derart ausgestaltet sein,
dass die Klapptür in der Zwischenstellung im Wesentlichen horizontal ausgerichtet
ist, beispielsweise exakt horizontal oder mit den oben genannten Winkeltoleranzen
von nicht mehr als ±20°, insbesondere von nicht mehr als ±10° oder nicht mehr als
±5°. Insbesondere kann sich ein Schwerpunkt der Klapptür in der Zwischenstellung vor
dem Gehäuse der Reinigungsvorrichtung befinden. Die Klapptür kann insbesondere derart
ausgestaltet sein, dass diese in der Zwischenstellung blockiert und/oder gehalten
wird, beispielsweise durch das Hebelgestänge und optional mindestens ein Halteelement,
beispielsweise mindestens einen Riegel zum Verriegeln des Hebelgestänges in der Zwischenstellung.
So kann die Klapptür beispielsweise in der Zwischenstellung mindestens eine Ablagefläche
bereitstellen, auf welche beispielsweise schweres und/oder sperriges Reinigungsgut
abgelegt werden kann.
[0028] Die Klapptür ist in einer ersten Schwenkbewegung aus der geschlossenen Stellung um
die mindestens eine Schwenkachse in die mindestens eine Zwischenstellung schwenkbar.
In einer zweiten Schwenkbewegung ist die Klapptür um die mindestens eine Schwenkachse
aus der mindestens einen Zwischenstellung in die Endstellung schwenkbar. Dabei sind
die Begriffe "erste" und "zweite" als reine Nomenklatur zu verstehen, ohne eine Rangfolge
oder Reihenfolge der Schwenkbewegungen vorzugeben. Insbesondere kann die Klapptür
auch in entgegengesetzter Richtung schwenkbar sein, so dass die genannten Schwenkbewegungen
reversibel sein können. Dementsprechend kann die Klapptür mittels der zweiten Schwenkbewegung
aus der Endstellung in die mindestens eine Zwischenstellung schwenkbar sein und mittels
der ersten Schwenkbewegung aus der mindestens einen Zwischenstellung in die geschlossene
Stellung.
[0029] Der Begriff "Schwenkbewegung", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Bewegung
beziehen, welche mindestens einen Rotationsanteil um mindestens eine Drehachse, auch
als Schwenkachse bezeichnet, aufweist. Dabei kann es sich um eine reine Rotationsbewegung
um eine oder mehrere Drehachsen handeln, oder um eine kombinierte Translations-Rotationsbewegung,
umfassend mindestens eine Rotation um eine oder mehrere Drehachsen, kombiniert mit
einer Translation in eine oder mehrere Raumrichtungen. Wie unten noch näher ausgeführt
wird, kann insbesondere die erste Schwenkbewegung eine reine Rotationsbewegung sein,
wohingegen die zweite Schwenkbewegung insbesondere eine Kombination aus mindestens
einer Rotationsbewegung und mindestens einer Translationsbewegung sein kann.
[0030] Zusätzlich zu der mindestens einen Klapptür weist die Tür weiterhin mindestens eine
mit der Klapptür gekoppelte Schiebetür auf. Der Begriff "Schiebetür", wie er hier
verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung
beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt
auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung,
sich insbesondere auf eine Tür beziehen, welche durch eine Translationsbewegung im
Wesentlichen parallel zu einer Türebene der Tür geöffnet und/oder geschlossen werden
kann. So kann die Schiebetür beispielsweise mindestens ein Führungselement aufweisen,
um die Tür entlang einer Bahn zu öffnen und/oder zu schließen, beispielsweise mindestens
eine Schiene. Die Schiebetür kann insbesondere geöffnet werden ohne signifikanten
Rotationsanteil, beispielsweise mit einem Rotationsanteil von weniger als 5°, vorzugsweise
von weniger als 3°.
[0031] Die Schiebetür ist über mindestens ein Hebelgestänge mit der Klapptür verbunden.
Diese Verbindung kann direkt erfolgen, indem beispielsweise das Hebelgestänge direkt
mit der Klapptür gekoppelt ist, oder indirekt, über mindestens ein Zwischenstück.
So kann beispielsweise die Klapptür, wie nachfolgend noch näher ausgeführt wird, mindestens
ein Verbindungsstück aufweisen, mittels dessen beispielsweise die Klapptür mit der
Schwenkachse verbunden ist. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein Winkelstück
handeln. Andererseits kann das mindestens eine Hebelgestänge auch direkt oder indirekt
mit der Schiebetür verbunden sein, beispielsweise indem das Hebelgestänge direkt an
die Schiebetür gekoppelt ist oder über mindestens ein Zwischenstück.
[0032] Der Begriff "Hebelgestänge", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff,
dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann
sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste
Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung
oder ein Element beziehen, welche eingerichtet sind, um mindestens eine Kraft und/oder
mindestens ein Drehmoment von einem beweglichen Element auf ein anderes bewegliches
Element zu übertragen. Das Hebelgestänge kann insbesondere einen oder mehrere Hebel
aufweisen, beispielsweise mindestens zwei Hebel, wobei der Begriff "Hebel", wie er
hier verwendet wird, ebenfalls ein weiter Begriff ist, dem seine gewöhnliche und gängige
Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist
nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne
Beschränkung, sich insbesondere auf ein starres, lang gestrecktes Element beziehen,
mittels dessen die mindestens eine Kraft und/oder das mindestens eine Drehmoment übertragbar
ist. Der Hebel kann insbesondere aus mindestens einem metallischen Material, beispielsweise
Edelstahl, hergestellt sein. Auch starre Kunststoffmaterialien sind jedoch alternativ
oder zusätzlich einsetzbar. Dabei kann eine Längserstreckung des mindestens einen
Hebels einen Durchmesser oder Äquivalentdurchmesser des Hebels beispielsweise um mindestens
einen Faktor 3, insbesondere mindestens einen Faktor 5, beispielsweise um mindestens
einen Faktor 10, übersteigen. Der Hebel kann beispielsweise gerade ausgestaltet sein.
[0033] Das Hebelgestänge ist, wie oben ausgeführt, jeweils gelenkig mit der Schiebetür und
mit der Klapptür verbunden. Der Begriff der "gelenkigen Verbindung", wie er hier verwendet
wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche und gängige Bedeutung beigemessen
werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der Begriff ist nicht beschränkt auf eine
spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere
auf eine Art der mechanischen Verbindung zwischen mindestens zwei Elementen beziehen,
bei welcher die mindestens zwei Elemente gegeneinander drehbar sind, wobei vorzugsweise
eine reine Drehbewegung, nicht jedoch eine Translationsbewegung möglich sein soll.
Alternativ ist jedoch auch eine Verbindung möglich, welche sowohl eine Drehbewegung
als auch eine Translationsbewegung ermöglicht. Insbesondere kann die gelenkige Verbindung
eine Scharnierverbindung und/oder eine Verbindung über mindestens einen Bolzen, beispielsweise
mindestens einen Lagerbolzen, umfassen, um welchen die beiden Elemente gegeneinander
drehbar sind. So kann beispielsweise das Hebelgestänge über mindestens einen Bolzen,
beispielsweise mindestens einen Lagerbolzen, mit der Klapptür verbunden sein und über
mindestens einen weiteren Bolzen, beispielsweise mindestens einen weiteren Lagerbolzen,
mit der Schiebetür.
[0034] Wie ebenfalls oben ausgeführt, ist zwischen den gelenkigen Verbindungen mit der Schiebetür
und der Klapptür mindestens ein weiteres Gelenk in dem Hebelgestänge vorgesehen. So
kann das Hebelgestänge beispielsweise mindestens einen ersten Hebel und mindestens
einen zweiten Hebel aufweisen, wobei der erste Hebel gelenkig mit der Klapptür und
der zweite Hebel gelenkig mit der Schiebetür verbunden ist und wobei zwischen dem
mindestens einen ersten Hebel und dem mindestens einen zweiten Hebel das mindestens
eine weitere Gelenk vorgesehen ist, so dass die Hebel gegeneinander schwenkbar sind
um das weitere Gelenk. Das Hebelgestänge kann also insbesondere mindestens einen Kniehebel
aufweisen.
[0035] Durch das mindestens eine weitere Gelenk kann das Hebelgestänge insbesondere zum
Koppelgetriebe werden oder ganz oder teilweise als Koppelgetriebe ausgestaltet sein.
Hierdurch kann das Hebelgestänge insbesondere während der gesamten Schwenkbewegung,
umfassend die erste und die zweite Schwenkbewegung, mit der Schiebetür und insbesondere
auch mit der Klapptür verbunden bleiben, ohne dass das Hebelgestänge beispielsweise
für die zweite Schwenkbewegung von der Klapptür getrennt oder entkoppelt werden müsste.
[0036] Wie oben ausgeführt, kann das mindestens eine weitere Gelenk insbesondere mindestens
einen Kniehebel aufweisen, also selbst als Kniehebel ausgestaltet sein oder gemeinsam
mit den mindestens zwei Hebeln des Hebelgestänges den Kniehebel bilden. Der Begriff
"Kniehebel", wie er hier verwendet wird, ist ein weiter Begriff, dem seine gewöhnliche
und gängige Bedeutung beigemessen werden soll, wie der Fachmann sie versteht. Der
Begriff ist nicht beschränkt auf eine spezielle oder angepasste Bedeutung. Der Begriff
kann, ohne Beschränkung, sich insbesondere auf eine Vorrichtung beziehen, welche mindestens
zwei miteinander gelenkig verbundene Hebel oder Hebelelementen aufweist.
[0037] Das mindestens eine weitere Gelenk kann insbesondere mindestens einen Anschlag aufweisen,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einem Minimalwinkelanschlag, welcher eingerichtet
ist, um eine Öffnung des weiteren Gelenks auf einen minimalen Öffnungswinkel α zwischen
zwei Schenkeln des Hebelgestänges zu begrenzen, und einem Maximalwinkelanschlag, welcher
eingerichtet ist, um eine Öffnung des weiteren Gelenks auf einen maximalen Öffnungswinkel
β zwischen zwei Schenkeln des Hebelgestänges zu begrenzen. So kann allgemein das mindestens
eine weitere Gelenk insbesondere mindestens einen Anschlag aufweisen, welcher auch
als Maximalwinkelanschlag bezeichnet werden kann, welcher eingerichtet ist, um eine
Öffnung des mindestens einen weiteren Gelenks auf einen maximalen Öffnungswinkel zwischen
zwei Schenkeln des Hebelgestänges zu begrenzen. Diese zwei Schenkel können insbesondere
durch die mindestens zwei Hebel des Hebelgestänges gebildet werden. Anstelle des Begriffs
"Schenkel" kann in diesem Zusammenhang auch der Begriff "Hebel" im Sinne der obigen
Definition verwendet werden. Der maximale Öffnungswinkel kann beispielsweise im Bereich
von 150° bis 230° liegen, insbesondere im Bereich 170° bis 210° und insbesondere bei
190°. Durch den Maximalwinkelanschlag kann beispielsweise verhindert werden, dass
bei einer Umwandlung einer Schwenkbewegung der Klapptür in eine Linearbewegung der
Schiebetür mittels des Hebelgestänges das Hebelgestänge zusammenklappt und die Schiebetür
nach unten fallen kann. Der Maximalwinkelanschlag kann also positive Auswirkungen
auf eine Öffnungsbewegung der Tür haben, insbesondere während der zweiten Schwenkbewegung.
Weiterhin kann das mindestens eine weitere Gelenk mindestens einen Minimalwinkelanschlag
aufweisen. So kann das mindestens eine weitere Gelenk eingerichtet sein, insbesondere
durch den Minimalwinkelanschlag, um eine minimale Öffnung des Gelenks auf einen minimalen
Öffnungswinkel zwischen den zwei Schenkeln, insbesondere den zwei Hebeln, des Hebelgestänges
zu begrenzen. Der minimale Öffnungswinkel kann insbesondere im Bereich von 40° bis
80° liegen, insbesondere im Bereich 50° bis 70° und insbesondere bei 57°.
[0038] Die Reinigungsvorrichtung kann insbesondere eingerichtet sein, um eine Öffnung des
weiteren Gelenks, also eine Winkelstellung zwischen den beiden Schenkeln, insbesondere
den beiden Hebeln, während der ersten Schwenkbewegung konstant zu halten, insbesondere
in dem minimalen Öffnungswinkel. Während der ersten Schwenkbewegung kann also die
Winkelstellung konstant bleiben, insbesondere bei dem minimalen Öffnungswinkel. Bei
der zweiten Schwenkbewegung hingegen kann sich das weitere Gelenk öffnen, beispielsweise
von dem Minimalwinkel hin zu dem maximalen Öffnungswinkel. So kann die Reinigungsvorrichtung
weiterhin eingerichtet sein, um das weitere Gelenk während der zweiten Schwenkbewegung
zu öffnen, insbesondere kontinuierlich, insbesondere bis hin zu einem maximalen Öffnungswinkel.
[0039] Das Hebelgestänge kann insbesondere mehrlagig ausgestaltet sein. So kann beispielsweise
mindestens einer der Hebel des Hebelgestänges mehrlagig ausgestaltet sein oder mehrere
oder sogar alle der Hebel. Dabei können die Hebel auch mit einer unterschiedlichen
Anzahl an Lagen ausgestaltet sein, so dass beispielsweise ein Hebel dreilagig ausgestaltet
ist, ein anderer Hebel nur einlagig oder zweilagig. Unter einer mehrlagigen Ausgestaltung
kann insbesondere eine Ausgestaltung verstanden werden, bei welcher mehrere Schichten
miteinander verbunden sind, beispielsweise mehrere Metallbleche. So kann beispielsweise
der mindestens eine Hebel aus mindestens zwei Metallblechen zusammengesetzt sein,
welche beispielsweise miteinander verschweißt, verklebt, durch Schrauben oder Bolzen
verbunden oder auch auf andere Weise zusammengefügt sind. Eine mehrlagige Ausgestaltung
kann insbesondere leicht genutzt werden, um einen Anschlag zu schaffen. So kann beispielsweise
mindestens ein Schenkel des Hebelgestänges in einer Zwischenebene zwischen zwei Ebenen
eines anderen Schenkels des Hebelgestänges angeordnet sein. Beispielsweise kann auf
diese Weise der mindestens eine Schenkel, auch als Hebel bezeichnet, in der Zwischenebene
an einem Anschlag des mindestens einen anderen Hebels oder Schenkels anschlagen. Allgemein
kann der Anschlag also durch einen mehrlagigen Schichtaufbau des Hebelgestänges implementiert
sein.
[0040] Wie oben ausgeführt, kann die Schiebetür insbesondere oberhalb der Klapptür angeordnet
sein. Das Hebelgestänge kann insbesondere derart ausgestaltet sein, dass dieses die
Schiebetür nach oben drückt, wenn die Klapptür aus der geschlossenen Stellung in die
Zwischenstellung geschwenkt wird.
[0041] Das Hebelgestänge kann insbesondere während der gesamten Schwenkbewegung aus der
geschlossenen Stellung in die Endstellung mit der Klapptür, insbesondere mit den Verbindungsstücken
der Klapptür, verbunden sein. Insofern kann insbesondere eine Entkopplung des Hebelgestänges
von der Klapptür und/oder von der Schiebetür in der Zwischenstellung entfallen.
[0042] Das Scharnierteil kann insbesondere schwenkbar mit einem Gehäuse der Reinigungsvorrichtung
verbunden sein. Insbesondere kann die Schwenkachse während der ersten Schwenkbewegung
der Klapptür ortsfest ausgestaltet sein. Dementsprechend kann sich die Klapptür während
der ersten Schwenkbewegung, von der geschlossenen Stellung in die Zwischenstellung,
um eine ortsfeste Schwenkachse, auch als Drehachse bezeichnet, drehen.
[0043] Während der zweiten Schwenkbewegung kann die Schwenkachse insbesondere nichtortsfest
ausgestaltet sein. So kann die Schwenkachse insbesondere während der zweiten Schwenkbewegung
verlagert werden. So kann sich die Schwenkachse beispielsweise während der zweiten
Schwenkbewegung entlang einer langgestreckten Bahn, insbesondere einer gekrümmten
Bahn, bewegen. Dementsprechend kann die Bewegung der Klapptür, insbesondere während
der zweiten Schwenkbewegung, eine Rotations-Translationsbewegung sein, also eine Bewegung,
welche sich aus mindestens einer Drehung um die mindestens eine Schwenkachse sowie
weiterhin um eine Translation der Schwenkachse, insbesondere in einer Richtung im
Wesentlichen senkrecht zu der Schwenkachse, zusammensetzt.
[0044] Dabei kann das Scharnierteil, welches, wie oben ausgeführt, insbesondere als schwenkbares
Scharnierteil ausgestaltet sein kann, insbesondere über eine erste Scharnierachse
mit dem Gehäuse der Reinigungsvorrichtung verbunden sein. Weiterhin kann das Scharnierteil,
insbesondere das schwenkbare Scharnierteil, über eine zweite Scharnierachse mit der
Klapptür verbunden sein, wobei die zweite Scharnierachse gegenüber der ersten Scharnierachse
versetzt ausgebildet ist, so dass sich eine Bewegung der Klapptür aus einer Drehbewegung
der Klapptür um die zweite Scharnierachse und einer Drehbewegung der zweiten Scharnierachse
um die erste Scharnierachse zusammensetzt. Die zweite Scharnierachse kann also mit
der Schwenkachse zusammenfallen. Während der ersten Schwenkbewegung kann das Scharnierteil
feststehen oder sich lediglich um eine der beiden Scharnierachsen drehen, wohingegen
während der zweiten Schwenkbewegung eine Rotation um beide der Scharnierachsen erfolgt,
so dass, wie oben ausgeführt, die zweite Schwenkbewegung der Klapptür eine Rotation
der Klapptür um die zweite Scharnierachse und eine Drehbewegung der zweiten Scharnierachse
um die erste Scharnierachse umfasst. Um zu verhindern, dass das schwenkbare Scharnierteil
sich während der ersten Schwenkbewegung um die erste Scharnierachse dreht, kann das
schwenkbare Scharnierteil während der ersten Schwenkbewegung durch mindestens einen
Verriegelungsbolzen an einer Drehbewegung um die erste Scharnierachse gehindert werden.
Die Reinigungsvorrichtung kann derart ausgebildet sein, dass dieser Verriegelungsbolzen
in der Zwischenstellung manuell oder automatisch freigegeben wird, so dass dieser
während der zweiten Schwenkbewegung die Rotation des schwenkbaren Scharnierteils um
die erste Scharnierachse nicht mehr blockieren kann. So kann allgemein beispielsweise
das schwenkbare Scharnierteil derart ausgestaltet sein, dass der Verriegelungsbolzen
automatisch entriegelt wird, sobald die Klapptür die Zwischenstellung erreicht. Dies
kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass der Verriegelungsbolzen durch mindestens
ein Entriegelungselement an der Klapptür eingedrückt und dadurch entriegelt wird,
beispielsweise sobald die Zwischenstellung erreicht wird. Insbesondere kann das Entriegelungselement
mindestens eine Rampe aufweisen, entlang derer der Verriegelungsbolzen bei einer Bewegung
der Klapptür gleitet. Der Verriegelungsbolzen kann insbesondere ein federgelagerter
Verriegelungsbolzen sein, welcher mit dem Gehäuse verbunden ist und welcher reversibel
in eine Öffnung des schwenkbaren Scharnierteils eingreift, wobei die Öffnung versetzt
gegenüber der ersten Scharnierachse ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich kann
jedoch auch ein federgelagertes Verriegelungselement des schwenkbaren Scharnierteils
in eine Öffnung des Gehäuses eingreifen, so dass, alternativ oder zusätzlich, auch
ein inverser Verriegelungsmechanismus möglich ist.
[0045] Die Klapptür weist mindestens ein Türblatt auf. Weiterhin weist die Klapptür mindestens
einen durch mindestens ein Verbindungsstück fest mit dem Türblatt verbundenen Anschlagbolzen
auf. Dabei kann einseitig ein Anschlagbolzen vorgesehen sein, oder es können beidseitig
Anschlagbolzen vorgesehen sein. Der mindestens eine Anschlagbolzen ist insbesondere
gegenüber der Schwenkachse versetzt ausgebildet. In der Zwischenstellung ist der mindestens
eine Anschlagbolzen durch mindestens einen lösbaren Riegel blockiert, wodurch die
Klapptür in der Zwischenstellung gehalten wird. Durch Öffnen des Riegels, was manuell
oder automatisch erfolgen kann, kann der Anschlagbolzen freigegeben und die zweite
Schwenkbewegung freigebbar sein.
[0046] Der Riegel kann insbesondere selbstverriegelnd ausgestaltet sein. So kann der Riegel
insbesondere derart ausgestaltet sein, dass dieser in einer ersten Bewegungsrichtung
des Anschlagbolzens diesen sperrt, in einer Gegenrichtung zur ersten Bewegungsrichtung
diesen jedoch passieren lässt. Dies kann, wie unten noch weiter ausgeführt, insbesondere
dadurch ausgeführt werden, dass der Riegel mindestens einen Klappmechanismus aufweist.
[0047] Die Verbindungsstücke können insbesondere als Winkelstücke ausgestaltet sein, insbesondere
als L-förmige Verbindungsstücke. Grundsätzlich sind auch andere Ausgestaltungen der
Winkelstücke möglich.
[0048] Der mindestens eine Anschlagbolzen kann insbesondere in jeder Stellung der Klapptür
parallel zu der Schwenkachse ausgerichtet sein.
[0049] Die Klapptür kann insbesondere von der Endstellung zurück in die Zwischenstellung
und von dieser weiter zurück in die geschlossene Stellung schwenkbar sein. Dabei kann
insbesondere der Riegel eingerichtet sein, um während dieser Schwenkbewegung beim
Passieren des Anschlagbolzens automatisch zu öffnen und den Anschlagbolzen passieren
zu lassen und anschließend wieder zu schließen. Dies kann insbesondere bewerkstelligt
werden, wenn der lösbare Riegel mindestens einen Klappmechanismus aufweist, welcher
in einer Richtung automatisch öffnet, beispielsweise durch eine von dem Anschlagsbolzen
ausgeübte Kraft, und in der anderen Richtung schließt. So kann beispielsweise der
Riegel eine Klappe umfassen, welche bei einer Bewegung des Anschlagbolzens in einer
Richtung freigegeben wird, bei einer Bewegung des Anschlagbolzens in einer anderen
Richtung hingegen sperrt.
[0050] Insbesondere kann der lösbare Riegel mindestens einen Klapp-Schiebe-Riegel aufweisen.
Dieser Riegel, insbesondere der Klapp-Schiebe-Riegel, kann in einer Bewegungsrichtung
durch den Anschlagsbolzen als Klappe zu öffnen sein, in der anderen Bewegungsrichtung
jedoch sperren und den Anschlagsbolzen blockieren. Durch eine Verschiebung des Klapp-Schiebe-Riegels
kann der Klapp-Schiebe-Riegel jedoch wieder geöffnet werden, so dass dieser auch die
andere Bewegungsrichtung freigeben kann. Stößt also der Anschlagsbolzen, von einer
ersten Seite herkommend, beispielsweise im Rahmen einer Schließbewegung der Klapptür,
gegen den Klapp-Schiebe-Riegel, so kann die Klappe des Klapp-Schiebe-Riegels automatisch
öffnen, ohne dass ein manueller Eingriff erforderlich wäre. In der Gegenrichtung hingegen,
wenn der Anschlagsbolzen von einer gegenüberliegenden Seite her gegen den Klapp-Schiebe-Riegel
stößt, beispielsweise bei einer Öffnungsbewegung der Klapptür, so kann die Klappe
des Klapp-Schiebe-Riegels sperren. Durch einen manuellen Eingriff, bei welchem der
Klapp-Schiebe-Riegel verschoben wird, kann dieser jedoch freigegeben werden, so dass
der Anschlagsbolzen den Klapp-Schiebe-Riegel passieren kann.
[0051] So kann allgemein der Klapp-Schiebe-Riegel zum Lösen, insbesondere zum Öffnen und/oder
zum Freigeben einer Öffnung, durch welche der Anschlagsbolzen passieren kann, verschiebbar
sein, insbesondere vertikal. Durch dieses Verschieben kann eine Öffnung freigebbar
sein, welche von dem mindestens einen Anschlagbolzen passierbar ist. Sind beispielsweise
einseitig oder beidseitig der Klapptür Anschlagsbolzen vorgesehen, so kann der Klapp-Schiebe-Riegel
auf einer der beiden Seiten vorgesehen sein, oder es können auf beiden Seiten Klapp-Schiebe-Riegel
vorgesehen sein.
[0052] Der Klapp-Schiebe-Riegel kann insbesondere in eine Richtung schwenkbar sein. So kann
der Klapp-Schiebe-Riegel beispielsweise ein um eine Achse drehbar gelagertes Klappenblatt
aufweisen. Dabei kann beispielsweise das Klappenblatt in eine Richtung schwenkbar
sein, wohingegen eine Schwenkbewegung in einer entgegengesetzten Richtung blockiert
ist. Die Achse kann beispielsweise vertikal verschiebbar sein, beispielsweise in mindestens
einer Schiene. So können sowohl Klappbewegungen als auch Schiebebewegungen ermöglicht
werden.
[0053] Die Reinigungsvorrichtung kann weiterhin insbesondere mindestens ein Federelement
aufweisen. Dieses Federelement kann insbesondere eingerichtet sein, um eine Bewegung
der Schiebetür zu unterstützen. So kann das Federelement beispielsweise direkt mit
der Tür verbunden sein, beispielsweise der Schiebetüre. Das Federelement kann beispielsweise
auch direkt mit der der Klapptür verbunden sein, und/oder kann an mindestens einem
mit der Tür, beispielsweise der Klapptür, verbundenen Fortsatz befestigt sein, beispielsweise
einem Hebel. Weiterhin kann das mindestens eine Federelement auch beispielsweise an
dem Hebelgestänge angebunden sein. Als Gegenlager kann das mindestens eine Federelement
beispielsweise allgemein an dem Gehäuse fixiert sein. Das Federelement kann beispielsweise
mindestens ein Federelement umfassen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einer
Schraubenfeder, einer Spiralfeder, einem elastischen Band oder einer Blattfeder. Auch
andere Federelemente sind grundsätzlich einsetzbar.
[0054] Die Reinigungsvorrichtung kann weiterhin mindestens einen Federhebel aufweisen. Der
Federhebel kann insbesondere eingerichtet sein, um eine Schwenkbewegung der Klapptür
zu beeinflussen, insbesondere zu fördern und/oder zu bremsen. So kann der Federhebel
beispielsweise mit der Klapptür verbunden sein und kann über mindestens ein Federelement,
wie oben ausgeführt, mit dem Gehäuse verbunden sein.
[0055] Die Reinigungsvorrichtung kann insbesondere als Spülmaschine ausgestaltet sein, insbesondere
als Geschirrspülmaschine und/oder als Behälterspülmaschine. Insbesondere kann die
Geschirrspülmaschine und/oder Behälterspülmaschine als Programmautomat ausgestaltet
sein und kann mindestens eine Steuerung aufweisen, mittels derer mindestens ein Reinigungsprogramm
durchgeführt werden kann.
[0056] Die Schwenkachse kann während der zweiten Schwenkbewegung ortsfest ausgestaltet sein
oder kann sich, wie oben ausgeführt, während der zweiten Schwenkbewegung bewegen,
beispielsweise auf einer Bahn, welche beispielsweise in jedem Augenblick der zweiten
Schwenkbewegung im Wesentlichen senkrecht auf die Schwenkachse steht, beispielsweise
mit einer Winkelabweichung von einer senkrechten Ausrichtung von nicht mehr als 10°,
beispielsweise von nicht mehr als 5° oder mit einer exakt senkrechten Ausrichtung.
Die Schwenkachse kann insbesondere zu Beginn der zweiten Schwenkbewegung innerhalb
der Reinigungskammer angeordnet sein. Bei Ende der zweiten Schwenkbewegung kann die
Schwenkachse insbesondere außerhalb der Reinigungskammer angeordnet sein.
[0057] Die Klapptür, insbesondere das Türblatt der Klapptür, kann insbesondere in der geschlossenen
Stellung im Wesentlichen vertikal ausgerichtet sein, beispielsweise mit einer Winkelabweichung
von der Vertikalen um nicht mehr als 10°, insbesondere um nicht mehr als 5° und beispielsweise
mit einer exakt vertikalen Ausrichtung. So kann die Klapptür beispielsweise in der
geschlossenen Stellung im Wesentlichen bündig mit einer Vorderseite des Gehäuses der
Reinigungsvorrichtung abschließen.
[0058] Die Klapptür, insbesondere das Türblatt der Klapptür, kann weiterhin in der Zwischenstellung
im Wesentlichen horizontal ausgerichtet sein, beispielsweise mit einer Winkelabweichung
von der Horizontalen um nicht mehr als 10°, insbesondere um nicht mehr als 5° und
beispielsweise mit einer exakt horizontalen Ausrichtung.
[0059] Die Klapptür, insbesondere das Türblatt der Klapptür, kann in der Endstellung wiederum
im Wesentlichen vertikal aber invertiert gegenüber der geschlossenen Stellung ausgerichtet
sein, beispielsweise mit einer Winkelabweichung von der Vertikalen um nicht mehr als
10°, insbesondere um nicht mehr als 5° und beispielsweise mit einer exakt vertikalen
Ausrichtung.
[0060] In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Öffnen
der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung, beispielsweise gemäß einer oder mehreren
der oben beschriebenen Ausgestaltungen und/oder gemäß einer oder mehreren der nachfolgend
noch näher beschriebenen Ausführungsformen, vorgeschlagen. Das Verfahren umfasst die
folgenden Schritte, welche insbesondere in der dargestellten Reihenfolge durchgeführt
werden können. Das Verfahren kann zusätzlich weitere Schritte umfassen. Weiterhin
kann das Verfahren auch insertiert werden und so zu einem Verfahren zum Schließen
der vorgeschlagenen Reinigungsvorrichtung werden, indem die Verfahrensschritte in
umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden.
[0061] Das Verfahren umfasst eine Durchführung der ersten Schwenkbewegung, wie oben beschrieben,
wobei die Klapptür aus der geschlossenen Stellung um die Schwenkachse in die Zwischenstellung
geschwenkt wird. Während der ersten Schwenkbewegung ist die Schwenkachse ortsfest
ausgestaltet. In der Zwischenstellung kann die Klapptür, insbesondere ein Türblatt
der Klapptür, im Wesentlichen horizontal ausgerichtet sein, beispielsweise mit den
oben genannten Winkeltoleranzen.
[0062] Das Verfahren kann weiterhin eine Durchführung der zweiten Schwenkbewegung, wie oben
beschrieben, umfassen. Während der zweiten Schwenkbewegung kann die Klapptür aus der
Zwischenstellung in die Endstellung geschwenkt werden. In der Endstellung kann die
Klapptür im Wesentlichen vertikal ausgerichtet sein, insbesondere nach unten abgeklappt
sein, beispielsweise mit den oben genannten Winkeltoleranzen. Während der zweiten
Schwenkbewegung kann sich die Schwenkachse insbesondere entlang einer Bahn bewegen.
Diese Bahn kann insbesondere als gekrümmte Bahn ausgestaltet sein. Insbesondere kann
sich während der zweiten Schwenkbewegung die Schwenkachse, beispielsweise entlang
der gekrümmten Bahn, von einer Position innerhalb der Reinigungskammer in eine Position
außerhalb der Reinigungskammer bewegen. Die Bewegung der Schwenkachse kann insbesondere
eine Parallelbewegung sein, so dass die Schwenkachse selbst lediglich parallel verschoben,
jedoch nicht gedreht wird. Insbesondere kann sich die Schwenkachse während der zweiten
Schwenkbewegung derart entlang der Bahn bewegen, dass die Schwenkachse stets parallel
zu der Position während der ersten Schwenkbewegung ausgerichtet ist.
[0063] Die vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung und das vorgeschlagene Verfahren weisen
gegenüber bekannten Vorrichtungen und Verfahren der genannten Art zahlreiche Vorteile
auf, welche teilweise oben bereits aufgeführt sind. Insbesondere kann auf die vorgeschlagene
Weise eine Reinigungsvorrichtung bereitgestellt werden, welche eine Klapp-Schiebe-Tür
aufweist und welche somit auch zur Reinigung von großem und sperrigem Reinigungsgut
geeignet ist, welche jedoch gleichzeitig eine ergonomisch günstige Be- und Entladung
und Reinigung der Reinigungskammer ermöglicht, welche sicher und mit geringer Unfallgefahr
ausgestaltet werden kann.
[0064] Insbesondere lässt sich die vorgeschlagene Reinigungsvorrichtung derart ausgestalten,
dass die Klapptür in der Zwischenstellung fixierbar ist, so dass diese auch beispielsweise
als Ablagefläche für großes, sperriges und schweres Reinigungsgut dienen kann. Das
Reinigungsgut kann dort beispielsweise beim Beladen der Reinigungskammer kurzfristig
abgelegt werden, bevor dieses weiter in die Reinigungskammer eingeschoben wird. Beim
Entladen der Reinigungskammer kann das Reinigungsgut ebenfalls dort kurzfristig abgelegt
werden, bevor das Reinigungsgut endgültig von der Reinigungsvorrichtung entnommen
wird. Die Klapptür kann insbesondere eine Höhe aufweisen, welche es ermöglicht, das
Reinigungsgut unmittelbar weiter in die Reinigungskammer zu schieben, indem beispielsweise
mindestens eine Schiene innerhalb der Reinigungskammer auf gleicher Höhe angeordnet
ist wie die Klapptür in der Zwischenstellung.
[0065] Zum Reinigen, Warten oder weiteren Be- und/oder Entladen der Reinigungskammer kann
die Klapptür weiter aus der Zwischenstellung in die Endstellung abgeklappt werden,
wobei durchgängig eine Kopplung zwischen der Klapptür und der Schiebetür bestehen
kann. Diese durchgängige Kopplung kann insbesondere durch das oben beschriebene Hebelgestänge
bewerkstelligt werden, welches das mindestens eine weitere Gelenk aufweist. Beispielsweise
kann die Schiebetür während der zweiten Schwenkbewegung von der Zwischenstellung in
die Endstellung ortsfest in einer geöffneten Position verbleiben. Auch andere Ausgestaltungen
sind jedoch möglich, beispielsweise eine Ausgestaltung, bei welcher sich die Schiebetür
während der zweiten Schwenkbewegung wieder leicht nach unten bewegt. So kann die geöffnete
Position der Schiebetür allgemein während der Öffnung der Tür leicht variieren.
[0066] Durch die durchgängige Kopplung zwischen der Klapptür und der Schiebetür kann insbesondere
eine aufwändige und mit einem Unfallrisiko verbundene Entkopplung der Klapptür von
dem Hebelgestänge vermieden werden. Weiterhin kann sich eine Schwenkachse der Klapptür
insbesondere, wie oben ausgeführt, während der zweiten Schwenkbewegung entlang einer
Bahn, beispielsweise einer gekrümmten Bahn, bewegen, beispielsweise von einer Position
innerhalb des Gehäuses in eine Position außerhalb des Gehäuses oder umgekehrt, so
dass ein besonders sicheres Abklappen der Klapptür ermöglicht wird. Dies kann beispielsweise
durch eine entsprechende Ausgestaltung des beschriebenen Scharnierteils bewerkstelligt
werden, welches insbesondere als schwenkbares Scharnierteil ausgestaltet sein kann.
Allgemein kann die Klapptür derart ausgestaltet werden, dass diese mit wenigen und
sicheren Handgriffen zum Öffnen abgeklappt werden kann und zum Schließen auch wieder
zugeklappt werden kann. Letzteres kann insbesondere durch den oben beschriebenen Klapp-Schiebe-Riegel
bewerkstelligt werden.
[0067] Wie oben ausgeführt, kann das Hebelgestänge insbesondere in einer mehrlagigen Bauweise
ausgestaltet sein, auch als Sandwichbauweise bezeichnet. Diese Sandwichbauweise kann
insbesondere durch mindestens ein Sandwich aus mehreren Lagen geschnittener Blechteile,
beispielsweise Stahlblechen und insbesondere Edelstahlblechen, realisiert werden.
Die Blechteile können insbesondere durch Laserschneiden besonders zuverlässig in die
gewünschte Form gebracht werden. Alternativ wären jedoch grundsätzlich auch andere
Verfahren, wie beispielsweise Schneideverfahren und/oder Stanzverfahren möglich. Mittels
der Sandwichbauweise lassen sich auch, wie oben beschrieben, Anschläge besonders einfach
realisieren. So kann die Sandwichbauweise des Hebelgestänges beispielsweise einen
oder mehrere integrierte Endanschläge, beispielsweise zur Begrenzung eines minimalen
Öffnungswinkels und/oder zur Begrenzung eines maximalen Öffnungswinkels, aufweisen.
Allgemein kann das Hebelgestänge somit zur Umsetzung einer Bewegungsübertragung zwischen
der Klapptür und der Schiebetür und auch zur Begrenzung der Freiheitsgrade eingerichtet
sein. Durch die Sandwichbauweise des Hebelgestänges, welches allgemein auch als Koppelgetriebe
bezeichnet werden kann oder als Koppelgetriebe ausgestaltet sein kann, lassen sich
insbesondere auch Scherstellen weitgehend vermeiden.
[0068] Wie oben ausgeführt, weist die Reinigungsvorrichtung mindestens ein Scharnierteil
auf, über welches die Klapptür, auch allgemein als Schwenktür zu bezeichnen, direkt
oder indirekt mit dem Gehäuse verbunden ist. Das Scharnierteil kann allgemein, wie
oben ausgeführt, derart ausgestaltet sein, dass die Klapptür aus der Zwischenstellung
in die Endstellung abgeklappt werden kann, so dass die Klapptür allgemein derart gelagert
sein kann, dass ein Überschwenken der Klapptür in die Endstellung, insbesondere in
eine abgeklappte Stellung, ermöglicht wird, beispielsweise über ein Frontblech des
Gehäuses hinaus.
[0069] Beim Schließvorgang der Tür kann das Scharnierteil verriegelt werden oder wieder
verriegelt werden. So kann, wie oben ausgeführt, das Scharnierteil allgemein während
der ersten Schwenkbewegung durch einen Verriegelungsbolzen verriegelt sein. Allgemein
kann der Verriegelungsbolzen beispielsweise verhindern, dass die Klapptür beim Schließvorgang
über das Scharnier herausgezogen werden kann. So kann der Verriegelungsbolzen insbesondere
dafür sorgen, dass die Klapptür synchron mit der Schiebetür schließt. Der Verriegelungsbolzen
kann insbesondere automatisch entriegelt werden, sobald die Klapptür beim Öffnen die
Zwischenstellung erreicht, einschließlich der Möglichkeit einer automatischen Entriegelung
bei einer definierten Winkelstellung vor diesem Erreichen der Zwischenstellung. Beispielsweise
kann der Verriegelungsbolzen durch einen Kunststoffklotz beim Aufschwenken der Schwenktür
axial verschoben und entriegelt werden, so dass das Scharnierteil insbesondere auf
die Abklappfunktion vorbereitet werden kann. Auch andere Arten der automatischen Entriegelung
sind möglich, beispielsweise durch mindestens eine Rampe, welche beim Öffnen der Klapptür
entlang einer Spitze des Verriegelungsbolzens gleitet und diesen beispielsweise axial
verschiebt oder eindrückt. Der Verriegelungsbolzen kann insbesondere federgelagert
sein und kann beispielsweise parallel zu der Schwenkachse verschiebbar sein.
[0070] Wie oben ausgeführt, kann die Reinigungsvorrichtung insbesondere derart ausgestaltet
sein, dass die Klapptür in der Zwischenstellung fixiert ist und beispielsweise nicht
weiter abklappen kann, ohne dass ein Benutzereingriff erfolgt. Auf diese Weise kann
die Klapptür beispielsweise in der Zwischenstellung eine Ablagefläche auch für schweres
Reinigungsgut bereitstellen. Diese Fixierung kann insbesondere, wie oben ausgeführt,
durch mindestens einen lösbaren Riegel erfolgen. Dieser kann beispielsweise als Klappenanschlag
ausgestaltet sein. Dieser Klappenanschlag kann die Klapptür in der Zwischenstellung
halten. So kann beispielsweise am Ende der ersten Schwenkbewegung der mindestens eine
Anschlagbolzen oder mindestens einer der Anschlagsbolzen an dem Riegel anstoßen und
durch diesen Riegel an einer weiteren Bewegung gehindert werden. Durch Öffnen des
Riegels kann die Klapptür dann für eine weitere Bewegung, insbesondere die zweite
Schwenkbewegung, freigegeben werden. Der Riegel kann insbesondere als Klapp-Schiebe-Riegel
ausgestaltet sein. Allgemein kann der Riegel beispielsweise mindestens ein Bedienelement,
beispielsweise einen Knopf oder einen Vorsprung, aufweisen, an welchem ein Benutzer
angreifen kann, um diesen Riegel beispielsweise aufzuschieben oder anderweitig zu
öffnen. Allgemein kann durch eine benutzerfreundliche Betätigung des Riegels, beispielsweise
des Klappenanschlags, insbesondere durch nach oben Schieben desselben, auf einfache
Weise die zweite Schwenkbewegung freigegeben werden, von der Zwischenstellung in die
Endstellung. Auf dem umgekehrten Wege, beim Schließen der Klapptür, kann der Riegel
automatisch ein Zurückschwenken ermöglichen, beispielsweise indem dieser den oder
die Anschlagsbolzen automatisch passieren lässt. So kann beispielsweise eine automatische
Verriegelung durch den Riegel, insbesondere den Klappenanschlag, nach einem Zurückschwenken
der Klapptür aus der Endstellung erfolgen, beispielsweise wenn die Klapptür die Zwischenstellung
überfährt oder in einem Winkelbereich um die Zwischenstellung herum, beispielsweise
90°±10°. Allgemein kann auf diese Weise eine selbsttätige Verriegelung beim Schließen
der Klapptür erfolgen.
Kurze Beschreibung der Figuren
[0071] Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels, insbesondere in Verbindung mit den Unteransprüchen. Hierbei
können die jeweiligen Merkmale für sich alleine oder zu mehreren in Kombination miteinander
verwirklicht sein. Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel beschränkt.
Das Ausführungsbeispiel ist in den Figuren schematisch dargestellt. Gleiche Bezugsziffern
in den einzelnen Figuren bezeichnen dabei gleiche oder funktionsgleiche bzw. hinsichtlich
ihrer Funktionen einander entsprechende Elemente.
[0072] Im Einzelnen zeigen:
- Figur 1A bis 1D
- Schnittdarstellungen einer Ausführungsform einer Reinigungsvorrichtung in verschiedenen
Öffnungszuständen einer Tür derselben;
- Figuren 2A und 2B
- verschiedene perspektivische Darstellungen der Reinigungsvorrichtung mit der Tür in
einer Zwischenstellung;
- Figuren 3A und 3B
- verschiedene perspektivische Darstellungen der Reinigungsvorrichtung mit der Tür in
einer Endstellung; und
- Figuren 4A bis 4C
- verschiedene perspektivische Darstellungen eines Anschlagbolzens und eines Riegels
der Reinigungsvorrichtung in unterschiedlichen Situationen eines Öffnungs- und Schließvorgangs
der Tür.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0073] In den Figuren 1A bis 1D, 2A und 2B, 3A und 3B und 4A bis 4C ist ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Reinigungsvorrichtung 110 zur Reinigung von Reinigungsgut
112 in verschiedenen Ansichten gezeigt. Dabei zeigen die Figur 1A bis 1D Schnittdarstellungen
der Reinigungsvorrichtung 110 in verschiedenen Öffnungszuständen einer Tür 114 der
Reinigungsvorrichtung 110, die Figuren 2A und 2B verschiedene perspektivische Darstellungen
der Reinigungsvorrichtung 110 mit der Tür 114 in einer Zwischenstellung, die Figuren
3A und 3B verschiedene perspektivische Darstellungen der Reinigungsvorrichtung 110
mit der Tür 114 in einer Endstellung und die Figuren 4A bis 4C verschiedene perspektivische
Darstellungen eines Anschlagbolzens 116 und eines mit dem Anschlagbolzen 116 zusammenwirkenden
Riegels 118 der Reinigungsvorrichtung 110 in unterschiedlichen Situationen eines Öffnungs-
und Schließvorgangs der Tür 114. Diese Figuren werden im Folgenden gemeinsam erläutert.
Die Figuren dienen weiterhin auch als Ausführungsbeispiel für die Beschreibung eines
möglichen Verfahrens zum Öffnen der Reinigungsvorrichtung 110.
[0074] Bezugnehmend auf Figur 1A ist erkennbar, dass die Reinigungsvorrichtung 110 in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel ein Gehäuse 120 umfasst, welches eine Reinigungskammer
122 umschließt. In der Reinigungskammer 122 kann das Reinigungsgut 112 aufgenommen
werden, beispielsweise mittels eines oder mehrerer Spülkörbe 124. Der mindestens eine
Spülkorb 124 kann beispielsweise mittels eines nicht näher dargestellten Schienensystems
oder einer anderweitigen Ablage gehalten werden. Die Reinigungsvorrichtung 110 kann
insbesondere, aufgrund der nachfolgend näher beschriebenen Türkonstruktion, eingerichtet
sein, um großes und sperriges Reinigungsgut 112 zu reinigen, beispielsweise Behälter
und/oder große Töpfe. Dementsprechend kann die Reinigungsvorrichtung 110 beispielsweise
als Behälterspülmaschine 126 ausgestaltet sein.
[0075] Die Reinigungsvorrichtung 110 weist mindestens eine Beaufschlagungsvorrichtung 128
auf, welche eingerichtet ist, um das Reinigungsgut 112 in der Reinigungskammer 122
mit mindestens einem Reinigungsfluid zu Beaufschlagen. Diese Beaufschlagungsvorrichtung
128 kann beispielsweise mindestens ein Düsensystem 130 aufweisen, welches beispielsweise
mindestens einen Düsenarm unterhalb des Reinigungsguts 112 und mindestens einen Düsenarm
oberhalb des Reinigungsguts 112 aufweisen kann. Das Düsensystem 130 kann beispielsweise
über mindestens ein Rohrleitungssystem 132 der Beaufschlagungsvorrichtung 128 mit
Reinigungsfluid aus mindestens einem Tank 134 der Beaufschlagungsvorrichtung 128,
beispielsweise mindestens einem Spültank, gespeist werden. Neben dem mindestens einen
Spültank kann mindestens ein weiterer, von dem Spültank getrennter Tank vorgesehen
sein, welche in Figur 1A nicht dargestellt ist und in welchem beispielsweise mindestens
ein Reinigungsfluid separat von dem Reinigungsfluid in dem Spültank aufbereitet werden
kann. Dieser mindestens eine weitere Tank kann beispielsweise mindestens einen Klarspültank
umfassen, auch als Nachspültank bezeichnet, welcher beispielsweise als Boiler ausgestaltet
sein kann und in welchem bereits während eines Hauptreinigungsschritts Klarspülfluid
oder Nachspülfluid aufbereitet werden kann. Dementsprechend kann die Reinigungsvorrichtung
110 insbesondere als gewerbliche Spülmaschine ausgestaltet sein, mit kurzen Zykluszeiten.
Weiterhin kann die Beaufschlagungsvorrichtung 128 zusätzliche Elemente umfassen, beispielsweise
eine oder mehrere Pumpen 136 und/oder mindestens ein Ventil 138. Mindestens einen
Programmablauf mindestens eines Reinigungsprogramms kann durch eine Steuerung 140
der Reinigungsvorrichtung 110 gesteuert werden, indem die Steuerung 140 beispielsweise
die Pumpe 136, das Ventil 138 sowie eine oder mehrere Heizvorrichtungen in dem Tank
134 ansteuert.
[0076] In den weiteren Figuren sind zur Vereinfachung der Darstellung das Reinigungsgut
112, der Spülkorb 124, die Beaufschlagungsvorrichtung 128 und die Steuerung 140 nicht
mehr dargestellt.
[0077] Die Reinigungsvorrichtung 110 weist, wie oben ausgeführt, die mindestens eine Tür
114 auf. Diese Tür 114 kann insbesondere an einer Frontseite 142 der Reinigungsvorrichtung
110 angeordnet sein. Die Tür 114 umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zwei
Teile, nämlich eine Klapptür 144 sowie eine oberhalb der Klapptür 144 angeordnete
Schiebetür 146. Die Klapptür 144 und die Schiebetür 146 sind über ein Hebelgestänge
148 miteinander gekoppelt, so dass eine Bewegung der Klapptür 144 an eine Bewegung
der Schiebetür 146 gekoppelt ist. So hat beispielsweise die Klapptür 144 einen Griff
150, mittels dessen ein Benutzer die Klapptür 144 öffnen kann, wobei eine Bewegung
der Klapptür 144 dabei über das Hebelgestänge 148 auf die Schiebetür 146 übertragen
wird.
[0078] Die Klapptür 144 ist, wie beispielsweise in Figur 1D erkennbar, über ein Scharnierteil
152 mit dem Gehäuse 120 verbunden. Dieses Scharnierteil 152 kann insbesondere, wie
nachfolgend noch näher ausgeführt wird, als schwenkbares Scharnierteil 154 ausgestaltet
sein. Mittels eines Angriffs an dem Griff kann die Klapptür 144 in einer ersten Schwenkbewegung
aus einer in Figur 1A gezeigten geschlossenen Stellung 156, in welcher die Klapptür
144 und die Schiebetür 146 gemeinsam eine Öffnung 158 in dem Gehäuse 120 verschlie-ßen,
um eine Schwenkachse 160 in eine Zwischenstellung 162, welche in Figur 1C gezeigt
ist, geschwenkt werden. Diese erste Schwenkbewegung ist in Figur 1B, welche eine Stellung
zwischen der geschlossenen Stellung 156 und der Zwischenstellung 162 zeigt, symbolisch
mit der Bezugsziffer 164 bezeichnet. Bei einem Schließvorgang der Tür 114 wird diese
in Figur 1B im Zusammenhang mit einer Öffnung der Tür 114 gezeigte erste Schwenkbewegung
164 umgekehrt.
[0079] Während der ersten Schwenkbewegung 164 wird, wie anhand eines Vergleichs der Figuren
1A bis 1D erkennbar ist, aufgrund der Kopplung der Klapptür 144 mit der Schiebetür
146 die Schiebetür 146 nach oben geschoben, wobei die Öffnungsbewegung der Schiebetür
146 in Figur 1B mit der Bezugsziffer 166 bezeichnet ist.
[0080] In der in Figur 1C gezeigten Zwischenstellung 162 kann ein Türblatt 168 der Klapptür
144 im Wesentlichen horizontal ausgerichtet sein. Das Türblatt 168 kann dann insbesondere
eine Auflagefläche 170 bereitstellen, welche insbesondere beim Be- und Entladen der
Reinigungskammer 122 von Nutzen sein kann, um dort schweres und sperriges Reinigungsgut
112 kurzfristig abzulegen und von dort beispielsweise weiter in die Reinigungskammer
122 hinein zu schieben oder um dieses aus der Reinigungskammer 122 heraus auf die
Auflagefläche 170 zu schieben. Hierdurch kann eine ergonomisch günstige Bedienung
ermöglicht werden. Damit die Auflagefläche 170, welche auch als Ablagefläche bezeichnet
werden kann, belastbar ist, können das Hebelgestänge 148 und die Klapptür 144, wie
nachfolgend anhand der Figuren 4A bis 4C noch näher beschrieben wird, in dieser Stellung
an einer weiteren Bewegung gehindert werden, mittels des Anschlagbolzens 116 und des
Riegels 118.
[0081] Weiterhin kann in der in Figur 1C gezeigten Zwischenstellung 162 die Schiebetür 146
durch das Hebelgestänge 148 nach oben gedrückt werden. Bei einer weiteren Bewegung
der Klapptür 144 nach unten, im Rahmen der zweiten Schwenkbewegung 172, kann sich
die Schiebetür 146 dann zeitweise auch wieder geringfügig nach unten bewegen, wie
beispielsweise aus einem Vergleich der Figuren 1C und 1D erkennbar ist. So kann die
Schiebetür 146 beispielsweise während der ersten Schwenkbewegung 164 kontinuierlich
nach oben bewegt werden, wobei während der zweiten Schwenkbewegung 172 die Position
der Schiebetür 146 sich wieder geringfügig nach unten verlagern kann.
[0082] Aus der in der Figur 1C gezeigten Zwischenstellung 162 kann die Klapptür 144 weiter,
in einer zweiten Schwenkbewegung 172, welche in den Figuren 1C und 1D symbolisch angedeutet
ist, in eine in Figur 1D gezeigte Endstellung 174 geschwenkt werden. In dieser Endstellung
174 kann das Türblatt 168 der Klapptür 144 beispielsweise im Wesentlichen vertikal
ausgerichtet sein.
[0083] Während der ersten Schwenkbewegung 164 kann die Schwenkachse 160, um welche sich
die Klapptür 144 dreht, beispielsweise ortsfest ausgestaltet sein, wie sich beispielsweise
aus einem Vergleich der Figuren 1A, 1B und 1C ergibt. Dies kann beispielsweise dadurch
geschehen, dass, wie nachfolgend noch näher ausgeführt wird, das Scharnierteil 152
während dieser ersten Schwenkbewegung 164 fixiert ist. Während der zweiten Schwenkbewegung
172 hingegen kann sich die Schwenkachse 160 insbesondere verlagern, beispielsweise
nach außen, wie beispielsweise aus einem Vergleich der Figuren 1C und 1D erkennbar
ist. Während die erste Schwenkbewegung 164 somit beispielsweise als reine Rotationsbewegung
ausgestaltet sein kann, kann die zweite Schwenkbewegung 172 somit beispielsweise als
Translations-Rotationsbewegung ausgestaltet sein. Dies kann beispielsweise, wie nachfolgend
noch näher erläutert wird, dadurch erfolgen, dass das Scharnierteil 152 als schwenkbares
Scharnierteil 154 ausgestaltet ist, welches sich selbst während der zweiten Schwenkbewegung
172 dreht, wobei die Schwenkachse 160 exzentrisch zu dieser Drehung an dem schwenkbaren
Scharnierteil 154 gelagert ist. So kann sich die Schwenkachse 160 beispielsweise während
der zweiten Schwenkbewegung 172 entlang einer in Figur 1D angedeuteten Bahn 176, insbesondere
einer gekrümmten Bahn, bewegen, beispielsweise aus dem Inneren des Gehäuses 120 heraus.
[0084] Diese Fixierung der Schwenkachse 160 während der ersten Schwenkbewegung 164 und die
Bewegung derselben während der zweiten Schwenkbewegung 172 ist in den Figuren 2A,
2B, 3A und 3B nochmals im Detail dargestellt. Diese Figuren zeigen perspektivische
Darstellungen der Reinigungsvorrichtung 110, wobei Figur 2A die Reinigungsvorrichtung
110 mit der Tür 114 in der Zwischenstellung 162 und Figur 3A die Reinigungsvorrichtung
110 mit der Tür 114 in der Endstellung 174 zeigt. Die Figuren 2B und 3B zeigen jeweils
Detaildarstellungen des Scharnierteils 152. Dabei sind in diesen Figuren allgemein
Teile des Hebelgestänges 148 sowie der Aufhängung desselben nicht dargestellt. So
kann beispielsweise das Hebelgestänge 148 allgemein über winklige Verbindungsstücke
178 mit dem Türblatt 168 verbunden sein, wobei die Verbindungsstücke 178 beispielsweise
eine Hebelkraft von dem Hebelgestänge 148 auf das Türblatt 168 übertragen können oder
umgekehrt. Die Verbindungsstücke 178 können beispielsweise L-förmig ausgestaltet sein,
wobei ein Schenkel des "L" an dem Türblatt 168 anlegt und ein anderer Schenkel sich
beispielsweise im Wesentlichen vertikal von dem Türblatt 168 weg erstreckt, wie in
den Figuren erkennbar. Zur Vereinfachung der Darstellung ist beispielsweise ein Teil
der Verbindungsstücke 178 in den Figuren 2A und 2B nicht dargestellt.
[0085] Wie sich beispielsweise aus Figur 2B erkennen lässt, welche eine vergrößerte Detaildarstellung
des Details A aus Figur 2A zeigt, ist das Scharnierteil 152 während der ersten Schwenkbewegung
164 zwar drehbar um eine erste Scharnierachse 180 gelagert. Gleichzeitig ist dieses
Scharnierteil 152 jedoch während der ersten Schwenkbewegung 164, bis hin in die Zwischenstellung
162, durch einen Verriegelungsbolzen 182 an einer Drehbewegung um die erste Scharnierachse
180 gehindert. Dieser Verriegelungsbolzen 182 kann beispielsweise in dem Gehäuse 120
federgelagerten und axial verschiebbar sein und kann in eine Öffnung 184 in dem Scharnierteil
152 eingreifen. Die Schwenkachse 160 fällt, wie beispielsweise in Figur 1D erkennbar,
mit einer zweiten Scharnierachse 186 des Scharnierteils 152 zusammen, welches gegenüber
der ersten Scharnierachse 180 versetzt ausgebildet ist. Wenn nun während der ersten
Schwenkbewegung 164 das Scharnierteil 152 durch den Verriegelungsbolzen 182 fixiert
und an einer Drehung um die erste Scharnierachse 180 gehindert ist, so dreht sich
die Klapptür während der ersten Schwenkbewegung 164 in einer reinen Rotationsbewegung
um die Schwenkachse 160 und die zweite Scharnierachse 186, bis hin in die Zwischenstellung
162.
[0086] Wird die Klapptür 144 aus der Zwischenstellung 162 weiter fortbewegt, so kann der
Verriegelungsbolzen 182 entriegelt werden, vorzugsweise automatisch. So kann beispielsweise
mindestens eine Rampe, welche beispielsweise auf einer Außenseite mindestens eines
der Verbindungsstücke 178 angeordnet sein kann, an einer Spitze des Verriegelungsbolzens
182 entlanggleiten und diesen eindrücken, beispielsweise gegen eine Feder dieses Verriegelungsbolzens
182. So kann beispielsweise der Verriegelungsbolzen 182 aus der Öffnung 184 nach hinten
in Figur 2B herausgedrückt werden, so dass das Scharnierteil 152 entriegelt wird,
vorzugsweise automatisch. Dies kann beispielsweise in einem Winkelbereich um die Zwischenstellung
162 herum erfolgen.
[0087] Wird die Klapptür 144 nun weiterbewegt, im Rahmen der zweiten Schwenkbewegung 172,
so kann sich das Scharnierteil 152, nunmehr als schwenkbares Scharnierteil 154 ausgestaltet,
um die erste Scharnierachse 180 drehen. Dies ist in Figur 1B gezeigt, welche eine
vergrößerte Darstellung des Details B in Figur 3A zeigt. Nun setzt sich die Bewegung
der Klapptür 144 aus einer Drehbewegung des Scharnierteils 152 um die erste Scharnierachse
180 und, wie beispielsweise in Figur 1D erkennbar, einer Drehbewegung des Türblatts
168 um die exzentrisch zu der ersten Scharnierachse 180 gelagerte zweite Scharnierachse
186, welche mit der Schwenkachse 160 der Klapptür 144 zusammenfällt, zusammen. Die
Schwenkachse 160 wird somit während dieser zweiten Schwenkbewegung 172 verlagert,
entlang der Bahn 176 in Figur 1D.
[0088] Weiterhin ist in den Figuren 2A und 3A erkennbar, dass das Türblatt 168 Strukturen
aufweisen kann. So kann dieses beispielsweise auf seiner Oberseite Schienen 188 aufweisen,
welche eine Gleitbewegung des Spülkorbs 124 in die Reinigungskammer 122 hinein oder
aus der Reinigungskammer 122 heraus unterstützen können.
[0089] Weitere Einzelheiten des Ausführungsbeispiels betreffen mögliche Ausgestaltungen
des Hebelgestänges 148, welches nachfolgend unter Bezugnahme insbesondere auf die
Figuren 1A bis 1D sowie die Figuren 4A bis 4C erläutert wird. So ist das Hebelgestänge
148 gelenkig mit der Klapptür 144 verbunden, in diesem Ausführungsbeispiel insbesondere
mit den Verbindungsstücken 178 der Klapptür. Beispielsweise kann das Hebelgestänge
148 mindestens ein Klapptürgelenk 190 aufweisen, über welches ein erster Schenkel
192 des Hebelgestänges 148 mit einem Verbindungsstück 178 verbunden ist. Weiterhin
ist das Hebelgestänge 148 gelenkig mit der Schiebetür 146 verbunden. Beispielsweise
kann das Hebelgestänge 148 mindestens ein Schiebetürgelenk 194 aufweisen, über welches
ein zweiter Schenkel 196 des Hebelgestänges 148 mit der Schiebetür 146 verbunden ist.
Weiterhin ist zwischen den gelenkigen Verbindungen 190, 194 zwischen dem Hebelgestänge
148 und der Klapptür 144 bzw. der Schiebetür 146 mindestens ein weiteres Gelenk vorgesehen,
welches auch als Zwischengelenk 198 bezeichnet werden kann. Dieses Zwischengelenk
198 verbindet die Schenkel 192, 196 gelenkig miteinander. Durch das Zwischengelenk
198 kann das Hebelgestänge 148 insbesondere zum Kniehebel werden.
[0090] Besonders einfach und effizient lässt sich das Hebelgestänge 148 mit den Gelenken
190, 194 und 198 gestalten, wenn eine Sandwichbauweise verwendet wird. Dies ist in
den Figuren 4A bis 4C erkennbar, welche einen Ausschnitt des Hebelgestänges 148, das
Zwischengelenk 198 und das Klapptürgelenk 190 zeigen. Hier ist erkennbar, dass die
Schenkel 192,196 jeweils beispielsweise mehrlagig ausgestaltet sein können, wobei
beispielsweise an dem Zwischengelenk 198 eine Zwischenebene 200 des zweiten Schenkels
196 zwischen zwei Ebenen 202 des Schichtaufbaus des ersten Schenkels 192 eingebettet
sein kann oder umgekehrt. Auch an den übrigen Gelenken 190, 194 kann eine ähnliche
Einbettung erfolgen, um so die gewünschten Gelenke und deren Gelenkigkeit herzustellen.
[0091] Weiterhin kann, insbesondere mittels der Sandwichbauweise, jedoch auch auf andere
Weise, in dem Hebelgestänge 148 auch mindestens ein Anschlag realisiert werden. So
kann beispielsweise, wie in den Figuren 4A bis 4C erkennbar, durch mindestens eine
Kante 204 an dem zweiten Schenkel 196 ein Anschlag für den ersten Schenkel 192 gebildet
werden, oder umgekehrt, wobei der Anschlag beispielsweise als Minimalwinkelanschlag
203 ausgestaltet sein kann, um einen minimalen Öffnungswinkel des Hebelgestänges 148,
in Figur 4A mit dem Buchstaben α bezeichnet, zu begrenzen. In ähnlicher Weise kann
auch ein maximaler Öffnungswinkel des Hebelgestänges 148 durch einen Maximalwinkelanschlag
begrenzt sein, beispielsweise den in Figur 3A mit dem Buchstaben β bezeichneten Winkel.
Der Maximalwinkelanschlag ist in Figur 3A symbolisch mit der Bezugsziffer 205 bezeichnet.
Dieser Maximalwinkelanschlag 205 kann beispielsweise ebenfalls durch die Kante 204
realisiert werden oder auch beispielsweise durch eine separate Kante.
[0092] Weitere mögliche Details betreffen eine Begrenzung der ersten Schwenkbewegung 164
und eine Freigabe der zweiten Schwenkbewegung 172. Auch diese Optionen werden anhand
der Figuren 4A bis 4C erläutert.
[0093] So kann die Klapptür 144 beispielsweise, wie in den Figuren 4A bis 4C erkennbar,
an den Außenseiten der Verbindungsstücke 178 oder an einer Außenseite eines der Verbindungsstücke
178 mindestens einen Anschlagbolzen 116 aufweisen. Dieser Anschlagbolzen 116 kann
beispielsweise drehbar mit dem jeweiligen Verbindungsstück 178 verbunden sein.
[0094] Am Ende der ersten Schwenkbewegung 164 kann der Anschlagbolzen 116, vom inneren der
Reinigungskammer 122 herkommend, von innen gegen den bereits genannten Riegel 118
stoßen, welcher beispielsweise mit dem Gehäuse 120 verbunden ist. Dies ist in Figur
4A dargestellt. Hierdurch kann die Klapptür 144 in der Zwischenstellung 162 gehalten
werden, so dass diese Klapptür 144 in der Zwischenstellung 162 auch belastbar ist.
So können beispielsweise in der in Figur 1C gezeigten Zwischenstellung 162 auch schwere
Stücke des Reinigungsguts 112 auf der Auflagefläche 170 abgelegt werden.
[0095] Der Riegel 118 kann beispielsweise, wie in den Figuren 4A bis 4C erkennbar, als Klapp-Schiebe-Riegel
206 ausgestaltet sein. So kann dieser beispielsweise in eine Richtung hin zu der Reinigungskammer
122 schwenkbar sein, beispielsweise um eine Riegelachse 208, welche gleitend in einem
Langloch 210 als Führung gelagert sein kann. In einer Gegenrichtung, beispielsweise
aus der Reinigungskammer 122 heraus, kann der Riegel 118 jedoch, beispielsweise durch
das Gehäuse 120 oder einen Anschlag, an einer Schwenkbewegung gehindert sein.
[0096] Um, wenn die Zwischenstellung 162 erreicht ist, die zweite Schwenkbewegung 172 freizugeben,
kann der Riegel 118 beispielsweise verschoben werden. So kann dieser Riegel 118 beispielsweise
mindestens ein Bedienelement 212 aufweisen, beispielsweise einen Vorsprung oder einen
Knopf, wie in den Figuren 4A bis 4C erkennbar. So kann der Riegel 118 beispielsweise,
wie in Figur 4B gezeigt, nach oben verschoben werden, wobei die Riegelachse 208 in
dem Langloch 210 gleiten kann. Dadurch wird eine Öffnung 214 in dem Gehäuse 120, welche
auch als Riegelöffnung bezeichnet werden kann, freigegeben, so dass der Anschlagbolzen
116 passieren kann. Der Anschlagbolzen 116 kann sich dann, mit dem Verbindungsstück
178, weiter nach außen drehen, wie beispielsweise in Figur 3A erkennbar, so dass die
zweite Schwenkbewegung 172 durchgeführt werden kann, bis die Entstellung 174 erreicht
ist.
[0097] Bei einer Rückbewegung der Klapptür 144 hingegen, also einer Umkehr der zweiten Schwenkbewegung
172, kann der Anschlagbolzen 116 wieder gegen den Riegel 118 sto-ßen, in diesem Fall
von außen. Dies ist in Figur 4C gezeigt. Der Riegel 118 kann nun selbsttätig öffnen,
ohne dass ein Eingriff eines Benutzers erforderlich sein muss. So kann der Riegel
beispielsweise um die Riegelachse 208 nach innen schwenken, wie in Figur 4C gezeigt,
so dass der Anschlagbolzen 116 passieren kann und ins Innere des Gehäuses 120 eintreten
kann. Anschließend kann der Riegel 118 wieder die in Figur 4A gezeigte Stellung einnehmen,
so dass die Klapptür 144 wieder in der Zwischenstellung 162 verrastet ist. So kann
allgemein auf einfache Weise und ohne die Gefahr einer Verletzung die Klapptür 144
in der Zwischenstellung 162 fixiert werden und nach Belieben durch einen minimalen
Eingriff mittels des Riegels 118 wieder freigegeben und nach unten geschwenkt werden,
beispielsweise um einem Benutzer einen Arbeitsplatz dichter an der Reinigungskammer
122 zu ermöglichen.
Bezugszeichenliste
[0098]
- 110
- Reinigungsvorrichtung
- 112
- Reinigungsgut
- 114
- Tür
- 116
- Anschlagbolzen
- 118
- Riegel
- 120
- Gehäuse
- 122
- Reinigungskammer
- 124
- Spülkorb
- 126
- Behälterspülmaschine
- 128
- Beaufschlagungsvorrichtung
- 130
- Düsensystem
- 132
- Rohrleitungssystem
- 134
- Tank
- 136
- Pumpe
- 138
- Ventil
- 140
- Steuerung
- 142
- Frontseite
- 144
- Klapptür
- 146
- Schiebetür
- 148
- Hebelgestänge
- 150
- Griff
- 152
- Scharnierteil
- 154
- schwenkbares Scharnierteil
- 156
- geschlossene Stellung
- 158
- Öffnung
- 160
- Schwenkachse
- 162
- Zwischenstellung
- 164
- erste Schwenkbewegung
- 166
- Öffnungsbewegung
- 168
- Türblatt
- 170
- Auflagefläche
- 172
- zweite Schwenkbewegung
- 174
- Endstellung
- 176
- Bahn
- 178
- Verbindungsstück
- 180
- erste Scharnierachse
- 182
- Verriegelungsbolzen
- 184
- Öffnung
- 186
- zweite Scharnierachse
- 188
- Schienen
- 190
- Klapptürgelenk
- 192
- erster Schenkel
- 194
- Schiebetürgelenk
- 196
- zweiter Schenkel
- 198
- Zwischengelenk
- 200
- Zwischenebene
- 202
- Ebenen
- 203
- Minimalwinkelanschlag
- 204
- Kante
- 205
- Maximalwinkelanschlag
- 206
- Klapp-Schiebe-Riegel
- 208
- Riegelachse
- 210
- Langloch
- 212
- Bedienelement
- 214
- Öffnung