[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Anordnung zum Potentialausgleich eines
bewegten Seiles einer seilgezogenen Fördereinrichtung mit einem definierten elektrischen
Bezugspotential der seilgezogenen Fördereinrichtung, wobei eine Potentialausgleichseinheit
vorgesehen ist, mit zumindest einem Bürstenkörper und mit zumindest einer darin angeordneten
elektrisch leitfähigen Kontaktborste, wobei die Potentialausgleichseinheit relativ
zum bewegten Seil angeordnet ist, um einen Potentialausgleich zwischen der zumindest
einen elektrisch leitfähigen Kontaktborste und dem bewegten Seil zu ermöglichen und
die zumindest eine elektrisch leitfähige Kontaktborste mit zumindest einem Potentialpunkt
mit dem elektrischen Bezugspotential elektrisch leitend verbunden ist und wobei die
zumindest eine Kontaktborste elastisch ausgeführt ist und die zumindest eine elastische
und elektrisch leitfähige Kontaktborste das bewegte Seil elektrisch kontaktiert.
[0002] Auch das Dokument
JP S60-85080 U offenbart eine solche Anordnung zum Potentialausgleich, ohne aber auf Details der
Kontaktborste einzugehen. Die Kontaktborsten können zudem die Oberfläche des Seils
der seilgezogenen Fördereinrichtung beschädigen.
[0003] Seilgezogene Fördereinrichtungen, wie beispielsweise Seilbahnen, Aufzüge usw., verwenden
Seile, üblicherweise aus Stahl oder einer Kombination aus Stahl und Kunststoff, zur
Beförderung einer Fördereinheit, z.B. von Seilbahnfahrzeug, in der Regel zwischen
zwei oder mehr Seilbahnstationen. Auch reine Kunststoffseile kommen grundsätzlich
in Frage. Ein Seil der seilgezogenen Fördereinrichtung kann als Tragseil ausgeführt
sein und fest zwischen zwei Punkten, beispielsweise zwei Seilbahnstationen, gespannt
sein. Ein Seil der seilgezogenen Fördereinrichtung kann aber auch als Förderseil ausgeführt
sein und kann bewegt sein, entweder hin und herlaufend oder umlaufend. Mit einem Seil
in Form eines Förderseils werden beispielsweise die Seilbahnfahrzeuge oder eine Aufzugskabine
bewegt, entweder indem die Fördereinheiten Seil fest oder lösbar geklemmt sind oder
indem die die Fördereinheiten durch das Seil gezogen werden. Aus Sicherheitsgründen
müssen Seile elektrisch geerdet sein, um eine mögliche elektrische Ladung des Seiles,
beispielsweise durch elektrostatische Aufladung, Blitzschlag, Einkopplung von elektrischen
Strömen durch elektrische Felder usw., sicher abzuleiten. Eine elektrische Aufladung
des Seiles kann grundsätzlich auch dann auftreten, wenn das Seil selbst nicht elektrisch
leitend ausgeführt ist. Bei fest gespannten Seilen ist ein solcher Potentialausgleich
zu einem definierten Bezugspotential, beispielsweise Erde, einfach zu realisieren,
weil das Seil sicher kontaktiert werden kann, beispielsweise mittels Kontaktklemmen.
Bei bewegten Seilen ist der Potentialausgleich hingegen schwierig, weil das bewegte
Seil zum Potentialausgleich sicher und dauerhaft elektrisch kontaktiert werden muss.
[0004] Bisher wurden zur Erdung bewegter Seile häufig Seilscheiben, beispielsweise Umlenkscheiben
eines umlaufenden Seils in einer Seilbahnstation, oder Seilrollen, beispielsweise
einer Rollenbatterie, elektrisch leitend ausgeführt. Beispielsweise wurden elektrisch
leitende Kontaktelemente, wie z.B. metallische Plättchen oder Stifte, an der Lauffläche
einer Seilscheibe oder Seilrolle verwendet oder es wurde die Lauffläche, z.B. in Form
einer Seilscheibenfutters oder eines Rollengummis, selbst elektrische leitend ausgeführt,
beispielsweise in Form eines elektrisch leitfähigen Kunststoffes. Die elektrische
Kontaktierung der leitfähigen Elemente der Lauffläche erfolgte über die Lagerung der
Seilscheibe oder Seilrolle. Zur Herstellung einer elektrischen Kontaktierung ist vorgesehen,
dass das Seil die leitfähigen Elemente der Seilscheibe oder Seilrolle elektrisch leitend
kontaktiert. Der Nachteil diese Lösung ist darin zu sehen, dass solche elektrische
Kontaktelemente an der Lauffläche rasch verschleißen und oftmals nachgestellt werden
müssen, damit der Kontakt zum Seil beibehalten wird. Elektrisch leitfähige Rollengummi
oder Seilscheibenfutter verlieren mit der Alterung die elektrische Leitfähigkeit und
müssen daher ebenfalls häufig ersetzt werden.
[0005] Ebenso bekannt sind drehbar gelagerte Erdungsrollen, die in Kontakt mit dem bewegten
Seil stehen und mit dem Seil mitlaufen. Die elektrische Kontaktierung der Erdungsrollen
erfolgt über die Lagerung der Erdungsrolle. Bekannt sind Ausführungen als Bürstenrollen
mit Kupferbürsten am Umfang der Erdungsrolle oder Vollrollen mit einer elektrisch
leitfähigen Lauffläche. Vollrollen weisen ein hohes Laufgeräusch auf. Bürstenrollen
verschleißen sehr schnell. Außerdem kann die Oberfläche des Seils durch die Bürste
der Bürstenrolle beschädigt werden, insbesondere bei Seilen aus Stahl und Kunststoff.
Ein gravierenderer Nachteil solcher Erdungsrollen liegt aber darin, dass die Lagerung
der Erdungsrolle aufgrund der Lagerschmierung ab einer bestimmten Seilgeschwindigkeit
beginnt elektrisch isolierend zu werden, womit die Erdungsfunktion nicht mehr gewährleistet
werden kann.
[0006] Bekannt sind auch feststehende flächige Schleifkontakte aus elektrisch leitfähigem
Material, die gegen ein bewegtes Seil gedrückt werden. Die
WO 2018/150149 A1 zeigt beispielsweise einen solchen Schleifkontakt aus einer Mischung aus Kupfer und
Kohlenstoff. Auch bei solchen Schleifkontakten ist der Nachteil im Verschleiß des
Schleifelements zu sehen. Abgesehen davon muss das Schleifelement gegen das Seil gedrückt
werden, um eine hinreichende und sichere elektrische Kontaktierung zu erzielen, was
eine zusätzliche Andrückvorrichtung mit bewegten Bauteilen erforderlich macht.
[0007] Es ist eine Aufgabe der gegenständlichen Erfindung, einen elektrischen Potentialausgleich
eines bewegten Seiles anzugeben, mit der die oben genannten Nachteile behoben werden
können.
[0008] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, indem die elektrisch leitfähige Kontaktborste
aus elektrisch leitfähigem Kunststoff gefertigt ist. Aufgrund der elastischen Kontaktborsten
aus Kunststoff ergibt sich eine geringe mechanische Belastung des Seils.
[0009] Ein derartiger Potentialausgleich ist überaus einfach im Aufbau und in der Anwendung.
Die Potentialausgleichseinheit ist lediglich so anzuordnen, dass der Potentialausgleich
ermöglicht wird. Die Kontaktborsten werden mit einem Potentialpunkt der seilgezogenen
Fördereinrichtung verbunden, um den Potentialausgleich herzustellen. Das kann direkt
über die Kontaktborsten, oder über den Bürstenkörper erfolgen. Dazu kann auch ein
elektrischer Leiter verendet werden, wodurch die Verbindung zum Potentialpunkt vereinfacht
werden kann.
[0010] Die zumindest eine Kontaktborste ist vorteilhafterweise elastisch ausgeführt und
die Potentialausgleichseinheit ist relativ zum bewegten Seil so angeordnet, dass die
zumindest eine elastische und elektrisch leitfähige Kontaktborste das bewegte Seil
elektrisch kontaktiert. Aufgrund der elastischen, leitfähigen Kontaktborsten muss
die Potentialausgleichseinheit nicht aktiv gegen das Seil gedrückt werden. Das reduziert
die mechanische Belastung der Potentialausgleichseinheit, als auch des Seiles. Abgesehen
davon ist kein Andrückmechanismus erforderlich. Die Potentialausgleichseinheit kann
aber relativ zum bewegten Seil auch so angeordnet werden, dass die zumindest eine
elektrisch leitfähige Kontaktborste beabstandet vom Seil angeordnet ist. Die Potentialausgleichseinheit
wird dabei vorteilhaft so angeordnet, dass die Spitze der zumindest einen Kontaktborste,
oder der ganze Bürstenflor, dem Seil zugewandt ist. In diesem Fall erfolgt der Potentialausgleich
durch elektrischen Überschlag zwischen Seil und Kontaktborste, sobald die elektrische
Potentialdifferenz groß genug wird. Dabei wird also ein bestimmtes elektrisches Potential
des Seils akzeptiert und der Potentialausgleich erst dann erfolgen, wenn dieses überschritten
wird.
[0011] Um die Potentialausgleichseinheit einfach relativ zum Seil ausrichten zu können,
ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Potentialausgleichseinheit an einer Halterung
angeordnet ist, mit der die Potentialausgleichseinheit in der seilgezogenen Fördereinrichtung
befestigt ist, und mit der die Potentialausgleichseinheit relativ zur Halterung verstellbar
ist, um die Potentialausgleichseinheit relativ zum Seil verstellen zu können.
[0012] Die gegenständliche Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Figuren 1
bis 4 näher erläutert, die beispielhaft, schematisch und nicht einschränkend vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung zeigen. Dabei zeigt
Fig.1 eine erfindungsgemäße Potentialausgleichseinheit an einer Halterung,
Fig.2 eine Anordnung der Potentialausgleichseinheit in einer seilgezogenen Fördereinrichtung,
Fig.3 mögliche Anordnungen der Potentialausgleichseinheit relativ zum Seil und
Fig.4 ein Seil mit Einlagen aus Kunststoff.
[0013] Die erfindungsgemäße Potentialausgleichseinheit 1 für bewegte Seile einer seilgezogenen
Fördereinrichtung, wie in Fig.1 dargestellt, besteht im Wesentlichen aus einer Bürste
mit zumindest einem Bürstenkörper 2 und zumindest einer elastischen Kontaktborste
3 aus elektrisch leitfähigem Kunststoff, wie beispielsweise elektrisch leitfähiges
Polyamid. In der Regel ist ein Bürstenflor aus einer Vielzahl nebeneinander angeordneter
elastischer Kontaktborsten 3 aus elektrisch leitfähigem Kunststoff vorgesehen. Die
zumindest eine Kontaktborste 3 ist im Bürstenkörper 2 angeordnet. Bei mehreren Kontaktborsten
3 können auch mehrere Bürstenkörper 2 vorgesehen sein. Der Bürstenkörper 2 ist vorzugsweise
in Richtung des bewegten Seiles längsgestreckt ausgeführt, insbesondere im Falle eines
Bürstenflors. "Längsgestreckt" bedeutet hierbei, dass die Erstreckung des Bürstenkörpers
2 in Bewegungsrichtung des bewegten Seils größer ist, als quer dazu. Die zumindest
eine elektrisch leitfähige Kontaktborste 3 kann elektrisch kontaktiert werden. Beispielsweise
ist am Bürstenkörper 2 ein elektrischer Leiter 4 angeordnet, beispielsweise angeschraubt
wie in Fig. 1, der mit der zumindest einen Kontaktborsten 3 elektrisch leitend verbunden
ist. Beispielsweise kann der Bürstenkörper 2, in dem die zumindest eine Kontaktborste
3 angeordnet ist, aus einem elektrisch leitfähigen Material, wie beispielsweise Metall
oder elektrisch leitfähiger Kunststoff, gefertigt sein. Damit kann die zumindest eine
Kontaktborste 3 auch über den Bürstenkörper 2 elektrisch kontaktiert werden. Auch
in dieser Ausführung kann am Bürstenkörper 2 der elektrische Leiter 4 zur Kontaktierung
der Kontaktborste 3 über den Bürstenkörper 2 angeordnet sein. Natürlich können auch
mehrere elektrische Leiter 4 vorgesehen sein.
[0014] Die Potentialausgleichseinheit 1 kann an einer Halterung 5 angeordnet sein, vorzugsweise
austauschbar, mit der die Potentialausgleichseinheit 1 an einem Bauteil der seilgezogenen
Fördereinrichtung befestigt werden kann. Dazu kann beispielsweise der zumindest eine
Bürstenkörper 2 an der Halterung 5 angeordnet sein. Mittels der Halterung 5 kann die
Potentialausgleichseinheit 1 im Bereich eines bewegten Seiles 10 angeordnet werden,
sodass der elektrische Potentialausgleich mit der Potentialausgleichseinheit 1 ermöglicht
wird. Dazu kann die zumindest eine Kontaktborste 3 das Seil 10 elektrisch kontaktieren,
wie in Fig.2 dargestellt.
[0015] Der Bauteil der seilgezogenen Fördereinrichtung, an der die Potentialausgleichseinheit
1 angeordnet ist, kann ein ortsfester Bauteil sein, beispielsweise ein Teil einer
ortsfesten Konstruktion (beispielsweise einer Seilbahnstation) der seilgezogenen Fördereinrichtung.
Der Bauteil kann aber auch ein bewegter Bauteil der seilgezogenen Fördereinrichtung
sein, wie beispielsweise ein Seilbahnfahrzeug oder eine Aufzugskabine. In diesem Fall
kann eine Relativbewegung zwischen Seil 10 und der Potentialausgleichseinheit 1 vorgesehen
sein, oder auch nicht. Im Falle eines bewegten Bauteils ist eine elektrische Verbindung
zwischen dem bewegten Bauteil und der Potentialausgleichseinheit 1 darauf und dem
Potentialpunkt 14 der seilgezogenen Fördereinrichtung vorgesehen, beispielsweise mittels
Schleifkontakte.
[0016] Wenn die seilgezogene Fördereinrichtung eine Seilbahn ist, dann werden Seilbahnfahrzeug
in der Seilbahnstation oftmals vom Seil 10 abgeklemmt. In diesem Fall kann vorgesehen
sein, dass die Potentialausgleichseinheit 1, die außerhalb der Seilbahnstation am
Seilbahnfahrzeug angeordnet ist, in der Seilbahnstation vom Seilbahnfahrzeug getrennt
wird und am Seil 10 verbleibt. Dabei kann auch eine Relativbewegung zwischen dem Seil
10 und der Potentialausgleichseinheit 1 vorgesehen sein.
[0017] Die Potentialausgleichseinheit 1 kann auch relativ zur Halterung 5 verstellbar angeordnet
sein (wie in Fig.2 durch die Doppelpfeile angedeutet), um die Potentialausgleichseinheit
1 bei Verwendung relativ zum Seil 10 ausrichten zu können. Es kann eine beliebige
Verstellbarkeit im Raum, sowohl linear als auch rotativ, vorgesehen sein. Die Potentialausgleichseinheit
1 kann aber auch fix (aber vorzugsweise austauschbar) an der Halterung 5 angeordnet
sein. Die Potentialausgleichseinheit 1, und damit auch der zumindest eine Bürstenkörper
2 mit der zumindest einen Kontaktborste 3, kann relativ zum bewegten Seil 10 ortsfest
angeordnet sein. Die Potentialausgleichseinheit 1 kann aber in der seilgezogenen Fördereinrichtung
auch beweglich angeordnet sein, beispielsweise an einem bewegten Bauteil der seilgezogenen
Fördereinrichtung.
[0018] Die zumindest eine Kontaktborste 3 ist dem Seil 10 zugewandt angeordnet. Der Abstand
zwischen dem zumindest einen Bürstenkörper 2, bzw. der zumindest einen Kontaktborste
3, und dem Seil 10 kann so gewählt sein, dass sich die zumindest eine elastische Kontaktborste
3 an das Seil 10 anschmiegen, um eine gute elektrische Kontaktierung herzustellen.
Nachdem die Kontaktborste 3 lediglich aufgrund der Elastizität der Kontaktborste 3
selbst an das Seil 10 gedrückt wird, ergibt sich nur ein sehr geringer Verschleiß
der Kontaktborste 3 und eine geringe mechanische Belastung des Seils 10. Abgesehen
davon macht es nichts, wenn einige der Kontaktborsten 3 stärker verschleißen, da im
Falle eines Kontaktflors immer genügend Kontaktborsten 3 in elektrischen Kontakt mit
dem Seil 10 stehen. In diesem Fall müssen auch nicht immer alle Kontaktborsten 3 das
Seil 10 elektrisch kontaktieren.
[0019] Aufgrund der elastischen Kontaktborste 3 ist es auch nicht erforderlich, dass die
Potentialausgleichseinheit 1 gegen das Seil 10 gedrückt wird, beispielsweise mittels
einer Feder oder einem anderen Andrückmechanismus. Die Potentialausgleichseinheit
1 umfasst damit vorzugsweise keine beweglichen Bauteile und kann daher sehr einfach
aufgebaut sei.
[0020] Die Erdungsbürste 1 kann damit insbesondere auch mit einem Seil 10 verwendet werden,
das aus Stahl und Kunststoff, wie beispielsweise in Fig.4 dargestellt, oder nur aus
Kunststoff besteht. Das dargestellte Seil 10 umfasst einen Seilkern 13 (aus Stahl
und/oder Kunststoff), mehrere Litzen 11 bestehend aus einzelnen Drähten, sowie Einlagen
12 aus Kunststoff, die zum Seil 10 verdrillt sind. Die Einlagen 12 aus Kunststoff
werden durch eine erfindungsgemäße Potentialausgleichseinheit 1 an der Oberfläche
nicht beschädigt.
[0021] Der elektrische Leiter 4 kann die zumindest eine elektrisch leitfähige Kontaktborste
3, beispielsweise über den Bürstenkörper 2, mit einem Potentialpunkt 14 mit definiertem
elektrischen Bezugspotential verbinden, wobei das Bezugspotential Erde oder ein beliebiges
anderes elektrisches Potential sein kann. Natürlich können in der seilgezogenen Fördereinrichtung
auch mehrere solcher Potentialpunkte 14 mit Bezugspotential vorgesehen sein. Die elektrische
Verbindung muss aber nicht zwingend durch einen solchen Leiter 4 erfolgen. Der Potentialpunkt
14 kann beispielsweise ein beliebiger, auf Bezugspotential liegender (z.B. geerdeter)
Bauteil der seilgezogenen Fördereinrichtung sein, beispielsweise in einer Seilbahnstation.
Wenn die zumindest eine Kontaktborste 3 mit dem zumindest einen Bürstenkörper 2 elektrisch
leitend verbunden ist, dann kann der Bürstenkörper 2 auch direkt an einem auf dem
Bezugspotential liegenden Bauteil der seilgezogenen Fördereinrichtung angeordnet werden.
[0022] Es kann auch vorgesehen sein, zwischen dem Potentialpunkt 14 und der zumindest einen
Kontaktborste 3 einen Widerstand R vorzusehen, wie in Fig.2 angedeutet. Damit kann
trotz Potentialausgleich ein gewünschtes Potential des Seils 10 eingestellt werden.
[0023] Grundsätzlich kann die Potentialausgleichseinheit 1 an einer beliebigen Position
im Bereich des Seiles 10 angeordnet sein. Vorzugsweise wird die Potentialausgleichseinheit
1 aber so angeordnet, dass die zumindest eine Kontaktborste 3 von oben nach unten
ausgerichtet ist, und vorzugsweise gegen das Seil 10 anliegt. Damit kann insbesondere
bei einem Bürstenflor erreicht werden, dass sich zwischen den Kontaktborsten 3 nicht
so leicht Schmutz ansammeln kann. In Fig.3 sind mögliche vorteilhafte Positionen der
Potentialausgleichseinheit 1 im Bereich des Seil 10 dargestellt.
[0024] Tests haben gezeigt, dass mit einer solchen Potentialausgleichseinheit 1 über einen
großen Bereich einer Seilgeschwindigkeit, beispielsweise zwischen 0 und 7m/s wie bei
Seilbahnen üblich, ein sicherer und zuverlässiger elektrischer Potentialausgleich
des bewegten Seiles 10 erreicht werden kann, bei dem eine elektrische Ladung am Seil
10 abgeführt wird.
[0025] Es kann an der Potentialausgleichseinheit 1 auch eine (nicht dargestellte) Heizeinrichtung
vorgesehen sein, um einer Vereisung der Potentialausgleichseinheit 1, insbesondere
der zumindest einen Kontaktborste 3, entgegenzuwirken. Das ist insbesondere bei einer
seilgezogenen Fördereinrichtung vorteilhaft, die den äußeren Umgebungsbedingungen
ausgesetzt ist, wie beispielsweise einer Seilbahn. Die Heizeinrichtung kann beispielsweise
elektrisch ausgeführt sein.
1. Anordnung zum Potentialausgleich eines bewegten Seiles (10) einer seilgezogenen Fördereinrichtung
mit einem definierten elektrischen Bezugspotential der seilgezogenen Fördereinrichtung,
wobei eine Potentialausgleichseinheit (1) vorgesehen ist, mit zumindest einem Bürstenkörper
(2) und mit zumindest einer darin angeordneten elektrisch leitfähigen Kontaktborste
(3), wobei die Potentialausgleichseinheit (1) relativ zum bewegten Seil (10) angeordnet
ist, um einen Potentialausgleich zwischen der zumindest einen elektrisch leitfähigen
Kontaktborste (3) und dem bewegten Seil (10) zu ermöglichen, wobei die zumindest eine
elektrisch leitfähige Kontaktborste (3) mit zumindest einem Potentialpunkt (14) mit
dem elektrischen Bezugspotential elektrisch leitend verbunden ist, und wobei die zumindest
eine Kontaktborste (3) elastisch ausgeführt ist und die zumindest eine elastische
und elektrisch leitfähige Kontaktborste (3) das bewegte Seil (10) elektrisch kontaktiert,
dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch leitfähigen Kontaktborste (3) aus elektrisch leitfähigem Kunststoff
gefertigt ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktborste (3) lediglich aufgrund der Elastizität selbst an das Seil (10)
drückt.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Kontaktborste (3) elektrisch leitend mit zumindest einen elektrischen
Leiter (4) verbunden ist und die zumindest elektrisch leitfähige Kontaktborste (3)
über den zumindest einen elektrischen Leiter (4) mit dem zumindest einen Potentialpunkt
(14) der seilgezogenen Fördereinrichtung elektrisch leitend verbunden ist
4. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Bürstenkörper (2) elektrisch leitend ausgeführt ist und die zumindest
eine Kontaktborste (3) elektrisch leitend mit dem zumindest einen Bürstenkörper (2)
verbunden ist und die zumindest eine elektrisch leitfähige Kontaktborste (3) über
den Bürstenkörper (2) mit dem zumindest einen Potentialpunkt (14) der seilgezogenen
Fördereinrichtung elektrisch leitend verbunden ist.
5. Anordnung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine elektrische Leiter (4) mit zumindest einem Bürstenkörper (2) elektrisch
leitend verbunden ist.
6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Potentialausgleichseinheit (1) an einer Halterung (5) angeordnet ist, wobei die
Potentialausgleichseinheit (1) mit der Halterung (5) in der seilgezogenen Fördereinrichtung
befestigt ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Potentialausgleichseinheit (1) zum Ausrichten der Potentialausgleichseinheit
(1) relativ zum Seil relativ zur Halterung (5) verstellbar angeordnet ist.
8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (5) an einem ortsfesten oder bewegten Bauteil der seilgezogenen Fördereinrichtung
angeordnet ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der zumindest einen elektrisch leitfähigen Kontaktborste (3) und dem Potentialpunkt
(14) ein elektrischer Widerstand (R) vorgesehen ist.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an der Potentialausgleichseinheit (1) eine Heizeinrichtung vorgesehen ist.
1. Arrangement for the potential equalisation of a moving cable (10) of a cable-drawn
conveying device with a defined electrical reference potential of the cable-drawn
conveying device, wherein a potential compensating unit (1) is provided having at
least one brush body (2) and having at least one electrically conductive contact bristle
(3) arranged therein, the potential compensating unit (1) being arranged relative
to the moving cable (10) in order to allow potential equalization between the at least
one electrically conductive contact bristle (3) and the moving cable (10), wherein
the at least one electrically conductive contact bristle (3) is electrically conductively
connected to at least one potential point (14) having the electrical reference potential,
and wherein the at least one contact bristle (3) is designed to be resilient and the
at least one resilient and electrically conductive contact bristle (3) electrically
contacting the moving cable (10),
characterized in that the electrically conductive contact bristle (3) is made of electrically conductive
plastics material.
2. Arrangement according to claim 1, characterized in that the contact bristle (3) press against the cable (10) merely due to the elasticity
itself.
3. Arrangement according to claim 1, characterized in that the at least one contact bristle (3) is electrically conductively connected to at
least one electrical conductor (4), and the at least electrically conductive contact
bristle (3) is electrically conductively connected to the at least one potential point
(14) of the cable-drawn conveying device via the at least one electrical conductor
(4).
4. Arrangement according to claim 1, characterized in that the at least one brush body (2) is designed to be electrically conductive, and the
at least one contact bristle (3) is electrically conductively connected to the at
least one brush body (2), and the at least one electrically conductive contact bristle
(3) is electrically conductively connected to the at least one potential point (14)
of the cable-drawn conveying device via the brush body (2).
5. Arrangement according to claim 3 and 4, characterized in that the at least one electrical conductor (4) is electrically conductively connected
to at least one brush body (2).
6. Arrangement according to any of claims 1 to 5, characterized in that the potential equalization unit (1) is arranged on a holder (5), the potential equalization
unit (1) being fastened in the cable-drawn conveying device via the holder (5).
7. Arrangement according to claim 6, characterized in that the potential equalization unit (1) is arranged so as to be adjustable relative to
the holder (5) in order to align the potential compensating unit (1) relative to the
cable.
8. Arrangement according to claim 6, characterized in that the holder (5) is arranged on a stationary or moving component of the cable-drawn
conveying device.
9. Arrangement according to any of claims 1 to 7, characterized in that an electrical resistor (R) is provided between the at least one electrically conductive
contact bristle (3) and the potential point (14).
10. Arrangement according to any of claims 1 to 9, characterized in that a heating device is provided on the potential compensating unit (1).
1. Agencement permettant la compensation de potentiel d'un câble (10) mobile d'un appareil
de transport tiré par câble avec un potentiel de référence électrique défini de l'appareil
de transport tiré par câble, dans lequel une unité de compensation de potentiel (1)
est prévue, comportant au moins un corps de brosse (2) et comportant au moins un poil
de contact (3) électriquement conducteur disposé dans celui-ci, dans lequel l'unité
de compensation de potentiel (1) est disposée par rapport au câble (10) mobile pour
permettre une compensation de potentiel entre l'au moins un poil de contact (3) électriquement
conducteur et le câble (10) mobile, dans lequel l'au moins un poil de contact (3)
électriquement conducteur est connecté d'une manière électriquement conductrice à
au moins un point de potentiel (14) comportant le potentiel de référence électrique,
et dans lequel l'au moins un poil de contact (3) est réalisé de manière à être élastique
et l'au moins un poil de contact (3) élastique et électriquement conducteur établit
un contact électrique avec le câble (10) mobile,
caractérisé en ce que le poil de contact (3) électriquement conducteur est fabriqué en une matière plastique
électriquement conductrice.
2. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le poil de contact (3) appuie sur le câble (10) uniquement en raison de l'élasticité
elle-même.
3. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un poil de contact (3) est connecté d'une manière électriquement conductrice
à au moins un conducteur électrique (4) et l'au moins un poil de contact (3) électriquement
conducteur est connecté d'une manière électriquement conductrice à l'au moins un point
de potentiel (14) de l'appareil de transport tiré par câble par l'intermédiaire de
l'au moins un conducteur électrique (4).
4. Agencement selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'au moins un corps de brosse (2) est réalisé de manière à être électriquement conducteur
et l'au moins un poil de contact (3) est connecté d'une manière électriquement conductrice
à l'au moins un corps de brosse (2) et l'au moins un poil de contact (3) électriquement
conducteur est connecté d'une manière électriquement conductrice à l'au moins un point
de potentiel (14) de l'appareil de transport tiré par câble par l'intermédiaire du
corps de brosse (2).
5. Agencement selon les revendications 3 et 4, caractérisé en ce que l'au moins un conducteur électrique (4) est connecté d'une manière électriquement
conductrice à au moins un corps de brosse (2).
6. Agencement selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'unité de compensation de potentiel (1) est disposée sur un dispositif de maintien
(5), dans lequel l'unité de compensation de potentiel (1) est fixée au dispositif
de maintien (5) dans l'appareil de transport tiré par câble.
7. Agencement selon la revendication 6, caractérisé en ce que l'unité de compensation de potentiel (1) est disposée de manière réglable par rapport
au dispositif de maintien (5) pour l'alignement de l'unité de compensation de potentiel
(1) par rapport au câble.
8. Agencement selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de maintien (5) est disposé sur un élément fixe ou mobile de l'appareil
de transport tiré par câble.
9. Agencement selon l'une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce qu'une résistance (R) électrique est prévue entre l'au moins un poil de contact (3) électriquement
conducteur et le point de potentiel (14).
10. Agencement selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce qu'un appareil de chauffage est prévu sur l'unité de compensation de potentiel (1).