[0001] Die Erfindung betrifft ein Freizeitfahrzeug, insbesondere ein Wohnmobil oder einen
Wohnwagen, und eine Anordnung mit einer Pumpe und einem aufblasbaren Element. Das
aufblasbare Element des Freizeitfahrzeugs kann insbesondere eine aufblasbare Seitenwand
eines Hubdachs oder eine aufblasbare Matratze sein.
[0002] Aus der
DE 10 2021 104 861 A1 ist ein Freizeitfahrzeug mit einem Aufenthaltsbereich über einem Fahrersitzplatz
als Alkoven, insbesondere Schlafbereich, bekannt. Der Dachbereich ist zur Raumerweiterung
abhebbar. Hierbei können Hohlkammerelemente vorgesehen sein, die mit Hilfe von Luftüberdruck
angehoben werden.
[0003] Aus der
DE 10 2015 014 933 A1 sind ein Kompressor und eine Pumpe mit Rotationskolben bekannt. Ferner sind aus der
AT 237448 B eine Drehkolbenpumpe und ein Drehkolbenkompressor bekannt.
[0004] Bei einem Freizeitfahrzeug mit einem aufblasbaren Element, das sich beispielsweise
an einem Hubdach befindet, kann das Aufblasen durch eine geeignete Pumpe erfolgen.
Die Geräuschentwicklungen der Pumpe können dann allerdings deutlich wahrnehmbar sein
und insbesondere einen Schlaf stören. Dies gilt besonders für Pumpen mit hoher Geräuschentwicklung.
Ferner betrifft dies vor allem aufblasbare Elemente, wie eine aufblasbare Matratze,
welche über mehrere Stunden durchgehend genutzt werden und bei denen durch Luftverlust
ein Komfort verschlechtert wird.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung für ein Freizeitfahrzeug, insbesondere
ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen, und ein Freizeitfahrzeug anzugeben, die verbessert
ausgestaltet sind und insbesondere die oben genannten Nachteile vermeiden.
[0006] Die Aufgabe wird durch eine Anordnung mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs
1 und durch ein Freizeitfahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 5 gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Anordnung für ein Freizeitfahrzeug, insbesondere ein
Wohnmobil oder einen Wohnwagen, mit zumindest einer Pumpe, die zumindest zum Verdichten
von Luft dient, einer Ventilanordnung, die zumindest ein Ventil aufweist, und zumindest
einem aufblasbaren Element des Freizeitfahrzeugs, insbesondere einer aufblasbaren
Seitenwand eines Hubdachs und/oder einer aufblasbaren Matratze, gelöst, wobei im Betrieb
von der Pumpe verdichtete Luft über die Ventilanordnung zu dem zumindest einen aufblasbaren
Element führbar ist, wobei ein schalisolierendes Gehäuse vorgesehen ist, in dem zumindest
die zumindest eine Pumpe angeordnet ist, wobei zumindest ein Lüfter vorgesehen ist,
der an einer Gehäusewand des Gehäuses angeordnet ist, wobei der Lüfter einen Luftstrom
entlang einer Achse des Lüfters erzeugt und wobei die Achse des Lüfters entlang einer
Richtung verläuft, die von dem Lüfter auf ein Kühlelement, insbesondere ein Kühlblech,
der Pumpe gerichtet ist.
[0008] Ferner wird die Aufgabe durch ein Freizeitfahrzeug, insbesondere ein Wohnmobil oder
einen Wohnwagen, mit solch einer Anordnung gelöst.
[0009] Vorteilhaft ist es, dass die Pumpe zumindest als Kompressor und vorzugsweise auch
als Saugpumpe dient. Hierdurch kann das aufblasbare Element in vorteilhafter Weise
mit Luft gefüllt werden und vorzugsweise auch wieder entleert werden. Speziell kann
ein Abbau eines Hubdaches und/oder von Matratzen zum Schlafen erfolgen.
[0010] Vorteilhaft ist es auch, dass die Pumpe als Radialpumpe und/oder als Ringspaltpumpe
ausgebildet ist. Dadurch ergibt sich ein kompakter Aufbau.
[0011] In vorteilhafter Weise ist zumindest ein Ansaugluftfilter vorgesehen, der in dem
schallisolierenden Gehäuse angeordnet ist, wobei der Ansaugluftfilter Luft aus einem
Innenraum und/oder aus einer Umgebung des schallisolierenden Gehäuses ansaugt. Hierdurch
kann die über die Pumpe geförderte Luft zusätzlich gefiltert werden. Dadurch kann
ein zuverlässiger Betrieb gewährleistet werden.
[0012] Vorteilhaft ist es, dass das schallisolierende Gehäuse zumindest im Wesentlichen
auf einer geschlossenen Ausgestaltung basiert, wobei zumindest eine Ausnehmung für
den Lüfter vorgesehen ist. Hierdurch kann die Dämpfung von Geräuschen der Pumpe optimiert
werden.
[0013] In vorteilhafter Weise ist ein Hubdach vorgesehen, wobei das schallisolierende Gehäuse
entfernt zu dem Hubdach angeordnet ist. Hierbei ist es ferner vorteilhaft, dass das
schallisolierende Gehäuse unter einem Laufboden, insbesondere in einem Unterboden,
des Freizeitfahrzeugs angeordnet ist. Auf diese Weise kann zusätzlich durch die entfernte
Anordnung vom Schlafbereich in einem Hubdach eine weitere Verringerung der wahrnehmbaren
Geräusche beim Schlafen erzielt werden. Ferner kann eine weitere Geräuschdämpfung
durch Bauteile des Freizeitfahrzeugs erfolgen.
[0014] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand des in den schematischen
Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine auszugsweise, schematische, räumliche Darstellung einer Anordnung für ein Freizeitfahrzeug,
wobei zur besseren Ansicht ein Lüfter nicht dargestellt ist;
- Fig. 2
- eine schematische und stark vereinfachte Darstellung eines Freizeitfahrzeugs mit der
in Fig. 1 gezeigten Anordnung, wobei zur Verbesserung der Darstellung ein schallisolierendes
Gehäuse mit weiteren Bauteilen aus dem Freizeitfahrzeug herausgezogen dargestellt
ist; und
- Fig. 3
- die in Fig. 1 gezeigte Anordnung, wobei zusätzlich die Position eines Lüfters an dem
schallisolierenden Gehäuse veranschaulicht ist.
[0015] Fig. 1 bis 3 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines Freizeitfahrzeugs mit einer Anordnung
2. Hierbei zeigt Fig. 1 die Anordnung 2 in einer auszugsweisen, schematischen, räumlichen
Darstellung, wobei ein Lüfter 9 nicht dargestellt ist. Fig. 2 zeigt das Freizeitfahrzeug
1 in einer schematischen Darstellung, wobei Teile der Anordnung 2 herausgezogen sind.
Fig. 3 entspricht der Fig. 1, wobei der Lüfter 9 dargestellt ist. Das Freizeitfahrzeug
1 kann insbesondere als Wohnmobil oder Wohnwagen ausgebildet sein.
[0016] Die Anordnung 2 weist eine Pumpe 3 auf. Durch die Pumpe 3 kann Luft verdichtet werden.
Hierbei ist es zusätzlich möglich, dass die Pumpe 3 auch als Saugpumpe wirkt. Ferner
weist die Anordnung 2 eine Ventilanordnung 4 mit mehreren Ventilen 5A bis 5E auf.
Das Ventil 5A kann hierbei zum Unterbrechen eines Luftstroms von und zu der Pumpe
3 dienen. Dadurch kann insbesondere Luft unter einem gewissen Druck im System gehalten
werden. Ferner weist die Anordnung 2 aufblasbare Elemente 6, 7 auf. Hierbei sind zur
Vereinfachung der Darstellung nur die aufblasbaren Elemente 6, 7 dargestellt. Das
aufblasbare Element 6 ist als aufblasbare Matratze 6 ausgebildet. Das aufblasbare
Elemente 7 ist als aufblasbare Seitenwand 7 ausgebildet. In entsprechender Weise sind
ein weiteres als aufblasbare Matratze ausgestaltetes ausblasbares Element und ein
weiteres als aufblasbare Seitenwand ausgestaltetes ausblasbares Element vorgesehen.
Beispielsweise können über die Ventile 5B, 5C die aufblasbaren Matratzen 6 mit Luft
versorgt werden, während über die Ventile 5D, 5E die ausblasbaren Seitenwände 7 mit
Luft versorgt werden können.
[0017] Durch Betreiben der Pumpe 3 kann bei entsprechend geöffneten Ventilen 5A bis 5E komprimierte
Luft über die Ventilanordnung 4 zu einem oder mehreren der ausblasbaren Elemente 6,
7 geführt werden. Die Pumpe 3 kann hierbei erhebliche Geräusche erzeugen. Insbesondere
wenn die Pumpe 3 als Ringspaltkompressor ausgebildet ist, dann kann ein sirenenartiges
Geräusch erzeugt werden, da entsprechend dem Pumpprinzip ein Luftstrom mit hoher Geschwindigkeit
angeschnitten wird.
[0018] Die Anordnung 2 weist ein schallisolierendes Gehäuse 8 auf, in dem die Pumpe 3 angeordnet
ist. Dadurch kann eine wesentliche Isolierung der Geräusche der Pumpe 3 erzielt werden.
Zur Kühlung der Pumpe 3 dient ein Lüfter 9, der an einer Gehäusewand 10 des Gehäuses
8 angeordnet ist. Hierbei erzeugt der Lüfter einen Luftstrom entlang einer Achse 15
des Lüfters 9. Je nach Drehrichtung beziehungsweise Einbaurichtung des Lüfters 9 kann
der erzeugte Luftstrom in der Richtung 16 oder entgegen der Richtung 16 orientiert
sein. Die Richtung 16 zeigt hierbei von dem Lüfter 9 auf ein Kühlelement 17 der Pumpe
3. Die Achse 15 verläuft entlang der Richtung 16. Hierbei umfasst das auf das Kühlelement
17 Zeigen begrifflich auch den Fall, dass die Richtung 16 in ein Kühlblech 17 mit
einer Ausnehmung 18 zeigt. In diesem Ausführungsbeispiel ist in der Ausnehmung 18
ein Motor 19 angeordnet. Das Kühlelement 17 kühlt neben der Pumpe 3 auch den Motor
19.
[0019] Ferner ist in dem schallisolierenden Gehäuse 8 auch ein Ansaugluftfilter 20 der Anordnung
2 angeordnet. Bei einer möglichen Ausgestaltung des Ansaugluftfilters 20 erfolgt ein
Ansaugen von Luft aus einem Innenraum 21 des schallisolierenden Gehäuses 8. Bei einer
abgewandelten Ausgestaltung kann auch Luft aus der Umgebung 22 über den Ansaugluftfilter
20 angesaugt werden. Je nach Ausgestaltung des Ansaugluftfilters 20 können Fenster
23 in einem Gehäuse des Ansaugluftfilters 20 vorgesehen sein, an denen ein Filtermaterial
frei liegt, durch das die Luft gesaugt wird.
[0020] Außerdem können weitere Elemente der Anordnung 2 in dem schallisolierenden Gehäuse
8 angeordnet sein. Insbesondere kann eine Elektronik 24 zum Steuern der Pumpe 3 und
der Ventile 5A bis 5E vorgesehen sein.
[0021] In diesem Ausführungsbeispiel ist das schallisolierende Gehäuse 8 bis auf Leitungsdurchführungen
und eine Ausnehmung 25 für den Lüfter 9 zumindest im Wesentlichen geschlossen. Um
die Luftströmung zu ermöglichen, können aber vorzugsweise mit einem Filtermaterial
versehene Zu- und/oder Abströmöffnungen vorgesehen sein.
[0022] In diesem Ausführungsbeispiel weist das Freizeitfahrzeug 1 ein Hubdach 30 auf. Die
Matratzen 6 und die Seitenwände 7 können hierbei für das Hubdach 30 dienen. Ferner
weist das Freizeitfahrzeug 1 einen Laufboden 31 auf, der über einem Unterboden 32
angeordnet ist. Bei einer bevorzugten Ausgestaltung ist das schallisolierende Gehäuse
8 mit den darin angeordneten Elementen in dem Unterboden 32 angeordnet, wie es durch
das Bezugszeichen 8' in Fig. 2 veranschaulicht ist.
[0023] Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsformen beschränkt.
1. Anordnung (2) für ein Freizeitfahrzeug (1), insbesondere ein Wohnmobil oder einen
Wohnwagen, mit zumindest einer Pumpe (3), die zumindest zum Verdichten von Luft dient,
einer Ventilanordnung (4), die zumindest ein Ventil (5A-5E) aufweist, und zumindest
einem aufblasbaren Element (6, 7) des Freizeitfahrzeugs (1), insbesondere einer aufblasbaren
Seitenwand (7) eines Hubdachs (30) und/oder einer aufblasbaren Matratze (6), wobei
im Betrieb von der Pumpe (3) verdichtete Luft über die Ventilanordnung (4) zu dem
zumindest einem aufblasbaren Element (6, 7) führbar ist, wobei ein schallisolierendes
Gehäuse (8) vorgesehen ist, in dem zumindest die zumindest eine Pumpe (3) angeordnet
ist, wobei zumindest ein Lüfter (9) vorgesehen ist, der an einer Gehäusewand (10)
des Gehäuses (8) angeordnet ist, wobei der Lüfter (9) einen Luftstrom entlang einer
Achse (15) des Lüfters (9) erzeugt und wobei die Achse (15) des Lüfters (9) entlang
einer Richtung (16) verläuft, die von dem Lüfter (9) auf ein Kühlelement (17), insbesondere
ein Kühlblech (17), der Pumpe (3) gerichtet ist.
2. Anordnung nach Anordnung 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpe (3) zumindest als Kompressor und vorzugsweise auch als Saugpumpe dient
und/oder dass die Pumpe (3) als Radialpumpe und/oder als Ringspaltpumpe ausgebildet
ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest ein Ansaugluftfilter (20) vorgesehen ist, der in dem schallisolierenden
Gehäuse (8) angeordnet ist, und dass der Ansaugluftfilter (20) Luft aus einem Innenraum
(21) und/oder aus einer Umgebung (22) des schallisolierenden Gehäuses (8) ansaugt.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das schallisolierende Gehäuse (8) zumindest im Wesentlichen auf einer geschlossenen
Ausgestaltung basiert, wobei zumindest eine Ausnehmung (25) für den Lüfter (9) vorgesehen
ist.
5. Freizeitfahrzeug (1), insbesondere Wohnmobil oder Wohnwagen, mit einer Anordnung (2)
nach einem der Ansprüche 1 bis 4.
6. Freizeitfahrzeug nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Hubdach (30) vorgesehen ist und dass das schallisolierende Gehäuse (8) entfernt
zu dem Hubdach (30) angeordnet ist.
7. Freizeitfahrzeug nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das schallisolierende Gehäuse (8) unter einem Laufboden (31), insbesondere in einem
Unterboden (32), angeordnet ist.