[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen temperaturabhängigen Schalter.
[0002] Temperaturabhängige Schalter sind grundsätzlich bereits in einer Vielzahl bekannt.
Ein beispielhafter temperaturabhängiger Schalter ist in der
DE 196 09 310 A1 offenbart.
[0003] Derartige temperaturabhängige Schalter dienen in an sich bekannter Weise dazu, die
Temperatur eines Gerätes zu überwachen. Hierzu wird der Schalter bspw. über eine seiner
Außenflächen in thermischen Kontakt mit dem zu schützenden Gerät gebracht, so dass
die Temperatur des zu schützenden Gerätes die Temperatur des im Inneren des Schalters
angeordneten Schaltwerks beeinflusst.
[0004] Der Schalter wird dabei typischerweise über Anschlussleitungen elektrisch in Reihe
in den Versorgungsstromkreis des zu schützenden Gerätes geschaltet, so dass unterhalb
der Ansprechtemperatur des Schalters der Versorgungsstrom des zu schützenden Gerätes
durch den Schalter fließt.
[0005] Der aus der
DE 196 09 310 A1 bekannte Schalter weist ein Schaltergehäuse auf, in dessen Inneren ein Schaltwerk
hermetisch versiegelt angeordnet ist. Das Schaltergehäuse ist zweiteilig aufgebaut.
Es weist ein Unterteil aus Isoliermaterial sowie ein Deckelteil aus elektrisch leitendem
Material auf. Das Deckelteil ist in das Unterteil eingelegt und von einem oberen Rand
des Unterteils gehalten. Das Schaltwerk ist zwischen dem Deckelteil und dem Unterteil
geklemmt angeordnet. Das Schaltwerk wird bei der Herstellung des Schalters zunächst
lose in das Unterteil eingelegt. Anschließend wird darauf das Deckelteil platziert
und mit dem Unterteil fest verbunden.
[0006] Das in dem Schaltergehäuse angeordnete temperaturabhängige Schaltwerk weist eine
Feder-Schnappscheibe, an der ein bewegliches Kontaktteil befestigt ist, sowie eine
über das bewegliche Kontaktteil gestülpte Bimetall-Schnappscheibe auf. Die Feder-Schnappscheibe
drückt das bewegliche Kontaktteil gegen einen stationären Gegenkontakt, der auf der
Innenseite des Schaltergehäuses an dem Deckelteil angeordnet ist. Mit ihrem äußeren
Rand stützt sich die Feder-Schnappscheibe an einem zweiten stationären Gegenkontakt
ab, der in das elektrisch isolierende Unterteil eingelegt ist. Der elektrische Strom
fließt damit von dem einen stationären Gegenkontakt durch das bewegliche Kontaktteil
und die Feder-Schnappscheibe in den zweiten stationären Gegenkontakt. Die beiden stationären
Gegenkontakte sind mit jeweiligen elektrischen Anschlüssen des Schalters verbunden.
[0007] Für das temperaturabhängige Schaltverhalten des Schalters ist im Wesentlichen die
temperaturabhängige Bimetall-Schnappscheibe verantwortliche. Diese ist meist als mehrlagiges,
aktives, blechförmiges Bauteil aus zwei, drei oder vier miteinander verbundenen Komponenten
mit unterschiedlichen thermischen Ausdehnungskoeffizienten ausgebildet. Die Verbindung
der einzelnen Lagen aus Metallen oder Metalllegierungen sind bei derartigen Bimetall-Schnappscheiben
meist stoffschlüssig oder formschlüssig und werden bspw. durch Walzen erreicht.
[0008] Eine derartige Bimetall-Schnappscheibe weist bei tiefen Temperaturen, unterhalb der
Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe, eine erste stabile geometrische Konfiguration
(Tieftemperaturkonfiguration) und bei hohen Temperaturen, oberhalb der Ansprechtemperatur
der Bimetall-Schnappscheibe, eine zweite stabile geometrische Konfiguration (Hochtemperaturkonfiguration)
auf. Die Bimetall-Schnappscheibe springt temperaturabhängig nach Art einer Hysterese
von ihrer Tieftemperaturkonfiguration in ihre Hochtemperaturkonfiguration um. Bei
diesem Vorgang spricht man häufig von einem "Umschnappen", was auch die Bezeichnung
als "Schnappscheibe" begründet.
[0009] Sofern keine Rückschaltsperre vorgesehen ist, schnappt die Bimetall-Schnappscheibe
wieder in ihre Tieftemperaturkonfiguration zurück, so dass der Schalter wieder geschlossen
wird, sobald sich die Temperatur der Bimetall-Schnappscheibe infolge der Abkühlung
des zu schützenden Gerätes unterhalb der sog. Rücksprungtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe
absenkt.
[0010] Bei einer Vielzahl von temperaturabhängigen Schaltern wird die Bimetall-Schnappscheibe
bei der Herstellung des Schalters vorzugsweise als loses Einzelteil in das Schaltergehäuse
eingelegt, wobei die Bimetall-Schnappscheibe bspw. mit einem darin vorgesehenen zentrischen
Durchgangsloch über das an der Feder-Schnappscheibe befestigte Kontaktteil gestülpt
wird. Erst durch das Verschließen des Schaltergehäuses wird die Bimetall-Schnappscheibe
dann in ihrer Lage fixiert und deren Position relativ zu den übrigen Bauteilen des
Schaltwerks festgelegt. So wird dies auch bei dem eingangs genannten aus der
DE 196 09 310 A1 bekannten Schalter gemacht.
[0011] Die Produktion eines derartigen Schalters, bei dem die Bimetall-Schnappscheibe einzeln
eingesetzt wird, hat sich jedoch als relativ umständlich herausgestellt, da mehrere
Schritte zum Einsetzen des Schaltwerks in das Schaltergehäuse notwendig sind.
[0012] Bei einem aus der
DE 10 2011 119 632 B3 bekannten Schalter wird die Bimetall-Schnappscheibe bereits vorab (außerhalb des
Schaltergehäuses) mit dem an der Feder-Schnappscheibe befestigten Kontaktteil verbunden.
Hierzu wird die Bimetall-Schnappscheibe über das Kontaktteil gestülpt und anschließend
ein oberer Kragen des Kontaktteils umgeklappt. Infolgedessen ist nicht nur die Feder-Schnappscheibe
an dem Kontaktteil befestigt, sondern auch die Bimetall-Schnappscheibe an diesem unverlierbar
gehalten.
[0013] Das aus der Bimetall-Schnappscheibe, der Feder-Schnappscheibe und dem beweglichen
Kontaktteil bestehende Schaltwerk lässt sich damit bereits vorab als Halbfabrikat
herstellen, welches eine unverlierbare Einheit bildet und separat als Schüttgut auf
Lager gehalten werden kann. Bei der Herstellung des Schalters kann das Schaltwerk
dann als unverlierbare Einheit in das Schaltergehäuse eingesetzt werden. Dies vereinfacht
die Produktion des Schalters um ein Vielfaches.
[0014] Die Feder-Schnappscheibe ist bei dem aus der
DE 10 2011 119 632 B3 bekannten Schalter mit dem Kontaktteil verschweißt oder verlötet, um einen möglichst
guten elektrischen Kontakt zwischen diesen beiden Bauteilen herzustellen. Es hat sich
jedoch gezeigt, dass es insbesondere bei der Schüttgut-Lagerhaltung des als Halbfabrikat
vorproduzierten Schaltwerks zu einem Bruch der Schweiß- oder Lötverbindung zwischen
dem Kontaktteil und der Feder-Schnappscheibe kommen kann. Derartige defekte Schalter
lassen sich dann natürlich nicht mehr einsetzen. Problematisch ist allerdings, dass
sich Defekte am Schaltwerk häufig erst nach der Montage des gesamten Schalters erkennen
lassen, da eine Funktionsprüfung des Schaltwerks erst im Zustand des fertig zusammengebauten
Schalters möglich ist.
[0015] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen temperaturabhängigen
Schalter bereitzustellen, dessen Schaltwerk sich als Halbfabrikat vorproduzieren lässt,
ohne dabei anfällig für Beschädigungen zu sein, und mit dem ein Funktionstest des
Schaltwerks bereits vor dessen schlussendlichem Einbau in den Schalter möglich ist.
Ferner sollte der Schalter vergleichsweise einfach montierbar sein, eine geringe Bauhöhe
aufweisen und druckstabil ausgestaltet sein.
[0016] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen temperaturabhängigen Schalter gelöst,
welcher folgende Bauteile umfasst:
- ein temperaturabhängiges Schaltwerk mit einer Schaltwerkseinheit, die ein mit einer
Bimetall-Schnappscheibe gekoppeltes, bewegliches Kontaktteil aufweist, und mit einem
Schaltwerksgehäuse, in dem die Schaltwerkseinheit angeordnet und darin unverlierbar
gehalten ist, wobei das Schaltwerksgehäuse einen ersten Grundkörper aus elektrisch
leitfähigem Material aufweist;
- ein Schaltergehäuse mit einem zweiten Grundkörper aus elektrisch isolierendem Material,
in dem das Schaltwerksgehäuse angeordnet und darin unverlierbar gehalten ist, wobei
das Schaltergehäuse ein stationäres Kontaktteil aufweist, das als Gegenkontakt zu
dem beweglichen Kontaktteil fungiert;
ein erstes Anschluss-Kontaktteil, das mit dem ersten Grundkörper des Schaltwerksgehäuses
elektrisch verbunden ist; und
ein zweites Anschluss-Kontaktteil, das mit dem stationären Kontaktteil elektrisch
verbunden ist;
wobei der erste Grundkörper des Schaltwerksgehäuses die Schaltwerkseinheit von einer
ersten Gehäuseseite, einer der ersten Gehäuseseite gegenüberliegenden zweiten Gehäuseseite
und einer zwischen und quer zu der ersten und der zweiten Gehäuseseite verlaufenden
Gehäuseumfangsseite umgibt und auf der ersten Gehäuseseite eine Öffnung aufweist,
durch die das bewegliche Kontaktteil mit dem stationären Kontaktteil zusammenwirkt,
und
wobei der zweite Grundkörper des Schaltergehäuses die erste Gehäuseseite und die Gehäuseumfangsseite
des Schaltwerksgehäuses umgibt.
[0017] Der erfindungsgemäße Schalter umfasst also ein Schaltwerk, welches ein zusätzliches
Schaltwerksgehäuse aufweist, in dem die Schaltwerkseinheit, welche die Bimetall-Schnappscheibe
und das bewegliche Kontaktteil aufweist, unverlierbar gehalten ist. Das Schaltwerksgehäuse
umgibt die Schaltwerkseinheit, nämlich sowohl von einer ersten Gehäuseseite als auch
von einer der ersten Gehäuseseite gegenüberliegenden zweiten Gehäuseseite als auch
von einer zwischen und quer der ersten und der zweiten Gehäuseseite verlaufenden Gehäuseumfangsseite.
Das Schaltwerksgehäuse umgibt die Schaltwerkseinheit somit aus allen sechs Raumrichtungen
jeweils zumindest teilweise, so dass das Schaltwerk nicht aus dem Schaltwerksgehäuse
herausfallen kann.
[0018] Das Schaltwerk ist somit inklusive der Schaltwerkseinheit und inklusive dem die Schaltwerkseinheit
umgebenden Schaltwerksgehäuse als Halbfabrikat vorproduzierbar, bevor es in das Schaltergehäuse
eingesetzt wird. Das als Halbfabrikat vorproduzierte Schaltwerk kann als Schüttgut
auf Lager gehalten werden. Während dieser Schüttgut-Lagerhaltung sind die fragilen
Bauteile der Schaltwerkseinheit, insbesondere die Bimetall-Schnappscheibe und das
bewegliche Kontaktteil, von dem Schaltwerksgehäuse geschützt. Beschädigungen dieser
fragilen Bauteile während der Schüttgut-Lagerhaltung sind weitgehend ausgeschlossen,
da die fragilen Bauteile der Schaltwerkseinheit in dem Schaltwerksgehäuse sicher gekapselt
sind.
[0019] Das Schaltwerksgehäuse bietet jedoch nicht nur den Vorteil einer sicheren Verwahrung
der darin angeordneten Schaltwerkseinheit, es ermöglicht auch eine wesentlich einfachere
Art der Herstellung des temperaturabhängigen Schalters. Anders als bei einem herkömmlichen
Schaltergehäuse handelt es sich bei dem nun zusätzlich vorgesehenen Schaltwerksgehäuse
um kein geschlossenes Gehäuse, in dem das Schaltwerk hermetisch versiegelt ist, sondern
um ein teilweise offenes Gehäuse, das auf der ersten Gehäuseseite eine Öffnung aufweist,
durch die das bewegliche Kontaktteil von außerhalb des Schaltwerksgehäuses zugänglich
ist. Das Schaltwerk kann somit samt dem Schaltwerksgehäuse als Einheit in ein vereinfacht
aufgebautes Schalterumgehäuse, welches das letztendliche Schaltergehäuse bildet, eingesetzt
werden.
[0020] Während das Schaltwerksgehäuse einen ersten Grundkörper aus elektrisch leitfähigem
Material aufweist, weist das Schalter(um)gehäuse einen zweiten Grundkörper aus elektrisch
isolierendem Material auf. An diesem elektrisch isolierenden zweiten Grundkörper ist
ein elektrisch leitfähiges, stationäres Kontaktteil angeordnet, das als Gegenkontakt
zu dem beweglichen Kontaktteil fungiert und durch die Öffnung im Schaltwerksgehäuse
hindurch mit dem beweglichen Kontaktteil des Schaltwerks zusammenwirkt.
[0021] Bei der Herstellung des temperaturabhängigen Schalters kann das erfindungsgemäße
Schaltwerk also mitsamt seinem Schaltwerksgehäuse zunächst als Halbfabrikat vorproduziert
werden und dann als Ganzes in das Schaltergehäuse eingesetzt werden. Hierdurch wird
nicht nur die Lagerhaltung des Schaltwerks, sondern auch die Herstellung des temperaturabhängigen
Schalters um ein Vielfaches vereinfacht.
[0022] Die beiden Anschluss-Kontaktteile, von denen eines mit dem ersten Grundkörper des
Schaltwerksgehäuses elektrisch verbunden ist und das andere mit dem stationären Kontaktteil
elektrisch verbunden ist, sind vorzugsweise in dem elektrisch isolierenden, zweiten
Grundkörper des Schaltergehäuses angeordnet bzw. in diesen direkt integriert. Dies
hat den Vorteil, dass beim Einsetzen des Schaltwerks mitsamt seinem Schaltwerksgehäuse
sich dieses direkt mit den beiden Anschluss-Kontaktteilen verbinden lässt. Diese Verbindung
des Schaltwerks mit den beiden Anschluss-Kontaktteilen erfolgt automatisch bereits
beim Einsetzen des Schaltwerksgehäuses in das Schaltergehäuse und erfordert keinen
zusätzlichen Arbeitsschritt.
[0023] Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei dem Schaltwerksgehäuse um ein teilweise
offenes Gehäuse. Während es sich bei der zweiten Gehäuseseite und der Gehäuseumfangsseite
des Schaltwerksgehäuses vorzugsweise jeweils um geschlossene Gehäuseseiten handelt,
handelt es sich bei der ersten Gehäuseseite aufgrund der erwähnten Öffnung nur um
eine teilweise geschlossene bzw. um eine teilweise geöffnete Gehäuseseite.
[0024] Die teilweise geöffnete erste Gehäuseseite des Schaltwerksgehäuses wird jedoch durch
den elektrisch isolierenden, zweiten Grundkörper des Schaltergehäuses verdeckt. Dieser
elektrisch isolierende, zweite Grundkörper fungiert als Schalterumgehäuse bzw. als
Schalter-Unterteil, der die erste Gehäuseseite und die Gehäuseumfangsseite des Schaltwerksgehäuses
zumindest teilweise umgibt.
[0025] Insgesamt entsteht damit also ein aus relativ wenigen Bauteilen einfach aufgebauter
Schalter, der sich in vergleichsweise wenigen Arbeitsschritten produzieren lässt.
Das in dem Schalter verwendete Schaltwerk lässt sich zusammen mit dem Schaltwerksgehäuse
vorproduzieren und als Schüttgut auf Lager halten. Das aus Schaltergehäuse und Schaltwerksgehäuse
aufgebaute Gehäuse des Schalters ist vergleichsweise druckstabil aufgebaut und kann
dennoch relativ kompakt/platzsparend ausgestaltet sein.
[0026] Die oben genannte Aufgabe ist somit vollständig gelöst.
[0027] Gemäß einer Ausgestaltung bildet ein Teil des ersten Grundkörpers, der die zweite
Gehäuseseite des Schaltwerksgehäuses bildet, eine frei zugängliche Außenseite des
Schalters.
[0028] Dieser Teil des ersten Grundkörpers des Schaltwerksgehäuses ist in fertig montiertem
Zustand des Schalters nicht von dem Schaltergehäuse umgeben. Somit kann dieser Teil
des Schaltwerksgehäuses als unmittelbare elektrische Anschlussfläche für das erste
Anschluss-Kontaktteil dienen.
[0029] Der erwähnte Teil des ersten Grundkörpers des Schaltwerksgehäuses, welcher eine frei
zugängliche Außenseite des Schalters bildet, weist vorzugsweise einen nach außen gewölbten,
kuppel- oder topfförmigen Abschnitt auf. Dieser kuppel- oder topfförmige Abschnitt
des Schaltwerksgehäuses ragt vorzugsweise zumindest zu einem Teil aus dem Schaltergehäuse
hinaus. Mit "nach außen gewölbt" ist an dieser Stelle gemeint, dass der kuppel- oder
topfförmige Abschnitt aus Sicht des Schaltergehäuses nach außen, also aus dem Schaltergehäuse-Inneren
hinausgewölbt ist. Die Außenseite des Schalters ist an dieser Stelle konvex gewölbt.
[0030] Dieser Ausgestaltung des Schaltwerksgehäuses macht den Schalter extrem druckstabil.
Zudem lässt sich der kuppel- oder topfförmige Abschnitt sehr einfach als Außenanschlussfläche
des Schalters verwenden.
[0031] Alternativ zur Nutzung der von außen frei zugänglichen zweiten Gehäuseseite des Schaltwerksgehäuses
als Anschluss für das erste Anschluss-Kontaktteil kann das erste Anschluss-Kontaktteil
auch im Inneren des Schaltergehäuses an dem ersten Grundkörper des Schaltwerksgehäuses
elektrisch angeschlossen sein und durch den zweiten Grundkörper hindurch nach außen
aus dem Schaltergehäuse geführt sein.
[0032] Dies hat den Vorteil, dass das erste Anschluss-Kontaktteil bereits vorab, also noch
vor dem Einsetzen des Schaltwerks, in das Schaltergehäuse integriert werden kann.
Das erste Anschluss-Kontaktteil ist dabei vorzugsweise derart im Inneren des Schaltergehäuses
angeordnet, dass das erste Anschluss-Kontaktteil automatisch mit dem elektrisch leitfähigen
ersten Grundkörper des Schaltwerksgehäuses in Kontakt tritt, wenn das Schaltwerk in
das Schaltergehäuse eingesetzt wird.
[0033] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist es vorgesehen, dass das zweite Anschluss-Kontaktteil
im Inneren des Schaltergehäuses an dem stationären Kontaktteil elektrisch angeschlossen
ist und durch den zweiten Grundkörper hindurch nach außen aus dem Schaltergehäuse
geführt ist.
[0034] Damit lässt sich auch das zweite Anschluss-Kontaktteil bereits vorab, vor dem Einsetzen
des Schaltwerks, in das Schaltergehäuse integrieren. Das zweite Anschluss-Kontaktteil
und der stationäre Gegenkontakt sind dabei vorzugsweise derart im Schaltergehäuse
angeordnet, dass die Kontaktierung mit dem Schaltwerk automatisch beim Einsetzen des
Schaltwerksgehäuses in das Schaltergehäuse erfolgt.
[0035] Da der zweite Grundkörper des Schaltergehäuses aus elektrisch isolierendem Material
ist, können beide Anschluss-Kontaktteile durch den zweiten Grundkörper hindurchgeführt
sein, ohne dass dabei ein elektrischer Kurzschluss entsteht. Vorzugsweise sind die
beiden Anschluss-Kontaktteile durch entsprechende Öffnungen im zweiten Grundkörper
des Schaltergehäuses passgenau hindurchgesteckt. Sofern diese Öffnungen nicht passgenau
ausgestaltet sind, sollten diese mit zusätzlichem Isoliermaterial versiegelt sein,
damit das Innere des Schalters gut abgedichtet ist und keine Verunreinigungen durch
das Schaltergehäuse hindurch in das Schalter-Innere eintreten können.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist das Schaltergehäuse auf einer dem Schaltwerksgehäuse
zugewandten Innenseite eine erste Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme, in der das erste
Anschluss-Kontaktteil angeordnet ist, und eine zweite Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme,
in der das zweite Anschluss-Kontaktteil angeordnet ist, auf.
[0037] Die erste Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme weist vorzugsweise eine erste Aussparung
auf, in die das erste Anschluss-Kontaktteil eingebettet ist. Die zweite Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme
weist vorzugsweise eine zweite Aussparung auf, in die das zweite Anschluss-Kontaktteil
eingebettet ist.
[0038] Die beiden Anschluss-Kontaktteil-Aufnahmen sind jeweils vorzugsweise als eine Art
"Kontaktnest" ausgebildet, in dem die beiden Anschluss-Kontaktteile jeweils geschützt
angeordnet sind. Die Anordnung der beiden Anschluss-Kontaktteile ist jeweils derart,
dass diese automatisch mit dem Schaltwerk in Kontakt treten, wenn das Schaltwerk bei
der Montage des Schalters in das Schaltergehäuse eingesetzt wird. Die Montage und
elektrische Kontaktierung des Schalters sind damit denkbar einfach möglich.
[0039] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung liegen die erste Aussparung und die zweite Aussparung
in einer gemeinsamen Ebene.
[0040] Damit sind beide Anschlussnester auf gleicher Höhe angeordnet. Dies vereinfacht den
Anschluss der Anschluss-Kontaktteile an das Schaltwerk.
[0041] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umgibt das erste Anschluss-Kontaktteil das zweite
Anschluss-Kontaktteil zumindest teilweise.
[0042] Das stationäre Kontaktteil, mit dem das zweite Anschluss-Kontaktteil verbunden ist,
ist vorzugsweise zentral in dem Schaltergehäuse angeordnet. Das erste Anschluss-Kontaktteil
ist gemäß dieser Ausgestaltung als Teilkreisring ausgestaltet. Genauer gesagt hat
das erste Anschluss-Kontaktteil einen im Inneren des Schaltergehäuses angeordneten
Abschnitt, der die Form eines Kreisringsektors hat. Dieser Abschnitt kann entlang
eines Teils des Innenwand-Umfangs des Schaltergehäuses verlaufen und das zweite Anschluss-Kontaktteil
umgeben.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist zwischen dem zweiten Anschluss-Kontaktteil
und dem Schaltwerksgehäuse ein Zwischenlageteil aus elektrisch isolierendem Material
angeordnet.
[0044] Dieses Zwischenlageteil ermöglicht es, den elektrisch leitfähigen ersten Grundkörper
des Schaltwerksgehäuses direkt auf dem Zwischenlageteil anzuordnen. Das Zwischenlageteil
isoliert dabei das zweite Anschluss-Kontaktteil von dem elektrisch leitfähigen ersten
Grundkörper des Schaltwerksgehäuses.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung liegt das Schaltwerksgehäuse mit einem auf der
ersten Gehäuseseite angeordneten ersten Gehäuseabschnitt auf dem Zwischenlageteil
auf und mit einem auf der ersten Gehäuseseite angeordneten zweiten Gehäuseabschnitt
entweder direkt auf dem ersten Anschluss-Kontaktteil oder unter Zwischenlage eines
Verbindungsteils aus elektrisch leitfähigem Material auf dem ersten Anschluss-Kontaktteil
auf.
[0046] Beim Einsetzen des Schaltwerksgehäuses in das Schaltergehäuse ist somit automatisch
ein elektrischer zwischen dem Schaltwerksgehäuse und dem ersten Anschluss-Kontaktteil
hergestellt, während das Schaltwerksgehäuse aufgrund des Zwischenlageteils von dem
zweiten Anschluss-Kontaktteil elektrisch isoliert ist. Eine Oberfläche des Zwischenlageteils
liegt vorzugsweise in einer Ebene mit einer Oberfläche des ersten Anschluss-Kontaktteils
oder einer Oberfläche des Verbindungsteils (sofern vorhanden). Das Schaltwerksgehäuse
lässt sich somit zu dieser Ebene ausgerichtet eben in das Schaltergehäuse einsetzen.
[0047] Vorzugsweise ist das erste Anschluss-Kontaktteil über das Verbindungsteil aus elektrisch
leitfähigem Material, das zwischen dem ersten Anschluss-Kontaktteil und dem ersten
Grundkörper des Schaltwerksgehäuses angeordnet ist, mit dem ersten Grundkörper des
Schaltwerksgehäuses elektrisch verbunden.
[0048] Dieses Verbindungsteil stellt den elektrischen Kontakt zwischen dem ersten Anschluss-Kontaktteil
und dem ersten Grundkörper des Schaltwerksgehäuses her. Das Verbindungsteil wird vorzugsweise
bereits vorab, vor dem Einsetzen des Schaltwerks, in dem Schaltergehäuse montiert.
[0049] Gemäß einer Ausgestaltung ist das Verbindungsteil im Querschnitt L-förmig ausgestaltet
und liegt an der ersten Gehäuseseite und an der Gehäuseumfangsseite des Schaltwerksgehäuses
an.
[0050] Ein solcher L-förmiger Querschnitt hat den Vorteil, dass dadurch die Kontaktfläche
vergrö-ßert wird. Dies verbessert die Kontaktierung zwischen dem ersten Anschluss-Kontaktteil
und dem ersten Grundkörper des Schaltwerksgehäuses.
[0051] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung liegt eine an der Gehäuseumfangsseite angeordnete
Außenumfangsfläche des Schaltwerksgehäuses an einer im Inneren des Schaltergehäuses
angeordneten Innenumfangsfläche des Schaltergehäuses an.
[0052] Vorzugsweise liegt die Außenumfangsfläche des Schaltwerksgehäuses passgenau an der
Innenumfangsfläche des Schaltergehäuses an. Dies hat im Wesentlichen den Vorteil,
dass das Schaltwerk beim Einsetzen des Schaltwerksgehäuses in das Schaltergehäuse
in Bezug auf das stationäre Kontaktteil korrekt ausgerichtet ist. Eine Ausrichtung
des beweglichen Kontaktteils des Schaltwerks relativ zu dem stationären Kontaktteil
erfolgt automatisch beim Einsetzen des Schaltwerksgehäuses in das Schaltergehäuse.
[0053] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist ein Durchmesser der Öffnung kleiner als ein
parallel dazu gemessener Durchmesser der Bimetall-Schnappscheibe. Die Bimetall-Schnappscheibe
ist somit sicher in dem Schaltwerksgehäuse gehalten und kann sich auch bei entsprechender
Erschütterung aus diesem nicht herauslösen.
[0054] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Schaltwerk dazu eingerichtet, unterhalb
einer Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe den Schalter in einer Tieftemperaturstellung
zu halten, in der das Schaltwerk über das bewegliche Kontaktteil eine elektrische
Verbindung zwischen dem ersten Anschluss-Kontaktteil und dem zweiten Anschluss-Kontaktteil
herstellt, und bei Überschreiten der Ansprechtemperatur, den Schalter in eine Hochtemperaturstellung
zu bringen, in der das Schaltwerk die elektrische Verbindung unterbricht.
[0055] Vorzugsweise ist die Bimetall-Schnappscheibe dazu eingerichtet, bei Überschreiten
der Ansprechtemperatur von einer geometrisch stabilen Tieftemperaturkonfiguration
in eine geometrisch stabile Hochtemperaturkonfiguration umzuschnappen, wobei sich
die Bimetall-Schnappscheibe in ihrer Hochtemperaturkonfiguration an einer auf der
ersten Gehäuseseite des Schaltwerksgehäuses angeordneten Abstützfläche abstützt, die
an dem ersten Grundkörper des Schaltwerksgehäuses ausgebildet ist, und dabei das bewegliche
Kontaktteil auf Abstand zu dem stationären Kontaktteil hält.
[0056] Da die Schaltwerkseinheit, wie bereits erwähnt, gemäß der vorliegenden Erfindung
in dem Schaltwerksgehäuse gekapselt ist und sich die Bimetall-Schnappscheibe in ihrer
Hochtemperaturkonfiguration an der genannten Abstützfläche im Inneren des Schaltwerksgehäuses
abstützt, lässt sich eine Funktionsüberprüfung des Schaltwerks auch bereits bei dem
als Halbfabrikat vorproduzierten Schaltwerk durchführen, also noch bevor das Schaltwerk
in das Schaltergehäuse verbaut und der Schalter komplett montiert ist. Die Bimetall-Schnappscheibe
kann nämlich bereits dann ihre beiden temperaturabhängigen Konfigurationen im Inneren
des Schaltwerksgehäuses einnehmen.
[0057] Bei herkömmlichen Schaltern ist dies nicht möglich, da sich die Bimetall-Schnappscheibe
aufgrund des Fehlens des nunmehr extra vorgesehenen Schaltwerksgehäuses in ihrer Hochtemperaturkonfiguration
an dem Schaltergehäuse abstützt, so dass eine Funktionsüberprüfung nur in fertig montiertem
Zustand des Schalters möglich ist.
[0058] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weist die Schaltwerkseinheit ferner eine mit dem
beweglichen Kontaktteil gekoppelte Feder-Schnappscheibe auf, die sich in der Tieftemperaturstellung
des Schalters an einer auf der zweiten Gehäuseseite im Inneren des Schaltwerksgehäuses
angeordneten Innenfläche abstützt. Bei dieser Innenfläche handelt es sich vorzugsweise
um eine Innenfläche des elektrisch leitfähigen ersten Grundkörpers des Schaltwerksgehäuses.
[0059] Das zusätzliche Vorsehen einer solchen Feder-Schnappscheibe hat insbesondere den
Vorteil, dass dadurch die Bimetall-Schnappscheibe entlastet wird. In der Tieftemperaturkonfiguration
des Schalters, also wenn der Stromkreis über den Schalter geschlossen ist, dient die
Feder-Schnappscheibe gemäß dieser Ausgestaltung als stromführendes Bauteil. Die Bimetall-Schnappscheibe
ist dann hingegen kein stromführendes Bauteil.
[0060] Zudem erzeugt die Feder-Schnappscheibe in der Tieftemperaturstellung des Schalters
den Schließdruck, mit dem das bewegliche Kontaktteil gegen das stationäre Kontaktteil
gedrückt wird. Die Bimetall-Schnappscheibe kann in der Tieftemperaturstellung des
Schalters hingegen nahezu kräftefrei gelagert sein. Dies wirkt sich positiv auf die
Lebensdauer der Bimetall-Schnappscheibe aus und bewirkt, dass sich der Schaltpunkt,
also die Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe, auch nach vielen Schaltzyklen
nicht verändert.
[0061] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Ramen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0062] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht des temperaturabhängigen Schalters gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, wobei der Schalter in seiner Tieftemperaturstellung gezeigt
ist;
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht des in Fig. 1 gezeigten Schalters, wobei der Schalter
in seiner Hochtemperaturstellung gezeigt ist;
- Fig. 3
- eine schematische Schnittansicht, die einen Bearbeitungsschritt während der Herstellung
des temperaturabhängigen Schalters gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
veranschaulicht; und
- Fig. 4
- eine schematische Draufsicht von oben auf das Schaltergehäuse des temperaturabhängigen
Schalters gemäß dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel.
[0063] Fig. 1-2 zeigen ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schalters jeweils in
einer schematischen Schnittansicht. Der Schalter ist darin in seiner Gesamtheit mit
der Bezugsziffer 100 gekennzeichnet.
[0064] Fig. 1 zeigt die Tieftemperaturstellung des Schalters 100. Fig. 2 zeigt die Hochtemperaturstellung
des Schalters 100.
[0065] Der Schalter 100 weist ein temperaturabhängiges Schaltwerk 10 auf, das in einem Schaltergehäuse
12 angeordnet ist. Das Schaltergehäuse 12 weist einen Grundkörper 14 (vorliegend als
"zweiter Grundkörper" bezeichnet) aus Isoliermaterial, bspw. aus Kunststoff, auf.
Dieser Grundkörper 14 bildet das Unterteil des Schalters 100.
[0066] Das Schaltwerk 10 weist eine funktionale Schaltwerkseinheit 16 sowie ein diese Schaltwerkseinheit
16 umgebendes Schaltwerksgehäuse 18 auf. Das Schaltwerksgehäuse 18 umgibt die Schaltwerkseinheit
16 von allen sechs Raumrichtungen zumindest teilweise. Wie nachfolgend im Detail erläutert
ist, ist das Schaltwerksgehäuse 18 jedoch als teilweise offenes Gehäuse ausgestaltet,
so dass die Schaltwerkseinheit 16 von zumindest einer Raumrichtung aus, vorzugsweise
von nur einer Raumrichtung aus, von außerhalb des Schaltwerksgehäuses 18 zugänglich
ist.
[0067] Aufgrund der Tatsache, dass das Schaltwerksgehäuse 18 die Schaltwerkseinheit 16 von
allen sechs Raumrichtungen zumindest teilweise umgibt, ist die Schaltwerkseinheit
16 in dem Schaltwerksgehäuse 18 unverlierbar gehalten. Die Schaltwerkseinheit 16 kann
sich also aus dem Schaltwerksgehäuse 18 nicht herauslösen.
[0068] Solange das Schaltwerk 10 nicht in dem Schalter 100 bzw. dessen Schaltergehäuse 12
eingebaut ist, liegt vorzugsweise ein gewisses Spiel zwischen der Schaltwerkseinheit
16 und dem Schaltwerksgehäuse 18 vor. In dem in Fig. 1 gezeigten Einbauzustand des
Schalters 100 ist die Schaltwerkseinheit 16 jedoch fest verspannt. In der in Fig.
1 gezeigten Tieftemperaturstellung des Schalters 100 ist die Schaltwerkseinheit 16
zwischen dem Schaltergehäuse 12 und dem Schaltwerksgehäuse 18 eingespannt.
[0069] Die Schaltwerkseinheit 16 ist gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel dreiteilig
aufgebaut. Die Schaltwerkseinheit 16 weist eine temperaturabhängige Bimetall-Schnappscheibe
20, eine temperaturunabhängige Feder-Schnappscheibe 22 sowie ein bewegliches Kontaktteil
24 auf. Die Bimetall-Schnappscheibe 20 und die Feder-Schnappscheibe 22 sind an dem
Kontaktteil 24 unverlierbar gehalten. Die Schaltwerkseinheit 16 kann somit als Halbfabrikat
vorproduziert werden und dann als Ganzes in das Schaltwerksgehäuse 18 eingesetzt werden.
[0070] Das Schaltwerk 10 mitsamt der Schaltwerkseinheit 16 und dem Schaltwerksgehäuse 18
bilden ebenfalls ein Halbfabrikat für den daraus später produzierten temperaturabhängigen
Schalter 100. Da sowohl die drei Bauteile 20, 22, 24 der Schaltwerkseinheit 16 unverlierbar
miteinander verbunden sind als auch die Schaltwerkseinheit 16 in dem Schaltwerksgehäuse
18 unverlierbar gehalten ist, lässt sich das Schaltwerk 10 als Schüttgut auf Lager
halten, bis es in dem temperaturabhängigen Schalter 100 verbaut wird.
[0071] Das Schaltwerksgehäuse 18 weist einen Grundkörper 26 (vorliegend als "erster Grundkörper"
bezeichnet) aus elektrisch leitfähigem Material auf. Dieser erste Grundkörper 26 des
Schaltwerksgehäuses 18 umgibt die Schaltwerkseinheit 16 von einer ersten Gehäuseseite
28, einer der ersten Gehäuseseite 28 gegenüberliegenden zweiten Gehäuseseite 30 und
einer zwischen und quer zu der ersten und zweiten Gehäuseseite 28, 30 verlaufenden
Gehäuseumfangsseite 32 (siehe Fig. 3).
[0072] Vorzugsweise umgibt das Schaltwerksgehäuse 18 die Schaltwerkseinheit 16 sowohl von
der zweiten Gehäuseseite 30 als auch von der Gehäuseumfangsseite 32 vollständig. Die
zweite Gehäuseseite 30 und die Gehäuseumfangsseite 32 bilden also vorzugsweise geschlossene
Gehäuseseiten des Schaltwerksgehäuses 18. Lediglich bei der ersten Gehäuseseite 28
handelt es sich um eine teilweise offene Gehäuseseite des Schaltwerksgehäuses 18.
[0073] Mit anderen Worten umgibt die Gehäuseumfangsseite 32 die Schaltwerkseinheit 16 entlang
des gesamten Umfangs, also auf insgesamt vier zueinander orthogonal ausgerichteten
Raumrichtungen. Ferner umgibt das Schaltwerksgehäuse 18 die Schaltwerkseinheit 16
aus einer weiteren Raumrichtung vollständig, nämlich aus einer orthogonal zu der zweiten
Gehäuseseite 30 ausgerichteten Raumrichtung. Lediglich aus der sechsten Raumrichtung,
welche orthogonal zu der ersten Gehäuseseite 28 ausgerichtet ist, umgibt das Schaltwerksgehäuse
18 die Schaltwerkseinheit 16 nur teilweise.
[0074] An der ersten Gehäuseseite 28 weist das Schaltwerksgehäuse 18 eine Öffnung 34 auf
(siehe Fig. 3), durch die das bewegliche Kontaktteil 24 von außerhalb des Schaltwerksgehäuses
18 zugänglich ist. Durch diese Öffnung 34 im Schaltwerksgehäuse 18 hindurch, wirkt
das bewegliche Kontaktteil 24 des Schaltwerks 10 mit einem stationären Kontaktteil
36 zusammen, das auf einer Innenseite 38 des Schaltergehäuses 12 angeordnet ist (siehe
Fig. 1). Ein Durchmesser der Öffnung 34 im ersten Grundkörper 26 des Schaltwerksgehäuses
18 ist kleiner als ein parallel dazu gemessener Durchmesser der Bimetall-Schnappscheibe
20 und/oder der Feder-Schnappscheibe 22. Somit ist das bewegliche Kontaktteil 24 zwar
von außerhalb des Schaltwerksgehäuses 18 durch die Öffnung 34 zugänglich, die Bimetall-Schnappscheibe
20 und die Feder-Schnappscheibe 22 können sich jedoch nicht aus dem Schaltwerksgehäuse
18 lösen oder aus diesem heraustreten.
[0075] Der erste Grundkörper 26 des Schaltwerksgehäuses 18 ist aus elektrisch leitfähigem
Material, bspw. aus Metall, ausgebildet. Die zweite Gehäuseseite 30 dieses elektrisch
leitfähigen Grundkörpers 26 bildet in dem vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel
eine frei zugängliche Außenseite des Schalters 100 (siehe Fig. 1). Die erste Gehäuseseite
28 und die Gehäuseumfangsseite 32 des Schaltwerksgehäuses 18 sind vollständig innerhalb
des Schaltergehäuses 12 angeordnet und daher von außerhalb des Schalters 100 nicht
zugänglich.
[0076] Die auf der ersten Gehäuseseite 28 im Schaltwerksgehäuse 18 angeordnete Öffnung 34
wird in montiertem Zustand des Schalters 100 durch den zweiten Grundkörper 14 des
Schaltergehäuses 12 vollständig verdeckt. Das Schaltwerksgehäuse 18 ist in dem Schaltergehäuse
12 angeordnet und an diesem unverlierbar gehalten. Hierzu wird während der Herstellung
des Schalters 100 ein oberer, umlaufender Rand 40 radial nach innen auf das Schaltwerksgehäuse
18 gedrückt. Dieser Vorgang, welcher mit Hilfe der Pfeile 42 schematisch in Fig. 3
angedeutet ist, erfolgt vorzugsweise durch ein Heißprägeverfahren. Die Grenzflächen
zwischen dem oberen Rand 40 des Grundkörpers 14 des Schaltergehäuses 12 und dem Grundkörper
26 des Schaltwerksgehäuses 18 können mittels weiterer Abdichtmittel, bspw. mit Hilfe
eines Versiegelungslacks, zusätzlich abgedichtet werden. Somit ist die Schaltwerkseinheit
16 im Inneren des Schalters 100 nach außen hin hermetisch abgedichtet. Flüssigkeiten
oder sonstige Verunreinigungen treten in das Schalter-Innere daher nicht ein.
[0077] Bevor das Schaltergehäuse 12 mit dem Schaltwerksgehäuse 18 verbunden und versiegelt
wird, wird das Schaltwerksgehäuse als Ganzes mit der darin befindlichen Schaltwerkseinheit
16, wie in Fig. 3 gezeigt, in das Schaltergehäuse 12 eingesetzt. Die entsprechenden
Kontakte für den elektrischen Anschluss des Schaltwerks sind dabei bereits in dem
Schaltergehäuse 12 vormontiert, so dass das Schaltwerk 10 nicht extra angeschlossen
werden muss, sondern dessen elektrischer Anschluss automatisch bereits beim Einsetzen
des Schaltwerksgehäuses 18 in das Schaltergehäuse 12 erfolgt.
[0078] An dem Schaltergehäuse 12 sind zwei Anschluss-Kontaktteile 44, 46. Beide Anschluss-Kontaktteile
44, 46 umfassen jeweils einen Kabelschuh 48, 50 sowie einen mit dem Kabelschuh 48,
50 verbundenen Anschlussleiter 52, 54. Der Anschlussleiter 52 des ersten Anschluss-Kontaktteils
44 ist im Inneren des Schalters 100 mit dem elektrisch leitfähigen ersten Grundkörper
26 des Schaltwerksgehäuses 18 elektrisch verbunden. Der Anschlussleiter 54 des zweiten
Anschluss-Kontaktteils 46 ist im Inneren des Schalters 100 mit dem stationären Kontaktteil
36 elektrisch verbunden. Fig. 4 zeigt das mit den beiden Anschluss-Kontaktteilen 44,
46 versehen Schaltergehäuse 12 in einer Draufsicht von oben bevor das Schaltwerk 10
in das Schaltergehäuse 12 eingesetzt ist.
[0079] Die beiden Anschlussleiter 52, 54 der Anschluss-Kontaktteile 44, 46 sind jeweils
von au-ßen durch die Gehäusewand 56 des zweiten Grundkörpers 14 in das Schalter-Innere
hindurchgeführt. Der Anschlussleiter 52 des ersten Anschluss-Kontaktteils 44 ist in
einer ersten Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme 58 angeordnet, die als eine erste Aussparung/Vertiefung
60 auf der Innenseite 38 des Schaltergehäuses 12 ausgebildet ist. Die Vertiefung 60,
welche die erste Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme 58 bildet, ist vorzugsweise derart
ausgestaltet, dass der Anschlussleiter 52 des ersten Anschluss-Kontaktteils 44 darin
passgenau aufgenommen ist.
[0080] Der Anschlussleiter 54 des zweiten Anschluss-Kontaktteils 46 ist in einer zweiten
Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme 62 angeordnet. Diese zweite Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme
62 ist als eine zweite Vertiefung 64 ausgebildet, die in die Innenseite 38 des elektrisch
isolierenden Grundkörpers 14 des Schaltergehäuses 12 eingebracht ist.
[0081] Die Aussparungen/Vertiefungen 60, 64, welche die beiden Anschluss-Kontaktteil-Aufnahmen
58, 62 bilden, liegen vorzugsweise in einer gemeinsamen Ebene. Die erste Aussparung
58 umgibt die zweite Vertiefung 64 zumindest teilweise (siehe Fig. 4).
[0082] Die erste Vertiefung 60 und der erste Anschlussleiter 52 haben, in der Draufsicht
betrachtet, die Form eines Kreisringsektors (siehe Fig. 4). Die zweite Vertiefung
64 und der darin angeordnete zweite Anschlussleiter 54 können hingegen gerade oder,
wie in Fig. 4 gezeigt, abgewinkelt ausgestaltet sein.
[0083] Der Anschlussleiter 52 des ersten Anschluss-Kontaktteils 44 ist in eingebautem Zustand
des Schalters 100 über ein Verbindungsteil 66 mit dem Schaltwerksgehäuse 18 verbunden.
Bei diesem Verbindungsteil 66 handelt es sich um ein Bauteil aus elektrisch leitfähigem
Material, das den elektrischen Kontakt zwischen dem ersten Anschluss-Kontaktteil 44
und dem elektrisch leitfähigen Grundkörper 26 des Schaltergehäuses 18 herstellt. In
dem vorliegend gezeigten Ausführungsbeispiel ist dieses Verbindungsteil 66 im Querschnitt
betrachtet L-förmig, um eine möglichst große elektrische Kontaktfläche bereitstellen
zu können. Das Verbindungsteil 66 liegt unmittelbar auf der Oberseite des ersten Anschlussleiters
52 auf.
[0084] Grundsätzlich ist dieses Verbindungsteil 66 nicht zwangsläufig notwendig, da der
erste Anschlussleiter 52 des ersten Anschluss-Kontaktteils 44 auch direkt mit dem
Grundkörper 26 des Schaltwerksgehäuses 18 verbunden sein kann. Das Verbindungsteil
66 hat jedoch auch den Vorteil, dass mit diesem ein relativ einfacher Höhenausgleich
möglich ist.
[0085] Der zuletzt genannte Höhenausgleich ist insbesondere deshalb vonnöten, weil zwischen
dem Anschlussleiter 54 des zweiten Anschluss-Kontaktteils 46 und dem Grundkörper 26
des Schaltwerksgehäuses 18 ein Zwischenlageteil 68 angeordnet ist. Dieses Zwischenlageteil
68 ist aus elektrisch isolierendem Material. Es sorgt für eine elektrische Isolierung
des Schaltwerksgehäuses 18 gegenüber dem zweiten Anschluss-Kontaktteil 46.
[0086] Die Oberseite des Verbindungsteils 66 liegt vorzugsweise in einer Ebene mit der Oberseite
des Zwischenlageteils 68, so dass das Schaltwerksgehäuse 18 mit seiner ersten Gehäuseseite
28 auf beiden Teilen 66, 68 eben aufliegt.
[0087] Eine an der Gehäuseumfangsseite 32 des Schaltwerksgehäuses 18 angeordnete Außenumfangsfläche
70 liegt in montiertem Zustand des Schalters 100 an einer im Inneren des Schaltergehäuses
12 angeordneten Innenumfangsfläche 72 an (vgl. Fig. 1 und 3). Vorzugsweise liegt die
Außenumfangsfläche 70 passgenau an der Innenumfangsfläche 72 an. Das Schaltwerk 10
wird somit bereits beim Einsetzen dessen in das Schaltergehäuse 12 bereits automatisch
in Bezug auf das stationäre Kontaktteil 36 korrekt ausgerichtet. Genauer gesagt wird
dadurch bei der Montage des Schalters 100 das bewegliche Kontaktteil 24 des Schaltwerks
10 in Bezug auf das stationäre Kontaktteil 36 ausgerichtet.
[0088] In der in Fig. 1 gezeigten Tieftemperaturstellung des Schalters 100 fließt der elektrische
Strom, also von dem ersten Anschluss-Kontaktteil 44 über den elektrisch leitfähigen
Grundkörper 26 des Schaltwerksgehäuses 18, die Feder-Schnappscheibe 22, das bewegliche
Kontaktteil 24 und das stationäre Kontaktteil 36 zu dem zweiten Anschluss-Kontaktteil
46.
[0089] In der Tieftemperaturstellung des Schalters 100 befindet sich die temperaturunabhängige
Feder-Schnappscheibe 22 in ihrer ersten Konfiguration und die temperaturabhängige
Bimetall-Schnappscheibe 20 in ihrer Tieftemperaturkonfiguration. Die Feder-Schnappscheibe
22 drückt das bewegliche Kontaktteil 24 gegen das als Gegenkontakt fungierende stationäre
Kontaktteil 36. Der Schalter 100 befindet sich somit in seiner geschlossenen Stellung,
in der eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den beiden Anschluss-Kontaktteilen
44, 46 hergestellt ist.
[0090] Der Kontaktdruck zwischen dem beweglichen Kontaktteil 24 und dem stationären Kontaktteil
36 wird durch die Feder-Schnappscheibe 22 erzeugt. Die Bimetall-Schnappscheibe 20
ist in diesem Zustand hingegen nahezu kräftefrei in dem Schaltwerksgehäuse 18 gelagert.
[0091] Erhöht sich nun die Temperatur des zu schützenden Gerätes und damit die Temperatur
des Schalters 100 sowie der darin angeordneten Bimetall-Schnappscheibe 20 auf die
Schalttemperatur der Bimetall-Schnappscheibe 20 oder über die Schalttemperatur hinaus,
so schnappt die Bimetall-Schnappscheibe 20 von ihrer in Fig. 1 gezeigten konkaven
Tieftemperaturstellung in ihre in Fig. 2 gezeigte konvexe Hochtemperaturstellung um.
Bei diesem Umschnappen stützt sich die Bimetall-Schnappscheibe 20 mit ihrem äußeren
Rand 74 an einer auf der ersten Gehäuseseite 28 des Schaltwerksgehäuses 18 angeordneten
Abstützfläche 76 ab (siehe Fig. 2). Dadurch biegt sich gleichzeitig die Feder-Schnappscheibe
22 an ihrem Zentrum nach oben durch, so dass die Feder-Schnappscheibe 22 von ihrer
in Fig. 1 gezeigten, ersten stabilen geometrischen Konfiguration in ihrer in Fig.
2 gezeigte, zweite geometrisch stabile Konfiguration umschnappt.
[0092] Fig. 2 zeigt die Hochtemperaturstellung des Schalters 100, in der dieser geöffnet
ist. Der Stromkreis ist damit unterbrochen.
[0093] Wenn sich das zu schützende Gerät und damit der Schalter 100 samt der Bimetall-Schnappscheibe
20 dann wieder abkühlen, schnappt die Bimetall-Schnappscheibe 20 bei Erreichen der
Rückschalttemperatur, welche auch als Rücksprungtemperatur bezeichnet wird, wieder
in ihre Tieftemperaturstellung um, wie sie bspw. in Fig. 1 gezeigt ist. Somit lässt
sich ein reversibles Schaltverhalten realisieren.
[0094] Grundsätzlich ist es auch möglich, die Schaltwerkseinheit 16 ohne Feder-Schnappscheibe
22 auszustatten. In einem solchen Fall weist die Schaltwerkseinheit 16 dann "nur"
die Bimetall-Schnappscheibe 20 und das bewegliche Kontaktteil 24 auf. Die Bimetall-Schnappscheibe
20 sorgt dann nicht nur für das Schaltverhalten, sondern erzeugt in der Tieftemperaturstellung
des Schalters 100 auch gleichzeitig den Kontaktdruck zwischen dem beweglichen Kontaktteil
24 und dem stationären Kontaktteil 36. Die Bimetall-Schnappscheibe 20 wird dann also
als stromführendes Bauteil des Schaltwerks 10 eingesetzt.
1. Temperaturabhängiger Schalter (100), umfassend:
- ein temperaturabhängiges Schaltwerk (10) mit einer Schaltwerkseinheit (16), die
ein mit einer Bimetall-Schnappscheibe (20) gekoppeltes, bewegliches Kontaktteil (24)
aufweist, und mit einem Schaltwerksgehäuse (18), in dem die Schaltwerkseinheit (16)
angeordnet und darin unverlierbar gehalten ist, wobei das Schaltwerksgehäuse (18)
einen ersten Grundkörper (26) aus elektrisch leitfähigem Material aufweist;
- ein Schaltergehäuse (12) mit einem zweiten Grundkörper (14) aus elektrisch isolierendem
Material, in dem das Schaltwerksgehäuse (18) angeordnet und darin unverlierbar gehalten
ist, wobei das Schaltergehäuse (12) ein stationäres Kontaktteil (36) aufweist, das
als Gegenkontakt zu dem beweglichen Kontaktteil (24) fungiert;
- ein erstes Anschluss-Kontaktteil (44), das mit dem ersten Grundkörper (26) des Schaltwerksgehäuses
(18) elektrisch verbunden ist; und
- ein zweites Anschluss-Kontaktteil (46), das mit dem stationären Kontaktteil (36)
elektrisch verbunden ist;
wobei der erste Grundkörper (26) des Schaltwerksgehäuses (18) die Schaltwerkseinheit
(16) von einer ersten Gehäuseseite (28), einer der ersten Gehäuseseite (28) gegenüberliegenden
zweiten Gehäuseseite (30) und einer zwischen und quer zu der ersten und der zweiten
Gehäuseseite (28, 30) verlaufenden Gehäuseumfangsseite (32) umgibt und auf der ersten
Gehäuseseite (28) eine Öffnung (34) aufweist, durch die das bewegliche Kontaktteil
(24) mit dem stationären Kontaktteil (36) zusammenwirkt, und
wobei der zweite Grundkörper (14) des Schaltergehäuses (12) die erste Gehäuseseite
(28) und die Gehäuseumfangsseite (32) des Schaltwerksgehäuses (18) umgibt.
2. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 1, wobei ein Teil des ersten Grundkörpers
(26), der die zweite Gehäuseseite (30) des Schaltwerksgehäuses (18) bildet, eine frei
zugängliche Außenseite des Schalters (100) bildet.
3. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 1 oder 2, wobei das erste Anschluss-Kontaktteil
(44) im Inneren des Schaltergehäuses (12) an dem ersten Grundkörper (26) des Schaltwerksgehäuses
(18) elektrisch angeschlossen ist und durch den zweiten Grundkörper (14) hindurch
nach außen aus dem Schaltergehäuse (12) geführt ist.
4. Temperaturabhängiger Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das zweite
Anschluss-Kontaktteil (46) im Inneren des Schaltergehäuses (12) an dem stationären
Kontaktteil (36) elektrisch angeschlossen ist und durch den zweiten Grundkörper (14)
hindurch nach außen aus dem Schaltergehäuse (12) geführt ist.
5. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 4, wobei das Schaltergehäuse (12) auf
einer dem Schaltwerksgehäuse (18) zugewandten Innenseite (38) eine erste Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme
(58), in der das erste Anschluss-Kontaktteil (44) angeordnet ist, und eine zweite
Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme (62), in der das zweite Anschluss-Kontaktteil (46)angeordnet
ist, aufweist.
6. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 5, wobei die erste Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme
(58) eine erste Aussparung (60) aufweist, in die das erste Anschluss-Kontaktteil (44)
eingebettet ist, und wobei die zweite Anschluss-Kontaktteil-Aufnahme (62) eine zweite
Aussparung (64) aufweist, in die das zweite Anschluss-Kontaktteil (46) eingebettet
ist.
7. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 6, wobei die erste Aussparung (60) und
die zweite Aussparung (64) in einer gemeinsamen Ebene liegen.
8. Temperaturabhängiger Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das erste
Anschluss-Kontaktteil (44) das zweite Anschluss-Kontaktteil (46) zumindest teilweise
umgibt.
9. Temperaturabhängiger Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei zwischen
dem zweiten Anschluss-Kontaktteil (46) und dem Schaltwerksgehäuse (18) ein Zwischenlageteil
(68) aus elektrisch isolierendem Material angeordnet ist.
10. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 9, wobei das Schaltwerksgehäuse (18) mit
einem auf der ersten Gehäuseseite (28) angeordneten ersten Gehäuseabschnitt auf dem
Zwischenlageteil (68) aufliegt und mit einem auf der ersten Gehäuseseite (28) angeordneten
zweiten Gehäuseabschnitt entweder direkt auf dem ersten Anschluss-Kontaktteil (44)
oder unter Zwischenlage eines Verbindungsteils (66) aus elektrisch leitfähigem Material
auf dem ersten Anschluss-Kontaktteil (44) aufliegt.
11. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 10, wobei das erste Anschluss-Kontaktteil
(44) über das Verbindungsteil (66) aus elektrisch leitfähigem Material, das zwischen
dem ersten Anschluss-Kontaktteil (44) und dem ersten Grundkörper (26) des Schaltwerksgehäuses
(18) angeordnet ist, mit dem ersten Grundkörper (26) des Schaltwerksgehäuses (18)
elektrisch verbunden ist.
12. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 11, wobei das Verbindungsteil (66) im
Querschnitt L-förmig ausgestaltet ist und an der ersten Gehäuseseite (28) und an der
Gehäuseumfangsseite (32) des Schaltwerksgehäuses (18) anliegt.
13. Temperaturabhängiger Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei eine an
der Gehäuseumfangsseite (32) angeordnete Außenumfangsfläche (70) des Schaltwerksgehäuses
(18) an einer im Inneren des Schaltergehäuses (12) angeordneten Innenumfangsfläche
(72) des Schaltergehäuses (12) anliegt.
14. Temperaturabhängiger Schalter nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei das Schaltwerk
(10) dazu eingerichtet ist, unterhalb einer Ansprechtemperatur der Bimetall-Schnappscheibe
(20) den Schalter (100) in einer Tieftemperaturstellung zu halten, in der das Schaltwerk
(10) über das bewegliche Kontaktteil (24) eine elektrische Verbindung zwischen dem
ersten Anschluss-Kontaktteil (44) und dem zweiten Anschluss-Kontaktteil (46) herstellt,
und bei Überschreiten der Ansprechtemperatur, den Schalter (100) in eine Hochtemperaturstellung
zu bringen, in der das Schaltwerk (10) die elektrische Verbindung unterbricht.
15. Temperaturabhängiger Schalter nach Anspruch 14, wobei die Bimetall-Schnappscheibe
(20) dazu eingerichtet ist, bei Überschreiten der Ansprechtemperatur von einer geometrisch
stabilen Tieftemperaturkonfiguration in eine geometrisch stabile Hochtemperaturkonfiguration
umzuschnappen, und wobei sich die Bimetall-Schnappscheibe (20) in ihrer Hochtemperaturkonfiguration
an einer auf der ersten Gehäuseseite (28) des Schaltwerksgehäuses (18) angeordneten
Abstützfläche (76) abstützt, die an dem ersten Grundkörper (26) des Schaltwerksgehäuses
(18) ausgebildet ist, und dabei das bewegliche Kontaktteil (24) auf Abstand zu dem
stationären Kontaktteil (36) hält.